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Folge 237 · 24. Januar 2024 · 51 Min.

X. Verzichtbar.

mit Franziska Bluhm

Elon Musk hat das ehemalige Vernichtungslager in Auschwitz besucht – und daraufhin auf einer Konferenz über Antisemitismus gesprochen. Seine Erklärung: Diversity und das „Woke“ führten zu Antisemitismus.

Wir sprechen aber auch über MrBeast und seinen Deal mit Mr. Musk, über das neue soziale Netzwerk namens Naymee und über lange, lange, lange TikTok-Videos.

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Transkript

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00:01 Intro

Haken dran, das Social Media Update der CT.

00:06 Gavin Karlmeier

Hallo Franziska.

00:08 Franziska Bluhm

Hallo Gavin.

00:11 Gavin Karlmeier

Du hast mir bevor wir losgelegt haben und bevor ich dich jetzt vorstelle, schieben wir das direkt rein, hast du mir gesagt. Ihr habt euch über diese Live-Geschichte unterhalten in der letzten Folge, da habe ich Gefühle zu. Und in der Tat war es so, dass wir in der Folge am, ähm, wann war das denn, Montag.

00:27 Franziska Bluhm

Montag.

00:27 Gavin Karlmeier

Da habe ich die Frage aufgeworfen, warum Livestreaming, warum die Leute nicht so sehr für Livestreaming brennen wie ich. Und du hast jetzt die Erklärung dafür, glaube ich.

00:37 Franziska Bluhm

Naja, die Erklärung ist vielleicht übertrieben, aber ich bin auch ein großer Live-Fan, das muss ich vielleicht auch dazu sagen. Und ich habe ja auch lange in Medienhäusern gearbeitet und war wirklich ein oder war und bin auch immer noch ein großer Fan des Live-Tickers. Zu allen möglichen Events. Ich glaube, und die habt ihr dann diskutiert, warum hat es eigentlich irgendwie nicht so funktioniert oder warum ist das so schwer? Ich glaube. Ein ganz wichtiges Kriterium ist bei all diesen Sachen dabei, ist dieses, gehen wir live, um live zu gehen, oder ist es wirklich ein Live-Moment, der live sozusagen da sein muss? Und ich finde Das ist gerade bei vielen Creatern, die oder halt eben auch der Drang von Instagram, Facebook und so weiter und so fort, die halt alle dieses Live-Game so pushen wollten, immer dann, wenn es halt wirklich sinnvoll war, live zu gehen und halt sinnvoll war, auch vor Ort zu sein und live dabei zu sein, dann hat das auch meistens funktioniert. Aber so dieses, hey, wir müssen einmal die Woche live gehen und dann gab es halt nichts irgendwie Richtiges oder man hat sich dann irgendwann irgendwas inszeniert. Das ist halt das, was dann auf die Dauer halt irgendwie nicht so richtig funktionieren kann oder nicht so richtig funktioniert aus meiner Sicht. Und das ist vielleicht bei Twitch vielleicht noch ein bisschen was anderes, aber da spielt ja dann nicht dieses Ich bin live dabei, sondern da spielt ja dann dieses ganze Thema. Community und Companionship und sowas alles mit rein, weil dann willst du halt nah dran sein an deinem, ne, an deinem Monte und ich weiß nicht was allem, die dann halt mit dir da irgendwas spielen. Das ist ja nochmal was anderes. Und deswegen Ja, das also das war so meine Emotionen zu dem ganzen Live-Ding, was ich gerne gestern hätte schon einfach reingegeben hätte, die als Sprachnachricht, als ich deinen Podcast gehört habe.

02:12 Gavin Karlmeier

Das ist ja der perfekte Fanservice für alle, die die Folgen nicht dann hören, wenn sie rauskommen, sondern nacheinander, weil wir quasi direkt von der letzten Folge in diese Folge hier eine saubere Brücke gebaut haben, äh gebraut haben. Ich will dich noch ganz kurz vorstellen, du bist Franziska Blum, du bist Social Media Strategin, Digitalberaterin Auch eine Instanz im Internet, kann man glaube ich schon sagen. Ich überschlage mich hier, habe ich festgestellt in den Vorstellungen am Anfang immer. Aber das liegt daran, dass ich immer so tolle Gäste habe. Und ich freue mich, dass du heute dabei bist. Und dass du, glaube ich, genau das Problem des Livestreamings auf den Punkt gebracht hast, direkt zum Einstieg. Weil die Kunst des Live-Moments ist ja, dass man ihn erkennt. Also dass du vorher schon weißt, wann ein großer Live-Moment passieren wird. Also der Moment, wenn der Papst nicht gekrönt wird, wie heißt das? Gepapstet wird. Oder der Moment, in dem das große Tor fällt, in dem das Feuer wegkommt, in dem das Finale ist, was auch immer. Und das haben viele dann irgendwann ausgetauscht durch Regelmäßigkeit. Und dann bist du wieder nicht mehr im Live, sondern dann bist du im On-Demanden.

03:20 Franziska Bluhm

Ja, also ich meine, gute Live-Momente kannst also passieren sozusagen, ne? Und man kann sie schlecht oder meistens schlecht planen. Es sei denn, aber auch dann, ne? Also so die Bundestagsdebatte live, ja, es ist halt einfach Dann liest du halt doch lieber die Zusammenfassung.

03:35 Gavin Karlmeier

Ja, das ist so. Ich verstehe. Ich habe zum Einstieg eine Meldung mitgebracht. Das ist für mich eine Ehrensache, dass sie darüber sprechen, denn es gibt ein neues soziales Netzwerk. Oh, das ist toll. Es ist wirklich toll, es ist nämlich so aus der Kategorie, also in einem Jahr wird sich niemand mehr daran erinnern, dass es das mal ach, in einem Jahr, in einer Woche. Es heißt Name, N-A-Y-M-M-E, ne, M-E-E, N-A-Y-M-E-E. com, name me Und es ist nach der eigenbezeichnung The Social Network for People That Love Domains. Und du registrierst dich dort und dann kannst du im nächsten Schritt. zu deinem Profil alle Domains hinzufügen, die du besitzt, sozusagen. . Du musst das mit einem C-Name-Eintrag machen, also du musst quasi über die Next, in dem ist, glaube ich, falsch. Also du musst in den, wie heißt es denn? HT Access wahrscheinlich. So genau, weiß ich, ich habe es nicht gemacht, offenbar. Aber du musst nachweislich die Inhaberschaft der Domains nachweisen können, so wie das bei Google Webmaster Tool zum Beispiel auch der Fall ist. Und dann kannst du für alle Domains, bei denen das sozusagen registriert ist, kannst du einen Eintrag in dein Profil vornehmen und kannst dann angeben, welche coolen Domains du besitzt. Und kannst ja, du willst ja auch ein Preisschild dran machen, so wie bei Discogs beispielsweise, also im Handel von Tonträgern, und kannst sozusagen die Leute bitten, einen Preisvorschlag zu machen. Also kannst du die Domains darüber auch verkaufen, obwohl es ein soziales Netzwerk eigentlich ist.

05:07 Franziska Bluhm

Ich habe noch nicht so ganz verstanden, was daran dieses soziale Netzwerk-Kommunikationsding irgendwie ist, aber ich fand es. ziemlich interessant, mir das anzugucken. Hast du dir mal die Domains angeschaut, die da so dabei sind? Das ist sehr, sehr spannend geschwächt.

05:20 Gavin Karlmeier

Das ist übrigens ganz kurz, ist ein DNS-Textrekord. Das muss man eintragen. So, sorry.

