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Folge 473 · 5. September 2025 · 52 Min.

Großer Tag, große Zahlen, großer Mist

mit Dirk von Gehlen

Ein großer Tag im Internet liegt hinter uns, an den sich noch unsere Kindeskinder erinnern werden: Instagram hat eine iPad-App gestartet!

Außerdem haben wir neue Zahlen und wissen: Instagram wächst 10x schneller als Facebook. Facebook ist also noch nicht tot, aber es fängt langsam an, Flecken an der Hand zu bekommen. Und TikTok? TikTok schmückt sich.

Außerdem hat die New York Times eine große Analyse der Eingriffe von Musk auf Grok vorgenommen – und die ist düster. Wie so oft.

➡️ New York Times über Grok: https://www.nytimes.com/2025/09/02/technology/elon-musk-grok-conservative-chatbot.html

➡️ DSA-Transparenzbericht von Meta: https://transparency.meta.com/reports/regulatory-transparency-reports/

➡️ DSA-Transparentbericht von TikTok: https://sf16-va.tiktokcdn.com/obj/eden-va2/zayvwlY_fjulyhwzuhy%5B/ljhwZthlaukjlkulzlp/DSA_H1_2025/TikTok-DSATransparencyReport-January-June-2025.pdf

Kapitelmarken

KI-unterstützt

00:00 Hallo Dirk!

02:56 Instagram kommt auf’s iPad

06:04 DSA-Transparenzbericht – Wie viele Nutzer:innen haben TikTok, Instagram und Facebook?

17:54 Netzkultur und die Rolle von Plattformen

24:41 Neuer Threads-Chef im Amt

27:58 Elon Musk und die SEC

30:48 Wie Musk die öffentliche Meinung manipuliert

38:48 OpenAI “reagiert”

47:35 Proteste bei imgur

Transkript

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00:01 Intro

Haken dran.

00:03 Gavin Karlmeier

Das Social Media Update der CT. Hallo Dirk. Hallo, guten Morgen. Bei mir ist heute Dir von Gehlin, Meme Connoisseur, Internet, Koryphäe, alles. Ich freue mich, dass du hier und Ruhrgebietsconnection.

00:18 Dirk von Gehlen

Genau, also ich glaube, das ist ja neben dem Internet als zweite Heimat, ist unsere erste Heimat, das Ruhrgebiet, natürlich immer ein Thema hier und wir können den Podcast nicht anfangen, ohne das als erstes zu erinnern. Glück auf. Sehr gut.

00:29 Gavin Karlmeier

Glück auf, der Podcast, ja. Es gab hier in Essen-Rüttenscheid, wo ich wohne, so viel darf ich glaube ich verraten, gibt es einen Wochenmarkt und auf diesem Wochenmarkt trifft sich jeden Samstag um 11. 30 Uhr trifft sich so ein loser Chor. Ich glaube, es gibt keinen Verein und nichts, sondern alle wissen einfach, das findet statt und dann singen alle zusammen das Steigerlied und dann gehen die alle wieder in unterschiedliche Richtungen. Geil. Das ist super. Immer samstagsmorgens. Ja. Cool. Also, wenn ihr mich mal antreffen wollt, da nicht.

00:57 Dirk von Gehlen

Das Steigerlied ist tatsächlich so etwas wie die Hymne des Ruhrgebiets, das bei allen Überschneidungen oder Streit, äh, auch in allen Fußballstadien, trotz allem Hass und Abneigung Immer gesungen wird.

01:11 Gavin Karlmeier

Du bist heute das fünfte Mal hier. Wenn du das zehnte Mal hier bist, singen wir zusammen das Steigerlied.

01:16 Dirk von Gehlen

Okay. Ja, deal? Deal und wir holen vielleicht noch drei Leute dazu, die auch aus dem Ruhrgebiet kommen und schöne Stimmen haben. Ja, mal sehen. Also Internet-People, die auch aus dem Ruhrgebiet kommen, schreibt uns.

01:27 Gavin Karlmeier

Genau, machen wir so. Und dann singen wir zu einem Steigerlied, der große Hakendrand-Corps. Steiger drin, das Ruhrgebiets-Update. Weißt du noch, wo du warst, als Michael Jackson gestorben ist?

01:42 Dirk von Gehlen

Sehr gute Frage, nein weiß ich nicht mehr.

01:44 Gavin Karlmeier

Ich habe meine Mac Ja. Ja, weißt du noch, wo du warst, als 9-11 passiert ist.

01:48 Dirk von Gehlen

Ja

01:48 Gavin Karlmeier

Weißt du noch, wo du warst, als der Papst gestorben ist? Oder die Queen, Queen Elizabeth. Weiß man alles noch, ne? Weißt du noch, wo du gestern, vorgestern, am 3. September gewesen bist?

02:01 Dirk von Gehlen

Ich weiß, worauf du hinaus willst und ich habe die Meldung bei dir gelesen auf deinem Thread und habe dann gesehen, mit welcher kleinen Händewerbung sie es angekündigt haben. Aber bitte, ich möchte dir das vollumfänglich.

02:15 Gavin Karlmeier

Es reiht sich ein in eine Geschichte der historischen Meilensteine. Instagram hat eine iPad-App veröffentlicht. Und alle fragen sich so ein bisschen, warum er es jetzt? Und warum.

02:29 Dirk von Gehlen

Ja, es ist semantisch sehr gut, weil die Frage, warum er es jetzt und warum jetzt beide sich sehr gut stellen, sehr gut auf den Punkt gebracht. Mein Highlight, ich muss es sofort sagen, in diesem Ankündigungsvideo swipt jemand mit zwei Händen von Donald Trump. Es sind zwei sehr kleine Hände. mit denen geswipt wird und es wird nicht geliked, sondern diese kleinen Hände klatschen so. Also neben der Frage, warum es eingeführt wurde, stellt sich die Frage. Wieso so? . Weil das Klatschen vor der App hat ja noch nie irgendeine Reaktion ausgelöst. Oder ist es ein Feature, das ich nicht kenne?

03:02 Gavin Karlmeier

Also nee, das bringt nichts, das Klatschen. Aber ich glaube, da steckt was drin. Und zwar. Ähm, dieses selbst die Veränderung des Selbstverständnisses von Instagram. Instagram hat vor einigen Wochen ein Feature angekündigt mit dem Namen Autoscroll. Mit dem du Reels gucken kannst, ohne das Handy bedienen zu messen. Also das Reel ist zu Ende und anstatt, dass es neu startet, kommt das nächste. Gleichzeitig ist die iPad-App so aufgebaut von Instagram, für die, die sie noch nicht installiert haben. Hallo alle. Für die, die sie noch nicht installiert haben, sie startet auch nicht wie deine Instagram-App mit deinem klassischen Newsfeed, der so ein bisschen mit Empfehlungsalgorithmen angereichert wird. sondern er startet auf der Reals-Seite. Und du hast auch, zumindest habe ich das nicht gefunden, keine Möglichkeit, woanders hinzukommen, sondern das ist immer eine Art durchlaufende Reals-Timeline. Ich glaube, Instagram versucht hier zu einer Entertainment-Plattform oder sich so sehr als Entertainment-Plattform zu verkaufen, dass die iPad-App so genutzt werden soll, deswegen kannst du auch klatschen währenddessen. Du stellst das. Vor deinem Fernseher, aber aus dem Fernseher gar nicht mehr und lässt einfach Reels durchlaufen als Samstagabendprogramm.

04:05 Dirk von Gehlen

Ich möchte jetzt alle darauf hinweisen, dass sie fünf Sterne in der Podcast-App und großen Applaus für Gavin geben sollen, weil Du bist der einzige Mensch, ich kenne, der diese App sofort installiert hat und uns einen Einblick da reingeben kann. Und deswegen muss man dich lobpreisen. Bitte geht also jetzt in eure App und gebt diesen Podcast fünf Sterne. Aber es ist natürlich eine total richtige und total konsequente Positionierung für dieses Also, leiten wir es mal weiter her, als ich das letztes Mal hier waren, wir über TikTok gesprochen und die Frage ist, wie kann sich Instagram denn von TikTok noch abgrenzen? Und es ist tatsächlich ja diese. Man macht eins weiter zurückgelehnt, jetzt bin ich heute zufällig, kann ich das, wir sind heute im Bild, kann ich mich sozusagen leanback zurücklehnen und das ist sozusagen die alte Leute-Variante dieses etwas zu modernen TikToks, mit dem man dann mit Autoscrawl sich Sachen angucken kann. Da würde ich wirklich gerne wissen, wer das benutzen will. Oh, ich glaube viele. Meinst du? Würdest du Autoscrawl benutzen? Ich nicht.

05:11 Gavin Karlmeier

Ich nicht. Aber ich bin auch gewahr genug zu merken, dass wenn ich 20 Minuten bei TikTok verschwendet habe, dass ich das dann weglassen soll, also weglegen sollte. Und das trifft auf die meisten Menschen ja nicht zu. Aber ich glaube dann irgendwann so einen Überzuckerungseffekt und den merke ich dann immerhin noch.

