Ein neues soziales Netzwerk hat den Platz betreten: Aber brauchen wir mit Campfire FM wirklich eine weitere App zum Podcasts hören?
Außerdem erwägt Meta offenbar, doch in den Cryptomarkt einzusteigen, Instagram-Chef Mosseri äußert sich vor Gericht und JENGA! rufen wir auch endlich mal wieder.
Kapitelmarken
KI-generiert:
00:00 Hallo Nora!
03:06 Campfire.FM
12:04 Werbung und Monetarisierung in sozialen Netzwerken
14:58 FTC gegen Meta
24:47 Kryptowährungen und Metas Pläne
31:16 Personalausweise in der Cloud
49:05 Ende-zu-Ende-Verschlüsselung
54:58 DSA gegen Regierungen
Transkript
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00:01 Intro
Haken dran.
00:03 Nora Hespers
Das Social Media Update der CT.
00:06 Gavin Karlmeier
Hallo Nora.
00:08 Nora Hespers
Hallo Gavin.
00:09 Gavin Karlmeier
Bei mir ist heute Nora Hespers. Endlich mal wieder du warst ewig nicht mehr hier. Und was ich aber dazu sagen muss, du warst das ganze Jahr noch nicht jetzt gerade. 25. 11. warst du letztes Mal da. Boah.
00:19 Nora Hespers
Das ging aber auch schnell.
00:20 Gavin Karlmeier
Ja. Journalistin, Podcasterin, SportInsight zum Beispiel macht Nora, ist eine der Gästinnen, die am häufigsten gewünscht werden. Also wenn ich so mit Leuten spreche, dein Name fällt fast jedes Mal. Und deswegen freue ich mich, dass du heute wieder hier bist.
00:36 Nora Hespers
Die können doch einfach auch meine Podcasts hören.
00:38 Gavin Karlmeier
Also ich will euch keine HörerInnen klauen, aber hin und wieder.
00:43 Nora Hespers
Wir veröffentlichen den Was denkst du denn-Podcast zum Beispiel nur einmal im Monat. Der passt doch noch rein.
00:47 Gavin Karlmeier
Ja, das ist gut. Haken dran ist nur dreimal die Woche. Das heißt, es gibt vier Tage, an denen man noch andere Sachen hören darf.
00:53 Nora Hespers
Ja, schon, oder?
00:55 Gavin Karlmeier
Aber da du auch Podcasterin bist, ist das unser erstes Thema heute bestimmt auch ein bisschen was für dich.
01:00 Nora Hespers
Oh Gott, ich hab's gesehen, hab mich direkt gefreut, weil ich schon heute Morgen was dazu auf LinkedIn gelesen habe.
01:04 Gavin Karlmeier
Es geht um eine App mit dem Namen Campfire FM. Das ist eine App, die hat Sascha Lobo initiiert, gemeinsam mit Leuten von der Punkte.
01:14 Nora Hespers
Internetpionier.
01:17 Gavin Karlmeier
Ich will dem da jetzt keine Attributierungen zugeben, aber der hat gemeinsam mit Leuten aus der Produktionsfirma Studio Bummens, eine eigentlich die größte Podcast-Schmiede in Deutschland, eine. App an den Start gebracht, die Campfire FM heißt, die so eine Art soziales Hörerlebnis aus . . Podcasts machen soll. Also kannst du in der App quasi den Podcast hören, kannst zum Timecode Kommentare hinterlassen, wie man das zum Beispiel von SoundCloud kennt Die Hosts dieser Podcasts können Sprachnachrichten in diese App schicken und sozusagen ein bisschen Fanbindung aufbauen. Und bislang ist es für alle Beteiligten kostenlos. Ich bin gespannt, an welcher Seite man zuerst den Kostenhebel anwendet. Aber das sind jetzt erstmal so die Hard Facts. Wie sind deine Gefühle dazu?
02:03 Nora Hespers
Das ist der x-te Versuch, aus Podcasts ein Community-Projekt zu machen. Du hast SoundCloud schon gesagt, aber es gab ja auch schon so verschiedene andere Apps. die das mal versucht haben, auch zum Beispiel Sharing über Audiogramme, also dass du so kommentiert, was sharen kannst, wie auf Instagram, Glamour hieß das. Ich habe einiges davon auch ausprobiert.
02:22 Gavin Karlmeier
Oder Headliner macht das auch.
02:24 Nora Hespers
Genau, ja, aber bei Headliner musst du es aktiv machen. Bei Klemmer war es tatsächlich einfacher. Also es war wirklich wie so ein Instagram für Podcasts. Es war super easy zu bedienen, auch als, also du konntest es in der App sozusagen. Stücke rausklammern. Das war super und die auch auf allen Netzwerken teilen, auch mit Untertiteln, weil sonst funktioniert das halt ganz schlecht mit Audio und wenn das stumm geschaltet ist. Aber ich fand es bis jetzt immer einen Luxus, dass man gerade in Podcasts nicht reinkommentieren kann. Also dass man nicht jedes gesagt hat. jedes Wort irgendwie kommentieren und auf die Goldwaage legen kann, dass man Menschen zuhört und sie ausreden lässt, also bis zum Gedanke mal vollfertigt ist und nicht dazwischen quatschen kann. Hat für mich oder in meiner Wahrnehmung aus Podcast so ein kleines Paradies gemacht. Jetzt habe ich natürlich auch sehr nischige Podcasts, muss man dazu sagen, mit nicht einer riesen Community. Also es gibt bestimmt Podcasts. Bei denen ergibt es auch Sinn und für die ist es toll, wenn sie mit der Community mehr interagieren können, gerade wenn es darum geht, auch Geld damit zu machen. Da musst du natürlich auch eine Community vorweisen können, die aktiv ist. Also für den kommerziellen Bereich ist das wahrscheinlich gar nicht so schlecht, aber man kauft damit eben alles ein, was man. . Sonst so in sozialen Netzwerken einkauft.
03:34 Gavin Karlmeier
Ja, und das sind nämlich auch die Gedanken, die ich so hatte. Also, ähnliches Thema hatten wir damals, als wir hier darüber gesprochen hatten, dass die ARD-Mediathek erwägt, eine Kommentarfunktion zu bringen. Wo ich auch gesagt habe, Mit Timecodes vielleicht okay, aber du hast halt bei dir der Kommentarspalte leider auch das Problem, dass Leute kommen und kommentieren. Und das ist nicht so angenehm. Ich habe mir die App so ein bisschen angeschaut und ein Podcast, der da extrem aktiv unterwegs ist, ist Baywatch Berlin Der Podcast von Kleid Sofer Umlauf, der von Studio Bummens produziert wird. Also alles nicht so richtig überraschend, dass die so der Pilot-Case sind. Aber ich habe so ein paar Thesen. These 1 ist, ich glaube, alle werden daran das Interesse verlieren. Also das ist jetzt einmal spannend und in einem halben Jahr redet keiner mehr drüber.
04:20 Nora Hespers
Das ist so klapphaus-mäßig irgendwie so ein bisschen, ne?
04:23 Gavin Karlmeier
Ja. Hundertprozentig. Die zweite These ist, dass sich nicht, also ich glaube die größte Hürde ist, Hörgewohnheiten umzustellen, denn die App baut ja darauf, dass du in ihr die Podcasts hörst. Jetzt hat aber Spotify es zum Beispiel sehr erfolgreich geschafft, ja Leute, die über diese App schon Musik gehört haben, zu sagen, hey, wenn du hier deine Musik hörst, warum willst du dich ja nicht auch die Podcasts hören? Also Bequemlichkeit vor allem. Und ich glaube, das sieht man an vielen Podcasts ja auch, dass sie einfach wirklich einen großen Anteil ihrer HörerInnen über Spotify generieren. Ich glaube, eine App, die soziale Features bringt, wird das nicht wird das nicht verändern können. Und das Dritte ist, dass ich halt glaube, dass, also man kauft gerade die Katze im Sack, weil eben wie gesagt daran noch nichts monetarisiert ist. Und ich bin gespannt. Ob der Weg sein wird, dass du als HörerInnen dafür bezahlst, dass du mitkommentieren darfst, dann glaube ich, ist das Ding tot. Oder ob du als Podcast dafür bezahlst, dass deine HörerInnen dort diese Features haben, dann wird es ein totales Elitending bleiben. Das ist jetzt gerade auch schon. schon ist und damit nicht so ein bisschen grassroot luft schnuppern können oder aber du wirst es vollpumpen mit werbung und dann macht es keinen spaß mehr deswegen Ich bin mir unsicher.
05:38 Nora Hespers
Ja, was Campfire ja oder worauf Campfire hindeutet, ist, dass man sozusagen gemeinsam am Lagerfeuer sitzt und post Podcasts hört. Was wir merken, ist schon, dass zum Beispiel Live-Podcasts total gut funktionieren, also Bühnenshows und so. Das heißt, du könntest eine Bühnenshow machen, aber die Leute sitzen dann da. Also im Prinzip wie ein Twitch- oder YouTube-Stream, aber ohne Bild, dass du das sozusagen nur hören kannst und dann vielleicht dich ja auch als HörerInnen eben live reinschalten kannst, wie in so einer Call-In-Sendung. Gavin, ich glaube, du weißt so ein bisschen, wie das funktioniert mit diesem Call-in im Podcast. Hast du, glaube ich, schon mal gemacht. Also sowas könnte ich mir vorstellen. Und Möglicherweise funktioniert das. Also ich fand das bei Clubhouse nämlich gar nicht schlecht, wenn zum Beispiel der Deutschlandfunk dann eine Diskussionsrunde gemacht hat und ich konnte mich dann dazu schalten und dann live Fragen stellen. und musste nicht über so ein Hörertelefon oder so. Das fand ich ehrlich gesagt an Clubhouse ganz attraktiv, weil zu dem Zeitpunkt ja auch viele Dinge diskutiert werden mussten. politisch auch wieder viel los war. Ich habe schon wieder vergessen, was genau einfach so viel permanent los ist.
