Hey Hakis! Eine neue Woche ist da und es gibt reichlich zu besprechen. Der Lesezeichenzähler ist da (und niemand weiß, wieso), Elon Musk hat schon wieder ein neues Datum für den Open-Source-Algorithmus und natürlich sprechen wir auch über das sexy Thema Umsatzsteuer!
Transkript
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00:01 Intro
Haken dran.
00:03 Gavin Karlmeier
Das Social Media Update der CT. Grüß dich, Gavin. Hallo Dennis, eine neue Woche beginnt.
00:09 Dennis Horn
Ach, du klingst so ausgeruht. Der ist täuscht. Ja. Und ich sag mal so: Nach dieser Episode schmeißen wir uns beide komplett in die Tonne.
00:19 Gavin Karlmeier
Achso, ich sagte vor ein Bus.
00:21 Dennis Horn
Ja, vielleicht auch das. Also, was ist das? Also, haben wir uns zwei Tage lang darüber beschwert, dass nicht so viel los ist letzte Woche. Und ist das jetzt die Rache?
00:31 Gavin Karlmeier
Ich fürchte, das kann man so lesen, ja tatsächlich. Also es ist wirklich extrem viel. Wir haben hier volle Browserfenster, wo der Browser schon sagt, Limit erreicht, mach mal Neues auf.
00:41 Dennis Horn
Ja, ich würde sagen, das hier ist eine Sonderausgabe von Too Many Taps. Mein Name ist Dennis Horn und ich schließe heute meine Tabs zu Twitter. Also, es wird ein großer Spaß und wir haben uns darauf geeinigt, wir gehen das chronologisch durch heute, weil anders ist es nicht zu bewerkstelligen.
00:57 Gavin Karlmeier
Wir versuchen zumindest.
00:59 Dennis Horn
So. Wo starten wir?
01:04 Gavin Karlmeier
Ich lass mich scrollen. Ich scrolle, ich scrolle, ich scrolle. Also. Ich möchte starten mit einer Nachricht, die ich von Dennis Horn bekommen habe, in der drin steht, Montag wird es eine volle Episode. Ja, da sollte ich recht behalten. Genau. Und zwar hat Jason, at Jason, er ist Angel Investor und hat geschrieben, dass er eine Anfrage an Twitter hat. Er hätte gerne eine eigene benutzt ein Tab in seinem Twitter-Fenster oder auf seiner Profilseite vielmehr auf seinem Twitter-Profil, wo er seine 25 besten Tweets quasi anpinnen kann. Eine Art Wie wir es von Instagram kennen, so gepinte Posts eigentlich. Und da hat Elon Musk drauf geantwortet mit coming.
01:50 Dennis Horn
Aha.
01:53 Gavin Karlmeier
Also diese gepinnten Tweets werden wohl bald zu einem Art Highlight-Tab werden.
01:58 Dennis Horn
Ich weiß ja nicht, wie viel Sinn das macht für eine Plattform wie Twitter. Bei Instagram kann ich es verstehen. Kennst du den Unterschied? Ich finde es so zwischen Instagram und Twitter. Bei Instagram gehe ich ja auch öfter mal in die Profile. Bei Twitter eigentlich gar nicht so.
02:13 Gavin Karlmeier
Obwohl doch, doch, mache ich bei Twitter auch sogar. Aber aus anderen Gründen. Bei Instagram geht man auf die Profile ja, um sich zu entscheiden, möchte ich dieser Person folgen, habe ich da was verpasst. Bei Twitter dagegen weiß ich, dass ich was verpasst habe und dann gibt es so ausgewählte Personen, bei denen ich aufs Profil gehe, weil ich weiß, dass mir gefällt, was ich verpasst habe.
02:35 Dennis Horn
Okay. Ich glaube, das ist doch der große Unterschied. Ja, solchen Accounts folge ich nicht. Okay, aber kann ich mitleben, mit der Begründung. Und ich habe einen Vorschlag. Lass uns doch mal. beim Mikromanagement bleiben zum Start und all die Kleinigkeiten an Funktionen und Neuigkeiten, die uns da so begegnet sind, übers Wochenende kurz durchgehen. Da gab es eine interessante Unterhaltung bei Twitter. Andrea Conway, unsere alte Freundin und Bekannte hier in diesem Podcast, Designerin bei Twitter. hat wieder ein paar Screenshots gepostet aus der Twitter iOS App und sagt, wir Wir müssen hier vielleicht mal ein bisschen aufräumen. Ich weiß nicht, ob Sie unseren Podcast hört, aber wir haben ein bisschen gesagt, da ist ja immer noch genug Platz, um noch mehr Zahlen unter und neben und über den Tweets anzuzeigen. Weil jetzt noch der Bookmark-Count und der Like-Count und verwirrt.
03:33 Gavin Karlmeier
Und das ist ja genau nach der letzten Folge passiert.
03:35 Dennis Horn
Also, das wäre das Geile.
03:36 Gavin Karlmeier
Wir haben ja rumgescherzelt und plötzlich tauchte dieser Bookmark-Count auf.
03:40 Dennis Horn
Ja, und jetzt gibt es tatsächlich eine Diskussion, die sie so ein bisschen darüber an den Start gebracht hat, dass das schon eine. Eine Herausforderung sei, so viele verschiedene Dinge unter den Tweets anzuzeigen. Und ja, jetzt arbeitet sie. Sozusagen daran, wie man das gut ändern kann. Also, mir fällt keine wahnsinnig gute Idee ein, aber ihr ist einer eingefallen, nämlich zum Beispiel den ViewCount. Jetzt über den Tweet zu setzen. Also da wird einfach eine Zahl wird jetzt nach oben genommen, das heißt, wenn da oben Dennis Horn Blauer Haken at Horn steht. So, dann gibt es noch so eine kleine Unterzeile, so eine hellgraue, wo jetzt drin steht: von wann ist dieser Tweet? Und wie viele Views hatte er? Also das, was eigentlich sonst auch nochmal unter dem Tweet stand. Und unter dem Tweet hat man dann jetzt die Zahl der Likes, die Zahl der Retweets. Die Zahl der Antworten, die Zahl der Bookmarks.