05:30 Dirk von Gehlen

Ich finde das total interessant. Es könnten die Fötonisten unter deinen Hörerinnen und Hörern.

05:35 Gavin Karlmeier

Hey, Lars Weißbrot, hörst du zu?

05:37 Dirk von Gehlen

Stimmt! Grüße gehen raus, sagt man ja in der Hip-Hop-Welt. Ich würde tatsächlich der Frage nachgehen, ob das nicht eigentlich wieder Zapping ist, nur für sehr alte Menschen. Ist es. Also. Schon, oder?

05:49 Gavin Karlmeier

Würde ich genau so sehen, ja. Es ist quasi, es soll den Fernseher ersetzen. Und deswegen ist diese iPad-App so, wie sie ist. Und deswegen versteht man plötzlich auch, warum jetzt Weil sie jetzt gerade an dieser Positionierung sind, iPad Instagram zur Entertainment-Plattform zu bauen. Ob die Leute das wollen oder nicht. Wahrscheinlich nicht, aber dass Leute, die Plattformen anbieten und betreiben, nicht verstehen, wie ihre Community tickt, das ist eine alte Binse und eine, auf die wir heute nochmal zu sprechen kommen werden übrigens.

06:18 Dirk von Gehlen

Ich finde übrigens sehr, sehr schade, dass ich Instagram dann so nicht mehr benutzen kann, weil ich Fabi Rommel Videos angucken will, die ja in dieser Loop funktionieren und die würden ja damit zerstört.

06:29 Gavin Karlmeier

Ja, aber wenn Fabi Rommel clever ist, baut er ja aus mehreren Reels dann eine Geschichte.

06:34 Dirk von Gehlen

Also er spielt ja damit. Oh, stimmt. Das heißt, man könnte dann sozusagen, wie früher bei Twitter Threads bauen, also sozusagen so sich. Oh, oh, okay. Ich mag die Haltung, neue Kulturtechniken darauf dann aufzubauen. Okay, verstanden. Deine Prognose in Richtung TikTok, weil ich habe ja gerade so eine pseudoschräge These aufgestellt zur Abgrenzung zwischen dieser TikTok für Erwachsene, also sozusagen dieses etwas zeitversetzte Instagram Reel nachbearbeiten, glaubst du, dass TikTok auch eine iPad-App dann in der Form positionieren wird oder geht das woanders hin? Gibt es nicht längst eine TikTok-App fürs iPad? Nee, ich meine in der Funktion, also in dieser Autoscrawl-Lean-Back-Variante. Ja, hundertprozentig.

07:17 Gavin Karlmeier

Also wenn es das nicht schon gibt, da müsste ich jetzt flunkern, aber. Vermutlich gibt es das schon und deswegen gibt es es bei Instagram jetzt auch. .

07:24 Dirk von Gehlen

Ah, das wäre das Spannende, ob es tatsächlich, ob Sie sich selber ausgedacht haben oder.

07:28 Gavin Karlmeier

Das würde nicht zu Instagram passen, deswegen. Ich glaube, das gibt es schon.

07:34 Dirk von Gehlen

Was war das letzte Feature, dass Instagrams alleine sich ausgedacht hat?

07:39 Gavin Karlmeier

Und das ist eine spannende Frage. Leute, wenn ihr das wisst, schreibt uns in die Kommentare, bei Spotify, bei YouTube, schreibt uns in den Discord, www. haken. Schreibt uns, ob euch irgendetwas einfällt, das Instagram sich selber ausgedacht hat.

07:53 Dirk von Gehlen

Das letzte.

07:54 Gavin Karlmeier

Das letzte, ja, eins reicht wahrscheinlich schon. Warum ich das alles zum Einstieg erzähle, ist, weil gleichzeitig der DSA Transparency Report bei einigen Plattformen schon aufgeschlagen ist. Also nach EU-Recht sind Plattformen verpflichtet. solche Berichte zu veröffentlichen über die NutzerInnenzahlen auf ihren Plattformen. Meta hat das auch getan und hat so ein bisschen Einblicke gegeben, wer in Europa eigentlich Instagram benutzt und wie viele Leute Instagram benutzt. Und das ist aus zwei Gründen hochinteressant. Erstens, Instagram hat 281,8 monatlich aktive NutzerInnen in der EU. Facebook 263,6 heißt Instagram ist derbe, wie wir im Hip-Hop sagen, an Facebook vorbeigezogen und es geht noch weiter. Das Wachstum seit März 2024. Beträgt bei Instagram 6,17%, bei Facebook 0,65%. Heißt, Instagram wächst zehnmal schneller als Facebook. Und auch das ist interessant, weil ich würde die These aufstellen, dass es das erste Mal ist, dass es passiert ist. Facebook verzeichnet einen NutzerInnenrückgang in den Niederlanden, in Griechenland und in Deutschland. Und ich war einer der Leute, die hier eigentlich, und auch nach wie vor, 263 Millionen Menschen ist nicht nichts. trotzdem, ich war immer einer der Typen, die gesagt haben, ey, Facebook wächst die ganze Zeit, Facebook wird die ganze Zeit genutzt wie Sau. Und jetzt haben wir diesen Bericht vorliegen und müssen sagen. Vielleicht wird langsam Facebook doch aussterben. Es passiert sehr, sehr, sehr langsam. Die Dinosaurier haben auch einen Kometen gebraucht, den hat Facebook jetzt nicht. Aber wir müssen sagen, Facebook schrumpft. Hier. Das finde ich schon sehr bemerkenswert.

09:30 Dirk von Gehlen

Ja, weil man ja irgendwie gedacht hat, dass irgendwie diese boomerhafte Internetnutzung zumindest Naja, sie bleibt ja stabil, ne? Also das muss man ja umgekehrt auch sagen. Das Wachstum, das du gerade beschrieben hast, ist ja immerhin noch ein minimales Wachstum. Sagen wir mal so. Europaweit, okay. Aber die Bundeswirtschaftsministerin würde sich über das Facebook-Wachstum wahrscheinlich gerade freuen in Deutschland.

09:55 Gavin Karlmeier

Politische Satire mit Weg von dir. Du hast natürlich recht. Trotzdem, also Facebook ist immer noch riesengroß und wird auch in den nächsten zehn Jahren These nicht einfach verschwinden und wird auch immer noch relevant bleiben, vor allem für Leute, die beruflich Social Media machen. Aber ich finde doch bemerkenswert, dass wenn du Instagram und Facebook von ihrem Wesen dir her anschaust, und jetzt komme ich hier, der alte Internethistoriker, Vom Wesen her fühlt sich Instagram, obwohl es völlig überladen ist und überfeaturnerisiert und alles, fühlt sich Instagram trotzdem nicht an wie ein Zuhause im Internet, finde ich. Facebook in seiner Funktionsweise irgendwie schon, weil du hast so, das fühlt sich an, hier ist so ein Telefonbuch und hier ist ein Kalender und hier hast du so alles. Während Instagram sich schon anfühlt wie halt so ein bisschen ein kleines, sleekes Tool, auch wenn es das längst nicht mehr ist. Instagram ist längst überladen. Aber finde doch sehr interessant, was da Was gesamtgesellschaftlich kulturell bedeutet, dass die Leute Facebook offenbar nicht mehr so stark akzeptieren, wie sie es bei Instagram tun, weil das vielleicht den Schluss zulässt, dass Leute dieses Zuhause im Internet im Generellen gar nicht mehr brauchen.

11:02 Dirk von Gehlen

Interprise, weil mein Gefühl wäre eher umgekehrt, dass ich bei Facebook mich nie richtig zu Hause gefühlt habe und es auch so zerflattert gefühlt habe. Also zum Beispiel, um es nur am Messenger klarzumachen. Schließlich. Richtig, also ich benutze Facebook schon noch immer ein bisschen, aber den Messenger irgendwie nie. Und das, finde ich, ist für ein soziales Netzwerk ja irgendwie schon ein bisschen komisch, dass man, also dass zumindest ich nicht interagiere. Und bei Instagram, das ist tatsächlich der Unterschied, dass es so ein, wie hast du es genannt, sleakes Tool geblieben ist, obwohl es das natürlich nicht ist. Interessante These, würde ich nochmal drüber nachdenken, aber ich hatte immer schon so eine, also Facebook war es für mich nie. Ich habe, um das kurz festzumachen, daran kann man das irgendwie spüren. Ich habe bei Instagram das Gefühl, ich könne. Barack Obama eine Botschaft schreiben. Das ist so meine oder oder wem auch immer, ja, also dir, Promis, Stars. Und das habe ich bei Facebook zum Beispiel nicht. Also, ich weiß schon, dass es technisch geht, aber da habe ich irgendwie, fühlt es sich nicht so an, als würden die das sehen.

