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Folge 240 · 5. Februar 2024 · 1:19 Std.

Wann wird der Hirnchip zum Nobrainer?

mit Thomas Riedel

Neues vom Social Media-Buffet. Ich bin wieder gesund und muss erstmal Ablage machen. Zuckerberg vor dem Kongress, Musk vor Gericht (und im Gehirn) und TikTok vor der großen Stille.

Heute mit Metaverse-Tech-Journalist und LinkedIn Top Voice Thomas Riedel!

➡️ Facebook wird 20! Heise über Facebook in alle den Jahren: https://www.heise.de/hintergrund/Ach-Facebook-20-Jahre-und-du-hast-dich-sehr-veraendert-9613953.html

➡️ Facebook wird 20! Sky News mit einem Überblick der letzten Jahre: https://news.sky.com/story/facebook-turns-20-from-mark-zuckerbergs-dormitory-to-a-1tn-company-13060695

➡️ Das Social Media Watchblog über die KI-Fakes von Taylor Swift: https://socialmediawatchblog.de/2024/01/31/5-lehren-aus-den-pornografischen-ki-fakes-von-taylor-swift/ (Paywall)

➡️ Haken dran unterstützen – oder mit der Haki-Community ins Gespräch kommen könnt ihr hier: ⁠http://www.hakendran.org⁠

Transkript

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00:01 Intro

Haken dran, das Social Media Update der CT.

00:06 Gavin Karlmeier

Hallo Thomas Hallo Gavin. Ähm, ich stell dich ganz kurz vor und ihr merkt, ich klinge schon wieder ein bisschen lebendiger, wenn ich mir. Oh Gott, kurze Rückmeldung. Ich habe ja, ich war ja krank und wenn man sich die Folge anhört, diese, diese war ja keine Folge, diese kurze. Dieses kurze Lebenszeichen aus dem kranken Bett, ich höre mich wirklich tot an, wirklich leichig. Und ich muss sagen, es hat mich wirklich sehr, sehr, sehr arg gerührt, wie viele Leute in den Spotify-Kommentaren, beim Discord, auf Mastodon und im In Fiddiverse. Und sonst überall mir Genesungswünsche haben zukommen lassen. Das war wirklich, wirklich süß. Ganz rührend. Vielen, vielen Dank an alle. Es hat, glaube ich, ein bisschen was gebracht und ich bin eigentlich wieder lebendig So, jetzt kommen wir aber zu dir. Du bist Thomas Riedel und du bist nicht nur Tech-Journalist, sondern du bist auch, und jetzt halten wir uns alle fest, die hier wegen Twitter-Begeisterung irgendwann mal angefangen haben zuzuhören. Du bist LinkedIn Top Voice. Wie wird man das?

01:00 Thomas Riedel

Ja, das ist eine sehr gute Frage. Man kann im Prinzip sehr gut Kalendersprüche auf LinkedIn posten. Ich glaube, das ist so die Hauptfähigkeit. Nee, natürlich nichts, ein Spaß. Du, ich weiß es nicht. Ich bin's einfach geworden. Also, ich habe eine E-Mail bekommen von LinkedIn. Und dann hieß es: ja, herzlichen Glückwunsch. Wir haben Sie ausgekommen, LinkedIn Top Voice zu werden. Klicken Sie hier.

01:21 Gavin Karlmeier

Aber schreibst du so sehr viel bei LinkedIn mit sehr großen Reichweiten?

01:25 Thomas Riedel

Oder bedingt sich das? Also ich würde nicht sagen, dass ich unglaublich große Reichweiten habe. Manchmal gelingt es mir schon, dann so ein paar tausend Leute zu aktivieren. Und ich glaube, was meine Post ein bisschen auszeichnet, ist, dass die anecken vielleicht oder dass sie sehr kritisch sind teilweise. Und ich glaube, das ist eher selten auf LinkedIn und dann deswegen wird das dann vielleicht auch honoriert. Ich weiß es nicht. Kann sein.

01:52 Gavin Karlmeier

Okay, ich verstehe. Also ich, äh, wir hören heute mal genau hin, an welchen Stellen du irgendwelche Cases lobst und an wen in welchen Orten irgendwelche Wirtschaftlichkeiten aufmachst. Weil ich habe ja das Gefühl, das linkt in so ein bisschen Also ich tue dir und allen anderen LinkedIn Top Voices Unrecht und dir generell, weil ich dich hier eigentlich, eigentlich bist du ein gestandener Tech-Journalist und wir reden aber über dieses kleine Badge, was du bei LinkedIn hast. Aber Ähm, LinkedIn ist ja so ein bisschen das neue Facebook geworden. Also, du hast eben Kalendersprüche genannt. Ich hab so ein bisschen das Gefühl, dass wenn ich da jetzt irgendwelche lustigen Dinge über das Miteinanderarbeiten posten würde, dass ich damit höhere Reichweiten erzielen würde als mit einer. Kritischen journalistischen Auseinandersetzungen mit Elon Musk beispielsweise.

02:33 Thomas Riedel

Ja, das ist auch vollkommen richtig. Also ungefähr so, wie wenn du ein Lied von Helene äh Wie heißt sie gleich? Danke. Helene Fischer machen würdest, hättest du auch mehr Reichweite, wie wenn du die sechste Symphonie von Ludwig van Beethoven spielen würdest. Ich glaube, das ist so, das ist halt einfach so. Also wenn die Dinge ein bisschen zugänglicher sind, dann verstehen sie mehr Leute und mehr Leute reagieren drauf. Ich weiß nicht, ob man das denen direkt zum Vorwurf machen kann. Wir, die wir natürlich so allgemein ein bisschen mehr über alle Sachen reflektieren, merken dann halt, okay, mein Inhalt ist es nicht. Also für mich ist das vielleicht ein bisschen zu einfach, manchmal ein bisschen zu flach. Aber was man da ja mit erstaunlich feststellen muss, und es gibt da ja so eine Geschichte, auf die du wahrscheinlich so ein bisschen hinsteuerst, die Lara Sophie Botour, die. Ja, jetzt gerade so ein bisschen in die Kritik geraten ist. Wenn man sich so anschaut, was sie so auf LinkedIn postet, dann funktioniert das halt einfach sehr gut. Und Ja, das ist natürlich unangenehm, ja? Du gibst dir total Mühe, du tagelang überlegst du dir deinen Redaktionsplan und versuchst so tolle Content-Pieces wie möglich zu kreieren und dann kommt jemand, postet einen Kalenderspruch und hat hundertmal so viel Reichweite.

03:46 Gavin Karlmeier

Also um das mal kurz so ein bisschen einzufangen, weil, also die Geschichte, die hat mich jetzt, ich hab die, also ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, das war so ein Fiebertraum Weil alle Leute um mich herum und auch in den sozialen Netzwerken, in denen ich unterwegs bin, plötzlich angefangen haben, sich über LinkedIn Voices auszutauschen, über eine andere LinkedIn Top Voice, das sie gerade genannt, Lara Sophie Botur. Die arbeitet bei Deloitte. Und ich war bei der Berichterstattung und deswegen musste mir da ein bisschen auf den, äh, das ist übrigens die erste Geschichte des Tages, bei der Berichterstattung so ein bisschen Lost, weil ich, also Existiert diese Person oder wurde die als Persona kreiert, damit Deloitte eine LinkedIn-Top-Voice hat?

04:20 Thomas Riedel

Nee, tatsächlich, die Person gibt's wirklich. Ist eine Person mit einem eigenen Lebenslauf. Die ist ab und zu auch schon mal in echt gesehen worden auf Bühnen Also, die ist tatsächlich aus Fleisch und Blut und keine virtuelle Influencerin. Das wäre ja auch möglich, eventuell. Nee, sie ist tatsächlich echt und arbeitet seit ein paar Jahren bei Deloitte als Corporate Influencerin.

04:42 Gavin Karlmeier

Ich verstehe. Das heißt, das ist sogar ihr Job, dass sie auf LinkedIn, sie hat 200. 000 Follower oder so, ne? Irgendwie so um die Kante. Und aber was ist dann der Kritikpunkt? Dass sie als Corporate Influencerin angestellt ist? Das ist doch inzwischen üblich, oder?

04:57 Thomas Riedel

Ja genau, im Artikel, den wir jetzt hier meinen, ist von der T3N, kam raus am 29. 01. Wird weniger kritisiert, dass es halt Influencer gibt. Ich glaube, damit hat sich auch die T3N mittlerweile abgefunden, sondern. . Dass bei der Lara so ein bisschen so ein paar Regelmäßigkeiten aufgefallen sind und einige BeraterInnen, die also Ihr Job besteht darin, andere LinkedIn-Leute dazu zu beraten, wie sie ganz viel Reichweite auf LinkedIn bekommen. Also wir kennen das, ja. Die haben wohl einige Unregelmäßigkeiten festgestellt. Also die haben sich das angeschaut und haben so gedacht, okay, das ist vielleicht ein bisschen seltsam, dass ihr. Dass ihr Wachstum so linear ist. Und einige Kommentare seien wohl auch ganz eindeutig Bots gewesen. Also die haben wohl unter verschiedenen Profilen die gleichen Kommentare gepostet. und hätten auch etwas seltsame Namen, die nicht ganz so krass sind wie auf Twitter, also oder auf X, so äh, weiß ich nicht. CuteGuy7432 oder so, keine Ahnung. Ich weiß nicht gerade, wie die aktuellen Bots da so heißen.

06:03 Gavin Karlmeier

Ich könnte mal gucken, wie meine neuen FollowerInnen so heißen bei Twitter. Leute mache ich mit Mütterkids an. So, let's the follower. Zum Beispiel hier: Roland 86749 oder Musatral78211876. Sowas mein Raum, ne?

06:24 Thomas Riedel

Genau, ja, also das ist nicht so einfach zu entdecken, aber man sieht es dann halt in der Art und Weise, wie sie kommentieren und was sie kommentieren und Da gab es wohl einige Kommentare, die so aussahen und daraufhin, ja, ich weiß nicht, in welche Richtung das ging, also ob jetzt T3N selbst recherchiert hat und dann gesagt hat. Okay, passt mal auf, liebe LinkedIn-Berater, wir müssen mal, könnt ihr euch mal weiterhelfen? . Oder ob das so war, dass die LinkedIn-Berater gesagt haben: Okay, wir haben hier was entdeckt, wir müssen jetzt mal hier über was sprechen. weiß ich nicht genau, wie darum das lief. Auf jeden Fall kam ein Artikel raus, der diese Vermutungen, das muss man leider sagen, dass das halt Vermutungen sind Geäußert hat, dass diese Reichweite von ihr jetzt im Speziellen, also sie wurde auch mit dem Titelfoto und mit Name im Titel genannt, dass es besonders bei ihr wohl besonders deutliche Hinweise darauf gäbe, Dass das wohl nicht mit rechten Dingen zugeht.

07:16 Gavin Karlmeier

Das Manager-Magazin zitiert übrigens auch Pip Klöckner, der auch schon hier war, lieber Freund des Hauses ist, also auch Herzhaki. Und der hat analysiert, auch in seinem Doppelgänger-Podcast. dass innerhalb von Juli 2023 bis Januar 2024 ihre FollowerInnen von 80. 000 auf 200. 000 angesprungen sind, während andere gerade mal so 20 Prozent, Wachstum irgendwie erzielt hätten. Und also, das ist natürlich, also ich sag mal so, es ist, glaube ich, ein sehr spannendes Thema, wie eigentlich mit Bots in solchen Netzwerken umgegangen wird. die jetzt so ein bisschen unter dem Radar entlanglaufen und die so ein bisschen, die, glaube ich, eine andere Unschuld Mit sich bringen, als es Twitter zum Beispiel tut. Also wenn wir uns bei Twitter anmelden, dann haben wir grundsätzlich, und das war auch noch schon vor Elon Musk der Fall, sind wir, glaube ich, immer mit einer anderen Vorsicht durchs Netz gegangen, weil wir das Gefühl hatten, es ist deutlich anonymer jetzt. Das LinkedIn aber ein Netzwerk, das sich sehr stark über Klarnamen definiert, über Berufslaufbahnen und über Hey, ich bin's. Hey Leute, ich bin's. Ich hab's geschafft. Genau, und dieser, wenn also wir stellen gar nicht in Frage, dass die Leute, die da mit den Inhalten interagieren, vielleicht womöglich gar nicht echt sein könnten. Und diesen Truckschlag. Diesen Trugschluss ist jetzt Pipp Glöckner so ein bisschen auf die Schliche gegangen. Und das, ich finde, das eine hochgradig interessante Geschichte, weil plötzlich der Name Lara Sophie Boutour in aller Munde ist. Ähm und ja, sehr also am Ende hat sie es geschafft, das Unternehmen in die Öffentlichkeit zu schieben damit

08:51 Thomas Riedel

Also für mich ist das ja noch immer nicht ganz hundertprozentig klar, ob das tatsächlich so abgelaufen ist. Also, wir haben zwar Indizien, aber zum Beispiel eine meiner Kritiken war, die habe ich auch so auf LinkedIn gepostet, wo sonst, so macht man das.

