Ein Tisch ist ein Tisch ist ein Tisch ist ein Tisch:
Wir sind im “griechische Philosophen”-Modus. Aber gleichzeitig sind wir heute der feministische Kampfpodcast. Es ist beides möglich, es ist beides nötig, es ist beides richtig. Das neue Abkommen von Trump und den KI-Unternehmen ist ein Freiwilliges Soziales Bla, wir machen den Deepdivefreitag – und natürlich geht es auch um Muse. Na toll.
➡️ Die Unterschrift von Greg Brockman: https://www.tbsnews.net/world/president-unites-states-typo-spotted-trumps-white-house-super-intelligence-accord-1558996
Kapitelmarken
KI-unterstützt
- Hallo Dennis! Und: Wer ist „Edamus Harry“?
- Zwei Drittel der Frauen schränken sich im Netz ein
- Instagram-Effekt „Pixel“
- Wahl in Brasilien: Meta sperrt Lulas Anzeigen, Putschaufrufe gehen durch
- Muse verkauft eine Tastatur – und Meta verkauft Muse an Unternehmen
- New Mexico gegen Meta
- Kappen mit „AC Priv“: Metas Kultur des Anwaltsgeheimnisses
- Kamerabrillen in Paris: Frauen heimlich gefilmt
- GIFCT: Sechs von neun unabhängigen Beiräten treten zurück
- Abkommen über Superintelligenz: 300 Wörter, moralisch bindend
- „Ein Tisch ist ein Tisch“: Was die Umbenennung von KI mit Sprache macht
- ARD/ZDF-Medienstudie
- Funktionen und Emotionen
Transkript
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00:00 Dennis Horn
Grüß dich, Gavin.
00:01 Gavin Karlmeier
Hallo Dennis.
00:02 Dennis Horn
Der Anfang dieser Episode bezieht sich auf den Titel dieser Episode. Wer sich fragt, woher er kommt, wir haben gegoogelt, um herauszufinden, was die Google KI, KI weiß.
00:16 Gavin Karlmeier
Die Hakis.
00:17 Dennis Horn
Die Hakis. Die sind ein großes Wir.
00:22 Gavin Karlmeier
Also, das ist wirklich eine tolle Geschichte, weil also.
00:25 Dennis Horn
Die muss ich dir überlassen. Bitte mach du sie, weil das.
00:28 Gavin Karlmeier
Ich erzähl mal ein bisschen, wie das passiert ist. Und zwar gibt es Ich muss dafür ein bisschen Dinge erzählen, die ich noch nicht erzählen wollte, aber die Geschichte ist zu lustig. Also, ich arbeite ja, wie viele HörerInnen dieses Podcasts wissen, seit geraumer Zeit an einem sinnhaften Weg diesen schier unerschöpflichen Vorrat aus diesem Archiv an Nachrichten und Informationen irgendwie durch super zu machen, weil wir reden ja dreimal die Woche um die Stunde ungefähr. über Dinge, die in der Welt passieren, seit jetzt bald vier Jahren. Und in diesen vier Jahren ist halt so viel passiert, dass es halt irgendwie toll wäre, das mehr als einmal zu hören, sondern irgendwie auch durchsuchbar zu machen. Und demnach gibt es halt Transkripte von allen Episoden, die ich auch den ein paar wenigen Ausgewählten schon zur Verfügung gestellt habe, nämlich die Leute, die in unserem Haken dran-Discord. Werbung später, die Moderationsrolle übernehmen, um dort bei Fragen auch schnell antworten zu können. Das ist ein kleiner Beta-Testlauf, damit wir gucken können, funktioniert das, wie stabil ist das. Es ist auch angeschlossen tatsächlich für die, die das möchten, an einen an ein arbeitendes LLM, das heißt, du kannst theoretisch auch mit dem Chatbot suchen und so und deswegen gibt es eben diese Transkripte Und bald, ich will nichts versprechen, aber früher oder später wird es diesen Bot für alle geben und auch die Volltextsuche durch alle Transkripte für alle geben. Wir sind da dran, es wird kommen.
01:49 Dennis Horn
Und werden es schneller geschafft haben als Medienhäuser, die viele, viel Geld haben. Möchte ich sagen. Das
01:55 Gavin Karlmeier
würde ich so garantieren. Na, jedenfalls hat jemand festgestellt, und zwar Chrisomeles. dass im Transkripte Folge 304 Abfindung kommt von sich damit abfinden mit Roland Hindel vom 12. Juni 2014 im Transkript über Adam Mossari gesprochen wird. Adam Mossari, der Instagram-Chef. Im Transkript wird er allerdings gesprochen, Eda Muss Harry. Eda Muss Harry.
02:21 Dennis Horn
Habe ich letztens beim Japaner bestellt.
02:23 Gavin Karlmeier
Das ist phonetisch. Phonetisch ist das so nicht ganz falsch. Es führt aber dazu, dass wenn du jetzt Eda Muss Harry suchst, du in der AI-Overview erklärt bekommst. Dass Eda Muss Harry, ein Running Gag des Medienpodcasts Haken dran sei, bei dem es sich um eine Verballhornung eines Namens handele, aber gleichzeitig auch ein KI-Akteur. den wir sozusagen so ein bisschen wie der Nubbel im Kölner Karneval nutzen. Also als eine Figur, der alles zugeschrieben wird. Funktionen kopieren, Jugendschutz missachten. und so weiter, Rate Limits einführen. Also eigentlich die Dinge, die der echte Adam Sari einführt, ohne ein Klischee zu sein oder ein Witz zu sein. Aber deswegen
03:04 Dennis Horn
Eda Moss Harry einfach digitaler Hoppedits oder Noble. Wir bleiben beim Nobel.
03:10 Gavin Karlmeier
Das ist Edamus Harry, und ich finde, das ist eine ganz, ganz tolle Geschichte.
03:14 Dennis Horn
Das ist fantastisch. Ich finde auch die Herleitung, die die KI ausspuckt für diesen Namen. Er kombiniere das lateinische Edamus, lasst uns essen. Mit dem Namen Harry. Und
03:29 Gavin Karlmeier
ich das das behalten wir uns dazu bei, finde ich. Vor allem Vor allem, weil den Hackis fiel ja auf, dass durch die Umbenennung in den USA von AI zu SI unser KI-Gag ja eigentlich auch wegfällt, weil die Übersetzung von SI ist nun mal C. So, das ist ja so ein bisschen so ein bisschen. Und das ist Spanisch für Ja.
03:48 Dennis Horn
Ich mag das auch aus dem Gedanken heraus, dass hier im Internet der Hintergrund schon vorher zu finden war und erst dafür gesorgt hat, dass es wirklich zu einem Running Gag wird bei uns.
03:58 Gavin Karlmeier
Jemand schrieb transkripte scharfen Fakten.
04:01 Dennis Horn
Ja, ist so. Ist wirklich so. Also, Eda Muss Harry, in Wirklichkeit wissen wir, das ist der Mann, der als Chef von Instagram eingesetzt wurde, Adam Muss Harry. Von Max Ackerberg.
04:12 Gavin Karlmeier
Dann passiert das Gleiche, wenn du nach Max Ackerbergs tust.
04:16 Dennis Horn
Liebe Grüße von Karl Meyer und Danny Thorn. So, ähm, wir beginnen diese Ausgabe mit einer Umfrage, die der Deutsche Frauenrat in Auftrag gegeben hat. Das Bilendi-Institut hat dafür im April und im Mai Knapp 1400 Frauen befragt, zwischen 18 und 74 Jahren in ganz Deutschland, nach Angaben des Frauenrats repräsentativ. Und die zentrale Zahl aus dieser Umfrage lautet: zwei Drittel der Frauen 67% schränken ihr Verhalten im Netz ein aus Angst vor digitaler Gewalt. Also das heißt konkret, weniger Bilder teilen. auf Online-Aktivitäten verzichten, sich aus digitalen Räumen zurückziehen. Bei den Frauen zwischen 18 und 39 Jahren sind es sogar 76 Prozent. Ähm, hier noch ein paar Zahlen. Drei von zehn Frauen kennen persönlich Fälle, in denen echte oder künstlich erzeugte intime Bilder ohne Einwilligung verbreitet wurden. hat mich erinnert an wie wahnsinnig viele ja auch einfach Fälle von sexuellen Übergriffen kennen, so aus dem Freundeskreis. Und das hier fand ich krass. Jede fünfte Frau zwischen 18 und 39 war schon Mit sexualisierten Deepfakes von sich selbst konfrontiert. Jede fünfte. Das finde ich beachtlich für die wenigen Jahre, die wir jetzt mit generativer KI überhaupt verbringen im Vergleich. So. Und der Frauenrat schlussfolgert, digitale Gewalt wirkt nicht erst durch den konkreten Übergriff, sondern schon durch die Angst davor. Also man muss gar nicht selbst betroffen sein, es reicht ja, die Geschichten der anderen zu hören. Und das Ergebnis ist dann eben trotzdem weniger Sichtbarkeit, weniger Austausch. weniger teilhabe. Und das ist dann der Punkt, an dem es eben politisch wird. Wenn ein Teil der Bevölkerung sich vorsorglich aus der öffentlichen Debatte zurückzieht, dann ist die Debatte eben nicht mehr die Debatte aller.
06:13 Gavin Karlmeier
Ja, das ist so. Und das, also das Schlimmste an dieser Meldung ist, finde ich, dass sie nicht überraschend ist. Also man liest es nicht und denkt sich, boah krass, das kann ja nicht wahr sein. Sondern man hat damit jetzt schwarz auf weiß, was man im Bauchgefühl lange befürchtet oder erahnt hat. Und man kann es nicht viel deutlicher machen, dass das Internet von Männern erstellt ist, in großen Teilen Dass es von Männern dominiert ist, dass Männer eine laute Mehrheit darstellen, weil es eine männliche Eigenschaft ist, offensichtlich das Gefühl zu haben Irgendwie ihre Meinung und ihre Perspektive auf die Welt wäre so wichtig, man müsste sie mit ihnen teilen. Und es ist einfach eine, es macht eine wahnsinnig schlechte Laune, dass man weiß, dass sich Menschen nicht Sicher bewegen können. Ob im digitalen oder nicht digitalen Raum, dafür ist es völlig egal. Aber allein die Tatsache, dass zwei Drittel aller Frauen im Internet sich anders verhalten, als sie es eigentlich würden, aus Angst vor digitaler Gewalt. zeigt, wie wenig wir eigentlich tatsächlich an den Kern des Problems der Plattformen mittlerweile herangekommen sind. Nämlich offensichtlich überhaupt nicht. Menschen fühlen sich nicht sicher. Und das ist nicht, junge Menschen fühlen sich nicht sicher, das ist nicht, WhistleblowerInnen fühlen sich nicht sicher. Wir reden hier nicht über. Kleine Subgruppen, über die wir hier häufig sprechen, dass sie aus irgendeinem Grund besonders schützenswert seien, weil sie eben eine kleine Minderheit darstellen, die ansonsten untergehen könnte oder durch Repression etwas zu befürchten könnte. Über die Hälfte der Gesellschaft. Das ist nicht hinzunehmen.
07:49 Dennis Horn
Und nicht nur, wie wenig weit wir mit der Regulierung der Plattformen Plattformen gekommen sind, sondern wie wenig weit wir auch gesellschaftlich offenbar gekommen sind, wenn das so stattfindet, weil natürlich sich dort Die Gesellschaft abbildet und auch für dort ist es einfach ein Thema.
08:08 Gavin Karlmeier
Ja, du hast du hast natürlich recht. Man muss aber auch dazu sagen, ich glaube, dass die Leute Ich rede so viel in meinen Workshops und manchmal auch wenn ich vor Leuten rede, erzähle ich immer von dieser 9091-Riegel und dass am Ende die meisten Menschen, die im Internet interagieren. oder andersrum, die meisten, die etwas sehen, nicht die sind, die damit interagieren. Also am Ende sind so ungefähr 9%, die interagieren, 1%, die überhaupt irgendwie. . Kommentare schreiben oder Bock auf Diskussionen haben.
08:37 Dennis Horn
Und 90 Prozent sind still.
08:38 Gavin Karlmeier
Exakt. Und dieser Prozent ist eben nicht repräsentativ. Und das kennen wir von jeder Form der Rezension, weil die Leute, da haben wir hier, glaube ich, habe ich hier schon mal so gesagt, aber die Leute, die einen Hotel bewerten Das sind nicht die Leute, die sagen, ja, ich gebe, das war solide, ich gebe vier Sterne, war alles in Ordnung, hab nichts zu beschweren, sondern es sind natürlich die, die sich beschweren über die Baustelle vor dem Haus, die, die sich beschweren, dass die Kaffeemaschine kaputt war. Die also eben Einzelfälle in der Regel erlebt haben, die aber trotzdem das öffentliche Bild dann verzerren. Und genau so ist es eben hier auch. Ich glaube nicht, dass es zwei Drittel aller Männer sind, die digitale Gewalt begehen, aber die Die, die es tun, die reichen schon aus, um A, den kompletten Raum zu verpesten, die reichen aus, um die Gesellschaft irgendwie zu verpesten, die reichen dazu aus, irgendwie. . generell das Klima zu zerstören, mit dem wir Menschen miteinander umgehen. Und das liegt, würde ich sagen, auch daran. Weil Männer, wir Männer, es nicht hinkriegen, Männer in unseren Reihen, die sich so verhalten, zurechtzuweisen.