04:42 Gavin Karlmeier
Und die Zahl der zitierten Tweets ja auch noch. Also da ist eine Menge los. Ja, ich also. Ich habe da Emotionen. Also erstmal möchte ich mal ganz kurz über diesen Bookmark-Zähler. Also, ich kann jetzt sehen, wie viele Leute diesen Tweet als Lesezeichen gesetzt haben, wenn ich auf einen Tweet tippe. Und das ist eine Zahl, die mir wirklich überhaupt gar keine Informationen gibt. Also ich habe davon nichts. Ich weiß nicht, was das für eine Aussagekraft hat. Also es steckt ja offenbar etwas dahinter, weil ja schon öfter darüber gesprochen wurde, dass da ein Ein Secret-Like sozusagen. Das ist jetzt gar nicht mehr so Secret, weil man sieht zwar nicht, wer den Bookmark gesetzt hat, aber es gibt trotzdem diesen Zähler. Aber ansonsten hat er eigentlich keine Aussagekraft über einen Tweet, vor allem nicht über einen Tweet Von Dritten. Also, wenn ich jetzt auf einen Tweet von Dennis Horn gehe, die sind selten geworden, aber dennoch, dann steht darunter: es haben drei Leute als Lesezeichen gesetzt. Diese Information bringt uns allen gar nichts. Deswegen weiß ich nicht so genau, warum das angezeigt werden muss. Und damit fängt das Debakel ja schon an. Das steht da nur, weil es geht, und dementsprechend kannst du dir auch überlegen, ob da nicht vielleicht dann doch wieder zurückkommen sollte, von welchem Gerät der Tweet geschrieben wurde. Ob da nicht vielleicht doch wieder, äh, vielleicht stehen sollte, wie lange der Mensch das Edit-Fenster offen hatte, um zu überlegen, was er da jetzt genau reinschreibt. Also all diese Informationen, die eigentlich gar keine Aussagekraft haben. Könnte man ja nach und nach jetzt noch da einfach hinzufügen, um es noch so ein bisschen doller aufzuladen. Aber ich habe ja Ähnliches auch schon über den View-Count gesagt, auch der bringt nichts.
06:09 Dennis Horn
Voll. Voll. Es gab mal, ich kann mich daran erinnern, so vor echt ein paar Jahren, von so einem Internet-Künstler, Benjamin Grosser, hieß der, glaube ich, gab es mal so ein Plug-in. ähm, mit dem man diese ganzen äh Counter ähm ausschalten konnte. Oh, ja, also du hattest ein Plugin in deinem Browser und ähm, der hat dann sozusagen alles rausgenommen an Like-Zahlen. Ich glaube, Demetricator hieß der. Und ich glaube, das hatte er für Facebook gemacht. An wie viele Kommentare gab es, wie viele Likes und so weiter. Und der Effekt, wenn man dieses Plugin dann eingeschaltet hat, also er ist so ein Künstler, ne? Wollte das nur so ein bisschen so unsere Zahlengläubigkeit, die wir da haben und so weiter. Der Effekt, wenn man dieses Plugin eingeschaltet hat, war super interessant, weil wie sehr man dann plötzlich auf den Inhalt geachtet hat und wie klar auch das alles war. Und wenn ich mir das jetzt so angucke. Ich brauche das alles nicht, tatsächlich. Es ist interessant, wie viele Leute etwas retweetet haben, finde ich immer. Ja, genau. Allen voran. Es ist interessant, wie viele Leute etwas geliked haben. Ich glaube, das ist aber auch unsere journalistische Sicht. Manchmal kann man ganz gut im TweetDeck danach filtern. Und das war's doch irgendwie. 100 Prozent. Also es bringt wirklich gar nichts und es, ich hab da, ich. Check's nicht. Komm, wenn du Emotionen hast, gehen wir zur nächsten Funktion. Bitte. Also Katie Nutopoulos ist uns auch schon mal begegnet von BuzzFeed News, Tech-Reporterin. hat getwittert, dass ihr aufgefallen ist in dieser For You-Timeline seien fast ausschließlich Tweets mit Bild, Video, Link. Oder Zitat-Tweets zu finden, also zitierte Retweets. Und sie musste relativ weit runter scrollen, um überhaupt mal einen Tweet zu finden, der nur aus Text besteht. Ganz interessant, weil also sie führt das darauf zurück, dass das ganz offenbar auch so Mechaniken sind wie bei Instagram, Reels und so weiter. Das Visuelle, das da im Vordergrund steht. Ich finde das total spannend.
08:26 Gavin Karlmeier
Lustigerweise kann ich das aber nicht relaten. Also wenn ich bei mir auf die For You-Page gehe Da ist schon mehr Bild als sonst, das ja. Aber mein erster Tweet ist zum Beispiel, wenn ich jetzt gerade die For You-Page öffne, ist ein reiner Text-Tweet. Und das liegt vermutlich so ein bisschen daran, wie die Menschen, denen ich folge, mit Twitter umgehen. Wir wissen zwar, da sind nicht nur noch Leute, denen ich folge, aber für mich ist das eher ein Indiz dafür, dass dieser Algorithmus doch extrem viel gerade anfängt, Daten zu sammeln und zu lernen. Und herauszufinden, was den Leuten eigentlich gefällt und das hoch individualisiert zu betreiben. Also deswegen finde ich die Geschichte tatsächlich spannend und mich würde mal interessieren. wie das unsere HörerInnen einschätzen oder wahrnehmen. Also wenn ihr jetzt gerade uns hört und eine Hand frei habt, dann macht doch mal kurz eure Twitter-App auf und schaut mal bitte, ob die ersten drei Tweets auf eurer for you page auf dieser für dich spalte ob das tweets mit bildvideo link oder einem zitierten tweet sind Oder nicht. Und erzählt uns das mal über die Kanäle eurer Wahl. Mich würde das echt interessieren, ob ich vielleicht einfach auch die Ausnahme bin oder auch nicht. Mhm. Oder?
