Folge 543 · 25. Februar 2026 · 1:01 Std.
Mein Persona fährt im Hühnerstall Motorrad
Sanktionen und Emotionen: Ich wurde auf Threads gesperrt, wegen Pinocchio! Aber wir haben auch andere Geschichten, natürlich. Zum Beispiel die des Wunsches unseres Kulturstaatsministers Wolfram Weimer, das Europageschäft von TikTok “einfach” zu kaufen. Oder die, dass Facebooks Kontaktabgleich in Deutschland nicht zulässig ist. Und dann haben wir noch den Deepdive in die Frage, was Persona eigentlich mit unseren Daten macht. Und ob es der Preis, den wir dafür zahlen, ein kleines Häkchen auf LinkedIn zu sehen, wirklich wert ist.
➡️ Digitalrechte.de zu Persona: https://digitalrechte.de/news/hoher-preis-fuer-gruenen-haken-bei-linkedin
➡️ Correctiv zu ”TikTok – Europäische Daten wandern nach China”: https://correctiv.org/aktuelles/netzpolitik/2026/02/20/warnung-tiktok-weshalb-europaeische-daten-nach-china-gehen-noyb-irisches-gericht-dpc/
Kapitelmarken
KI-unterstützt
- Gavin wurde auf Threads gesperrt
- Wolfram Weimer will TikTok europäisch machen
- Die Geschichte hinter Trumps Kurswechsel
- Altersverifikation durch Persona
- Irlands geplantes Social Media-Verbot
- Trump findet Social-Media-Verbot interessant
- Spaniens Kampf gegen KI-CSAM
- Russlands Telegram-Angriff
- Metas Schattenprofile
- X und die Farbenkrise
- Funktionen und Emotionen
- Muskkram
Transkript
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00:01 Intro
Haken dran, das Social Media Update der CT.
00:06 Gavin Karlmeier
Hallo Frederik. Hallo Gavin. Bei mir ist Frederik von Castell, Chefredakteur Medium Magazin, bei dem ich im Moment regelmäßig eine Kolumne schreiben darf mit dem Namen Kurznachrichtendienst, die ich euch allen sehr ans Herz legen möchte und du hoffentlich auch.
00:22 Frederik von Castell
Ich darf sie ja immer zuerst lesen. Also ja, ich wäre schlecht beraten, wenn ich sagen würde, die gefällt mir nicht.
00:27 Gavin Karlmeier
Ja, das stimmt. Ich gehe direkt emotional heute rein. Also es ist Mittwoch, der 25. Wir nehmen auf am Dienstag, den 24. gegen 19 Uhr. Und ich habe den halben Dienstag damit zugebracht, auf eine Webseite zu starren, auf der steht, ich lese vor, die Prüfung deiner Information dauert normalerweise eine Stunde, andere Threads-Nutzer können dein Konto nicht sehen, du kannst es nicht verwenden. Was ist passiert?
00:50 Frederik von Castell
Ich, Gevin Kalmeyer, Nutzernummer 13.
00:54 Gavin Karlmeier
000 irgendwas wurde gesperrt auf Threads. Und zwar ohne Ankündigung, ohne alles. Ich habe eine Mail bekommen, in der drin stand. dass meine, dass etwas auf meinem Profil gegen die Community-Standards verstoßen würde und ich dagegen Einspruch einlegen könnte. Also ein automatisierter Prozess offenbar. Und wir wissen, Threads sperrt da gerne mal willkürlich Accounts und das hat mich getroffen. Aber ich habe an diesem Dienstag einen Post veröffentlicht auf Threads, in dem ich, ich zitiere, wortwörtlich.
01:22 Frederik von Castell
Komm, nicht verraten, darf ich raten?
01:24 Gavin Karlmeier
Ja.
01:26 Frederik von Castell
Okay. War es kürzlich im Urlaub?
01:28 Gavin Karlmeier
Nee. Ich?
01:30 Frederik von Castell
Okay, dann sind es keine heißen Strandbilder. Okay. Hast du dich. Mit Verschwörungstheorien oder irgendwelchen, okay, auch keine Reichsbürger, Nazis oder ähnliches?
01:43 Gavin Karlmeier
Ich habe auch niemanden beleidigt, ich schwöre. Also, zumindest sagt es das Gericht, kann ich nämlich gleich erklären.
01:49 Frederik von Castell
Alles klar, dann erzähl ich.
01:50 Gavin Karlmeier
Ich habe geschrieben, wenn mich jemand Pinocchio nennen würde, wäre ich auch für eine Klarnamenpflicht. Das soll der Post. Vorgeschichte Friedrich Merz, nein, anders. Jemand hat in den Kommentaren Friedrich Merz als Pinocchio beleidigt. Die Polizei hat daraufhin proaktiv ein Untersuchungsverfahren aufgenommen und hat aber daraufhin schon das Verfahren wieder eingestellt. Also dieser Kommentar war zulässig. Ist die Rechtsprechung. Das heißt, an diesem Post kann es eigentlich nicht liegen. Es kann natürlich sein, dass der Begriff Pinocchio in automatisierten Verfahren jetzt gerade auf irgendeiner Liste steht, das können wir nicht ausschließen. Es kann auch sein, dass ich vor einem Jahr mal irgendwas gepostet habe bei Threads, das ich nicht hätte veröffentlichen dürfen nach Gemeinschaftsstandards. Es kann auch willkürlich sein. Es könnte auch sein, um jetzt hier direkt die Verschwörung zu stricken, dass meine Äußerungen über Metas betrügerische Einnahmen, die ich am Sonntag im Presseclub getätigt habe, vielleicht dazu geführt haben. Wahrscheinlich nicht. Das wird es nicht sein. Aber Ich bin unruhig, muss ich sagen. Das ist mir noch nie passiert, dass ich gesperrt wurde. Und ich finde es schön, dass wir jetzt hier so eine ongoing Story haben bei Hakendran, weil ich werde euch natürlich auf diesem Weg mitnehmen, während mein Einspruch gegen das automatisierte Verfahren läuft. Aber auch. Wieso? Oh nein. Aber auch.
03:01 Frederik von Castell
Oh nein, hat man jetzt im Hintergrund meinen Korgen-Jüh.
03:03 Gavin Karlmeier
Man hat einen Hund gehört. Das ist nicht schlimm.
03:05 Frederik von Castell
Das war Simba. Das war Simba der Korgi, das tut mir leid.
03:08 Gavin Karlmeier
Wir lieben das, wir lieben Hunde behaken dran. Wir werden natürlich aber auch begleiten, was der DSC, der Digital Services Coordinator, zu einer willkürlichen Sperrung eines Posts ohne Nennung von Gründen sagt, weil das ist So nicht zulässig. Man musste zu sagen, Threads ist nach DSA kein Flop, also keine Very Large Online-Plattform. Also sie hat noch nicht die Charakterisierung, dass sich jetzt beim DSA sozusagen ein Schiedsverfahren anstreben könnte. Aber trotzdem kann ich mich über diesen Prozess erstmal beschweren. Und das werden wir tun und werden das hier live begleiten, würde ich sagen.