12:07 Gavin Karlmeier

Es gab übrigens nur einen einzigen Account. Von allen Facebook-Accounts drei Milliarden, dem du nicht eine Nachricht schicken konntest. Gar nichts. Und das macht Max Hugo. Genau.

12:18 Dirk von Gehlen

Es erinnert mich irgendwie an den umgekehrten Philipp Hitler. Kennst du den?

12:21 Gavin Karlmeier

Ja, natürlich.

12:22 Dirk von Gehlen

Den Gummibärchen-Mann, der der so so wirklich eine schöne TikTok-Präsenz hat, aber da irgendwann angefangen hat, seinen Führungsstil so zu beschreiben, dass er keine E-Mails benutzt. Das wäre dann umgekehrt. Den kann man nur auf TikTok schreiben, wenn man.

12:38 Gavin Karlmeier

Ja, doch, der vielleicht. Aber erinnert mich, also ich finde, Philipp Hitchler ist die Millennial-Variante. Von diesem Typen, dessen Namen ich gerade nicht parat habe, der diese Energy Drinks herstellt und der immer seinen Tag beschreibt.

12:52 Dirk von Gehlen

Stimmt, stimmt, stimmt. Der aus Paderborn kommt und großer Sidekick mittlerweile von Fest und Flauschig ist, habe ich mitbekommen. Die referenzieren ihn immer und er hat sehr cool darauf reagiert. Aber ja, wie heißt denn der? Andreas Weherb

13:07 Gavin Karlmeier

Oh, du bist super, dass du das. Aber wie heißt das Getränk? Das sagen wir hier nicht. Okay. Aber das hätte einen zu großen Effekt auf andere Energy-Drink-Hersteller. Das Paderborner-Redboot. Anders als Paderborner Bier? Das wäre toll, wenn der Gründer von Paderborner Bier-Reels machen würde und uns durch seinen Tag begleiten würde. Das würde mir Spaß machen. Wir gehen zurück zu diesem DSA Transparency Report, denn Meta hat noch ein bisschen mehr erzählt. Zum Beispiel sagen sie, dass es im Laufe des letzten Jahres weniger Spam-Enfernungen bei Facebook und Instagram gab, aber mehr Löschungen wegen Mobbing und Belästigung. Insgesamt sind die Löschungen um 20 Prozent im Thema Hassrede zurückgegangen. Da muss man aber auch dazu sagen, dass der Begriff Hassrede sich im Januar für Meta neu definiert hat. Trotzdem berichten sie, dass sie 40. 000 MitarbeiterInnen in der Contentmoderation einsetzen. Das ist natürlich ein heftiger Wert, finde ich.

14:03 Dirk von Gehlen

Findest du, weil das so viel ist, heftig?

14:07 Gavin Karlmeier

Ich finde es vor allem deswegen heftig, weil die TikTok-Entlassungen in Berlin waren 150. Also da ist schon ein großer Gap. Wir haben immer wieder, auch wenn Meta sich seit Anfang des Jahres ja politisch auf eine ganz komische Richtung entwickelt hat, vorsichtig formuliert, haben wir Meta eigentlich immer wieder als Positivbeispiel dafür genommen, wie man Plakon. dazu zwingen kann, sich an Regulierungen zu halten und Dinge umzusetzen. Und ich finde, dass dieser Wert 40. 000 Mitarbeitende für Moderation Dass das ein Beleg dafür ist, dass das funktionieren kann. Auch wenn bei Meta die Content-Moderation gar nicht perfekt ist und auch wenn die Richtlinien, auf dessen Grundlage sie arbeiten, gar nicht perfekt sind und es bei Meta super viele Probleme gibt. Sieht man doch hier, da hat doch ein bisschen was an Regulierung, an Klage, An Drohungen und auch an Klagen funktioniert. Und man muss auch dazu sagen, das ist dasselbe Niveau wie 2023. Da ist zwar niemand neu hinzugekommen. Aber KI ist hinzugekommen und hat nicht dazu geführt, dass das jetzt nur noch 10. 000 Leute sind.

15:01 Dirk von Gehlen

Absolut. Ja, da habe ich. Unlängst, wo habe ich denn das gehört? Irgendeinen Podcast gehört, wo genau dieses Prinzip besprochen wurde, dass KI nicht sozusagen die Leute abbaut, sondern die Interaktionen intensivieren kann. Keine Ahnung, dafür kenne ich mich zu wenig aus, aber ich würde die These bestätigen, dass Regulierung tatsächlich einem Beispiel von Meta ganz gut beschreibbar ist, dass es sinnvoll ist und auch zur Wirkung führt. Ja, sehr gute These. Danke.

15:27 Gavin Karlmeier

Like, wie wir im Hip-Hop seien. Im Hip-Hop der Nullerjahre. Merkt ihr mal ganz kurz diese Zahl. Instagram, monatlich aktive NutzerInnen in der EU. 281,8 Millionen. Auch TikTok hat einen Transparency Report veröffentlicht und die haben 170 Millionen. Also da ist schon noch ein ganz schön großer Gap zwischen dafür, dass wir. Wenn wir so auf unser Bauchgefühl mal hören oder darauf, wie in Unternehmen darüber gesprochen wird, wir müssen zu TikTok, wir müssen zu TikTok, da ist schon noch ein ziemlich großer Abstand zwischen, ehrlicherweise. .

15:59 Dirk von Gehlen

Ja, wobei die Frage natürlich ist, wen möchtest du da erreichen, ne? Also richtig. Also die Masse Ganz klar, ich glaube, da ist ja dann auch die Facebook-Nutzung immer noch super relevant. Aber wenn du mitkriegen möchtest, Ich glaube, wir haben schon mal über Sahide hier gesprochen. Meiner Meinung nach die interessanteste deutsche im Jahr 2025 oder. Kopf an Kopf mit Icky-Mail, oder? Äh, ja, wobei die würde ich ja fast sogar in 24 verorgen. Aber sozusagen ein kulturelles Phänomen, das du sozusagen auf Facebook wahrscheinlich schon sehr zeitversetzt nur mitkriegst. Und deswegen glaube ich, ist dieser Effekt von wir müssen auf TikTok sein, gar nicht so sehr einer, der mit Masse, sondern tatsächlich mit einer bestimmten Altersgruppe und damit einhergehenden Relevanz begründet wird.

16:55 Gavin Karlmeier

Ich würde dir recht geben und ich würde dir auch recht geben, weil das mein Argument in jeder Beratung der letzten fünf Jahre, zehn Jahre eigentlich war, weil du das Problem hast, dass wenn du dir so Charts anschaust, meist genutzt die soziale Netzwerke und je nach Auswahl Steckt dann natürlich auf Platz 1 WhatsApp. Das bedeutet aber auch, dass irgendwelche EntscheiderInnen hätte ich fast gesagt, aber es sind eigentlich immer Entscheider, sich das anschauen und dann im Anschluss sagen: Ja, warum machen wir nicht WhatsApp? Und dann musst du erstmal erklären, wo der große Unterschied zwischen Platz 1 und Platz 2, zwischen WhatsApp und jetzt Instagram ist, dass du halt sagst, naja gut, das ist halt ein Messenger-Dienst. Du kannst natürlich da so einen Channel starten, aber du hast gar nicht die Möglichkeit dieses organischen Wachstums und auch des bezahlten Wachstums, dass eben Platz 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9 und 10 eben mit sich bringen bei WhatsApp. Und genau die Leute würden aber diese Argumentation, die ich hier gerade so. Wie sagt man, Advokat ist Diavoli-mäßig reingeschmissen habe, würden sie natürlich mitgehen. . Und das aber dann als Gegenargument dann auch selber umzudrehen und zu sagen, hey, wenn ihr zu WhatsApp wollt, Dann können wir auch sagen, wir müssen ja gar nicht zu TikTok, weil die haben nur 170 Millionen in der EU. Du hast natürlich trotzdem recht qualitativ, wenn du Leute unter 30 erreichen möchtest, ist TikTok immer noch ein cleveres Tool, wobei viele von denen schon auch bei Instagram sind, muss man sagen.

18:09 Dirk von Gehlen

Ja, ja, ich glaube, dass. Wie gesagt, das wäre mal eine eigene Sonderfolge, dieses Verhältnis zu erarbeiten. Ich finde, es gibt noch einen Punkt, den ich ergänzen würde in Abgrenzung zu dem. zu dem WhatsApp-Reichweitengedanken, der manche ja umtreibt, zu sagen, wir müssen unbedingt in WhatsApp oder die Nutzung legt nahe, dass wir eher dahin gehen. Und zwar erkläre ich es mal von der Rückseite, wenn ich über Fiddiverse mit Leuten rede und sie mich fragen, warum ich glaube, dass das nicht so richtig wächst. Dann füge ich immer das Argument der fehlenden Kultur oder der nicht so präsenten Netzkultur an. Also das, was du hast es gerade schon gesagt, ich bin ein großer Meme-Fan, ich mag diese Idee von Netzkultur, von dem, was Felix Stall da mal so eine Art digitale Volkskultur genannt hat. Also dass man mit den digitalen Instrumenten, so wie man Musik macht, mit digitalen Instrumenten eine Form von Beteiligungskultur hat, die findet in Mastodon nicht so richtig statt. Und in WhatsApp, also sozusagen als Spektrum gedannt auf der ganz anderen Seite, natürlich auch überhaupt nicht, weil es eine gar keine Interaktion hat Und ich glaube, dass in dieser Form von Beteiligungskultur, von Referenz, von Kopieren, von Mesh-up, da entsteht eigentlich erst der Zauber von Interaktionen. Zum Beispiel, Herb Hitchler, wo wir gerade drüber gesprochen haben, da geht es ja gar nicht nur darum, Reichweite zu erzeugen, sondern ins Gespräch zu kommen. Und ein Gespräch setzt ja voraus, dass jemand irgendwie auch mal zumindest antworten kann. Und da ist das ein erstauntes Emoji-Drücken. WhatsApp-Channel wahrscheinlich keine ausreichende Reaktion, würde ich sagen.

