Befreit unsere Feeds, fordert eine neue Initiative – und wir fragen uns: Wie konnten es überhaupt soweit kommen lassen, wir hätten doch schon längst alles haben können.
➡️ Jannis bei SPIEGEL Shortcuts: https://www.spiegel.de/netzwelt/instagram-facebook-und-threads-wie-mark-zuckerberg-seine-plattformen-umbaut-a-f7be38a2-d819-41f9-8aff-0a394339be19
➡️ Jannis darüber, wieso wir vielleicht gar kein neues Twitter brauchen: https://netzfeuilleton.de/wir-brauchen-keinen-twitter-ersatz/
Transkript
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00:01 Intro
Haken dran, das Social Media Update der CT.
00:06 Gavin Karlmeier
Grüß dich, Gevin! Hallo, Johannes! Nice try. Bei mir ist heute gerne Schakari ein Audio-CvD beim Spiegel. Internet Historiker, schlauer Mann, guter Mann und der hat es ein bisschen wärmer als ich, weil ich sitze hier in einem nicht beheizten Raum mit einem leichten Schnupfen. Wie sich das gehört in diesen Tagen? Wie geht's dir, Janis?
00:30 Jannis Schakarian
Mir ist zumindest warm, ich habe aber auch mehr Schichten an, glaube ich.
00:35 Gavin Karlmeier
Zwiebel Jannis. Kann ich mich kaum beschweren. Der Zwiebeljannis. Ja, ich habe ein bisschen Housekeeping. Und zwar zwei Sachen. Das eine ist, ich habe in der letzten Folge behauptet, dass der Rolling Stone zum Springer Verlag gehört Das ist so auch nicht ganz falsch, aber auch nicht hundertprozentig richtig, weil seit 2023, seit dem Juni 2023. liegen 80 Prozent bei der früheren Geschäftsführerin des Axel Springer Media Haus, Petra Kalb Das war ein sogenanntes Management-Byout. 20% liegen immer noch bei Axel Springer, aber die Mediahaus Berlin, die liegt eben jetzt nicht mehr im Springer Verlag und damit ist der Rolling Stone kein hundertprozentiges Springermedium mehr.
01:19 Jannis Schakarian
Stimmt, da war so ganz dunkel in meinem Hinterkopf was, dieser Management-Byout. Das ist doch ganz gut, funktioniert manchmal auch ganz gut. wenn Menschen mit Leidenschaft dann so ein Special Interest Magazin übernehmen.
01:32 Gavin Karlmeier
Ja, ich finde das auch irgendwie schön. Ich frage mich natürlich, wie das wirtschaftlich möglich ist. Aber ich kenne mich da auch zu wenig aus. Aber vielleicht mache ich das irgendwann auch mal. Wenn ich irgendwo in einem Management bin, dann kaufe ich einfach den Bums.
01:46 Jannis Schakarian
Ich stelle mir das immer vor, wie bei Mad Men, wenn sie dann über Nacht die Sachen raustragen und nebendran ihre eigene Firma wieder aufmachen.
01:56 Gavin Karlmeier
Vielleicht klappt das so für Social Media Teams auch, dass man sagt: Okay, es reicht, wir kaufen das jetzt alles hier und machen das einfach selber. Jetzt sind wir nur noch eine Content-Schmiede und stellen nicht mehr Baumaschinen her. Und dann habe ich eine Nachricht bekommen von Jonathan und dachte, wir steigen heute mal mit einer Nachricht ein. Also wenn ihr Fragen oder Gedanken an uns habt, schickt sie uns gerne zum Beispiel im Hakentan-Discord bei hakentan. org oder über soziale Kanäle, wie Jonathan das via Blue Sky gemacht hat, der hat mir eine DM geschickt. Und hat mir geschrieben, eine kleine Anregung noch, mich würde das mega interessieren, was ist denn mit dem Metaverse? Nicht das, nur das Konzept. Als Nachfolger von Social Media fände ich spannend, wenn ihr das mal einordnen würdet. Und ich dachte, ich bringe das mal so als lockerer Einstieg mit, bevor wir gleich wieder in diese düsteren Themen gehen. Wie sehen wir das, was. So eine AR-Welt als Nachfolge oder VR-Welt oder was auch immer als Nachfolge für die klassischen sozialen Medien angeht.
02:55 Jannis Schakarian
Ich glaube, da das Metaverse von Mark Zuckerberg, weswegen er sich auch in Meta umbenannt hat, zählt, glaube ich, zu einem der teuersten Fails in der Unternehmensgeschichte. Zumindest wie viel Geld er da reingesteckt hat, das zu bewerben und irgendwie try to make it happen. Und Dieses Metaverse würde ich sagen, ist halt im Moment abgelöst von dem KI-Hype. Alle dachten, okay, Metaverse könnte der next big thing sein, könnte der Nachfolger für Social Media werden. Also jetzt rein wirtschaftlich als Wachstumtreiber und jetzt merkt man, nein, das nächste Ding ist KI. So überall muss KI rein, da gehen jetzt die ganzen Ressourcen hin. Zu dem Konzept Metaverse finde ich aber eine Sache ganz spannend. Ich habe es selber noch nicht ausprobiert, aber die Menschen, die so eine Apple Vision oder auch so eine Quest 3 haben und darin Meetings machen. Die haben gesagt, das ist the closest thing zu, wir waren wirklich in einem Raum zusammen. Also wenn sie da irgendwie Meetings zusammen machen, sagen sie danach Moment mal, hatten wir das eigentlich in Person und dann fällt ihn ein, nee, das war in so einer Brille und wir saßen eigentlich an so einem Strand. Also da steckt immer noch so ein bisschen Potenzial drin, aber dafür ist, glaube ich, zu teuer. Das wäre jetzt so mein Take in drei Sätzen.
04:18 Gavin Karlmeier
Ist spannend, ja. Also das Letztere glaube ich total, dass man in dem Moment so ein bisschen den Bezug zur echten Realität verliert, weil man gar nicht mehr so genau weiß, haben wir uns jetzt gesehen oder nicht. Kann ich mir total vorstellen. Also die letzte Brille, die ich auf hatte, das war 2018 und ein totales Einstiegsmodell. Das heißt, ich habe diese Erfahrung nie selber gemacht. Habe aber den Eindruck, dass das damals schon der Fall war, dass wenn ich da geangelt habe oder Achterbahn gefahren bin, dass ich danach das Gefühl hatte, das hat sich schon so angefühlt, als wäre ich an diesem Ort. Das kann ich mir schon vorstellen. Würde aber Diesen Metaverse-Begriff mal ein bisschen weiterfassen. Also wenn man sich so überlegt, wie zum Beispiel so Spiele wie Fortnite oder Roblox aufgebaut sind, dass du da drin einen Avatar hast und mit dem verschiedene Spiele machen kannst und mit Leuten auch. . über Voice Chat sprechen kannst. Im Grunde ist das ein ähnliches Konzept, nur eben nicht mit Brille, sondern du bist halt in einem Second Life. So wie Second Life übrigens Früher auch schon mal war. Ich weiß nicht, woran das liegt ja, dass wenn wir aufeinandertreffen, immer so nuller Jahre Internetreferenzen rauskramen. Aber Second Life war genau das oder die Studie VZ 3D-Welt, der sich daran noch erinnert. Und das ist natürlich eine Alternative zu sozialen Medien, dass du quasi nicht mehr, ich bin's auch wie früher, du kommst nicht mehr nach Hause von der Schule und logst dich bei ICQ an, sondern du logst dich in deinem Avatar ein Und bist dann da und darüber kommunizierst du mit anderen. Das Ding ist nur, das ist halt kein Konzept, das Social Media aufhebt, sondern ja nur evolutioniert. Also all die Probleme von Regulation, von Content-Moderation, von Umgang mit Desinformation, mit Hassrede, die gelten da ganz genauso, wie das in sozialen Medien eben auch der Fall ist. Das heißt, das löst eigentlich keins der bestehenden Probleme, sondern verlagert sie eigentlich nur auf einem anderen Spielplatz, ne?
06:03 Jannis Schakarian
Ja, und sie werden natürlich teilweise noch komplett Komplexer. Also du kannst dann, wobei Mark Zuckerberg bereitet sich ja darauf vor, es geht ihm nicht mehr nur um Hateful Hate Speech, sondern wie heißt es Hateful. Hateful betragen. Mir fehlt gerade das englische Wort. Behaviour? Ja, es ist irgendwas mit C, egal. Also in der 3D-Welt kann ich ja plötzlich auch Teabagging betreiben oder so. Also wie wir es aus Online-Spielen gehen. Ich kann dich plötzlich Auch dreidimensional belästigen. Das kommt natürlich noch hinzu. Ich lese witzigerweise gerade das Buch Snow Crash von Neil Stevenson. In dem ja das Metaverse erfunden wurde und auch dieser Begriff geprägt wurde, ähm, von 1992, das heißt, er hat relativ viel vorhergesehen. Wobei ich sagen muss, im Nachhinein finde ich das Metaverse eigentlich fast die unspannendste Idee in diesem Buch, weil es sich irgendwie so langweilig anfühlt, es ist viel spannender, weil es darum geht, ob es nicht ähm sozusagen Computerviren auf Sprachebene geben kann, die dein Gehirn crashen. Lassen. So, das ist eigentlich das Thema des Buches und das Metaverse ist nur so ein Nebenschauplatz und es gibt ganz viele interessante Gedanken zur Religion und so. Aber die Tech Bros haben nur wieder das Langweiligste aus diesen Büchern rausgezogen, wie so oft.
