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Folge 9 · 23. November 2022 · 19 Min.

Von der Gewinnzone in den Untergang?

mit Dennis Horn

Heute ist es wirklich wild. Wir haben Neuigkeiten zu Twitter Blue (kommt es? kommt es nicht?) und dem Haken an der Sache mit den Haken – Spoiler: Vielleicht gibt es nun doch mehr als einen Haken? Vielleicht auch nicht? Außerdem hat sich Elon Musk zu seinem „Content Moderation Council“ (kommt es? kommt es nicht?) geäußert – Spoiler: Vielleicht wird es doch kein Content Moderation Council?

Ihr merkt: Es ist chaotisch heute. Aber immerhin gibt es auch gute Nachrichten. Zumindest für Elon Musk. Zumindest vorerst. Jedenfalls für heute. Bis morgen.

Transkript

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00:01 Intro

Haken dran, das Social Media Update der CT.

00:08 Gavin Karlmeier

Hallo Dennis. Hallo Gavin. Immer, also heute steigen wir so ein bisschen, ich sag mal, unsortiert in die Episode. Und auch in den heutigen Mittwoch, weil es einfach. Unfassbar viel Content gibt für uns. Wir versuchen uns mal heute so ein bisschen einen Überblick zu verschaffen. Aber keinen Anspruch auf Vollständigkeit, es ist einfach zu viel.

00:29 Dennis Horn

Ich komme mir vor wie Harry Potter, als die ganzen Briefe von der Eule kommen. Also, was ich ja an Material gesammelt habe, so in den letzten 24 Stunden, ist völlig irre.

00:38 Gavin Karlmeier

Ich habe nur Harry Potter gesehen. Ich kann mit einer guten Nachricht anfangen, wenn du möchtest. Okay. Mach dich bereit zum Applaudieren. Elon Musk hat es geschafft. Twitter ist profitabel. Hehey! Das kommt von Herzen? Ich habe noch ein Schlagzeug hier. Also Twitter ist tatsächlich profitabel. Und das ist ja so eine BWL-Grundlage 101. Wenn du ein Unternehmen profitabel machen möchtest, dann musst du entweder auf der Waage von der einen Seite was runternehmen oder auf die andere Seite was drauflegen. Und er hat runtergenommen. Er hat runtergenommen, er hat deutlich runtergenommen und zwar den höchsten Posten, den er so, den Twitter so an Ausgaben hat, bislang. Also es kommen dann noch Credit Debts dazu, die haben wir noch nicht. da eingerechnet, die könnten da nochmal ganz schön reinhauen. Aber die Personalkosten, denn wie wir wissen, die Leute, die er nicht entlassen hat, sind eh von alleine gegangen, zumindest viele davon. Und dementsprechend sind die Personalkosten so weit runtergebrochen, dass Twitter jetzt scheinbar in der Gewinnzone ist. Ach guck mal.

01:36 Dennis Horn

Und er hat, also die Kündigungen sind auch durch.

01:39 Speaker 4

Das hat er auch gesagt.

01:42 Dennis Horn

Von den 7500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern beim Zeitpunkt der Übernahme sind jetzt 2700 übrig.

01:51 Gavin Karlmeier

Das ist echt wild, ne?

01:53 Dennis Horn

Das ist wild und es sind ja mehr, als er ursprünglich auch geplant hatte, weil dann ja noch eine Reihe von Kündigungen draufgekommen sind. Und jetzt gab es so eine Mitarbeiterversammlung, die war ganz spannend, weil dann eine ganze Reihe von Punkten rausgesprungen sind. Aber da hat er gesagt. Also, wir sind mit den Entlassungen jetzt durch und jetzt starten wir damit, neue Leute zu suchen. Und was da für Leute bei sind, ist irgendwie ganz spannend. Also, das ist einer bei George Hotz heißt der Kerl, den kennt man möglicherweise nicht, aber der hat Schlagzeilen gemacht. Vor 15 Jahren ist er Hot.

02:27 Gavin Karlmeier

Es ist nicht El Hotso, muss man dazu sagen.