03:37 Frederik von Castell
Also du hörst die Empörung im Hause von Castell. Die ist bei vier Bein und bei zwei Beinern gleich groß. Den Rückstoßeffekt vom Preseklub vom Sonntag, den würde ich gar nicht mal so unbedingt vom Tisch wischen. Also ich weiß gar nicht, ob du da so weit im Reich der Verschwörungstheorie bist. Aber die Pinocchio-Sache, die wird mich mehr amüsieren.
03:56 Gavin Karlmeier
Also bitte halt mich da auf dem Laufenden. Vielleicht werden wir nie den Grund erfahren. Eventuell.
04:01 Frederik von Castell
Muss das nicht? Müssen die das nicht gar nicht?
04:04 Gavin Karlmeier
Wenn sie geflopft wären, müssten sie. Sonst also theoretisch könnte ich das vor Gericht natürlich versuchen einzuklagen. Aber da weiß ich nicht, ob Chancho.
04:13 Frederik von Castell
Du bist doch Journalist! Du bist doch journalist, stell doch eine Anfrage.
04:17 Gavin Karlmeier
Das werde ich tun. Ich warte jetzt erstmal, was dieses Einspruchsverfahren sagt. Und ansonsten weiß ich nicht, vielleicht hat Chandio-Yun ja Bock auf einen kleinen Pro Bono-Prozess. Mal sehen. Also wir werden das auf jeden Fall hier live begleiten. Und ich finde schön, erste Leute haben angefangen auf Threads, genau diesen Post, den ich. . den ich geschrieben habe, Wort gleich auch zu veröffentlichen als Teil der Solidarisierung. Ich will euch dazu nicht aufrufen, aber ich finde es süß.
04:44 Frederik von Castell
Ah, da müsst ihr mich jetzt da nach Monaten mal wieder auf meinen Freds Account einloggen, ne?
04:50 Gavin Karlmeier
Ja Nein, musst du natürlich nicht. Wie gesagt, ich will niemanden aufrufen. Aber wir können auch in die ersten Themen reingehen. Ich habe mich jetzt abgeregt. Beruhigt habe ich mich jetzt nicht, aber wir gehen trotzdem ins erste Thema. Und zwar darfst du dir aussuchen, ob wir heute mit TikTok oder mit Meta starten?
05:06 Frederik von Castell
Pest oder Cholera, ich nehme TikTok.
05:08 Gavin Karlmeier
Geil. Wolfram Weimarer, Kulturstaatsminister. Der hat sich jetzt dafür ausgesprochen bei der Chefredaktionskonferenz der DPA. Warst du auch da? Nein.
05:18 Frederik von Castell
Nein.
05:19 Gavin Karlmeier
Okay, die hat stattgefunden.
05:20 Frederik von Castell
Ich glaube, die mögen da keine Medienjournalisten. Ich weiß es aber nicht sicher.
05:23 Gavin Karlmeier
Wolfram Weimar war da, Friedrich Merz war auch da. Und Wolfram Weimar hat gesagt. Bei TikTok bin ich der Meinung, wir müssen dort die Eigentumsfrage stellen, wie die Amerikaner. Also er findet offenbar das amerikanische Modell, das das Amerikageschäft, das USA-Geschäft, so ist es richtig. von TikTok in amerikanische Hände geht, findet er so gut, dass er sich das vorstellen könnte, auch in Europa durchzusetzen. Hast du da direkt einen Impuls zu diesem Gedanken?
05:47 Frederik von Castell
Ja klar. Also das ist irgendwie so ein typisches Weimar-Schema, statt die Baustellen konkret anzugehen, im. . erstens im möglichst illusorischen großen Rahmen irgendwie Konzepte zu entwickeln, von denen ich nicht glaube, dass sie einen Unmittelbaren Effekt haben könnten, weil sie sowieso so in der Form nie umgesetzt werden. Vor allem, aber es ist natürlich völlig unreflektiert angesichts der Tatsache, was in den USA da eigentlich dahinter steckt. Also Dieser Deal ist so dermaßen, also wenn ich Angst vor einem anderen Staat habe, aber keine Angst davor habe, dass Player aus der Privatwirtschaft die bestimmten Bewegungen sehr nahestehen Und sich auch als solche offenbaren. Wenn ich das dann lieber habe, dass die das in der Hand haben, dann weiß ich nicht, ob ich da meine Prioritäten so ganz richtig setze und ob Naja.
06:44 Gavin Karlmeier
Also unsere Schattenredaktion, Koffe Hollig, aus dem Haken dann Discord www. hakenan. org. Kommt alle vorbei. Wir sind über 2200 Leute. Alle schlauer, alle lustiger, alle cleverer als ich. Koffe Hollig hat dazu geschrieben Wird an Frank Thillen verkauft, Jens Spahn bekommt die Vermittlung für eine Vermittlung die Verkaufsprämie und Julia Klöckner sitzt dann im Eurotoc-Vorstand. Und das ist nämlich genau dieses Bild. Denn wir erinnern uns für die, die nicht mehr so ganz im Bilde sind, dieses amerikanische, US-amerikanische TikTok TikTok USDS Joint Venture gehört in großen Teilen Larry Allison, dem Oracle-Chef, ein Freund von Donald Trump. Auch andere Investoren, die da dran hängen, sind vor allem aus politisch motivierten Gründen in diesem Board. Byteance hält immer noch Anteile an diesem Business. Und es ist auch wahrscheinlich, dass es nicht eine vollständige Übernahme war, sondern Larry Allison und Oracle haben einfach nur Sicherheitsgarantien für den Betrieb gegeben. Sprich. Dieser Deal, der da nach außen verkauft wurde, war jetzt nicht so der Deal, dass da die große digitale Unabhängigkeit in den USA ausgerufen wurde. Und die Teile, die von China unabhängig gemacht wurden, wurden eben vor allem aus politischen Beweggründen. Anders abhängig gemacht. Also weiß ich nicht so genau, was Wolfram Weimar sich hier so wünscht. Er sagt, Europa sollte eine Antwort drauf finden, wem gehört TikTok, ob wir das nicht in europäische Hände legen sollten, im Einvernehmen mit Byte Dance Und klar, wie du schon sagst, es wären dann genau solche Entscheidungen, die wir dann hierzulande hätten. Es wäre dann ein Franktelen oder ich weiß gar nicht, wer das sonst so. Hier, ähm, Hopp, wie heißt der?
08:13 Frederik von Castell
Dietmar.