07:33 Gavin Karlmeier
Okay, ich glaube, die Frage haben wir damit so, wir haben uns damit mal so ein bisschen auseinandergesetzt.
07:38 Jannis Schakarian
Vielen Dank an Jonathan für diese Anregung, um mal noch mal über was anderes zu reden als nur die schlimmen Dinge.
07:45 Gavin Karlmeier
Zum Beispiel darüber, dass Ed Markey, das ist ein Senator aus Dem Bundesstaat mit der Abkürzung MA, was ist das denn? Massachusetts.
07:53 Jannis Schakarian
Massachusetts würde ich spontan sagen, ja.
07:55 Gavin Karlmeier
Scheiße, das habe ich nicht gefact-checkt und jetzt. US-Staat MA, Massachusetts, ja. Dass der mit einem Vorstoß in den Senat gekommen ist, nämlich einem Gesetz mit dem Namen Extend the TikTok Deadline Act. Der Vorschlag ist, TikTok bekommt eine Fristverlängerung von 270 Tagen, um die Möglichkeit zu geben, einen Deal zu machen und das Unternehmen zu verkaufen. Also es geht hier um das TikTok-Verbot, das ja ab Sonntag in Kraft treten soll, bei dem der Supreme Court sich jetzt auch noch nicht final entschieden hat, ob der kassiert wird oder nicht. Es gibt so erste Hinweise darauf, dass das Supreme Court dieses Gesetz nicht einkassieren könnte. Aber dass ausgerechnet die Demokraten jetzt Trump helfen, TikTok noch ein bisschen im Amt zu halten sozusagen und möglicherweise sogar auch zu einem amerikanischen Unternehmen werden zu lassen, das ist natürlich schon bemerkenswert, finde ich.
08:47 Jannis Schakarian
Ja, total. Also ich bin immer noch gespannt, was da, ähm, was da passiert. Sprechen wir wahrscheinlich gleich auch noch drüber. Mit diesem Looming TikTok-Ban. Und man denkt die ganze Zeit Ja, also passiert es jetzt oder passiert es nicht? Diese Verlängerung würde es wahrscheinlich nur aufschieben, beziehungsweise es würde es natürlich hinter die Inauguration schieben. Und dann könnte Trump darüber vielleicht nochmal anders entscheiden. So wäre es ja kurz bevor er offiziell Präsident wird. Und dann wäre er Präsident. Ich weiß nicht, ob es wirklich on top of his agenda ist. Vielleicht schon. Ja. Mal sehen. Ja, ich traue mich hier irgendwie noch gar. Ich finde das so schwammig, ich traue mich da gar nicht irgendwie zu sagen, ja, so oder so könnte es ausgehen, weil Es sind so viele Bälle gefüllt in der Luft, dass man denkt, ja, welchen werfen sie jetzt am Ende?
09:43 Gavin Karlmeier
Ja, einer dieser Bälle gehört ausgerechnet Elon Musk, der so wird es ge, wie sagt man, ähm gehandelt gerade, möglicherweise der Wunschkäufer von TikTok der chinesischen Regierung sein könnte. Also die chinesische Regierung erwägt TikTok an, Elon Musk zu verkaufen, das hat Bloomberg berichtet. Und das würde bedeuten, dass TikTok schlucken würde, zumindest in den USA. Das ist natürlich ein Knaller. Der TikTok-Sprecher hat gesagt, wir werden keine Fiktion kommentieren. Also man sagt, ist Quatsch. Aber irgendwoher wird diese Information ja kommen und wenn es nur dem Zweck dient, hier irgendwie sich in eine Verhandlungsposition zu bringen. oder um sich irgendwie an Donald Trump ranzuwanzen, was mit Sicherheit eine der Überlegungen hinter dieser Entscheidung ist.
10:32 Jannis Schakarian
Also für Elon Musk wäre es natürlich ein Traum, das zu kaufen, glaube ich. Es würde ihn so sofort unangreifbar auch in dieser Social Media Sphäre machen. Wir hätten alle noch weniger Orte zum Ausweichen. Also im Moment ist ja so, Instagram ist kacke, dann gehen wir doch zu TikTok vielleicht, wie sinnvoll das ist. Wobei man auch nochmal gucken muss, geht es dann nur um das US-Geschäft. Wahrscheinlich wäre Europa TikTok davon nicht betroffen. Und ich glaube, für die Chinesen wäre natürlich. ähm, Elon Musk auch ein dankbarer Käufer, weil sie auf den zumindest über seine Tesla-Fabriken etc. und Tesla Abverkäufe in China zumindest noch einen anderen Zugriff oder andere Druckmittel hatten. Da gab es ja auch in der Vergangenheit schon Berichte, dass es da Gespräche gab, sag ich mal. Das hätte man zum Beispiel mit einem Mark Zuckerberg nicht, dessen Apps sind in China gar nicht, der hat da kein Geschäft zu verlieren. Und Elon Musk mit seinen vielen Ver Verflechtungen, hätte da zumindest irgendwie noch was in der Hand, wo man sagen kann, Mensch, du willst doch hier auch weiter Teslas verkaufen, oder?
11:43 Gavin Karlmeier
Stimmt natürlich. Alles richtige Einschätzung, richtige Beobachtung. Ich weiß, frage mich allerdings nicht, ob das nicht auch ein bisschen kurz gedacht ist. weil wir reden ja jetzt hier nicht über einen Verkauf, der nur für die Amtszeit von Donald Trump gilt. Wir wissen nicht, wie die USA in vier Jahren aussehen, aber das könnte Natürlich auch bedeuten, dass das dass der politische Einfluss in vier Jahren dann deutlich kleiner ist, als man ihm sich jetzt gerade verspricht. Aber für Musk und Trump wäre das natürlich wirklich ein Traum, aus, glaube ich, zwei Gründen. Erstens ist das eine Plattform, bei der du deutlich stärker mit. . Kleinen Einstellungen im Algorithmus ziemlich viel Impact auf die öffentliche Meinung, auf die öffentliche Wahrnehmung hast. Ist ja einer der Vorwürfe, die wir hierzulande an TikTok auch machen. Und auf der anderen Seite glaube ich, dass deutlich weniger Leute TikTok lautstark den Rücken kehren werden oder würden, als sie das bei Ex getan haben, einfach weil TikTok in der Art und Weise, wie es wirkt. nicht, also zumindest in der Wirkung würde ich behaupten, nicht so diskursprägend wirkt, wie Twitter das seinerzeit getan hat.
12:48 Jannis Schakarian
Obwohl es das ist. Also wir sehen es spätestens, wenn Leute drei Stunden für Dubai-Schokolade anstehen. und das allein aus TikTok rauskommt. Aber natürlich fühlt sich TikTok irgendwie so an wie ich steuere den Algorithmus, ne? Ich hab jetzt zu lange mir das eine Video angeguckt, deswegen sehe ich immer noch mehr davon, okay, ich muss selber aktiv dagegen steuern, weil
13:09 Speaker 4
weil ich will aus dieser Bubble wieder raus.
13:12 Jannis Schakarian
Und TikTok ist so schwierig, da reinzugucken. Das ist, glaube ich, das, was du meinst, mit diskursprägend. Ich sehe gar nicht, was wird auf TikTok denn so viel diskutiert, sondern irgendwann merke ich dann, huch, hier stehen ganz viele. viele Leute für Pistazien in Schokolade an und merkt dann, okay, das geht auf den TikTok-Trend zurück. Es ist viel schwerer durchschaubar. Aber natürlich würde TikTok am liebsten weiterhin gar nicht verkaufen. Deswegen sagen sie ja auch, das ist Fiktion, darüber reden wir noch gar nicht, weil sie immer noch, und das sind diese vielen Bälle in der Luft, immer noch darauf setzen Vielleicht können wir es irgendwie noch abwenden müssen, irgendwie nicht verkaufen oder finden irgendwie einen anderen Deal. Ich glaube, das wäre für sie jetzt auch, also Vielleicht einer der präferierten Käufer, aber viel lieber würden sie noch einfach nicht verkaufen.
14:00 Gavin Karlmeier
Klar, hundertprozentig ist das so. Was ich damit aber auch meine, was auch was du sagst, stimmt. Was ich damit aber auch meine, ist, dass man das Gefühl hat, dass Twitter so eine Plattform war, auf der die Diskussion zu Hause gewesen ist. Also auf der alles streit. war. Das galt ja sogar für die Unternehmenskultur selbst. Also selbst die Leute, die bei Twitter gearbeitet haben, waren es gewohnt, sich auch über Entscheidungen des Unternehmens lautstark zu streiten, zu sagen, ich sehe das anders. Und das war ja etwas, was in der Unternehmenskultur von Twitter seinerzeit. Als das Positives gesehen wurde. Twitter war eines dieser Tech-Unternehmen, der wenigen Tech-Unternehmen, bei denen die Leute nicht zwei Jahre arbeiten, um dann zu Google oder zu Meta oder zu Amazon zu gehen, sondern da gibt es Menschen, die arbeiten seit sieben, acht, neun, zehn Jahren. Oder haben dort 7, 8, 19 Jahre bei Twitter gearbeitet. Einfach weil man eben das Gefühl hatte, hier kann man sich noch streiten. Wir gehen in der Sache Gehen wir hart miteinander um, aber trotzdem pflegen wir einen guten Umgang miteinander. Und das ist, glaube ich, bei TikTok eben nicht so. Und das gilt eben auch für das Publikum. kommen. Bei TikTok hast du gar nicht das Gefühl, dass wir jetzt hier auf einer Plattform sind, auf der wir uns auch mal streiten sollen. Auch wenn das die ganze Zeit passiert und auch wenn unsere öffentliche Meinung dadurch massiv verändert wird, dass es so Dinge gibt, die einfach. Das siehst du ja an so Memes. Also wenn du jemandem sagst, schau mir mal, was wird, und du kriegst als Antwort, was wird, zurück, dann liegt es daran, dass auch diese Person, dieses wahrscheinlich zweistellige Millionen Aufrufzahl habende Video gesehen haben. Und daran siehst du, was TikTok tatsächlich für einen Impact auf unser Leben, auf unseren öffentlichen Raum hat.
