Musks X hat in den letzten Jahren eine erstaunliche Karriere hingelegt – vor allem in der Frage, wie man die Verfolgung von Straftaten möglichst verkomplizieren kann. Außerdem: Trumps Ansage an die EU (wir berichteten) kam wohl nicht aus heiterem Himmel.
➡️ Haken dran bei Campfire? Hier petitieren: https://www.joincampfire.fm/petition/haken-dran
➡️ t-online über die Strafvereitelung von X: https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/kriminalitaet/id_100887788/strafvereitelung-bei-x-goettingen-ermittelt-gegen-elon-musks-manager.html
Kapitelmarken
KI-unterstützt
00:00 Hallo Nora!
03:03 Campfire.FM und die Podcast-Landschaft
06:03 Medienvertrauen in Deutschland
08:54 Verhindert X die Verfolgung von Straftaten?
24:04 Trusted Flaggers
33:59 Chaos bei Meta
47:34 Zuckerberg-Trump-Lobby-Connection
49:40 Funktionen und Emotionen
57:25 Versöhnlichkeit des Tages
Transkript
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00:01 Intro
Haken dran.
00:03 Gavin Karlmeier
Das Social Media Update der CT. Hallo Nora Hallo Gevin. Bei mir ist heute Nora Hespers, die eigentlich, also die Hackys kenne ich natürlich, stell dich trotzdem vor, Journalistin, viel im Sport, im Investigativbereich unterwegs ist. Podcasterin, Autorin, ich weiß nicht, was du nicht alles schon gemacht hast und freue mich, dass ich dich hier zum erlesenen Kreis der häufig wiederkehrenden Gästen zählen darf. Schön, dass du da bist. Danke für die Einladung. Geht's sehr gut. Wie ist die Stimmung? Ja, mir geht's gut. Die Stimmung ist muss ja. Kölsche Stimmung. Ich habe was mitgebracht, Nora, und zwar als du letzte Mal hier warst. Das war am 12. 5. Also ist schon echt ein Sommer her ungefähr. Da haben wir über etwas gesprochen, ein neues soziales Netzwerk aus Deutschland. das sich vor allem an Podcasts richtet oder an die, die sie gerne hören, nämlich Campfire. Und nach wie vor hat sich in den letzten Monaten bei Campfire jetzt zwar ein bisschen was getan, aber es ist immer noch so ein relativ erlesener Kreis an Podcasts. die es dort gibt. Und dort beginnt jetzt so eine Art Onboarding-Prozess für neue Podcasts, für den sozusagen die PodcasterInnen eine kleine Abstimmung, eine Petition starten können. Da kann man quasi auf den Link klicken. Und kann dann sagen, hey, wir haben Bock, dass dieser Podcast bei Campfire erscheint. Und ich habe da so ein bisschen, bin ein paar Wochen damit schwanger gegangen und habe überlegt, wollen wir da mitmachen oder nicht. Weil wir hatten, ich hatte Kontakt dann mit denen auch hier und habe gesagt Wir reden die ganze Zeit darüber, dass wir uns unabhängig machen wollen von sozialen Netzwerken, die aus Amerika kommen, die aus China kommen. Wir sind, du kannst uns im Feediverse finden und so, aber trotzdem, wenn es eine Plattform gibt, die eigentlich für all diese Dinge, die wir hier tun, so zusammenführend ist. Warum probieren wir das nicht mal aus? Und deswegen gibt es jetzt in den Shownotes einen Link und alle, die Bock haben, können da mal draufklicken und sagen, ich hätte Bock, dass Haken dann mal Campfeier ist. Und dann probieren wir es aus. Wenn es nicht klappt, ist es auch nicht so schlimm. Aber ich finde, das ist ein Versuch wert. Wie sind deine Gefühle? Hast du dir das vorher schon mal angeguckt? Also nutzt du das irgendwie aktiv und findest das irgendwie auch cool in der Benutzung? Ja, ich finde das cool, vor allem weil du halt während du hören kannst, also du hast als PodcasterInnen schon die Möglichkeit, so einzelne Marker zu setzen und kannst sagen, hier an der Stelle fügen wir diesen Link oder diesen Screenshot oder dieses Video ein. und haben sozusagen Rich Begleitmaterial, während du hörst und alle anderen können, während sie hören, an der Stelle kommentieren. Also es verbindet sozusagen Soundcloud eine Instagram Story und eine Community miteinander. Ich finde das als Versuch spannend. Also ich weiß natürlich nicht, ob das so big wird und so und habe auch kein keinerlei Aktiv Aktien dauert, natürlich, weil wir hier unabhängig über soziale Medien berichten. Also ich habe da gar keine, gar keine engere Verbindung, aber ich habe schon das Gefühl, dass die Idee eigentlich es wert ist, sich mal mit ihr auseinanderzusetzen. Aber Links und Videos hinzufügen konntest du ja die ganze Zeit schon, also über die Kapitelmarken, ne? Also es geht ja I, das kannst du auch machen mit jedem anderen. Ja, wobei über 60 Prozent, ähm, fast 70 Prozent und das bei diesem Podcast hier schon ein relativ kleiner Anteil über Plattformen hören, in denen du keine Videos in Kapitelmarken setzen kannst. Also Wenn du dir überlegst, Apple Podcasts unterstützt immerhin eine Veränderung des Coverbildes zur Kapitelmarke, Spotify unterstützt es nicht. 70 Prozent der Leute hören über diese beiden Plattformen Haken dran. Wir können das nicht anbieten. Trotzdem, die anderen 30% werden wahrscheinlich auch weiterhin über ihren RSS-Feeder hören und können alle Features nutzen, die wir so anbieten. Es ist so ein kleines Add-on. Ich finde das total spannend. Ich habe für was denkst du denn und für die Anachronistin auch mal geguckt, wer das hört und wie haben die meisten Zugriffe tatsächlich über Apple. Podcasts. Also Spotify, gut, bei die Anachronistin liegt es daran, dass er da nicht ist, weil ich kein Werbeumfeld da haben will. Und bei was denkst du denn? Da sind wir zwar da, aber das wird über Spotify wirklich kaum abgerufen. Da sind wirklich die allermeisten. kommen entweder über Apple Podcasts oder über einen der diversen anderen Podcatcher und die meisten über iOS. Fand ich mega spannend. Witz und Funfactoren habe ich noch nicht öffentlich erzählt. Weiß auch nicht, ob ich das darf, aber ich erzähle es jetzt einfach. Seitdem Hakendran-Heise-Podcast ist. Sind die meisten neuen HörerInnen, die seitdem dazugekommen sind, Menschen, die über Apple hören. Zuvor war Haken dran zu ganz großen Teilen 60 Prozent, glaube ich, Spotify Plays. Und das hat sich seitdem ein bisschen ausgeglichen. Ich weiß nicht, was das über die Heise-Community sagt, die CT-Community, aber das ist zumindest eine, finde ich, bemerkenswerte Beobachtung. Ich finde es halt so interessant bei uns, dass ich mal denke, also weil alle davon reden, dass Spotify die Plattform ist, dass sich bei uns wirklich gar nicht auszahlt, also Zero. Ja, und das ist aber, wenn ich so beruflich mit Podcasts zu tun habe, die in größeren Medienhäusern sitzen, da hast du wirklich regelmäßig 70, 80 Prozent Zugriffe über Spotify. Das ist so die Plattform, die halt die meisten Leute halt nutzen, um Audio zu konsumieren. Zumindest in einem gewissen Alter anscheinend. Ja, und ich glaube auch, weiß ich nicht, ob das so tatsächlich immer noch so ist, aber vor ein paar Jahren war das auch schon eher männlich. Spotify. Es hat sich vielleicht aber auch ein bisschen ausgeglichen. Richtig daran, dass Podcasts auch eher männlich sind. Auch so True Crime. Außer True Crime, genau. Was ich ganz furchtbar finde. Aber gut, das ist ein ganz anderes Thema, da wollen wir gar nicht hin. Obwohl True Crime Internet reizt mich auch noch. Irgendwann mache ich das mal an. True Crime Internet Format. Naja, ich will mit einer kleinen, wir steigen heute mit Mediendeutschland ein und dann werden wir immer größer und haben auch ganz viele sehr spannende juristische, politische, gesellschaftliche Themen heute dabei. Aber die Umfrage des Media Brand Trust Monitors ist raus. Da wird regelmäßig überprüft, welche Medienmarken in Deutschland genießen das größte Vertrauen? Und also der Gewinner ist schon überraschend, das ist nämlich Radio Bob, das ist ein lokaler Rockgesender, der meines Wissens in Mainz sitzt. Ist aber gar nicht so wichtig, worüber wir sprechen. Viel spannender sind die letzten Plätze. Denn auf dem allerletzten, oder auf dem letzten Platz im Bereich Social Media zumindest, liegt TikTok mit einem Prozent Vertrauen. Davor liegt Ex mit 2% Vertrauen. Das sind so die