Folge 486 · 6. Oktober 2025 · 1:03 Std.
Social Media auf dem absteigenden Ast
Brauchen wir Warnhinweise für Algorithmen? Oder müssen die direkt ganz weg? Oder sollte sich das Problem von Social Media langfristig von selbst auflösen?
➡️ WIRED über die Social Media-Totalüberwachung durch das ICE: https://www.wired.com/story/ice-social-media-surveillance-24-7-contract/
Kapitelmarken
KI-unterstützt
00:00 Hallo Elisabeth!
03:03 Liegt der Social Media-Peak schon hinter uns?
08:58 Algorithmusfreie Soziale Medien in den Niederlanden
14:58 Die Gefahr von TikTok für Jugendliche
29:02 Ist Google eine “Redaktion”?
35:45 ICEBlock verschwindet aus den App Stores
48:22 ICE will Social Media überwachen
51:19 Wearables und Datenschutz
52:58 Snapchat und Datenarchivierung
57:32 Funktionen und Emotionen
Transkript
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00:01 Intro
Haken dran.
00:03 Elisabeth L’Orange
Das Social Media Update der CT.
00:05 Gavin Karlmeier
Hallo Elisabeth.
00:07 Elisabeth L’Orange
Hi, hi Gavin.
00:08 Gavin Karlmeier
Bei mir ist heute zum ersten Mal Elisabeth Lorange, Podcasterin Tech and Tails, KI-Expertin, Beraterin, Koryphäe, kennt sich mit Zahlen aus, kennt sich mit Technik aus und es war eigentlich längst überfällig, dass du dich hier mal blicken lässt, würde ich sagen.
00:21 Elisabeth L’Orange
Ja, vielen Dank, dass ich dabei sein darf. Wir haben uns über die über die das Ranking der Podcasts kennengelernt, quasi, weil du mal die ersten zwei Plätze besetzt und ich bin kurz dahinter auf Nummer drei und da haben wir angefangen zu sprechen und ich finde es sehr interessant. ihr oder beziehungsweise dass du so einen Hyperfokus auf Social Media hast. Also Tal Spann, vielen Dank, dass ich dabei sein darf.
00:42 Gavin Karlmeier
Ja, ich freue mich sehr. Hyperfokus sowieso ist Teil meiner Veranlagung, sag ich mal.
00:47 Elisabeth L’Orange
Ja, meine auch.
00:49 Gavin Karlmeier
Aber Social Media ist auch so ein bisschen, also klar, ist unser generelles Thema, aber ist auch so damit, wo ich mit reingehen möchte heute, weil es gibt einen Artikel der Financial Times. die als Überschrift gewählt haben. Es ist unbemerkt geblieben, dass die in sozialen Medien verbrachte Zeit laut einer Analyse im Jahr 2022 ihren Höhepunkt erreicht hat. Und seitdem stetig zurückgeht. Und das ist interessant, also egal in welche Generation du schaust, weltweit betrachtet muss man dazu sagen, dass die Anzahl der Stunden, die in Social Media pro Tag verbracht wird, egal welche Generation, seit 2022 rückläufig ist. Glaubst du, wir haben Social Media eigentlich längst hinter uns? Habe ich mit diesem Podcast, der 2022 gestartet ist, auf ein sterbendes Pferd gesetzt?
01:31 Elisabeth L’Orange
Ähm, ich glaube nicht, dass wir ein totes Pferd reiten, oder du zumindest. Ich glaube, dass ein dass es ein Shift gegeben hat, auch zu anderen Plattformen. Ich glaube, in dieser Studie oder in diesem Artikel in der Financial Times waren nicht solche Dinge wie Discord oder die ganzen Spiele, die die die die Kids jetzt heutzutage spielen, in denen die quasi stundenlang pro Tag abhängen. Ja, die machen in Minecraft, reden die miteinander und in Fortnite und so weiter. Also ich glaube, das hat so einen Teil der Attention, Economy quasi abg. oder die haben so einen Teil der Aufmerksamkeit der Kinder und Jugendlichen sind es ja auch abgegriffen, das Nummer eins. Und Nummer zwei Das andere Teil dieser Studie sagt ja, dass die Amerikaner nach wie vor einen noch, also die, die nutzen Social Media mehr und mehr. Da steigt die Kurve. Das ist nur im Rest der Welt so, glaube ich, dass sich der, dass sich das Ganze verteilt hat. Ich glaube, die Amerikaner sind dadurch, dass die auch noch ein bisschen weniger reguliert sind, sind die noch mehr diesen ganzen, ähm, haben sie noch mehr algorithmische Exposure sozusagen, als der Rest der Welt.
02:33 Gavin Karlmeier
Ja, könnte sein, dass das ein Grund ist. Könnte natürlich, ich glaube, in den USA spielt es auch einfach eine riesengroße Rolle, dass öffentlicher Diskurs viel gesamtgesellschaftlicher als im Digitalen stattfindend wahrgenommen wird. Boah, was ein Satz. Also dass die Leute durchaus schon das Digitale als Teil ihrer Gesellschaft verstanden haben, während in Deutschland, meine These, sehr, sehr, sehr große Teile der Gesellschaft immer noch Social Media als so eine kleine Unterkategorie des Internets begreifen und eben nicht als Teil ihrer Öffentlichkeit und ihres Diskurses. Und ich weiß auch nicht, ob sich das noch ändern wird oder ob wir hier. . in Deutschland einen Präsidenten, einen Kanzler brauchen, der sich überlegt, alle seine Kommunikationen nur noch über soziale Medien zu führen, um begreifbar zu machen, dass eben die sozialen Medien Ein Ort sind, in dem Diskussionen eben stattfindet und nicht einfach nur Quirulanten unterwegs sind.
03:25 Elisabeth L’Orange
Ja, ich glaube, das hat verschiedene Aspekte. Ich meine, ein Aspekt ist natürlich auch, dass die USA super groß sind. Das heißt, es sind Millionen und Millionen an Menschen wahnsinnig dezentral verteilt über ein riesiges Land. Das heißt, deren Bildung und so weiter findet schon über oder also weite findet überwiegend digital statt, das ist Nummer eins. Nummer zwei, die haben natürlich schon viel früher begriffen Also gerade wenn man jetzt Gavin Newsom, dein deinen Namensbruder sozusagen sieht, wie der gerade das dreht und quasi Trump nachmacht in seinen Tweets. Großartiger Account übrigens ja zu empfehlen, zu folgen. Das heißt, das spricht dann von der spricht von Vance als Couchboy zum Beispiel. oder als just dance vans und seine gesamten tweets sind alle then in in capitelchen. Also der mockt Trump die ganze Zeit und Und ich glaube, dieser ganze Diskurs und so weiter, der ist natürlich einzigartig in den USA. Also wir sind noch lange nicht auf dem Level. Ich denke auch, dass Dass wir einfach noch nicht so digital sind. Ich glaube aber, dass sich das ändern wird bald, weil das natürlich der Hebel ist. Und die linken und ganz rechten Parteien, also bald bei uns am Rande der Gesellschaft, die sind ja immer eher digitaler. Also wenn man sich das ganze linke Spektrum anguckt, dann haben die viel bessere und performantere Social Media Kanäle als der Rest. Und als kleine Anekdote dazu, ich hatte ja ein Unternehmen, das digitale Avatare gemacht hat, also das heißt, wir waren eine Konkurrenz zu Syntesia.
04:57 Gavin Karlmeier
Zum Weimatar.
04:58 Elisabeth L’Orange
Ja, genau. Warte, aber das Spannende war, dass während des Wahlkampfes des letzten hat, habe ich Anfragen aus dem extremen Spektrum, sowohl links als auch rechts, bekommen, die die Protagonisten zu avatarisieren. damit sie mit einem möglichst lokalen Dialekt bewerben können, sozusagen. Also das heißt, sie hätten nicht ihre eigene Stimme gehabt, sondern jemand, der meinetwegen möglichst sächsisch spricht oder so. Weil sie wussten, dass diese Hyperpersonalisierung halt sehr effizient ist. Aber das waren eben rechts und links und die Mitte hat es in Deutschland noch nicht begriffen, glaube ich.
05:31 Gavin Karlmeier
Verstehe. Also ich, ja, das Problem, also wir könnten da reingehen und dann würden wir uns verlieren, aber ich würde die These aufstellen, dass natürlich Vor allem, und ich würde sagen, die beiden, also ich glaube, du kannst linke und rechte ja nicht immer in einen Topf schmeißen, also eigentlich fast nie. Und wenn wir vor allem auf die rechten und rechtsextremen Parteien schauen und vornewegen. betrifft es in Deutschland ja vor allem eine, dann muss man schon sagen, dass die Art, wie dort Social Media gemacht wird und wie eben die AfD in den letzten Wahlkämpfen Social Media gemacht hat, dass da auch viel, was Maximilian Kra während der Europawahl gemacht hat, ist vermutlich das prominenteste Wahl. . viel Bauernfängerei betrieben wird. Und wenn ich mir überlege, dass die sich jetzt Avatare suchen, die sozusagen Zielgruppen fokussiert. auf einzelne Talking Points konzentriert Videos veröffentlichen, die auch noch mit Dialekten geprägt sind, dann könnte man da auch schon einen gewissen Zynismus unterstellen, weil man sagt, naja, vielleicht wollen die ja auch, dass die im, wie du gerade gesagt hast, nicht so digitalen Deutschland Dass die möglicherweise eben gar nicht entlarvt werden, als sie die KI-Content machen, sondern die hoffen, dass Leute das für echte Menschen als echte Menschen begreifen, als echten Content begreifen, um damit noch mehr Content in kleinere Gruppen ausspielen zu können.