08:14 Gavin Karlmeier
Dietmar Hopp, der übrigens, ich habe mal recherchiert, also TikTok ist ja in den USA, ging der Deal für 14 Milliarden Dollar über den Tisch. Das ist der einmalige Jahresumsatz vom Amerikageschäft von TikTok. Und es ist eigentlich ein absoluter. Low Price, also totaler Budgetpreis wäre viel mehr wert gewesen. Aber in Europa hat TikTok im letzten Jahr um die 9 Milliarden Euro Umsatz gemacht. Das heißt, welches Unternehmen hätte denn 9 Milliarden Euro so auf der Tasche oder auf hohen Kante? Dazu gehört tatsächlich SAP. Das heißt, vielleicht ist es tatsächlich Dietmar Hopp, der dann am Ende bei TikTok einsteigt mit dem Deal von Wolfram Weimar. Wer übrigens auch so viel Geld übrig hätte, wäre Mercedes-Benz oder Volkswagen, was ich auch interessant finde.
08:55 Frederik von Castell
Aber das, also die Idee ist ja, glaube ich, ein Konsortium wenigstens zu haben. Das muss man fairerweise noch berücksichtigen. Das heißt, das macht es nicht ganz so monopolistisch dann auch. Aber die Grundidee zu sagen, wir lösen die eine Problematik durch eine andere Problematik, ähm Also, ich möchte es mir jetzt nicht zu leicht machen, weil eine Antwort auf die Frage, wie kriegt man das eigentlich hier hin, ohne jedes Mal den sehr idealistischen Satz zu sagen, den ich auch schon oft gesagt habe, wir brauchen eine eigene europäische Plattform. Punkt Mit der Nummer kommt man nicht jedes Mal raus aus der Geschichte. TikTok gibt es und bei TikTok muss man irgendwie schauen, ganz aussperren oder. . irgendwie hier anpassen. Das heißt, ganz grundsätzlich bin ich jetzt erstmal der Idee gar nicht abgeneigt, zu sagen, wir müssen da dafür sorgen, dass dieser Datenabfluss in der Form nicht mehr passiert. Und wir müssen, also das, das, das Das ist unsere Verpflichtung, oder das ist gesellschaftlich die Verpflichtung gegenüber den Nutzenden und vor allem den jungen Nutzenden. bin ich schon mal dabei. Das jetzt allerdings in dieser, auch wenn Weimar jetzt selber kein Unionspolitiker ist, aber das jetzt in dieser unionsgeführten Regierung Dieser Effekt immer da ist zu sagen, wir lösen das über das Unternehmertum. Das finde ich gruselig. Vor allem, wenn es halt dann tatsächlich die Alleinlösung für alle Probleme ist und natürlich keine echte Lösung ist, sondern nur großes Gebrüll. Und ich glaube, dass das jetzt wieder von diesen, von den eigentlichen Problemen, genauso wie es auch von der ganzen Frage nach dem Umgang mit jugendlichen NutzerInnen ablenkt. Dass das eigentlich letztendlich die Diskussion nur hin verschiebt in eine große Fantasie-Blasenwelt, in der sich jetzt ein paar Leute irgendwie einbringen werden oder auch nicht. Auch das hat man bei Weimar-Aussagen jetzt öfter schon gehabt, dass er irgendwie Versucht hat links und rechts die Leute anzustacheln und zu bewegen und am Ende kam nur ein laues Lüftchen. Das kann natürlich auch passieren, dass wir uns jetzt völlig umsonst aufregen. Aber ganz grundsätzlich öffnet es wieder ein Stück weit von einem Menschen, der ein Amt hat, das eine höhere Verantwortung hat und von dem auch wir Medienunternehmen ja auch alle ein gutes Stück weit abhängen von den Entscheidungen, öffnet es wieder so diesen Raum dessen, und das ist ja irgendwie Weimars Spielwiese was noch keiner irgendwie gedacht hat oder was eigentlich andere längst nur ausschaut. Er öffnet immer wieder Diskussionsräume in Bereiche, wo ich mir sage. Mein Gott, können wir jetzt bitte mal konkret an den Problemen arbeiten und es uns nicht so leicht machen, irgendwie immer mit dem nächsten großen Keynote-Geprabbel irgendwie die ganze Geschichte noch weiter aufzublasen und uns selbst damit vor allem aufzublasen. Ich weiß nicht, wem damit jetzt gerade geholfen sein soll und ich hoffe auch, dass das ehrlich gesagt, dass sich da keine Dietmar Hops für finden werden, die sagen, das machen wir mit, weil Wohin soll das denn führen?
11:50 Gavin Karlmeier
Ja, also ich könnte mir auch vorstellen, dass hier Tim Hutges vielleicht auch Telekom-CEO vielleicht auch Interesse hätte. Bei dem läuft es ja auch gut. Und der ist ja auch ein Trump-Vertrauter oder Fan zumindest.
12:02 Frederik von Castell
Ja, oder keine Ahnung, Peter Thiel will dann doch in Deutschland nochmal ein bisschen mehr unterwegs sein.
12:07 Gavin Karlmeier
Über den reden wir heute noch. Wir müssen heute ein bisschen über Peter Thiel sprechen, aber da kommen wir später zu. Aber in der Tat, also um das so ein bisschen abzubinden, das Ding, es ist natürlich erstmal einfach so dahingebrabbelt. Es ist überhaupt nicht in der Realität verankert. Die Idee wäre nicht besonders. Ist nicht besonders realitätsnah wahrscheinlich, weil auch diese Frage, also wir haben ja auch die Grundsituation gar nicht, dass es hier ein Gesetz gibt, das diese Plattform verbieten würde. Das hat in den USA viele, viele Jahre gedauert, bis es dieses Gesetz gab, bis es dann umgesetzt wurde, bis es dann einen Deal gab. Also, das ist alles so, also einfach mal so drauf losgesprochen. Aber tatsächlich gibt es eine ganz spannende Korrektivrecherche, die für His, glaube ich, nicht so super neu ist. Ich habe sie trotzdem mal mitgebracht. Es geht um diese, um die Tatsache, dass immer noch. Daten von TikTok in der Europäischen Union gesammelt und nach China geschickt werden. Das hat nämlich jetzt nochmal auch Neub, also None of Your Business, die NGO aus Österreich, über die wir hier schon häufiger gesprochen haben. auch noch mal groß thematisiert auf Korrektivanfrage, weil eben es ist ein Verfahren anhängig. Ein irisches Gericht prüft derzeit etwas. Es gibt zwar eine Auflage, die sagt, ihr dürft zwar nur Daten an China senden, wenn die NutzerInnen darüber informiert werden, aber. Du weißt ja, wie das ist, wenn da so eine Nachricht aufpoppt, hey, wir schicken deine Daten an China. . Dann klicken alle kurz auf OK und dann ist das Ding halt erledigt. Aber das wird jetzt im Moment nach wie vor geprüft, und solange diese Prüfung oder dieses Verfahren eben nicht beendet ist, in Irland, das derzeit läuft. Bis dahin dürfen diese Daten eben auch weiter rausgeschickt werden. Und das kann man nicht oft genug einfach mal sagen und immer mal wieder thematisieren. Ich möchte aber mit dir kurz bei