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Folge 67 · 23. Februar 2023 · 34 Min.

Der Fall ZDFfrontal

mit Dennis Horn

Und plötzlich war @ZDFfrontal nicht mehr auffindbar – kurz nach der Veröffentlichung eines Films über russische Kriegsverbrechen. Aber: Hat das eine wirklich mit dem anderen zu tun? Oder lag es wirklich nur an einem falschen Geburtsdatum? Wir sprechen hierzu außerdem mit Marco Bereth, Social media-Redakteur beim ZDF darüber, wie sich die Geschichte aus Innenperspektive anhört.

Außerdem schicken wir liebe Grüße in die Stadt Treuenbrietzen und sprechen über die Umfrage, ob Menschen bereit wären, für Twitter-Merch zu bezahlen (während Twitter es offenbar selbst nicht ist.)

Transkript

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00:01 Intro

Haken dran, das Social Media Update der CT.

00:06 Dennis Horn

Grüß dich Gavin. Das werden wir nochmal machen. Warum? Das lassen wir drin, die Leute mögen das. Ich weiß zwar nicht, was passiert ist.

00:15 Gavin Karlmeier

Wir haben überall gegenzeitlich gesprochen.

00:17 Dennis Horn

Wirklich? Bei mir kam das mit einem Versatz an. Hier klang das alles sehr in Ordnung, und ich habe mich gefragt, warum du gelacht hast.

00:25 Gavin Karlmeier

Das kenne ich.

00:26 Dennis Horn

Die Leute fragen sich oft, warum ich lache. Ich würde sagen, das ist ein Synchronisationsproblem zwischen Portland und Atlanta, was wir hier erlebt haben. So wie bei Twitter.

00:35 Gavin Karlmeier

Sowieso viele. Da können wir später drüber sprechen. Ich würde mit dir gerne zunächst über ein anderes Thema sprechen. Eins des am gestrigen Aschermittwoch, diesmal wirklich. Also Mediendeutschland ja komplett in Atem gehalten hat und wahrscheinlich auch zu Recht, ZDF Frontal hat einen Tweet veröffentlicht mit einem Hinweis. auf eine Recherche, in der es um russische Kriegsverbrechen im Ukraine-Krieg ging. Und hat dann in den Morgenstunden auf einen leeren Account geschaut, denn der Account von ZDF Frontal wurde gesperrt. Und so richtig wussten die ersten zwei Stunden, wusste niemand so genau, was da passiert ist. Interessanterweise ist gleichzeitig auch der Twitter-Account des Autoren dieses Films. Zumindest eingeschränkt worden. Auch die Inhalte, die er gepostet hat, konnte man nur noch sehen, wenn man auf einen Button geklickt hat, dass da eben gefährdende Inhalte hintergelegen haben. Habe und Twitter hat das Ganze dann in Korrespondenz mit dem ZDF erklärt, mit offenbar wäre ein falsches Geburtsdatum im ZDF-Frontal-Account hinterlegt gewesen. Jetzt kennen wir diesen Fall schon, weil wir vor einigen Tagen über den BVB-Fan-Account gesprochen haben. Der wurde auch gesperrt, weil der Account nicht 13 Jahre alt war oder zumindest nicht als 13 Jahre alt angegeben war. Aber dieser Zusammenfall, dieser zeitliche Zusammenfall zwischen diesem, äh, diesem Film, über den dieser Twitter-Account dann berichtet hatte, und der Account Sperre Der ist doch schon ausreichend beweis genug, um zumindest mal darüber zu diskutieren, was da eigentlich passiert ist.

02:08 Dennis Horn

Also bei dem Begriff Beweis würde ich nicht mitgehen.

02:11 Gavin Karlmeier

Ja, okay. Aber dann sagen wir Hinweis, Anlass, dann nehmen wir das Wort Anlass, einfach schon.

02:15 Dennis Horn

Ja, also es ist ein Anlass, über den man diskutieren muss, aber ehrlich gesagt, ich sperre mich dagegen, dass so direkt in Verbindung miteinander ist. zu bringen. Es gab ja schon eine Rückmeldung von Twitter, den Frontal dann selbst getwittert hat, nämlich Die, wie ich finde, schon an sich erst mal plausible Erklärung, dass hier der Twitter eigene Jugendschutz greift, nämlich genau wie beim Fan-Abteilungs-Account von Borussia Dortmund. Also, dass hier das falsche Geburtsdatum oder ein Geburtsdatum hinterlegt war, mit dem man diesen Account als minderjährig einstufen würde. Ähm, und das ist übrigens nicht nur kein Einzelfall in der Geschichte von Elon Musk, sondern ich erinnere mich an Fälle auch vor Elon Musk, in denen es solche Sparren mal gegeben hat. Also schon erstmal an sich plausibel. Jetzt kann man zwei Sachen einwenden, finde ich. Also, das erste ist, Twitter beginnt ja aktuell auch damit, So zu unterscheiden zwischen Accounts von Privatpersonen, blauer Haken, und Accounts von Organisationen, goldener Haken. Wir haben schon hier in Haken dran öfter drüber gesprochen. Vereinzelt. Und auch die goldenen sind ja auch die, die in Zukunft so 1000 Dollar im Monat kosten sollen und dann zeigen sollen. Das hier ist der offizielle Organisations-Account sozusagen. Und das heißt doch für mich erstmal technisch. Müsste es doch längst funktionieren, zu unterscheiden zwischen Accounts, bei denen die Frage irgendwie sinnvoll ist, ist das hier ein Minderjähriger, der dahinter steckt? Noch nicht mal 13 Jahre alt, das ist ja so die Grenze. Ab 13 kann man sich bei diesen Plattformen anmelden, da ist das so laut AGB in Ordnung. wenn die Eltern wahrscheinlich zustimmen in dem Alter noch. Und Accounts, bei denen es totaler Quatsch ist, nach einer Minderjährigkeit zu gucken, weil es so Organisationen sind. Das ist doch erstmal das Erste. Also, da muss doch technisch doch jetzt schon gehen.

