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Folge 400 · 14. März 2025 · 52 Min.

Die große grüne Wiese gegen die Kursflaute

mit Jannis Schakarian

Musk schreibt jetzt Gesetze, Meta verhindert Berichterstattung, wirft mit Dreck und gibt Details zu den Community Notes und warum hat Musk eigentlich nicht die Domain grok punkt ai? Wir haben zwei exklusive Geschichte und ein bisschen was zu feiern – denn das hier ist Folge 400!

https://about.fb.com/news/2025/03/testing-begins-community-notes-facebook-instagram-threads/

Transkript

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00:01 Intro

Haken dran, das Social Media Update der CT.

00:06 Gavin Karlmeier

Hallo Jannis, grüß dich, Gevin! Bei mir ist heute Janis Schakarian, Audio CVD beim Spiegel. Und mein Gast heute in einer besonderen Ausgabe. Wir haben nämlich Folge 400 heute.

00:17 Jannis Schakarian

Jawohl, wo ist der Champagner? Den trinken wir im Anschluss.

00:21 Gavin Karlmeier

Sehr gut. Vielleicht warte ich auch, bis ich gesund bin, um den Champagner in mich reinzuschippen wieder.

00:26 Jannis Schakarian

Ja, aber Glückwunsch zu 400-Folgen Haken dran. Danke an alle, die seit 400 Folgen zuhören. Gibt es jemanden, der alle Folgen zweimal gehört hat, alle 400?

00:36 Gavin Karlmeier

Das würde mich auch interessieren. Wahrscheinlich ja. Zumindest die ersten 250, würde ich sagen, gibt es. Es gibt Kompot zum Beispiel im Haken dran Discord, von dem kommt eigentlich regelmäßig so, heute vor einem Jahr ist das passiert, hier ist Folge die und die, in der das passiert ist, der Haken dran Archivar.

00:54 Jannis Schakarian

Okay, die Frage ist, wann er Folge 400 zum zweiten Mal hört. Dann bitte eine DM schicken.

00:59 Gavin Karlmeier

Wahrscheinlich am 14. März 2026. Dann, wenn Folge 640 oder so erscheint. Ich werd so über den Daumen. Kommt hin. Kommt hin, wenn du weiter so durchziehst. Na klar. Also von diesem dauerhaften, von diesem dauerhaften Kranksein lasse ich mich doch nicht unterkriegen. Ich habe eine kleine Haken dran-Investigativgeschichte heute zum Einstieg. Oh. Und zwar ist mir aufgefallen, dass die Domain grog. ai dass die im Moment, also dass sie nicht zu XAI und auch nicht zu Grocke gehört, sondern von GoDaddy, einem amerikanischen Domain-Dienstleister, geparket wurde, Im Auftrag eines Domain-Besitzers. Und man findet keine Information über den Preis, sondern du kannst nur dort anrufen und dann verraten sie den. Ich habe Kontakt mit GoDaddy gehabt. natürlich, um zu recherchieren, was möchte GoDaddy für die geparkte Domain grog. ai haben. Und ich habe es mir überlegt, vielleicht schmeißen wir alle zusammen und ärgern Elon Musk ganz doll damit. Das Zusammenschmeißen könnte allerdings schwierig werden, denn GoDaddy verlangt dafür eine einmalige Gebühr von 2. 686. 921,69 Euro. Also knapp 2,7 Millionen Euro für einen Domain.

02:14 Jannis Schakarian

Ja, okay, ich dachte gerade, wir könnten dir was zur 94. Folge schenken, aber das ist dann doch. Aber da weiß man jetzt auch, wo dieses ganze VC-Geld für die ganzen AI-Projekte hingeht. Erstmal in den Domain-Corp. Hat denn Grog. ai irgendwann mal zu Grog geführt oder haben sie aber vergessen, das zu registrieren? Wahrscheinlich letzteres, ja.

02:40 Gavin Karlmeier

Weil x. ai ist die offizielle Domain von X, die hat wahrscheinlich ähnliche Summen gekostet. Wahrscheinlich sogar ein bisschen mehr. Wahrscheinlich sogar ein bisschen mehr und da wollte man jetzt offenbar nicht noch mehr Geld verbrennen für eine dumme.

02:52 Jannis Schakarian

Aber X ist wahrscheinlich eh der coolere Name für Elon Musk als Krog.

02:56 Gavin Karlmeier

Ja, aber wenn ihm auffällt, dass die Domain registriert ist und er das Geld nicht zahlen will, dann ändert er entweder die Gesetze, dass Domainsparken plötzlich verboten ist, oder er benennt das Tool um in Grox oder so. Damit er mit der Subdomain Grow. Genau, grow. x. ai arbeiten kann. Geil. Ansonsten habe ich ein kleines Housekeeping. Ich habe in der letzten Folge, also ich sag mal so, es gibt manchmal so Dinge, die man so sagt. Und dann schreibt einem einer oder eine, du hier, das war nicht ganz richtig und dann stelle ich das gerne richtig. Und manchmal sagt man sowas so unüberlegt, weil man in so einem Nebensatz das nochmal versucht, irgendwie so zu paraphrasieren und plötzlich kriegt man so Ungefähr 400 Nachrichten. Und das war so in der letzten Episode, denn da habe ich fälschlicherweise behauptet, die Iris und die Netzhaut seien dasselbe. Das ist nicht so. Das zweite Startup von Sam Altman World hat einen Iris-Scanner entwickelt, nicht einen Netzhaut-Scanner. Ein Iris-Scanner, mit dem man sich identifizieren kann als Person. Das biometrische Merkmal der Regenbogenhaut, so heißt die Iris korrekt. Also herzlich willkommen zu Lichtimpulse drin, das Optik-Update. Wir räumen auf.

04:04 Jannis Schakarian

Warte mal, und die Netzhaut ist doch das hinten im Auge sozusagen, wo das drauf projiziert wird.

04:09 Gavin Karlmeier

Wurde mir ein Iris geht es Lichts in zwei Discord-Kanälen dreimal von unterschiedlichen Menschen erklärt. Also die Iris Ist sozusagen die Pforte. Ich muss aufpassen, was ich jetzt sage, sonst muss ich Montag hier schon wieder.

04:22 Jannis Schakarian

Komm nochmal 400.

04:24 Gavin Karlmeier

Also die Iris ist sozusagen die Pforte zur Netzhaut.

04:28 Jannis Schakarian

Ja, ich glaube, das stimmt. Können wir jetzt den Titeltrack von Es war immer das Leben einspielen? Der läuft gerade so in meinem Kopf.

04:39 Gavin Karlmeier

Also die 80er Kinder. Ja wirklich, ich kenne das auch noch, das war toll. Es gab auch mal so eine Nickelodeon-Produktion, bei der Menschen so auf so eine Mikrogröße geschrumpft wurden und dann durch den Körper gelaufen sind. Und dann waren sie so im Darm oder so. Es war aber eine echte Serie, also gespielt.

04:58 Jannis Schakarian

Ich muss sagen, also bis heute besteht, glaube ich. 90% meines Biologiewissens aus, es war einmal der Mensch, und die über die Geschichte Amerikas wahrscheinlich zur Hälfte aus Winnetu und die andere Hälfte aus es war einmal Amerika.