09:40 Dennis Horn
Darauf hinzuweisen, ja, es ist absolut so.
09:42 Gavin Karlmeier
Wir nehmen das hin und das ist unerträglich, und das führt am Ende überhaupt dazu. Dass diese Menschen sich so im Internet so sicher fühlen können, dass es Frauen am Ende eben nicht mehr können. Und das ist scheiße.
09:54 Dennis Horn
Und an der Stelle ist wiederum, dass Digitale und die Mechaniken dort Insofern gebe ich dir auch recht, da ist dann, dieses Bild ist schon in der Gesellschaft eh vorhanden, auch führt nicht weit genug. Die digitalen Mechaniken sind für all diese Dinge auch immer ein Katalysator, der das verschärft und dann natürlich dadurch Auswirkungen hat, die wieder in die Gesellschaft zurückstrahlen und das darf nicht sein.
10:19 Gavin Karlmeier
Ich glaube, dass also statistisch gesehen, wir sind zwar für einen Tech-Podcast, hören uns erstaunlich viele nicht-männliche Personen, was gut ist, aber natürlich immer noch einige. Ihr alle könnt ihr mal überlegen, kennt ihr jemanden, der sich irgendwie übergriffig verhält? Überlegt doch mal, ob ihr es nicht trotzdem mal anspricht.
10:40 Dennis Horn
Und es deutet sich häufig an, einfach schon durch Sprache.
10:47 Gavin Karlmeier
Auch das Gutieren, das Abwägen, das wie soll ich sagen, das Relativieren von Taten anderer. Da fängt es schon an. Es ist das Bild, das Männer von Frauen haben, das bereinigt werden muss
11:05 Dennis Horn
Da setzen wir einen Punkt hinter.
11:06 Gavin Karlmeier
Gut, so. Ich bleib da Emotionen.
11:12 Dennis Horn
Und ich bleibe bei der Frage, ähm Wer im Netz eigentlich zu sehen sein will und wer nicht. Instagram hat einen neuen Effekt für Storys, nämlich Pixel. Und der funktioniert so, dass man per Texteingabe beschreibt, was auf einem Foto verpixelt werden soll. Und die Person oder das Objekt wird dann unkenntlich gemacht. Und Instagram selbst hat, als es die Funktion jetzt vorgestellt hat, direkt den Anwendungsfall mitgeliefert, nämlich den Soft Launch. Du weißt, was der Soft Launch ist?
11:43 Gavin Karlmeier
Absolut.
11:44 Dennis Horn
Wir sind eigentlich nicht mehr in dem Alter, in dem man Soft Launches macht. Ach,
11:48 Gavin Karlmeier
da würde ich dir jetzt schon widersprechen.
11:50 Dennis Horn
Ein sehr gutes Allgemeinwissen. Ein Soft Launch ist, wenn man, liebe Hakis, seinen eigenen FollowerInnen andeutet, dass da jemand Neues in seinem Leben ist. Ohne zu zeigen wer. Also früher war das mal so die Hand auf dem Tisch oder das zweite Glas Wein oder so.
12:07 Gavin Karlmeier
Ja, oder so eine Schulter am Strand.
12:10 Dennis Horn
Ja, ja. Ja, oder halt das Meme mit dieser Hand, die so ins Bild so von unten reinragt. Das war der klassische Soft Launch so und jetzt. Es ist ein Pixelbrei. Aber es gibt auch einen ernsthaften Kern, also weil die Funktion taugt ja auch dazu, Kinder auf Familienfotos unkenntlich zu machen. Also nicht mehr dieses große Emoji übers Gesicht oder Fremde auch, die irgendwo im Hintergrund stehen, die zugestimmt haben. Mashable ordnet das jetzt übrigens ein in die Reihe der Fragen wie Meta mit Bildern von Menschen eigentlich so allgemein umgeht. Weil es, also es gab ja im Juli kurzzeitig diese Möglichkeit, in KI-generierten Bildern so auf öffentliche Instagram-Konten zu verweisen. Das wurde nach Kritik wieder entfernt, dann sind da die Kamerabrillen. Zu denen wir eh oft genug kommen, wahrscheinlich ja auch heute. Also Meta verkauft uns auf der einen Seite Brillen, mit denen man Fremde umgemerkt filmen kann, auf der anderen Seite ein Werkzeug. Mit dem man Fremde nachträglich wieder unkenntlich machen kann. Also das Geschäftsmodell ist rund.
13:10 Gavin Karlmeier
Also ich erstmal würde ich übrigens dazu sagen, wenn ihr schon unkenntlich gemachte Kinder verwendet. dann nutzt bitte auf gar keinen Fall ein AI-Feature in der Instagram Story, weil ihr damit dieses Bild dieses Kindes in die Trainingsdaten schmeißt. Also Mach das einfach nicht.
13:27 Dennis Horn
Ja, wobei, du kannst dich immer fragen, ob es nicht auch eh in den Trainingsdaten landet. Also auch wenn du das Emoji drüber ziehst, wollte ich gerade sagen.
13:34 Gavin Karlmeier
Auch das ist unklar. Wobei du da immerhin widersprechen haben könntest. Vorausgesetzt, Meta hält sich dran. Aber macht das einfach unkenntlich, bevor ihr das Bild in die App ladet. Ich glaube, das wäre der beste Weg. Punkt zwei.
13:51 Dennis Horn
Und am besten nicht mit TikTok oder anderen Apps.
13:56 Gavin Karlmeier
Nicht bei CapCut hochladen, sondern einfach wirklich lokal.
14:00 Dennis Horn
Ich hab's auch unkenntlich gemacht.
14:02 Gavin Karlmeier
Und vor allem, auch das muss ich einmal, wo wir gerade dabei sind, ne? Unkenntlich machen mit dem Textmarker-Tool auf dem iPhone ist kein Unkenntlichmachen. Es dauert exakt eine Sekunde, dann kann man das revidieren. Und zwar nicht nur, wenn man die Originaldatei von euch bekommt und auf rückgängig klickt, sondern der Textmarker ist einfach kein klares Schwarz. Das heißt, der Text dahinter ist immer noch, mit ein bisschen drehen an den Kontrasteinstellung, zurückzudrehen
14:26 Dennis Horn
Das ist wie wenn man über den Barcode bei so Buchkäufen mit so einem Edding drüber geht. Und man muss es nur so schräg ins Licht halten. Ah, 1399.
14:34 Gavin Karlmeier
Genau so ist es.
14:37 Dennis Horn
Das ist doch schön, wie das digitale die reale Welt einfach perfekt abbildet. Endlich haben wir es geschafft. Das war auch mal im Feuilleton-Podcast der Zeit Entschuldigung, kurzer Sidequest an der Stelle. Fand ich einen faszinierenden Gedanken von Lars Weißbrot. Liebe Grüße an der Stelle. Ich weiß. Und Lars hat erzählt, dass Weil es ja auch im Digitalen eine Patina gibt. Wenn du ein Bild irgendwo beim Online-Dienst hochlädst und dann wieder runterlädst und es wird die ganze Zeit beim Up und Download immer komprimiert und dann nochmal irgendwie Weißt du, dann wird es als Screenshot nochmal irgendwo ein kleiner eingefügt und so weiter. Und irgendwann hat es diese Komprimierungsartefakte. Er hat gesagt, das ist wie eine Patina. Das fand ich super.
15:20 Gavin Karlmeier
Das finde ich auch gut. Es gibt sogar, irgendjemand hat mal, wahrscheinlich muss ich jetzt schon wieder Marcus Brownlee hier shoutouten, aber ich glaube, der hat mal ein und dasselbe YouTube-Video. Eintausendmal, oder war es Tom, wahrscheinlich, das klingt eher noch Tom Scott, wenn ich es erzähle, aber ich glaube, wahrscheinlich war es eher Tom Scott, der hat dasselbe Video tausendmal bei YouTube hoch und wieder runtergeladen und am Ende war gar nichts mehr zu erkennen. Auch ganz toll. Ganz toll so. Experimente. Wie sind wir dahin? Achso, der Soft Lounge. Der zweite Punkt. Ich habe zwei Punkte angekündigt. Hier ist der zweite. Hakis wissen das, was ich jetzt sage. Ich sage seit Monaten, Meta hätte kein Problem mit der Brille. Wenn alle Menschen automatisiert erstmal gepixelt würden und wenn sie ein gewisses Handzeichen in die Kamera machen, also einen Daumen hoch und in die Kamera schauen zum Beispiel, dann würden sie entpixelt. Dann würde sich niemand über Creep Glasses aufregen. Ich weiß, das ist technisch nicht ganz trivial, aber wir haben diese Technologie offenbar jetzt im Haus. Eder muss Harry.
16:21 Dennis Horn
Mhm. Also, ähm , das mit diesem ist technisch nicht ganz trivial. Ist so häufig schon von Facebook gesagt worden, wo es an anderer Stelle schon Easygoing damit experimentiert und so, glaube ich, eh nicht. Also die Technologie wäre da.
16:39 Gavin Karlmeier
Also let's go.
16:42 Dennis Horn
Sonntag
16:43 Gavin Karlmeier
entcreepen wir die Brillen.
16:44 Dennis Horn
Entcree. Am Sonntag wird in Brasilien gewählt. Der Amtsinhaber ist Luis Ignacio Lula da Silva, 80 Jahre alt, tritt für eine vierte Amtszeit an gegen Flavio Bolsonaro. Das ist der Sohn des früheren rechtsextremen Präsidenten Jair Bostonaro und ausgerechnet wenige Tage vor dieser Wahl hat Meta am vergangenen Freitag Kurzzeitig die Anzeigen auf Lulas Facebook-Seite deaktiviert. Da hat das Wahlkampfteam Einspruch eingelegt und wartet jetzt noch auf eine Erklärung, sagt die staatliche Nachrichtenagentur in Brasilien. Habe ich schon gedacht, was ist denn das überhaupt für ein Verhältnis zueinander? Also, weißt du, wenn jemand auf irgendwie warten muss, müsste das das Unternehmen sein und nicht andersrum an so einer Stelle. Jetzt kann es natürlich, das ist ja immer mal wieder vorgekommen, eine banale Erklärung irgendwie dafür geben, irgendeinen Automatismusfehler, wissen wir nicht. Aber es wird spannend, wenn man das daneben legt, was Amnesty International im vergangenen Monat gemacht hat. Amnesty hat 14 Testanzeigen bei Facebook eingereicht und zwar voller Falschinformationen. Also falsche Angaben dazu, wann und wo gewählt wird zum Beispiel, welche Kandidaten antreten, irgendwie Behauptungen, dass bestimmte Kandidaten die Wahl manipulieren. Und von diesen 14 Testanzeigen hat Facebook mehr als die Hälfte, nämlich acht, leicht mehr als die Hälfte, genehmigt. Und von den Abgelehnten Wurde keine einzige wegen Desinformationen abgelehnt. Das stand zum Beispiel in einer der genehmigten Anzeigen: Wir brauchen eine militärische Revolution, geht nicht zur Wahl und das Militär wird die Macht zurückerobern, wenn weniger als 50 Prozent wählen. In einem Land, in dem es nach der letzten Wahl einen Putschversuch gab. Also die Anzeigen des Präsidenten kurzzeitig gesperrt, der Aufruf zum Militärputsch geht klar. Also man muss nur das richtige Anliegen haben beim Meta.
18:35 Gavin Karlmeier
Ja, so wirkt es leider ein bisschen und diese Erzählung, das ist jetzt die dritte Geschichte in einer Reihe. Neben der Geschichte um die Werbung für das Theater in Barcelona, das ein Theaterstück für Virginia Woolf zeigen wollte. Und nach der Geschichte, was war denn das Letzte, wo die Werbung ausgeblendet wurde? Ich weiß es gar nicht mehr, ich reiche es gleich nach. Also wir haben jetzt öfter Geschichten festgestellt gehört, bei denen Meta Werbeanzeigen Einkassiert hat, während wir regelmäßig darüber sprechen, dass sie alle anderen betrügerischen Werbungen einfach passieren lassen. Und die Werbungen, die eingeschränkt werden Sind offenbar. Und auch da muss man dazu sagen, das ist natürlich nicht repräsentativ. Das sind nicht alle Werbungen, die nicht genehmigt werden. Aber diese Geschichten häufen sich eben einfach. Allesamt Werbungen, die eher in einem links, liberalen, sozialen, demokratiefördernden Rahmen stattfinden. Es
19:30 Dennis Horn
ist ein politisches Muster erkennbar.
19:32 Gavin Karlmeier
Genau, das will ich damit sagen. Und das ist kein gutes Bild für Meta, obwohl mit schlechten Bildern Meta ja auch wirklich einige Erfahrungen hat.