04:22 Gavin Karlmeier

Ja, wenn es denn, und das ist ja das, was ja das ist, wo so ein bisschen die Irritation, glaube ich, vor allem entsteht. Also, du hast ja gerade auch gesagt, es gibt zwei Punkte. Die diesen Anlass geben, wahrscheinlich ist das der andere. Nee, nee, kommt noch ein ganz anderer Anlass. Wollte ich sagen, also wenn es denn technisch ist Also ich finde ja, der Anlass, warum wir darüber diskutieren und die Frage, ob es zusammenhängt mit der Veröffentlichung dieses Films, ist ja, ob da händischer Zugriff passiert ist. Also hat jemand aus einem sehr kleinen, runtergewirtschafteten Moderationsteam gesessen und sich entschieden, wir machen diesen Account jetzt zu und wenn da tatsächlich die Entscheidungsgrundlage das Geburtsdatum war, warum Wird da nicht festgestellt, dass da ein goldener Haken im Weg ist?

05:05 Dennis Horn

Also diese, diese, diese Kurve würde ich da, glaube ich, noch reinstricken wollen. So, und dann der andere Punkt ist Arndt Ginzel, dessen Profil auch eingeschränkt wurde, aber dessen Geburtsdatum richtig eingegeben war. So, warum hat es denen auch erwischt? Was war da das Problem? Und da ist bisher meine Kenntnis, dass das ZDF noch keine Rückmeldung hat von Twitter, was hier das Ding war. Und Das hat mich dann doch erinnert an die Fälle, oder da musste ich mich dann natürlich erinnern, an die Fälle der ja recht willkürlichen Sperrung von JournalistInnen, die wir vor allem im Dezember erlebt haben. Wir erinnern uns Taylor Lawrence zum Beispiel von der Washington Post, deren Twitter-Account gesperrt wurde. Und das ist Und ja, leider sind wir da im Bereich der Spekulation natürlich nicht auszuschließen, dass hier irgendwas ganz anderes noch passiert ist. Was ich plausibel fand, war eine Erklärung, die du auch getwittert hast, nämlich Dass hier ein erhöhtes Meldeaufkommen geschehen ist. Ja, also dass besonders viele Nutzerinnen und Nutzer den Account von Frontal oder dessen Tweets bei Twitter massenhaft gemeldet haben, vielleicht auch aus politischen Gründen und dann eben auch den Account von Ant Ginzel oder Tweets von ihm. Und das ist natürlich auch ein Gedanke, der nahe liegt, weil Twitter ja zuletzt viele Menschen entlassen hat, auch in der Content-Moderation, Elon Musk eher auf Software setzt. auf künstliche Intelligenz und auch für diese Software sind weniger Leute da, die sie entwickeln und weiterentwickeln Aber mir fehlen ehrlich gesagt die jetzt aktuell vergleichbaren Fälle, um die Sperre tatsächlich darauf zurückzuführen oder auch auf einen Zusammenhang zurückzuführen zur Berichterstattung. von ZDF Frontal weil also es ist schon was anderes ob diese US basierten JournalistInnen wie Taylor Lawrence und andere gesperrt werden, die da auch in der Debatte an der Elon Musk selbst auch teilnimmt unterwegs sind, oder ob das sozusagen aus Sicht von Twitter irgendwo am anderen Ende der Welt ist, was hier in Europa passiert und wie sehr die das dann So direkt interessiert. Also, Arndt Ginzel selbst auch, ich habe es auch von Anja Reschke gelesen, also die diverse haben. das in so ein Zusammenhang direkt gebracht zur Berichterstattung und da fehlen mir, muss ich einfach sagen, die Anhaltspunkte Ja, das kann ich nicht.