05:12 Gavin Karlmeier

Aber damit hast du wahrscheinlich wahrscheinlich immer noch deutlich mehr Kenntnis über den menschlichen Körper als der amerikanische Gesundheitsminister. Also hey, why not? Danke. Und dann habe ich noch ein kleines, es ist eigentlich nicht wirklich Housekeeping, sondern fast die erste Nachricht, aber es schließt so an ein entwickelndes Thema an. Und zwar geht es um die Memoiren von Sarah Wynne Williams. Das ist eine frühere Meta-Mitarbeiterin, die ein Buch naja, veröffentlichen möchte, muss man glaube ich gerade sagen, die darin gesprochen hat, zum Beispiel darüber, dass Mark Zuckerberg um 2015 herum versucht hat, mit sehr großen Anstrengungen in China zu expandieren und dafür auch in Kauf genommen hätte, wenn funktioniert der chinesischen Kommunistischen Partei direkten Zugriff auf Daten von Facebook gehabt hätten und die Möglichkeit, Inhalte zu löschen, Accounts zu sperren oder das ganze System abzuschalten. Meta versucht er jetzt gerade über drei Wege gleichermaßen Sarah Wynne Williams zu diskreditieren, kann man nun glaube ich so sagen. Zum einen haben sie ein Papier veröffentlicht, in dem sie die Claims, die Sarah Wynne Williams aushal Aufstellt, die Banken, indem sie einfach immer nur dazu sagen, das seien alte Nachrichten. Also das Papier geht so über drei, äh, vier PDF, die nach vier Seiten, und da steht dann immer nur drin Sarah Wynn Williams New Claim, in Anführungsstrichen. Facebook hatte den Plan, in China zu operieren und darunter steht dann immer Old News, Zuckerpocker 2019 in einer Rede bereits gesagt. Oder Facebook hatte eine neue App in China getestet. Old News, 2017 hat die New York Times dasselbe berichtet. Sie versuchen damit sozusagen die Aussagen zu schwächen, den Impact zu schwächen. Das ist so der erste, die eine der drei Methoden, die sie gerade vornehmen. Was interessant ist, weil gleichzeitig ist rausgekommen, haben wir letzte Folge darüber gesprochen, das ja, diese Pläne in China zu expandieren, vor allem deswegen auf Eis gelegt wurden, weil die New York Times darüber berichtet hatte. Also ja, vielleicht sind es alte Nachrichten, aber es sind jetzt nicht zwangsläufig die Nachrichten, die Meta gerne in der Welt gehabt hätte. Zum anderen versuchen sie. Sir Wynne Williams so als glaubwürdige Person zu diskreditieren. Also sie wird von CNN zitiert als eine bezahlte Anti-Facebook-Aktivistin. die wahrscheinlich nicht alle Tassen im Schrank hätte paraphrasiert, also als eine Person, die nicht ganz genau weiß, was sie da eigentlich redet und was sie tut. Und der dritte Weg ist, dass es ein Schiedsgerichtsverfahren gibt, das Meta angestrengt hat, denn in dem Auflösungsvertrag zwischen Meta und Sarawyn Williams, der das Arbeitsverhältnis aufgelöst hatte, gab es eben offenbar die Klausel, dass es Schwingenheitserklärungen gibt und die Möglichkeit eines Schiedsverfahrens. Das ist in amerikanischen Arbeitsverträgen relativ üblich. Haben wir damals bei X auch darüber häufiger gesprochen, bei den Ex-Gündigungen. Und das Problem mit dem Schiedsgerichtsverfahren ist aber wohl, dass es rechtlich jetzt wohl so aussieht, als dass der Verkauf des Buches gestoppt werden könnte, bis sämtliche Schiedsgerichtsverfahren. zu Ende gebracht wurden. Was also durchaus bedeuten könnte, dass Winmeter sich hier die richtigen Schiedsgerichte ausgesucht hat, dass es einige Zeit dauern könnte, bis dieses Buch tatsächlich dann erscheinen könnte, in dem einige dieser Geschichten drinstecken könnten.

08:20 Jannis Schakarian

Ich glaube, nach Plan soll das Buch, wenn ihr das hört, quasi gestern eigentlich erschienen sein. Also kann man davon ausgehen, dass jetzt die ersten Exemplare in den Umlauf gehen. Und Meta zeigt dir natürlich immer wieder, dass sie Meister der Medienkampagnen sind, ne? Also wir erinnern uns, sie haben irgendwie etliche auch windige PR-Agenturen engagiert, um irgendwie TikTok durch den Dreck zu ziehen und so. Und hier dieses New Claim Old News ist natürlich auch ganz genau an Redaktionen adressiert, wo natürlich die erste Frage ist: Ah, da Da macht so eine Ex-Facebook-Mitarbeiterin hat so ein Buch rausgebracht, wo man fragt, ja, und steht irgendwas Neues drin. So, und wenn man dann sagt: Ah, nee, irgendwie ist das alles schon bekannt und man nicht weiß, was das Neue da drin ist. Dann ist es sehr gut dagegen gekontert, um dem Buch möglichst wenig Aufmerksamkeit zu schenken. Gleichzeitig ist das Interessante an dem Buch ja. dass sie eine Insiderin ist und sehr nah eben sowohl mit Zuckerberg als auch mit Sherry Sandberg wohl zusammengearbeitet hat und so . Ohne das Buch jetzt gelesen zu haben, aber so ein bisschen die inneren Workings rekonstruiert und vielleicht auch Diskussionen und so Sind auch ein paar seltsame Anschuldigungen gegen Cheryl Sandberg da drin, die man glaube ich ungern breitgetreten haben möchte. Ja, aber soweit reicht anscheinend das Verständnis von Meinungs- und Redefreiheit von Mark Zuckerberg.

09:49 Gavin Karlmeier

Eine Frau kann kein Buch mit maskuliner Energie schreiben.

09:55 Jannis Schakarian

Das hätten sie doch einfach machen können. Stadt hat keine Tassen im Schrank, das Buch hat einfach zu wenig maskuline Energie.

10:02 Gavin Karlmeier

Es ist so bitter, dass man da zünsch werden muss. Aber das ist so, wie Zuckerberg im Moment argumentiert Und da sind wir auch direkt schon im Thema. Am 18. März, das ist kommende Woche am Dienstag, startet in den USA das Experiment Community Notes. Interessanterweise werden die öffentlich noch nicht sichtbar sein, sondern du kannst quasi schon welche einreichen, es kann schon abgestimmt werden, aber die werden noch nicht ausgespielt. Und die Warteliste der Contributors, also der Leute, die halt Community Notes schreiben, die beträgt im Moment 200. 000 Personen. Oh Und das Bemerkenswerteste an dieser ganzen Geschichte ist, dass die Technologie hinter den Meta-Community-Nodes der Open Source Algorithmus Ist, den X veröffentlicht hat zu den Community Nodes. Das heißt, Meta nutzt einfach hier Code, den das Team von X geschrieben hat, um die Community Nodes auf die Plattform zu bringen. Da weiß man ja wirklich gar nicht, wo man anfangen soll.

10:56 Jannis Schakarian

Ja, ist die Frage, hat Meta inzwischen auch so viele Leute entlassen, dass sie niemanden mehr haben, der ihnen den Code selber schreiben könnte? Ja, oder ist das irgendwie das Zeichen der Annäherung und zu sagen, also ist es auch so ein Schutz vor Republikanern oder anderen, die Argum. Also die dann nicht mehr argumentieren können, sie würden zu wenig tun, sondern die dann sagen können, nee, nee, guck mal, wir machen genau das gleiche wie X. Wir haben sogar denselben Code dahinter verwendet. Denn natürlich, und wahrscheinlich diskutieren wir da gleich auch nochmal drüber, natürlich ist dieser Algorithmus bei den Community-Nodes relativ entscheidend. Wann werden sie angezeigt? Wer wird da eingeladen abzustimmen? Wann haben genügend Leute abgestimmt und welche Ja, welchen Lagern werden die zugeordnet? Und das rauszufinden, damit brüstet sich X ja glaube ich auch selber. Ist jahrelange Arbeit und deswegen geben sie diesen Algorithmus weiter, dass Meta da direkt drauf aufsetzen kann. Ja, ob hilft ihnen wahrscheinlich schneller ins Feintuning zu kommen.