09:03 Gavin Karlmeier

Ist auch topweiß, na klar.

09:04 Thomas Riedel

Auf jeden Fall. Und also was mir da aufgefallen ist, ist, die Sprünge, mit denen das Wachstum angezeigt wird, sind relativ groß. Das heißt. Du kannst letztendlich gar nicht so ganz genau sagen, ob das tatsächlich jetzt wirklich linear ist oder ob das einfach nur gewisse, ob es immer noch darin gewisse Schwankungen gibt. Und das lässt sich halt nicht wirklich nachweisen. Und du hast das Problem, es ist halt einfach der größte deutsche Account. Ja, also sie ist eine der größten deutschen Influencerinnen, also da muss man einfach sagen. Und es bedeutet, natürlich bist du ein Magnet für Spam. Ja, also wenn ich irgendwo was drunter posten wollen würde. Dann würde ich mir den berühmtesten Account raussuchen und das dort natürlich tun. Und dass das dann halt bei ihr passiert ist, passiert. Ob sie daran schuld hat, weiß ich ehrlich gesagt nicht. Kann ich auch nicht nachvollziehen. Deswegen, ich tue mich da so ein bisschen schwer. Für mich persönlich steht aber auf jeden Fall eine Sache fest. LinkedIn ist auf jeden Fall so relevant geworden, dass sowas passieren kann. Also dass wir uns darüber unterhalten und dass so ein Wachstum uns auffällt und das plötzlich auch anfängt, relevant zu werden. Und das halte ich ehrlich gesagt für ein gutes Zeichen.

10:12 Gavin Karlmeier

Wobei, ich muss dich kurz korrigieren, es gibt auf ein paar ein Park-Accounts, die noch mehr Reichweite oder mehr Follower zumindest auf LinkedIn haben. Und das sind dann so, sagt man dann, aber da sind wir in dem Bereich Frank Thelen zum Beispiel.

10:25 Thomas Riedel

Ich glaube, sie ist die größte Corporate Influencer.

10:28 Gavin Karlmeier

Ah, okay. Ah ja, verstehe. Eigentlich ursprünglich mit dir noch über was ganz anderes sprechen. Oh. Nee, gut, das ist ein Thema, das uns alle gerade beschäftigt hat, irgendwie, oder? Euch offenbar. Ich war krank, musste mich damit nicht so beschäftigen. Wir haben was zu feiern und zwar am gestrigen Sonntag, gestern. Wenn ich richtig informiert bin gestern. Naja, auf jeden Fall diesen Februar, sagen wir es so. Ja, ist richtig. 4. Februar 2004. Hatte Facebook Geburtstag. Facebook ist 20 geworden.

10:57 Thomas Riedel

Juhu, herzlichen Glückwunsch.

10:59 Gavin Karlmeier

Endlich. Ich habe dazu ganz tolle Stücke gelesen, und zwar zum einen bei Heise von Eva Maria Weiß, die hat einen tollen Text geschrieben. Und Sky Also der Sky News, der Nachrichtensender, die haben so mal gesammelt, was sich eigentlich über die Jahre mit der Plattform so getan hat und verändert hat und wann. Beide diese Texte packe ich euch in die Shownotes. Die sind für mich auf jeden Fall lesenswert und ich hoffe. Für euch auch so ein bisschen. Das ist so mein Thema. Würde mit dir aber gerne jetzt einsteigen, weil es gibt ein Thema, das so groß ist, dass wir es besprechen müssen. Und zwar ist innerhalb der letzten Woche etwas passiert in den USA und das war eine Anhörung vor dem Kongress zum Thema Gefahren durch soziale Medien für Kinder. Also die offizielle, der offizielle Titel dieser Anhörung war Big Tech und die Krise der sexuellen Ausbeutung von Kindern im Internet. Und das ORF schreibt also als Zusammenfassung dieser Sitzung, ich habe übrigens angefangen jetzt mal blind unterschiedliche Quellen zu benutzen, damit wir uns nicht immer bei denselben bedienen. Die schreiben, den Konzernchefs wird vorgeworfen, nicht genug gegen die Gefahren zu tun, die Kinder bei der Nutzung von Online-Plattformen drohen. Die Kindern drohen. Wie etwa durch Sexualstraftäter im Zusammenhang mit Suiziden. Opfer, denen die Nutzung der Dienste leidwiderfahren ist und ihre Familien, waren bei der Befragung im US-Denat anwesend. So, das ist erstmal passiert. Es ging mehrere Stunden. Und dabei waren Mark Zuckerberg vor Ort, Evan Spiegel von Snap war vor Ort, Linda Eccarino von Eck. zwar vor Ort. Und es gibt ein paar kleine Randgeschichten, die dort passiert sind, die ich interessant finde, aber ich würde erstmal kurz auf das große Ganze schauen, weil diese. . . Problematisierung, die übrigens vollkommen gerechtfertigt und auch längst überfällig ist, von dem, was soziale Medien mit Kindern und Jugendlichen anrichtet, die findet in den USA in den letzten Wochen und Monaten ganz schön, die nimmt ganz schön Fahrt auf, sagen wir es mal so. Also wir wissen, dass mehrere Staaten Gesetze eingeführt haben. um Kinder und Jugendliche zu schützen. Also wie realistisch oder realitätsnah diese Gesetze dann in der jeweiligen Ausführung sind, kann man natürlich diskutieren. Also wir wissen, dass in manchen Staaten jetzt das Gesetz gibt. Dass Eltern dem zustimmen müssen, dass Kinder soziale Netzwerke benutzen. Ja, gut. Wir wissen aber auch, dass in anderen Bundesstaaten Instagram die Kinder und Jugendlichen also alle unter 18 nutschen muss. Also alle zehn Minuten eine Push-Nachricht, die nicht ab. abgeschaltet werden kann, einblendet, in denen sie erinnert werden, dass sie eigentlich schlafen sollten zu diesem Zeitpunkt. Also es gibt gerade, da passiert gerade viel, sage ich mal. Und wie wir von diesen Senats- und Kongressanhörungen aber wissen, sind die, die dort befragen, nicht immer so wahnsinnig gut informiert. Und manchmal passieren so Dinge, bei denen ich mir so ein bisschen die Frage stelle, ist das jetzt gerade wirklich so Ideal gelaufen. Also es gab zum Beispiel einen Moment, bei dem der Senator Josh Hawley Mark Zuckerberg dazu gebracht hat, sich bei den Familien zu entschuldigen. die die Kinder haben, denen durch Social Media schlimme Dinge passiert sind. Und ich will dir kurz den Ton vorspielen von dem, was da passiert ist, und dann mit dir darüber diskutieren, weil ich finde das in vielerlei Punkten sehr interessant, ich. Father Smart.

14:14 Speaker 4

Have you apologized to the victims? I would you like to do so now? Well They're here, you're on national television. Would you like now to apologize to the victims who have been harmed by your product? Show them the pictures Would you like to apologize for what you've done to these good people?

14:30 Speaker 5

I I I'm sorry to be thinking that you resolved terrible and knowing to have to go through the things that your families have have suffered and this

14:42 Speaker 6

This is why we invested so much and are going to continue doing industry leading efforts to make sure that no one has to go through the types of things that your family is competent on.

14:55 Gavin Karlmeier

Also er sagt, also der Senator sagt ihm, hast du dich eigentlich bei den Opfern, haben Sie sich bei den Opfern entschuldigt? Möchten Sie das jetzt tun? Machen Sie das, Sie sind alle hier, Sie sind im nationalen Fernsehen, entschuldigen Sie sich. Und Mark Zuckerberg dreht sich dann im Gerichtssaal zu den Familien um und sagt: Ich möchte mich für alles entschuldigen, durch das, wo sie durchgehen mussten, oder wo sie durch mussten. Niemand sollte diese Dinge erleben, die ihren Familien widerfahren sind. Und das ist der Grund, warum wir so stark daran arbeiten und warum wir es schaffen wollen, industrieweite Standards zu schaffen, damit niemand diese Dinge erleben muss, die ihren Familien widerfahren sind. So, und was ich mich aber dabei gefragt habe bei diesem Moment, alten Ich sag mal so, was der Senator hier geschaffen hat, ist ein Moment, in dem Mark Zuckerberg es schafft, den Saal und auch die Öffentlichkeit für sich zu nutzen. Zu zeigen, wir arbeiten daran, wir tun viel, es tut uns leid. Also er baut ihm sozusagen eine Bühne. Und jetzt ist meine Frage: Glaubst du, dass das von dem Senator so geplant war oder ob er eigentlich vorhatte? Mark Zuckerberg hier Naja, vor den Bus zu schubsen, sag ich mal, salopp.

15:58 Thomas Riedel

Also, ich glaube, nach seinen bisherigen Erfahrungen hat er eigentlich versucht, Mark Zuckerberg vor den Bus zu schubsen. Stellen wir uns doch mal vor, das wäre jetzt Elon Musk gewesen, was der gemacht hätte. Der hätte es wahrscheinlich umgedreht und hätte gesagt. Ich will es gar nicht aussprechen, was er gesagt hätte. Also, wenn er sich im gleichen Doktor.

16:15 Gavin Karlmeier

Das kann man sich nicht vorstellen.

16:16 Thomas Riedel

Ja, also, ne? So, das heißt Mark Zuckerberg. Hat in dem Moment alles richtig gemacht. Und da sieht man auch mal, ich finde, Elon Musk sollte sich das eigentlich mal anschauen, denn da sieht man mal, wie man sein kann, wenn man so ein bisschen Restanstand im Körper hat. Und er dreht sich halt um und entschuldigt sich einfach. Und das ist auch überhaupt gar kein Problem. Also weder für ihn noch für seine Firma noch für sonst irgendetwas, sondern das ist das Richtigste, was er in dem Moment hätte tun können. Und dass er das erkannt hat und einfach gemacht hat, das war sehr gut von ihm, ehrlich gesagt.

16:47 Gavin Karlmeier

Ja, ich stimme dir da insoweit weit zu. Was mich vielmehr beschäftigt hat, ist die. Das ist ein hochobskurrer Moment irgendwie, weil das, was da passiert, ist ja, dass hier eine Kongresssituation, die ja eigentlich hochversachli sein müsste. genutzt wird, damit eigentlich um, also das Ziel ist ja Es geht ja gar nicht um die Zuschauer eigentlich. Genau, genau, um die geht es nicht. Die sind nur da, auch um eine Öffentlichkeit zu zeigen, denen, die dort sitzen. Das sind betroffene Familien, die dort im Saal sitzen. Und was der Senator hier schafft, ist, dass Mark Zuckerberg diesen Moment nutzen kann, also diesen Clip, den kannst du für die Unternehmenskommunikation von Meta nutzen. Da haben sie auch getan übrigens. Du findest jetzt bei Andy Stone, das ist ein Sprecher von Meta, der hat den Text dieser Entschuldigung später nochmal veröffentlicht. Ein Text, der ja offenbar improvisiert war oder improvisiert sein musste. Der jetzt auch, also der ist ja offenbar nicht abgesprochen, aber was will man da auch falsch machen? Natürlich hat Mark Zuckerberg die Situation ideal genutzt. Ich will nur sagen, dass der Kongress hier seiner Verantwortung und seiner Rolle nicht richtig hat. Gerecht geworden ist, weil es geht. Ich will nicht sagen, dass du wie so ein Szenator Cruise zum Beispiel, ne, Ted Cruise, der hat so einen wahnsinnig großen Ausdruck des Wahnbildschirms über den Instagram anzeigt, wenn es um um sexuelle Gewalt geht, da gibt es so eine Warnmeldung, die hat er ganz groß ausgedruckt und Zuckerberg irgendwie vor die Nase gehalten, um so Dramatik in den Raum zu bringen und um es so sehr emotional werden lassen. Aber das, was hier Hawley gemacht hat, republikanischer Senator, ist, dass er eigentlich Max Zuckerberg, der hat diesen Moment eigentlich nicht ihm geschenkt.

