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Folge 84 · 17. März 2023 · 13 Min.

Erinnere mich später an diese Folge!

mit Dennis Horn

Twitter führt eine „Remind me on this“-Funktion ein – und passend dazu laden wir zwei Stunden zu spät hoch. Andererseits: Diese Funktion kennen wir doch irgendwoher? Außerdem können wir Werbekategorien.. nun ja… kategorisch ausschließen. Wir meinen „ausschließen“. Wild. Schönes Wochenende!

Transkript

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00:01 Intro

Haken dran.

00:03 Gavin Karlmeier

Das Social Media Update der CT. Das Band läuft. Grüß dich Gavin. Hallo Dennis. Na? Na, das ist Ausgabe 84b, die wir nochmal neu anfangen, weil wir gerade so ein Lag hatten. Da habe ich schon gedacht, ob da dieser eine Twitter-Engenieer für unsere Aufnahme hier zuständig ist.

00:23 Dennis Horn

Der eine, der hat jetzt, der hat die Funktion, auch alle Aufnahmen, die Twitter betreffen, auch zu betreuen, leider. Der hat echt viel zu tun.

00:30 Gavin Karlmeier

Also heute können wir uns nicht darüber beschweren, dass wir keine Themen hätten, aber ich sag mal so: Micromanagement galor. So, und ich möchte mit dir zuerst starten in eine neue Funktion, mögliche Funktion. Die unsere Freundin hier in diesem Podcast, Andrea Conway, Grüße bitte. Grüße bitte, vorgestellt hat. Designerin bei Twitter Und sie hat so Screenshots geteilt von der möglichen neuen Funktion, die würde es den Nutzerinnen und Nutzern ermöglichen. Eine Benachrichtigung einzustellen und zwar an bestimmten Tweets, also an einzelnen Tweets Weißt du?

01:12 Dennis Horn

Ja.

01:13 Gavin Karlmeier

So, also sozusagen erinnere mich an diesen Tweet nochmal in einer Stunde oder in einem Jahr. Das ist so die Range, die du einstellen kannst und sie hat. wieder so ganz wunderbar, wie sie das immer macht, hat sie in ihrer Veröffentlichung dazu geschrieben, wondering if there might be value in adding Remind Me Functionality to Tweets. What do you all think?

01:34 Dennis Horn

Ja, und die Frage gibt es jetzt an mich weiter hier an der Stelle.

01:36 Gavin Karlmeier

Yeah, what do you think?

01:38 Dennis Horn

Okay. Also, es gibt jetzt so Features und so Apps, so Drittanbieter-Apps und so. die eine Funktion auf ein Smartphone beispielsweise bringen, die dann sehr, sehr, sehr rege genutzt wird und von vielen Leuten auf große Beliebtheit stößt. Und diese Funktion gibt es dann so lange, bis früher oder später zum Beispiel Apple verbietet Apps, die solche Funktionen anbieten im App Store zu listen oder alternativ diese Funktion einfach so nachbaut und ins Betriebssystem integriert, dass dieser Drittanbieter, der darüber längst ein Geschäftsmodell aufgebaut hat, eigentlich nichts mehr davon hat, weil niemand mehr diese externen Apps braucht. Inzwischen geht Apple öfter auch dazu über, direkt den Anbieter dieser Drittanbieter-App zu kaufen. Aber trotzdem, so etwas ähnliches passiert hier jetzt gerade auch, weil diese Funktion remind me of this. Das war ja ein externer Twitter-Bot, also einen Account, den ich antwittern konnte. Und dann konnte ich den antwittern und konnte sagen, erinnere mich da in einem Jahr dran. Und ich würde mal behaupten, so 50% der Leute, die das gemacht haben, haben das aus Shit-Posting-Gründen gemacht und die anderen 50% so aus. Ähm, journalistische Häme. Was ist journalistische Häme? Also, wenn du jetzt schreibst, Hakendran wird mit Sicherheit niemals die hundertste Episode überleben, solange wir Twitter doch gar nicht durchhalten und ich schreibe als möglicher Twitter-Fanboy remind me of this in one year, dann sehen auch alle in diesem Moment, hey, der glaubt dem nicht, dass der das sagt und wird dazu einen Grund haben. Ja, ich verstehe. Und diese Öffentlichkeit, die fehlt der neuen Funktion ja, weil wenn ich mich erinnern lasse in einem Jahr, dann steht er ja nicht drunter. Wissen wir ehrlicherweise auch nicht, würde mich auch nicht wundern. Vielleicht steht da auch drunter, wie viele Leute sich in Zukunft daran erinnern lassen werden. Aber wahrscheinlich nicht. Ich finde, es sind noch nicht genug Statistikangaben und Counter unter den Tweets.