12:05 Gavin Karlmeier

Das ist jetzt die sehr positive Lesart. Man kann natürlich auch sagen, da steckt ein gewisses politisches Kalkül hinter, weil man damit sich relativ schnell natürlich in der Gunst von Elon Musk irgendwie nach oben arbeiten kann und sagen kann, guck mal, Herr Musk, der da die ganze Zeit neben dem US-Präsidenten. steht, den wir jetzt auch ganz toll finden. Unsere Community-Nodes funktionieren genauso gut wie deine, denn es sind deine. Das hilft natürlich so ein bisschen in der Wahrnehmung, in den Lagern, in denen es wichtig ist für Mark Zuckerberg zu gelten, gerade Aber du hast gerade schon gesagt, dieser Algorithmus, der unterteilt ja das Publikum der Abstimmenden in verschiedene politische Lager. Und diese Lager werden genutzt, um eben eine wie sagt man, Wichtigkeit einer Community Note in unterschiedlichen, bei Menschen mit unterschiedlichen politischen Meinungen abzufragen. Also wenn, mein Lieblingsbeispiel ist, irgendjemand verbreitet jetzt eine Falschinformation, wenn Leute, die eigentlich sonst seiner Meinung sind und Leute, die ihnen widersprechen, gemeinsam sagen, diese Community. Note, die da drunter steht, ist sinnvoll, dann wird sie angezeigt. Ob das das sinnvollste Vorgehen ist, um Desinformationen in zum Beispiel politischen Wahlkämpfen einzuschränken. Das haben wir hier schon sehr oft diskutiert und da würde ich immer noch ein großes Fragezeichen dran machen, dass sie aber tatsächlich eben genau das hier einfach von Ex übernommen haben. Ja, ist der kürzeste, einfachste Weg des grängsten Widerstandes wahrscheinlich.

13:27 Jannis Schakarian

Ja, also das Problem mit diesen Lagern, an sich ist die Idee ja, also könnte man erstmal sagen, ja, es ist ja halbwegs sinnvoll, wir wollen nicht Also wir wollen uns davor schützen, dass man durch so einfache Bot-Voting-Kampagnen irgendwie so eine Community-Note durchpressen kann. Das haben wir umgekehrt auch sehr oft erlebt, wenn du plötzlich Kommentarschwämme kriegst, weil es sind irgendwie irgendein YouTube-Video im richtigen Telegram-Kanal mal verlinkt wurde. Und da sieht man, wie dieses System dafür auch ausgetrickst werden könnte. Und deswegen ist es erstmal sinnvoll zu gucken, okay, kommen die Menschen, die sagen, diese Note ist hilfreich aus unterschiedlichen Spektren und kommen die nicht alle irgendwie, sind es nicht alles, keine Ahnung, Joe Rogan-Fans, so, weil der das gesagt hat. Was ich mich frage, ist, die Formulierung ist immer, die diesen Dingen normalerweise nicht zustimmen oder so, inwiefern wir eben schon so weit fortgeschritten sind, dass es so viele Fake News sind, die Menschen inzwischen glauben, dass diese Lager eben nicht mehr klar erkennbar sind. Und da sind wir wieder zurück beim Buch fast von von der Willen Williams. Sarah Wynn Williams. Also wie viel hat Facebook denn jahrelang dazu beigetragen, diese Falschinformationen zu verbreiten und dass sie sich so gefestigt haben, dass wir jetzt gar nicht mehr klare Lage haben irgendwie von Menschen, die vielleicht eher rechts oder links sind, sondern einfach ein Lager haben, was nicht mehr stark an der Wahrheit interessiert ist, auch die Wahrheit gar nicht mehr hören will und gar nicht mehr glaubt. Und das macht es, das sind, glaube ich, diese Krux in diesem Algorithmus, in denen die diesem verschiedenen Lager müssen zustimmen

15:15 Gavin Karlmeier

Ja, vor allem das Problem ist ja, dass du das Meta versucht, immer wieder solche Räuberpistolen so lange weiter zu verbreiten, bis Leute sie glauben. Also in einer in einem der Statements, das Meta veröffentlicht hat, haben sie auch geschrieben, wir gehen davon aus, dass Community Notes weniger verändert. voreingenommen sein werden als das Faktenüberprüfungsprogramm eines Drittanbieters, das es ersetzt. Damit unterstellt man ja, dass du voreingenommen von Fakten berichten könntest. Das Wird nicht wahrer, je häufiger man es wiederholt, ehrlicherweise, sondern Fakten sind Fakten. Und wir haben hier ja auch mit Frederik von Castell, der im Faktencheck-Team der DPA damals für Facebook diese Checks auch durchgeführt hat, ja gesagt, wie diese Testate erstellt werden und dass sie eben Da sie gar keinen Spielraum für Voreingenommenheit eigentlich geboten haben. Klar, Meta spart ein bisschen Geld dadurch, vor allem wenn sie jetzt hier auf bereits geschriebenen Codes zurückgreifen, geht es schneller und es wird günstiger. Aber es ist eben auch. Man entfernt sich damit auch diese politisch unliebsame Überprüfung von Unwahrheiten, die man vielleicht manchmal ja auch gebrauchen kann, wenn man politisch aktiv sein möchte, wie Meta das in den letzten Wochen gezeigt hat.

16:17 Jannis Schakarian

Ja und dazu kommt, ich habe jetzt erste Screenshots davon gesehen, wie diese Community Notes aussehen soll. Und ich weiß nicht, wie du es findest. Ich fand die erstmal sehr unauffällig. Also da steht so ganz klein drunter, dass es dazu eine kollektive Anmerkung oder so gibt und dann muss man es noch ausklappen, um die überhaupt zu lesen. Also da steht jetzt nicht riesenfett drauf Fake oder so. Ja, also Facebook ist ja sonst in Dark Patterns und was soll ich schnell erkennen Deutlich geübter. Ich glaube, das haben sie jetzt hier, zumindest in diesen Screenshots, mal gucken, wie es nachher aussieht, jetzt noch nicht so, dass es einen sofort anspringt. Sage ich mal vorne.

17:00 Gavin Karlmeier

Ja, gerade bei Instagram ist das halt ein, also der Text schwarz auf weiß, der unter dem Fließtext des Posts steht, fällt überhaupt nicht auf, finde ich. Ich packe mal den, wir packen den Link der Meta des Meta Press Rooms in die Shownotes dieser Episode heute. Dann könnt ihr euch das auch anschauen, wenn ihr gerade nichts zu tun habt. Bei Thread sind die, finde ich, immerhin noch ein bisschen klarer, weil sie eben so einen Kasten darstellen. Da sehen sie sehr aus wie bei X, ehrlicherweise. Und das Interessante ist aber, was ich am interessantesten finde, dass sie angekündigt haben, dass die Community Node zum Start zunächst nicht unter Werbeanzeigen platziert werden werden. was für mich einer der Super Use Cases war, weil sie eben, wenn, also wenn wir mal sagen, wofür sind die Community Notes denn gut, naja, du wirst halt bei Beiträgen von PolitikerInnen und öffentlichen Personen, wo sie eben zuerst platziert werden sollen, wirst du viel mehr Schwierigkeiten finden, einen Konsens zu finden in Leuten in unterschiedlichen politischen Positionen, weil du eben dich entweder auf diese Person einigen kannst oder eben nicht. Bei einer Werbung gibt es aber nicht wirklich zwei Meinungen. Wenn es eine irreführende Werbung ist, dann wird es ja relativ wenig Leute geben, die trotzdem die Node ausblenden, weil sie sagen, ja, aber wir wollen das Unternehmen unterstützen. So, das gibt's auch, aber da sprechen wir gleich nochmal drüber.

18:15 Jannis Schakarian

Ja, aber es wäre natürlich die deutlich unangenehmere Unterhaltung mit den eigenen Werbekunden, wenn man denen jetzt plötzlich erklären muss. Übrigens, da kann jemand ganz prominent eurer Anzeige. . widersprechen. Und da könnte es dann plötzlich teuer werden für Meta, wenn man damit die eigene Werbeform kannibalisiert oder kaputt macht und deswegen lieber nicht. Ja, so ist es. Ich bin gespannt, ob das noch kommt.