TikTok noch bleiben und mit dir über diesen US-Deal, den wir gerade angesprochen haben, sprechen. Denn es gibt eine Recherche von Axios, ein amerikanisches Tech News, eine Tech-News-Plattform. Politikplattformen, über die wir hier öfter sprechen, die Insights haben, wie es eigentlich zu dieser Tatsache gekommen ist, dass Donald Trump sich plötzlich von diesem TikTok-Deal oder von diesem TikTok-Verbot vielmehr abgewendet hat und plötzlich gesagt hat, nee, wir werden TikTok sprechen. Und wir werden jetzt gleich ein paar Namen hören, die uns schon häufiger untergekommen sind und die interessant sind. Also Axios erzählt die Geschichte so. Und zwar hat Donald Trump am Tag der Wiederwahl oder kurz nach der Wiederwahl sich mit so Vertrauten getroffen, um mit denen so die ersten Schritte. Zu besprechen. Und einer dieser Vertrauten war Charlie Kirk. Charlie Kirk kam zu Donald Trump und hat gesagt: Ey, TikTok ist das Ding, das dich gewählt hat. Das ist das, was dich ins Amt gebracht hat. Und Du musst mir glauben, ich kann das beweisen. Und hatten ein Diagramm mitgebracht. Und auf diesen Diagramm wurden Views von Prominenten in den USA gezeigt, die auf TikTok Inhalte veröffentlicht haben. Axios schreibt Kirk wusste, dass Trump am besten auf visuelle Reize reagiert und deswegen hatte er sich von TikTok selber und das ist nämlich interessant diese Infografiken schicken lassen mit den mit dem Titel Trump of TikTok. Das heißt, Charlie Kirk hat Kontakt mit dem TikTok-CEO. Der auch an diesem Tag offenbar mitgekommen ist zu Donald Trump, Chao Choo, über die wir den wir hier auch schon mal gesprochen haben. Und die beiden saßen dann eben bei Donald Trump und haben ihm diese Präsentation gezeigt. Trump on TikTok. Und diese Präsentation Hat gezeigt, dass Donald Trump 1,4 Milliarden Views generiert hat, Team Trump sogar 2,4 Milliarden Views und damit weit vorne lag, vor Kamala Harris, vor Taylor Swift, vor Beyoncé. Falkadeshi. Und das hat Donald Trump natürlich beeindruckt. Und der hat dann gesagt: Oh, das müssen wir jetzt mal angucken. Und daraufhin, nach diesem Termin. Hatte Donald Trump am ersten Tag seiner Amtszeit diese Executive Order unterschrieben und das angekündigt vorab. Das ist doch schon beeindruckend, oder?
15:52 Frederik von Castell
Ist diese Grafik ist das die, die die gezeigt haben?
15:58 Gavin Karlmeier
Ich I don't know. Das weiß ich nicht, aber die sieht, die ist im TikTok.
16:05 Frederik von Castell
Für alle, die das jetzt so hören, auf Axis sieht man einen ein Balkendiagramm, bei dem letztendlich wirklich, also maximal reduzierte Informationen, letztendlich geht es nur darum, wer hat den längsten und den längsten hat dann eben Team Trump dort mit 2,4 Billionen. So Milliarden abrufen. Und das ist eine sehr, sehr, sehr vereinfachte Infografik, wenn man es vorsichtig formulieren will. Es ist jetzt nicht mit dem Edding gemalt, das ist, glaube ich, dann wirklich Trump-Style. Aber es ist wirklich so reduziert, wie es noch irgendwie geht und die Vergleichsebenen sind halt irre. Also es ist Team Trump und Donald Trump vorne, dann kommt Kamala Harrison, dann kommt irgendwie Charlie Kirk. und Fox News und dann sind als Vergleichsebene noch mit reingezogen und das sind mit Sicherheit nicht die Accounts, die dann direkt folgen, sondern das sind noch Taylor Swift, Tucker Carlson, Beyoncé und Kim Kardashian. Die als Vergleichsinn gezogen werden. Also ich glaube sofort, dass das als Kommunikationsstrategie im Oval Office funktioniert hat, wenn man genau diese Leute da hingesetzt hat. Ja. Auf diese Grafik gesetzt hat und mit diesem sehr schlichten Diagramm. Ich glaube, ungelesen diese Geschichte sofort.
17:06 Gavin Karlmeier
Und sie fängt noch weiter vorne an, das ist interessant. Es gibt nämlich noch Toni Sayek, der hat im Finanzministerium gearbeitet. und galt so als der Typ, der auch dieses, der so Trumps TikTok-Flüsterer war, wie es heißt. Also das ist so der, der so gesagt hat, hier, die Kampagne muss auf TikTok stattfinden und so. oder The TikTok Guy, wie ihn Trump auch mal genannt hat. Und der hatte wohl die Idee für dieses Verfahren, dieses Wir holen uns den TikTok-CEO. Wir holen uns irgendjemanden, der Trump beeinflussen kann und setzen ihm den Flow ins Ort, dass er das ja mit einer Executive Order einfach aussetzen kann, dieses Verbot. Schon im März 2024, als Donald, als Joe Biden das TikTok-Verbot unterschrieben hatte. Also da kam schon die Idee, sollte Trump gewinnen, bauen wir einfach hier diesen kümmern wir uns einfach hier um diese Executive Order.
17:55 Frederik von Castell
Es ist nicht lustig, dass aus der ganzen Magerbewegung eigentlich diese Deep State Verschwörungstheorien immer kamen. Aber Schattenkabinett und so geht klar.
18:07 Gavin Karlmeier
Also ja, das Ding ist halt, ähm, wie soll ich das sagen? Man merkt es halt sehr häufig, dass aus solchen Kreisen mit dem Finger auf andere zeigen. die Fantasie für diese Theorien, die sie anderen unterstellen, meistens aus der eigenen Erfahrungswelt ableiten.
18:25 Frederik von Castell
Oder wie mein Opa immer so schön gesagt hat, du kannst nur so schlecht über jemanden anderen denken, wie du selber bist.
18:31 Gavin Karlmeier
Und wie der Pastor in unserer Gemeinde, in der ich Kommunion machte, einst sagte Wer mit dem Finger auf jemanden anderen zeigt, zeigt mit drei Fingern auf sich selbst.
18:43 Frederik von Castell
Sag bitte nicht, dass du auch noch Mestina warst.
18:45 Gavin Karlmeier
Ich war Mestina. Aber nicht lange. Das hat sich dann relativ schnell erledigt. Das wird es nicht geben. Aber das war meine ersten Bühnenerfahrung, wenn man so möchte. Naja, es gab übrigens noch so einen TikTok-Guy, den man der vollständige Teil auch noch erwähnen muss. Das war TikTok Jack, der im Wahlkampfteam gearbeitet hat, um Videos zu drehen. Das hat Excess ja natürlich auch nicht unterschlagen. Tja, da sieht man doch, wie so die Prozesse gelaufen sind. Und es ist manchmal, und das finde ich eigentlich das Faszinierende, es ist manchmal wirklich genauso dumm, wie man sich das vorstellt. Es ist genauso Einfach naheliegend, ja wir müssen Donald überzeugen. Ja, dann holen wir den TikTok-Chef und Charlie, der kann dem ja gut zuflüstern, die machen das schon.
