Haken dran, so heißt dieser Podcast. Umso genau müssen wir also hinsehen, wenn Bluesky angeht, die Verifikation von Nutzer:innen durch eben solche Haken auf die Plattform zu bringen. Machen wir!
Außerdem macht X in UK Verluste, Tesla könnte an Kilometerzählern manipulieren und Meta steht weiter vor Gericht.
➡️ DIE ZEIT über “Das hatte sich Google anders vorgestellt” https://www.zeit.de/digital/internet/2025-04/techkonzerne-usa-donald-trump-zoelle-gerichtsverfahren-meta-google-apple
➡️ Cory Doctorow in DIE ZEIT über Enshittification: https://www.zeit.de/digital/internet/2025-04/plattformverfall-enshittification-cory-doctorow-facebook-internet?freebie=fbe4d287
Kapitelmarken
KI-generiert:
00:00 Einführung und persönliche Updates
02:58 Kununu-Housekeeping
05:53 Die Rückkehr der blauen Haken
11:57 X Premium
15:00 X macht Miese
19:55 Sammelklage gegen Tesla
28:10 Datenverwendung und Widerspruch bei Meta AI
33:19 Campact vs. Meta
37:22 Verzögerung der EU-Strafen gegen Tech-Giganten
39:06 Meta und Google vor Gericht (aber nicht gegeneinander)
47:58 Funktionen und Emotionen
Transkript
Automatisch erstellt, kann Fehler enthalten. Zeitmarken springen im Player an die Stelle.
00:01 Intro
Haken dran, das Social Media Update der CT.
00:06 Gavin Karlmeier
Hallo Franzi.
00:07 Franziska Bluhm
Hallo Gavin.
00:08 Gavin Karlmeier
Bei mir ist heute gefühlt auch schon wieder lange her das erste Mal wieder Franziska Blum. Digitalstrategin, Expertin, Profi, was so in so einer Bauchbinne halt unter einem steht, wenn die Tagesschau einen interviewt.
00:22 Franziska Bluhm
Ja, hat lange nicht angerufen.
00:25 Gavin Karlmeier
Tagesschau, wenn ihr das hört, ruft Franzi Blum an. Geht's dir gut?
00:30 Franziska Bluhm
Ja, geht's dir auch gut. Hast du Ostern gut überstanden?
00:32 Gavin Karlmeier
Ja, irgendwie schon. Ich habe einen Holzschnupfen entwickelt und ich kriege ja hier immer in diesem Podcast, ich kriege ja immer gesagt, Gavin klingt immer so verschnupft. Deswegen möchte ich direkt dazu sagen, das sind Pollen. Ich bin unschuldig, ich bin gesund. Es sind Pollen.
00:45 Franziska Bluhm
Aber nimmst du irgendwas dagegen oder wie?
00:47 Gavin Karlmeier
Um Gottes Willen, nein. Also ich habe mal Cetricin probiert und dann war ich so stoned den ganzen Tag und deswegen habe ich das dann irgendwann wieder sein gelassen. Ist aber lange her. Apropos lange her. Wir haben am in der Folge vom 19. Februar 2024, also schon letztes Jahr im Februar, über ein Jahr her. Die Folge hieß Im Ameisen Tunnel mit Nils Böhm. Buckelberg, haben wir über eine Geschichte gesprochen, bei der es Arbeitgebern, ArbeitgeberInnen möglich war, mit dem mit Hilfe des Kniffs zu sagen, wir zweifeln die Echtzeit, äh, Echtheit von dieser Bewertung auf Kununu an. Es schaffen darüber, den Klarnamen zu erstreiten. Also sie konnten dann quasi zum Gericht gehen oder später sogar direkt zu der Plattform und sagen, wir glauben, das ist kein echter ehemaliger Mitarbeiter oder Mitarbeiterin von uns. Ihr müsst uns jetzt den Klarnamen herausgeben. So, das hat diese Person damals nicht auf sich sitzen lassen, ist vor Gericht gezogen, hat aber verloren zunächst beim Hanseatischen Oberlandesgericht in Hamburg. Denn das Urteil hieß, dass Arbeitgeber ein Recht darauf zu haben, den Klarnamen eines Bewärters zu erfahren oder darauf, dass eine Bewertungssorge gelöscht wird. Ähm, das hat das Landgericht Hamburg damals beschlossen, wie gesagt, im Februar zwei tausend vierundzwanzig. Da gibt es jetzt ein BGH-Urteil, das hat mir Prisma System auf Mastodon geschickt, wo ich mich sehr bedanken möchte, weil Haken bleibt dran, wir berichten natürlich auch über solche fortlaufenden Geschichten, auch wenn sie ewig. her sind. Und zwar hat das BGH jetzt beschlossen, dass der Entschieden, glaube ich, oder?
02:22 Franziska Bluhm
Ich weiß gar nicht. Entschieden.
02:24 Gavin Karlmeier
Geurteilt.
02:25 Franziska Bluhm
Oder so.
02:26 Gavin Karlmeier
Den Hammer gesenkt. Den Hammer gesenkt. Das nach Grundlage des Telekommunikations, Digitale Dienste, Datenschutzgesetz, TDDDG Nur dann erfüllt ist, wenn eine echte Straftat vorliegt. Also ohne Straftat gibt es keinen Grund dafür, hier zu erwirken, dass der Kleinname herausgegeben werden müsste. Eine Straftat könnte sowas sein wie eine Beleidigung zum Beispiel, sondern es darf halt einfach, also du darfst halt keine Tatsachenbehauptung aufstellen, die beleidigend ist. Und solange du dich daran hältst, darf dann Kleinname von Kununun auch nicht rausgegeben werden. Oder muss nicht rausgegeben werden.
03:07 Franziska Bluhm
Das heißt also, eigentlich ist es ja gut. Für die Meinungsfreiheit, oder? Also, wir dürfen dann doch noch sagen, was wir wollen. Um es mal ein bisschen zu machen.
03:17 Gavin Karlmeier
Wir dürfen immer sagen, was wir wollen.
03:19 Franziska Bluhm
In der Trumpschen oder Musk's schon Art und Weise zu sagen. Wir dürfen sagen, was wir wollen. Yay.
03:25 Gavin Karlmeier
Also ich bin ja weder jungen. Juristen noch Botaniker, aber trotzdem offensichtlich ist es so, dass dieses Urteil des BGH oder die Entscheidung des BGH nun nicht bedeutet, Kununut dürfe die Klarname nicht herausgeben, sondern nur, dass Kununu nicht dazu verpflichtet werden könnte, diese Klarnamen herauszugeben. Es kann also durchaus sein, dass CONUNO sich jetzt überlegt, ja, wir mögen zwar, dass wir hier diese Bewertungen von Unternehmen haben, aber wir wollen uns mit den Unternehmen es ja auch nicht verscherzen und deswegen machen wir das trotzdem. Ob das rechtens ist oder nicht, das müsste an einer anderen Stelle aufmerksam mal geklärt werden. Aber eben diesen Zwang dazu, den gibt es eben nicht. Wenn ich das richtig verstehe, wie gesagt, ich bin kein Jurist.
04:07 Franziska Bluhm
Also ich verstehe es so, dass ich jetzt im Grunde Also, ich darf trotzdem noch meinen ehemaligen Arbeitgeber oder meinen jetzigen Arbeitgeber kritisieren. Wenn das alles auf juristischen, sicheren Füßen sozusagen steht, darf ich das. Und Muss nicht riskieren, dass mein Klarname dann auch dem Unternehmen genannt wird, sondern ich kann das auch anonym machen.
04:31 Gavin Karlmeier
Genau, du kannst es anonym machen. Der BGH schließt allerdings nicht aus, dass Kununo als privatwirtschaftliches Unternehmen das nicht trotzdem herausgeben könnte. Es gibt eben nur keinen rechtlichen Auskunftsanspruch, wenn die Inhalte nicht strafrechtlich relevant sind. Also wenn du scheißt. Ja, aber geschickt musst du es machen. Also wenn du schreibst, was für einen Scheißladen, könnte es durchaus passieren, dass du ein Problem hast. Da ist die Anonymität ja manchmal dann ganz hilfreich, wenn man das so macht. Vielleicht jetzt auch nicht mehr. Anonymität führt uns direkt in unser erstes richtig großes Thema und dieser Podcast trägt ja einen Namen und dieser Name ist Haken dran. Und wir haben den ja damals gewählt, weil wir zum einen so ein bisschen das Gefühl hatten, Twitter, wir verlieren Twitter, zum anderen aber auch, weil Twitter damals angefangen hat, die Verifikation mit blauen Haken. durch so eine durch so einen Willkürprozess auszutauschen. Also du konntest quasi, nee, ist eigentlich falsch. Du konntest dir im Blauenhaken kaufen. Kannst du bis heute. Die EU hat das schon als Unklare oder nicht ausreichende Verifikationsmaßnahme gemaßregelt, noch keine Strafe erhoben, aber die sehen sie so Und so fing das hier alles an. Das heißt, die Verifikation, die Möglichkeit, Echtheit auf Plattformen zu erkennen, sofern die Absendenden das denn auch möchten. Ist immer schon ein Hauptmotiv für unseren Podcast gewesen. Und jetzt ist nämlich an diesem Wochenende passiert, dass Blue Sky angekündigt hat, ein Verifikationsverfahren oder Verifikationssystem in Form von blauen Haken. Also streng genommen sind sie weiß, weiße Haken auf blauem Grund, einzuführen, die eben dazu führt, dass die Echtheit von Profilen einfacher zu erkennen ist. Wie ist unser erstes Gefühl bei diesem Thema?
06:18 Franziska Bluhm
Also sind das wirklich wieder, habe ich das gerade richtig verstanden, dass es wieder so richtig Verifizierungen sind, also wie früher? Ja, es gibt einen maßgeblichen Unterschied zu früher.