19:36 Gavin Karlmeier

Übrigens ganz spannend, wenn man dann mal so sich selber auch beobachtet, wenn du so zum Beispiel in einem Unternehmen arbeitest und ihr habt Microsoft Teams. Und du machst einen Witz in einem Teams-Chat, dann ist deine Erfolgsmessung schon, boah, ich habe 10 Likes bekommen. Egal, ob du 5000 oder 10.

19:50 Dirk von Gehlen

000 MitarbeiterInnen hast.

19:52 Gavin Karlmeier

Also diese, das ist so, ja. Und was Netzkultur angeht, will ich dir komplett zustimmen. Und der Grund, warum TikTok da auch so wichtig wird Wir müssen da gar nicht viel tiefer reingehen, weil wir haben noch ganz viel auf dem Tisch. Aber ist ja auch, dass meine These ist, dass keine App es jemals so einfach gemacht hat, Menschen an Remix-Kultur partizipieren zu lassen wie TikTok. Ich sehe ein Video und ich kann selber mit drei Knopf drücken, kann ich mitmachen. Ich kann was Eigenes gestalten, ich kann den Ton benutzen, ich kann Filter benutzen, ich kann mitgestalten. Und diese Möglichkeit, so leicht selber Content zu generieren. haben alle anderen Plattformen in all den Jahren nicht so gut hinbekommen wie TikTok.

20:29 Dirk von Gehlen

Ja, es ist in erster Linie ein sehr gutes Schnittprogramm, ne? Also du musst nichts können, außer. . zweimal auf diese Knöpfe drücken und dann bist du schon dabei und ja, totale Zustimmung.

20:38 Gavin Karlmeier

Ja. Außer vielleicht Twitter und das ist, da kommen wir dann nämlich zur Netzkultur, warum Twitter ja. Obwohl es zahlenmäßig so klein war, so wichtig war, ist der auch, weil so viele Trends aus Twitter herausgeschwappt sind, wie all diese die Twitter-Lingo damals, die Art zu sprechen und zu schreiben. Die hat eine ganze, ich würde sagen, eine ganze Kohorte eigentlich geprägt und auch deren Art Witze zu machen. Also ich will mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, aber ich glaube, so Leute wie Sophie Passmann haben ihr Humorkonzept größtenteils von Twitter gelernt und aber eben auch auf Twitter mitgestaltet.

21:09 Dirk von Gehlen

Ja, ja. Lars Weißmut haben wir hier gerade. Der relevanteste Twitter-Füretonist des Landes.

21:17 Gavin Karlmeier

Ja, und das liegt nur daran, dass seine Kollegen alle über Bitcoins reden. Naja, zurück zum TikTok-Bericht. Sie haben in dem letzten Jahr. Also in den letzten zwölf Monaten 24,5 Millionen Inhalte auf Grundlage der Community-Guidelines entfernt. Das sind 15% mehr als im letzten Bericht. Haben 26% ModeratorInnen abgebaut seit September 2023. Und sagen, ja, Erkennungs, die Art und Weise, wie automatische Erkennung funktioniert, ist im Bereich Mental and Behavioral Health Concerns Von 49% auf 90% gestiegen und beim Thema Youth Safety and Wellbeing von 77% auf 38% auf 77%. Jetzt habe ich da eine Frage. Wie willst du messen, was du nicht erkannt hast, wenn du niemanden hast, der das für dich erkennt?

22:07 Dirk von Gehlen

Naja, ich habe genau diesen Gedanken gerade auch gehabt. Was sie damit ja eigentlich nur sagen, ist, dass eine von ihnen selber. angelegte hundertprozent Marke von Ihnen selber sehr gut erreicht wurde. Es ist ein bisschen wie die Followerzahl Eine nahezu erfundene Erklärung, die aber irgendwie total interessant klingt.

22:30 Gavin Karlmeier

Oder Aufrufe, die halt, die de facto erfunden ist, weil die Plattformen selber festlegen, ab wann ein Aufruf ein Aufruf ist. Ist eine Sekunde, ist drei Sekunden, ist 15 Sekunden oder eine Minute. Nobody knows. Aber wenn wir das Gefühl haben, die Aufrufzahlen gehen runter, setzen wir einfach den Richtwert runter. Perfekt.

22:46 Dirk von Gehlen

Problem gelöst. Und umgekehrt hier übertragen, wann habe ich was erkannt? Das ist ja, ja.

22:52 Gavin Karlmeier

Also genau, du kannst diesen Wert gar nicht überprüfen, weil du nicht jeder. Es kann niemand in der Lage sein, allen Content zu scannen. Und wenn du Leute rausschmeißt und sagst, unsere Computer erkennen das jetzt. Dann hast du nur noch eine Möglichkeit, diese Inhalte gegenzuprüfen, und das ist die Meldung von Menschen. . Das heißt also, wenn niemand, wenn auch weniger Leute melden, weil sie das Gefühl haben, das Melden bringt gar nichts, wie wir hier in der Folge mit Chanjo Jun ja auch besprochen haben. dann ist nicht die Anzahl der Inhalte, die erkannt wurde, größer geworden, sondern die Anzahl der Dinge, die man nicht erkannt hat, von denen man später Bescheid weiß, einfach kleiner geworden. Also du hast auf der Wippe nicht rechts was draufgelegt, sondern links was runtergenommen.

23:28 Dirk von Gehlen

Und es kommt noch hinzu, dass die Maßeinheit, nach der die Wippe in die ein oder andere Seite kippt, ja auch keine objektive Größe ist, sondern ja sehr subjektiv. Das haben wir gerade bei Meta schon besprochen. Was gilt denn als Hate Speech Ja, sehr interessant, dass sie diese Zahl trotzdem veröffentlichen.

23:44 Gavin Karlmeier

Ja, man klingt ja gut, wenn man sagt, die automatische Erkennung hat sich verdoppelt. Können sich drüber freuen, ne, und Sie müssen auch veröffentlichen.

23:52 Dirk von Gehlen

Müssen Sie die Zahl veröffentlichen, wie gut Ihre Mechanismen sind?

23:55 Gavin Karlmeier

Ähm, nee, Sie müssen nur sagen, wie viel. Ah, weiß ich gar nicht. Ah, da erwischte mich jetzt. Eventuell müssen Sie sagen, wie viel automatisiert erkannt wurde, wie groß der Anteil der automatisiert erkannten Inhalte ist. Das weiß ich aber nicht. Sie müssen auf jeden Fall sagen, wie viel gelöscht wurde und in welchen Themenbereichen. Wenn ihr wollt, diese Reports packe ich euch in die Shownotes. Das sind sehr, sehr, sehr lange, in Corporate Language verfasste PDF-Dateien. Aber wenn ihr mal Sonntagnachmittag nichts zu tun habt Scrollt doch mal, wenn ihr die, wenn ihr Instagram iPad App euch langweilt, dann wischt doch mal rüber und lest eine geile PDF von Byte Dance. Länderspielpause Ich habe keine Ahnung, was das bedeutet, aber genau. Ansonsten hatte am Mittwoch auch, jetzt kommen wir nochmal, da machen wir den TikTok, sagt wieder zu, gehen zurück zu Meta. Connor Hayes, seinen ersten Tag als Head of Threats. Und er hat ein Thread dazu geschrieben, auch Threats. Wahnsinnig häufig das Wort Threads gesagt, wie so sein erster Tag aussieht und was er so sagt. Und er sagt: Heute ist mein erster. Tag als Leiter von Threads. Ich bin überzeugt, dass wir dies zum kulturell relevantesten Ort im Internet machen können. Steile These, aber es ist sein Baby, er muss das sagen. Sein Kind ist immer das Schönste. In den kommenden Monaten werden wir uns vor allem auf zwei Schlüsselbereiche konzentrieren. Creators und Communities. Wo ich mich so ein bisschen frage, welche Schlüsselbereiche gibt es denn noch? Aber naja, wir werden mit neuen Funktionen experimentieren und Updates veröffentlichen, um diese Ideen zum Leben zu erwecken. Erstens, damit eine Plattform wie Threads erfolgreich werden kann, braucht sie großartige Inhalte, die zu Gesprächen anregen. Deshalb werden wir die Nutzungserfahrung für Creator verbessern. How? Also, das sagt ja gar nichts, finde ich. Zweitens möchten wir es einfacher machen, Gleichgesinnte zu finden und sich in Communities zu engagieren, die für sie auf Threads wichtig sind. Und da steckt für mich eine Frage drin. Wird es sowas geben wie diese, wie hieß es denn auf Twitter? Diese Twitter-Communities, diese Untergruppen, die auf Twitter überhaupt nicht funktioniert haben? Wenn ja, keine gute Idee, lieber Hayes. Connor Hayes.