06:45 Gavin Karlmeier
Ich glaube, es war immer Corona zur Klapperzeiten.
06:47 Nora Hespers
Ja, es war Corona, aber es war auch irgendwas mit Sport. Das weiß ich auch. Und wahrscheinlich Sport und Corona, egal. Aber auf jeden Fall. Das fand ich eben ganz spannend. Und das ist so ein bisschen das, finde ich, was fehlt. Also sinnvolle Call-In-Sendungen. Und da habe ich neulich auch mit Leuten drüber diskutiert bei Blue Sky, die sich eben beschwert haben, dass die Öffentlich-Rächlichen so häufig mit Menschen von der AfD sprechen, dass sie sie überrepräsentieren, auch im Hörfunk und so, und dass sie sich nicht beteiligen können, dass sie sich nicht gehört fühlen. Ich glaube, das wäre Also für so einen Anwendungsfall wäre das ganz gut. Also Hörerbeteiligung oder Hörerinnenbeteiligung, die nicht irgendwie mittags stattfindet, wie wir sie bei WDR 2 oder WDR 5 haben. Aus anderen Sendegebieten kann ich nicht sprechen. Aber dass es sozusagen easy ist, sich damit einzuschalten. Das ist ein Use Case, den würde ich tatsächlich befürworten und der ist bestimmt auch toll für Unterhaltungssendungen oder so. Deswegen glaube nicht, dass es völlig unmöglich ist. Die Frage ist halt, wie großflächig lässt sich das verbreiten Und ergibt es Sinn, das zu machen, wenn ich das Gleiche eben auch auf Twitch machen kann oder auf YouTube, ja? Die machen ja schon Livestreams zu.
07:57 Gavin Karlmeier
Zumal live bislang in diesem Campfire Angebotssortiment ja auch noch gar nicht vorgesehen ist. Ähm, und ich erlebe zum Beispiel, also auch ich ab das hier ist ja auch ein Nischenpodcast. So den hören zwar schon ein paar Leute, die irgendwie dann auch darüber sprechen, aber wir sind halt nicht in der Größenordnung von Baywatch Berlin. Um ein Gefühl dafür zu haben, Spotify hat.
08:17 Nora Hespers
Immer noch nicht.
08:18 Gavin Karlmeier
Wir sind auf dem Weg. Nein, aber um Gefühl dafür zu haben, Spotify hat übrigens ein Feature gelauncht, zumindest bei einigen. Ich habe das Dass du sehen kannst, wie viele Wiedergaben eine Podcast-Episode hat. Und da ist es so, dass er eine Baywatch-Berlin-Folge im Schnitt eine Million Abrufe hat. So, jetzt hast du bei Campfire.
08:34 Nora Hespers
Früher waren es mal, glaube ich, so zehn Sekunden oder so.
08:36 Gavin Karlmeier
Das weiß ich leider noch nicht. Weil, also bislang redet auch niemand über dieses Feature. Achso. Aber Bellwatch Berlin hat bei Campfire unter so einem Post um die 9000 Frühling. Flammen, das ist so deren Like. Das heißt, 9000, ich finde, das ist erstmal keine schlechte Zahl für ein paar Tage nach Start. Aber ich bin mal gespannt, ob das in einem halben Jahr, wie gesagt, auch noch so aussieht. So, und was ich aber dazu sagen will, bei diesem Podcast hier ist es zum Beispiel so, dass wir ja eine angeschlossene Discord-Community haben. Haben wir ja erwähne ich sehr, sehr oft, aber äh. Jetzt ist es mal wichtig. Und da sind ungefähr 1750 Leute drin. So, und das, was aber dort passiert, ist ja nicht nur der Wunsch danach in Echtzeit die Episoden mitzudiskutieren, was auch passiert, aber dieser Podcast hier macht ja ein Universum auf. Also wir haben ja eine Themenkombination aus Social Media, die Wirkung von Social Media auf Gesellschaft, auf Politik, auch ein bisschen Wirtschaft, ein bisschen was macht KI, das sind alles so Tech-Themen, das sind alles Dinge, die berührt dieser Podcast, ist aber nicht immer in jeder Ausprägung, in jeder Episode zu hören. Diese weiteren Ausprägungen, die man sich quasi wünschen kann oder Themen, die es nicht in den Podcast schaffen, die aber vielleicht trotzdem interessant sind für Leute, die diesen Podcast hören, werden in diesem Discord-Chat diskutiert. So, dazu gehört zum Beispiel. alle Ereignisse um die Ukraine an diesem Wochenende zum Beispiel. Das werden wir hier im Podcast nicht besprechen, weil wir sind kein Nachrichtenpodcast, aber das sind Themen, die sich auswirken können auf Die Themen, die wir hier besprechen und deswegen findet das dort statt. Das sind alles Dinge, die aber bei Campfire gar keinen Platz haben, weil du dort eben eine Episode mitkommentierst oder Postings der Hosts kommentierst. Das heißt, du hast gar nicht dieses Dieses Community-Building. Gleichzeitig kann ich auch mich mit Leuten gar nicht anfreunden. Also ich kann zwar ein Nutzungsprofil erstellen und ein Bild, aber mehr passiert dann nicht. Ich kann niemandem Nachrichten schicken, ich kann nichts mehr machen als das.
10:28 Nora Hespers
Das ist sogar schon weniger als bei SoundCloud.
10:30 Gavin Karlmeier
Und bei Klapphaus, wo du weitergeleitet wurdest, zu Twitter dann, glaube ich. Also ich bin total gespannt, weil grundsätzlich gönne ich solchen Ideen ja eigentlich immer auch Erfolg, vor allem wenn es dann so eine Social Media Abwandlung ist die, dann auch mal Ostdeutschland kommt und die irgendwie eine gute Idee ist und so. Bleibe aber vorsichtig skeptisch Wäre so meine Zusammenfassung.
10:54 Nora Hespers
Naja, im Zweifel ist es halt irgendwas, wie du schon gesagt hast, für so eine elitäre Nische oder für, keine Ahnung, Studio Bummens und. die, mit denen sie kooperieren. . Möglicherweise kann man da auch was draus ziehen. Also NutzerInnen-Feedback ist ja erstmal wertvoll. Gerade wenn du dich irgendwie weiterentwickeln willst oder so, ist das ja ein leichter Weg, da dran zu kommen. Und auch Sprachnachrichten sind natürlich cool, weil du die wieder in Podcasts einbauen kannst. Aber die Frage ist halt, ob das reicht. Jetzt sind die gerade erst gestartet, man weiß natürlich nicht, welche Feature die jetzt noch irgendwie in der Hinterhand haben. Plus, was du schon gesagt hast. Also in so einer App kannst du dann halt auch ganz gut Werbung platzieren. Die Frage ist, für wen ist das? Also ich habe noch nicht so richtig raus, wie da die Zielmargen sind, welche Zielgruppe da anvisiert wird und so. Auf der anderen Seite hat Studio Womans alleine ja schon so ein paar Podcasts, die wirklich große Reichweiten mitbringen. Also die bringen halt ihr Publikum schon mit in die App sozusagen.
11:48 Gavin Karlmeier
Und das ist ein spannender Case, wenn man sich überlegt, wie so ein soziales Netzwerk dann aus Deutschland, aus Europa auch mal an den Start gehen könnte, mit einer nischigen Idee. Das sind ja so alles so Dinge, die wir eigentlich immer gesagt haben, die man schon erfüllen muss. wenn man hier ein Netzwerk jetzt gerade startet. Ein Netzwerk für alle. Das wird wahrscheinlich nicht klappen, wenn man das gerade startet. Also es bleibt spannend.
12:07 Nora Hespers
Nee, und das haben wir ja ohnehin. Also wir merken ja, dass wir gerade, weil wir uns neu orientieren müssen, weil viele Platz Plattformen aus den USA ablehnen, dass es so eine ganze große Zerfaserung gibt. Die einen gehen dahin, die anderen dahin. Also auch die Diskussion, macht man jetzt Slack oder Discord oder nimmt man ganz was anderes? Es wird relativ viel ausprobiert und ich habe das Gefühl, diese Communities zersplittern sich gerade so ein bisschen auf unterschiedliche Plattformen und du musst halt gucken, wo du deine Leute hast und ich habe gefühlt einfach immer mehr Apps. Als vorher.
12:38 Gavin Karlmeier
Ja, aber wir sind da auch, also wir sind von Berufswegen her da, aber auch, glaube ich, nicht repräsentativ.
12:44 Nora Hespers
Meinst du Berufskrankheit?
12:46 Gavin Karlmeier
Ja, also dass ich jetzt, wenn ich jetzt einen Gedanken habe, den mittlerweile über eine App, aber trotzdem bei Blue Sky Threads Mastodon veröffentliche, dann mir irgendein witziges Bild dazu ausdenke, um das gleiche bei Instagram in die Story zu posten. Vielleicht noch sogar bei Facebook zu posten, um da Leute zu. Das macht ja, ich glaube 99% der NutzerInnen machen das so nicht.
13:06 Nora Hespers
Ich mache ja fast gar nichts mehr mit diesen Metanetzwerken. Also bei Instagram nutze ich sozusagen fast nur noch Storys oder. wenn ich für irgendwelche Posts angefragt werde, aber mein Insta-Feed sieht mittlerweile extrem wild aus, weil er gar keine, also er hat gar keine Ahnung. Achso, ich habe das auch aufgegeben.
13:21 Gavin Karlmeier
Ja, ist bei mir auch. Da ist alles bei. Ich war, ähm, kleine Randanekdote, bevor wir dann ins nächste Thema gehen. Ich war ja zum Beispiel im Hörspiel von Tommy Krabb. Habe ich bestimmten Podcaster spielen dürfen und so. Und das in meinem Instagram-Feed sieht das total wild aus, dass er plötzlich einfach dieses Ghostsitter-Cover ist. Aber es ist mir egal. Ich habe alles aufgeschrieben.
13:42 Nora Hespers
Ein bisschen neidisch übrigens über deine Ghost-Zitter Rolle.