06:28 Gavin Karlmeier
Also es gibt eben, also Blue Sky als Unternehmen oder anders? Wichtig ist, dass der blaue Haken den Blue Sky hier vergibt oder vergeben lässt, das ist der große Unterschied, erkläre ich gleich, dass der eben nur in der App-View angezeigt wird. Blue Sky besteht ja aus mehreren Layern sozusagen und es geht ja vor allem um die Darstellung von Profilen. in der offiziellen Blue Sky-App. Da es bislang nicht so super viele Alternativen gibt und auch nicht so richtig viele dezentrale Möglichkeiten, über dieses Protokoll irgendwie da reinzukommen, würde ich sagen, betrifft das geschätzt 99% aller NutzerInnen. Aber ja, Blue Sky fängt an, blaue Haken zu vergeben, um die Echtheit von Profilen zu verifizieren. Und gleichzeitig sogenannte Trusted Verifier zu beauftragen. Das heißt, es darf jetzt zum Beispiel ein mittelsmännisches Unternehmen darf auch Trusted Verifier werden und darf dann selber Profile mit einem blauen Haken markieren. Diese Verifikation passiert aber nicht, wie das jetzt mit den goldenen Haken auf X passiert, im Sinne von, der arbeitet bei uns, der kriegt einen Haken, um zu zeigen, Der arbeitet wirklich bei uns, aber du könntest dir zum Beispiel überlegen, dass die New York Times Trusted Verifier werden könnte und damit dann JournalistInnen mit einem blauen Haken kennzeichnen könnte, damit deren Echtheit klar wird. Oder die Bundesregierung könnte Trusted Verifier werden und damit ihre Ministerien und MinisterInnen verifizieren. So, das wäre die Möglichkeit, die Blues Guide eben bietet.
07:58 Franziska Bluhm
Also grundsätzlich finde ich das ganz gut.
08:01 Gavin Karlmeier
Mir geht es ähnlich. Ich glaube auch, dass es ja, also Das Problem bei X war ja, dass der blaue Haken dadurch so inflationär genutzt wurde oder so verwässert ist, dass er keine Aussage mehr getroffen hat. Wenn du aber so ein klares System hast und du kannst auch sehen, wenn jemand einen blauen Haken hat, kannst du draufklicken und kannst sehen, wer verifiziert hat. Dann ist ja eigentlich alles klar. Also, so funktioniert ja das Prinzip Verifikation. Und ich finde aber interessant, dass Bluska sich hier für so einen verhältnismäßig anachronistischen Weg entschieden hat. Also einer Den jetzt eben andere Plattformen eben so nicht mehr gehen. Bei Instagram, bei Facebook kann ich einen Haken kaufen, bei X kann ich einen Haken kaufen. Bei LinkedIn wird meines Erachtens fast gar nicht mehr verifiziert. Das gibt es nicht mehr dort, oder?
08:45 Franziska Bluhm
Doch, doch, das gibt es noch. Du wirst auch irgendwie eigentlich einen Regelung die mäßigen Abständen immer wieder gefragt, ob du nicht verifizieren willst. Ich muss einfach leider gestehen, beispielsweise ich habe es mehrfach versucht und ich bin immer gescheitert, weil irgendwie. . meine Kamera angeblich nicht richtig gut genug ist oder sonst irgendwas. Aber das ist ziemlich seltsam.
09:05 Gavin Karlmeier
Das ist aber nochmal eine andere Verifizierung ein. Nicht die Prominenzverifizierung, sondern die Verifizierung über deinen Personalausweis zum Beispiel. Also dieser Elitenstab.
09:17 Franziska Bluhm
Also habe ich auch nicht.
09:18 Gavin Karlmeier
Gibt es dann nicht mehr. Die LinkedIn Top Voice gibt es halt, aber das ist nochmal ein bisschen was anderes.
09:24 Franziska Bluhm
Aber das ist ja noch was anderes, das ist ja keine Verifikation, das ist ja nur, du bist super im. Texte posten.
09:32 Gavin Karlmeier
Oder du bist Frank Telen.
09:35 Franziska Bluhm
Oder so. Das kann man so oder so sehen. Aber hast du es schon gesehen?
09:39 Gavin Karlmeier
Also hast du das.
09:40 Franziska Bluhm
Den weißen Hacken schon gesehen?
09:42 Gavin Karlmeier
Ja, du kannst dir einen, es gibt, spannend, es gibt einen Blue Sky Verified Account Tracker und die tracken in Echtzeit, welche Accounts verifiziert werden. Also jetzt, gerade während wir hier sprechen, zum Beispiel verifiziert die New York Times gerade fleißig ihre Journalistik. Viele SportlerInnen oder SportjournalistInnen wurden schon von The Athletic, so heißt das, The Es ist ja wirklich das sehr schwierig auszuspringen. Naja, die verifizieren gerade fleißig SportlerInnen und so weiter und so weiter.
10:15 Franziska Bluhm
Ja, okay. Werde ich mir glaube ich dann gleich mal angucken, wer da alles so dabei ist. Also ich glaube, das wäre ja super, wenn man wieder, also wenn sich, wenn sich Bluesga jetzt hier so hervortut und eine. Ja, wirklich gute Quellen sozusagen markiert. Also ich meine, das haben wir ja wirklich nirgendwo mehr so richtig, wenn wir ehrlich sind. Also wenn er nur selber zusammengestellt oder halt irgendwie Man könnte halt noch sagen, die Listen gehen vielleicht noch von den jeweiligen Medien. Das ist vielleicht noch was, wo man dann weiß, okay, das sind trusted irgendwie vertrauenswürdige Quellen. Aber ansonsten ist es ja wirklich auf keiner Plattform mal so richtig möglich, einfach auch so gute Quellen sozusagen zu finden und zu erkennen oder halt irgendwie ein Hilfsmittel zumindest zu haben. Ich meine, als Journalist musste trotzdem da nochmal hinterher recherchieren, logischerweise, aber es ist ja schon mal ein wichtiges Indiz.
11:03 Gavin Karlmeier
Zumal Blue Sky, damit er jetzt zwei Verifikationsebenen hat, du kannst ja bei Bluesky dich eben auch über deine Domain verifizieren. Also ich könnte nämlich zum Beispiel Add.
11:11 Franziska Bluhm
Das war das Komplizierte, ne?
11:13 Gavin Karlmeier
So kompliziert ist es auch nie, ein bisschen. At gavinkeilmeier. de dort nennen und damit könnte ich quasi klar machen, dass ich echt bin. Da gibt es ein paar Probleme, haben wir schon mal drüber gesprochen, zum Beispiel, dass der Default-Modus ja at Nutzername. base. social ist. Das heißt, es eigentlich wenig Grund gibt anzuzweifeln, wenn jetzt angelaerkel. base. social existiert, dass die nicht auch echt sein können. Weil sie eben den normalen Modus hat. Was nicht heißt, dass sie das tun würde. Das bedeutet aber nur, dass wenn jemand sich als sie ausgibt und diesen Normalmodus sozusagen als Nickname hat, dann ist es nicht zwangsläufig ein Indiz dafür, dass der Account nicht echt ist. War ein bisschen kompliziert ausgedrückt, aber du weißt, was ich sagen möchte.
11:51 Franziska Bluhm
Ja, ja, und das andere Problem war ja, dass wenn du dich verifizierst, dass dann das Blue Sky-Handle wieder freigegeben ist. Das heißt also, es könnte dann theoretisch Nur zwei Dennis Horns geben. Ich glaube, das war damals das Beispiel, was ihr mal irgendwann gewählt habt.
12:05 Gavin Karlmeier
Ganz genau, ja, auch ein totales Problem. Ja, ich bin gespannt, wie das wie sich das entwickelt, ob das angenommen wird und vor allem, ob das wirklich, also ob es steht und fällt ja natürlich damit, wie schlau Blue Sky ist, diese Trusted Verifier auszuzeichnen. Weil wenn Sie anfangen, das jetzt auch nur irgendeinem weiß nicht, irgendeine Kryptobörse oder so in die Hand zu drücken und du kannst quasi von denen ständig blaue Haken bekommen. In dem Moment ist der blaue Haken natürlich auch wieder so ein bisschen weniger aussagekräftig. Und Das ist natürlich ein Problem, dass der blaue Haken auf Twitter früher auch schon hatte, auf dem alten Twitter. Dass einfach wahnsinnig viele Leute einen blauen Haken hatten, die ihn nicht verdient haben, wie ich zum Beispiel.
12:49 Franziska Bluhm
Naja, oder dass du sie ihnen noch nicht mehr aberkannt bekommen hast, ne? Oder also man ihn nicht wieder entzogen hat. Also ich finde, ich hatte ihn ja auch damals, weil, das war glaube ich damals so, dass sie alle möglichen Chefredakteure oder so oder Chefredakteure Haben irgendwie diesen blauen Haken bekommen. Aber als ich da nicht mehr war, war ich trotzdem noch ein blauer Haken. Also da hätte man sicherlich auch vielleicht konsequenter sogar sein können, was das angeht.
13:13 Gavin Karlmeier
Gilt ja auch für dieses Problem bei X, über das wir hier im Wahlkampf gesprochen haben, dass die Reichweite und die Verifikation eines Christian Lindners zum Beispiel als zum Zeitpunkt des Wahlkampfes gerade nicht mehr Bundesministers, natürlich eine ganz andere ist als eine Person, die dieses Amt vorher nicht mehr hatte. Ja, spannend auf jeden Fall. Und ich finde es bemerkenswert, dass Pluska diesen Weg geht und diese Entscheidung trifft, weil sie hätten das
13:44 Franziska Bluhm
Andererseits, ähm ein Geschäftsmodell weniger, ne? Oder sie schaffen dann irgendwie rote Haken oder so rote Haken, also weiße kannst du dir nicht kaufen, und dann gibt es halt noch rote Haken, die du dann halt doch wieder kaufen kannst.
14:00 Gavin Karlmeier
Bitte nicht Also, ich möchte nicht, dass sie das machen.
14:04 Franziska Bluhm
Ja, aber andererseits muss man sich ja schon mal drüber nachdenken, also wie will diese Plattform irgendwann Geld verdienen? Oder driften sie dann doch eben wieder ab in irgendwie eine andere Richtung? Aber ich meine, im Moment ist alles super, klar, aber.
14:17 Gavin Karlmeier
Das Risikoblatt natürlich. Und das Problem bleibt ja auch hier, wenn, also ein Problem ist gelöst, dass die Verteilung der Haken willkürlich passiert, weil sie können ja durchaus entscheiden, welche Multiplikatoren in der Lage sind. Trusted verified zu werden, aber es bleibt trotzdem in der Hand von Privatunternehmungen und Privatpersonen, hier diese Entscheidung zu treffen. Und dann würde ich diese Forderung von Dennis nach Plattformräten dann doch nochmal beteuern, weil Es wäre schon sinnvoll, wenn es einfach eine Instanz gibt, bei der du sagst, ich bin jetzt prominent, bitte gib mir überall einen blauen Haken. Naja. Ich habe eben Twitter angesprochen.
14:54 Franziska Bluhm
Oh, wie schön. Twitter oder Ex?
14:57 Gavin Karlmeier
Ich habe Twitter angesprochen, aber wir müssen über Ex sprechen. Ex hat jetzt angekündigt, dass sie. Es gibt ein Feedback, also ich frage mal anders. Wenn du Ex-Premium abonnierst. Wo der blaue Haken dann dabei ist. Weißt du, was noch alles dazugehört an Versprechungen?