19:45 Dennis Horn
Meta hat ja vor, das ist meine Lieblingsgeschichte, die jetzt kommt, vor ein paar Wochen Muse vorgestellt, den persönlichen KI-Assistenten. Der eigenständig Aufgaben erledigen soll. Und Matt Robb, das ist ein Tech-YouTuber, kommt aus Toronto, hat Muse Mamachen lassen. Und zwar auf Facebook Marketplace. Es ging um eine Logitech-Tastatur und Muse hat dann Folgendes getan. Den Preis eigenständig von 15 auf 10 kanadische Dollar runtergehandelt. Dem Käufer die Adresse vom Wohnhaus von Matt Rob gegeben, einen Abholtermin noch am selben Abend vereinbart und als der Käufer dann um 21. 27 Uhr vor der Tür stand, hat Muse geschrieben: Ja, ich bin hier. So, und Matt Robb war nicht da. Er wusste auch gar nichts davon. Verkäufer hat gewartet, mehrfach geschrieben, ist wütend wieder abgezogen. Und hat eine negative Bewertung hinterlassen. Das Schönste ist, die Nachricht, die der Agent hinterherschickt. So sinngemäß. Äh, du, äh, schlechte Nachrichten zur Tastatur, der Käufer ist wieder weg. Meine automatische Antwort hat ihm gesagt, du wärst da, obwohl du offensichtlich nicht da warst. That's on me. Ich hab ihm, ich hab mich übrigens schon in deinem Namen entschuldigt. Und der, der, ähm, der Engineering-Fize von Meta, David Singleton, hat sich dann auf Threads gemeldet. Mit dem, also Im Grunde Elon Musk Zitat, man guckt sich das mal genauer an, looking into it.
21:14 Gavin Karlmeier
Concerning.
21:16 Dennis Horn
Warum erzähle ich das so ausführlich, weil Meta zwei Tage später angekündigt hat, genau diese Technologie jetzt an ein Unternehmen zu verkaufen? Oder überhaupt an Unternehmen zu verkaufen. Also es ist ja so ein bisschen schief, jetzt aus dieser Tastaturgeschichte was ganz Großes zu machen, aber das, finde ich, ist das eigentliche Problem, wenn es um den Weltuntergang geht. Nicht die Technologie, nicht die KI-Agenten, die ausbrechen, sondern Menschen, die diesen Ausbruch zulassen, diese Technologie mit irgendwas verknüpfen. Das damit nicht verknüpft werden sollte, auch dann in so großen Kontexten wie Unternehmen und so weiter. Bei dieser Fehlerrate.
21:48 Gavin Karlmeier
Und also, das ist ja jetzt noch eine relativ harmlose, süße Geschichte. Dann kriegst du bei Facebook Marketplace. Eine schlechte Bewertung, einer ist umsonst losgefahren. ärgerlich. Aber es zeigt halt, wie sehr Menschen ihr Leben automatisieren, ohne genau zu wissen, was sie da eigentlich tun. Und mit Open Claw war das halt durch seine. seinen technischen Angang noch verhältnismäßig komplex. Das heißt, Leute haben schon darüber nachgedacht, was sie da tun, haben sich ein eigenes MacBook dafür gekauft oder ein Mac Mini, haben da Agenten Dinge ausprobieren lassen, wobei wir uns auch an die Geschichte erinnern. dieser Managerin, weiß ich nicht, ich glaube sie war auch von Meta, die den zur Steckdose rante und den Strom gezogen hat, weil der Agent dabei war, die E-Mails alle zu löschen, weil sie gesagt hat, räum mein Postfach auf. Haben wir hier, glaube ich, haben wir auch drüber gesprochen. Und durch Muse, das Agentische so einfach und simpel wird, und Klammer auf bei OpenAR jetzt gerade auch, vielleicht sprechen wir nachher noch drüber, Klammern zu. dass es eben so niedrigschwellig wird. Und ich stimme auch vielen Leuten zu, die sagen, es gibt einfach durchaus Prozesse, in denen du das meinetwegen automatisieren kannst, Nur musst du das sehr genau abwägen. Du musst sehr gut sandboxen. Du musst sehr genau entscheiden, was darf dieses Tool und was nicht und ihm vollen Zugang auf dem Facebook Marketplace, auf deine Adresse, auf deinen Kalender, auf dein Konto, auf deine Nachrichten, auf deine Kontaktdaten. auf deine Fotos, whatever zu geben, ist einfach generell keine gute Idee, weil wir noch nicht an dem Punkt der Fehlerfreiheit oder einer annäherndden Fehlerfreiheit sind, sondern solche Geschichten passieren halt immer wieder. Und gleichzeitig diese Daten eben hier an Meta gehen. Und das ist ein Unternehmen, bei dem ich damit wirklich kein gutes Gefühl habe.
23:32 Dennis Horn
Und es möchte aber jetzt eben Geld reinholen. Das ist ja die ganze Zeit Vorher in diese Technologie steckt. Max Ackerberg hat angekündigt, dass Meta in den nächsten zwei Jahren 600 Milliarden Dollar für KI ausgeben möchte, vor allem für Rechenzentren. Und Meta startet jetzt eben die Meta Enterprise Plattform und will die KI-Produkte an andere Unternehmen verkaufen, also Muse , Meta Business Agent, die Muse AP, Muse Code. Zuckerberg nennt das die nächste wichtige Säule unseres Geschäfts. Das wird geleitet von Chirantan Desai, CJ genannt, der bis eben noch CEO war von MongoDB, ein Datenbankunternehmen. Deren Aktie ist nach seinem Abgang deutlich eingebrochen, also der scheint was zu können.
24:24 Gavin Karlmeier
Das muss es nicht heißen
24:26 Dennis Horn
Du musst es nicht heißen?
24:27 Gavin Karlmeier
Der war, glaube ich, auch nur zehn Monate oder so im Unternehmen. Und also klar, die Leute werden ihn offenbar vermissen, aber es könnte natürlich auch die Aussage sein Also wenn jemand die Leute da einfach weglocken kann, egal ob sie gut sind oder nicht. Also
24:41 Dennis Horn
sieht es schlecht aus fürs Unternehmen oder auch eine Aussage über das Unternehmen.
24:45 Gavin Karlmeier
Vor allem, wenn der CEO dann zum Chief Enterprise Platform Officer wird , also De facto ist er halt eine Stufe drunter jetzt.
24:57 Dennis Horn
Aber für eine in einem Weltkonzern äußerst wichtige Sparte jetzt auf jedes Mal.
25:02 Gavin Karlmeier
Es wird auch ein paar Mark mehr verdient, schätze ich.
25:04 Dennis Horn
In Gadget schreibt ziemlich Trockenmeter, habe aber bislang nicht beweisen können, dass Facebook und Instagram-Nutzer bereit sind, für KI-Abos in großem Umfang zu zahlen, aber Unternehmenskunden könnten eben deutlich lukrativer sein. Also, falls ihr ein Unternehmen habt und euch einen Agenten wünscht, der eure Adresse rausgibt, eure Preise drückt und euren Kunden versichert, dass der Laden offen ist, obwohl ihr schon geschlossen habt. Meta hat da jetzt was für euch.
25:30 Gavin Karlmeier
Ich finde das fantastisch. Ich finde das genauso. Ich kann das nicht zu Ende sein. Ja, also ich finde das erstmal aber interessant, weil es hier, also diese B2B -Verkaufe Die gibt es ja bei anderen Unternehmen schon länger, aber zu sagen, wir haben jetzt hier erstmal ein Consumer Product und bauen das wiederum für B2C um Also dass du quasi das selber anbieten kannst für deine KundInnen oder aber sogar nutzen kannst, um im Unternehmen Dinge zu agentisieren. Alles unter dieser Labubu-Ästhetik oder irgendjemand hat auch Monshichischi geschrieben.
26:06 Dennis Horn
Mischung aus Labubo und Monsich.
26:08 Gavin Karlmeier
Ja, genau, finde ich schon interessant.
26:11 Dennis Horn
Ja, wir haken bleibt dran.
26:14 Gavin Karlmeier
Haken bleibt da dran. Ich schätze, da werden sich auch die ein oder andere Meldung noch auf unseren Tisch legen. So sagt man.
26:22 Dennis Horn
Cambridge Analytica, ihr erinnert euch das Persönlichkeitsquiz eines Drittanbieters, das Daten aus rund 87 Millionen Facebook-Profilen abgegriffen hat? Die dann bei dem politischen Beratungsunternehmen landeten, mit dem Namen Cambridge Analytica und zu dessen Kunden 2016 auch die Kampagne für Donald Trump gehörte. So, das ist alles lange her. Aber in New Mexico, gerade sehr aktuell, denn der Bundesstaat New Mexico hat Meta vor Gericht gebracht, als einziger Bundesstaat, weil in Metas großem Vergleich mit mehreren Bundesstaaten Zur Kindersicherheit. Also ganz anderes Thema. Eine Klausel versteckt war, die Meta auch von künftiger Haftung für Cambridge Analytica freistellt. Also so schön so. Untergeschoben. Und New Mexico hat nicht unterschrieben. Jetzt sind die Schlusspladoyers gehalten, die Jury muss entscheiden, ob Facebook dagegen das Gesetz verstoßen hat, gegen unlautere Geschäftspraktiken. Pro Verstoß sind bis zu 5000 Dollar möglich. Aber New Mexico argumentiert: Facebook habe ja alle 1,3 Millionen Nutzer im Bundesstaat getäuscht. Und da haben wir dann eine Malrechnung, mal 5000 Dollar, da reden wir dann potenziell über Milliarden. Und da finde ich eine Szene aus diesem Prozess. Finde ich interessant, da wurde ein Video von Mark Zuckerbergs Aussage gezeigt. Die ging um eine Liste mit tausenden Konten, deren Inhalte vor einer Löschung zusätzlich geprüft werden mussten. Und eine E-Mail, in der Zuckerberg darum bittet Die Konten von Joe Rogan auf diese Liste zu setzen. Und Zuckerberg sagt, das sei keine Ungleichbehandlung. Aber die Anklage sagt, die Liste habe einen Rückstau bei der Faktenprüfung verursacht, wodurch virale Inhalte von Millionen Menschen gesehen wurden, bevor sie entfernt wurden. So und ähm. Metas Anwalt hat vor der Jury gesagt, von wie vielen weiteren Cambridge Analytica-Fällen haben Sie in diesem Verfahren gehört? Die Antwort lautet einem. Und diese eine hat eben gereicht. Also ähm. Spannender Move, das so unterzuschieben.
28:38 Gavin Karlmeier
Also ja, es ist deswegen so interessant, weil eben New Mexico sich ja genau aus diesem Deal quasi herausgezogen hat. Eben wahrscheinlich wohl wissend, dass dieser Prozess noch läuft. Die Schlussplädoyers sind durch. Es sieht eben nach einer Verurteilung aus. Der Betrag, der ist am Ende eben noch nicht, steht noch nicht fest, wie viel Strafe da am Ende entsteht. Wir werden uns das hier anschauen und Ich finde das erstmal alles sehr interessant, aber ich würde das auch nicht jetzt, also ich glaube, selbst wenn sie hier Milliarden zahlen am Ende. wird es leider nichts verändern. Was Joe Rogan aber auf dieser Liste macht, das finde ich interessant. Vielleicht war Macazuckerberg auch nicht schlecht.
29:20 Dennis Horn
Max Ackerberg.
29:21 Gavin Karlmeier
Max Ackerberg 2016, oder wann war das Jahr, ne? 2016. Schon so fasziniert von dieser Mischung aus Creator und Kampfsportler, dass er sich gedacht hat, den muss ich mir warm halten, den brauche ich noch. Ich will so sein wie er. Würde als nächstes schon. . Ja, und das kam
29:38 Dennis Horn
also ein bisschen später kam das ja.
29:41 Gavin Karlmeier
Ja, wobei Max Ackerbrook immer noch keinen Podcast gestartet hat, in dem er die Leute interviewt, die er spannend findet.
29:50 Dennis Horn
Das überlässt der Joe Rogan und Ben ungeskriptet.
29:53 Gavin Karlmeier
Ich dachte, du sagst, das ist Joe Rogan und Benjamin von Stuckart Baller, der einen Podcast gestartet hat.
29:58 Dennis Horn
Dein Ernst?
29:59 Gavin Karlmeier
Ja.
30:00 Dennis Horn
Nee, so als der Podcast. Oh Gott, die Ebenen verwischen.
30:07 Gavin Karlmeier
Das ist mit Zumeta.
30:09 Dennis Horn
Ja, weil wir gerade bei Meta sind und bei Meta vor Gesicht, Gericht. Im großen Verfahren um die Sicherheit und die psychische Gesundheit von Jugendlichen. versucht Meta ja seit langem Dokumente zurückzuhalten unter Berufung auf das Anwaltsgeheimnis. Und die Kläger sagen, Meta dehnt den Begriff Anwaltsgeheimnis viel zu weit aus. Und haben jetzt ein Beißstück vorgelegt, ein anschauliches : das Team, das 2024 die Teenager-Konten bei Instagram vorangetrieben hat , Projekt Nido hieß das intern hat Baseballkappen bestellt, auf denen steht ACPRIV, also Attorney Client Privileged. So, und die Kläger sagen, das ist eine Kultur des Privilegienmissbrauchs. Und die zuständige Bundesrichterin hat er auch schon einige Male diese ganzen Schwärzungen in den Dokumenten von Meta als völlig unangemessen bezeichnet und so Daten zurückhaltendes sei In einem Fall eher so eine geschäftliche Entscheidung gewesen, um Leaks zu verhindern, sozusagen. Und ich habe so gedacht, bei den Kappen. Das ist doch eine ehrliche Merchandising-Aktion. Weißt du so, also andere Teams da haben, wie hieß das immer, better done than perfect oder irgendwie Move Fast and Break Things auf dem Shirt. Und das Jugendschutzteam hat irgendwie bitte nicht offenlegen.