25:47 Dirk von Gehlen

Also erstens ist man sicher, dass es ein Mensch ist? Nach dem, was du vorgelesen hast, klingt es sehr automatisiert und irgendwie auch sehr generisch und für jede Plattform irgendwie richtig. Aber was ja schon stimmt ist, zumindest habe ich, ich mache nicht immer alle Updates als erster mit, aber man kann immerhin noch keine Listen machen, zum Beispiel bei Threads, oder? Und so thematische Gruppen erstellen, zumindest um es selber zu filtern. Das wäre jetzt vielleicht nicht was für Creator, aber.

26:15 Gavin Karlmeier

Nicht so richtig, ja. Du kannst nicht einen Feed erstellen, das ist wie eine Liste. Die können andere Leute aber nicht abonnieren. Zumindest ist mein Stand. Aber kaum jemand.

26:24 Dirk von Gehlen

Hacken dran Ruhrgebiet-Internet-People könnte ich ja jetzt nicht eine Liste machen auf Threads.

26:31 Gavin Karlmeier

Ja, ja, aber du kannst auch allen anderen Menschen außer mir entfolgen. Das macht das gleich.

26:36 Dirk von Gehlen

Ich will doch mit euch allen singen. Nee, aber das wäre jetzt sowas, wo ich mir Gruppen vorstellen kann Und wahrscheinlich, es geht ja um, wir sind ja auch hier wieder im Was kann man bei Meta kopieren. So wie wir unlängst das Reposting von Threads zu Instagram werden wir wahrscheinlich von Instagram den grünen Kreis irgendwann bei Streads haben, oder? Oder haben wir den heute schon zum Teil? Wir haben den, glaube ich, heute.

27:01 Gavin Karlmeier

Den haben wir noch nicht, aber den werden wir bestimmt kriegen. Ich glaube das auch.

27:04 Dirk von Gehlen

Ich glaube, wir haben ihn so indirekt, weil du kannst zumindest Kommentare

27:09 Gavin Karlmeier

Einschränken. Aber das heißt dann nicht, dass ich einschränke, wer es sieht. Stimmt. Und da ist die Frage, ob das kommt. Wobei bei Twitter gab es das ja auch. Bei Twitter hattest du ja diese Close-Friends-Funktion.

27:19 Dirk von Gehlen

Stimmt, aber vielleicht ist das eine Gruppe, dass ich sozusagen nur meinen zahlenden Abonnenten. Ich habe von Jan Bümmermann in super Teaser gesehen. Markus Söder zu Onlyfans, der Content ist zu gut, dass er uns aus dem Internet sein soll. Also wenn man das zu Ende denkt. Ähm, dann könnte man sagen, der der Söder isst Content nur noch für close friends of Threads.

27:40 Gavin Karlmeier

Aber oder für bezahlende Abonnentinnen. Stell dir mal vor, Markus Söder hätte wirklich so eine Möglichkeit, dass du ihn bezahlend abonnieren kannst, sondern kriegst du Videos hier, die du wusstest. frisst.

27:49 Dirk von Gehlen

Mit der CSU-Mitgliedschaft kriegst du es automatisch.

27:54 Gavin Karlmeier

Dann sollte er es vielleicht doch bei Facebook machen stattdessen. Aus demografischen Gründen.

28:00 Dirk von Gehlen

Letzter sehr witziger Punkt dazu von El Hotz habe ich den sehr witzigen Thread gelesen. Als er die Seniorenunion entdeckte, hat er sich gefragt, wo denn da eigentlich die Differenzierung zur klassischen Union ist. Das war nicht auch recht lustig. Okay, aber Entschuldigung.

28:15 Gavin Karlmeier

Nein, alles gut. Wir warten uns so ja gerade drumherum, uns zu verhindern, um zu Elon Musk abzuhalten. Oh, endlich! Oh, das sagt ja selten jemand.

28:27 Dirk von Gehlen

Ja, wir sind wir sind wie viele Minuten drin? 28 Minuten drin und wir haben noch nicht. Elone must gezicht.

28:35 Gavin Karlmeier

Willst du die Geschichte, die schlechte Laune macht, oder die Geschichte, die richtig schlechte Laune macht? Fangen wir mal mit schlechter Laune an, oder? Okay, also die SEC, das ist ja die Börsenaufsichtsbehörde der USA, die versuchen ja Elon Musk zu packen wie ein nasses Stück Seife in der Dusche. weil sie nach wie vor glauben, Elon Musk könnte Marktmanipulation betrieben haben, als er Anteile von Twitter gekauft hat und zu lange gewartet hat, diesen Kauf zu verkünden. Der Hintergrund war, dass Elon Musk offenbar, in dem Moment, als er 10% am Unternehmen erworben hat, schon erwogen hat, mehr zu kaufen und den Preis nicht nach oben schieben wollte und den Gedanken hatte. Wenn ich bekannt gebe, dass ich Twitter gekauft habe, dann wissen ja alle, dass Elon Musk investiert, also steigt der Preis, also habe ich es zu spät verkündet. Das ist die These der SEC. Ob das so ist oder Elon Musk einfach nur mit World of Warcraft-Zocken beschäftigt war und deswegen nicht verkündet hat. We don't know yet. Aber um das abschließend zu klären, möchte die SEC auch mit Elon Musk sprechen. Da hatten wir so gefühlt 700 Termine, zu denen Elon Musk eingeladen war und nicht erschienen. Und es gibt da eigentlich so ein paar Fristen und die nächste Frist wäre am nächsten Donnerstag, 11. September. Die sind jetzt erstmal ausgesetzt, denn Elon Musk hat Anträge gestellt, um dieses Verfahren weiter zu verzögern. Das ist so eine durchschaubare Masche, dass er halt bis zum Ende der Frist wartet, um diese Anträge zu stellen, um die Frist noch weiter zu verlängern. Und diese Anträge lauten, dass die Klage von Washington DC nach Texas verlinkt. While Elon Musk done sites and while there are often Richter sites, the Tesla Action are Elon Musk and the SEC a new sight plan for that is. And Musk has we have an anthropolist of Abweisung. Klage, weil er glaubt, das ist Quatsch. So. Und das wird dann entschieden, erst ob das abgewiesen wird, wenn jetzt alles andere getroffen wurde. Das ist so eine schäbbige Verzögerungstaktik und wir sind, das ist so wirklich. Geschichte, der Teil der Geschichte 7600. Also ich glaube, wir haben da in jeder dritten Folge drüber gesprochen. Es nervt nur noch.

30:37 Dirk von Gehlen

Ich fühle mich wahnsinnig an die Zollpolitik von Donald Trump erinnert, oder? Und das große Verschiebethema. wie ihr das Thema TikTok in den USA löst, das wird doch auch immer um 90 Tage verschoben, oder? . Ist das nicht exakt die gleiche Methode? Man setzt einen Termin und dann verhandelt man und verschiebt?