09:36 Dennis Horn
Hiermit angefragt. Und wir warten auf Post. So. So. Kommen wir nochmal zurück zu Andrea Conway, jetzt, wo sich deine Emotionen ein bisschen gelegt hat. Dachte ich, können wir noch mal kurz darüber reden, was sie noch so in die Tweet-Vorschau, die Tweet-Anzeige reinpackt. Sie hat geschrieben, nochmal mit einem Screenshot versehen, some social context is coming back to tweet details soon. Das heißt, wenn ich hier jetzt einen Tweet öffne, dann steht darüber, warum ich ihn angezeigt bekomme. Sie hat das mit einem Screenshot versehen, mit einem Tweet, über dem steht People you follow liked this.
10:16 Gavin Karlmeier
Ja, und da habe ich mich ja letzte Woche mich hier drüber beschwert, dass es weg ist. Ich glaube, Andrea Conway hört Haken dran. Sie ist ein Haki.
10:27 Dennis Horn
Oh mein Gott. Ist das eine These, die wir noch verifizieren müssen oder falsifizieren?
10:33 Gavin Karlmeier
Nein, also ich ehrlicherweise glaube ich, dass das Fehlen dieser Social Context. eher ein Fehler war, dass sie jetzt eher versucht, eher dadurch zu beheben, den sie versucht zu beheben, weil diese For You-Page einfach nur noch voll von Tweets war, bei denen es gar nicht mehr nachvollziehbar Wahr, warum uns das angezeigt wird. Ich habe aber dazu auch schon mal gesagt, dass das grundsätzlich sich auch ein bisschen anfühlt wie eine Notwehr, weil bei TikTok beispielsweise wir sowas nicht haben. Und das auch nicht vermissen. Bei Twitter es allerdings schon doll auffällt, dass es fehlt, diese Ergänzung, warum mehr das angezeigt wird.
11:03 Dennis Horn
Ja, und aus einer Zeit des Transparenzgedankens kommt. Und wenn ich wieder mal unsere These belegt, was die da jetzt alles wegnehmen, sie werden irgendwann zu all dem zurückkommen.
11:15 Gavin Karlmeier
Weil es nämlich sinnvoll war. 100%, ja. Da können wir direkt mit einer anderen Andrea Conway Geschichte. Und zwar als Überlegung darüber, was diese, diese, wir waren beim Lesezeichen Count und wir waren bei Sortierung und wie wird der Tweet angezeigt und so Und da gibt es mehrere Überlegungen, zum Beispiel die Antworten unter einem Tweet, über die müssen wir gleich generell nochmal kurz sprechen, aber zu sortieren nach Relevanz, nach chronologischen Gesichtspunkten. oder auch deine Retweets zusammenzufassen, eben dass sie nicht mehr getrennt ausgespielt werden zwischen Retweet und zitiertem Tweet, sondern dass es quasi nur noch Shares sind und du klickst drauf und kannst dann über so Über so Spalten auswählen, ob du die zitierten Tweets oder die Retweets sehen möchtest. Also, da wird eigentlich gerade an jeder Art der UI geschraubt, die wir kennen und als gegeben hinnehmen. finde ich wahnsinnig interessant, weil ich das Gefühl habe, es wird gerade erst verschlimmbessert und dann geguckt, wie man das wieder gefixt kriegt. Weil wir hatten kein Problem.
12:20 Dennis Horn
Und wir hatten auch Ordnung. Hatten wir Ordnung? Ich fand, wir hatten ein bisschen mehr Ordnung.
12:25 Gavin Karlmeier
Ein bisschen.
12:26 Dennis Horn
Und also sie sagt dann, ich versuche da jetzt irgendwie ein bisschen Ordnung reinzubringen, und ich denke so, ja. Und ich weiß auch warum. Naja, so Elon Musk hat auch noch irgendwie ein bisschen am Funktionsstellwerk Rumgeschraubt und Dinge angekündigt. In den kommenden Wochen schreibt er, wird Twitter die Antworten auf Tweets priorisieren. Und zwar nach einer Reihenfolge: Erstens: die Leute, denen du folgst 2. verifizierte Accounts. Drittens nicht verifizierte Accounts. Und dann schreibt er, verifizierte Accounts sind eintausendmal Härter zu Gamen bei Bot- und Trollarmeen. There's great wisdom in the old saying, you get what you pay for. Also, er vertritt weiter seine These, wenn Twitter Blue Da ist und all diese Sichtbarkeits- bzw. Nicht-Sichtbarkeitsmechanismen dann auch umgesetzt sind, dann werden wir dieses Problem mit den Bots nicht mehr so haben.
13:33 Gavin Karlmeier
Ich, das ist natürlich totaler Bullshit. Also zu behaupten, dass die nach dem Motto böse Menschen haben keine Lieder, böse Menschen haben keine 8 Dollar im Monat. Das ist Quatsch. Es mag stimmen, dass es weniger Trollarmeen gibt, die sich diese 8 Dollar für einen Haken leisten. Auf der anderen Seite haben wir schon über. Dieses Beispiel gesprochen, dieser ähm erfundenen Menschen, die irgendwo in Harvard studiert haben sollen, die Profilbilder haben von Webseiten, die es ähm, die solche Gesichter generieren. Thisperson does not exist. com. Und dementsprechend ist das so ein bisschen an den Haaren herbeigezogen, dieses Argument. Also, ich finde das grundsätzlich das nicht verkehrt, die Replies zu sortieren, muss ich sagen. Vor allem, wenn es die Möglichkeit, über die wir eben gesprochen haben, die Andrea Conway da gerade baut, geben wird, diese Tweets dann trotzdem auch chronologisch anzeigen zu lassen, weil ich. . Wenn du einen Tweet schreibst, der sehr viel Feedback generiert, dann bist du froh darum, wenn es da eine Art Sortierung gibt. Und die Sortierung gibt es ja mitunter jetzt schon, sie ist aber teilweise nicht nachvollziehbar. Also dann scrollt es ein bisschen runter und dann taucht plötzlich eine Antwort auf, die 6000 Likes hat aus dem Nichts. Und das wäre ja eine, die vermutlich wichtiger ist als eine, die gar keine Likes generiert hat. Ich finde das nicht schlecht, dass es diese Veränderungen gibt. Ich bin mir noch nicht sicher, ob die Argumentation, die dem zugrunde liegt, so richtig ist.