15:15 Franziska Bluhm
Boah, jetzt muss ich aber mal ganz tief in meiner. In meinem Gedächtnis wühlen. Aber mir fällt, glaube ich, kein wirkliches Feature ein.
15:22 Gavin Karlmeier
Es gibt auch keine richtigen Features.
15:24 Franziska Bluhm
Es gibt keine.
15:25 Gavin Karlmeier
Nee, es gibt keine richtigen Features, aber es gibt die Möglichkeit, näheren Support zu bekommen.
15:29 Franziska Bluhm
Auf der Plattform X. Gab es nicht aber auch mal sowas wie Werbefreiheit?
15:33 Gavin Karlmeier
Ja, es gibt ein bisschen mehr Reichweite, wenn du Antworten schreibst. Du kannst Geld verdienen, du kannst Grog benutzen, du kriegst den Haken, du kriegst weniger Werbung, längere Postings, kannst deine Posts bearbeiten Arbeiten und so weiter und so weiter. Ja, toll, ne? Weißt du, was der Expremium gerade kostet, um da die letzte.
15:51 Franziska Bluhm
Oh Gott. Aber ich weiß nicht mal, was es irgendwann am Anfang gekostet hat. Ich rate einfach 30 Euro im Monat.
16:02 Gavin Karlmeier
Nee, 8,33 Euro. Aber es gibt Premium Plus für 37 Euro, das ist völlig werbefrei. Und da gibt es ein Feature mit dem Namen Radar. Erlebe Echtzeittrends wie nie zuvor. Toll. Na jedenfalls hat Ex angekündigt, seinen Support-Account zu schließen. Denn um bislang gab es viele Leute, die haben an Ad Support irgendwelche Nachrichten gerichtet oder Fragen gestellt, um wie zum Beispiel mein anderer Account wurde gesperrt oder könnt ihr diesen Inhalt hier mal endlich runternehmen oder oder oder oder. Das scheint für Ex zu viel Arbeit zu sein. Und dass sie sich jetzt entschieden haben, dieses Konto dicht zu machen. Und das führt dazu, dass Leute ziemlich wütend sind, die darunter kommentieren, die nämlich sagen, also es gibt eigentlich selbst für uns zahlende Nutzer, quasi keinen echten Support. Wir haben häufig über diesen Support-Kanal hier kommuniziert, um diesen Support zu kriegen, den es eigentlich versprochen wurde. Kriegen den aber da aber kaum noch Antworten und den macht ihr jetzt auch noch zu, weil die Leute, die dahinter sitzen, wahrscheinlich nur Elon Musk die meisten Antworten auf diesem Kanal ignoriert haben. Also erstmal wahrscheinlich ist es besser, den Laden, diesen Account zuzumachen. den Laden zuzumachen auch, aber diesen Account zuzumachen, aber das Signal ist natürlich trotzdem, gebt uns bitte euer Geld, aber wir kümmern uns nicht um euch.
17:16 Franziska Bluhm
Naja, dann haben wir wenigstens eine Gleichberechtigung von allen Menschen, oder? Also, ich meine, also auf Presseanfragen wird ja nicht reagiert oder auf irgendwelche anderen Anfragen ja sowieso auch gar nicht. Also daher muss man einfach doch jetzt die sich direkt an at Elon Musk wenden, um irgendwelche Antworten zu bekommen
17:35 Gavin Karlmeier
Ich bin mir nicht sicher, ob das die Lösung ist.
17:37 Franziska Bluhm
Aber ich weiß nicht, ob es was bringt, ja. Aber man könnte es zumindest versuchen.
17:42 Gavin Karlmeier
Man kann es versuchen. Ja, das haben sie angekündigt, was zeigt, wie wenig sich diese Plattform eigentlich um ihre NutzerInnen schert.
17:51 Franziska Bluhm
Aber das heißt ja eigentlich auch, dass dieses Premium-Feature oder dieses Premium-Zugang noch weiter abgewertet wird. Also ich meine, gibt es, aber es gab auch keine richtigen Zahlen mal, wie viele da eigentlich mittlerweile drin sind.
18:08 Gavin Karlmeier
Die das Premium-Feature nutzen. Doch, die Zahlen gibt es, aber ich kann die leider nicht sagen. Subscribers Count. Mal gucken. Ich google das mal ganz schnell. Im Oktober 2024 hat TechCrunch gesagt, dass es 1,3 Millionen Zahlen der NutzerInnen gibt. Aber Oktober ist jetzt auch schon wieder ein bisschen was her.
18:30 Franziska Bluhm
Ja, es ist eine Weile her und es ist, also ja, es ist jetzt auch nicht viel, also wenn man drüber nachdenkt. eine wichtige Säule, eine wichtige Erlösseule für Ex sein könnte, würde ich jetzt sagen, eher nicht.
18:43 Gavin Karlmeier
Du hast halt nicht so funktioniert. Und Erlöse ist eh nicht mehr die Kategorien, der Ex denkt. Also zum Beispiel sind wir direkt bei der nächsten Meldung: Twitter UK Limited, so heißt das Unternehmen immer noch in Großbritannien. Das ist die britische Niederlassung von Ex Die haben im ersten Quartal, wenn ich das, hier steht gar keine Zeitspanne, wahrscheinlich wird es das erste Quartal sein, wenn wir im April darüber sprechen. Ich prüfe das aber nochmal nach. Haben Sie einen Umsatzrückgang seit der Übernahme durch Elon Musk im März 2023 haben Sie einen Umsatzrückgang von 66 Prozent? Das heißt, sie haben im Jahr 2023 schon 66% weniger Geld eingenommen als im Jahr davor. Elon Musk hat Off Mar, auch in Großbritannien eigentlich alles dicht gemacht, was irgendwie hätte dazu führen können, dass man damit Geld verdient mit dieser Plattform. 66 Prozent weniger. Also mehr als die Hälfte.
19:38 Franziska Bluhm
Na und das war dann ja in 23. Also Die Frage wäre, was ist dann jetzt in 2024 noch passiert?
19:46 Gavin Karlmeier
Wir können davon ausgehen, dass das nur noch ärger, weniger wurde. Ärgerse so.
19:55 Franziska Bluhm
Aber ich meine, es passt natürlich in die weltweite Entwicklung und ich glaube, ihr habt doch auch in den letzten Monaten immer wieder auch Zahlen aus den anderen Ländern mitgebracht. Also es ging ja nirgendwo nach oben. Das heißt also, ja, dass Elon Musk diese Plattform als immer noch unter einem Geschäftszweck sieht, ist, glaube ich, davon hat er sich, glaube ich, längst verabschiedet, sondern es ist halt einfach ein Machtinstrument, ein politisches Instrument und nichts anderes mehr.
20:21 Gavin Karlmeier
Das ist so. Die Zahlen sind übrigens nur bekannt geworden, weil beim britischen Companies House jetzt die Unterlagen für das Jahr. 2023 eingereicht wurden. Also das haben sie immerhin getan.
20:31 Franziska Bluhm
Hey.
20:32 Gavin Karlmeier
Immerhin da. Vielleicht wollen sie einfach nicht ins Gefängnis gehen oder Strafen zahlen. Strafen könnte aber jetzt eventuell auf Tesla zukommen.
20:43 Franziska Bluhm
Boah, diese Überleitungen, die du heute bist.
20:45 Gavin Karlmeier
Toll, ne?
20:45 Franziska Bluhm
Wahnsinn. Also ich bin echt, hast du dir die vorher alle so schön zurechtgelegt?
20:49 Gavin Karlmeier
Die kommen einfach so.
20:50 Franziska Bluhm
Also die kommen einfach, boah. Nicht schlecht, Ali läuft heute.
20:54 Gavin Karlmeier
Man könnte meinen, nach 416 Folgen hat man da dann irgendwann Routine drin. Die Strafen, genau, Tesla. Denn es gibt zwei Dinge, die Tesla wahrscheinlich ein bisschen ärgert. Das eine ist eine Sammelklage, die eingereicht wurde gegen Tesla. in Kalifornien. Und zwar haben Tesla-FahrerInnen offenbar den Vorwurf an Tesla, dass die Kilometerzähler im Tesla schneller laufen, als das Auto tatsächlich fährt, um das Auto schneller aus der Garantie fallen zu lassen. Denn die Garantie in Kalifornien ist nicht zeitlich Oder nicht nur zeitlich bezogen, sondern es gibt eben auch Kilometergrenzen, die dazu führen, die Garantieverpflichtungen kleiner zu halten die dadurch entstehen. Und jetzt gibt es eben diese Sammelklage von mehreren Tesla-FahrerInnen, die eben genau diesen Vorwurf hier Tesla gegenüber machen.
21:49 Franziska Bluhm
Wahnsinn.
21:50 Gavin Karlmeier
Wirklich, oder?
21:51 Franziska Bluhm
Also ich hätte jetzt, es wäre auch was bei Funktion und Emotionen, also ich würde sagen, ja, also irre, was Also irre, wer sich noch in so ein Auto setzt, oder? Also kannst du jemanden, also kannst du einem Auto vertrauen, das wo du Ja, wo du nicht mal den Anzeigen ja im Grunde glauben kannst.
22:11 Gavin Karlmeier
Das ist wild, ne? Also ich finde den Gedanken nachvollziehbar. Ich finde aber auch diese. Also diese Strategie, die dem jetzt zugrunde liegt, das ist ja am Ende. Wir haben bei Volkswagen damals mit den Abgasskandalen, ja Im Grunde was ähnliches erlebt ein Auto, das so manipuliert wurde, dass es eben an irgendeinem Punkt für das Unternehmen Vorteile eben generieren kann. Aber wenn ich ein Auto kaufe und da ist ein Kilometerzähler drin, Und ich kann mich nicht mal auf den verlassen. Dann ist wirklich die Frage, wie viel von diesem Auto gehört eigentlich mir und an welcher Stelle bin ich als Kunde eigentlich der, der jetzt hier etwas gekauft hat ein Produkt oder der eigentlich nur weitere Erfüllungsgehilfe von weiteren finanziellen Verpflichtungen ist, die ja dadurch entstehen.
22:54 Franziska Bluhm
Ja, und es geht ja noch weiter. Also ich meine, welche Anzeige kannst du dann trauen?
23:00 Gavin Karlmeier
Ja, eben. Also ist genauso die Frage.
23:03 Franziska Bluhm
Aber die brauchen, also Öl brauchen braucht ja ein Tesla gar nicht, ne? Und Wasser und so. Das hätte ich jetzt gesagt. Irgendwie hätte man ja auch noch einen Deal mit dem Öl, ähm, mit weißt du, mit dem Ölhändler machen können, damit das. Schneller, das Öl ausgewechselt wird. Oh Mann, egal, ja.