31:43 Gavin Karlmeier
Oder Leute, die so, ich finde, das ist so die Kategorie, Leute, die auf einer Tasse oder auf dem T-Shirt stehen haben: there's no place like 127-007.
31:53 Dennis Horn
Localhost. Fantastisch.
31:57 Gavin Karlmeier
Ich finde das interessant, weil diese Auslegung, also das ist ja hier ein Beweisstück dafür, dass der Begriff Anwaltsgeheimnis hier einfach für alles verwendet wird.
32:05 Dennis Horn
Ja.
32:06 Gavin Karlmeier
Und ich mache jetzt einen kleinen Sprung, aber wir haben ja auch schon mal über so Mafia-Bosse gesprochen, die irgendwie am Ende dann wegen Steuerhinterziehungen rangenommen wurden, eben nicht wegen Menschenhandel, Drogenhandel. Gewalttaten, Morden und so weiter, beauftragten Morden, sondern eben dafür, dass sie keine Steuern dafür bezahlt haben. Und diesen Stretch, den führe ich jetzt zusammen. Weil man hier bei Meta , ich will gar nicht sagen, Meta, da arbeiten nur Mafia-Bosse oder da sehr mafiöse Strukturen gibt, aber diese Gesetzesauslegung von wir suchen uns einen Gesetzespunkt oder einen Punkt in der Verfassung zum Beispiel Und legen den über alles, wo es auch nur am entferntesten passen könnte, um uns selber da rauszureden. Das erleben wir ja die ganze Zeit bei der Redefreiheit. Ich bin dauerhaft eigentlich drauf und dran. Diese über diese, dass ich irgendwie, ich habe immer das Gefühl, ich müsste eigentlich alle mal schütteln und sagen, es ist nicht alles Rede. Weißt du, also diese Geredet wie ein Löwe. Aber dass es alles darauf gelegt wird, dass der Output eines Chatbots unter die Redefreiheit fallen soll in den USA, Freedom of Speech dass die, dass eine App, äh, das Deepfake-Generatoren, dass es alles Redefreiheit sein soll, ist halt lachhaft, dass das gleiche jetzt aber hier mit dem Anwaltsgeheimnis passiert und dass man sagt, also am Ende es wird ja über gar nichts mehr geredet. Sag mal, wollen die uns alle verarschen einfach?
33:35 Dennis Horn
Naja, klar, okay, aber vor Gericht Versuchst du ja trotzdem alles rauszuholen, oder? Das geht ja immer damit los, dass schon mal am ersten Verhandlungstag erstmal die wie nennt man das denn? Befangenheit der Richter festgestellt werden. All immer, weißt du?
33:52 Gavin Karlmeier
Klar, aber trotzdem ist das so ein offensichtliches Zur Schau stellen von es gibt hier Privilegien und wir legen die so aus, dass sie für alles funktionieren. Und das ist ja auch hier, was die Anwälte gegen Mittagang auch sagen, dass er eine Kultur des Privilegienmissbrauchs. Und ich finde, das ist ein sehr eindrücklicher Satz. Da müssen wir ein bisschen vielleicht mal darüber nachdenken, ob die Gesetze, die wir haben, nicht vielleicht einfach. Deutlicher formuliert werden müssen. Also verstehe ich verstehe mich nicht falsch. Ich bin auch jemand, der sagt, die Meinungsfreiheit ist wichtig, die Pressefreiheit ist wichtig. Am Ende finde ich sogar, kann man darüber diskutieren, ob nicht auch das amerikanische Verständnis der Redefreiheit Sinnhaft sein kann, aber das muss definiert sein. Du kannst nicht sagen, alles ist Rede, weil in dem Moment gibt es ja kein anderes Gesetz mehr.
34:41 Dennis Horn
Ja, das ist so. Das ist so. Und diese, also dieser Blick auf ein Unternehmen, das ja ganz offensichtlich Eine gewisse Kultur hat.
34:51 Gavin Karlmeier
Ja.
34:52 Dennis Horn
Den sollte man sich immer beibehalten, wenn man dann auch wieder auf andere Themen guckt. Und damit sind wir nochmal bei den Kamerabräden.
34:58 Gavin Karlmeier
Und ganz kurz, wenn ihr die Folge von Mittwoch nicht gehört haben solltet, Was laut den Zahlen unwahrscheinlich ist, aber ich sage es gerne trotzdem, weil es haben sich schon einige Leute angehört. Möchte ich euch die nochmal ins Herz legen, weil wir haben mit einer, also ich. habe mit einer ehemaligen Meta Mitarbeiterin gesprochen, die kein NDA unterschrieben hat, und sehr frei von der Leber weg über ihre Arbeit dort als Forscherin im UX-Bereich zum Thema Jugendschutz gesprochen hat. Und das, was ich daraus mitgenommen habe, also ich habe, wie gesagt, das Gespräch geführt, du hörst es dem Gespräch auch an, es ist halt kein Gespräch, wie wir das führen. Sondern es war darauf ausgelegt, dass sie mir ein paar O-Töne gibt, die dann im Podcast landen. Und am Ende habe ich gedacht, das sind nur O-Töne, wir müssen es komplett senden. Und so wurde das so, dass eben die ganze Episode hier veröffentlicht wurde. Aber was ich so mitgenommen habe, war halt, man hat sich diese Jugendschutzabteilung oder die User Interface Research Abteilung geleistet. um eben herauszufinden, was tun wir den Menschen an. Irgendwann hat man aber festgestellt, die Berichterstattung dreht sich, der Wind dreht sich, die Gerichte haben irgendwie einen auf den Kika. Und plötzlich musste man als Unternehmen dafür sorgen, dass man über all die Dinge, die man da anrichtet, nicht mehr Bescheid weiß, zumindest nicht nachweislich. nachweislich jetzt dazu geführt hat, dass ForscherInnen nicht mehr arbeiten durften, weil ihnen gesagt wird, hier, das kannst du nicht fragen und das kannst du nicht machen, das kannst du nicht machen. Und das ist eben exakt dieselbe Kultur. Alles sozusagen durch einen Filter zu jagen, womit man auch in den nächsten 20 Jahren irgendwie noch irgendwie durchkommen könnte, Und ich finde das irgendwie unlauter und schäbig. Ich finde das in einer, in einer, also mein Mitein, ich werde ganz groß, Dennis, jetzt, ich werde kurz philosophisch, gesellschaftlich. Mein Verständnis von einem gesellschaftlichen Miteinander fußt nicht darauf, alles zu machen, was ich darf, sondern es fußt darauf, dass nur die Dinge verboten werden gesetzlich. Die dazu führen würden, dass wir uns gegenseitig einschränken und alles andere von uns selber heraus schon auf ein gutes Miteinander ausgelegt ist. Und deswegen werde ich zum Beispiel auch wütend, wenn Leute sich in Schlangen vordrängeln, weil klar, mach mir egal. Aber das zeigt einfach, dass du keine Empathie hast, du Schwein.
37:13 Dennis Horn
Freiheit ist immer auch die Freiheit des anderen.
37:15 Gavin Karlmeier
Genau.
37:16 Dennis Horn
Ist das? Ja.
37:19 Gavin Karlmeier
Bevor wir jetzt Kant zitieren, gehen wir vielleicht mal weiter.
37:26 Dennis Horn
Hashtag Kamerabrillen. Wir haben am Anfang. über Frauen gesprochen, die sich aus Angst aus dem digitalen Raum zurückziehen. Hier kommt ein Beispiel dafür, wovor sie Angst haben könnten. In Frankreich ermittelt die Pariser Staatsanwaltschaft In mehreren Fällen, in denen Frauen auf der Straße heimlich mit vernetzten Brillen gefilmt wurden. Ähm, da gibt's eine Organisation. die diese Klagen unterstützt und die Masche lautet, laut dieser Organisation Männer sprechen fremde Frauen oder Mädchen an auf der Straße und versuchen, eine Reaktion zu provozieren, sie irgendwie in Verlegenheit zu bringen. Und die Frauen merken nicht, der Mann trägt eine Brille mit kaum sichtbarer Kamera. Und dann landen diese Videos aus dem Zusammenhang gerissen. Und ich meine, mir sind auch schon so ein, zwei Videos irgendwo beim Durchscrollen durch TikTok begegnet, tatsächlich, die so einen Style haben in der Form, in sozialen Netzwerken. TikTok vor allem. Und die Gefilmten werden dann irgendwie zur Zielscheibe von Spott. Es gibt frauenfeindliche Kommentare bis hin zu Morddrohungen und es kam in manchen Fällen auch zu sexuellen Übergriffen. Diese Organisation hat rund 30 konkrete Meldungen bekommen und hält das nur für die Spitze des Eisbergs bei den Zahlen, die wir eben genannt haben. Kann man das sehr gut verstehen, diese Einschätzung? Und die Veröffentlichung solcher Aufnahmen kann in Frankreich mit bis zu zwei Jahren Haft bestraft werden und 45. 000 Euro Strafe. wenn sie online passiert. Diese Berichte nennen keine Marke, aber das Argument der Hersteller kennen wir aus jeder Debatte irgendwie über Kamerabrillen. Da leuchtet doch ein kleines Licht, wenn gefilmt wird. Die Frauen in Paris haben es offenbar nicht gesehen.
39:12 Gavin Karlmeier
Ich finde, dass wenn ich das jetzt sage, dann muss ich mich morgen, also wenn die Folge rauskommt, den ganzen Tag mit Kommentaren beschäftigen, aber vielleicht auch nicht. In Deutschland haben wir diese Möglichkeit, bis zur Haft zu verurteilen, also eines der schwerwiegendsten Mittel in unserem Rechtssystem zu ziehen. Nicht. Und ich finde, dass , da bin ich nicht der Einzige, da müssen wir, muss was passieren. Leute müssen bestraft werden, wenn sie so etwas tun, das offensichtlich. gegen ein Recht verstößt, nämlich das Recht der anderen. Und viel mehr kann ich dazu nicht sagen, weil die Widerwärtigkeit solcher Männer ist offensichtlich. Ich finde die Diskussion darüber, ob die Kamerahersteller in diesem Fall auch zur Verantwortung gezogen werden müssen , muss auch geführt werden. Aber wir müssen eben vor allem darüber sprechen, dass Leute, die diese Dinge so anwenden, wie sie sie anwenden, Sofort zur Rechenschaft gezogen werden müssen. Und dass in Frankreich eben sonst Fall jetzt tatsächlich mal bis vor Gericht gebracht wird, finde ich erstmal gut, weil das ja vielleicht auch tatsächlich schon ein bisschen die Nachahmung reduziert.
40:26 Dennis Horn
Da mischt sich, hatte ich so den Eindruck, diese Pickup-Artists, dieses Phänomen mit der Creator-Kultur.
40:35 Gavin Karlmeier
Das passiert ja schon seit ein paar Jahren, dass es so Creator gibt, die eben diese, es sind immer Männer, die eben diese Pickup-Artists-Move, äh, Pickup-Artist-Moves. ins Digitale übersetzen, die dann irgendwie sich hinstellen, dass dann da filmen oder irgendwie du siehst den Pickup-Artist, der ja häufig dann auch als Coach arbeitet für Leute, die sich vielleicht selber als nur schwierig vermittelbar begreifen und deswegen dessen Hilfe suchen und dann eben irgendwie klein nur zu sehen sind, ein bisschen versteckte Kamera, und du siehst den Coach, wie stolz er ist, dass der Typ mit dem Handy nochmal zurückkommt, bla bla bla. Dieses ganze schäbbige Verhalten eben auch noch hochstilisiert zum Reichweitentreiber. Und klar, dass diese Kamerabrillen am Ende dazu führen, dass diese Leute ein weiteres Instrument an der Hand haben, ihre Tätigkeit eben darzubieten. Aber du kannst den Leuten nicht verbieten, ein Arschloch zu sein, aber du kannst ihnen zumindest verbieten, Dinge zu tun, die andere Menschen beschädigen können.
41:31 Dennis Horn
Auch hier ein Punkt.
41:32 Gavin Karlmeier
Danke. Heute ist, ich finde, es ist ein bisschen die feministische Kampfepisode, aber es ist alles sehr wichtig und richtig, dass wir das mal hier aussprechen.
41:40 Dennis Horn
Richtig. So. Wir lernen ja auch immer noch dazu in diesem Podcast, was mir zum Beispiel kein Begriff war, war das GIFCT.
41:51 Gavin Karlmeier
Ist das nicht ein Song von Justice?