03:20 Gavin Karlmeier

Da ist noch Platz.

03:22 Dennis Horn

Genau. Aber diese Öffentlichkeit fehlt und dementsprechend auch so ein bisschen das humoristische Potenzial. Trotzdem kann ich der Funktion auf jeden Fall was abgewinnen. Also ich bin ja auch ein Mensch, der sich erstmal einen Überblick schafft und dann tiefer reingeht. Das mache ich, wenn ich bei Gmail in meinen E-Mails unterwegs bin. Lasse ich mich auch öfter an E-Mails später erinnern. Und gerade bei Twitter, wo es ja gerade vor allem jetzt unmöglich geworden ist, so re so ein bisschen den Überblick zu behalten, was habe ich schon gesehen und was nicht und etwas Gesehenes wiederzuentdecken später, finde ich die Funktion eigentlich nicht verkehrt.

03:54 Gavin Karlmeier

Ja, also ich verstehe das gut. Ich finde, also wenn wir jetzt mal so im weitesten Sinne aus Hate-Speech-Gründen sagen, das internalisiert man in die Profile so, dann finde ich das auch eigentlich einen guten Move. Aber es gibt natürlich das größere Bild dahinter und das ist einfach, dass diese Tools, die du eben benannt hast, die es da schon gibt, von Drittanbietern kamen und einfach Bots sind. Und die werden jetzt gekillt und das waren, also das waren die guten Bots. Und diese Funktionalität macht Twitter jetzt dann eben zu, sagen wir mal, so internen. Prozessen. Fände ich auch mal spannend, darauf zu blicken, ob Twitter da nicht noch andere dieser Bots abgrasen könnte in Zukunft. Und welche das wären. Und das ist auch einfach nötig, dass das passiert, weil die meisten dieser Bots, die da bisher sich haben einsetzen lassen, gab es ja auch noch diese diesen Thread-Unroller, also den haben auch viele genutzt, ne? Wenn man irgendwie längeren Thread geschrieben hat, dass man den dann nicht bei Twitter lesen muss, sondern so einen Link bekommt, wo man es wie so einen Artikel dann lesen kann. Ein bisschen freundlicher Für die Augen, sozusagen. Und die meisten dieser Bots werden jetzt natürlich einfach aussterben, weil sie mit Sicherheit die Preise für die neue API, über die wir hier schon gesprochen haben, nicht bezahlen. Würden oder können.

05:27 Dennis Horn

Du meinst, sie sind nicht dazu bereit für die Funktion, erinnere mich an diesen Tweet in einem Jahr ungefähr 42. 000 Dollar im Monat zu tun.

05:33 Gavin Karlmeier

Ich glaube nicht. Ich glaube nicht. Und für die ist es natürlich ein bisschen wie Salz in die Wunde streuen. Zu 100 Prozent. Aber vielleicht gleichzeitig so die unbedarfteren Twitter-NutzerInnen, die werden natürlich diese Bots auch gar nicht kennen. Oder? Also ich würde sagen, das sind die engagierten Twitter-NutzerInnen, die die Kultur dieser Plattformen gut kennen und dann so jede. Jede Ecke. Und die haben das vielleicht eher genutzt als jetzt so die Durchschnittsnutzerinnen und Nutzer, die so eine Plattform braucht, um zu wachsen und groß zu sein. Also irgendwie nachvollziehbar, aber ja, Mikromanagement, nicht wahr? Ja, so total. Wie beim Anzeigengeschäft. Von Twitter. Twitter arbeitet an einer neuen Funktion in den Einstellungen, mit der es möglich werden soll, bestimmte Anzeigenkategorien Abzulehnen. Und zwar nicht so alle, die so als Kategorien da sind, sondern in so bestimmten Kategorien, die sagen wir mal so unter das Stichwort offensive fallen könnten. Das heißt, ich hätte dann die Möglichkeit, im Moment ist das als einzige Option in den Screenshots, die wir sehen können, vorhanden für diese mögliche neue Funktion, nämlich Glücksspiel abzustellen. Aber es ist dann wahrscheinlich, dass noch so weitere Kategorien dazukommen, wie so Alkohol oder Waffen und so weiter. Oder Cannabis.

