Thierry Breton, Binnenmarkt-Kommissar der EU ist zurückgetreten – und wurde mittlerweile ersetzt: Durch Henna Virkkunen. Bluesky meldet 10 Millionen Accounts, Musk erreicht schon wieder einen Tiefpunkt und Zuckerberg springt hinterher.
Transkript
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00:01 Intro
Haken dran, das Social Media Update der CT.
00:06 Gavin Karlmeier
Hallo Lorenz Grüß dich, Gavin. Na, wie ist die Stimmung? Ja, die Stimmung ist grün. Ich sitze hier vorm Greenscreen, wir nehmen abends auf, ich bin müde erschöpft, ich habe mein Tagewerk. Du hast den ganzen Tag nur Golf gespielt. und lag beim Pool. Ich habe mein Tagewerk vollbracht. Aber jetzt natürlich. Ich bin ja der Einzige, der irgendwie für für die Teilnahme an Haken dran seine 1250 plus Mehrwertsteuer berechnet. Und von daher bin ich ganz happy. Ich meine, die Diekmann und die anderen, die sind natürlich alle super neidisch und ziemlich angepisst, aber. Tja, das ist natürlich, man muss die Kohle am Anfang raushandeln. Ihr hört Lorenz Meyer, das ist mein Gast heute. Internet, Urgestein, Autor Witzbeult, hätte ich fast gesagt. Und in all diesen Funktionen, abgesehen von der Internetfunktion, hast du am gestrigen Dienstag ein neues Buch veröffentlicht. Indem du die Weihnachtsgeschichte 24 Mal auf verschiedene Arten nacherzählt hast. Ist das so richtig zusammengefasst? Ja, das ist ein richtiges Genau und ich zeige das mal ganz stolz, weil es mein Baby ist. Also für alle, die diese Folge bei YouTube gucken, könnt ihr jetzt gerade Lorenz vorm Greenscreen sehen wir die Buch hochhält, schnell Screenshot machen und Photoshoppen. Um Gottes Willen. Ja, also es ist wirklich ein Herzensprojekt. Also ich habe da insgesamt ein Dreivierteljahr dran geschrieben und habe mich reingedacht in die literarische Welt von den großen Klassikern, also so Thomas Mann und Agatha Christi und Mark Twain und so und so oder Astrid Lindgren. oder so und habe das dann immer diese Weihnachtsgeschichte in deren Setting verlegt und habe halt auch versucht, deren Sprache mitzubernehmen. Also eine super knifflige Herausforderung Und da sind ganz süße Geschichten und auch bitterböse Geschichten dabei entstanden. Also ich stehe hinter dem Ding, ich mag das Buch total, ich habe es total lieb. Hoffentlich mögen die Leute es auch lieb. Ja, ich werde es allen Leuten schenken zu Weihnachten. Täuglich. Wir müssen einsteigen und wir haben heute so viele Themen, so große Themen, dass man sagen muss, ich bin mal gespannt, wie wir das alles sortiert. Kriegen, vielleicht schaffen wir es ja kompakt. Wir müssen nämlich einsteigen und über Thierry Breton sprechen. Thierry Breton wurde schon hier als Kraftier von Hakendran bezeichnet in der Vergangenheit. Der war nämlich Oder ist dahin scheidender, je nach Sichtweise, EU-Binnenmarktkommissar und damit verantwortlich für die digitale Regulierung? Und Thierry Breton hat aber seinen Rücktritt eingereicht und das offenbar nicht so ganz freiwillig. Also die Geschichte ist, dass Thierry Breton und Ursula von der Leyen, die EU-Kommissionspräsidentin, Dass die beiden sich nie so richtig grün waren, es immer wieder auch offen ausgetragene Konflikte gab und das jetzt darin gipfelte, dass jetzt kurz vor der neuen Bestimmung oder Nominierung der EU-Kommissarinnen und Kommissare Ursula von der Leyen auf Macron zugingen, den französischen Präsidenten, und ihn gebeten hat, Breton nicht zu nominieren. Dafür würde Frankreich möglicherweise sogar mehr Slots an Kommissionen bekommen. Also da gibt es offenbar eine ganz tief sitzende äh tief sitzende, wie sagt man, Disharmonie zwischen den beiden. Ursula von der Leyen hat auch von persönlichen Gründen gesprochen. Thierry Breton ist dem so ein bisschen vorausgehalten hat. Ausgerechnet auf X, der Plattform, gegen die er am schärfsten gekämpft hat, seine Rücktrittserklärung bereits veröffentlicht und ein Foto eines leeren Bilderrahmens und gesagt, hier ein Foto aller Kommissionen, in denen ich zukünftig noch zur Verfügung stehe, zumindest sinngemäß hat er es so gesagt. Und dann ist gestern auch noch am gestrigen Dienstag Durch Ursula von der Leyen vorgestellt worden, wer denn jetzt zukünftig für was zuständig ist, welche Kommissarinnen und Kommissare es denn tatsächlich gibt. Und für Digitales, das können wir schon mal direkt sagen, wird eine Finin verantwortlich sein, nämlich Hanna Wirkunen. Henna Wirkunen ist. . kein unbeschriebenes Blatt in der EU. Also sie hat schon in der Vergangenheit diverse Mindest, also nein, anders. Sie hat In Finnland mehrere Ministerien betreut, nämlich Bildungsministerin war sie dort, öffentliche Verwaltung hat sie dort gemacht, und das Transportwesen Und startet jetzt eben in der EU durch, so ist es richtig formuliert, und wird eben offenbar nicht nur Kommissarin für Digitales, sondern auch Exekutivvizepräsidentin. Das ist sozusagen so ein bisschen das, Schröder hat das, glaube ich, damals Superminister genannt. Also Menschen, die mehrere Verantwortlichkeiten in sich versammeln. Und das ist jetzt so ein bisschen das, was sie verantworten wird. Der offizielle Titel, zumindest vorausgesetzt, das Parlament stimmt ihm zu, das wird aber erst im November passieren, wird lauten Exekutiv Vizepräsidentin Fechnologische Souveränität, Sicherheit und Demokratie. Das ist ein bisschen anders formuliert als Binnenmarkt. Ich finde aber, dass technische Souveränität oder technologische Souveränität, da schwingt schon stark mit, dass man sagt, man lässt sich jetzt von den amerikanischen Big Tech-Unternehmen nicht vor sich her treiben. sondern möchte ziemlich klar als die EU mit sehr, wie sagt man, breiten Schultern auftreten und klar machen, wie weit wir eigentlich Das Spiel mit uns spielen lassen und wie weit eben nicht. Das steckt zumindest für mich in diesem Titel, der ihr da designiert jetzt offenbar bevorsteht. Und das ist jetzt gerade erstmal so die