Eine Aufzeichnung quer um die Welt – Jannis ist mir aus Sonne und Hängematte zugeschaltet, was zwar leider 1, 2 technische Widrigkeiten mit sich bringt (Sorry dafür!!), aber dafür auch ein bisschen den Sommer ins graue Deutschland bringt – die letzte Haken dran-Episode vor Weihnachten braucht das. Vor allem angesichts der Themen (TikTok-Verkauf, das mögliche Ende von Links auf Facebook, digitale Übergriffigkeit von X/xAI und deren Gerichtskram – und dann sind da die guten Nachrichten des Tages, die ausgerechnet von YouTube kommen). Habt ganz tolle Feiertage und frohe Weihnachten – wir sind am Montag wieder für euch da!
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Kapitelmarken
KI-unterstützt
- Hallo Jannis!
- TikTok – Wir haben einen Deal! (Eventuell.)
- Instagram haut Nägel in den Sarg des Hashtags
- Facebook begrenzt Links
- Chan Zuckerberg Initiative trumpt rum
- Meta-Vorstand verliert Trump-Vertraute
- Volksverpetzer gewinnt gegen X
- xAI trainiert gegen unseren Willen
- KI-generierte Nachrichtenseiten boomen
- Operation Bluebird: Wer steckt hinter twitter.new?
- Funktionen & Emotionen
- Musk wird noch reicher
Transkript
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00:01 Intro
Haken dran, das Social Media Update der CT.
00:06 Gavin Karlmeier
Hallo Jannis. Grüß dich, Gavin. Bei mir ist heute, nein, mir ist heute zugeschaltet, muss man dazu sagen, aus einer Hängematte. In sommerlichen Verhältnissen. Also wer den Podcast im Video sieht, kann sich gerade neidisch machen. Jan Schakarian, Leiter des Programmmanagements bei NDR Kultur. Ist das richtig gesagt?
00:28 Jannis Schakarian
Das ist richtig gesagt, ja. Wobei ich gerade im Urlaub bin und mich dessen weit wegfühle. Aber normalerweise mache ich das, wenn ich nicht in Hängematten liege bei sommerlichen Temperaturen.
00:40 Gavin Karlmeier
Tue ich das. Okay. Ja, also wir beneiden dich alle, weil wir sind im Kopf wahrscheinlich alle genauso reif für das, was du da hast, wie du es wahrscheinlich warst, bevor du losgefahren flogen bist. Das ist die vorletzte Episode Haken dran in diesem Jahr. Und deswegen, also ich bin auch so ein bisschen abgekämpft. Ich bin froh, wenn wir, also ich würde natürlich gerne noch viel mehr von diesem Podcast aufnehmen bis Jahresende. Aber ich bin auch mal froh, wenn es ein bisschen ruhiger wird.
01:06 Jannis Schakarian
Ich freue mich ja sehr, dass wir es jetzt dieses Jahr doch noch spontan geschafft haben, eine gemeinsame Episode einzuschieben in 2025.
01:16 Gavin Karlmeier
Ja, es ist immer schön. Und das Schöne ist ja wirklich, dass du jetzt heute aus dem Urlaub hier bist und sonst, wenn du, wenn wir miteinander einen Podcast aufnehmen, bin ich gerade im Zug oder wir sitzen zusammen im Tesla. Also wir haben eine absolute Affinität dafür, ungewöhnliche Orte zu wählen für unsere Aufnahme.
01:30 Jannis Schakarian
Deswegen dachte ich, was kann nach Zug und Tesla noch kommen, dachte ich, okay, Hängematte, das wackelt auch seltsam.
01:36 Gavin Karlmeier
Aber dein Mikrofon hängt ja zum Glück am Kabel an deinem Ohr und damit bist du sozusagen. Fein raus. Wir gehen direkt mit der Meldung rein, die eigentlich dieses Wochenende fast bestimmt hat. Also wir haben noch die AppStein-Files, da können wir vielleicht später mal ganz kurz drüber sprechen, zumindest über unsere kleine Sache, die mir daran aufgefallen ist. Aber es gibt einen TikTok-Deal. Die Tinte ist getrocknet, denn das chinesische Unternehmen ByDance oder deren TikTok-Dependants sozusagen oder TikTok-Tochter. haben einen Deal mit einer amerikanischen, mit einem amerikanischen Joint Venture geschlossen oder ein Joint Venture gegründet, so ist es eher. Das bestehen wird aus immer noch Byteance und zwar dazu 20 Prozent, aber eben auch Oracle, Silver Lake, Abu Dhabi sitzende MGX, das ist so ein äh auch so ein Investoren. Und die werden dann gemeinsam, also und weitere Teile gehen übrigens noch an internationale Investoren, die bereits vorher auch in TikTok investiert waren. Und das ganze wird dann heißen TikTok USDS Joint Venture LLC. So wird das neue Unternehmen heißen.
02:41 Jannis Schakarian
Ja, cooler Name. Was, glaube ich, noch nicht so ganz raus ist, ist, wer die restlichen Investoren sind.
02:49 Gavin Karlmeier
Ja.
02:50 Jannis Schakarian
Das habe ich zumindest noch nicht gefunden, weil ja auch mal rumging, dass Rupert Murdoch von Fox News irgendwie mit drinstecken könnte und mit einsteigen könnte. Da ist nicht ganz klar, ob der jetzt mit drin ist oder doch wieder draußen ist. Auch Michael Dell, der Gründer von Dell. com, diesen sehr hässlichen Computern, sollte auch mal ein Teil davon sein. Auch da, also diese Investorengruppe ist noch nicht klar. Ich finde diesen Abu Dhabi-Move natürlich, sagen wir mal, interessant, wenn ja ursprünglich die Begründung war, man will sich unabhängig machen von anderen Ländern und deren Einfluss. Dass man sich dann ausgerechnet an Abu Dhaboui wendet, weiß ich nicht.
03:33 Gavin Karlmeier
Hat einen Geschmäckler auf jeden Fall. Also auch. Ja, bitte.
03:43 Jannis Schakarian
Also China muss ja noch zustimmen diesem Deal, wenn ich es richtig im Kopf habe, und zwar bis zum Ende Januar, 22. Januar oder so ähnlich. Also mal schauen, was die sich noch überlegen, ob die auch sagen, ja, finden wir gut so. Und ihr habt ja, glaube ich, auch vor ein paar Tagen schon über diese Meldung, die plötzlich bei TikTok aufpoppte, gesprochen. Von wegen, wir widersprechen diesem Fern, also. Wir haben dem widersprochen, dass die EU den Fernzugriff aus China nicht so okay findet. Und ob Ob China sich das nicht weiterbehalten will, wenn sie auch in der EU da so konsequent gegen vorgehen, ob sie nicht sagen, ein bisschen Fernzugriff wollen wir doch noch haben. Das, finde ich, ist hier auch noch so eine Frage, ob das nicht bleibt oder inwiefern die wirklich davon abgeschnitten werden.
04:33 Gavin Karlmeier
Ja, also es bleiben auf jeden Fall einige Fragen offen. Ich finde, der Kern der Geschichte ist nämlich genau das, was du sagst. Bislang steht es immer noch nicht fest, ob dieser Deal stattfindet, weil er im China noch nicht zugestimmt hat. Und an dieser Einverständnis Chinas hing auch die letzten Monate eigentlich die ganze Zeit die Frage, ob dieser Deal jetzt zustande kommt oder nicht. Heißt, eigentlich ist es hier so ein bisschen eine Nullmeldung, weil das das diese Investoren gibt, die gemeinsam Interesse bekundet haben oder eine Absichtserklärung auch schon unterzeichnet hatten, dass Byteance sich im Zweifel darauf einlassen würde. Das sind alles Dinge, die sind schon lange bekannt. So, das Einzige, was jetzt neu ist und was dann eben genau an dem Tag irgendwie durch die Medien ging, an dem eben auch die Apps, die veröffentlicht wurden Äh, das kann man, man kann das schon sagen, das könnte auch hier so ein bisschen Framing, politische Kommunikation, Blendgranate sein, weil, naja, was ist denn jetzt de facto passiert immer noch gar nichts. Bisher ist dieser Deal immer noch nicht in trockenen Tüchern. Und wir müssen immer noch abwarten, ob China dem zustimmt oder ob sie immer noch sagen, nee, dafür wollen wir bitte Taiwan haben. Also da sind schon noch einige Dinge ungeklärt und diese, diese, ähm die Schlagzeile, die aber jetzt gerade überall steht, Biden verkauft das US-Geschäft Von TikTok, das ist noch nicht ganz zutreffend, finde ich. Sie haben das geplant und es gibt Leute, die es kaufen wollen. Aber solange du nicht die EC-Karte an das Lesegerät gehalten hast, ist ja noch nichts passiert. Und deswegen wäre ich sehr vorsichtig damit, das jetzt hier schon als den Abschluss zu feiern, weil den gibt es eben noch nicht.