06:43 Elisabeth L’Orange
Korrekt, es ist total perfide und aber höchst effektiv am Ende, weil selbst es ist ja on scale möglich und wie man halt digitale Produkte an die Wand wirft und guckt, ob es kleben bleibt, ist es in dem Kontext auch egal. Es kostet fast nichts. Und der Output ist gigantisch. Also ich finde es erschreckend, ehrlich gesagt. Ich fand es auch damals erschreckend. Ich habe es natürlich auf keinen Fall gemacht, weil ich weder rechts noch ganz links bin. Aber Trotzdem ist das am Ende die Zukunft und wir müssen uns halt überlegen, wie man dem Ganzen irgendwie entgegentreten kann oder das besser regulieren kann, beziehungsweise dass wir aufpassen, dass wir Am Ende nicht irgendwie davon überrollt werden. Ja, völlig ohne Kontrolle.
07:25 Gavin Karlmeier
Es ist so toll, dass wir jetzt hier, du bist das erste Mal hier und wir reden gerade seit siebeneinhalb Minuten miteinander. Und wir sind jetzt schon eigentlich an genau dieser Conclusio, die man eigentlich immer wieder herausfindet, dass man immer sagt, irgendwie müssen wir uns vor der Willkür der Plattformen schützen auf der einen Seite, aber eben auch genug Bildung in die Gesellschaft bringen, dass Leute eben in der Lage sind zu verstehen, was da mit ihnen gemacht wird Wird solche perfiden Tricks zu erkennen. Und ein Weg, das zu tun, hat jetzt ein niederländisches Gericht entschieden, könnte es ja sein, Power-to-The-People-mäßig den Leuten die Möglichkeit zu geben, eben nicht nur algorithmischen Content zu sehen. Denn in den Niederlanden hat die Digitalreaktion. Eine Klage eingereicht, die sagt, dass das Design von Meta gegen den DSA verstößt, weil NutzerInnen Kontrolle darüber haben müssen, wie ihnen die Inhalte präsentiert werden. Und das niederländische Gericht hat ihnen recht gegeben und zwingt Meta jetzt dazu. Den Niederlanden zumindest, die Möglichkeit zu bieten, chronologisch Sortierung der Timeline anzubieten und diese auch als Standardoption ermöglichen zu können. Also dass du sozusagen sagst: Ich möchte jedes Mal, wenn ich Instagram eröffne, eine chronologische Timeline haben. algorithmische Timeline und ich will, dass es jedes Mal, wenn ich Instagram öffne, auch so bleibt. Meta hat jetzt zwei Wochen Zeit bekommen, diese dieses Urteil umzusetzen. Diese Strafe, äh die Strafe, die ihn sonst tut, wenn sie es nicht tun, wären hunderttausend Euro pro Tag bis zu einer Höchstsumme von fünf Millionen Euro. Euro. Und bei dieser Höchstsumme bin ich ein bisschen hängen geblieben, weil ich mich gefragt habe, warum legt man die denn fest? Weil dadurch kann Meta doch jetzt überlegen, okay, durch die algorithmische Timeline haben wir vermutlich einen Effekt, der mehr als 5 Millionen im Wert ist, im Jahr wert ist. Also Wurscht, oder?
09:01 Elisabeth L’Orange
Ja, total. Das ist immer wieder das Gleiche auf EU-Ebene und eben auch in allen anderen europäischen Ländern, dass diese Strafen gegen die großen Tech-Konzerne nicht drakonisch genug sind. weil letztlich lohnt es sich für d lohnt es sich für die gar nicht. Aber ich gehe davon aus, dass das holländische Rechtssystem wahrscheinlich nicht mehr hergibt. Also du ha man hat ja immer gewisse Obergrenzen, die regulatorisch festgelegt sind, was natürlich ein gefundenes Fressen ist für die großen für Big Tech. Die werden trotzdem, denke ich mal, werden die Berufung einlegen und werden natürlich argumentieren, dass solche Eingriffe auf EU-Ebene geregelt werden müssen, also nicht durch nationale Gerichte. Das heißt, dass die EU dann den DSA richtig auslegen muss. Ich glaube, das ist vor allen Dingen Artikel 38 in der DSA. Das geht da um die Wahlmöglichkeiten hinsichtlich der Empfehlungsalgorithmen. Und es geht auch darum, dass diese Interfaces, also das heißt die UX UI und die Produkte selber, die dürfen halt keine irreführenden oder manipulativen Designs haben. Also das nennt man auch Dark Patterns. Und das ist übrigens in 25 DSL geregelt. Nur das Ganze hat natürlich eine, ja, die Juristin kommt durch, sage ich dir. Aber das Ganze hat natürlich eine Eine grundlegende Frage, ja. Und ich finde, diese grundlegende Frage ist immer, wie viel Transparenz müssen die einzelnen Social Media Plattformen uns geben oder beziehungsweise der den Wie auch immer, oder müssen grundsätzlich geben, weil die Gefahr durch diese Algorithmen ist natürlich nicht von der Hand zu weisen. Also wir sprachen darüber, dass Auf der einen Seite es immer wieder immer weniger Social Media Nutzer gibt, was ich so ein bisschen bezweifle, aber um selbst wenn es so ist, müssen wir halt gucken. Wie viel Schaden können diese Algorithmen anrichten? Und keiner weiß letztlich, was da drin ist. Auf jeder Packung Zigaretten siehst du, steht drauf, irgendwie Rauchen tötet. Warum werden die Kinder, die Jugendlichen nicht gewarnt for der um algorithmic exposure, wie ich sagte, ja. Das wäre das Gleiche eigentlich.
11:07 Gavin Karlmeier
Ja, man k da könnte man schon wieder jetzt ein großes philosophisches Fass aufmachen, weil ich war vor drei Jahren in Kalifornien, als ich noch einreisen durfte. Und war in Kalifornien und da steht ja auf jedem Lebensmittel, also egal was du kaufst, wenn das nicht gerade ein Apfel ist, hast du einen Wahnhinweis, dass irgendeine Zutat in irgendwelchen Versuchen in Einzelfällen zu Krebs geführt haben könnte. Und dieser Effekt, den hast du so, wenn du als Tourist, ich war dort Tourist, habe dort angekauft und hab so beim ersten Einkauf gedacht, oh mein Gott, das ist ja alles ganz schlimm, was die hier verkaufen. Und dieser Effekt nutzt sich super schnell ab. Anders, genauso mit dem Rauchen. Nur weil auf jeder Schachtel draufsteht, dass du blind werden kannst, unfruchtbar Krebs bekommen kannst, das ist alles zweifelsohne, ja stimmt, dass es tödlich ist. Du gewöhnst dich an solche Warnhinweise. Also ich weiß nicht, wir alle kennen das wahrscheinlich, dass du auf dem Telefon mal so ein Zeitlimit für Instagram oder TikTok eingestellt hast. Das, was die meisten Leute beobachten, ist, dass man relativ schnell in die eigene Routine aufnimmt, dieses Zeitlimit zu ignorieren. mit zwei Knopf drücken. Und Wahnhinweise alleine helfen halt nicht. Also die Frage ist, wie viel Selbstverantwortlichkeit kann man zum Beispiel bei jungen Menschen, um das aufzugreifen, bei jungen Menschen wirklich erwarten, wenn sie eigentlich hier etwas nutzen, das darauf konzipiert, ist und gezielt dahingehend entwickelt ist, dass die möglichst viel Zeit damit verbringen. Also müssen wir warnen oder müssen wir nicht einfach nur die Leitplanken enger setzen?
12:32 Elisabeth L’Orange
Also ich glaube, das ist ein Mosaik aus verschiedenen Dingen. Wenn man das analog sieht zum Rauchen, da hat man in den Anfang oder in den Achtziger Jahren mit diesen Riesenkampagnen angefangen, dass man dass irgendwann keine Werbung mehr für Zigaretten geschaltet werden durfte. dass es Rauchverbote in Gaststätten gab, irgendwann. Ich meine, in Amerika darf man irgendwie nicht in der Nähe von Häusern mehr rauchen. Man darf zum Beispiel in New York, ich habe lange in New York gelebt, darf man auch nicht im Central Park rauchen. Ich habe dann heimlich im Central Park geraucht, im Dunkel. Nachts irgendwie. Ich bin Millennia, wir haben zu der Zeit noch geraucht. Und ja, aber aber ich muss dazu sagen, diese weltweiten Kampagnen gegen das Rauchen aufgrund der hohen Krebs Wahrscheinlichkeit hat, war ja schon effizient. Und ich glaube, das gleiche gilt auch für diese Algorithmic Exposure am Ende. Das heißt, wenn man Aus verschiedenen Richtungen versucht, das Ganze zu regulieren. Also aus regulatorischer Perspektive, dann dass man die Menschen warnt davor, dann dass man irgendwie versucht, das darüber aufzuklären und so weiter. Ich denke, das sind alles Aspekte, die man bedenken sollte. Und vor allen Dingen, weil In 2022, 2023 hat zu der Zeit fing Meta an, wieder richtig Geld mit Werbung zu verdienen. Ein großer Aspekt war, dass sie angefangen haben, deren bessere Algorithmen zu schalten, sozusagen. Das heißt, die Empfehlungsalgorithmen wurden in 2022 und 2023 gravierend besser. Also wenn man sich die Zahlen anguckt, Da war 2022 der Umsatz noch reicht rückläufig zu 2021. Aber dann hatten die fast 16 Prozent. Umsatzwachstum und die Margin sprang von fünf Prozent, also die Net Profit Margin von fünfzehn Prozent auf 37. Und auch APU ging auch hoch. Also das heißt Die waren auf einmal, ja, kam diese, kamen Empfehlungsalgorithmen, die halt zehnmal so powerful waren wie die davor. Und da muss man sich schon überlegen, ob das noch okay ist. Das heißt, ich kann Holland sehr gut verstehen, wenn die sagen, dass man das regulieren muss und dass dass man halt chronologische Algorithmen braucht und nicht unbedingt diese Empfehlungsalgorithmen, die im Übrigen auf über zehntausend Datenpunkte sich zurückziehen. Also die werden da sind so viele Dinge, die da einfließen. Das heißt, auch dieses Hacken der Algorithmen ist für uns gar nicht möglich. Es geht ja um Interaktionen und Beziehungsstärke, um Inhalte, zeitliche, frische Interessen und so.
15:08 Gavin Karlmeier
Bist du mobil oder bist du mit dem WLAN verbunden? Also alles spielt ja eine Rolle.
