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Folge 629 · 18. September 2026 · 1:02 Std.

Wird das Internet jetzt FSK18?

mit Carsta Maria Müller

Kinder brauchen Langeweile! Sagt zumindest Ursula von der Leyen in ihrer Rede zur Lage der Union. Nur ob die vorgeschlagene Schritte genau dies mit sich bringen, bleibt abzuwarten. Wir schauen auf den EU KIDS ACT, das Gesetz, das de facto ein Social-Media-Verbot für Minderjährige nach Europa bringen soll. Oder nur de jure? So oder so, wir schrauben uns rein!

Kapitelmarken

KI-unterstützt

  1. Hallo Carsta!
  2. Vorstellung des EU KIDS Act
  3. Ausblick auf den Digital Fairness Act
  4. Friedrich Merz und die Klarnamenpflicht
  5. W Social und die Livestream-Kontroverse
  6. Meta vor Gericht: Klage von Finanzfluss und das Plattformprivileg
  7. Project Luna: Metas Smart Glasses ohne Kamera
  8. Meta sperrt österreichischen Bürgermeister
  9. Anthropics fragwürdige Profitabilitäts-Behauptung

Transkript

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00:00 Carsta Maria Müller

Hallo!

00:00 Gavin Karlmeier

Bei mir ist heute Casta Maria Müller, Social Media Beraterin, Managing Director bei Baby Gut Business und eigentlich Stammgast hier. Und das ist auch sehr schön, dass das so ist. Aber jetzt haben wir uns, glaube ich, ein paar Wochen nicht gehört. Wie ist es dir ergangen?

00:14 Carsta Maria Müller

Mir ist es super ergangen. Man hört sich, ich bin ein bisschen erkältet, weil ich drei Tage mit Kindern verbracht habe und wirklich ein Hoch auf alle Eltern da draußen, die es schaffen, trotz Kinderbazeln, irgendwie ihr Leben zu organisieren. Mich jetzt einmal umgehauen, aber unabhängig davon hatte ich einen guten Sommer. Wie war dein Sommer?

00:32 Gavin Karlmeier

Der war ganz gut. Punkt, ich hatte wirklich mal Urlaub. Das war gut. Also ich habe zum Beispiel mal eine Woche, da gab es nur zwei Folgen.

00:44 Carsta Maria Müller

Erstmal richtig underperformed, muss ich mal sagen.

00:47 Gavin Karlmeier

Ja, ich habe einfach mal so richtig die Beine baumeln lassen, fünf Grade sein und so. Ich habe einfach. Und ich habe zwei Redewendungen gerade korrekt verwendet, Leute. Was sagt ihr jetzt? Mir wird ja immer nachgesagt, ich muss sagen. Wenn ich so im Modus bin und mich so reinjesse ins Reden. Dann vermische ich auf Redewendungen. Und das ist mir, bevor ich diesen Podcast gemacht habe, nie aufgefallen. Aber jetzt gibt es ja also sehr, sehr, sehr viele Leute, die mich darauf hinweisen. Dass ich das nicht korrekt verwendet habe, dass man anderen eine Grube gräbt und dann selbst hineinfällt und nicht, weiß ich nicht, bei drei auf dem Baum sein muss.

01:27 Carsta Maria Müller

Ich finde das sehr charmant und ich liebe das und ich finde, du solltest weiter so machen, weil dann haben die Leute auch was zu kommentieren.

01:33 Gavin Karlmeier

So, man macht es ja extra, man muss ja irgendwelche Anreize zum Kommentieren setzen. Wir haben ein bisschen was vor uns heute. Wir haben ein sehr langes Dokument. Wir werden nicht alles schaffen, aber ich habe es so ein bisschen für mich nach Priorität sortiert. Und wir müssen am gedanklich im Mittwochmorgen einsteigen. Mittwoch, der 16. September, vorgestern, hat Ursula von der Leyen ihre Lage der Union Rede gehalten. Über die Rahmenbedingungen, wie die übertragen wurde und so sprechen wir später mal kurz. Viel interessanter ist, was sie da erzählt hat, denn sie hat davon gesprochen, dass der, wir haben es schon so durch Leaks und vorab so ein bisschen erfahren, der EU Kids Act kommen wird, den sie dann am gestrigen Donnerstag vollständig vorgestellt hat. Und der Transparenz halber muss ich direkt dazu sagen, wir nehmen am Donnerstag um 10. 30 Uhr auf. Das heißt, wir sind ganz frisch unter dem Eindruck der Papiere, die uns hier vorliegen. Da wird sich also in den nächsten Tagen noch ein bisschen was entwickeln, aber ich fange vorne an, was ist der Kids-Act? Also erstmal ist es geil, dass man sich überlegt hat, wir haben dieses Wort Kids-Act, wie können wir das mit Leben füllen? Ach ja. Keeping Internet Digital Spaces accountable and trustworthy. Kids. Nein. Tatsächlich, ja.

02:41 Carsta Maria Müller

Nein. Ah, ich liebe es. Das finde ich ja schon fast wieder sweet.

02:45 Gavin Karlmeier

Es ist gut, ne? Du hast so eine Abkürzung, die dir gefällt und dann musst du dir erstmal überlegen, wie können wir das mit Leben füllen. Ich finde, das ist eine ganz gute Masche. Ich würde mir auch wünschen, dass das so, dass es so auch so im Showbiss ankommen würde, dass man sich erstmal was überlegt. Also hier ist ein Format, das heißt Katze. Und dann überlege ich mir, wofür könnte denn Katze stehen? Und das steht dann für krank alarmierende Tänzerinnen. Zappeln extrem und dann weißt du schon, das ist die Show. So entstehen Formate beim Fernsehen

03:19 Carsta Maria Müller

Genau so. Du hast quasi den Schlüssel gerade verraten. Eigentlich findet es immer in der verschlossenen Tür statt, aber genauso wird es gemacht. Ich würde gerne wissen, wie die auf diesem Herunterbrechen der einzelnen Worte gekommen sind, ob die sich wirklich einfach mit drei verschiedenen KIs hingesetzt haben, das einmal haben ausarbeiten lassen oder ob da mehrere Referenten das haben machen müssen?

03:39 Gavin Karlmeier

Wahrscheinlich hatten mehrere Referenten Mehrere Chatbots gleichzeitig offen und haben dann sich so das zusammengewürfelt. Weil man muss auch sagen, der Begriff Kids-Act, den kennen wir schon aus den USA. Dort gibt es den ja schon. Aber wir wollten offenbar in der EU wollten wir es ein bisschen noch mehr. Weil in den USA steht Kids Act für Kids Internet Digital Safety Act oder irgendwie so. Und wir haben es aber jetzt hier noch ein bisschen doller. Aber was hat sie denn erzählt, die Ursula von der Leyen? Also. Ihre Worte waren relativ relativ kompakt zusammengefasst. Kein Social Media unter 13 Jahren, keine persönlichen Accounts unter 15 Jahren. Es gab eine ExpertInnenkommission, mit der dieses Gesetzespaket entwickelt wurde. Es soll Safe Design geben. Wir werden das gleich nochmal alles ein bisschen auseinanderbasteln. Sie möchte im Herbst den sogenannten Digital Fairness Act vorstellen. Auch den gucken wir uns gleich noch an. Und sie hat argumentiert, warum ihrer Meinung nach diese Online-Sicherheit für junge Menschen gewährleistet sein muss. Sie hat es sehr lang und breit ausgeholt und hat gesagt. Was unsere Kinder brauchen, ist Zeit. Zeit, um gemeinsam mit anderen heranzuwachsen, Zeit, um sich zu langweilen und so weiter und so weiter. Aber wenn ein Kind ein Smartphone besitzt, wird ihm all das genommen. Und An diesem Satz war ich schon wieder auf 180, muss ich sagen. Und ich sagte, warum? Weil wir diese Diskussion immer so auf unterschiedlichen Frühstücken Flughöhen führen. Mich macht es wahnsinnig, dass wir einerseits argumentieren, wir kriegen die Plattformen nicht sicher, weil wir unsere Gesetze nicht durchgesetzt kriegen, Klammer auf. weil wir uns nicht trauen, Klammer zu. Und dann auf der anderen Seite wird aber damit argumentiert, na, ihr verbringt viel zu viel Zeit drin, ihr habt schon ganz viereckige Augen, geht doch mal mehr unter Menschen, geht doch mal raus, draußen spielen, ist doch so schönes Wetter. Und für mich sind das zwei unterschiedliche Diskussionen, ob die Social Media Plattformen gefährlich sind oder ob das Smartphone als solches eine Gefährdung ist. Und wenn letzteres der Fall ist, werden wir das nicht lösen, indem wir Instagram dazu zwingen, den Algorithmus abzuschalten. Sondern dann müssen wir anders an das Problem herangehen, finde ich.

05:44 Carsta Maria Müller

Ja, und es ist ja vor allen Dingen ein infrastrukturelles Problem. Also gucken wir uns doch mal bitte, also jetzt können wir das Thema richtig groß machen.