letzten Plätze. TikTok hinter Ex finde ich schon Wen haben die gefragt und wo? Ich würde unterstellen, auch wenn ich da jetzt nicht ins Detail die Statistikerhebung angeschaut habe. Dass das eine repräsentative Umfrage ist, zumindest in der Größe, in der das durchgeführt wird. Aber wer kennt denn deutschlandweit Radio Bob? Also wie ist das abgefragt worden? Ich kann dem was zur Methodik sagen. Und zwar internationales Forschungsteam an der Universität Hamburg. Oder es ist die Helmut-Schmidt-Universität Hamburg. Und die haben qualitative und quantitative Forschungsprozesse genutzt, wie sie schreiben, was ehrlicherweise Davon bin ich ausgegangen. Sie haben erstmal Medienmarken definiert, haben dann die Dimension des Vertrauens definiert. und haben dann eine umfassende Datenerhebung mit zehn Dimensionen durchgeführt, um so eine valide Skala für Vertrauen entwickeln zu können. Dazu gehören vier große Faktoren: Transparent Goodness, Credible Competency Life Relevancy und Market Orientation. Das Star Radio Bob auf Platz 1 ist, Glückwunsch an die KollegInnen. Ja, aber ich frage mich, wer ist die Konkurrenz? Also direkt dahinter oder gleich platziert, gleiches Ergebnis hat Ströhr bekommen als Außenwerber. Dahinter Netflix und die NZZ mit 73% Vertrauen. Ich frage nochmal, wen haben die gefragt? Die Bild hat nur 7% gekommen. Ich wollte es ja nur mal sagen. Von den sozialen Plattformen auf jeden Fall am weitesten vorne platziert ist Pinterest. Dann LinkedIn, dann Facebook, dann Reddit, dann Instagram, dann X, dann TikTok. Und bei den Messenger-Diensten liegt Slack auf Platz 1. Dann WhatsApp, dann Discord, dann erst Signal, dann Telegram und dann Snapchat. Ja, ich kann mir keinen Reim darauf machen, aber gut. Ich bin ratlos. So, jetzt können wir aber auch hart reingehen. Das war schon ziemlich hart. Ja, aber dann warte mal ab, was noch kommt. Ich möchte heute mit dir mal wieder, das haben wir ja seit längerer Zeit eigentlich so ein bisschen nach hinten geschoben, aber heute ist viel Wichtiges dabei über Ex sprechen und über Elon Mark und darüber, wie Ex sich eigentlich so im, ich sag mal, im Gesetzeskosmos Europas und Deutschland bewegt. Dazu gibt es eine sehr spannende Recherche von Lars Wienant von T online, übrigens Strö, vertrauenswürdigste Medienmarke Deutschlands. Und dazu muss man im Kontext nochmal dazu sagen, wir begleiten ja Elon Musk schon ziemlich lange und ex ziemlich lange und Elon Musk hat sich zwar, auch wenn er immer wieder Gesetze gebrochen hat und vorsätzlich gebrochen hat und die auch nicht anerkannt hat und sich selber als über dem Gesetz stehend versteht, was für ihn als reichster und damit sehr mächtiger Mann vermutlich auch in vielen Fällen leider so ist. hat er sich immer wieder als gesetzestreu selbst definiert. Also er hat immer gesagt, die örtlich geltenden Rechte, an die halten wir uns, das ist sein Verständnis. Auch wenn er sie kritisiert. Aber so versteht er sich selber. Jetzt ist es so, dass in Deutschland immer und immer und immer wieder die Gesetze, die Rechtsbehörden nicht an den Punkt kommen, dass sie die Personalien von Menschen, die Gesetzesverstöße auf Ex begehen, bekommen. Dass Verfahren eingestellt werden, weil sie eben nicht erfahren, wer hinter diesen anonymen Accounts steckt, obwohl es eine Gesetzesgrundlage gibt, die die Plattform dazu verpflichten würde, Informationen herauszugeben, wie beispielsweise eine IP-Adresse, mit denen dann beispielsweise die Politik oder welche Behörde auch immer der gerade untersucht, zum Netzanbieter gehen kann und herausfinden kann, wer zu welchem Zeitpunkt diese IP-Adresse verwendet hat. X gibt diese Daten häufig nicht raus. Und jetzt gibt es einen Versuch, dem auf Gesetzeswegen irgendwie entgegenzutreten und zu dem der Person, die die Klage eingereicht hat. gehört auch ein Haki, nämlich der Twitter-Nutzer Bastelbro 1, über den wir hier auch schon öfter gesprochen haben und der sich sehr häufig vor allem dadurch hervorgetan hat, dass er sich Dinge eben nicht gefallen lässt, bei denen wir alle sagen, das kann ja nicht wahr sein. Und deswegen gibt es jetzt ein Verfahren an der Staatsanwaltschaft Göttingen, die jetzt ermittelt, gegen drei Manager von X. Und zwar wegen des Verdachtes der Strafvereitelung, weil gesagt wird, dass eben diese Menschen bewusst verhindern, dass eine Strafverfolgung stattfindet, wenn Gesetzesverstöße begangen wurden und sogar dokumentiert wurden und Ex eben nicht dabei geholfen hat, obwohl sie auch müssten, diese Verfahren voranzubringen. Jetzt ist das aber ja nicht besonders neu, muss man sagen. Also wir wissen ja auch schon sehr lange, dass zum Beispiel Melden und Ähnliches wirklich gar keine Konsequenzen hat und dass ex ja ja, mutwillig Menschen auf die Plattform zurückgeholt hat, die gegen Gesetze verstoßen. Also es ist ja jetzt irgendwie No News, dass ex genau solche Leute auch schützt. Absolut, und das selber immer mit der sogenannten Redefreiheit rechtfertigen wollen. Das stimmt. Das Problem war nur, und wir hatten hier auch den Fall Armin Wolf relativ lange besprochen, der irgendwie über anderthalb Jahre versucht hat. Menschen, die ihn im Internet fast schon systematisch beleidigt haben, irgendwie vor Gericht zu zerren. Und er hat es in Österreich versucht, wo er sitzt, er hat es in Irland versucht, er hat sogar versucht, Kontakt nach den Vereinigten Staaten aufzunehmen, um eben dieses Verfahren voranzubringen. war relativ verzweifelt am Ende und ist nicht weitergekommen. Der Ansatz Strafvereitelung ist aber mal ein völlig neuer Versuch. Es ist so ein bisschen, wir sprechen ja immer wieder über, wer war das, Al Capone, der dann am Ende wegen Steuerhinterziehung festgenommen wurde. Man muss kreativ, wenn die wenn die wenn die kreative Wege finden, um das Gesetz zu umgehen, dann müssen wir halt, die irgendwie versuchen, hier uns ans Recht zu halten, eben kreative Wege finden, unser Recht zu verteidigen. Würde ich so interpretieren. Wobei das ja keine kreativen Wege sind, das ist ja reine Bockigkeit. Also das ist ja einfach stures Aussitzen und Verhindern im Wissen darum, dass man die juristisch nur schwer packen kann. Klar, aber trotzdem, dazu gehört ja schon eine gewisse Arschigkeit. Nee, aber man muss ja schon eine gewisse Kreativität mitbringen, ein so derart komplexes Konstrukt aufzubauen, damit das eben so möglich ist. Weil wenn du jetzt einfach jeden Tag im Rewe klauen würdest. dann würdest du relativ schnell feststellen, dass das eben nicht geht, sich einfach nicht an Gesetze zu halten. . Genau, aber ich bin natürlich auch leicht ergreifbar. Also weil es keine Landesgrenzen dazwischen gibt. und so, weil es keine Gesetze dazwischen gibt und die sitzen es halt einfach aus und sagen, dann guckt mal, wie ihr uns dann kriegt und wie er an unser Geld bekommt. Und am Ende haften diese Menschen ja meist nicht persönlich. Genau. Und das ist hier jetzt eben anders. Drei Manager, die in Irland sitzen, nämlich damit in der europäischen Dépendance von X, werden eventuell sich damit vor Gericht beschäftigen müssen. Wenn sie denn erscheinen oder mal sehen. Aber wenn sich damit beschäftigen müssen. Das Interessante ist aber Benjamin Krause, der wird hier zitiert von Lars Wienand, auf der Online, wir packen die ganze Geschichte in die Shownotes. dass der leitende Oberstaatsanwalt der Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität sitzt in Frankfurt. Und er sagt, ganz überwiegend akzeptieren international agierende Internetdienstarbeiter unsere Ersuchen. Also die sagen, eigentlich ist das alles gar kein Thema. Außer Ex, sie bekommen selten erwünschte Auskunft, wird hier gesagt. Und teilweise ist es eben sogar so, dass auch gar keine Antworten mehr kommen, wenn so ein Gesuch eben an Ex gestellt wird. Und deswegen geht man da jetzt irgendwie vor. Nicht mal ein Kack-Emoji, ne? Nicht mal ein Kack-Emoji. Es gibt aber so ein paar interessante Nebengeschichten noch zu dieser