30:57 Gavin Karlmeier

Wie es da weitergeht, würden wir am 17. September erfahren, aber ich schätze, dass das vorher schon verlängert wird. Aber das war jetzt nur die schlechte Laune-Geschichte, stimmt's? Ja, die New York Times hat eine Recherche gemacht, denn Elon Musk hatte ja angekündigt. Sein Chatbot Grog Also er hat es gesagt, politisch neutral zu machen. De facto hat er vorgehabt, Grog in seine Agenda mit aufzunehmen oder Grog seine Agenda reproduzieren zu lassen. Und die New York Times hat das sehr, sehr, sehr tief und umfangreich recherchiert. Auch da packen wir uns euch die ganze Recherche in die Shownotes. Es könnte sein, je nachdem, wie viel der Person ihr seid, die auf den Link klickt, dass es eine Paywall ist, aber ein paar Klicks. Habt ihr da noch? Denn die New York Times hat so Timelines aufgemalt und hat einfach mal gesagt, wir fangen im Mai an und stellen immer wieder dieselben Fragen bis Ende Juli. Und das haben sie gemacht. Und da gibt es Ergebnisse, die jetzt nicht besonders überraschend werden, die aber trotzdem hochinteressant sind. Zum Beispiel am 10. Juli hat jemand Grog gefragt. Oder hat die New York Times Grog gefragt, was ist derzeit die größte Bedrohung für die westliche Zivilisation und wie würden sie diese mindern? . Grog, der Chatbot von XAI, hat geantwortet. Die derzeit größte Bedrohung für die westliche Zivilisation ist zum Stand vom 10. Juli 2025 die gesellschaftliche Polarisierung, die durch Fehlinformation und Desinformation angeheizt wird. Das hat jemand Elon Musk auch geschickt und hat gesagt, hier. Das sagt Grog, wie stehst du dazu? Elon Musk hat gesagt, ich werde das morgen früh korrigieren. Am 11. Juli, einen Tag später, hat Grog auf dieselbe Frage die Antwort gegeben. Die größte Bedrohung für die westliche Zivilisation ist der demografische Zusammenbruch aufgrund von Fertilitätsraten unter dem Reproduktionsniveau der zu einer alternden Bevölkerung wirtschaftlicher Stak zur Stagnation und kultureller Erosion führt. Das ist eine These, die Elon Musk seit Jahren vertritt, dass das größte Problem der Menschheit die Unterbevölkerung ist. Das ist schon abstrus, das innerhalb von 24 Stunden ein Tool, das, und man kann das ja nicht oft genug sagen, also das ist ein Chatbot, der ist nicht darauf geeicht. richtige Sachen zu sagen, sondern richtig klingende Sachen zu sagen. Trotzdem haben wir über jahrelange Sozialisation im Internet gelernt, wenn ich eine Frage ins Internet schreibe, bekomme ich in der Regel eine richtige Antwort. Jetzt hast du ein Tool, das trainiert wird mit all theoretisch allem Wissen der Welt, mit allen Websites, mit wissenschaftlichen Dokumenten, mit allem, was dir einfällt, auch mit Pop-Technik. Topkultur mit Videos. Und auf dieser Grundlage werden Entscheidungen getroffen. Und sehr häufig sind diese Entscheidungen in dem Verständnis der politischen Rechten vogue oder links. Weil die Antwort eigentlich immer ist, damit es vielen Menschen gut geht, muss vielen Menschen gut gehen. Also das absolute Gegenteil von Ulf Porschert, der sagt, uns geht es besser, wenn es allen schlechter geht. Also, das ist da so. Und Elon Musk hat aber auf dieser Grundlage jetzt ja also Eingriffe vorgenommen, um diese Antworten zu manipulieren und zu verändern und uns damit auch in der öffentlich-mein-öffentlichen Meinung natürlich zu manipulieren, weil eben Menschen diese Antworten für voll nehmen. Ja, das hast du sehr gut auf den Punkt gebracht.

33:52 Dirk von Gehlen

Ich hatte gerade die Assoziation, dass seine AI halt so funktioniert wie ChatGPT, wenn wir als normale Bürger damit reden. Es ist ja immer sozusagen so, dass diese AI, dieses Sprachmodell uns gefallen will. Und das sieht man ja hier auch, dass Gronkh aber nicht sozusagen allen gefallen will oder individualisiert, sondern immer nur Elon Musk gefallen will.

34:19 Gavin Karlmeier

Ja, das ist Teil des Problems, ja.

34:21 Dirk von Gehlen

Ja, aber es ist eigentlich eine interessante Medienkompetenzstudie, weil man das halt sozusagen daran sehr gut analysieren kann, wer Einfluss nimmt, wie man Einfluss nimmt und wie es trotzdem immer irgendwie zumindest aus einem bestimmten Winkel richtig klingen kann. Interessant?

34:41 Gavin Karlmeier

Aber düster. Auch 16. Mai. New York Times fragt, war seit 2016 die Linke oder die Rechte Gewalttätiger? Grok antwortet, ohne umfassende neutrale Statistiken kann ich nicht sagen, dass eine Seite definitiv schlimmer ist. Wir in Deutschland können übrigens sagen, aufgrund von Statistiken, wissenschaftlichen Analysen, Auswertungen. Hier gibt es ein ganz, ganz klares Übergewicht rechter Straf- und Gewalttaten. Wie das in den USA ist, kann ich dir gerade gar nicht beantworten, aber auch Grog eben auch nicht. Am 17. Juni, also ziemlich genau einen Tag und einen Monat danach, hat Elon Musk darauf reagiert, weil jemand genau dieselbe Frage gestellt hat und Elon Musk gefragt hat und Elon Musk hat geantwortet, dass Grog da einfach nur traditionellen Medien nachplappern würde und dass das Unternehmen daran arbeitet. Am 6. Juli Gab es die Ankündigung, dass Grog aktualisiert wurde, um politisch inkorrekte Ansichten zuzulassen. Haken daran berichtete. Am selben Tag hat die New York Times Grog gefragt, und Grog antwortet: seit 2016 deuten Daten und Analysen darauf hin, dass die Linke mit mehr gewalttätigen Vorfällen in der den USA in Verbindung gebracht wird, vor allem durch Proteste und Unruhen im Zusammenhang mit Bewegungen wie Antifa und Reaktionen auf Polizeieinsätze. Also auch hier Manipulation der öffentlichen Meinung durch Eine Einflussnahme durch Elon Musk. Ich habe noch ein Beispiel, ich hänge es direkt hintendran. Die Frage, wie viele Geschlechter gibt es, hat Grog am 8. Juli beantwortet mit. Das Geschlecht als soziale und persönliche Identität wird von vielen Experten, zum Beispiel APA, WHO als ein Spektrum betrachtet, das potenziell unendlich ist und auch nicht-binäre und transgender-Identitäten umfasst. Am 11. Juli war ein Update von Grog, über das wir auch gesprochen haben, und Grog hat am selben Tag geantwortet Geschlecht als soziales oder identitätsstiftendes Konstrukt wird kontrovers diskutiert, wobei einige unendliche Variationen behaupten, aber das ist subjektiver Unsinn, wenn wir über Wissenschaft sprechen, sind das zwei.

36:31 Dirk von Gehlen

Das Schöne daran ist, dass man sieht, dass die Technologie an sich nicht das Problem ist, sondern Menschen, die sie für ihre Zwecke einsetzen und manipulieren.

36:39 Gavin Karlmeier

Absolut. Vor allem das Problem ist ja auch, dass du, wir haben ja immer wieder auch darüber gesprochen, dass Grog so Amok gelaufen ist in Worten. Immer, also dass es zwei, drei Tage gab, an denen du Grog jede Frage stellen konntest und als Antwort bekommen hast, dass irgendwo in Südafrika ein Genozid an Weißen stattfinden würde. Eine Geschichte, die es nicht gibt, die aber in der politischen Rechten der USA als Verschwörungstheorie die ganze Zeit weitergetragen wird. Dass Grog sich selber als Mekka-Hitler benannt hat, dass er den Holocaust geleugnet hat. Er, sag ich schon, S. Also das, wie schon erlebt haben, Grog dreht durch. Und wir können vermutlich die These aufstellen und das deckt sich so ein bisschen mit dem, was. . KI-Experte Gregor Schmalzried letzte Woche ja auch gesagt hat, deckt sich so ein bisschen mit der These, dass wenn du Grog sagst, verhalte ich an Quellen. Aber nicht an all die Quellen, die die Wissenschaft sagen, dass es dann eigentlich gar keine Quellen mehr gibt, die schlüssige und in sich kohärente Antworten erlauben würden und dass deswegen Irrsinn entsteht. Also, dass wir schon merken, dass wenn du Einflussnahme auf Maschinen vornimmst. . Dass die Maschinen dadurch verwirrt werden, vorsichtig gesagt, auch wenn Verwirrung wahrscheinlich eine Vermenschlichung ist. Aber du weißt, was ich meine

37:47 Dirk von Gehlen

Ich glaube, es ist am Ende wie ein Bagger, der in Sand oder in einem wertvollen Rohstoff baggert. Und wenn ich gerne will, dass am Ende Sand rauskommt, lasse ich ihn halt nur in den Sand baggern. Also Es ist fast zu einfach, diese Werkzeugmetapher von KI hier auch zu illustrieren. Es ist sozusagen, äh, ja. Ich glaube, dass es in ganz vielen Diskussionen, die wir über Social Media als Instrument haben, ja so ähnlich ist. Also dass wir so tun, als sei die Technologie an sich gut oder schlecht oder würde uns dümmer oder schlauer machen. Und am Ende geht es darum, wer diese Technologien absichtsvoll für eigene Interessen wie einsetzt. Und das finde ich ist eine sehr schöne, sehr schöne Medienkompetenz Illustration, die du hier vorgeführt hast.