05:50 Gavin Karlmeier

Die PISA

05:51 Carsta Maria Müller

-Studie kam auch gerade noch raus. Alle Eltern, die in die Verantwortung genommen werden, dass sie auch ihre Kinder ausbilden müssen. Gleichzeitig sollen sie aber alle fünf Tage die Woche arbeiten. Bliblablub. Irgendwo ist halt dieses Thema, wie Kinder sich heute beschäftigen und was sie alles leisten sollen und wie erwachsen sie sein sollen und was sie schon alles machen müssen und komplett konträr zu dem, wie halt die Lebensrealität von Kindern heutzutage ist. Aussehen. Weil auch da gibt es ja riesengroße Unterschiede, ob das jetzt ein Prenzlauer Bergkind ist mit drei Nannies und irgendwie einem Netzwerk, wo die von einer Haustür zur nächsten gehen können, weil die alle in einer Straße wohnen. Oder ob das eine Familie ist, die auf dem Land wohnt, wo die Mutter zwei Jobs hat, der Vater einen Pendeljob hat, und die Kinder irgendwie Bis vier Uhr nachmittags in der Kita sind, dann von der Oma abgeholt werden und die Oma halt auch noch einen Job nebenbei haben muss und dann das Kind tatsächlich vom iPads ist. Also Ich habe jetzt gerade sehr übertrieben, aber das sind halt die unterschiedlichsten Lebenrealitäten. Und wenn wir da nicht anfangen, das an der Wurzel uns anzukommen. gucken, sind diese ganzen Kids-Acts, um was da irgendwie alles dazu kommt, ob da jetzt eine Plattformen in die Verantwortung genommen werden oder die Handyanbieter, die irgendwas machen. Ist alles albern und klebt halt nur Pflaster auf dieses eigentliche Problem. Und der Klebstoff von diesen Pflastern ist halt einfach nicht haltbar. Das funktioniert nicht, weil einfach, und jetzt fallbe ich bei dem Bild, dass die Umstände Ich sag mal, die äußeren Einflüsse, das funktioniert nicht, das hält nicht. Und damit, und da haben wir noch gar nicht drüber gesprochen, dass ein Verbot für Kinder in dem Alter natürlich maximal reizend ist. Und dann muss man noch mit dazu bringen, jetzt bringe ich nochmal einen ganz anderen Aspekt mit rein. Vielleicht gibt es ja auch einfach ein digitales Nicht-Verständnis von Eltern. Ich habe letztens erlebt, dass ein Vater ganz stolz gesagt hat: Ja, meine Kinder verwenden kein Social Media. Das Kind, elf Jahre, saß neben mir und war auf YouTube unterwegs. Weil ich so zieht jetzt auch als Social Media Plattform. Was glaubst du, was sie sich auf YouTube angeschaut hat? Shorts, YouTube Shorts. Das heißt, die hat halt TikTok-Content konsumiert mit elf Jahren, und der Papa war ganz stolz: mein Kind konsumiert kein Social Media. Und es ist natürlich, also you do you, und ich, ich, not not judging anyone here, aber es hat, es ist halt einfach Komplett lebensfremd gewesen.

08:19 Gavin Karlmeier

Ja, ganz. Nee, das ist genau richtig. Das ist auch alles genau richtig, weil Punkt 1, du hast natürlich vollkommen recht. Es sind ganz häufig auch wirtschaftliche und soziale Rahmenbedingungen, die geklärt werden müssen. Und die löst du nicht, indem du das Symptom bekämpfst, sondern du musst an die Ursache heran. Punkt zwei, natürlich fehlt auch die Medienkompetenz der Eltern, weil wenn du das Kind vor Wie gesagt, no judging at all. Aber ich habe als kleines Kind auch schon die Sesamstraße geguckt. Und ob ich das jetzt auf einem im Wohnzimmer stehenden 55 Zoll Megafernseher sehe oder auf einem 11 Zoll kleinen handlichen Gerät in meiner Hand, das macht nicht so einen großen Unterschied. Es kommt halt eben darauf an, was Menschen dort machen. Und ich glaube auch, klar, du musst das Kind jetzt nicht acht Stunden am Tag mit Shorts beallern. Aber es geht eben darum, da so eine gewisse Literacy weiterzugeben. Und also über die grundsätzliche Verbotsfrage können wir gleich noch diskutieren. Ich würde, aber heute dürfen wir. Wir haben einen Anlass. Aber ich würde gerne mal darauf schauen, was dieser KidzEct nämlich genau erwartet oder was die Idee ist. Weil ich bin mal gespannt, wie das umsetzbar ist. Also im KIZ-Act wird gesagt, unter drei Jahren absolut keine Bildschirmzeit. Ich weiß nicht so genau, ob das bedeutet, dass Bahnkontrolleure Kleinkindern das iPad jetzt aus der Hand schlagen dürfen, wenn sie das sind wahrscheinlich nicht. Aber es ist halt, äh, als also ich weiß nicht, ob das ein Gesetz mit Strafe ist oder ob Eltern, wenn sie gesehen werden, wie sie einem Kind das Smartphone in die Hand geben, ob die dann umgehend verhaftet werden dürfen, ich weiß es nicht, aber das ist erstmal der Plan. No screens at all unter drei.

09:55 Carsta Maria Müller

Du hast ja ein Kind. Das ist doch total unrealistisch, oder?

09:58 Gavin Karlmeier

Ja, absolut. Also,

10:01 Carsta Maria Müller

sorry to say, also, und ich meine, wir alle saßen schon mal in einem Restaurant, wo neben uns eine Familie saß Und wir alle sehr dankbar waren, dass die Kinder auch unter drei Jahren an einem iPad saßen und alle anderen in Ruhe essen konnten. Also, und ich sage jetzt nicht, dass es um den persönlichen Genuss geht, aber Es ist doch unrealistisch, in einer heutigen Welt, dass Kinder unter drei Jahren nicht vor Screens sitzen.

10:24 Gavin Karlmeier

Ich finde, also ich will das gar nicht pauschalisieren. Ich möchte nicht vorschreiben, so ist das richtig und so nicht. weil ich glaube einerseits, ich finde, dass man bei einem Abendessen auch durchaus dem Kind mitbringen kann, dass man jetzt hier gemeinsam ist. Aber, aber Wenn man zwölf Stunden in einer fremden Stadt unterwegs war, dann sind wir alle komplett overpaced und überreizt. Und wir brauchen alle etwas zu regulieren. Und jetzt kann ich einem vierjährigen Kind nicht eine Zigarette oder ein Glas Wein in die Hand. Geben, sondern es braucht irgendetwas, um sich selber zu regulieren. Ob das ein iPad sein muss, wie gesagt, kann ich und will ich gar nicht bewerten und beurteilen, das sollen andere machen. Und ich finde es auch erstmal richtig zu sagen, Es gibt ein gewisses Alter, in dem es noch nicht nötig ist, irgendwie in 30 Bildern pro Sekunde auf das Kind einzuschießen. Glaube ich schon. Ich glaube aber trotzdem. dass das auch Teil der elterlichen Selbstverantwortung ist, also diese Entscheidung zu treffen. Und ich, also ich finde es manchmal ehrlicherweise ein bisschen befremdlich, wenn ich ein Restaurant sehe, wo 30 Kinder Kinder an Tischen sitzen und alle gucken auf Screens, wo irgendwelche irgendein AI-Slop läuft. Denke ich mir, fühle ich jetzt persönlich, würde ich jetzt anders machen. Aber ich halte halt diese gesetzliche Vorgabe erstmal für nicht durchsetzbar. Sie ist halt erstmal, glaube ich, so eine Art Guardrail, so eine Leitplanke für Eltern. Deswegen, da kann man drüber diskutieren, schwierig umsetzbar. Interessanter wird es dann ab drei. Weil zwischen 3 und 13, no social media, no personal owned devices, also man darf einem 8-Jährigen kein Gerät schenken. Aber Sie dürfen Child-Friendly Video-Sharing Services mit elterlicher Aufsicht nutzen und zwar maximal eine Stunde am Tag. Das ist die Regel. Was okay ist, glaube ich. Oder?

12:09 Carsta Maria Müller

Nee, sorry. Also, ich hab nee, da springe ich schon wieder rein. Ich habe es hier, glaube ich, schon mal gesagt, ich habe sehr viele Patenkinder in den unterschiedlichen Altersgruppen. Zwei Patenkinder sind sieben und neun oder acht und sind beide in der Schule und haben jetzt von ihrer Mutter dieses Nodi -Device bekommen. Kennst du das? Und zwar ist das, das ist wie so ein Größe her wie ein Handy, aber dreimal so hoch. Und das sind Lautsprecherboxen dran und man kann damit Sprachnachrichten. Man kann halt nicht Textnachrichten verschicken, weil es vom Schreiben her halt halt auch schwierig ist und man kann keinen, keine Bilder und Videos verschicken. Aber die können halt an Menschen, die Handys haben, ich habe eine App auf meinem Handy. Können die mir Sprachnachrichten schicken? Ist ein super Device. Ist ein Startup hier aus Berlin und funktioniert super. Zählt das jetzt darunter oder nicht?

13:01 Gavin Karlmeier

Ich würde sagen, nicht.

13:03 Carsta Maria Müller

Das finde ich halt großartig. Also, mein anderes, drittes Patenkind ist jetzt ins Gymnasium gekommen. Und dieses Gymnasium ist tatsächlich. Ist so ein super begabten Gymnasium, weil das Kind auch super begabt ist. Und es ist halt eine halbe oder dreiviertel Stunde mit öffentlichen Verkehrsmitteln in München von Sweden. Natürlich hat dieses Kind jetzt ein Handy, weil das halt alleine mit öffentlichen Verkehrsmitteln früh zur Schule fährt. Dann ist doch viel wichtiger, dass dieses elfjährige Kind ein Handy hat, womit es telefonieren kann, wo es im Zweifelsfall auch WhatsApp verwenden kann, was eine Social Media Plattform ist, um mit den Eltern oder auch der Partner zu Patentante zu kommunizieren.