18:27 Thomas Riedel

Ja, genau. Also das muss man schon sagen, das war natürlich dann ein Geschenk, das Mark Zuckerberg verstanden hat, entgegenzunehmen und maximal wirksam umzusetzen. Aber ich glaube, das war auch für den Senator ein bisschen überraschend, dass Mark Zuckerberg das gemacht hat, weil er tatsächlich, glaube ich, schon erwartet hat, dass er irgend sich irgendwas hinstottert und dass er dann wieder kontern darf und sagen kann. Ja, sie, also ihnen ist, glaube ich, gar nicht klar, was sie eigentlich mit ihrem Netzwerk anrichten. Und das hat natürlich Mark Zuckerberg jetzt gut gemacht und man muss sagen, Mark Zuckerberg hat wieder mal gezeigt, ähm Wie gut er sein kann, besonders halt auch im Vergleich zu jemandem wie Elon Musk, der halt Leute auf der Bühne dann anschnauzt oder so. Das ist so die seltsame Verwandlung eines Mark Zuckerberg.

19:08 Gavin Karlmeier

Ja, das ist wahr. Vor allem, wenn man sich überlegt, wie die Kongresssitzungen so vor, wann war das? Sechs, sieben, acht Jahren noch waren. Mit einem, ähm, die Leute haben ihn ja immer Cyborg ähnlich benannt, weil er so unemotional dort saß und in diesem Moment hier war Max Zuckerberg sehr menschlich. Das Problem ist halt leider, und da müssen wir mal ganz sachlich bleiben, dass Man kann ihm das. Also klar, die Entschuldigung kaufen wir eben ab und ich glaube ihm auch, dass das nie intendiert war, dass seine Unternehmen sowas anrichten. Aber warum er sich überhaupt entschuldigen muss, ist ja, weil seine Unternehmen. zu wenig machen und zu wenig gemacht haben. Warum ist halt selber, also klar, im amerikanischen Markt gibt es wenig Regulierung, aber die Notwendigkeit von Regulierung in diesem Bereich her sind ja vor allem da, weil seine Netzwerke zu wenig gemacht haben. Also wir haben über diese ganzen Child Abusive Verhinderungsmechanismen bei Instagram haben wir bei Haken dann dieses Jahr gesprochen. Also, das ist keine vier bis sechs Wochen her. dass bei Instagram Dinge eingeführt wurden, um Kinder zu schützen, dass Instagram zum Beispiel verhindert, dass Erwachsene Kindern Nachrichten schreiben. Warum dauert das sechs, sieben, acht Jahre für so ein Netzwerk, um solche naheliegendsten Entscheidungen zu treffen? Naja, offenbar, weil zu diesem Zeitpunkt diese Kongresssitzung absehbar war. Und dann ist es einfach nur reiner Opportunismus und leider nicht wirklich eine wirkliche Adressierung des Problems und damit wird auch diese Entschuldigung am Ende, naja, tatsächlich nur ein Marketing-Move. Also leider ist das, was Meta macht. In den letzten Jahren nicht so gewesen, dass wir jetzt sagen müssen, es ist Mark Zuckerberg eine Herzensangelegenheit, hier Entscheidungen zu treffen, sondern Da wurde jahrelang in allen sozialen Netzwerken jahrelang versagt, weggeschaut und ignoriert. Und es ist höchste Zeit, dass da eine Regulierung kommt.

20:49 Thomas Riedel

Ja. Also ich stimme dir mit allen Punkten überein. Ich glaube, bei ich nehme ihm Mark Zuckerberg sogar eigentlich ab, dass er das scheiße finde, dass Eltern unter seinem Netzwerk leiden, dass Menschen unter seinem Netzwerk leiden. Jetzt muss man irgendwie sagen, okay, angenommen, also nehmen wir mal an, er hätte das perfekte Social Network gebaut mit der perfekten Regulierung. Es befinden sich alleine auf Facebook drei Milliarden Menschen. Es wäre mathematisch völlig unerklärlich, wenn dort niemand verletzt werden würde. Verstehst du, worauf ich hinaus möchte? Also, die Tatsache, dass das einfach so ein gigantisches Netzwerk ist, impliziert, dass dort etwas passieren wird. Da kannst du so viel regulieren, wie du willst. Du kannst so viele Sicherheitstools einsetzen, wie du willst. Es wird für immer passieren. Die Frage ist tatsächlich: ist es genug? Und ganz ehrlich, natürlich nicht. Wir haben jetzt nicht den Eindruck, Mark Zuckerberg würde sich unfassbar das Bein ausreißen, dass das so passiert. Allein wenn man sich den Umsatz anschaut, muss man ja sagen, okay. Die sind mittlerweile zur reichsten Firma der Welt geworden, jetzt auch erst seit ein paar Wochen wieder, ne? Haben Apple abgelöst und die haben nicht das Problem, dass es ganz schwer ist, gerade Umsatz zu machen. sie auch nicht gerade so irgendwie, ich weiß nicht, irgendwie positiv sind, sondern sie verdienen unfassbar viel Geld und deswegen, ja, es steht jetzt dann völlig außer Frage.

22:14 Gavin Karlmeier

Ich kann dir nur mal vorstellen, wie es wäre, wenn es einen Staat gäbe, in dem eine Milliarde Menschen leben. Indem es keine Jugendschutz gäbe. Weißt du, also du musst ja nur mal die Relationen herstellen, was diese, wenn du sagst, guck dir an, wie viele Menschen da angemeldet sind. Natürlich. Wirst du den komplett hundertprozentig sicheren Ort nicht schaffen? Aber du musst dich dem zumindest nähern und es nicht zu versuchen, halte ich für ein großes Problem. Aber Mark Zuckerberg war nicht der Einzige. der dort vor dem Kongress gesessen hat, sondern auch eine alte Bekannte dieses Podcasts, Linda Jaccarino. Und Linda Jaccarino, ähm, äh, also die CEO von X, die hat dort ein paar sehr spannende Sachen gesagt. Also zum Beispiel hat sie gesagt, dass X derzeit ungefähr 90 Millionen US-NutzerInnen hat. Das ist interessant, weil es gibt eine geschätzte Zahl von Januar 2023, von vor einem Jahr. Und da war man noch bei 95,4 Millionen NutzerInnen, was ein Rücklauf bedeuten würde. Gleichzeitig sagt sie, dass nur ein Prozent der Leute, die die App benutzen, unter 17 sind. Was auch hochinteressant ist, weil das. bedeuten würde, dass junge Zielgruppen von X bislang einfach absolut gar nicht erreicht werden können. Was gleichzeitig bedeutet, dass diese Vertiktokisierung, diese Videoisierung des Netzwerks Vielleicht gar nicht der richtige Schritt ist, strategisch. Wer hätte das gedacht? Und was sie aber auch gesagt hat, und da muss man sagen, tut sie, ähm, steht sie ihrem ihrem Vorgesetzten Elon Musk in keiner Weise nach, denn sie sagt, hey Leute, wir müssen hier mal kurz die uns ein bisschen aus der Schusslinie nehmen, denn X ist ja ein Unternehmen, das es erst seit 14 Monaten gibt und deswegen haben wir gerade erst mit Kinderschutz- und Sicherheitsmaßnahmen angefangen. Also wir fangen gerade erst damit an, elterliche Kontrollen und Maßnahmen einzuführen. wo man sich komplett an den Kopf fassen muss und sagen muss, also wir wissen, Twitter war eins der führenden Unternehmen, als es darum ging. Diese behördlichen Zusammentreffen, diese Arbeitskreise in den USA für die Bekämpfung von Videomaterial von sexueller Gewalt gegen Kindern. ging, als es darum ging, diese Gruppen stattfinden zu lassen, war Twitter eins der führenden Unternehmen. Diese Gruppen haben aber seitdem X ist, seitdem Elon Musk den Laden übernommen hat, nicht mehr stattgefunden. Weil sie einfach dort nicht mehr teilgenommen haben. So, wir wissen, dass Elon Musk nach der Übernahme gesagt hat, dass die Bekämpfung von diesem CSAM, also diesem Child abusive material, dass diese Bekämpfung Eine der Top-Prioritäten des Unternehmens, nehmen zwar übrigens neben der Top-Priorität, die Bots zu bekämpfen, was auch nicht funktioniert hat. Das heißt, alles Alles, was sie hier sagt, ist am Ende nur so eine masksche Rumgewienere, um irgendwie sich selber den Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Aber es hat doch, also das hat doch mit der Realität nichts mehr zu tun. Da werde ich doch nicht mehr so gut machen. Also man kann auch anfangen, ja.

25:10 Thomas Riedel

Total. Man kann auch, glaube ich, mit gutem Gewissen die Zahl 90 Millionen nicht glauben. Also ich glaube denen einfach gar nichts mehr, muss ich ehrlich sagen. Sie haben komplett die Glaubwürdigkeit verloren und Ich bin so, dass ich da mittlerweile einfach auch mit den Schultern zucke und denke so, okay, das ist halt irgendeine Rhetorik. Ich ignoriere das komplett, weil die müssen sehr viel tun, damit ich wieder anfange, eigentlich hinzuhören. Und da glaube, was sie eigentlich sagen. Denn ja, was soll man dazu noch eigentlich sagen? Ja, was soll man dazu eigentlich noch sagen? Also, so oder so, ehrlicherweise. Diese Sprachlosigkeit, oder? Also Ja. Ich weiß nicht, wie es dir auch so geht. Also mir, ich höre die F-Hör die Podcasts jetzt auch schon von der Folge 1 an jede einzelne Folge. Und ich muss sagen, die, die. Das krasse ist, dass du und dass du praktisch immer noch in der Lage bist, so viel darüber zu sagen Ich wäre, also mein Podcast wäre, glaube ich, einfach nur noch stumm, weil ich einfach nicht mehr wüsste, was ich zu diesem ganzen Quatsch stehen, die da sagen, einfach noch sagen sollte. Es ist wirklich krass. Ja, ich, ähm, ich was soll ich dazu sagen?

26:18 Gavin Karlmeier

Da bin ich jetzt dann doch schwarz los. Es ist wirklich, es ist wirklich krass. Sprachlos macht mich vor allem das andere Thema. Das ist jetzt so eine Gerhard Delling-Überleitung, aber das ist so. Nämlich die ganze Causa und Taylor Swift, wir hatten in den letzten in den letzten Tagen. Auf Ex eine wahnsinnige Flut von KI-generierten Deepfakes und Fakes, Nacktfotos von Taylor Swift, die so alle nie aufgenommen wurden. Und teilweise gab es Fotos, die eine Reichweite von 50 Millionen erreicht haben auf X. Dieses Bild, von dem ich gerade spreche, also fast 50 Millionen Reichweite, erreichte Personen, wie auch immer man diese Impressions da nennen möchte. hat 17 Stunden lang online, so lange hat es gedauert, bis dieser Meldeprozess angelaufen ist, wo ich mich frage, ob es keine Einteilung in diesen Meldeprozessen eigentlich gibt nach Reichweitenstärker und nicht ganz so Reichweiten stark, weil wenn du 50 Millionen Leute damit erreicht hast, Oder, jetzt ist nicht ganz richtig gesagt, aber wenn dieses Bild 50 Millionen Mal angezeigt wurde, muss man sagen, hier müssten, wenn so ein Bild wahrscheinlich dann auch unverhältnismäßig oft gemeldet wurde. Müssten solche Prozesse diese Bilder einfach priorisieren in der Bearbeitung und das kann nicht einfach abgearbeitet werden. 17 Stunden ist viel zu lang für sowas. Naja, was auf jeden Fall passiert ist, ist, dass du eine Zeit lang in der vergangenen Woche bei X nicht nach Taylor Swift suchen konntest, um dagegen anzugehen. Die haben das einfach abgeschaltet, ne? Genau. Du konntest ja noch nicht suchen. Und es gibt einen ganz tollen Text aus dem Social Media Watchblog, auch eine Leseempfehlung, die wir auch in den Shownotes haben. Verlinken. Und die beiden vom Social Media Watchblog, die haben so eine ganz gute Auflösung gesagt. Es gibt fünf Dinge, die wir aus diesen Fakes lernen können. Das erste ist, die Warnungen vor KI-Fakes sind berechtigt. Das zweite ist, das Netz ist ein frauenfeindlicher Ort, das kann man nicht anders sagen. Das dritte ist, die digitale Gewalt betrifft nicht nur Prominente. Das vierte ist, jede Technologie wird missbraucht werden. Und das fünfte ist, die aktuelle Regulierung ist bestenfalls lückenhaft. Und diese fünf Punkte, die sind, glaube ich, alles, was man zu diesem Punkt sagen kann. Außer eins noch, dass hat Denisha Carter auf X geschrieben, der Influencerin, wird geschrieben. Taylor Swift, dass Taylor Swift, das jetzt gerade passiert ist, ist eigentlich was sehr, sehr Gutes, denn Taylor Swift wäre die ist wahrscheinlich die einzige, die genügend Macht hat, um damit ein Gesetz zur Abschaffung dieses Phänomenens. auszulösen. Und ich finde, das beschreibt es, also ich finde das eine sehr tolle Beobachtung, weil es stimmt. Taylor Swift ist Systemkritisch in den USA. Wenn Taylor Swift einen Wahlaufruf macht, dann hat das einen Impact auf die Wahl. Nicht nur in der Art, wie gewählt wird, sondern auch wer wählt und wie viele Leute sich zur Wahl registrieren. Taylor Swift ist Hat Impact. Und wenn das ausgerechnet, Taylor Swift jetzt sowas hier passiert, ist die einzige Chance, die man hat, um wirklich eine Regulierung am Ende auszulösen. Also vielleicht der Versuch da drin was Gutes zu sehen in dieser eigentlich grauen Sachen Geschichte.