15:32 Jannis Schakarian
Ja, ich glaube auch, dass wir den immer noch unterschätzen, welchen Einfluss das noch hat, eben weil es da erst so spät nur durch sowas quasi an die an die oberfläche kommt.
15:45 Gavin Karlmeier
Ja, das glaube ich auch. Ja, schauen wir mal, was wird. Was wird Ja so, vielen Dank. Und bleiben kurz bei Elon Musk, denn über den wird gerade ziemlich viel diskutiert, und zwar wegen seiner vermeintlichen Tätigkeit als Gamer. Und zwar gibt es ein Video. Von Quinn oder Quinn Rex, der hat sich so ein bisschen genauer angeschaut, was eigentlich abgeht mit Elon Musk und das hat Christopher Lauer. auf X in einem Thread mal zusammengefasst. Ich würde da ein bisschen raus zitieren. Ich kann euch den Thread empfehlen, auch, also ruft nicht X auf dafür, aber. Ihr findet bestimmt auch.
16:20 Jannis Schakarian
Es gibt auch einen TikTok dazu von Robin Blase. Fasst es auch zusammen. Ist auch schon im Discord.
16:27 Gavin Karlmeier
Discord findet ihr auf Hagmann. org, da findet ihr all diese Infos. Also Christopher Lauer hat sich damit so ein bisschen auseinandergesetzt. Und zwar geht es darum, dass Elon Musk ja ein Spiel spielt, das heißt Path of Exile 2. Das ist ein Spiel, das ist so ein bisschen wie Diablo, das Elon Musk ja auch vermeintlicherweise gespielt hat. Es ist so ein Hack-and-Slay-RPG-Spiel, also so ein Spiel, du rennst durch die Gegend und klopft auf Skelette und am Ende kriegst du Erfahrungspunkte und dann kannst du leveln. So, und Elon Musk hat eben dort ein Level von 97. Das ist extrem hoch. Und Elon Musk hatte auch in einem öffentlichen Ranking den Platz zwölf. Das öffentliche Ranking heißt. Path of Exile Hardcore Trade League. Da bin ich jetzt nicht so genau drin. Aber Hardcore bedeutet, dass du einen Charakter hast. Ich weiß nicht, ob du solche Spiele mal gespielt hast, aber wenn du im Hardcore-Modus bist, dann heißt es. Wenn du stirbst, stirbst du. So, das ist das Problem. Also deswegen musst du extrem vorsichtig spielen.
17:24 Jannis Schakarian
Du bist doch deinen Charakter dann quasi wieder los, den du dir mühsam aufgebaut hast, du hast halt plötzlich Stakes sozusagen.
17:29 Gavin Karlmeier
Genau, du kannst nicht einfach wieder neu spawnen. wie wir Gamer sagen. Und lach nicht so. Nee, ich bin an Bord. Also es gibt Streams, in denen das Gameplay von Elon Musk gezeigt wurde, und dieser YouTuber hat zum Beispiel entdeckt, dass in einer Truhe. Da, wo man die Gegenstände in dem Spiel sammelt, dass da eine Untertruhe war, die Elon's Stuff hieß. Was darauf schließen lässt. dass es wohl mehrere Leute gibt, die mit diesem Account spielen oder diesem Charakter spielen, um den schnell nach oben zu leveln und dass wenn Elon aber selber spielt, dass er dann seine Sachen benutzen möchte. So, dieser YouTuber Quinrex hat aber auch gesagt, die Dinge, die Elon Musk in seinem Inventar selber hatte, sind meistens gar nichts wert. Er hat sehr seltene Gegenstände, die gefallen gelassen wurden von Monstern. Hat er liegen lassen. Also Alles, was Elon Musk in diesem Spiel macht, lässt Rückschlüsse darauf zu, dass er eigentlich keine Ahnung hat, was er da tut und dass er vermutlich niemals Level 97 hätte erreichen können mit dieser Art wie er spielt. So, und das Spannendste ist aber eigentlich, dass der Charakter von Elon Musk auch gespielt hat, während Elon Musk gleichzeitig im X-Space mit Alice Weidel war. So, da gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder hat Elon Musk gezockt, während er sich mit Alice Weidel unterhalten hat, Oder aber jemand anders hat diesen Charakter gespielt. Und das ist das, was Christopher Lauer hier als Fazit zieht und das finde ich nämlich so interessant. Er sagt. Musks Gamer Credibility ist damit vollkommen zerstört. Wenn Hardcore Gamer 1 extrem peinlich finden, dann Leute, die sich mit fremden Lorbeernd schmücken und behaupten, etwas zu sein. was sie nicht sind. Das bestätigt mich in meiner ganzen Annahme, dass Musk phony stark ist. Man fragt sich, wenn Musk schon bei so etwas Trivialem wie einem Computerspiel blendet, wie viel Glaubwürdigkeit bleibt ihn dann in wirklich entscheidenden Bereichen seines Lebens?
19:12 Jannis Schakarian
Ich bin so froh, dass sich Menschen das mal genauer angeguckt haben und quasi gesehen haben, Moment, jemand, der das Spiel auf dem Level kann, würde so nie spielen. spielen. Dieses Alice Weidel-Indiz finde ich gar nicht so stark, weil Sam Bankman-Fried, dieser Gründer von der, von der Krypto-Plattform, der war auch bekannt dafür, dass er immer in so wichtigen Investoren-Meetings immer nebenher noch gezockt hat. Also das kann bei TechBrow so sein. Aber Musk wird hier, glaube ich, über die anderen Arten überführt. Und es gibt uns auch endlich Antworten darauf, wo wir uns gefragt haben, Moment, wie kann jemand was drei Unternehmen leiten und nebenher noch die ganze Zeit Diablo zocken und irgendwie auf Level 40 sein? Das war ja schon das auf Platz 40, das war ja schon das erste Game. Und parallel auch noch bei Path of Exile 2, was auch erst seit kurzem, meine ich, draußen ist, im Hardcore-Modus so weit oben sein. Er hat sich vermutlich einfach die Charaktere gekauft, da wissen wir Profi Gamer auch, das geht schon lange, das geht schon seit World of Warcraft. Um damit irgendwie cool zu wirken. Also wir können uns entspannen. Er ist kein Superhuman, der nicht schläft, sondern er hat sich das einfach peinlich zusammengekauft. Ja.
20:30 Gavin Karlmeier
Ja, dieser Betrug schreibt Christopher Lauer, ist das Gamer-Äquivalent für eine abgeschriebene Dissertation. Ich finde das auch krass, weil das ja auch, wie Christopher Lauer schreibt. Ja, wirklich eigentlich so eine Petitesse ist. Also das ist halt etwas, das er macht, so aus reinen Stolzgründen, was ihn aber so in so einem wahnsinnig kleinen, mickrigen Licht erscheinen lässt. Das ist jetzt nicht das erste Mal, dass Elon Musk irgendetwas tut, das bei genauerem Hinsehen wahnsinnig mickrig ist Aber das ist so unnötig. Es gibt gar keine Notwendigkeit dafür, außer den eigentlichen eigenen Drang unbedingt in irgendetwas als der Beste wahrgenommen zu werden und nicht der Beste zu sein. Und dieser. Dieser Spagat oder dieser, wie sagt man, dieser Konflikt zwischen was ich bin und was ich möchte, wie Leute mich wahrnehmen, das ist für so eine mächtige Figur wie Elon Musk natürlich ein fatales Psychogramm, weil das am Ende bedeutet Wir können ihm eigentlich in nichts trauen, denn es geht ihm nur darum, wie er von außen wahrgenommen wird. Selbst wenn es nur um Path of Exile II geht
21:32 Jannis Schakarian
Ja, wenn ich jetzt eine positivere Küchenpsychologie da anlegen würde aus der weiten Ferne, wäre das so, der Typ hat halt alles erreicht. Er ist der reichste Mann der Welt. Er hat irgendwie ein eigenes Raumschiff, eine eigene Rakete. So, was soll der noch erreichen? So, was hast du noch für Ziele?
21:54 Gavin Karlmeier
Ja, aber wenn das so wäre, dann würdest du es doch selber spielen wollen. Dann möchtest du doch der Beste sein.
21:59 Jannis Schakarian
Ja, genau, aber das Problem ist, du musst ja nebenher noch weiter dein Unternehmen führen und dann sagst du, nee, ich will alles nur auf dem Top-Niveau machen, also gib mir mal den krassesten Charakter und dann spiele ich auf dem Niveau mit, weil alles andere ist nicht und dann will ich darin auch noch der Beste werden. Aber Elon Musk halt immer noch menschlich. Mir wäre aber lieber, er würde sich darauf konzentrieren, irgendwie in Path of Exile alle Level zu erobern, als irgendwie weiter Demokratien zu erobern und andere Länder zu beeinflussen.