13:43 Gavin Karlmeier

Oder auch mit MitschülerInnen. Also ich glaube ja auch, dass ja ab einem gewissen Alter durch die sozialen Verpflichtungen es unrealistisch ist zu sagen, ja, das geht jetzt aber nicht, weil die EU uns das verbietet. Also ich glaube, auch da muss man ein bisschen genauer hinschauen, da gebe ich dir schon recht, aber zu sagen, also Wir haben ganz viel über die Problematiken zum Beispiel von YouTube Kids gesprochen. Und darüber zu sprechen und zu sagen, also einen Kids-Account gibt es jetzt wirklich nur, wenn es einen Eltern-Account darüber gibt, der auch ein bisschen mit Einblicke hat und der Kids-Account ist auf eine Stunde am Tag begrenzt. Weiß ich nicht, ob diese Zeitbegrenzung am Ende tatsächlich die Probleme löst oder ob die Antwort auf diese gesetzliche Begrenzung auf eine Stunde am Ende nicht sein wird, dass dann nach der Stunde gesagt wird, komm, hier hast du meinen Account. Aber ich finde erstmal darüber zu diskutieren. Why not? Es gibt, glaube ich, eher ein grundsätzliches Problem, da würde ich aber gerne am Ende drauf kommen. Dann zwischen 13 und 15 darfst du, die Formulierung von Ursula von der Leyen war, no personal accounts. aber Mini-Accounts haben. Mini-Social Media Accounts set up by the Guardians on the Guardians Accounts. Also de facto Teenager Accounts. Kennen wir. Dann limited social contact, also zum Beispiel Erwachsene dürfen die Kinder nicht anschreiben, sie nicht edden, nur wenn die Kinder das machen und so weiter. Auch eine Begrenzung der Bildschirmzeit auf eine Stunde am Tag. Das kennen wir gerade, das gibt es überall, diese Diskussionen. Und das ist eben bis 15 der Fall. Und ab 15 darfst du dann deinen eigenen Account machen, der aber bis zu 18 bist. Safe by Design sein muss. Das heißt, nur Algorithmen, die für Kinder safe sind, also keine Addictive Features private Accounts standardmäßig, das heißt sie sind nicht öffentlich einsehbar für alle und Easy-to-Use Parental Controls, also die Eltern müssen die mögliche Haben darauf einzuwirken. Das ist erstmal so das Rahmenpaket dieses Kids -Acts. Und die Frage, die natürlich sich jetzt erst mal stellt, ganz über allem ist. Was ist mit allen über 18? Bedeutet es, dass es dadurch eine Ausweispflicht für uns alle gibt. Weil wenn das der Fall ist, dann will ich es nicht.

15:57 Carsta Maria Müller

Aber sag mal, also ich verstehe, dass man mit 18 erwachsen ist und so weiter. Wir dürfen mit 16 anfangen, in Deutschland Bier zu trinken. Aber bis 18 dürfen meine Eltern noch in meinen Social Media Account reingucken.

16:11 Gavin Karlmeier

Also, ich glaube, dass diese Team. Wir kennen den kompletten Text des Kids-Acts noch nicht. Wie gesagt, die Pressemitteilung kam. Zehn Minuten vor unserer Aufzeichnung. Aber ich glaube, dass du im Moment in den Teenager-Accounts eine gewisse Datenschutz gewissen Datenschutz einhältst. Ich habe keine Möglichkeit, in den Teenager-Account meines Teenager-Kindes in die Nachrichten zu schauen. Was es allerdings gibt, ist eine Überprüfung, ob zum Beispiel Nacktfotos geschickt werden. Also Eine kleine Form der freiwilligen Selbst -Chat-Kontrolle, wenn man so will.

16:46 Carsta Maria Müller

Aber auch mit, also. Ja, okay.

16:51 Gavin Karlmeier

Was aber eben die Formulierung ist, ist eben, und da habe ich eben über die Aushaltspflicht gesprochen, Altersüberprüfung. Als Beispiel wird die EU-Verifikations-App, die EUDI-Wallet, genannt. Von der wir wissen, dass sie innerhalb von zwei Minuten schon geknackt wurde. Und dass das aber vor allem neue Accounts betrifft oder bestehende Accounts eben noch nicht so lange existieren. Dass diese Altersüberprüfung aber eben nicht nur auf Social-Media-Plattformen-Seite passieren soll, sondern auch auf App Store-Seite. Das heißt auch, dauert, wo ich mir die Instagram-App herunterlade, liegt mein Alter schon de facto vor. Ich finde, de facto führt das am Ende dazu, dass wir wirklich uns nicht mehr einfach so. . Ich kann nicht in Laden gehen. mir ein Smartphone und eine SIM-Karte kaufen, mir dann darauf eine Instagram-App installieren und mich anonym als Whistleblower dort registrieren, weil de facto muss ich überall einmal nachweisen, dass ich volljährig bin. Und das auch gegenüber den App Store-Betreibern und den Social Media Betreibern. Und zwar nicht nur mit der EODI Wallet, sondern nur beispielsweise mit der EODI Wallet. Bedeutet also De facto wäre sowas wie der US-Dienst Persona, über den wir hier auch schon mal gesprochen haben, auch eine Möglichkeit der Altersverifikation. Und damit liegt mein Personalausweis. Bei denen. Also, ich habe da viele, viele, viele Bauchschmerzen mit diesem Gesetz, der die Kommission übrigens, dass die Kommission jetzt schon passiert hat. Das heißt. Ach krass. Ja. Das ist jetzt, wird wohl kommen so. Da müssen wir uns dann gewöhnen.

18:25 Carsta Maria Müller

Per se bin ich ja dafür, dass man sich anguckt, hey, wir haben jetzt alle gesehen, Social Media tut uns nicht gut. In gewisser Form. Social Media Plattformen, das sind Features drauf, die einfach mental gesundheitsschädigend sind, es gab genügend rechtskräftige Urteile, jetzt auch diesbezüglich, haben wir alles gesehen und gehört. Ich bin halt immer so vorsichtig mit Gesetze schränken uns jetzt ein, weil, und da komme ich wieder auf den Punkt zurück, es nimmt halt die Selbstverantwortung komplett aus dem Bild raus. Und wenn wir nicht anfangen. wirklich aufzuklären, die Plattform auch in die Pflicht zu nehmen, dann wird es einfach immer nur ein Verbot und dieses Pflaster sein, was ich vorhin erwähnt habe, was draufgeklebt wird. Und es wird nicht. Das Grundproblem klären. Und natürlich, die ein oder anderen Eltern fühlen sich jetzt damit sicherer, weil es diese Guidelines gibt und die können sagen: hey, so ist es aber und deswegen kannst du keinen Account haben. Und wahrscheinlich Gibt's ein paar Pflaster, die dadurch gut halten, but this löst nicht das Grundproblem. And that werde ich immer so fuchsig, weil ich mir denke Liebe Politiker, geht doch bitte nicht einfach nur ins Bett, weil ihr eure To-Do-Liste abgehakt habt, sondern habt doch bitte auch ein Verständnis dafür, was die eigentlichen Probleme sind. Und das fehlt mir hier an der Stelle total.

19:52 Gavin Karlmeier

Also ich, wenn du mich fragst, geht es auf der einen Seite nämlich viel zu weit und auf der anderen viel zu wenig. zu weit, weil darüber zu sprechen, dass eben diese For You-Algorithmen, die das Infinite Scrolling, das sind ja Dinge, die de facto uns alle Binden, die für uns alle addictiv sind. Und ich würde sagen, hey, ich fände es total gut, wenn du zum Beispiel zumindest beim ersten Login gefragt wirst, Möchtest du die algorithmische Sortierung oder nicht die algorithmische Sortierung? Oder möchtest du Leute im Feed sehen, die du nicht kennst und damit Milliardeninhalte mehr sehen? Also das wäre ja schon immerhin ein Weg in die richtige Richtung. Die Pflicht zum Opt-out solcher Algorithmen, und da kommen wir direkt zum nächsten Thema, die könnte kommen in dieser Form des Digital Fairness Actes. Der wird erst im Herbst vorgestellt. was de facto nächste Woche beginnt, aber ich glaube, es dauert noch ein bisschen. Und in diesem Digital Fairness Act soll eben, hat Ursula von der Leyen gesagt oder als Claim dafür Addictive Design is harming everyone. Heißt, es wird wohl dazu kommen, dass wir alle in der Lage sind, solche Dinge abzuschalten. Die Frage ist da auch wieder. Was ist die Standardeinstellung? Was sind die Defaults? Weil wenn das Default trotzdem ist wie jetzt, und ich habe mich da so ein bisschen drüber aufgeregt. Wir haben bei Instagram die Möglichkeit, auf einen chronologischen Feed umzustellen. Adam Sari sagt, das will keiner. De facto glaube ich, das weiß keiner. Weil du musst dafür oben aufs Instagram-Logo klicken. Weißt du, also.

21:17 Carsta Maria Müller

Das ist, glaube ich, eine Kombination aus beiden. Weil, also ich würde schon auch gerne mal chronologisch das Ganze mir angucken wollen. Aber ich möchte auch zwischendurch meinen algorithmischen Insta-Feed haben. Und Ich würde gerne entscheiden wollen können, welche Teile vom Algorithmus für mich relevant sind.

21:35 Gavin Karlmeier

Ja, genau.

21:36 Carsta Maria Müller

Ich würde gerne halt sagen, ja gib mir doch bitte Content, der für mich relevant ist, weil wie oft habe ich schon was auf Instagram entdeckt, wofür ich nie drüber gestolpert werde. Oder was auch jetzt für mich arbeitstechnisch total relevant ist, was vielleicht sonst nicht da gewesen wäre. Und ich hätte gern ein eigenes Zusammenschnell, so ein bisschen wie wenn ich halt in den Frozen Yogurt Laden gehe und entscheiden kann, ob ich das Martis drauf haben will oder die Bärchen, weil. So, und das wäre doch das Optimale.

22:06 Gavin Karlmeier

Dass mir nur die Inhalte der Leute, denen ich folge, algorithmisch sortiert werden.

22:12 Carsta Maria Müller

Aber auch anderes ist.

22:12 Gavin Karlmeier

Das ist ja auch okay. Aber du musst es einstellen können. Und in den USA gibt es diese Möglichkeit, ich glaube, es heißt MyFeed sogar oder so. Das kannst du anpassen, das haben wir hier noch nicht. Ich fürchte nur leider, wenn wir da die Entscheidungsgewalt bei den Unternehmen lassen, wird die Lösung nicht so aussehen, dass die tatsächlichen Probleme damit angegangen werden.

22:33 Carsta Maria Müller

Nee, weil denen geht es ja nicht um die Probleme, um die Menschheit da draußen und das heißt natürlich Connecting the World und bla bla bla und so, aber im Endeffekt. Ich glaube, wenn der Aktienkurs nicht funktioniert, ist es ihnen auch ziemlich egal, ob die Welt connected ist oder nicht.