23:18 Gavin Karlmeier
Aber da Tesla ja übrigens auch im Besitz der Powercharger ist. Wie heißen die Hypercharger, Gigacharger, Megacharger, auf jeden Fall der Ladesäulen, könnte man theoretisch da jetzt, wenn man verschwörungsmäßig unterwegs ist, natürlich auf Gedanken kommen.
23:35 Franziska Bluhm
Ist er wirklich leer oder kann ich doch noch ein bisschen fahren?
23:38 Gavin Karlmeier
Ja, oder habe ich jetzt wirklich 40 Kilowattstunden aufgeladen oder waren es nur 30? Also die Möglichkeiten von Manipulation sind da ja eigentlich unbegrenzt.
23:47 Franziska Bluhm
Total, ja.
23:48 Gavin Karlmeier
Müsste man vielleicht mal einen Stromzähler zwischenhängen, wenn man sein eigenes Auto lädt.
23:53 Franziska Bluhm
Ja, also ich meine, wäre zumindest mal eine Recherche wert, sollte man die Handelsblattkollegen, die ja sowieso schon Tesla mal drauf ansetzen, oder?
24:02 Gavin Karlmeier
Ich hoffe, du hörst zu. Liebe Grüße. Ansonsten gibt es Christina Belan, die war früher Tesla-Ingenieurin. Und die hat ein Sicherheitsproblem bei den Bremsen festgestellt, 2014 schon, also schon vor über zehn Jahren. Und bei Tesla hat sich da keiner drum gekümmert. Was aber passiert ist, ist, dass man sie entlassen hat, weil sie auf Sicherheitsbedenken, die sie hat, aufmerksam gemacht hat. weil eben unter der diversen Tesla sich der Teppich aufrollen könnte und damit das Bremspedal blockieren könnte. Und das fand sie problematisch und wollte, dass. . Im Unternehmen eskalieren. Was aber eskaliert, ist ihre Position sozusagen, denn sie wurde entlassen und Tesla hat ihr auch noch, hat sie beschuldigt, so sagt man beschuldigt, dass sie Firmeneigentum genutzt hätte, um ein Für sich selber geplantes geheimes Projekt zu nutzen, was für es keine Beweise gibt. Sie selber hat es auch als Verleumdung wahrgenommen und Tesla deswegen wegen Verleumdung verklagt. Und diese Klage wurde aber abgewiesen, weil die theoretisch zu spät eingereicht worden sollen sei.
25:11 Franziska Bluhm
Also als Formfehler sozusagen.
25:13 Gavin Karlmeier
Genau. Jetzt hat ein Berufungsgericht aber entschieden, dass das kalifornische Gericht, das diese Verlobnungsklage damals abgelehnt hatte, nicht zuständig gewesen ist, hat die Entscheidung aufgehoben und den Fall sozusagen wieder möglich gemacht. Ballan, die das eben hier selber zum Thema gemacht hat. feiert sich jetzt deswegen und sagt, sie hat jetzt die Möglichkeit, von vorne anzufangen und ihren Namen reinzuwaschen und fordert Elon Musk dazu auf, sich zu entschuldigen bei ihr.
25:40 Franziska Bluhm
Was glaubst du, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass er sich entschuldigt?
25:43 Gavin Karlmeier
Das ist im Minusbereich. Ja, also was halt passieren würde.
25:51 Franziska Bluhm
Also ich meine, wenn man sich das mal überlegt seit 2014.
25:58 Gavin Karlmeier
Erinnerst du dich an die Geschichte, jetzt muss ich, jetzt kamen sie wirklich in meinem Kopf. 2023, oh ich kann sie nicht aufrufen. Und zwar ging es um Harald Dürthor Liveson, ein isländischer Twitter-Entwickler, der damals nämlich auch Von Elon Musk sogar öffentlich beleidigt wurde. Und jemand kam über raus, dass es eine.
26:22 Franziska Bluhm
Ah, das war doch, ich war mich an.
26:24 Gavin Karlmeier
Also Joe Liveson hatte in einem Unternehmen gearbeitet, das Twitter damals gekauft hatte. Mit dem Kauf kamen unendlich große finanzielle. Zusicherung gegenüber Tolivan, die erst dann anfallen würden, sollte die Zusammenarbeit bei Twitter enden. Elon Musk hat sich damit dem angelegt öffentlich, hat dann irgendwann erfahren, dass er auf dieser Don't Fire Liste steht, und dann angefangen, sich an ihn so ranzuwanzen. Und an die Geschichte musste ich hier denken, weil sie ja eben diese Entschuldigung fordert. Solange Elon Musk nicht zu befürchten hat, dass irgendetwas Negatives für ihn entstehen könnte. es nicht tut, wird er das nicht tun. Aber tatsächlich könnte es passieren, dass wenn jetzt hier so ein Schlichtungsverfahren irgendwie zusätzlich entstehen könnte, dass Elon Musk natürlich durchaus anfangen könnte, irgendwie hier Süßholz zu raspeln, wo eigentlich nichts zu raspeln ist.
27:09 Franziska Bluhm
Willst du mal kurz googeln, was aus dem Typ geworden ist?
27:15 Gavin Karlmeier
Harald Dyr Liveson. Den letzten Artikel, den ich jetzt so bei einer ganz schnellen Google-Recherche finde, ist aus 2023. Ah, okay. Also wahrscheinlich liegt er immer noch irgendwo in Island, entspannt sich und verdient einfach Geld durchs Nichtstun. Was möglich ist, weil er verdient halt wahnsinnig viel Geld, vor allem dadurch, dass er seine Firma verkauft hat. Aber unklar, vielleicht kann das jemand haustipen.
27:43 Franziska Bluhm
Vielleicht kann das jemand rausfinden, dass es gab noch eine andere Geschichte, die uns dieses Wochenende vielleicht ein bisschen beschäftigt hat, wenn jemand von euch
27:51 Gavin Karlmeier
Versehentlich an diesem ruhigen Osterwochenende eine Meta-App geöffnet hat, könnte es sein, dass euch eine Notification in der App angezeigt wurde, die hast du vielleicht auch bekommen. in der drin steht, wir verbessern KI-Features kontinuierlich für dich, erfahre mehr darüber, wie wir deine Informationen verwenden. Das wurde allen möglichen Leuten bei Instagram zum Beispiel als Notification angezeigt und am Ende ist die Aussage, dass alle öffentlichen Informationen, wir haben jetzt da schon mehrfach drüber gesprochen, eben auch von Meta jetzt verwendet werden. Um ihre KI, Lama oder Meta AI damit zu trainieren. Öffentliche Daten. Du kannst dem widersprechen, indem du Widerspruch einlegst. Und dieser Widerspruch, dieses Formular ist super unsexy und sieht genauso aus wie alle. und sexy Formulare von den Metern nicht möchte, dass man sie benutzt. Interessant ist aber, dass offenbar, wenn man genauer hinschaut, dieser Widerspruch nicht zwangsläufig dazu führt Dass alle deine Daten aus dem Trainingssets rausgehalten werden.
28:51 Franziska Bluhm
Das heißt, ich kann widersprechen, aber eigentlich nur zu Spaß, denn es wird weiter trotzdem von meinen Daten.
28:59 Gavin Karlmeier
Ich lese dir mal kurz eine Passage aus diesem diesen Deal vor den Meta, die dir da vorschlägt. Wir verarbeiten möglicherweise trotzdem Informationen über dich. um KI bei Meta zu entwickeln und weiter zu verbessern, auch wenn du Einspruch eingelegt hast oder unsere Produkte oder Dienste gar nicht nutzt. Dies könnte beispielsweise passieren, wenn du oder deine Informationen Teil eines Bildes sind, das in unseren Produkten von einem oder einer unserer NutzerInnen öffentlich geteilt wird. Wenn du oder deine Informationen in öffentlichen Beiträgen oder Bildunterschriften erwähnt werdest, wirst du eine andere Person in unseren Produkten teilt. Also, wenn jemand jetzt ein Foto von dir hochlädt und dich dazu verlinkt, könnte es passieren, dass dieses Bild mit dir drauf, auf dem du verlinkt bist. trotzdem zum KI-Training verwendet wird, obwohl du widersprochen hast, weil das eben nur Inhalte betrifft, die du selber hochlädst. .
29:52 Franziska Bluhm
Ja, weil ich mit einer Person verbunden bin, die aber erlaubt, dass mit ihren Daten trainiert werden darf.
29:59 Gavin Karlmeier
Genau.
30:01 Franziska Bluhm
Ja, was soll ich dazu sagen? Sie sichern sich ab, dass sie im Grunde einfach weitermachen dürfen, aber dann fragt man sich eigentlich, Warum man überhaupt widersprechen darf.
30:17 Gavin Karlmeier
Interessant ist, dass Sie hier, also die Möglichkeit des Widerspruchs, den Sie hier geschaffen haben, nicht überraschend, ehrlicherweise, aber Diese Möglichkeit des Widerspruchs, die sie hier geschaffen haben, ist eben nur maximal so weitreichend, wie sie gerade eben müssen. Also sie machen das ja nicht, weil um deinen Sorgen irgendwie entgegenzukommen, wenn sie sagen, oh, die Franz, sie hat ein schlechtes Gefühl. Dann kann die widersprechen, dann werden ihre Inhalte nicht verwendet und auch nicht die Inhalte, auf denen sie verlinkt sind, sondern die sagen: Nö, nö, nur deine Inhalte. Das ist der, wo du widersprechen kannst, weil wir dazu rechtlich verpflichtet sind. Mehr nicht. Also ich habe einen Kommentar bewegt. Bei Spotify hat jemand unter der letzten Hagnann-Folge kommentiert. Die Aussage Unternehmer Unternehmen haben in der Regel kein Gewissen, ist radikal links. Was soll das? And um this geschichte here, with you here, undermauert a weather smile this awesome. Um the geology to become that the tech platform with the we here spread niemals so handeln, dass sie möglichst ethisch korrekt sind, sondern es geht hier eigentlich immer nur um Profitmaximierung, die eben genau so viel möglich macht für NutzerInnen, sich selber zu schützen, wie es den Plattformen gerade eben nötig gemacht wird. Ich glaube nicht, dass das eine radikal linksextremistische Aussage ist, die man so trifft, wenn man sagt, die Plattformen, über die wir hier sprechen, haben nicht das Interesse, dass unser Leben besser wird.