22:30 Gavin Karlmeier
Gott, das ist alles so schlimm. Ja, ich weiß nicht. Aber was ich mich gefragt habe, wenn er doch so einen Hardcore-Charakter spielt und sich live streamt, während er spielt. Stell dir mal vor, der stirbt einfach während des Livestreams. Also nicht Elon Musk, sondern der Charakter. Das wäre natürlich fatal, weil in dem Moment wird das alles zusammenbrechen. Warum geht Elon Musk so ein Risiko ein in diesen Spielen?
22:51 Jannis Schakarian
Also, keine Ahnung, was kostet so ein Path of Exile-Charakter? Er kann sich einfach einen neuen kaufen. Hier Ebay klein anzeigen und dann halt Platz 15 kaufen und sagen, ja, aber level mir den wieder auf 12 hoch. Das ist doch, also, keine Ahnung, das ist doch wie eine Packung Tempos. Wenn du 400 Milliarden Dollar hast, dann hat nichts irgendwelche Stakes. Da ist kein Risiko.
23:16 Gavin Karlmeier
Ja, das stimmt.
23:18 Jannis Schakarian
Also außer dieser Image-Schaden von wegen, der ist live gestorben, aber dann könnt ihr sagen, okay, der Boss war richtig hart. Was weiß ich.
23:26 Gavin Karlmeier
Um Level 97 zu erreichen, müsste übrigens, müsste man einen Monat lang jede Woche 40 Stunden Path of Exile spielen
23:33 Jannis Schakarian
Ja, also da war uns ja schon klar, irgendwie geht diese Zeitrechnung nicht auf und er muss da andere Leute auch mal rangelassen haben. Ich glaube, das kann man fast als gegeben annehmen.
23:44 Gavin Karlmeier
Ja, ich werde es nicht spielen, also sag ich gleich. Du? Hast du Bock?
23:49 Jannis Schakarian
Nee.
23:50 Gavin Karlmeier
Da ist mir die Konkurrenz zu groß. Dann gibt's noch was anderes und zwar haben wir über Plakate in San Francisco gesprochen, auf denen nur Free Hour Feeds stand Free Hour Feeds mit einem laufenden Countdown, der jetzt am vorgestrigen Montag zu Ende gelaufen oder ausgelaufen ist. Und jetzt wissen wir, was dahinter steckt. Und zwar gibt es eine Gruppe Von Prominenten aus der Technik- und Kulturszene, die eine Initiative startet mit dem Namen Free Hour Feeds. Darunter sind so Namen wie Jimmy Wales, den kennst du, weil dessen Gesicht im Dezember immer auf der Wikipedia oben zu sehen ist, mit Bittespende und Geld. This is the Wikipedia Gründer, but Mark Ruffalo, den kennst du, weil der Schauspieler ist, Hollywood Schauspieler. Cory Doctorow, an author Aber auch Alexander Gese, eine EU-Abgeordnete für die Grünen, also viele, viele AkteurInnen.
24:38 Jannis Schakarian
Ja, ich kenne sogar auch Elai Parisa und Deep D. Dashi, die war, glaube ich, sogar früher mal bei Facebook, wenn mich nicht alles täuscht. Naja, ich will uns jetzt nicht derailen.
24:50 Gavin Karlmeier
Nee, alles gut. Aber auf jeden Fall, diese Leute haben sich zusammengetan, um eben eine Initiative zu starten. mit dem Namen Free Hour Feeds und es geht hier um den Aufbau einer unabhängigen Infrastruktur, über die aus man auf Inhalte auf Blue Sky zugreifen kann. ohne auf die Server des Unternehmens angewiesen zu sein. Also sie wollen das Protokoll, das eben unter Blusgar liegt nutzen. um ein eigenes, völlig dezentrales, offensichtlich Angebot zu bauen, das eben diese Inhalte eben dann auch spiegelt. Also eigentlich sozusagen die Fediversierung von Blue Sky. Haben aber auch angekündigt, dass sie gleichzeitig Anwendungen bauen wollen, die auf dem AT-Protokoll basieren und damit auch alle miteinander verbunden sind. und sich sozusagen irgendwie groß machen wollen. Sagen aber auch, dass sie an ActivityPub glauben, das ist das Protokoll hinter Mastodon. Und dass sie offenbar hier gleichzeitig irgendwie Brücken bauen wollen und alles gemeinsam zusammenbauen. So.
25:54 Jannis Schakarian
Ja, ich glaube, es ist nochmal wichtig zu sagen, weil ich habe das beim ersten Lesen nicht kapiert. Die sind unabhängig von Blue Sky. Also es ist nicht Blue Sky selber, die sagt, wir wollen das machen, sondern es ist ein Team, Drumrum oder so ein Konsortium, was sich jetzt gebildet hat, die irgendwie eine Stiftung aufbauen wollen und die irgendwie mit Blue Sky im Gespräch sind, um auch die Billionaire-Prov zu machen und das irgendwie vorantreiben. Mir ist der Weg, ehrlich gesagt, noch nicht so ganz klar. Also, auf welchem Weg machen Sie das? Entwickeln Sie Blue Sky weiter und dieses Protokoll?
26:35 Gavin Karlmeier
Also das AT-Protokoll, auf dem Bluesguy basiert, ist ja ziemlich kompliziert. Wir haben das hier schon mal so sehr oft schon versucht, so ein bisschen zu sezieren. Aber das Problem ist, dass derzeit noch sehr viele Dinge über diese Blue Sky-Server laufen müssen. Also wenn du dich entscheidest, einen eigenen Server zum Beispiel aufzusetzen, dann müsstest du alle Inhalte auch spiegeln, die bei Blue Sky. Ablaufen. . Das heißt, du brauchst extrem viel Speicherplatz. Wenn es aber jetzt ein Konsortium gibt oder eine Stiftung oder eine Initiative, die, und das ist das erste Ziel dieser Gruppe, die mit vier Millionen US-Dollar startet, also schon einem okayen Budget. für den Anfang, dann kannst du sowas natürlich gewährleisten und kannst sagen, wir bauen jetzt hier auf dieser, wie Sie sagen, unglaublichen Grundlage, dass das Blue Sky-Team für diese Vision schon gelegt habe, einen eigenen Umgang, der aber, wie du sagst, Billionär-Proof ist. Und am Ende auch noch interoperabel zwischen Mastodon und Blue Sky oder zwischen Fediverse und Blue Sky. Also sie wollen Glauben daran, dass es eine dezentrale Lösung gibt, die alle diese Inhalte auf diesen Netzwerken zusammenführt. Also, wenn du mich fragst. Ist das Ergebnis am Ende ein für NutzerInnen als neues soziales Netzwerk wirkendes, idealerweise extrem sleek-designtes, cooles? Kurznachrichten, soziales Netzwerk, das aber die Inhalte aus dem Fediverse und die Inhalte von Bluesky eben gemeinsam abbildet. Und wenn das so funktionieren sollte, würde ich sagen, shut up and take my money.
28:01 Jannis Schakarian
Ja, aber also ich glaube, man kann hier tatsächlich mal cheeren, auch weil das durchaus kluge Menschen sind, auch Ilar Parisa, der den Begriff Filterbubble damals geprägt hat und so. Die haben sich schon sehr viel Gedanken darüber gemacht, wie so ein Social Web aussehen könnte und sollte. Und Also man kann jetzt zwei Wege gehen und sagen, Moment, warum unterstützt ihr nicht ActivityPub und Mastodon und das Fidiverse? Warum jetzt Blue Sky? Es ist vielleicht ganz interessant, hier Blue Sky auch ein bisschen unter Druck zu setzen, dass sie nicht vergessen, dass sie dieses offene Protokoll da haben und schon lange gesagt haben, wir wollen das mal angehen. Und ich verstehe jetzt auch, dass sie vor allem sich diesem AT-Protokoll, also dem Protokoll darunter widmen wollen, um darauf auch andere Anwendungen zu ermöglichen, ähnlich wie das im FidiWorse schon möglich ist, so lese ich es zumindest im Moment, und eben diesen Connect zwischen beiden herzustellen. Und sollte das funktionieren, würde es uns, glaube ich, tatsächlich helfen. zu sagen, okay, wir sind damit ein bisschen Billionaire-Proof und ich glaube, Blue Sky hat gerade seine nächste Finanzierungsrunde und äh Oder demnächst braucht demnächst wieder Geld und wer weiß, wen sie sich da reinholen. Sie haben schon diese Crypto-Browser an Bord und so, dass wegen Wenn dieses Protokoll darunter funktioniert, super. Und ich würde auch für den Moment mal sagen, es ist gar nicht schlecht, dass wir hier zwei Protokolle haben, die ein bisschen miteinander konkurrieren. weil dadurch ja auch Ideen entstehen, die jeweils das andere Protokoll vielleicht wieder entnehmen kann oder da so einen leichten Wettbewerb. gibt. Klar, man kann immer sagen, tut euch doch zusammen und so, aber manchmal funktioniert auch so ein Wettbewerb untereinander ganz gut, um schneller voranzukommen.