22:49 Gavin Karlmeier

Wir wissen, es geht um Stickiness bei Meta und wie viel Zeit verbringen die Leute am Tag damit? Also wir warten ab, de facto sind wir jetzt an dem Punkt, die EU-Kommission hat diesen Vorschlag jetzt gemeinsam verabschiedet Jetzt aber, und das ist EU-Recht -Realität, das muss das EU-Parlament und der Rat, also die 27 Regierungen, müssen dem noch zustimmen. Und dann wird das Ganze in ein Gesetz gefasst. Und dieses Gesetz hat dann erstmal eine Übergangsfrist und dann dauert das nochmal so ein bisschen, bis dieses Gesetz dann de facto in Kraft tritt. Also. Wir können davon ausgehen, dass bis dieses Gesetz verabschiedet wird, eure minderjährigen Kinder alle schon alt genug sind, um selber Entscheidungen treffen zu können. Immerhin. Aber das ist.

23:32 Carsta Maria Müller

Ich bin sehr gespannt, welche Länder sich da wieder zu äußern und was da jetzt im Aftermath kommt. sehr, sehr eng befolgend.

23:41 Gavin Karlmeier

Ja, das Interessante ist ja, dass das sozusagen das mindestgeltende Gesetz ist. Länder aber die Erlaubnis oder die Möglichkeit haben. Zumindest wenn ich es richtig verstehe, kommt darauf an, wie vollharmonisierend dieses Gesetz am Ende sein wird. Strengere Gesetze dem noch überzustülpen, wenn man so möchte. Also wenn Frankreich sagt, wir möchten Social Media Verbot unter 16 komplett, dann dürften sie das meines Erachtens trotzdem tun. Und wir wissen, dass in Frankreich diese Diskussionen laufen, wir wissen, dass in Deutschland diese Diskussionen laufen, dass sie überall laufen. Bemerkenswert ist aber, dass die EU tatsächlich jetzt zum Beispiel schneller war, als dass in Deutschland ein tatsächlicher Gesetzesvorschlag überhaupt auf dem Tisch liegt. Das ist zumindest ungewöhnlich.

24:26 Carsta Maria Müller

Er ist wirklich sehr ungewöhnlich und ja, ich muss da nochmal ein bisschen drüber nachdenken. Wir werden uns noch ein paar Mal schon. sprechen, bevor das gerade so in die Entscheidung geht. Habe ich auch mal ein paar andere Gedanken dazu.

24:38 Gavin Karlmeier

Ich will noch eine Kleinigkeit dazu sagen, dass viele dieser Dinge, die wir so durch Leaks und vorab wussten, dass die sich hier drin wiederfinden. Vor allem das D-F, also wie sagt man, die Jura. schon jetzt Instagram, Snapchat, TikTok per AGB ausschließen, dass du es unter 13 nutzt. Das heißt, wie realitätsnah denn die tatsächliche Umsetzung dann aussieht und wie. eng die Altersverifikation tatsächlich vonstatten geht oder ob wir hier ein zweites Australien erleben werden, da bin ich dann sehr gespannt drauf. Weil dann haben wir tatsächlich ein Problem, wenn es sehr streng würde, würdest du halt so Dinge erleben, wie du mit Red Note erlebt hast, dass alle irgendwie zur nächsten chinesischen App rennen, die sich nicht der EU-Regulierung unterwerfen müssen. Andererseits haben wir die App-Store-Regulierung dann eben mit drin. Ich bin total gespannt. Ich will einfach nur nicht, dass mein Personalausweis überall rumliegt und dass ich mich einfach frei mich im Internet bewegen kann. Und ich fürchte, das könnte leider vorbei sein dann.

25:35 Carsta Maria Müller

Wir haben da schon mal drüber gesprochen, weil ich war so, ich weiß noch, ich habe damals gesagt, so ja, soll meine Personalausweis überall sein, ist mir ja eh wurscht. So nach dem Motto, das weiß ja eh jeder alles. Und ich bin da immer noch auf dem Standpunkt. Ich weiß, du hast einen anderen Standpunkt.

25:48 Gavin Karlmeier

Aber stell dir mal vor, du würdest in einem Unternehmen 6-7, hast du gerade für die, die es im Video gucken. Ich finde, nee, also es geht mir nicht um den haptischen Ausweis. Es geht mir um die Tatsache, stell dir vor, du bist Whistleblowerin. Und du bist die Zeit der Edward Snowden. Du arbeitest beim Staat und du entdeckst eine himmelschreiende Ungerechtigkeit. Etwas, wo du sagst, das müssen die Leute wissen. Du könntest das im Internet nicht erzählen, ohne einen Personalausweis vorher irgendwie vorzuführen. Oder eine andere Altersüberprüfung durchzuführen.

26:18 Carsta Maria Müller

Aber dann ist ja vielleicht auch die Frage, gibt es Ausnahmen für JournalistInnen? In welcher Form? Also ich meine, das kann man ja auch alles Und du gleichst du auf den Kopf geschüttelt.

26:30 Gavin Karlmeier

Ja, aber wie sollen die aussehen, wenn niemand den App Store nutzen kann, ohne sich als volljährig auszuweisen?

26:36 Carsta Maria Müller

Ja, aber Diplomaten können auch alles in der Welt machen, ohne irgendwie haftbar dafür gemacht zu werden. Ich übertreibe wieder. Vielleicht gibt es da ja auch in irgendwelcher Form irgendwelche Regelungen. Ich glaube ja mal an das Gute.

26:47 Gavin Karlmeier

Also bisher steht nichts von einer Backdoor in diesem Entwurf, aber schauen wir mal.

26:53 Carsta Maria Müller

Vielleicht werden, es wäre halt so skurril, wenn jetzt quasi Diplomaten sich da nicht dran halten müssten und Journalistinnen auch den Diplomatenstaat. Huh, Wilder Westen. Okay, wir müssen aufhören mit solchen Ideen.

27:04 Gavin Karlmeier

Ich hätte da nichts gegen. Friedrich Merz war bei Jugendforsch. Und ich habe ja eben darüber gesprochen, dass mich manchmal irritiert, auf welcher Flughöhe solche Diskussionen geführt werden, ob wir jetzt über Geräte sprechen oder ob wir über Social Media sprechen oder. . . What's going on? Worum geht's? Und Friedrich Merz, also der Friedrich Merz hatte vor einigen Monaten schon mal diesen Running Gag-Kleinamenpflicht rausgeholt. Er hat gesagt, er möchte wissen, wem er das schreibt. Er selber würde das ja auch unter seinem Kleinnamen tun. Was ist eine. . Wahnsinnig krumme Argumentation ist, weil, naja, wir haben jetzt halt nicht alle irgendwie vier Sicherheitskräfte, die uns dauerhaft bewachen, aber hey, you-do-ju. Und jetzt war er eben bei Jugendforscht. Und hat gesagt, dass er immer noch für eine Klarnamenpflicht ist. Er ist ja in der analogen Welt groß geworden und gegen Zeitungen, die Falschbehauptungen verbreiten, konnte man ja rechtlich vorgehen. Und das hat zu einer gewissen Hygiene beigetragen, ist die Formulierung. Im Internet könnten Leute unter Pseudonymen auftreten und das würde die Klärung von Verantwortlichkeiten erschweren. Und dann hat er was ganz Interessantes gesagt. Bitte komme mir keiner mit Free Speech. Das hat mit Free Speech nichts mehr zu tun. Was also nach dem deutschen Verständnis haben wir die ja auch nicht. Er hat auch eine Abgrenzung zwischen USA und Deutschland gemacht. Wir haben eine Meinungs und keine Redefreiheit. Das stimmt zwar in gewisser Weise. Trotzdem finde ich es interessant, dass ausgerechnet Friedrich Merzitz hier so eine scharfe Abgrenzung der amerikanischen Redefreiheit vornimmt, weil wenn jemand sich in den letzten Monaten vor allem. Also, wenn er es in die Schlagzeilen geschafft hat, abgesehen von irgendwelchen wackeligen Positionen, dann ja durchaus sagen, wo man sagt, ist das jetzt schon eine justiziale Beleidigung gewesen oder ist das noch so scharf an der Grenze?

28:47 Carsta Maria Müller

Du darfst nicht vergessen, er hat vor allen Dingen auch ganz viel Schlagzeilen gemacht, weil er nicht da war. Und ich habe ihn jetzt auch nicht als den oder ich nehme ihn jetzt auch nicht als den war, der unfassbar viele Statements auf Ex und Co. und so weiter macht. Also da redet wirklich ein Blinder von der Farbe. Und da muss ich sagen, wirklich, ja. Wir möchten jetzt nicht noch um Friedrich Merz-Rand hier anfangen, aber das ist nur der Anfang von allem, was ihn betrifft.

29:14 Gavin Karlmeier

Ja, ja. Aber ich finde, also diese , ich frage mich doch wirklich, ob nicht irgendjemand mal sagt, Friedrich. Wir wissen, es ist dir ein Thema, dass dich das nervt, wenn Martin07396 in einem Kommentar der Tagesschau bei Instagram Dich eine doofe Ulknudel nennt. So, das ist okay. Oder Pinocchio. Aber es gibt manche Diskussionen, die können wir nicht gewinnen in der Öffentlichkeit. Und ich glaube, die Klarnamenpflicht wäre so eine, die ihm nicht hilft.

29:48 Carsta Maria Müller

Aber glaubst du wirklich, egal wer, kann sich Friedrich Merz gegenübersetzen und einmal diese Tatsachen ihm erklären, so dass er sie versteht? Und ich sag gar nicht, dass er es nicht. von der Kapazität her nicht verstehen würde, sondern ich glaube, es ist einfach kein Mensch, der sich, wenn er eine feste Meinung hat and ein Statement dazu gemacht hat, nochmal umrütteln lässt, beziehungsweise versuchen möchte, irgendwelche anderen Standpunkte zu verstehen oder andere Perspektiven darauf erlaubt. Und dementsprechend, ja, es gibt bestimmt ganz viele Menschen, die sich mit dem hinsetzen, aber das ist halt Teflon. Das prallt ja ab. Also, da müssen wir uns doch nichts vormachen.

30:30 Gavin Karlmeier

Also, Friedrich Merz hat gesagt, das Problem ist, dass er gerade so schlecht oder das Problem daran, dass er gerade so schlecht Umfragewerte hat, liegt ja nicht an seiner Politik, sondern es liegt daran, dass die Leute ihn nicht verstehen. Wir sind das Problem. Wenn ihr mich nicht wählt, seid ihr die Idioten.

