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Folge 66 · 22. Februar 2023 · 25 Min.

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mit Dennis Horn

Die Bots sind da! Und sie haben eine Menge Freunde mitgebracht. Die Frage ist nur: Wo kommen sie her? Außerdem versucht Elon Musk sein zweites Paar Augen loszuwerden und dann ist da immer noch die Sachen mit den käuflichen Haken…

Transkript

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00:01 Intro

Haken dran, das Social Media Update der CT.

00:06 Gavin Karlmeier

Ja, servus, Gevin. Ja, grüß dich, Dennis. Mein Lieber. Mein Lieber. So, willkommen. Kaum ist Karneval vorbei, bist du im Kopf schon beim Oktoberfest.

00:16 Dennis Horn

Schon verkleidet als Thomas Gottschalk. Wir sind zurück. Eure Samstagabendshow der täglichen Social Media Unterhaltung. Haken dran, das Twitter. Haken das. Haken das. Ist das nicht Eis? Job, die Verifikation gilt. Dann wollen wir loslegen. Womit heute? Was hast du uns zu Kredenzen?

00:38 Gavin Karlmeier

Ich möchte dir was erzählen und zwar habe ich eine Antwort auf den Tweet geschrieben. Und sowohl ich Sowohl ich als auch der Mensch, dem ich diesen Kommentar geschrieben habe, haben beide tolle Accounts, aber der andere und ich, wir haben zusammen so ungefähr 14. 000 FollowerInnen, würde ich sagen. Das bedeutet, wir haben jetzt wirklich nicht die Reichweite, dass diese Antwort wirklich schnell zu großer Reichweite kommt. Trotzdem hatte dieser Tweet innerhalb von einer Minute 30 Likes.

01:05 Dennis Horn

Das ist noch ein bisschen mysteriös alles bisher, aber erzähl weiter. Deine Antwort hatte innerhalb von einer Minute 30 Likes.

01:12 Gavin Karlmeier

Ja, ist das nicht cool? Und dann habe ich so geguckt: Boah, krass, wie das abgeht. Wir hatten das so alles geliked. Und dann sind da so Leute bei wie F L L U fünf vier sechs F T D Q D D und OBXE 975 V U X X J M. Die heißen ja alle so wie die Kinder von Elon Musk. Ja, das ist geil, ne? Also 30 solcher Bots haben diesen Tweet geliked und dann dachte ich mir, das ist ja komisch. Und dann habe ich so geguckt, was so. die Leute in der Timeline bei mir so twittern und warum die so viele Likes. Dann habe ich so geguckt, was da los ist. Und dann habe ich einen Tweet gefunden, der war keine Minute ein, hätte auch schon sieben Likes von einem relativ kleinen Account. Und dann waren da so Leute bei V OKHFJ 971JR und so weiter. Und ich habe das Gefühl, dieser Kampf gegen die Bots bei Twitter seit der Übernahme durch Elon Musk läuft zum Mittel.

02:07 Dennis Horn

Ja, ganz offenbar. Also wir haben noch keine Erklärung dafür, wir haben noch keine Geschichte dazu.

02:15 Gavin Karlmeier

Wir haben nur diese Beobachtung, dass es gerade offenbar diesen absoluten Botsturm gibt aus dem Nichts, der gerade wie bescheuert alle Tweets ablegt und damit vermutlich auch diesen Fory-Algorithmus kräftig durcheinander wirbeln dürfte. Und das ist doch angesichts der Tatsache, dass einer der Hauptgründer, die Elon Musk angegeben hat, warum er das hier kaufen möchte, waren, weil man das Ganze irgendwie botfrei gestalten möchte, doch schon eine sehr erstaunliche Entwicklung. Das spricht er aber auch, glaube ich, lange nicht mehr von, ne?

02:46 Dennis Horn

So. Habe ich jetzt nicht mehr so häufig gehört. Also ich hätte zwei Fragen. Erstens, welche API erlaubt das? Und zweitens, zweitens, werden die in ein paar Wochen auch alle blaue Haken noch haben?

02:58 Gavin Karlmeier

Das ist eine total relevante Frage. Also ich will das nicht ausschließen. Ich könnte mir vorstellen, dass das relativ einfach über so einen Browser-basierten Weg geht. Also, dass sich quasi ein Bot als Browser ausgibt. Ich bin ein bisschen, ich kann das nicht so richtig einschätzen, aber das zeigt ja doch, dass diese Bot-Bekämpfung halt wirklich überhaupt nicht funktioniert und dass die Plattform halt wirklich riesengroße Sicherheit hat. Problem hat, wenn es so einfach ist, sondern also wir wissen nicht, ob es einfach ist, aber wenn es scheinbar einfach machbar ist, so einen Angriff zu orchestrieren.