05:25 Franziska Bluhm

Okay, alles klar. Nein, aber hast du es gesehen? Also ich fand es wirklich sehr, sehr lustig, weil ich weiß ja nicht, ob du auch solche Momente in deiner Internetgeschichte kanntest, wo du mit irgendwie Freunden zusammen saß und. ihr irgendwie rum gebrainstormt habt und gesagt habt, ach komm, lass uns, ey, lass uns das machen, auf jeden Fall und lasst uns die Domain schon mal registrieren. Und ich hatte so das Gefühl, dass da ganz viele von diesen Momenten so dabei waren. Also zum Beispiel Hatte ich gesehen, irgendwie irgendwer da halt irgendwie sehr verliebt in Snacks war, der hat dann irgendwie Ride-Snacks, Paper Snacks, Paint Snacks dabei gehabt, wo ich dachte, okay. Also für jedes eine Spezialisierung und Ich glaube auch der Blue Sky-Start scheint ja so den einen oder anderen zu kreativen Ausbrüchen irgendwie gebracht zu haben. Es gab irgendwie Bluesky Death, Blues Chat, aber halt Blue Sky immer mit BLU Sky geschrieben. Also um halt wirklich jeder Eventualität irgendwie mit abzugreifen und dann halt auf jeden Fall ganz vorne mit dabei zu sein, wenn Blue Sky irgendwie richtig groß wird.

06:26 Gavin Karlmeier

Ja, d, also ja, und das Verrückte ist halt, ich kann, du kannst halt nicht nur gucken, was die Leute so für Domains anbieten, sondern kannst du halt auch Leuten folgen. Und die können dann angeben, was für Domains sie haben. Und das nimmt dem Ganzen das Marktplätzliche, sondern ich finde, dadurch hat das tatsächlich so eine Also ich bin nämlich auch so einer, inzwischen nicht mehr, aber früher habe ich aus jedem Quatsch eine Domain gemacht und sie registriert. Ich weiß noch, ich habe mal für einen Arbeitgeber, bei dem ich war, habe ich so eine One-Page-Seite gemacht mit dem Namen www. gibt es die Union noch? Das war so die Zeit, als die CDU und CSU sich so stark gestritten haben, dass man sich gedacht hat, jederzeit können sie auseinanderbrechen. Und natürlich gibt es dieunion noch. de. Ich glaube, die gibt es nicht mehr. Gibt es die Union noch. Ne, gibt es nicht mehr. Vielleicht braucht man jetzt ein gibt es dieunion noch. de, um zu gucken, ob es die Seite noch gibt. Also solche Seiten habe ich früher oft registriert. Und genau da für diese Nutzungssituation ist das eine mega. Also ich finde das witzig, aber ich bemerke auch schon beim Checken dieser Seite, dass das oftmal so ein starkes Privatinteresse ist, dass sich niemandem in meinem Umfeld begeistern kann, sich da zu registrieren.

07:35 Franziska Bluhm

Ja und also ich hatte auch nicht das Gefühl, dass es bisher schon besonders groß angekommen war. Also es war doch. Es war sehr überschaubar, was da so drin war.

07:45 Gavin Karlmeier

Ja, und es ist auch, also ich habe mich irgendwann, also wir nehmen uns jetzt auf, wir gegen 8 Uhr abends und ich habe mich irgendwann heute Mittag registriert. Und ich bin, du kannst, es gibt ein öffentliches People-Verzeichnis und du kannst es sortieren nach Recently. Und da bin ich immer noch auf Platz 6. Also so richtig losrennen tut es auch noch nicht. Aber wie gesagt, die Idee ist ganz witzig.

08:07 Franziska Bluhm

Nach der Ausstrahlung wirst du wahrscheinlich auf Platz, ich weiß nicht, was liegen. Die ganzen Hakis werden. werden dich dort begleiten.

08:16 Gavin Karlmeier

Ja, könnte man meinen, auf der anderen Seite hatten wir hier neulich über dieses Netzwerk gesprochen. Da siehst du mal, was mein Gehirn macht, ich weiß jetzt schon nicht mehr, wie es hieß. das von zwei ehemaligen Twitter-Mitarbeitern gegründet wurde. Ach, wie hieß das denn? Oh, da komme ich jetzt nicht mehr drauf. Das könnt ihr gerne hauskeepen und in die Spotify-Kommentare oder in den Discord schreiben oder wo auch immer. Ähm. Und ich habe dann dafür geworben, habe mich da registriert, kommt auch und mehrere Leute haben mir nichts zurückgeschrieben, also irgendwann ist auch mal gut. Mit den Netzwerken. Mal sehen, was dann. bei Namie so abgeht. Wir hatten übrigens einen Jenga am Montag und am Sonntag auch schon oder Samstag. Auf jeden Fall am Wochenende und am Montag war Twitter für mehrere Stunden einfach nicht erreichbar. Man ist nicht auf die Profile gekommen.

09:03 Franziska Bluhm

Ja, das Schöne ist, ich habe es ehrlich gesagt nicht gemerkt. Ich habe es erst im Nachgang gelesen, weil ich echt mittlerweile. . sehr, sehr selten auf Twitter bin, wenn ich ehrlich bin. Ich habe es, glaube ich, geschafft irgendwie.

09:19 Gavin Karlmeier

Ja, irgendwie hast es überwunden, das Schlimmste. Ja, seitdem gibt es eine weltweite Störung, denn Ex ist wieder erreichbar. Toll, ne? Zum Glück. Habe ich mir vorbereitet, den Gag. So, wir müssen über Elon Musk sprechen. Und ich habe diese Einleitung, wir müssen über Elon Musk sprechen. Leider am Montag auch schon mal verwendet, aber. Elon Musk ist nach Krakau gereist, um dort zusammen mit Ben Shapiro eine Konferenz der European Jewish Association zu besuchen. Und dort auf der Bühne zu sprechen bei dieser Konferenz und gleichzeitig das ehemalige Vernichtungslager Auschwitz zu besuchen. Und Elon Musk. hat sich da so ein, also ich weiß nicht, wie viel du darüber gelesen hast, aber es ging ja so ein bisschen auch durch die Medien, dass er eben dort war. Und er hat so, also Also ein Satz, den ich hier habe, an dem ich mich sehr, sehr, sehr, sehr, sehr stark reibe, ähm, neben vielen anderen Sätzen, also er hat sich natürlich erstmal in seinen Worten gegen Antisemitismus bekannt und hat dann erklärt, also sogar zwei Drittel meiner Freunde sind jüdisch, ich habe doppelt so viele jüdische Freunde wie nicht jüdische Freunde. Ich bin sozusagen jüdisch durch Assoziation, durch Association oder durch Verbindung und hat dann gesagt, einem Es Also ich bin aufstrebend jüdisch und da weiß ich, verstehe ich überhaupt nicht, wie ich das lesen soll, außer dass es so ein ganz unangenehmes Anbietern. Also das ist nicht weit weg von ich kann kein Antifeminist sein, ich habe eine Tochter. Oder?

10:51 Franziska Bluhm

Hm, ja, würde ich dir zustimmen. Also ich, ähm, ja, es ist halt so durch und durch, durch inszeniert, ne? Also Er fährt ja jetzt extra hin, er äußert sich halt so, die Postings, die er dann so ablässt auf Twitter, sind ja auch, also gehen ja alle so in diese Richte. Also er will sich jetzt wirklich hier positionieren und parallel. Kommen wir, glaube ich, auch noch zu, dieses Statement, was über den Twitter Block ja irgendwie auch noch rausgegangen ist, Von wegen, wir sind für die freie Meinungsäußerung so. Also es passt ja alles sehr gut zusammen und es ist einfach sehr gut inszeniert, sagen wir mal so. Und dann Ja, also diese Äußerung, ich meine, es ist ja immer so ein bisschen drüber und auch hier zeigt er halt, dass es einfach drüber ist.