19:29 Frederik von Castell
Ja, ist auch ein bisschen traurig, dass dieser Mechanismus immer so einfach funktioniert und man sich gleichzeitig fragt, warum findet man sonst keinen Umgang mit diesen Menschen, weil man muss sich ja damit abfinden in irgendeiner Form. Ich habe manchmal das Gefühl, wir sind da in Europa irgendwie nicht frech genug.
19:44 Gavin Karlmeier
Ja, das ist wohl so. Aber stattdessen kommt ja jetzt hier das Verbot für Minderjährige. Yay. Und das ist so die Überleitung zu diesem großen Komplex, über den ich mit dir sprechen möchte heute und das wir auch angekündigt haben. Denn wir sind ja immer noch im Es sind viele Dinge ungeklärt, wie die Altersverifikation stattfinden soll. Und weil die ganzen großen Tech-Unternehmen das ahnen und auch schon feststellen, dass zum Beispiel in Großbritannien ja die Inhalte für Erwachsene schon hinter einer Passwall liegen, sozusagen. Gibt es private Anbieter, die genau das übernehmen? Vorneweg eigentlich das bekannteste Unternehmen, Persona. Persona kannst du auch in Deutschland, wenn du möchtest, jetzt schon dein Personalausweis hinterlegen, wenn du dich zum Beispiel bei LinkedIn verifizierst, dann kriegst du so ein kleines Häkchen hinter deinem Namen und dann bist du als echte, valide Person verifiziert. So, der CEO von Persona, über den werden wir heute auch nochmal ein bisschen sprechen, ist Rick Song. Der hat sich jetzt auch mal so ein bisschen geäußert zu den Dingen, die so in den letzten Tagen eigentlich so aufgekommen sind, aber was ist denn eigentlich aufgekommen? Also angefangen hat dieses Ganze, wir schauen uns mal Persona an und die Tatsache, dass das das Unternehmen ist, in dessen dessen erster Investor Peter Thiel übrigens ausgerechnet damals gewesen ist. Dass dieses Unternehmen einen Deal mit Discord geschlossen hat. Discord hatte angekündigt, eine Altersverifikation für Volljährige durchzuführen. Viele Dinge sollten auf dem Device bleiben, aber sie würden eben auch für die Passverifikation mit Persona zusammenarbeiten. Und Es gibt jetzt ein paar Dinge, die so gleichzeitig passiert sind. Ich fange aber ganz vorne an. Und zwar hat ein Tech-Security-Blogger Hat sich mal so ein bisschen angeschaut, was eigentlich so auf den Personaservern liegen. Und hat da was ganz Interessantes herausgefunden. Und zwar heißen die The Local Stack. Das ist so ein. Tech Security Website. Die haben sich zunächst einmal die Datenschutzrichtlinien und Nutzungsbedingungen angeschaut und haben gesehen, für den Identitätscheck, das hat übrigens digitalrechte. de, die Website von Markus Beckeda ganz schön Gut zusammengetragen, gibt aber auch Dutzende andere Quellen dazu, welche Daten erstmal von dir gesammelt werden. Und zwar dein Name, das Foto. Ein Selfie wird benutzt für die Verifikation, um zu zeigen, das bist wirklich du. Deine Gesichtsgeometrie wird gespeichert. Die Daten, die auf dem Chip gespeichert sind. Deine Passnummer, deine Nationalität, das Geschlecht, das Geburtsdatum, aber auch technische Daten wie die IP-Adresse, der Gerätetyp, die MAC-Adresse, das ist sozusagen deine. wenn man so möchte, die Passnummer deines Computers. Der Browser, der Standort, Verhaltensbiometrie, also Verzögerungserkennung, Copy-and-Paste-Erkennung. Und dann findet ein Abgleich. Mit einem globalen Netzwerk vertrauenswürdiger Drittanbieter statt. . Dazu gehören Regierungsdatenbanken, Einwohnermelderegister, Kreditauskunfteien, Mobilfunkanbieter und Postdatenbanken. Soviel also zu, das ist eine ganz vertrauenswürdige Überprüfung deiner Passdaten.
22:42 Frederik von Castell
Also eine automatische Überprüfung quasi bei all denen. Also keine Ahnung, ich Standardüberprüfung jetzt dann auch, keine Ahnung, mit einem Melderegister oder so, dann könnte man überprüfen, ob jemand sich zum Beispiel illegal in irgendeinem Land auffällt oder so. Oder bin ich da jetzt zu Spitzschon unterwegs.
22:57 Gavin Karlmeier
Nö, das ist genau das, was alles überprüft wird. Aber Das ist nicht alles. Denn es gibt Leute, die haben sich mal die Daten angeschaut, die so öffentlich, und das muss man dazu sagen öffentlich auf Personaservern gelegen haben. Also das sind alles Daten, für die brauchte man kein Hack, man musste keine Sicherheitstricks drauf haben. Sie haben 2456 öffentliche Daten gefunden oder Dateien gefunden, die auf Prozesse schließen lassen, die genau passieren, wenn man bei Persona so eine Verifikation durchführt. oder dort seine Daten liegen, hat die übrigens laut Persona für 30 Tage auf dem Server gespeichert werden. Was passiert dann? Und zwar, es werden 269 Prüfschritte durchgeführt, wenn du dich verifizieren lässt. 269. Dabei wird nicht nur das Alter geschätzt, sondern eben 269 Prozesse durchgeführt, um zu gucken, bist du echt. Dann wirst du mit Listen abgeglichen. Zum Beispiel bist du eine politisch exposierung exponierte Person oder bist du auf einer Fahndungsliste? Dafür muss man natürlich Zugang zu diesen Regierungsservern oder den Regierungslistendaten haben, um sie abzugleichen. Das tun sie. Es werden aber auch belastende Informationen über dich gescreent. Adverse Media heißt es. Und es werden weitere Daten erfasst, wie IP-Adressen, deine Geräte, Fingerprints und so weiter und so weiter, Selfie-Analysen. Und das alles eben gemeinsam auf. diesen Personas-Server, der im Zweifel in den USA steht, oder selbst wenn er in Deutschland steht, sie benutzen auch Server, die in deutschen Rechenzentren stehen, mit Hilfe des CloudActs jederzeit von amerikanischen Behörden überprüfbar sein könnten.
24:36 Frederik von Castell
Darf ich kurz eine Zwischenfrage stellen? Wieso wird das Alter geschätzt?
24:40 Gavin Karlmeier
Das bieten sie auch an. Also du kannst sozusagen durch deinen Nutzungsverhalten bei Discord zum Beispiel dein Alter schätzen lassen, wie du dich verhältst, wenn du dich einloggst, sowas.