29:13 Thomas Riedel

Ja, also ich sehe darin ehrlich gesagt nichts Positives. Ich mag das nicht, wenn man zum Beispiel sagt, die Pandemie hatte doch was Gutes, wenn das und das daraus entstanden ist. Aber ich will es so sagen, es ist toll, wenn die Menschen es schaffen, trotz allem etwas Positives herauszuziehen. Und wir haben nicht das Problem, dass so viel reguliert wird. Deswegen, ja, das ist wirklich eine gute Sache. Das ist wohl so. Und diese fünf Punkte sind fantastisch übrigens. Die kann man praktisch auf sein, auf jedes Social Media Profil in den Background-Panner packen. Also sehr gut.

29:47 Gavin Karlmeier

So ist es. Also die Shownotes sind heute voll mit Links, mit denen ihr euch den Montag weiterhin schön machen wollt. Wenn ihr sonst nichts anderes vorhabt. Keine Arbeit habt, keine Ahnung, einfach mal ein bisschen les, den Haken ran lesen. Was ihr übrigens auch lesen könnt, und das muss ich auch sagen also Der Discord, ne? Unser Discord-Chat hakendran. org, der ist gratis in der Benutzung und Art. Fantastischer Ort übrigens. Das ist einfach der, das ist einfach, also sie wurden hier schon Schattenredaktion genannt, Community. Die Gang, es sind inzwischen über 600 Leute, die sich regelmäßig über solche Inhalte austauschen. Und das ist einfach, das sind die wertvollsten Diskussionen, die ich, glaube ich, je im Internet gelesen habe. Muss man einfach mal so sagen. Registriert euch da, kommt vorbei, es macht wirklich viel Spaß.

30:30 Thomas Riedel

Ich glaube, ich habe 1997 auch mal gute Diskussionen an diesem einen Forum gehabt, aber und auf Chatworld. de. War das ein PHPBB3? Bulletin-Board? Ja, ich weiß nicht, ob es die 3er Versionen da schon gab, aber ich glaube, Plugins gab es dafür schon.

30:47 Gavin Karlmeier

Kennst du noch Chatworld? Oh, nee, Chatworld habe ich nie gemacht. Beepworld kenne ich noch. Ich habe letztens in meinem Kopf irgendeine komische Windung gehabt und musste plötzlich an Geocities denken. Kennst du das noch? Na klar, da hatte ich auch eine Webseite. Oh, krass. Geo Cities wurde 1994 gegründet. Das muss nämlich überlegen. Da war ich fünf. Das ist nochmal, um jetzt eine Relation herzustellen, nochmal zehn Jahre älter als Facebook. Jetzt gibt es Geocities heute aber nicht mehr. Was bedeutet das für Facebook? Geocities wurde irgendwann von Yahoo gekauft, übrigens.

31:22 Thomas Riedel

1994, da war gerade eben Snow Crash in den USA voll daran. Ist der Roman von ähm Neil Stevenson, der dafür gesorgt hat, dass wir heute alle Avatar sagen und das Metaverse kennen.

31:37 Gavin Karlmeier

Ehrlich? Guck mal, als hätten wir das hier jetzt gerade so zusammengestrickt. Metaverse übrigens dein Thema habe ich, glaube ich, vorhin unterschlagen, aber du hast einen Podcast über das Thema Metaverse, richtig? Ja, ich hab's wohl reingesnickt jetzt gerade, ne?

31:48 Thomas Riedel

Hoffentlich bekomme ich keine Schläge im Im Discord dafür. Ich glaube nicht.

31:52 Gavin Karlmeier

Wir empfehlen das gerade nochmal ausführlich, das Thema.

31:55 Thomas Riedel

Unnützes Wissen, Teil 753.

31:59 Gavin Karlmeier

Ich habe da gleich eh noch zwei, drei Fragen am Ende zu. Zum Thema Metaverse, aber lass uns das mal kurz parken, weil ich will mit dir kurz über das Geld von Elon Musk sprechen. Also, oh sehr gerne. Elon Musk hätte seit 2018 Von Tesla ein Aktienpaket als Entlohnung bekommen sollen im Wert von 56 Milliarden Dollar. Das ist Geld, dass man eigentlich seinem Vermögen schon zugerechnet hat, weil es eben seit 2018 schon an ihn ausgezahlt wurde. Jetzt gibt es aber einen Typen Das ist so ein bisschen der Star des Tages. Richard Tornetta. Richard Tornetta kommt aus Philadelphia, spielt in einer Thrash Metal-Band namens Dawn of Correction Schlagzeug. Und Richard Tornetta hält neun Tesla-Aktien. Also, das ist nicht so richtig viel, sag ich mal. Die Tesla-Aktie liegt gerade bei 170 Euro. Das heißt, also der hat eigentlich, der hält den Wert von 1500 Euro an Tesla. Tesla hat insgesamt eine Marktkapitalisierung von 588 Milliarden. um mal so eine Relation herzustellen. Also der hält wirklich einen sehr, sehr, sehr, sehr kleinen Anteil an Tesla. Aber er gilt damit streng genommen als Aktionär. Und er hat gesagt, dass diese Auszahlung von 56 Milliarden Dollar an Elon Musk, dass er die für ungerecht hält. Und deswegen hat er in Delaware, das ist der Sitz von Tesla in den USA, ein Bundesstaat, hat er eine Klage eingereicht, weil er diese vereinbarte Entlohnung als nicht fair erachtet. Und das Spannende ist, dass Delaware für viele, viele Unternehmen so eine Art, also es gibt ganz viele US-Unternehmen, die in Delaware ihren Sitz haben, weil es da gute Konditionen gibt. weil das halt am Ende ein Stollparadies ist in den USA, sagt zumindest ZDF heute, ist die Formulierung. Und dass dort halt, also da ist es, das ist so ein bisschen das Monheim am Rhein. Der USA, wenn man so möchte. Und das Spannende ist aber, dass einer der Grundsätze von Delaware eine Fairness in der Wirtschaft ist. Und diese Formulierung, die hat eben der Richard Tornetta hier genutzt, um Musk zu verklagen. Und hat recht bekommen. Das Gericht hat entschieden, dass Musk und Tesla nicht in der Lage waren zu zeigen, dass diese Entlohnung fair sei. Und das ist super spannend, weil dieses Rekordpaket, wie Heiser es nennt, an Tesla-Wettpapieren, 55,8 Milliarden US-Dollar, das wird ihm nun wieder aberkannt. Und das macht ungefähr ein Viertel des Vermögens von Elon Musk aus. Und das ist, das haut natürlich rein. Es ist mehr als Twitter. Das ist teurer als Twitter, dieser eine Gerichtsprozess. Das ist ein ziemlicher Schlag in die Portokasse. Ja, wirklich, ne? Also Elon Musk hat daraufhin getwittert: meldet euer Unternehmen niemals im Bundesstaat Delaware an. Das war sein einziges Statement zu der Geschichte.

34:49 Thomas Riedel

Ja, so schnell kann sich die Meinung über Delaware ändern, wenn da wenn da mal kurz ein paar Milliarden abgesprochen werden. Ja, ich habe so eine gewisse Freude, empfinde ich, bei dieser News. Ich finde Schadenfreude immer nicht so ganz so geil, steht einem keinen, aber ich finde bei einem der reichsten Menschen der Welt, so etwas ist Vollkommen okay. Also, ich habe eigentlich nie Schmerzen, wenn sehr rei Menschen ein bisschen zu leiden haben.

35:15 Gavin Karlmeier

Aber also das Ding ist, was heißt denn da auch Schadenfreude? Weil am Ende war, auch wenn der jetzt habe ich seinen Namen leider schon wieder vergessen, Richard Tornetta Auch wenn der jetzt nicht wirklich ein relevanter Investor von Tester ist, sollte er natürlich einen Punkt. Es ist ein Unternehmen, dem Teile gehören und er hat gesagt, diese Verteilung, die ist ungerecht für uns, egal wie klein unser Zahnrad ist hier im Spiel. Und das Gericht hat halt so ein bisschen herausgearbeitet über diesen Prozess. dass diese diese diese dieser Beschluss des Verwaltungsrates sozusagen dass der irreführend war Weil zum einen wurden diese Verwaltungsratsmitglieder als unabhängig bezeichnet, wurden vom Gericht aber festgestellt als eben nicht unabhängig. Und es hat keine Verhandlung über diese Entlohnung gegeben, sondern es war wohl so, dass Elon Musk selbst beschlossen hat, dass er so viel Geld bekommen möchte. Und der Rest war sozusagen die Arbeit des Verwaltungsrates, das recht zufertigen, dass er eben 1,7 Millionen Aktien bekommt. So, und dieser Weg, der war eben. Der war so nicht fair am Ende. Und deswegen hat er recht bekommen. Und das ist, glaube ich, gar nicht so mit Schadenfreude, sondern das ist, glaube ich, einfach. Das ist am Ende das Problem eines Rechtsstaates.

36:26 Thomas Riedel

Ja, genau. Also erstaunlich ist ja, dass sozusagen innerhalb dieser schon relativ freien US-Wirtschaft, es immer noch Dinge gibt, die halt eben auf Gerechtigkeit basieren. Das ist ja immer noch eine Demokratie und da geht es auch immer noch darum, dass alles gerecht zugeht. Und dass Elon Musk so etwas praktisch zufällt, zufährt, äh, also ihm passiert, das ist dann schon auch erstaunlich. Und dass es durchgesetzt wird, ist eigentlich umso schöner. Also. Wir können uns ja heutzutage eigentlich über alles freuen, wo irgendwie ein bisschen Recht gesprochen wird und diese Ja, dieser große Unterschied zwischen Reich und Arm zum Beispiel, ja, vielleicht ein bisschen kleiner gemacht wird oder zumindest ja so ein bisschen angedeutet wird, dass da mal was passiert.

37:12 Gavin Karlmeier

Ja, ja, das auf jeden Fall. Übrigens, die Tesla-Aktie ist daraufhin erstmal ein bisschen runtergesackt, wenn man sie sich anschaut. Und es gibt jetzt schon erste, das Fortune Magazine zum Beispiel, zitiert erste Manager, die die Frage stellen, ob die Zeit von Elon Muskbert-Tesla womöglich gezählt sein könnte. Auch das hochinteressant. Der Mess Meta-Börsengröße dagegen ist Komplett in die Höhe geschossen, hast du das gesehen? Also, Meta ist irgendwie, ich glaube, innerhalb eines Tages um 20 Prozent, da haben sie mehr Wert, meinen ist glaube ich, einundzwanzig Prozent oder so, innerhalb von einem Tag Aktienkurs zu gewinnen. Das liegt daran, dass dort diese Earnings Calls gerade sind, also die Bekanntgabe der Quartalszahlen und die Werbeeinnahmen bei Meta extrem gut sind und das extrem interessant. Und jetzt komme ich nämlich so ein bisschen zu deinem Thema, ich habe das angekündigt. Genau zu dem Zeitpunkt, als Apple eigentlich gerade die Vision Pro auf den Markt gebracht hat, vergangene Woche. Eine VR-Brille, die eigentliche des Metageschäft ziemlich angreift. Interessant hat Techniker auf Threads geschrieben, habe ich gefunden, von den interessanten Gedanken, dass diese Vision Pro für Meta eigentlich ein Geschenk ist, weil es zum einen dazu führt, dass es. . Metaverse für alle ein bisschen interessanter wird und zum anderen eine Metaquest 3000 Dollar billiger ist und plötzlich damit unschlagbar günstig wirkt. Wie würdest du als Experte dieses Themenfeld einschätzen?