29:54 Gavin Karlmeier
Stimmt. Ich will eine Sache da aber noch hinzufügen. Ehrlicherweise bräuchte man das alles nicht, wenn wir uns damals alle gemeinsam auf das Free Diverse geeinigt hätten und nicht zuerst zu Blue Sky gegangen wären. Weil die dezentrale Idee bei Mastodon beispielsweise ja schon heute eigentlich gelebt wird. Also das ist ja Billionaire-Proof. Jetzt sind aber so viele Leute bei Blue Sky, dass man sich überlegt, okay, wir müssen irgendwas machen, damit Blue Sky eben nicht auch geäxt werden kann.
30:19 Jannis Schakarian
Aber ich dachte daran, ist Haken dran schuld mit dem Zahlensender das alles zu Plus. Stand in der Wikipedia.
30:26 Gavin Karlmeier
Ja, das haben wir aber rausgelöscht, rauslöschen lassen. Nein, also man muss ja dazu sagen, ich weiß gar nicht, wie viele Codes wir hier verlesen haben, aber es waren also maximal 500. Alles andere seid ihr selber schuld. Aber weißt du, so ein bisschen ist das natürlich. Also, wir hätten alle von vornherein auf die Leute hören müssen, die gesagt haben, kommt jetzt für die Verse. Wer weiß, was mit Meta passiert. Das kann man, glaube ich, nicht anders sagen.
30:57 Jannis Schakarian
Ja, ich, also alle, die immer noch sagen, ja, aber Mastodon ist doch irgendwie so clunky und bedient sich nicht so toll. Ich benutze Mastodon mit Ivory als Mastodon-Client und das sind die, die damals auch meinen Twitter-Client gemacht haben. Wie hieß der nochmal? Twiterific? Nee, der andere oder Tweetbot? Tweetbot, genau, das sind die Machen von Tweetbot. Und dadurch hat sich für mich Mastodon immer schon angefühlt, wie auch davor Twitter sozusagen. Und der Unterschied ist nur die Aktivität und wie viele Reaktionen gibt es. Der merke ich im Moment, hat jetzt auch Blue Sky irgendwie Mastodon wiederholt. Aber so dieses Sleakiness habe ich eigentlich mit der App. Auch wenn Bluska die schon mit der Standard-App hat.
31:41 Gavin Karlmeier
Ja, also ich glaube einer der Hauptvorwürfe, die man, das ist eigentlich kein Vorwurf, aber eine der Erklärungen, welches Problem als Netzwerk sowas, so eine Idee, so eine dezentrale Idee hat, ist leider gleichzeitig ihre größte, ihr größtes Pro-Argument, nämlich ihr Idealismus. Der Grund, warum so soziale Netzwerke wie TikTok so einen wahnsinnig großen Run erleben aus der Masse der Gesellschaft, ist ja, weil sie eben Naja, sie funktionieren halt für unser Gehirn wie Zucker. Und das tut eben Mastodon nicht. Und das heißt nicht, dass ich nicht sagen will, Leute, ich gehe alle zu TikTok, auf gar keinen Fall. Aber der Grund, warum so viele Leute eben in solche Netzwerke stromn, ist ja, weil es eben so, weil sie eben so wenig Rücksicht haben. auf die tatsächlichen Belange der Leute nehmen, sondern weil sie sagen, wir machen irgendetwas, um euch auszutricksen. Und das ist immer ein Problem mit dem Idealismus. Natürlich. Kann ich dir jetzt, ähm, kann ich dir erzählen, dass Karottensaft total gesund ist, du wirst dich auf einer Party eher für die Cola entscheiden. Und das, ähm, das ist leider ein. Du weißt nicht, auf welche Party ich gehe, da geht es Nukaronza. Nein, aber das ist halt ein Dilemma, vor dem man da steht, glaube ich. Und das kannst du nur auflösen, indem du sagst, wir bieten euch auch In der Form von starken Algorithmen zum Beispiel an, was viele Leute aber ja auch aus gutem Grund ablehnen in der Fiddiverse Bubble.
33:03 Jannis Schakarian
Ja, ich glaube, und da finde ich, ähm, könnte die Ferdiverse Bubble weiter sein im Sinne von, okay, wir ermöglichen dir halt diese Einstellung, ne? Und es gibt auch Arten und Weisen, das so zu sortieren. So, wir Man tut immer so, ein Algorithmus ist böse, aber ein Algorithmus ist ja erstmal nur eine Sortierreihenfolge, wenn man es jetzt ganz einfach sagt. Und das eine ist halt. Chronologische Sortierung und das andere wäre eine Sortierung nach Engagement, zum Beispiel. Und ich finde tatsächlich in vielen Fällen die chronologische Sortierung auch praktischer. Sobald das Netzwerk ein bisschen größer wird und man das Gefühl hat, okay, ich verpasse sonst was, war die die algorithmische Sortierung irgendwie oft Geschickt, um irgendwie zu sehen, was geht denn gerade ab.
33:50 Gavin Karlmeier
Ja, und man muss aber ja auch dazu sagen, mir ist schon auch klar, dass das Ziel eines sozialen Netzwerkes nicht sein kann, den kleinsten gemeinsamen Nenner zu erfüllen oder die größtmögliche Anzahl von Menschen auf sich vereinigen zu lassen. Das ist ja nicht das Ansinnen von sozialen Netzwerken. Deswegen ist mir auch klar, dass es durchaus einen guten Grund gibt, das eben nicht so zu machen und warum das für Diverse als Idee Eben so viel stärker ist als all die anderen. Die Frage ist halt, was willst du erreichen? Ja, wir verlieren uns hier wieder. Du hast ja gesagt, wir wollen nicht deren. Wir haben aber noch eine Geschichte zum Mastodon, die eben so wahnsinnig interessant ist. Und zwar wird, ich fange mal so von der Seite aus an, Eugen Rochko, der Gründer von Mastodon, wird zukünftig nicht mehr der Geschäftsführer von Mastodon sein. sondern sich zukünftig vor allem auf strategische Produktentwicklung und Produktstrategie konzentrieren, was daran liegt, dass Mastodon offenbar nicht mehr ohne weiteres einen solchen CEO haben wird. Mastodon wird nämlich nicht mehr in der Kontrolle einer einzelnen Person sein, sondern sie werden eine Rechtsform nutzen, die sich sozusagen in die Hände. Vieler verteilt. Dafür sind sie gerade in einem Umstrukturierungsprozess und wollen diese Strukturierung eben so umbauen, dass es eine völlige Unabhängigkeit gibt in einer europäischen gemeinnützigen Einrichtung.
35:08 Jannis Schakarian
Ja, das klingt sehr gut. Ich meine, der Hintergrund ist auch, dass Ihnen vorher in Deutschland die Gemeinnützigkeit aberkannt wurde. Darüber könnte man sich jetzt noch eine Weile aufregen. Und das auch zuerst. Ja, mit großem Recht, weil man irgendwie denkt, hier entsteht gerade in Deutschland mit einem deutschen Gründer irgendwie so ein Technikding auch schon so aufgesetzt, dass man denkt, hier Also da hätte man viel Steuergeld reinschicken können, vor allem weil sie gesagt haben, es ist nicht for profit und irgendwie hier den Standort Deutschland mal digital wichtig machen. Ich hoffe jetzt, dass es irgendwie die EU tut. Da ist Deutschland, glaube ich, auch ein Teil von. Also, dass man sich dem jetzt annimmt, vor allem nach dem der Proisierung von Mark Zuckerberg, ähm zu sagen, okay, was können wir denn dagegen setzen? Wo ist denn unser europäisches Facebook, Twitter, whatever? Ja, da liegt's doch so. Und zwar auf einer Protokollebene, dass ihr nicht ein einzelnes Unternehmen unter unterstützt, sondern ihr könnt hier ein Protokoll stärken des Feediverse und damit wirklich so eine Alternative schaffen, die ja jetzt auch schon gezeigt hat, sie ist irgendwie Auch viable. Sie funktioniert, es ist nicht irgendwie so ein Wolkenkuckuckshahn, es sind keine Flugtaxis.
36:21 Gavin Karlmeier
Das war das Erste, was ich gedacht habe, was du gerade Steuergelder erwähnt hast. Ähm, also die konkrete Struktur wird so sein, dass es eine gemeinnützige Einrichtung Mastodon in der EU geben wird. Weiterhin eine gemeinnützige Einrichtung mit Sitz in den USA, die es auch jetzt schon gibt und die, wie Sie sagen, als Drehscheibe für Mittelbeschaffung fungiert. Und aber auch die in Deutschland ansässige Mastodon GmbH, die auch weiterhin vor-Profit arbeiten wird, aber eine hundertprozentige Tochter der Non-Profit. Einheit werden wird. Das ist das Konstrukt, das man sich hier zusammengebaut hat. Ich bin kein Stiftungsexperte, aber das klingt wahnsinnig interessant. Interessant ist auch, dass Sie sagen, und ich zitiere hier Rochko, der sagt Wir werden weiterhin Mastodon. social und Mastodon. online hosten. Zwei Mastodon-Social Network Server, auf denen sich die Öffentlichkeit anmelden kann, um an einem mit der Software erstellten sozialen Netzwerk teilzunehmen und ein föderiertes Netzwerk von Instanzen unterstützen. In diesem Stadium wird es keine Änderungen in der Benutzungserfahrung geben, die über die übliche Code-Entwicklung und die Veröffentlichung hinausgehen. Es sind jedoch definitiv Änderungen in Planung. Was immer das ganz genau heißt. Sie sagen aber, hast du eine These schon? Nee, ich wollte sagen, haken dran bleibt dran, auf jeden Fall. Der Haken bleibt dran. Interessant ist aber auch noch folgendes, Sie sagen, wir müssen unser jährliches Betriebsbudget auf 5 Millionen Euro im Jahr 2025 erhöhen. Mit diesen Mitteln werden wir unser Team vergrößern. In die Sicherheit unserer Gemeinschaft investieren und das weltweit freiste und offenste soziale Netzwerk des Fediverse weiter ausbauen. Einfach ausgedrückt, jede Spende, die wir erhalten, fließt zurück in die Bereicherung des Mastodon-Software-Ökosystems und der Community. Also wenn ihr ein paar Euro übrig habt für eine gute Idee, kann ich das nur sehr empfehlen, da möglicherweise den einen oder anderen Euro mal hinzulegen. So. Hast du noch Gedanken? Oder bist du schon am Überweisen gerade?