Lage. Ja, ja, ja, sehr spannend. Thierry Breton hat ja, er war ja immer so ganz bissig und hat sich ja auch auf Twitter, also auf X irgendwie, ganz oft an Elon Musk gerieben. Ich fand es ganz interessant, Martin Sonneborn, der Chef der Partei, auch mit einem Sitz im Europaparlament. seit immerhin schon über zehn Jahren, jetzt glaube ich, dritte Legislaturperiode, glaube ich, sogar. Der hat ihm ja so einen hämischen Nachruf hinterhergeschleudert, den ich in Teilen ganz interessant fand. Ich zitiere mal ein paar Sachen. Ich habe den übrigens, bevor wir da jetzt, bevor du reingehst, ganz kurz, ich habe da ein bisschen was zu fact-checken an diesem Text von Sonneborn. Ich habe mich da schon auseinandergesetzt mit dir. Aber stell das gerne mal vor. Ja, genau, also Du musst mich dann unterbrechen. Also Sonneborn schreibt in seiner, das ist natürlich alles von Helme durch drängt irgendwie. Thierry Breton, Beton, das ist, naja, auf und wegen Twitter weltbekannt gewordener EU-Zensur, Kommissar kalkweißer Ehrenstaatsbürger des Senegal. Dann schreibt er dazu noch Spitzensteuersatz 5%. Da muss ich direkt reingehen. Ja. Also der Begriff Zensurkommissar, damit ist er ehrlicherweise im maskschen Dokument Das ist eigentlich genau der Vorwurf, den Elon Musk, Thierry Preton macht und übrigens auch Julian Reichels Krawallplattform News. Auch die, also, das ist so alles der Vibe, in dem Sonneborn da formuliert. Und dieser Vorwurf, also es gibt der Vorwurf gegen Thierry Breton, dass er senegalesischer Staatsbürger wurde. Und die Formulierung, die Sonneborn wählt, ist, dass er. . 5% Steuersatz auf Einkommensteuer zahlen muss, denn nur für ihn gilt, nicht für senegalesische Staatsbürger. Das ist so nicht ganz wichtig, sondern es gilt für alle Menschen, die die doppelte Staatsbürgerschaft haben und Die Einkommensteuer im Senegal versteuern. Also der Vorwurf, dass es nur für ihn gilt, ist so nicht ganz korrekt auf jeden Fall. Und das ist aber genauso die Polemik, mit der Sonne Worner die ganze Zeit ums rumschmeißt. Ja, aber interessant, warum er das macht. Also es wundert mich auch. Also dieser ganze Eintrag, es ist sowieso jetzt ein bisschen schwer vorzulesen mit den vielen Klammern und Einschränkungen und Zahlen und Wortwitzen oder versuchten Wortwitzen, also ist ja sehr bemüht. halt nochmal dem Breton ordentlich viel hinterherzuschmeißen, ihm auch vorzuwerfen, dass er ein reicher Mann sein soll und weiterhin reich sein wird. weil er noch dazu ein großes Vermögen, ein Milliardenvermögen verwaltet, dass er in seiner Vergangenheit wohl mal ein Telekommunikationsunternehmen abgewickelt hat auf Auf eine angeblich sehr rüde Art, wo es wohl zu vielen Selbstmorden oder Suiziden kamen. Vielleicht weiß du da noch was? Ja, also ich habe da ein bisschen recherchiert, weil ich diesen Vorwurf auch, ähm, der hat mich natürlich auch nicht losgelassen. Also Thierry Breton war Technologiechef oder eben Vorstand, Technologievorstand. von France Telekom, dem französischen Telekommunikationsunternehmen, das ähnlich wie die deutsche Telekom irgendwann privatisiert wurde. Im Rahmen dieser Privatisierung kam es tatsächlich durch sehr Ein sehr drastischen Stellenabbau und eine wie Sonneborn ist eine psychologische Kriegsführung gegen die eigenen MitarbeiterInnen. Diese Suizidwelle, die gab es. Die Süddeutsche hat da ein relativ interessantes Stück drüber geschrieben. Es gab, so schreibt Sonneborn, 74 Selbstmorde in vier Jahren. Interessant ist aber, dass in der Anklage nicht etwa Breton als der Hauptverantwortliche genannt wird, sondern Der damalige Chef der France Telekom, Didier Lombard, das war der Hauptverantwortliche für das Unterdrucksetzen des Unternehmens, schreibt die Süddeutsche. Also ich will, ich war nicht dabei natürlich, Sonne Bäum zwar auch nicht, aber ich war nicht dabei und habe auch nicht vielmehr als ein paar Texte dar journalistische Texte darüber gelesen. Ich kann das nicht einschätzen, welchen Einfluss Breton auf diese Diese Suizide in der französischen Telekom im Rahmen der Privatisierung Ende der Zehnerjahre tatsächlich hatte. Aber die Formulierung von Sonneborn, dass Breton das eigentlich nahezu alles allein verantwortet hatte. Die lässt sich offenbar so auch nicht so richtig stützen. Ja, das scheint mir auch so. Ja, das scheint mir auch so. Aber gegen Breton gibt es natürlich viele Dinge, die man ihm vorwerfen kann. Also Thierry Breton hat im Laufe seiner Amtszeit die Taxonomie in der EU vorangetreten. und damit auch am Ende mit ausgelöst, dass die Atomenergie durch die EU als nachhaltig eingestuft wurde. Was so ein bisschen ein Deal war, weil gleichzeitig auch die Gasenergie als nachhaltig eingestuft wurde und das galt so ein bisschen als so ein Handschlag zwischen Deutschland und Frankreich, die eben auf der einen Seite in Frankreich primär Strom aus Atomenergie beziehen, während in Deutschland eben sehr viel mit Gas gearbeitet wurde. Und das muss man ihm schon vorwerfen, dass er offenbar in der EU vor allem für seine für die Interessen seiner Landsleute gearbeitet hat und eben sehr viele französische Interessen durchgesetzt hat. Das ist aber ehrlicherweise größtenteils sind alles keine Themen, die hier uns in unserem Podcast tatsächlich beschäftigen, ne? Also Weil, wenn wir nur auf die Dinge schauen, die er getan hat zur Regulierung digitaler Unternehmen oder digital arbeitender Unternehmen, vor allem die großen Social Media Unternehmen, dann haben wir doch immer sehr viele lobende Worte für Thierry Breton gehabt. Weil er eben der Mensch war, genau, der sich halt nichts bieten ließ. Ja, genau. Und der auch mit deutlichen Worten sich dagegen gestellt hat und nicht so wichy-waschi politisch Verfahren hat, ja. So, ja, und das hat aber tatsächlich auch zu einem Streit geführt, denn er hatte ja damals diesen offenen Brief an Elon Musk geschrieben, kurz vor der Präsidentschaftsdebatte