06:04 Jannis Schakarian
Ja, also genau, es muss ja ja auch jemand verkaufen wollen. Interessanterweise, ich habe auch keinen Preis gelesen. Also auch das muss ja eigentlich auf dem EC-Kartenlesegerät stehen, wie viel man da jetzt überweist. Bei Menschen, die es kaufen wollten, gab es ja genug, die gesagt haben, oh ja, interessant, was gehört denn jetzt dazu an Algorithmus und was nicht. Und natürlich auch Trumps Zögerung, es so dringend verkaufen, slash verbieten zu wollen wie ursprünglich. Das verstärkt bei mir weiterhin die Sorge, dass da ein massives Propagandainstrument eben besteht oder geschaffen wird im Sinne von Können wir den Algorithmus beeinflussen oder zumindest wie können wir ihn für unsere Vorteile nutzen? Ich glaube, da, das, also, das macht mir wirklich schlechte Laune, darüber nachzudenken. ja was hier als Propagandainstrument entsteht auch mit den Menschen, die sich da jetzt Einfluss sichern und sichern wollen Das könnte noch übel ausgehen, glaube ich, um jetzt direkt mal so ein bisschen schwarzmalerisch einzusteigen.
07:14 Gavin Karlmeier
Ist doch schön, so geht man gerne in die Weihnachtszeit. Aber also es gab die Zahl, da haben wir vor ein paar Monaten drüber gesprochen, im September, glaube ich. dass JD Vance den Wert des amerikanischen TikTok-Geschäftes auf 14 Milliarden US-Dollar geschätzt hat und dass das so einer der Zahlen, die ihm so kursierten.
07:32 Jannis Schakarian
Das heißt nur ein Drittel Twitter.
07:33 Gavin Karlmeier
Genau, es ist nur ein Drittel-Twitter-Wert, aber dafür eben auch nur das amerikanische Geschäft. Und das, was ich auch interessant finde, das schreibt zum Beispiel die Tagesschau auch und da bin ich ja auch vorsichtig. Auf den Betrieb von TikTok außerhalb der USA, zum Beispiel in Deutschland, dürfte das Geschehen keine Auswirkungen haben. Und das würde ich mit einem ganz großen Fragezeichen versehen. Denn zum einen würde, also wie du eben schon angesprochen hast. Der Datenzugriff auf chinesische Server wird in dem Fall aus Amerika zumindest eingeschränkt oder überwacht. . Bleibt also die Frage, was passiert mit den Videos, die aus den USA kommen. Blanden die noch bei uns im Feed oder nicht? Wenn die Antwort Nein ist, werden wir einen Zugriff auf diesen Feed kriegen. Wenn die Antwort darauf ja ist, haben wir bald noch eine dritte TikTok-App neben TikTok Pro und TikTok auch noch TikTok US hierzulande zu nutzen. Und wenn das der Fall ist Dann ist ja auch die Frage, was benutzen wir denn dann oder werden dann alle dann in diese eigentliche amerikanische, in diese amerikanische Welt stromern. Und würde das dann am Ende den Wert auch maximieren? Also, da sind schon so ein paar Dinge, die für mich noch nicht so klar sind wie für andere, ehrlicherweise.
08:35 Jannis Schakarian
Ja, und was machen deutsche TikTok-Creator, wenn sie nicht mehr die US-TikToks 1 zu 1 kopieren können? Also, die stehen ja auch vor ganz neuen Fragezeichen.
08:44 Gavin Karlmeier
Ja, das wird die Geburtsstunde der kopierten YouTube-Shots.
08:48 Jannis Schakarian
Oh. Die bestehen eigentlich nur noch aus KI, oder? Eigentlich schon, ja.
08:54 Gavin Karlmeier
Ja, also auf jeden Fall eine ganz interessante Geschichte, und ich finde halt, wie gesagt, wir sollten das aber jetzt noch nicht zu groß und zu hoch aufhängen. Weil es gibt eben eigentlich noch keine Entwicklungen seit dem letzten Mal. Außer dass eben jetzt wirklich Oracle nochmal einen Schritt weiter daran ist, eigentlich ein komplettes Medienmonopol zu besitzen. Also wie Alice.
09:13 Jannis Schakarian
Sie haben nochmal gesagt, ja doch, wir würden es kaufen.
09:17 Gavin Karlmeier
Immer noch. Ja. Ja, kommen wir zu Meta. Also soviel zu TikTok, kommen wir zum Hitler. Ich habe eine Kleinigkeit, die aber Instagram angeht. Das ist nicht Funktion und Emotionen, aber es geht so in so eine Richtung, ist interessant. Instagram wird nämlich die Anzahl der nutzbaren Hashtags in einem Post auf fünf beschränken. Du kannst nicht mehr als fünf Hashtags pro Post machen, um zu verhindern, dass du zu viele generische Aufrufe oder Naja, Interaktion, Reaktionen erzielen kannst. Und damit hauen Sie den nächsten Nagel in den Sarg der Hashtags, würde ich sagen. Also auf der einen Seite, klar, du kannst sie immer noch benutzen und klar, vielleicht wird man sich damit ein bisschen mehr fokussieren, aber sie haben in dem Zusammenhang auch nochmal klargestellt, Hashtags an sich haben keinen Impact auf die Reichweite oder Aufrufzahl deiner Videos.
10:07 Jannis Schakarian
Ich wollte schon sagen, ich finde es gut, aber es ist ja gar nicht Emotionen. Funktionen und Emotionen. Aber trotzdem, ich habe mich sogar kurz gefragt, also ja, du sagst zu Recht, es ist ein Sargnagel und sie sagen immer wieder, sie spielen keine Rolle mehr. Und trotzdem finde ich, diese Fokussierung könnte fast dazu führen, dass sie wieder sinnvoller werden, als es davor war. So Hashtag FollowForFollow, Hashtag Sunset. zu sagen, naja, fünf reichen eigentlich, um maximal irgendwie den Inhalt eines Bildes zu beschreiben oder ihn irgendwie in Kategorien zuzuordnen. Aber klar, wir sind da eigentlich schon weiter. Ja, insofern finde ich diese Beschränkung eigentlich auch ganz sinnig. Ist es nicht auch so, dass man bei Threads nur ein Thema quasi setzen kann mit diesem Hashtag? Ich glaube, noch zwei weitere verteilen, aber du kannst nur einen Topic, glaube ich, setzen, wenn ich das richtig im Kopf habe.
11:04 Gavin Karlmeier
Und ich habe auch bei Sweatschats persönlich noch keine klare Antwort oder keine Beobachtung, ob dieses Thema wirklich so ein sinnvoller so eine sinnvolle Möglichkeit ist, meinen Post größer ausspielen zu lassen. Hast du da andere Beobachtung?
11:18 Jannis Schakarian
Ich sehe halt manchmal, dass dann da steht, weiß nicht, sagt was zum Thema Apple oder so. Und dann siehst du auch Dinge von Menschen, die du nicht folgst, weißt aber zumindest schon, um welches Thema es geht. Ob das jetzt die Reichweite derjenigen vergrößert, weiß ich nicht. Aber ich glaube, es hilft, da schon Dinge, Themenbereichen zuzuordnen.
11:37 Gavin Karlmeier
Ja, verstehe ich. Gleichzeitig habe ich aber so das Gefühl, dass diese Posts mir ohnehin auch angezeigt worden wären. Und wenn da jetzt ein Screenshot von einem iPhone ist und jemand freut sich, dass diese automatische Einfügefunktion von One-Time-Passwords die du per SMS bekommen hast, die beste Funktion Apples aller Zeiten sei, dann glaube ich, dass die Verortung des Themas Apple an der Stelle jetzt mich nicht so richtig weiterbringt, ehrlicherweise.
12:02 Jannis Schakarian
Und wusstest du, dass wenn du den Daumen auf die Leertaste gedrückt hältst, es sich in einen Cursor verwandelt und du vor und zurückgeben kannst im Text, das ist die zweitbeste Funktion. Da mache ich aber nochmal einen Thread-Post zu, glaube ich. Das müssen die dringend erfahren.