02:29 Dennis Horn

Es ist nicht El Hotzo. Das glaube ich L. Hotz aus Sebastian Hotz oder so. Richtig, ja, genau. Es ist sein verschwundener Zwilling aus den USA. George Hotz hat Schlagzeilen gemacht vor 15 Jahren. Da hat er den Code geknackt, der dieses erste. iPhone damals an das Mobilfunknetz geknüpft hat von ATT in den USA.

02:50 Gavin Karlmeier

Also quasi diesen, das war Jailbreaken quasi damals, oder?

02:55 Dennis Horn

Ja, Jailbreaken ist ja nochmal so das iPhone-Befreien, sodass man da auch andere Software drauf installieren kann. Aber es war so ein Mobilfunk-Provider Jailbreak sozusagen. Jailbreak light. Ja, das hat er ein Jahr später dann nochmal irgendwie so für alle auch veröffentlicht, also für die Mobilfunk-Anbieterbindung sozusagen. Und hat dann ähnliche Geschichten noch veröffentlicht in den Jahren drauf, so für Sperrfunktionen am iPad oder auf der PlayStation 3? Und der Kerl ist jetzt an Bord, um die Twitter-Suche zu optimieren. Das ist sein Job. Elon Musk hat ihn dafür engagiert. Und was war die erste Amtshandlung von George Schotz? Er hat getwittert. Und seine Follower gefragt, wie findet ihr denn die Twitter-Suche so zurzeit? Also, was bräuchte es, dass ihr sie vielleicht lieber nutzt als Google? Das ist halt die erste Frage, die sich mehr auch bei der Twitter-Suche mache. Absolut. Und dann haben Leute ihm geantwortet: Ja, die ist furchtbar. Ich kann noch nicht mal meine Gebucktmarkten-Tweets durchsuchen. So, und dann hat George Hotz darauf geantwortet, Gebookmarkt? Meinst du die Gelikten oder ist Gebookmarkt irgendwas, was ich noch nicht kenne?

04:10 Gavin Karlmeier

Ich finde das gut, dass er immerhin, muss man dazu sagen, dass George Hotz immerhin überhaupt schon mal einen Twitter-Account angelegt hat. Das ist schon mal. .

04:18 Dennis Horn

Ja, und ihm bleibt ja aber ohne blauen Haken. Ohne blauen Haken. Und ihm bleiben jetzt zwölf Wochen Zeit. um die Aufgabe zu lösen, für die ganze Teams Jahre gebraucht zu haben.

04:32 Gavin Karlmeier

Ich sehe nicht, wo das ein Problem sein könnte.

04:35 Dennis Horn

Nee.

04:36 Gavin Karlmeier

Aber es passt ja doch tatsächlich in die Irrsinn, den wir da die ganze Zeit erleben. Also allein, dass er so jemanden anheuert, der irgendwie vor 15 Jahren mal einen Erfolg hatte, weil er irgendwie gut als Publicity-Stunt funktioniert. Muss man ihm leider unterstellen, Elon Musk, dass das so einer der Gedanken dahinter war, ist doch schon, ähm, passt doch ganz gut ins Bild. Übrigens apropos Apples. Da passt es auch ganz gut ins Bild, dass Phil Schiller der einer der App Store-Verantwortlichen bei Apple heute seinen Twitter-Account deaktiviert hat. Also der ist jetzt weg. Bei Twitter wurde schon gemutmaßt, ob das jetzt vielleicht irgendwelche Auswirkungen darauf haben könnte, wie äh Apple mit Twitter im App Store umgeht. So weit würde ich erstmal nicht gehen.

05:23 Dennis Horn

Phil Schiller ist der Chef des App Stores, ne?

05:25 Gavin Karlmeier

Ja, genau. Soweit würde ich, glaube ich, nicht gehen. Ich glaube nicht, dass es irgendwelche Auswirkungen direkt hat. Aber das ist erstens natürlich ein deutliches Statement, passt aber auch ganz gut dazu, dass Elon Musk ja auch schon öffentlich rumgestengert hat, wegen dieser 30%-App-Store In-App-Purchice-Fee. Also diese Gebühren, die der App Store oder die Apple darauf erhebt, wenn man in Apps etwas kauft am Telefon.

05:49 Dennis Horn

Das war ja der Streit, den Apple auch mit Apple hat.