24:49 Frederik von Castell
Aber auch durch ein Safety im Abgleich quasi mit deinen Angabenaufnahmen Personalausweis. Das heißt, also theoretisch könnte man dann dadurch in einem Abgleich herausfinden, ob zum Beispiel eine jüngere Person einen falschen Ausweis benutzt, um es sich besser zu machen. Genau. Das ist die Idee, okay, gut. Weil sonst ist es ja absurd, auf das Alter zu schätzen, wenn es doch auf dem Dokument steht, ja okay.
25:09 Gavin Karlmeier
Aber mit Hilfe des Passes kannst du das So, es geht noch ein bisschen weiter, und zwar kann man sich genau anschauen bei Persona, mit welchen Daten eigentlich deine Daten abgeglichen werden können. Wer sind diese Drittanbieter? Und dazu gehört Entropic OpenAI Grog Cloud, alles Datenanalyse, alles KI-Unternehmen. Enthropic und OpenAI kennen wir, GrockCloud machen Datenanalyse auch, sitzen in Centro C USA. Dann AWS, also Amazon Web Services, weil wahrscheinlich auch die Daten zur Verfügung stellen. Google Cloud gehört dazu. Dann gehören da aber auch MongoDB, Snowflake, Fingerprint. js zu, also Datenbankunternehmen, Datenanalyse Sigma Computing, Stripe-Kreditkartenabwicklung, Persona Identities, Canada, Kunden Support. Insgesamt 17 Unternehmen, 16 davon sitzen in den USA, kein einziges in der EU. Das heißt, du prüfst einen europäischen Reisepass Für LinkedIn, alle Daten werden in den USA von verschiedenen Datenanalyseunternehmen und KI-Unternehmen überprüft und überwacht Mit staatlichen Listen abgeglichen. Überprüft stehst du auf einer Fahndungsliste. Bist du eine exponierte Person, die irgendwie anders verhalten werden muss? Diese Daten werden dann möglicherweise von irgendwelchen KIs nochmal anderweitig analysiert. Was die damit machen, we don't know. Landet das dann in Trainingsmaterial? Unklar. Und so weiter und so weiter. Also, es wird alles eigentlich komplett durchgeleuchtet in dem Moment, wo diese angebliche Altersüberprüfung auf deinem Gerät stattfinden soll. Und da muss man schon dazu sagen, Sagen jetzt, wenn ich das so alles zusammenfasse, don't do it. Mach es nicht. Selbst wenn du ein tolles Häkchen bei LinkedIn.
26:40 Frederik von Castell
Genau, für was denn bitte? Also ich meine, das klingt ja alles irgendwie wie der wahrgewordene Traum von Peter Thiel. Also der wird ja blass verneid, wenn er sich das anschaut. Aber, also jetzt hilf mir bitte und sag mir, dass das wenigstens in den AGBs steht.
26:55 Gavin Karlmeier
Ja, manches davon viele Dinge stehen in den AGBs. Was nicht in den AGB steht, sind diese genaueren Datenabgleichungen mit Staatsbehörden zum Beispiel.
27:04 Frederik von Castell
Und du hast vorhin gesagt, dies wird für 30 Tage gespeichert.
27:08 Gavin Karlmeier
Das sagt Persona selber.
27:11 Frederik von Castell
Na gut, das reicht ja für die Prozesse längst, also 300 Mal.
27:15 Gavin Karlmeier
Würde ich auch vermuten, ja. The Local Stack schreibt übrigens, was man jetzt idealerweise machen könnte, wäre die eigenen Daten anfordern. Du kannst per E-Mail an privacy atwithpersona. com nach DSGVO diese Daten anfordern. Die haben 30 Tage Zeit, um zu antworten nach DSGVO. Du kannst die Löschung beantragen, selbst wenn LinkedIn dich verifiziert hat schon. Wahrscheinlich. Ist das wichtig. Du kannst deren Datenschutzbeauftragten kontaktieren. Die Mailadresse ist dpo at withpersona. com. Und kannst zum Beispiel Einwände aussprechen, dass deine Daten, deine Dokumente in KI-Trainingsdaten landen. Und grundsätzlich schreiben sie auch hier, überleg dir zweimal, ob du dich überprüfen lassen möchtest.
27:55 Frederik von Castell
Ja, leine das mit den Trainingsdaten widerspricht da schon wieder dem Ansatz der 30 Tage. Also selbst wenn die in groben Zügen dann anonymisiert weiterverwendet werden. Also sprich zum Trainieren von Persona, auch wenn das jetzt natürlich doppeldeutig ist, ist das ja egal, weil bei der Menge an Daten wirst du ja zweifelsfrei identifizierbar. Also das sind ja Daten, die hast du über dich selber nicht so genau, sind die.
28:19 Gavin Karlmeier
Ja. Das ist so. Wobei man dazu sagen muss, also Persona löscht das nach 30 Tagen, aber wenn Entropic oder OpenAI die Daten halt hat, um sie zu überprüfen. dann wer weiß, was die damit machen.
28:34 Frederik von Castell
Ja, aber die reichen ja deutlich weniger Datenpunkte, auch wenn die dann anonymisiert. Also das Löschen bedeutet ja in dem Fall, dass sie in der ursprünglichen Fassung gelöscht werden müssen mit Personenbezug. Wenn sie aber zum Beispiel, wenn die Freigabe da ist, damit die als Trainingsdaten weiterverwendet werden, dann wird ja quasi aus dir eine anonymisierte Persona quasi erstellt. Also da werden dann deine tatsächlich personenbezogene Daten, dein Geburtsdatum, deine, keine Ahnung, dein Name und so weiter werden ja theoretisch gelöscht oder nicht nur theoretisch, die werden gelöscht. Trotzdem sind da so viele Merkmale dann auf dieser einfachen Tabellenzeile, die dich wieder rückwirkend komplett identifizierbar machen können. Du brauchst ja in der Regel nur sieben bis zehn Merkmale von einer Person, wenn du die richtigen Merkmale erfasst, um sie. unter 8 Milliarden Menschen ausfindig zu machen. Wenn du aber jetzt 269 verschiedene Prüfschritte machst und dann diese Daten, wie du sie gerade charakterisiert hast, das sind ja mehrere tausend Datenpunkte pro Person, die da zusammenkommen, mehrere zigtausend, wenn wir das Nutzungsverhalten damit einbeziehen. Also da bin ich mir ziemlich sicher, dass man zweifelsfrei jeden Menschen, der sich irgendwo auch nur halbwegs im Internet bewegt, schrägstrich sich bei LinkedIn verifizieren wollte, auch wieder identifizierbar machen kann. Also da. Da möchte ich sehen, wie da die Anonymisierungsschwellen sein sollen, damit diese Daten nicht nochmal verwendet werden gegen dich, über dich.