14:58 Dennis Horn
Ich fand übrigens Der Mechanismus, mit dem bisher in den Antworten unter deinen Tweets Dinge auch aussortiert wurden. Und zwar gab es da ja so zwei Stufen. Es gab ja einmal, bist du so ein bisschen runtergegangen, Mehanzeigen. Irgendwie so, und dann gab es noch ganz weit unten so dieses andere oder weitere Antworten. Weitere Antworten. Und meistens waren das die Von denen ich so gedacht hatte, na gut, da ist jetzt aber auch eh ein bisschen Potenzial dafür drin, dass ich diese Typen sperre.
15:28 Gavin Karlmeier
Ja, genau. Und das funktioniert total, finde ich auch. Da rutschen natürlich auch manchmal falsche Leute rein, aber sich auch, hundertprozentig.
15:36 Dennis Horn
Da habe ich mich manchmal übrigens auch gefragt, ob das so ein Bubble-Mechanismus war, weil ich schon gesehen habe, dass so zum Teil bei so Twitter-Accounts von aus einem ganz anderen politischen Spektrum, so aus neurechten Kreisen zum Beispiel. Was dort ausgeblendet war, war dann eher so das linke progressive Spektrum. Das fand ich ganz interessant. Da habe ich mich gefragt, ob da so ein, also was dem zugrunde liegt an An Algorithmus, um da auszusortieren.
16:04 Gavin Karlmeier
Ja, finde ich auch spannend. Und die Frage, ob das nicht vielleicht einer der Algorithmen ist, aus der man, mit denen man in Zukunft vielleicht nochmal ein bisschen mehr arbeiten sollte. Was gerade so den Ersatz von Menschen betrifft, die Content-Moderation betreiben.
16:17 Dennis Horn
Ja, ich habe so gedacht, welche Nähen da zum Beispiel zu den Community-Notes existieren. Also tatsächlich interessanter Aspekt. Übrigens, wo wir gerade bei Welche Antworten bekommen mehr Sichtbarkeit sind? Ja, gehst du schon zum nächsten Punkt, weil ich habe noch einen Gedanken dazu.
16:35 Gavin Karlmeier
Ja, dann bleib noch dabei. Nur einen. Ich finde es spannend, dass er hier nur noch von Verified Accounts spricht und nicht mehr von Twitter Blue AbonnentInnen. Weil du, weil er plötzlich, es ist nicht mehr die Rede davon, Legacy Blue Accounts abzuschaffen, also Leute, die schon einen blauen Haken haben. Hatten, bevor Twitter Blue eingeführt wurde.
16:55 Dennis Horn
Ah, du verbindest damit Hoffnung, dass er sich so äußert.
16:58 Gavin Karlmeier
Ich weiß nicht, ob es Hoffnung ist, aber es fühlt sich doch schon, ähm, fühlt sich doch schon nach zu wenig nach Zufall an, dass er hier eben nicht von Twitter Blue NutzerInnen spricht. Also so gesehen ist es jetzt plötzlich nicht mehr dein Privileg als Twitter Blue Nutzer oder andersrum gedreht einen Kaufanreiz für Twitter Blue für mich. Geld auszugeben, damit meine Antworten weiter oben gesetzt werden, weil so ist das in ihr nicht formuliert, sondern das Twitter Blue gibt mir eine Verifikation, um so verifiziert zu sein wie andere, um in diesen Antworten weiter oben angezeigt zu werden. Also Ich habe das Gefühl, es wird einen Grund haben, dass er hier eben nicht Twitter Blue-AbonnentInnen geht.
17:37 Dennis Horn
Okay, so weit habe ich gar nicht gedacht an der Stelle. Ich war der Meinung, vielleicht ist er hier einfach gedanklich schon weiter und setze das als Selbstverständlichkeit voraus. Aber wenn du damit richtig liegst, werden wir es vor bald irgendwann erfahren. So, jetzt wollte ich diesen kurzen Schritt weitermachen. Und zwar einmal rüber gucken zum Meta. Adam Mosseri hat eins seiner berüchtigten Videos wieder veröffentlicht zu den Meta-Verified Updates. Du erinnerst dich, oder zu Meta Verified, es war diese Geschichte, dass kurz nach dieser ganzen Diskussion über Twitter Blue plötzlich auch Meta gesagt hat: Alles klar, es gibt bei uns ein Abo-Bonus. Programm und an diesem Bonusprogramm hängt auch die Verifikation. Und da gab es diesen Test in Australien und Neuseeland und der Test ist jetzt zumindest So erfolgreich gewesen, dass Meta sagt: Wir gehen jetzt in dieser Woche mit unserem Rollout in den USA an den Start. Und Dann sagt er aber dabei, bei diesem Rollout in den USA werden wir einige Learnings aus Australien und Neuseeland berücksichtigen. Und eins der Learnings bei Meta ist. Mit der zusätzlichen Reichweite, die an diesen Abo-Accounts hängt, wird es erstmal nichts Also bei Facebook wird das zurückgefahren und nicht mit einer zusätzlichen Reichweite versehen. Das finde ich ganz interessant. Er geht da nicht so in die Tiefe. Als dass wir jetzt hier schön über die Gründe dafür sprechen könnten. Aber das fand ich doch einen sehr interessanten Punkt, den ich hier an der Stelle nochmal reinbringen wollte.
19:22 Gavin Karlmeier
Ja, allerdings. Würde ich dir zustimmen. Vor allem finde ich es spannend, dass man sich darüber jetzt so, also dass man das so öffentlich macht und sofort kommuniziert und klar macht. Und sich damit aber ja auch gegen Twitter stellt in gewisser Weise, weil das bei Twitter nach wie vor einer der Anreize ist, mehr Sichtbarkeit zu brauchen.