12:16 Gavin Karlmeier
Meine große iOS-Erkenntnis war ja, dass du nicht, um dauerhaft groß zu schreiben, nicht doppelt auf die Shift-Taste drücken musst, sondern sie auch gedrückt halten kannst und dann tippen kannst du in einer Tastatur. Du guckst zu. Ich machte mal einen Thread Post zu. Die drittbeste Funktion von iOS ever. Und wir bleiben kurz bei Entwicklungen von Meta und bei Beschränkungen und das finde ich super interessant. Und das ist für alle von euch, die in irgendwelchen Medienunternehmen arbeiten oder redaktionell mit Social Media, mit Facebook vor allem arbeiten, kommt jetzt eine Information, die euch die Weihnachtszeit tatsächlich ein bisschen verhageln könnte. Denn Meta scheint gerade etwas zu testen, dass sie und das jetzt schließen sich tausend Kreise, weil ich habe ja mal gesagt, Früher hat immer Instagram von Facebook gelernt. Mittlerweile lernt Facebook von Instagram. Und wir haben ja darüber gesprochen, dass Instagram angekündigt hat, dass sie. die dir ermöglichen wollen, wenn du Meta-Verified hast, also nicht den klassischen blauen Haken, sondern den, für den du bezahlst, je nach Preismodell, was du dafür bezahlst, die Möglichkeit bekommst, zu Reals Links anzufügen. die außerhalb von Instagram liegen. Jetzt berichtet Mad Navera, Branchenbeobachter, liebe Grüße, dass Meta offenbar gerade testet und erwägt, dass du über Facebook-Seiten nur noch zwei Links pro Monat posten kannst, wenn du nicht Meta Verified abonniert hast und dafür bezahlst.
13:44 Jannis Schakarian
Sie betonen dann mehrmals im Statement, es ist nur ein Test, es ist nur ein Test, Achtung, Achtung, noch keine Panik. Und doch macht es natürlich massive Fragezeichen auf. Du sagst ja schon, das ist ein anderer blauer Haken als der organische sozusagen. Das heißt, was passiert, wenn ich schon einen organischen blauen Haken habe als Medienhaus? Darf ich dann weiter unendlich viele Links teilen oder nicht? Und andererseits ist eigentlich, Facebook hat ja immer so dieses Spiel, sich Publishern anzunähern und sie dann wieder volle Kanne, nicht nur vom Kopf, sondern eigentlich, weiß ich nicht, vom Buch aus zu schubsen. Und das ist jetzt so ein Move. Eigentlich wollen sie ja gerade mit Publisher wieder Deals, um irgendwie ihre KIs zu trainieren. Und jetzt sowas zu bringen, läuft dem natürlich total zuwider. Vor allem, weil Facebook ja noch als letzten. Ja, Grund hatte es zu benutzen, auch wenn man sagte, da gehen irgendwie die Zahlen zurück und so und der Reach schon lange und überhaupt Linkposts funktionieren eh nicht richtig und bla bla bla bla bla. Wir kennen es alle. war es natürlich dieses Ja, aber du, da kannst du noch direkt Conversion erreichen und du kannst die Leute noch irgendwie verlinken. Und es ist Dieses, ähm, wovor uns schlaue Menschen, wie man jetzt sagen muss, zu Recht natürlich jahrelang gewarnt haben, ja, die Komplettierung des Wald Gardens, ne? Zu sagen, okay, wir machen jetzt auch noch die letzte Gartentür zu. Und mauern sie ein, und ja, ein komplettes Missverständnis dessen, wofür das Internet eigentlich steht, dass wir uns inzwischen an diese an diese Phrase Link in Bio gewöhnt haben. Und inzwischen alle wissen, dass man irgendwie auf ein Profil geht und da auf den einen Link und dann in dem Linktree sich selber raussuchen muss, was das vielleicht war, was man vor fünf Minuten interessant fand. dass wir dies auf uns nehmen, diesen Weg und es inzwischen so ein geflügeltes Wort ist, LinkedIn Bio, ist eigentlich Wahnsinn, wenn du denkst, das Internet war mal so, also Der Durchbruch des Internets war HTML, du kannst jederzeit im Text einen Link setzen und Leute woanders hinschicken. Und ja, das wird hier ad absurdum eigentlich geführt.
16:05 Gavin Karlmeier
Ich war einfach nur schlecht in Bio früher, aber das was anderes. Ja, nee, du hast natürlich vollkommen recht. Also die Idee des Internets, wie wir das kennengelernt haben, die ist eigentlich mit dem Beginn des Social Web ja eigentlich Immer kleiner gemacht worden und immer weniger möglich gemacht worden, weil die Leute feste Anlaufstellen haben, in denen sie sich bewegen wollen und dort auch bleiben wollen und dann eben gar nicht mehr rausgeführt worden wollen. Zumindest ist das die These der Unternehmen selber. und oder der Social Media Plattformen selber, dass sie jetzt aber sich gerade überlegen, sozusagen die Publisher dann so richtig einzuschließen. wird halt wirklich für viele, die gerade immer noch über Social Traffic 10% ihrer Zugriffe, 15% ihrer Zugriffe generieren, weil sie relativ viele links posten, wird natürlich den Grund bieten, die Plattform dann am Ende zu verlassen, weil das eben für viele, viele, viele Unternehmen ja immer noch eben die einzige Einnahmequelle digital bleibt, eben Klicks und zu generieren und da Werbung anzuzeigen. Das ist ja die Realität.
17:05 Jannis Schakarian
Ja, und dieses Versprechen, ne, du kannst darüber vor allem neues Publikum erreichen. Du kannst Vielleicht viral gehen oder es kann geteilt werden und du erreichst Leute, die noch nicht dauernd auf deine Startseite gehen und sie als Bookmark eingestellt haben. Und natürlich ja auch in der Zeit, wo auch an dem ganzen Search-Traffic ein massives Fragezeichen steht, wo Menschen immer mehr KI, Summaries oder gleich KI Programme nutzen, um Fragen sich direkt zu beantworten. Also auch das ist ja ein massives Traffic Fragezeichen, das heißt Alle Publisher, die nicht riesengroße E-Mail-Listen gebaut haben oder eigene Podcast-Feeds besitzen, mit denen sie irgendwie einen direkten Zugang zu ihrem Publikum haben. Die wird es jetzt wirklich nochmal enger.
17:55 Gavin Karlmeier
Ja, total. Und das ist so die letzte Möglichkeit, jetzt noch einmal ganz schnell zu versuchen, an all diese E-Mail-Adressen ranzukommen. oder irgendwie das Publikum anderweitig bedienen zu können, weil die ganzen Social-Media-Reichweiten dann halt möglicherweise weniger werden werden für Publisher. Auf der anderen Seite, und da komme ich dann jetzt als der Social Media Berater, der immer durch Redaktionen tingelt und sagt, Leute auf Social Media wollen vor allem Social Media Content sehen, also macht doch mal ein Video vielleicht. Für mich ist das ja so ein bisschen jetzt auch die Bestätigung dessen, dass eben die Conversion A nicht nur nicht gut funktioniert, sondern eben auch B Auch wirklich gar nicht mehr erwünscht ist seitens Meter. Weil man muss auch dazu sagen, natürlich sagen sie, das ist nur ein begrenzter Test, wir wollen was ausprobieren, wir wollen mal gucken. Aber du würdest das nicht testen, wenn du nicht davon ausgehst, dass es auch ein erfolgreiches Ergebnis mit sich bringen kann.
18:47 Jannis Schakarian
Genau, und wir wissen, wenn das Ergebnis erfolgreich ist, dann hat Meta kein Problem damit, das weiter auszurollen und zu sagen. Nee, nee, es hat sich gezeigt, die Nutzer lieben das und wir machen das jetzt überall so.
18:59 Gavin Karlmeier
Genau.
19:00 Jannis Schakarian
Weil das Engagement ist dann insgesamt gestiegen oder oder oder.
19:04 Gavin Karlmeier
Ja, ja, ja, genau. Das ist so. Wir bleiben bei Meta zumindest bei Mark Zuckerberg. Ja, tut mir leid. Was ist das für ein Schnauze?
19:15 Jannis Schakarian
Ich hab doch Urlaub eigentlich. Ich dachte, ich hab doch eigentlich Urlaub.