41:54 Dennis Horn
Es ist das Global Internet Forum to Counter-Terrorism, GIFCT. Das ist ein Konsortium der großen Tech-Unternehmen. Das verhindern soll, dass die großen Plattformen, die Big Tech-Plattformen, Zurückzugsorten werden für Terrororganisationen. Und den Vorstandsvorsitz des GIFCT hat gerade Meta. Das GIFCT hat einen unabhängigen Beirat aus Fachleuten für Terrorismusbekämpfung und für Meinungsfreiheit oder Redefreiheit wahrscheinlich in den USA. Hatte , muss man sagen, denn sechs der neun unabhängigen Experten sind am Montag zurückgetreten, schreibt das Wired Magazine. Und der Auslöser war eine E-Mail aus dem Juli von einer Mitarbeiterin von Meta, Nell McCarthy, das ist die Vizepräsidentin, Vice Präsident für Inhalte Richtlinien, Content Policies wahrscheinlich. Und in dieser E-Mail stand Sinngemäß Eure Erkenntnisse über gewalttätige Trends nehmen wir gern. Eure Bewertung, ob unsere Maßnahmen wirken, brauchen wir nicht mehr. So, auch der Plan ist, neue Beiratsmitglieder sollen künftig nicht mehr vom Beirat gewählt, sondern von den Tech-Unternehmen ausgesucht werden. Und der Beirat soll sich nicht mehr zur Leistung dieses Konsortiums äußern. Also im Grunde kein Beirat mehr sein und keine gemeinsamen Empfehlungen mehr aussprechen dürfen. Die haben ein Rücktrittsschreiben veröffentlicht, diese sechs der Neun. Und da steht der schöne Satz drin: ein Gremium, das nicht prüfen, Stellung beziehen oder bewerten kann, ist überhaupt kein Beratungsgremium. Es ist reine Augenwischerei und ein Theaterstück der Rechenschaftspflicht. Absolut.
43:40 Gavin Karlmeier
Was sagt uns das über das Oversight-Boot von Meta?
43:42 Dennis Horn
Ja, ja, ja, ja, ja. Es ist ein, wie nennt man das?
43:49 Gavin Karlmeier
Strohmann?
43:50 Dennis Horn
Nee, nicht Strohmann, sondern hier dieses, was, äh, ein Feigenblatt.
43:56 Gavin Karlmeier
Ah, ja, das sagt man wohl.
43:58 Dennis Horn
Ja, das sagt man wohl.
44:00 Gavin Karlmeier
Ich finde, also erstmal muss man dazu sagen, es wurde von Facebook auch gegründet, dieses GIFTC.
44:07 Dennis Horn
In anderen Zeiten, nicht wahr?
44:08 Gavin Karlmeier
2017, zusammen mit Google, Microsoft, Twitter. Ihr kennt noch jemand Twitter, aber auch Airbnb, Dropbox, LinkedIn, die Microsoft inzwischen sind, Amazon, also da sind sie alle irgendwie drin, aber es kommt aus der Branche. Und natürlich wäre es schön, wenn sowas dann auch, wenn man dann anerkennt, dass man vielleicht jetzt hier etwas geschaffen hat, das besser wäre, wenn es nicht von einem selber kontrolliert würde. Das würde aber dem eigenen Drang des Kontrollzwanges irgendwie widersprechen. Gerade bei solchen Tech-Unternehmen. Ich finde aber auch interessant, wie gerade so Dinge passieren wie sowas, die ja eigentlich total in die Zeit der USA gerade passen. In denen die Tech-Unternehmen eben Kontrolle über nahezu alles übernehmen wollen. Also ich kann eine kleine Randnotiz reinschmeißen, über die wir heute sonst wahrscheinlich nicht viel gesprochen hätten, dass das Pentagon jetzt Elon Musk unter anderem beauftragt, auch noch Paul Malaki und Newt Gingrich. Aber eben auch Elon Musk, um eine Initiative zur Kriegsführung zu unterstützen und eine Liste der für die Zukunft notwendigen Kriegswaffen zu entwickeln. Also da suchst du jetzt halt so Leute. Also, wenn du Elon Musk fragst, wirst du halt sehr viele Antworten kriegen, aber nicht die, wie die Zukunft aussieht, erfahrungsgemäß. Aber man holt die sich halt rein, weil du halt dir die Tech-Leute näher haben möchtest als alle anderen und damit gehst du dann im Zweifel auch damit Konform den kompletten Laden irgendwie vor die Hunde zu schmeißen, wie halt jetzt das GRFTC hier an dem Punkt, wo alle externen ExpertInnen sagen, Ja, Leute, wenn ihr uns hier nicht arbeiten lasst, ich erkenne parallel zur letzten Episode übrigens. Wenn ihr uns hier nicht arbeiten lasst, dann braucht ihr uns auch nicht.
45:45 Dennis Horn
Punkt.
45:47 Gavin Karlmeier
Punkt. Die Punktfolge. Aber ist das der Punkt, wo wir vielleicht mal ganz kurz über diese Selbstverpflichtung Selbstverpflichtung, ich male das mit Anführungsstrichen, weil. Der KI-Unternehmen in den USA sprechen, auch wenn wir gar nicht so viel über KI heute sprechen wollen. Hast du es vorgesehen, dass wir es heute noch ansprechen oder muss ich das am Montag mit.
46:10 Dennis Horn
Du meinst das Abkommen über Superintelligenz.
46:14 Gavin Karlmeier
Exakt.
46:15 Dennis Horn
Ja, sagen wir so. Ich möchte nicht Selbstverpflichtung sagen, ich möchte Abkommen über Superintelligenz sagen. Das Weiße Haus, also hat den Wortlaut dieses Abkommens veröffentlicht. Das ist am Dienstag unterzeichnet worden bei einem Treffen von Donald Trump mit den Chefs der großen Tech und KI-Unternehmen. Also Donald Trump Elon Musk, Mac Zuckerberg, Jansen Wang von Nvidia, Dario Amoudei von Anthropics, Sandra Picha von Google und Greg. Brockman nochmal von OpenAI.
46:47 Gavin Karlmeier
Greg Brockman hatte allerdings leider beide Hände gebrochen und musste die Unterschrift mit dem Mund machen. So sieht es zumindest aus.
46:54 Dennis Horn
Haben wir da Bilder? Können wir Bilder in die Shownotes geben?
46:57 Gavin Karlmeier
Also, wenn ihr das bei Campfire hört, seht ihr dieses Bild. Wenn ich dran denke, ich versuche es auch, werde ich das auch bei YouTube jetzt hier einblenden und bei PeerTube. Und ich packe auch irgendwie einen Link in die Shownotes zu diesem Bild, weil ich lade das hoch. Kann man nicht, ich weiß nicht, ist das ein Rechtsausstoß, wenn ich die Unterschrift von Greg Brockman auf das. . Podcastcover der heutigen Episode packe?
47:16 Dennis Horn
Nicht, wenn du vorher mit der Instagram-Funktion Pixel das Gesicht verpixel, aber das brauchen wir ja, müssen wir ja wissen. Ja, das geht ja. Weil sonst siehst du nicht, wie er im Mund unterzeichnet hat. Kannst du es auch per Discord hochladen?
47:25 Gavin Karlmeier
Ja, das mache ich.
47:26 Dennis Horn
Discord-Werbung jetzt.
47:27 Gavin Karlmeier
Auf www. haken. org sind über 2350 Menschen, die sich die ganze Zeit über diese Themen austauschen, über die wir hier auch sprechen. Es ist ein sehr, sehr schöner Ort im Internet, weil die Leute sehr schlau und sehr lustig sind. Aber nicht nur das, sie sind auch noch sehr sympathisch und angenehm. Kommt alle vorbei, ich würde mich sehr drauf freuen. org.
47:44 Dennis Horn
Zurück bei Hakendran. Das Abkommen des Weißen Hauses über Superintelligenz hat etwas mehr als 300 Wörter. Ich glaube, auch weil Donald Trump mehr nicht verarbeiten kann, weil er selbst noch künstliche Intelligenz ist.
47:56 Gavin Karlmeier
Ja, da ist das Kontextfenster schnell voll.
47:59 Dennis Horn
Und darin. Vier Ebenen von Kontrollen und Prüfungen. Und zwar interne Kontrollen. Ein internes Team, das prüft, ob die Kontrollen funktionieren. Externe unabhängige Prüfer und ein unabhängiger Ausschuss im Vorstand. Freiwillig. So. Und im letzten Absatz dieses Abhängiges Abkommens des Weißen Hauses über Superintelligenz steht, im Laufe der Zeit könnte es sinnvoll sein, diese Schritte in Gesetzen oder Vorschriften zu verankern. Donald Trump hat das Ganze moralisch bindend genannt. Fand ich auch interessant, dass das eine Kategorie für ihn zu sein scheint. Und später gesagt, die Unternehmen hätten in gewisser Weise fast so etwas wie eine Verfassung unterschrieben. In gewisser Weise fast so etwas wie eine Verfassung. Und auf die Frage: Warum gibt es denn keine formelleren Schutzmaßnahmen, sagt er: Wir haben Menschen, die unser Land und die Welt lieben. So, und ein Reporter hat nachgefragt, ob es mehr als Liebe vielleicht brauche, um Menschen vor KI zu schützen. Donald Trump antwortet: nein. Don Feyler
49:13 Gavin Karlmeier
übrigens, als er es unterschrieben hat, nicht gesehen hat, dass bei seinem, da auch noch ein Tippfehler drauf ist und da United States steht.
49:19 Dennis Horn
United States. Also ein freiwilliges, unverbindliches Papier, in gewisser Weise fast so etwas wie eine Verfassung.
49:29 Gavin Karlmeier
Dieser Text ist ein freiwilliges soziales Bla.
49:33 Dennis Horn
Wow. Ich habe jetzt schon drei Stellen gehabt in dieser Episode, wo ich gedacht habe, das müsste der Episodentitel sein, aber Eda Musseri ist natürlich So, also, freiwilliges, unverbindliches Papier, 300 Wörter, Tippfehler in der Signatur, gesichert durch Liebe. Das ist die KI-Regulierung der USA im Herbst 2026. Und wer Da noch sich Sorgen macht hat, liebt sein Land einfach nicht genug.
49:58 Gavin Karlmeier
Oder die Welt und die Zukunft und sich. Ich finde das alles so wahnsinnig, es ist ein diffuses Gefühl, das entsteht, wenn man über dieses Thema nachdenkt. Weil ich weiß nicht, wie du das siehst, aber nach meinem Gefühl ist es schon so, dass man sich denkt, hey, vielleicht ist es gar keine schlechte Idee, wenn du da so Leute hast. Die offenbar auch nicht in der Lage sein wollen, ihren eigenen Wettbewerbsdruck zu reduzieren, weil sie genau wissen, ey, die anderen werden uns überholen. Also müssen wir jetzt laut gemeinsam danach fordern, dass es Regulierung von außen gibt, außer OpenAI, die ja tatsächlich. gerade die Produktion oder die Entwicklung wohl heruntergefahren haben nach eigener Aussage, aber trotzdem finde ich es erstmal gar nicht verkehrt, dass man sagt, gerade wir, die hier immer die DSA -Flagge hochhalten und so Dass man sagt, wahrscheinlich braucht es tatsächlich Regulierung. Und zwar nicht, weil wir glauben, dass in zehn Jahren die Menschheit ausgelöscht werden wird, wie der Kollege bei Titel, Thesen, Temperamente gesagt hat, sondern eher. . Sondern vielmehr weil es eben Technologie ist, die in der Lage ist, Dinge zu tun, die Also, die vor allem für Menschen, die damit schlechte Dinge machen wollen, möglicherweise ausgenutzt werden können. So würde ich das formulieren. Will ich allerdings eine staatliche Regulierung von dieser Regierung Nein, natürlich nicht. Also deswegen ist auch diese eigentlich scharfe Antwort von Donald Trump zu sagen, mit ihm gibt es das so nicht. Finde ich eigentlich erstmal gar nicht falsch, weil die Leute, die dafür regulieren würden, würden nicht auf die richtigen Dinge achten. Kleine Side Note. Man sieht es zum Beispiel daran, dass die Grockipedia sich wieder mit Inhalten füllt, weil offensichtlich Elon Musk wieder bei Haken drin reingehört hat. Wie ein Haki im Discord schrieb, ich weiß gar nicht, wer es war. Aber was ich eigentlich damit sagen möchte ist , die Unternehmen, zumindest die großen Unternehmen, schreien nach staatlicher Regulierung, weil sie offensichtlich keine Lust haben, die ganze Scheiße selber auszubaden, weil sie offenbar mitgehören. kriegen, dass die FTC jetzt, ich werfe ja so ein bisschen Nachrichten zusammen, aber ist dann halt so, dass die FTC jetzt Untersuchungen eingeleitet hat, um zu überprüfen, ob der Hugging Face-Vorfall möglicherweise nicht sogar eine Strafe mit sich ziehen könnte, also die Handelskommission der USA. Und natürlich sagen die, naja, wenn der Staat uns reguliert, dann sind wir, was sowas angeht, ein bisschen feiner raus, dass sie aber Donald Trump nicht dazu kriegen, hier mehr als so ein Klopapier zu unterschreiben, auf dem draufsteht Mit Luft und Liebe wird die Welt besser und wir werden das schon alles irgendwie hinkriegen und let's do it ist halt echt wild. Weil warum gibt es denn dann nicht eine Selbstverpflichtung, die ihm Donald Trump nicht mitunterschreibt, dass sie sagen, wir kontrollieren? Elon Musk hat vorgeschlagen, die KI-Unternehmen können sich ja alle gegenseitig überprüfen. Selbst das ist ein konsequenterer und besserer Vorschlag als dieser Wisch hier, auf dem einfach nur draufsteht, das ist so eine Art Verfassung und wir haben jetzt mal so eine Idee und wenn ihr wollt, dann macht das doch mal und wir gehen davon aus. Dass ihr euch dazu bereit erklärt, mitzumachen. Das ist ja nichts, gar nichts, null. Aber es hilft halt , sorry, ein Satz noch, um das zu Ende zu bringen. Aber es hilft halt den allen, ihr Gesicht zu wahren, weil ein Amo Day und ein und ein Sam Altman und alle fordern halt Regulierung und Donald Trump lehnt es halt konsequent ab, also treffen sie sich in der Mitte und keiner gewinnt.