19:41 Dennis Horn
Ich glaube, es ist Elon Musk ziemlich egal. Ja, glaube ich auch. Aber gleichzeitig setzt sich Meta eben mit der Frage, was hängt denn da dran an diesem Abo-Modell bei Meta? Wohltuend von dem ab, was Twitter da macht. Ja, also jetzt die Reichweite nicht, dafür aber ein Kundenservice. Während Elon Musk über dieses Wochenende Dafür gesorgt hat, dass der Account press at twitter. com Die Mailadresse, ja. Die Mailadresse, also wenn man da jetzt hinschreibt, so wie wir Journalistinnen und Journalisten es über Jahre getan haben, wenn man da hingeschrieben hat, Hat dann oder sich in der Regel jemand, der zuständig ist für die deutsche Presselandschaft, dann auch zurückgemeldet? Jetzt kriegt man nur einen Autoreply per E-Mail zurück mit dem Scheiße-Emoji. Und zwar von einer E-Mail-Adresse, die heißt press-no-reply at twitter. com. Bitte nicht nochmal zurückschreiben.
20:41 Gavin Karlmeier
Ja, es, ähm, es, es, es wäre witzig, wenn es nicht so bitter wäre, dass hier einfach ähm Ja, was soll man dazu sagen? Hier wird komplett respektlos mal wieder mit Leuten umgegangen, vor allem mit Leuten umgegangen, die ja eigentlich vermutlich auch nicht nur die auch wohlwollend sind. Also wenn du anfängst, Presseanfragen an Twitter zu stellen, dann bist du ja immer noch interessiert und möchtest dich eigentlich damit auseinandersetzen. Und ich also ich verstehe den Move nicht so richtig. Mir gefällt aber die Antwort von Chris Rickett darunter, der ist Head of Video bei Metro in Großbritannien. Und der hat dann Sinn gemerkt, also wörtlich übersetzt geschrieben Hm, das ist ja dann das gleiche wie die allgemeine Nutzungserfahrung bei Twitter.
21:28 Dennis Horn
Ja, not bad. Also ich finde. Also auf der einen Seite empörend, so aus Sicht des Journalisten natürlich, aber andererseits macht er damit ja. Am Ende dann auch nur offensichtlich, was eh schon die ganze Zeit klar ist und dort irgendwie im Hintergrund passiert.
21:49 Gavin Karlmeier
Aber dass du da jetzt auch noch, also dass du selbst das jetzt noch als Anlass nehmen musst, um einen Mittelfinger auszuprobieren, Auszustrecken, zeigt schon ein bisschen, wes Geisteskind Elon Musk so ist. Nicht überraschend, aber trotzdem erbärmlich, ne?
22:01 Dennis Horn
Apropos, es gab einen schöneren Longread bei der Financial Times in der Zwischenzeit, den wir nochmal gelesen haben. für euch Hackis, damit ihr es nicht tun müsst. Ich glaube, wir kriegen Ärger mit den Hackis.
22:17 Gavin Karlmeier
Aber vielleicht gemischtes Hak.
22:22 Dennis Horn
So nennen wir den Podcast irgendwann. Ja, genau. Also, da geht es um verschiedene Aspekte unter der Führung von Elon Musk. Es ist mal wieder so ein Text über. wie Twitter intern aussieht. So Blick durchs Schlüsselloch-Artikel, da hatten wir ja mehrere die letzte Zeit von. Und das geht so ein bisschen hin und her zwischen den verschiedenen Aspekten. Ich fand ganz interessant, dass Twitter gerade für Steuerzwecke daran arbeitet, eine neue Bewertung zu berechnen für das Stammkapital des Unternehmens. Und das bestimmt dann den Wert der Aktien, ob Aktionen für die MitarbeiterInnen. Es soll ja Ende dieses Monats, das heißt diese oder nächste Woche, neue Aktienpakete geben für MitarbeiterInnen. So als Ja, als Grund mit an Bord zu bleiben.
23:16 Gavin Karlmeier
Ja, ich verstehe das immer noch nicht so richtig, weil das Unternehmen wurde ja privat gestellt, damit es eben nicht mehr. In der Hand von vielen ist. Und jetzt fängt man wieder an, so Anteile abzugeben. Ich verstehe die Idee. Ich verstehe auch, dass das grundsätzlich vor allem im Silicon Valley und vor allem generell in den USA ein Ding ist, dass du eben diese Anteile abgibst, um eben eine höhere Bindung der Belegschaft an das Unternehmen aufzubauen. Das kann ich alles verstehen. Aber die ursprüngliche Idee, zumindest die, die Elon Musk nach außen getragen hat, dieses Unternehmen auf Privat zu stellen und eben dafür zu sorgen, dass es eben nicht mehr in der Hand von vielen liegt, um daraus die Infrastruktur des Marktplatzes, das Internet, bla bla bla Zu gestalten, die wird ja damit wieder ad absurdum geführt.
24:01 Dennis Horn
Ich glaube, wichtig ist da nochmal die Unterscheidung. Das hatten wir ja auch schon mal besprochen, dass Twitter immer Ein, also es war öffentlich an der Börse. Genau, ja. Als Aktienunternehmen ist von der Börse genommen, aber ist deshalb nicht kein Aktienunternehmen mehr. Exakt. Ja, so, und das deswegen lassen die Anteile sich weiter handeln. So, aber er hat gesagt, das war ja seine Argumentation, am Anfang, ein Unternehmen Oder dieses Unternehmen sollte in der Hand weniger sein. Genau, ja. Das war so ein bisschen die Schlagrichtung. Gut, es arbeiten ja auch nur noch wenige Wart. Genau. So sorgt er nämlich dafür. Aktien weiter rausgeben, aber halt nicht mehr an so viele Leute, weil da kommt mir noch jemand Arbeit. Genau so. Dafür, damit das dann in Gang kommt, muss man wissen, wie ist das Stammkapital des Unternehmens, wie sieht das aus, wie ist die Bewertung. Und da hört man jetzt, sie werde wahrscheinlich weit unter dem Übernahmepreis von 44 Milliarden Dollar liegen. Wir sind nicht überrascht.
25:14 Gavin Karlmeier
Das gibt's doch gar nicht.