18:41 Gavin Karlmeier

Diese Rotcreme macht gar nicht sofort 20 Jahre Jünger. Ich habe das probiert und ich sah maximal 14 Jahre jünger aus. Joel Kaplan war bei Fox News wo sonst und hat dort über Community Notes gesprochen. Und hat gesagt, dass Beiträge mit Community Notes keinerlei Einschränkungen in der Reichweite erleben werden. Ich bin gespannt, wie gut diese Aussage altert.

19:02 Jannis Schakarian

Aber also Tja, das ist ja dann nochmal ein Downranking sozusagen. Also zu sagen Eine Community Note ist kein Signal für den Algorithmus, ist ja richtig schwach. Also das war ja zumindest davor immer noch so dieses, okay, wenn wir wissen, dass was falsch ist, dann drosseln wir die Reichweite. Und das war ja auch immer sogar Elon Musks Argument. Wir löschen keine Beleidigungen und was weiß ich, verstöße mir, aber sie kriegen keine Reichweite. Nicht Freedom of Reach, bla bla bla. Und dass man jetzt hier sagt, nee, nee, nur weil das von der Community als nicht sinnvoll eingestuft wurde oder dem widersprochen wurde, wird das keine Einflüsse auf die Reichweite haben. Sorry, das schwächt es ja noch mehr ab.

19:52 Gavin Karlmeier

Ja, aber das ist ein absolutes Geschenk an die politische Situation in den USA. Ja, aber ja.

20:03 Jannis Schakarian

Ich glaube, ich bestelle mir jetzt mal das Buch vor Sarah Wood Williams.

20:07 Gavin Karlmeier

Solange es noch geht, meinst du? Ja, ich werde es auch tun, solange das noch geht. Vielleicht machen wir das.

20:13 Jannis Schakarian

Hakengrand-Buchclub.

20:16 Gavin Karlmeier

Lesezeichen drin, das Buchupdate. Ansonsten gibt es die Geschichte, dass Jill Duran, ein Journalist in den USA der in den letzten Wochen verstärkt versucht hat, Elon Musk zu monitoren und die Arbeit im Doge zu monitoren, Inhaltlinks auf seine Website, sein Newsletter oder Artikel, die er geschrieben hat, von Meta immer automatisiert als Spam markiert wurden. Hm, wie man dazu steht, kann man sich dann jetzt auch immer, kann man sich selber überlegen.

20:48 Jannis Schakarian

Ja, wobei das ist natürlich schon bedenklich so. Wenn, wenn du, also ich bin jetzt über das, als du Meta gesagt hast, habe ich aufgehörcht, weil ich dachte, ja, du, dass die bei X, ne, haben wir schon oft Beobachtet, aber das ist schon eine Art und Weise der Verbrüderung und der, der ver Schwesterungen zwischen diesen zwei Plattformen in dem, was noch erlaubt ist und worüber man sprechen soll und darf, die wirklich mir Angst macht. Da kann ich ja jetzt einmal plugen, was ich sonst in meinem Dayjob so mache. Den 8 Milliarden-Podcast beim Spiegel. Da haben wir gerade ein Interview mit Steffen Kopetzky, dem Autor, geführt. der ganz massiv vor so einem Tech-Faschismus nochmal warnt, dessen Ziel eigentlich ist und auch mit diesem Doge ähm ähm nicht behörde mit dieser dosch organisation eigentlich die staatlichen Institutionen platt zu machen, um sie hinterher dann wieder durch private Institutionen quasi aufzufüllen, um dann wieder mehr Geld zu verdienen und Dass die jetzt hier sich auch noch so, ja, wie sagt man, so im Gleichschritt, wenn man fast schon sagen, irgendwie zusammenschließen, um unliebsame Inhalte zu verbreiten, das ist schon wirklich nochmal anders alarmierend. weil sie haben eben ein Monopol für Aufmerksamkeit nach und nach auf sich gerichtet. So komme ich heute an Journalismus, wir wissen auch. Es gibt immer mehr einzelne Journalisten, gerade in diesem Feld. Wir denken an Casey Newton mit Plattform oder so, die independent geworden sind. Und eben nicht darauf immer setzen können, dass sie bei New York Times auf der Homepage sind, sondern die darauf angewiesen sind, dass sie eben anders distribuieren und eben ganz oft über diese Plattformen. Und wenn die jetzt wirklich da alles drosseln. Ja, darüber waren wir seit Jahren und so, aber das ist jetzt hier nochmal ein Beispiel, wo ich mir denke, ey, das kann doch nicht sein. So, da passiert ein Staatsstreich und

22:55 Gavin Karlmeier

Ich habe da direkt drei Gedanken zu und wie immer wird es darauf hinauslaufen, dass ich mich gleich an den dritten nicht erinnern werde. Aber erstens, das war eine der roten Linien, bei denen damals, bei denen oder über die damals alle sagten, wenn diese überschritten ist, verlassen auch wir Ex, was bei den meisten Medienhäusern, mit denen ich mich so unterhalte Nicht der Fall war, sondern Sie alle haben vorher diese rote Linie definiert, wenn Berichterstattung eingeschränkt wird, dann müssen wir da weg. Das ist relativ schnell damals im Fall von X passiert. Wir erinnern uns über die Sache mit dem Privatjet von Elon Musk, wir erinnern uns. über um die Geschichte, was hatten wir denn noch? Diese Geschichte, bei der Elon Musk gefilmt wurde aus dem Auto, über den ich berichtet werden durfte. Wir erinnern uns an die Einschränkung von Links zu Mastodon. Also da gab es Dutzende Beispiele. Und bei Meta sind wir eigentlich an demselben Punkt. Auch wenn Meta natürlich früher oder später hier von dem Fehler sprechen wird, muss man sagen, dass hier so eine rote Linie gerade zumindest gekratzt wird und auch sich da die Frage gestellt werden muss. Vor allem dann, wenn ihr Traffic. Trafficmäßig mit den Medienhäusern darauf angewiesen seid von Meta Traffic zu generieren, relativ schnell da wegzukommen. Der zweite Gedanke, den ich habe, und damit will ich es jetzt gar nicht so global, geopolitisch, philosophisch werden lassen, wie das jetzt klingt. Natürlich sind JournalistInnen im Selbstverlag auch auf diese Plattformen angewiesen. Die Folge wird aber trotzdem sein, dass wir, wenn wir mehr JournalistInnen selber anfangen zu veröffentlichen, umso mehr wird ihr Angebot an Informationen und an Recherchen, naja, Nische. Also wenn du nicht auf der Schlagseite der New York Titelseite der New York Times landest, sondern einfach einen ganz gut geklicktten Newsletter hast, dann werden ganz, ganz, ganz viele Menschen, die sich eigentlich nicht für diese Titel. Themen interessieren, auch niemals davon erfahren. Und das ist aber gerade im Fall dieser Tech-Welt fatal, glaube ich, weil sie eben so massiv ins öffentliche Leben eintaucht. Und den dritten Gedanken habe ich jetzt, wie angekündigt, natürlich vergessen.

24:52 Jannis Schakarian

Ja, ich bin da ganz bei dir. Ich überlege gerade, warum es bei Meta nicht nicht so große Wellen schlägt wie damals bei X. Wahrscheinlich, weil X das schon einmal vorgemacht hat und wir irgendwie das so schleichen, ne, und inzwischen sind auch alle Argumente da, damit man muss irgendwie dagegenhalten und ähm Ich glaube, auch die Plattformen spielen nicht so eine große Rolle, will ich gar nicht sagen, aber eine andere Rolle. Also der Link-Traffic von Facebook ist schon lange eingebrochen, spielt nicht mehr so eine große Rolle. Bei Instagram hat er sie noch nie gespielt, weil ich nie wirklich verlinken konnte. Und bei Threads war er noch gar nicht so weit, dass ich jetzt sagen könnte, uh, irgendwie bricht da unser Traffic ein. Das heißt, da ist die Einerseits die Abhängigkeit nicht so stark, aber ich glaube auch dadurch die Beschäftigung damit nicht so groß, dass sowas schon auffallen würde und es wird, glaube ich, noch deutlich unkritischer gesehen. Also beziehungsweise Mark Zuckerberg wurde schon so lange immer kritisch gesehen, aber auf einer anderen Ebene, sodass einen das jetzt gar nicht wundert.