05:51 Gavin Karlmeier

Exakt, genau. Der Grund, warum man am an Mac Geräten heute kein Fortnite mehr spielen kann.

05:57 Dennis Horn

Ja, und also der Gedanke aber, dass das in irgendeiner Form Einfluss haben könnte oder zumindest man vorsichtig sein sollte bei diesem Zeichen, ist ja schon interessant, weil Phil Schiller, soweit ich weiß, auch sehr stark Einfluss genommen hat auf die Regeln, die der App Store vorgibt. Und wir wissen ja, dass Apple zum Beispiel sehr darauf achtet Dass soziale Netzwerke mit ihren Apps dort nur zu finden sind, wenn auch ordentlich moderiert wird. Also das ist schon ein Thema, ne?

06:29 Gavin Karlmeier

Ja, ja, auf jeden Fall. Definitiv. Und ich glaube, das wird vor allem noch ein Thema werden. Also gerade diese 30-Prozent-Geschichte, wenn Twitter Blue tatsächlich kommen sollte, aber wir können ja gleich nochmal ein bisschen über die Häkchen sprechen. Das wird ein Riesenthema werden, weil da der nächste Streit quasi ins Haus steht. Und wenn dann auch noch Apple dieses andere Gewicht hat, das du eben genannt hast, diese Hey, aber ihr moderiert gar nicht vernünftig und wir ziehen die App mal in manchen Ländern schon mal aus dem App-Store. Das wäre für Twitter ehrlicherweise das Todesurteil.

06:57 Dennis Horn

Ganz kurz, bevor du zu den Häkchen kommst, wir haben gerade über Content Moderation als Regel gesprochen. Und ich hatte eben diese Mitarbeiterversammlung erwähnt, da hat er auch noch was Interessantes gesagt. Weil da hat eine Mitarbeiterin, ein Mitarbeiter gefragt, wie läuft es denn so mit dem Thema Content Moderation und mit der Ankündigung des Content Moderation Councils, dass er gesagt hat, hier werden keine großen Entscheidungen getroffen, bevor das nicht das erste Mal getagt hat und eingerichtet ist, dieses Content Moderation Council. Hat er ja auch schon gebrochen. Wir haben über diese Lüge schon gesprochen, weil Donald Trump ja dessen Account wieder am Start ist. Und dann hat Elon Musk geantwortet: das ist eh nur ein Advisory Council Also und ich werde mir anhören, was die so zu sagen haben, und dann werde ich damit entweder einverstanden sein oder nicht. Das ist, wenn man aus dem

07:51 Gavin Karlmeier

Forschnert einen Beirat macht, das kennt man aus Vereinen, wenn man dann plötzlich so Leute hat, die einem Empfehlungen aussprechen. Die sind ganz oft nur da drin, damit das Unternehmen sich brüsten kann damit und sagen kann, hey, wir haben doch hier ein Feigenblatt. Deswegen wird es extrem spannend zu sehen, während dieses Advisory County Ich weiß nicht, wie politisch Elon Musk drauf ist. Ich spinne mal, aber es könnte natürlich durchaus passieren, dass dass da jetzt auch Leute, die zum Beispiel im App Store solche Moderationen durchführen, eingeladen werden, teilzunehmen, um sich nachher zu schmücken und zu sagen, hey, wir haben doch hier dieses Council, das hat mir drauf geschaut.

08:24 Dennis Horn

Na, er hat ja damals auch gesagt, widely diverse Viewpoints sollten in dieses Council rein. Aber der Effekt ist ganz interessant, weil man sich jetzt diese Willkür da anschaut. Und von diesem Standpunkt aus jetzt so auf Facebook blickt, mit diesem Oversight-Board, das die eingeführt hatten, und irgendwie jetzt so im Verhältnis denkt, Ist schon ganz geil, wie Facebook das macht. Und eigentlich war das ja auch nur ein Feigenblatt.