25:16 Dennis Horn
Dann haben wir uns ein bisschen unterhalten ja die letzten Wochen über Elon Musk, der die Rechnungen nicht bezahlt, und unsere Vermutung war ja immer. dass das selbstverständlich eine Taktik ist. Und da schreibt dann die Financial Times ein bisschen länger drüber. Das fand ich super interessant. Also erstmal hat Elon Musk wohl intern so gesagt, ja, ja, dann lass sie uns doch verklagen. Wohl immer wieder diesen Satz, lass sie uns doch verklagen. um ja einfach so lange dann nicht zahlen zu müssen, bis irgendein Gericht dann der Gegenseite recht gibt. Also das ist ganz offenbar seine Strategie. Aber noch interessanter fand ich eine kurze Stelle in diesem Artikel. wie Musk auf die Erfahrung seiner eigenen Geldgeber setzt. Also er hat ja nicht allein investiert, es gibt noch so ein paar Mitinvestoren in Twitter und Pablo Mendoza Der ist Direktor bei, weiß ich jetzt nicht, VY Capital, Capital, Vai Capital oder so, mit Sitz in Dubai. Das hat dieses Unternehmen 700 Millionen Dollar bereitgestellt für diese 44 Milliarden Dollar Übernahme. Und Mendoza. Hat zusammen mit einem Unternehmer aus dem Silicon Valley Suril Cantaria geprüft, was mit den bestehenden Verträgen von Twitter geschehen soll. Also Vermieter, Adobe, Slack, Versicherungen, Sicherheitsdienste, Limousinen-Service, all diese Dinge. Und in einigen Fällen haben die beiden sich dann darauf konzentriert, bestehende Verträge neu zu verhandeln und in anderen Fällen diese Verträge einfach gekündigt. Und Mendoza hat dann gedroht damit, diesen Unternehmen wohl, schreibt die Financial Times, wenn die nicht irgendwie darauf einsteigen. Dann werden wir die Rechnungen einfach nicht bezahlen. So, dann wird Twitter die Rechnungen einfach nicht bezahlen und dann sein Gegenüber auch immer darauf hingewiesen, dass dann ja wohl sein Job auf dem Spiel steht. So, und er hatte wohl mit dieser Masche relativen Erfolg und in einigen Fällen Rechnungen tatsächlich um 50 bis 90 Prozent runtergehandelt. Meinst du, das klappt bei meinem Vermieter auch? Ich befürchte nicht, weil du nicht irgendwie mit Elon Musk zusammenarbeitest. Also, das fand ich doch schon nochmal einen interessanten Einblick.
27:56 Gavin Karlmeier
Ja, in der Tat. Also ich glaube, dass das sowieso überhaupt interessant wäre, mal da Mäuschen zu spielen, wenn solche Verhandlungen stattfinden und wie da wieder aufgerüstet wird, verbal. Ich glaube, dass das tatsächlich nicht die Seltenheit ist, dass solche Verhandlungen so laufen, wie wir das jetzt gerade hören, sondern dass man es einfach im Fall von Twitter wegen. diverser Menschen, die Geschichten nach außen tragen, dann halt an die Öffentlichkeit gerät. Ja. Geraten. So endet der Satz richtig, glaube ich.
28:27 Dennis Horn
So, was haben wir noch auf der Liste? Ich habe hier noch die Geschichte, dass Twitter die Unternehmenskonten seiner Konkurrenz runtergestuft hat. Ja, das habe ich auch als nächstes hier liegen. Plattformer hat das geschrieben, unser Lieblingsnewsletter von Casey Newton, Zoe Schiffer. MetaSnap, also das Unternehmen hinter Snapchat. tiktock, Instagram, mindestens 19 TikTok Unternehmenskonten wurden von Twitter herabgerankt. Das sei eine Änderung, die im Dezember schon ausgerollt wurde und die bedeutet, dass die Tweets, die von diesen Accounts veröffentlicht wurden, nicht empfohlen werden, den Menschen, die ihnen nicht folgen, und nicht in der For You Timeline angezeigt werden.
29:18 Gavin Karlmeier
Das ist krass, ne? Also hier sind auch so ein paar Accounts genannt, TikTok US, TikTok Sports, TikTok Support, dass sie alle so einen absoluten Einbruch der Aufruf Zahlen der Reichweite erlebt haben. Und ich könnte mir vorstellen, dass das gar nicht aufgefallen wäre, wenn der Viewcount gar nicht ausgerollt worden wäre. Punkt 1. Zweitens, es gibt ja diesen Verdacht immer wieder, dass das in anderen Netzwerken genauso stattfindet, dass du. Wenn du einen YouTube-Link bei Facebook postest, dass das niemand sieht und so. Das hat, glaube ich, oft andere Gründe, algorithmische Gründer, auch Gründe wie zum Beispiel die Domain YouTube. com wird einfach schlechter, äh weniger oft aufgerufen und so. Hier diesen direkten Eingriff eines Netzwerks darauf, finde ich, also das ist so ein bisschen unsouverän vor allem. Also auch da nicht überraschend, dass ein Elon Musk jetzt nicht zwangsläufig nach den Regeln eines Gentleman's Agreement spielt so.
30:11 Dennis Horn
Aber auf der anderen Seite ist es so, man macht sich so uncool damit, wenn man so handelt, oder? Ja, total. Andererseits muss ich daran denken, dass das nichts Neues ist. Also, Meta ist durchaus auch schon so vorgegangen. Also, man erinnert vielleicht nicht Direkt im Algorithmus. Aber vielleicht erinnerst du dich daran, dass die YouTube-Videos zum Beispiel sich mal im Facebook Newsfeed inline abspielen ließen. Ja, klar. Ja, geht auch nicht mehr, weil Meta da irgendwann den Saft abgedreht hat und Google ist eben ein direkter Konkurrent von Meta. Und auch bei Twitter wurde zum Beispiel die Vorschau für Instagram-Fotos. Das hätte ich jetzt auch direkt angebracht. Schon vorher unter der, also lange vorher unter der alten Führung abgedreht. Das heißt, Ja, unsouverän hier aber mal nicht so allein die Elon Musk-Nummer, das ist uns durchaus schon häufiger begegnet.