03:33 Dennis Horn

Ja. Also fürs gute Gefühl lässt du jetzt die Tweets einfach zu und guckst nicht mehr, wer liked.

03:39 Gavin Karlmeier

Dann wird ein Schuh draus. Ich freue mich nur über die Zahlen. Gut. Gut. Dann habe ich noch was anderes mitgebracht, Dennis. Und zwar, ich merke die Bots, die lösen in dir nicht so viel aus. Naja, was soll man sagen?

03:57 Dennis Horn

Es ist einfach. Die gefühlte Fortsetzung von allem, was wir hier seit Wochen besprechen.

04:03 Gavin Karlmeier

Dann sprechen wir über eine andere Fortsetzung. Wir haben vor ein paar Wochen mal über einen Gerichtsbeschluss gesprochen. Da ging es um Elon Musk, der vor Gericht stand, der von einigen AktionärInnen von Tesla verklagt wurde, weil er einen Tweet geschrieben hatte und dieser Tweet dazu geführt hat, dass einige Leute Geld verloren haben, weil der Tesla Kurs an Wert verloren hat. Und also, dass die Kurzfassung, die längere Fassung hört ihr in der Folge von ein paar Wochen. Was aber eigentlich spannend ist, ist, dass die Anwälte von Elon Musk jetzt einen Antrag gestellt haben, bei einer. beim bei der Security Commission in San Francisco, die nämlich den Deal mit ihm damals gemacht haben, der ähm So hieß, dass es einen Twitter-Sitter geben muss bei Tesla. Das heißt, alles, was Elon Musk twittert, muss einmal über den Tisch von dieser Legal and Regulatory Compliance Point Person. gegegengecheckt werden, um zu schauen, ob das völlig in Ordnung ist, was er da schreibt, oder ob das Auswirkungen auf einen Kurs hat. Da es aber jetzt diesen Gerichtsbeschluss gibt, dass eigentlich wurscht ist, was er twittert, für die Auswirkungen auf den Börsenkurs, versucht er es jetzt, diesen Menschen loszuwerden, der ihn quasi, der quasi zwischen ihm und seiner Impulskontrolle steht.

05:15 Dennis Horn

Ja, also formerly known as vier-Augen-Prinzip.

05:18 Gavin Karlmeier

Exakt.

05:19 Dennis Horn

Und ja, also klar, haben wir ja schon bei diesem Gerichtsbeschluss drüber gesprochen, das wäre jetzt nur folgerichtig. Wenn das so passiert, ich denke ja manchmal vielleicht aus eigeninteresse müsste er es eigentlich machen, aber na gut.

05:38 Gavin Karlmeier

Also ich bin ja nicht Elon Musk, ne? Aber es wird dich, das wäre toll, wenn das jetzt so zur Folge 100 verrate ich dir das. Dass ich Elon Musk bin. Wie so ein Plot in so einem Computerspiel, eigentlich. Du hast die ganze Zeit mit Elon Musk gesprochen, Dennis.

05:52 Dennis Horn

Und eigentlich hier im Podcast die ganzen Ideen überhaupt erst entstanden sind.

05:57 Gavin Karlmeier

Ich wollte mal gucken, wie du reagierst. Finde ich gut. Das müssen wir mal weiterdenken. Aber ich hätte total, also er postet ja auch Memes über diesen Twitter-Account, dass da kurz jemand drüber guckt, finde ich schon erstaunlich und dann sagt. Das ist aber eine gute Idee, Herr Mask. . Aber stell dir mal vor, du hast einen Twitter-Account mit 129,3 Millionen Followern und knallst einfach so, ohne dass da jemand drüber guckt, einfach Sachen raus. Das würde ich nicht so richtig. Jetzt würde ich nicht mit meinem Bauchgefühl koordiniert kriegen, glaube ich.

06:27 Dennis Horn

Ja, ich meine, das ist doch alles, was Creator an bitterer Erfahrung machen mussten. Das war, oder was heißt bittere Erfahrung, ja auch richtige Erfahrung, das also mit großer Reichweite oder aus großer Reichweite hat doch schon Spider-Man gesagt. Von großer Verantwortung.