15:13 Elisabeth L’Orange
Genau. negatives Feedback und vor allen Dingen, was ich natürlich am traurigsten finde, ist immer das Kara Swisher und Scott Galloway sagen ja immer. Enragement is engagement. . Das heißt, je emotional polarisierender etwas ist, desto mehr Sichtbarkeit bekommt es. Und das Ganze, also diese ganzen Regeln müssen transparenter werden. Und es gab ja dann dazu immer, es gibt ja auch dieses Meta Transparency Center, wo die so feigenblattartig ein bisschen irgendwie ab und zu was so ab und zu. Zu uns Knochen hinwerfen und sagen, was da drin ist. Dann gab es ja verschiedene Whistleblower, der die so Francis Hogan in 21, der dazu was sagte, aber am Ende wissen wir es nicht, und ich glaube, das ist ein richtiger Weg, dass die Gerichte fordern, dass Dass es da Transparenz gibt, Transparenz gibt.
16:02 Gavin Karlmeier
Ja, und ich finde diesen diesen Ansatz zu sagen, wir müssen einfach an so vielen Enden wie möglich versuchen, irgendwie zu intervenieren, finde ich eigentlich total richtig. Also zu sagen, wir bauen jetzt die Möglichkeit, dass Leute nicht nur diese Algorithmen bekommen, für die, die schon wissen, wie schwierig oder wie gefährlich der Algorithmus sein kann. Gleichzeitig hat Instagram ja angeblich aus freien Stücken, vermutlich aber auch um dem DMDM DSA zu gefallen, angekündigt, dass er dort eine Funktion kommen wird, dass du den Algorithmus selbst Beeinflussen kannst, also dass du sozusagen Signale geben kannst oder Begriffe geben kannst, die dir häufiger oder seltener angezeigt werden. Und wenn du dann noch die Möglichkeit hast, nachvollziehen zu können, warum dir Inhalte angezeigt werden, dann werden wir schon großen. Schritt weiter, weil das ist ja eben, halte ich, für ein Riesenproblem. Auch wenn ich habe am Wochenende mit Markus Beckedal gesprochen und der hat gesagt, naja, es gibt durchaus auch Hinweise darauf, dass Leute den Boost-Knopf bei TikTok schon noch selber drücken und dass nicht alles nur eine Blackbox ist, aber ich bleibe trotzdem. Ich glaube, viele, viele Dinge, die der Algorithmus entscheidet, versteht niemand von denen, die dort arbeiten, sondern es sind einfach sehr, sehr viele automatisierte Prozesse, die ineinandergreifen, die am Ende dazu führen, dass Inhalte plötzlich erfolgreich werden. von denen niemand erwartet hat, dass sie erfolgreicher werden, weil Menschen damit Zeit verbringen. Bedeutet, wir müssen in diese Empfehlungsalgorithmen ja eigentlich eine Art Also wie früher der Gameboy in 90ern, eine Plexiglasseite einbauen, damit wir ins Innere gucken können, damit wir verstehen, warum wurde diese Entscheidung getroffen. Ich glaube, das hilft schon total, dass du eben ein gewisses, eine gewisse Awareness zu den Nutzerinnen und Nutzern bringst, warum sie diese Dinge sehen?
17:39 Elisabeth L’Orange
Ja, und vor allen Dingen, weil diese Architektur ist ja über Dekaden gebaut. Also diese Systeme sind ja nicht irgendwie über Nacht gekommen. Das heißt, es ist ein, es sind so historisch gewachsene Systeme, dass Und auch selbst für Meta selber, glaube ich, wäre es ganz, ganz nett, das nachvollziehen zu können. Und darüber hinaus haben ja die verschiedenen Plattformen wiederum verschiedene. . algorithmische Ziele. Also im Facebook Feed braucht man, suchen die nach Meaningful Social Interactions, also die MSIs heißen die. Das heißt Die gucken, ob man mit welchen anderen Gruppen und Freunden man interagiert. Dann bei Insta geht es halt nach Relevance Ranking, das heißt man guckt, welches Verhalten war vorher so und das ist halt viel stärker visuell optimiert. Also das geht halt überwiegend um Bilder. Und dann bei den Real Time, äh bei den Reals geht es nach Watchtime und ob man es nochmal sich anguckt, also die Rewatch Probability, also das heißt, es ist ein so umfassendes Feld. Und das ist auch so tief und und so weiter, dass ähm, also das das muss irgendwie reguliert werden. Und das nächste, was kommt, ist, dass Dass diese Empfehlungsalgorithmen haben ja momentan noch nicht so richtig zu tun mit den LLMs, also mit der aktuellen, mit der künstlichen Intelligenz, mit der wir am meisten zu tun haben.
18:51 Gavin Karlmeier
Ja, wobei Elon Musk ja sagt, dass die For You Page bei ihm Grog optimiert sei.
18:56 Elisabeth L’Orange
Ich weiß auch nicht, wer das meint, so richtig.
18:58 Gavin Karlmeier
Ja, niemand weiß das.
19:00 Elisabeth L’Orange
I don't know. Aber am Ende sind beide, also sowohl die Empfehlungsalgorithmen, also das ist ein Mehr an Wahrscheinlichkeiten sozusagen. Ähm, ist halt die gemeinsame Schnittstelle, die die mit den mit den LLMs haben, ist halt die Transformer-Architektur. Also das heißt, es ist die Architektur, die Die da in der Mitte ist. So, und wenn man anfängt, diese beiden, diese beiden Systeme, also diese Empfehlungsalgorithmen mit den LLMs zu korrelieren, dann, glaube ich, wird das super gefährlich für uns, weil dann hat keiner mehr irgendeine Chance. Und bevor das passiert, da muss halt der Gesetzgeber dann irgendwie einschreiten und deswegen sehr begrüßenswert, dass es da irgendwie, zumindest aus Holland, Vorstöße gibt.
19:42 Gavin Karlmeier
Ich habe direkt eine dystopische, düstere Geschichte, damit wir auch nochmal die Dringlichkeit von diesen Dingen, die du da gerade genannt hast, verstehen. Denn in Großbritannien gibt es eine Organisation, die heißt Global Witness. Und die hat mehrere Accounts erstellt auf komplett neuen und resetteten Handys. Das heißt, es gab keinerlei Hinweise auf diesem Telefon, wer da jetzt hintersteckt, wie alt diese Person ist. Und sie haben über diese Art und Weise sieben TikTok-Konten angelegt und sich so versucht als. Und sie sagen, auf allen Konten, also auf sämtlichen Konten, sei der eingeschränkte Modus aktiviert worden, ein Schutzmodus, der unterbinnen soll, dass Inhalte für Erwachsene, zum Beispiel sexuelle Inhalte, angezeigt werden. Was aber passiert ist, ist, dass bei drei der sieben Konten, beim ersten Anklick der Suchvorschläge, also kriegst du, wenn du auf die Suchklick-Vorschläge, drei der sieben Konten haben sofort Suchvorschläge für sexualisierte Inhalte angeboten bekommen. Und sie haben sogar explizite Videos von penetrativem Sex auf diesen Accounts sehen können, obwohl sie sich eben als 13-Jährige ausgegeben haben und es keinerlei Hinweise darauf gab, dass ihr Nutzungsverhalten eben nicht darauf schließen lässt, dass sie 13 sind. Sie haben TikTok die Möglichkeit gegeben, sich dazu zu äußern. Und TikTok hat gesagt, es seien Maßnahmen gegen die gemeldeten 90 Inhalte ergriffen worden, die eben die Organisation hier, wie heißt die, Global Witness gemeldet hat. Man muss aber davon ausgehen, dass diese einzelnen Content-Pieces, über die da gesprochen wird, dass die nicht kein des Problems sind, sondern die Art und Weise, wie eben tatsächlich solcher Content es trotzdem auf die Plattform schafft, obwohl er ja gegen viele Nutzungs Und dass der dann auch noch diesen Filter durchbricht, dass er Minderjährigen angezeigt wird, die in diesem eingeschränkten Modus sind und somit nachweislich nicht. . im Annäherdenden mit solchen Content überhaupt in Verbindung gebracht werden sollen. Das finde ich schon, zeigt wirklich, wie groß das Problem bei TikTok tatsächlich ist.
21:36 Elisabeth L’Orange
Ja, ich glaube TikTok wird vielerlei Hinsicht unterschätzt. Ich glaube, dass, also ich meine, in China ist TikTok verboten, das heißt, die haben ihre eigene Version von TikTok, die wesentlich besser ist, algorithmisch. Das heißt, die westliche Welt oder die Jugendlichen der westlichen Welt sehen halt nonstop diesen Schrott. Und ich muss dazu sagen, ich habe auch einen Haufen Kinder und die sind natürlich auch bei TikTok aktiv. Und was ich zum Beispiel sehr interessant fand, war, dass zur zur Wahl und auch vorher haben die sehr viel anti-amerikanischen Content ausgespielt bekommen. Und meine Kinder sind Amerikaner, das heißt, es war schon ein bisschen merkwürdig, ehrlich gesagt, dass deren Haltung dann zu Amerika sich über ein paar Wochen komplett gedreht hat. Und zwar basierend auf den Inhalten, die Sie halt auf TikTok gesehen haben. Und diese, also ich meine, die Algorithmen sind super perfide, meines Erachtens. Die sind neurooptimiert auf Verweildauer. Das heißt, dass dein kleines Dopaminzentrum irgendwie immer am Feuern ist. Der Dopamin ist tatsächlich die Währung unseres Jahrhunderts. Es geht nur noch um die Aufmerksamkeit und nur noch um das. Das Feiern von den Neurotransmittern im Gehirn. Und das heißt, dass das nicht härter reguliert wird, Wird, das wundert mich sehr. Ich meine, in Amerika gibt es ja immer die ganzen Bestrebungen, das Ding zu verkaufen und so weiter. Das heißt, die haben das schon verstanden, dass es eine Gefahr ist. Aber meines Erachtens ist das einer der größten Gefahren für unsere Kinder und für unsere Jugend, der wir uns dringend annehmen müssen. Und das ist wieder das Problem der Intransparenz der Algorithmen, die auch auf Meta sind. Nur der große Unterschied meines Erachtens zwischen Meta, also zwischen Instagram und diesen ganzen Apps und Und TikTok ist die politische Gesinnung dahinter. Also in Amerika ist ja der Gott immer, oder der Kapitalismus ist der Gott letztlich, das heißt es geht da immer ums Geld verdienen. Also das heißt, wie kann man, wie viel Werbung kann man ab oder wie viel Werbung wird ab wie vielen Millisekunden überhaupt vom Gehirn oder vom Nutzer wahrgenommen? Darum geht es denen am Ende. Das heißt, es ist alles auf Werbung optimiert, aufs Geld verdienen. Fair enough. Aber bei TikTok ist halt die Intention eine andere. Ich glaube, da geht es eher darum, die neue Generation in anderen Dingen halt sehr zu beeinflussen. Das heißt, da wäre diese algorithmische Überwachung noch viel, viel wichtiger, als es in irgendeiner Form bei den ganzen amerikanischen Tech. Produkten ist für mich?