31:51 Franziska Bluhm
Ich glaube, der Anspruch daran, dass Unternehmen ein Gewissen haben sollten, ist vielleicht eine linke Sicht oder eine, ich weiß gar nicht, eine. Man muss ja auch fast sagen, auch eine unrealistische Sicht. Also warum sollten Unternehmen, Börsenunternehmen, also börsennotierte Unternehmen, die ja im Grunde vor allem für ihre Anteilseigner wirtschaften, Warum sollten die eben unwirtschaftliche Ziele verfolgen? Also ne, man muss es eigentlich mal andersrum sehen. Das heißt, es liegt ihnen eigentlich fast in der Natur der Sache und irgendwie hat. Aber gutes Marketing in den letzten zehn Jahren oder so dazu geführt, dass man irgendwie gesagt hat, ja, man hat ein Gewissen. Ist aber am Ende des Tages, hat, ja, war halt gut, hat sich gut verkauft, aber am Ende des Tages geht es dann eben doch nur um darum, möglichst viel für die Anteilseigner rauszuholen. Und das ist dann im Grunde ein sehr wirtschaftliches Ass.
32:43 Gavin Karlmeier
Was ehrlicherweise Teil des Systems ist, das kann man einfach so anerkennen. Aber man darf sich eben nicht dieser Illusion hingeben, dass Meta irgendetwas zum Beispiel. tut, um gut zu handeln, sondern es geht immer darum, eben so opportun zu handeln, opportunistisch zu handeln, dass es eben den AktionärInnen passt.
33:03 Franziska Bluhm
Ja, absolut.
33:05 Gavin Karlmeier
Apropos, ich weiß, die Überleitung kann man sich jetzt kommt. Wie kommen wir von linke Ansichten, Unternehmen haben kein Gewissen zu dieser Geschichte? Oskar Laffer. Fontin hat auf Facebook behauptet, dass Compact, kennst du Compact? Ja, das ist eine Plattform, bei der ich Kampagnen starten kann oder Petitionen starten kann, Unterschriften sammeln kann. Stimmt, ja. Genau, so eine Campaigning-Plattform. Und Campact, Campact, Campact. Ich weiß es nicht. Ähm so sei der Vorwurf so war der Vorwurf von Oscar Lafontaine, würde von der Bundesregierung und George Soros finanziert. Natürlich. Die beiden, also vor allem George Soros gilt sehr oft als einer der Hauptprotagonisten in Verschwörungen. Verschörungstheorien und Verschwungserzählungen. Campact hatte das Facebook als Desinformation gemeldet. Facebook hat darauf nicht reagiert und hat die Meldung. . Online gelassen. Damit ist Campaign dann vor Gericht gezogen und hat juristisch erwirkt gegen den Meta-Konzern, dass diese Weiterverbreitung dieser Falschinformation von Meta zu löschen gewesen wäre. Das Landgericht Hamburg Haben wir eben schon mal in einer anderen Geschichte auch gehört, hat festgestellt, der Konzern Meta ist in der Pflicht, Falschbehauptungen zu löschen und eine Weiterverbreitung zu verhindern. Meta trägt die Kosten des Verfahrens. Das ist natürlich einerseits mit dem DSA, komplett geregelt. Der DSA bringt, nimmt Plattformen in die Pflicht, zum Beispiel Meldeverfahren einzuführen, dass NutzerInnen wenn sie so eine Desinformation finden, direkt zu melden. Aber ich finde, diese Geschichte ist ein ganz guter Anlass, nochmal darüber nachzudenken, dass Facebook vor drei Monaten angekündigt hat, FactcheckerInnen nicht mehr einzusetzen oder einsetzen zu wollen, zumindest in den USA, aber auch in Europa werden wir das ja vermutlich erleben, vielleicht aber nach solchen Geschichten wie das hier eben auch nicht mehr.
35:03 Franziska Bluhm
Äh, ja, sorry, ich war gerade abgelehnt, weil ich kurz gucken wollte. Nee, es gab, nee, aber es gab so eine, ich weiß, dass es im Internet, vielleicht kann das jemand nachreichen, so eine Seite gibt, ähm Diese ganzen Verschwörungsmythen, die es um George Soros sozusagen gibt. Und ich dachte, ich finde die jetzt ganz schnell, aber ich habe es gar nicht so schnell gefunden, wie ich gehofft hatte. Ja.
35:31 Gavin Karlmeier
Nein, also ja genau. Aber na jedenfalls ist Meta eben jetzt dazu gezwungen, das offline zu nehmen und eben auf sowas schneller zu reagieren. Weil das eben auch die DSA-Grundlage, die rechtliche Grundlage durch EU-Recht ist und auch durch die entsprechende Ausführung in Deutschland. Und ich könnte mir vorstellen, dass Meta diese ganzen Entscheidungen, die sie im Januar angekündigt haben, dass sie eventuell darüber nachdenken müssen. Also ich glaube, du brauchst keine Fact-Checker. Die EU hat schon beschlossen, dass auch Community-Nodes ausreichend sind. Aber wenn du halt schneller auf Desinformationen reagieren musst, brauchst du irgendeine Art. . Hilfe dabei, das Informationen zu identifizieren. Und wenn deine Meldeplattform nicht funktioniert und deine Fact-Checker das nicht mehr sozusagen direkt im System vermerken, wo Desinformationen stecken, dann gibt es nicht mehr so richtig viel Datengrundlage dafür.
36:24 Franziska Bluhm
Naja, oder die Strategie ist halt wirklich zu sagen, okay, warten wir halt immer ab, bis geklagt werden, bis wir es halt müssen. Also wie wir es jetzt eben auch erlebt haben, der Aufwand ist viel, viel größer für die andere Seite und es ist dann vielleicht Ja, nicht ganz so aufwendig, wie wenn du halt irgendwie ein Team an Factcheck da oder was auch immer beschäftigen musst.
36:49 Gavin Karlmeier
Schauen wir mal. Auf jeden Fall aber ein guter Erfolg für die Für den Kampf gegen die Desinformation und Lügen.
36:57 Franziska Bluhm
Wir haben ja gerade schon mal über den DSA gesprochen.
37:00 Gavin Karlmeier
Der DSA ist ja auch die Grundlage. Noch eine gute Grundlage. Das ist ja auch die Grundlage für die Strafen, die die EU gegen Meta und Apple verhängen möchte. Wir haben ja schon darüber berichtet, dass die relativ empfindlich sein könnten, dass da so ein bisschen was durchgestochen ist und dass die EU aber auch. auch die Kommission, die das eben ankündigen wollte, und zwar eigentlich in dieser Woche, jetzt wohl diese Ankündigung aufgeschoben hat, weil sie gesagt haben, es laufen derzeit Gespräche. mit US-Handelspartnern oder der US-Regierung über ein mögliches Handelsabkommen, um eben diese Zelle einzudämmen. Und das wollen sie offenbar nicht dadurch beschädigen, dass sie jetzt Strafen verhängen gegen US-Unternehmen, obwohl sie gleichzeitig angekündigt haben, dass diese Strafen gegen Apple und Meta. absolut unpolitische Entscheidung sein. Wahrscheinlich, pragmatisch betrachtet, ist es der richtige Schritt, diese empfindlichen Strafen nicht jetzt zu verkünden, wenn du ein Abkommen haben willst, den du mit einem eratisch handelnden Autokraten sozusagen treffen musst, mit dem König, König Trump. Auf der anderen Seite macht man sich damit auch ein bisschen unglaubwürdig, zumindest in die EU zur eigenen Bevölkerung hin, oder? Total.
38:17 Franziska Bluhm
Also, ja, ich finde es, ja, es ist unglaubwürdig, total und Ja, ich bin gespannt, was da noch kommt.
38:29 Gavin Karlmeier
Wir alle. Schauen wir mal. Wir bleiben, Haken bleibt dran.
38:33 Franziska Bluhm
Haken bleibt dran, ja, sehr gut.
38:36 Gavin Karlmeier
Übrigens gibt es eine ganz schöne Sammlung und ich habe mir leider nicht aufgeschrieben. Doch ja Von der Zeit. Ich packe das mal in die Shownotes. Übrigens noch was anderes, Cory Doktorov, der Uberfinder des Begriffs Enchitification. Der hat auch in der Zeit einen Gastbeitrag geschrieben, auch den packe ich mal in die Shownotes. Wir haben keinerlei wirtschaftliche Verpflichtungen mit der Zeit, aber zwei Texte, die auf jeden Fall lesenswert sind. Der eine Text Jetzt mal abgesehen von dem HTTIFation-Text, den ihr auch in den Shownotes findet, trägt die Überschrift, das hatte sich Google anders vorgestellt. Und zwar geht es darum, dass am heutigen Dienstag in den USA einen Prozess gegen Google startet, der sozusagen anhängt an einen Prozess, über den wir hier letztes Jahr auch gesprochen haben, weil im Herbst festgestellt wurde, Google hat eine Monopolposition. Und könnte deswegen möglicherweise dazu gezwungen werden, den Browser, Browser Chrome zu verkaufen oder auszugliedern. Und genau dieses Kartellverfahren beginnt eben jetzt, in dieser Woche, in der überlegt wird, welche Maßnahmen könnte Google denn treffen. Gleichzeitig hat Google in der letzten Woche ein anderes Kartellverfahren verloren, in dem festgestellt wurde, dass sie in der Online-Werbung ein Elektroversever legales Monopol betreiben oder betrieben haben. So, das alles führt nämlich die Zeit zu diesem Urteil und das finde ich, deswegen habe ich es mitgebracht. Dass dieses ganze Flirten mit dem Präsidenten Millionen zuschustern, die ganze Zeit um ihn herumtänzeln Im Fall von Google hatten wir jetzt relativ lange Jahren ein stabiles Gefühl, dass sie möglicherweise robust gegen diese ganzen Veränderungen sein könnten. Gleichzeitig gehört, dass YouTube diese DEI-Maßnahmen einstellt, dass Google sich angeboten hat, bei der KI-Entwicklung an der Grenze zu Mexiko mitzuarbeiten, um dort Maschinen. Machine Learning einzusetzen, um Menschen zu identifizieren und so weiter und so weiter. Das heißt, dieses Vorandwaben, dieser Kniefall der Plattformen der Unternehmen gegenüber dem Präsidenten hat möglicherweise jetzt nicht Dazu geführt, dass diese Unternehmen über dem Recht stehen.