06:45 Gavin Karlmeier

Genau. Spider-Man war der erste Influencer der Welt.

06:49 Dennis Horn

Ja, genau so ist es. Okay, ja. Wir beobachten einfach, was es da als Ergebnis geben wird.

06:59 Gavin Karlmeier

Ich finde das spannend. Also wenn wir wissen, dass dieser Twitter-Sitter weg ist, dann werde ich aber die Notifications noch doppelt einschalten auf dem Elon Musk Twitter-Account.

07:07 Dennis Horn

So, ich dachte, du müsstest ihn mal richtig provozieren. Meinst du, das klappt? Ich hab ja mal eine Antwort von ihm bekommen.

07:15 Gavin Karlmeier

Tatsächlich, Moment, das hast du. Erzählst du jetzt in Folge 66?

07:19 Dennis Horn

Ja, ich hab irgendwann mal wieder irgendeinen Move gemacht, also es ist schon lange her, zwei, drei Jahre oder irgendwas. Und da habe ich geschrieben, vielleicht sollte sich Elon Musk halt auch einfach mit solchen Hot Takes so aus der Öffentlichkeit zurückhalten oder irgendwie sowas habe ich geschrieben. Und da hat Emil eine Antwort, da hat er geschrieben, vielleicht sollte ich die Kirche einfach mal im Dorf lassen. Wirklich, auf Deutsch.

07:43 Gavin Karlmeier

Wirklich? Ja. Das war dann wahrscheinlich so zu der Zeit, wo er sich auch mit dem ZDF angelegt hat. Ich weiß es nicht.

07:52 Dennis Horn

Nee, das war später, das war schon noch früher. Da habe ich Elon Musk schon beobachtet. Ganz genau. Ja, ich glaube, ich kann jetzt so Markus Landsteil, kann ich jetzt sagen, Elon Musk. Habe ich auch schon mal bei Twitter mitgeschrieben. Viele Grüße an der Stelle. Schätze ich sehr.

08:16 Gavin Karlmeier

Eine andere schillernde Persönlichkeit. Tatsächlich diesmal wirklich eine schöne Persönlichkeit. Will Farrell, ähm, Comedian, Schauspieler, irgendwo dazwischen. Der hat was geschrieben, und zwar hat er sich über Sunderland lustig gemacht. Das ist, wenn ich das richtig verstehe, ich hab's nicht so richtig verstanden. Das war aber für die Story nicht so wichtig. Nee, ist tatsächlich nicht so wichtig. Hat sich über die lustig gemacht jedenfalls und die BBC hat daraus eine Geschichte gemacht und hat gesagt, äh, Will Four hat sich darüber lustig gemacht. Und dann ist rausgekommen, dass dieser Account mit dem Namen Officially Will F, Official Will F mit 3L, der mit einem blauen Haken hatte, natürlich. Dass der ähm tatsächlich gar nicht Will Pharrell ist, sondern dass sich irgendjemand als Will Pharrell auf Twitter ausgegeben hat, Twitter Blue abonniert hat, einen blauen Haken bekommen hat und dann rumgemockt hat.

09:11 Dennis Horn

Es wird die Zeit kommen, in der wir solche Geschichten nicht mehr erzählen, weil wir denken, ja komm, passiert jeden Tag. Können wir jetzt auch nicht mehr alles nachhalten. Leider ja.

09:18 Gavin Karlmeier

Also meine ich ernst, ja. Ist so, ich finde, so langsam muss aber doch mal, also, nee, komm, ich brauch den Satz gar nicht zu Ende bringen. Lass uns doch einfach mal im Dorf lassen. Ja, gerne. Lass uns eine andere Geschichte erzählen. Auch so eine Geschichte aus der Kategorie. Ihr merkt, wir haben eine kompakte Folge heute. Aber auch eine Geschichte aus der Kategorie More of the Same. Canary Marketing. Exakt, Canary Marketing.

09:47 Dennis Horn

Das sind die, die, glaube ich, auch diese Tasse hier hergestellt haben.

09:50 Gavin Karlmeier

Hast du eine Twitter-Tasse deiner Hand?

09:52 Dennis Horn

Ich habe eine Twitter-Tasse, die ich mir mal aus der deutschen Niederlassung mitgenommen habe.