13:46 Gavin Karlmeier
Das ist auch ein Live-Goal, ehrlicherweise.
13:48 Nora Hespers
Ich find's mega.
13:49 Gavin Karlmeier
Du findest schon schön. Apropos Community. Ich habe einen Aufruf gestartet. Also wir reden ja immer wieder über den Prozess zwischen der FTC und Meta. Also die Handelskommission in den USA ist im Moment vor Gericht. gegen Meta, weil sie am Ende eigentlich durchdrücken wollen, dass Meta den Kauf von Instagram und WhatsApp rückgängig macht. Ich habe aufgerufen, hey Leute, schickt mir uns doch mal ein Jingle für diese kleinen Berichterstattung von diesem Gerichtsprozess. Und wir haben so ein Jingle geschickt. bekommen und also der MIG hat mir da was geschickt und ich würde sagen also so professionell klangen wir noch nie gehen mal ins Thema Das waren 34-Urheberrechtsverletzungen in 11 Sekunden.
14:41 Nora Hespers
Ich glaube, ich bin jetzt taub. Es war megalaut.
14:45 Gavin Karlmeier
Aber lieber Mick, vielen Dank. Es ist fantastisch geworden. Es ist ja gut, dass dieser Podcast um 5 Uhr morgens erscheint.
14:53 Nora Hespers
Ihr seid also wenn ihr das hört, seid ihr jetzt wach.
14:55 Gavin Karlmeier
Genau, statt Kaffee. Jingle drin, das Tagesupdate. Und zwar ist nämlich folgendes passiert in dem Gerichtsprozess. Adam Mossari war im Zeugenstand. Adam Mossari ist ja der Chef von Instagram und also wir haben so im Discord auch so ein bisschen darüber philosophiert und sind zum Schluss gekommen. So richtig spannend war das eigentlich nicht, was er da erzählt hat für uns. Aber so ein paar Dinge sind doch sehr interessant. Zum Beispiel, dass Instagram im Jahr um die 700 Millionen Dollar ausgibt, um CreatorInnen anzulocken. Also im Sinne von War for Talents, wie kriegen wir die Leute dazu, hier bei uns Dinge zu veröffentlichen? Wie sie das ganz genau machen, hat er nicht gesagt, also wo die 700 Millionen Dollar jetzt hinfließen, weil so richtig große Exclusive-Deals zwischen Instagram und CreatorInnen kennen wir so nicht. Also, vielleicht kenne ich die einfach nicht, aber ist mir bislang nicht untergekommen. Dann gibt es diese Ausschüttung, die du bekommen kannst, die aber ja eigentlich auf den Werbeanzeigen basieren, die darin angezeigt werden. Das heißt Ich glaube, Mossari meint, 700 Millionen Dollar haben sie ausgegeben, gleichzeitig aber das Zehnfache verdient daran.
16:04 Nora Hespers
Ja, zumal ja Werbung auf Instagram wirklich massiv zugenommen hat. Also du kannst ja keine drei Storys mehr gucken, ohne dass dir Werbung angezeigt wird. Und Feed ist überhaupt nicht mehr benutzbar. Also du scrollst einmal drei Bilder durchs Feed und hast die erste Werbung drin, kriegst eine Werbepause. Mir hilft das, die App immer wieder zuzumachen. Vielen Dank dafür.
16:25 Gavin Karlmeier
Bei mir ist es inzwischen so, dass in Storys das Verhältnis zwischen Werbung und Content eins zu eins ist. Ich sehe zwei Storys, zwei Werbungen. Und das ist schon krass. Das ist schon doll.
16:35 Nora Hespers
Nichts davon interessiert mich im Übrigen.
16:37 Gavin Karlmeier
Die Werbungen oder der Content?
16:38 Nora Hespers
Die Werbung und der Content. Content geht so, aber die Werbung interessiert mich wirklich null. Ich glaube, ich kriege nur Haarwaschmittel angezeigt. Ich weiß nicht, ob mir das irgendwas sagen soll.
16:48 Gavin Karlmeier
Ich kriege wirklich, und das zieht sich über alle Netzwerke, und ich habe ja also eigentlich kein Dritt-Cookie-Tracking und sowas, über alle Netzwerke hinweg, ob YouTube, ob Instagram, ich kriege massiv viel Werbung derzeit angezeigt. für einen bestimmten Hemdenhersteller. Und ich weiß nicht, ob die gerade einfach eine massive Offensive fahren oder ich irgendwas falsch gemacht habe. Aber ich habe überall in allen Netzwerken diese Werbung. Naja. Na jedenfalls sagt man Sarry, CreatorInnen sind eine gute Quelle für Inhalte, nachdem viele normale NutzerInnen begonnen haben, weniger Updates zu posten. Was eine super komplexe Formulierung ist für die Welt.
17:27 Nora Hespers
Wer sind die normalen Nutzer?
17:29 Gavin Karlmeier
Alle. Die Leute posten nichts mehr, deswegen brauchen wir die Annormalen, die CreatorInnen, damit wir hier überhaupt noch irgendwas zu erzählen haben. Während Zuckerberg an anderen Orten erzählt, ja, aber wir haben jetzt bald KI-generierte Inhalte, wir brauchen niemanden mehr.
17:44 Nora Hespers
Wir lassen die KIs miteinander sprechen, das reicht.
17:47 Gavin Karlmeier
So, genau. Maseri sagt auch, ich habe noch nie einen Kreativen getroffen, der nicht der Meinung war, dass er mehr Reichweite verdient, als er bekommt. Aber die Realität ist, dass es in diesem Jahr doppelt so viele CreatorInnen gibt als im letzten Jahr, sodass das Feld mehr und mehr gesättigt wird. Auch wenn Instagram davon profitieren könnte, gibt es Gewinner und Verlierer im Ökosystem der Kreativen. Okay.
18:11 Nora Hespers
So what? Ja, vor allen Dingen, das ist ja überhaupt gar keine qualitative Aussage, ne? Also wer sind Creatorinnen? Ist das, also wer zählt da eigentlich zu? Sind das Propagandisten? Sind das Menschen, die irgendwelche anderen Sachen machen? Also wenn wir uns Creator angucken, da gibt es ja durchaus viele extrem problematische Creator, gerade männliche oder eben aus dem rechten Spektrum. Oder rechtsextremistischen Spektrum, das ist ja schon, ja, weiß ich nicht. Also warum, es ist keine qualitative Aussage, warum das zugenommen hat, was sich da genau verdoppelt hat. welche Inhalte die verfolgen und so. Also beantwortet mir genau gar keine Frage, die ich hätte, um zu beurteilen, welcher Art die Inhalte sind, die denn da maßgeblich kreiert werden.
18:57 Gavin Karlmeier
Zumal Masserry suggeriert, dass es CreatorInnen sind, die das zumindest halbprofessionell machen. Ich wette aber dass seine Datengrundlage nur der Anteil der Accounts ist, die als Creator-Account registriert sind bei Instagram. Und damit ist diese Aussage komplett unaussagekräftig, weil es durchaus Gründe gibt, seinen Account auf Creator-Account umzustellen, weil du dann zum Beispiel Insights hast. Sprich. Also jetzt könnte man so rum auch argumentieren, also wenn er das jetzt für sich nutzt, um zu sagen, ey, wir haben viel mehr CreatorInnen als andere gleichzeitig du in der App aber Insights nur bekommst, wenn du dich als CreatorInnen registrierst, das heißt auch normale NutzerInnen, wie er sie nennt, sich als Creator registrieren, um Insights zu bekommen, damit er sagen kann, wir haben ja viel mehr CreatorInnen, dann ist das eine absolute Milchmädchenrechnung.
19:44 Nora Hespers
Und auch wenn du es weltweit anguckst, weiß ich gar nicht. Also, ich meine, wir gucken jetzt viel auf Deutschland und die USA, aber es gibt ja viel mehr Länder, in denen auch Instagram genutzt wird, vornehmlich und CreatorInnen existieren. Also mir scheint es recht wenig zu sein auf so die GesamtnutzerInnenzahl betrachtet und die ganzen Länder, die da mit drin sind.
20:07 Gavin Karlmeier
Was Musari, aber, ja, vielleicht. Ich habe kein, glaube ich, kein Gefühl.
20:11 Nora Hespers
Ich habe da auch kein Gefühl für, aber ich dachte jetzt gerade so, wenn man jetzt mal außerhalb unserer kleinen Betrachtungsoberfläche mal guckt, wer das alles sein könnte. Ja, also keine Ahnung, könnten durchaus ein paar mehr sein, als man so erstmal auf dem Schirm hat.
20:26 Gavin Karlmeier
Aber es gibt Gewinner und Verlierer im Ökosystem.
20:28 Nora Hespers
Ja, ja, ja, so ist das nochmal. Business, wenn der Markt regelt.
20:33 Gavin Karlmeier
Apropos der Markt regelt, sorry. Mossari sagt, die Fokussierung auf Freunde und Familie hätte Instagram zu seinem Wachstum verholfen. Als Instagram einen Test durchführte, bei dem eine Gruppe mehr auf Familien, äh, Familie und FreundInnen fokussierte Inhalte zeigte, berichtete das Unternehmen einen siebenprozentigen Anstieg der auf der Plattform verbrachten Zeit. So, warum ist es interessant? Weil Zuckerberg letzte Woche noch gesagt hat, die Konzentrierung auf Freunde und Familie wäre ein Fehler gewesen.
21:04 Nora Hespers
Warum ist dieses Netzwerk nochmal an den Start gegangen überhaupt?
21:09 Gavin Karlmeier
Instagram, also die wurden gekauft 2012 von.
21:13 Nora Hespers
Nein, das weiß ich schon, was sie gekauft haben, aber das ist ja eigentlich, hast du ja das benutzt am Anfang, tatsächlich, um Familie und Freunde irgendwie so mitzunehmen und so, ne? Also das war ja erstmal deine Intention. Ich erinnere alle an ihre Essensbilder.