zwischen Trump und Biden. Und hat Elon Musk aufgefordert, doch zu berücksichtigen, dass das Verbreiten von Desinformationen und das Anvorjahren politische Ausschreitung in der EU nach wie vor verboten sei und damit er in der Pflicht sei. weiterhin Content Moderation auf seiner Plattform zu betreiben, auch im Rahmen dieser Präsidentschaftsdebatte. Nein, es war nicht die Debatte, es war der Live-Talk, das Gespräch zwischen Musk und Trump auf X. Und das war aber offenbar eine Geschichte, die Ursula von der Leyen böse aufgestoßen war, denn sie hat kurz daraufhin die EU verkünden lassen, dass sie. dass dieser Brief nicht mit der Kommission abgestimmt gewesen sei und dass wenn man sich schon mit möglichen zukünftigen Staatsoberhaupthäuptern anlegen möchte, dass man das dann doch bitte . Orchestriert durchführt und nicht in so einem Alleingang. Ja. Ja. Aber grundsätzlich war es ja schon gut, dass es so bissig war. Besser als besser eine Spur zu bissig gegenüber diesen Bullies wie Elon Musk als zu Wishi Waschi und So empfinde ich das auch. Interessanterweise übrigens, um nochmal kurz ein letztes Mal Sonneborn anzusprechen, wer sich in die Wer sich einreiht in die Liste der Menschen, die Breton gratuliert haben zum Rücktritt, ist auch Linda Jacquerino Die Geschäftsführerin von X, die gesagt hat: dies sei ein guter Tag für die freie Meinungsäußerung. Das ist natürlich auch an Ironie nicht zu überbieten. Ja, unglaublich, ne? Ja. Naja, es gibt eben kein, es darf kein Recht geben auf Verbreitung von Hass. Und das, äh, ich hoffe, dass es seine Nachfolgerin Virkunen zukünftig eben genauso sieht. Die hat in der Vergangenheit schon an vielen Digitalthemen gearbeitet, sie hat am Cyber Resilience Act gearbeitet. Also sie hat sich mit Dingen wie Cybersicherheit schon auseinandergesetzt. Das sind alles keine böhmischen Dörfer für sie. Das ist erstmal ein gutes Zeichen, ehrlicherweise. Mhm. Und eine der wenigen Frauen in der Kommission. Was auch wichtig ist. Das ist auch wichtig, da genau mal ein anständiges Verhältnis herzustellen, genau. Ursula von der Leyen hat es übrigens versucht, ein anständiges Verhältnis herzustellen, deswegen mit allen möglichen Staaten gesprochen und auch versucht, dort Menschen unter Druck zu setzen, damit ein Mann und eine Frau gemeinsam vorgeschlagen werden für die Kommission. Das einzige Land, das das getan hat, war Bulgarien. Ja, ich habe auch gehört, die Regierung sollen teilweise sehr angepisst gewesen sein, weil sie das wohl nicht abgesprochen hat. Und die dann teilweise halt irgendwie dann zwei melden mussten, obwohl sie eigentlich nur einen hatten. Und ja, aber es ist ein Anschub. Es ist ein Anschub. Und so richtig freiwillig läuft da ja auch nichts. Also insofern will ich das jetzt gar nicht verurteilen. Ja, ja, ja, das ist so. Übrigens, wir Kunden, das hat Koffe Hollig im Hakenrand-Discord, unsere Schattenredaktion, recherchiert. Hanna Wirkunen ist bislang nicht bei Threads oder Blueska registriert, hat auf X keinen Haken, aber hat bei Instagram immerhin einen verifizierten Account. Schauen wir mal. Mal sehen, was da so an Kommunikation stattfinden wird. Es bleibt spannend. Ansonsten gibt es eine Geschichte, wo ich sagen muss, ich bin ehrlicherweise, nachdem wir letzte Woche hier ja schon über den Tweet von Elon Musk über Taylor Swift sprechen mussten. Ich kann es irgendwie nicht mehr hören, über Musk-Tweets zu sprechen. Also wir haben jetzt heute Folge 330 von Haken dran und jetzt ist der Punkt erreicht, wo es mir reicht. Elon Musk hat aber nach meinem Ermessen ein neues Niedrigniveau erreicht. Und wir müssen über diesen Tweet sprechen. Und zwar hat Elon Musk eine Meldung geteilt von einem Account, dem. . eventuell sogar er selber vorsteht, das ist nicht so ganz klar, wie viele Accounts er betreibt, indem es um den versuchte Anschlag auf Donald Trump ging, das zweite jetzt. Und hat dazu geschrieben und niemand versucht, Biden oder Carmella zu ermorden. Und hat damit, wenn man das so lesen möchte. . . möglicherweise Öl in ein Feuer geschüttet oder möglicherweise dazu aufgerufen, äh, dort selber Tätig zu werden. Zumindest kann man das so lesen, wir wissen, wie die Tweets von Donald Trump damals zum Kapitolsturm mitgeführt haben könnten. Wir wissen, wie er auch damals sehr, also Trump, sehr damit gehadert hat, die Leute zurückzurufen und irgendwelche ganz kryptischen Formulierungen in seine Tweets geschrieben hat, einfach weil diese Dog-Whistles, dieses Zu seiner eigenen Bubble sprechen, ein sehr, sehr wichtiges Instrument der politischen Rechten ist. Und dass Elon Musk hier genau diese Formulierung wählt, indem er sagt: Hey, warum versucht eigentlich niemand mal Biden oder Kamala zu ermorden? Kann man fast gar nicht anders lesen als einen Aufruf an die Leute, die Mask E überall hinfolgen Elon Musk selber hat aber offensichtlich eine Art Einsicht gehabt, denn er hat den Tweet zunächst gelöscht und neu geschrieben, mit der Formulierung, niemand hat es bisher überhaupt versucht und oder wird es versuchen. Das ist der Punkt, den ich rüberbringen möchte. Ähm, auch das hat er gelöscht und hat dann geschrieben: Ich habe gelernt, nur weil eine Gruppe über etwas lacht, was ich sage, bedeutet das nicht, dass es auch ein unterhaltsames Posting of X ist. Es stellt sich heraus, dass ein Scherz viel unlustiger ist, wenn die Leute den Kontext nicht kennen. Und ich bin mir nicht ganz sicher, was der Kontext hier sein kann, um so eine Formulierung zu rechtfertigen, ehrlich angebracht. Ja, ja. Es ist ein Wirres hinterher gerede. Also man sieht aber auch, anscheinend ist er ja auch irgendwie sehr impulsgesteuert, dass er diese Dinger so raushaut Und um vielleicht, also nehmen wir mal zu seinem Vorteil an, dass das jetzt nicht ein Mordaufruf war, aber es einfach so zu schreiben, dass man es halt auch so lesen kann. Also das ist einfach Es ist einfach unglaublich, und sich