08:51 Gavin Karlmeier

Ja, natürlich. Ja, ich bin sehr gespannt, wie transparent dieses Council tatsächlich wird und ob wir das überhaupt noch erleben. Also ich kann mir auch vorstellen, dass das so ein. Dass das Thema auch irgendwann vergessen wird. Also es ist ja jetzt schon kleiner, innerhalb von einer Woche geworden. Aber zu den Häkchen. Ja, genau. Also wir haben ja, das ist ja so ein bisschen der rote Faden, der sich hier so durch diesen Podcast zieht. Und auch ehrlicherweise einer der größten Kanonen, die Elon Musk eigentlich hat, mit denen er auf Twitter schießt, die Art, wie die NutzerInnen dort verifiziert sind. Also ich kann schon mal so viel sagen. Wir haben ja erzählt, 29. November, das wäre nächste Woche Dienstag. Ähm, hätte Twitter Blue eigentlich wieder an den Start gehen müssen, das Programm, wo man sich für 8 Dollar ein Häkchen kaufen kann, das wird jetzt erstmal nicht kommen. Und zwar so lange nicht, bis, ähm, ich den Tweet von Elon Musk richtig übersetzt habe, bis die Leute aufgehört haben, sich als jemand anders ausgeben zu wollen. Oder bis es eine Möglichkeit gibt, mit diesen Parodien umzugehen. Das ehrlicherweise ist seit letzter Woche, wo er dieses Programm erstmal auf dem 29. November vertagt hat, ja, nichts Neues passiert, außer eben, dass er zu dieser Erkenntnis kam. gekommen ist. Aber offenbar ist das auch noch nicht alles, weil Elon Musk gleichzeitig auch noch in den Raum gestellt hat, zumindest in einer Antwort auf einen anderen Tweet. dass er durchaus auch erwägt, ob man nicht vielleicht einfach mehrere Häkchen braucht. Also vielleicht ein blaues Häkchen für Personen und ein andersfarbiges Häkchen für Institutionen und Organisationen. Erstens ist es nicht so, dass das nicht schon seit Wochen irgendwelche Menschen auch unter den Tweets von Elon Musk vorgeschlagen hätten und auch in Leitartikeln vorgeschlagen hätten. Zweitens weiß auch keiner, woher plötzlich dieser Sinneswandel jetzt rührt, weil das Also wir hätten eigentlich nichts ändern müssen von vornherein, außer eben den Twitter Blue Häkchen eine andere Farbe zu geben. Und wir wären im Status quo von vor dem Elon Musk Kauf. Hm. Hm. Also Ja, ich beobachte dich in genau der richtigen, äh, in der richtigen Sprachlosigkeit.

10:55 Dennis Horn

Ja, also Du hast ja eben so diese zwei Punkte aufgezählt. Entweder es ist bis dahin, also man wartet so lange, bis sich niemand mehr anmeldet als Fake. Naja, so. Und die andere Option, man kriegt das irgendwie gelöst. Da haben wir ja schon mal gesprochen drüber. Wie kriegt man das gelöst? Also ich stelle mir vor. Wenn er jetzt keine Content-Moderation machen möchte, sondern sichergehen möchte, dass auf der Plattform gute Leute unterwegs sind, so dann funktioniert ja nur eine Anmeldemoderation sozusagen. Also man muss sich mit mehr Daten anmelden, vielleicht pseudonymisiert, aber Personalausweis hinterlegt, damit man belangbar ist. Und dann müssen aber diese Anmeldungen natürlich auch geprüft werden, damit das alles irgendwie sauber ist. Das ist das Einzige, wie ich mir das vorstellen kann, wie es sonst funktionieren soll. Sonst fehlen mir die Ideen.