21:28 Gavin Karlmeier
Ja, na klar. Und also ich glaube, viele Leute nutzen da zumindest die Storys auch immer noch aus dem Zweck. Facebook, aber jetzt zum Beispiel gar nicht mehr. Ich krieg bei Facebook einmal in der Woche irgendeine Erinnerung von vor elf Jahren, wo ich irgendein Foto von irgendeiner Party gepostet habe, das ich inzwischen natürlich längst auf nur noch für mich sichtbar eingestellt habe. Einfach nur, weil Facebook mich daran erinnert, dass früher Facebook mal für was ganz anderes da war, als wenn man irgendwie sich nochmal fühlen möchte, in die Kommentarspalten zu gehen.
21:58 Nora Hespers
Ja, das ist aber total interessant. Das finde ich wirklich interessant bei Facebook, weil ich immer gesagt habe, wer nutzt eigentlich noch Facebook und viele Menschen nutzen das vor allen Dingen als lokale Gruppen. Also die lokalen Gruppen werden halt extrem genutzt. Und die Marketplaces, also als Flohmarkt App oder wo kriege ich einen Handwerker her oder so, das funktioniert halt über Facebook total super, das findet aber nicht mehr so im öffentlichen Rahmen statt. Also du bist halt in diesen kleinen Gruppen in diesen Gruppen, die irgendwie interessenspezifisch sind. sehr regional und ich glaube tatsächlich, dass Menschen das deswegen nutzen, weil es dazu wirklich aktuell keine Alternativen gibt, die du benutzen kannst. Aber es wird weniger inhaltlich gepostet. Also die nutzen wirklich eher diese Sachen, wo es darum geht, in Communities, also in städtischen oder Umfeldcommunities zu agieren.
22:44 Gavin Karlmeier
Und man darf halt die Größe von Facebook im deutschsprachigen Raum nicht, um nicht unterschätzen. Also nach wie vor ist Facebook das reichweitenstärkste Netzwerk, das ihr hier benutzen könnt. So und um ich hab da schon mal eine Küche drüber verkauft, habe ich glaube ich hier schon mal erzählt, weiß ich gerade nicht.
22:59 Nora Hespers
Es ist halt aus anderen Gründen reichweiten stark. Es hat nichts mehr damit zu tun, dass wir da inhaltlich irgendwie uns produzieren, wie wir das eben vor Jahren gemacht haben.
23:08 Gavin Karlmeier
Ja, genau, nicht wir, aber zum Beispiel für Publisher finde ich, ist es ein fataler Fehler zu sagen, wir gehen jetzt von Facebook weg und konzentrieren uns auf Instagram, weil es schneller wächst. Oder, und das ist glaube ich der häufigere Trugschluss, weil wir in der Redaktion das alle nicht mehr benutzen. Weil da sind wir wieder bei, ich poste meine Sachen über 20 Netzwerke, das macht niemand. Also wir dürfen uns nicht. dazu verleiten lassen, unser eigenes Nutzungsverhalten als Vorbild oder als, wie sagt man, Stereotyp-Prototyp für den Nutzer, den man erreichen möchte, zu nehmen. .
23:42 Nora Hespers
Oder die Nutzerin. Absolut, ja.
23:47 Gavin Karlmeier
Ansonsten, jetzt kommt so eine Meldung, da weiß ich nicht wie. Wie viel Kryptowährung hast du eigentlich so, Noah?
23:56 Nora Hespers
Warte, ich muss überlegen, Ich kann es dir ganz genau sagen, null.
24:00 Gavin Karlmeier
Facebook hatte ja mal, als sie noch Facebook hießen, 2019 angekündigt, mit Libra eine eigene Kryptowährung an den Start zu bringen. Das wird dann später in Diem umbenannt, also in Carpediem, lateinisch der Tag und damit sollte man auf den eigenen Plattformen sich gegenseitig bezahlen. Das haben sie irgendwann aber eingestellt, diese ganzen Bearbeitungen daran, wie Sie sagen, wegen erbittertem Widerstand der Gesetzgeber. Vermutlich aber, also es gibt wahrscheinlich mehrere Gründe. So, jetzt gibt es die Meldung und das meldet das Fortune Magazine exklusiv. Und sie beziehen sich dabei auf fünf Quellen, die mit der Angelegenheit vertraut sind, mit denen sie gesprochen haben, dass Meta sich im Moment in Gesprächen mit Kryptofirmen befindet, um Stablecoins als Mittel zur Verwaltung von Auszahlen einzuführen. Stablecoins sind Kryptowährungen, dessen Wert an echte Währungen. Boah, ich haue wenn ich das so sage, aber ich sehe es halt so, an echte Währung gekoppelt ist. Das heißt, dass es nicht einfach nur Fantasiekonstrukt ist generell ein Fantasiekonstrukt. Also, wie erkläre ich das jetzt? Also das gibt Geld gibt es ja eine Wertschöpfungskette. Das heißt, man kann an dem Wert einer Währung ablesen, wie produktiv die Wirtschaft ist, zumindest in der Theorie. Ich bin auch kein Wirtschaftswissenschaftler. Bei Kryptowährung ist es aber nicht so, sondern bei Kryptowährung bemisst sich der Wert der Kryptowährung vor allem daraus, wie viele Leute bereit sind, dafür auszugeben. So. Und jedenfalls gibt es eben Stablecoins, die sind näher an konventionellen Währungen dran, auch teilweise im Wert daran gekoppelt und das möchte Meta jetzt auf mal einführen, bestehende Stablecoins nutzen oder ein eigenes, ist nicht ganz klar. Und haben deswegen Gespräche eben mit Kryptounternehmen aufgenommen, um zu ermöglichen, dass du in der App dann mit einer Kryptowährung bezahlen kannst. Also dass ich dir, Nora, jetzt zum Beispiel zehn Metis schicken kann.
26:03 Nora Hespers
Das ist sehr nett, vielen Dank, aber ich möchte keine zehn Metis. Ich habe gerade überlegt, ob Stablecoins tatsächlich für stabil steht oder für Stall, wie in Hühnerstall, also dass du sozusagen für deinen Facebook-Stall, deine eigenen. Bin ich noch so farm will geschädigt, ich weiß es nicht. Wow. Das ist lang, lang her.
26:23 Gavin Karlmeier
Das ist wirklich lang her. Interessante an der Geschichte sind eigentlich zwei Sachen. Das eine ist, oder drei sogar, aber wie immer wenn ich drei sage, fallen mir nur zwei ein. Erstens, Elon Musk hatte mal vor mit dem Twitter-Coin oder X-Coin, wie hieß es denn? so was ähnliches einzuführen. Und ich vergleiche das immer so ein bisschen in meinem Kopf mit du fährst in so einen Freizeitpark und dort musst du deine Euros umtauschen in weiß ich nicht, wie die Freizeitparks heute so heißen. Achterbahnland. So. Und dann fährst du da hin, dann kriegst du Achterbahnland-Dollars. Und ein Achterbahnland-Dollar sind aber. 80 Cent wert, sodass du völlig die Relation verlierst und mehr Geld ausgibst, ohne es zu merken. . . Ungefähr so. Und das ist ja am Ende das Gleiche hier. Also eigentlich kaufst du hier dir diese Achterbahnland-Euros. die dann eben halt einfach nur Stablecoin genannt werden. Haben aber den Vorteil, dass wir uns gegenseitig Geld schicken könnten, wenn wir in unterschiedlichen Währungsregionen sind. dass wir keinen Umrechnungskurs benutzen müssten, denn wir benutzen alle diesenselben Wert. Man könnte das natürlich, wenn man es jetzt mal, also das sind die Vorteile, die hier das Fortune rausarbeitet, wenn ich jetzt aber nicht ganz schief gewickelt bin. Könnte Meta das doch einfach komplett auf Dollar machen, dann hätte ich auch keine Umrechnungskursprobleme, oder?
27:45 Nora Hespers
Naja, je nachdem welchem Land du bist. Ich habe auch noch nicht so ganz durchdrungen, ob. Der Gedanke, der Richtige ist, dass dann alle die gleichen haben, also die gleiche Währung haben, weil das Verhältnis zur Währung ja immer ein anderes ist. . .
27:58 Gavin Karlmeier
Ja, aber wenn sich immer an dem Euro am Dollar orientiert.
28:03 Nora Hespers
Genau, das ist ja im Verhältnis zu dem, wie die Preislage bei dir ist, ist es ja trotzdem sehr unterschiedlich. Also es gibt Menschen, für diesen Dollar extrem viel Geld, weil das irgendwie ein Sechstel ihres Monatseinkommens ist so und die Kaufkraft einfach viel geringer ist in der Währung, die sie zu Hause haben. Deswegen ist es halt nicht überall dasselbe. Deswegen habe ich gerade überlegt, ob das funktioniert.
28:22 Gavin Karlmeier
Dann kannst du halt in deinem Land nur 0,02 von dieser Währung dir schicken zum Beispiel. Also das würde schon gehen. Ich frage mich nur, wofür es da dieses Vehikel, diese eigenen Coins braucht, außer dass. . da mehr Leute daran mitverdienen können, als wenn du einfach Geld schicken würdest. .
28:37 Nora Hespers
Ich glaube, das ist der Punkt.
28:38 Gavin Karlmeier
Man kann halt mitverdienen. Ja, und weißt du, wer daran zum Beispiel mitverdienen könnte? Jetzt wird nämlich ein Schuh aus einer Personalie, über die wir vor einigen Wochen gesprochen hatten. Meta hat den Stripe-Mitbegründer John Collison ins Board gebaut, also in den Vorstand geholt. Stripe ist ein Finanzdienstleister, den wir auch alle schon wahrscheinlich genutzt haben, den wir auch kennen, weil du Online-Shops damit bezahlen kannst oder Ex Premium wird darüber abgewickelt und so weiter und so weiter. Also es gibt durchaus Shops, die heute schon, also Stripe ist glaube ich einer der größten, wenn nicht sogar der größte Zahlungsdienstleister für. solche digitalen. Meine Stimme versagt heute.