23:56 Gavin Karlmeier
Das Ärgerliche ist ja, also ich habe direkt drei Fragen. Und wenn ich drei sage, meine ich immer zwei, aber ich fange mal mit der ersten an. Das Ärgerliche ist doch eigentlich, dass die Leute, die in den USA verstanden haben, wie gefühlt. TikTok ist, dass sie das nicht zum Anlass nehmen, sich zu überlegen, wie können wir es ungefährlicher machen, sondern dass die Leute, die dahinter stehen, Donald Trump, Larry Allison, Rupert Murdoch, die Liste ist ja relativ lang und besorgniserregend, dass die ja vermutlich nicht den Approach haben, hey jetzt der TikTok endlich ungefährlich für alle und demokratiefördernd, sondern wir doch schon davon ausgehen können. Dass das eher Leute sind, die TikTok zum eigenen Nutzen nutzen wollen, oder?
24:36 Elisabeth L’Orange
Ja, aber deren Nutzen ist, also Amerika ist halt halt die Definition der Kapitalisten, das heißt, deren Nutzen wird sein. damit Geld zu verdienen und weniger da ideologische Ideen durchzudrücken. Bei Allison und so weiter wird sicherlich der Wandel sichtbar sein. Also ich meine, natürlich sowohl Trump als auch Musk als auch Allison haben und auch Thiel haben sehr klare politische Motivation auch hinter ihren Social Media Plattformen und so weiter und versuchen da halt oder haben da ja diese eine quasi so eine anti anti-woke Bewegungen aufgebaut, auch durch ihre Social Media Plattformen. Nur, ich glaube, dass es weniger erfolgreich als halt ein TikTok sein wird, weil in Amerika, ich meine, wenn man, wenn man mal schaut, oder vom, wenn man mal einen größeren Zeithorizont hat, ja, oder mal aus Asiatischer Perspektive auf die USA schaut, dann oszillieren die immer von einem Extrem zum anderen. Wir erinnern uns alle noch an Obama, wir erinnern uns, das heißt, diese Diese Zeitintervalle, in denen verrückte Leute an der Macht sind, die werden immer kleiner. Das heißt, oder beziehungsweise sind gar nicht so lang. Deswegen, ich habe nicht so viel Sorge, ehrlich gesagt, vor den Amerikanern. Ich habe viel mehr Sorge vor aus anderen Gegenden der Welt sozusagen ideologisch regiert zu werden.
25:53 Gavin Karlmeier
Ich verstehe. Aber kann man denn diese These so angesichts dieses kolportierten Deals, von dem wir immer noch nicht wissen, ob er jetzt zustande kommt oder nicht, dass TikTok also zu 80% in amerikanische Hände geht, zu 20% beim. . chinesischen Bitents bleibt, die aber weiterhin 50% des Gewinnes bekommen plus 20% Lizenzgebühren für den Algorithmus. Klingt dieser Deal denn wirklich für dich nach einem Plan für Amerikaner Geld zu verdienen?
26:21 Elisabeth L’Orange
Ja, also Die Lizenzgebühren, des Algorithmus und so weiter, ich meine, die müssen dann ja nicht sonderlich viel mehr machen. Also, das heißt, die müssen ja nichts mehr entwickeln letztlich.
26:34 Gavin Karlmeier
Angeblich wollen sie ihnen neu trainieren.
26:36 Elisabeth L’Orange
Wie bitte?
26:36 Gavin Karlmeier
Angeblich wollen sie ihn komplett neu trainieren.
26:39 Elisabeth L’Orange
Ja, das will ich sehen. Ich glaube nicht, dass man so ein historisch gewachsenes System komplett neu trainieren kann. Ich glaube, die müssen nicht mehr viel machen, ehrlich gesagt. Also die müssen das hosten, die haben vielleicht Hosting-Fees, die haben vielleicht Maintenance-Fees, das heißt. Die werden ein paar hundert Entwickler da haben, die das Ganze am Laufen lassen müssen. Aber ich denke nicht, dass es da die gleiche Der gleiche Aufwand ist wie so eine App oder wie so ein System und diese Plattform neu zu bauen. Das heißt, die haben ja die existierenden User, es ist ja alles da. Am Ende kriegen die einfach einen Profit Share dafür. und haben vielleicht ein bisschen Einfluss darauf, also wie die Algorithmen zu sagen sind, aber ich denke, die haben auf jeden Fall die Guardrails. Also das heißt, wenn irgendwas zu extrem wird, dann werden die da schon ihre ihre Finger drauflegen. Und, was du sagtest, insbesondere bei solchen, irgendwie, äh, bei Content, der einfach absolut unangebracht ist für Kinder, weil dann unterliegt das Ganze ja auch amerikanischer Regulatorik und wird damit auch Meines Erachtens, also viel schärfer angegangen am Ende.
27:40 Gavin Karlmeier
Hast du denn, als du festgestellt hast, scheiße, meine Kinder werden anti-amerikanisch durch TikTok, hast du denn da Konsequenzen rausgezogen?
27:47 Elisabeth L’Orange
Ja klar, ich hab den Scheiß verboten.
27:49 Gavin Karlmeier
Ja, das heißt es gibt keinen TikTok mehr auf dem Telefon.
27:52 Elisabeth L’Orange
Also jetzt, ich muss jetzt noch mal gucken, was sie jetzt die Lage ist, aber ich hab dir das natürlich auch erklärt und die haben es eingesehen. Also ich würde sagen, meine Familie ist sehr, sehr, sehr liberal. Also aus amerikanischer Perspektive wahrscheinlich links
28:07 Gavin Karlmeier
Progressiv vogel.
28:10 Elisabeth L’Orange
Komplett auf der anderen Seite des Spektrums. Deswegen, ich habe denen das erklärt und die sind schon alt genug, um das zu verstehen. Das heißt Ich gehe davon aus, dass das gefruchtet ist, aber ich kontrolliere die Handys jetzt auch nicht täglich. Ich muss mal schauen, wie die Lage ist. Nur die haben dann auf jeden Fall in dem Kontext angefangen, Verständnis dafür zu entwickeln. Und das war das Wichtigste, das war die Lektion dahinter.
28:31 Gavin Karlmeier
Voll, ja. Und dass man auch reflektiert, was man da eigentlich sieht und so. Wir haben vorhin mal kurz schon mal den Weimar-Tag angesprochen und sind über Wolfram Weimar gesprochen. Der hat jetzt, wie RND-Exklusiv berichtet, also das Redaktionsnetzwerk Deutschland, hat jetzt gegen Google eine Kampfansage erklärt, weil er kartellrechtliche, regulatorische und steuerliche Schritte plant gegen Google. Er möchte Monopole zerschlagen, was ich eine sehr, also. Ist ein großes Vorhaben, als deutscher Kulturstaatsminister Google international zerschlangen zu wollen, aber meinetwegen. Aber er erwägt eben eine Sonderabgabe. gegen Google zu erheben, weil diese eigentlich dem deutschen Presserecht unterliegen sollten. Weil die Dinge, die sie tun, also zum Beispiel die KI-Zusammenfassungen am Ende auch Pressegut sein, also redaktionelle Inhalte, die angezeigt werden und deswegen auch so verstanden werden müssten. Was interessant wäre, denn wenn das der Fall wäre, dann gäbe es durchaus Überlegungen, wie geht man eigentlich damit um, dass da Falschaussagen stehen. Und würde das dann, direkt der nächste Gedanke, würde das dann nicht am Ende alle Chatbots eigentlich betreffen?
29:36 Elisabeth L’Orange
Ja, und ich finde, das ist eine super relevante Frage und diese Frage stellt sich ja schon seit langem und lange, lange, lange versucht sich Google und die anderen auch dagegen zu wehren, von einer Plattform als Publizist zu. kategorisiert zu werden, also als ein Medienhaus. Und in der Vergangenheit habe ich diese Argumentationskette auch noch ein bisschen eingesehen. Da haben die ja gesagt, die bieten immer nur die technische Infrastruktur, damit die ganzen Nutzerinhalte teilen können und finden können. Also auf YouTube und Google und so weiter. Und das heißt, sie tragen, können ja gar nicht irgendwie die gesamte Verantwortung für die Inhalte Dritter tragen. Fair. Aber ich finde jetzt mit den Zusammenfassung, beziehungsweise den neu erstellten Inhalten, was sie ja definitiv sind. Da werden ja Sätze, Buchstaben neu zusammengestellt. Das heißt, für mich ist es eine neue Erstellung von Inhalten. Und eben auch redaktionell bearbeitet, wenn du so möchtest. Also von der KI, aber ist so. Das heißt, in dem Moment, finde ich, trägt Google und weiter, die anderen auch, die Verantwortung für das Veröffentlichen der Inhalte. So, und damit wird sich das Blatt. Wandeln, yeah, inwieweight it damage, to be discussed. But it's for me show mal a An der Bewegung in the rich, weil irgendwer muss doch die Verantwortung dafür traten. And it can also for the KI generierten inhalte.