25:57 Gavin Karlmeier

Ja, oder negativ formuliert, vielleicht haben wir uns einfach so sehr an schlechte Nachrichten gewöhnt, dass wir uns einfach, dass dieser Schwellenwert für Empörung einfach massiv angestiegen ist.

26:10 Jannis Schakarian

Ja, und uns fehlen die Alternativen. Also dadurch, dass X und Meta es jetzt machen, fehlen uns dann plötzlich die Alternativen in der Distribution. weil ich mich nicht mal mehr auf Google verlassen kann, weil da wird es im Zweifel durch irgendeine KI-Antwort ersetzt, was ich geschrieben habe. Das ist, glaube ich, gerade schon ein Problem, dass Medien überall so ein bisschen am Horizont sehen müssten.

26:36 Gavin Karlmeier

Das ist so. Du hast gerade schon Ex angesprochen, also kommen wir doch zu Ex.

26:40 Jannis Schakarian

Ah, endlich gute Nachrichten.

26:43 Gavin Karlmeier

Es gibt neue Hinweise darauf, wie es zu dem Totalausfall von Ex am Montag gekommen ist. Wir hatten ja schon über die möglichen DDoS-Angriffe gesprochen. Da gibt es jetzt ein paar weitere Hinweise. Wired hat das recherchiert, Heiser hat das auch nochmal aufgeschrieben in Deutschland. Und zwar ist es wohl, also legen die derzeitigen Untersuchungsstände nahe, dass hinter dem Angriff auf Ex ein Botnetz gestanden hat. Dieses Botnetz besteht offenbar aus, ich weiß nicht, ob du sitzt, aber ich finde es hochinteressant, besteht offenbar aus Geräten wie, die Formulierung, die ich hier habe, war Videorekorder und Kameras. Videorekorder werden, also bin mir nicht sicher, ob da nicht ein Übersetzungsfehler ist, aber Kameras, also alle möglichen Geräte, die irgendwie ins Internet kommen und hackable sind. Ähm, um die 5000 Geräte sollen das hier gewesen sein innerhalb von kürzester Zeit, die aufgetaucht sind. Dieses Netzwerk soll Eleven Eleven Bot heißen oder Eleven Bot mit einer 11 in der Mitte, ich weiß auch nicht. Und es gibt offenbar sogar, um noch weiter zu gehen, Elon Musk hatte das ja auf Angriffe aus der Ukraine geschoben. Und Wyatt hat gesagt, dass sie mit einer anonym Quelle gesprochen haben, die ihr für ihnen versichert hätten, dass die 20 aktivsten IP-Adressen in diesem Botnetzwerk, nicht von denen nicht eine einzige aus der Ukraine stammen soll. Ähm, also erstmal, selbst wenn es so gewesen wäre, haben wir schon darüber gesprochen, wäre das kein Hinweis darauf, dass es auch aus der Ukraine orchestriert gewesen wäre, weil eben so ein Botnet so funktioniert, dass jeder irgendwo oder viele Leute irgendwelche ungeschützten Geräte rumstehen haben. die dann genutzt werden, eben durch eine Sicherheitslücke. Das interessante ist aber, dass das Wired schreibt, dass während dieser fünf verschiedenen Angriffswellen, die auf X bassiert sind, also dass es keine Verbindung zum Server gab, keine Inhalte geladen wurden, keine Fotos geladen werden konnten und so weiter. während dieser Attacke, dass die alle wohl vor allem deswegen möglich gewesen sind, nicht etwa, weil die besonders innovativ gewesen wären oder besonders gut geplant gewesen wären, sondern weil einfach die Sicherheitsvorkehrungen der Server von X komplett unzureichend gewesen seien.

28:48 Jannis Schakarian

Ach, Überraschung. Haben die etwa die Leute rausgeschmissen, die sich um die Sicherheit der Server bei X gekümmert haben? Naja. Ähm ja, man kann glaube ich nochmal sagen, dieses zumindest mein begrenztes Wissen über Cybersecurity ist so, dass es relativ üblich ist, dass gerade so so smart home equipment oder dieses internet of things sehr gerne mit mit bots belagert wird was daran liegt, dass A, dann, keine Ahnung, irgendwelche Leute kaufen sich irgendeine billige Kamera, schließen die einmal ans Internet an und für sie funktioniert die Sie machen nie wieder ein Update. Die Geräte haben dann gerne auch so eine Art Standardzugang, Standard-Passwort, was nicht geändert wurde, weil funktioniert ja. Und dadurch ist es relativ. einfach, dass die als Bot-Netzwerk gekapert werden und vielleicht sogar auch einfach weiterlaufen, weil ich merke dann gar nicht, dass dass meine Security-Kamera nebenher auch noch ein fleißiger Bot ist. Das ist relativ üblich. und diese ja diese Argumentation mit den IP-Adressen ist so oder so Quatsch, weil ne ähm Ist in dieser Folge irgendein VPN-Anbieter Sponsor? Weiß ich nicht, aber ne, das ist jetzt wenn ich schon soweit bin, ein Botnetzwerk zu betreiben, dann kriege ich es auch gerade noch hin, meine IP-Adresse zu verschleiern und wenn ich will, auch gezielt. Den Verdacht zu erwecken, dass es genau daher kommt, wo ich will, dass es herkommt. Deswegen niemand, der was auf sich hält, sagt, die IP-Adressen zeigen dahin, deswegen müssen es die gewesen sein. Jetzt kommt noch daher zu, die waren anscheinend nicht mal in der Ukraine. Und es gab ja auch so ein Bekenntnis von so einer palästinensischen Hackergruppe, glaube ich, die gesagt hat, wir waren es. Darunter ist jetzt auch nicht viel mehr zu halten. Ich glaube, Anonymous hat zwischendurch auch mal gesagt, wir waren es, aber wir wissen es. alle Anonymous ist jeder von uns. Also jeder kann sagen, ich bin Anonymous und ich war es übrigens. Also diese Attribution ist total schwierig. Dagegen helfen kann nur ordentlich seine Server schützen. Das hat Ex wohl nicht gemacht. Und ich weiß gar nicht, haben sie nicht auch einfach aufgehört, vielleicht ihren Cloud Flair-Dienstleister zu bezahlen oder so zwischendurch?

31:06 Gavin Karlmeier

Das wäre jetzt meine Theorie. Genau, einfach Kreditkarte abgelaufen, nicht erneuert. Naja, schade. Nein, also offenbar haben Sie Cloudflare Schutz. Also für die, die das nicht kennen, Cloudflare funktioniert so ein bisschen so wie ein. Wie so ein Chiffre. Also du gehst dann eben nicht direkt zu X, sondern gehst du erst zu Cloudflare und dann zu X und die entscheiden dann sozusagen als Server in der Mitte. Ist das jetzt gerade hier ein zulässiger, ein zulässiger Weg oder ist das hier ein Angriff? Das ist genau deren Geschäftsmodell. Offenbar haben sie Cloud Flare-Schutz und haben damit sogar sich gegen Didos-Attacken geschützt Aber nicht mit allen Servern und es gibt einige Server von X, die aus dem Internet erreichbar sind, die nicht von Cloudflare geschützt werden. Also, das ist da denke ich mir, das ist so eine Sicherheitslücke, die hätte ich aufdecken können. Und ich bin kein Hacker. Ich war noch nie mit Kapuze vom Computer. Ex hat bestimmt eine Stelle frei für dich. Bitte nicht. Ich sag mal so, ich könnte mir auch vorstellen, dass wenn mich die HR-Abteilung dort einmal googelt, dann könnte ich mir vorstellen, dass ich da keinen Job mehr kriege. Eventuell.