29:14 Nora Hespers
Vielleicht musst du den Rest alleine machen, Nora. Hoffentlich nicht.
29:18 Gavin Karlmeier
Auf jeden Fall. Die beiden sind auf jeden Fall auch am Wochenende zusammen auf einer Bühne aufgetreten. Dass jetzt kurz danach diese Geschichte daherkommt, ist natürlich hochinteressant. So, ja.
29:28 Nora Hespers
Ja, also. Waren das drei Dinge? Ich habe nicht mitgezählt. Ich habe das gleiche Problem, also von da. Als wenn ich noch in der Lage wäre zu zählen jetzt um die Uhrzeit und an einem Sonntag. Nein, aber es ergibt natürlich so total Sinn, es ergibt halt nur keinen Sinn für NutzerInnen, dann irgendwie an diesem System teilzunehmen. Also warum sollst du das tun? So.
29:53 Gavin Karlmeier
Ich bin gespannt, also vielleicht übersehe ich irgendetwas. Ich bin mir sicher, da draußen sind ein paar KryptopionierInnen, die uns das umfangreich erklären werden bis zur nächsten Episode.
30:03 Nora Hespers
Na, es sei denn, die können das bei Meta dann irgendwie neu investieren oder meinen oder was auch immer. Sie können diese Stripes dann, also diese Währung, wie sie auch immer heißt, Metis dann irgendwie anders nochmal einsetzen, ohne dass man das nachverfolgen kann. Also ich glaube, dass. Dass die Kryptowährung ist, soweit ich weiß, dass sie eben nicht so transparent ist.
30:22 Gavin Karlmeier
Und das hat ehrlicherweise ja auch nicht nur Nachteile.
30:26 Nora Hespers
Ja, ja, genau, obwohl es ja behauptet wird, aber es ist ja, es wird ja benutzt, dieses Geld auch um im Darknet zu zahlen.
30:33 Gavin Karlmeier
Ja, also frag doch mal, wenn du Menschen kennst, die Unternehmen leiten Ähm, dann besteht ja die Möglichkeit, dass sie schon mal beispielsweise auf so einen Angriff oder dass Sie einen Angriff erlebt haben, dass ihre Daten verschlüsselt wurden und die Entschlüsselung eben nur gegen Zahlung von Bitcoins durchgeführt wurde. Wahrscheinlich wird die dann auch nicht durchgeführt. geführt übrigens, um das mal dazu zu sagen, also bitte zahlt es nicht, sondern geht damit zur Polizei, das ist eine Straftat. Aber genau, ja genau, dafür wird es genutzt. Naja. Wir bleiben kurz technisch. Netzpolitik hat nämlich eine Geschichte mitgebracht und auch die ist in dem Kontext einer Geschichte, über die wir, ich glaube, in der letzten oder vorletzten Episode gesprochen haben, pikant. Und zwar. hat die IT-Sicherheitsfirma Mint Secure untersucht, wie Unternehmen wie Ringfoto, Alpho-Passbild oder DM. mit den Fotos umgehen, die verwendet werden, wenn du, du musst ja jetzt in den neuen Ausweis beantragst, müssen die Bilder digital irgendwie zur Behörde kommen. Und dass die meisten dieser Dienstleister offensichtlich ihre Daten in eine Amazon Cloud AWS ablegen. Das ist wahrscheinlich auch die größte Cloud, ich behaupte das jetzt, aber. Einer der größten, auf jeden Fall einer der größten Dienstleister und ein großer Teil des Internets liegt eben auf Amazon-Servern. Das Problem ist, AWS fällt unter den US Cloud Act. Und das bedeutet, dass die US-Behörden Zugriff auf diese Daten bekommen, auch wenn sie in der EU gespeichert wurden durch Amazon. Das heißt, wenn sie. Selbst wenn sie verschlüsselt sind, könnte es durchaus sein, dass es irgendwann eine Möglichkeit gibt, diese Verschlüsselung aufzuknacken, um dann an diese gespeicherten Passdaten von BürgerInnen zu kommen.
32:22 Nora Hespers
Ja, die sind in den USA ganz gut aufgehoben.
32:25 Gavin Karlmeier
Ja, genau. Warum das nämlich interessant ist, dass auch Persona, der Dienstleister, den man nutzen kann, um sich zu authentifizieren als echter Mensch und den Ex verwenden möchte. um die Authentizität von Menschen zu verifizieren, dass die auch eben in der Amazon Cloud ihre Daten lagern. Das bedeutet, also gut, wenn X seinen Personalausweis hat, dann hat denn eh die Regierung. Und das stelle ich jetzt einfach mal, war Satire für alle, die hier Rechtssicherheit wünschen. Aber Also trotzdem. Also wenn du deine Passdaten auf irgendeinen Server hochlädst, kann es durchaus passieren, dass US-Behörden darauf direkt einen Zugriff haben können. Keine Gefühle.
33:15 Nora Hespers
Ich dachte, du musst nur schnell eine Trinkpause machen, damit die Stimme wieder ein bisschen geührt wird und würdest dann weitersprechen. Ich habe eine Stimme aufgegeben. Also klar habe ich dazu Gefühle, es gibt. . Es gibt Gründe, warum ich bis jetzt nichts verifiziert habe. Also ich hatte gar keinen Bock, meine Personalausweisdaten irgendwo hochzuladen, weil ich dem grundsätzlich eher skeptisch gegenüberstehe. Also ich habe immer schon so ein bisschen Latenz Sorge, das mag mit meiner Familiengeschichte zusammenhängen, aber ich habe so latent Sorge, meine Daten überall hochzuladen und finde das grundsätzlich ein bisschen schwierig. Also wir haben ja bei ganz vielen Sachen, sprechen wir über Datensicherheit. Deutschland ist ja ja immer ein bisschen belächelt worden, weil wir so streng sind mit Datenschutz. Aber wenn wir jetzt in die USA gucken, kann man sagen, dass diese Befürchtungen nicht ganz unberechtigt waren. Weil man eben einfach richtig viel Mist machen kann, wenn man in den Besitz dieser Daten kommt und ein faschistisches Regime hochzieht. Also das ist halt nicht cool, wenn deine Daten da liegen. Und deswegen, ja, ich weiß nicht, wie man es besser machen kann. Ich weiß nicht, wie man es verschlüsseln kann, wie man es anders machen kann, aber Dass auch deutsche Unternehmen wie zum Beispiel DM dann Daten in die Amazon Cloud hochladen, finde ich hochschwierig. Und eigentlich sollten das europäische Server sein, bei denen man sich sicher sein kann, dass sie zum Beispiel DSGVO konform sind. Also dass das überhaupt Erlaubt ist, wo so viel ja nicht erlaubt ist bei Behörden und die zum Teil ja oft auch nicht mal Zoom benutzen können, dass sie sich dann aber über eine AWS-Cloud sozusagen diese Daten ziehen können. Weiß ich nicht, Digga.
34:50 Gavin Karlmeier
Und das, obwohl Amazon ja durchaus, also die haben ja europäische Server, aber das reicht eben nicht durch den US Cloud Act eben leider.
34:56 Nora Hespers
Genau, da ist das Problem ist halt, sind die DSGVO Funkkonform oder nicht? Und wenn sie es nicht sind, was ja augenscheinlich der Fall ist oder nicht gut geschützt sind gegen Hackerangriffe, was sie sein müssten, wenn sie mit so sensiblen Daten operieren, dann finde ich das schwierig. Also da müsste es andere Möglichkeiten geben oder du musst halt sagen, okay, ich mache es halt vor Ort. Also es geht ja auch, dass du zum Bürgeramt gehst, die Sachen vor Ort machst und dann der Fotofix die rüberschickt. Wo der die zwischendurch hinlegt, weiß ich auch nicht.
35:25 Gavin Karlmeier
Naja, offensichtlich auch dorthin.
35:27 Nora Hespers
Nee, die haben doch, die haben doch, nee, nee, die haben doch jetzt, das habe ich beim Bürgeramt in Köln gesehen, die haben so Kästen, die sehen so ein bisschen aus wie diese Scanner am Flughafen. Weißt du? Da stellst du dich dann so rein und die sind wahrscheinlich direkt verbunden.
35:42 Gavin Karlmeier
Entsprechend wird das Foto dann vermutlich auch aussehen.
35:44 Nora Hespers
Du kannst mehrere Versuche. Du kannst so lange machen, bis du zufrieden bist.
35:48 Gavin Karlmeier
Ach toll. Ich muss meinen Ausweisblatt verlängern übrigens.
35:51 Nora Hespers
Ja, dann. Viel Spaß. Also zumindest in Nippus ist das so.