09:58 Gavin Karlmeier

Das wissen die Leute, die Kolleginnen das dort. Welche Kolleginnen, die da nicht mehr arbeiten? Weißt du, masks das? Du solltest die Tasse mal im Büro lassen, Dennis.

10:10 Dennis Horn

Da steht der Hashtag Kaffee steht da drauf. Das fand ich so super. Das wollte ich einfach für ein Instagram-Bild haben.

10:17 Gavin Karlmeier

Ja, also ich finde, jeder Richter dieser Welt würde dich freisprechen mit der Erklärung. Siehst du? Kein Wunder, dass ihr euch kennt, wenn du aus seiner Tasse. Aus West Tassen, ich trinke das Lied, ich singe, sagt man ja.

10:32 Dennis Horn

Also keine Remarketing, zurück zur Geschichte.

10:36 Gavin Karlmeier

Das ist eine Marketingfirma, die hat offenbar für Twitter Dinge hergestellt. Und zwar seit Jahren, ne? Seit zehn Jahren. Und die haben jetzt offenbar das Problem, dass Twitter diese Rechnungen nie bezahlt. Und der offizielle Wert, um den es gerade geht, insgesamt sind 400. 000 Dollar.

10:58 Dennis Horn

Das kommt auf diesen hohen Wert von offenen Rechnungen hinzu, über den wir gestern, glaube ich, schon gesprochen haben. Es sind genau 392. 239 Dollar und elf Cent. Und das sind so Marketinggegenstände, weißt du so, was man so als Giveaway vielleicht unter anderem bekommt, vielleicht auch mal ein bisschen teurer, den ganzen Kram. Und Twitter hat jahrelang gezahlt, war alles in Ordnung, bis September 2022. Da hat Twitter plötzlich aufgehört, die Rechnungen zu zahlen.

11:30 Gavin Karlmeier

Und die haben jetzt Klage eingereicht, deswegen. Ja. Ich also Wir haben ja schon mal darüber gesprochen, dass es wahrscheinlich Strategie ist. Zu sagen, lieber jetzt ein bisschen, kurz mal ein bisschen Schulden sammeln und dann zahlen wir es zurück, wenn das Geld. irgendwann da ist? Aber es ist ja nicht mehr ein bisschen, ne?

11:49 Dennis Horn

Also jetzt langsam.

11:51 Gavin Karlmeier

Genau.

11:51 Dennis Horn

Also weiß ich nicht.

11:52 Gavin Karlmeier

Also als jemand, der schon Bauchschmerzen kriegt, als er mal eine Küche finanzieren ließ. Ich könnte nicht ins Bett gehen, wenn ich Elon Musk wäre. Aber wenn ich mir aktuelle Fotos von Elon Musk am Foto.

12:05 Dennis Horn

Vor allem ins Bett in Räumen, die auch nicht bezahlt werden.

12:09 Gavin Karlmeier

Richtig, die aber offiziell ja auch nicht als Betträume ausgewiesen sind, deswegen geht's ja. Und dann gibt es noch eine andere Kleinigkeit und zwar pusht Twitter gerade, wenn du es öffnest am Browser, bei einigen NutzerInnen eine folgende Meldung: Introducing NFT Profile Pictures. Und als ich dir das erzählt habe, dass die das machen, in unserem kleinen, dreisekündigen Vorgespräch, hast du gesagt, hä, das ist doch gar nichts Neues. Und dann habe ich gesagt, das stimmt, denn diese Information, diese Meldung gab es so vor. Ich müsste lügen, aber so vor ungefähr anderthalb Jahren. Absolut. Damals, als man noch über das Metaverse gesprochen hat und nicht nur über Meta Verified. Und offensichtlich gibt es Leute, die diese Nachricht jetzt wieder angezeigt kriegen. Das heißt, wir sind jetzt, Twitter ist eigentlich das Benjamin Button unter den Web-Apps. Wir bewegen uns rückwärts in den Versionen und ich bin gespannt, wann wir bei der Global Timeline ankommen.