11:51 Gavin Karlmeier

Es gibt ehrlicherweise genau dafür ja schon wirklich viele Dienstleister. Also es gibt Unternehmen, die Personalausweise prüfen, zum Beispiel für Erotik-Content im Internet. Gibt es ja so Unternehmen, wo du dich mit einer Personalausweisnummer zumindest als über 18-Jähriger verifizieren kannst, weil da diese Codierung des Geburtsdatums drinsteckt. Dann gibt es das Postident-Verfahren in Deutschland, auch das ist inzwischen komplett automatisiert und über Video und so. Das lustigerweise, und wir haben gesagt, wir drehen uns immer im Kreis, drehen wir uns auch da wieder im Kreis, weil einer der Dinge, die Elon Musk ja angeführt hat als er gesagt hat, er will Twitter nun doch nicht mehr kaufen, war ja, dass er gesagt hat, die Anzahl der Bots sei deutlich höher als er glaubt und er möchte gerne, dass da nur noch echte Menschen sind und dass so eine Identifikation zum Anmelden eine der Modelle ist, die er sich vorstellen kann. Das schwebt er die ganze Zeit im Raum, zumindest bis zum Moment, wo er wirklich gekauft hat. Dann hatten wir diese Abstimmung zu soll Donald Trump eigentlich wiederkommen, wo herausgekommen ist, okay, offenbar folgen Elon Musk 70% Accounts, die keine echten Accounts sind. Das heißt. . wie genau ist es eigentlich da mit den Menschen, die da eigentlich abstimmen. Und jetzt sind wir eigentlich wieder genau an dem Punkt von Anfang, wo man sagt, naja, also wenn du das haben möchtest lieber Elon, ein Twitter ohne Bots, dann müssen wir von vornherein verifizieren und nicht für 8 Dollar. Denn also ein Paypal-Account kann sich ja wirklich jeder anlegen. Und wer wüsste das besser als Elon Musk?

13:15 Dennis Horn

Womit wir nochmal beim Geld sind. Ja, endlich. So, da finde ich noch interessant die Geschichte. Wie läuft es eigentlich mit den Werbekunden gerade? Also es gibt so einen Werber eines mittelgroßen Unternehmens das im Schnitt so 750. 000 Dollar im Monat ausgegeben hat an Werbung bei Twitter oder für Werbung bei Twitter. Und der hat so ein Posting veröffentlicht, das finde ich ganz interessant, weil er sagt, er hat so viele, warum läuft es gerade so schlecht und warum ziehen die Werbekunden weg und so weiter, so viele Technische und so ein bisschen auch ideologische Takes dazu gelesen. Und ich sag mal, er hat das so ein bisschen auf den Businessboden der Tatsache mal runtergeholt. Er schreibt darüber, dass er. Nach der Übernahme durch Elon Musk erstmal mit seinem Team zwei Wochen lang weiter Werbung bei Twitter geschaltet hat, auf die Wette, dass es vielleicht sogar ein bisschen besser läuft. In der Zeit. Das fand ich ganz interessant, weil er sagt: weniger Konkurrenz zum Beispiel und die Hoffnung, dass das neue Team das dann vielleicht doch irgendwie in den Griff bekommt, die Risiken zu managen. Das war dann am Ende nicht so. Er glaubt auch mittlerweile, dass noch mehr noch mehr Werbekunden abspringen werden. Das ist ja einer der schönsten Tweets, die ich so in den Tagen nach der Übernahme gelesen habe, wie toll es ist, dass Elon Musk die App so schnell werbefrei gemacht.

14:46 Speaker 4

So, über uns passend dauert viele Leute.

14:50 Gavin Karlmeier

Ne, ganz kurz noch Viele Leute, die einen verifizierten Account haben, haben übrigens in den ersten Tagen, genau in diesem Zeitraum, den du gerade erwähnt hast, berichtet, dass sie mehr Werbung sehen. Also vor allem, dass der erste Tweet der Timeline ganz oft ein Werbepost ist. Selbst das hat ja nicht gut funktioniert. Aber ja.