Geschichte, wie zum Beispiel, dass die Staatsanwälte die jetzt da gerade ermitteln, dass das die Staatsanwälte sind, die vor einigen Monaten bei 60 Minutes auf dem US-Sender CBS zu sehen waren. Wir haben über die Geschichte gesprochen und auch J. D. Vance hatte diese Geschichte, damals der Vizepräsident der USA. diese Berichterstattung gesehen und hatte deswegen gesagt, dass in Europa die Redefreiheit und vor allem in Deutschland die Meinungsfreiheit auf dem Spiel stünde. Denn in diesem Bericht wurde darüber gesprochen, dass diese Staatsanwalt. . gegen Beleidigungen im Internet vorgehen. Und der Aufhänger der ganzen Dokumentation oder Reportage war eben, dass Beleidigungen in Deutschland ein Straftatbestand sind, was für viele Menschen in den USA hoch irritierend war, inklusive JD Bance. Das ist tatsächlich ganz interessant, wie unterschiedlich die Auslegung ist dessen, was eben als Meinungsfreiheit definiert. wird und wie weitreichend das in den USA ist und dass es bei uns engere Grenzen gibt. Da kann man, glaube ich, zu stehen, wie man möchte. Also es gibt Es gibt sehr unterschiedliche Meinungen dazu. Auch innerhalb der USA wird es sehr kontrovers diskutiert, auch im Rahmen der eben Pressefreiheit, was darf ich veröffentlichen und was nicht. Ja, also ich kann verstehen, dass man, wenn man in den USA sozialisiert ist, da etwas anders drauf guckt, was ich nicht verstehen kann. ist, dass man sozusagen etwas herbeifantasiert, dass es hier keine Meinungsfreiheit gäbe, weil man keine verbale Gewalt ausüben darf. Ja, also genau, ich bin da bei dir. Ich kann das auch verstehen, dass wenn du so, wie du sagst, sozialisiert wurdest und das ist eine Kultur und das ist ein Verständnis und man weiß, also wir stellen ja genauso wenig infrage, dass Beleidigung im Straftatbestand ist. Weil wir kennen das eben nicht anders. Das ist eben unser Verständnis. Wir sind aber jetzt so weit, dass wir eben sagen, wir können das nachvollziehen, dass das woanders eben anders ist, wenn man damit anders. aufgewachsen und sozialisiert ist. . Und diesen Schritt geht man dann eben nicht, sondern glaubt dann eben, dass das eigene Verständnis von Redefreiheit, dem Verständnis von Redefreiheit oder Meinungsfreiheit in anderen Ländern eben irgendwie Voraus ist. Naja, zumal das ja eine absolute Nebelkerze ist, auch von Seiten der US-Regierung, weil da natürlich Pressefreiheit längst beschnitten wird, zum Beispiel in dem Zugang zum Weißen Haus eben nicht gewährt wird, wenn man kritische Fragen stellt. Also da wird einfach mit zweierlei Maß gemessen. Voll, absolut. Das Morbide daran oder das Perfide daran ist eigentlich, dass das in den USA eben ja längst nicht so offensichtlich ist. Also wir sagen bei uns, Beleidigung ist eine Straftat, wenn du jemanden beleidigst, kannst du angezeigt werden. Dort ist es so, dass es eben mit solchen perfiden Methoden wie, du wirst nicht mehr eingeladen oder Du was weiß ich, am Ende verklagst du irgendwie den Typen, dem deine Zeitung gehört, einfach nur wegen einer völlig anderen Geschichte und baust so politischen Druck auf. Das ist eine völlig andere Einschränkung der Pressefreiheit, die eben längst nicht so offensichtlich ist. die als in einer Kultur verankertes Verständnis. Ich finde, das ist total offensichtlich. Gerade in den USA wird nur selten dazu gesagt. Deswegen finde ich es zum Beispiel wichtig, genau darüber immer wieder zu sprechen, weil es so schnell ist. aus dem Blick gerät. Also wir haben so viele Dinge, die gerade parallel passieren auf der ganzen Welt, so viele Krisenherde und so, dass man nur noch sehr oberflächlich, ich merke das an mir, nur noch sehr oberflächlich mitbekommt, was da eigentlich passiert und dann rutschen einem so Dinge schon mal aus der Wahrnehmung, die auch schon passiert sind. Und deswegen finde ich es total wichtig, darauf hinzuweisen, wie die US-Regierung gerade mit Meinungs- und Pressefreiheit umgeht und wer was sagen darf, also dass du zum Beispiel nicht einreisen kannst oder Probleme bekommst bei der Einreise als Wissenschaftlerin, als Wissenschaftler, wenn du dich öffentlich oder in Social Medias gegen Trump geäußert hast, das hatten wir ja auch schon. Das haben wir jetzt in letzter Zeit nicht mehr häufig gehört. Also ich habe keine Berichte mehr darüber gehört, aber es gibt natürlich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die sagen, die würden jetzt eher nicht mehr dahin reisen, weil sie Angst haben, befragt zu werden. Das findet die ganze Zeit statt, aber wir reden gar nicht mehr so viel darüber. Und deswegen finde ich es total wichtig, in solchen Kontexten immer wieder darüber zu reden, um das im Bewusstsein zu halten, damit uns das nicht durch rutscht. Wenn wir sowas lesen oder wenn JD Vance sowas raushaut, also gerade als Journalistinnen und Journalisten müssen wir das eigentlich immer und immer wieder kontextualisieren. Ja, und es geht ja fast noch weiter. Also es gibt ja wahrscheinlich, oder es gibt Berichte darüber, dass es schon Schwierigkeiten mit der Einreise gibt, solltest du deine Social Media Accounts nicht öffentlich stellen wollen. Also. Oder dein Handy nicht aushändigen oder dass du mit einem anderen Handy einreist und so, also das, ja. Das ist gerade Standard, ne? Und Wir gehen noch einen Schritt weiter, denn der Oberstaatsanwalt Krause vom ZIT, dieser zentralen Behörde zur Bekämpfung von Internetkriminalität, über die wir gerade gesprochen haben, berichtet auch, dass eine US-Social Media Plattform, die hier nicht namentlich genannt wird, derzeit Auskunftsersuchen bei mehreren hessischen Amtsgerichten beantragt hat. um darüber zu entscheiden, ob möglicherweise dieses Auskunftsersuchen, das an diese Social Media Plattform herangetragen wurde, nicht möglicherweise selbst ein Rechtsverstoß sei. Denn offenbar versucht Ex, so Schlussfolger hat Wienland hier, versucht Ex zu erwirken, dass seine Inhalte oder dass Ex keine Auskunft habe, mein Gott, ist das ein schwieriges Wort, weil eben diese Grundlage, die gesetzliche Grundlage für diese Auskunftspflicht Dass Telekommunikations-Digitale Dienste Datenschutzgesetz sei, TDDD, G. Das sprichst du aber sehr unfallfrei. Toll, ne? Ja. <unk> 22 regelt dort Ausnahmen für Schutz von Daten. Und X selber hält diese Auskunftspflicht nicht für gültig für sich und versucht deswegen die ganze Zeit vor Gerichten zu erwirken, dass sie eigentlich gar keine Pflicht haben, diese Dinge herauszugeben und zu verraten. Was interessant ist, weil das jetzt gerade so ein Kräftemessen am Ende ist vor Gericht und am Ende eben die Frage tatsächlich leider auch ist, wie. Groß ist das Rückgrat deutscher Behörden, deutscher Gerichte am Ende auch, sich gegen diese riesengroßen amerikanischen Konzerne zu stellen. Ganz interessant. Wir bleiben da dran, wir bleiben an dem Prozess dran und schauen uns das weiter an. Haken bleibt dran. Ja, auf jeden Fall finde ich es super interessant, dass es überhaupt gemacht wird. Also dass es jetzt einen Versuch gibt, aus Deutschland zu sagen, okay, passt auf, so läuft das nicht. Wir haben mehr Regeln und die müssen eingehalten werden. Ja, wir haben neulich darüber gesprochen, dass Frankreich auch eine, ich habe es ja jetzt gerade kreative Methode genannt, kreative Wege geht, indem sie ex Vorwerfen, dass sie die Bildung terroristischer Gruppen verstärken oder selber eine möglicherweise terroristische Gruppe sein könnten Weil sie eben mit Wahlmanipulation oder mit eben Algorithmen, die per Design Einfluss auf politische Meinung nehmen könnten, dass sie deswegen sich möglicherweise auch strafbar kümmern. Ja, nicht nur könnten, sondern es ja auch tun. Ja, aber es gibt eben kein Urteil, deswegen vorsichtig formulierst. Aber meines Wissens gibt es Studien, die das belegen, dass auf X bewusst politische Meinungen oder ähm beeinflusst werden und ich meine, ich sage nur Kommunalwahlkampf. Also wenn Elon Musk jetzt meint, er muss twittern, weil hier in Köln