29:51 Gavin Karlmeier
Ja, das kann man so festhalten, glaube ich. Reddit nutzt das übrigens. Discord hatte in Großbritannien ja mit Persona zusammen einen Test schon durchgeführt. Discord scheint allerdings von dieser Berichterstattung der letzten Tage Ein bisschen überrannt worden zu sein, was dazu führt, dass Discord alle Hinweise auf dieses Experiment mit Persona von ihrer Webseite entfernt haben. Das berichtet Arstechniker. Und sie sagen, es war nur ein kleiner Versuch, wir haben das nur mit wenigen Freiwilligen durchgeführt. Es wurde nur sieben Tage lang gespeichert, wir haben alles unkenntlich gemacht. Das sagt Discord selber, das können wir natürlich nicht überprüfen, aber. Das ist eben deren Aussage. Und sie haben aber versprochen, unsere Nutzer über neue oder aktualisierte Anbieter auf dem Laufenden zu halten.
30:37 Frederik von Castell
Oh, das ist lieb, danke.
30:38 Gavin Karlmeier
Ich könnte mir aber vorstellen, dass offen, also dass Discord möglicherweise für das große Rollout der Altersverifikation vielleicht doch nicht mit Persona zusammenarbeitet nach diesem Move jetzt.
30:51 Frederik von Castell
Die eigentliche Frage ist, was bedeutet das für die Haken-Dran-Community?
30:54 Gavin Karlmeier
Das ist in der Tat die Frage. Also das Ding ist auch. Das brauchst du bei Discord ja nur für Erwachseneninhalte. Und ob dein Server Erwachseneninhalte darstellt, abbildet, das entscheidet eine KI. Also Abwarten, wie die Hagen dann-Community eingestuft wird. Aber so ganz grundsätzlich muss man diese Frage sich stellen, ist Discord noch ein vertrauenswürdiger Partner? Und da würde ich sagen, müssen wir jetzt die nächsten Tage sehr genau hinschauen, was Discord macht, wie sie sich verhalten. um da irgendwie zu einer Entscheidung zu kommen, würde ich sagen. Ja. Du bist nicht überzeugt.
31:34 Frederik von Castell
Ich frage mich, wo man sich überhaupt noch irgendwie wie bewegen soll, mittlerweile. Also das tut mir jetzt leid für die Community im Zweifelsfall irgendwann ab einem gewissen Punkt, aber das musst natürlich du entscheiden und das müsst ihr entscheiden. Aber wo sind denn die Alternativen?
31:49 Gavin Karlmeier
Auch richtig. Also es gibt ein paar Alternativen zu Discord. Aber die sind halt alle mit Komfort ein Bußen verbunden. Haben wir hier schon ein paar Mal drüber gesprochen. Das ist ein Dilemma. Also eigentlich müssten wir einen eigenen Dienst aufsetzen hier. Also, wenn wir EntwicklerInnen haben, die Bock haben, mit einem geilen, sexy Frontend auf IRC-Basis meinetwegen, ein neues, äh neue Bleibe für die Hackis zu bauen. Meldet euch. Wir würden das abfeiern hier. Was lasst du?
32:24 Frederik von Castell
Viel Erfolg mit dem Aufruf. Du hast auch die wichtigen Punkte. Ich beauftrage ja recht viele Menschen, so im Laufe meiner beruflichen Tätigkeit gehört das halt dazu. Du hast die wichtigen Informationen auf jeden Fall. Um Shift.
32:38 Gavin Karlmeier
Ich habe kein Geld dafür, um das zu sagen.
32:40 Frederik von Castell
Genau, das musst du noch dazu sagen. Das gehört immer dazu. Intrinsische Motivation wird vorausgesetzt.
32:50 Gavin Karlmeier
Aber bitte kommen wir nicht mit so Whitecoding-Kram. Dann können wir aber Discord bleiben, Leute. Das machen wir nicht. So, kommen wir zurück zu den Meldungen. Irland. Überlegt, offenbar ein Social Media Verbot für Menschen unter 16 einzuführen. Was unter zwei bis drei Gesichtspunkten hochinteressant ist. Punkt 1 Auch da stellt sich die Frage, warum der Alleingang eines europäischen Landes, warum nicht die EU-Lösung, wenn es denn schon sein muss, werden wir schon an dem Verbot nicht vorbeikommen. Und da bin ich ja wirklich, wie wir mittlerweile mitbekommen haben, kein Fan. Aber Warum? Zweiter Punkt, auch interessant. Irland ist sozusagen das Mutterschiff, die bleibe das Zuhause von Tech-Unternehmen in Europa. Irland wird im zweiten Halbjahr die EU-Ratspräsidentschaft annehmen. Und man, also Sie haben zwar schon durchaus öfter angekündigt, dass das ein Thema werden wird für Ihre EU-Ratspräsidentschaft. Dass aber jetzt ausgerechnet Irland sich hier so einen Vorstoß traut, obwohl sie ja eigentlich wissen, sie sind sozusagen der sichere Hafen der Tech-Unternehmen, die sich alle wohlfühlen, ist zumindest bemerkenswert.
34:00 Frederik von Castell
Ja, das war auch ehrlich gesagt mein erster Reflex zu sagen, ausgerechnet Land. Wie weit ist das denn jetzt eine. Also ist das eine oppositionelle Forderung? . . Ist das ein Gesetzespaket, das auf dem Weg ist? Wo stehen wir denn da?
34:16 Gavin Karlmeier
Überbrück noch, dann kann ich das beantworten.
34:22 Frederik von Castell
Sie hören Gavin Karlmeyer lesend.
34:27 Gavin Karlmeier
Auf so Rückfragen bin ich hier nicht vorbereitet. Nein, wenn ich das richtig erinnere. Und da muss ich jetzt hier, ich will halt keinen Quatsch erzählen, den ich mir nur gemerkt habe. wenn ich das richtig erinnere, ist das ein Vorstoß, der dort in beiden großen politischen Lagern Anerkennung findet Aber man kommt auch ehrlicherweise, ich weiß nicht, ob es euch allen auch so geht. Man kommt langsam ein bisschen durcheinander mit Österreich, Spanien, Frankreich, Deutschland, Dänemark Irland.
34:52 Frederik von Castell
Ja, sprechen ja auch alle so komische andere Sprachen.
34:54 Gavin Karlmeier
Nein, aber alle diskutieren das ja gerade. Also, der Kommunikationsminister ist dafür, der offenbar ganz offensichtlich Teil der Regierung ist.
35:04 Frederik von Castell
Wissen eigentlich Hakendranhörende, was du dir für eine unfassbare Mühe in Vorbereitung auf so eine Sendung machst? Hast du das ja schon mal transparent gemacht?
35:11 Gavin Karlmeier
Nee, nicht so ein bisschen.
35:14 Frederik von Castell
Soll ich das mal erzählen?
35:15 Gavin Karlmeier
Ja, mach doch, mach mal. Mach doch mal.