32:15 Jannis Schakarian

Aber es wäre ein Update für Haken dran investigativ. Und du könntest ein Buch dann schreiben. Undercover Mask.

32:27 Gavin Karlmeier

Wir denken mal ein bisschen drauf um. Wir nehmen das mal mit, Janis. Ansonsten gibt es eine kleine Tesla-Geschichte. Und mit Klein meine ich, die ist gar nicht so klein. Und zwar am Dienstag, ich fange vorne an, am Dienstag hat Musk versucht, also wir erinnern uns ja daran, dass Musk vor Ewigkeiten mal, ich glaube 2018, Ja, 2018 wurde Musk ein Gehaltspaket durch Tesla versprochen, das ihm so viele Aktien gegeben hätte, dass sie einen Wert von irgendwie 56 Milliarden US-Dollar zugesichert hätten mit der Zeit. Also die Aktien sind mehr geworden über die Zeit, während. . Mask darauf gewartet hat, dieses Paket endlich zu bekommen. Dann hätte er es endlich bekommen. Dann hat ein Aktionär, der relativ wenig Anteile an Tesla hält, dagegen geklagt und hat gesagt, dass er das als Aktionär nicht richtig findet. woraufhin die komplette Aktionärsversammlung von Tesla darüber abstimmen musste. Das haben sie getan und waren damit einverstanden, bis ein Gericht diese Entscheidung aber Ende letzten Jahres einkassiert hat. Das heißt, Stand jetzt kriegt Musk diese Summe nicht. So, das ist der Status Quo. Musk hat jetzt am Dienstag erneut Berufung eingelegt, um das zu verhindern. Es geht hier um ein Gericht in Delaware, wo Tesla den Unternehmenssitz hat. Und die versuchen dort, er versucht dort sozusagen das Gericht dazu zu zwingen, dieses Gesetz, das eigentlich dazu dient. Einzelaktionärsinteressen zu schützen, hier nicht zu beachten, weil Tesla eben ja eigentlich in der Aktionärsversammlung dafür gestimmt hatte. Das ist jetzt so die ganz kurze Fassung. Tesla als Unternehmen hat auch noch erklärt, dass ein neues Gehaltspaket für Musk aufzusetzen, eine Mehrbelastung von 25 Milliarden Dollar für das Unternehmen bedeuten würde. Also so nach dem Motto, das wäre nur noch teurer, wenn wir nochmal ein Aktienpaket schnüren müssten. Deswegen müssen wir das Alte auszahlen. Na klar. Und Musk hat aber auch selber schon angedroht, und jetzt wird es ein bisschen wild, gemeinsam mit seiner Anwaltskanzlei, die Tesla und Elon Musk vertritt, dass sie einen, also Anders gesagt, die Anwaltskanzlei, die Tesla und Musk vertritt, hat einen eigenen Gesetzentwurf verfasst, der das Gesellschaftsrecht in Delaware so verändern würde, dass diese dieser diese Zahlungspakete ohne weiteres möglich wären. So, und damit versuchen Sie jetzt irgendwie gerade vor Gericht erfolgreich zu sein.

34:45 Jannis Schakarian

Ist stabil, ne? Ist ganz komisch, weil Elon Musk hat ja eigentlich mit der Regierung überhaupt nichts am Hut. Also, dass sie jetzt irgendwie da selber Gesetzesvorhaben, das ist ja fast so, als würde er irgendwie in der Politik mitmischen wollen. Ähm, ganz selber Einwandlung hätte man von Elon Musk gar nicht erwartet.

35:03 Gavin Karlmeier

Kann man sich irgendwie nicht erklären, ne, diese Geschichte.

35:06 Jannis Schakarian

Ja, also es zeigt, ähm, dass irgendwie sein Bestreben fast grenzenlos ist. Ich meine ja, für 56 Milliarden Kann man sich auch mal eine gute Anwaltskanzlei kosten lassen, da geht es ja schon um viel Geld, also klar lässt er nichts unversucht. Ähm, Aber es ist dann doch erschreckend irgendwie. Also, wenn man es weiter denkt, zu sagen, okay, sie geben jetzt da Gesetzespakete ab und schlagen die vor. Und wenn man weiß, welchen Einfluss Elon Musk. jetzt auf nicht nur den Präsidenten der USA hat, sondern eben, wie er in jedem einzelnen Staat ja auch immer damit droht, Du machst, was ich will, oder ich stelle den Gegenkandidaten dahin und unterstütze den im Wahlkampf. Ist klar, dass er eigentlich bekommen kann, was er will. Vor allem auf dieser politischen Ebene. Und dann kann auch ein Richter nicht mehr gegen geltendes Recht entscheiden. Also das ist schon.

36:05 Gavin Karlmeier

Das ist wahr. Tatsächlich fürchten jetzt Menschen den sogenannten Dexit, dass mehrere Unternehmen jetzt die Entscheidung, Delaware zu verlassen, wie Tesla und SpaceX das ja auch schon getan haben und nach Texas gegangen sind, dass diese dass das jetzt sozusagen Schule machen könnte, weil man sich in Delaware darum sorgt, die Unternehmensrechte nicht wahrgenommen genug zu fühlen.

36:31 Jannis Schakarian

Dazu muss man sagen, dass also die ganzen Unternehmen in Delaware sitzen, weil Delaware eines der unternehmensfreundlichsten Staaten ist, die man sich vorstellen kann. Ich glaube, man zahlt da überhaupt keine Steuern oder minimal Steuern so ungefähr. Deswegen sitzen die alle überhaupt in Delaware. Sonst wüsste keiner. Wo Delaware ist. Und nicht mal das reicht ihnen aus, sondern sie spielen jetzt hier dann Texas dagegen aus, weil Republikaner fuck yeah oder so. Ja.

36:58 Gavin Karlmeier

So ist das. Ansonsten ist der Tesla-Kurs aber in den letzten Tagen ganz schön nach unten gerasselt. Das habt ihr bestimmt überall mitgekriegt, das hat es ja sogar in die großen, in die echten Medien geschafft. Und Donald Trump hat damit ein Problem und hat deswegen relativ wirksam, öffentlichkeitswirksam, auf der Wiese vor dem Weißen Haus sechs Teslas ausstellen lassen, von denen er sich dann am Mittwoch einen ausgesucht hat. Den, den Elon Musk ihm empfohlen hat, den er dann gekauft hat, ein rotes Model S. Das das allein ist ja schon skurril genug. Gleichzeitig hat er eine Pressekonferenz gegeben und hat über die Es gibt gerade so Ausschreitungen in den USA oder Protestaktionen oder Anschläge, wie auch immer man das framen möchte. Ich will das ich versuche, das relativ neutral zu machen. zu framen. Es ist Gewalt gegen Sachen. Also es werden Tesla-Ladesäulen angezündet, Tesla Schilder an Läden mit Graffiti beschmiert. Also die Leute tun ihrem Unmut. Wie sagt man? Machen ihrem Unmut Luft. Danke. Indem sie sich gegen Tesla richten, weil sie eben sagen, dass die Übernahme durch Mask der Regierung in der Form des Doge der Weg in den Faschismus ist und sich dagegen stellen wollen. Das sind die Ausschreitungen, die dort eben gerade passieren oder die Demonstrationen, wie auch immer man das nennen möchte. Es gibt wahnsinnig viele Verschwörungserzählungen, genau über diese Aktionen, die dort eben gerade stattfinden. Aber Musk hat jetzt während dieser Pressekonferenz, als er da vor diesen sechs Tesla stand, an der Wiese des Weißen Hauses, gesagt, Angriffe gegen Tesla sind domestic terrorism, also inländischer Terrorismus.