35:54 Gavin Karlmeier
Warum das eine gute Geschichte ist für uns, ist aber, wenn wir da jetzt noch eine weitere dranhängen. Und zwar hat Steve Huffman, das ist der CEO. von Reddit. Spaz, nennt er sich selber auch, hat zum 20. Geburtstag von Reddit so einen längeren Post geschrieben, in dem er erklärt hat, was wird aus dem Netzwerk. Und hat aber darin auch darüber gesprochen, dass er zwar weiterhin die Anonymität des Netzwerkes für wichtig empfindet oder für wichtig hält, gleichzeitig er aber auch glaubt, dass es mittelfristig eine Art der Verifikation auf Reddit geben musst. Ein bisschen später kam dann auch bei The Verge, ein Online-Medium, von dem wir uns häufiger Informationen ausleihen, eine tiefere Recherche dazu, die eben sagt, Reddit plant wohl tatsächlich, bislang völlig unklar in welchem Fall, aber NutzerInnen dazu zu bringen, sich eben selber als authentisch zu verifizieren. Und das eben auch mit eben diesen Dienstleistern, wie zum Beispiel Persona, über die wir eben gesprochen haben, ob sie die nutzen, ist übrigens nicht. bekannt bislang, aber mit eben Dienstleistern, die eben so ein Verifizierungsprozess eben durchführen, indem du ein Foto hochlädst von deinem Personalausweis. In Deutschland macht es die Postident, übrigens ist was ähnliches. Und ich finde, dass da eigentlich gerade, wir haben ja in den letzten Wochen immer wieder über solche großen Veränderungen der Wahrnehmung von sozialen Netzwerken gesprochen. Und dass das jetzt gerade an vielen Orten gleichzeitig passiert, Twitter möchte das tun, Reddit strebt das jetzt an. Bei LinkedIn kannst du es schon machen. Dass wir gerade, mein Gefühl ist, auf dem besten Weg dahin sind eine Parallel. Internet zu bekommen für Menschen, die mit Klarnamen unterwegs sind. Dass wir ein Internet bekommen, ein Ort, weil damit wird es ja nicht zu Ende sein. Irgendwann wird es doch hundertprozentig bei Reddit auch Subreddits geben, die du nur nutzen kannst, wenn du autorisiert verifiziert bist. Ausgegangen war übrigens hier Auslöser, weil dieses Experiment, über das wir gesprochen haben, bei dem eine Schweizer Universität mit KI-Bots versucht hat, Die Diskussionen zu manipulieren, haben wir hier drüber gesprochen. Und ich habe so ein bisschen das Gefühl, dass die Veränderung jetzt gerade dahin geht, dass auch wenn Steve Huffman hier sagt, Anonymität ist das Wichtigste, und es wird immer so bleiben, dass man anonym bleiben muss dort und die persönlichen Daten werden extrem geschützt werden und wir werden uns gegen unangemessene Forderungen von Behörden wehren und so. dass es trotzdem darauf hinausläuft, dass wir in allen Netzwerken uns irgendwann entweder authentifizieren, als ich bin das als Mensch, Oder dass du halt eine Sparvariante dieser Netzwerke bekommen wirst. Wäre so meine These.
38:39 Nora Hespers
Klingt logisch, finde ich, aber du hast ja auch. immer noch Alternativen, wo du dich nicht verifizieren musst. Also du gibt ja noch genügend Netzwerke und gerade die Open Source Netzwerke, wie zum Beispiel Mastodon. Wo du dann keine Verifizierung durchführen musst. Und die Leute, die sich nicht verifizieren wollen, die werden dann da nicht mit tun. Und möglicherweise auch nicht die Leute, die sich verifizieren müssen. weil, das ist so ein bisschen meine Hoffnung, durch das, was in den USA passiert, viel mehr Menschen ein Bewusstsein bekommen für Datenschutz und diese Datenschutzprobleme. Also das fängt ja jetzt gerade erst an. Das Schlimme ist, wenn das nicht gestoppt wird, was in den USA passiert. Dann werden auch viele Menschen, die jetzt in der Zukunft, in der nahen Zukunft in die USA reisen und das werden einige sein, weil die USA ein paar größere Sportevents ausrichtet, zum Beispiel jetzt im Sommer den Club WM. Dann haben wir dann die Fußballweltmeisterschaft, wir haben die Olympischen Spiele und so. Also es wird schon so sein, dass Menschen da einreisen und möglicherweise nicht nur gute Erfahrungen machen bei der Einreise und auch merken, okay, was man abgreifen kann, wenn sie in sozialen Netzwerken posten. Also ich glaube, das Bewusstsein dafür, was du öffentlich verlautbaren kannst, lassen kannst, ähm und was nicht, das wird steigen, weil es stärkere Konsequenzen hat, weil sie das eben, je nachdem, wo du hinreist, und bis jetzt war das in den USA nicht so ein Riesenproblem, in anderen Ländern schon, aber da wusste man das halt vorher. Aber in den USA wird das, glaube ich, noch mehr Konsequenzen haben. Möglicherweise setzen sie es aus während der Club WM, es sieht aber aktuell nicht danach aus. Und dann mal gucken, ob die Leute noch Bock haben, sich zu verifizieren, wenn sie mitkriegen, dass diese Daten nicht sicher sind, dass sie ihnen, also dass es sie, dass es für sie Nachteile hat, wenn man diese Daten wenn man die auf diese Datenzugriff hat. Was wir glaube ich auch nicht vergessen dürfen ist, wie lang unsere Datenspur inzwischen ist. Also ich weiß nicht, wie lange du schon bei Facebook bist. Ich war 2006, das heißt Ich habe da bald meine 20 Jahre und habe da sozusagen 20 Jahre digitale Spuren hinterlassen, dass du da alles erwischst, was rausgehen muss. Weiß ich nicht.
40:46 Gavin Karlmeier
Nee, also auch E-Mails, ne? Also, wenn du nicht fleißig deine E-Mails löschst, dann. Hast du da wahrscheinlich eine sechs- bis siebenstellige Anzahl an kleinen Dokumenten, die irgendetwas über dich aussagen? Und wenn es nur ein Newsletter eines Onlineshops ist, bei dem du vor acht Jahren mal bestellt hast, auch das sagt ja etwas über dich aus. Ich glaube, die Datenspur ist ziemlich lang. E-Mail ist übrigens ein hervorragendes Beispiel für Dienste, die man völlig unabhängig von amerikanischen Unternehmen nutzen kann. Also Du gehst trotzdem über dieses Server, aber du musst nicht deine E-Mails alle bei Google ablegen zum Beispiel. Du kannst entweder einen Posteo nutzen, einen deutschen Dienstleister, oder du kümmerst dich um deinen eigenen Server, der auch nicht allzu teuer ist und auch nicht allzu kompliziert in der in der Einrichtung. Also E-Mail wäre schon mal ein ganz guter Weg, das zu verändern. Aber du hast natürlich recht mit allem, was du sagst. Und ich finde auch, dass Das, worüber wir eben gesprochen haben, diesen Satz, dass Reddit weiterhin die persönlichen Daten extrem schützen werde Dass der dadurch total verblasst. Also, ich muss immer wieder an diese Geschichte dieses Unternehmens denken, bei dem NutzerInnen ihre DNA hochladen konnten, um zu schauen, mit wem sind sie verwandt und so. Dieses Unternehmen wurde verkauft.
42:04 Nora Hespers
Hätte ich nie gemacht.
42:06 Gavin Karlmeier
Natürlich nicht, aber selbst wenn du es getan hättest, weil es dich interessiert und du dem Unternehmen vertraust, wenn das Unternehmen pleite ist, dann sind die Daten aber ja nicht weg. Das heißt Du generierst damit irgendwo Daten über dich, Datensätze, die im Zweifel dann irgendwann in falsche Hände geraten. Oder du hast mit als Journalistin mit irgendwelchen InformantInnen. . Über Twitter damals Direktnachrichten geschrieben. Plötzlich kauft Elon Musk das und hat damit all diese Nachrichten. Also das ist.
42:35 Nora Hespers
Das ist wirklich eines der ersten Sachen, die ich gemacht habe, ist da PNs gelöscht und auch Leuten haben gesagt, dass sie die bitte löschen sollen, wenn sie mit mir in Kontakt waren. Also weil es echt, also. Es gibt bestimmt Nachrichten, die ich gerne nachgelesen hätte, aber es ist einfach zu gefährlich. Also auch wenn du da persönliche Daten wie Telefonnummern Und das Schlimme ist ja, also Reddit kann deine Daten auch nur so lange schützen, wie du deine Daten selber schützt. Ganz viele Datenpreis und da muss man nun mal durch die Instagram-Feeds scrollen, wo man so Ortsmarken hat und so. Du stehst vor dem Kölner Dom. Ortsmarke. Also wo wohnt die wohl oder der? Und viele machen das eben auch in ihrer unmittelbaren Umgebung. Also wir hinterlassen schneller und mehr Spuren über uns, als vielen bewusst ist. Und auch das ist übrigens ein Grund, warum ich deutlich sparsamer damit bin, Fotos zu posten, zum Beispiel, also außerhalb von Events.
43:31 Gavin Karlmeier
Vor allem auf dem auch andere Menschen zu sehen sind übrigens.
43:34 Nora Hespers
Genau, ja.
43:35 Gavin Karlmeier
Auch das, ne?
43:36 Nora Hespers
Demo-Plakatfotos immer ohne Menschen.
43:38 Gavin Karlmeier
Ja, zum Beispiel. Auch das könnte irgendwann zum Problem werden. Übrigens kleine Randnotiz zu der Geschichte. Selbst wenn du bei, also in dem Moment, wo du bei Tool X eine Nachricht löscht und sie aber bei der anderen Person damit nicht gelöscht ist. Kannst du davon ausgehen, dass sie auf dem Server bleibt. Und auch wenn die andere Person sie dann löscht, besteht eine sehr große Wahrscheinlichkeit, dass diese Nachricht immer noch irgendwo rumliegt.
44:00 Nora Hespers
Genau, weil du nicht weißt, wie die Server miteinander kommunizieren und ob das, was du sozusagen im Frontend löschst, im Backend auch gelöscht wird.
44:08 Gavin Karlmeier
Genau. Apropos, wie die Server miteinander kommunizieren. Wir haben ja früher hier immer über Synchronizitätsprobleme zwischen Atlanta und Austin gesprochen, warum Ex häufiger offline war oder technische Probleme hatte. Und wir haben mal wieder einen Jenger zu berichten. Ex hat am Donnerstagabend für etwa 15 Stunden lang nicht richtig funktioniert. Viele NutzerInnen konnten ihre Timeline nicht mehr aktualisieren. Es gab keine Benachrichtigungen mehr. Es gab extrem viele Probleme. Und wir erinnern uns aber daran, dass es im März schon mal einen größeren Ausfall von X gab und Elon Musk gesagt hat, das waren Angriffe aus der Ukraine, wofür es keinerlei Belege gab. Und selbst als dieses Problem gelöst war haben viele NutzerInnen immer noch keine Möglichkeit gehabt. Also wenn dich, also angenommen, ich schalte ein, dass wenn du etwas postest auf X kriege ich eine Push-Nachricht. Das hat für viele, viele Stunden weiterhin nicht funktioniert, dieses Feature. Elon Musk hat. Elon hat um 6 Uhr vier Uhr am Freitagmorgen, na klar, das ist die Uhrzeit, bei der man solche Kommunikationen vorantreibt.