11:44 Gavin Karlmeier

Naja, und vor allem, ich finde das auch unglaubwürdig. Also erstmal diese Herleitung, die ich gerade da hatte, zum einen, aber auch zum anderen, dass er gesagt hat bei dieser Konferenz. dass er bis vor kurzem naiv gewesen sei, was die Verbreitung von Antisemitismus anginge, da er fast keinen gesehen habe in den Kreisen, in denen er sich bewegt. So zitiert die Huffington Post ihn. Und da denke ich mir so, oder Huff Post hast du es jetzt, wo ich mir so denke, weil also erst Erstens glaube ich dir da kein Wort. Zweitens hast du eine antisemitische Verschwörungstheorie mit Exactly kommentiert auf deinem Netzwerk. Drittens ist halt seit einigen Monaten Werbegeddon bei dir auf dem Netzwerk, weil sich die Werbekunden alle abgeben. wenden, weil du eben diese Theorien die ganze Zeit befördert hast. Wer soll dir das denn noch glauben, lieber Elon Musk? Also das finde ich ein bisschen absurd. Und um da noch eins draufzusetzen, hat er ja bei dieser Konferenz mit Ben Shapiro zusammengesprochen. Und hat dann vor allem, während er da gesprochen hat, hat er so ein komisches Bild aufgemacht, dass er erklärt hat, dass er deswegen gegen das Voke kämpft. Weil er glaubt, dass eine auf Vielfalt, also auf Diversity ausgerichtete Einstellungspolitik in Unternehmen grundsätzlich antisemitisch sei und diskriminierend. Und sagte dann selber noch, seien Sie immer vorsichtig mit Namen, die so klingen, als können Sie aus einem Orwell-Buch stammen. Das ist nie ein gutes Zeichen Sicher, Vielfalt, Gleichberechtigung und Inklusion klingen alle wie schöne Worte, aber was es wirklich bedeutet, ist Diskriminierung auf der Grundlage von Rasse, Geschlecht und sexueller Orientierung. Ich denke, dass es daher denke ich, dass es grundlegend antisemitisch ist. Was ist das denn jetzt für ein ganz. . Also ich bin mir relativ sicher, dass es keine Talking Points sind, die er sich ausgedacht hat. Die wirst du, glaube ich, in der politischen Rechten öfter erleben, aber. So, der scheint ja jetzt gerade sich hier einerseits so ein bisschen rauszureden aus dieser Verbreitung von antisemitischen Thesen und Verschwörungserzählungen und auf der anderen Seite aber einen anderen Kampf aufzumachen, indem er sagt, ja, aber die anderen und sowieso. und alle anderen sind rassistisch und ich mache ja alles richtig. Und so langsam habe ich das, also nee, so langsam ist der falsche Satzanfang. Also das sind ja alles Dinge. bei denen du nicht das Gefühl hast, also eine aufrichtige Entschuldigung und ein aufrichtiger Erweckungsmoment nach dem Besuch von Auschwitz auch noch, der sieht ehrlicherweise anders aus.

14:06 Franziska Bluhm

Ja, ja, absolut. Also es ist halt einfach wirklich eher eine Kampagne, eine Kommunikationskampagne als wirklich ein aufrichtiges Positionieren aus meiner Sicht. Und am Ende des Tages, wenn wir überlegen, was letztes Jahr alles so passiert ist, du hast ja ein paar Sachen schon genannt. Es scheint oder es schien offenbar sehr dringend notwendig, da mal was zu machen, Stichwort Werbekunden und so weiter und so fort. Aber ich, ja, die Frage ist halt nur, macht man es glaubhaft oder macht man es halt so wie Elon Musk?

14:39 Gavin Karlmeier

Ja, ja, ja. Und dieser Text, den du da gerade angesprochen hast, im Twitter-Blog, der immer noch blog. twitter. com heißt Also da müssen wir, glaube ich, gar nicht so weit in die Tiefe gehen. Also Linda Jaccarino hat wieder einen ihrer Texte geschrieben und die Linda Iaccarino-Texte, die zeichnen sich ja dadurch aus, dass sie auch so ein bisschen. Die haben so ein bisschen was, kennst du diese Mindset-Coaches, die sich auf Bühnen stellen und erzählen in so leeren Floskeln, dass eigentlich alle alles schaffen können? . Und dann gibt es so Ausschnitte bei Instagram. und TikTok, wie sie diese Sätze ins Publikum reinrufen. Und ungefähr so sind immer die Texte von Linda Jaccarino geschrieben.

15:16 Franziska Bluhm

Absolut, ich kann es komplett nachvollziehen. Und ich habe es mir extra auch Nochmal hier in den Translator reingeballert, um das nochmal so richtig, also wirklich so richtig nachzuvollziehen. Und vielleicht das Ende, solches Ende. Let's make up our own minds because we can handle the truth. Let's fight hate with kindness and understanding. Let's do it all together. X indispensable

15:44 Gavin Karlmeier

Also ex unverzichtbar. Was ist denn das? Also, ich das ist wirklich so. Da ist auch, also in diesem Text steckt ja eigentlich nichts Überraschendes drin, oder? Also ich hab da nichts.

15:55 Franziska Bluhm

Nee, also halt nur das übliche nochmal schön zusammengefasst, ne? Also und halt ex als Vorreiter oder Kämpfer für die Demokratie. Wir wissen alle, dass das so nicht so stimmt, aber man kann es ja versuchen, über ein Framing anders, also eine andere Wahrheit sozusagen sich zu bilden. Aber nee, also es ist wirklich das übliche Blabla am Ende des Tages sehr, sehr coachig formuliert.

16:25 Gavin Karlmeier

Sie leitet den Text auch mit einem Absatz ein, der mich gleichermaßen überrascht wie gelangweilt hat. Und zwar sagt sie. Als jemand, dessen berufliche Laufbahn in der Unterhaltungsbranche und bei Nachrichtenorganisationen begann, weiß ich, welchen Einfluss Informationen auf Gemeinschaft und Kultur haben können. Der Beitritt zur X war befreiend, weil es ein Ort ist, an dem sich jeder frei entfalten kann. Und wenn du das mal so sezierst, diesen Absatz, jetzt gehen wir doch in die Tiefe, aber diesen Absatz möchte ich kurz mitnehmen, da stecken drei Dinge drin. Und wenn Gavin Karlmeyer drei sagt, dann meint er zwei. Ich bin gespannt.

17:00 Franziska Bluhm

Vielleicht kann ich einen gerade noch ergänzen dann.

17:02 Gavin Karlmeier

Das erste, jetzt bin ich gespannt. Also das Erste, was da ja drin steckt, ist. Erstmal, dass Linda Jaccarino hier überhaupt mal einen Kontext herstellt von, ich hatte früher diesen Job, ich habe diesen Job und ich bin zu Ex gekommen, weil ich glaube, dass sich da Dinge inhaltlich ändern, dass ihr sie nennt es Information Independence besteht, also eine Informationsunabhängigkeit. Das stimmt ja erstmal auch schon nachweislich nicht, weil Leute entlassen wurden, weil sie beispielsweise über Elon Musk in der Öffentlichkeit gesprochen haben oder auch intern über Elon Musk gesprochen haben. Also das stimmt schon mal erstens nicht. Zweitens beschäftigt mich, dass sie diesen, diesen sehr großen für Twitter, für X, für das ganze Netzwerk geltenden, äh, das geltende Manifest, das sie hier eigentlich schreibt, so kann man das schon formulieren, dass sie das mit so einer sehr persönlichen Anekdote einleitet, weil das dem Ganzen sofort so eine Eigentlich geht es ja auch ein bisschen um Linda Greeno Facette gibt, das ist das zweite. Und das dritte, was mich wirklich am meisten umtreibt, ich habe doch drei Sachen zusammengekriegt, ich bin überrascht. ist die Unterstellung, dass die Unterhaltungsbranche und die Nachrichtenorganisation, bei denen sie früher gearbeitet hat, offenbar verhindert haben, dass ich Menschen frei entfalten können. Das heißt, wenn man es mal so ganz plakativ runterbricht, steckt da schon drin, dass Naja, das geht schon in so einen Lügenpressevibe. Also wenn sie sagt, meine berufliche Laufbahn fing in der Unterhaltungsbranche und in der Nachrichtenbranche an. Ich weiß, welchen Einfluss Information auf die Gemeinschaft hat. Und der Beitritt zur Ex war deswegen befreiend, weil sich hier alle entfalten können. Macht sie doch auf, dass das in den anderen Bereichen nicht der Fall ist, dass man sich frei entfalten kann. Wo man sagen muss, als jemand, die, weiß ich nicht, 30 Jahre lang in der Medienbranche in Entscheidungspositionen war. Ist das doch eine Schlag ins Gesicht für alle, mit denen sie zusammengearbeitet hat?