53:29 Dennis Horn
Letztens hat Ente, Ente, Ente im Discord so ein Foto von so zwei griechischen Denkern gepostet, wenn wir uns in so Themen reinschrauben. Zu sehr. So fühlte sich das gerade an. Du gehst so einen Weg und machst fünf Fässer auf und dann gehst du mal drei Schritte weiter und machst noch einen Fass auf. Schön.
53:46 Gavin Karlmeier
Aber die Fässer habe ich alle wieder zugemacht.
53:48 Dennis Horn
Alle wieder geschlossen. Alle wieder geschlossen. Und der Kollege bei Titel Thesen, Temperamente, das möchte ich übrigens mal, den du eben erwähnt hast. Titel Desent Temperament hat ein ähm eine Zitatkachel gepostet in all seinen Kanälen über Nate Suarez. KI KI, Sicherheitsforscher und Autor, mit dem Zitat: Ich wäre überrascht, wenn es zu diesem Zeitpunkt in zehn Jahren überhaupt noch Menschen gäbe. Ich
54:15 Gavin Karlmeier
finde es gut, dass Sie da wirklich ein verhältnismäßig gemäßigtes Zitat gewählt haben.
54:19 Dennis Horn
Absolut. Da müssen wir auch mal über Journalismus sprechen. Hast du eigentlich die Erkenntnisse der ARD-ZDF-Medienstudie bei mir bestellt oder habe ich das geträumt?
54:28 Gavin Karlmeier
Habe ich bei dir bestellt, ja. Ich wollte aber noch einen Gedanken dazu zu Ende bringen.
54:31 Dennis Horn
Gerne.
54:31 Gavin Karlmeier
Und dann möchte ich gerne deine Erkenntnisse der IDZF-Medienstudie bekommen, weil ich habe sie bestellt und du hast sie eben produziert und dann müssen wir sie auch abholen. Diese ganze Superintelligence-Geschichte, ich wurde auch gebeten, lass uns das bitte nicht tiefer machen, als es sein müsste, hat mir bei Bluesky jemand geschrieben und ich habe gesagt, nee, nee, keine Sorge, wir haben das ja schon Montag besprochen und so. Aber ich habe trotzdem, und dann habe ich doch einen Gedanken dazu gehabt, weil er auch gleichzeitig mit dem Titel dieser Folge so spielt, mit Eda Muss Harry und dieser, und dass wir immer KI sagen und so. Und sorry, ich muss den griechischen Denkern nochmal rausholen, denn es tut mir leid. Es ist Freitag, Leute. Es ist heute Deep Dive Freitag. Und zwar. Kennst du die Kurzgeschichte Ein Tisch ist ein Tisch von Peter Bixel? Das ist eine Geschichte.
55:19 Dennis Horn
Ich kenne doch nicht mal Peter Bixel.
55:21 Gavin Karlmeier
Ja, es ist nicht schlimm. Es ist eine Geschichte, in der Wacht meiner Erinnerung nach bitte, ich habe die 20 Jahre nicht gelesen, aber in meiner Erinnerung fortgetragen. Da ist ein Mann und der überlegt sich, er nennt den Tisch beispielsweise jetzt Stuhl und den Stuhl nennt er Gardine und die Gardine nennt er jetzt Herd und gibt all seinen Gegenständen andere Begriffe. Weil er damit, das fühlt sich für den Richtige an und das ist jetzt seine Welt. Und der schafft er mit seiner Umgebung. Weil dann setzt er sich irgendwie am Ende auf die Gardine, um dann am Ende, keine Ahnung, die Baumaschine zu trinken, weil der Kaffee heißt jetzt Baumaschine und so. Sinngemäß. Und am Ende kommt aber raus, dass Leute ihn nicht mehr verstehen oder er sich eigentlich sich nicht mehr ausdrücken kann und keine Möglichkeiten mehr hat, sich mit Leuten irgendwie auszutauschen. Und genau das gleiche passiert jetzt gerade auch. Also ich habe am Montag ja auch gesagt, es geht möglicherweise wirtschaftlich und auch marketingmäßig betrachtet gute Gründe dafür, den Begriff Superintelligenz zu wählen, statt Artificial Intelligence. Und dann reden wir aber darüber auf, wie schade, wir können es nicht mehr KI nennen. Und dann haben wir den Begriff Adamus Harry und so. Und dadurch weiß am Ende niemand mehr, von wo wir eigentlich kommen, wo wir hingehen. Und Sprache ist doch eigentlich immer nur ein Kompromiss, miteinander umzugehen. Und es ist, glaube ich, das, was Donald Trump hier macht, auch wenn es marketingmäßig nachvollziehbar ist, ein wahnsinnig ungeschickter Move, weil das wir an einem Punkt sind, wo wir alle gemeinsam uns auf einen Begriff über etwas einigen, was irgendwie größer ist als der Begriff am Ende selber, weil KI, AI, KI, das meint am Ende ja auch Machine Learning, das meint am Ende generative KI, das ist ein Oberbegriff geworden, der eben sich in den letzten Jahren immer mehr mit Leben gefüllt hat, auch wenn es dem Begriff künstliche Intelligenz sei. den 60ern, 70ern, 60ern gibt. So, dass ich glaube, dass man solche Errungenschaften, die eben auch gesellschaftlicher Natur sind, wie wir haben jetzt eine Box, in die Sachen passen, dass man damit einfach nicht so Umgehen soll.
57:14 Dennis Horn
Ja, mich erinnert das an Neusprech in 1984, was ja eine Verknappung der Sprache war. Um sozusagen einen dahin zu bringen, dass man nicht mehr so frei denken kann. Und hier erleben wir ja was anderes, nämlich die Babylisierung der Sprache, also sozusagen die entgegengesetzte Richtung, die aber auch zu etwas führt. Nämlich, dass die das ist sozusagen die Sprachvariante der Alternative Facts. Dass eine Gesellschaft sich nicht mehr miteinander verständigen kann.
57:48 Gavin Karlmeier
Genau, weil keiner mehr weiß, was gemeint ist.
57:52 Dennis Horn
Punkt. Punkt.
57:53 Gavin Karlmeier
Kommen wir zur IDZ-Definitz-Studie, Entschuldigung.
57:56 Dennis Horn
Genau, wobei ich noch sagen wollte: bei uns natürlich davon abzusetzen, sind Insider, die wir und die Hakis uns hier unbedingt erhalten müssen. So, ARD ZDF-Medienstudie, das ist, ich möchte das vorab sagen, die erscheint jedes Jahr im Herbst, immer so ein bisschen versetzt, manchmal September war es jetzt, manchmal Oktober. Für mich ist das Weihnachten. Ja, weil jedes Jahr interessant. Ich wühle mich da, ich schraub mich da rein.
58:24 Gavin Karlmeier
Aber anders als Weihnachten basiert es hier tatsächlich auf Fakten. Das war Satire. Das war Satire, das war ein Schwerpunkte.
58:36 Dennis Horn
Für die ARD-ZDF-Medienstudie werden knapp 2500 Menschen befragt, ab 14 Jahren. Das ist im Frühjahr geschehen und ich habe mir mal so ein paar Punkte rausgeschrieben. Die Die ich vor allem interessant fand. Also, das erste ist, die Mediennutzung verschiebt sich generell weiter in Richtung Video. Das ist, glaube ich, klar so. Audio verliert vor allem. Erst recht bei den Jungen, also bei den 14 bis 29-Jährigen, aber auffällig ist: Die Jungen nutzen merklich mehr Text. Als die Gesamtbevölkerung. Also 21 Prozent der Mediennutzungsdauer bei der jungen Zielgruppe entfällt auf Text. Und das ist in der Gesamtbevölkerung 14 Prozent nur. Die Jugend ist nicht verloren, möchte ich damit sagen.
59:28 Gavin Karlmeier
Haben wir die Kurznachrichtendienste zu früh aufgegeben?
59:34 Dennis Horn
Wir brauchen mehr Langnachrichtendienste.
59:36 Gavin Karlmeier
Ich habe dazu übrigens, ich habe ja eine Kolumne im Mediomagazin. Und die heißt Kurznachrichtendienst und im Klappentext steht, Gevin Karmer ist auf der Suche nach einem neuen Twitter, hier nimmt er uns bla bla so. Und in der aktuellen Version, in der aktuellen Ausgabe habe ich eigentlich geschrieben, dass. . wir das nicht mehr brauchen, weil wir haben das Internet, wir haben Video, also wir haben schnelles Internet, wir haben Video. Die Zeit, in der wir 140 Zeichen brauchen, die ist vorbei und das ist tot. Und jetzt kommst du mir hier damit, dass der Text wieder boomt.
01:00:03 Dennis Horn
Ja, ja. Musst du überlegen, ob du mach einfach einen Arbeitstitel für die Rubrik. Das ist so, das ist ja das Ding, Arbeitstitel, und die halten sich dann ewig, weißt du?
01:00:13 Gavin Karlmeier
Ja, ja. Die Kolumne heißt es Kurznachrichtendienst und ich habe aber geschrieben, sie soll jetzt kurz Nifdienst heißen. Ich weiß nicht, ob irgendjemand weiß was.
01:00:20 Dennis Horn
Oh mein Gott.
01:00:23 Gavin Karlmeier
Gut, das noch jemand kennt. Für die, die es nicht kennen, eine NIF ist eine Nachricht im Film.
01:00:27 Dennis Horn
Nachricht im Film. So, zweitens , und das richtet sich an die öffentlich-rechtlichen , das lineare Fernsehen verliert weiter. Aber die Verluste landen nicht in den eigenen digitalen Angeboten. Also die Mediathekennutzung sinkt auch. Die ARD verliert 5% Punkte, das ZDF sogar 10% und die ähm Äh, tägliche Nutzung ist interessant, finde ich. Nur 6 % der monatlichen Nutzer bei der ARD-Mediathek sind auch täglich da. Beim ZDF nur 5%, bei YouTube sind es aber 38%, bei Netflix 20%. Also, da ist noch was zu tun.
01:01:09 Gavin Karlmeier
Was glaubst du, woran liegt das? Ich weiß nicht, wie weit du dich dazu äußern darfst, weil du ja möglicherweise da in Verbindung stehst, aber was glaubst du, woran liegt das?
01:01:16 Dennis Horn
Ich stehe da in Verbindung. Aber ich weiß gar nicht, ob ich es dir so ganz klar sagen kann. Das hat, glaube ich, vor allem etwas mit Bindung zu tun. Also, wie bindet man Menschen an ein Angebot? Also du, ne? Das geht ja manchmal schon allein durch ein Login und mit den Bindungsmechanismen, die sich dann oder der, der, der Seamless-Haftigkeit der Nutzung, die sich dann hinter diesem Login verbindet, verbirgt. Also das ist schon bei Netflix alles ein bisschen durchgängiger und easier, als das zum Beispiel in irgendeiner Mediathek ist oder so. wo ich dann, weiß ich nicht, die erste Episode gucke und statt, dass dann die zweite angezeigt wird, kommen unten drei Sachen, die damit gar nichts zu tun haben. Das passiert ja auch immer mal wieder so. Es wird nicht gespeichert, der Stand und so weiter. Also, das hat was damit zu tun. Etwas bindet mich. Natürlich hat es mit den Inhalten zu tun. So, also und vielleicht zuvorderst so. Also wenn Leute bei YouTube täglich vorbeikommen. Ist mir das klar, also das kriegt natürlich keine Mediathek und kein Streaming-Dienst so hin. YouTube ist eh auch in dieser Studie immer so ein bisschen außen vor, weil das so irgendwo zwischen Social Media und Streaming-Dienst aber kein Keiner der Kategorien so gerecht wird. Aber Netflix, so legt das an. 20% der Nutzer sind dann auch täglich da. Und das, ähm. Das muss auch mit den Inhalten zu tun haben. Offenbar gelingt es denen, die Leute dann eine höhere Stickiness irgendwie hinzubekommen.
01:02:56 Gavin Karlmeier
Und ich glaube, das liegt so ein bisschen an der Bingeability, aber das liegt natürlich auch, und jetzt kommt ein ganz wilder Take, das liegt, glaube ich, so ein bisschen in der Qualitätsverliebtheit auf der der inhaltlichen Ebene und damit der Vernachlässigung der Qualitätsverliebtheit auf ästhetischer Ebene in öffentlich-rechtlichen Medien. Also bei einer wenn ich dir sage, ich stelle einen typischen Netflix-Stuco vor, du kommst über die Ästhetik, du kommst darüber, wie es aussieht. Du siehst Gegenlicht, du siehst den Staub vor dem Theatervorhang fliegen in super crispy 8K Mega-Power-Auflösung. Und wenn ich dir sage, ich stelle dir meine typische, ich sag jetzt nichts. öffentlich-rechtliche Dokumentation vor, dann fühlt die sich in der Assoziation erstmal ästhetisch ein bisschen muffig an, aber inhaltlich brisant. Und das ist ein bisschen schade, weil auf der einen Seite ist es, glaube ich, schon nicht mehr so. Ich finde Inside-CDU zum Beispiel beim CDF gerade sehr gehypt, aber sieht tatsächlich auch gut aus einfach. Und bedient sich vieler. Finde ich spannender dramaturgischer Kniffe, um zu erzählen. Also allein, dass die erste Folge irgendwie so einen Riesenzeitsprung macht oder dass du sehr viele Aufnahmen hast, in denen du eigentlich nur Podcast-Ton hast, um die Einordnung über einen reine Über die Einordnung anderer JournalistInnen vorzunehmen und nicht sagen zu müssen, wir sind jetzt an dem und dem Datum. Das ist alles sehr clever und sehr smart und gut gemacht, aber es ist eine Rufgeschichte, wie immer. Es geht immer darum, wie wird es von außen wahrgenommen. Und da gibt es, glaube ich Nachholbedarf.