40:49 Franziska Bluhm
Naja, sagen wir mal so, die Frage ist halt, für welchen Kampf Sie sich da hinter dem Präsidenten gestellt haben, ob es wirklich diese Kartellverfahren innerhalb der U den U der USA sozusagen ist oder ob man sich vielleicht eher so hinter den Präsidenten stellt, in der Abgrenzung zu Europa. Da gibt es ja auch ein bisschen was, was da noch so kommen könnte und gar nicht so sehr Und vielleicht gar nicht so sehr diese Kartellverfahren sozusagen inner, inner, wie heißt denn das, inneramerikanisch, dass die gar nicht so auf dem, auf dem auf dem Ja, dass das gar nicht so der große Kampf ist, der besonders wichtig ist, sage ich jetzt mal so. Aber ich kann mir schon vorstellen, dass man, dass es halt schon Also gerade auch vor dem Hintergrund der ganzen Tarif, äh, Quatsch, Tariffs, also Zölle, des Zollkrieges, dann dieses ganze Thema der Digital Market. der da eventuell kommen könnte oder die Auswirkungen kommen könnten. Was ja sowieso schon immer in so komischen, also immer wieder in so Kommentaren in Zusammenhang gebracht wurde, irgendwie, ja, wir verteidigen euch nur werden oder ne, äh, wir vertrauen euch nur, wenn ihr da so ein bisschen Rücksicht nehmt, ähm darauf, wie wir, wie, wie wir, ähm, wie, wie wir halt als Unternehmen da behandelt werden. Also wer weiß, ob das nicht eher so der größere Kampf ist, den Google, Meta und so ähm im Blick haben und nicht unbedingt, wie gesagt, jetzt das Karteiverfahren oder das andere. Wenn ich auch bei Google war es ja auch, ne, Google Maps war doch auch eine der ersten Maps, die halt den Golf zu Mexiko da zu dem, ne, also das war doch auch relativ Schnell sind sie da gefolgt und da gab es ja nun auch nicht irgendwie überhaupt eine Diskussion darum oder so, dass Google da vielleicht auch noch zögerte oder ähnliches. Daher.
42:37 Gavin Karlmeier
Ja, leider alles war zu dem Golf von Mexiko, muss man dazu sagen, es ist natürlich kompliziert, weil aus unserem Empfinden ist es völliger Irrsinn, dass jemand gesetzlich einfach so einen Ort umbenennt und dann das Unternehmen spurt. Gleichzeitig sagt das Unternehmen aber auch Wir führen das so aus, wie es eben die gesetzliche Grundlage ist. Ist dasselbe Problem wie in der Content-Moderation oder in der Accountsperrung, über die wir hier auch in der letzten Woche gesprochen haben. Wenn die gesetzliche Grundlage Plattform dazu zwingt, so zu handeln, kann man nicht erwarten, dass nach unserem Rechtsverständnis, finde ich persönliche Meinung, nach unserem Rechtsverständnis die Plattform sich darüber hinwegsetzt. Auch wenn ich mir das wünschen würde, sondern das Problem ist dann ja das Gesetz, das Unrecht in dem Land. Und du kannst als Plattform zum Beispiel sagen, wir ziehen uns von diesem Markt zurück, weil wir hier nicht so handeln können, wie es nach unseren moralischen Standards richtig wäre. Jetzt sind wir wieder beim Gewissen von Unternehmen.
43:34 Franziska Bluhm
Oh Gott, jetzt sind wir gerade bei den Gewissen, die haben ja gar kein Gewissen.
43:37 Gavin Karlmeier
Aber könnte man natürlich machen, ne? Könntest du sagen, das ist falsch, wir bieten dieses Produkt hier nicht. mehr an, wie Apple das ja mit den verschlüsselten iCloud-Backups in Großbritannien macht, aber dem Unternehmen vorzuwerfen, dass es nicht gesetzbrüchig wird. Das ist jetzt im Fall von Golf von Mexiko wahrscheinlich nicht der Fall, aber wäre es ja, zum Beispiel im Fall von Accounts-Sperrungen, die nicht vorgenommen werden, ist, glaube ich, fast ungerecht dabei. So, ja. Wo wir gerade so bei über Unternehmen, wollte ich sagen, sind. Aber der Prozess zwischen Meta und der FTC geht übrigens weiter.
44:17 Franziska Bluhm
Ach genau, wie ist es denn da aus? Ich habe nur Janis und dich gehört. And genau, was ist denn da?
44:28 Gavin Karlmeier
Einer der Instagram Gründer. seine Aussagen getätigt und er hat gesagt, also nach dem ersten Jahr bei Meta hat das Nutzerwachstum von Instagram sich erst einmal verlangsamt. Also die haben festgestellt, dass der Kauf von Facebook eher schädlich für das Wachstum von Instagram war. Kann so ein bisschen damit zusammenhängen, wie Mark Zuckerberg der Instagram selber auch wahrgenommen hat. Und was so ein bisschen dafür spricht, dass man eigentlich ursprünglich Instagram mal kaufte, um es vom Markt zu nehmen oder erstmal aus dem Markt rauszukriegen. Gleichzeitig war aber das Wachstum vorher so rasant, sagt Susstrom selber, dass man nicht darauf geguckt hat, wie viele Menschen überhaupt aktiv sind, weil sie sagen, es waren einfach zu viele, es war exponentiell und unaufhaltsam am ersten Tag. haben sich 25. 000 Menschen bei Instagram angemeldet und sie haben das quasi nicht so richtig verfolgt, wie viele Menschen da online sind, sondern da ging es eher darum, die Serverkapazitäten herzustellen. Also sie wurden anfangs krass überrannt. Und weißt du noch damals, jetzt sind wir die beiden alten Hasen, die vom Frühjahr erzählen, aber weißt du noch, wie das war, das alte Instagram before es Meta war?
45:45 Franziska Bluhm
Naja, boah, das ist jetzt echt. Also es war halt ja eine Foto. Also du hast ja einfach Fotos hochgeladen, ne? Also das war ein schöner Foto-Feed. Also im Grunde wie Twitter nur mit Fotos.
45:54 Gavin Karlmeier
Und man hatte so acht FollowerInnen oder so.
45:57 Franziska Bluhm
Und man hatte wenig Follower, genau. Es war sehr, sehr geschlossen. Aber es war irgendwie ganz schön. weil es halt eine Weiterentwicklung war zu, sagen wir mal, Flickr, ne? Also wenn man sich, wenn man, wenn man da ja, ähm klar konntest du dich da auch schon mit Leuten vernetzen, aber es war halt einfach nochmal ein einfacheres Vernetzen mit Menschen möglich dadurch. Und halt ein zusammen oder auch kennenlernen von Menschen über deren Fotos, ne? Also es waren ja wirklich nur Fotos, muss man auch sagen. Wenn man sich das jetzt anguckt, ist es natürlich komplett anders, aber Ja.
46:29 Gavin Karlmeier
So ist das, ja. Ich erinnere mich da auch noch gut dran. Ich habe das gern, habe das früher schon gern genutzt, ehrlicherweise. Ja, und das ist erstmal so der Stand vom Prozess zwischen Meta und Herrn.
46:42 Franziska Bluhm
Aber damit widerspricht er ja, also im Grunde widerspricht er dann ja so ein bisschen der Aussage von Mark Zuckerberg, der ja gesagt hat, ne, ähm Mit uns ist es extrem gewachsen und also.
46:57 Gavin Karlmeier
Also unterm Strich ist Instagram massiv gewachsen Durch Meta, die Frage ist, wegen Meta oder nicht. Und hat Meta Instagram gekauft, um es stärker zum Wachsen zu bringen oder um es quasi nicht als Konkurrenten ertragen zu müssen? Das ist ja am Ende die Kernfrage dieses Prozesses. Wir bleiben auf jeden Fall dran, Haken bleibt dran. Wir schauen immer wieder in diesen Prozess und erzählen euch, was so passiert. Aber vielmehr war jetzt bislang noch nicht. Außer dass eine frühere Metaführungskraft kurz vor dem Kauf von WhatsApp über die es, also sie sprechen darüber, dass offene Überlegungen darüber gab, wie Messaging-Apps ein trojanisches Pferd sein könnten, um NutzerInnen in den Bereich der sozialen Netzwerke zu zu locken. Also wie könnte WhatsApp dabei helfen, mehr Facebook-NutzerInnen zu generieren? Ich glaube nicht, dass das funktioniert hat, ehrlicherweise
47:46 Franziska Bluhm
Nee, und Sie haben sich dann ungern ja dazu entschieden, WhatsApp weiter aufzubohren und mit weiteren Features anzureichen.
47:53 Gavin Karlmeier
Ja, WhatsApp für die Everything App haben wir hier, glaube ich, auch vor zwei Jahren schon mal die These aufgestellt.
47:58 Franziska Bluhm
Ich glaube ja.
47:59 Gavin Karlmeier
Und bevor wir zu Funktion und Emotionen kommen, übrigens eine Kleinigkeit. die mir irgendwie gerade ein bisschen nicht wild genug wahrgenommen oder besprochen wird, dass Pete Hexath, der Verteidigungsminister der USA, die also schon wieder in einer Signal-Gruppe über Angriffe auf Hootie-Stellungen im März diskutiert hat. In einer Signal-Gruppe, in der unter anderem sein Bruder, sein Anwalt und seine Ehefrau auch waren.
48:26 Franziska Bluhm
Ja, ich meine, es war halt wahrscheinlich wahnsinnig aufregend, in dieser anderen Signal-Gruppe darüber zu diskutieren, dann musste er das gleich weitertratchen. So klingt so ein bisschen, oder?
48:37 Gavin Karlmeier
Möglicherweise. Aber interessant finde ich, und das konnte ich nicht so schnell herausfinden, woher die Information jetzt kommt, weil ich weiß nicht, ob sein Bruder, seine Frau oder sein Anwalt geplaudert haben nach außen.
48:51 Franziska Bluhm
Ich finde es halt so, es ist halt so erschreckend, wie wenig respektvoll diese Menschen mit ihrem Amt umgehen. Also wo sind wir überwerten? Aber das finde ich, ja, ist jedes Mal erschreckend, wenn ich diese Nachrichten lese.
49:08 Gavin Karlmeier
Ja, dann lass uns doch mal versuchen, jetzt nicht noch mehr Doom Scrolling zu machen. Und wir gehen zu Sachen, die vielleicht positive Dinge mit dir auslösen. Mal sehen. Schauen wir mal Funktionen und Emotionen. Ich habe das Gefühl, es wird immer lauter hier, dieser Dingle. Naja, WhatsApp hat angekündigt, dass bald ein neues Feature mit dem Namen Listen kommen könnte, mit dem du in der Lage bist, deine Chats zu sortieren. Also kannst du dann sagen, ich mache jetzt hier einen Ordner, also ich würde es Ordner eigentlich nennen, sie nennen es aber Listen. Bei Telegram hat das Feature beispielsweise schon, da kannst du Gruppen in den Einordner tun oder kannst du einen Ordner machen, in dem nur Berufskontakte sind oder oder oder oder. Das soll jetzt auch bei WhatsApp kommen.