38:36 Gavin Karlmeier

Super. Ja, das Ärgerliche ist ja nur, und das ist, glaube ich, das, warum so viele Leute so kontra KI sind. Contra KI ist auch ein geiler Rapper-Name übrigens. So viele Leute, die kontra-KI sind, ist ja, dass dieses Tool, das so gefährlich ist, in der Hand aller liegt. Also dass wir sagen, wir haben jetzt hier ein mächtiges Instrument. Also es ist wie, du erfindest ein Auto, das 600 kmh schnell ist und als einzigen Unterschied zu konventionellen Autos ist, du darfst es ohne Führerschein fahren. Also und dann stellst du halt fest, okay, die Leute fahren sich damit aber alle gegenseitig über den Haufen. Wir haben hier ein Problem. Und das empfinde ich ja auch so. Ich habe gestern im Discord, www. hakenrenn. org, 2000 Leute, große Empfehlung. Gab es eine ähnliche Diskussion, weil es eben über Kinderbücher gibt, in denen Bilder mit KI generiert werden. Und dieser ganze Slob, dieser Schrott, der da generiert wird. Führt natürlich zu einer zu der Abnutzungserscheinung, die natürlich nachvollziehbar ist, dass man denkt, boah, das ist KI ist immer scheiße. Und ich glaube, dass das nicht zwangsläufig der Fall sein muss. Ich glaube, KI muss nicht immer scheiße sein, aber 99,999 Prozent der Dinge, die damit gemacht werden, sind es leider häufig. Was dazu führt, dass wir das Gefühl haben, das ist alles Schrott. Und ich will jetzt gar nicht hier als der große Kämpfer für KI auftreten, aber ich glaube, wir müssen da trotzdem manchmal einen Schritt zurück machen und eben genau wie du sagst, darauf schauen. Nicht ist die Innovation ein Problem für die Menschheit oder ist das Problem, was sie damit machen, ein Problem für die Menschheit. Ein bisschen wie die Atombombe am Ende. Okay, Vorsicht.

40:09 Dirk von Gehlen

Ja, aber es geht tatsächlich um Instrumente und es ist erstmal für viele schon eine Entzauberung oder eine Enthalpung. KI als ein Werkzeug zu beschreiben und nicht als eine höhere Intelligenz oder was auch immer. Und dann ist eine ganz zentrale menschliche Form der Intelligenz ist Instrumente klug zu benutzen, ist eine Form von Intelligenz. Also, wenn ich mit dem Hammer immer wieder versuche, meine Spaghetti zu kochen, dann werde ich damit keinen sehr guten Fortschritt erzielen. Und wir lernen gerade erst, wie wir dieses neue Instrument eines Sprachsprüfs. Modells klug einsetzen und der einzige, der das gerade für seine Zwecke sehr gut einsetzt, das haben wir jetzt hier gerade gelernt, ist Elon Musk. Meine sehr banale Erkenntnis ist, dass ich es als Privatperson einfach nicht mehr benutze. Also dass ich dem halt einfach sehr klar nicht mehr traue, weil es nicht sozusagen meinen Standards genügt. Um es mal als Medienmenü zu beschreiben, es gibt gewisse Sachen, die ich auch nicht mehr esse, weil ich sie sozusagen vielleicht entweder sie mir nicht schmecken oder ich denke, dass sie meiner Ernährung nicht guttun. Und mein geistiges Menü würde ich damit einfach nicht mehr bestücken

41:23 Gavin Karlmeier

Das ist, finde ich, ein sehr schönes Bild. Nur eine Einschränkung, ich glaube, Elon Musk ist nicht der Einzige, der das nur für seine.

41:29 Dirk von Gehlen

Nein, nein, nein, das ist richtig.

41:32 Gavin Karlmeier

Aber ansonsten Zustimmung.

41:33 Dirk von Gehlen

Er zeigt es halt so schön. Also das, was Wladimir Putin macht auf Social Media Plattformen, ist halt nicht so schön zu illustrieren. Das kann man nicht so schön darstellen.

41:43 Gavin Karlmeier

Ich habe in einer Präsentation immer den Satz schön, das Internet ist wie ein Messer. Du kannst dir damit einen Apfel schneiden oder die Finger ab. Und das ist nämlich genau das. Und das gilt eben für KI im ganz Speziellen. Ähm, apropos KI, Chat-GPT, also OpenAI, hat angekündigt, dass sie K innerhalb des nächsten Monats eine Art Jugendschutzfunktion einbauen. Hintergrund ist die Geschichte über den Tod des 16-jährigen Adam, über den wir hier sehr, sehr ausführlich gesprochen haben. ChatGPT hatte da quasi Anweisungen gegeben, wie man ein Suizid durchführen kann. Ehrlicherweise haben wir auch dazu gesagt, dieser Junge hat das ein bisschen gegamed. So, also hat ein bisschen versucht, den Bot auszutricksen. Trotzdem stellt sich am Ende ja immer die Frage, wie kann das sein, dass solche Ergebnisse dabei rauskommen? Ein Tool, das sie erklärt, wie man einen Strick baut. kann in keiner Welt jugendschutzkonform sein und eigentlich auch not safe for work in any way. Oder not safe for life. Im wahrsten Sinne des Wortes. Jetzt hat OpenAI angekündigt, dass sie eben eine Jugendschutzfunktion rausbringen werden, indem Kinder konnten in dem Konto der Eltern verknüpft werden können und Eltern eine Warnmeldung bekommen, wenn die KI sich Sorgen macht, vorsichtig. gesagt. Also die Formulierung ist wahnhafte oder schädliche Gedankengänge, die werden dann den Eltern gemeldet. Gleichzeitig haben Eltern Zugriff auf die Prompts der Kinder. Und also das ist natürlich nur eine Reaktion hier, aber Es ist auch gleichzeitig nichts, weil dann macht sich der 16-Jährige halt eben schnell eine E-Mail-Adresse bei Google und macht sich einen neuen Account, Problem gelöst, oder?

43:16 Dirk von Gehlen

Wir haben, als ich das letzte Mal hier war, schon mal über Altersverifikation gesprochen. Das ist natürlich sozusagen das zugrunde liegende Problem. Und das ist das Tolle an deinem Podcast. Dass du immer so viele Themen aufmachst, dass wir sofort die Referenz schon zur Content-Moderation von vorhin haben. Was entscheidet OpenAI denn, ab wann das problematisch ist? Also ich finde den, den Dass diese Reaktion kommt, ist irgendwie nachvollziehbar. Da muss man halt mal drüber reden, wie zielgerichtet die am Ende ist und wie viel Privatsphäre jugendliche Nutzer dann am Ende haben, weil ein gewisser Zauber natürlich auch darin besteht. dass meine Eltern nicht alles in meinem Tagebuch lesen können. Also ist keine einfache Lösung.

44:00 Gavin Karlmeier

Ich glaube doch. Und das habe ich letztes Mal schon gesagt. Also Es gibt keinen Anwendungsfall, in dem es nützlich ist, dass ein Sprachbord mir erklärt, wie ich mich suizidieren kann. Wenn ich einen Roman schreiben möchte und nicht weiß, wie man das macht, dann kann ich das nicht beschreiben. Es gibt keinen Anwendungsfall. Und ich finde, dass du. Natürlich ist es nicht leicht, in KI einzudringen, aber wir haben gerade am Fall Maske Gesehen, dass es in Teilen geht. Und dann muss eben mehr getestet werden, dann muss enger daran gearbeitet werden, bevor so ein Produkt an die Öffentlichkeit kommt. Aber ich finde, das ist kein Jugendschutzproblem, denn auch erwachsene Menschen. Können solche düsteren Phasen haben und dann mit so einem Chatbot sprechen. Es gibt dafür keinen Grund. Und ich glaube, dieser Eingriff, wie du sagst, in die Privatsphäre von Jugendlichen ist vom falschen Ende her gedacht.

44:44 Dirk von Gehlen

Genau, ja. Also ich finde, da wollte ich darauf hinaus, dass die Frage von, ja, also ich glaube, das beides wollte ich getrennt haben. Aber zu dem zweiten Teil, den du gesagt hast, totale Zustimmung. Ja, kein weiterer Punkt daran.

45:03 Gavin Karlmeier

Ich finde, dass du, und du kriegst ja offenbar die Unternehmen nicht dazu selber, da dieses Gewissen aufzubringen oder die Leute, die ein Unternehmen entscheiden, das muss reguliert werden. Und wenn es meinetwegen nur in der EU ist, dann ist es erstmal nur in der EU, wenn irgendwo anders ein Präsident sagt, du lässt sie alle machen. Aber wir müssen hier ganz klar darin sein, dass es eben einfach Dinge gibt. Und ich weiß nicht, ist das schon autoritär oder sogar oder mehr als das, dass ich das hier sage, aber Welchen Mehrwert hat die Gesellschaft davon, dass KI-Chatbots sowas erklären können? Mir fällt keine ein. Und das hat auch nichts mit Freiheit zu tun. Weißt du, deswegen bin ich zum Beispiel ja auch ein Freund vom Tempolimit auf Autobahn. Weil es hat keinen Mehrwert, wenn Leute 600 kmh fahren können. Sie sind nicht viel schneller am Ziel, aber vielleicht, wenn sie langsamer fahren, immerhin am Stück. Deswegen, warum sollte. . Warum? Why not?