selber als Twitter- und X-Chef ja mit den meisten Followern selber auszustatten. Und damit irgendwie auch die, und sich selber irgendwie jeden seiner blöden Dödel-Tweets, da seiner unreifen, pubertierenden Mini Pubertät-Nerds, Dinger da auszuliefern an hunderte von Millionen Leuten. Also da da kann man nicht einfach mal so irgendwie auf dem Klo irgendwas raushauen, was Leben und Tod irgendwie bedeutet und und was Auswirkung auf die Gesellschaft hat. Nee, also das ist halt, was ihm nicht klar ist, offenbar. Oder ja, nee, das ist die falsche Formulierung. Wovon er tut, dass es ihm nicht klar wäre, ist, dass mit Reichweite auch immer Verantwortung einhergeht. Und dabei geht es mir jetzt gar nicht so sehr um die Macht, die mit seinem Geld daherkommt, die er zweifelsohne hat, oder die politische Macht, die er hat und auch ausübt. Sondern so auf ganz auf ganz, die jungen Leute würden sagen, so ganz low-key. Er hat 200 Millionen FollowerInnen, knapp, 198. Und In dem Moment, wo du so eine Reichweite hast, völlig unabhängig davon, wer du bist, kannst du nicht einfach irgendwelche Gedanken in die Welt schmeißen. Also selbst wenn wir dieses Gedankenspiel mitgehen und sagen. Das ist jetzt wirklich ein Witz gewesen, den er in einem kleinen intimen Rahmen erzählt hat und dann denkt er sich, ach das ist ja witzig, das twittere ich jetzt. . . Und dann feststellt, dass das offenbar falsch verstanden wird. Wenn das tatsächlich der Fall ist, dann muss man sagen, ist Elon Musk nicht dazu geeignet, einen so großen Twitter-Account zu betreiben. Also, und das ist noch die positivste Lebensart, die da drin steckt. Da sind keinerlei politischen Ambitionen drin, die man ihm nicht nur unterstellen muss, sondern von denen wir wissen, dass es sie gibt. kann dazu nicht mehr viel sagen. Ich bin langsam, was Mask angeht, so ein bisschen, weil ich jedes Mal denke, jede Woche, wenn wir uns hier irgendwie dann doch hinreißen lassen, über einen seiner Einlassungen zu sprechen. Oder Auslassungen, naja, wie auch immer man das sehen möchte. Jedes Mal denken wir, na damit hat er jetzt einen Tiefpunkt erreicht, viel schlimmer kann es ja kaum werden. Und dann Kommt die nächste Geschichte und dann kommt die nächste Geschichte. Interessant ist aber, und das schreibt der Standard, dass dieser Tweet eventuell nicht ganz folgenlos bleiben könnte. Denn das Weiße Haus hat sich hierzu da schon bekannt, hat diesen Post als unverantwortliche Rhetorik zurückgewiesen und verurteilt. Das Team, die Kampagne um Harris natürlich auch. Und es gibt jetzt offenbar die Diskussion, wie die BBC beispielsweise recherchiert hat, dass überprüft wird, ob man ihm eventuell Staatliche Sicherheitsfreigaben entziehen muss. Denn Elon Musk ist in vertraglichen Verhältnissen da als SpaceX-Chef mit dem Staat. Also er ist dafür verantwortlich, dass der Staat Dienstleistungen von seinen Filmen bekommt. Und im Moment gibt es eben die Diskussion oder die Frage, ob er möglicherweise ein Risiko für die nationale Sicherheit sei. Der Secret Service sagt, man kenne den Tweet von Musk. Kommentiere keine Angelegenheiten betreffend Personenschutz. Dann kommt das Zitat, wir können aber sagen, dass der Secret Service alle Drohungen in Bezug auf seine Beschützten untersucht. Excelber hat dazu natürlich nicht Stellung bezogen. Aber Wyatt, das Wireheit Magazin, hat ein Special Agent des FBI interviewt, nämlich Michael German wahrscheinlich, der mittlerweile aber an der Justice, der an der School of Law der New York University lehrt. Und er sagt, meiner Erfahrung nach nimmt das Secret Service einen solchen Kommentar sehr ernst. Üblicherweise machen sich Beamte auf den Weg und befragen den Verfasser, um sicherzustellen, dass keine akute Bedrohung existiert. Und um ihnen darauf aufmerksam zu machen, dass man solche Aussagen ernst nimmt. Das heißt, eventuell hat Elon Musk Besuch bekommen oder einen Anruf, was dazu führte, diesen Tweet zu löschen. Denn Elon Musk einen Tweet löscht, ist gar nicht so häufig. Das passiert nicht so schnell. Und dass eben die mögliche Sicherheitsfreigabe daran hängen könnte, dass das zumindest untersucht werden könnte, auch wenn das nicht kommentiert wird Finde ich doch einen kleinen Lichtblick, dass man zeigt, okay, man kann nicht alles ins Internet schreiben und zehn Minuten später sagen, hey, das war nur ein Witz. Absolut, ja. Und es Zeigt auch wieder diesen systemischen Fehler. Das ist, das ist ein systemischer Fehler, so eine internationalen großen Netzwerke. in die Hand von Einzelpersonen zu geben. Also das ist ein systemischer, natürlich auch ein Kapitalismusfehler. Aber Aber der müsste sich in irgendeiner Weise regeln lassen. Man kann diese Macht, diese mediale Macht. Die kann man da nicht einem so einen Typen geben, der denn halt komplett freidreht. Und in alle Richtungen Tag und Nacht, ich meine, der kloppt ja auch diese Anzahl von Tweets, dieses Tweet-Volumen auch, was er da raushaut. Ich weiß gar nicht, wann leitet der denn. Der soll doch der erfolgreichste und das große Genie sein und leitet doch tausend verschiedene Unternehmen. Aber der sucht doch den ganzen Tag nur irgendwelche Pillepalle-Giffs raus oder irgendwelche Memes oder so. Also was ist denn das für ein Kind? Ich kann mir auch gerne einreden, dass das irgendwie ein seriöser Firmenlenker ist. Also ich bin auch ganz angetan davon diesem Fakt. Weil ich versucht habe, diese Rechtfertigung von ihm selber auf seinem Twitter-Account rauszusuchen. Also ich habe angefangen zu scrollen, zu scrollen, zu scrollen. Der hat doch mittlerweile schon wieder 35 neue Dinger dahinter. Da kommst du nicht mit hin. Ich habe es gescrollt, gescrollt, gescrollt und dann war ich bei vor drei Stunden. Und dann habe ich mir über Artikel die direkten Links rausgesucht, weil das eben, also es ist zu viel. Es ist so viel Kram, den er da schreibt. Ich glaube, dass er einfach in dem Moment, wo