38:44 Jannis Schakarian

Ja, weil Tesla ist das Nationalheiligtum. Ja, also ich glaube, die ganzen Witze dazu wurden schon gemacht, dass jetzt Teslas besser geschützt sind als Transpersonen oder Homosexuelle in den USA. Oder auch das Kapitol, weil dafür wird man freigesprochen, gegen Gewalt, gegen Teslas ist Terrorismus, gegen ja. Ja, und diese, also das sah wirklich, diese Pressekonferenz mit den Tesla da im Weißen Haus, das sah wirklich aus wie so ein schlechter Werbespot, so von weiß nicht. Better Call Saul oder so, dreht für einen Kabelsender eine Werbeschreibung. So, komm zu meinem Local Car Dealership. Es ist Also ja, weiß ich nicht. Hat nicht Elon Musk mal gesagt, es gibt eine große Wahrscheinlichkeit, dass wir in einer Simulation leben? Ich würde sagen, er hat. Damit hatte er recht.

39:45 Gavin Karlmeier

Also es ist sogar so, dieses Gesetz zur Domestic Terrorism in den USA, das gibt es. Du kannst sozusagen in dem Moment, wenn es Straftaten gibt, die dazu genutzt werden sollen, Zivilbevölkerung einzuschüchtern, Regierungseigentum zu verändern oder zu zerstören, das Verhalten der Regierung zu beeinflussen oder die Regierung zu erpressen, dann kannst du Straftaten als inländischen Terrorismus bezeichnen. Und das ist ja auch verständlich, dass es diese Gesetze gibt. Wir haben hierzulande ja ähnliche Gesetze, irgendwann übernimmt dann die Bundespolizei die Ermittlungen. Das sind dann solche Verbot oder der Staatsschutz. Ob das aber jetzt bei Angriffen auf Ladesäulen tatsächlich so adaptierbar ist, wäre ich mir nicht ganz sicher. Oder ob das nicht einfach nur ein weiteres Beispiel von Donald Trump legt die Gesetze sich so aus, wie er es gern hätte ist. Ich habe mir auch mal den Aktienkurs angeschaut. Und man muss sagen, der Aktienkurs von Tesla ist nach dieser Aktion, die Donald Trump da gestartet hat, tatsächlich gestiegen. Also am Montag lag er noch bei zwei hundert zweiundzwanzig Euro und dann Mittwochabend bei zweihundert achtundvierzig Euro. Man muss allerdings dazu sagen vor drei Wochen lag er noch 360 Euro. Also es hatte einen leichten Impact, der jetzt aber nicht zwangsläufig Tesla den Tesla-Aktienkurs retten würde. Oder wie Donald Trump sagt. Die Umsatz- und Kurseinbrüche von Tesla seien ein Zeichen dafür, dass Elon Musk sehr unfair behandelt wird. .

41:07 Jannis Schakarian

Ja, oder es ist das Zeichen dafür, dass die Tesla-Achse jetzt schon länger etwas überbewertet war, nachdem sie jahrelang unterbewertet waren, was viele Menschen, glaube ich, reich gemacht hat. Man kann nur hoffen, dass sie rechtzeitig verkauft haben. Weil ich glaube, jetzt tritt halt genau das ein, dass Elon Musk und deswegen will er wahrscheinlich auch sein Kompensationspaket nicht neu verhandeln, um diesen Rückgriff auf das vorherige Thema noch zu machen. Dass er jetzt eher zu etwas wird, was Tesla zurückhält. Wir haben es vor allem in Deutschland, in die EU gesehen, wo die Tesla-Absatzzahlen auch massiv eingebrochen sind. Ich glaube, in den USA sieht es gar nicht so viel anders aus, dass sie zumindest das, was früher ja die Kern-Tesla-Käufer-Gruppe waren, eher liberale, die gesagt haben Ich will ein schnelles Auto fahren und irgendwie was für die Umwelt tun. Ich kaufe mir einen Tesla, dass er die ja alle komplett vor den Kopf gestoßen hat und jetzt mit dem Cybertruck auch noch nicht die Hillbillies dafür Von überredet hat, ihren Toyota-Pickup hinter sich zu lassen und stattdessen einen Cybertruck zu nehmen. Also ich glaube, er hat einfach die Kunden und Käufer von Tesla sehr vor den Kopf gestoßen. Und es ist ja auch die Frage, Hat er überhaupt noch Zeit, sich um Tesla zu kümmern? Da passiert jetzt innovationsmäßig gar nicht so viel. Er ist ja damit beschäftigt, die amerikanische Regierung auseinanderzunehmen. Also jetzt rein als Aktionär, aber dazu kann Pip Klöckner wahrscheinlich mehr sagen. Würde ich auch sagen, Moment, der CEO scheint gar keine. . Ist er überhaupt Tesla CEO? Der Rocketman von Tesla scheint gar keine Zeit zu haben für die Firma, sondern ist mit anderen Dingen beschäftigt. Ja, vielleicht ist ein guter Zeitpunkt zu verkaufen, weil da scheint gerade nicht so viel Innovatives zu passieren und auch nicht seine Kraft reinzustecken. Also selbst wenn ich sein Genie in Sachen Tesla glaube, ist sein Genie ja offensichtlich gerade damit beschäftigt. Betrüge, Betrugszahlungen im amerikanischen Bundeshaushalt zu finden.

43:11 Gavin Karlmeier

Ja, und die Korruption zu bekämpfen. Apropos Korruption, kurz nachdem Donald Trump diese skurrile Werbeaktion mit den Tesla auf der Wiese abgewickelt hat, wurde bekannt, so berichten zumindest Axios und die New York Times, beides sehr, sehr seriöse und zuverlässige Medien, was solche Investigationen Investigativrecherchen angeht, dass Elon Musk auf Pläne hat, 100 Millionen Dollar an Superpacks zu spenden, die alle mit dem Ziel Maga, Make America Great Again. Arbeiten. Darunter auch der America Pack, natürlich sein eigener Pack, aber eben auch den Super Pack Make America Great Again, Inc. und Securing America Greatness. Ähm, also Elon Musk möchte völlig oder hat gar nichts damit zu tun, dass Donald Trump gerade Werbung für Tesla gemacht hat, 100 Millionen Dollar in diese Aktionen spenden.

44:02 Jannis Schakarian

Ja und also wir reden hier von Korruption. Natürlich ist es auch der Versuch, irgendwie, also irgendjemand Kluges könnte jetzt wahrscheinlich ausrechnen, was dieser Aktiensprung, den du gerade vorgerechnet hast, von 220 auf 248 Dollar, das Das wahrscheinlich auch schon wieder dafür gesorgt hat, dass Max diese 100 Millionen irgendwie also locker wieder raus hatte in dieser kurzen Zeit. Also Das lohnt sich für ihn, wobei er, glaube ich, insgesamt von der Trump-Präsidentschaft, anders als es am Anfang aussah, jetzt finanziell noch nicht so profitiert hat, sondern eher an Geld verliert. Das ist vielleicht so die einzig hoffnungsvolle Nachricht da drin, dass das jetzt finanziell für ihn auf Dauer nicht aufzugehen scheint. Zumindest im Moment.

44:49 Gavin Karlmeier

Ja, und der Vollständigkeit halber nicht, also ich will gar nicht reproduzieren, was Elon Musk hier für Desinformation verbreitet hat, aber er sieht hinter den Tesla-Protesten, ich sag mal, einige einschlägige Namen, die immer wieder in Verschwörungserzählungen auftauchen als Ursache. für diese Tesla-Proteste und wer ihm damit einstimmt und sagt, ja, das ist disgusting, weil Tim Sweeney ist Chef von Epic Games und Fortnite. Fortnite-Chef, der sagt, dass sie eher ähnlich. Also anders gesagt, Tim Sweeney sagt auch, dass George Soros und Reed Hoffman schuld an den Testerprotesten sind. Da fällt wirklich nichts mehr zu ein. Außer vielleicht, dass vielleicht, wenn ihr Kinder habt, die Fortnite spielen, vielleicht brauchen die kein Geld dafür. Vielleicht müssen die auch einfach die Free-to-Play-Features nutzen.

