Mit CBS News hat die erste Medienmarke angekündigt, zunächst auf Veröffentlichungen via Twitter zu verzichten. Wir müssen also über Brand Safety diskutieren. Außerdem ist unsere Prognose schneller eingetroffen als gedacht: Der erste Text eines Twitter-Alumnis wurde in der New York Times veröffentlicht. Es gibt also wirklich viel zu besprechen.
Transkript
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00:01 Intro
Haken dran, das Social Media Update der CT.
00:06 Gavin Karlmeier
Grüß dich, Gavin. Hallo Dennis. Wir sind in einer weiteren Wochenendepisode, also wirklich, wir kommen nicht nach mit dem, was dort bei Twitter passiert. Es ist eine ordentliche Shits-Show in einem Tempo, das ich noch nie erlebt habe.
00:23 Dennis Horn
Nein, man kommt nicht zur Ruhe. Es ist wirklich wild, weil man immer denkt, also wir nehmen uns dann sowas vor wie, lass uns doch morgen mal über Thema XY sprechen und passieren so viele Dinge innerhalb von 24 Stunden, dass diese Themen dann alle nach hinten angestellt werden müssen. Also irgendwann, wenn da wirklich mal Ruhe einkehrt, haben wir noch eine Menge nach zu besprechen Aber jetzt gerade ist super viel passiert und eins unserer unserer eine unserer Prognosen ist eingetroffen, denn der erste Twitter-Alumni, würde ich fast sagen, hat jetzt einen Meinungsartikel in der New York Times veröffentlicht. Also eigentlich genau wie wir gestern prognostiziert haben, die Leaks werden kommen. Ähm, das ist kein richtiger Leak, sondern ein sehr aufgeräumte als Stück Text da über seine Zeit bei Twitter so ein bisschen und darüber wie er vor allem da weggegangen ist und der war halt Head of Trust and Safety dort. Und spannend ist, dass kurz nach der Veröffentlichung oder so im gleichen Zeitraum zur Veröffentlichung auch der Vice President of Trust Safety auch gekündigt hat. Das heißt, wir merken gerade, dass dieser Bereich da eigentlich gerade total kopflos ist. Und der ehemalige Kopf hat eben jetzt diesen Text da in der New York Times veröffentlicht.
01:27 Gavin Karlmeier
Kannst du mir erzählen, was drinsteht? Weil ich bleibe vor der Paywall stehen.
01:33 Dennis Horn
Oh nein. Also ich verm ehrlicherweise ist da viel von dem drin, was wir auch angenommen haben. Also er versucht. zu einzuordnen, vor welchen Problemen Elon Musk stehen wird und dass er vermutlich sich an das Problem der Brand Safety, an dem Problem der Brand Safety so stoßen wird, dass er zum. selben Schluss kommen wird wie da, wo das Unternehmen eigentlich stand, als er es gekauft hat. Also du kannst nicht Freedom of Speech über alles stellen, weil sonst ist dein wichtigster oder deine einzigen Kunden, nämlich die Werbekunden, sind dann irgendwann weg und daran wird er quasi hängenbleiben. Das ist so die jetzt mal die ganz grobe, kurze Zusammenfassung dieses Textes. Spannend daran finde ich vor allem, dass er auch eben sehr viel über diese Firmenkultur eben spricht, weil er sieben Jahre im Unternehmen war. Und er doch sehr klar macht, dass Twitter für ihn quasi mehr als einfach nur ein Job war. Das habe ich da schon so rausgelesen und das ich fühle mich da ehrlicherweise sehr bestätigt. Und wer uns hier hört seit Folge 1, der wird von dem Text wahrscheinlich an vielen Stellen eben nicht überrascht gewesen sein.