07:45 Gavin Karlmeier

Du hattest gerade meinen Tweet erwähnt, ich würde den gerne mal kurz einbetten. Einblenden. Einblenden, genau. Wir haben nämlich jetzt aufblickt vor euch auf euer AR-Handset, könnt ihr meinen Tweet sehen. Weil ich habe versucht, das so ein bisschen mal zu verstehen, welche Möglichkeiten es eigentlich gibt, was passiert ist. Und da habe ich diese Geburtsdatumstheorie noch nicht gekannt und will die aber gar nicht als Widerspruch zu dem verstehen, weil ich habe gesagt, also entweder. . Waren es Meldewellen, die irgendwie zum Beispiel politisch motivierte Botnetzwerke? . Wir wissen seit gestern, spätestens ja auch, dass es offenbar relativ einfach ist, relativ große Mengen an Accounts anzulegen. Meldewellen sind in der Lage, irgendwie einen Prozess anzustoßen, ob dieser Prozess eine direkte Sperre da zum Ziel hat oder eine zum Beispiel händische Überprüfung von diesem Moderationsteam oder so. Weiß man nicht. Oder die andere These ist eben, dass Twitter hier händisch eingegriffen ist. Und meine Theorie, die ich jetzt so zusammenstricke mit dem, was du gerade gesagt hast und dem, was wir jetzt gerade wissen und Das ist ein Theorie, Mittwochabend, 19. 15 Uhr, also vielleicht sieht es, wenn ihr diese Episode hört, auch schon wieder alles ganz anders aus. Ist, dass ich mir durchaus vorstellen könnte, dass eben große Meldewellen dazu führen können. Wie gesagt, von Bot, äh, Bots instrumentiert, ähm, oder mit Bots instrumentiert vielmehr, dass sie dazu führen kann, dass ein Account überprüft wird und in diesem Überprüfungsprozess relativ schnell ein roter Button aufgepoppt ist, auf dem steht hier, dieser Account ist nicht einmal 13 Jahre alt. So und dass dann diese Menschen, die das nicht weiter überprüfen und offenbar nicht mal gucken, ob da ein goldener oder ein blauer Haken ist, dass die sich dann dazu entscheiden, okay, wir haben ja relativ schnell eine klare Sachlage, weg damit, fertig. Das finde ich aber, das ist so mein Schluss, den ich daraus ziehen kann, wenn das so einfach ist, also wenn das stimmt, wenn diese These stimmt, Dann habe ich doch inzwischen wieder ein schlechteres Gefühlen mit der Einführung der Community Notes, bei dem über die Viel Zahl von Menschen über demokratische Abstimmungsprozesse, ähm, faktische Einordnung, wahrheitsgemäße Einordnung unter Tweets dauerhaft eingeblendet werden können.

09:55 Dennis Horn

Ja, das ist der Punkt bei den Community Notes, wo ich immer so gedacht habe, what could possibly go wrong, nämlich genau das. Also wenn der Masse das in die Hand gegeben wird, da bin ich dann wieder bei Den Punkt, den ich hier schon mal vertreten habe, nämlich das kommt sehr darauf an, wie die Policy und die Einbettungen drumherum gestaltet sind. Ob das dann eben funktioniert oder nicht und vielleicht werden wir diese also wie sehr diese Gefahr überhaupt im Raum steht Erst spüren, wenn die Community Notes so wirklich richtig in der Breite ausgerollt sind. Aber klar, ich finde, das ist ein wichtiger Punkt, der da jetzt auch zu diskutieren wäre, so in der Folge. Auch wenn wir nochmal über die Sperren an sich sprechen. Ja, also wenn es jetzt wirklich der Fall war, dass hier, sagen wir mal, eine Mischung aus. KI und Mensch, wobei, wer soll denn das da noch machen? Da sitzt ja niemand mehr. Weißt du, also wenn hier das System Twitter, wie auch immer das jetzt ausgestaltet ist im Hintergrund, dafür gesorgt hat, dass Dieser Account fehlerhaft gesperrt wurde, dann würde ich sagen, bei allem, was wir jetzt so die letzten Wochen hier besprochen haben, Besteht einfach die Gefahr, dass uns sowas noch häufiger begegnen wird. Also Elon Musk fährt diesen heftigen Sparkurs Er spart an den Menschen, die hier die Entscheidungen treffen, also an der Content-Moderation, überlässt das der Software, habe ich gerade gesagt, die auch von viel weniger Menschen entwickelt und betreut wird. Das heißt, solche Fälle. In denen Twitter automatisiert oder halbautomatisiert Fehlentscheidungen trifft, ich würde schon davon ausgehen, dass wir damit vermehrt rechnen müssen. Würde ich auf jeden Fall auch von ausgehen.

11:46 Gavin Karlmeier

Die Frage ist so ein bisschen, welche Folgen man daraus ziehen kann. Ich habe das heute so sehr plakativ geschrieben, wenn Twitter händisch dafür verantwortlich sein sollte, dann wäre das ein Signal dafür zu gehen. Ähm, ich bin natürlich vorsichtig, wenn es tatsächlich nur ein Fehler des Geburtsdatums war, aber es zeigt doch ein bisschen doch einen, ich will nicht sagen, einen inhaltlichen Eingriff. Vermutlich ist das nicht der Fall. Wir haben keinen, keinen, wie du sagst, keinen Kein Grund dafür, das zu glauben, aber es zeigt doch tatsächlich, wie fragil tatsächlich auch unsere Präsenzen, gerade auf Twitter, also deine nicht mehr, wir wissen das, aber Die Medienpräsenzen auf Twitter tatsächlich sind, wenn du davon ausgehen musst, dass so etwas, was auch immer so etwas hier genau war, dazu führen kann, dass dein Account einfach nicht mehr erreichbar ist.

12:32 Dennis Horn

Ja, das war genau der Punkt, den ich gemacht habe, als ich erstmal gesagt habe, ich lege das mal eine Weile auf Eis jetzt erstmal.

12:40 Gavin Karlmeier

Ja. Total richtig und nachvollziehbar. Dazu einen kleinen Ganz kurz noch von dem Anwalt Chan Jo-Jun, der uns hier auch schon mal eine Sprachnach geschickt hatte und immer wieder sich damit auseinandersetzt. Er hat genau zu dem Thema noch einen Tweet geschrieben, den ich gerne noch hier mitbringen möchte. Der hat geschrieben, unsinnige oder maschinelle Sperrungen sind nach <unk> 3b Netzdurchsetzungsgesetz für Google und Metabeanderung von 50 Millionen Euro Bußgeld verboten. Twitter hat seit einem Jahr eine vorläufige Ausnahme des Bundesministeriums der Justiz. Gut.