30:47 Carsta Maria Müller

Na so, haben wir doch alle verstanden. So, und

30:51 Gavin Karlmeier

jetzt bringe ich diese beiden Themen mal zusammen. Ursula von der Leyen hält eine Rede und Friedrich Merzel eine Kleinamenpflicht. Und wir landen automatisch bei W Social, der Plattform, die eine Personalausfallsverifikation ja schon hat. Und W Social hat in den letzten Wochen lautstark dafür getrommelt, dass sie die Rede von Ursula von der Leyen auf ihrer eigenen Plattform übertragen werden als Livestream. Also, eine interessante Auslegung ist, die dazu führte, dass Leute wahrgenommen haben, hä, wieso überträgt die das denn exklusiv auf dieser Plattform? Weil es fühlte sich so an, weil überall stand, es wird auf W Social gestreamt. Und wir wissen, dass Ursula von der Leyen und ihr Team und Die ganzen Menschen, die da in der Kommission für Öffentlichkeit verantwortlich sind, dass die Sympathien für W Social haben, dass Ursula von der Leyen Werbung für W Social gemacht hat und so weiter und so weiter. Also wir wissen, da gibt es. Wir haben in der letzten Episode auch schon so ein bisschen aufgezeigt, wie lange diese Verbindungen schon bestehen und welche Gespräche stattgefunden haben. So, auf jeden Fall gab es diesen Livestream auf W Social, bei dem versprochen wurde, hey, da kannst du das gucken, ohne dass auch Bots zugucken. Und okay, als wäre das so das Ding. Interessant ist aber, was das jetzt alles de facto für Folgen hatte. Also Punkt 1. Der Livestream, den man auf W Social gesehen hat, war ein Eins zu eins abbild des Streams, das die EU über ihre Öffentlichkeitsarbeit sowieso ausstrahlt und allem zur Verfügung stellt. Das heißt, wir konnten uns dort denselben Livestream anschauen, der bei Reuters, bei CNN, auf dem YouTube-Kanal der EU selber. de facto überall auch übertragen wurde. Aber eben im W Social-Rahmen und ich konnte mich mit einem Login bei W Social am Chat beteiligen an der Diskussion, was auch bestimmt so fünf Leute gemacht haben oder sechs. Nee, es haben schon ein paar Leute gemacht. Aber sie hatten so um die in der Spitze, ich würde schätzen, ich habe da immer wieder drauf geschaut, so um die 600, 700 ZuschauerInnen, ein Wert, den wird, das muss man auch dazu sagen. nicht überprüfen können. Oder wie W Social sagte, unser Stream hat mehr Zuschauer als der auf YouTube, was nicht stimmt, weil selbst Reuters alleine schon genauso viele hatte. Und wie gesagt, es gab viele Kanäle, die diese Geschichte übertragen haben. Interessant ist aber, wie das vermarktet wurde, was erzählt wurde über diesen Livestream. Denn es wurde ja die ganze Zeit gesagt, W Social hat jetzt eine Livestream-Infrastruktur und wir können das leisten. Wir sind ja hier der europäische Gegenentwurf und wir wissen Anna Zeiter, die wir ja auch schon zweimal interviewt haben, die ist aufgefallen in der Vergangenheit mit so roten Mützen, auf denen draufsteht, Make Europe Great Again. Also es gibt auf jeden Fall so ein Abgefeierer davon, dass der Standort so wichtig ist. Und wir wissen, digitale Souveränität ist wichtig und das ist ein entscheidender Punkt, sich zu überlegen, wie kriegen wir die Infrastruktur hier hin. Naja, also der Livestream wurde aufgesetzt und programmiert von einem Unternehmen, das heißt , äh, die haben ein Produkt, das heißt es. Streamplace, das Unternehmen heißt es aber Aquarium Incorporated. Und das Incorporated lässt schon darauf schließen, dass das keine europäische Rechtsform ist. Denn das ist eine Delaware Company. Dieses Unternehmen sitzt in den USA. Und dieses Unternehmen hat dann in Europa, also da gibt es Eli Mellon, das ist einer der EntwicklerInnen von Aquarium Er hat, wie er sagt, selber im Statement in Europa diesen Server aufgesetzt und diese Technik aufgesetzt. Also er wurde sozusagen angeheuert von W Social, deren Technologie auch hier aufzusetzen. Aber die Formulierung, die einer der Mitgründer von W Social, Igna Renzhock, gewählt hat, war, We are doing our best, this broadcast is truly made in Europe, ist eine Formulierung, bei der ich sagen würde, da gibt es Unschärfen.

34:31 Carsta Maria Müller

Also, das ist falsch. Es ist faktisch falsch.

34:34 Gavin Karlmeier

Oder so. Ja.

34:38 Carsta Maria Müller

Also, wenn man das jetzt alles, was du gerade gesagt hast, mit einem gesunden Menschenverstand verfolgt hat, ist es falsch.

34:45 Gavin Karlmeier

Ja. Also, es ist auf jeden Fall eine irreführende Werbung, weil auch nirgendwo gesagt wurde, wir nutzen die Infrastruktur von Aquarium oder Streamplace. Ich verstehe es nicht ganz, weil, wie gesagt, nochmal. Das war keine eigene Streaming-Infrastruktur. Also es gab so einen Server offenbar, der dieses Bild von anderen übernommen hat und dann auf der eigenen Webseite ausgestrahlt hat. Aber es ist halt erstmal ein Abbild eines bestimmenden Streams gewesen. Und ich habe nicht ganz verstanden, warum man dafür Eli Mellon, Aquarium, Streamplays überhaupt braucht. Weil also. . Ich habe ja auch schon mal einen Livestream gemacht. Truly made in Europe, nur dass er halt auf Twitch übertragen wurde.

35:28 Carsta Maria Müller

Truly made at home, at my place.

35:33 Gavin Karlmeier

Ja, finde ich, also ich finde bei W Social, und ich habe das auch schon mal gesagt, erstmal ist jeder Approach zu sagen, wir starten von hier ein eigenes Netzwerk. Ist erstmal richtig. Und ich persönlich, auch wenn ich auf digitale Souveränität setze, mich stört das ja gar nicht, wenn man sagt, hier sind wir noch nicht so weit, hier nutzen wir Technologien von anderen. Das machen wir alle. Also, wir alle nutzen auch Technologien, die nicht in Deutschland sitzen, weil wir vielleicht da noch nicht so weit sind, weil es das Angebot noch nicht gibt, weil das Geld nicht da ist. Es gibt tausend Gründe dafür. Wenn du sagst, wir wollen aber zu 100% europäisch sein, Dann kannst du nicht so mogeln, weil dann in dem Moment machst du dich halt noch unglaubwürdiger, als du möglicherweise sowieso schon wahrgenommen werden könntest.

36:17 Carsta Maria Müller

Und man darf ja auch nicht vergessen, alle, die sich das jetzt angucken und verfolgen, die hier auch diesen Podcast hören, sind ja letztendlich Personen, die auch. eine Stimme in der digitalen Welt haben. Also wir reden ja jetzt von einem Nutzerkreis, was super nerdig ist. ist. Und wenn du halt in diesem Anfangsstadium irgendwie dir da schon verballerst, indem du nicht 100% ehrlich bist, Nur die halben Wahrheiten erzählst, oder halt Fakten hast, die de facto as falsch sich herausstellen, wenn man das Ganze überprüft, and you this in dieser Nerdszene schon from anfang an, die dir eigentlich positiv gegenübergestimmt sind, versaust. Wo, also, dann ist die Zukunft relativ unrosig, ehrlicherweise.

37:05 Gavin Karlmeier

Ja, aber die Gegenwart ist das auch. Also, wir wissen ja, dass 70% der NutzerInnen von W Social noch nie etwas gepostet haben und niemandem folgen und knapp 91% niemals was gepostet haben dort. Also Und insgesamt haben sie 37. 000 Accounts. Also es ist jetzt nicht, so, da würde mehr gehen. Oder anders gesagt.

37:29 Carsta Maria Müller

91% oder 9%?

37:32 Gavin Karlmeier

Nee, ich. Doch, ich habe schon mal was gepostet, tatsächlich. Also ich habe da einen Account, aber mehr so aus Recherchegründen. Ich sag's dir ganz ehrlich: wenn ich diesen Podcast nicht hätte, würde ich mir da niemals einen Account machen. Aber.

37:43 Carsta Maria Müller

Ich habe davon logischerweise gehört und gesehen und ich war so, mache ich das jetzt? Und dann war ich so, boah, es gibt gerade überhaupt gar keinen Grund für mich, das zu machen. Also ich, ja, na, also ich Das ist so ein bisschen wie, ja, okay, könnte ich jetzt machen und dann kann ich meinen Namen, meinen Klarnamen mir dort registrieren. Aber ja, ich. I wasn't hyped.

38:02 Gavin Karlmeier

Ja, und die Wette auf ist die ist die Ausweispflicht jetzt der USP, der die Leute in die Plattform zieht. Die lässt sich, glaube ich, schon weitgehend als verloren bezeichnen, würde ich mal unterstellen. So, jetzt kommen wir aber zu Plattformen, die ein bisschen größer sind. Wir müssen über Meta sprechen. Und zwar gibt es eine Geschichte, die will ich nur kurz anschneiden, denn der Vollständigkeit halber, damit ihr schon mal davon gehört habt. Aber wir haben in der nächsten Woche Chanjo-yun hier, unseren Haus und Hofanwalt, der in diesem Prozess hier selber beteiligt gewesen ist und deswegen uns auch ein bisschen mehr darüber erzählen kann. Trotzdem, damit ihr schon mal mitbekommen habt. Thomas Kehl, das ist der Gründer der Plattform Finanzfluss, ist gegen Meta vorgegangen, weil Menschen mit seinem Gesicht Werbeanzeigen geschaltet haben und damit Scam. durchgeführt haben. Also sie haben Menschen betrogen mit dem Gesicht von Thomas Kehl. Thomas Kehl ist nicht gegen diese Menschen vorgegangen, sondern gegen Meta, weil er sagt, dass Meta davon profitiert. Dass hier Betrügereien mit seinem Gesicht stattfinden. Und das Gericht gab ihm tatsächlich recht. Thomas Kill hat gewonnen, und das Gericht hat geurteilt, dass das Landgericht Frankfurt, das heißt, es gibt noch eine höchste Instanz, es wird noch weitergehen, wahrscheinlich wird es bis zum BGH gehen, aber. Meta sagt, dass Meta dafür verantwortlich ist, welche Anzeigen und welche Inhalte algorithmisch ausgespielt werden. Das könnte. De facto bedeuten, wie gesagt, es ist noch revidierbar, whatever, könnte dazu führen, dass Meta möglicherweise ein Problem mit dem sogenannten Provider oder Plattform Plattformprivileg bekommt, der unserer Version der Section 230, dass Meta für Inhalte, die auf ihrer Plattform veröffentlicht werden, eigentlich rechtlich nicht angreifbar sind. Das könnte wahnsinnig viele Konsequenzen mit sich bringen.