18:56 Franziska Bluhm

Absolut, also es ist der absolute, also es ist ein ganz klassisches Framing. wir die guten gegen die bösen etablierten Medien, die Mainstream-Medien, der Begriff wurde ja nicht verwendet, aber letztendlich ist es das. Und ja, also man kann einfach Ja, also im Grunde ist es ein Puzzleteil. Wir stellen uns hier als die unabhängige Presse dar, sozusagen, wenn man es überhaupt als Presse bezeichnet kann, also die unabhängige Informationsquelle. Und es ist am Ende genau das Gegenteil von dem, was also von wegen Vorkämpfer für Demokratie ist, kommt ja irgendwann später. wo sie das nochmal sagt, wir müssen dafür, and the future of democracy and the global economy depends on it, freedom of speech und so weiter und so fort. Aber sie tut halt im Grunde genau das Gegenteil, indem sie halt andere diskreditiert und X als das einzig wahre einzig wahre unabhängige Plattform darstellt.

19:54 Gavin Karlmeier

Und wenn man das jetzt mal alles zusammenträgt, also wir haben ein Netzwerk, das in der Hand eines sich radikalisierenden Multimilliardärs liegt. der erst antisemitische Weltverschwörung mit seiner Reichweite sozusagen verstärkt, dann Nach Polen auf einen Kongress zu diesem Thema reist, um dann zu erzählen, naja, Antisemitismus ist nicht das Problem, sondern das Voke, während gleichzeitig zu Hause die Geschäftsführerin einen Blog-Eintrag sitzt und in den Medien das Üble sucht. Inzwischen gibt es keine Rechtfertigung mehr als demokratisch orientiertes Was auch immer publizistische Einheit überhaupt noch dort stattzufinden, Entität, als publizistische Entität auf Ex noch stattzufinden. Ich werde nicht müde, das zu sagen. Ich sage das gefühlt dreimal die Woche, aber Ich will das nochmal sagen. Wenn du das alles zusammenzeichnest, wäre das alleine schon ein Grund, da wegzugehen. Aber du bist ja auch schon weg.

20:49 Franziska Bluhm

Ich kann dazu, ich kann nur sagen ja.

20:53 Gavin Karlmeier

Okay. Ja, Gavin. Ich möchte, lass uns von diesem düsteren Thema weggehen. Und ein bisschen nachklappen, denn es geht um Mr. Beast. Mr. Beast und Mr. Musk. Mr. Beast hat ja, für die, die es nicht mitbekommen haben, da wurde von Elon Musk gebeten, auch mal seine Inhalte. Ich fange ganz vorne an. Mr. Bees ist der größte YouTuber der Welt, hat 231 Millionen AbonnentInnen und hat sich seine Inhalte immer bei YouTube veröffentlicht. Hat aber dann die Frage von Elon Musk bekommen, vor schon vor einem Monat, würde ich sagen, ob er nicht mal seine Inhalte bei Ex veröffentlichen möchte, wo Mr. Beast gesagt hat, naja, das steht finanziell in keiner Relation, ich werde nicht genug Geld damit verdienen, das mache ich nicht. Hat sich dann aber vor ziemlich genau einer Woche dazu entschieden, trotzdem ein Video auf Ex direkt hochzuladen. Und hat dazu geschrieben, hör mal sehen, wie viel Kohle dabei rumspringt. Wir machen das jetzt mal, das ist ein Test, ein Re-Upload und in einer Woche gucken wir mal, was dabei rumgekommen ist. So this is rum and we went. This video has for Mr. Beast 250. 000 US Dollar Umsatz gemacht. Ähm, er sagt selber, uh it's a bit of a facade, also es ist um wie würdest du das übersetzen, ist es Fassade oder ist es false rand? Nö, ist Fassade, okay.

22:11 Franziska Bluhm

Ohne Fassade, also vorgeschrieben, weiß nicht, wie man es erstmal ist.

22:15 Gavin Karlmeier

Ja, also genau.

22:15 Franziska Bluhm

Mach mal weiter und ich gehe mal kurz. Zu Diebel?

22:19 Gavin Karlmeier

Also er sagt, Werbetreibende haben die Möglichkeit gesehen und die Aufmerksamkeit, die auf das Video gelegt wurde, und haben deswegen gezielt Werbung gekauft in dieses Video. Und das führt dazu, dass mein Revenue pro View ein bisschen höher ist als das, was ihr normalerweise erlebt. Hat aber kurz danach dann noch ein Post hinterhergeschoben. Fünf Minuten später hat nämlich geschrieben. Ich werde zehn zufälligen Personen, die diesem Tweet hier reposten und mir folgen, 25. . 000 Dollar for Fun geben. Also genau die 250. 000 S-Dollar, die das Video gemacht hat. I'll pick the winners in 72 hours. Also er hat das Geld weitergegeben an die Leute, die diesen Post reposten. Und diese Ankündigung hat anders als diese Veröffentlichung von dem, was das Video an Kohle gemacht hat, hat drei Millionen Reposts gibt es gerade schon.

23:09 Franziska Bluhm

Hast du auch mitgemacht?

23:11 Gavin Karlmeier

Nee, nein, nein, um Gottes Willen. Aber es ist doch, also erstmal sind die 52. 000 Österreicher, das stehen natürlich in keiner Relation, weil wir waren uns auch schon in den letzten Folgen einig. Elon Musk hat alles getan, dass a. dieses Video so viele Aufrufe wie möglich hat und b dann auch noch so viel Geld damit umsetzt wie machbar. Ob mit legitimen Methoden oder nicht, können wir gar nicht so genau überprüfen, aber da sind wir uns, glaube ich, einig. Jetzt gibt es aber noch eine andere Entwicklung, die gleichzeitig passiert ist, die ich gerne daneben legen möchte. Und zwar melden mehrere Medienmagazine in den USA. Dass Mr. Beast einen, also entweder kurz vor Abschluss oder bereits im Abschluss eines Vertrages steht mit Amazon Prime, Amazon Prime zahlt für eine erste TV-Show auf einem Streaming-Dienst, nämlich auf Amazon Prime offensichtlich. Prime Video heißt es. Zahlen sie 100 Millionen US-Dollar für diese Show und die erste Folge dieser Show wird auf dem YouTube-Kanal von Mr. Beast auch noch zu sehen sein. Und jetzt kommt meine Frage. Glaubst du, dass. Er deswegen, weil er eh schon wusste, dass alles in trockenen Tüchern ist, dieses Experiment überhaupt nur eingegangen ist? Oder glaubst du, zweite Möglichkeit Dass er in diesen Verhandlungen gesteckt hat und mit diesem, ich veröffentliche das jetzt mal auf Twitter und dann mal sehen, versucht hat, seine Leute, mit denen er da verhandelt hat bei Amazon, ein bisschen noch stärker in Zugzwang zu bewegen.

24:41 Franziska Bluhm

Keine Ahnung, ist jetzt natürlich nur Spekulation, aber sagen wir mal so, diese, wenn man es jetzt mal nur aus Kommunikations- und irgendwie PR-Sicht sozusagen sieht. dann ist das ja eine sehr hilfreich, ein sehr hilfreiches Experiment gewesen. Weil er sich zum einen, also er wurde extrem gepusht von Elon Musk, also ne, Aufmerksamkeit auf Elon Musk liegt ja sowieso auf alles, was er sozusagen tut. Und dann ja in der Abgrenzung oder überhaupt in den Berichten darüber, dass es diese dieses Ding gibt, hat es ihm nochmal Aufmerksamkeit gegeben und natürlich auch Aufmerksamkeit in Gruppen gegeben. die vielleicht, auch wenn Mr. Bees schon der größte YouTuber gewesen ist, aber nochmal in Sphären, die vielleicht vorher ihn noch nicht kannten. Also im Grunde eigentlich muss man sagen, alles richtig gemacht.

25:32 Gavin Karlmeier

Ja, ne? Ich finde auch. Aber die Frage ist, ob er Elon Musk ausgetrickst hat oder B sogar benutzt hat Oder C, ob er wirklich einfach nur neugierig und unvoreingenommen an die Sache ranhängen ist. Wir werden es nie erfahren.

25:45 Franziska Bluhm

Wir werden es nicht erfahren, aber ich wäre stark bei, dass er das durchaus genutzt hat.