13:13 Dennis Horn

Wir müssen ein bisschen noch aufkehren von gestern, glaube ich. Wir haben über Meta Verified gesprochen, ein Programm. Ganz offensichtlich von Twitter Blue angestoßen, denn jetzt hat Adam Mosseri, das ist der, der sich immer breitbeinig vor die Kamera in seinem schicken Büro setzt, der Instagram-Chef. und sagt, was einen bald erwartet. Habe ich das schon mal erzählt, so Leute, die ich kenne, die irgendwo im Social Media Management und in der Strategie arbeiten? Wenn der ein neues Video postet, kriegen die immer direkt Angst. So, und Adam Mossari hat sich jetzt wieder ein neues Video aufgenommen. Wo er über Meta Verified spricht. Nach seinem Chef Mark Zuckerberg äußert er sich jetzt für Instagram nochmal speziell dazu. Vielleicht zwei interessante Beobachtungen aus diesem Video. Erstens, er hat nochmal genauer spezifiziert, wie dieser Kundenservice aussehen soll. Nämlich, dass man, wenn man irgendwie ein Problem hat. Weiß ich nicht. Was auch immer das sein mag. Jemanden jetzt immer live per Chat erreicht. Und zwar eine reale Person, hat er gesagt, kein Chatbot. Also reale Person Per Chat, so soll der Kundenservice aussehen bei Instagram. Also bei Twitter ist er ja nicht im Paket, aber sehr interessant. Adam Mossari hat gesagt, er sieht das, oder bei Instagram und Meta sieht man das als ein Industry-Wide Movement. Diese Abo-Modelle jetzt zu schaffen, weil das hätte vorher YouTube gemacht, das hätte vorher Twitter gemacht, das hätten vorher Discord, das hätten vorher Reddit gemacht. Mit so zusätzlichen Funktionen. Und das hat er nochmal betont, aber halt eben explizit auch Twitter hiermit aufgenommen. Das fand ich einfach nur eine interessante Beobachtung.

14:56 Gavin Karlmeier

Super interessant. Es gibt tatsächlich, um das um da noch dran zu schließen, einige Gedanken, die wir noch so ergänzen müssen, die uns von euch freundlicherweise zugeschickt wurden. oder die wir einfach gestern auch nicht reingekriegt haben. Zum Beispiel spricht hier von Industry-Wide, gestern wurde auch von Meta Verified, wird ja gesprochen als Allumfassend und für alle deine Accounts und so. Und es ist nicht die Rede von WhatsApp gewesen die ganze Zeit. Das finde ich doch irgendwie in gewisser Hinsicht bemerkenswert.

15:26 Dennis Horn

Guter Punkt. Es ist halt keine timeline-basierte Anwendung. Deswegen irgendwie auch nachvollziehbar und trotzdem interessant.

15:37 Gavin Karlmeier

Trotzdem interessant, weil bei Telegram beispielsweise kannst du dich ja verifizieren. Also du kannst der Prozess ist auch gar nicht so kompliziert, wenn du bei Telegram ein eine Broadcast-Liste hast oder einen großen Chat, dann kannst du diesen mit einem blauen Haken verifizieren lassen und musst als Nachweis nur einreichen, dass du in einem anderen sozialen Netzwerk einen verifizierten Account hast. Das heißt, das ist tatsächlich relativ einfach auch und sorgt aber dafür, dass du in so großen Chatlisten oder wenn du ein Medienunternehmen beispielsweise bist. Dass du halt sofort klar als Absender erkennbar bist. Und das wäre für WhatsApp auch interessant gewesen, zumal es ja solche Modelle wie WhatsApp Business gibt, wo du eine Form von Verifikation auch heute schon hast. Deswegen finde ich es spannend, dass es offenbar völlig ausgeblendet wird, vermutlich bewusst in diesen Überlegungen gerade. Dann hat Dann haben wir erfahren, das hat ja die Halfpost recherchiert, vermutlich hat sie einfach mal nachgefragt, also die Verifikation beim Meta verified ist nicht für deinen kompletten Meta-Account, wie wir gestern zunächst angenommen haben, sondern für jeden Kanal einzeln. Das heißt, wenn du dich bei Facebook und bei Instagram mit einem blauen Haken verifizieren lassen möchtest, zahlst du dafür nicht Mit iOS 15 Dollar im Monat, sondern 30 Dollar im Monat. Und wie die Huffpost geschrieben hat, steht wohl im Raum, dass es früher oder später einen Subscription-Plan geben soll, der alle deine Accounts eben verbindet.

17:01 Dennis Horn

Du hast eben, als wir gesprochen haben, hast du gesagt, das heißt dann Meta One bestimmt.

17:05 Gavin Karlmeier

Genau, Meta One.