02:35 Gavin Karlmeier
Dass wir das jetzt schon sagen können, ne? Wer uns hier hört seit Folge 1. Du, diese Brandsafety-Geschichte. Das würde ich gerne nochmal vertiefen an einem Beispiel, denn es gibt jetzt einen weiteren Twitter-Account-Alumni sozusagen. Das ist CBS News. Also ein Medium, vorher waren das ja so Wirtschaftsmarken, nicht wahr? Die vor allem gesagt hat, wir haben, wir stoppen jetzt erstmal unsere Werbegeldzahlungen, aber jetzt hat CBS News.
03:07 Dennis Horn
Zumal, ganz kurz, zumal das ja vor allem Businessmarken waren, denen man eventuell sogar eine Agenda hätte unterstellen können, also Volkswagen. hat ja durchaus ein Interesse, das Geld jetzt nicht dem Menschen in den Rachen zu werfen, der gleichzeitig auch noch den größten Konkurrenten von Volkswagen gerade unterstützt oder dem besitzt.
03:25 Gavin Karlmeier
Ah, du argumentierst über Bande, du hast recht. Ja, das muss man immer mit Tesla noch ein bisschen mit einberechnen. Okay, also CBS News sozusagen als unabhängiges Medium sagt. Nicht, wir stellen Werbegeldzahlungen ein, sondern wir stellen unseren Account jetzt erstmal ein. Und auch hier ist die Begründung Brand Safety Und ich finde diesen Gedanken jetzt ganz interessant, wenn man den mal gemeinsam sieht mit dieser Argumentationslinie, die du gerade gebracht hast, weil die lautet ja nicht allein zu sagen. Da werden jetzt Unternehmen einen Rückzieher machen und aus Sicherheitsgründen für ihre eigene Marke Kein Geld mehr an Twitter geben oder das nicht mehr mit Inhalten vollpumpen, sondern er sagt ja im Grunde, die haben den Einfluss Einfluss, die können Einfluss nehmen. Und bisher habe ich das immer so ein bisschen betrachtet: diese Frage: Sollten wir als Medium jetzt noch da sein? Das ist ja auch eine, über die wir in der ARD ja gerade zum Beispiel sprechen. Die habe ich so passiv immer für mich erstmal einsortiert. Ja, also so, wir gucken uns das jetzt an und sollte man dann da sein oder nicht. Aber ich finde, dass der Schritt von CBS News jetzt zusammen mit dieser Argumentation Die du gerade aufgeführt hast, auch einer sein könnte, mit dem man sagt, wir als Medium nehmen jetzt hier eine Verantwortung wahr, indem wir gehen. Einfluss auf die Entwicklung von Twitter, einer für uns natürlich sehr wichtigen Plattform zu nehmen? Wie siehst du das?
04:56 Dennis Horn
Ich finde, das ist eine ganz, ganz wichtige und spannende Frage, weil ich ja auch das dir wird es auch so gehen, ja auch selber als, wir haben uns digitale Publizisten genannt, als digitale Publizisten irgendwie genau dieselbe Rolle ja auch erfüllen. Wir sind am Ende. Multiplikatoren, Role Models, was auch immer. Und die Frage stellt sich natürlich für uns auch, wenn wir sehen, okay, ich habe jetzt irgendwie in zwei Wochen 300 FollowerInnen verloren. Das sind alles Menschen, die die Entscheidung getroffen haben, sich zu löschen oder sich Elon Musk zu nennen und gesperrt zu werden, was am Ende dieselbe Entscheidung war. Ähm, diese Entscheidung haben die Menschen getroffen und wir noch nicht. Und findet diese Frage ganz spannend eigentlich, warum eigentlich noch nicht. Also warum bleiben wir? Wir haben das jetzt so ein bisschen abgetan mit, wir wollen auf dem Schiff bleiben, das untergeht, mit dem wir auch am Anfang aus dem Hafen losgefahren sind.
05:46 Gavin Karlmeier
Ja, wer mit dem Aufzug hochfährt mit Twitter, fährt mit dem Aufzug auch wieder runter mit Twitter.