25:51 Gavin Karlmeier

Ja, genau. Ich wollte einfach mal nur diesen kleinen Gedanken in diese Köpfe pflanzen, dass diese ganzen Zusammenhänge und diese Möglichkeiten ja durchaus bestehen, dass das hier alles gar nicht so zufällig passiert ist. Wer aufgepasst? Nee, warte, ich sag mal anders. Wie komme ich jetzt in diese Moderation rein? Es war auch ein langer Tag. Ja, ich auch. Also, wer politische Inhalte bei Instagram am Wochenende gepostet hat, oder am Montag, vielmehr am Montag, der hat eventuell daraufhin eine Push-Nachricht von Instagram bekommen mit der Formulierung Es ist unwahrscheinlich, dass deine Follower diesen Beitrag sehen. Du solltest diesen Beitrag überarbeiten oder entfernen. Inhalte, die unseren Gemeinschaftsrichtlinien entsprechen, könnten in den Feeds deiner Follower weiter oben angezeigt werden. Das haben einige Leute als Push-Nachricht bekommen von Instagram. Dazu gehören unter anderem Nils Buckelberg oder auch Nicole Diekmann, die übrigens in der nächsten Folge bei Haken dann dabei sein wird. Aber diese Meldung kam erstmal und du hattest dann die Möglichkeit, den Beitrag zu verändern oder Einspruch einzulegen. Und in dem Post von Nicole Diekmann, sie hat es gescreenshottet, war die Formulierung eigentlich nur nach den Enthüllungen über ein Geheimtreffen von AfD-Funktionären und Neonazis gehen 100. 000 auf die Straße. Andere reden das kleine und widersprechen sich selbst. Jetzt ist die Frage, was ist passiert? Ist A passiert, dass dieser Post von vielen Leuten gemeldet wurde oder dass eines der Wörter, die da drin stecken, hier ein automatisiertes Verfahren ausgelöst haben? Ich habe gleich eine Auflösung hinterher, aber ich bin mal gespannt, was so dein Gefühl war, als diese Meldung gekommen ist.

27:31 Franziska Bluhm

Ich hatte auch erst den Gedanken. Sind es Begriffe? Ist es also ne AfD, keine Ahnung, Neodazi und so weiter, also wir wissen ja, dass auch Instagram nicht immer ganz so politisch sein möchte? Das war so meine erste Vermutung, aber löse am besten auf.

27:53 Gavin Karlmeier

Also es gibt jetzt eine Meldung von Instagram selber mit folgendem Text. Entwarnung, bei Instagram ist kürzlich ein technischer Fehler aufgetreten, der dazu geführt hat, dass einigen Personen in der EU mitgeteilt wurde. dass ihre Beiträge herabgestuft wurden, weil sie gegen unsere Gemeinschaftsrichtlinie verstoßen, obwohl dies nicht der Fall war. Wir haben diesen Fehler behoben und stellen sicher, dass keine Maßnahmen ergriffen wurden.

28:13 Franziska Bluhm

Ja, was ist denn ein technischer Fehler? Also wie kann denn ein technischer Fehler? Also das ist doch wirklich das typische, da ist was, also. . Ja, was ist schiefgelaufen, andererseits ein technischer Fehler kann doch, ist doch, also das ist doch was anderes. . Da muss doch irgendwas eingestellt worden sein. Dass auf bestimmte Inhalte vielleicht schneller reagiert werden muss. Also irgendwie haben sie vorher was gemacht, sagen wir mal so. Das passiert ja nicht einfach so.

28:39 Gavin Karlmeier

Ganz genau. Und das habe ich nämlich auch gedacht. Es muss dieser technische Fehler muss ja bei etwas entstanden sein, das sich entweder mit dem Meldesystem oder mit den Buzzwords auseinandergesetzt hat. Das heißt, irgendeine Veränderung hat es da trotzdem gegeben. Weißt du was, ich glaube, was der technische Fehler ist? Diese Busch-Nachricht.

29:01 Franziska Bluhm

Du meinst, dass es gepusht wurde und normalerweise hättest du keinen Push bekommen?

29:04 Gavin Karlmeier

Ja.

29:05 Franziska Bluhm

Ah, okay, fish.

29:06 Gavin Karlmeier

Ich bin heute, ich bin heute, ich habe das Gefühl, ich bin mindestens spekulativ, wenn nicht sogar verschwörerisch unterwegs. Ich hatte einen lange.

29:11 Franziska Bluhm

Ich wollte gerade sagen, also. Müssen wir uns Sorgen machen, Gavin.

29:17 Gavin Karlmeier

Nee, nee, nee, nee. Vielleicht ist es auch einfach tatsächlich ein technischer Fehler gewesen. Und Emotionen. Jetzt habe ich dir in deine Antwort meinen Jingle hier reingeknallt. Ja, es ist ärgerlich.

29:33 Franziska Bluhm

Und also der Junge ist jetzt nicht richtig zur Geltung gekommen.

29:36 Gavin Karlmeier

Und deine Antwort auch nicht.

29:38 Franziska Bluhm

Ja, aber nun gut.

29:40 Gavin Karlmeier

Sag das nochmal bitte.

29:43 Franziska Bluhm

Jetzt habe ich es vergessen, ehrlich gesagt. Ich weiß nicht, was ich gerade gesagt habe.

29:46 Gavin Karlmeier

Oh nein, es tut mir leid.

29:48 Franziska Bluhm

Ich glaube, es war nicht so schlimm.

29:50 Gavin Karlmeier

Ich fahre immer so frech hier die Jingle rein. Naja, ich versuch's nochmal.

29:52 Franziska Bluhm

Du willst jetzt nochmal, damit der Jingle wenigstens ganz zu Geld umkommt?

29:58 Speaker 3

Funktionen und Emotionen.

30:02 Franziska Bluhm

Ich finde es übrigens jedes Mal seltsam, wenn ich dann Vieter Dennis Stimme höre. Es irritiert mich, aber es ist gut, dass er so in Erinnerung bleibt

30:10 Gavin Karlmeier

Ist das so retraumatisierend, meinst du? Ja, ich musste auch in unserem Discord-Chat, für alle, die noch nicht da sind, hakendran. org, gratis. Wir sind fast 600 Leute mit inzwischen von Leuten. die sich da die ganze Zeit über Social Media austauschen, über diese Dinge, über die wir hier sprechen. Ich musste da das Versprechen geben, dass sobald es hier irgendwann eine neue Rubrik gibt, dass die natürlich auch von Dennis angesprochen werden wird.

30:37 Franziska Bluhm

Jetzt bin ich gespannt, welche neue Rubrik du da erfinden wirst. Vielleicht ist es die direkte Feedback auf Folgen, das, was ich heute vorhin gemacht habe. Das Hausgangs. Das könnte eine Rubrik werden. So Live-Statements zu den Inhalten der letzten Folge oder sowas.

30:56 Gavin Karlmeier

Eine schöne Idee eigentlich. Das kannst du aber auch jetzt bei TikTok machen. Und so eint das jetzt wieder die übere Leitung aus dem Himmel. Und zwar testet Ticklock Tick Tick Klock TikTok Mein Gott. Also, TikTok testet die Möglichkeit, dass du 30 Minuten lange Videos hochladen kannst

31:17 Franziska Bluhm

Ja, es ist ganz spannend, dass ich habe irgendwie was drüber gelesen, ich weiß gerade aber gar nicht mehr genau wo. Das ist so ein bisschen was damit zu tun hat, dass TikTok halt gerade auch um das Thema Aufmerksamkeit bohlt und natürlich irgendwie etwa 30 Minuten auch mehr. Möglichkeiten für vielleicht Werbeschaltungen und so weiter irgendwie so möglich sind. Das heißt also, man auch nochmal zusätzlich Geld verdienen könnte. Finde ich eigentlich ganz interessant. Was ich aber wirklich auch interessant finde, ist dieses Guckst du dir 30-minütige Hochkant-Videos an?

31:52 Gavin Karlmeier

Ich würde gerne da anknüpfen, weil ich habe die These, dass die gar nicht hochkant sein müssen.