45:08 Nora Hespers
Für dich 6 Uhr oder für ihn 6 Uhr?
45:10 Gavin Karlmeier
Sein 6 Uhr hat er getwittert, dass ähm, die NutzerInnen einige Verbesserungen bei der Qualität der Empfehlungen in ihrer Timeline bemerken sollten. Also ob das jetzt, ob also sie sozusagen den Stecker gezogen haben, weil sie diesen angekündigten Grog-Algorithmus jetzt hier installiert haben oder ob das einfach nur einer der vielen Ausfälle war, für die Elon Musk nicht die perfekte Ausrede hatte, wissen wir aber natürlich nicht.
45:34 Nora Hespers
Aber es wäre so praktisch, oder wenn man es einfach anderen in die Schuhe schieben kann. Und ich meine, wir haben ja auch schon gelernt, dass wir den Naja, dass der Wahrheitsgewaltgehalt der Wahrheitsgewalt ist auch schön, dass der Wahrheitsgehalt dieser Aussagen wirklich G0 strebt.
45:49 Gavin Karlmeier
Ja. Klar, vor allem wenn es um 6. 04 Uhr gepostet wurde, kann man auch davon ausgehen, dass er wahrscheinlich zuvor nicht ein großes Krisenmeeting abgehalten hat.
45:57 Nora Hespers
Maybe not. Also ich würde es ihnen total zutrauen, dass sie einfach einen Stecker ziehen, sagen, Hackerangriff und dann große Veränderungen vornehmen und sagen, jetzt ist viel besser als vorher nichts.
46:09 Gavin Karlmeier
Das ist immer die beste Ausrede, ne? Nee, nee, wir sind hier, also wie viele Webseiten damals under construction waren, weil einfach da nie Inhalt hochgeladen wurde. Und auch bis heute noch diese Domain befindet sich im Aufbau, wenn du eine Domain kriegst. Also ich glaube, das ist eine sehr gute Lüge.
46:28 Nora Hespers
Wir können es halt nicht nachweisen. Es ist unglaublich schwierig, das zu beweisen und davon machen die natürlich massiv Gebrauch, weil sie dann einfach irgendwelche Sachen hinbehaupten, die sowieso niemand belegen kann.
46:40 Gavin Karlmeier
Auch richtig. Apropos alles wird crazy. Elon Musk hat sucht, wir haben ja letztes Mal schon über eine Stellenanzeige gesprochen, dass ex jemand sucht, der PR für sie macht. Jetzt suchen sie jemanden. Der, also er hat getwittert, gefeatet. If you're interested in creating super fun revolutionary AI video games, please send examples of your prior video game work to Game Studio at XAI. Also, wenn du interessiert.
47:07 Nora Hespers
Die Anzeige kenne ich.
47:09 Gavin Karlmeier
Wenn du interessiert bist darin, super spaßige revolutionäre KI-Videospiele zu entwickeln, schick bitte Beispiele deiner bisherigen Videospielarbeit an. GameStudio at XAI.
47:20 Nora Hespers
Ey, das ist doch, schick uns deinen Code.
47:22 Gavin Karlmeier
Ja, nur halt mit Games, die, also ich weiß nicht mal, was Revolutionary KI-Videospiele sein sollen.
47:31 Nora Hespers
Du kannst nicht programmieren und du hast echt eine geile Idee und wir würden sie dir gerne klauen. Schick mal rein.
47:36 Gavin Karlmeier
Dazu gibt es übrigens die Geschichte, dass ich krieg das jetzt nicht zusammen. Ich habe es im Discord gelesen, jemand hat bei Reddit gefunden, es ist jetzt eine lange Kette. Aber dass jemand eine KI-Firma betreibt und die Menschen, die sich dort beworben haben, nahezu alle nicht in der Lage waren, selber zu programmieren, weil sie den Test alle mit KI nur durchgeführt haben.
47:55 Nora Hespers
Ja, so läuft das.
47:56 Gavin Karlmeier
Selber schuld. So läuft das. Ja, also ich wollte es zumindest mal erzählen, dass Elon Musk jetzt offenbar auch noch anfangen möchte, Videospiele programmieren zu lassen.
48:07 Nora Hespers
Aber LinkedIn hat doch jetzt auch Videospiele, also so kleine Games. Kannst doch bei LinkedIn so Games spielen.
48:13 Gavin Karlmeier
Hast du schon gespielt?
48:14 Nora Hespers
Nein, ich habe das nur gesehen und dachte so, warum? Also warum soll ich jetzt bei LinkedIn auch noch zocken? Ich habe Mario Kart auf dem Handy, das reicht nicht.
48:23 Gavin Karlmeier
Aber es ist nicht revolutionary.
48:26 Nora Hespers
Ja, weiß man nicht, weiß man nicht. Wenn ein Business-Netzwerk die Spiele anbietet, ist vielleicht doch revolutionary.
48:31 Gavin Karlmeier
Es ist ein bisschen wie Rock Paper Scissors bei ICQ damals.
48:36 Nora Hespers
Es ist ein bisschen wie Farben bei Facebook.
48:38 Gavin Karlmeier
Da sind wir wieder Ich bin so froh, dass du dich heute von Farnwell losreißen konntest, um hierher zu kommen. Aber ich habe noch.
48:47 Nora Hespers
Wenn ich was spiele, dann mache ich das exzessiv. Leider.
48:49 Gavin Karlmeier
Ja, ich kenne das. Der Jahresbericht des NCMEC ist veröffentlicht worden. Das ist das National Center for Missing and Exploited Children. Also hier geht es um Themen, die die Ausbeutung, Sex oder Ausbeutung von Kinder und Minderjährigen generell thematisieren. Und Sie sagen, dass im Vergleich zu 2023 die Zahlen im letzten Jahr um 7 Millionen Meldungen über sexuelle Ausbeutung von jungen Menschen runtergegangen sind. Und die meisten dieser 7 Millionen Fälle, die eben jetzt weniger sind, werden bei Es wird adressiert, dass Meta dafür verantwortlich ist. Meta war für den gesamten Rückgang, fast für den gesamten Rückgang verantwortlich und meldete 6,9 Millionen weniger Vorfälle als im Jahr 2023. Bis hierhin würde man sagen, das ist eine gute Nachricht. Das Problem ist. Der Rückgang der Meldung von Meta wird ausschließlich auf die Einführung der Ende-zu-End-Verschlüsselung zurückgeführt, sprich seitdem im Messenger verschlüsselt wird. können solche Inhalte eben nicht mehr identifiziert werden und eben auch nicht mehr gemeldet werden. Und da sind wir in einem Thema, das Ich glaube, sehr schwierig zu diskutieren ist ehrlicherweise. Denn auf der einen Seite muss man sagen, wenn die Leute verschlüsselt miteinander kommunizieren können, ist das eine sehr, sehr gute Entwicklung. Auf der anderen Seite. bedeutet der Rückgang um 7 Millionen, weil es eine Ende-zu-End-Verschlüsselung gibt, vermutlich einen Anstieg, weil es eine Ende-zu-End-Verschlüsselung gibt.
50:23 Nora Hespers
Ja, das definitiv. Und das Ding ist, dass Menschen das nicht melden. Also, das haben wir auch im Fall Gisèle Pélicot mitbekommen. Ja, da war es offensichtlich, da muss es nicht mehr verschleiert werden. Es müssen unglaublich viele Männer diese Angebote gesehen haben, die es gab auf dieser Website und niemand hat es gemeldet. Also und das ist nicht ein Problem der Ende-zu-End-Verschlüsselung, sondern das ist ein Problem von fehlendem Unrechtsbewusstsein, das ist ein Problem davon, dass Menschen, wenn sie sowas mitbekommen, es nicht melden, es nicht schützenswert finden. Menschen nicht darauf ansprechen, die sowas machen. Also wir haben da so ein gesamtgesellschaftliches Problem, dass sexualisierte Gewalt nicht adressiert wird, wenn sie passiert, wo sie passiert und dass Leute sowas auch nicht melden, wenn sie es mitbekommen. Dass jetzt Menschen, die das für sich nutzen, nicht melden, liegt irgendwie auf der Hand, aber es muss ja nicht sein, dass alle, die das mitbekommen, das auch nutzen würden. So Ähm, und das haben wir, wie gesagt, haben wir in diesem Fall Giselle PDQ gesehen, es haben ja nicht alle Männer genutzt, dieses Angebot, aber es haben viele gesehen und es nicht gemeldet. Und das ist ein Problem. Also Weiß nicht, wie man es anders sagen soll, aber wir brauchen eine gesellschaftliche Zivilcourage im Angesicht von sexualisierter Gewalt, vor allen Dingen dann, wenn es um Kinder geht, aber einfach grundsätzlich brauchst du dafür mehr Aufmerksamkeit, mehr darüber sprechen. Mehr Wissen über Täter-Strategien oder Täterinnen-Strategien, wobei die Täter in der großen Mehrzahl sind, das kann man Zumindest aus den Statistiken rauslesen. Und wir brauchen ein größeres Bewusstsein dafür, dass man solche Inhalte einfach melden muss. Sie verschwenden nicht von alleine.
52:02 Gavin Karlmeier
Ja, das ist genau so. Und ich glaube, das ist natürlich auch ein gesamtgesellschaftlicher Trend. Ich werde immer zum Ende im Moment so philosophisch, aber ich habe das Gefühl, es ist ein gesellschaftlicher Trend, dass man durch diese ganze. Also die Vereinsamung der Menschen findet ja eben nicht nur in der Gesellschaft statt, also nicht nur de facto, dass die Leute weniger mit Menschen zu tun haben, sondern dass du eben auch dadurch eine geringere Empathie den Menschen um dich herum entgegenbringst, die trotzdem da sind, obwohl du einsamer wirst. Sprich, wir kümmern uns weniger um die Belange, die die Menschen um uns herum betreffen, weil wir alle so auf uns selber fokussiert sind. Bedeutet aber auch dass wir ganz häufig, glaube ich, Dinge geschehen lassen, weggucken oder vielleicht auch gar nicht mitkriegen, obwohl wir sie mitkriegen könnten, weil wir so damit beschäftigt sind, uns um uns zu kümmern.