31:13 Gavin Karlmeier
Ja, komplett richtig. Auch ist ja eine freie Entscheidung und man kann das machen. Wie gesagt, ich finde es noch so ein bisschen unelegant. Aber natürlich können die ja machen, was sie wollen, was das angeht.
31:23 Dennis Horn
Ja, ich frage mich gerade, kann man das wirklich machen? Also erstmal, er hat doch immer was gegen Shadowban gehabt. Und das ist doch für mich hier die Definition des Shadowbands, oder? Also erstmal das. Guter Punkt. So. Und das zweite, ist das wettbewerbsrechtlich in Ordnung? Frage ich mich. Kann man das so machen? Ich bin mir nicht sicher.
31:43 Gavin Karlmeier
Ich glaube, das ist ein totaler Spezialfall. Also mal angenommen, ich als RTL möchte Werbung bei Pro7 schalten und die sagen, wir haben leider nur noch die Möglichkeit um 4. 30 Uhr. Is this okay? I don't know. Passend dazu, aber wo du gerade die ganzen Vorschauen genannt hast, eine kleine Die uns beide in unserer Arbeit hier täglich einschränkt, dass wir uns per iMessage keine Tweets mehr schicken können.
32:10 Dennis Horn
Oh ja, oh ja, es ist wirklich schlimm. Also es gab eine ganz schöne Vorschau. Also ihr müsst euch das so vorstellen, wir arbeiten so, dass wir einen iMessage-Chat am Laufen haben, haben wir, glaube ich, schon mal erzählt. Wir schicken uns Tag und Nachts um, egal welche Uhrzeit, alles, was uns so auffällt. Sodass wir dann immer, wenn wir diese neue Episode hier aufzeichnen, einmal kurz reingucken können, was haben wir so Neues. Und da gab es eine schöne Vorschau für Tweets immer, fand ich. Und wie lange ist das jetzt weggebrochen? So seit zwei Wochen oder so, seit ihr abends. Ungefähr mit dem, genau, ungefähr seitdem. So, und also man hat immer schön gesehen den Tweet in einem Vorschaubild und ähm Hatte das so schön auf Anblick. Was steht jetzt seitdem da? Tweet Twitter.
32:53 Gavin Karlmeier
Genau, es gibt nichts mehr dergleichen. Aber immerhin die Ankündigung von Apple, dass mit iOS 16. 4 das wie Gerüchte lauten, vermutlich am 28. März ausgerollt wird, dass Mastodon Tröts eine Rich Vorschau bekommen. Also immerhin das. Immerhin das.
33:12 Dennis Horn
Vielleicht ist das der geheime Killer-Moment für Mastodon. Das wird alles ändern. Dann Wo wir gerade bei iMen.
33:24 Gavin Karlmeier
Achso, aber ganz mal kurz dazu zu sagen: In den USA ist das aber ein Riesending, weil iMessage dort tatsächlich ein sehr, sehr, sehr verbreiteter Kommunikationskanal ist. Also noch viel mehr als hier. Also da spielt das schon eine Rolle, wenn du einen Tweet weiterschickst und der nicht mehr angezeigt werden kann in dem Chat. Ich glaube, das macht einen Unterschied. Aber sorry, jetzt kannst du weitermachen.
33:45 Dennis Horn
Ja, also ich wollte jetzt, weil wir geradezu so ein bisschen ins Dunst, in den Dunstkreis der Algorithmendiskussionen kommen. Darüber sprechen, was kündigt Elon Musk an? Am Freitag Twitter wird sämtlichen Codes open sourcen. Klammer auf, er hat schon die Offenlegung des Algorithmus angekündigt für letzte Woche, vorletzte Woche.
34:12 Gavin Karlmeier
Ja.
34:13 Dennis Horn
Und es war nicht geschehen. Klammer zu. Also Twitter wird sämtlichen Code Open Sourcen, der genutzt wird für die Tweet-Empfehlungen. Am 31. März. Also, es ist keine Rede mehr davon, den Algorithmus offen zu legen, sondern jetzt wird offengelegt, was für ein Algorithmus steckt hinter den Tweet-Empfehlungen, was natürlich eine wesentlich kleinere Nummer ist.
34:40 Gavin Karlmeier
Ja, er sagt in dem Tweet darunter ja selber, unser Algorithmus in Anführungsstrichen, aha, ist zu komplex und wird intern nicht vollständig verstanden. Die Leute werden viele dumme Dinge entdecken, aber wir werden Probleme beheben, sobald sie gefunden werden. Und ein bisschen später schreibt er, die Bereitstellung vor Code-Transparenz wird zunächst unglaublich peinlich sein, sollte aber zu einer schnellen Verbesserung der Empfehlungsqualität führen. Also klingt so ein bisschen so, als ey Leute, wir haben hier was, das checken wir selber nicht und wir finden es richtig unangenehm. Guckt euch das mal an, damit ihr euch darüber lustig macht, damit wir aus dem, worüber ihr euch lustig macht, lernen können, was wir anders machen müssen. So lese ich das.
35:17 Dennis Horn
Also im Grunde, ich habe alle Leute gefeuert Aber vielleicht können jetzt mal alle gemeinsam draufgucken, was wir besser machen können.
35:25 Gavin Karlmeier
Wirklich stimmt. Ja.
35:28 Dennis Horn
Na gut. Also, wir werden uns auch dieses Datum, den 31. März, im Kalender fett markieren und.
35:36 Gavin Karlmeier
Warte mal kurz. Hey Siri, erinnere mich am 31. März um 8 Uhr an Algorithmus Open Source.
35:46 Dennis Horn
Das ist schon wieder so ein Kommando, wo Siri dir dann am 31. März sagen wird, Algorithmus Open Source und du dann so denkst, was meinte ich damit? Ja, vielleicht. Aber vielleicht erinnere ich mich dran, dann sage ich es dir. Genau. Aber so werden wir es nicht vergessen. So, Mastodon ist ausgefallen zwischenzeitlich. Die Jetzt muss ich schon wieder aufpassen, welche Worte ich wähle. Aber ich sage bewusst: Die Hauptinstanz. Also, sorry, wenn ich nach Mastodon google, Dann kommt Mastodon. social, wo sich natürlich die meisten Leute einfach anmelden. Mir ist klar, dezentral, es gibt keine Hauptinstanz bla. Also die Hauptinstanz von Mastodon Hat betroffene NutzerInnen über einen Sicherheitsvorfall informiert. Zwischen dem 2. und 24. Februar bestand der. Da gab es eine Fehlkonfiguration, was bedeutet, dass bestellte Datenexporte, also Archive-Daten Takeouts. Also, ne, ich möchte meine Daten runterladen, so verstehe ich das.