31:04 Gavin Karlmeier
kriegt die Verantwortung. Es ist ein ganz doofes Beispiel. Stell dir vor, du hast einen Fleck in der Hose, fragst ChatGPT, wie kriege ich diesen Fleck aus der Hose, kriegst einen Vorschlag und der ist falsch. Dann bist du erstmal, als dich auf den falschen Tipp verlassen, das Pech gehabt, schade, Schokolade. Aber trotzdem gibt es ja jemanden, der verantwortlich ist für diesen Fehler, der dich falsch beraten hat. Nur gibt es bislang niemanden, den du damit sozusagen beschäftigen kannst, dass es diesen Fehler gibt. Und das ist ein ganz kleines Beispiel. Also auch keine großen Auswirkungen auf Unternehmen, aber da ist ein Sachschaden entstanden, der aufgrund einer falschen Beratung entstanden ist. Und für diese falsche Beratung will aber niemand verantwortlich sein, weil man sagt: Das hat der Computer sich ausgedacht. Und das ist Wilder Westen. Und theoretisch Und jetzt gehen wir kurz auf die Meta-Ebene. Im wahrsten Sinne des Wortes, theoretisch betrifft das aber ja nicht nur generierte Texte, sondern. . Die Diskussion, ob auch zum Beispiel algorithmische Sortierung von sozialen Medien nicht auch eine redaktionelle Vorauswahl sind, die beschäftigen in den USA hunderte Bundesgerichte ständig. Also es gibt ja dort die Section 230, die eigentlich Eigentlich sagen, soziale Medien sind eben nur Plattformbetreiber und alle Leute, die dort Inhalte veröffentlichen, sind dafür verantwortlich, dass sie eben nicht. . Gesetzeswidrig sind. Aber wäre das nicht genau der richtige Anpack, auch für uns zu sagen, naja, also in dem Moment, wo ein Algorithmus eine Entscheidung trifft, ist das die redaktionelle Vorauswahl des Unternehmens. Und das Unternehmen überlegt sich, machen wir das von Hand oder machen wir das Handy. Das ein Computer von Hand natürlich illusorisch nicht umzusetzen, aber vermutlich betrifft das alle Dinge, die automatisiert Inhalte sortieren oder generieren, oder?
32:42 Elisabeth L’Orange
Ja, ich sehe das auch so. Auch diese, die, die du anspruchst, die Section two thirty ist ja der Communications Decency Act. Das heißt, die also DC heißt ja so viel wie Anstand, was sich so ein bisschen Oxymroh, weil ich weiß nicht, wie viel Anstand dahinter ist letztlich. Das heißt, der Plattformbetreiber haftet natürlich nie. Natürlich, und ich glaube, das ist der Fehler in der Idee des Gesetzesgebers gewesen, dass sie nicht gleich nicht Algorithmen mit Menschen gleichgesetzt haben. Also das heißt, dass sie nicht die künstliche Intelligenz auf der einen Seite mit der menschlichen Intelligenz gleichgesetzt haben. And as these Gesetze geschrieben wurden, gab es das ja noch nicht in der Form wie es jetzt vorhanden ist. Und dadurch, dass das jetzt immer mehr um entwickelt wird und auch die künstliche Intelligenz zum Punkt kommt, in der sie schlau ist als der Mensch, ja muss man das irgendwann gleichsetzen. Das heißt, jegliche Maschinen, also jegliche Empfehlungsmechanismen, muss man gleichsetzen mit redaktioneller Arbeit am Ende. Deswegen und redaktionellen Einfluss. Und das ist für mich auf jeden Fall sollte die Zukunft sein. Und dann müssen die Anfangen eben eben eben dafür zu haften, aber eben auch Steuern zu zahlen. Es gibt dann ja von Weimar diesen Vorstoß, dass die dann Abgaben auf die Werbung zahlen und so weiter. Meines Erachtens ist das auch lange, lange, lange überfällig. Wenn man bedenkt, wie viel die großen Plattformen von den Europäern profitieren. Und wie wenig dafür Steuern gezahlt wird.
34:13 Gavin Karlmeier
Ja. Und also wir müssen natürlich theoretisch eigentlich schon da ansetzen, dass diese ganzen. EU-Steuersparmodelle, wie heißen die? . Du kennst die wahrscheinlich die Spieler.
34:22 Elisabeth L’Orange
Double Irish Sandwich heißt es.
34:23 Gavin Karlmeier
Genau, dieses. Dass das natürlich ein absolutes Kuriosum ist, dass wir so als EU, als geschlossener Wirtschaftsraum irgendwie auftreten wollen, international und werbe. dass man hier hinkommen soll. Und dann kommst du hier hin und hast die Möglichkeit, okay, ich muss einfach nur in diesem Unternehmen, muss ich meine Marke anmelden, dann zahle ich mir dahin die Lizenzgebühren, da kommen dann keine Steuern drauf, in dem anderen Land mache ich meine Merchandise-Umsätze. Und am Ende zahlt man keine Steuern in Europa. Das, finde ich, ist schon der erste Denkfehler, der erste Geburtsfehler in dieser ganzen Konstruktion, weil das kann nicht sein. Trotzdem daran anschließend, solange das so ist, müssen wir natürlich darüber sprechen, ob wir nicht irgendwelche. welche anderen Wege diese großen Tech-Plattformen dazu bringen, auch Teile ihres hier erwirtschafteten Geldes eben auch zu versteuern. Und wenn es dann eben über eine Digitalsteuer passiert, why not?
35:14 Elisabeth L’Orange
Ja, exakt. Ich meine, das Problem ist ja nicht nur, dass sie dass unsere Daten, es ist ja zweierlei, ist wie so ein Januskopf. Auf der einen Seite sind wir Objekt und auf der anderen Seite sind wir Subjekt der KI. Das heißt, wir werden ja nicht nur dafür genutzt, dass auf unseren Daten trainiert. Sondern wir werden natürlich auch dazu genutzt, dass wir unser Geld ausgeben, quasi auf den Plattformen. Und dieses Zweierlei, finde ich, macht das noch schwieriger Ich bin ja total fine damit, dass die Platform to Verfügung stellen. Nur momentan das ganze Kapital. Fließt ja ab, das heißt, es fließt in die USA und in den USA wird dann damit Infrastruktur gebaut, um weiter KI zu trainieren. Also das heißt, momentan geben diese großen Tech-Unternehmen nehmen ja jeden Cent, den die haben, für Datencenter aus, um dann eben KI-Modelle zu trainieren. Am Ende ist das kritische Infrastruktur. Das heißt, das ist das, wo das Wissen bleibt. Das ist die Hoheit über Inhalte weltweit. Und es bleibt alles in den USA. Das heißt, wir sollten uns wirklich überlegen, ob wir das wollen.
36:24 Gavin Karlmeier
Stimmt. Also vielleicht müssen wir auch unsere Daten besteuern.
36:28 Elisabeth L’Orange
Ja, sollten wir machen. Auf der anderen Seite, also ich meine, Katharina Reiche und Jens Spahn und so weiter finden das ha haben da ein bisschen haben Vorbehalte gegen Weimarsplan, weil die sind natürlich besorgt mit wegen des Zollstreits mit den USA, dass das Ganze dann noch verschärft. Und Trump hatte, glaube ich, auch gedroht, dass Staaten, die eine Digitalsteuer oder irgendwelche anderen Regulierungen auf einmal auffahren, Dass er die mit zusätzlichen Zöllen auf die Ausfuhren in die USA belegt. Und ich weiß nicht, also ich meine, zum Beispiel Österreich, die haben auch eine Digitalabgabe, das heißt, große Plattformen sind da seit 2020 verpflichtet. Fünf Prozent der Einkünfte aus den Werbe aus der Werbevermarktung abzuführen. Das heißt, ich glaube nicht, dass es alles so schwarz und weiß ist und man kann sich schon dem Ganzen so ein bisschen Man muss ja nicht gleich mit dem Vorschlag haben wir da hauen, man kann ja nur ein bisschen fordern und dann sich immer langsamer ein bisschen steigern und gucken, wo da die Schmerzgrenze ist. Das wäre mein Plan.
37:23 Gavin Karlmeier
Schmerzgrenze ist ein gutes Stichwort fürs nächste Thema. Ich würde das übrigens mitgehen. Ich finde das sehr klug, was du sagst an dem Punkt. Aber wir müssen kurz über Eisblock sprechen. Muss man leider sagen, war eine App, über die wir hier schon mal gesprochen haben. Wir wissen, in den USA gibt es diese sogenannte Einwanderungsbehörde, ICE oder im Eis. Das sind eigentlich der Schlägertrupp des Zolls, wenn man so möchte. Die laufen durch die durch die Staaten und suchen eben Leute, die nach ihren Augen wie ein illegaler Migrant aussehen und prügeln sie aus dem Land. Ein bisschen verkürzt gesagt. Also, aber so in etwa passiert das ja gerade. Es gibt auch Dutzende Videos, die genau das, was ich gerade so ein bisschen überspitzt gesagt habe, eigentlich belegen. Und es gab eben, weil diese Truppen eben auch in Zivil rumlaufen oder eben auch häufig gar nicht zu erkennen sind, gab es eben eine Apps im App Store, mit denen Menschen sich warnen konnten davor, wo eben diese IC-Truppen herumlaufen. Und eine dieser Apps war Iceblock, die in den letzten Tagen durch Apple aus dem App Store entfernt wurde. Apple selber hat sich, wenn ich das richtig sehe, nicht deutlich dazu geäußert, sondern sie sagen nur, ihnen geht es darum, die Sicherheit ihrer NutzerInnen aufrechtzuerhalten. Also eine sehr schwammige, vorsichtige Formulierung. Der Entwickler selber hat sich dazu auch noch nicht geäußert. von iceblock, das heißt es ist alles noch relativ frisch und aktuell. Aber ich habe gleich so ein paar Sachen, die das Ganze vielleicht so ein bisschen anderseren Blick darauf. Für die Leute, die die App bereits installiert haben, ist das keine wichtige Information, weil die App bleibt auf dem Telefon. Aber du kannst sie eben nicht mehr neu aus dem App Store herunterladen. Und man kann davon ausgehen, dass das passiert ist, nachdem diese Behörde. Also das Justizministerium in den USA hatte schon gesagt, hier werden Agenten in Gefahr gebracht und diese App befeuert das. . Wir müssen verhindern, dass es diese App gibt. Also es gab offenbar Druck aus dem Justizministerium, eben nicht nur gegen Apple, sondern auch gegenüber Google. Dort gab es zwar nicht die IceBlock-App im Android Play Store, aber die der App Red Dot, die am Ende dieselbe Funktion hatte. ein bisschen kleiner war als Iceblock. Auch die wurde entfernt und das hat Google aber immerhin begründet gegenüber Formedia damit, dass Icebeamte als gefährdete Gruppe gelten und deswegen diese App nicht mehr zur Verfügung stehen darf, weil hier eine gefährdete Gruppe oder der Standort einer gefährdeten Gruppe preisgegeben wird.