05:53 Dennis Horn
Ja, genau, und das ist so ein bisschen unsere Antwort, und die Frage, die du da jetzt stellst, ist eigentlich die richtige, die folgerichtige Ist das überhaupt genug oder gibt es nicht doch eine Art moralische Verantwortung, irgendwann zu sagen, also ist ja schön und gut, dass wir jetzt irgendwie deine Geschichte mit diesem Medium haben, aber wir sind jetzt gerade auch Naja, mitschuldig ist vielleicht ein bisschen viel, aber wir sind nach wie vor Teil des Unternehmenswertes, wenn wir dort sind. Also Wenn wir gehen, auch wenn das nur Bruchteile sind, aber wenn wir beide uns bei Twitter abmelden würden, hätte das einen direkten Einfluss darauf, wie viel das Unternehmen wert ist. Weil dieses Unternehmen ist so viel wert, wie seine Community am Ende bringt. Und wenn wir uns alle löschen, bringt das Unternehmen nichts mehr, weil auch keine Werbekunden mehr kommen. Also unabhängig davon, ob das jetzt brandsafe wäre oder nicht. Ohne Publikum hast du auch nichts, wo du Werbung platzieren könntest. Das heißt, diese moralische Verantwortung und am Ende dann ja auch eine ganz grundsätzliche gesellschaftliche Verantwortung, jetzt wird es sehr groß. Wir drücken uns, glaube ich, vor der Frage. Das ist, was ich sagen möchte.
06:58 Gavin Karlmeier
Wir erstmal so persönlich, wir beide, meinst du?
07:00 Dennis Horn
Ja, aber auch in unserer Arbeit nehme ich an, indem wir sagen, naja, wir schauen jetzt mal. drücken wir uns davor, jetzt schon eine Antwort darauf haben zu müssen.
07:12 Gavin Karlmeier
Ja, man kann das so sehen. Also ich glaube, das ist natürlich auch so ein innerer Konflikt, den Medienhäuser dann immer haben. Dürfen wir das eigentlich? Ja, also dürfen wir durch unsere Entscheidung hier zum Player werden, der Einfluss nimmt? Weil man ja immer so ein Selbstverständnis hat, wir sind hier nur die Beobachtenden und Berichtenen. Also, ich finde das einen Konflikt tatsächlich.
07:33 Dennis Horn
Ja, weil der Konflikt da aber ganz, also ganz viele Ebenen hat. Zum einen, weil wir natürlich auch da sind, um mitzukriegen, was hier passiert. Also wir sind quasi am Schauplatz. weil aber der Schauplatz auch gleichzeitig unsere Bühne ist, auf der wir stehen. Nur dass der Mensch, der diese Bühne da jetzt gerade halt hingestellt hat, völlig außerhalb unseres Einflussbereiches ist. Also es ist ein bisschen schwierig. Ich glaube aber, diese Entscheidung wird man irgendwann treffen müssen zu sagen, so wie CBS jetzt Die haben ja jetzt erstmal das auf Eis gelegt, die Veröffentlichung von Inhalten auf den Kanälen. Also suspended, sagen sie. Das ist noch, finde ich, zumindest, wenn ich mein Sprachgefühl mal bemühe. Noch eine Stufe unter, wir löschen uns komplett und finden da nicht mehr statt.
08:18 Gavin Karlmeier
Ja, klar. Super interessant und irgendwie auch dieselbe Frage, die hinter dem Thema Mastodon steckt. Ja, geht man da jetzt hin?
08:27 Dennis Horn
Genau.
08:27 Gavin Karlmeier
Wird man damit zu einem Akteur eine andere Plattform größer zu machen? Wobei das hier natürlich weniger kritisch ist, wer hinter Mastodon steckt? Und Vielleicht wird es kritischer, wenn wir auch dort mit Hate Speech und Desinformation und so weiter zu kämpfen haben. Aber eine super spannende Frage. Und auch lösbar so auf Anhieb. Man muss Abwägen sich auf eine Seite schlagen.