38:15 Jannis Schakarian
Ich fühle schon den Überweisungsträger aus. Nein, ich glaube, das ist tatsächlich eine gute Idee. Es klingt sinnvoll, auch diese Struktur von Von Eugen Rochko, ja danke. Bisschen unabhängiger zu machen. Mich überrascht ehrlicherweise, dass sie nur 5 Millionen Euro im Jahr brauchen. Ja, scheint auch noch sehr effizient bis jetzt zu laufen.
38:40 Gavin Karlmeier
Absolut. Absolut. Vor allem, wenn du das mal mit dem Budget anderer sozialer Netzwerke vergleichst. Was auch groß geworden ist in den letzten Tagen, ist PixelFat. Pixelfat ist auch eine dezentrale, im Fidiverse angehörige Social Media App, die so ein bisschen eine Instagram-Alternative ist Und da gibt es jetzt, das können wir jetzt hier verkünden, auch die iOS-App, die hat es auch in die App Stores geschafft. Ich habe sie gerade schon installiert. Das Interessante ist, dass in dieser Zeit seit Pixelfed gestartet ist, das ist jetzt auch noch gar nicht so lange, dass Pixelfed inzwischen 311. 853 NutzerInnen hat. Die auf 614 verschiedenen Instanzen liegen. Das ist schon ganz geil.
39:22 Jannis Schakarian
Ja, das ist ein ordentlicher Wachstumsschub, den Sie, glaube ich, für den Sie sich sehr bei Marc Zuckerberg bedanken können. Ähm und cool, dass sie diese App jetzt genau zeitgleich oder rechtzeitig fertig bekommen haben. Ich sag immer, die war es nicht so, dass das eigentlich nur ein Typ ist. Ich habe da sowas im Hinterkopf.
39:41 Gavin Karlmeier
Also bei der App steht auf jeden Fall ein Name als Absender im App Store. Ich weiß nicht. Da erwischte mich jetzt auf den falschen Fuß.
39:53 Jannis Schakarian
Hauptsache, ich habe dich erwischt. Ne, und ich werde es jetzt runterladen und auch mal installieren.
40:01 Gavin Karlmeier
Kannst du mir folgen und dann posten wir Bilder. Die Frage ist so ein bisschen, ich habe mir das angeguckt.
40:06 Jannis Schakarian
Aber die wichtige Frage ist ja: gibt es auch ein Shopping-Tab bei PixelFet? Weil der würde mir sonst sehr schlehnen.
40:12 Gavin Karlmeier
Was ist mit Pixelfet-TV? Ist das schon gestartet? Nein, also es gibt noch keine Storys und es gibt auch noch keine Reals dort, sondern es ist halt in erster Linie so ein bisschen das cleane, klassische Instagram. Ich würde aber behaupten, dass man da dran ist, dass das kommen wird.
40:28 Jannis Schakarian
Ja, bei deren können wir endlich mal wieder irgendwo hin mit unseren Essensfotos, mit den Sonnenuntergängen, Sonnenaufgängen, die finden ja auf Instagram gar keinen Platz mehr sonst.
40:36 Gavin Karlmeier
Ja, so wie damals bei I Am. Kennst du das noch?
40:39 Jannis Schakarian
Ja, ich erinnere mich. Was ist eigentlich aus daran musste ich kurz denken, als es darum ging? Gibt es eigentlich Alternativen zu Instagram? Und es gab doch dieses Ei I am, ja, aus Deutschland sogar auch.
40:52 Gavin Karlmeier
Im April 2023 aber Insolvenz angemeldet.
40:55 Jannis Schakarian
Okay. Naja. Siehst du, sie hätten noch ein Jahr durchhalten können. Zwei. Ja, achso, ja, drei. Achso, wir haben ja schon 25, du hast recht. Guten Morgen.
41:07 Gavin Karlmeier
Interessant ist aber, dass wenn du jetzt deinen Pixelfed-Account oder einen Link zu PixelFed In einem Metanetzwerk postest, vor allem bei Facebook, wird dieser Post automatisiert als Spam markiert. Das haben mehrere Nutzerinnen und Nutzer so dokumentiert. Heiße online konnte das genauso Nachvollziehen hat es also auch ausprobiert, auch denen, dass das passiert. Also, wenn du einen Link mit der Domain pixelfett. social oder pixelfett. de postest, wird er sofort ausgeblendet, gelöscht und kannst quasi Einspruch einlegen. Aber Pech gehabt. Das ist natürlich wahnsinnig interessant, wenn man überlegt, dass die automatisierte Kontrolle von Inhalten laut Zuckerberg ja eigentlich erstmal runtergefahren werden sollte.
41:44 Jannis Schakarian
Ja, das ist tatsächlich die Frage, die ich mir stelle. Vielleicht kann jemand technisch Versierteres das auch nochmal beantworten, weil. Also ich frage mich tatsächlich, ist es ein, huch, wir haben hier ganz viel Pixelfett links und wir wollen dieses Netzwerk nicht stärken? Ich glaube, dazu ist es noch zu unterm Radar oder greift hier wirklich so eine Art Betrugsmaschending so Hilfe, wir sehen eine Webseite, die wir vorher kaum kannten, von der plötzlich ganz viele Links kommen. Wir löschen das erstmal. Könnte eine Betrugsmasche sein. Also Ob hier so tatsächlich so eine Art Automatismus greift, wie sonst irgendwie solche Spam-Kampagnen aussehen oder so. Und sie Deswegen das erstmal automatisch lössen, löschen, bevor es irgendwie bei Ihnen hochkommt, zu sagen, ihr zensiert hier einen Competitor, weil das kann ja eigentlich nicht sein, wenn man Free Speech Absolutist ist.
42:38 Gavin Karlmeier
Also das Interessante ist, dass Mask dasselbe mit Mastodon eine Zeit lang auch gemacht hat, mit Blue Sky auch Leute sogar gesperrt hat, die einen Blue Sky-Namen in ihrem Twitter-Namen hatten. Und auch da war die Erklärung, ja, es ist jetzt hier ein automatischer Spam-Filter, hat er gegriffen und hat deswegen diese Domain gesperrt, es tut uns leid, so ein Versehen. Auf der anderen Seite. Also mal angenommen.
43:01 Jannis Schakarian
Wobei wir spulen eine halbe Stunde zurück. Elon Musk, glaube ich, diese Ausrede wiederum nicht.
43:08 Gavin Karlmeier
Ja, es stimmt natürlich. Ich bin mir da nicht so sicher, weil natürlich, also vermutlich wird da die Ausrede sein, es war ein Fehler, wir werden das wieder gut machen. Aber. . . Das ist halt so ein masksches Verhalten, das so interessant ist. Also mal angenommen, wir würden jetzt hier so eine Hätte.
43:25 Jannis Schakarian
Du meinst, dass man das bei Mark Zuckerberg gerade öfter beobachten kann, so ein masksches Verhalten?
43:31 Gavin Karlmeier
Irgendwie schon, ne? Und ich möchte natürlich auch an die Fehlertheorie glauben. Aber mal angenommen, wir würden jetzt irgendwie. irgendwelche, sagen wir mal, Hollywood-Größen würden jetzt eine Website starten, um Gelder zu spenden für die Wildfires in LA. . . Die würden ja deutlich häufiger gepostet werden als diese Pixelfett-Links. Und von solchen Kampagnen, die immer nochmal wieder ja auch passiert sind, habe ich nie mitbekommen, dass sie versehentlich als Spam deklariert wurden.
43:59 Jannis Schakarian
Ja, vielleicht in der Theorie, weil so ein Account von Brad Pitt oder so nicht so schnell blockiert würde, weil der dann nochmal anders gewitelistet ist?
44:08 Gavin Karlmeier
Möglicherweise. Also wir mutmaßen, ne? Wir stochern im Nebel, wir wissen es nicht. Denkbar ist das alles.
44:15 Jannis Schakarian
Wir werden es wahrscheinlich noch nicht erfahren, weil selbst Leute, die sich damit auskennen, werden nicht erklären. Übrigens, das hier sind unsere Sicherheitsvorkehrungen, um gegen Spam vorzugehen und dann und dann greifen wir. Die ab so und so viele hundert Posts. Also, was behält man als Unternehmen besser für sich?