01:04:26 Dennis Horn
Bei den 14 bis 29-Jährigen entfallen übrigens nur noch 22 Prozent der täglichen Bewegtbildnutzung auf die Inhalte klassischer Fernsehsender, egal jetzt über welchen Übertragungsweg. 78 Prozent sind Streaming-Dienste, YouTube, Social Media und andere. Also das da ist nicht mehr viel Zeit, möchte ich sagen.
01:04:46 Gavin Karlmeier
Ja, das ist so.
01:04:48 Dennis Horn
Hier, ähm, Radio. Ähm, di
01:04:52 Gavin Karlmeier
bitte?
01:04:53 Dennis Horn
Radio, kennst du noch? Also die eigentliche Gefahr hier liegt nicht bei den Jungen. Das fand ich Auch nochmal interessant, weil da ist die Nutzung stabil, 51 Minuten am Tag. Aber bei den 30 bis 49-Jährigen verliert Radio rapide. Minus zwölf Minuten in einem Jahr, Tagesreichweite runter von 63 auf 58 Prozent. Und die Radionutzung verändert sich. Also weiß ich gar nicht, ob das alle wissen, aber beim Radio ist um morgens die Primetime, weil da hören die Leute eher zu. Aber bei den Jungen kommt der erste Peak erst kurz nach 9 Uhr. Und am späten Nachmittag ist die Nutzung höher als morgens. Also so klassische Radiokonzepte, so die Morningshow und so. Die tragen sich nicht mehr so, gehören auf den Prüfstand. Auch interessant.
01:05:41 Gavin Karlmeier
Das finde ich interessant, weil das am Ende der komplette Workflow, der ganze Arbeitstag eines Radiosenders ja genau danach ausgerichtet ist. Und das da muss man drüber nachdenken, das finde ich interessant. Ich merke halt immer wieder, wie ich, und jetzt komme ich zu der These, warum es bei gerade 30 bis 49-Regen war, glaube ich, ne? Die Spanne? So verliert. Ich merke, je älter ich werde, umso mehr lineare Medien gewinnen wieder an Bedeutung. Ich höre morgens Radio, ich schlafe abends mit einer Mediatheksdokumentation ein. Ich bin da drin in diesem Apparat.
01:06:12 Dennis Horn
Das ist, weil du deine analoge Uhr wieder trägst. Obwohl, ich habe die letzte Woche habe ich von dir dauernd irgendwie Gavin hat seine Ringe voll gesehen auf meiner Uhr.
01:06:21 Gavin Karlmeier
Interessanterweise, ich will das jetzt nicht vertiefen, aber ich habe das Gefühl, seitdem ich die analoge Uhr trage, habe ich zugenommen.
01:06:30 Dennis Horn
Ja. Denk mal darüber nach.
01:06:33 Gavin Karlmeier
Aber das können wir an anderer Stelle besprechen. Ich glaube, dass das halt das Problem ist, dass du in dem Moment, wo du die Wahl hast und immer mehr Menschen haben und immer mehr Punkten die Wahl, sich Leute häufig gegen das Radio entscheiden, wo sie dann noch mehr Wahl haben. Und 30 bis 49 ist das Alter, in dem du vielleicht das erste Mal über einen Neuwagen nachdenkst, irgendwas liest, also ein Auto hast, bei dem du nicht auf den UKW oder wenn es Q gut läuft, einen DHB-Plus-Empfänger angewiesen bist. Sondern halt Spotify im Auto hast, weil das Auto eben ein modernes Entertainment-System hat. Also, ich will einfach nur sagen, die Kontaktpunkte zum Radio werden, glaube ich, auch für die Leute, die eben betagter sind, weniger. Und das ist das größte Problem fürs Radio, weil das Radio, finde ich, außerhalb des Radios relativ wenige Andockpunkte bietet, dass ich als vorbeigehender das Gefühl habe, ich möchte Radio hören. Und das ist, also ich glaube, Radio muss nicht dafür werben, dass ich diesen oder jeden Sender einschalte, sondern Radio muss dafür werben, dass es ein Nutzungsverhalten gibt, in denen Radio sinnvoll ist. Wann möchte ich den Radio hören? Nicht nur, wenn ich draußen irgendwie den Waldband am Horizont sehe und wissen möchte, was da los ist und die 112 besetzt ist, weil alle da anrufen, sondern ich muss. . Als Radio, als solches, muss ich erklären können, warum die Leute mich noch brauchen. Ich glaube, da braucht es eine gemeinsame Zusammenführung und ich habe da so eine Idee. Vielleicht können ja alle Radiosender so eine einer fast einer Verfassung ähnlichen Text aufschreiben, eine Art Konstitution Der nicht bindend ist, aber doch vielleicht ein bisschen moralisch binden. Das ist ja so mein Vorschlag an der Stelle.
01:08:09 Dennis Horn
Ja, Unites Radio. Genau. Dann, der Podcast-Boom ist vorerst vorbei. Also wöchentlich, ja, also wir spüren es nicht. So möchte ich dazu sagen, wir spüren es nicht. Wöchentlich stagniert die Nutzung, täglich sinkt sie bei den Jungen sogar von 30 auf 22 Prozent Tagesreichweite. Das bedeutet ja, wenn wir stabil bleiben, dann wachsen wir eigentlich. Weißt du?
01:08:36 Gavin Karlmeier
Ja, wir gewinnen Marktanteil.
01:08:38 Dennis Horn
Gegen den Trend. Wir geben so eine Pressemitteilung raus, wie so die Radiosender. Wir haben alle gewonnen.
01:08:44 Gavin Karlmeier
Hagen dran übersteht gegentrend.
01:08:47 Dennis Horn
So, und Podcasts sind, und das ist, finde ich, hochinteressant bei dieser Ausgabe der ARD ZDF-Medienstudie, die haben so eine So einen Teil gemacht zum Thema Bildung. Also welche Mediengattungen werden von Leuten mit welcher formalen Bildung genutzt? Vierundzwanzig Prozent bei formal niedriger Bildung bei Podcasts, fünfvierzig Prozent bei Hochschulabschluss. So, ja, und ähm, das sagt auch etwas über dieses Medium-Podcast aus.
01:09:20 Gavin Karlmeier
Ja, aber das liegt doch in der Natur der Sache, dass ähm Wie formuliere ich das jetzt? Also, ich glaube, dass die Bereitschaft, sich tief in Themen einzuschrauben, auch durch ein Hochschul Durch eine Hochschulausbildung gestärkt wird. Und
01:09:42 Dennis Horn
da ist das Medium der Wahl, meinst du?
01:09:44 Gavin Karlmeier
Genau, das will ich damit sagen. Aber das eine bedingt das andere natürlich nicht. Ich habe keinen Hochschulabschluss. Und Dennis hat immerhin das Juristik wie heißt das, was du gemacht hast?
01:09:58 Dennis Horn
Das Propedeutikum.
01:10:02 Gavin Karlmeier
Ja, also Dennis ist gelernter Fußpfleger, will er damit sagen. Nein, also du hast quasi genau das , wir beide sind eigentlich die Gegenthese.
01:10:12 Dennis Horn
Gut. Also. Ich habe noch drei Dinge. Also, ganz kurz nur, ich finde, Redaktionen grundsätzlich sollten sich und überhaupt Medienmacher. Die Newsletterzahlen anschauen. Vor allem bei den 30 bis 69-Jährigen, so die große Mitte der Zielgruppen. Da steckt Musik drin und Redaktion vernachlässigen. Das Newsletter werden durchaus genutzt und ich erinnere mich an irgendeine, da haben wir glaube ich hier auch drüber gesprochen, an irgendeinen Reuters Digital News Report. Wo das auch Thema war. Gerade auch in einer jungen Zielgruppe mitunter so fachspezifische Newsletter ist ein Thema. Dann, hier, unser Thema. Die einzige wirkliche Dynamik in diesem Jahr in der ADZF-Medienstudie steckt in KI. Also die wöchentliche Nutzung von KI-Tools steigt in einem Jahr von 22 auf 37 Prozent und das Wachstum kommt nicht von den Jungen, da stagniert die Nutzung bei 23 Prozent. Sondern von den 30 bis 49-Jährigen, täglich von 6 auf 18 Prozent, wöchentlich von 24 auf 48 Prozent. Und hier, hochinteressant: 16% der KI-Nutzer rufen Nachrichtenseiten und Apps seltener auf, seit sie KI nutzen. Bei den Jungen sogar 24 Prozent und nur 38 Prozent, Captain Obvious, klicken regelmäßig auf Quellenangaben. Wobei ich bei 38% wiederum gedacht habe: immerhin. Ja.
01:11:51 Gavin Karlmeier
Das ist eine ganz schön zahlenlastige Episode heute, aber ihr könnt sie ja einfach von OpenAI, von ChatGPT zusammenfassen lassen.
01:12:00 Dennis Horn
Pedamus Harry schreibt euch eine
01:12:03 Gavin Karlmeier
Krankmeldung. Ist das denn eine. Findest du es überraschend? Ich finde, die Diskussion im KI-Bereich ist ja eigentlich immer die, wo wir eigentlich stehen, ist, wie hoch wird das adoptet, wie viele Leute verstehen die Technologie und wissen vor allem, für welche Bereiche in ihrem alltäglichen Arbeiten können sie die Technologie nutzen und für welche nicht. Und daran hapert es halt sehr häufig, weil viele Leute fragen, geben in den Chatbot ein, was ist die Hauptstadt von der Mongolei, aber wenige Leute sagen halt, hier hast du 439 Zahlen, sortiere die mir mal. Und eigentlich ist das ja eine ganz gute Entwicklung, wenn diese Zahl steigt, würde ich behaupten, weil das vielleicht die These aufstellt, dass Leute anfangen, sich damit auseinanderzusetzen und zu verstehen, was man damit tun kann, und nicht einfach so testweise mal irgendwas da reinschmeißen.
01:12:52 Dennis Horn
Ja, ja, ja. Also ganz offenbar, ich hatte so ein, das wird alles nicht so heiß gegessen, wie es gekocht wird, Gefühl. Ich hatte gleichzeitig so ein Gefühl von Technologie wird kurzfristig überschätzt, langfristig unterschätzt. Also die Zahlen sind nicht so hoch, wie wir, wie mir jeder dahingelaufene KI-Typ bei LinkedIn irgendwie weiß machen möchte. der vorher noch mit NFTs gehandelt hat. Weißt du? Also das ist so, aber es ist dann doch so, dass es ein schon Wachsende Verankerung zeigt , die mir sagt, das ist jetzt ein stetiges Thema.
01:13:33 Gavin Karlmeier
Ja, aber ich finde generell sollte da dieser Slogan zutreffen, es wird nicht so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Weil am Ende, dass es neue Tools gibt, jetzt mal ganz pauschal, ob da jetzt ein KI, AI, SI, Whatever Label drauf ist, Dass es neue Tools gibt, die möglicherweise das Arbeiten verändern. Das ist nichts Neues. Das gibt es schon immer. Und dass die dann eben jetzt hier besonders ausgewiesen werden, hat ja auch nur etwas damit zu tun, wie wir auf diese Technologie schauen. dass halt wir stärkere Computer haben, die zur Automation fähig sind, weil sie viel mehr Prozesse gleichzeitig laufen lassen können. Ja, vielleicht. Vielleicht kochen wir das mal generell so einen Tacken runter und sagen, das kann eine nützliche Technik sein, wenn man damit jetzt nicht Grafikerarbeitslos macht, weil deren Werke ist halt Kunst und nicht automatisierbar. Aber ja, keine Ahnung. Vielleicht ist das zu wohlwollend.
01:14:30 Dennis Horn
Ich packe die letzte Erkenntnis, die größte oder die größte Thema für unseren Podcast ganz am Ende aus. Social Media wächst nicht mehr. Also, das ist die erste ARD-ZDF-Medienstudie, bei der keine Plattform mehr zugelegt hat, bei der wöchentlichen Nutzung. Und die dezentralen Alternativen bleiben Nische. Man muss immer dazu sagen, dass eine Studie dieser Form so ein Toleranzbereich hat. Das heißt, wenn sich Zahlen irgendwie 2% nach oben bewegen, nach unten bewegen, oder du zwei verschiedene in Verbindungen oder Vergleich miteinander setzen möchtest. Und dann hast du, weiß ich nicht, eine Zahl, die liegt bei 45 und die andere auch bei 45. Kann es auch sein, dass die eine 47 ist und die andere 43 Prozent? Ja, also, das muss man jetzt immer bedenken bei dem, was ich jetzt sage. Mastodon liegt seit dem Jahr 2023, seit drei Jahren, unverändert bei einer Nutzung von 2% pro Woche in der Gesamtbevölkerung. Und Blue Sky fällt von drei auf zwei Prozent.