49:52 Franziska Bluhm
Ich überlege die ganze Zeit, ob das noch verwirrender wird oder ob es wirklich helfen könnte.
49:58 Gavin Karlmeier
Also, wenn du mich fragst Ich finde das ist.
50:02 Franziska Bluhm
Gavin, wie ist das bei dir?
50:03 Gavin Karlmeier
Ich finde es ein mega Feature. Nur wie immer, ich bin nicht gut in sowas. Also ich bin zum Beispiel auch wahnsinnig schlecht, meine E-Mails in Ordner zu verteilen. Und so. Ich mache mir die Mühe nicht. Aber ich glaube, wenn ich mir die Mühe machte, würde mir das Feature mein Leben erleichtern.
50:27 Franziska Bluhm
Ja, es kann gut sein. Aber du hast recht. Also es ist halt was, wo ich Zeit investieren muss, das einmal richtig zu machen. Aber erinnere ich mich dann noch, was welchen Ordner unter?
50:37 Gavin Karlmeier
Naja, stell dir vor, du machst einen Ordner, der heißt Arbeit, Family, und dann sind da diese Kontakte, why not? Oder ein Ordner, der heißt bitte nicht lesen. So, und dann gibt es aber noch ein anderes WhatsApp-Feature, das du schon hast und ich noch nicht.
50:56 Franziska Bluhm
Hast du es noch nicht? Also, pass auf. Wenn du. Du hast ja bestimmt auch tolle Gruppen, oder? Bei dir in deinem WhatsApp-Kanal.
51:04 Gavin Karlmeier
Tolle leider nicht, aber ich habe Gruppen.
51:06 Franziska Bluhm
Du hast Gruppen, genau. Wenn du auf diese Gruppe gehst, kannst du jetzt sehen, wie viele Personen aus deiner Gruppe gerade online sind.
51:16 Gavin Karlmeier
Aber wie?
51:17 Franziska Bluhm
Indem du da oben drauf, also du klickst auf die Gruppe und dann stehen da unten drunter, also kann es halt sein, dass da steht jetzt zwei online, drei online oder wenn da keinen. gar nichts steht, also wenn da einfach vielleicht nur die Namen der Leute stehen, dann ist gerade keiner online.
51:32 Gavin Karlmeier
Bei mir sind alle entweder offline oder ich habe das Feature nicht.
51:36 Franziska Bluhm
Ja, aber vielleicht guck doch mal in eine andere Woche.
51:42 Gavin Karlmeier
Aber weißt du, warum ich das nicht sehe, glaube ich, weil ich meinen Online-Status auch nicht zeige.
51:47 Franziska Bluhm
Ah, das kann natürlich sein. Ja, genau. Du musst natürlich Leute haben, die ihren Online-Status zeigen, aber dann kannst du halt sehen, okay, könnte mir jetzt potenziell, wenn du jetzt gerade beispielsweise in die Gruppe geschrieben hast, kannst du mir ein Foto der Hausaufgaben. der Mathehausaufgaben von deiner Tochter oder von deinem Kind sozusagen hier schicken, dann könntest du halt gucken, ach guck mal, jetzt sind es zwei online, dann bleibe ich jetzt irgendwie auf WhatsApp und warte darauf, dass die mir gleich stehen Screenshot einmal hochladen. Also es kann praktisch sein, um halt so schnell eine Antwort zu bekommen oder zeiteffizient zu nutzen oder Leuten zu stalken.
52:23 Gavin Karlmeier
Deswegen habe ich das aus, weil ich möchte niemandem helfen.
52:30 Franziska Bluhm
Okay. Das ist sehr schade.
52:32 Gavin Karlmeier
Nein, ich helfe gerne. Was ich nicht aus habe, ist die blauen Häkchen. Also die Leute sehen, wenn ich es gelesen habe, aber sie sehen nicht, wenn ich online bin.
52:39 Franziska Bluhm
Okay, verstehe.
52:41 Gavin Karlmeier
Das Thema machen wir gleich. Instagram fängt jetzt an, die Display, also die Views per Post auch anzuzeigen bei Fotos, genauso wie bei Reels. Also so wie bei einem Real unten die Aufrufe steht, steht bei Fotos jetzt auch die Anzahl der Views Was mir aber unklar ist, aus den Screenshots, die mir vorliegen, die Radu Onescu gepostet hat und Cescu, einer der Reverse Engineers, über die wir hier häufig sprechen, Ob das nur deine eigenen Postings betrifft oder auch die anderer Leute? Also die Frage ist, werden Impressionen aller Inhalte bald öffentlich? Und eben nicht nur die der Reels, oder Kann ich eben nur bei meinen eigenen Fotos sehen, wie viele Aufrufe die haben, wenn ich auf mein Profil gehe.
53:26 Franziska Bluhm
Kannst du dich daran erinnern, dass Instagram irgendwann mal so Features eingeführt hat? wie beispielsweise ja man kann nicht so genau sehen wie viele Kommentare da schon sind und so also ne alles so Dinge die es ja eigentlich Ja, die es ja eigentlich irgendwie so ein bisschen intimer machen sollten oder die halt irgendwie auch nicht so den großen Anreiz geben sollten, nur den großen Accounts zu folgen, wie auch immer. Und ich finde das Für mich klingt das total ein Feature wieder in die andere Richtung.
53:53 Gavin Karlmeier
Das ist so. Könnte vielleicht aber auch in der Unternehmensausrichtung liegen, dass statt Awareness und Mental Health jetzt eher Masculine Energy und Trumpismus vorherrschen.
54:05 Franziska Bluhm
Das ist jetzt eine sehr, sehr böse Formulierung von dir. Man könnte auch einfach sagen, dass jetzt die wirtschaftlichen Ziele wieder stärker im Vordergrund stehen.
54:13 Gavin Karlmeier
Ja, sonst muss ich mir wieder hier anhören. Ich würde hier linksradikale Thesen.
54:16 Franziska Bluhm
Dass du so eine linke Voke-Socke bist, genau.
54:21 Gavin Karlmeier
Bin ich vielleicht. Unklar. Vielleicht. Instagram test ist ein neues Feature mit dem Namen Quick Snaps.
54:33 Franziska Bluhm
Ähm, das also Hat das was mit Snapchat zu tun?
54:39 Gavin Karlmeier
Also so ein bisschen. Du kannst jetzt neben den Instagram No. Also jetzt wird es wirklich sehr kompliziert, weil die
54:46 Franziska Bluhm
Okay, dann erklär mal gut, weil ich habe es nicht gelesen, du musst es mir jetzt richtig gut erklären.
54:50 Gavin Karlmeier
Du hast ja über den DMs ja die Instagram Notes. Das sind ja Nachrichten, die ich schreibe, die nur Leute lesen, denen ich auch zurückfolge. Links daneben gibt es jetzt ein Feature mit dem Namen QuickSnap. bei dem ich mit einem Knopfdruck da drauf sozusagen sofort ein Foto machen kann. Das kann nicht bearbeitet werden, da kann keine Filter drauf gemacht werden, sondern in dem Moment, wo ich das Foto auslöse, ist es da drin. Und es verschwindet nach einem Aufruf, äh, nach den Aufrufen. Also ich sehe, Franzi hat da ein Bild gepostet, drücke da drauf und dann sehe ich da dein Bild. Es ist quasi eine zweite Stories-Funktion, nur für noch engere FreundInnen.
55:28 Franziska Bluhm
Okay, und jetzt wäre dann die nächste Frage. Bekomme ich dann auch einmal am Tag eine Notification, dass ich das jetzt machen soll?
55:37 Gavin Karlmeier
Könnte sein. Ich finde das wirklich schlimm, weil kein Mensch blickt mehr durch die Funktion von Instagram. Es ist Kraut und drüben, überall kannst du alles machen, alles geht, alles wird ausprobiert.
55:49 Franziska Bluhm
Ich weiß auch nicht, wie, wer hier angegriffen werden soll, weil das ist kein Be Real Angriff, weil und Na, es ist ein bisschen Snap, ähm also Snapchat und es ist ein bisschen Be Real, würde ich sagen. Also dass man diese Features sozusagen jetzt einfach mal ausprobiert und irgendwie versucht zu integrieren und guckt, ob es vielleicht dazu führt, dass die Leute noch häufiger irgendwie einen Status sozusagen oder halt eine Story machen. Aber also so würde ich es erklären. Und man will im Grunde natürlich die Interaktionen auf der und das Engagement auf der Plattform sozusagen weiter erhöhen.
56:16 Gavin Karlmeier
Aber de facto ist das die Funktion, die Instagram Storys mal sein wollten oder waren, die sie dann so lange mit Funktionen aufgeblasen haben, dass sie das nicht mehr isst, damit sie dasselbe jetzt quasi wieder unter einem anderen Namen einführen. Aber eigentlich ist das hier OG Stories, wenn man so will. Tja. Tja. OG Stories. Apropos Stories.
56:38 Franziska Bluhm
Ich glaube, wir hatten viele Emotionen jetzt dazu.
56:40 Gavin Karlmeier
Apropos Stories. Instagram arbeitet in einem Feature mit dem Namen Storylines. Angenommen, du bist auf der Republika und machst eine Story. Und du lädst mich ein, dazu mitzumachen, dann kann ich in deiner Story auch Fotos hinzufügen. Das ist die Storyline.
56:58 Franziska Bluhm
Also du machst in meine in meiner Story dann auch eine Stor Story. Weil ich damit auf dem Bild drauf bin oder du mich nicht markiert hast.
57:09 Gavin Karlmeier
Oder weil wir beide die gleiche Geschichte erzählen. Wir sind auf dem gleichen Konzert zum Beispiel oder so.
57:15 Franziska Bluhm
Aber will ich das?
57:17 Gavin Karlmeier
Ich will das auf gar keinen Fall, aber. dass Instagram noch nie interessiert, ob Kevin Karlmeyer und Franzi Blum etwas möchten.
57:23 Franziska Bluhm
Ja, das ist schon richtig, aber ich versuche gerade zu überlegen, also nicht nur jetzt von uns auszugehen, sondern von anderen möchte ich, dass Bilder auch von dem gleichen Konzert auch in meiner Story sozusagen mit dem.
57:37 Gavin Karlmeier
Ja, du kannst Leute einladen, sozusagen mitzumachen. Du kannst sagen, ich möchte, dass Kevin Karmer ja auch in meiner Story Bilder einzufügt.