39:48 Elisabeth L’Orange
Ja, ich glaube aber, also Apple hat sich tatsächlich auf die Strafverfolgungsbehörden berufen, die sagten, dass die Informationen bereitstellen und so weiter und es gäbe dann Gefährdungspotenziale. Also das heißt, Apple sagt natürlich hoch, um Gottes Willen, dass also es wurde immer dieses dieses eine Shooting angeführt, was das gerade das es gerade gab, in denen mehrere Eisbeamte erschossen werden sollten, aber gleichzeitig wurden auch leider ich würde nicht sagen Inhaftierte, das klingt so blöd, aber wurden Migranten oder oder Menschen mit migratorischem Hintergrund leider erschossen. In dem Kontext, also darauf beruft sich letztlich Apple. Und der Gründer der der App hat, ähm, ich glaube, da hat ein, also der Gründer der App Berief sich tatsächlich auf die aufs Dritte Reich und sagte, dass er genau sehe, dass das Gleiche in den USA gerade passiere und das sei seine Motivation dahinter gewesen, was ich irgendwie sehr nobel finde. Ich weiß nicht, also es ist natürlich, Apple beugt sich natürlich wie alle anderen Unternehmen auch offensichtlich den Gebahn der US-Regierung, weil die US-Regierung momentan halt zu mächtig. mit rumrührt in den verschiedenen Tech-Blasen sozusagen oder auch Medien, was wir auch gesehen haben mit Kimmel, da war, war ja nur unter Also nur weil die halbe Welt quasi ihren Disney Account, your subscription gelöscht hat, hat sich Disney ja überhaupt bewegt. Und bei Apple müsste man quasi das Glas. Machen. Nur das Problem ist natürlich, dass es das Hoheitsgebiet der USA ist. Und ich weiß nicht, also im Prinzip müssten die das System hacken und andere Möglichkeiten finden, meinetwegen auf Google Apps irgendwie oder auf auf Google Maps irgendwelche Standorte zu teilen oder so, damit sie davon damit sie den gleichen Effekt haben. Also es ist natürlich wieder der, der Die US-Regierung oder die US-Regulatorik ist wie so ein gigantischer Tintenfisch momentan, die überall ihre Arme drin haben. Ob sie es jetzt dürfen oder nicht, ist einmal dahingestellt. Also eigentlich haben ja. Also ich glaube, es hat mehrere Probleme. Erstens, warum hat der App Store so viel Macht überhaupt? Und das ist eine ganz andere Frage letztlich, die ja auch mehrfach diskutiert wurde. Aber es kann eigentlich nicht sein, dass That a privates underneath infrastructural so viel power had that for sorgen can that man quasi Apps die zur lebenswichtigen Technologie für alle geworden sind, dass die da die sagen, was darf auch den Geräten sein und was nicht? So, das ist Nummer eins. Dann Nummer zwei, dass die Regierungen Applikationen verbietet, die ja eigentlich keinen Schaden haben erstmal, sondern nur Standorte teilen. Und die nannten sich das Ways, ja, für Immigrants sozusagen. Also das ist Finde ich auch schwierig, ja. Also, das heißt, es sind ja private Plattformen und das ist eben die Argumentation auch, dass es halt eine Frage des First Amendments ist. Und damit halt vor staatlicher Zäsur schutzt und eben private Unternehmen wie Apple machen dürfen, was sie wollen. Und ja, und dann also ich finde es schwierig, da letztlich der dem Druck der staatlichen Behörden nachzugeben, aber es sind halt momentan die USA und da läuft ein anderer Wind. Aber weißt du was, wusstest du tatsächlich, was ich auch perfide finde? Dass es immer wieder Eis im Menschen gibt, die die so tun, als seien sie Eisbeamten Beamte.
43:29 Gavin Karlmeier
Nee, wusste ich nicht.
43:30 Elisabeth L’Orange
Und um tatsächlich in also jetzt in während Trumps Zweitem Term gibt es mehr Fake ICE Agents, als es jemals vorher gegeben hat. Also diese Behörde ICE gab es ja schon länger. Es ist ja nicht so, dass es die, also schon 2009 unter Obama. Gab es Ice Raids, aber natürlich nur ganz, ganz wenige. Und jetzt dieses Jahr alleine, seit Januar, gab es 25 Fake Ice Raids Rates. Also 25 Mal haben Menschen so getan, als seien sie Eisbeamter sind mit schwarzen, großen Wagen und vermummt. als Schlägertrupp verkleidet in irgendwelche Läden eingebrochen und haben Leute rausgezogen. Also finde ich auch das Ganze nimmt Formen an, das erinnert mich schon sehr an 1933.
44:15 Gavin Karlmeier
Ja, das ist so. Um nochmal so ein bisschen auf diese Richtlinien zu kommen, über die Google gesprochen hat, weil dieser Verweis auf sie seien eine bedrohte Gruppe. Der lässt sich mit den Richtlinien nur so halb, sag ich mal, stützen. Denn in den Richtlinien des Google Play Stores steht: Es sind keine Apps zugelassen, die Gewalt gegen Gruppen aufgrund ihrer Rasse, ethnischen Herkunft, Religion, Behinderung, Nationalität, Veteranenstatus, sexuellen Orientierung. Geschlecht, Geschlechtsidentität, Kaste, Einwanderungsstatus oder anderer Merkmale, die mit systematischer Diskriminierung oder Marginalisierung verbunden sind, fördern. Und im Zweifel hat diese App das ja nie getan. Also es gab nie das Ansinnen hinter dieser App, dass Gewalt gegen diese Beamte ausgeübt wird, sondern im Gegenteil, sich vor der willkürlichen Gewalt dieser Beamten zu schützen. Also dass auch Google da hier entsprechend gespurt hat, finde ich schon. bin ich da schon sehr, wie du sagst, sehr düster, sehr besorgniserregend. Und ich musste daran denken, dass ich damals eine App auf dem Telefon hatte. But I had an app off the telephone with the Controlleuren warnen konntest. And this had in the end the same idea. Nur längst nicht so existenzbedrohlich wie im Eisblock in den USA für die Menschen, die von den Eisbeamten im Zweifel bedroht sind, also im Zweifel alle, die nicht weiß sind. So und das also diese dieses Ansinnen eine Technologie zu benutzen, um dein demokratisches Recht wahrzunehmen, mit anderen Menschen in Kontakt zu treten und zu warnen, wenn irgendwo Gefahr droht. Das wird dir ja komplett unterwandert von einer von einer Willkür eines autokratischen oder autoritären Regimes.
46:03 Elisabeth L’Orange
Ja, aber hier, weißt du, ich meine, aus juristischer Perspektive ist es meistens eine Verhältnismäßigkeit und Interessenabwägung. Also das heißt, du guckst, wiegt das Interesse der öffentlichen Sicherheit schwerer letztlich als das Interesse der betroffenen Communities, gewarnt zu werden. Und diese beiden Dinge Wegst du halt gegeneinander ab? Und bottomline, es ist dann immer eine politische Frage. Und also erstens, auch wenn die amerikanische Regierung natürlich autokratische Formen und so weiter annimmt, er ist immer noch Er ist immer noch demokratisch gewählt gewesen. Und ich will nicht sagen, jedes Land kriegt den Führer, äh, aber jedes Land kriegt den Präsidenten, den es verdient. Wenn die diese Regierung wählen, dann bekommen sie sie auch. Und ich glaube auch viele und auch alle, die ich kenne, die früher mal republikanisch waren, die haben ihn zu wählen, Sehr bereut. Also alle haben im Nachhinein würden sie es nie wieder tun und können es gar nicht abwarten, dass er quasi verschwindet. Aber diese, diese. Interessenabwägung ist natürlich die, aus deren Perspektive sagen die natürlich, das sind Kriminelle, die vermeintlichen zur Abwägung. Abzuschiebenden, auch wenn es Kleinstkriminelle sind. Also aus deutscher Perspektive würde es gar nicht, ähm, würden würden wir darüber gar nicht irgendwie nachdenken. Jemanden, der einmal einem bei einem EDK irgendwie eine Milch geklaut hat, dann wieder zurück abzuschieben. Aber dort ist es halt so, dass und dass das deren Abwägung ist. Das heißt, für die ist es der Schutz des Landes gegen die kriminellen illegalen Einwanderer versus halt die Freiheit von Apple, solche die Technologie auf deren Plattform laufen zu lassen. Also, das heißt, ja, also ich weiß, am Ende ist es halt eine politische Frage und die wird selbstverständlich Gegen alle Menschen mit Migrationshintergrund gefällt.
47:50 Gavin Karlmeier
Ja. Und um da jetzt direkt noch einen draufzusetzen, weil diese Abwägungssache geht ja auch in die andere Richtung, denn das Eis plant wohl, wie Wired berichtet. fast 30 Auftragnehmer einzustellen, also Subunternehmen sozusagen, die nichts anderes tun, als Beiträge, Fotos und Nachrichten in Social Media zu durchforsten, die dann in Informationen für Abschiebungsratien und Verhaftungen umgewandelt werden soll. Teilweise zeigen diese Unterlagen sogar, dass du, dass es so Dringlichkeitsteams geben soll, die innerhalb von 30 Minuten die komplette Recherche der Social Media Profile einzelne verhandeln Verdächtiger durchforsten, um dem Eis sozusagen oder Grundlagen zu liefern, um diese Razzia zu rechtfertigen. Das ist eine wahnsinnig spannende, düstere, dystopische Recherche. Ich packe das mal komplett in die Shownotes, aber weil wir werden die nicht komplett kleinteilig auseinandernehmen können. Aber dieses 24-7 Social Media Surveillance Team, wie sie es nennen, das Macht natürlich so richtig schlechte Laune, ehrlicherweise.