17:07 Dennis Horn

Also ich, das Ja, wir haben ja gestern mal so ein bisschen darüber gemutmaßt, wie das strategisch sich für Meta vielleicht positiv auswirken könnte, das über so eine Funktion jetzt zusammenzuziehen und dann. Sozusagen mit Einverständnis der Nutzerinnen und Nutzer die Profile zu vereinen. Wenn man das irgendwie angeht, interessant, dass das jetzt doch nochmal so einzeln gemacht wird. Auf der anderen Seite. Sind ja die meisten, die irgendwie Creator sind und dann auch gern so ein Häkchen haben oder sich als Creator sehen, vielleicht nur auf einer der Plattformen tatsächlich unterwegs.

17:46 Gavin Karlmeier

Ja, entweder das oder Meta weiß genau, dass sie da nochmal ein paar Mark mehr machen können. Weil jemand, der bereit ist, sich auf einer der Plattformen zu verifizieren, der wird es vielleicht auch bei der zweiten tun. Finde ich aber tatsächlich auch total bemerkenswert, dass es da eben nicht die zu dieser Zusammenführung kommt. Ich habe das tatsächlich heute in so als Nachbereitung und mir nochmal angeschaut, wie dieser Meta-Account aussieht. Du kannst dich da ja, ich weiß nicht, ob du es parat hast oder ich erzähle es auch gerne nochmal, also du kannst dich da anmelden in dieser Plattform, das ist Auth, also wie die authentifizierung. meta. com. Und kannst dir dann eben anschauen, wie so dein Meta-Profil aussieht. Und kannst du dein Facebook-Profil verknüpfen und dein Instagram-Profil verknüpfen und kannst deinen Geburtstag angeben und dein Oculus-Profil dort angeben und so. Und das sieht alles doch sehr nach einer Ökosystem aus, das dafür gebaut ist, irgendwann mal größer zu werden zu werden. Also das wirkt alles nicht so wie so eine kleine klapprige Backend-Lösung, die man sich mühsam zusammengebaut hat, damit man sowas hat. sondern das ist alles vom Design her sehr clever. Und ich bin mir relativ sicher, dass wir da früher oder später irgendeine größere Form der Zusammenführung erleben werden. Du meldest dich, du musst dich dort anmelden, um deine Chats zusammenzuführen und bei Instagram auch mit Facebook-Kontakten zu schreiben und so. Also, das wäre jetzt so meine relativ sichere These, ehrlicherweise.

19:10 Dennis Horn

Würde ich mitgehen. Ja, und dann haben wir noch eine Anmerkung, dass wir gestern natürlich im ersten Blick ein wenig eindimensional auf die ganze Frage der Verifizierung Und der blauen Haken und der damit verbundenen, ja im Grunde weniger Sichtbarkeit aller anderen so einhergeht. Das ist natürlich die Perspektive, die wir hier, wo alles in der öffentlichen Debatte in Anführungszeichen easy ist für uns, argumentieren, aber es gibt natürlich Länder. bei denen das andere Auswirkungen hat.

19:52 Gavin Karlmeier

Ja, total. Also es die also das Die Formulierung, die Michael da gewählt hat in dem Post bemastodon, den wir da bekommen haben, war wo äh Dass das dass die Bevorzugung von Reichweiten für Menschen in Staaten, wo das Eintreten für Menschenrechte eine Bedrohung für das eigene Leben darstellen Das ist natürlich eine ganz spannende Dimension und die Frage, wie Facebook sich da eigentlich verhalten wird, früher oder später. Ich würde sogar noch einen Schritt weiter gehen und sagen, dass diese Verifikation, die ja mit einem reichweiten Boost einhergeht. Für Leute, die, wir hatten gestern darüber gesprochen, die kleine Accounts haben, aber du kannst es ja noch weiter drehen, für Leute, die vielleicht einfach auch nicht die monetären Mittel haben. um das auszugeben, die aber einen wichtigen Punkt zu machen haben, so ist es richtig gesagt, dass die die Möglichkeit eben nicht mehr haben, Gehört zu finden. Obwohl sie eben nicht aus Ego-Gründen dort stattfinden, sondern aus einer entweder altruistischen Motivation oder auch aus einer persönlichen Bedrohungssituation. Um und das ist ein totales Problem, auf das ich glaube, Facebook eigentlich eine Lösung haben muss. Und wenn du mich fragst, welche Lösung ich mir da gerade am ehesten vorstellen kann, wird es sein, dass das vor allem erstmal in Industriestaaten ausgerollt werden wird, dieses Verifikationssystem.