52:58 Nora Hespers
Ja, aber es gibt auch ein großes mangelndes Unrechtsbewusstsein, wenn Dinge im digitalen Raum passieren. Also das haben wir gemerkt bei den Diskussionen zur Metawelt, wenn da irgendwie Vergewaltigungen passieren oder wenn man das mit KI herstellt, ob das dann ein Problem ist. ist, weil es keine echten Menschen betrifft und so. Also sobald es digitalisiert ist, fehlt ein Unrechtsbewusstsein, weil wir nicht Oder weil wir uns schnell von dem Gedanken lösen können, dass es echte Menschen betrifft. Und weil wir diese Menschen eben nicht kennen und nicht persönlich kennen und dann fehlt an der Stelle eben die Empathie, weil es über einen Bildschirm stattfindet. Also diese Person Und das ist auch schon vorher so gewesen, ehrlich gesagt, aber dadurch, dass es jetzt eben auch KI generiert sein kann und wir haben auch KI-Revengeporn und so, das stört ja niemanden. Also das nehmen ja alle Menschen als gegeben hin, die das konsumieren und benutzen und haben überhaupt überhaupt gar kein Unrechtsbewusstsein, weil die mal sagen, naja, das hat mit KI generiert, warum soll das ein Problem sein? Und das ist halt schon eines der Probleme, das anscheinend das Abstraktionsverhältnis Oder verständigt, dass die Abstraktionsfähigkeit fehlt, zu wissen, dass das echte Menschen betrifft.
54:09 Gavin Karlmeier
Ja. Ja, ich möchte das nur unterstreichen. Ansonsten habe ich noch zum Schluss zwei Sachen. Zum einen ein EU-Thema. Die EU. hat, also der DSA, der Digital Services Act, der ist ja nicht nur dazu da, um uns Menschen, normale NutzerInnen, wie Adam Mussarry sie nennen würde, vor der Macht der Unternehmen zu schützen. Sondern auch dazu da, die unterschiedlichen Gesetze und Regelungen in den Ländern so sehr zu streamlinen, dass es in jedem Land diesen gesetzlichen Schutz gegenüber diesen Unternehmen gibt. Bedeutet also Dieses Regulierungspaket zwingt die Staaten dazu, ein lokales Gesetz zu erlassen, das eben die Erfüllung dieser Regulierungspakete eben durchführt. Dazu gehört auch das Bestimmen eines DSCs, eines nationalen Koordinators für digitale Dienste. Und diese Benennung von DSCs Die haben Länder wie Tschechien, Spanien, Zypern, Polen und Portugal bislang versäumt oder haben einen benannt. Haben diesen aber nicht mit Befugnissen ausgestattet, um diese Aufgaben erfüllen zu können. Und verklagen jetzt eben diese angesprochenen Länder eben deswegen, weil sie den DSA nicht lokal umgesetzt haben, wie sie es hätten tun müssen.
55:35 Nora Hespers
Und ist das von Erfolg oder wird das von Erfolg gekrönt sein?
55:39 Gavin Karlmeier
Ich fürchte, erfolgreicher als der Druck, den Sie auf Unternehmen bislang ausüben, ja. Also würde ich vermuten, ja.
55:45 Nora Hespers
Naja, aber dann hast du da so ein DSA installiert und wenn der dann aber nichts macht, also die Frage ist ja auch, was machen die, sind die gut mit finanziellen Mitteln ausgestattet, also können die überhaupt agieren in ihren Ländern? Das ist ja so eine zweite Frage, die du dann anknüpfen musst und wie willst du du das zum Beispiel dann kontrollieren? Also wo sind die Kontrollmechanismen, die dann auch sagen können, ist dieser Posten sinnvoll besetzt oder nicht? Ist er ordentlich mit finanziellen Möglichkeiten? Ausgestattet und wie sind die Einflussmöglichkeiten, das kannst du ja dann irgendwie nicht so richtig kontrollieren. Also da gibt es, glaube ich, keine Keine Ahnung, wie nennt man das?
56:20 Gavin Karlmeier
Qualitätskontrolle auf der anderen Seite. Auch die wird kommen müssen, würde ich behaupten.
56:25 Nora Hespers
Ja, und das funktioniert es halt nicht. Du kannst ja, also wir sehen das an verschiedenen Stellen, auch zum Beispiel Ich nehme ganz gerne, das ist das Beispiel Fußball, weil ich mich da relativ gut auskenne. Zu sagen, okay, wir brauchen jetzt irgendwie einen Ansprechpartner. für Fans und dieser Ansprechpartner bekommt dann aber keine finanziellen Mittel, um Fendialoge ordentlich zu führen und so. Dann hast du zwar diesen Ansprechpartner und diese Position besetzt, aber die Frage ist, wie kann die ausgefüllt werden, wenn die Mittel nicht da sind.
56:54 Gavin Karlmeier
Klar. Also du kannst halt nicht auf der einen Seite ein Gesetz erlassen, das allen ein gutes Gefühl gibt, das aber dann nicht mit Leben füllen, ne?
57:03 Nora Hespers
Ja, genau.
57:04 Gavin Karlmeier
Das ist so. Es gibt noch eine, und eine kleine Anekdote, dann sind wir wirklich am Schluss. Es gab so eine Geschichte, die ich nicht erzählen kann. Aber ihr könnt auf mich zählen. Nee, ich habe so eine Geschichte gesehen, die hat mir wahnsinnig viel Spaß gemacht. Die ging jetzt am Wochenende durchs Internet und ich. Ich wette mit dir, die wird diese Woche auch noch von deutschen Medien immer mal wieder erzählt werden, die Überschrift war nämlich, die Meta-AI ist nicht in der Lage, Bilder zu generieren von Zimmern, in denen kein Clown zu sehen ist. Und es gab ganz viele Bilder, bei denen du ein Wohnzimmer gesehen hast mit einem kleinen Foto von einem Clown oder einem Clown, der irgendwo sitzt und so. Das war aber so eine Scheinriesengeschichte, denn die bedingt sich selber, weil alle Leute immer reinschreiben, erstelle ein Wohnzimmer. ohne einen Clown und die KI erkennt einfach keine Verneinung. Das heißt, die hat mir bis dahin Spaß gemacht und dann fand ich die Geschichte leider tot. Aber ich glaube, dass wir davon nochmal hören werden, weil die Geschichte an sich schon so kurios liest, dass wenn ich so die, ich sag mal, die Mechanismen in Medienhäusern richtig einschätze, dass wir darüber noch ein bisschen was lesen werden.
58:12 Nora Hespers
Ja, weil es jetzt alle ausprobieren müssen. Also es per Plätze.
58:15 Gavin Karlmeier
Und dann so funktioniert der KI. Dann gibt es wirklich nur noch Zimmer mit Clowns, weil ja in jedem Zimmer ein Clown ist.
58:23 Nora Hespers
Ja, definitiv.
58:25 Gavin Karlmeier
Kompliziert.
58:26 Nora Hespers
Sehr, sehr.
58:27 Gavin Karlmeier
Aber so ist das, wenn wir hier an einem Sonntagabend durchholen. Liebe Nora, vielen, vielen Dank, dass du heute da warst. Was sollen wir uns gerade als erstes von dir anhören oder angucken?
58:38 Nora Hespers
Äh, schwierig, schwierig. Also jetzt gerade, also wenn man sich zum Beispiel für NS-Geschichte interessiert, haben wir bei Sportinset ein Podcast über einen DDR-Trainer, der ein absoluter Held war für den ersten FC Magdeburg, den aber eine Vergangenheit hat bei der Waffen-SS. Und das ist ganz interessant, wie das aufgearbeitet worden ist, weil es sehr spät erst öffentlich thematisiert worden ist. Also fand ich ganz spannend, weil es auch mal eine Geschichte ist, die sozusagen den Fortgang einer Geschichte in Der DDR erzählt und nicht immer nur auf Westdeutschland guckt. Das fand ich ganz gut. Und wir haben am Freitag eine neue Folge Was denkst du denn veröffentlicht zum Thema Witches, Bitches, It Girl. It Girls, so. Ich will immer Itches sagen, deswegen.
59:22 Gavin Karlmeier
Komisch, weiß nicht, wo das herkommt.
59:24 Nora Hespers
Genau. Na, das ist das neue Buch von Rebecca Entner, und es geht darum, um patriarchale Mythen und wie die sich in die Welt gesetzt haben. Und ich fand dieses Gespräch einfach total spannend und unterhaltsam und möchte das allen anderen auch empfehlen, weil es uns etwas darüber erzählt, wie wir uns Geschichten erzählen und wie der Wahrheitsgehalt sozusagen von Geschichten ist und wie viele AutorInnen es daran gibt und so. Und ich glaube, dass. ist was total Gegenwärtiges und es zeigt uns auch, dass wir Geschichte und Geschichten verändern können. Also den Fortgang der Dinge Und an der Stelle finde ich es tatsächlich sogar hoffnungsvoll.
01:00:00 Gavin Karlmeier
Ich fand übrigens das Gespräch mit dir extrem interessant, spannend und unterhalter. Vielen Dank. Also vielen Dank, dass du da warst. Ich hoffe, es dauert jetzt nicht wieder ein halbes Jahr. Und wir sehen uns. Nein!
01:00:10 Nora Hespers
Es ist nur, weil die Zeit so schnell rumgegangen ist. Es ist einfach so viel passiert.
01:00:14 Gavin Karlmeier
Und das wird es wieder. Vielen Dank, dass du da warst, liebe Nora. Alle, die bisher hinzugehört haben, eine ganz wundervolle Woche. Wir hören uns wieder an. am Mittwoch, ich glaube dann mit Dennis Horn. Und ich genieße noch ein bisschen die Restsonne.
01:00:27 Nora Hespers
Habt eine schöne Woche. Bis dann. Tschüss. Tschüss.