48:49 Elisabeth L’Orange
Ja, genau, und das sind für Kombination mit Palantir, wenn du da noch Technologie drauflegst Macht das natürlich zum Überwachungsstaat einspunkt null. Also das stellt er wahrscheinlich die neunzehnte dreiunddreißig nicht in den Schatten, aber es wird sehr ähnlich werden, glaube ich, irgendwann. Wenn, wenn das so weitergeht. Aber ich bin, wie gesagt, wie ich vorhin sagte, ich bin der absoluten Meinung, dass das in den USA von einem Extrem zum nächsten schlägt. Und ich glaube sehr, dass wir Gavin Newsom als neuen Präsident haben werden in vier Jahren und oder drei Jahren und das Ganze sich das Land dann ein paar Jahre brauchen, um Wunden zu lecken, aber sich davon erholen wird.
49:23 Gavin Karlmeier
Ich mag deinen Optimismus, ich nehme ihn mit. Um das noch mal kurz zusammenzubringen, was du gerade gesagt hast, nämlich diese Zusammenfassung von Informationen. Wir haben ja, als das Doge damals durch die durch die Behörden getrampelt ist und die Festplatten mitgenommen hat, haben wir ja schon darüber gesprochen, dass Diese großen Datenbanken, diese Karteien, die da angelegt werden sollen, dass sie düster sind. Wired hat das hier mal zusammengetragen, was dieses Team sozusagen alles an Daten bekommen könnte oder welche Daten dann am Ende zusammenlaufen würden. Sie sagen öffentliche Beiträge, Fotos und Nachrichten. auf Plattformen von Facebook über Reddit bis zu TikTok. Außerdem könnten Analysten damit beauftragt werden, auch im Ausland ansässige Websites wie das russische V-Kontakt. zu überprüfen. Das würde dann alles mit Datenbanken wie LexisNexis Accorint oder Thomson Reuters Clear ausgestattet werden. Darin befinden sich Eigentumsunterlagen, Telefonrechnungen, Versorgungsleistungen, Fahrzeugzulassung und andere persönliche Daten. Und die werden dann am Ende alle zusammengeführt. Also das ist genau wie du sagst der perfekte Überwachungsstaat. Und wir haben ja hier schon mal vor, das ist gefühltem Jahr her, über diese Dystopie gesprochen. Nee, so lange kannst du nicht ja sein. Trump war schon Präsident. Über die Dystopie gesprochen, dass ein Polizei. . Auto, scannt während der Fahrt alle Nummernschilder und sehen sofort auf ihrem System, wer steckt dahinter, ist der polizeilich gesucht, ist das Auto geklaut. Wenn du das aber dann noch andickst mit diesen ganzen Informationen, über die wir gerade gesprochen haben, dann hast du den perfekten Überwachungsstaat.
50:46 Elisabeth L’Orange
Genau, und dann korrelierst du das Ganze noch mit deinen Daten deiner Wearables. Deiner Apple Watch, deines Ura-Rings, was auch immer du an Sporttrackern nutzt. Hast du die perfekten Profile? Ich habe original alle meine ganzen Wearables abgelegt. Ich habe zu Hause kein Smart Home, ich habe gar nichts. Weil das Problem ist immer, sobald du irgendwo Daten erhebst, Und du vermeintlich nur Zugang, dass du hast, kannst du sicher sein, dass irgendwer sonst das auch irgendwann haben wird.
51:16 Gavin Karlmeier
Ja, wow. Ich hoffe, dass es sich viele Leute sich gerade anhören. Ich hab eine Smartwatch und ich trage die so sehr partiell, bis es immer wieder diesen Punkt gibt, von dem du sprichst, wo man entweder ein schlechtes Gefühl hat, was da gerade alles getrackt wird. Oder auch andersrum, ich so Digital Wellbeing ein schlechtes Gefühl habe und denke, muss ich jetzt wirklich am Handgelenk erreichbar sein? Ich glaube nicht.
51:40 Elisabeth L’Orange
Aber weißt du, wenn der Scheißring dir morgens sagt, dass du schon wieder schlecht geschlafen hast und den ganzen Tag eine schlechte Laune hast, weil du denkst, verdammt, ich hätte mal irgendwie um 22 Uhr ins Bett. . Gehen soll nicht erst um eins. Dann, wie auch immer. Also es verkürzt auf jeden Fall meine Glücklichkeit täglich, wenn ich dauernd daran erinnert werde, dass mein Lifestyle irgendwie nicht gesund ist.
51:58 Gavin Karlmeier
Das ist übrigens auch so ein Faktor. Dass man erst merkt, dass man schlecht geschlafen hat, wenn es einem die Technik sagt und bis dahin eigentlich davon ausgeht, ach so schlecht war die Nacht doch gar nicht.
52:06 Elisabeth L’Orange
Ja, genau. Außerdem, ich meine, guck mal, Ura hat eine hat eine Partnerschaft mit Palantir. Und zunächst soll es Die Daten sollen sehr sicher sein und es soll keinen Crossover geben und das sei nur zum Ausstatten der Troops und keine Ahnung was. Bestimmt, ja, aber sind wir dem sicher? Weiß ich nicht. Also kann man sicher, also ich, wie gesagt, ich möchte keine Gerüchte in die Welt setzen und so weiter, aber es hat tatsächlich in dieser ganzen Wearable Community, gab es einen Aufruhr, als diese Partnerschaft bekannt gegeben wurde. Und ich kann die Sorge so ein bisschen teilen.
52:36 Gavin Karlmeier
Ja, hundertprozentig. Also angesichts der Dinge, über die wir hier in den letzten drei Jahren so sprechen, muss man sagen, dass da jede Sorge komplett berechtigt sein wird.
52:44 Elisabeth L’Orange
Und viel wurde auch wahr. Also das heißt, alles was wir, alles was nach totaler Dystopie und völlig unrealistisch klang vor fünf Jahren, ist so eingetreten und noch schlimmer.
52:57 Gavin Karlmeier
So ich hab noch eine kleine lockere Social Media Geschichte bevor wir in unsere Rubrik gehen. Denn Snapchat hat angekündigt Dass du, wenn du in der Vergangenheit, also du, ich weiß nicht, ob du das auch getan hast, aber ich habe so 2016 sehr viel auf Snapchat gepostet. Und diese ganzen Dinge, die ich da gepostet habe, die sind in einem Archiv gelandet. Und man denkt sich so gut, ich habe da dieses Archiv, das ist sozusagen unbegrenzt, ist wie YouTube, ist wie Instagram, alles was ich da hochlade, bleibt da liegen. So, jetzt hat Snapchat aber angekündigt, dass alle Memories, die älter als zwölf Monate alt sind, nur ein Gesamtspeichervolumen verwenden. von 5 GB beanspruchen dürfen. Ansonsten werden sie gelöscht, es sei denn, du zahlst dafür. Es gibt die Möglichkeit, Speicherpläne abzuschließen für 100 GB, 250 Gigabyte oder 5TB für deine frühen Memories, für dein Archiv, damit du eben die Dinge, die du irgendwann machst, gepostet hast, der bei Snapchat auch noch anschauen kannst.
53:48 Elisabeth L’Orange
Das ist ja wild. Brauchst du das?
53:50 Gavin Karlmeier
Nee. Auf keinen Fall. Aber die spannende Frage, die sich da anschließt, ist, ob YouTube, ob Meta, ob die damit alle mitziehen werden. Also ob wir das jetzt bald überall feststellen, werden, dass die Daten, die wir dort speichern, dass die nur einen begrenzten Speicherplatz zur Verfügung gestellt bekommen.
54:09 Elisabeth L’Orange
Ich glaube, die für anderen Plattformen verdienen wesentlich mehr Geld. Das heißt, du bezahlst mit der Werbung. Also du zahlst momentan für den Speicher noch mit deinen Daten und dem Geld, was du da ausgibst. Also Trainingsdaten auf der einen Seite und Werbekunde auf der anderen Seite. Aber irgendwann wird das sicherlich auch eine Idee von denen werden. Nur die Frage ist, ob es nicht besser ist, vergessen zu werden, oder? Jeder hat doch das Recht auf. Vergessen zu werden. Und ich finde das gar nicht so schlecht, wenn die irgendwann alle anfangen, den ganzen Quatsch, den ich vor 20 Jahren irgendwie erstellen habe, zu löschen.
54:40 Gavin Karlmeier
Aber glaubst du, dass du und das finde ich interessant, die werden ja dann gelöscht, also vom These. Weiß ich nicht, ob es stimmt. Meta, LinkedIn, Snapchat, die haben alle jetzt damit angefangen, ihre KI zu trainieren mit historischen Daten. Das heißt, jetzt sind die gespeicherten Daten, die Videos, die da liegen aus der Vergangenheit, für die nutzlos. Also jetzt können sie damit nicht mehr so richtig viel anfangen und sind eigentlich nur eine Art Service für den Nutzer, die Nutzerinnen, um sich das nochmal in der Vergangenheit anzuschauen oder nochmal zu posten. Die sind aber längst in den Trainingsdaten, also warum sollten sie die da noch im Rohformat rumliegen lassen? Ich könnte mir vorstellen, dass sie irgendwann auf den Gedanken kommen, dass dein Archiv bei Instagram nur noch ein Jahr funktioniert und wenn du mehr willst, dann musst du Instagram Plus Premium, wie heißt es denn, abschließen. Also ich würde es nicht aufschließen.