Kommunalwahlkampf ist, wo ich schon so denke, so, wow, jetzt interessiert er sich sogar für Köln. Das ist also klar, das klingt absurd, aber es ist natürlich trotzdem ernst zu nehmen. Es gibt ja eben immer noch Menschen, die auf X sind, ja, auch in Deutschland. Die meisten gucken da nicht mehr so richtig drauf. Medien hören leider nicht auf, dahin zu gucken und stattdessen vielleicht andere Plattformen zu nennen. Aber gut, damit muss man halt auch. leben. Auf jeden Fall finde ich das sehr spannend, sich das nochmal anzugucken und auch das zu vergegenwärtigen, dass diese Einflussnahme eben nicht aufhört. Ja, und wir dürfen auch nicht aufhören, darüber zu sprechen. Also ich glaube, das ist ganz wichtig, dass wir da immer wieder den Finger in die so häufig zitierte Wunde legen. Ja, ich grüße an der Stelle nochmal alle Fußballvereine aus der deutschen Bundesliga, die immer noch bei X unterwegs sind. Ich ja, ich bin da auch so ein bisschen müde geworden, ehrlicherweise da immer wieder darüber zu sprechen, warum Leute noch dort sind. weil ich das Gefühl habe, jetzt haben wirklich alle mitbekommen, allein in diesem Jahr, haben wirklich alle mitbekommen, wen sie da stärken, was sie da tun, in welchem Umfeld sie sich da eigentlich bewegen. dass man sagen muss, das ist jetzt alles nicht mehr fahrlässig, sondern das ist mutwillig, dass sie dort auf diesen Plattformen sind. Genau, aber ich finde trotzdem, dass man da weiter darauf hinweisen muss, weil solange da kein Widerspruch kommt, auch nicht jetzt von Seiten der Fans in dem Fall, wird es eben weitergehen. Und wir sehen, worauf das gerade zusteuert. Also wir haben jetzt diese Club-WM im Sommer gesehen. Ich weiß nicht, ob jemand diese Pressekonferenzen aus dem Weißen Haus mit Johnny Infantino verfolgt hat. Das ist wirklich bitter. Also das ist eine Sprechpuppe neben jemandem, der Hüte trägt, auf denen steht Trump was right about everything. Allein, dass das zum Beispiel Pressefotos sind, neben denen ernsthafte Schlagzeilen stehen. irritiert mich immer wieder. Aber gut, das ist halt die Welt, in der wir leben. Aber trotzdem glaube ich, darf man eben nicht müde werden, darüber zu sprechen und da auch zu sagen, dass es eigentlich Konsequenzen haben müsste, wenn man es den Ernst nimmt. Apropos Konsequenzen. Wir bleiben ganz kurz genau bei dieser Wahr in dieser Welt und bleiben kurz in der Welt des DSA, des Digital Services Actes, der das das EU-Regulierungspaket gegenüber Social Media Plattformen, wir reden ständig drüber, ihr wisst das alles, aber das sieht ja eben vor, dass es solche Trusted Flaggers gibt. die eben als in Deutschland gibt es davon ein paar, die in der Lage sind, Hinweise zu geben der zentralen Meldestelle für strafbare Inhalte im Internet, die dann schneller verfolgt werden müssen. Es gibt jetzt eine Anfrage der AfD-Bundestagsfraktion, Wie groß der Anteil dieser Trusted Flagger-Anfragen ist gegenüber den Anfragen von normalen Menschen oder Einzelpersonen, ist, glaube ich, die richtige Formulierung. Und tatsächlich ist es so, dass fast alle Meldungen, die beim BKA aufgeschlagen sind, über diese Trusted Flaggers generiert wurden. Fast 36. 000 wurden insgesamt eingereicht von diesen. Anfragen über die Trusted Flaggers. Und wenn wir aufs erste Quartal 2025 schauen, sehen die Zahlen wie folgt aus. 4. 682 Meldungen von Trusted Flaggers, wie zum Beispiel Respect Hessen gegen Hetze oder den Landesmedienanstalten, aber nur 504 aus sonstigen Quellen, wie zum Beispiel dem BKA selber oder Leute, die über den DSA dem BKA solche Dinge gemeldet haben. Das ist deswegen interessant, weil das die Rolle der Trusted Flaggers natürlich total stärkt und zeigt, wie wichtig die Arbeit ist, die die leisten, weil es hier eben nicht nur darum geht, dass die jetzt hier irgendwie. . andere Methoden hätten, also das auch, wenn sie den Plattformen etwas melden, müssen die Plattformen schneller darauf reagieren. Das ist das eine immerhin. Aber zum anderen auch, weil es zeigt, dass diese Trusted Flaggers Ressourcen und Zeit haben, sich mit diesen Mengen überhaupt auseinanderzusetzen. Und auch denen kann man ja Inhalte melden. Also man kann sozusagen. . als Einzelperson oft diese Trusted Flagger, diese vertrauenswürdigen Meldestellen zugehen und denen sagen, hier schaut euch das mal an. Und da sitzen da Menschen und haben die Möglichkeiten, das zu tun. Genau, aber das ist eine AfD-Anfrage, dazu gibt es insofern interessant, weil man natürlich dann schon wieder weiß, wo das hingehen soll, nämlich genau solche Stellen zu diffamieren. Absolut, vor allem, wenn wir sehen, dass zu dieser Anfrage eben auch gehört, wie die politische Ausrichtung dieser Meldungen gewesen ist. Und das BKA sagt 22. 957 Hinweise. Wird dem Phänomenbereich politisch motivierter Kriminalität rechts zugeordnet? 223 Fälle dem linken Spektrum. Also ein immenser Unterschied Und man muss dazu sagen, Leute, das wird die AfD politisieren. Die werden sagen, diese Gruppen haben ein Übergewicht, einen Überhang in die eine Richtung. Wir können aber davon ausgehen, dass ganz klar hier schon ein Abbild von Plattformen wie X ist. Die meisten Meldungen, über die wir hier sprechen, betreffen die Plattform X. Und wir stellen fest, dass auf der Plattform X eben inzwischen auch ein massiver politischer Überhang nach rechts passiert. Ich will also sagen, diese AfD-Anfrage hat offensichtlich ein politisches Agenda-Setting im Hintergrund. Wir dürfen uns da jetzt nur von diesem Framing, das da möglicherweise jetzt aufkommen, wird auf gar keinen Fall blenden lassen. Genau. Ja. Also keine, nicht, nicht, wie war es du Brind, ne? Die lustigen falschen Zahlen und Statistiken. Nicht, dass jemand auf die Idee kommt, dass wir dasselbe. Richtig, das ist so. Ich finde aber, dass in dieser Geschichte noch eine Sache ist, die natürlich auch ein kleines Ärgernis mit sich bringt, ehrlicherweise. Denn die Geschichte sagt ja. Ohne diese Trusted Flagger, die zivil gesellschaftlich aufgestellt sind, die Spenden finanziert sind, die eben darauf angewiesen sind, dass wir das als Gesellschaft selber in den Griff nehmen. übernehmen hier Aufgaben, für die wir eigentlich ein Staatsapparat haben. Und das ist, finde ich, eine Geschichte, also toll, dass es funktioniert und dass wir es hinkriegen und so, aber das ist am Ende Notwert der Gesellschaft, weil der Staat das nicht leistet, wofür er eigentlich da ist. Da wäre ich vorsichtig, weil ich nicht finde, dass das ausschließlich Aufgabe des Staates ist. Es ist auch Aufgabe der Plattform, also da zu agieren. Also da eigentlich müssten da die Plattformen mit dem Staat zusammenarbeiten und nicht die Trusted Flagger, also es ist super, dass Trusted Flagger hingehen und sagen, okay, hier ist ein Rechtsverstoß, den melden wir. Aber das ist auch im zivilen Leben so. Also wenn du einen Diebstahl beobachtest im Rewe, ja, wenn wir da schon mal sind, dann ist es natürlich die Frage, zeigst du den an oder lässt du ihn durchrutschen? Auch da ist es dann erstmal zivilgesellschaftliches Engagement, wenn es zum Beispiel nicht der Ladendetektiv irgendwie oder einem Mitarbeiter, einer Mitarbeiterin auffällt zu. Und auch da wäre es noch nicht der Staat, der als erstes eingreift. Das heißt, du brauchst natürlich immer Zivilgesellschaft, um solche Vergehen auch zu sehen und zu melden. Und ich glaube, deswegen ist es ganz gut, dass man Trusted Flagger hat. Und vielleicht ist es auch gut, dass es zivilgesellschaftliches Engagement ist und eben nicht staatliches Engagement, weil was heißt es im Umkehrschluss? Staat sozusagen sehr viel mehr Präsenz zeigen muss, da wo Öffentlichkeit stattfindet und dann natürlich auch sehr viel mehr monitort. Und wie viel Überwachung wir haben wollen, darüber diskutieren wir ja die ganze Zeit. Und dann gibt es natürlich auch wieder ein gutes Argument zu sagen, naja, so eine Software wie Palantir oder so, sowas könnte man ja schon gebrauchen, zum Beispiel um