19:19 Gavin Karlmeier
Es gibt eine Weiterentwicklung einer Geschichte, über die wir am 12. 11. mit Dominic Hammes gesprochen haben. Die Folge hieß mit Dominic. fremder Zunge schmücken. Und da haben wir darüber berichtet, dass die Chan Zuckerberg Foundation, also die philanthropische, wie sagt man, Stiftung von Mark Zuckerberg und seiner Frau Priscilla Chan oder Chan, dass die sich überlegt haben, dass sie zukünftig sich weniger um gesellschaftliche Dinge kümmern möchten, weniger Dinge für Integration, Gleichberechtigung, Diversität machen wollen, sondern eben mehr Geld für Forschung im Bereich KI. in der Medizin beispielsweise investieren wollen. Und da gibt es jetzt die ersten Leidtragenden, die genau davon betroffen sind. Und zwar ganz konkret ist das FWD-Ass oder Forward Us. Das ist eine Interessensvertretung für EinwandererInnen in den USA und die haben in den letzten zwölf Jahren, seit zwei tausend dreizeit, insgesamt etwa 200 Millionen Dollar von dieser von der Shan Zuckerberg-Initiative bekommen. Und haben jetzt angekündigt, dass sie diese Zusammenarbeit beenden werden, kein Geld mehr für diese Einrichtung zur Verfügung stellen werden, und auch, dass der Stabschef, die Stabschefin Jordan Fox, Von der Charn Zuckerberg Foundation oder der Initiative, dass die Mitglied im Vorstand von Forward Us bislang gewesen ist und dass sie dort ersatzlos zurücktreten wird und verlassen wird. Sprich, sie hat jetzt einfach die ganze Foundation hat gesagt, okay, wir sind da raus, Leute, macht euren Kram alleine. Wir müssen Donald Trump glücklich machen, wir dürfen kein Geld für EinwandererInnen ausgeben. Weil jetzt meine Version.
20:58 Jannis Schakarian
Ja, und diese Begründung ist so scheinheilig, weil die Zuckerberg Foundation irgendwie behauptet, ja, sie wollen sich in Zukunft mehr auf Technik, Wissenschaft und ähnlich das für lokales Interesse in den Communities oder so engagieren, wo man sich denkt, was ist denn in den lokalen Communities von größerem Interesse als Einwanderungen? und und Migration und Menschen da vor Ort einen irgendwie ein Visum zu geben und einen sicheren Aufenthaltsstatus. Also selbst diese Begründung macht vorne und hinten keinen Sinn, zu sagen, es passt irgendwie nicht mehr zu unserer Ausrichtung. Das stimmt nicht, wenn man die ernst meint. Und ich habe auch nochmal darüber nachgedacht, warum Also warum bewegt uns es so? Und ich glaube, es ist so enttäuscht, also man ist ja nicht von Mark Zuckerberg enttäuscht, ehrlicherweise, der irgendwie sein Fähnchen im Bild hält. Aber ich glaube, es ist so enttäuschend, weil man denkt. Naja, ihr gehört doch mit zu den Mächtigsten. Ihr seid die größten Unternehmen, auch ein Apple oder ein Tim Cook, wenn sie sich ranwanzen, dass man denkt, Ihr könntet es euch doch wirklich leisten, ein bisschen Widerstand gegen Trump zu leisten und ein bisschen dagegen zu stehen und nicht mal ihr schafft es. Und das ist, glaube ich, das, warum es einen dann so mitnimmt, dass sie immer wieder einknicken, weil man denkt, ach Leute, wer, wenn nicht ihr?
22:22 Gavin Karlmeier
Du hast natürlich recht, aber wenn wir das große Bild sehen und sagen, naja, ist das jetzt hier das Einknicken oder ist dieser Opportunismus und das Buckeln vielleicht einfach in der Kern-DNA von Zuckerbergs Gebären? Dann, äh, nee, so sagt man nicht, ne? Verhalten. Gebaren doch. Gebaaren, so heißt es. Gebärendes Kinderkriegen, gebaren. Boah Leute, sorry, es ist Sonntag. Weil diese die Chance Zuckerberg Initiative Stiftung, das, die haben angefangen, diese Forward-As zu unterstützen und mitzugründen 2013, als Barack Obama Präsident war. Und Mark Zuckerberg hat damals gesagt, uns ist es wichtig, den talentiertesten und fleißigsten Menschen unabhängig von ihrem Geburtsort ein Weg zur Staatsbürgerschaft zu ebnen. Und jetzt eben zwölf Jahre später ist mit Donald Trump ein Präsident in den USA, der genau das Gegenteil möchte. Und offensichtlich hat Stephen Miller, einer der Berater von Donald Trump, über den wir hier auch schon öfter gesprochen haben, sich zuvor mit Mark Zuckerberg getroffen und zwar Ende 2024 Kurz bevor Zuckerberg dieses sagen umwobene Video aufgenommen hat. Und wie es heißt, sollen auch die Verbindungen zu Forward Ass in diesem Gespräch ein Thema gewesen sein. Sprich, also das ist hier so, kurz vor Amtseintritt. geht Mark Zuckerberg mal kurz beim Präsidenten oder seinen Schaben vorbei und fragt mal, hey Leute, wie hättet ihr es denn gerne? Und baut dann alles um. Wir können also davon ausgehen, dass das in vier oder acht Jahren, drei oder sieben Jahren Vielleicht schon wieder alles ganz anders aussieht, weil Mark Zuckerberg nicht einfach nur jetzt buckelt, sondern offensichtlich einfach immer einfach nur opportunistisch buckelt.
23:54 Jannis Schakarian
Ja, hoffentlich Ezra Klein hat gerade bei der New York Times geschrieben, er glaubt, der Vibeschiff sei jetzt vorbei, weil Trump so unbeliebt ist, weil jetzt diese Epstein-Files da sind und darüber die Die Magerbewegung sich auch zerstritten hätte. Ich sehe es noch nicht so ganz, beziehungsweise ich habe diese beiden Meldungen quasi direkt nacheinander gelesen und das ging dann bei mir im Kopf nicht so ganz zusammen. Vor allem, weil es ja zeigt, dass Weibschift hin oder her es mehr war als ein Weibschift. Da ist massiv Schaden angerichtet worden über Über Jahre und Jahrzehnte, selbst wenn wir in was, drei Jahren, oh Gott, immer noch drei Jahren einen anderen Präsidenten haben sollten, wird es lange, lange dauern, bis man wenigstens ein paar dieser Dinge ungeschehen machen kann. Und wir wollen uns gar nicht ausmalen, sollte es so weitergehen, beziehungsweise einer seiner. Hast du Schergen oder Schaben gesagt?
24:50 Gavin Karlmeier
Das kannst du ja aussuchen.
24:52 Jannis Schakarian
Ja, also sollte einer von denen irgendwie danach antreten oder Trump selbst ja, dann so Guer Weihnachten.
25:03 Gavin Karlmeier
Was übrigens auch passiert ist, direkt dazu vielleicht unterstützt das Esraer Kleins These. Dina Paul McCormick Die ist im April zusammen mit Patrick Collison in den Metavorstand gekommen. Da ging es darum, Patrick Collison war der Typ, der auch CEO bei Stripe ist, dem Zahlungsdienstleister. Ihr erinnert euch, wir haben darüber gesprochen. Und Dina Paul McCormick, da haben wir nicht so richtig viel drüber gesprochen, außer dass sie als Randnotiz hingenommen, dass sie eben während der ersten Regierungszeit oder Amtszeit von Donald Trump Mitglied der Regierung war. und zuvor auch bei Goldman Sachs gearbeitet hat, also eine Trump-Vertraute ist, die aber eben auch durchaus aus dem Geldsektor kommt. Also jemand ist, der ja, die für Meta möglicherweise interessant ist war, muss man dazu sagen, denn sie tritt aus dem Vorstand von Meta wieder aus, nach nicht mal zehn Monaten. Und wir wissen noch nicht so ganz genau warum. Es gibt keine Erklärung, es gibt einfach nur den Hinweis im, wie sagt man, Handelsregister. Ich glaube, so heißt es in den USA nicht. Aufsichtsbehörde hat das auf jeden Fall. Die kriegt eine Meldung, die Börsenaufsichtsbehörde kriegt eine Meldung. Hier ändert sich was am Vorstand und da wurde jetzt verkündet, dass Dina Paul McCormick eben aus dem Vorstand ausscheidet.
26:10 Jannis Schakarian
So kann ich so gar nicht wirklich was zu sagen. Also habe ich so gar keine Einschätzung zu.
26:19 Gavin Karlmeier
Okay. Okay. Naja, auf jeden Fall, das Metaboard verliert eine Trump-Vertraute. Der Haken bleibt dran, genau. Wir haben Dina Paul McCaug natürlich schon als Interviewpartnerin eingeladen. Ja, ich glaube, das war's für heute von Meta. Oder hast du noch Gefühle zu Meta?