01:15:45 Gavin Karlmeier
Ich Wenn du sagst, Social Media Wachstum. Wir sind ja in einem turbokapitalistischen Umfeld sozialisiert und es muss ja alles Wachstum sein. Und das Wachstum muss auch noch wachsen. Also steigen bedeutet also, wir gehen immer davon aus, dass du, dass wir morgen mehr Leute erreichen als gestern und übermorgen noch mehr Leute erreichen, als wir von heute auf morgen erreicht haben. Sonst ist es ein Misserfolg. Das ist ja, wie am Ende unser System funktioniert. Jetzt ist es aber gleichzeitig so, dass man schon das Gefühl hat, dass eigentlich der öffentliche Diskurs und alles. Wir sind gesättigt, es ist durchgespielt und es braucht halt den nächsten Impuls, so wie es eben 2018 den TikTok-Impuls brauchte, um nochmal diese Kurzvideos irgendwie nach vorne zu bringen. Also den wird es bald irgendwann brauchen, weil es interessanterweise von 2016 bis 2020, also bis wir in der Corona-Pandemie, den Peak Social Media erreicht haben , Genauso vier Jahre her war, wie es seitdem dann eben gar nicht mehr passiert ist. Jetzt sechs Jahre her ist. Ne, ist gar nicht dieselbe Zahl. Aber was ich damit sagen möchte, wir brauchen halt neue Dinge, wir langweilen uns halt schnell, vor allem wenn wir in einer Umgebung sind, bei der wir daran gewöhnt werden, dass wir nach drei Sekunden einen neuen Kick kriegen. Und wenn der Kick halt ausbleibt und das aber auch auf der Metaebene ausbleibt , Naja, dann wird es halt nicht helfen, wenn du halt als Meta jetzt Instagram Instance reinschmeißt. Das ist kein neuer Impuls. Weißt du, also
01:17:21 Dennis Horn
mein Tag dazu wäre, der neue Impuls ist KI. Der liegt sozusagen außerhalb des Feldes Social Media.
01:17:28 Gavin Karlmeier
Ja, vielleicht ist das tatsächlich die richtige Antwort. Heißt das für uns, wir müssen jetzt das KI-Update werden? Nein.
01:17:35 Dennis Horn
Nein, aber also für Medienhäuser, so die Perspektive, mit der wir bei uns ja häufig beschäftigen, heißt das natürlich, sie werden schon wieder ein Stück unsichtbarer. Ja, also so dieses, ich merke das jetzt auch bei KI häufig, dass so dieser Gedanke, der einen bei Social Media lange so umgetrieben hat, wir müssen dahin, wo die Nutzer sind. Also, ja, so auf der einen Seite. Und auf der anderen Seite hast du immer damit kaufst du dir immer ein, dass du wieder unsichtbarer wirst. Und ich merke viel von dem Muster, das uns damals uns bei Social Media, in der Medienlandschaft getrieben hat, jetzt bei KI wieder. Also bei Social Media ist man da Full Force rein und dann kam irgendwie Facebook und sagt Pivot to Video und dann hat Boda Videos produziert, wo man sonst nur Zeitschriften macht oder so. Und hat dann gemerkt, ach scheiße, das bringt überhaupt nichts. Und wir haben die Leute nicht an unsere eigenen Angebote gebunden. Und dann beginnt man irgendwann damit, so eine Strategie zu fahren, unbedingt die eigenen Angebote zu stärken. Und während man das macht, kommt KI und man sagt, oh, da müssen wir aber jetzt rein und unseren Content so, dass die KI das auslesen kann, sonst finden wir gar nicht mehr statt. Ich weiß nicht, ob das so schlau ist, weil das Muster aus der Social-Media-Welt sich hier wiederholt jetzt. Aber das ist jetzt auch wieder, jetzt habe ich den griechischen Philosophen auch jetzt ausgepackt. Sorry.
01:18:49 Gavin Karlmeier
Aber wir haben keine Antwort. Wir können nur festhalten, Social Media wächst gerade nicht. Es ist aber auch in den letzten Jahren wenig passiert. Außer die Dinge, über die wir hier gesprochen haben, die schon viel sind, aber die eben keine direkten Social Media Entwicklung sind. Und ich habe vielleicht. Vielleicht eine kleine Antwort in einer kleinen Überraschung für dich, warte mal.
01:19:11 Dennis Horn
Funktionen und Emotionen.
01:19:15 Gavin Karlmeier
Social Media Today berichtet, dass LinkedIn einen neuen Tab testet mit dem Namen Netzwerk, um die Interaktion zwischen Kontakten wiederzubeleben. Es soll dort vor allem einen Feedback Geben, der kein algorithmischer Hauptfeed ist, sondern es besteht nur aus Personen, mit denen du direkt verbunden bist oder denen du folgst.
01:19:34 Dennis Horn
Mir macht das keine Emotionen.
01:19:36 Gavin Karlmeier
Ich habe in der ersten Episode dieses Jahres, Dennis, wir haben ja die schöne Tradition, dass wir beide gemeinsam zum Jahres. . Ende oder Jahresanfang immer so Thesen fürs Jahr aufstellen und dann direkt gucken, sind die vom letzten Jahr, die vorhersagen, sind die eingetreten. Und ich habe gesagt, es wird früher oder später ein Clean-Feed-Netzwerk geben müssen. Indem es eine vielleicht einen Gegenentwurf zu dieser TikTokisierung gibt. Ich bin total, ich finde es total spannend, dass ausgerechnet LinkedIn das sein möchte. Aber weißt du das, warum Leute mal angefangen haben, Social Media zu nutzen, nämlich mit den Leuten in Kontakt zu bleiben, mit denen man zur Schule gegangen ist, meinetwegen, oder irgendwie neue Leute kennenzulernen oder sich aussuchen zu können, was man sich anguckt, aber eben von anderen als den großen Medienhäusern. Das ist ja total verloren gegangen über die letzten Jahre, aber ich glaube, ich bin ja kein Soziologe, das ist eher ein Gefühl, aber mein Gefühl ist, Das Bedürfnis ist immer noch da. Das stillt halt nur keiner mehr.
01:20:35 Dennis Horn
Ja , jetzt habe ich doch Emotionen, aber jetzt in Reaktion, ja, hast du geweckt. Dankeschön. Bitte. Also, Facebook. Hat da hat damit ja angefangen. Also LinkedIn macht das. Mal kurz der Hintergrund. LinkedIn macht das, weil die Interaktionsraten auf LinkedIn sinken. Also es gibt Analysen, zum Beispiel für Unternehmensseiten bei LinkedIn, da hat ähm Metricool heißt es, das ist ein schöner Name. Metricool hat analysiert. Über 670. 000 Beiträge auf Unternehmensseiten und da sind die Likes um 13% zurückgegangen, die Kommentare um 17%. Und persönliche Profile haben aber eine um 63 Prozent höhere Interaktionsrate. So weit, so klar. Vor diesem Problem standen alle Plattformen Also auf allen Facebook war so, Instagram war so, auf allen Plattformen, die algorithmisiert funktioniert haben oder funktionieren, war der Verlauf. Irgendwann wurde aus dem chronologischen Feed ein algorithmischer Feed, das hat man dann immer weiter gepusht und irgendwann waren die Leute so satt davon und das war so lämm und langweilig. Dass dieses Netzwerk nicht mehr das war, wofür sie da eigentlich hingegangen sind, und dann hat Facebook damals zuerst, und dann kamen auch alle anderen, so ein Feed eingeführt – chronologisch. Erinnerst du dich bei Facebook, der hat sich dann automatisch immer wieder zurückgeschaltet? Also man konnte das so einstellen, dann ist man irgendwann wieder in dem Alten gelandet. Und es kam dann danach bei allen und jetzt ja auch noch LinkedIn. So, das war meine Reaktion darauf. Weil ich bei den anderen Plattformen jetzt nicht beobachte, dass es die im Nachhinein irgendwie noch gestärkt hätte. Also Facebook ist doch weiter dieser Laden und Feed an Müll, mit dem ich eigentlich nichts anfangen kann. Und Instagram, offen gestanden wird, auch langsam dazu, weil ähm Edamus Harry , dieselbe Idee da auch eingeführt hat, die Facebook schon kaputt gemacht hat. Und das wird auch LinkedIn nicht retten, da irgendwo jetzt. Auch hier als Feigenblatt da irgendwie so einen Feed irgendwie reinzubringen. Da war ich jetzt doch sehr emotional.
01:22:45 Gavin Karlmeier
Ja, edo.
01:22:46 Dennis Horn
Weil ich eigentlich sagen wollte, eigentlich berührt mich das überhaupt nicht, weil es nicht funktionieren wird.
01:22:51 Gavin Karlmeier
Es kommt darauf an, wie du es bewirbst. Also, Eda Muss Harry hat es aber Instagram so versteckt, du musst aufs Logo klicken. Wer macht das denn? Und dann da auf Für dich wegklicken und auf Gefolgt klicken. Das ist nicht mal selbsterklärend, damit er nachher sagen kann, die Leute wollen das ja gar nicht. Was aber mir fehlt, ist eben das Mittelding, den habe ich ja auch schon ein paar Mal gesagt, dass ich einen eigenen Feed haben möchte, der eben die Inhalte derer, denen ich folge. Also eigentlich die alte Twitter-Timeline. Derer, denen ich folge, mit denen ich vernetzt bin, aber algorithmisch forsortiert. Ich will nicht, ich muss es nicht chronologisch zwangsläufig haben. glaube ich hier auch nicht der Fall sein bei LinkedIn. Aber ich will nicht mehr das Gefühl haben, wenn ich etwas poste, dann sieht das eh keiner, der mir folgt. Ein Real erreicht so 95 Prozent. Das ist das, womit ich gerade so auf Tour bin. Und immer wenn ich irgendwie Vorträge halte, habe ich so zeige ich, Leute posten nichts mehr und wann liegt das und so. Und dann sage ich immer, in Real erreicht so 95% Leute, die euch nicht folgen. Und das liegt nicht daran, weil in Real automatisch drei Millionen Aufrufe hat, sondern weil die Leute, die euch folgen, nicht mehr mitkriegen, was ihr veröffentlicht. Wir haben uns so eigentlich von dem Vernetzungsgedanken in den Netzwerken entfernt, dass die Leute offensichtlich auch nicht mehr das Bedürfnis haben, noch ein Netzwerk dazuzunehmen oder noch mehr Zeit in den Netzwerken zu verbringen. Und deswegen stagniert das auch in der IDZF-Medienstudie, weil der Social Aspekt Eigentlich mittlerweile nur noch bedeutet, es ist UGC. Also es ist eigentlich nicht mehr wirklich ein Erlebnis des sozialen Miteinanders, sondern nur der Möglichkeit der eigenen Partizipation. Und ich würde die These aufstellen, dass wir. Ich bleibe bei meiner Jahresprognose, weiß aber nicht, ob sie dieses Jahr schon eintritt.
01:24:25 Dennis Horn
Es ist nicht mehr lang, drei Monate nur noch.
01:24:27 Gavin Karlmeier
Ich weiß nicht, ob sie dieses Jahr noch eintritt oder vielleicht das nächste oder übernächstes Jahr, dass es ein Netzwerk geben wird, das damit erfolgreich sein wird, das die Vernetzung in den Vordergrund stellt.
01:24:40 Dennis Horn
Wir machen ja einen Kassensturz zum Jahreswechseln werden es sehen. Ich glaube persönlich, die meisten Leute wollen eigentlich nur bei Facebook Marketplace Logitech-Tastaturen kaufen. Und dann sind die Verkäufer nie da. Schade.
01:24:52 Gavin Karlmeier
Ja, aber
01:24:53 Dennis Horn
so ging alles zu Ende.
01:24:55 Gavin Karlmeier
Wie auch diese Folge. Vielen Dank, dass du. Und diese Woche auch. Vielen Dank, dass du hier warst. Das war ein ganz schöner Ausflug. Ich wünsche euch allen ein ganz schönes Wochenende. Wir hören uns hier wieder am Montag mit Doug Swerner. Er ist wieder da. Ich freue mich drauf. Du auch?
01:25:10 Dennis Horn
Ich mich auch.
01:25:11 Gavin Karlmeier
Gut. Und wer heute zufälliger, weil wir das hier morgens, freitags morgens heute heute in Bonn unterwegs ist, kann uns auf dem Münsterplatz sehen, dich um 16. 30 Uhr und mich um 18 Uhr. Also wir machen heute das Doppelprogramm für alle Powerhackis.
01:25:23 Dennis Horn
Und vielleicht weisen wir schon mal darauf hin, dass wir in der nächsten Woche am Samstag uns zum Haken dran-Gipfelt treffen in Düsseldorf auf der Republika. Freier Eintritt für alle, die kommen möchten. Haken dran live im NRW-Forum, 10. Oktober, 13. 30 Uhr. Nicole Dickmann, du und ich.
01:25:42 Gavin Karlmeier
Und Nicole Diekmann, genau. Und ich verspreche nicht zu viel, wenn ich verspreche, dass ich an diesem Tag während der Republika-Aufzeichnung etwas versprechen werde. So, ich wünsche euch ein schönes Wochenende.
01:25:55 Dennis Horn
Tschüss.
01:25:56 Gavin Karlmeier
Tschüss.