das alles zu überwachen, weiß ich nicht, ob wir damit so gut fahren. Ja, weiß ich auch nicht. Wahrscheinlich nicht. Aber ich wollte ja nur sagen, es ist trotzdem, habe ich so das Gefühl, dass weiß ich nicht. Weißt du, wenn irgendwo eine Kirmes stattfindet, wie man bei uns im Ruhrgebiet sagt, bei euch heißt es vielleicht Jahrmarkt oder Mess oder. . Bei uns heißt es auch Kirmes. Gut, dann Kannst du da hingehen und da sind dann StreifenpolizistInnen, die darauf aufpassen, dass nichts passiert? Ob das Sicherheitsgefühl dadurch besser wird oder nicht, ist sicherlich eine andere Diskussionsfrage oder ein anderer Diskussionspunkt. Richtig, aber es ist nicht so, dass da jetzt die ganze Zeit nur irgendwelche privaten Sicherheitskräfte rumlaufen, um aufzupassen, dass da jetzt nicht irgendwie. . einen Taschendiebstahl im harmlosesten Fall passiert. Ja, aber das würde ja eher dafür sprechen, dass man sagt, hey, ich habe ja was gefunden und man taggt dann zum Beispiel, keine Ahnung, irgendeine Polizei, die da unterwegs ist oder eine Meldestelle und die können sich das dann angucken und dessen annehmen. Also du sagst dann so, hier ist was los, aber du musst ja so ein Online-Meldeformular. Also es wäre natürlich Besser, wenn man kürzere Wege hätte, vielleicht. Oder wenn es vielleicht mehr Wissen darüber geht oder wenn du direkt melden könntest. Aber wir wissen ja auch, dass diese Meldebutton stark missbraucht werden. Also auch um so Kampagnen zu fahren gegen bestimmte Leute, um Sperrungen zu veranlassen und so. Also Missbrauch ist da ja auch sozusagen an der Tagesordnung. Und ich Ich finde, gerade in sozialen Netzwerken, ich finde es unglaublich schwierig, rauszufinden, wie kriegt man das eigentlich am besten hin. Also gerade wenn es solche Kampagnen sind. Die ja, das muss man auch sagen, erstmal an sich nicht strafbar sind. Also auch das ist ja irgendwie ein großes Problem. Wie geht das eigentlich? Also Wenn du eindeutig Sachen hast, die Straftatbestände erfüllen, wie Volksverhetzung oder so, das ist ja eigentlich relativ easy. Und ich glaube, selbst da haben aber Leute Angst, das zu melden als Privatpersonen, weil dann deine Privatadresse rausgegeben werden kann. Es muss nicht sein, also du kannst es verhindern, aber das ist, glaube ich, eine Angst, die viele Menschen haben. Und auch da ist es natürlich gut, wenn es Organisationen gibt, die dir dann helfen und das unterstützen, damit du dich schützen kannst, so als Einzelperson. Ja, du hast völlig recht mit allem, was du sagst. Es ist nur so ein Bauchgefühl, wo ich so das Gefühl habe, das ist so ein weiterer Schritt von, irgendwann haben wir hier auch die Ich wollte gerade sagen, die Autobahn privatisiert, aber das ist ja auch schon längst der Fall. Weißt du, also ich will einfach nur sagen, das ist so, ich bin irgendwie. Sobald wirtschaftliche Interessen, das ist bei Entrusted Flaggers jetzt nicht so, aber sobald wirtschaftliche Interessen in so eine Welt hinzukommen, ist es halt, hast du halt eine deutsche Bahn. Und das ist halt immer ärgerlich. Aber das Ding, was wir sehen, ist halt einfach, dass die Unternehmen ihre Moderation entweder massiv reduzieren oder auf KI umstellen. eben dadurch auch dieses gesellschaftliche Engagement notwendig wird. Also gerade das massive Entlassen von Content-Moderatoren hat ja dazu geführt, dass viel mehr von dem, ich sag jetzt mal Scheiß, überhaupt online ist und auch länger online bleibt. Und das ist aber auch so ein Dilemma, finde ich. Ich habe das ja auch schon mal gesagt und das ist sicherlich nicht die Also ich finde, das ist einer der ersten Jobs, die wir durch KI ersetzen sollten, sofern wir das denn können. Und offenbar können wir es gerade noch nicht, aber. Das ist so eine Tätigkeit, wo ich mir so denke, das fühlt sich so menschenverachtend an, Leute dahin zu setzen, die sich acht Stunden lang die schlimmsten Videos der Welt anschauen. Das ist nicht vertretbar, moralisch. Nee, es ist furchtbar. Es ist vor allen Dingen nicht vertretbar in der Art und Weise, wie es gemacht wird. Also mit den Vorgaben, die die haben, mit den Arbeitsbedingungen, die sie grundsätzlich haben. Mit der Bezahlung, die es dafür gibt oder eben halt nicht gibt, also vieles daran ist überhaupt null vertretbar. Am Ende werden die richtig Ja, wird es immer Entscheidungen geben, die Menschen treffen müssen? Am besten wäre natürlich, wenn Menschen nicht so doof wären. solche Sachen überhaupt hochzuziehen. Ja, ich verzweifle so ein bisschen an der Menschheit, an solchen Sachen, weil ich immer denke, warum? Wieso? Warum muss es sowas geben? Warum muss sowas überhaupt im Internet sein? Aber ja, das ist mein Ein kleines Fantasyland, dass das eigentlich alles nicht sein müsste. Wir können ja mal, wir können, die Überleitung schreibt sich ja fast von alleine da, aber so bei diesem, was machen die Platten Wie reagieren die? Wie gehen die damit um? Kommen wir direkt zum nächsten Thema und verlassen die Ex-Welt und kommen zum Meta. Ja endlich. Oh nein. Ja, da hast du dich für so eine Millisekunde gefreut, aber schade. Wir haben über das Handbuch von Meta gesprochen, das geleakt wurde oder das, von dem es auf Marko Pien gab, die JournalistInnen vorlagen. Dass das Meta-AI-Handbuch darüber, was die Meta-KI sagen darf und was nicht, Dinge zutage geführt hat, bei denen wir alle die Köpfe geschüttelt haben und gesagt haben, das kann nicht wahr sein. in der sexueller Austausch mit Minderjährigen explizit erlaubt wurde, rassistische Äußerungen explizit erlaubt wurden. Und offenbar hat Meta jetzt nun, also sie haben es angekündigt, geplant, dass sie die Art und Weise, wie ihre Bots trainiert werden, dahingehend verändert werden sollen, dass die Sicherheit von Teenagern zur Priorität wird. Das hat Meta exklusiv TechCrunch mitgeteilt, weil sie auch einen Untersuchungsbericht vorliegen haben über die mangelnden KI-Sicherheitsvorkehrungen im eigenen Unternehmen für Minderjährige. Und sie wollen auch die Regeln für ihre Chatbots so aktualisieren, um unangemessene Themen bei Jugendlichen zu vermeiden. Das Unternehmen gibt an, so schreibt Technik dass es Chatbots nun so trainieren wird, dass sie mit jugendlichen Nutzern keine Gespräche mehr über Selbstverletzung, Selbstmord, Essstörung oder potenziell unangemessene romantische Themen führen. Und da kann man sagen, ja, schön und na endlich und so, aber dass all diese Dinge, die ich gerade gesagt habe, erst passieren, nachdem es eine umfangreiche Berichterstattung gibt, die am Ende sogar dazu führt, dass republikanische Senatoren sich an Meta stören. Die Plattform oder das Unternehmen, das sich eigentlich so sehr republikanisch aufgestellt hat seit Anfang des Jahres, zeigt ja wieder einmal Sie versuchen alles, um durchzukommen, bis es ihnen irgendwann auf die Füße fällt, um dann das Kleinstmögliche zu tun, um das in den Griff zu kriegen. Nee, was interessant ist, ist, dass da steht, dass es weiterhin Chatbots gibt mit diesen Namen wie Stepmom oder Russian Girl. Und das ist halt einfach massiv misogyn und rassistisch. Und das ist aber okay, weil ich meine Bei Erwachsenen ist es voll okay, wenn es misogyn und rassistisch ist. Also Russian Girls erfüllt ja komplett rassistische Klischees, genauso wie dieses Stepmom-Klischee. Und das reproduziert einfach auch mesomyde, sexistische, rassistische Einstellungen. Und das finde ich total problematisch, weil hey, hi! 50 Prozent der Menschen auf der Welt sind Frauen. Also, und das da sozusagen, naja, sexualisierte Gespräche mit Teenagern, die sollen nicht mehr stattfinden, aber bei Erwachsenen, hey Whatever. Ich finde das total krass. Also ja, das ist voll krass. Du musst dir überlegen, da geht der Metasprecher auf TechCrunch zu und sagt. Ja, wir werden ab jetzt unsere Chatbots, die ja schon von Millionen Minderjährigen genutzt werden, so trainieren, dass sie ab jetzt keine Gespräche mit Jugendlichen mehr über Selbstverletzung, Selbstmord, Essstörung