38:36 Thomas Riedel

Das ist gar nicht so falsch eingeschätzt vom Kollegen. Ich würde niemals Metaverse sagen, weil ich glaube, das Metaverse gibt es noch nicht, aber Da streiten sich die Experten auch noch drum. Aber es ist im Grunde genau das. Also, was Apple da gerade gemacht hat, war im Prinzip der Ritterschlag der Technologie. Wenn Apple ein Gerät rausbringt, dann bedeutet das eigentlich, dass nicht mehr die Frage besteht, ob die Technologie relevant ist und ob man damit was machen kann, sondern die Frage ist, okay, wie macht es Apple? Ja, und es ist im Prinzip klar, Dass es tatsächlich Use Cases gibt, die damit irgendwie zusammenhängen und dass da ein großer Markt gesehen wird. Und deswegen steigt da Apple ein. Also es ist in der Tat zunächst mal eine ziemliche Bestätigung dessen, was Meta mit Oculus, heute Reality Labs, was zum Beispiel HTC, Pico und viele andere in dem Bereich schon seit Jahren, Jahrzehnten teilweise gemacht haben. Und das ist erstmal, da hat erstmal die Branche ziemlich gejubelt, auch wenn man sagen muss, wenn man also wenn man sich jetzt anguckt, was die Apple Vision Pro kann und wie sie es macht in der Branche, teilweise auch Verwirrung herrscht, weil sie machen es halt teilweise komplett anders.

39:45 Gavin Karlmeier

Ähm, und jetzt habe ich, ich glaube, ich habe gerade meinen anderen Gedanken verloren dazu. Ach, schade. Ich habe nämlich gerade so darüber nachgedacht, über diese Brillen und ähm. wie das jetzt eigentlich so ein bisschen die Nutzung von uns allen und dem Internet so ein bisschen verändern könnte nachhaltig. Und bin dann automatisch in meinem Kopf zu der Frage gekommen, ob Elon Musk früher oder später auch so ein Unternehmen, also wir wissen ja, dass er eigentlich alles gerade anfasst, bei dem er das Gefühl hat, dass er irgendwie gewinnbringend sein könnte und sein XAI am Ende ja auch nur eine Antwort auf Erfolge anderer KI-Unternehmen am Ende war. Ob es da jetzt auch noch eine Brille gibt oder, und dann kommen wir direkt zu dem nächsten Thema der letzten Woche, oder ob er direkt auf den Chip im Gehirn setzt.

40:26 Thomas Riedel

Ja, also, äh, Elon Musk hat sich mal während der Metaverse, während des Metaverse-Hypes, ziemlich abwehrend gegenüber und lächerlich gemacht über diese Headsets. Also Er meine so, auf gar keinen Fall ziehe ich so ein scheiß Ding an. Also, das stört er total. Wer will denn sowas? Paar. Und deswegen kann man eigentlich davon ausgehen, dass er tunlichst nicht darin investieren wird. Wobei, man muss ja sagen Wenn es Kohle bringt, macht Elon Musk ja alles oder fast alles, ja. Also für ihn ist Krypto ja auch kein Problem und so. Also, da kann er auch ziemlich opportunistisch sein. Heute Delaware, morgen irgendein anderbundesstaat, ist ja egal. Das hängt ja davon ein bisschen ab, wo die Kohle einfach sitzt. Trotzdem glaube ich tatsächlich, dass er komplett auf diesen Chip setzt. Der jetzt ja zum ersten Mal, und ich glaube, das ist die Meldung, auf die du hinaus willst, in einen Menschen eingesetzt wurde.

41:16 Gavin Karlmeier

Ja, und es, ähm, ich habe mir da so richtig viele Gedanken drüber gemacht, weil ich, also auf der einen Seite denke ich mir Dass das so hehre Ziele sind. Also es geht am Ende darum, dass also Neuralink, so heißt das Unternehmen, hat in der vergangenen Woche das erste Mal einen solchen Chip in ein menschliches Gehirn eingepflanzt. Sie haben das jahrelang mit Tieren ausprobiert. Da habe ich gleich noch zwei Sätze zu. Aber dass das von der Arzneimittelbehörde FDA in USA auch so gegreenlighted wurde, diese Studie an Menschen, dass das Ziel eigentlich am Ende ist, Menschen mit einer Querschnitzlähmungen zu ermöglichen, ihre Prothesen beispielsweise direkt zu steuern mit ihrem Gehirn und auch Bei der Tagesschau zum Beispiel gab es ein Interview mit Thomas Stieglitz, der ist an der Uni Freiburg Professor für Biomedizin. Miomedizin, wollte ich gerade sagen. Für Biomedizin. Und der sagt auch, das ist tatsächlich ein sehr interessantes beeindruckendes Feld. Und er glaubt auch, dass diese Technologie so realistisch tatsächlich Menschen helfen kann. Das glaube ich alles auch, aber es ist so typisch Maske, dass der Art und Weise, wie alles am Ende Irgendwie zu so einer Umsetzung einer Vision am Ende führt, dass der Weg dorthin mit so vielen Leichen gepflastert ist, dass es nicht mehr verzeihlich ist und dass man am Ende auch nicht mehr denkt, Dass es ähm versöhnlich nutzbar sein könnte. Eigentlich so wie ein Tesla am Ende auch. Man denkt sich, naja, das, was mit den, was, wie sich das, der Markt für Elektroautos verändert hat und dass Tesla daran maßgeblichen Anteil hat Das möchte ich gar nicht in Abrede stellen, aber da hängen so viele Dinge dran, allein wie der ganze Prozess um das Teslawerk in Grünheide gelaufen ist, dass man am Ende nicht mehr guten Gewissen so ein Auto fahren kann. Und genauso ist es mit Neuralink eben am Ende auch. Und jetzt kommen wir nämlich zu der Sache mit den Tieren beispielsweise. Es gibt Geschichten. Inzwischen sollen ungefähr 1500 Tiere gestorben sein auf dem Weg bis hierhin, 280 Schafe, Schweine und Affen. Und es gibt einfach wahnsinnig viele Geschichten von TierschützerInnen, die davon berichtet haben, dass dort Affen beispielsweise gestorben sind. Weil ihnen ein Chip mit der falschen Größe eingepflanzt wurde. Also völlig vermeidbare Fehler, die am Ende ein Leben gekostet haben. Da denkt man sich, das ist alles so, das ist alles so Musk-esque.

43:39 Thomas Riedel

Ja, das ist so die klassische Frage nach dem Nutzen von Technologie und welche Investitionen wir dafür eigentlich einsetzen dürfen. Eine Frage, die wir, glaube ich, jetzt im Podcast nicht final beantworten können, aber es ist wichtig, dass hier immer wieder gestellt wird, weil das genau das ist, um was es auch geht. Also auch bei der Apple Vision Pro. Das Ding hat mehrere Milliarden Entwicklungskosten gekostet. Das, was Meta mit Metaverse will, das ist nicht billig, das kostet Billiarden und sorgt vielleicht dafür, dass wir noch mehr elektronische Geräte dazu haben. Es braucht ein gigantisches Netzwerk dafür. Wir können auch gerne die KI-Geschichte aufmachen und sagen: Ja, tolle, nützliche Technologie, aber braucht unfassbar viel Süßwasser, um es zu kühlen, braucht unfassbar viel Strom, um es zu betreiben. Brauchen wir das wirklich dafür? Ist das wirklich das ganze Wert? Und ja, das ist wieder so ein weiteres Ding. Ich glaube, hier das Schöne bei diesem Fall ist, falls man das so überhaupt so nennen kann, die Tatsache, dass, naja, also Es sterben halt direkt Menschen oder beziehungsweise erstmal Tiere. Und da ja ist für einige mit Sicherheit klar, das ist keine vegane Technologie. Und die sollte man erstmal einfach grundsätzlich nicht nutzen. So, warum kann man das nicht ohne Tierexperimente machen? Also, das ist eben so die Frage.

45:00 Gavin Karlmeier

Man sagt halt, okay, es muss halt schnell gehen. Es ist genau dieses moralische Dilemma, das du da gerade erklärt hast, weil im Zweifel wären vielleicht auch 1500 Menschen bis hierhin gestorben, wenn du ihnen testweise Implantate eingefügt hättest. Also ich gar keine Gesetze gegeben hätte, meinst du? Nein, wenn es keine Tierversuche gegeben hätte. Weil du irgendwo hättest anfangen müssen. Also ich will das nicht final beurteilen. Ich will nur sagen, dass es so. Es bleibt, diese Problematik bleibt und natürlich bleibt unterm Strich auch der Punkt, wenn wir uns ansehen, wie Elon Musk Tesla führt, wie Elon Musk X und Twitter führt. wie Elon Musk sich selber auch jetzt gerade alleine auf Ex äußert. Ich habe ja schon mal hier gesagt, ich will nicht mehr über jeden Stock springen, den er hinhält, aber dass er jetzt gerade anfängt, irgendwie eine massive Kampagne gegen Migration auf Auf seinem Ex-Account zu fahren, zeigt ja, dass dieser Mensch halt wirklich unberechenbar ist, auch nicht überraschend. Ja, habe ich ja schon 240 Mal gesagt in den letzten 240 Episoden. Aber will ich mir von so einem Menschen am Ende, der macht es natürlich nicht selber und er baut es auch nicht, aber unter seiner Verantwortung einen Chip ins Gehirn pflanzen lassen, mit der Folge, dass. Hey, vielleicht in sechs Jahren gar kein Interesse mehr daran da ist, dass dieser eine Chip, den ich im Gehirn habe, überhaupt noch funktioniert. .

46:18 Thomas Riedel

Ich hatte schon ein Problem, meine Kreditkarteninformationen bei Twitter abzugeben, bzw. X. Ich werde ihnen sicherlich nicht mein Gehirn anvertrauen. Das steht für mich fest. Letztendlich ist es natürlich so, jeder Mensch kann ja selber entscheiden, wenn du querschnittsbild gelehnt bist und jemand sagt dir, das ist dein einziges Experiment, das du jetzt hier machen kannst. Keine Ahnung, ob du es dann machst, das ist halt super schwierig. Aber ja, ich bin aber auch so das Gefühl, ich möchte eigentlich, also wenn ich mir was von Elon Musk wünschen könnte, ja, das ist natürlich völlig illusorisch, aber angenommen, ich hätte einen Wunschfrei, würde ich ihn bitten, du. Sei einfach mal für ein halbes Jahr oder ein Jahr komplett ruhig. Zieh dich zurück und konzentriere dich bitte auf deine Stärken.

46:57 Gavin Karlmeier

Du brauchst auch nicht weiterhin, das reicht. Sei einfach mal bitte ruhig.

47:01 Thomas Riedel

Ist einfach weil du bist gut darin, weiß ich nicht, eine Technologie nach vorne zu treiben. Mach das, aber Sagst du uns einfach nichts?

47:11 Gavin Karlmeier

Ja, also ich habe das immer wieder gesagt über Elon Musk: es gibt diesen Satz, hättest du geschwiegen, wärst du Philosoph geblieben. Der trifft es natürlich total. Die Wahrheit ist aber, nur weil er schweigt, ist das Problem nicht mehr da. Also da sind wir wieder bei Freedom of Speech is not freedom of reach. Ähm, klar würde es uns den Alltag etwas erleichtern, aber das Problem eines äh einer der reichsten Menschen der Welt übrigens Jetzt nur noch der drittreichste Mensch der Welt, Hai Seite geschrieben, er verarmt zum drittreichsten Menschen der Welt. Aber trotzdem, also der drittreichste Mensch der Welt, der eine unglaubliche Macht. Qua Vermögen hat, aber auch durch das, was er sich aufgebaut hat und womit er an sein Vermögen gekommen ist. Natürlich wäre es einfacher, wenn er schweigen würde, aber es hängen noch viel mehr Probleme daran. Dass es Menschen gibt, die so reich sind und so eine Macht haben wie Elon Musk. Und das reicht natürlich noch viel weiter. Also Allein, dass du ein Unternehmen gründen kannst, das testweise in 1500 Lebewesen Gehirne Chips einpflanzt, zeigt ja schon, was da für einen Impact hintersteckt.

48:22 Thomas Riedel

Das kann man auch einen Kleinen in Deutschland sehen, also der Müllerschef, der Müller-Milchchef, ja Dem gehören auch super viele Brands und der trifft sich gelegentlich mal mit AfD-Leuten.

48:34 Gavin Karlmeier

Er hat gesagt, Alis Weido ist eine Freundin. O-Ton.

48:37 Thomas Riedel

Ja. So, ne? Das heißt, eigentlich müsste man den jetzt auch komplett boykottieren. Das ist auch sowas, wo man sagt, okay, jetzt ist der aber leider Multimilliardär auch, der Typ. Ähm okay, scheiße, was machen wir denn jetzt?

48:49 Gavin Karlmeier

So Naja, vielleicht einfach keine Müllermilch trinken.