13:12 Dennis Horn

Hat er schon ein paar Mal darauf hingewiesen? Müsste man eigentlich mal drüber sprechen. Wird aber vielleicht sich dann mit dem Digital Services Act, wenn Twitter unter diese Sehr großes Plattformfeld der Definition nach, vielleicht auch so ein bisschen erledigen, in Anführungszeichen. Wohl wahr. Ja. Wollen wir mal in die Maschine ZDF noch gucken?

13:31 Gavin Karlmeier

Wir versuchen das zumindest. Hast du auch noch Einblicke in die Maschine ZDF? Nee, aber du hast. Ich habe welche und zwar werde ich im Anschluss an unsere Aufnahme hier, wenn alles gut geht. Ich klopfe auf Mainzer Holz, werde ich ein Telefonat führen mit Marco Berrett, der Einblicke hat in das, was da tatsächlich passiert ist, ein bisschen erzählen kann aus der Lerchenberg-Perspektive.

13:54 Dennis Horn

Das heißt, wir wissen noch nicht, ob dieses Gespräch stattfindet.

13:58 Gavin Karlmeier

Aber wenn es stattfindet, dann hört ihr es genau jetzt. Hallo Marco.

14:06 Speaker 4

Hi Gavin.

14:07 Gavin Karlmeier

Sag mal, was ist da heute passiert bei euch?

14:10 Speaker 4

Ja, also ich habe gestern Nachmittag eine Nachricht bekommen aus der Berliner Redaktion. dass unser frontal-Twitter-Account quasi gesperrt wurde. Haben wir einfach eine automatisierte E-Mail bekommen. Das war so gegen 15 Uhr. 20 oder 30. Und kurz darauf habe ich mich quasi mit der Kollegin zusammen versucht einzuloggen und dann war der quasi der Account schon in seinem Modus, wo quasi nichts mehr zu machen war. Und als Begründung wurde quasi angegeben, wir wären eine unter 13-jährige Person. Und dürften deswegen ohne Einverständniserklärung der Eltern nicht auf der Plattform sein. Oh ja. Für einen Business-Account.

14:50 Gavin Karlmeier

Und das habt ihr gecheckt und das Geburtsdatum war aber tatsächlich ein altes, das da drin stand.

14:57 Speaker 4

Da sind wir gerade noch dran. Wir können es nicht so ganz nachvollziehen, welches jetzt eingetragen war, aber wir gehen davon aus, dass es auf jeden Fall eins war, ein Geburtsdatum, das mindestens volljährig war. Aber wir warten gerade noch auf die Rückfolge von Twitter, ob Sie uns das quasi in der Historie nachgucken können, damit wir besser nachvollziehen können, was denn da schief gelaufen ist.

15:18 Gavin Karlmeier

wenn sie denn da eine wahrheitsgemäße Aussage treffen, ne? Das kommt ja auch noch dazu. Das hoffe ich ja. Ähm, gibt es denn aus eurer Seite irgendwelche irgendwelche Schlüsse, die ihr aus diesem ganzen Prozess zieht?

15:33 Speaker 4

Also ich muss vielleicht bei den anderen Twitter-Accounts, die wir so haben, nochmal kontrollieren, dass das nicht nochmal passiert. Also ich weiß, dass es seit 2015 muss man ja quasi bei den Twitter-Accounts einutzdatum hinterlegen. Und ich dachte auch, wir hätten das bei allen irgendwie korrekt gemacht, sodass die Volljährige und so weiter sind. Beziehungsweise, wenn es ein Redakteur, eine Redakteurin ihr eigenes Geburtsdatum hinterlegt und anzeigen lässt, dann sind die auch alle volljährig. Das Problem war dann nur so ein bisschen, dadurch, dass wir nicht mehr wussten, welches Datum eingegeben ist, war uns auch nicht ganz klar, welchen Personalausweis wir hochladen sollen. Man stellt dann Gassi ein Ticket und das Ticket konnten wir noch reskalieren an unsere Familien ansprechabler, damit es vielleicht ein bisschen schneller geht. Aber das Problem war quasi, dass sie meinen Ausweis zum ersten Anlauf abgelehnt haben, weil das eben nicht übereinstimmte. Und dann habe ich ihnen zwei, dreimal hin und her geschrieben und gefragt. Welches Datum für den Bräuchten von dem Ausweis, dann hätte ich ihn vielleicht noch gefunden. Aber da war dann nichts zu machen. Und dann war aber so weit interveniert worden, dass quasi ich im zweiten Anlauf es mit meinem Ausweis dann entsperren konnte. Okay. Dann konnte ich quasi sagen. Erziehungsberechtigter.

16:58 Gavin Karlmeier

Aber ihr habt also tatsächlich noch einen Ansprechpartner, der auch tatsächlich noch arbeitet bei Twitter.

17:04 Speaker 4

Ja. Das ist zum Glück, ja. Sonst wäre es wahrscheinlich sehr schwierig geworden.