26:39 Jannis Schakarian
Gut. Keine guten.
26:42 Gavin Karlmeier
Gut, ich habe nämlich ein bisschen was zu dem Netzwerk, zu dem du bestimmt gute Emotionen hast. zu Ex. Denn es gibt zwei Informationen zum Thema Ex, die ich sehr interessant finde und bemerkenswert finde. Das eine ist ein Follow-up für eine Geschichte, die wir hier schon mal besprochen haben. Und zwar ging es darum. Dass Thomas Laschik, das ist der Chefredakteur des Volksverpetzers, gemeinsam mit dem Hakenrennhaus- und Hofanwalt Chanjo-Yun gegen Ex vorgegangen ist. Hintergrund war, dass es mehrere Fake-Accounts gab, die sich entweder als Thomas Laschig oder Volksverpetzer ausgegeben haben oder erstellt wurden, um ihn zu beleidigen. Und genau das darf Exit so nicht mehr zulassen. Zum einen dürfen sie jetzt eben keine Fake-Accounts mehr im Namen von Thomas Laschik erstellen. Ansonsten müssten sie bis zu 250. 000 Euro Ordnungsgeld zahlen oder ersatzweise in Haft gehen. Jemand bei Ex, was ich sehr interessant finde. Und zum anderen haben sie eben auch darüber gesprochen, dass der Weg etwas zu melden wie das bei X abläuft, eben nicht ist, die Meldefunktion zu nutzen, weil die sich eben, ähnlich wie bei TikTok, da haben wir auch schon mal drüber gesprochen, nicht nach DSA-Standards aufgebaut ist, sondern der ideale Weg ist, das haben Sie auch erklärt auf der Seite des Volksverpatches, wir packen das mal in die Shownotes, der ideale Weg ist einfach auf help. ex. com slash de slash form slash DSA slash report Klar, genauso einfach wie einen Meldebutton zu finden oder legal-support at x. com eine Mail zu schicken. Ob man da einen Kakao von Emoji zurückkriegt, haben sie allerdings jetzt nicht geschrieben.
28:09 Jannis Schakarian
Du kriegst so ein Hammer-Emoji für Legal.
28:12 Gavin Karlmeier
Urteil getroffen. Ja, aber sie haben eben erstmal damit gegen Ex gewonnen und erzielt, dass sich niemand mehr als Thomas Laschig ausgeben darf, was ich sehr interessant finde.
28:23 Jannis Schakarian
Ich finde es sehr gut, dass Sie das durchgefochten haben bis zum Schluss, weil sich hier ja eben abzeichnet, dass man solche Dinge, ja, wenn sie dann einmal abgeurteilt sind, sozusagen dann auch Die Plattformen dafür Sorge tragen müssen, dass sowas nicht wieder passiert. Wir hatten das ja auch damals bei diesem Renate-Kühnerst-Urteil, wo es jahrelang, glaube ich, gedauert hat, bis es irgendwie soweit war. Aber zu sagen, ey, es kann doch nicht sein, dass man dieselbe Falschbehauptung immer wieder mit einem neuen Account wieder treffen und aufstellen darf. Und genauso jetzt mit Fake-Accounts, ja, also Gratulation, dass sie geschafft haben, das durchzufächten.
29:05 Gavin Karlmeier
Ja, noch nicht ganz, muss man dazu sagen. Denn Ex ist in Berufung gegangen und könnte höchstinstanzlich am Ende auch irgendwann eine neue Entscheidung herbeiführen. Aber das ist jetzt erstmal der erste Stand. Schauen wir mal. Aber du hast natürlich recht. Ich finde, das ist eine sehr versöhnliche Geschichte, die doch ein bisschen ein gutes Gefühl mit sich bringt. Weil das ist das Recht von uns, ne, vor Gericht zu gehen. Leider machen es. Die amerikanischen Unternehmen ist einem sehr schwer, das hierzulande zu tun. Aber wenn man Chonjo-Hun an seiner Seite hat, geht alles
29:33 Jannis Schakarian
Ja, und sie haben es auch geschafft, irgendwie einen Gerichtsstand zu finden, der sich dazu bereitgefühlt hat, das zu urteilen. Wir hatten doch hier mal den Fall von Armin Wolf, der irgendwie von Wie sagt man, von Pontius Pilatus irgendwie geschickt wurde und am Ende kein Ansprechpartner gefunden hat Gut, dass es Ihnen hier geglückt ist und Sie uns jetzt auch noch die richtige E-Mail-Adresse für Beschwerden in Zukunft gegeben haben. Danke. Danke dafür und gleichzeitig ist es natürlich ein Witz, weil ich weiß noch, als das DSA startete, gab es ja genau unter dieser Meldenfunktion dieses Normalmelden wegen Beleidigung oder nach. Ach nee, das war nach NetzDG, ne? Nach Netzwerkdurchsetzungsgesetz. Diese Extra-Button, wo man eine Zeit lang dachte: Okay, dann wird es auch wirklich angeguckt. Und jetzt ist es eigentlich wieder ein Rückschritt, dass du irgendwo so eine E-Mail und zwar auch ja recht ausführlich, wenn man der Anleitung vom Volkswörter Verpetzer folgt, muss man sehr ausführlich begründen, was der Kontext ist, wo genau das aufgetreten ist und und und also da wirklich so eine Beweisführung hinlegen muss. um das per E-Mail einreichen zu können.
30:54 Gavin Karlmeier
Ja, es ist wirklich nervig. Aber das sind, also theoretisch könnte das ja ein Anwendungszeit sein, weil es ja eine relativ klare Grammatik ist. Theoretisch könnte das ein Anwendungsfall für KI-Chatbot sein, übrigens, wenn man keine Lust hat, das jedes Mal von Hand zu schreiben. Ich meine ja nur.
31:09 Jannis Schakarian
Hier sind vier erfolgreiche Beschwerden nach NetzDG, nach DSA. Formuliere mir drei weitere.
31:18 Gavin Karlmeier
Wenn du möchtest, schreibe ich dir jetzt noch eine für TikTok.
31:22 Jannis Schakarian
Sehr schön. Endlich mal ein sinnvoller Use Case für KI.
31:26 Gavin Karlmeier
Der Volksscherpetz hat übrigens dieselben E-Mail-Adressen auch ausgesucht, direkt für Instagram, TikTok und Facebook. Also wenn man sich da nach Netz, nach DSA, jetzt sage ich das auch schon, nach DSA in ein Meldeverfahren stürzen möchte, findet ihr da alle Informationen. Ich packe euch das in die Shownotes. Und wir bleiben ganz kurz bei ACT, wir verlassen allerdings die Welt des DSA und gehen rüber in die Welt des AI-Acts. Und das ist eine Geschichte, bei der nicht ganz klar ist, ob das mit dem AI-Act, also dem Europäischen Gesetzespaket für KI-Systeme so vereinbar ist, denn es geht um folgendes. Und zwar, erinnere dich, wenn ich dir sage Twitter-Bot, klingelt da irgendwas noch bei dir von ganz früher?
32:04 Jannis Schakarian
Irgendwas konnte man den fragen oder irgendwas mit dem machen, aber nee, nicht mehr richtig.
32:10 Gavin Karlmeier
Der taucht vor allem auf, wenn du dir die Referrals deiner Webseite anschaust. Da steht immer der Twitter-Bot. Achso, ja, ja, Twitterbot, ja. Was die Aufgabe des Twitterbots war, war eigentlich Link-Vorschauen zu erstellen. Also wenn ich einen Link poste, dann kommt der Twitterbot, geht auf die Webseite, guckt sie an, wie ist der Titel, was steht da in den Metadaten, was nehmen wir für ein Bild und zieht das rüber.
32:29 Jannis Schakarian
Und früher konnte man dem auch sagen, bitte hol dir ein neues Bild und seitdem es ex ist, funktioniert es eigentlich nicht mehr so richtig.