44:32 Gavin Karlmeier
Schauen wir mal. Apropos Maskisches Verhalten bei Zuckerberg. Meta hat angekündigt, 5% seiner leistungsschwächsten MitarbeiterInnen zu entlassen und diese Stellen noch in diesem Jahr neu zu besetzen. Zuckerberg sagt selber, ich habe beschlossen, die Messlatte für das Leistungsmanagement höher zu legen und leistungsschwache Mitarbeiter schneller zu entlassen. Normalerweise trennen wir uns von Mitarbeitern, die die Erwartungen nicht füllen im Laufe eines Jahres. Aber jetzt werden wir in diesem Zyklus umfangreichere, leistungsbezogene Kürzungen vornehmen. Na, klingt das extremly hardcore oder was? Ja, also meine Bewerbung ist fertig.
45:04 Jannis Schakarian
Ich warte nur noch, bis die Ausschreibungen online gehen. Wenn ich glaube, dass es auch eben natürlich so eine Maßnahme ist, um tatsächlich die auszusieben, die mit dem neuen Kurs nicht an Bord sind. Also klicke hier, wenn du extremly hardcore bist. weil ich nach diesem Zuckerberg-Statement auch so auf Blue Sky wahrscheinlich ging, so ein Aufruf rum, hier liebe Facebook-Mitarbeiter oder Meta-Mitarbeiter, Kündigt nicht, macht einfach gar nichts, versucht das Unternehmen, bleibt da und versucht es so gut es geht von innen zu sabotieren, macht einfach die Projekte nicht fertig, lasst den Code nicht zu oder antwortet nicht auf Mails. Ich glaube nicht, dass der jetzt schon so gegriffen hat, aber darauf ist das hier natürlich eine Antwort. Gegen diese Mitarbeiter, die resignieren und sagen: Ich weiß gar nicht, was ich hier soll, und ich fühle mich extrem demotiviert durch diese Änderung von Mark Zuckerberg. Die kann man über sowas leichter identifizieren, rausschmeißen und dann mit Menschen besetzen, die total brennen für das neue Free Speech Network von Mark Zuckerberg.
46:15 Gavin Karlmeier
So ist das wohl. Ich habe mich gerade so gefragt, wie diese Leistung denn tatsächlich bewertet werden soll. Also wenn die Leute jetzt auch ihre geschriebenen Code zum Beispiel ausdrucken müssen.
46:30 Jannis Schakarian
Ich glaube, dazu versteht Mark Zuckerberg zu viel von Coding, als dass er dieses Verhalten von Elon Musk auch übernehmen würde und sagen: Bitte bringt mal euren letzten Code, mit dem ihr mit.
46:43 Gavin Karlmeier
Man weiß es nicht. Man weiß es nicht. Und dann gibt es noch eine Metameldung, das der Supreme Court jetzt angekündigt hat. eine Anhörung Metas abzulehnen, in dem es um eine mögliche Sammelklage gegen Meta geht. Da ging es darum, dass mehrere werbetreibende Unternehmen Meta zu verklagen planen, weil die Anzahl der potenziell erreichbaren Werbekunden offenbar künstlich nach oben geschraubt wurde. Also ich weiß nicht, ob du schon mal eine Werbung auf Meta geschaltet hast, aber dann steht da, du wählst dann so ein Publikum aus und sagst, ich möchte Menschen, ähm, möchte gerne irgendwie, sagen wir mal, wir mal Menschen, die als Hobby angeln haben. die in Köln oder 50 Kilometer Umgebung wohnen und die männlich sind zwischen 40 und 50. Und dann stand da potenzielle Reichweite 900 Millionen Menschen. Und diese Zahl.
47:31 Jannis Schakarian
Es war immer so eine Range, ne? Zwischen 500 und 900 Millionen Menschen.
47:36 Gavin Karlmeier
Genau so. Und es gibt jetzt Werbetreibende, die versuchen, Schadensersatz zu kriegen, weil diese potenzielle Reichweite offenbar haben. getürkt gewesen sein soll. Und der Supreme Court, also Meta hat versucht, beim Supreme Court zu erwirken, eine Anhörung dort, wie sagt man? zu leisten, um sich irgendwie zu erklären. Und das hat der Supreme Court aber jetzt abgelehnt, womit es die Möglichkeit nun gibt, diese Sammelklagen einzureichen.
48:00 Jannis Schakarian
Ja, und das ist nicht das erste Mal, dass Meta seine Zahlen aufmischt, aufhübs, sagt man. Als sie damals Facebook-Video gestartet haben, mussten sie auch dann irgendwann später zugeben, huch, ach so, die Aufrufzahlen, irgendwie haben wir uns da verrechnet Die waren irgendwie zu hoch und das haben sie dann so ein paar Monate später korrigiert, nachdem schon alle irgendwie ihren Pivot to Video vollzogen hatten und ganze Konzerne ihr Geschäftsmodell umgestellt hatten, um jetzt nur noch Facebook-Videos zu machen. Und dann merkte man nur, ach so, das war irgendwie Rechenfehler. Also das passiert ihnen öfter, vor allem wenn es darum geht, irgendwie Geld zu verdienen Und das ist eins der Probleme, was fast alle diese Social Networks haben. Und auch viele der anderen Konzerne. Ihre Zahlen sind nicht von außen überprüfbar. Sie lassen sich meistens nicht von außen messen. Das kennen wir auch von Streaming-Diensten oder so, die dann ihre eigenen Jubelmeldungen verschicken und dann versucht man das irgendwie mit einer Fernsehquote gegenzurechnen. Und es funktioniert halt nicht, weil du gar nicht weißt, stimmt es eigentlich, was da steht? Gibt es inzwischen Bestrebungen, ich bin jetzt im falschen Thema, ne? Merkt man, dass ich auch einen Streamletter schreibe? Ja, zurück zu Meta, mich überrascht es nicht, dass sie gerade bei den bei den Werbetreibenden irgendwie sagen, hier, du könntest hier ganz viel erreichen. Und es war ja auch so, du erreichst sie nur, wenn du wirklich viel Geld ausgibst. Wenn du dann deine Summe eingegeben hast, dann hieß es, achso, nee, damit erreichst du nur so wenige. Dann wurde es immer wieder nach unten korrigiert, wenn du gesagt hast, ja, 5 Euro am Tag, da war so, achso, nee, dann nur 100 Angler.
49:38 Gavin Karlmeier
Ja, und da gibt es noch zum Schluss die Meldung, das ist fast Funktion und Emotionen, aber das also Komm, wir fahren den Trailer ab, damit der Trailer hier mal wieder ein bisschen stattfindet, weil wir so selten. Es ist einfach so viel los, dass diese ganzen kleinen Meldungen wie Bei TikTok gibt es jetzt auch einen roten Button statt einem blauen, dass diese Meldungen einfach so ein bisschen rausfliegen, weil wir einfach so viel zu besprechen haben. Und das hier ist eigentlich fast so eine Meldung, weil es nichts Neues ist. Ich will aber trotzdem deine Emotionen haben. Ja, wir bauen Emotionen. Funktionen und Emotionen. Und so haben Reverse Engineers erste Hinweise auf Community Notes bei Threads entdeckt. Und zwar kannst du, wenn du einen Post siehst, oben rechts auf die drei Punkte klicken. Und dann unter diesen ganzen Buttons so steht, benachrichtige mich, wenn hier was Neues passiert oder Mute oder Unfollow oder melden. Da steht jetzt auch Write Community Note bei. Und das Interessante ist, dass diese Notes komplett anonym geschrieben werden bei Twitter, also in dem ursprünglichen Birdwatch, das es ja gab, das X dann als Community-Note übernommen hat, gab es ja immerhin so Nicknames. Da hattest du dann irgendwelche so Vogelfarbe Whatever Konstellation. Hier ist das so, die werden komplett anonym geschrieben und werden dann veröffentlicht, wenn sie als hilfreich anon eingestuft wurden. Das heißt, wir wissen jetzt, dass auch hier noch ein Abstimmungsverfahren zu so einer Community Note hinzukommt. Was wir allerdings noch nicht wissen, ist, wie diese Stimmen gewichtet werden, die bei diesen Community-Notes passieren.
51:03 Jannis Schakarian
Ja, ich glaube ja, dass diese Community Notes ehrlicherweise bei Facebook bestimmt schon länger rumlagen. Wir wissen ja aus so einem New York Times-Artikel, dass Mark Zuckerberg diese ganze Änderung. seiner Policies und so innerhalb von sechs Wochen, glaube ich, irgendwie versucht hat, über die Bühne zu bringen, was uns Monate dauert, dass jetzt diese Software-Feature dann doch so schnell so fertig ist, auch wenn sie gesagt haben, könnte noch länger dauern. Ich glaube, es gab schon mal einen Versuch, so irgendwie das zu übernehmen, so wie ich mir denke, Facebook hat alles schon mal Probe programmiert und überlegt dann, was davon rollen wir aus und was nicht. Ja, das Anonyme finde ich erstmal sinnvoll, glaube ich. Ich meine ehrlicherweise, bei Twitter ist es ja auch so ein ausgedachter Username. Ich weiß gar nicht, kannst du da draufklicken und dann nachvollziehen, was der Nutzer noch so geschrieben hat? Das wahrscheinlich, ne? Dafür dient es vermutlich am ehesten.
52:01 Gavin Karlmeier
Ja, wahrscheinlich. Ja, aber nee, siehst du auch nicht.