17:07 Gavin Karlmeier

Das würde ich auch mal so sehen. Und wisst ihr irgendwas über den Twitter-Account von Arendt Ginzel? Das war ja der Autor des Films, der ja auch offenbar eingeschränkt wurde.

17:16 Speaker 4

Da war also nur sehr wenig. Ich habe es bei ihm gesehen, dass, also ich kannte das sonst bisher nur, dass Tweets auf Haustebene eingeschränkt wurden. ein Video mal war oder ein Foto, ein bestimmtes Ding und so wie es aus dem Screenshot aussah, der da getwittert wurde, da ist der ganze Account als sensible Medien eingestuft worden. Das hatte ich so noch nie gesehen. Aber sein Account war, soweit ich das jetzt mitbekommen habe, auch nicht bestärkt. Das kann ich noch nicht genau sagen. Also wir prüfen es jetzt nochmal oder lassen es uns nochmal erklären und hoffen, dass eine gute Erklärung kommt, die wir nachvollziehen können. Aber mehr kann ich dazu nicht.

17:56 Gavin Karlmeier

Okay, es bleibt also auf jeden Fall viel spannend. Ich wollte gerade sagen, vielen Dank und es bleibt spannend gleichzeitig. Ja, danke schön. Vielen Dank, dass du das uns erklärt hast, Marco. Es zieht sich ja so ein bisschen wie ein roter Faden durch unseren Podcast, dass ich immer mit Menschen spreche, die in Zügen sitzen. Bei dir überrascht mich das noch weniger als bei anderen. Vielen, vielen Dank dir und eine schöne Weiterfahrt.

18:19 Speaker 4

Ja, Dankeschön. Tschüss.

18:21 Dennis Horn

Interessantes Gespräch war das. Krass, was. Hoffentlich wird es das gewesen sein. Gut, dann machen wir weiter.

18:31 Gavin Karlmeier

Und zwar ging das tatsächlich jetzt durch den Nebel des gestrigen Tages ein bisschen unter, aber Twitter hat jetzt, schon länger hat es schon angekündigt, aber jetzt einen Zeitpunkt dran gemacht. Der Algorithmus wird Open Source gestellt, das heißt, man wird öffentlich einsehen können, auf welcher Grundlage dieser Algorithmus tatsächlich arbeitet. Elon Musk hat aber dazu auch direkt geschrieben, prepare to be disappointed. Also bereitet euch darauf vor, erstmal enttäuscht zu sein, wenn unser Algorithmus tatsächlich Open Source gesetzt wird, aber er wird sich. Es wird sich rapidly improven, also es wird sich schlagartig verbessern. Was auch immer das heißen soll.

19:11 Dennis Horn

Ja, also da gibt es ja jetzt mehrere Möglichkeiten. Also sind wir enttäuscht davon, wie der Code gestaltet ist? So, das wäre so die eine Möglichkeit, wenn wirklich der komplette Code rausgegeben wird, irgendwie so als Repository oder so, wie bei der Corona-Warn-App, also ernstzunehmende, transparente Veröffentlichung. Oder werden wir enttäuscht sein vom Umfang der Veröffentlichung?

19:36 Gavin Karlmeier

Auch das ist möglich. Du meinst, weil da einfach nur eine Zusammenstellung von Hinweisen auf andere Codes Veröffentlicht wird, die man aber nicht einsehen kann.

19:44 Dennis Horn

Ja, zum Beispiel. Also, dass man irgendwie nur so ein, so ein, sagen wir mal, also so Software ist ja immer modulhaft aufgebaut. Und dann gibt es vielleicht irgendwie einen zentralen Code oder so und so ein paar Anhängsel und andere Dinge verbergen sich dann in irgendwelchen Nebenpaketen, die nicht transparent gemacht werden.

20:03 Gavin Karlmeier

Du meinst so ein bisschen wie so ein Bauplan von einem Auto? Aber wie der Motor funktioniert, wird nicht erklärt, sondern wo die Sitze sitzen.

20:10 Dennis Horn

Ja, genau. Oder irgendwie, es wird der Motor erklärt, der Algorithmus, um so ein bisschen im Bild zu bleiben. Aber es sorgen noch andere Dinge dafür, dass das Auto fährt und die werden nicht miterklärt.

20:21 Gavin Karlmeier

Ja, verstehe.

20:22 Dennis Horn

Weißt du, und also, das wäre dann, werden wir enttäuscht sein vom Umfang dessen. Weil vielleicht. Die Code-Datei, in der die tausendfache Reichweitenverstärkung für Elon Musk drin ist, nicht mit dabei sein wird. So? Da kann ich mir viele Dinge vorstellen. Das ist für mich noch ein bisschen nebulös. Und als man vor einer Weile darüber gesprochen hat, so die ersten Male, wie kann man eigentlich Plattformen regulieren? Da gab es ja unter anderem auch den Vorschlag, ja, die müssen ihre Algorithmen transparent machen. Ich fand das immer einen recht naiven Vorschlag und eigentlich einen sehr dummen. Um es noch klarer zu sagen. Weil in dem Moment, in dem du das komplett transparent machst, das ist für den Sucheralgorithmus bei Google so, das ist für Den Algorithmus bei Twitter, für für den bei Facebook. In dem Moment, in dem du das komplett transparent machst, machst du natürlich auch Tür und Tor auf, um diesen Algorithmus zu nutzen und auszunutzen. Das heißt, ich habe immer eher so zum Beispiel die Einrichtung eines Plattformrates, wie Bernhard Pörksen, Medienwissenschaftler aus Tübingen, das immer so vorgeschlagen hat. Das fand ich eine ganz gute Idee. So, das sozusagen an Gremium Einblick hat und das kontrollieren kann, aber das eben nicht in die Öffentlichkeit wandert, das finde ich keine so gute Idee offen gestanden.