08:53 Dennis Horn
Total unauflösbar, weil das, was du sagst, das ist ja genau das Debakel, wenn wir sagen, wir gehen jetzt gerade irgendwie zu Twitter auch schon. Also auch Auch in der Vergangenheit war Twitter in Deutschland nie wirklich ein großes Breitenmedium. Es war nur eins, das, also es hatte eine gewisse Reichweite, die Reichweite hat aber vor allem fand vor allem bei den Leuten statt, die dann die richtige Reichweite erst mitbringen konnten. Also wir haben da MultiplikatorInnen erreicht, aber es war von den Zahlen her nie da, wo Instagram oder Facebook war. Das heißt, auch in der Vergangenheit war Twitter eigentlich auch schon, würde ich mal so unterstellen, ein Liebhaber-Medium für unter anderem Medienschaffende. Und dementsprechend ist Mastodon das gleiche jetzt in klein, in Mikrokosmos, weil gefühlt sind da halt noch nicht mal nicht mal 10% der Leute, denen ich auf Twitter folge. sind bei Mastodon. Ist eine Bauchstudie, die ich durchgeführt habe. Aber die Frage ist natürlich, wie viel Power möchte ich da überhaupt reinlegen? Oder ist das gar nicht unsere Aufgabe, diese Power da reinzulegen, diese Plattformen groß zu machen, die uns gar nicht gehören.
10:02 Gavin Karlmeier
Ich glaube, unauflösbar und ich bin super gespannt, wie deutsche Medien sich dazu Verhalten, US-Medien sind da natürlich oder englischsprachige schneller, weil das, was durch diesen Testlauf dieses neuen Twitter Blues so ein bisschen geschehen ist. Vor allem im englischsprachigen Raum, weil Nutzer dort und Nutzerinnen diesen Abo-Dienst abonnieren konnten, auch um Desinformationen zu verbreiten. Die waren da erstmal eher betroffen als jetzt deutschsprachige Accounts und Brand Safety-Fragen, aber Wir werden das weiter gespannt beobachten, genauso wie den.
10:39 Dennis Horn
Darf ich da noch ganz kurz reinschmeißen? Das gibt dem natürlich noch eine ganz neue Ebene, wenn du plötzlich anfängst. Es gibt so ein. So eine kolportierte Liste, die so durchs Netz geht, die so die, das ist anscheinend ein Leak von Plänen, die Elon Musk hat. Es ist aber so ein Screenshot, den theoretisch jeder hätte verbreiten können. Und da steht eben drauf, dass Blue for Business eines der geplanten Modelle ist. Also eben nicht nur einen blauen Haken für Personen, die keinen blauen Haken hätten. Sondern eben den für Unternehmen, wo wahrscheinlich so Sachen wie Multi-User mitkommen werden oder eben die Überlegung, dass man vielleicht mehrere Accounts automatisch verifizieren kann, was auch immer, wissen wir nicht. Aber in dem Moment, wo du jetzt ein Modell hast, das ich sag mal 50 Dollar kostet, ist es natürlich auch noch mal eine ganz andere Frage. Möchte unser Unternehmen, unser Medienunternehmen, dieses diese Plattform mit 50 Dollar im Monat unterstützen oder vielleicht mehr Geld sogar. Also dann wird es ja plötzlich auch eine Frage des finanziellen Commitments und nicht nur des moralischen.
11:37 Gavin Karlmeier
Dann kriegst du einen blau-metall glänzenden Haken wahrscheinlich. So.
11:42 Dennis Horn
Genau.
11:43 Gavin Karlmeier
Was ich gerade sagen wollte, wir beobachten natürlich auch weiter den Twitter-Account von Elon Musk und das war ja ganz spannend. Also mal neben diesen Bildern, die er jetzt gepostet hat. Von der Twitter Headquarter Code Review mit den Entwicklern. Und ich gendere absichtlich nicht, weil ich habe drei Frauen und 20 Männer gesehen auf die Welt.