52:04 Jannis Schakarian
Aber vermutlich wird Facebook intern oder metaintern trotzdem sehen können, okay, der Typ schreibt immer Quatsch und seine Community Note ist immer nicht hilfreich. Wir zeigen es halt nicht an, wer es war. Das ist das ist sinnig, weil man will ja auch nicht harassed werden, wenn wenn man irgendwie jemanden korrigiert hat. Spannend bleibt der Abstimmungsprozess und Ich bin mir noch nicht sicher, wie leicht es auffindbar ist. Gleichzeitig gehört es natürlich da zu diesem Report-Button, der aber ehrlicherweise auch schon nicht so einfach zu finden war.
52:37 Gavin Karlmeier
Auch aus gutem Grund, wahrscheinlich aus Meta-Perspektive. Ja, schauen wir einfach mal, was da passiert. Weil du gerade gesagt hast, du glaubst, Meta hat das vorab gebaut. Klassischer Facebook-Move wäre eigentlich, dass sie es zunächst als eigene App geplant haben. Aber das haben wir natürlich jetzt nicht erlebt. Na gut, damit sind wir am Ende.
52:58 Jannis Schakarian
Ja, sie hatten es als eigene App geplant und sie wollten es Threads nennen, aber der Name war
53:06 Gavin Karlmeier
Den Name habe ich schon zweimal gebraucht. Schade. Können wir irgendwas für dich tun? Irgendetwas, das du bewerben möchtest, außer den von dir angesprochenen Streamletter, den du schreibst?
53:18 Jannis Schakarian
Den schreibe ich. Ich war bei Spiegel Shortcut auch nochmal zu Gast zu dieser ganzen Mark Zuckerberg-Statement-Geschichte. Das können wir nochmal vielleicht verlinken. Für viele hier nichts Neues, außer dass ich da
53:32 Gavin Karlmeier
sage, dass ich finde, dass alle Haken dran hören sollen. Hast du das gesagt?
53:36 Jannis Schakarian
Ja, ja, ganz am Schluss. Aber leise. Man muss sehr laut, man muss ein paar Mal hören und dann hört man. Auf Repeat hört man es irgendwann. Nee, dass dieses Zuckerberg-Statement tatsächlich eigentlich das Ja, der eindeutige Beweis dafür ist, dass sich in den letzten Jahren das Sagbare verschoben hat, also die Grenzen des Sagbaren. Es ist quasi ein zementiertes Overton-Window, was sich hier Mark Zuckerberg errichtet hat. Dinge, von denen wir uns vor ein paar Jahren gesellschaftlich einig waren, die wollen wir nicht diskutieren. Das zählt als Hassrede, sagt er jetzt. Doch, doch, das wird man ja wohl noch sagen dürfen. Und bei mir erst recht. Das macht mir weiterhin Sorgen. Wenn ihr euch auch Sorgen machen wollt, dann könnt ihr euch das noch angucken.
54:19 Gavin Karlmeier
So, das auf jeden Fall. Und du hast einen Text geschrieben. Mit dem Namen Wir brauchen gar keinen Twitter-Ersatz. Und auch das würde ich auch nochmal packen wir auch in die Show Notes, weil ich diesen Gedanken so spannend finde. Wir haben da hier schon mal drüber gesprochen. Ja, das schließt sich der perfekte Kreis.
54:37 Jannis Schakarian
Genau, dieser Text ist quasi bei meiner oder nach aus den Gedanken bei der letzten Hakendran-Folge mit mir. Entstanden. Genau, der und so viele Hakis haben danach gesagt, interessanter Gedanke, dass ich dachte, ich schreibe das nochmal kurz auf. Und tatsächlich fanden es dann noch mehr Leute interessant oder weitere Personen. Also den könnt ihr auch nochmal lesen, ja.
55:00 Gavin Karlmeier
Ja, und dann das diskutieren wir aber beim nächsten Mal nochmal aus. Vielleicht machen wir es auch jetzt. Wir sind eigentlich schon in der Abmoderation, aber ich will trotzdem noch diesen einen Gedanken mal kurz diskutieren. Mein Akku ist auch schon rot hier, was habe ich denn noch? 9%, wir schaffen das. Ich habe dazu zwei Gedanken. Weil natürlich, also deine Argumentationslinie, wenn ich sie recht erinnere, ist ja Dass du sagst, ey, das Medienumfeld hat sich so doll verändert, dass wir alle wissen, wo wir Einmeldungen herkriegen, dass wir alle Apps haben, die uns informieren, dass wir direkt auf die Angebote der Leute zugreifen können. Was sollen wir denn eigentlich noch mit einem Echtzeit-Tool? So, oder?
55:36 Jannis Schakarian
Ja, genau. Also wir brauchen soziale Netzwerke, wir brauchen kein Echtzeitsoziales Netzwerk mehr als Nachrichtenersatz sozusagen.
55:46 Gavin Karlmeier
Und die Frage ist aber, finde ich, ist das eine Medienmacher- oder MediennutzerInnen-Perspektive oder glaubst du, dass das für so viele Leute geht? Weil, also warum will ich dir verraten. Ich habe darüber diskutiert, das könnt ihr auch bald hören in einem Podcast, der am Freitag erscheint beim Deutschlandfunk, und da ist die Diskussion entstanden, können Medien eigentlich sich unabhängig machen? von der nötigen Reichweite, die soziale Medien oder die Drittplattform generell mit sich mit. Dazu gehören ja auch Suchmaschinen. Und ich habe so ein bisschen das Gefühl. Das Problem ist, dass das Mediennutzungsverhalten aber auch so gebaut ist, dass wir es gewohnt sind, dass die Nachrichten an uns herangetragen werden. Und die Frage ist, wo werden sie zu uns herangetragen, wenn wir diese sozialen Netzwerke nicht mehr hätten? Das ist so eine dystopische Sorge, die ich so ein bisschen in mir habe. Weil ich stimme dir hundertprozentig zu, dass wenn ich die Tagesschau-App installiert habe oder die Spiegel-App oder die Whatever-App, New York Times-App, was auch immer. Dass ich dann schon relativ schnell darüber informiert werde, wenn Notre Dame brennt, was seit zehn Jahren gefühlt mein Standardbeispiel für dieses Szenario ist. Die Frage ist nur, betrifft das wirklich so viele Teile der Gesellschaft, die sonst einfach nur mal eben bei Instagram an einem Tagesschau-Post vorbeivischen? Oder sind die dann vielleicht einfach auch in der Kombination mit Frust und schlechter Laune, die Nachrichten bei Ihnen auslösen, News Fatigue ist ja auch so ein Begriff, sind die dann nicht vielleicht einfach dass sie sagen, naja, vielleicht auch besser so, dass ich jetzt keine Nachrichten habe.
57:19 Jannis Schakarian
Ja, ich glaube, ich würde da unterschiedliche Arten dieser Nachrichten Nutzung auch ein bisschen differenzieren. Also, das eine sind ja wirklich diese Breaking-New-Situationen, in denen Twitter so ein Alleinstellungsmerkmal war und besonders stark war. Notre Dame brannte, um jetzt kein schlimmeres Beispiel irgendwie zu nennen, wie der Amokläuf läuft noch und du kriegst irgendwie live mit, was da passiert. Und da würde ich sagen. Das ist nicht wichtig, das so unmittelbar mitzukriegen, vor allem auf Twitter, wo du nicht weißt, stimmt es eigentlich oder stimmt es nicht, weil auf Twitter gibt es immer erstmal einen zweiten Schützen und hinterher wissen wir, nee, gab es doch keinen zweiten Schützen. Dieses Breaking News-Ereignis, das können glaube ich Medien inzwischen besser covern. Und das andere ist, wie nutze ich selber Nachrichten und wann möchte ich sie? Ich glaube, dieses Wann möchte ich sie, darüber kann man schon sich Gedanken machen und sagen, will ich eigentlich bestimmen, wann Nachrichten irgendwie meine Laune verschlechtern? Oder sollen sie das zufällig in meinem Vieh tun? Jetzt säge ich gerade an dem Satz, an dem Ast, auf dem ich sitze, aber dieses Also hätte ich mich gerade vor zehn Jahren gehört, ich hätte mich gehauen, aber so dieses, ich nehme mir einmal am Tag Bewusstsein, irgendwie mir einen Überblick zu verschaffen oder von mir aus auch zweimal am Tag oder dreimal am Tag Aber ich überlege, wann möchte ich denn was erfahren und das da auch gezielter zu machen. Ich glaube, das ist eigentlich langfristig die sinnvollere Medien- und Nachrichtennutzung, vor allem wenn man irgendwie sagt, es macht nur schlechte Nachrichten. Ich weiß, ich sage das einem Gavin, der alle 378 Push-Notifications aktiviert hat, die jede Nachrichten-App nur anbietet. Aber ich sage dir auch schon, lange du solltest es überdenken.
59:15 Gavin Karlmeier
Ja, das mache ich jetzt mal. Vielen Dank für deine Einordnung. Wir verlinken den Text Und ich wünsche dir einen ganz wundervollen Mittwoch, allen anderen, die bis hierhin zugehört haben, ebenfalls. Wir hören uns hier wieder am Freitag mit Dennis Horn. Es ist ein. Oh, den kenne ich.
59:32 Speaker 4
Ich noch nicht, ich bin ganz aufgeregt und wünsche euch ein gutes Durchhalten und fahrt vorsichtiges Glatt draußen und Vorsicht bei der Gassierunde. Vielen Dank und tschüss Johannes, bis bald. Tschüss, Gevin, tschüss Hakis. Bis zum nächsten Mal. Ciao.