21:54 Gavin Karlmeier

Ja, ich glaube, wir haben auch genau darüber hier schon mal gesprochen, dass es sich so unklug anfühlt, den Zaubertrick zu verraten, weil dann alle diesen Zaubertrick nachmachen können und dann am Ende es keinen Trick mehr gibt. Also In dem Moment machst du das ganze System halt so stark anfällig für Menschen, die es halt misusen wollen, dass es. Und dir wird es geben. Natürlich. Hundertprozentig, ja. Ist ja auch natürlich, also es liegt ja in der Natur des Menschen, sich immer einen cleveren Weg zu suchen oder irgendwie an der Schlange vorbeizumogeln. Da ist niemandem einen Vorwurf draus zu machen, aber es sollte, ich finde, das gehört dann eben nicht in die große öffentliche Hand.

22:32 Dennis Horn

Ich hatte eben noch irgendeinen Gedanken, den ich wichtig fand dabei. Und er ist mir gerade entfallen. Vielleicht redest du noch was weiter, wenn du noch was zum Thema zu sagen hast. Dann besteht die Chance, dass es mir noch einfällt. Aber wenn nicht, dann machen wir weiter.

22:42 Gavin Karlmeier

Nee ja, ich bin mir nicht ganz sicher. Also ich weiß nicht so ganz genau, was sich Elon Musk davon verspricht, ist das eine. Und das andere ist natürlich die Möglichkeit, dass er auch sagt, hey, ihr werdet enttäuscht sein. weil er vielleicht nicht so tief blicken lässt, was vielleicht politische Agenden auf Seiten vergangener Twitter-EntwicklerInnen sich immer vorwerfen lassen mussten. Also auch das würde mich gar nicht wundern, dass das tatsächlich eine total interessensgefärbte Aussage ist, seid bereit, enttäuscht zu sein.

23:15 Dennis Horn

Ja, also bisher war ja eigentlich alles seiner Transparenzinitiative eine Enttäuschung. So ist es. Ja, also die Twitter-Files waren nicht komplett transparent, weil Die Zeit seit der Übernahme durch ihn ausgespart wurde. Also, ich habe hier keine große Hoffnung. Was ich sagen wollte, ist mir auch nicht mehr eingefallen.

23:37 Gavin Karlmeier

Oder wie meine Oma sagt vor nicht richtig sagen, meine Mutter sagt es auch naja Mir haben mehrere Leute Nachrichten geschrieben. Dir vielleicht auch, sie haben es auch öffentlich geschrieben, also es sind so viele Menschen, dass ich irgendwann den Überblick verloren habe, wer alles. Aber bei einer Person bin ich hängen geblieben, das ist nämlich die Claudia, die hat mir eine DM geschrieben. Und sie folgt plötzlich der Stadt Treuen-Briezen.

24:01 Dennis Horn

Kennst du die Stadt Treuen-Briezen? Nee, Treuenbrizen kenne ich nicht.

24:04 Gavin Karlmeier

Kennt sie auch? Schöner Name. Schöner Name. Wo liegt die? Wollen wir mehr über diese Stadt wissen? Möchtest du? Ich kann dir noch ein bisschen was erzählen über Treuen-Brizen. Und zwar Trollen-Brietzen ist eine Kleinstadt im Landkreis Potsdam-Mittelmark im Südwesten des Landes Brandenburg in Fläming. Sie ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Städte mit historischen Stadtkernen des Landes Brandenburg. Hat 7485 Einwohner. Aber 608 Twitter-FollowerInnen und da gehört Claudia zu. Und Claudia hat aber keinerlei Bezug zu der Stadt Treunbrietzen und fragt sich. Wieso folge ich nun diesem Account? Gleichzeitig schreiben mehrere Menschen unabhängig voneinander, dass sie, wenn sie auf die Folge ich Ansicht ihrer Timeline klicken, reichliche Accounts angezeigt kriegen, den sie nicht folgen. Also die spannende Frage ist, was passiert da gerade? gibt es tatsächlich solche interaktionsstimulierende Bewegungen, die irgendwie dazu führen, dass man versehentlich anderen Accounts nun folgt? Oder ist es so, dass dieser Folge-Ich-Algorithmus tatsächlich viel größer sich Tweets bedient, also abseits der Menschen, denen man folgt?

25:08 Dennis Horn

Ich hätte gesagt Letzteres. Das wäre meine. Wenn ich raten müsste, würde ich sagen das.

25:14 Gavin Karlmeier

Okay. Was nicht ganz erklärt, warum Claudia der Stadt Treuen Briezen folgt, aber erklärt, warum viele Leute im Folge ich. Feed Tweets angezeckriegen von Menschen, denen sie nicht folgen. Vielleicht hat Claudia auch einfach eine heimliche Vielleicht hat es sich schlaf gewandelt, vielleicht war sie im Traum auf dem Twitter-Account der Stadt Treunprizen.