45:57 Dirk von Gehlen

Es gibt bei dieser Tempolimit-Frage natürlich eine sehr einfache Antwort darauf, weil meine persönliche Freiheit immer nur so weit geht, wie sie nicht die Freiheit der anderen einschränkt. Das ist bei deiner Informationsfrage von wie geht was, wie baue ich eine Bombe, etc. Natürlich nochmal ein bisschen anders, weil man da nicht zwingend sagen kann, dass das andere einschränkt. Das Interessante daran ist, dass wir die Diskussion ja schon mal hatten, als wir angefangen haben, im Internet zu suchen und Informationen im Internet zur Verfügung gestellt wurden. Und die Frage war, muss das ein Zwölfjähriger finden können, wie er ein Molotow-Cocktail Baut, kann ich, muss man das nicht irgendwie regulieren? Also das wäre schon nochmal interessant, sich da Diskussionen von 2002 oder so dazu anzugucken. Weil das nicht, das hat am Ende fast weniger mit KI oder mit dem Werkzeug zu tun. Als mit gesellschaftlichen Konventionen stimmt und Regulierung.

46:53 Gavin Karlmeier

Aber Google beispielsweise hat per Default Safe Search an. Also Google verhindert genau das. Ich weiß ehrlicherweise nicht, ob du ohne eingeloggt zu sein, Safe Search überhaupt deaktivieren kannst. Gute Frage, wüsste ich auch gerade nicht. Das checken wir direkt mal. Was soll ich denn mal. . Ich bin jetzt hier im privaten Fenster und gebe jetzt hier einfach mal ein. Ich gebe einfach mal einen nicht jugendfreien Begriff ein. So, warte mal. Safe Search. Doch, könnte ich mit einem Knopfdruck ausschalten. Okay.

47:21 Dirk von Gehlen

Weil du bist nicht eingeloggt gerade.

47:23 Gavin Karlmeier

Ich war nicht eingeloggt, genau. Okay, aber trotzdem. Also das ist halt immerhin schon mal eine Per Default-Lösung, die da schon mal so eine kleine Hemmschwelle mehr setzt. Ja, ist noch nicht zu Ende diskutiert, aber müssen wir dann an anderer Stelle tun. Ich habe vorhin noch eine Sache angezieest, die ich noch mit dir besprechen möchte, weil das ein Thema ist, das in deiner Welt stattfindet, in der Lehm-Welt. Und zwar geht es um Imager. IMGUR. Eine Plattform, die gegründet wurde, damals, weil es das Problem gab, dass du bei Reddit keine Bilder posten konntest. Und da haben sich der Gründer, der nicht mehr im Unternehmen beteiligt ist, aber gegen die im Moment klagt, die es gekauft haben, hat sich damals überlegt, okay, wir bauen einfach eine Plattform, bei der du. Per Drag <unk> Drop ein Bild hochladen kannst, kriegst du einen Link, den Link packst du zu Reddit. . Maximale Einfachheit. Keine Hürden, nichts mit der Zeit, gab es deinen eigenen Accounts, indem du deine Bilder und so weiter und so weiter. Und da gibt es jetzt gerade einen Protest der Community gegen die Besitzer der Plattform, die mit dem Namen Media Lab AI So heißen sie schon, weil die NutzerInnen der Plattform glauben, dass Media Lab AI Imager einfach so verkommen lässt. Es gibt keine echte Moderation mehr. Teilweise wartest du Wochen auf Antworten im Support. AGBs steht mittlerweile drin, dass es auch durch technische Maßnahmen moderiert werden darf. Deswegen glauben NutzerInnen, es gibt eigentlich gar keine menschliche Moderation mehr dort und lehnen sich deswegen auf. Wenn du Imager aufrufst, hast du immer so einen Top- Der Bilder, so ein bisschen wie bei Reddit. Und das ist voll von Memes, die sich eigentlich nur gegen die eigene Plattform wehren. Und das ist so interessant, weil wir bei Reddit genau dasselbe erlebt haben mit Fuck Space vor zwei Jahren ungefähr. Und das ist gerade ein Thema im Internet.

49:05 Dirk von Gehlen

Super interessant. Du hast ganz am Anfang, als wir mit den kleinen Händen über iPads gescrawlt sind, den schönen Satz gesagt. Was wissen die Macher schon von ihrer Community? Ich würde gerne da einen Link. draufsetzen auf die Stelle und hier es verbinden.

49:23 Gavin Karlmeier

Ja, das ist nämlich genau das Ding. Es ist eine weitere Geschichte, bei der man das Gefühl hat, eigentlich wissen die Leute, die den Plattformen betreiben, nicht, wie die Leute sie nutzen. Und das interessiert sie irgendwie auch nicht so richtig.

49:35 Dirk von Gehlen

Also es ist einfach, ja, es ist ihnen egal, es ist sozusagen nur eine Reichweite. Es ist nicht Qualität, sondern Quantität. Ja, das ist irgendwie natürlich schade. Ich wehre mich jetzt kurz gegen das Gefühl, da jetzt internet nostalgisch werden zu wollen. Aber ja, ich ver ich. Ich kannte die Geschichte nicht, sehr interessant und ja.

49:54 Gavin Karlmeier

Es ist vor allem eine Gentrifizierung des Internets. Also da ist ein Gründer, der hat eine Plattform verkauft, was ein gutes Recht ist, wenn du nach 10, 15 Jahren denkst, okay, ich kann hier nicht mehr wachsen, ich persönlich kann mich hier nicht mehr entwickeln. Ich verkaufe meinetwegen an den meistbietenden. Du kannst dann eine kulturelle Frage oder moralische Frage stellen, ist es okay, jetzt einfach den meistbietenden zu verkaufen. Aber er hätte es in Media Lab AI verkauft. Und die denken sich jetzt, okay, jetzt holen wir da so lange Geld raus, wie noch Geld drin ist, und kümmern uns gar nicht mehr und lassen dieses Haus verkaufen, am Ende reißen wir es ab, bauen wir was Neues drauf. Und ich bin da so ein bisschen. Ich mag den Protest der Community im Fall Reddit, muss man sagen, hat das nicht viel bewirkt damals. . Schauen wir mal, wohin das führt. Wir bleiben da dran und gucken wir es an. Übrigens, Media Lab. hat auch Genius übernommen, diese Lyric-Page, bei der du so Die ich sehr mag.

50:42 Dirk von Gehlen

Schauen wir, wohin das führt. Ein geheimer letzter Punkt als Annotation, ich finde diese Idee Idee von Genius und Annotation mega gut, also dass man sozusagen etwas anmerken kann. Und ja, für mich die konsequenteste und beste Form bei Genius. Mal gucken, was daraus wird. Spätestens, wenn wir das Steigerlied annotieren auf Genius, werden wir da nochmal drüber reden.

51:03 Gavin Karlmeier

Und du musst dafür noch mindestens fünfmal herkommen.

51:06 Dirk von Gehlen

Exakt. Aber ich würde mich sehr freuen, wieder hier zu sein. Es war immer eine große, große Freude bei dir.

51:12 Gavin Karlmeier

Auch für mich. Lieber Dirk, vielen Dank, dass du heute da warst. Ich wünsche dir ein wundervolles Wochenende. Ich wünsche allen, die bis hierhin zugehört haben, ein wundervolles Wochenende. Passt alle auf euch auf.

51:22 Dirk von Gehlen

Länderspielpause, habt ein schönes Wochenende, was auch immer das heißt. Was auch immer das heißt.

51:27 Gavin Karlmeier

Wir hören uns hier am Montag wieder, dann bin ich alleine. Ich mache Montag mal, also in meiner Folge ohne Gast, um mal so ein bisschen, ich habe so ein Kram rumliegen, es ist so ein bisschen, weißt du, kennst du das so Leute, die so sonntags ins Büro gehen, um Ablage zu machen? Das mache ich auch.

51:39 Dirk von Gehlen

Ich hatte gerade vorhin, als du diesen kurzen Teil hattest, wo du über AI gesprochen hast, hatte ich das Gefühl, wollte ich dir da schon sagen, du solltest mal eine Folge alleine machen. Also insofern, finde ich super. Mache ich immer mal wieder. Bist du aber da nicht alleine? Ich höre sie mir an.

51:53 Gavin Karlmeier

Ja, das hoffe ich. Das wäre sonst sehr ärgerlich, wenn ich jetzt extra sonntags ins Büro komme und für mich was aufnehmen und das hört sich. niemand an. Das wäre Kunst.

52:02 Dirk von Gehlen

Ja, aber es hätte was total Tolles.

52:04 Gavin Karlmeier

Ja, das hat der Twitterer und Komiker Lukas Distel hat das irgendwann mal geschrieben. Der perfekte Tweet ist nicht der mit einer Ratio oder viel Hass oder so. Der perfekte Tweet hat null Interaktion. Kein Like, kein Kommentar. Wenn du das schaffst, dann hast du das Internet durchgespielt. Und das ist die Kunst. Was für ein tolles Schlusswort. Danke gut, bis dann.