07:02 Dennis Horn

Oder Cannabis lange.

07:04 Gavin Karlmeier

Was dann am Ende nicht heißt, dass man diese Anzeigen in der App überhaupt Nicht mehr sieht. Also die Formulierung wäre, man kann wählen, ob man weniger Anzeigen zu diesen Kategorien sehen möchte, indem man sich abmeldet. Also, ja, sag mal.

07:22 Dennis Horn

Was bringt es dann, weil du weniger Glücksspielwerbung siehst. Also wenn du so anfällig oder wenn du trockener Alkoholiker bist, dann willst du, dann darf dir diese Werbung nicht angezeigt werden. Und du kannst ja bei, auf anderen Plattformen, bei Google, ist es meines Erachtens so bei YouTube jedenfalls. Es ist möglich, dass diese Werbung nicht angezeigt wird. Du kannst auch bei Facebook auswählen, welche Werbung für dich nicht relevant ist. Immerhin und auch da gewisse Themen ausschließen. Aber einfach zu sagen, es wird jetzt. weniger, bringt halt wirklich, also damit ist niemandem geholfen, weder dem Werbetreibenden noch dem, der es.

07:55 Gavin Karlmeier

Ja, ich, also ich finde, das ist eine legitime Frage. Vielleicht mal zu den Gründen, was dahinter stecken könnte. Also auf der einen Seite, also ich meine, wenn man mehr als zwei Drittel seiner Werbekunden irgendwie verloren hat, dann muss man sich vielleicht die Möglichkeit ein bisschen offen halten. Und ganz praktisch gesprochen, auf der anderen Seite, also Meta hat sowas auch. Ja, also es gibt bei Meta seit drei Jahren etwa so ein Tool, mit dem ich abstellen kann, Alkohol. Interessant, Haustiere, Wahlen, Politik, Kindererziehung. Typische Trigger-Dene. Ich weiß nicht, aber gut, also ich kann bestimmte Anzeigen da abwählen und Meta weist auch darauf hin, wenn du dich dafür entscheidest, weniger Anzeigen zu sehen zu einem bestimmten Thema. Dann bekommst du wenige Anzeigen zu diesem Thema und die Werbetreibenden können dich nicht auf der Grundlage deines Interesses an diesem Thema ansprechen. Aber es kann immer noch sein, dass du einige zu sehen bekommst. Auch wenn du dich dafür entschieden hast, weniger davon zu sehen, das ist ein bisschen typische Facebook, Facebook-verquaste Sprache Ähm, und also das scheint damit zu tun zu haben, dass Facebook nicht versprechen will, dass da gar nichts mehr dabei ist, weil man nie weiß, ob so diese Werbesysteme im Hintergrund das auch wirklich komplett herausfiltern. was damit zu tun hat, dass die Werbung ja dann auch getaggt sein muss in der entsprechenden Kategorie und so weiter. Also dass da keine Beschwerden kommen, weißt du?

09:31 Dennis Horn

Ja, kann ich total verstehen. Ich habe einfach inzwischen, und also man muss ja mal kurz dazu sagen, wir machen das ja seit 83 Episoden, 83,5 Episoden.

09:41 Gavin Karlmeier

Seit Jahren habe ich mich schon fast erschreckt.

09:46 Dennis Horn

Weil wir natürlich eine gewisse Liebe zur Plattform nach wie vor haben und zum Netzwerk. Aber trotzdem ist es bei mir so der erste Reflex, dass mein Vertrauen in Twitter auf so einem niedrigen Punkt ist. Dass ich, wenn ich eine Ankündigung lese, in der gesagt wird, naja, es wird dann immerhin ein bisschen weniger, dass ich mir dann denke, naja, dann lasst es doch. Ich weiß nicht, ich glaube, ich bin da einfach, es gibt eine gewisse Frustration einfach mittlerweile.