25:32 Dennis Horn

Also, ich habe sowas ja auch mal erlebt, ne? Vor wirklich vielen, vielen Jahren. Bestimmt acht, zehn Jahre her, dass ich plötzlich Accounts gefolgt bin, denen ich vorher nicht und ich hätte schwören können, das habe ich nicht gemacht. Da war ich nie drauf und habe dann auf Folgen geklickt. Ich weiß es nicht. Das ist seltsam.

25:51 Gavin Karlmeier

Ich weiß es wirklich nicht. Aber die Stadt Treuenbrizen.

25:56 Dennis Horn

Anlässlich des 112. Deutschen Wandertags hat die Stadt Treuenbrizen ein neues Wegeleitsystem für Wanderer vorgestellt. Auch das ist ein bisschen. Ausgewiesenen Wanderwegen kann die Stadt beispielsweise auf einer 20 Kilometer langen Landschaftstour, einer 34 km langen Steintour oder der 26 Kilometer langen Energietour. Erkundet werden. Ach, das ist toll. Wollte ich noch eingeben.

26:16 Gavin Karlmeier

Ich finde, wenn wir irgendwann mal Haken dran live machen, wir kaum nach Treuen Briezen. Und es gibt Haken das Eis. Eine kleine Notiz aus der Welt der Features, fast nicht der Redewert, aber die Community-Nodes strecken ihre Arme aus. Es geht so weit jetzt, dass wenn ein Tweet, den du zitiert hast, mit einer Community-Note versehen ist, Dass du dann auch an per Push-Nachricht benachrichtigt wirst, um dir zu zeigen, dass die Community sich mit deinem Tweet beschäftigt. Ich finde das spannend, aus dem Grund, weil ich das Gefühl habe, dass sich diese Community-Notes von hier werden vereinzelt unter Tweets eine Einordnung von der Community gesetzt. Jetzt ein Feature entwickelt, das tatsächlich das Netzwerk zumindest pränte. Also, ich habe das Gefühl, die wird immer größer, diese Funktion, und ich bin sehr gespannt, wie groß sie hierzulande tatsächlich werden wird.

27:14 Dennis Horn

Ja, ich gebe dir recht. Und ich habe ja schon mal erwähnt, ich habe mit einer Psychologin vor einer ganzen Weile mal darüber gesprochen, die da eher optimistisch drauf blickt, interessanterweise. Und ja, ich glaube auch, werden wir noch häufiger darüber sprechen.

27:29 Gavin Karlmeier

Dann eine Notiz aus der Welt abseits von Twitter, aber gleichzeitig auch nicht ganz abseits von Twitter, und zwar hat der TikTok Comms, also der Communications. Twitter-Account von TikTok. Mein Gott, das ist wirklich ein Zungenbecher. Also, das Netzwerk TikTok hat einen Twitter-Account, der von der Kommunikationsabteilung dieses Netzwerkes betrieben wird und der heißt TikTok Comms. Und die haben geschrieben, dass sie den Zugriff auf ihre Forschungs-API für US-Forscher öffnen möchten und erweitern möchten, um nicht nur mehr Transparenz in die Inhalte ihrer Plattform zu bringen. Sondern auch aus den Ergebnissen der Forscher entsprechend lernen zu können. Was lernen wir daraus?

28:11 Dennis Horn

Also erstmal, bevor man sowas macht in so einem großen Unternehmen. Gibt es einen langen Prozess mit vielen Abstimmungsschleifen. Das muss natürlich technisch irgendwie eingerichtet werden, aber vor allem auch hier muss die Policy drumherumstimmen. Da gibt es viele Unwägbarkeiten, da wird wahrscheinlich die juristische Abteilung noch eine ganze Menge mit zu reden haben. Also, wenn das jetzt kommt, dann werden Monate Vorher ins Land gegangen sein, die man darüber diskutiert hat. Deswegen bin ich mal so ein bisschen vorsichtig, das jetzt direkt gegenüberzustellen, zu sagen: Ah, guck mal jetzt. Haben sie das mit der Twitter-API gesehen, jetzt setzen Sie sich darauf auf und machen es genau andersrum. Das glaube ich nicht. Aber das Wird natürlich Menschen anziehen, hin zu TikTok, die sich auf einer ganz anderen wissenschaftlichen, analytischen Ebene so damit beschäftigen. Und das finde ich deshalb interessant, weil Twitter, was die Frage angeht, bisher immer so king war. Also wenn du irgendwas untersucht hast, dann hast du halt irgendwie diese Wissenschafts-API. über die wir auch schon gesprochen haben, genutzt, um dann irgendwie auf Twitter zuzugreifen und aus großen Datensätzen Erkenntnisse zu ziehen. Da gibt es ja auch all die Visualisierungen, wie so Debatten laufen und Filterblasen und so weiter. Und das ist natürlich total interessant, dass da jetzt eine andere richtig große Plattform hingeht und einen recht weitreichenden Zugriff einräumen könnte. Und was die Frage angeht, da vielleicht, ich weiß nicht, ob die Twitter den Rang ablaufen, da bin ich jetzt noch nicht tief genug in dem Plan drin und dem, was da passiert, aber das, also das ist schon ein bisschen Aufmerksamkeit wert, ja.