alle anderen Menschen mal kurz im Aufzug irgendwie ihren Liebsten schreiben oder mal kurz das googeln oder mal kurz checken, habe ich eine Mail bekommen, dass er in all diesen Momenten immer Tweets schreibt. Ja, also es ist ja auf eine gewisse Weise, also nicht, dass ich ihn wirklich bedauern würde, aber es ist ja auch irgendwie, also so auf so einer menschlichen Ebene. Was ist das für eine Tragik? Was ist das? Du bist der reichste Mensch der Welt. Du könntest jetzt wirklich auch. ein Vermächtnis schon vorbauen irgendwie, was die Menschheit irgendwie voranbringt und du könntest der glücklichste Mensch überhaupt sein und stattdessen sitzt du da und betreibst nur dieses, bist nur getrieben. . Und und betreibst dieses destruktive Kinderspiel da. Es ist doch auch ungeheuer jämmerlich und traurig zugleich. Ja, ich kann ihm nichts hinzufügen. Ich hoffe, dass wir nächste Woche nicht wieder über irgendeinen Tweet sprechen müssen. Ich will nicht mehr. Lass uns über andere Dinge sprechen. Ich habe heute auch sonst keine Meldungen über Ex und Musk. Das war's mit Twitter für heute. Aber es gibt auch Meldungen von den Alternativen und dazu möchte ich dich kurz einladen. Eine kurze Zeitreise zu machen. Ich spiele dir mal einen Sound vor und ich will mal gucken, ob das bei dir irgendwelche Assoziationen auslöst. Ich glaube, bei den hakenderen UrhörerInnen macht das was. Pass mal auf hier. Das war das Geräusch des Welt. Zahlensenders, den wir hier damals eingeführt haben. Wir haben ja damals, damals seinerzeit, als Blue Sky gestartet ist, die Twitter-Alternative, haben wir hier am Ende jeder Folge Blue Sky-Einladungscodes vorgelesen, weil uns Also wir hatten Zugriff auf, ich kann gleich ein bisschen ins Detail gehen, aber wir hatten Zugriff auf einige Einladungscodes, um so ein bisschen die Community zu Blue Sky einzuladen. Und haben dann mit der Zeit eben festgestellt, dass die einzige Möglichkeit, sie fair an wirklich HörerInnen unseres Podcasts zu verbreiten, das Vorlesen ist. Weil hätten wir sie gepostet, wären sie sofort gescreenshottet worden. Das war der einzige Weg. Und Blue Sky hat jetzt nämlich tatsächlich in diesen Tagen einen Rekord oder einen Meilenstein verkündet. Sie haben die 10 Millionen NutzerInnen geknackt am gestrigen Dienstag. Das ist für ein kleines Netzwerk ein toller Moment. der aber jetzt mit einer kleinen Kampagne von Blue Sky verbunden ist, nämlich dass du dort gucken kannst, der wievielte Bluesky-Nutzer oder die wievielte Blue Sky-Nutzerin du warst und das dann eben auch auf der Plattform teilen kannst. Ich habe dazu schon den schönen Take gelesen, dass das, was wir alle von Twitter mitgebracht haben, war dass wir nicht so sehr lieben wie diese Incentives der Plattform selber, um für die Plattform selber auch Werbung zu machen. Bei Twitter gab es ja auch immer dieses, ich bin jetzt heute seit acht Jahren hier. Genau, und jetzt gibt es eben diese Blue Sky Celebrating Ten Million Users Kampagne. Ja, ja, und ich habe natürlich bei dir ganz neidisch gesehen, rund zehn Millionen ist unser Gavin auf Platz. 851 ist es natürlich unfassbar in den ersten tausend. Denn es war noch früher, muss man dazu sagen. Wow. Und ich weiß nicht, ob wir damals hier einen Podcast erzählt haben, wie Dennis Horn an seinen. . Also Dennis ist Nummer 652. Und Ich weiß nicht, ob wir damals erzählt haben, wie Dennis an seinen Invite-Code gekommen ist. Ich erzähle das jetzt hier einfach. Und zwar hat Dennis oder wir haben uns ausgetauscht über Blue Sky, weil das gestartet war frisch. Und haben in einem amerikanischen Tech-Magazin, und ich will mich nicht drauf festlegen, aber ich glaube es war The Verge, einen Screenshot gefunden, auf dem so Invitecodes zu sehen waren. Und es war wahrscheinlich eher so fahrlässig. Und Dennis hat es ausprobiert und einer der Codes hat funktioniert. Deswegen hat Dennis eben die Nummer 6, was habe ich gesagt? 52. Und ich habe dann 851 erst 200 Menschen später bei Bruce Garris sehen können. Ja, ich hab die gerade nachgeguckt, ich habe die Nummer 378. Tausend. Ja, scheiße. Aber er. Sorry, ich huste mich ja heute um Kopf und Kran. Lass nochmal kurz husten. Erzähl mal kurz was, Lorenz. Ja, also damit bin ich in den zehn Prozent. Und ich habe damals natürlich auch immer Haken dran gehört, aber es war mir immer zu doof, mich hinzusetzen, mit einem Bleistift und mir und einen Zahlencode zu merken. Also den zu notieren, hätte ich mal tun sollen. Wir schicken ganz liebe Grüße an alle, die den Zahlensender damals mitgemacht haben. Ja, also es ist ja so, man. In den Medien monkelt man ja, dass Bluesky Deutschland eigentlich ohne Haken dran hätte das ja gar nicht den Push bekommen. Also das meine ich jetzt gar nicht so lustig, wie es klingt. Aber es war ja tatsächlich so. Also ihr habt ja in den ersten Monaten Blue Sky hochgepäppelt. Also ihr müsstet eigentlich Ehrenmitglieder sein oder ein Pokal neben eurem irgendwie ein Pokal-Emoji bekommen oder sowas. Also wir haben, ich würde, also ich kann es nicht so richtig einschätzen, ich würde so schätzen, zwischen 100 und 300 Invitecodes vorgelesen in der Zeit. Die aber dann natürlich durch die Weiterverbreitung, weil jeder Account dann ja auch neue Leute einladen konnte, halt zu so einem Viralitätseffekt geführt haben. Absolut. Absolut, ja. Ja, ihr seid ihr könnt Netzwerke bauen, ihr könnt sie aber auch zerstören. Eigentlich, wir sind wie Mark Zuckerberg eigentlich. Ja genau, richtig. Und der hat doch jetzt auch schon wieder sich ausgelassen, dass ich dachte, also Augenroll-Emoji, Augenroll-Emoji. Ja, also er war im US-Podcast Acquire zu Gast und wurde gefragt, was eigentlich so der größte Fehler seiner Karriere sei. Und da hat er gesagt, der Fehler, den er jetzt nennt, der ist so groß, dass er glaubt, dass sich der ungefähr 20 Jahre auf Meta auswirken wird. Negativ. Und er meint, er hat zu häufig Verantwortung für