39:46 Carsta Maria Müller

Ich habe, als ich gesehen habe, dass er geklagt wurde, dass es diese Klage gibt, war ich so alter Schwede. Dieser Mann hat Eier. War wirklich, sorry, also hier darf ich ja so sprechen.

39:57 Gavin Karlmeier

Absolut. Wir sind bei Apple Podcasts gelten wir eher als explicit schon. Also, das heißt, auf Geräten, die nicht sich im App Store als volljährig ausgewiesen haben, wird dieser Podcast gar nicht mehr angezeigt. Deswegen sprich, du möchtest.

40:11 Carsta Maria Müller

Das ist doch ein Achievement, das ist ein Kompliment an dich. Und ich habe wirklich gedacht und habe gedacht, so boah, ob sie damit durchkommen, dass, weil wenn das durchgeht, alter Schwede, das hatte richtig, richtig Konsequenzen für die Plattform. Zumal das ja jetzt gerade nur in Deutschland stattfindet, aber alle internationalen Anwälte, die das sehen , das kann so krass viele Klagen mit sich ziehen oder im Nachgang halt Und ich wirklich, ich habe es gestern oder vorgestern habe ich es gelesen, dass sie gewonnen haben und ich war nur so, wow, ich habe richtig Gänsehaut bekommen, weil das so ein, das ist so ein Urteil, was einfach in der Digitalbranche oder für Meta. Und das ganze Öcosystem, was drumherum ist, krasse Auswirkungen hat. Und ich bin so, so, so gespannt, was es jetzt mit sich nachziehen wird. Und ich verfolge es so sehr und freue mich total Dass dieses Urteil so gefallen ist, wirklich.

41:01 Gavin Karlmeier

Und tatsächlich, also Stand jetzt wäre es so: Meta muss alle Fake-Profile und Betrugsanzeigen mit Bezug auf Finanzfluss filtern, bevor sie erscheinen. Und jedes Mal, wo das nicht gelingt, droht ein Ordnungsgeld in Höhe von bis zu 250. 000 Euro. Finanzschluss kann jedes Mal direkt auf Meta zugehen und dagegen vorgehen. Außerdem muss Meta offenlegen, wie hoch konkrete die Werbeeinnahmen der Fake-Anzeigen mit Thomas Kehl gewesen sind.

41:27 Carsta Maria Müller

Unfassbar. Also es ist richtig, richtig gut. Ich hoffe, dass ganz viele alle schon ihre Klagen vorbereitet haben und das jetzt noch ganz viele andere Klagen bringt.

41:37 Gavin Karlmeier

Ja, absolut. Also Die Frage ist halt, betrifft das tatsächlich nur Werbeanzeigen? Weil in der Urteilszusammenfassung, die mir vorliegt, wird davon gesprochen, Meta entscheide mit seinem Algorithmus über das Ausspielen der Anzeigen und verdienen daran. Wer so viel Kontrolle über Inhalte habe, könne kein neutraler Speicherplatz sein, damit hafte Meta unmittelbar für Inhalte seiner Nutzer. Und die Frage ist, gilt das nur für Leute, mit denen Meta einen Vertrag hat, bei dem Geld fließt, oder betrifft das alle Inhalte aller NutzerInnen, weil die algorithmische Ausspielung auch eine redaktionelle Vorauswahl ist? Wenn letzteres der Fall ist. Dann wird es interessant.

42:16 Carsta Maria Müller

Da muss ich an den werten Kollegen übergeben, an deinen Anwalt, der das nochmal einordnet. Deswegen machen wir hier einen Teaser. Auf die andere Folge, weil das kann ich nicht einschätzen, aber ich sehe genau das, was du sagst und höre das und denke mir so: Hm, in welchen Bereichen sprechen wir denn hier? Und werde definitiv die Folge hören, um da die Einordnung zu

42:35 Gavin Karlmeier

ma

42:34 Carsta Maria Müller

Zubekommen.

42:35 Gavin Karlmeier

So. Und weil Meta aber offenbar keine Lust mehr auf schlechte Schlagzeilen hat, den Satz, den wir jetzt so noch nie gesagt haben. Gibt es jetzt Gerüchte über das Project Luna? Und Project Luna ist eine neue Smart Glass von Meta. Und jetzt halte ich fest: ohne Kamera. Also es soll tatsächlich nur ein AI-Device sein, mit dem du sprechen kannst, aber es gibt eben keine Kameras, mit denen du filmen, fotografieren und eben auch keinen optischen Kontext liefern kannst.

43:09 Carsta Maria Müller

Das heißt, du kannst einfach alle Gespräche mitschneiden, du kannst mit Spracherkennung ganz viel machen. Du, Alter, ist also mindestens, also klar, fühle ich mich tausendmal sicherer, als wenn da eine Kamera in meinem Gesicht ist.

43:20 Gavin Karlmeier

Aber de facto doch ein bisschen schon, oder?

43:23 Carsta Maria Müller

Nee.

43:23 Gavin Karlmeier

Nee, mitschneiden kannst du ja jetzt auch schon unbemerkt alles.

43:27 Carsta Maria Müller

Ja, genau. Und das ändert sich ja. Und ich finde tatsächlich, dass das gesprochene Wort mindestens genauso gefährlich ist wie auch das, was man sieht. Also für mich ist es kein großer Unterschied. Wirklich nicht. Also ich verstehe, dass das Das Ganze heimlich mitgefilmt und Frauen und Schutz. Darüber müssen wir nicht reden. Aber ganz ehrlich, wie oft finden irgendwelche Gespräche statt Statt und wenn das alles mitgeschnitten werden kann, also was zum Teil ja auch schon gemacht wird, ist ich finde das als mindestens genauso gefährlich und sehe da überhaupt gar keinen größeren Schutz

44:04 Gavin Karlmeier

Ja, ich verstehe den Punkt, aber wir haben ja auch letzte Woche hier über die neue Apple Watch-Funktion Audio Intelligence gesprochen, mit dem sogenannten Live Rewind und Siri Recap. Hieße, das sind alles so Ich glaube, man muss einfach mal so Kurse geben in Namensgebung für Produkte und Funktionen und da aber mit dem Schwerpunkt Dass Leute das verstehen. Mein Favorit ist ja ja Google. Bei Google gibt es ja Dutzende Features, die Google Book heißen. Also es gibt die Bücher online, es gibt einen Laptop, das so heißt, und alles heißt Google Books. Und ich weiß auch nicht. Dass Apple ja eine ähnliche Funktion in die Uhr einbaut, da wird zwar nicht wirklich aufgezeichnet, sondern nur transkribiert. Aber ich glaube, wir müssen uns daran gewöhnen, dass diese Funktion früher oder später kommen wird, dass alle Leute dauerhaft auf alle Informationen, die gesprochen wurden, zugefahren werden.

45:02 Carsta Maria Müller

Und ich finde das, sorry, ich finde das wirklich gefährlich. Also, ich meine, du machst auch ganz viel Beratung, du machst Keynotes und so weiter und auch für Journalisten, für SpeakerInnen, für alle da draußen so Wir stehen da draußen, weil wir Know-how haben, weil wir uns über Jahre Wissen angeeignet haben, weil wir eigene Gedanken haben, weil wir daraus irgendwas machen und dadurch auch Werte schaffen und diese Werte sind dann auf einmal für alle potenziell zur Verfügung. Und es gibt mittlerweile auch Meetings, wo ich reingehe und sage und vorher frage Lässt irgendjemand ein Aufnahmegerät mitlaufen? Weil man sieht es mittlerweile gar nicht mehr, wenn man in irgendwelche Videocords reingeht.

45:43 Gavin Karlmeier

Absolut.

45:44 Carsta Maria Müller

Mir geht es gar nicht darum, dass ich irgendwas sagen könnte, was gegen mich verwendet wird, sondern mir geht es wirklich auch um die. Sicherheit meiner IP oder halt der IP des Unternehmens, wo ich Managing Director bin. Und ich möchte nicht, dass all das, was wir als Unternehmen machen, was ich als Person mache, was ich als. Experten da draußen auch mache für alle zur Verfügung steht, weil jeder alles mitschneiden kann and daraus irgendwas machen kann. Ich sehe das wirklich als eine sehr große Gefahr für Denkende, Denker, Meinungstreibende da draußen und Deswegen war meine erste Reaktion, als ich das gesehen habe, war so, ja, okay, aber also, das ist jetzt nicht kein Schutz.