oder potenziell unangemessene romantische Themen. . führen. Was habt ihr denn die letzten Monate gemacht? Habt ihr euch gedacht, es ist egal? Nee, haben sie natürlich nicht. Sie haben das alles billigend in Kauf genommen, weil das alles Reichweite, Traffic, Wahrnehmung, Werbezeit ist, die man am Ende auch vermarkten kann. Genau, und ich glaube, das Stichwort da ist tatsächlich vermarkten. Es gibt ja gerade noch einen anderen Skandal, nämlich die KI-Bilder von Shoah-Überlebenden oder von überhaupt von Holocaust, die eben auch nur deswegen, also es werden Fake-Narrative und Fake-Opfer des Holocausts generiert mit den KI-Tools von Meta und dann monetarisiert. Das heißt Das ist auf so vielen Ebenen so widerlich und so menschenverachtend, dass man eigentlich sagen muss, n Was, also wie kann man das eigentlich regulieren? Wie kann man damit umgehen? Jetzt kann man dafür erstmal Meta nicht verantwortlich machen grundsätzlich. Aber die bieten halt die Tools, mit denen du das umsetzen kannst und Menschen monetarisieren sowas. Und es hat auf ganz vielen Ebenen Es ist deswegen problematisch, weil es zum Beispiel Holocaust-Leugnungen gibt. Und je mehr von diesen Fake-Erzählungen, es Fake-Narrativen es gibt, desto stärker wird sozusagen diese Erzählung angezweifelt werden, weil man nicht mehr unterscheiden kann, was sind die realen Opfer und wer hat jetzt irgendwelche KIs mit weiteren Opfern gemacht. Ich meine, Es würde, also sechs Millionen ermordete Jüdinnen und Juden, die alle auch Namen haben und Familien und Geschichten, würden eigentlich reichen. Muss man nicht so. Und das ist halt. Ja, es ist wirklich, also ich kann das gar nicht alles auflisten, so weil das Gespräch dann zu lange dauern würde. . . Aber das ist einfach hochproblematisch und alles daran ist hochproblematisch. Und Für mich ist das ein Riesenfeldversuch mit Menschen, ohne genau zu wissen, und es scheint auch total egal zu sein, welchen Einfluss das auf diese realen Menschen hat. Weil das auf der anderen Seite, das sind halt nicht Einsen und Nullen, die da sitzen und auf die das keinen realen Effekt hat, sondern das hat reale Effekte auf Menschen. Und zwar. Massiv auf ganz junge Menschen, aber auch auf Menschen jeden Alters. Und diese Ausmaße können wir überhaupt nicht abschätzen. Ich weiß nicht, wie man auf die Idee kommt, dass es okay ist, in der Form damit zu spielen. Ja, aber ich glaube, das ist genau das. Das ist so Also wenn du dir anhörst, wie auch in Deutschland andere Stimmen lauten, die jetzt nicht so skeptisch oder besorgt sind, wie wir jetzt gerade hier klingen, die sagen dann, unsere Sichtweise sei innovationsfeindlich. Die sagen dann, ja, wir müssen das ausprobieren, aber du hast recht, das ist am Ende ein Menschenversuch und zwar ein Menschenversuch, der anders funktioniert als viele andere Innovationen als Menschenversuch vielleicht zu Frame gewesen wären. Das iPhone war am Ende auch ein Menschenversuch. Ich gebe dir ein Gerät und dann gucken wir mal, wie ist das eigentlich, wenn Millionen von Menschen damit rumlaufen. Jeder, eigentlich, jede Innovation ist am Ende so ein Versuch. Aber hier sind wir an einem Punkt, wo du ja simulierst ja ein Gespräch mit einem Computer. Du hast gar nicht mehr die eigene, du hast die ganzen Kontrollmechanismen werden außer Kraft gesetzt. und werden aber eigentlich überschrieben mit vergangenen Vertrauensvorschüssen, die das Internet bei dir aufgebaut hat. Du hast das gegoogelt und das Ergebnis war richtig Das ist halt jetzt nicht mehr so. Wenn dir ein KI-Chatbot eine Antwort gibt, dann muss das nicht zwangsläufig richtig sein, auch wenn die Wahrscheinlichkeit mittlerweile relativ hoch ist. Und wenn du dann aber noch Plattformen dabei hast oder Anbieter, Unternehmen. . die das alles zum Anlass nehmen, um noch eine Schippe draufzulegen oder nochmal ein Auge zuzudrücken, dann wird es natürlich brenzlig, denn wie Reuters zum Beispiel berichtet, hat Meta in der Erstellung von, du kannst ja dort KI-Avatare erstellen. Du kannst ja selber ein Chatbot erstellen, gibt es ein paar Prompts und dann können andere mit denen auch schreiben. Und Meta hat wohl Namen von Prominenten vermutlich wissentlich nicht geschützt. Es gibt Chat-Accounts, KI-Bots. die die Namen Taylor Swift, Scarlett Johansson, Ann Hathaway oder Selena Gomez tragen. Also alle sehr prominente Frauen, mit denen man auch sexualisiert schreiben kann, mit denen man flirten kann, die einem auch irgendwie Avancen machen, wenn man entsprechend mit ihnen spricht. Und die einem auch Bilder von sich schicken, also teilweise echte Fotos, aber auch fotorealistische KI-Reproduktionen von ihnen, die sie zum Beispiel in Dessous zeigen, wo man sagen muss, das hat hier alles gar nichts mehr mit Innovationsfeindlichkeit zu tun, sondern dass es einfach wieder einmal Menschen ist. Ich finde, das ist Missbrauch auf allen Ebenen. Und das Ding ist Du wirst es nicht mehr einholen können. Also ich meine, über diese Fake- und Deep Fake Pons reden wir seit, keine Ahnung, zehn Jahren? Also auch obwohl sie noch sehr schlecht waren, gab es die ja schon. Das heißt, es hätte viele, viele Möglichkeiten gegeben, genau daran zu arbeiten, das zu verhindern. Du weißt einfach, es gibt überhaupt gar kein Interesse daran. diese Frauen zu schützen, mitunter auch Menschen, die anonym sind zu schützen, Kinder zu schützen in dem Fall. Das ist noch ein deutlich größeres Problem ist, dass damit eben auch Deepfake-Porn gemacht wird. Also ich finde das auf sehr vielen Ebenen hochproblematisch und also Ich kann mir gar nicht vorstellen, wer solche Entscheidungen trifft und sagt, das ist in Ordnung, komm, wir lassen das durchgehen, weil, hey, bringt auf jeden Fall Geld aufs Konto. Es ist halt, also gerade im Fall von Meta gibt es, glaube ich, diese eine Facette, die für viele andere Player so nicht gilt, nämlich diese unbedingte Wille auf Platz 1 zu sein, der unbedingte Wille, vorne mitzuspielen, sich gegen OpenAI durchzusetzen, kostet es, was es wolle. Wir haben darüber gesprochen, dass hier. . mehrere Terabyte, ich glaube eine zweistellige Anzahl von Terabyte an pornografischen Inhalten angeboten wurden, damit man an noch mehr Daten kommt im Gegenzug, um damit dann eine KI zu trainieren. Das sind alles so Metageschichten, bei denen du dir sagst, es Das kann sich keiner ausdenken, das ist zu skurril, aber es ist eben alles davon getrieben, um jeden Preis irgendwie ganz vorne mitzuspielen. Iterationen der Meta-KI der letzten Monate waren eben noch nicht so vielversprechend, dass man sagen muss, sie haben es irgendwie so positionieren können, dass sie eben vorne mit dabei sind. Also müssen sie auch mit Dreck werfen. Im Zweifel sagt ihr das aber eben auch, was auf Meta alles passiert. Also ich meine, sie haben ihre KI ja durchaus trainiert mit dem, was die eigenen Nutzerinnen und Nutzer auf der Plattform machen. Und es ist. tatsächlich auch ein Abbild der Realität, also der digitalen Realität und auch dessen, was Menschen im Digitalen tut. Das fällt dir jetzt halt einfach massiv vor die Füße, weil die KIs sich das ja nicht einfach nur ausdenken, sondern von den besten Lernen, also von den Menschen, die sie trainieren. Und da merkst du einfach, was da stattfindet auf solchen Plattformen. Und jede Frau, die per PN schon mal irgendwelche anzüglichen Inhalte bekommen hat, weiß, dass es einen Unterschied gibt zwischen dem, was in der Öffentlichkeit stattfindet und dem, was in Chats zum Beispiel stattfindet oder in Gruppen oder so. Also ähm. Ja, also vielleicht wissen das auch Männer. Da kann ich jetzt keine Aussage drüber treffen, Gavin. Ich weiß nicht, wie viele Dickpicks du schon bekommen hast in deinem Leben, aber. Ich habe auf jeden Fall schon unverlangte Nacktfotos geschickt bekommen in meinem Leben. Und auch da muss ich sagen, da habe ich mich nicht drüber gefreut. Nicht? Nee. Sowas. Tja, ne? Ja du. Wirklich, alle brüde. Das ist der Name der Folge