Probleme übernommen, bei denen er selber der Meinung sei, dass Meta gar nichts dafür könne. Dabei meint er unter anderem die russische Einmischung in die US-Wahl. Damit meint er Cambridge Analytica und schädliche Auswirkung des Social Media Konsums auf Kinder und Jugendliche. Also es ist gerade die Ich habe auf der Republika, wir haben ja da diesen, mit Nicole und Dennis haben wir einen Talk gemacht, bei dem wir alle drei Thesen mitgebracht haben. Und eine meiner Thesen war, sinngemäß, ich kriege die Formulierung nicht mehr hin, dass der Untergang von Twitter andere Social Media Plattformen darin unterstützt, ihre eigene Plattform auch an die Wand zu fahren. Und ich habe gerade so ein bisschen das Gefühl, dass Zuckerberg sich hier gerade so ein bisschen in so eine in so eine Maskrichtung entwickelt. Nicht in den meisten Dimensionen, aber zumindest in der Dimension, dass ich kann eigentlich für nichts dafür, wir bieten hin und Plattformen. Alle können schreiben, was sie wollen, und egal was ihr da macht, es ist nicht meine Verantwortung. Und das ist halt eine wahnsinnig gefährliche Einstellung eines Chefs eines so großen Imperiums. Also wir reden hier nicht nur über Facebook, sondern eben auch über Instagram, eine Plattform, die wahrscheinlich wie kaum eine andere, wie wahrscheinlich keine andere negative Auswirkungen auf junge Menschen hat, was ähm so Dinge angeht wie Cyberbullying. was so Dinge angeht wie Jugendliche, die sich vergleichen über diese Plattform, weil eben Likes eine Währung geworden sind, die dabei helfen, seine eigene. . Seinen eigenen Marktwert, seine eigene Schönheit zu beurteilen und deswegen im Zweifel auch große Krisen auszulösen. Dass Mark Zuckerberg sich hier so formuliert und damit möglicherweise hier auch die argumentative Grundlage liefert. So Dinge wie Content Moderation zukünftig gar nicht mehr für wichtig zu erachten, ist natürlich eine absolute Verantwortungslosigkeit. Es ist wirklich eine Ignoranz und eine Uneinsichtigkeit und es ist so frech, dass man sofort wieder, also dass man sich, finde ich, sehr bestätigt sieht zu regulieren, was das Zeug hält, solange man es noch kann. Und je früher, desto besser, weil man sieht Ja, der ist ja einfach vollkommen uneinsichtig, er begreift es nicht. Und also das ist wirklich. Also man kann ja Autobauer oder so, die hat man auch dazu gezwungen, irgendwie Blinker an ihren Autos zu befestigen oder Scheibenwischer oder irgendwann mal Airbags einzubauen oder so. Und Und das muss man mal den Social Media Unternehmen auch machen und man muss es mit aller Macht machen und man muss sie sanktionieren und man muss sie dazu zwingen. Weil man sieht es, der hat schon wieder Oberwasser. Weil das ist ja schon wieder von einer Frechheit Sondergleichen und lässt halt Böses befürchten, wie du schon gesagt hast. Ja, vor allem, wenn man sich überlegt, dass Meta ja eigentlich in den letzten Jahren zumindest aus Ich formuliere das jetzt mal so aus europäischer Sicht, also was unser Wertesystem angeht, viele richtige Entscheidungen getroffen hat. Wir haben zum Beispiel hier schon ganz oft über das Oversight Board gesprochen. Eine Instanz, die Meta geschaffen hat, die zwar aus Menschen besteht, die nicht im Unternehmen arbeiten, die aber Entscheidungen revidieren können, die beispielsweise die Content-Moderation getroffen hat und damit tatsächlich etwas bewegen konnten. Also wann immer irgendwelche Inhalte nicht gelöscht wurden oder gelöscht wurden, bei denen Menschen sich im Unrecht fühlten, konnten sie sich ans Oversight-Board wenden, können sie auch immer noch und können sagen, hier wurde eine Fehlentscheidung getroffen, bitte überprüf das noch einmal. Ähm, dass Zuckerberg aber sagt, naja, eigentlich liegt das alles nicht so richtig in unserer Verantwortung, eigentlich habe ich damit gar nichts zu tun. Ich stelle hier nur das Bier hin, wenn ihr euch damit betrinkt, seid ihr selber schuld. Wenn das so die Ansicht ist, die er hat. ähm, dann muss man dazu sagen, dass auch so Dinge wie das Oversight Board eigentlich auf wackelig Füßen stehen könnten. Was eine ganz schlimme Entwicklung ist. Und all diese Dinge, die wir Zuckerberg in den letzten Monaten so vorgeworfen haben, sodass er offenbar sich zu einem coolen Menschen gerade mausert, müssen wir damit leider so ein bisschen einfangen wieder, auch wenn alle Leute gesagt haben, also das von vornherein gesagt haben. Ja, ja, ja. Ja, und mit, ich meine, wie viel Zwei Milliarden Kunden oder so sind davon betroffen, das sind zwei Milliarden Menschen. Also das ist die gesamte Welt Also diese Menschen da, also da sind wir wieder bei dem Thema Elon Musk, das ist zu viel Macht vereint auf einzelne Personen. Das geht nicht. Also Ja, ja, ja, ja, ja, das ist so. Ja, viel mehr kann ich dazu gar nicht sagen. außer dass Instagram ungefähr zeitgleich mit dieser Veröffentlichung angekündigt hat, dass sie jetzt Teen Accounts einführen. Das ist so ein bisschen Funktion und Emotion hier in kleinen. Es wird jetzt Teenager Konten geben, die eine besondere Schutzstufe haben. bei denen Eltern stärker einwirken können auf das, wie Kinder diese Plattform tatsächlich nutzen. Es gibt ganz viele dieser Einschränkungen, ich würde dich da mal so ein bisschen durchführen und dann kannst du ja mal währenddessen auch so deine Gedanken formulieren. Es geht konkret um Accounts zu Menschen unter 16 Millionen. Jahren, die die Erlaubnis ihrer Eltern brauchen, um sich bei Instagram einzuloggen und die die Erlaubnis ihrer Eltern brauchen, um Einstellungen dort ändern zu können. Ganz konkret bedeutet das Einstellungen wie zum Beispiel Dass Teenagerkonten erstmal alle auf privat gestellt sind, das heißt, sie müssen akzeptieren, damit jemand ihre Inhalte sehen kann. So? Ja, ich ja, vielleicht kann ich schon vorab, es knircht schon ganz am Anfang beim Thema, irgendwie so, weil ich schon ahne, ohne es jetzt mir genau