46:28 Gavin Karlmeier

Ich habe drei Gedanken dazu. Der erste Gedanke ist: für uns als Menschen, die sowas machen, also ich habe zum Beispiel schon immer auch Bauchschmerzen gehabt, weil seit Jahren immer die Frage haben: kannst du mir deine Folien schicken, deine Slides? Und ich denke dann immer, naja, irgendwie übergebe ich damit ja all die Dinge, die ich mir erarbeitet habe, hier so frei Haus. Ich weiß, dass andere das anders machen. Also Pip. Klöckner zum Beispiel zeigt am Ende sogar einen Link am Ende seiner Talks und seiner Keynotes und sagt, hier ladet euch das runter. Und am Ende, glaube ich, geht er den smarteren Weg. Weil das, was eine KI oder eine Zusammenfassung ja nicht ergänzen kann, ist der Grund, warum es uns als beratende Personen oder als Speaker gibt, weil wir Autorität mitbringen. Also Ganz häufig werde ich zumindest in Unternehmen gebucht, bei denen die eine Person mich dahin holt, weil ich das sage, was sie seit Jahren sagt, aber ihr glaubt keiner. Sie ist die Prophetin im eigenen Haus, also holt sie mich dazu und dann gebe ich sozusagen meine Freigabe für ihre Gedanken. Und das kannst du halt nicht ersetzen. Also das, was dann gemacht wird mit der Aufzeichnung deines Gesprächs Ist ja dann immer zu sagen, naja, aber Carster hat gesagt, und durch diesen Satz bekommt diese Aussage eigentlich überhaupt erst Glaubwürdigkeit und Autorität. Und das kannst du, glaube ich, noch nicht ersetzen. Das ist so das Positive, was ich so daraus ziehe. Zum anderen. Gegen Gedanke, dazu

47:49 Carsta Maria Müller

muss ich gerne kurz unterbrechen, deine zwei Gedanken machen wir gleich noch. Das funktioniert halt bei dir und bei mir und ganz vielen anderen Speakern da draußen, weil wir eine Legacy haben. Was passiert denn mit den Leuten, die jetzt anfangen, sich als Thoughtleader zu etablieren, die halt ehrlicherweise ganz stark copy-paste Leute von sich selber sind und anderen Versionen? Und ich sehe da halt eine langfristige Gefahr für unseren Beruf. Weil, weißt du, wir werden da weiterhin eingeladen, weil, ne, das sind halt du und ich. Mies ja nicht alle heißen da draußen. Aber das ist halt für die Langfristigkeit keine Garant mehr. Und da mache ich mir halt Sorgen, weil dann alle auf einmal auch auf Wissen zugreifen können, ohne Kontext hin und her werfen können. Und da sehe ich eine riesengroße Gefahr. Nur meinen

48:36 Gavin Karlmeier

Gedanken noch. Ja, verstehe ich. Das ist aber so ein bisschen auch mein zweiter Punkt. Dass das halt eine total , nee, nee, ist gut. Das ist aber auch eine total wir sind schon eine Nische. Weil Leute, die vor anderen sprechen, ist halt im Verhältnis 1 zu 15 wahrscheinlich, weil es gibt 15 Leute, die zuhören. Heißt also, dass du so im Schnitt Für die meisten anderen Menschen ist das ja erstmal ein Feature, das sie vielleicht sogar sinnvoll finden. Und ich habe da auch Bauchschmerzen mit, weil es gibt Anwendungsbereiche, da will ich das absolut nicht. Ich habe das hier als Beispiel im Gespräch mit Wolfgang letzte Woche Freitag gesagt. Streit in der Beziehung. Möchtest du, dass du nachher sagen kannst, ja, habe ich doch gesagt und dann nee, hast du nicht. Hölle. Weil so funktioniert ja Rhetorik nicht. Also so funktioniert ja eine Konsensfindung auch nicht. Weil natürlich muss man von seinen Positionen abrücken, um irgendwie einen Kompromiss zu finden. Und wenn alles aber nachweisbar wird, dann wird das immer schwieriger. Das siehst du ja an einem PolitikerInnen. Wenn ein Politiker heute etwas anderes sagt als vor zwei Jahren in einem Interview, dann fliegt dieser Person das um die Ohren. Obwohl das Abrücken von einer Position ja Teil des demokratischen Prozesses sein kann. Finde ich.

49:50 Carsta Maria Müller

Total. Und also nochmal auf dieses Beziehungsthema zurück. Ich kenne Paare, die sich mittlerweile nur noch per WhatsApp streiten, aber die WhatsApp-Nachrichten, Achtung! durch KI jagen und sich gegenseitig, also ne, dieses dieses Ego-Recht haben, bei denen halt so hart im Vordergrund steht. Und ich habe das zum Teil irgendwie auch mitgelesen oder so. Oder halt dann im Nachhinein. Und ich denke mir nur so, Alter, das ist ja schlimmer als jede Gerichtsverhandlung. Und ich habe wirklich so gedacht, redet doch mal bitte miteinander. Und zwar ohne irgendwelche. Wenn jedes Wort gedreht und gegen dich und du hast aber , kriege ich richtig Beklemmungen. Also gar nicht nur auf.

50:33 Gavin Karlmeier

Wie wir jungen Leute sagen, würde ich sagen: cringe. Also, wenn ihr ChatGPT braucht, um miteinander Probleme zu lösen, mein ganz liebgemeinte Ratschlag, trennt euch bitte. Das hat keinen Sinn mehr. Und der dritte Gedanke, und den kriege ich sogar zusammen, dass ich aber für mich zumindest, ich selber mache das gar nicht und ich finde das auch wie du, ich will das auch nicht haben. Aber ich gewöhne mich schon daran, dass zum Beispiel Teams Calls, Google Meet-Geschichten und so, ich gehe immer davon aus, irgendeine Person hat Granola, das ist so eine App, mit der man genau das tun kann. Oder die integrierten Funktionen von Zoom oder Google Meet sowieso laufen. Also es wird sowieso zusammengefasst. Und da das stört mich fast am meisten Weil eine Zusammenfassung wie eine Übersetzung ist immer eine Interpretation. Und ich möchte nicht, dass ein Tool entscheidet, welcher Gedanke der wertvollere, der wichtigere ist. Sondern ich möchte den Gedanken, der hängen geblieben ist, dokumentiert wissen. Und ja.

51:29 Carsta Maria Müller

Und du merkst halt auch, dass Leute sich total darauf verlassen, nicht mehr zuhören, nebenbei E-Mails schreiben und diese Aufmerksamkeit, die ja eh in einem digitalen Call schon sehr, sehr schwer zu halten ist, nochmal geringer wird und Da denke ich mir halt auch so, ja, okay, dann schreiben wir uns halt einfach nur noch irgendwelche Stichpunkte hin und her. Dann sparen wir uns die Zeit und werden alle noch effizienter, aber das wollen wir ja auch nicht. Und es ist. Also ich liebe das auch und es gibt auch Meetings, wo ich ganz klar am Vornherein sage, so hey, ich lasse ein Aufnahmegerät oder ich mache hier ein Tool an, so das wird mitgeschnitten. Damit wir alle danach auch das protokolliert haben. Aber gerade wenn wir in einem kreativen Bereich sind oder wenn es halt um Intellectual Property auch geht, bin ich immer so, nee, Leute, das ist. Das ist nicht okay, also meine Sicht.

52:14 Gavin Karlmeier

Ja. Und was ich aber dann mir wünschen würde, zumindest, wenn ihr das schon nutzen müsst Ich habe ja in meinem frühen Leben eine Ausbildung gemacht und mein Ausbilder war der strukturierteste Mensch, den ich kenne. Also der hatte alles im Griff. Und der hat nach jedem Termin, egal was das war und wenn das ein kleiner Pupstermin war, hat immer Notizen gemacht und allen die Notizen mitgeschickt und sofort rumgeschickt. Also fünf Minuten nach dem Termin hatte jeder eine Mail, wo drin stand. Das, das haben wir festgelegt, das haben wir beschlossen, das machen wir so und das machen wir so. Weil er immer gesagt hat, wer schreibt, der bleibt. Und er war gerade 30. Zu der Zeit. Also war ein komplett faszinierender Mensch, der dann jetzt auch irgendwann zu Rechten in eine sehr verantwortungsvolle Position gewandert ist. Vielleicht müssen wir da einfach wieder hinkommen, dass wir händische Notizen allen sofort verfügbar machen, weil dann sparen wir uns alle dieses Affentheater mit, ich habe eine App und so. Guck mal. Wow. Das ist YouTube, ne? Die Leute können jetzt auf deinen Notizen zoomen. Muss ich das blurren?

53:11 Carsta Maria Müller

Nee, musst du nicht. Da steht nur drin, was ich zu tun habe.

53:15 Gavin Karlmeier

Stehe ich.

53:15 Carsta Maria Müller

Und ich habe es auch abgefilmt, weil ich einen Vlog drehen soll und habe es sogar abgefilmt und habe alle Sachen. Wo es um Personen geht, mit falschen Abkürzungen gemacht.

53:25 Gavin Karlmeier

Also wer das hier gerade als Audiospur hört, das ist die meisten Menschen, Cast hat gerade ein Notizheft hochgehalten, auf der sogar mit Textmarkern Dinge farbig hinterlegt sind. Ich besitze nicht mal einen Textmarker, aber beeindruckend. So, kleine andere Metageschichte noch. Und zwar machen wir eine kleine Reise. Ich weiß nicht, wie ist es dein Bezug zu Österreich?

53:45 Carsta Maria Müller

Ich liebe Österreich, ich liebe vor allen Dingen Kaiserschmarr und Wien hat ja.

53:51 Gavin Karlmeier

Ja, mach weiter.

53:54 Carsta Maria Müller

Und Wien hat ein super krasses Restaurant im Volkspark, glaube ich. Das heißt Steiereck. Die haben drei Sterne.

54:03 Gavin Karlmeier

Oh.

54:04 Carsta Maria Müller

Und ich. habe da schon einmal essen dürfen und es war wirklich, ich glaube, das beste, beste Essen, was ich je hatte. Und was am tollsten war, die haben wirklich einen Wagen, wo Ungelogen 25 verschiedene Brote drauf sind. Und wenn du Brot bekommst, sagst du, welches Brot du haben willst, und dann schneiden die dir frisch die Scheiben runter. Und du kannst den ganzen Abend so viel Brot und die unterschiedlichsten Brote ausprobieren. Und das ist wirklich ein Gedicht. Und ich habe da so lange von geschwärmt, dass Freunde mir zu meinem 40. dieses Jahr ein Essen im Steiereck geschenkt.