48:53 Thomas Riedel

Ja, aber da geh mal in Rewe und versuch mal eine andere Buttermilch mit Geschmack zu finden. Ja, ich verstehe es. Da steht nur Müllermilch. Ich vermisse ja den guten alten Trinkjoghurt. Kennst du den? Nee. Was ist denn mit der Tür? In meiner Studienzeit, da habe ich immer den Trinkjoghurt getrunken, der stand neben der Müllermilch und ich weiß gar nicht mehr, in welche Marke das war. Vielleicht kann das Disco rausfinden.

49:20 Gavin Karlmeier

Milsani. Ach, Yogo, Jogo von Futis kenne ich natürlich. Das ist doch auch sowas, oder? Das ist so ein Ultraneunziger Ding.

49:28 Thomas Riedel

Total. Es war aber super lecker und das Schöne ist, du trinkst es und das ist im Prinzip wie ein Frühstück. Das heißt, ich habe so ein Teil gekauft und habe ich dann in die Vorlesung gesetzt. Da konntest du dann immer wieder ziehen. Ja, und dann konntest du halt, dann warst du nach satt und happy. Und das war super. Und ja, vermisse ich so ein bisschen. Irgendwann waren die weg und das ist schade. Wer übrigens auch weg ist, aber vielleicht damit satt und happy, ist die SPD.

49:52 Gavin Karlmeier

Die SPD hat sich nämlich von Twitter abgemeldet, beziehungsweise sie twittern nicht mehr, sagen wir es so. Und deren Statement dazu, die haben bei ZDF heute übrigens das zweite Mal, dass ich heute diese Quelle nenne, nachdem ich vorhin gesagt habe, ich will ein bisschen unterschiedlich mal auf Quellen schauen. Naja, die haben auf jeden Fall mit einer SPD-Sprecherin gesprochen und die SPD-Sprecherin hat da ein paar ganz spannende Sachen gesagt. Ich zitiere mal: Nach der Übernahme des Kurznachrichtendienstes Ex durch Elon Musk hat sich die Plattform massiv zum Negativen verändert. Daraus ziehen wir unsere Konsequenzen. Wir investieren unsere Zeit in andere, für politische Kommunikation relevantere Kanäle wie TikTok, Instagram, Facebook, YouTube und WhatsApp. Die Verbreitung von Desinformation, Fake News und hasserfüllter Propaganda sind dort mittlerweile eine Tagesordnung. So. Hast du gehört, dass sie gerade gesagt hat, dass TikTok, Instagram, Facebook, YouTube und WhatsApp für politische Kommunikation relevanter ist als X? Ich finde, das ist eine super spannende Annahme, weil ich noch nicht ganz das Gefühl habe, dass es bei allen anderen bei allen anderen Playern im Spiel politische Kommunikation so angekommen ist. Also wir sehen, dass zum Beispiel der Bundeskanzler Olaf Scholz, übrigens SPD, weiterhin überexkommuniziert. Sicherlich auch aus diplomatischen Gründen, weil dort werden nicht nur Leute der deutschen Bevölkerung ihn lesen und sehen, sondern auch andere Staatschefs oder Sterbe, sagt man. Also andere Menschen in Regierungen, die eventuell Zielgruppe seiner Inhalte sein könnten. Die ganzen großen Medien, die am Ende das aufgreifen, gucken immer noch zuerst, was wird eigentlich gerade bei Ex kommuniziert und so. andere Fraktionen und andere Parteien kommunizieren auch noch weiterhin auf X. Das heißt, ist diese Zusammenfassung oder dieser Schluss Dass eigentlich X nicht mehr der relevanteste Kanal, nicht mal mehr der unter den fünf relevantesten Kanälen für politische Kommunikation ist, ist der A entweder falsch oder ist der B einfach noch nicht bei allen angekommen.

51:58 Thomas Riedel

Also, ich würde denken, dass es bei den anderen noch nicht angekommen ist, weil für mich war auch schon immer klar, dass jedes Social-Media-Netzwerk eigentlich relevant ist für politische Kommunikation. Also, da sprichst du natürlich zu einem Prediger, der das da selber auch über die Jahre immer gesagt hat. Dass es so lange gedauert hat, ehrlich gesagt, dass die von X ihre Aktivitäten zurückgezogen haben, das ist das, was mich ehrlich gesagt enttäuscht. Also. Ich bin der festen Überzeugung, dass wer jetzt damit angibt, dass er von X weggeht, eigentlich ein halbes Jahr zu spät ist und sich schämen sollte. Weil es so lange gedauert hat. Selbst dann, wenn du in der Politik tätig bist und wenn du Scholz heißt oder wie auch immer, das ist völlig egal. Ich glaube, es ist jetzt schon viel zu spät. Also Von dem her habe ich mich eigentlich darüber gefreut, aber auch gewundert und schüttelte ein bisschen mit dem Kopf. Und ja, natürlich ist jedes Social Media-Medium relevant für politische Kommunikation. Ja. Die Frage ist natürlich, also da war eine interessante Frage auf Threads, vor kurzem so nach dem Motto, sollten Firmen noch auf Facebook sein, weil die organische Reichweite eben so gering mittlerweile geworden ist, dass es halt sehr anstrengend ist. Da Reichweite aufzubauen. Das ist aber eine andere Frage, finde ich.

53:16 Gavin Karlmeier

Ja, aber auch wahrscheinlich eine gerechtfertigte. Da bin ich aber, das ist aber jetzt, da sind wir ja in meinem, wenn ich so meine Beratungen mache, dann ist eine der ersten Fragen eigentlich immer, was sind eigentlich euer Ziel? Also Warum wollt ihr denn bei Facebook sein? Und wenn die Antwort darauf ist, wir wollen, dass Leute uns mitkriegen, dann ist das meistens nicht die richtige, glaube ich. Also wenn es einfach nur darum geht, irgendwie Reichweiten zu erzielen, um der Reichweite wegen, dann wird das so wahrscheinlich nicht funktionieren. sondern das Ziel muss eigentlich viel häufiger inhaltlich getriebener sein. Also das größte Ziel am Ende muss dann sowas sein wie die Leute müssen unsere Marke mit einem, mit einem Attribut verknüpfen, das wir darüber füttern wollen, wie Authentizität oder sowas. Aber einfach zu sagen, wir sind jetzt einfach mal bei Facebook, um bei Facebook zu sein, damit sie uns finden, wenn sie bei Facebook danach suchen, halte ich oft für ein sehr schwaches Argument.

54:09 Thomas Riedel

Ja, sie sollten trotzdem unbedingt bei Facebook eine Page haben, die sogar, wenn man ihr schreibt, sofort reagiert innerhalb von 24 Stunden. Die Frage ist nur, ob man da sein komplettes Social Media Buffet Budget. Budget vielleicht auch, aber Budget verpulvert. Aber Facebook ist ja mittlerweile eigentlich schon so ein bisschen sowas wie: wenn du keinen Google Maps-Eintrag hast, existierst du halt nicht. So, und manche Leute suchen tatsächlich zuallererst auf Facebook. Und deswegen halte ich das schon für relevant.

54:37 Gavin Karlmeier

Junge Leute suchen übrigens sofort auf TikTok im Moment. Und zwar, weil Sie, also ich kenne, ich kenne also Sie suchen, wenn Sie angenommen, Sie müssen eine Lampe in der Wohnung aufhängen, dann suchen Sie auf TikTok Lampe aufhängen Wohnung und kriegen darüber Ihre Antworten. Und das Lustige ist, dass es dann erstmal läuft ein Video von jemandem der eine Lampe aufhängt. Und dieses Video ist seit dem ersten, also seit Freitag, komplett still. Und warum ist das so? Weil es einen, also es gab einen Rahmenvertrag zwischen TikTok und dem größten Musiklabel der Welt, Universal. Und dieser Vertrag wurde seitens Universal nicht verlängert, weil sie sagen, also so wie TikTok gerade aufgestellt ist, so sehen wir unsere Rechte gut dort nicht gut vertreten. Also Sie sagen ganz konkret, da hat es drei Gründe, es gibt keine angemessene Vergütung für Künstler und Songwriter, denn es wird hier nur ein Bruchteil von dem gezahlt, was vergleichbar große Plattformen zahlen. TikTok macht nur einen Prozent der Gesamteinnahmen von Universal Music aus. Dann lasse TikTok zu, dass die Plattform mit KI-generierter Musik überschwemmt werde. Und das treibe faktisch das Ersetzen von Künstlern durch KI voran. Und drittens nehmen sie übernehmen sie zu wenig Verantwortung für die Sicherheit der Nutzer, wie zum Beispiel gegen Deepfakes von Künstlerinnen und Künstlern. Was übrigens ein spannender Zeitpunkt ist, kurz nach dieser Taylor Swift Geschichte, wo ich mich schon ein bisschen gefragt habe, hätten Sie diesen Punkt da auch reingeschrieben, wenn nicht diese Taylor Swift Ex-Geschichte in der Woche davor passiert wäre?

56:09 Thomas Riedel

Ja, vielleicht wegen der den ganzen Verhandlungen Monate vorher vor den ganzen Künstlergeschichten und so.

56:16 Gavin Karlmeier

Ja, ja, also das hat sicherlich als Argument am Ende dann nochmal ganz gut gezogen. Aber dieses Vergütungsargument, das finde ich hochinteressant. Weil das ja gleichzeitig bedeutet, ich weiß nicht, wie viel TikTok pro Stream gezahlt hat, aber wenn wir, wir wissen ja, wie viel zu wenig Streaming-Münzen wie Spotify teilweise an die nee, nicht teilweise. an ihre Künstlerinnen und Künstler ausschütten. Zu 99,9 Prozent zu wenig. Ja, genau. Und wenn TikTok noch deutlich weniger ist. dann ist es doch an der Zeit, dass da was passiert. Also das, ich finde ja, ich will ja nicht sagen, ich sympathisiere immer mit mit Streikenden, aber eigentlich sympathisiere ich immer mit Streikenden, selbst wenn es am Ende sogar Universal ist. Ja.

56:59 Thomas Riedel

Also auch Universal Tool kann einem jetzt nicht unfassbar leid tun. Das ist kein armer Club, der so sich drum kümmern muss, wie können wir überhaupt unsere Mitarbeiter bezahlen und so. Ähm, trotzdem ist es natürlich wichtig, dass die sich für die Gehälter der Mitarbeitenden einsetzen und auch für die Künstler, damit die gut ver. Und letztendlich müssten sie eigentlich auch den Künstlern einfach mehr geben an sich, dass dann TikTok so wenig dazu beiträgt, dass sie was haben, was sie den Künstlern geben können, ist natürlich schade und aber umso konsequenter sich dann da von da zu verabschieden. Ich frage mich tatsächlich jetzt tatsächlich jetzt, wie hoch der Impact für die KünstlerInnen ist. Also, die sind halt dann nicht mehr auf TikTok, können nicht mehr gefunden werden, dürfen sie einen eigenen Kanal noch da haben und macht das die jetzt Irrelevanter oder ist YouTube da noch da und Instagram und reicht das denen? Also, ich frage mich auch, wie groß ist der Impact für die KünstlerInnen selber?

57:55 Gavin Karlmeier

Also, wenn du mich nach einer Einschätzung fragen würdest, glaube ich, dass sich Universal damit zwar auf der einen Seite In der Heldenposition bringt, auf der anderen Seite aber auch ganz schön selber ins Knie schießt. Denn TikTok wird im Moment die Plattform, um Songs zu entdecken, um Musik groß zu machen. Und wenn keiner der eigenen Künstlerinnen und Künstler dort noch vertreten sein wird mit Musik, hilft das A, entweder den anderen oder b, leider sogar der KI-generierten Musik sich noch schneller zu verbreiten, was am Ende sogar kontraproduktiv ist.

58:25 Thomas Riedel

Ja, ich glaube, wenn, angenommen, wir hätten nur KI generierte Musik auf TikTok, dann wäre TikTok halt irgendwann komplett irrelevant, weil die Musik ist. Immer noch und wird sie auch für Jahre so langweilig und so schlecht sein, dass wir da, glaube ich, keine Angst haben müssen. Aber tatsächlich ist da einfach noch genügend andere Musik da und das ist natürlich schon ein schlagendes Argument dann. Also Dann, ja, schade. Schade. Was wir zusammen mit schade. Aber ich habe ganz große Sympathien, ehrlich gesagt, auch, weil Natürlich ist es so, dass TikTok dann so eine Stellung hat und das ist dann so wie am Anfang bei Facebook. Also du konntest einfach nicht keinen Facebook-Account haben. Und ich weiß nicht, ob das tatsächlich gut ist. Also, das haben wir vor 20 Jahren gesehen, dass das. Da hat dann halt jeder sich einen Facebook-Account gemacht und Dann, also es sind halt eher 15 eigentlich, weil vor 20 war das erst nur in den USA und so weiter. Ihr kennt das. Aber trotzdem die Situation Dass du eigentlich nicht keinen Social Media Account haben kannst, um irgendwie irgendwas tun zu können, ist eigentlich eine Situation, wo wir doch eigentlich gelernt haben. Dass das nicht gut ist. Und wenn sozusagen eine Branche oder ein Teil einer Branche, wie hier ist die Musikindustrie, so sehr von TikTok abhängig ist, dann ist das ja eigentlich auch etwas, worüber wir reden müssen, weil es eigentlich nicht gut ist.