32:34 Gavin Karlmeier
Genau, es gab das im Backend schon, ne? Ja, genau. Das Weblog Kitsunemimi Hat das Ganze Danke. Die haben eine interessante Beobachtung gemacht. Und zwar Dieser Twitter-Bot, den gibt es bis heute. Aber der hat inzwischen eine Aufgabe mehr. Denn die Aufgabe ist nicht mehr nur Link vorschauen zu ziehen, sondern auch. Websites zu crawlen, um damit eine KI zu trainieren. Und das sehr bemerkenswerte ist, dass sich dieser Twitter-Bot offenbar nicht An eine Robots-Txt hält, sondern trotzdem alle Websites gerade crawled im Internet. Denken wir daran, wie Elon Musk damals geht tobt hat, als er Crawler auf Twitter beobachtet hat, da hieß es glaube ich gerade X, auf X beobachtet hat und war so wütend, dass er Raid Limits eingeführt hat und X war de facto ein Wochenende lang nicht mehr nutzbar. Meta hatte die Chance genutzt, um Thread zu starten. Es war ein wildes Wochenende. Und offenbar macht er aber einfach genau das gleiche. Und das ist so eine ganz typische Argumentationslinie von vor allem politisch Rechtsaußenstehenden, wenn nicht sogar noch weiter außen, dass man sozusagen den Gegnern immer genau das vorwirft, was man selber eben auch tut. Und das macht XAI hier ganz massiv. Scraping mit Twitterbot.
33:52 Jannis Schakarian
Ja und Elon Musk gibt es ja sogar zu, ne, indem er sagt, die Nutzung von Echtzeitdaten ist unser großer Vorteil bei Grock AI, dass wir quasi Echtzeitdaten nutzen und in Echtzeit das Netz immer wieder. crawlen. Ja und dahinter steckt natürlich dieses perfide oder der Vorteil dieser Gut, wenn er sich nicht mal an Robotics C hält, ist nochmal eine andere Nummer, aber dieses perfide, was ja auch Google spielt, von wegen, naja, du willst ja wohl nicht, dass du aus der Google-Suche ausgeschlossen wirst. Ups, dann müssen wir dich leider auch für für AI crawlen und hier könnte man ja auch sagen, naja, der Twitterbot braucht es, um dir eine schöne Überschrift und das Bild ziehen zu können. Aber dafür müssen wir leider die ganze Seite lesen und Grog liest halt mit Wahrscheinlich schlagen sie ja dir als nächstes auch noch eine neue AI-Überschrift dann vor. Aber dieses genau du willst Du willst halt nicht um, gut, inzwischen vielleicht schon, aber du willst in der Theorie Twitter dich ausschließen, lässt deswegen den Twitter-Bot rein und der sagt, ich habe hier meinen Grog-Botton auch noch mitgebracht. Have you met Grog? So ja, und das ist natürlich fies. Wir hatten auch bei Perplexity dieses, wo sie gesagt haben: Nee, nee, das sind die Nutzer, die vorbeikommen. Also da passiert, glaube ich, gerade einfach viel in diesem wahnsinnigen Wettrennen, viel Charlatanerie Ähm, beziehungsweise ich glaube, ehrlicherweise muss man weiter davon ausgehen, alles was öffentlich und vielleicht auch darüber hinaus im Netz Verfügbar ist, ist längst gecrawlt und wird für AI-Training genutzt, ob nun erlaubt oder nicht. Ich glaube nicht, dass sie da Move fast and break things und lieber hinter schlecht oder geschweige denn irgendjemand dafür zu bezahlen. Vor allem, weil alles, was man bisher gesehen hat, diese Einzelurteile, auch das waren ja so Kneckerbeträge, wo man mit diesem Versprechen in der Zukunft wird das alles ganz viel zu sagt: ach komm, das nehmen wir auch in Kauf.
36:05 Gavin Karlmeier
Schalatana Ki. Also du hast natürlich recht, trotzdem bei Google, also es ist Natürlich hier perfide, was Google halt macht, ist, dass sie sagen, du tauchst nicht in der AI Summary oder wenn du nicht in der AI Summary auftauchen möchtest, geht das nur, wenn du nicht im Suchverzeichnis gelistet bist. Trotzdem aber kannst du Google mit der Robots. txt, also den Gemini Bot oder den Gemini Crawler, trotzdem ausschließen und kannst sagen, bitte lies meine Texte nicht für deine KI. Ob da ist, ob am Ende sich da jeder so dran hält, wer will denn da schon so genau sein, aber erstmal gibt es theoretisch diese Möglichkeit und diese A-Opt-out-Möglichkeit, aber auch B. Die Zweckentfremdung eines anderen technischen Werkzeuges wären beides Dinge, die gegen den AI-Act und europäische Datenschutzstandards verstoßen. Und dass X hier schon wieder europäisches Recht bricht. Ich bin nicht überrascht, ehrlicherweise. Es ist on Character, wie man sagt.
36:59 Jannis Schakarian
Ja, und wir haben ja gerade darüber gesprochen, wie lange es dauert, eine Entscheidung gegen Ex zu erwirken. Zwar in einem ganz anderen Fall, aber auch hier kann man sich ausmalen, dass es eben nicht so schnell getan wäre, da dagegen vorzugehen. Und bis dahin ist Grog schon wieder drei Versionen weiter und man sagt, huh, ja, den Text können wir da jetzt leider auch nicht mehr rausoperieren aus den Trainingsdaten. Hätten wir nicht machen sollen. Beziehungsweise, ja, was einmal drin ist, ist drin. Also, ne, das kriegst du halt nicht wieder raus und sie haben es schon gefressen.
37:31 Gavin Karlmeier
Ja, das ist so. Übrigens meldet das Le Mont dass es eine Studie von Mediametrie gibt, ein französische französisches Unternehmen, das eben Forschung und Studien durchführt Und die haben gesagt, dass vor allem gefälschte und KI-generierte Nachrichtenseiten, also Seiten, die extra erstellt werden, um zum Beispiel Desinformationen zu verbreiten oder auch. . einfach nur um Traffic zu generieren, dann aber in Kauf nehmen, dass eine KI eben halluziniert hat und damit da auch Dreck hinschreibt, dass dieser Traffic in diesem Jahr extrem explodiert ist. . dass es mehrere Websites gibt, die wahnsinnig viele Klicks generiert haben, und zwar vor allem bei einem älteren Publikum. Also Menschen im Alter von zwischen 50 und 64 und über 65. Machen drei Viertel der InternetnutzerInnen aus, die im Laufe eines Monats von KI generierte Websites besucht haben. Finde ich schon nähern uns der Dead Internet Theory an. Allerdings kommen wir hier anders als bei vielen anderen Internetphänomenen, kommen wir nicht vom Jungen ins Alte in der Gesellschaft, sondern wir wandern, glaube ich, umgekehrt.
38:37 Jannis Schakarian
Ja, ist ein bisschen fies, dass du alte Leute jetzt schon als Dead halb tot bezeichnen. Kein Tote lesen Bot-Webseiten.
38:49 Gavin Karlmeier
Nein, das will ich damit nicht sagen.
38:52 Jannis Schakarian
Die Half-Dead Internet Theory.
38:54 Gavin Karlmeier
Nein, Jannis. Missverstehen Sie mich.
38:59 Jannis Schakarian
Ja, dich, okay. Missverstehen Sie mich richtig, ja. Ja, ich finde, dass. Also zuerst dachte ich ja noch, ja komm, diese KI-Fakes und so, da hat man ja am Anfang immer so Horrorszenarien gemalt, wie dieses so. Ja, was, wenn, weiß ich nicht, der Bundeskanzler plötzlich verkündet, alle Sparkonten werden gepfändet oder was was. Und das geht dann total viral. So, diese Nummern sind, glaube ich, gar nicht so sehr das Problem. Weil die kriegst du verifiziert, die sind über einer Schwelle. Ich glaube, das Problem sind diese ganzen Kleinen von Menschen, die eben nicht richtig in der Öffentlichkeit stehen. Oder diese Fallhöhe haben, dass man sagt, ja, da gucken wir jetzt nochmal nach, hat der oder diejenige das wirklich gesagt, sondern dieses, ja, dass du damit einfach gewisse Narrative verstärken und verbreiten kannst, von denen du weißt, dass sie gut klicken. Das war ja schon bei dieser ersten Fake News-Welle so ein bisschen so, ne, wo rauskam, dass in In ärmeren Ländern diese 45 Cent AdSense irgendwie dann doch schon nah an einem guten Tagestagessatz waren. Ich überspitze mit Absicht. Aber es sich plötzlich gelohnt hat und da gar nicht irgendwie eine Agenda dahinter steckte, sondern eher so ein, naja, klingt halt gut, wenn wir irgendwas von Flüchtlingsströmen da drauf setzen, draufschreiben oder so. Und das wird sich ja durch AI auch bewahrheiten, nur dass das System sich dann noch mehr automatisiert irgendwann selbst dahin optimiert Und das ist, glaube ich, die Gefahr, dass du so Narrative mit so kleinen Geschichten erfundenen einfach ver Verstärken, die nie jemand überprüfen wird, weil sie eigentlich nicht über eine gewisse Aufmerksamkeitsschwelle kommen.