31:59 Franziska Bluhm

Hm. Das kann natürlich sein, aber es passt dann ja irgendwie nicht so richtig zur App, oder? Also weil eigentlich ist ja alles hochkant.

32:06 Gavin Karlmeier

Aber guck mal, Netflix, YouTube, das ist alles immer quer. Und wir haben auch gesehen, und das ist nämlich der nächste Punkt, den ich da als Gedanke mitgebracht habe, IGTV war ja genau der Versuch von Instagram, Langformat ins Hochkantformat zu pressen. Und ganz am Anfang konntest du nicht mal querformatige Videos hochladen. Du musst das Hochkern-Videos hochladen. Einfach weil es nicht gewollt war, dass die Leute dort was Langes hochladen. Irgendwann hat Instagram offenbar festgestellt, dass aber der Wunsch besteht, oder? Also dass entweder der Wunsch besteht, lange Videos im Querformat zu gucken oder b, dass die Creator sich nicht bereit erklären, hochwendig produziertes Material in Hochgang anzuliefern, wenn bei YouTube das gleiche Material. eben im Querformat Geld abwirft, weswegen sie es irgendwann geöffnet haben, dass du den Bildschirm eben auch drehen konntest in IGTV. Irgendwann ist IGTV ja komplett in Reals aufgegangen und ich glaube, jetzt lädt auch kaum noch jemand so lange Videos hoch, außer Naja, ein Finn Kliman damals hat seine Videos immer als 8-Minuten-Video bei Instagram hochgeladen, aber das ist weniger geworden. Und ich könnte mir vorstellen, dass TikTok hier vor allem eher versucht an so Also ich glaube, es gibt jetzt schon eine Riesenbubble an Leuten, die bei TikTok so krasse Urheberrechtsverletzungen hochladen mit irgendwelchen Dokus, die sie im Fernsehen gesehen haben und Fußball spielen und was auch immer. Und ich glaube, dass du, dass sie von solchen Leuten, dass solche Leute davon stark profitieren, wenn sie das auch auf 30 Minuten Länge tun könnten. Ich glaube aber, dass das meistens Querformat ist.

33:33 Franziska Bluhm

Ja, kann schon sein. Ich bin aber auch gespannt, was TikTok machen wird, um dann diese Videos vielleicht ja auch zu pushen oder wie auch immer. Weil wenn ich überlege, wie. die Plattform jetzt ist, dass sie ja wirklich sehr, sehr von diesen kurzen Videos lebt. . Also wie du die Nutzer und Nutzerinnen sozusagen dazu bekommen willst, dann auch diese langen Sachen zu gucken, Longform sozusagen, bin ich sehr gespannt.

33:57 Gavin Karlmeier

Ja, und also ich könnte mir vorstellen, dass das also theoretisch klappen kann, wenn du es richtig anstellst. Weil jetzt guck mal, es gibt ja so Internetphänomene wie zum Beispiel, wir haben letzte Woche hier, nee, letzte Folge über Lord of the Weed gesprochen. Ah, da ist ein Housekeeping. Ich habe behauptet, Lord of the Weed wäre das erste erste viral gegangene Video, obwohl es noch kein Internet gab. Erstens stimmt es natürlich nicht, natürlich gab es schon das Internet, aber keine Möglichkeit. 200 MB durch die Gegend zu transportieren, zumindest nicht für Leute, die so alt waren, dass sie Lord of the Weed witzig gefunden hätten. Und zum anderen gab es natürlich davor noch sinnlos im Weltraum, was also ehrlicherweise genau das gleiche war, aber halt ein bisschen vorher So, das kurz nachgereicht. Aber solche Beispiele, ne? Oder die, ähm, diese ganzen Spiegel-TV-Dokumentationen von der Esso auf der Reperbahn oder vom Pennymarkt auf der Reperbahn. Also diese ganzen Sachen, die so zum, ich glaube, wenn man sagt, Kult wurden. Die gucken sich Leute auch bei TikTok an. Und ich glaube, dass die auch länger als zehn Minuten lang sein dürfen

34:58 Franziska Bluhm

Ja, wie gesagt, ich bin sehr gespannt. Also ich glaube, es ist leichter an sowas wie bei YouTube. So ein Short-Format anzudocken, als andersrum. Aber das ist jetzt einfach vielleicht eine steile These. Mal gucken.

35:14 Gavin Karlmeier

Wir sind sehr gespannt. Instagram testet was Neues für Instagram Notes. Kennst du noch Instagram Notes?

35:20 Franziska Bluhm

Oh ja, das sind diese lustigen, da kann man doch jetzt mittlerweile alles, wenn ich das richtig in Erinnerung hatte.

35:25 Gavin Karlmeier

Also ja, du kannst jetzt Musik und Foto und. . Und du kannst da alles hinzufügen.

35:30 Franziska Bluhm

Und dort und so, genau.

35:32 Gavin Karlmeier

Und jetzt kommt das Neue, du kannst jetzt dort auch Prompts hinzufügen. Das ist nicht das gleiche Prompt wie bei der KI. Sondern ich kann da jetzt sozusagen dasselbe wie das Fragetool in der Story machen. Ich kann also da schreiben, hey, was soll ich heute essen? Und dann können Leute darauf direkt antworten und es ist wie eine öffentliche Kommentarfunktion.

35:48 Franziska Bluhm

Wahnsinn, endlich.

35:54 Gavin Karlmeier

Ich frage mich, ob es. .

35:55 Franziska Bluhm

Aber ich frage mich wirklich, was, also ganz ehrlich, ich Vielleicht liegt es ja an meiner Instagram-Bubble oder wie auch immer, oder an meinem Alter oder ich weiß nicht was, aber. . Ich sehe da wirklich sehr selten irgendwelche Notes und meistens sind sie auch wirklich nur ganz kurz so Statements, wie auch immer. . Also hast du da irgendwie mal mehr zu? Gibt es irgendwie eine Untersuchung, wie Nutzer und Nutzerinnen Notes bei Instagram nutzen? Dieses Phänomen geht komplett an mir vorbei oder wie ist die Lage?

36:33 Gavin Karlmeier

Ja, es gibt Aussagen von Adam Mossari, dem Instagram-Chef, dazu, der Instagram-Notes immer wieder als gelungenes Beispiel einer Funktion nennt. die gerade für junge Leute und sehr junge Leute interessant ist. Und da scheint es tatsächlich zu funktionieren, weil er sagt, je jünger die Leute sind, umso mehr Zeit verbringen sie in ihrem DM-Postfach, umso mehr sind sie eventuell auch dazu in der Lage, dann eben diese Funktion zu nutzen, weil sie eben eh vor ihren Augen liegt. Ich kann das nicht überprüfen, ich habe auch keine Zahlen, ich kenne nur diese Aussage und muss sie jetzt erstmal so glauben. Auf der anderen Seite hat Instagram aber ganz früh auch schon immer gesagt, Instagram, die Leute wollen alle Videos gucken auf Instagram und auch, also das Bis das der Fall war, hat ein bisschen gedauert. Deswegen, so richtig einschätzen kann ich es nicht. Bei mir ist es so, das benutzen so fünf, sechs Leute, oft immer die gleichen, sonst ist dann nicht viel los.

37:23 Franziska Bluhm

Ja, ich finde aber auch, dass es noch ein Unterschied ist, ob du halt in deinen DMs bist oder ob du halt wirklich Notes nutzt. Also das, ich, ja, also. Weil in den DMs sein hat dann ja meistens was mit, es gibt schon eine Diskussion, es gibt irgendwie schon irgendwie einen Diskussionsstrang und diese Nodes sind ja wirklich so. . kurze Anlässe, um überhaupt in Kontakt zu treten. Und ich glaube, dass das echt nochmal was anderes ist. Aber ja, wer weiß. Wir werden das vielleicht irgendwann erfahren. Vielleicht gibt es da was, gibt es da Feedback aus der aus der Discord-Community dazu.

37:59 Gavin Karlmeier

Bestimmt sogar. Jetzt kommt eine Funktion, bei der ich, also, also da sind, glaube ich, nicht viele Funktionen in der Welt. Instagram arbeitet daran, dass du jetzt auch mehrzeiligen Text als Kommentar schreiben kannst, wenn du ein Android-Gerät hast.