57:44 Franziska Bluhm
Ja, okay. Im Grunde soll ja, was soll passieren? Ich meine, Ziel, mehr Engagement, mehr Miteinander, mehr irgendwie
57:55 Gavin Karlmeier
Weißt du, was mich so Ich frage mich, liegt es daran, dass ich langsam alt werde, bin 36, oder liegt es daran, dass Instagram selber die eigene Plattform nicht versteht? Aber mir geht es so, dass mit immer mehr Features, die so modular irgendwelche Abwandlungen von bestehenden Features mit sich bringen oder irgendwie neue Interaktionsmöglichkeiten oder so, für mich immer unklarer wird wie Instagram funktioniert. Also ich verliere ich selber, der sich beruflich sehr viel damit auseinandersetzt, Menschen das zu erklären, mit anderen Menschen gemeinsam zu entwickeln, wie man das sinnvoll nutzen kann und so. habe das Gefühl, das wird immer undurchsichtiger, immer verwässerter. Es gibt keinen Markenkern mehr. Und damit verliert man, glaube ich, eigentlich das größte Potenzial von Instagram.
58:44 Franziska Bluhm
Ich meine, wenn dann ist es ja irgendwie so ein Community-Festigungs-Feature, ne? Also, weil es ist ja kein Growth Hack oder irgendwie sowas, weil im Grunde würdest du, also sind es ja die gleichen, ne? Also, Gavin Wir kennen uns jetzt, ne, und das ist irgendwie okay, dass du dann auch Bilder davon. Also ich erlaub dir das, das ist dann fein, dir vertraue ich, aber es ist ja nicht, es ist ja nicht Irgendwie jetzt das große Ding, kannst du denn noch besser wachsen mit oder so? Kannst du halt wirklich nur nutzen für, oder könntest du dann wahrscheinlich wirklich nur nutzen für engere Verbindung, Community Building und so weiter und so fort. Ob man das jetzt wirklich so braucht oder ob man es nicht auch anders hinbekomme. Also es gibt ja viele Funktionen, wo man das auch ganz gut auf Instagram kann. Aber ja, fein. Haben wir noch eine weitere. Und alleine auch Storylines, Stories, weißt du also, man blickt ja schon allein bei einer Namensgebung gar nicht mehr so richtig durch, aber das ist jetzt wirklich vielleicht einfach zwei alte Leute reden über Instagram.
59:36 Gavin Karlmeier
Vielleicht. Aber Storyline ist auch wirklich kein guter Name. Naja.
59:41 Franziska Bluhm
Schreibt einen Kommentar bei Spotify, damit wir wissen, ob wir einfach zu alt sind dafür.
59:47 Gavin Karlmeier
Kennst du das, dass du so Reels guckst und dann siehst du, es gibt so, also bei mir gibt es so vier, fünf verschiedene Kategorien von Reels, die mir da angezeigt werden, und ich weiß genau, das schicke ich der Person und dieses schicke ich der anderen Person, das schicke ich der dritten Person. Weil das genauso die, man hat dann so Freundinnen, ah, dem schicke ich Memes, die diesen Humor haben und dem schicke ich Reals, die diesen Humor haben und so. Dafür wird es jetzt eine Lösung geben mit dem Namen Blend. Instagram Blend haben wir schon mal vor einem Jahr auch drüber gesprochen, da hieß das aber noch nicht so, glaube ich. Also, so eine Art eigener, personalisierter Reals-Feed für dich und ausgewählte FreundInnen. Du kannst Leute einladen. und dann wird jeden Tag da ein neuer Feed generiert und ihr seht alle gemeinsam diesen Feed und könnt dann euch darüber im DM-Chat unterhalten.
01:00:35 Franziska Bluhm
Was ist der Unterschied zwischen meinem, also zwischen dem DM-Chat und jetzt Blends?
01:00:40 Gavin Karlmeier
Blend ist ein Reals-Feed, der aber sozusagen kombiniert, was. deine und also stell dir mal vor, ich versuch's mal zu abstrahieren. . Wir beide haben eine gemeinsame Spotify-Playlist, auf der wir jeden Tag einen Song drauf machen. Dann sind die empfohlenen Songs, die da drunter sind, andere als in der Playlist, die ich alleine gemacht habe, weil die auf meinen Hörgewohnheiten basieren, aber auch auf den Inhalten, die schon in der Playlist sind. Und so funktioniert Instagram Blend als eigener Reals Feed für FreundInnen.
01:01:08 Franziska Bluhm
Es ist mir, ich bin zu alt für diesen Scheiß.
01:01:12 Gavin Karlmeier
Ja, es ist wild, ne? Instagram ist im Moment wild.
01:01:15 Franziska Bluhm
Das wäre jetzt meine Emotion dazu.
01:01:16 Gavin Karlmeier
Okay. Dann war noch eine Kleinigkeit, wenn du jetzt was googelst aus Deutschland zum Beispiel, dann steht oben in der URL nicht mehr google. de slash bla bla bla bla bla, sondern überall google. com auf der ganzen Welt. Ja, das ist das Feature.
01:01:32 Franziska Bluhm
Das ist das Feature. Boah, hat ja keine großen Auswirkungen für mich, ist halt irgendwie Stärkung der Domain.
01:01:43 Gavin Karlmeier
Das sind doch sowas für eine Emotion. Ich finde das also auch, es hat keine großen Auswirkungen auf mein Leben. Ich finde es ganz gut, das zu wissen, da mal drüber gehört zu haben, weil das wäre mir sonst irgendwann aufgefallen und ich hätte mich. gefragt, warum das so ist. Weil ich bin da, was sowas angeht, habe ich durchaus eine Antenne. Also mir fällt schon auf, wenn sich bei Coca-Cola ein Teil am Logo verändert. Macht mich das schon rasend. Und das für mir hier auch aufgefallen.
01:02:10 Franziska Bluhm
Okay, dann hast du jetzt die Beruhigung, dass du jetzt, ja, das finde ich das.
01:02:14 Gavin Karlmeier
Google selber sagt aber, es würde die Sucherfahrung der NutzerInnen optimieren. In welcher Form auch immer. Naja.
01:02:22 Franziska Bluhm
Wäre interessant, na gut, dass du halt immer weißt, Google, komm aber anderes, wurdest du ja sowieso mal weitergeleitet, ne? Also daher
01:02:28 Gavin Karlmeier
Eben, also naja.
01:02:29 Franziska Bluhm
Weiß ich auch nicht.
01:02:30 Gavin Karlmeier
Und Patreon kündigt an, dass jetzt CreatorInnen auf Patreon, das ist ja so eine Art Onlyfans für Leute, die nicht nur sich nackt fotografieren. Ein Patreon ist eine Plattform, bei der du CreatorInnen finanziell unterstützen kannst, sich monatlich oder einmal zahlen, und die kann dann nachher über Inhalte verbreiten. Du kannst es jetzt eine native Livestream-Funktion für Patreon geben, dass du quasi für deine Abonnierenden einen Livestream machen kannst.
01:02:53 Franziska Bluhm
Ach, das finde ich ganz gut. Ich hätte eigentlich auch gedacht, dass das schon geht, aber ich habe mich mit Patreon Wahrscheinlich einfach noch nicht genug auseinandergesetzt.
01:03:02 Gavin Karlmeier
Vielleicht solltest du das mal machen, Patrick. Ich finde das toll. Vielleicht sollte ich das mal tun. Ich mach das gerne. Ich kann übrigens ankündigen, die 500. Folge Haken, dann werde ich ja einen längeren Livestream machen. Wie lange der genau wird, muss noch verhandelt werden.
01:03:14 Franziska Bluhm
Über Patreon.
01:03:15 Gavin Karlmeier
Nein, das wollte ich mich gerade sagen. Den können dann alle sehen. Den machen wir irgendwie bei Twitch oder so. Mal sehen. Ich weiß noch nicht so genau wo. Und dann gibt es auch, ich weiß nicht, jede Stunde kommt dann jemand anders dazu oder so. Dann freue ich mich, wenn du, liebe Franzi, um vier Umorgens den eine Stunde Zeit nimmst oder so.
01:03:31 Franziska Bluhm
Auch sehr gerne.
01:03:33 Gavin Karlmeier
Und dann hat Discord angekündigt, dass sie Altersvirifizierungen mit ID und Gesichtscans einführen wollen Als Experiment in Großbritannien und Australien, bei der sie NutzerInnen auch daran hindern, auf sensible Inhalte zu greifen, wenn sie sich nicht selber verifiziert haben. Das ist eine Reaktion auf lokale Gesetze, die das Von den Plattformen erwarten. Interessant ist aber, dass sie das eben selber machen. Also wenn du jetzt zum Beispiel hier dich bei einer Bank ein Konto online einrichtest, dann machst du das über die Post, die dann sozusagen der Bank einfach nur sagt, ja, das bist du. Discord macht das selber ohne Dienstleister und sammelt damit im Zweifel Bilder von Personalausweisen, was nicht gut sein kann, würde ich behaupten.
01:04:17 Franziska Bluhm
Ja, also grundsätzlich finde ich es gut, aber ich finde auch, dass es Muss das immer alles über die Unternehmen gehen?
01:04:26 Gavin Karlmeier
Nee, eben, das ist ein Problem, ne? In Deutschland gibt es das noch nicht, deswegen kann ich euch empfehlen, kommt in den Hakner-Discord.
01:04:34 Franziska Bluhm
Ich wollte gerade sagen, wie ihr sieht es dann geht zu dem Haken an Discord.
01:04:38 Gavin Karlmeier
Das ist toll, das ist nach wie vor meine Top-Nachrichtenquelle, weil die Leute einfach extrem schnell darin sind. Also vom Tod des Papstes habe ich über den Haken an Discord erfahren, bevor die Tagesschau ist statt. Und es hat inzwischen 1708 Mitglieder. Also da ist ordentlich was los. Kommt da alle hin, www. org. Ihr müsst auch kein Foto eures Personalausweises da hochladen, solange ich da irgendeinen Einfluss drauf habe. Und ich würde bis dahin sagen, vielen Dank, liebe Franzi, dass du da warst. Wir haben vorher gesagt, wir haben heute gar nicht so viel zu besprechen, jetzt ist über eine Stunde rum.
01:05:08 Franziska Bluhm
Es hat jetzt doch lange gedauert, ne?
01:05:09 Gavin Karlmeier
Ich hoffe einfach, ihr habt eine tolle Restwoche.
01:05:12 Speaker 3
Wir hören uns am Freitag und erholt euch von Ostern und verbringt nicht so viel Zeit in den News Apps. Danke, dass du da warst, liebe Freundsi. Bis bald. Danke dir, dass ich da sein durfte. Ciao. Tschüss.