12:04 Dennis Horn
Das ist genau das, was mir auch aufgefallen ist. Gerade in den letzten Jahren In den letzten Jahren hat man doch finden auch das wieder eine Bauchstudie, aber hat man doch schon gemerkt, dass es eben längst keine Männerdomäne mehr ist. Und dementsprechend leider wenig überraschend. ist es aber bei Elon Musk so, dass sich da tatsächlich nur junge Männer versammelt haben, die dann eben diese Code-Revie machen, was überraschend ist, weil die Offices ja eigentlich geschlossen sind.
12:30 Gavin Karlmeier
Und es sind ganz klar die Offices, wo sich die Herren in Jogginghosen und karierten Hemden aufhalten. Aber der andere Tweet, auf den ich hinaus wollte, ist einer der mit Sicherheit vielen am morgen beim Aufwachen erst einmal die Luft zugeschnürt hat. Ein Voting. Reinstate former President Trump, lautet der Tweet von Elon Musk und für Ja haben abgestimmt in dem Moment Indem ich mir das hier angucke, es sind jetzt noch acht Stunden, die das Voting läuft. 52,3 Prozent. Und die anderen für nein. Vox Populi Vox Day hat er noch. darunter geschrieben. Ich spreche leider kein Griechisch. Was? Was halten wir davon?
13:13 Dennis Horn
Ich finde, dass Schockierend, ehrlicherweise. Weil das simuliert ja die Idee von Demokratie. Denn in dem Moment, wo das auf seinem Profil stattfindet, hat es immer eine Färbung. Und das dementsprechend ist es halt, es ist eine Lachnummer. Es ist wie wenn er fragt, hey Leute, soll ich eigentlich Twitter kaufen? Hey Leute, soll ich eigentlich für eine Milliarde irgendwelche Bitcoins investieren? Er kennt ja seine Community und weiß, wie sie tickt. Also Das sind alles nur solche, ich schleiche mir die Absolution der Community für eine Entscheidung, die ich längst getroffen habe. Das ist eine Sache, die, glaube ich, in vielen Management-Seminaren sogar genauso geschult wird. Aber das ist so meine Einschätzung zu dem Thema.
13:59 Gavin Karlmeier
Ich weiß nicht, wie du das siehst. Ja, also erstmal würde ich dann sagen, für die Argumentation ist trotzdem 47,7% Nein doch ganz okay hoch. Ja, so, aber also er hat ja vorher Noch vor zwei Wochen oder so gesagt, hier wird keine Entscheidung getroffen, bevor nicht irgendein Council darüber entschieden hat. Ich glaube nicht, dass er die offene Nutzerschaft als Council gesehen hätte. Deswegen Also, ich habe folgenden Gedanken gegangen. Ich gucke mir das an, hab zuerst gedacht: Ach du Scheiße. Dann habe ich an diese Counsel-Nummer und dieses Versprechen gedacht. Dann habe ich gedacht, naja, Versprechen sind bei ihm nicht viel wert. Und dann habe ich aber wieder gedacht, so. Ist das, was er hier macht, also insgesamt, so etwas, das wir eigentlich als Methode Trump kennen, also so überall hier und da mal so. Ähm, so kurze Feuer liegen und Fragen stellen, Menschen verwirren, Dinge durcheinander wirbeln Und breiten Lügen auch hilft ihm dieses, also dadurch entsteht ja Unsicherheit, Desorientierung. Und hilft ihm das in irgendeiner Form? Also kann es sein, dass dieses ständige Strohfeuer, das irgendwo in immer unterschiedliche Richtungen und so weiter Dass er das alles gar nicht inhaltlich meint. Also und dass egal ist, ob jetzt aus diesem Voting hier was wird oder nicht und ob das alte Zählt, das alte Versprechen, das er gemacht hat, sondern dass das hier die Methode des Durcheinanderwirbelns ist, die wir von Donald Trump schon kennen. Das ist meine Frage, ich habe keine Antwort darauf. Aber das habe ich heute so gedacht.