38:14 Franziska Bluhm

Habe ich keine Emotion zu, weil ich kein Android-Gerät habe und deswegen es nicht vermisst habe.

38:21 Gavin Karlmeier

Okay, gut. Nächste, dann Threads scheint eine Entwürfefunktion zu bringen, darauf gibt es zumindest Hinweise.

38:31 Franziska Bluhm

Ja, sagen wir so, alles was so ein bisschen noch die Usability bei Threads erhöht, ist sicherlich gut. Wobei eigentlich lebt ja Threads oder leben ja diese kurzen Statements oder wie auch immer ja auch mal sehr stark von der Spontanität, finde ich. Und ob ich denn da vorher schon als Entwurf das irgendwie abspeichern kann, I don't know. Ich habe ehrlich gesagt diese Entwurffunktion auch früher bei Twitter oder ähnliches selten genutzt, wenn ich ehrlich bin.

38:59 Gavin Karlmeier

Also ich habe bei Twitter in der Twitter-App immer noch ungelogen eine wahrscheinlich dreistellige Anzahl an Entwürfen. Also wirklich sehr, sehr, sehr, sehr viel genutzt, diese Funktion. Vor allem bei alten, also niemand darf jemals meine Twitter-Entwürfe finden. Das ist schlimmer als ein Tagebuch. Okay. Aber deswegen freue ich mich drauf, würde ich nehmen bei Thread.

39:21 Franziska Bluhm

Was wirst du denn, also nur, also was steht denn? Also kannst du so ganz grob umreißen, ohne Beispiele zu nennen? was du so als Entwurf da gespeichert hast. Also waren das so Gedankenschnipsel?

39:32 Gavin Karlmeier

Ja, es gibt so drei Kategorien. Kategorie 1 sind Witze, die ich niemals in der Öffentlichkeit machen darf. Also nicht, weil sie irgendwie, weil sie irgendwie menschenverachtend wären, sondern weil die irgendwie also so dämlich sind und so albern und so keck, sagt man, glaube ich, das würde mich nicht gut dastehen lassen, wenn ich das posten würde. Also, so Sachen, ich suche mal jetzt live was aus meinen Kommentaren raus. Sowas wie der Gedanke, kein UX-Designer dieser Welt hätte eine Stadt Essen genannt. Sowas? Da habe ich mir beim Schreiben schon gedacht, naja, das würde ich jetzt nicht in die Öffentlichkeit schreiben.

40:05 Franziska Bluhm

Aber warum speicherst du es dann als Entwurf und löscht es nicht einfach wieder? Verstehst du, was ich meine?

40:10 Gavin Karlmeier

Damit ich dir das hier bei Hagnann vorlesen kann.

40:12 Franziska Bluhm

Ah ja, okay. Ja, danke.

40:15 Gavin Karlmeier

Dann gibt es da so Dinge, die bei denen, weil ich schon nachher nehme. Also es ist so, der Gedanke während der Entstehung abgebrochen. Zum Beispiel hier einen Entwurf, der fängt an mit die OMR sind und geht auch nicht weiter. Oder Nudelwasser ist das neue Benzin. Und die dritte Kategorie sind so Dinge, die beim Schreiben schon zu alt waren, weil sie sich auf eine Nachricht bezogen, die viel zu lang her ist.

40:42 Franziska Bluhm

Ja, okay, verstehe.

40:45 Gavin Karlmeier

Oder hier, heute ist nationaler Tag der Schlammpackung. Gamescom ist die Republika für. Und da endet das dann auch. Also es hat bei 99% der Entwürfe einen Grund, warum ich die nie veröffentlicht habe.

41:00 Franziska Bluhm

Ich verstehe.

41:02 Gavin Karlmeier

Also ich kann es kaum erwarten, dass diese Funktion endlich zu Threads kommt. Das wollte ich eigentlich sagen.

41:06 Franziska Bluhm

Damit du es da auch unter dein Archiv sozusagen weiterführen kannst in Sprüchen, die du schon immer mal nicht wolltest.

41:12 Gavin Karlmeier

Ja, das wird auf jeden Fall so kommen.

41:14 Franziska Bluhm

Sammeln Sie doch in Notion.

41:18 Gavin Karlmeier

Dann lesen das ja alle. Außerdem arbeitet Threads offenbar an der Funktion, die Instagram-DMs zu integrieren, sodass du in Threads direkt Instagram die anschreiben kannst. Das ist ja schon so ein bisschen, da gibt es schon eine Vorbauleistung, weil wenn ich auf Teilen gehe, dann öffnet sich ja eigentlich schon der Vorbau dafür. Aber es können keine Leute geladen werden. Das scheint sich jetzt sich bald zu ändern.

41:39 Franziska Bluhm

Das heißt also, springst du dann in die Instagram-App oder bleibst du auf Threats?

41:46 Gavin Karlmeier

Das kann ich dir nicht beantworten.

41:47 Franziska Bluhm

Verstehst du? Also das, weil ich finde. Ich hatte jetzt schon mehrfach auch den Impuls, irgendwie, ach ja, könnte ich die Person nicht einfach direkt nochmal anschreiben? . . Und also das vermisse ich schon. Und dafür war ja, also sowohl auf Twitter oder auch auf Instagram, ist das ja irgendwie schon immer alles sehr, sehr praktisch. Und diese Funktion, direkten Kontakt mit jemandem auf Threads aufzunehmen, finde ich schon sehr, also vermisse ich bisher schon. Das wäre was, was man schnell mal nachliefern könnte. Aber wenn ich dann halt raus aus der App komme und dann rein in Instagram, fände ich es halt wiederum total verwirrend, weil man dann halt Welten miteinander vermischt, die eigentlich Ja, so richtig nicht zusammenpassen.

42:26 Gavin Karlmeier

Also ich bin sehr gespannt, ich schätze, dass du. Direkt die gleichen DM-Saus-3 bei Instagram, also dass es so aussieht, als hättest du das DM-Postfach in Threads, aber es sind dieselben Nachrichten Und ich sage dir auch, warum ich das glaube. Und zwar habe ich hier gleichzeitig noch die Meldung, die eigentlich schon ein bisschen was größer ist. Und zwar Kündigt Meta an, jetzt dem Digital Markets Act entsprechen zu wollen. Und mit dem, was sie tun, also die perfekte Interoperabilität ist da jetzt noch nicht drin, die der Markets Act vorschreibt. Aber es steckt was anderes drin. Und zwar die Möglichkeit, Konten zu trennen. Und hier geht es vor allem um Instagram, äh, um Facebook, Entschuldigung. Und zwar kannst du jetzt dein Facebook-Konto von deinem Meta-Konto trennen. Es gibt ja so ein Meta-Konto, in dem die ganzen Konten zusammenlaufen. Du kannst aber auch den Facebook Messenger jetzt ohne Facebook-Konto nutzen und du wirst auch Facebook Gaming und den Facebook Marketplace. ohne jeweiliges Facebook-Konto nutzen können, sondern du kannst dann einen Facebook Gaming Account, ein Facebook Marketplace oder einen Facebook Messenger Account anlegen, ohne dafür bei Facebook registriert zu sein. And that is an ankündigung, die da so ein bisschen vielleicht mit reinrutscht, nämlich der Umgang, wie eigentlich mit den Accounts umgegangen wird. And jetzt kommt nämlich das Ding Ich glaube, dass das für Threads und Instagram eine relativ komplexe Angelegenheit ist, diesem EU-Recht zu entsprechen. Wenn du allerdings sagst, dass es eigentlich ein Account ist, das siehst du dran, hier sind ja sogar dieselben Nachrichten, vielleicht gab man da eine ganz gute Argumentationsgrundlage.