36:53 Gavin Karlmeier
Ja, genau.
36:54 Dennis Horn
Die konnten von Dritten runtergeladen werden.
36:58 Gavin Karlmeier
Ja. So
37:00 Dennis Horn
Ja. Also passiert, sagen wir mal, also Fehler passieren und was hier sagtest du, wir haben eben kurz das Vorgespräch geführt. Was du hier interessant findest, ist die Kommunikation um diesen Fall.
37:17 Gavin Karlmeier
Also, das ist ja jetzt, das passiert ja auch anderen. So etwas, ne? Und wir haben das öfter schon, so Datenlegs mitbekommen. Oft erfährt man davon dann sechs, sieben, acht, neun Monate später. Manchmal sind es. Datenklaue im großen Stil. Hier war ein Fehler in der Konfiguration. Es gab eine Möglichkeit, dass etwas hätte heruntergeladen werden können. Offenbar gibt es keine Hinweise darauf, dass es passiert ist. Und es geht vor allem um öffentliche Daten. Also es ist eigentlich, je näher man auf diese Geschichte guckt, umso kleiner wird sie und umso spannender finde ich, dass man damit dann so groß, ähm, so groß warnt und sagt, hier, das gab es. Das ist Sehr, sehr, sehr vorbildlich, sollte richtig sein, sollte normal sein, ist es aber, glaube ich, nicht. Und das finde ich toll. Aber was soll ich sagen? Also klar, dass Mastodon sich da vorbildlich verhält, ist jetzt nicht so super überraschend, aber man muss es trotzdem nochmal erwähnen, weil wir hier eigentlich hier immer wieder über ein Netzwerk sprechen. Wo sich niemand mehr vorbildlich verhält.
38:14 Dennis Horn
Wir halten es genau so fest. Gut. So, jetzt habe ich nicht mehr so viel auf der Liste
38:20 Gavin Karlmeier
Oh, ich habe noch eine Sache. Ja, Sache. Und zwar scheint es so, dass Wettbewerbshüter bei der EU auf eine Sache aufmerksam geworden sind, die so nicht mit rechten Dingen zuläuft im Rahmen von Twitter. Und zwar, dass die Mehrwertsteuer nicht Teil des Angebotes von Tütablu ist. Da sind wir ja auch schon mal drauf gestoßen. Achso, genau, das verstößt gegen EU-Recht, auch wenn es in allen Ländern unterschiedlich ist, also in Luxemburg 17 Prozent, in Schweden 25 Prozent. in Deutschland. 19% beispielsweise. Aber das muss von vornherein direkt mit ausgewiesen werden im Angebot. Und da wird jetzt gerade offenbar Das wird untersucht und BusinessInsider. com hat das gemeldet. Ihr habt es zuerst bei uns gehört, vor vielen Wochen schon hätten wir eine Klage angestrebt, es hätte uns zu Business Insider gebracht.
39:07 Dennis Horn
So viel können wir sagen. Es war eine richtig schöne Richtig schöne Radiomoderation, die du gerade gemacht hast. Können wir nochmal einen Sender positionieren? Ihr habt zuerst bei uns gehört.
39:16 Gavin Karlmeier
Gut, ne?
39:17 Dennis Horn
Ja. Und jetzt noch die neue von Anastasia. Ich weiß nicht, kam da mal irgendwas Neues? Ich befürchte es. Hier, ich habe noch, also wenn du nichts mehr hast, eine Sache habe ich noch. Es gibt doch diese Silicon Valley Bank. Ja. Oh ja. Und Martin hat uns geschrieben, uns beiden, lieben Dank dafür. Er war überrascht, dass die Pleite der SVB und die also er schreibt potenzielle Übernahme durch Twitter. Da hat Elon Musk ja auch irgendwo mal kurz noch so einen Tweet losgelassen, bei euch gar kein Thema war. Und also wir haben Martin geantwortet, fairer Punkt, also das mal irgendwie zusammen zu besprechen. Was heißt das eigentlich für Twitter? Ich bin so vorsichtig mit diesem. Jetzt übernimmt Twitter die Bank, weil Elon Musk hat so schon genug Geldprobleme. Ich weiß nicht, wie er sich so eine defizitäre Bank jetzt noch aufbürden sollte, wie das gehen soll. Aber trotzdem mal kurz zu beleuchten, welche Zusammenhänge es da gibt und geben könnte. Nur wir sind nicht die Experten dafür. Ja, so ist es. Und auch vielleicht unter euch, Hakis, gibt es Menschen, die sich vielleicht damit auskennen. Dann fängt wir das super interessant. Tatsächlich mal ein bisschen länger darüber zu sprechen, weil es ja schon so scheint, dass die Probleme dieser Bank, ich nenne es mal Probleme, neutral formuliert, sich ja weiten, ausweiten und Konsequenzen nach sich ziehen. Was heißt das eigentlich für Twitter? Ich fände das interessant, das mal zu beleuchten und vielleicht hat jemand von euch da irgendwelche schlauen und klugen Gedanken zu
41:09 Gavin Karlmeier
Ja, ist super spannend, vor allem in Hinsicht darauf, wie diese defizitäre Bank jetzt womöglich vielleicht doch noch irgendwie Gelder bekommen könnte von außen und was das eigentlich bedeuten würde, wenn ein defizitäres Systemen wie Twitter jetzt in den Payment-Sektor einsteigt. Also, ob die da nicht theoretisch auch für solche Rettungsschirme plötzlich Denkbar wären, man weiß es nicht. Also, das würde mich alles tatsächlich mal interessieren. Vielleicht haben wir morgen dazu schon mehr Informationen. So nämlich. Bis morgen. Bis morgen.