40:54 Gavin Karlmeier
Ja, was halt so interessant ist, ist im Moment, ist das halt für, glaube ich, und das war, was ich eigentlich damit sagen wollte, Für viele Leute, die eine gewisse Medienkompetenz haben und Internet erprobt sind, relativ schnell noch als solches zu erkennen. Also kenne ich den Absender, sieht die Seite irgendwie dodgy aus? Sind hier irgendwelche seltsamen Übersetzungsfehler irgendwie so ein Kram? Das wird aber mit wachsender Kompetenz, Kompetenz, in Anführungsstrichen, der generativen KI halt immer schwieriger zu trennen. Und als wir mit dem Internet angefangen haben, Janis, und wir beide, die Hakis wissen das, wir beide gemeinsam sind halt das Internetarchiv. Wir sind Internethistoriker. Damals hast du Scam relativ schnell erkannt, weil du musst es nur gucken, endet die Domain auf d eVU oder . tk, dann ist da wahrscheinlich irgendwas nicht ganz sauber.
41:38 Jannis Schakarian
Ich hatte ganz viele Domains, die mit DEVU geendet haben, weil die haben nichts gekostet. Na gut, und die waren alle total legitim.
41:49 Gavin Karlmeier
Ja, weil die eben Miets gekostet haben, gab es eben relativ viele auch, die das anders gemacht haben als du. Und dann gibt es noch eine kleine Entwicklung zum Fall twitter. new. Das finde ich auch sehr interessant. Wir haben darüber gesprochen, dass es ein Unternehmen in Virginia gibt, die versuchen, den Markennamen oder die Markenrechte an Twitter zu erwerben, weil Elon Musk die ja abgestoßen hätte. Gleichzeitig aber. Ähm hat Elon in den letzten Tagen Elon Musk auch schon bekannt gegeben, dass das nicht passiert? Hat die Nutzungsbedingungen von X verändert, dass die Markenrecht die Twitter weiterhin im Unternehmen liegen. So, da haben wir alles drüber gesprochen, was wir aber noch nicht besprochen haben, ist, wer eigentlich hinter diesem Unternehmen Operation Bluebird steckt. Und das ist interessant. Ich habe eine Nachricht von Sarah bekommen und sie schreibt, sie hat das Ganze sich jetzt mal angeschaut, wer eigentlich die Leute sind, die dahinter stecken. Und dazu gehören zum einen Stephen Coates, der Markenrechtsanwalt bei Twitter war und seit Jahren im IP-Recht anwaltet Arbeitet. Und der andere ist Michael Perroff, also da sind noch ein paar Leute mehr dabei, aber die beiden hat sie sich angeschaut, der ist ebenfalls ausgebildeter Markenrechtsanwalt und hat Praxis in genau diesem Feld. Und Sarah's These ist. dass es hier gar nicht so unbedingt darum geht, das große soziale Netzwerk zu starten, sondern vielmehr mal zu schauen, wie eigentlich so ein Markenrechtsstreit in den USA eigentlich noch funktioniert. Und das finde ich eine hochinteressante These. Wobei sich da dann die Frage stellt, warum muss man für dieses Experiment dann E-Mail-Adressen der NutzerInnen einsammeln?
43:10 Jannis Schakarian
Das stimmt. Das gibt dem Görzen natürlich eine gewisse Öffentlichkeit, aber es klang ja von vornherein, so ein bisschen nach so einer juristischen Fingerübung sozusagen, zu sagen, hey, ihr nutzt ja die Markenrechte gar nicht mehr, damit sind sie eigentlich frei und wir gucken mal, ob wir sie wiederhaben können, ob man dann selber deswegen gleich Ein soziales Netzwerk aufbaut oder ob man dann einfach nur guckt, was man sonst mit dem Markenrechten machen kann. Es ist zumindest interessant und eine Sorge mehr für Elon Musk.
43:37 Gavin Karlmeier
Ja, mal sehen. Also ich bin hochgespannt, wie das ausgeht. Das ist eine Sache, da freue ich mich auch im neuen Jahr sehr drauf. Und worauf ich mich aber in diesem Jahr noch freue, ist, dass wir beide zusammen das hier spielen werden. Funktionen und Emotionen. Geil, wie du mitgebounced hast bei diesem Jingle. Aber du hast die Hängematte mittlerweile verlassen, muss man sagen.
44:00 Jannis Schakarian
Ich habe sie verlassen nur nach unseren technischen Problemen, aber die Hängematte war eigentlich nicht schuld, nach allem, was wir jetzt feststellen konnten.
44:08 Gavin Karlmeier
Das wissen wir nicht. Und zwar gibt es folgende Entwicklung. Offenbar scheint YouTube, und das ist jetzt, also ich gebe meine Emotion vorweg, ich will dich nicht beeinflussen. Meine Emotion ist. . Halleluja! . YouTube wird offenbar die Funktion bringen, dass man als Person, als Nutzerin auswählen kann, welche Sprachen in Videos nicht mit KI übersetzt werden sollen.
44:33 Jannis Schakarian
Okay, ja, Halleluja.
44:35 Gavin Karlmeier
Ja, oder?
44:37 Jannis Schakarian
Oh Gott, ich habe bis heute alle Träume von so automatisch übersetzten YouTube-Videos, wo man denkt, man guckt, ich weiß nicht, was es war, MKDHD oder so, und plötzlich Richt der Deutsch und und es ist der Stoff aus dem Albträume sind. Ähm, ja, also Halleluja, ja
44:54 Gavin Karlmeier
Ja, wirklich. Es ist toll. Wenn ich jetzt noch ein Feature kriege, das die automatisch übersetzten Videotitel abstellt, dann bin ich mit allen zufrieden.
45:03 Jannis Schakarian
Das habe ich bei TikTok letztens irgendwo gefunden, dass man ausstellen kann, dass er immer die, also nicht die Untertitel, sondern die Beschreibungen übersetzt, weil die auch häufig hanebüchen waren und man dachte, hä, was soll jetzt das heißen? Das habe ich irgendwo gefunden.
45:19 Gavin Karlmeier
Habe ich noch nicht gesucht. Ja, mit dem Titel geht es leider bislang nicht. Ich suche das einmal die Woche, weil ich so wütend bin. Dann hat X angekündigt, dass es jetzt unter chat. ex. com eine Ex-Chat-Standalone-App gibt, wo du im Web sozusagen direkt den Ex-Chat nutzen kannst, ohne Ex nutzen zu müssen. Also wenn das nicht die Idee der Everything-App ist, weiß ich auch nicht.
45:43 Jannis Schakarian
Die Frage ist ja, wann sie den Facebook-Move machen, dass du dir extra den Ex-Chat-Messenger runterladen musst, um die Nachrichten zu lesen, die da drin sind. Ich würde behaupten, das wird noch kommen.
45:54 Gavin Karlmeier
Ja. Emotionen zu Ex-Chat. Das ist okay. Gleichzeitig hat Nikita Bian Screenshot gepostet auf X, der mit mehr oder weniger versehentlich, zwei neuen Features. Nämlich zum einen, dass es einen neuen Reiter gibt mit dem Namen Scene, wo du alle Tweets sehen kannst, die dir schon mal angezeigt wurden. Und zum anderen, dass Kommentierende oder Leute, die antworten auf Tweets, Posts oder Ex schreiben, dass die so zusammengefasst werden mit so kleinen Bubbles. Und dann steht da, welche sieben Leute replied haben. Und dann muss er draufklicken, um die Replies zu sehen, statt dass sie direkt im Feed ausgespielt werden.
46:27 Jannis Schakarian
Ja, das mit den Bubbles finde ich Quatsch. Dieses Scene-Feature hätte ich früher toll gefunden, quasi auf Twitter, wenn man manchmal denkt, warte mal, der hatte was dazu geschrieben und dann musst du ewig zurückscrollen. Und wenn du weißt, du hast es schon mal gesehen, dann finde ich das eigentlich ein cooles Feature.