21:14 Dennis Horn

Ja, da hat Adam Mossari in diesem Video, das ich eben genannt habe, gesagt, er hofft nach diesem Test in Australien und Neuseeland, wo das jetzt erstmal eine Weile getestet wird, das quickly all over the world ausrollen zu können, inklusive der USA. Deswegen kann ich mir schon vorstellen, dass es so ein weltweiter Rollout wird und dann ist natürlich das hier eine tatsächliche Herausforderung. Übrigens habe ich jetzt gerade so, wo ich nochmal drüber nachdachte, so ähm gesagt, das ist jetzt irgendwie so unsere Perspektive hier, wo die Debatte easy ist, aber da muss man jetzt natürlich auch nochmal sagen, dass es natürlich auch in Deutschland oder in westlichen Staaten Menschen gibt, die sich das einfach nicht leisten können. deren Stimme es aber wert wäre, gehört zu werden. Und das ist natürlich nicht ganz mit dem vergleichbaren Staaten, wo es um Leib und Leben geht, so, aber Auch hier ist das, was diese Frage angeht, nicht ohne.

22:16 Gavin Karlmeier

Ja, und ich habe das Gefühl, dass diese Frage ähm Relativ, also die wird entweder als unbeantwortet hingenommen oder sich einfach gar nicht erst gestellt an diesen Punkten.

22:28 Dennis Horn

Ja, man kann vielleicht sagen, für die Organisation von Protesten und so weiter ist es vielleicht tendenziell sowieso sinnvoll voller sich über Messenger und so privatere 1:1-Kanäle zu bewegen oder so gruppenbezogene Kanäle, weil das unbeobachteter ist von der Obrigkeit, aber das ist natürlich immer noch keine. Antwort auf diese Frage. Genau, ich würde auch sagen, das wird entweder so hingenommen oder es ist natürlich noch ein wenig Eine Frage der konkreten algorithmischen Ausgestaltung, die wir ja auch noch nicht kennen. Also mal sehen, was, wie sich das in Anführungszeichen anfühlen wird.

23:06 Gavin Karlmeier

So ist es. Super, äh, super spannend. Und das zeigt, finde ich, auch, also wir haben das, wir wissen jetzt von diesen kaufbaren Verifikationen seit 48 Stunden, wir nehmen das hier am Dienstagabend auf, halb acht. Und haben auch jetzt nach 48 Stunden immer noch das Gefühl, da sind noch so viele Sachen unklar, über die wir, also allein an Horizonten, die wir uns überlegen, die uns als Probleme dabei einfallen. Ich glaube, das ist gar nicht so trivial durchdringbar, was da eigentlich alles dranhängt, wenn sich diese Social Media Welt in diese Richtung verändern wird. Also es ist wirklich groß.

23:42 Dennis Horn

Ja, man erkennt es nur in diesem Thema einfach schon. Das ist, warum ich gestern sagte, das wird aus meiner Sicht das bestimmende Thema in diesem Jahr. weil das einfach so unglaublich viele Folgen haben wird, die noch nicht abzuschätzen sind. Und deswegen ja, weil also Für den Impuls von Michael, hieß er, ne? Genau. Bin ich tatsächlich dankbar gewesen, weil das haben wir zum Beispiel übersehen und ich bin mir sicher, die das Thema wird noch diverse weitere Anhängsel haben. Die wir daran auch noch besprechen können. Ab morgen wieder.

24:16 Gavin Karlmeier

Wollte ich gerade sagen, das machen wir dann morgen. Diesmal übrigens, das muss ich noch kurz nachreichen. Also ist heute wirklich Aschermittwoch, oder was? Ich wollte es gerade sagen, ich habe dir gestern völlig selbstverständlich einen schönen Aschermittwoch gewünscht und ist auch niemandem aufgefallen.

24:33 Dennis Horn

Mein Bruder schon, mein Bruder schon. Mein Bruder hat mir geschrieben, der sich immer freut, wenn wir ihn erwähnen. Und dann da denke ich so Vielleicht bauen wir das jetzt immer am Ende ein, weil da wissen wir, wer wirklich zu Ende gehört hat. In diesem Sinne wünsche ich dir einen schönen Donnerstag. Ja, bis nächste Woche. Ich freue mich, wenn wir das Wochenende jetzt frei haben. Tschüss.