15:44 Dennis Horn
Ich hab vielleicht eine, und zwar, und da kommen wir zu ganz unter dem Anfang unseres Gesprächs, nämlich zu dem Text von Joel Roth, dem Trust and Safety Präsident, dem ehemaligen, der den Text der New York Times geschrieben hat, der geschrieben hat, dass zu dem Zeitpunkt, als Elon Musk den Tweet geschrieben hat, Hier ändert sich gerade gar nichts, wir fassen die Moderationsrichtlinie nicht an, alles bleibt wie es ist, bis wir eben dieses Council installiert haben, dass zu diesem Zeitpunkt schon von ihm eine Ansage gegangen ist, eigentlich Viel stärker auf die Brand Safety zu achten. Das heißt, die Moderation hat tatsächlich, das schreibt er auch in den ersten Tagen unter Elon Musk, erstmal sogar noch angezogen, damit eben nicht die ganzen Werbekunden abrücken. was dafür spricht, dass dieses Irritieren auf der einen Seite das sagen, auf der anderen Seite das sagen und glitschig bleiben. Ich weiß nicht, ob das schon als sprachliches Bild installiert ist, aber. glitschig bleiben ob das Alon Musk ob das quasi die das die Strategie ist und wenn das die Strategie ist Wenn wir das mal annehmen, was ist das Ziel? Also, warum sollte er das tun? Und die Antwort ist wahrscheinlich: bleibst du unangreifbar, wenn du dich eh nicht festlegst.
17:00 Gavin Karlmeier
Aber das führt ja jetzt eigentlich dazu, dass er von allen Seiten angegriffen wird. Also er ist ja nicht ungreifbar, er ist ja multiple angreifbar, weißt du?
17:08 Dennis Horn
Ja, aber wenn es für alle ist, ist es für keinen, habe ich mal gehört. Also vielleicht wird es dadurch egal. Also, und ich glaube auch, dass die einzelnen kleinen Feuer dadurch natürlich kleiner bleiben, ne? Also wenn er jetzt gerade, wenn jetzt gerade gestern irgendwie tausend Leute Twitter verlassen haben, dann ist das erstmal ein Thema in den Medien. Wenn er dann heute diesen Trust Trump, Paul hat, dann ist das vielleicht dann schon eher ein kleineres Thema, als wenn das jetzt so wie Karl aus der Kiste aus dem Nichts gekommen wäre, diese Umfrage zu starten.
17:38 Gavin Karlmeier
Ja, okay, das heißt, er legt all diese Brände. Um die heftigen Entscheidungen, die er trifft, nicht mehr zu so zentralen Themen zu machen. Vielleicht. Okay. Ja, das wird eine These. Ich finde das super interessant. Also, wir haben wir heute, glaube ich, zwei Dinge, wo wir unbedingt. Auch mal schauen müssten, wie kommen wir zu Antworten und vielleicht von euch, die ihr uns hört, gibt es ja noch ein paar zusätzliche Thesen. Also warum macht er das hier? Und wie ist die Nummer mit Medienhäusern? Wie sollte man sich verhalten, so aus Brand Safety-Gesichtspunkten oder nicht? Also ich fände es spannend, da noch viel zu zu hören und ihr erreicht uns bei Twitter. Als Horn oder Gavin Kalmeyer?
18:27 Dennis Horn
Exakt. Dem ist nichts hinzuzuwöhnen.
18:29 Gavin Karlmeier
Das war eine ausgeruhte Ausgabe heute.
18:31 Dennis Horn
Ja, ich freue mich. Das passt zum Sonntagmorgen. Schön zum Croissant morgens. Exakt.
18:40 Speaker 4
Bis morgen. Bis morgen, Dennis. Mach's gut.