46:44 Gavin Karlmeier
Ja, definitiv. Und Blue Sky. Hat ein neues Feature ausgerollt, das du wahrscheinlich schon gesehen hast, wenn du in den letzten Tagen bei Blue Sky geöffnet hast, nämlich die Möglichkeit, deine FreundInnen zu finden, die auch einen Blue Sky-Account haben, indem du deine Telefonnummer dafür nutzt. Und anders als die meisten anderen sozialen Netzwerke wird hier nicht einfach deine Telefonnummer hochgeladen oder noch schlimmer dein komplettes Adressbuch hochgeladen und dann synchronisiert, wer da in den jeweiligen Adressbüchern drin liegt, sondern es wird ein Hash aus deiner Telefonnummer generiert. Das wird hochgeladen und andere Leute machen das gleiche und du kannst dann sozusagen auf deinem Telefon diese Überprüfung durchführen und gucken, ob jemand aus deinem Adressbuch Also die Nummer, die du im Adressbuch hast, wird auch zu einem Hash generiert und dann werden die abgeglichen und wird geguckt, ist das jetzt hier eine Person, die ich kenne oder nicht.
47:32 Jannis Schakarian
Ja, das war ja lange immer Growth Hack 101. Irgendwie Adressbuch hochladen, so ist WhatsApp damals gewachsen und ich habe gerade wirklich den Namen von diesem Audionetzwerk.
47:44 Gavin Karlmeier
Vergessen, dass während Corona kurz groß war.
47:47 Jannis Schakarian
Danke. So was habe ich schon aus meiner Erinnerung verdrängt. Auch Klapphaus hat damit ja ziemlich viel gemacht mit diesem Adressbuch und lade doch anderen ein. Das ist, meine ich, auch schwerer geworden. A, was die Regularien angeht, B, auch Apple schützt ja jetzt neuerdings das Adressbuch ein bisschen mehr. Also du kannst es nicht mehr so einfach mit einem Klick dein ganzes Adressbuch freigeben, sondern auch einzelne Kontakte auswählen. Und natürlich ist das hier auch die Art und Weise, es zu tun mit den Hashes. Die Frage ist ja, was passiert mit den Menschen, die noch nicht bei Blue Sky sind. Werden auch deren Nummern gehasht, sodass du dann im Nachhinein irgendwie sehen kannst: Ah, jetzt ist Hans Dieter auch bei Blue Sky angekommen und endlich kann ich ihn hinzufügen. Wäre natürlich smart und gleichzeitig würde es dann doch dafür sprechen, dass sie mehr Daten speichern als nur alle diejenigen, die schon zustimmen.
48:40 Gavin Karlmeier
Ja. Ja, das ist so. Stimmt. Oder direkt wie, weißt du noch, Peach, wo alle Leute eine Nachricht bekommen haben, dessen Telefonnummer du hochgeladen hast. Das war's.
48:51 Jannis Schakarian
Das war richtig, also fies und smart und erstaunlich transparent. Ah, so gehst du also mit meiner Telefonnummer um, die ich dir angebe. Anvertraut habe.
49:02 Gavin Karlmeier
Und Kiwi hat das auch gemacht. Kennst du noch Kiwi? Ne, Kiwi habe ich auch verdrängt. Das war auch so, also wird es so 2016 gewesen sein. Jetzt kommt der Kiwi.
49:12 Jannis Schakarian
Was hat Kiwi besonders gemacht?
49:14 Gavin Karlmeier
Er hat auch an alle Leute eine Nachricht geschickt, dass du ein Telefonnummer du hochgeladen hast, aber nicht mit der Erinnerung, dass deine Telefonnummer hochgeladen wurde, sondern Gavin Kalmeyer lädt dich zu Kiwi ein. An alle Leute.
49:24 Jannis Schakarian
Aber was konnte Kiwi?
49:26 Gavin Karlmeier
Was konnte die App dann, außer dass man nicht mehr auch so Obst bestellen? Vermutlich nicht. Ich weiß es nicht. Man findet es auch nicht mehr. Hieß das wirklich so? Oh, jetzt werde ich aber. Es gab noch Vero, nee, wie?
49:44 Jannis Schakarian
Ne, nicht.
49:44 Gavin Karlmeier
Doch, das gab's auch. Vero, Vero, Vero gab es. Ja, aber Kiwi. Das steckt hinter der umstrittenen Messaging-App. So.
49:54 Jannis Schakarian
Also schreibt doch mal alle in den Discord, ob ihr damals bei Kiwi wart oder ob euch Gavin Karlmeyer dazu eingeladen hat.
50:00 Gavin Karlmeier
28. 12. 2015, stern. de. Viel Ärger um die Kiwi-App. Das steckt dahinter die Smartphone-App. Kiwi gibt es bereits seit Monaten, doch sorgte sie für einen kleinen Skandal, in dem sie ungefragt an alle Facebook-FreundInnen der Nutzer eine Einladung verschickt. So war das.
50:14 Jannis Schakarian
Ah, das hing aber irgendwie an Facebook drin.
50:17 Gavin Karlmeier
Ja, genau. Toll.
50:19 Jannis Schakarian
Ja, mehr Funktionen habe ich heute nicht für dich. Da erinnere ich mich an so ein paar Anfragen. Ich bin jetzt alle Emotionen losgeworden, glaube ich.
50:28 Gavin Karlmeier
Dann gut, wenn du jetzt leer bist, habe ich noch die kleine Meldung zum Schluss an unserer Maske. Restblock hier am Ende, dass das der Supreme Court in Delaware entschieden hat, dass dieses Gehaltspaket An Elon Musk, das eigentlich als irreregulär schon aberkannt wurde, in Höhe von mittlerweile, ich glaube, 119 Milliarden Dollar, anfangs waren es mal 56 Milliarden Dollar, dass ihm das doch zugesprochen wird. Was interessant ist, weil Elon Musk mittlerweile ja eigentlich schon ein anderes Gehaltspaket mittlerweile ausgehandelt hat. Und das Interessante ist, also Tesla ist ja vor Gericht gezogen, Delaware, die haben ja auch gedroht, dass sie Delaware verlassen könnten. Sollte die Gesetzgebung nicht unternehmensfreundlicher werden, könnte hier mit reingespielt haben. Aber Elon Musk darf 303 Millionen Tesla-Aktien zum Preis von 23 Dollar kaufen. Der eigentliche Kurs sind gerade 483 Dollar. Und diese Differenz von 140 Milliarden Dollar ist der Profit, den er damit sozusagen sich da rauszieht. Und interessanterweise, das Gericht hat zwar entschieden, dass die Argumentation des anderen Gerichtes, das zuvor entschieden hatte, eigentlich zutreffend und gerechtfertigt ist, also dass Elon Musk mit seinen 22% Anteilen eigentlich nicht die Macht gehabt hätte. den Vorstand so zu beeinflussen, dass sie ihm, weiß ich nicht, ich glaube 56 Milliarden Dollar waren es, habe ich gerade gesagt, ne? Zugesprochen haben, dass aber die Methode der Aberkennung dieses Gehaltspaketes eben nicht rechtlich sei und dementsprechend auch nicht durchgesetzt werden darf. Das sind mir zu viele Milliarden. Ich komme da nicht mehr mit.
51:59 Jannis Schakarian
Ich habe ja gesagt, alle Emotionen bin ich losgeworden. Ich kann mich da nicht mal mehr drüber aufregen.
52:03 Gavin Karlmeier
Ja, aber er braucht das Geld gerade, weil er hat angekündigt, dass er die Wahlkampagnen der Republikaner fürs Repräsentantenhaus für die Zwischenwahl 2026 finanzieren wird.
52:14 Jannis Schakarian
Ja, da ist gutes Geld gefragt, wobei die Frage ist ja, reicht da Geld oder braucht man vielleicht auch noch Inhalte oder sympathische Menschen?
52:23 Gavin Karlmeier
Ja, also wenn man sympathische Menschen braucht, würde ich sagen, müssen wir uns, wenn wir die Republikaner schwächen wollen, als Menschen, die die Entwicklung der letzten Monate bedenklich finden, müssen wir uns keine Sorgen machen. So, das habe ich nicht gesagt. Janis, vielen Dank, dass du heute da warst. Ich wünsche dir eine wundervolle Zeit im Paradies. Euch allen wünsche ich ganz wundervolle Weihnachten. Wir hören uns hier wieder nächste Woche Montag am, was ist das, 29. glaube ich? Am 29. 12. und zwar mit Sascha Pallenberg und machen einen kleinen Jahresrückblick, so wie letztes Jahr. Freue ich mich sehr drauf. Vielen Dank, dass ihr bis hierhin zugehört habt. Habt ganz, ganz tolle Weihnachtstage. Entspannt euch, kommt ein bisschen zur Ruhe. Ich werde das auf jeden Fall so machen. Und danke, Janis.
53:08 Jannis Schakarian
Grohe Weihnachten dir, Gewin, frohe Weihnachten, liebe Hakis und Grüße an Sascha. Tschüss. Ciao.