59:50 Gavin Karlmeier

Ja, das ist wahr. Ich habe dem nicht viel hinzufügen, außer dass ich hier diesen kleinen roten Knopf drücken möchte. Darf ich den roten Knopf drücken? Ja, mach mal. Funktionen und Emotionen. Übrigens nicht KI-generierte Musik. Nicht mal i-generierte Musik.

01:00:12 Thomas Riedel

Dass ich das einmal live miterleben darf, ist wunderschön.

01:00:16 Gavin Karlmeier

Ich schmeiße dir Funktionen entgegen und du schmeißt mir die entsprechenden Emotionen entgegen. Wenn du keine hast, umso besser. Threads arbeitet an Trends, haben wir ja schon mal gesagt, an Trending Topics, aber Adam O'Sarry hat das jetzt nochmal bestätigt. Es wird eine Übersichtsseite der Trending Topics auf Threads geben.

01:00:34 Thomas Riedel

Super, super wichtig, freue ich mich total drauf. Es braucht Dinge, die uns irgendwie zeigen, worüber die Menschen sprechen. Also gerade auch als Medienmenschen wie wir. Wir wollen ja irgendwie verstehen, was passiert da eigentlich gerade und das nicht einfach nur so eine Blackbox sein lassen. Und solange wir jetzt nicht eine API bekommen, wo wir irgendwelche Sachen mitmachen können, um dann herauszulesen, Wow, das trendet gerade voll krass auf Threads. Ist das so ein bisschen das Mindeste? Es kann natürlich auch gefiltert sein, es kann natürlich auch manipuliert sein. Wir wissen es nicht. Meta macht es für gewöhnlich. Nicht so arg, glaube ich. Aber grundsätzlich Trends finde ich eigentlich gut.

01:01:15 Gavin Karlmeier

Gut Ich auch, ich freue mich sehr drauf. Also ich will das haben. Dann, Threads arbeitet an der Fediverse-Integration und es gibt jetzt erste Screenshots, die eine Einstellungsseite zeigen von Threads. Bei der es einen Button gibt mit dem Namen Fediverse Sharing, also der Möglichkeit die eigenen Inhalte in das Fediverse zu teilen Ja, her damit. Ich will sehen, wie es geht. Ja, da gibt es offenbar auch News, die haben es heute noch nicht in die Folge geschafft, da sprechen wir am Mittwoch dann drüber. So, dann Threats. Es gibt jetzt endlich, endlich Also, dann muss man wirklich sagen, warum hat es so lange gedauert? Wenn du Threads aufmachst, ne? Und da ist ein Post, ein Thread, und du willst den teilen und dann drückst du auf den Teilen-Button, dann hat sich so ein Menü geöffnet, das ist halb groß. Und es besteht zu 80% besteht aus einer bislang weißen Fläche, bei der eine Fehlermeldung war, weil du es nicht an deine Instagram-Kontakte weiterteilen konntest. Warum auch immer. Dieses Problem ist jetzt endlich behoben in der EU. Cool. Gab es auf Facebook schon vor 20 Jahren, jetzt endlich auch auf Threads. So, dann gehen wir rüber zu Instagram. Instagram arbeitet an der Möglichkeit, dass Sprachnachrichten transkribiert werden.

01:02:27 Thomas Riedel

Das erinnert mich an diese tolle Threads-Funktion, die ich gestern Abend noch benutzt habe. Aber da ging es weniger, da geht es weniger darum, ähm Um also Direktnachrichten, ich glaube das ist hier gemeint, oder?

01:02:40 Gavin Karlmeier

Ja genau, um um Sprachnachrichten in Direktnachrichten

01:02:44 Thomas Riedel

Genau. Sondern bei Threads ist es ja so, es gibt ja diesen Post-Type, dass man ins Mikrofon spricht und dann bleibt das als Voice-Message, aber es wird gleichzeitig noch transkribiert. Eine Funktion, finde ich, die viel zu wenig Menschen nutzen. Vielleicht haben sie gesagt, okay, wir haben es jetzt gerade für Threads gebaut, lass uns doch einfach diesen Mikroservice nehmen und ihn auch bei Instagram für die Voice-Messages einbauen.

01:03:08 Gavin Karlmeier

Ja, ich hab da auf jeden Fall auch, also ich finde ehrlicherweise, und das sag ich dir jetzt hier mal, also Thomas, ihr könnt ja unter uns sprechen Warum zur Hölle gibt es nicht an allen Orten, an denen ich Sprachnachricht schicken kann, diese Möglichkeit des Transkriptes? iMessage beim iPhone kann das so seit letztem Herbst erst. WhatsApp kann es noch gar nicht, weil Telegram kostet es Geld. Was soll der Scheiß? Also, ich bin jemand, das sage ich dir jetzt, das weiß niemand. Manchmal, wenn ich eine Sprache kriege, die geht so dreieinhalb Minuten, dann lade ich die mir runter, packe die in meinen Whisper-Transkript-AI-Software und lasse die transkribieren und überfliege den Text. Weil ich einfach manchmal nicht die Zeit und auch nicht die geistige Ressource habe, mich mit einer dreieinhalb minütigen Sprachnachricht zu beschäftigen. Und ich will, dass alle Messenger-Dienste das endlich ermöglichen. Weil Sprachnachrichten ist schön und gut, ne? Ich mag das, ich schicke selber gerne Sprachnachrichten, aber ich will ja nicht alle zingen, sie sich anhören zu müssen. Es soll ja. Der convenienste Weg für alle sein. Und dazu gehört für mich, ich entscheide eine Sprache nicht zu schicken, aber es gegenüber entscheidet sich sie einfach zu lesen. Fände ich komplett überfällig.

01:04:23 Thomas Riedel

Ja, also mir geht es auch so wie dir, wenn mir jemand eine Sprachnachricht schenkt, denke ich mir so, ach du Scheiße, und dann höre ich sie mir an, bin aber eigentlich schon schlecht gelaunt. Und ich bin dann immer gut gelaunt, wenn es jemand macht, der gerade hinter dem Steuer eines Autos sitzt und das einfach ein Sicherheitsaspekt ist, dann freue ich mich, dass er mir, statt jetzt kompliziert was zu tippen, einfach eine Voice-Message-Schicht. Aber ja, mir geht es eh nicht so wie dir. Dass du allerdings schneller bist, das dir von der KI übersetzen zu lassen, wie das Ding dir anzuhören. Respekt. Kann man das buchen als Workshop bei dir? Ja, als Dienstleistung. Großartig. Ich transkribiere Ihre Sprachnachrichten mit KI. Also, ich glaube, also ein Grund, warum das wahrscheinlich immer noch nicht gibt, ist, dass es teuer ist. Also. Das wird ziemlich viel Serverkosten fressen, nehme ich mal an. Das wäre meine Erklärung. Also es ist eigentlich nicht so schwer, es einzubauen, glaube ich. Du musst halt eine Aufnahme haben, du musst ähm allgemeine Geschäftsbedingungen haben, dass du das machen darfst. Da muss man jemanden bestätigt haben. Das hast du natürlich alles schon bestätigt, wenn du bei Meta irgendeinen Account hast. Und ich glaube Das ist eigentlich relativ teuer und deswegen machen es wenige nicht und deswegen muss man auch bei anderen Diensten teilweise dafür bezahlen. Und deswegen wird das sparsam eingesetzt. Aber es scheint ja wohl so langsam zu einem neuen Status quo zu werden. Was gut wäre.

01:05:49 Gavin Karlmeier

Yes. Dann kannst du bei Instagram jetzt, wenn du einen Produktsticker markierst, also angenommen, du hast einen Shop bei Instagram. Und dort hast du ein T-Shirt. Und dieses T-Shirt verlinkst du in deiner Story mit einem Produktsticker in der Story. Dann kannst du auswählen in den Shope-Einstellungen. Alle schon so, niemand hat diesen Shop, ja, ich weiß. Kannst du einstellen, dass du ein automatisches Highlight hast, dass alle Storys, in denen dieses T-Shirt markiert ist, automatisch in dieses Highlight einlaufen, ohne dass du was auswählen musst?

01:06:22 Thomas Riedel

Wow, okay, das ist ja so ein richtig krassiges, krasses, nisiges Feature. Das sind so Geschichten, ich glaube, die helfen dann den Leuten, die den Shop haben, ihren Shop zu pflegen und auf ihn aufmerksam zu machen. Deswegen testen sie das, ob das genutzt wird und ob das sinnvoll ist. Ist interessant, wenn man das nicht so als ich habe früher relativ viel auch zum Thema Produktentwicklung gemacht. Ich mache mal bei digitale Leute, so ein Magazin. wo die wo wir uns damit beschäftigt haben, wie eigentlich digitale Produkte gebaut werden.

01:06:54 Gavin Karlmeier

Nicht zur Verwechsel mit Deloitte, da ist die andere Topworst.

01:06:59 Thomas Riedel

Da ist die Lara am Start. Digitale Leute. Gibt es auch immer eine schöne Konferenz, ein bisschen da muss es ja auch sein, hier in Köln. Wer professionell digitale Produktentwicklung macht, kennt die vielleicht. Und da spielen solche Sachen immer eine große Rolle. Also wie kriegst du das eigentlich hin, dass dein Produkt so cool ist, dass die Leute dabei bleiben, dass sie engagiert bleiben? Dass sie mehr machen wollen eigentlich mit dir. Und das ist, ähm, du versuchst halt, du testest halt verschiedene Features und das ist sowas, was eventuell helfen könnte. Und wenn es natürlich einfach die Conversion auf irgendeine Art und Weise um wenige Prozentpunkte erhöht, dann cool. Also ja, muss man sich mal anschauen. Wenn es in einem halben Jahr wieder weg ist, wissen wir, es hat nicht funktioniert.

01:07:42 Gavin Karlmeier

Ich habe aber gerade einen anderen Gedanken gemacht. Was okay wäre übrigens? Ja, natürlich. Aber ich habe mich gefragt. Ob es eventuell nicht ein geiler Instagram-Hack sein könnte, jetzt extra einen Shop einzurichten und ein Produkt zu installieren, um Inhalte automatisch in ein Highlight laufen zu lassen, ohne diese Dinge immer von Hand ins Highlight zu packen. Also dass du sozusagen das Produkt hast, ich bei der Arbeit so. Und dann nennst du das Highlight auch so und dann laufen alle Sachen, die du, weil du immer wieder diesen Sticker setzt, automatisch in dieses Highlight ein.

01:08:13 Thomas Riedel

Ja, wahrscheinlich musst du irgendwo mal einen Preis angeben und wenn die Leute draufklicken, kommen sie in den Shop und müssen dann was kaufen. Und das heißt, du musstest irgendwann irgendwas liefern, wenn tatsächlich irgendjemand nicht verstanden hat, dass du das nur deswegen machst. Und ich glaube, deswegen ist das eine gute Idee, aber die Du weißt ja, wie das Internet ist, ne? Wenn du irgendwas anbietest, wird es auch gekauft. Glaubst du, das ist.

01:08:37 Gavin Karlmeier

Also glaubst du, wenn ich jetzt so, sagen wir mal, Haken dran tassen verkaufen würde, würden Leute die kaufen?

01:08:42 Thomas Riedel

Die würden sie sogar kaufen, wenn du, also die würden sie sogar besonders kaufen, wenn du daraus getrunken hättest und du es nicht abgespült hättest.

01:08:49 Gavin Karlmeier

Nein, stopp.

01:08:50 Thomas Riedel

Es gibt ja alles im Internet. Und es müssen nur genügend Leute auf einen Haufen kommen, dann ist der Fantasie keine Grenzen gesetzt und du kannst alles verkaufen. Alles. Das ist doch die Entdeckung des Internets, oder?

01:09:01 Gavin Karlmeier

Ja, aber weißt du, dafür bin ich zu wenig Kapitalist am Ende. Weil ich mag die Idee, Tassen zum Beispiel zu machen. Und ich habe damals Dennis schon immer so Ideen für Tassen auch geschickt. Aber ich habe das dann nie gemacht. Vielleicht gibt es irgendwann mal Haken dran-Tassen.