55:28 Elisabeth L’Orange
Nein, ich würde das auch nicht ausschließen. Ich glaube auch, dass keiner damit gerechnet hat, dass Google irgendwann für die Cloud abrechnet, was ihr dann irgendwas. Also ich hab ich zahle bei Google jeden Monat mein meine Beiträge, weil ich persönlich auch finde, dass sie das beste Produkt haben in diesem ganzen Cloud-Bereich. Also für mein Nutzungsverhalten nutze ich die ganzen Google-Produkte. Aber die, na klar, also Speicher kostet ja auch. Irgendwann, weißt du, irgendwann nimmt das alles Formen an. Vor allen Dingen, wenn wir anfangen, alle Videos zu speichern und Dateien, die sehr groß sind. Klar muss das irgendwann ein Ende haben. Es werden ja auch immer mehr Menschen, immer mehr User, immer mehr Nutzer. Wie wir gesehen haben, Social Media in den USA wächst immer noch. Abgesehen vom Rest der Welt. Also klar.
56:11 Gavin Karlmeier
Hordest du denn Daten? Bist du eine Datenhorderin oder eher nicht so?
56:15 Elisabeth L’Orange
Ja, aber sehr unstrukturiert. Also es gibt ja Leute, die haben irgendwie so, haben Alben bis 2000 oder bis 1999 irgendwie durchstrukturiert und Fotoalben und so weiter. Ich mache überhaupt nicht. Ich habe mal geschaut, ich habe irgendwie 74. 000 Fotos auf meinem Handy angeblich. Dann habe ich bestimmt noch vier, fünf Platte, äh, vier, fünf Festplatten, aber mir ist es egal. Also ich glaube, die Suchfunktionen werden immer besser, die Suchalgorithmen von Google Co. Das heißt, ich vertraue völlig darauf, dass wenn ich irgendwas suche, ich es finden werde über Weißt du, über Gesichter in den Fotos und so weiter. Das Sortieren von Daten oder das Ablegen und so weiter, das sind für mich so unfassbar schmerzhafte Aufgaben, zu denen ich keinen Bock habe und die meine Zeit nicht wert sind. Aber es gibt Menschen, die machen das gerne und die haben auch Fotoalben mit irgendwie Jahreszahlen hinten dran sortiert und so, aber ja, viel mehr.
57:02 Gavin Karlmeier
Nee, ich bin genauso wie du. Ich bin beruhigt, dass du nicht alle Weil ich hab mich immer mit Thorsten Beek darüber gestritten, weil ich ja auch über dreißigtausend Screenshots noch auf dem Handy gespeichert habe. Und er hat 300 und alles löscht. Und er hat gesagt, ich hätte ein Problem, weil ich das nicht lösche. Jetzt weiß ich, ich bin nicht alleine.
57:19 Elisabeth L’Orange
Nein, das sind alles, also aus meiner Perspektive sind das immer Menschen, die sehr viel Struktur brauchen, um zu funktionieren. Ich funktioniere super in einem Chaos.
57:31 Gavin Karlmeier
Apropos Struktur, wir haben eine Rubrik, die das Ganze hier so ein bisschen strukturiert und da gehen wir jetzt einmal kurz rein. Funktionen und Emotionen. Das Spiel ist ganz einfach. Ich erzähle dir von neuen Funktionen, die Social Media Plattformen angekündigt haben oder die Reverse Engineers entdeckt haben. Und du kannst mir sagen, fühlst du etwas? etwas oder nicht. YouTube hat angekündigt, dass Dynamic Ads auch in alten Videos funktionieren und zwar nicht nur im Sinne von Spotplatzierungen, sondern du kannst quasi selber einen Werbespot aufnehmen. dass du in deine Videos einfügen und kannst in deinen Videos auch solche kleinen Werbemarker setzen, in denen dann eben Videos, Werbevideos sozusagen platziert werden. Führt im Umkehrschluss dazu, dass Premium-NutzerInnen bei YouTube die Möglichkeit haben, auch eingebrannte Werbung zu skippen.
58:19 Elisabeth L’Orange
Fühl ich nicht.
58:20 Gavin Karlmeier
Nee? Ich find's super. Weil das die mögliche, also es gibt super viele CreatorInnen, die halt so echte nativen, also echte Werbung selber produzieren. Du siehst ein Video und nach sieben Minuten fängt er dann an, dir was über eine Handyhülle zu erzählen für drei Minuten. Und diese. Dinger einerseits skippen zu können ist für NutzerInnen mega, weil man spult es eh von, man guckt, wo sind die meisten Leute hingespult, dann spult man da auch hin. . . Zum anderen, für die CreatorInnen ist es doch super, die nicht fest ins Video einbrennen zu müssen, sondern zu sagen, wir können das jetzt ja auch dynamisch vermarkten, so wie das in Podcasts auch der Fall ist. Da kauft der Werbetreibende. Kauft ja nicht die Werbung in einer Folge und hofft, dass die Leute hören, sondern man kauft 10. 000 Plays und kann die eben auch im Backkatalog noch irgendwie verwursten. Finde ich erstmal nicht doof.
59:09 Elisabeth L’Orange
Ja, ja, okay. Ich bin nicht so der Mensch, der immer der Vorspult und so weiter. Ich lasse es meistens einfach über mich gehen.
59:25 Gavin Karlmeier
Instagram hat ja, wie wir schon darüber gesprochen haben, in Südkorea und Indien jetzt die Reels Registerkarte als Startseite ausgerollt, um das zu testen. Teilweise gibt es auch eine kleine Gruppe von Männern, die haben die Menschen. Menschen international, die das offenbar auch schon angezeigt bekommen, berichten sie zumindest auf Threads. Adam Massari hat jetzt angekündigt, dass diese Funktion abschaltbar sein wird. Das heißt, du kannst dich entscheiden, welche Startseite du hast.
59:47 Elisabeth L’Orange
Das fühle ich, ehrlich gesagt. Ich glaube auch nach wie vor, dass Videos die Zukunft sind. Also wenn man, mit meiner Firma haben wir ja Videos gemacht, also AI-generierte Videos und Und dort habe ich schon sehr gesehen, wie der Trend zu einfach Video nicht, das ist unumstößlich, es wird immer mehr zu Videos gehen, weil Menschen bewegt Bild einfach besser finden. Das ist dieser Dieser sehr verbose Content, also wo sehr viel gesprochen wird oder Text, das ist komplizierter fürs Gehirn. Und Videos sind wie Fast Food. Das heißt, sie sind einfacher zu verdauen. Wir mögen gerne bewegte Bilder und Haben da am Ende ist der Content halt reicher. Also die Messages, die in Videocontent drin sind, sind viel größer als nur im Foto oder einem Stück Text. Das heißt, ich glaube schon, dass man das an- und ab. abschalten kann und das als Startseite sieht, dass es eine sinnlose äh eine sinn sorry, dass es eine sinnhafte Funktion ist.
01:00:40 Gavin Karlmeier
Facebook hat angekündigt, dass sie Fanherausforderungen und benutzerdefinierte Abzeichen einführen werden. Bedeutet also, du kannst als CreatorInst eine Fan-Challenge starten und kannst sagen, schickt mir ein Reel, indem ihr diesen Song hört, indem ihr. . euch das Gesicht grün anmalt, was auch immer. Und die dann sozusagen entsprechend als Challenge-Frame, damit das auch immer für all die Leute, die es hochladen, dann auch so eingebrannt ist, okay, das hier ist jetzt eine Challenge von KDB oder so.
01:01:09 Elisabeth L’Orange
Ja, oh mein Gott, also das Problem mit Facebook ist glaube ich ein anderes. Facebook hat ein Generationenproblem, denn deren Nutzer werden immer älter und ich glaube, die müssen sich eher auf andere Dinge fokussieren als auf Fan-Challenges. Ich fand schon diese ganzen Spiele. Wahnsinnig nervig, die es bei Facebook gab, weißt du? So die Future Rama und so weiter. Auf jeden Fall, ich weiß nicht, also das fühle ich nicht so, ehrlich gesagt. Ich glaube, die Der Fokus sollte bei denen auf einem anderen Teil liegen. Also auf wieder jüngere Nutzer zu bekommen. Das wäre eins. Ich glaube, die machen alle keine solche Fanspiele. Zumindest wenn ich mir meine Kindern gucke, wäre das nicht deren Produkt. Ich glaube eher, dass sie so ein bisschen Richtung TikTok gehen, wäre sinnvoller.
01:01:53 Gavin Karlmeier
Und ich kann noch einen draufsetzen, Sie haben eben auch angekündigt, dass benutzerdefinierte Abzeichen gibt. Also du bist dann nicht nur, also wenn du jetzt zu den 10 Prozent der Leute gehörst, Die am häufigsten interagieren mit dem Account von Ed Sheeran. Das ist das Beispiel, das hier steht, ja. Anstatt also nur Top-Fan von Ed Sheeran zu werden, weil dann kriegst du so einen kleinen Button, kann man auch ein Cheerio sein, wenn man das möchte.
01:02:14 Elisabeth L’Orange
Oh mein Gott.
01:02:17 Gavin Karlmeier
Wollen wir Cheerio sein?
01:02:19 Elisabeth L’Orange
Nein, danke. Ich will kein Cheerio sein.
01:02:21 Gavin Karlmeier
Na gut, dann bist du aber jetzt, ab jetzt bist du Haki. Ich freue mich, dass du dabei warst, dass du dabei bist. Das war sehr schön, es hat viel Spaß gemacht. Ich hätte noch eine Stunde mit dir weitersprechen können.
01:02:30 Elisabeth L’Orange
Vielen Dank, dass ich dabei sein durfte. Und ich muss noch einmal ganz kurz Werbung für meinen Podcast Tech und Tails machen, weil ich offiziell keine Werbung machen kann. Also ich freue mich sehr, wenn ihr reinhört, jeden Samstagmorgen gehe ich live.
01:02:41 Gavin Karlmeier
Und in der Folge von letzter Woche kann man mich auch hören.
01:02:44 Speaker 3
Das war eine sehr gute Folge, genau. Vielen Dank. Danke, dass du da warst. Eine schöne Woche ein, die bis hierhin zugehört haben. Passt auf euch auf und wir hören uns hier am Mittwoch wieder. Super, bis dann. Ciao, ciao.