54:40 Gavin Karlmeier

Oh, das ist toll. Ich möchte das auch. Aber wir kommen vom Steiereg in die Steiermark. Und gut, ne? Und zwar reden wir über einen Ort, der heißt. Tischen oder Tieschen? Ich weiß nicht. T-I-E-S-C-H-E-N. Und dort gibt es einen Bürgermeister, das ist Martin Weber. Und das ist, wie gesagt, also Tieschen, Tischen. Hat 1160 EinwohnerInnen. Also es ist jetzt nicht Wien, sag ich mal. Aber Martin Weber von der SPÖ. Der ist eben Bürgermeister und der ist meinungsstark. Und der hat auf einer Meta-Plattform, ich glaube auf Facebook, hat er einen Post über Donald Trump. Trump veröffentlicht und hat sich, ähm, ich weiß gar nicht die konkrete Formulierung, aber hat sich über Donald Trump beschwert und hat gesagt, hier geht ja so nicht und so, ne? Und was dann aber passiert ist, dass er gesperrt wurde. Aber er sagt selber ohne Ton und ohne Schimpfwürder. Er wurde gesperrt, aber nicht auf Facebook, sondern. Auf Facebook, Instagram und auf WhatsApp. Das heißt, er hat einfach, wurde komplett abgeschnitten. Und das, obwohl er de facto nicht unbedingt gegen Gemeinschaftsstandards. . verstoßen hat, sondern hier ist nicht die konkrete Formulierung, aber er hat Donald Trump mit der AfD verglichen. Und das hat offenbar schon gereicht, dass vermutlich ein automatisiertes Verfahren, wie wir Meta kennen, Ihn sozusagen komplett aus dem digitalen Leben von Meta entfernt hat.

56:07 Carsta Maria Müller

Ich finde es total skurril, weil diese Parallele. Trump und AfD. Vorsicht, was du sagst.

56:16 Gavin Karlmeier

Vielleicht darfst du nie wieder in einem Podcast reden.

56:19 Carsta Maria Müller

Nee, nee, nee, nee. Ich frage mich, was da für eine Korrelation in den Systemen hinterlegt ist, dass das zu einer Sperrung führt. Also, und ich meine das jetzt überhaupt nicht polemisch oder in irgendeiner Form, sondern ich würde es wirklich einfach gerne faktisch wissen, was da. wo da die Stellschrauben sind, dass da die automatisierten Alarmglocken losgegangen sind und das zu dieser Sperrung geführt hat. Und ich habe ja die Meldung vorher auch gelesen, und ich kann mich nicht erinnern Dass in diesem Zeitpunkt, wo ich bei Meta war, es dieses System gab, dass man bei allen bestehenden Plattformen gesperrt wird.

57:02 Gavin Karlmeier

Ja, und also ich hatte ja das Problem, dass ich von Meta für einen Nicht-Menschen gehalten wurde, für einen Bot. Und ich wurde nur auf Threads gesperrt, obwohl meine Meta-Accounts ja miteinander verbunden sind. Das heißt. . . Das ist schon ein, wie Robin Alexander sagen würde, ein bemerkenswerter Vorgang.

57:18 Carsta Maria Müller

Ein bemerkenswerter Vorgang und vor allen Dingen vielleicht sogar ein Präzedenzfall.

57:22 Gavin Karlmeier

Möglicherweise. Die Frage ist, fängt es jetzt an, gibt es mehr davon oder ist es doch händisch passiert, was wirklich interessant wäre? Und ich hoffe, dass Martin Weber sich jetzt hier in Anwalt nimmt, um das Ganze mal so ein bisschen durchzuexerzieren, wobei man dazu sagen muss, also wir haben nie Antworten bekommen, warum ich gesperrt wurde bei Threads Wir müssen

57:45 Carsta Maria Müller

einmal kurz pausen. Bei mir kommt permanent Trying to Reconnect.

57:48 Gavin Karlmeier

Ja, aber die Aufnahme läuft noch.

57:50 Carsta Maria Müller

Ah, okay, top. Gut, da wollte ich noch einmal kurz.

57:52 Gavin Karlmeier

Na toll, jetzt muss ich hier schneiden, Carter.

57:55 Carsta Maria Müller

I'm sorry, aber besser als wenn du das hättest mal sagen können. Vielleicht ist das hier ein Appell an alle Anwältinnen , die wir hier als Zuhörende haben. meldet euch mal in Tchen oder Tischen und gebt doch mal eure

58:15 Gavin Karlmeier

Visitenkarte ab. Oh, das habe ich jetzt erlebt. Ich war ja in Dresden, ich habe da geredet auf einer Bühne und dann kam nachher jemand zu mir. Das habe ich so in der Form nicht erlebt, weil ich wahrscheinlich einfach zu jung bin. kam jemand zu mir und hat mir kommentarlos seine Visitenkarte in die Hand gedrückt und ist wieder gegangen. Und dann habe ich diese , da dachte ich so, was ist das denn für ein. Krasser Move.

58:37 Carsta Maria Müller

Aber was stand da drauf? Was stand da drauf?

58:39 Gavin Karlmeier

Nur eine Hotelzimmernummer. Nein, Quatsch. Nee, das war einfach eine Visitenkarte. Also, ich will ihn jetzt nicht doxen, diese Person, aber einfach sicher, das bin ich mäßig. Also Name, Funktion, Unternehmen.

58:55 Carsta Maria Müller

Und für dich ein potenzieller Auftraggeber oder war das eher so fan-mäßig?

59:00 Gavin Karlmeier

I don't know. Ich weiß nicht. Nee, Fan war es nicht.

59:05 Carsta Maria Müller

Hast du schon mal Fanpost bekommen?

59:07 Gavin Karlmeier

Ja, ganz viel. Physische Post, ganz viel? Ja. Auch Geschenke. Also, ich habe schon so Pakete geschickt bekommen und so. Das war immer ganz dick, ich habe mich immer brav bedankt, hoffe ich. Wenn nicht, danke an alle. Doch, ich habe mich immer bedankt.

59:21 Carsta Maria Müller

Das war das Beste, was dir bisher zugeschickt wurde?

59:23 Gavin Karlmeier

Na, ich glaube, also, nee, das kann ich ja nicht mehr sagen, weil fühlen sich ja alle benachteiligt. Aber ich finde es schon sehr beeindruckend, dass ich jedes Jahr, ähm, also es ist nicht direkt ein Geschenk an mich, aber ein Geschenk an die Community, dass wir hier von Holger die Grauen Haken, den Preis, den wir dieses Jahr auch wieder verleihen werden, dass wir den immer. gebaut kriegen. Das ist wirklich gegossener Beton auf einem Holzsockel und so, das ist schon echt mega viel Arbeit.

59:48 Carsta Maria Müller

Sorry, wie sind wir jetzt da hingekommen? Achso, ja, die Anwälte sollen sich melden.

59:53 Gavin Karlmeier

Und ich habe noch eine kleine letzte Notiz. Wir sind kein Wirtschaftspodcast, wir sind strengen noch nicht mein KI-Podcast, aber ich will diese kleine Geschichte. Diese Randnotiz noch erzählen, bevor wir hier getrennter Wege gehen. Und zwar hat Anthropic der Financial Times Informationen zugespielt, dass sie jetzt das zweite Quartal in Folge Cashflow-positiv sind oder profitabel. Das ist die Formulierung. Und warum das nicht so ganz stimmen kann, das hat Pip Kröckner im Doppelgänger-Podcast schon auseinandergenommen und der kennt sich mit sowas viel besser aus. Interessant finde ich aber, dass Entropic dafür sagt, wir sind profitabel. wenn man einzelne Ausgaben nicht mitrechnet. Also de facto

01:00:31 Carsta Maria Müller

ist bei mir auch so, wenn ich am Ende des Monats auf mein Konto gucke. Wenn ich in die Urlaube nicht reinsehe, ey, bin ich total, also bin ich wirklich im Plus?

01:00:38 Gavin Karlmeier

Genau, also es gibt ja das Adjusted Income und oder Adjusted Epitat, und da haben sie quasi Dinge rausgegeben, wie Futurism sagt, offenbar auch die Entwicklungskräfte Kosten für KI. Und da denke ich mir so, ja, gut.

01:00:52 Carsta Maria Müller

Du, ich habe auch nochmal die ganzen Serverkosten rausgenommen, weil also, wenn die kostenlos wären, du, dann wär's super für uns. Ja, nee. Ach ja, und Arbeitskraft, ja, wird ja eh durch KI-As, jetzt können wir auch mit rausnehmen. In der Zukunft haben wir selbst die Arbeitskraft nicht mehr. Also, eigentlich sind wir wirklich, wirklich. profitabel.

01:01:11 Gavin Karlmeier

Also genau, sie nutzen das bereinigte operative Ergebnis und da werden einmalige und spezielle Kosten herausgerechnet. Und welche das aber genau sind. Vor

01:01:23 Carsta Maria Müller

allem einmalige und spezielle Kosten. Spezielle Kosten finde ich auch super. Ich hätte auch gern in meiner Finanzbilanz, sowohl private als auch beruflich. Ein Posten, der heißt spezielle Posten.

01:01:35 Gavin Karlmeier

Ich finde das soll, ja, man sollte sich das angefühlen. Also, wenn ich keine Steuern zahlen müsste Dann wäre ich sehr, sehr doppelt so viel reich fast.

01:01:46 Carsta Maria Müller

Sehr spezielle Kosten, würde ich sagen.

01:01:48 Gavin Karlmeier

Schrecken haben sie einmalige Kosten, ist ja jedes Jahr ein anderer Betrag. Was hoffentlich nicht einmalig ist, ist, dass du hier warst. Wissen wir, dass das nicht so ist, aber ich freue mich, wenn du bald wiederkommst, liebe Carster. Das war's schön.

01:02:02 Carsta Maria Müller

Wie immer sehr, sehr schön und ich freue mich, wenn ich wiederkomme.

01:02:06 Gavin Karlmeier

Machen wir es noch dieses Jahr? Ja, auf jeden Fall. Machen wir direkt im Anschluss einen Termin aus. Ich wünsche allen, die bis hierhin zugehört haben, ein ganz wundervolles Wochenende. Habt viel Spaß, passt auf euch auf. Wir hören uns wieder am Montag, dann mit Nora Hespers. Und bis dahin, pass auf weg auf, tschüss.

01:02:20 Carsta Maria Müller

Tschüss.