10:11 Gavin Karlmeier

Andererseits, wenn Menschen das überhaupt nutzen. Also, ich würde fast schon sagen, die Leute, die sich durch diese Einstellungen im Menü wählen, das sind noch weniger als die, die den Remind Me of this Spot einsetzen.

10:25 Dennis Horn

Ja, vermutlich richtig.

10:27 Gavin Karlmeier

Also, das weiß man ja auch schon immer. Das ist irgendwie schön, dass das bereitgestellt wird, so als Möglichkeit, aber das sind natürlich auch immer Optionen, auf die die Plattformen gar nicht so aktiv hinweisen. Es ist irgendwo verborgen und die Plattformen, das ist ein Deal, ne? Also, die Plattformen können dann immer sagen: Ja, hier, wir bieten doch die Möglichkeit und so. Und Leute, die es einsetzen wollen, kommen halt auch dran. Und alle sind irgendwie zufrieden, keiner kann mehr meckern, dass Twitter ja nichts gemacht habe. Oder Meta oder so.

10:54 Dennis Horn

Richtig, ja, klar. Aber es gibt ja durchaus Gründe, warum du diese Werbung nicht angezeigt bekommen willst. Also wenn du ein. Schicksalsschlag erlitten hast, beispielsweise kann ich mir durchaus vorstellen, warum du dich entscheidest, keine Werbung für Babyprodukte sehen zu wollen. Wenn du vielleicht irgendeine Drogensucht überstanden hast. Möchtest du vielleicht nicht mit solchen Rauschmitteln getriggert werden? Also ich glaube, es gibt durchaus Gründe der mentalen Gesundheit, die dafür sprechen, gewisse Produkte eben nicht mehr als Währung angezeigt zu kriegen. Und dann hilft es dir nur, einem Komplettausschluss näher zu kommen. Und nicht zu sagen, naja, dann ist es wenigstens ein bisschen weniger, glaube ich.

11:29 Gavin Karlmeier

Ja, so kann man das sagen. So kann man das sagen. Was haben wir noch auf der Liste? Vielleicht noch so als letzten Punkt Christ Messina. Wer ist Christmas Cena? Ist das dieser Schauspieler eigentlich?

11:43 Dennis Horn

Er hat auf jeden Fall nichts mit Christmas und nichts mit Weihnachten zu tun. Keine Ahnung.

11:46 Gavin Karlmeier

Also auf jeden Fall bekannter Nutzer. Es gibt auch einen Christmas Cena, der ist Schauspieler. Aber ich weiß nicht, ob der das ist, über den wir hier reden, der mir eher wie so ein Social Media Berater-Gesicht vorkommt. Kannst du das mal bitte kurz googeln? Chris. Da kommt nur der Schauspieler raus. Nee, hier. I'm one of the top product hunters. And an experienced entrepreneur, founder, product and UX Designer.

12:15 Dennis Horn

So, dieser Christmas scene. Der, der mit dem ähm ähm äh NFT als Buch.

12:24 Gavin Karlmeier

Ja. So, Chris Messina hat versucht, Twittercoins zu kaufen. Something went went wrong, steht da. But but don't fret, it's not your fault. Ja, das also auch da Scheint sich noch ein bisschen was zu bewegen und Musik drin zu sein, aber für heute war es das erstmal mit dem, was wir auf der Liste haben. Es ist doch auch mal schön, die zwölf Minuten mit Inhalt zu füllen.

12:50 Dennis Horn

Wobei wir Lob bekommen haben für unsere Episode von gestern. Wirklich? Naja, das macht Spaß. Ach, macht Spaß. Na gut, dann ist jetzt Wochenende, Dennis. War eine ruhige Wochenende.

13:06 Gavin Karlmeier

Und wenn wir also das jetzt nach diesen ruhigen Tagen auch noch bis Montag ziehen, ich bin gespannt.

13:12 Dennis Horn

Ich auch. Bitte schönes Wochenende dubst Montag.

13:15 Gavin Karlmeier

Tschüss.