44:00 Franziska Bluhm

Ja, aber dazu, also ich habe dazu auch eigentlich, ich glaube, zwei oder drei Gedanken. Mal gucken, ob ich kriege sie gleich noch zusammen und vergesse die an den anderen Gedanken nicht. Also der erste ist, ähm Threads konnte ja so lange in der EU auch nicht starten, weil die Verbindung doch auch so eng war, oder? Das heißt also eigentlich müsste Facebook ja ein Interesse daran haben, um allein diese ganzen EU-Regularien zu entsprechen. die Apps weitgehend unabhängig voneinander zu entwickeln und die Nutzung möglich zu machen. Das heißt, also wenn dann plötzlich in die Instagram-DMs gesprungen werden würde, wäre es ja eigentlich nicht so richtig dolle.

44:41 Gavin Karlmeier

Mhm. Auch wahr.

44:43 Franziska Bluhm

So, das ist so mein einer Gedanke und jetzt muss ich gucken, dass ich den anderen wieder hinkriege. Genau, und der andere Gedanke ist, wie schön du gerade bei der Beschreibung diesen PR-Sprech. von Meta so ein bisschen übernommen hast. Nach dem Motto, so ein bisschen nach dem Motto, hey, super, dass sie das jetzt so ermöglichen. Ja, mein Gott, also sie haben halt am Ende extrem in den letzten vergangenen Jahren davon profitiert, dass sie die Daten so eng miteinander verknüpft hatten und es möglich war, ne, mit mit Hilfe von, wie war das, mit Hilfe von Oder mit Werbung, also Werbung so gut auszuspielen, weil sie halt alles, ähm alle Nutzungen über alle Plattformen hinweg irgendwie. . alle Daten, die sie dadurch generiert haben über diese Nutzer perfekt sozusagen ausgewertet und analysiert haben und dann halt das perfekte Geschäftsmodell sozusagen da dran gebaut haben. Und jetzt müssen sie das halt irgendwie, jetzt müssen sie es anders machen, weil es vom Gesetz so vorgeschrieben wird und sie verkaufen es als den großen Service an den Nutzer.

45:51 Gavin Karlmeier

Das ist Service am Nutzer. Ich weiß jetzt nicht, warum da diese Hässigkeit herkommt.

46:00 Franziska Bluhm

Kein Kommentar. Das ist okay.

46:03 Gavin Karlmeier

Dann willkommen zurück zu den Funktionen. Bei LinkedIn, das ist jetzt eine Meldung, da bin ich sehr gespannt, ob da irgendwas. Also, aber du hast ja, also LinkedIn ist ja mehr so dein Beritt, richtig?

46:15 Franziska Bluhm

Also ich muss, macht da viel, ja, sagen wir so.

46:18 Gavin Karlmeier

Also, LinkedIn stellt die Look-alike Audiences ein. Weißt du, was Look-alike Audiences sind?

46:25 Franziska Bluhm

Ja, wenn du wenn du Werbung über LinkedIn geschaltet hast, dann hattest du die Möglichkeit. . zu sagen, ich möchte an eine Zielgruppe oder einer Audience meine Werbung ausspielen, die so ähnlich ist wie meine, also diese Look-alike sozusagen. Und das, ja, das stellen sie jetzt offenbar ein. Ich habe auch gerade auch nochmal so ein bisschen gelesen, warum sie das machen, weil sie halt sagen, sie haben mittlerweile bessere Daten. als das, was sozusagen hier bei diesen Look-alike-Audiences dann zur Verfügung stergung steht. Am Ende ist es wahrscheinlich einfach auch nochmal, also vielleicht ist es auch wirklich so, dass sie bessere Daten haben. Aber andererseits ist es halt auch einfach dann nochmal eine andere Form, vielleicht sogar nochmal höhere Kosten zu rechtfertigen und so weiter. Also ich bin nicht die Expertin für Werbung schalten auf LinkedIn, aber es hat halt viel damit zu tun und wenn ich natürlich, also wenn es halt wirklich dadurch besser wird und noch besser wird, Zielgruppen auf LinkedIn zu erreichen. dann warum nicht, ne?

47:37 Gavin Karlmeier

Ja, also ich finde das Prinzip der Look-alike Audience, das gibt es ja bei Facebook auch schon. Das ist erstmal hochinteressant, aber ich könnte mir vorstellen, dass das in der Tat einfach auch ein veraltetes Vorgehen ist, Leute sich zu suchen, die die gleichen Interessen haben zum Beispiel.

47:53 Franziska Bluhm

Ja, und also ich glaube, dass es ja aktuellere Daten zu nutzen. als dieses, ja, ist so ähnlich wie, ist glaube ich sicherlich attraktiver, wenn man dann bestimmte Zielgruppen erreichen möchte

48:11 Gavin Karlmeier

Ja. Und dann habe ich eine Funktion zum Schluss, die ich persönlich super spannend finde. Chrome integriert jetzt KI-Funktionen direkt in den Browser, also Google in Chrome sozusagen. Dazu gehören so Sachen wie, du kannst jetzt Tabs gruppieren oder eine Funktion, die ich eigentlich am spannendsten finde. Du kannst jetzt in beliebigen Formularen und Kommentarfeldern, das schreibt Thiba Martini, direkt Texte von der KI generieren lassen. Und das ist mal was, oder?

48:45 Franziska Bluhm

Das heißt also, formuliere eine Antwort darauf und dann Also was für. . Also meinst du, die Leute schreiben dann wieder mehr Kommentare?

48:56 Gavin Karlmeier

Also vor allem meine ich, wir nähern uns mit großen Schritten dem Sozial, einer Welt, in der Social Media vor allem. Bots unterhalten sich mit Bots ist. Also irgendjemand schreibt automatisiert, ich habe Geburtstag, und ein anderer schreibt automatisiert herzlichen Glückwunsch. Man muss nichts mehr tun und man muss irgendwann auch nicht mehr lesen, weil das macht die KI dann auch noch für einen. Eigentlich muss man nur noch Nur noch zugucken, wie das Internet so mit sich selber redet.

49:22 Franziska Bluhm

Ja, traurig, oder? Also. Also vielleicht auch ein, also jemand hat natürlich sicherlich auch unter Effizienzgesichtspunkten irgendwie was, andererseits Der eigentliche Charakter von sozialen Netzwerken oder ähnliches ist ja eigentlich Kommunikation. Und wenn das dann so ad absurdum geführt wird. Ja, ich glaube, es wird wieder andere Wege geben, auf denen wir kommunizieren, wirklich kommunizieren.

49:46 Gavin Karlmeier

Ja, aber wenn wir mal ganz ehrlich sind, Kommunikation ist ja schon auch anstrengend. Und wenn wir die nicht mehr haben müssen Dann haben wir mehr Zeit, um Dinge zu kaufen zum Beispiel. Ist doch auch gut. So, ich bin am Ende. Menschlich, inhaltlich.

50:06 Franziska Bluhm

Okay. Ja, ich kann dem nichts hinzufügen und danke dir, dass ich da sein durfte.

50:13 Gavin Karlmeier

Vielen, vielen Dank, dass du dabei warst und vielen Dank an alle, die zugehört haben bis hierhin. Solltet ihr das Gefühl gekriegt haben, ihr wollt mehr Haken dran, kriegt ihr das auf haklan. org. Da gibt es einen Discord-Chat, die ganz. Community wartet nur auf euch, dass ihr uns euch anmeldet und wird euch mit einem tosenden Applaus begrüßen. Und wenn ihr das Gefühl habt, ey, das ist so schade, dass ich, also ich habe jetzt keine, ich muss keine Zeit mehr für Kommunikation aufbringen, ich möchte Geld ausgeben. Dann könnt ihr das auch auf hagendann. org. Ihr könnt nämlich diesen Podcast finanziell unterstützen und bekommt dafür ehrlicherweise ewige Dankbarkeit von mir. Und das meine ich ganz im Ernst, dass Leute das tun. dass sie monatlich einen kleinen Betrag dafür geben, dass ihr es diesen Podcast hier gibt. Das wiederum schmeichelt mir und macht mich irgendwie ein bisschen demütig. Also vielen Dank dafür, muss ich mal dazu sagen. Hier geht es weiter am Mittwoch, am Freitag mit Nicole Dickmann und Franziska. Vielen Dank, dass du heute dabei warst. Ich wünsche dir und allen anderen eine schöne Woche.

51:08 Franziska Bluhm

Das wünsche ich dir auch.