anzugucken. Aber Also ob das so systemisch, ob das überhaupt zielführend ist, die ganze Sache, wenn es eh an Sachen scheitert, Wenn es eh zum Beispiel daran scheitert, dass es ja keine robuste Altersüberprüfung gibt und die Leute ihr Alter falsch angeben können. dann kann doch einfach, also da können doch, die Kids können sich doch einfach als Äl ausgeben. Und können sich einen Zweitaccount schaffen zum Beispiel. Dann sagen sie, Mami und Papi, ich habe hier diesen offiziellen, aber ich habe eigentlich noch einen Zweitaccount. Ja, die Verantwortung liegt natürlich wie immer bei den Eltern, finde ich. Ja, und das ist aber auch dieses üble Spiel, man versucht jetzt durch tausend verschiedene Stellknöpfe, die nachher keiner versteht, versucht man da so ein theoretisches Gebäude irgendwie hinzukonstruieren und zu sagen, ja, hier gibt es ja so ganz komplizierte Zahlenräder, an denen könnt ihr was ändern, aber ich will die nicht vorgreifen, sorry. Nein, alles gut Die Frage ist, ob die Alternative wäre, es für Kinder zu verbieten. Oder also welche Möglichkeiten gibt es? Ich finde Ich sehe auch, dass das natürlich hier verkopft ist. Also diese Schutzeinstellungen, die ich jetzt gleich alle noch vorstelle, sind für Teenager-Accounts erstmal standardmäßig aktiviert. Aber sie alle funktionieren natürlich nur, wenn das wenn die App weiß, dass du ein Teenager bist. In dem Moment, wo du 19 bist, weil du deine Eltern irgendwie ausgetrickst hast und ein eigenes Handy hast und ein Handy, auf das deine Eltern keinen Zugriff haben und was auch immer Dann ist das alles hinfällig, über das sie hier sprechen. Das ist so. Nein, komm, wir gehen schnell die Schutzfunktion. Also, Konten sind privat. Dann können Jugendlichen nur noch Nachrichten von Menschen kriegen, denen sie folgen oder mit denen sie bereits verbunden sind. Nicht von irgendwelchen neuen Menschen aus dem Nichts. Jugendliche werden in die restriktivste Einstellung der Kontrolle für sensible Inhalte versetzt. Das heißt Alle möglichen Inhalte, die Menschen, wie Sie hier schreiben, beim Kämpfen zeigen, die für kosmetische Eingriffe werben, werden an allen Orten, an denen Inhalte empfohlen werden, wie Explore oder Reals, nicht ausgespielt. Muss man auch dazu sagen, das ist eine Machine Learning-basierte Sortierung, algorithmische Sortierung. Das heißt, auch da kann es durchaus passieren, dass so etwas durchrutscht, weil es nicht identifiziert wird. Dann eingeschränkte Interaktion. Jugendliche können nur von Personen, denen sie folgen, getaggt oder erwähnt werden. Außerdem wird automatisch die restriktivste Version der Antimobbing-Funktion Hidden Words aktiviert, sodass beleidigende Wörter und Ausdrücke aus den Kommentaren herausgefiltert werden. Okay, dann Jugendliche erhalten die Benachrichtigung, die sie auffordern, die App nach 60 Minuten pro Tag zu verlassen. Zeitlimit. Schlafmodus wird zwischen 22 und 7 Uhr morgens aktiviert, wodurch Benachrichtigungen über Nacht stumm geschaltet werden und automatische Antworten auf DMs verschickt werden. Mhm. Ja, okay. Ich sag gleich was. Ja, ja, ich habe tausend Gedanken. Du könntest jetzt noch drei Stunden weiter vorlesen, diese ganzen Dinger. Ich glaube, das geht am sozialen Leben einer Familie komplett vorbei. Wenn du in der Klasse, du bist doch nicht der einzig doofe, der 14-jährige Gavin, der denn da mit dem Instagram-Account kommt und Mama und Papa haben dann. . 50. 000 Rädchen, an denen sie irgendwas drehen können und du bist das arme Bübchen und alle anderen haben irgendwie einen anderen Account. Also ich glaube, es geht an der Realität vorbei und ist deswegen halt auch nicht ernst gemeint. Also ich glaube, das ist wieder so ein Vorschlag, um der Politik. . irgendwie Sand in die Augen zu streuen und zu sagen, guck mal, wir tun ja was. Und die Eltern müssen das natürlich auch einstellen, weil die Eltern Wer seine Kinder liebt, der wird sich ja wohl mal die drei Minuten ransetzen und das einstellen. Ja, das ist aber irgendwie unrealistisch. Das stimmt natürlich, und zwar ist es vor allem deswegen unrealistisch, weil Viele Eltern, ich will nicht sagen alle und ich will auch nicht sagen die meisten, aber viele Eltern, das Feingefühl gar nicht dafür haben, was es bedeuten kann, wenn das Kind sich bei Instagram einloggt. Ich glaube, das wird sich natürlich ändern, in dem Moment, wo die Generationen, die mit Social Media aufgewachsen sind, alle Kinder im Teenager-Alter haben. Aber derzeit habe ich das Gefühl, dass viele Kinder im Teenager-Alter deutlich mehr über soziale Medien wissen als ihre Eltern. Und das ist ein Problem, weil sie denen dann Dinge erzählen könnten, die nicht stimmen. Ich will niemandem was unter nichts unterstellen, aber dieses Risiko besteht. Ja, genau, dann werden sie sagen, irgendwie, ja, aber ich kann sonst nicht mit Jacqueline schreiben, wenn du mir das und das hier wegschaltest oder so. Ich finde die andere Stufe hier viel schlimmer. Also es gibt nicht nur diese Einschränkungen, sondern es gibt auch sogenannte Schutzmechanismen. Dazu gehört ein, einmal, dass man die Themen sehen kann, die sich der Teenager anschaut, aber nur die Themen als Interessen zu Gruppe sozusagen, so wie wir das auch jetzt schon von den Werbeinteressen aus der Instagram-App kennen, wahrscheinlich, dass man das Zeitlimit festlegen kann oder auch Zeitraume sperren kann, dass man sagen kann, mein Kind soll nicht zwischen zwei und fünf über Instagram sein, das kann man festlegen. Und das finde ich eigentlich am problematischsten, Einblicke erhalten, mit wem ihre Teenager chatten. Während Eltern die Nachrichten ihrer Teenager nicht lesen können, können sie jetzt sehen, mit wem ihr Teenager in den letzten sieben Tagen gechattet hat. Ja, und glaub dir, das geht natürlich null. Das geht 0,0. Und wenn es Instagram ernst meinen würde und sich wirklich Sorgen machen würden, dann könnten sie auch