29:58 Gavin Karlmeier

Ja, total. Vor allem, weil TikTok gerade, finde ich, einen ganz besonderen Blick verdient, angesichts der Tatsache, wie Menschen das benutzen. Also es gibt ja Studien noch gar nicht so super alt. wo 1000 College-Studenten gefragt wurden in den USA, wie sie TikTok benutzen, wie sie recherchieren. Und 58% der Leute haben gesagt, dass sie. . dazu neigen, TikTok eher als eine Suchmaschine zu benutzen, wenn sie sich für Dinge interessieren, also um Dinge zu recherchieren. Ähm, es gibt Leute, der Gen Z, diese jungen Leute, die, wenn sie nach einem Restaurant oder einer Stadt suchen, in die sie in den Urlaub fahren, zuerst bei TikTok eingeben, was sie da finden und dann anfangen mal bei Google danach. zu schauen. Das hat man ja lange auch bei Instagram gemacht. Genau, richtig. Oder bei YouTube anstatt Musik zu hören. Auf jeden Fall, diese Entwicklung des TikTok sich gerade so sehr breitbeinig hier hinstellt, kommt gerade zeitmäßig doch zu kommt schon sehr spannend, finde ich.

30:59 Dennis Horn

Total. Ja, total. Und welche Rolle es dadurch übernimmt, die bisher einfach auch Twitter inne hatte.

31:04 Gavin Karlmeier

Ja, absolut. Und dann noch eine Kleinigkeit zum Schluss Und zwar hatte Tamler, ich weiß ehrlicherweise nicht mehr, ob wir darüber gesprochen haben oder nicht, im November 2022 so eine Aktion gemacht, wo man für 8 Dollar zwei blaue Haken kaufen konnte.

31:19 Dennis Horn

Ja, doch, doch, da haben wir darüber gesprochen.

31:21 Gavin Karlmeier

Haben wir darüber gesprochen.

31:22 Dennis Horn

Mega gut.

31:24 Gavin Karlmeier

Also tatsächlich einfach nur so einen wirklich so einen Elon Musk-Mittelfinger. Und offenbar hat die Plattform damit 263. 000 Dollar eingenommen. Das heißt, die Leute haben also gesagt, also wir kommen da, wir machen das, wir finden das witzig. Und das geführt so weit, dass der iOS Revenue, also die Einnahmen mit der iOS-App von Tamlar Um 125% gestiegen sind seit dem Start dieser Parodie-Verifikation. Meldet TechCrunch.

31:54 Dennis Horn

Das mag ich doch sehr. Das mag ich doch sehr. So spielt man das Game. Vielleicht auch noch eine Idee für TikTok. Zwei blaue Haken bei uns.

32:03 Gavin Karlmeier

Oh, vielleicht kann man sich als HörerInnen von Haken dran zukünftig sich verifizieren lassen. Mit einem.

32:11 Dennis Horn

Finde ich gut. Wir verschicken das aber nur auf Papier.

32:14 Gavin Karlmeier

Muss man abholen in der Stadt. Treuen drizen.

32:19 Dennis Horn

Ich musste noch mal kurz gucken. Dann machen wir so einen kleinen Stand auf an der Dorfkirche.

32:27 Gavin Karlmeier

Vielleicht können wir einen Haken dranhaken am Maibaum verewigen lassen. Ich fände es schön.

32:32 Dennis Horn

Ich finde das gut. Ich finde das super. Wir denken noch auf ein bisschen Merch rum. Ich habe gehört, es gibt eine Firma, eine Merch-Firma, die jetzt auch wieder Kapazitäten hat.

32:39 Gavin Karlmeier

Oh, da haben wir noch gar nicht drüber gesprochen. Gut, dass du das sagst. Das müssen wir noch. Oh Gott, wie konnte uns das durchgehen? Und zwar hat Andrea Conway, über die haben wir schon öfter gesprochen, sie ist eine Designerin bei Twitter, einen Twitter-Eonk.

32:53 Dennis Horn

Nee, das ist die andere. Auf der Schlammspur ausgehen.

32:56 Gavin Karlmeier

Nee, das war die andere. Ach, das war die andere.

32:58 Dennis Horn

Ich komme schon durcheinander.

32:59 Gavin Karlmeier

Ja, das ist nicht so schlimm. Auf jeden Fall, Andrea Conway, die twittert relativ offen darüber, wie sie Dinge plant und was wir mit den Umfragen machen und sowas macht sie. Die kennen wir daher. Und die hat geschrieben, wie konnten wir das vergessen, die hat geschrieben, would you pay for Twitter Merch? Und zwar gestern auch. Und mit einer Umfrage, wo du ja nein abstimmen konntest, auch Bilder mit einem Twitter-Shop, wo man ein Foto von Elon Musk in einem Twitter-Vogel kaufen kann oder ein blaues T-Shirt mit einem weißen Vogel drauf. Wo ich mir denke, was ist denn das für ein Zeitpunkt, wo wir gerade wissen, dass nicht mal Twitter für Twitter-Merch bezahlt? Also, es, es, ich, also, das kann die, das macht mich wirklich komplett sprachlos. Ich finde es super. 400. 000 Dollar schuldet Twitter einer Merch-Unternehmen. Und Sie selber hätten aber gerne ein bisschen Geld dafür.

33:49 Dennis Horn

Wir verkaufen den Kram im Sommer zusammen mit unseren blauen Haken auf Papier an der Feldsteinkirche in Treuenbriezen.

33:57 Gavin Karlmeier

Ich freue mich drauf, hab einen schönen Aschermittwoch den.

34:01 Dennis Horn

Du auch, bis gestern.