45:43 Jannis Schakarian

Ja, Tim Sweeney war schon immer, ist, äh, fällt gerne mal unangenehm mit seinen Äußerungen auf. Gleichzeitig Versuchen Sie an anderer Stelle natürlich irgendwie Apple in die Knie zu zwingen und sie dazu zu bringen, den App Store weiterzuöffnen. Also es ist durchaus irgendwie komplex und unterstützen sowas wie den All Store, wo man jetzt inzwischen Fortnite auf dem iPhone überhaupt wieder kriegt. Aber trotzdem macht es Tim Sweeney nicht sympathischer. Ich glaube, das kann man festhalten. Und ja, zu Fortnite kann man auch kostenlos spielen, da muss man kein Geld für auf.

46:15 Gavin Karlmeier

Zumal Tim Sweeney jetzt auch nicht zwangsläufig, die diese All-Stores unterstützt, um sich für mehr Netzneutralität sich einzusetzen, sondern damit mehr Kinder Fortnite spielen.

46:26 Jannis Schakarian

Ja, und vor allem, um Apple was eins auszuwischen und sie irgendwie dahin zu drängen, dass er natürlich mit seinem eigenen Epic Store irgendwie mehr Geschäfte machen kann. Klar.

46:36 Gavin Karlmeier

So, eine kleine Geschichte habe ich noch und zwar hat Coffee Hollig im Haken dran Discord, Coffee Hollig, unsere Schattenredakteurin, ein bisschen was recherchiert und das finde ich wahnsinnig interessant. Und zwar. Ging das alles aus von dem Ursprungspunkt, das Elon Musk angekündigt hat, Rupert Lowe zu unterstützen in Großbritannien weil Nigel Farage mit seiner Partei offenbar nicht weit genug geht, was Massenabschiebungen angeht. Rupert Lowe möchte jetzt eine eigene Partei gründen und Elon Musk möchte ihn dabei unterstützen. Was aber Coffee Hollick in dem Zusammenhang herausgefunden hat, dass in UK die Abgeordneten jede Nebeneinnahme, die sie haben, veröffentlichen müssen und damit auch Die Einnahmen, die sie über X generiert haben. Und Nigel Farage, der kennen wir, weil er während des Brexits massiv Werbung auch mit Desinformation in UK dafür gemacht hat, eben sich für den Brexit auszusprechen. der hat eben auf der Website des amerikanischen, äh, des britischen Parlamentes genau veröffentlicht, womit er so Geld verdient hat bei X. Und da sind immer wieder Zahlungen von 102 Pfund, 600 Pfund, 700 Pfund, 1000 Pfund, 1000 Pfund, 1300 Pfund. Immer mit den Arbeitsstunden angeg Er schätzt da immer zwischen 14 und 28 Stunden Aufwand für ungefähr 1000 Pfund. Und das Interessante ist ja dass das bedeutet, dass ein grauer Haken auf X dich automatisch für diese Monetarisierungsmodelle einschaltet. Das war uns bislang nicht bekannt.

48:03 Jannis Schakarian

Okay, okay, das macht ähn zwei Punkte auf. Ja, zum einen vielleicht nochmal zu Nigel Farage. Man denkt so, warum kommt Elon Musk nicht mit ihm klar? Der ist doch eigentlich die erfolgreichere AfD-Fraktion. In UK, warum unterstützt er ihn nicht? Und es ist genau wie du sagst, ist, er ist ihm einfach nur nicht rechts genug. Und ich weiß nicht, ob er ihn aktiv versucht, noch weiter nach rechts zu drängen oder tatsächlich dann eine Gegenpartei aufmachen würde. Aber Nigel Farage kann halt nicht weiter nach rechts, weil er eigentlich darauf setzt, noch mehr enttäuschte Tory-Wähler für sich zu begeistern und dann, er steht im Moment in den Umfragen vorne in UK, dann tatsächlich irgendwie die Regierung da übernehmen könnte. So, das mal zu diesem Twist zwischen Farage und Musk, weil ich mal dachte, warum, was ist da vorgefallen? Ja, er ist einfach nicht Neonazi genug. Und das wird schon was heißen. Und das mit den mit den Ex-Haken ist natürlich, also es zeigt genau dieses Problem, was wir schon öfter angesprochen haben. Was ist das Problem, wenn du plötzlich so eine Monetarisierungsoption und die Möglichkeit zum Geldverdienen anbietest? Desinformation wird plötzlich zu einem lukrativen Geschäftsmodell. Jetzt sind irgendwie 600 Pfund oder auch mal 1500 Pfund oder so im Monat noch nichts, wofür Nigel Farage sagt: Alles klar, ich kann die Beine hochleben. Aber wenn ich in einem anderen Land lebe, wo meine Lebenshaltungskosten nicht so hoch sind wie in London City, da komme ich mit 1500 Pfund nicht weit, aber irgendwo anders und merke, ach so, damit lässt sich Geld verdienen Okay, dann lohnt es sich plötzlich wirklich, Desinformation in die Welt zu blasen, in der Hoffnung irgendwie an diesem Programm beteiligt. zu werden.

49:43 Gavin Karlmeier

Naja, vor allem kannst du die Kette ja einfach noch länger ziehen. Also du bist Politiker, bist auf einer Plattform oder Politikerin, aber es sind ehrlicherweise meistens Männer, die so vorgehen wie Nigel Farage, nicht immer, nutzen eine Plattform, die Es begünstigt, radikale Thesen zu posten, die es begünstigt, Desinformationen zu posten, die es begünstigt, Hass zu verbreiten, weil eben der Algorithmus dich damit immer wieder mit Reichweite belohnt. Diese Reichweite kannst du am Ende monetarisieren. Das heißt Deine Politik wird am Ende monetär belohnt, wenn sie radikaler wird, wenn du dementsprechend deine Äußerungen verbreitest. Und das kann man jetzt mal so aufmalen, wenn man das möchte, und sich dann überlegen, ob man das eigentlich so richtig findet. Und ob das nicht vielleicht auch schon möglicherweise als Wahlmanipulation auszulegen wäre.

50:29 Jannis Schakarian

Ja, jetzt natürlich die Frage: Wie sieht es in Deutschland aus? Wer hat da eigentlich einen grauen Haken? Jetzt schreibt mal eine kleine Anfrage. Ja, das erklärt das, Markus Söder's Twitter-Auftritt.

50:42 Gavin Karlmeier

Und ist die Frage, ob er bei Instagram auch Geld für seine Würstchen kriegt. Aber interessant finde ich übrigens, dass Nigel Farage deutlich mehr Geld verdient. Von dem Unternehmen Cameo Video Recordings. Weißt du, was es ist? Ist es dieses, wo ich mir Geburtstagsgrüße bestellen kann? Exakt. Und damit entlasse ich euch in dieses Wochenende. Vielen Dank, dass ihr alle zugehört habt. Folge 400 war das. Auf die nächsten 400. Wir hören uns bald wieder. Janis, du kommst auf jeden Fall bald wieder.

51:12 Jannis Schakarian

Sehr gerne, wobei, wenn die Themen so bleiben, weiß ich nicht.

51:16 Gavin Karlmeier

Hallo, hallo, ich brauch dich hier. Ich kann das nicht alleine. Ja, okay, ich komme gern mal wieder. Gut, dann bin ich beruhigt. Vielen Dank fürs Zuhören und wir hören uns alle am Montag wieder. Bis dahin. Ciao.

51:31 Speaker 4

Wir hatten heute zwei exklusive Geschichten. Das ist doch mal geil. So mein Upload läuft noch hier.