15:09 Dennis Horn

Ja, das ist jetzt ganz interessant, weil er schreibt jetzt so ein bisschen darüber, warum er dann mit seinem Team abgesprungen ist und diese 750. 000 im Monat jetzt erstmal vorenthält. Er sagt tatsächlich, die Performance ist gesunken. Und er weiß aber nicht, woran das liegt, ob jetzt Nutzerinnen und Nutzer abgesprungen sind. Es gibt ja auch so einen leichten Ab Fall der Followerzahlen bei ganz vielen Accounts oder, und das würde jetzt zu dem passen, was du gerade gesagt hast, ob sich an der Ausspielung irgendwas geändert hat. Ja, also die drehen ja da jeden Stein irgendwie einmal um und vielleicht auch dort. Dann hat er ein Thema Angeprochen, über das wir hier auch schon häufig gesprochen haben, Brand Safety und er hat es Serious Brand Safety Issues genannt. Die haben zum Beispiel bei ihrem Unternehmen Dutzende Screenshots erhalten, die die eigenen Werbeanzeigen in der Nähe von recht hässlichen Tweets. gezeigt haben. Und das komplette Account-Team auf Seiten von Twitter hätte in den vergangenen zwei Wochen gewechselt. Also es gab noch nicht mal eine E-Mail zum Abschied. Man hat die Leute einfach nicht mehr erreicht und versucht dann da erstmal ein neuer Ansprechpartner zu finden. Und dann kam irgendwie eine Meldung mit einer neuen Ansprechpartnerin, einem neuen Ansprechpartner und die hat man dann versucht zu erreichen. In der Zwischenzeit hatte die aber auch gekündigt. Oder der. Und die Bedienung wäre auch komplett broken. Also so das Login, die Zwei-Faktor-Authentifizierung. Da hat sich auch jemand aus dem Team irgendwie eingeloggt, herausgefunden, dass sämtliche Paused Creatives, wo ich jetzt nicht wusste, sind das pausierte Anzeigen oder irgendwie Folge.

16:52 Gavin Karlmeier

Ich kenne das nur von Facebook, da kann man tatsächlich. Kannst du Anzeigen sozusagen auch anhalten und in der Ausspielung stoppen? Das ist ganz sinnvoll, wenn du irgendwie jetzt etwas auf irgendetwas hinwirbst. das jetzt gerade aber sich überholt hat, weil du eine Live-Sendung gerade dazwischen hast, die dazwischenfunkt oder so.

17:09 Dennis Horn

Okay. Das sind dann Post Creatives und Die pausierten Kampagnen, nenne ich es jetzt mal, der letzten sechs Jahre waren einfach reaktiviert. Und dann werden Änderungen in Kampagnen nicht gespeichert und das alles kostet dann halt einfach wahnsinnig viel Geld. Dass so ins Nichts geschossen wird, weil die Kampagnen nicht so zielgerichtet funktionieren, wie man möchte. Und allein aus solchen ganz praktischen Gründen. sagen die Unternehmen, also das muss noch nicht mal so Brand safety und und wir sind hier nicht einverstanden damit, was in diesem Unternehmen passiert sein, sondern aus diesen ganz praktischen Gründen, weil man einfach Geld in den Orkus schießt, ähm Ja, ist sein Team zumindest gegangen.

17:56 Gavin Karlmeier

Super krass. Vor allem musste man ja überlegen, du hast es ja gerade gesagt, ein mittleres Unternehmen und die geben 750. 000 Dollar im Monat an Werbung aus. um mal so eine Relation zu kriegen, was vermutlich große Unternehmen, also wir haben ja zum Beispiel über Volkswagen gesprochen, die ja als eine der ersten großen Unternehmen sich zurückgezogen haben. von Twitter. Ich könnte mir auch vorstellen, dass Apple genau gleichzieht. Apple hat um Produktpräsentation herum immer sehr starke Werbekampagnen auf Twitter gefahren mit bezahlten Hashtags. und wirklich einer extrem breiten Ausspielung. Und ich könnte mir vorstellen, dass das so die, also eines der Unternehmen, die ja wirklich sehr auf Family-Friendly und auf Brand Safety achten. Dass die sehr schnell weg sind und was da für Einnahmen einbrechen. Also da kommst du auch, und jetzt schließt sich tatsächlich dieser Kreis, und da kommst du auch nicht hinterher, indem du einfach nur 5000 Leute entlässt. Also diese, diese Einnahmen einbußen, die kriegst du nicht kompensiert darüber.

18:51 Dennis Horn

Er könnte ja jetzt mal die FIFA fragen nach einem Sponsoring.

18:55 Gavin Karlmeier

Wem ist das mit der Brand Safety ja offenbar nicht ganz so wichtig?

18:59 Speaker 4

Absolut. Das war ganz schön viel heute.

19:03 Speaker 5

Wirklich. Ähm, morgen hoffentlich noch mehr.

19:07 Speaker 4

Wir machen den Deckel zu sich. Bis morgen.

19:09 Speaker 5

So. Bis morgen.