heute. Alle Brüder mit Dorei. Bitte nicht, bitte nicht. Nein, nein, das geht schief. Aber du hast ja gerade gesagt, wir wissen ja gar nicht, wem es alles auf die Füße fällt und warum. Wir können sagen, Meta Fällt es jetzt gerade auch schon auf die Füße, dieser unbedingte Druck da vorne mitzuspielen? Denn es gibt Berichte darüber, dass zum Beispiel Cheng Jia Zhao, das ist einer der Leute, die ChatGPT mitentwickelt haben und einer dieser sehr, sehr großen Personalien, die Zuckerberg verkündet hatte, jetzt in genau diesem Zug, um sich irgendwie zu positionieren, als Abwerbung von OpenAI eben zu Meta. Dass er schon angedroht hatte, das Unternehmen Meta wieder zu verlassen und zu OpenAI zurückzukehren, weil eben das ganze Chaos, das bei Meta gerade existiert und um diese ganze KI-Welt entstanden ist. an den ganzen Leuten nicht vorübergeht. Es gibt eine ganze Liste von Leuten. Mehrere Menschen haben in den letzten Tagen diese neuen KI-Abteilungen von Meta verlassen. weil dieser jetzige Stand in dem Unternehmen nicht tragbar ist. Mimansa Djaiswal heißt sie, ist eine Metawissenschaftlerin. Die hat gesagt, noch eine Umstrukturierung und dann wird alles gut. Hat sie auf X gepostet, was schon zeigt, wo das Unternehmen eigentlich steht, dass sie das öffentlich auf X kommuniziert. Also bei Meta ist Chaos gerade und leider führt das so in der, wie die Vergangenheit und die Erfahrung zeigt, eher dazu, dass solche Dinge nicht erstmal aufgeräumt werden, über die wir gerade gesprochen haben, sondern erstmal eher hingenommen werden. Weil man versucht, alles im Haus erstmal auf die richtige Bahn zu lenken. Und das Problem ist halt, dass es alles massiv intransparent ist, dass wir nicht informiert werden, dass es keine Form der Öffentlichkeit gibt, es gibt keine Möglichkeiten, da reinzugucken, es sei denn nur was Whistleblower aus dem System, die dir was sagen. Und ansonsten ist man halt darauf angewiesen, das selber nachzuforschen, also dass es investigativ JournalistInnen gibt, die sich da irgendwie mit beschäftigen. Aber ja. Diese Intransparenz ist halt auch anscheinend im eigenen Unternehmen gegeben. Ja, die Leute sind völlig, wissen überhaupt nicht mehr, wie ihnen geschieht, was da los ist, wie es weitergeht. Schön. Es ist eine schöne neue KI-Welt. Wir haben mit Gesetzen angefangen und wir schließen diesen kleinen Newsblock auch mit Gesetzen. Und mit europäischem Recht und mit einem kleinen Housekeeping sozusagen. Denn es geht um die Geschichte, dass Donald Trump ja die EU öffentlich angezählt hat und gesagt hat, solltet ihr am DSA festhalten, werden wir über Zölle nachdenken müssen. Erheblicher Jetzt gibt es Hinweise darauf, dass offenbar kurz bevor Donald Trump das angekündigt hat, Mark Zuckerberg ein privates Treffen mit Donald Trump abgehalten hat. Das Treffen sollte geheim bleiben, anonym bleiben und Details sollten auch nicht öffentlicht werden. Aber Dieser Hinweis reicht eigentlich schon, um zu verstehen, was da eigentlich passiert ist im Hintergrund. Was ist passiert? Ja, offenbar hat sich Zuckerberg schön mit Trump getroffen und ihm erzählt, wir müssen etwas gegen die Digitalsteuer machen, wir müssen etwas gegen die Gesetze in Europa machen. Und wenn wir damit drohen, dass wir die Zölle anheben, lieber Donald, dann müssen wir das wohl machen, oder Donald? Und da hat Donald wohl gesagt, oh Marc, du hast recht, das müssen wir wohl so machen. Ja super. Und funktioniert's? Ich hoffe nicht. Ich hoffe, hoffe, hoffe, dass diese Zollandrohung an der EU abperlt. Aber wir wissen es natürlich immer nicht. Ja, wir wissen es nicht und ich habe nicht so den Eindruck, dass da mal auch nicht auf den Tisch gauen wird. Das ist ja eher weichgespült, was da im Umgang passiert. Ja, aber das ist noch immer noch lieber, als dass die EU offen darüber nachdenkt, diese Gesetze einzudämmen und runterzufahren, um Donald Trump nicht in die Ungunst von Donald Trump zu fallen. Wahrscheinlich wissen wir das morgen, wenn die Folge raus ist und sich dann Leute darüber unterhalten. Ich hoffe nicht. Aber es ist doch immer so. Wir gehen in die Funktionen und Emotionen, Noah. Funktionen und Emotionen. Und da haben wir heute ein paar Sachen dabei, wo man sagt. Also toll, toll, dass es das gibt. WhatsApp zum Beispiel hat jetzt ein neues Feature angekündigt mit dem Namen Writing Help. Da kannst du, wenn du Nachricht geschrieben hast, die nochmal überarbeiten lassen von der Meta-KI, um sie zum Beispiel professionell. Oder lustig neu schreiben zu lassen. . Meta verspricht, dass das alles privat bleiben soll. Ja, also was Sapan zu erhalten ist, haben wir ja gerade sehr ausführlich besprochen. Und ganz ehrlich, also beim Einsatz von KI, wenn man sich mal so diese Ressourcenaufwände anguckt, weiß ich nicht, ob man das wirklich als Spielzeug benutzen sollte. Also ich. Ich lese relativ regelmäßig darüber, wie viel Strom und Wasser das verbraucht, dass Menschen jetzt schon gesundheitliche Nachteile haben, die in der Nähe dieser KI-Farmen wohnen. What the hell? Also statt mehr Funktionen auszurollen und immer mehr Leute KI nutzen zu lassen, wäre es vielleicht erstmal sinnvoll zu gucken, dass die ressourceneffizient arbeitet. Aber ich meine. Well, ich weiß, es ist ein frommer Wunsch. . . Ja, also vor allem, wir haben ja schon ewig hier, warten wir darauf, dass irgendwann nur noch Bots mit Bots sprechen. Das ist der große Schritt genau in diese Richtung. Woher weiß ich, dass du kein Bot bist? Kannst du deine Frage bitte noch einmal stellen? Tut mir leid, Nora, das habe ich leider nicht verstanden. Das ist der große Schritt in diese Richtung. Und wenn ihr bald das Gefühl habt, dass so Freundinnen oder Freunde euch plötzlich Nachrichten schicken, die irgendwie ein bisschen zu elaboriert klingen für die Person, die ihr da erwartet, dann war das wohl die KI. Ja, hurra. Aber du hast ja gesagt, warum machen wir nicht mal ein bisschen weniger KI? YouTube Reagiert auf die Vorwürfe der letzten Tage und Wochen, wir haben ja darüber gesprochen, dass YouTube Shorts neuerdings die Videos KI enhanced Dann sehen sie plötzlich alle aus, als wenn sie KI generiert. Will Smith ist es auf die Füße gefallen, weil Leute ihm vorgeworfen haben, sein Publikum sei nicht echt, das er dort in seinem Video gezeigt hat. Jetzt hat YouTube angekündigt, dass sie wohl auf der einen Seite daran arbeiten, dass die Blurring und denoising, wie sie es nennen, nochmal überarbeiten und ein bisschen besser machen wollen. Aber es wird wohl auch die Möglichkeit geben, das zu opt-outen. Also beim Upload zu sagen, bitte wende nicht deine komischen KI-Filter an auf meinem Video Das ist sehr gut. Ich habe irgendwann, keine Ahnung, vor zwei Monaten oder so, mein Yoga-Video gemacht und meine Yoga-Teacherin redet plötzlich Deutsch und kann aber ihren eigenen Namen nicht richtig sagen. Und ich war so Das war diese automatische Übersetzung wieder eingeschaltet. Ich dachte mir so, Alter, mach das nicht, das ist wirklich spooky und ich will das so nicht, gib mir den Originalton wieder. Weil da ist das ja ganz so, dass die Stimmen dann tatsächlich klingen wie in der wie in der in der KVB in Köln die Straßenbahn ansagen, dass du halt das Gefühl hast, da sind wirklich nur eine Computerstimme. Adrian und sie sagt, hallo, hier ist Yoga mit Adriene. Sorry, schaff ich nicht. Vor allem ist der Yoga jetzt auch ein Ding, bei dem man sich. vielleicht mal entspannen möchte. Ja, das geht dann auf gar keinen Fall. Und man macht es halt tatsächlich, ist es da total wichtig, die Art und Weise, wie sie spricht. Macht ja auch was in dem Kontext. Und wenn das plötzlich eine KI übernimmt und nach KVB klingt und ihren eigenen Namen nicht mehr sprechen ist, sorry, nein, einfach nein, macht das nicht. Ich hoffe, dass das bald alle los sind. Schauen wir mal. Vielleicht auch nicht, wahrscheinlich eher nicht. Aber der Vorteil ist, irgendwann brauchst du auch Adrian nicht mehr, weil du das ganze Video-KI generieren lassen kannst. Yay! Ich möchte mit dir eine Zeitreise machen, und zwar im November 2022. Da gab es Haken dran schon, Elon Musk hatte Twitter schon gekauft. Da hieß es auch noch Twitter. Und als eines seiner ersten Amtshandlungen hatte er damals ein Feature angekündigt, von dem ich nicht mehr so ganz genau rekonstruieren konnte, wie es heißen sollte. Es hieß irgendwie Composer. Oder Editor Stories. Irgendwie sowas. Auf jeden Fall ein Feature, mit dem du sozusagen Blogartikel, Notes hieß es zwischenzeitlich mal, mit denen du so Blogartikel bei Twitter schreiben konntest, die quasi an einem Tweet dranhingen und dann nicht 100, 280 Zeichen, sondern 10. 