01:09:15 Thomas Riedel

Auf jeden, also Tassen ist total der No-Brainer. Würde ich sofort eine geschenkt bekommen. Gerne. Zur Weihnachten.

01:09:22 Gavin Karlmeier

Dann arbeitet Instagram an der Möglichkeit, dass du reguläre Storys jetzt auch in enge Freunde-Storys umwandeln kannst. Dass es andersrum geht, das wissen wir schon, daran wird gearbeitet, aber jetzt eben auch so rum. Ich habe gar nicht verstanden, was du gerade gesagt hast. Kannst du nochmal bedeuten? Also postest du eine Story bei Instagram? Für alle. Und dann merkst du nach ein paar Minuten, ah, da sieht man meinen Fuß. Und niemand soll wissen, wie mein Fuß aussieht. Dann kannst du die umwandeln in eine Story für enge Freunde.

01:09:50 Thomas Riedel

Ja, absolut super, längs überfällig. Super. Ich finde andersrum viel wichtiger und ich habe beides noch nicht. Ach so, aber man kann es nicht aus etwas, man kann es andersrum nicht.

01:10:04 Gavin Karlmeier

Genau, das kommt.

01:10:05 Thomas Riedel

Also da haben wir hier auch drüber gesprochen, da gibt es nämlich auch Hinweise drauf. Wahrscheinlich wird das. Ich hatte gerade kurz ein Déjà-vu-Gefühl, so nach dem Motto: Hä, hatten wir die News nicht schon, aber es war alles so.

01:10:13 Gavin Karlmeier

Es war von enge Freunde zu öffentlich.

01:10:15 Thomas Riedel

Ja. Also, ich meine, auf Facebook kannst du doch auch jederzeit einen Post. Wieder depublizieren, nur privat machen nur für Freunde, nur für eine Gruppe, oder? Also wüsste ich nicht, warum man das verhindern werden wollen sollte.

01:10:31 Gavin Karlmeier

Jetzt muss halt jemand bauen, aber da bei Instagram ja alles gebaut wird, was jemand denken kann. wird es das wohl bald dann auch geben.

01:10:39 Thomas Riedel

Ja, das sind jetzt die Leute, die vorher bei Facebook gearbeitet haben und es da eingebaut haben. Da das jetzt so irrelevant wird, das Netzwerk, gehen jetzt alle zu Instagram und bauen es da noch weiter.

01:10:48 Gavin Karlmeier

Nein, da gibt es alles schon. Also das Facebook ist abgeschlossen, es gibt alles und jetzt macht man bei Instagram weiter. Bis es da alles gibt, freut euch mal auf das neue WhatsApp. Dann arbeitet Instagram an School-Communities und da habe ich. Wahnsinnig viele Emotionen zu. Also es gibt nur ein Screenshot, auf dem angezeigt wird, dass man in diese School-Communities rein kann. Das ist ein Feature, das man früher, das es früher schon bei Facebook gab, das wir in Deutschland aber nie nutzen konnten, weil wir als Menschen in Deutschland meistens nicht auf amerikanische Highschools gegangen sind. Aber ich möchte erstmal wissen, ob du auch irgendwas fühlst.

01:11:26 Thomas Riedel

Ja, meine Nackenhaare stellen sich ein bisschen auf. Ich hab schon Probleme, dass Klassen WhatsApp-Gruppen haben. Finde das grauenhaft. Ähnliches empfinde ich bei Instagram. Also, wir sollten dort keine School-Communities haben. Das ist einfach, ich finde, das ist so eine Grenze, die sollten wir nicht überschreiten. Also Bildung die total essentiell ist für unsere Gesellschaft, für unsere Demokratie mit privaten Netzwerken zu organisieren, das widerstrebt wir irgendwie. Andererseits haben wir eine Alternative. Bisschen vielleicht, aber eigentlich auch nicht so viel. So, und jetzt komme nämlich ich.

01:12:09 Gavin Karlmeier

Pass mal auf. Und zwar: Es gibt so ein paar Funktionen von Facebook. Bei denen glaube ich, dass die so die letzten lebenserhaltenen Maßnahmen für Facebook zumindest in unserem Kulturkreis sind. Dazu gehören Geburtstage. Ich glaube, dass der Geburtstagsreminder von Facebook essentiell ist, den es bei Instagram immer noch nicht gibt. Dann sind es die Veranstaltungen, Events, Einladungen zu Veranstaltungen, die bei Instagram offenbar getestet werden. Da haben wir letztens Hinweise drüber gefunden. Und das dritte Feature sind Gruppen. Also die Möglichkeit, sich in kleinen Unternetzwerken bei Facebook zu vernetzen und dann mit Leuten auszutauschen, die ähnliche Interessen haben. Wenn es jetzt Good Communities gibt, dann hast du grundsätzlich eine bereits gebaute Möglichkeit, also es gibt sozusagen schon einen Bahnsteig für Gruppen. So, es fährt nur noch nicht der Zug, die Gruppe. Und ich könnte mir vorstellen, dass jetzt hier daran gearbeitet wird, Facebook den letzten Dolstoß zu verpassen, in dem solche Funktionen jetzt überführt werden. Und wir werden bei Instagram-These. Nagelt mich drauf her. Es gibt so Leute, die im Discord, und das ist wirklich, muss ich mal kurz sagen, es gibt Leute, die lösen wahnsinnig viel in mir aus. weil sie immer so Hagen dran plus ein Jahr hören. Also die hören, was jetzt gerade vor einem Jahr, also heute vor einem Jahr bei Haken dran das Thema war und schreiben das in den Discord-Chat. Und ich habe ganz, ganz großen Respekt davor. Es ist komplett faszinierend. Aber deswegen gebe ich jetzt meine These ab, in der Hoffnung, dass sie in einem Jahr noch eine Rolle spielt. Und zwar, ich glaube, dass wir spätestens in einem Jahr die Möglichkeit haben, uns bei Instagram in Gruppen zu vernetzen. Dieses Flip Side, dieses Dark Instagram, über das wir hier auch schon öfter gesprochen haben, ist auch so ein wie sagt man, Zahnrad, das in diese Maschine reinpasst. Und ich glaube, also liebe Grüße an Comport im Discord, wir hören uns in einem Ja. Ich könnte mir vorstellen, dass Instagram da gerade was am Planen dran ist.

01:14:19 Thomas Riedel

Am Planen am dran sein tun ist. Ja, also halte ich für absolut wahrscheinlich, also für aus meiner Produktentwicklungslogik würde ich jetzt auch denken. Was machst du mit so einem Produkt, das da halt ist, das entwickelst du immer weiter und versuchst immer mehr damit umzusetzen und mehr Leute daran zu binden? Und für mich ist das absolut logisch. Und auch gar nicht irgendwie, also es gibt ja Leute, die beschweren sich, warum wird denn ständig was geändert am Produkt? Für mich ist das völlig klar. Da wird die ganze Zeit immer dran rumgeschraubt. Das macht ja überhaupt erst aus, warum das Produkt so erfolgreich ist. Wo ich ja nicht so übereinstimme, ist, dass Facebook irgendwann tot sein wird. Also. Ich bin so gespannt, ob wir vielleicht, also, das ist ja die große Frage, so, ne? Wir feiern jetzt 20 Jahre lang Facebook und werden wir vielleicht auch die erste Generation sein, die vielleicht mal den Tod eines Netzwerkes, mal abgesehen von X, miterleben werden. Also das natürliche Ende eines Netzwerkes. Ja, also nicht selbstverschuldete Selbstzerstörung, mit Masken, sondern das natürliche Ende eines Social Networks, sodass wir irgendwann mal sagen können, ja, so ein Netzwerk hält halt längstens 25 Jahre. Du meinst die so eine CD, die irgendwann einfach nicht mehr funktioniert? Einfach weil sie organisch aus irgendwelchen Materialien sind, die sie selbst zersetzen nach einer bestimmten Zeit. Einfach nicht mehr funktioniert und das vielleicht ist irgendwann Facebook so durchgerostet, dass es nicht mehr funktioniert. Wobei, dann gucke ich mir meine Mutter an. Liebe Grüße gehen raus, sie ist eine Gruppenadministratorin. Das ist sie, Systemadministratorin. Sie ist Gruppenadministratorin der größten kroatischen Kochgruppe. Ehrlich? Ja. Ich lerne von ihr, wie man Gruppen moderiert. Das ist komplett. Da sind 30. 000 Leute drin oder so. Ist wirklich, wirklich krass. Und das funktioniert einwandfrei. Also, die gehen auf gar keinen Fall zu Instagram. Also aus unterschiedlichen Gründen. Natürlich, weil sie erstmal auf Facebook sind und die Gruppen bekommen auch immer mehr Funktionen. Sie regt sich übrigens auch immer darüber auf, dass neue Funktionen hinzukommen. Aber das funktioniert einwandfrei. Also ich glaube, Facebook mag sich verändern und wir wissen nicht, wie es in Zukunft aussieht. Aber Ich glaube nicht, dass die über kurz oder lang weggehen werden. Es wird vielleicht auch anders aussehen, nur. Aber die würden niemals zum Beispiel auf Instagram in diese Gruppen gehen. Ja, das sagst du jetzt. Aber warte mal. Ja, aber wenn ich kann dir sagen, die Funktionen, die die brauchen, damit diese Gruppe läuft, die sind halt einfach auf Facebook. Also da geht es zum Beispiel darum. Dass man gewisse Ordner für Rezepte anlegen kann, dass man da Bilder dazu packen kann. Die Moderationsfähigkeiten. Wenn du eine Gruppe hast von 30. 000 Leuten, da musst du schon krasse Moderationstools haben und so weiter. Also, das ist ja nicht so, dass das einfach nur so eine kleine Gruppe ist, so wie bei WhatsApp oder so, sondern das ist ja tatsächlich einfach ein wirklich ziemlich elaboriertes System mittlerweile, muss man ja sagen. Fast schon so wie damals bei den Foren. Also, da sind wir wieder bei PBB3.

01:17:19 Gavin Karlmeier

Aber es gibt bei Facebook und damit, das ist die letzte Funktion, die ich heute noch hier habe. Bei Facebook jetzt eben auch die Funktion, als hättest du es geahnt. Die Funktion, dass du, weißt du noch, Alben. Bei Facebook? Also letztlich sechs Bilder in einem Album. Diese Alben werden jetzt geöffnet, sodass du jede Art von Post einem Album hinzufügen kannst. Also auch Videos, auch eine Textpostings, auch Link-Postings können nun in ein Album gesetzt werden.

01:17:46 Thomas Riedel

Hm, okay, habe ich zwei Gefühle. Erstens, was soll das? Ein Album besteht doch nur aus Bildern Zweitens, hm, interessant, ein Album kann ja auch normalerweise, wenn ich, kann es ja beschriftet werden. Also ich mache das auf und erzähle irgendwie, ich war jetzt irgendwie zwei Wochen in den USA, also klebe ich da die Bilder rein, schreibe ein Datum dazu. klebt noch eine Blume rein, schreibt noch einen Text dazu, ne, so klebt noch ein Ticket dazu von irgendwie diesem, ich war bei den Super Bowl, klebe ich dann auch noch in das Album rein und dann ist das so ein Erlebnis. Ja, macht Sinn. Finde ich interessant. Also, will ich mal sehen, wie die das gestalten. Das ist tatsächlich interessant.

01:18:26 Gavin Karlmeier

Wir werden es sehen in den nächsten 20 Jahren Facebook. Wir fangen mit Facebook an, wir enden mit Facebook. Facebook Thomas. Vielen Dank, dass du heute dabei warst. Es war mir ein großer Spaß. Es ist schön, wieder gesund zu sein. Sehr gerne. Ich wünsche dir eine gute Woche. Vielen Dank Danke gerne. Und danke allen anderen, die heute dabei waren. Sollte euch das gefallen haben, kommt in den Discord hakendran. org oder wenn ihr euch denkt, Mann, Haken dran, das ist so toll. Warum kann ich dafür kein Geld ausgeben? Doch, das geht. Ihr könnt auf hagenland. org, den Podcast per Patreon oder per Steady, finanziell unterstützen und damit mir ein sehr gutes Gefühl geben. Also vielen, vielen Dank, dass es euch alle gibt. Vielen Dank an alle, die das schon tun, die auch immer wieder so punktuell ein paar Euro per PayPal spenden. Das ist auch, ich kann das nicht in Worte fassen, was Wie krass das ist. Und ich weiß, ich habe noch nicht so den richtigen Umgang mit mir damit gefunden. Ich überlege mir noch was. Bis Mittwoch bin ich vielleicht schlauer, dann geht es nämlich weiter Mittwoch früh. Vielen Dank und bis Mittwoch.