sagen, wir lassen die, ja wie wäre es denn, wenn man sagen würde, wir lassen die Kids bis 16 werbefrei, die Accounts. Und wir ballern da keine Werbung rein. Das wäre doch Verantwortung. Also, wenn sie so tun, als ob sie wirklich Teenager schützen wollen, dann schützt sie doch vor dieser Werbung. Man muss nicht zwölfjährige da mit Werbe. . Ich meine, die bauen ja schon von den zwölfjährigen Mädchen, bauen sie da irgendwelche Werbeprofile. Klar. Ja, dem kann ich nichts hinzufügen. Ich finde halt dieses, wir brechen das Briefgeheimnis im Grunde genommen. Ja, und das ist natürlich, genau, ja. Das ist so wie Stifterwarentest irgendwie Also da führt ein so ein grober Verstoß führt schon zur Abwertung. Also alleine das Ding bringt das ganze Ding schon zum Umkippen. Ja, finde ich halt auch. Also in dem Moment kannst du auch sagen, du lässt mir einfach jeden Amtes Telefon zeigen. Also was ist denn das denn? Was ist das denn für eine. . Ja, das ich also nicht ganz so super Skeptisch wie du, weil ich sagen möchte, erstmal ist alles, was eine Plattform an Möglichkeiten bietet, um junge Menschen zu schützen, erstmal richtig Und dazu gehören eben auch so Maßnahmen wie zu sagen, okay, wir haben ja so Zeitregulierungsmethoden, wir können irgendwelche Inhalte ausfiltern Wir sagen, die Kinder haben nur noch private Konten und die dürfen nicht von irgendwelchen Leuten einfach angeschrieben werden, denen sie nicht zurückfolgen. Und wir bieten so eine kleine Abschirmungsfunktion. Finde ich erstmal alles richtig. Was du sagst, stimmt aber natürlich auch. Denn dafür müssen die Teenager-Accounts als Teenager-Accounts gekennzeichnet werden. Und damit das passiert, müssen die Eltern erstmal vorantreiben, dass sich das Kind nicht einfach so bei Instagram registrieren kann. Ja, und das ist die Frage, ob das wirklich sozialkompatibel ist und ob das realistisch ist. Und ich, der ja von seinem Gegenüber immer das Schlechteste vermutet äh vermute, da also auch ähm eher was Schlechtes. Also ich ja, ich glaube, das ist einfach nur Ja, das ist so eine Nebelkerze, die sie da werfen und dann freuen sie sich darüber, dass man denn im Einzelnen über dies oder jenes denn redet. Aber im Endeffekt wird das alles gar nicht gar nicht relevant sein. Aber naja, ich lasse mich natürlich gerne überraschen So, ich auch. Und wo wir uns auch überraschen lassen können, ich habe noch zwei kleine Meldungen. Ich habe eine gute und eine schlechte Nachricht. Würdest du erst die gute oder erst die schlechte? Er ist die gute. Okay, die gute ist, Radu Onochescu Onescu, über den haben wir schon öfter gesprochen. Das ist ein Reverse-Engineer, der immer wieder in den Apps und deren Quellcodes danach sucht. ob er Hinweise findet, die auf irgendwelche neuen Funktionen schließen lassen. Also eigentlich ist der einer unserer stärksten Mitarbeiter. Der hat herausgefunden, dass Threads offenbar bald, also er spricht von Soon, die Europäische Union zum Crossposten mit Mastodon bei Threats eben freischalten wird. Ja, das wäre doch mal eine gute Nachricht, ne? Diese ganze Cross-Kompatibilität ist doch ein schönes Thema. Das wollen wir doch eigentlich. Ja, so ist es. Und die schlechte Nachricht ist aber, dass Mozilla die Entscheidung getroffen hat, das Experiment Mozilla. social, also die eigene Mastodon-Instanz, zum 17. Dezember 2024 abzuschalten. Warum genau wissen wir nicht, vermutlich zur geringe Nachfrage, I don't know. So genau wissen wir jetzt nicht, aber Sie empfehlen jetzt allen NutzerInnen, die auf der Mozilla Social Instanz liegen. alle Inhalte herunterzuladen und ihr Konto auf eine andere Instanz zu migrieren. Ja, sowas finde ich immer, oh, das ist echt messlich, sowas. Ich bin da in der Argumentation, genau wie beim Bundesministerium für Bildung. Die Frage ist, wie viel Brot frisst so eine Mastermann-Instanz? Wie viel Aufwand ist das, wie es zu betreiben, wie viele Menschen arbeiten dort und wie viel Geld verbrennt Mozilla damit, für die Gegenleistung, die sie dafür ja bekommen, eine absolute Repationssteigerung in der beispielsweise EntwicklerInnen-Bubble, Open Source Bubble, also in einer Bubble, die für Mozilla auch wahnsinnig interessant ist als Browser, der genau aus so einer Mentalität eben heraus oder als Browser Company, die eben aus so einer Tradition herausgewachsen ist. Und da frage ich mich, ob man sich damit wirklich einen Gefallen tut. Ob man das sozusagen ausprobiert und dann wieder sein lässt und ob das nicht effektiver gewesen wäre, es gar nicht erst zu machen, wenn man eh das vorgehabt hätte. Genau, richtig. Oder man sagt sich halt von Anfang an, das ist jetzt eine politische Entscheidung. Wir wollen da, wir als Mozilla-Leute haben eine gewisse Sympathie für so freie Sachen. Wir wollen die unterstützen und wir machen das wegen des Signals, wegen der Symbolwirkung. Und dann schleppen wir das eben zehn oder zwanzig Jahre durch, ist doch egal. Genau, dieses und dieses ist doch egal, dieser Reflex fehlt offenbar leider hier. Was mir nicht egal ist, ist leider, dass wir damit am Ende unserer Themen für heute sind, Lorenz. Ach, wie traurig. Ach, wie schade. Ja. Es ging schnell Aber es war schön, kurz und intensiv. Vielen Dank, dass du heute da warst, lieber Lorenz. Ich hoffe, du kommst bald wieder. Ja, ich freue mich. Heute Premiere übrigens mit Video. Für alle, die bei YouTube schauen, sehen heute Lorenz das erste Mal. Ohne Maske. Stimmt. Vielen Dank, dass du da warst. Leute, kauft alle das neue Buch von Lorenz Meyer. Kommt alle in den Haken dran unter wwwhakendran. org Und in den Discord, wollte ich sagen. Ich kann auch nicht mehr sprechen. Es ist spät. Es ist schon spät. Es ist spät. Habt einen ganz wundervollen Mittwoch. Wir hören uns hier wieder am Freitag. Dann mit Gregor Schmalzried. unserem KI-Papst. Oh ja. Ich freue mich drauf und ich freue mich auf unser nächstes Mal, Lorenz. Bis bald. Danke dir. Bis bald.