000 Zeichen lang waren. Irgendwann hat man davon nichts mehr gehört und die Tweets konnten unendlich lang werden für Premium-NutzerInnen und so. Wir erinnern uns. Das alles hält aber das Team um Threads jetzt gerade nicht auf. Genau dieses Feature zu kopieren. Denn es soll ein neues Feature bei Threads geben mit dem Namen Text Attachment, bei dem du lange Textbeiträge an deinen Thread-Post anhängen kannst, der dann so in so Micro-Block-Optik. Aber sowas gibt es doch auch schon beim Mastodon. Ich habe noch nicht herausgefunden, wie es funktioniert, aber es gibt ja Menschen, die können extrem lange Toots schreiben oder auch Blogposts dann da mit raushauen. Ich habe noch nicht raus, wie es genau geht. Also ich habe es mir nicht angeguckt, sagen wir mal so. Ich habe es deswegen nicht raus, weil ich mir das Feature nicht genau angeguckt habe. Bei Threads wird es nicht einfach nur ein langer Post, sondern es ist dann tatsächlich auf so einem bisschen dunkleren, dunklergraueren Hintergrund und es sieht dann auch wirklich, hat dann auch eine Serivenschrift und es sieht ein bisschen eigen aus. Kannst du dann ausklappen? Es ist so ein bisschen wie bei LinkedIn diese Funktion der langen Texte. Also wie du Artikel schreibst bei LinkedIn. Werden nie geklickt, bei mir zumindest. Hast du Bock drauf bei Threads? Ich bin mit Threads nie warm geworden. Ich finde das einfach nur, also ich persönlich finde das komplett überflüssig. Es ist natürlich Threads generell oder das Feature. Okay. Ich bleib kurz bei dem Feature. Weil das Problem ist, dass das Feature natürlich schon in irgendeiner Art und Weise eine Reaktion auf Marktentwicklungen ist. Also wir stellen ja schon fest, dass Blogging wieder da ist. und die Leute wieder anfangen, sich auf eigene Websites zurückzuziehen und dass Threads jetzt hier die Möglichkeit bietet, die Longreads direkt ins eigene Netzwerk zu hämmern, hat natürlich In deren Hoffnung die Folge, dass Leute weniger blocken, was aber problematisch ist, weil es eben wieder einmal einen Schritt weg von eigener Infrastruktur, eigenen Angeboten ist. Ja, aber weshalb die Leute ja mehr blocken, weil sie wieder eigene Infrastruktur wollen. Also sie wollen ja weg von den sozialen Netzwerken, also nicht, weil man da nicht lange Texte schreiben kann, sondern weil sie weg von den Netzwerken wollen. Richtig. Und bleiben wir hoffnungsvoll, dass das bei Threads einfach nicht funktionieren wird. Also es wird immer, ich glaube, es wird immer InfluencerInnen geben, die das nutzen, aber Ja, ob das jetzt der große Wurf ist, ich wage es zu bezweifeln. So, und dann habe ich noch eine letzte Funktion. Und zwar hat offenbar Meta Verified, das ist das Programm der blauen, gekauften blauen Haken. Wir bleiben so ein bisschen bei Funktion von Ex Premium geklaut. Dieses Programm bei Meta, mit dem du blaue Haken kaufen kannst, einen neuen Ein neues Benefit. Und zwar wirst du jetzt davon profitieren, wenn du deinen gekauften blauen Haken hast, dass du in den Suchergebnissen weiter oben angezeigt wirst. Das heißt, du wirst de facto eine höhere Sichtbarkeit bekommen. wenn du bei Meta dafür zahlst. Wir haben alle nur darauf gewartet, hier ist es. Ich wollte gerade sagen, das ist ein so alter Gut, wie lange haben wir und wie oft haben wir darüber gesprochen? Schon. Ja. Die Kritik liegt offen da. Was will man dazu noch groß sagen? Es ist halt einfach nur so, ja, mach mal. So, dann nehmen wir das. Ja, macht euch immer unattraktiver. Ja, das Problem ist halt wirklich, dass das bei X ja nachweislich nichts verbessert hat, dass es diese gekaufte Reichweite gibt. Und dass man die jetzt bei Meta eben als Verkaufsargument auch noch mitbringen möchte, ist keine gute Entwicklung, würde ich sagen. Aber wie, ähm, das kennst du glaube ich noch nicht, wir enden die Folgen ja mittlerweile versöhnlich, um irgendwie positiv rauszugehen. Und auch heute haben wir eine kleine Versöhnlichkeit des Tages.
56:54 Nora Hespers
Versöhnlichkeit des Tages Das ist der professionellste Sound, den wir haben.
57:01 Gavin Karlmeier
Ich sage das immer wieder gerne. Vielen Dank an die Waschkaufs dafür. Mastodon ist stellvertretend für die komplette Idee des Fediverse für den Grimme Online Award nominiert. Habe ich gesehen, fand ich großartig, ehrlich gesagt, weil das nämlich hoffentlich dazu führt, dass es da ein bisschen mehr Aufmerksamkeit hingibt. Und auch ein Anreiz bietet, sich mit dieser Plattform mal intensiver zu beschäftigen, auch zum Beispiel von so öffentlich-rechtlichen Sendern. Ich weiß, dass es da schon Unternehmen gibt. Ich weiß, ich habe ja schon über das SWR X Lab gesprochen, die ja versuchen, eine eigene Anwendungsidee für Mastodon irgendwie zu entwickeln. Ja, nur so immer wieder so, wie sagt man, periphertangiert. Genau, Peripertangiert. Genau. Man könnte halt hoffen, einfach, dass der Grimmer Online Award, weil der natürlich auch gerade von öffentlich-rechtlichen stark wahrgenommen wird, dass das irgendwie einen Anreiz gibt, sich dann doch nochmal mit dieser Idee zu beschäftigen und dem, was dahinter steckt. Vor allem das Ding ist ja, die Idee, die dem zugrunde liegt, ist ja völlig unabhängig von all diesen all diesen Klischees und all diesen Vorwürfen, die eigentlich alle nicht Meta- und TikTok-Plattformen in den letzten Jahren irgendwie immer wieder ertragen mussten. Denn die Idee, die dem zugrunde liegt, ist ja, hey, wir machen das einfach alle gemeinsam. Also die Idee ist, wir gehen nicht immer wieder in die gleiche Großraum-Disco und da spielt der DJ die Musik, die er will, sondern wir haben jetzt hier ein riesengroßes Haus gekauft. Baut einfach und jeder kann sich da kann da auch eine eigene Party schmeißen und dann kann er andere Leute da einladen. Am Ende sind wir im Haus mit noch mehr Leuten auf dieser Party. Und gerade der öffentlich-rechtliche Rundfunk müsste sich doch mit föderalen Strukturen auskennen. Das stimmt. Die ARD ist ein Jawn-Fiddiverse. Ja, ist doch so, oder? Genau. Also müsste man jetzt einfach mal darüber sprechen, dass die Instanzen da jetzt irgendwie miteinander sprechen. Wer wird Mastodon-Intendant? In. Ja, sorry, ist schon spät. Okay, ich mach's. Passt den Job. Gut, danke. Genauso wird das in der ARD doch auch entschieden, oder? Ich meine, Entschuldigung, wie viel versöhnlicher können wir noch enden? Ich würde auch sagen, ich nehme den Job an. Vielen Dank für die Wahl, liebe Nora. Vielen Dank, dass du da warst. Alle, die bis hierhin zugehört haben, vielen, vielen Dank. Habt eine ganz wundervolle Woche. Wir hören uns hier am Mittwoch mit Thorsten Weg wieder. Bis dahin habt ihr zwei Hausaufgaben. Das eine ist, überlegt euch, ob ihr geil findet, wenn wir mal Campfire zusammen ausprobieren. Dann klickt auf den Link. Das andere ist, wenn ihr noch nicht im Discord seid, wo die ganze Haken-Community ist, kommt einfach dahin, www. hakenbrenn. org, kostet nichts und wir sind kurz vor 2000. So, Nora, hast du noch was mitzugeben in die Woche? Nee, ich bin schon relativ viel losgeworden jetzt. Gut, aber ich hoffe, dann kannst du jetzt wieder ein bisschen ansammeln und dann kannst du uns das nächste Mal wieder ein bisschen was erzählen. Ich freue mich darauf. So machen wir das. Danke, dass du da warst. Bis bald. Ciao. Tschüss.