35:17 Frederik von Castell
Ich finde das ja, also, wenn man sich jetzt wundert, warum hier manchmal Menschen sitzen, die haben ganz viel Ahnung und dann gibt es welche, die haben so mittel viel Ahnung und dann gibt es Leute, die haben wenig Ahnung, dann liegt das nicht immer an den Menschen. Sondern liegt das vielleicht daran, ob die viel, Mittel oder wenig Zeit hatten, um sich anzuschauen, was Gavin alles für so eine Sendung vorbereitet. Weil man kriegt nämlich von Gavin im Laufe des Tages einen Link zu so einem Pad und da sind dann unfassbar viele, das sind riesige Stoffsammlungen, die dann teilweise auch schon von ihm Sortiert und bearbeitet ist mit den Dingen, die an dem Tag besprochen werden könnten. Das sind meistens deutlich mehr als das, was in der Haken-Dran-Folge reinpasst. Und ich frage mich immer, wie Gavin das eigentlich macht, weil das sieht eigentlich nach hauptberuflicher Tätigkeit den ganzen Tag aus. Ich kann das mit der unfassbaren Chenie vorstellen. Ja, ja, ja klar, also aber auch das alleine wie du das vorbereitest, wenn man hier reinkommt und deswegen. Kann man es dir, glaube ich, gut nachsehen, wenn du dann zwischendrin auch mal was nachschauen musst. Aber das Gute ist, man kann es tatsächlich während des Hörens sehr gut nachschauen, weil das alles hier auch noch unfassbar gut sortiert ist, wie in einem örtlichen Pad das halt sein muss.
36:17 Gavin Karlmeier
Danke. Vielen Dank.
36:19 Frederik von Castell
So, der macht sich ganz schön Arbeit für euch, der Junge.
36:21 Gavin Karlmeier
Aber dir auch. Das ist ein Geben und Nehmen, weißt du? Naja. Und weißt du, wer sich offenbar auch für ein Social Media Verbot interessiert? Und jetzt halte ich fest. Ich will hören, wie deine Finger in die Armlehne krallen. Donald Trump interessiert sich offenbar für die Auswirkungen sozialer Medien auf Jugendliche. Das sagt zumindest seine Schwiegertochter Lara im Podcast PodForce One berichtet die nicht immer ganz unabhängige New York Post. Einzelmedien von Rupert Murdock, muss man dazu sagen. Aber offenbar ist Donald Trump interessiert, weil er Sorge hat, dass da Dopamin, Oxytocin und alle anderen wohlfühlt Chemikalien ausgeschüttet werden, wenn man die wenn die Leute auf den Bildschirm schauen. Und das findet er offenbar problematisch und hat deswegen Interesse. An diesem Themenkomplex. Was interessant ist, weil Elon Musk hat den Präsidenten von Spanien massiv beleidigt und ihm vorgeworfen, er wäre ein Tyrannen, weil er ein Social Media Verbot gefordert hat in Spanien. Ob Elon Musk ähnliche Konsequenzen für Donald Trump jetzt rauszieht Bleibt abzuwarten.
37:36 Frederik von Castell
Na, wenn Elon Musk diese Folge hier hört, dann weiß er ja was er zu tun hat. Er braucht jetzt ein gutes Chart und einen Termin im Oval Office, den bekommt er in der Regel auch Und dann muss er Donald Trump eigentlich nur mit einem schönen Whiteboard oder so vom Gegenteil überzeugen. Vielleicht so eine Grafik, wie viele Jugendliche Donald Trump-Content abfeiern oder so.
37:58 Gavin Karlmeier
Und wir bleiben kurz bei Spanien. Ich habe es gerade kurz angesprochen. Und zwar haben spanische Staatsanwälte Jetzt angefangen zu prüfen, ob gegen X, Meta und TikTok wegen illegaler KI-generierter Bilder auf den Plattformen ermittelt werden soll. Das fordert zumindest auch Pedro Sanchez, eben angesprochener Ministerpräsident, der nämlich sagt. dass die Staatsanwaltschaften jetzt damit aufgefordert werden, Ermittlungen zu prüfen wegen Verbreitung von C-SEM-Material, also dem Material, das sexuelle Gewalt an Kinder zeigt, auch wenn die Kinder, die dort dargestellt werden, Entweder nicht echt ist, äh, nicht echt sind oder auch einfach nur unbeteiligt waren, was ehrlicherweise auch am Ergebnis keinen Unterschied macht. Okay, ich dachte, das ist nicht
38:46 Frederik von Castell
Tut's gerade nicht. Also da bin ich jetzt ehrlich gesagt ziemlich unentschlossen.
38:49 Gavin Karlmeier
Okay. Also es ist ja erstmal richtig, dass das geprüft wird und dass diese Materialerstellung, die wir von Grog und Eck. Gesehen haben, dass das Konsequenzen hat. Dass das jetzt nicht wieder so eine Geschichte ist, dass das Feature einfach abgestellt wird, niemand sagt am Ende wirklich sorry und am Ende prüft auch keiner mehr, weil man sagt: naja, das Problem ist ja jetzt gelöst.
39:09 Frederik von Castell
Genau aus der Diskussion raus, und die haben wir das letzte Mal geführt, als ich hier war, genau aus der Diskussion heraus, sage ich auch. Also ja, verständlich.
39:17 Gavin Karlmeier
Richtig. Und wir machen noch kurz mit unserer kleinen Weltreise weiter, denn wir kommen kurz nach Russland. Und da gibt es interessante Meldungen. Und zwar haben wir in den letzten Wochen immer wieder so ein bisschen mit Interesse Vorsichtig auf die Entwicklungen geschaut, wie Russland mit Messaging-Diensten aus dem Ausland umgeht. Konkret geht es darum. Russlands Regierung selber hatte den Messengerdienst Max an den Start gebracht. Oder Max. Ein eigener Kommunikator sozusagen, der für Menschen in Russland genutzt werden soll, hat daraufhin den Zugang zu WhatsApp. verboten und den Zugang zu Telegram eingeschränkt zumindest, obwohl Telegram ja eigentlich so das führende Kommunikationsinstrument dort ist, aber auch in anderen Ländern, also auch in der Ukraine. Ist Telegram ein wichtiges Instrument der Kommunikation und der Informationsbeschaffung? Gleichzeitig, äh, nein, jetzt kommt die Meldung, dass der russische Geheimdienst FSB Telegram als Gefahr einstuft. Was möglicherweise der Vorschri die Vorstufe zum Verbot von Telegram sein könnte, und Pavel Duroff in Russland wegen Beihilfe zum Terrorismus angeklagt wird. Die Position von Pavel Duroff in Russland, die ist interessant. Also wir haben, als damals Pavel Duroff an der französischen Grenze in Paris am Flughafen festgenommen wurde, haben wir da ein bisschen drauf geschaut, dass Pawel Durow offiziell sich überworfen hat mit der russischen Regierung. Gleichzeitig aber völlig unproblematisch in Russland ein- und ausreisen konnte. Das ist wohl jetzt nicht mehr der Fall, denn gegen ihn läuft jetzt eben hier ein Haftbefehl, wegen Beihilfe zum Terrorismus. So, also da kippt jetzt gerade so ein bisschen die Stimmung und es wird hier klar, wie es da weitergeht.
41:00 Frederik von Castell
Das erschwert natürlich jetzt, denke ich, wieder aus der journalistischen Perspektive, aber auch, also grundsätzlich muss man immer noch sagen, es gibt ja immer noch eine russische Bevölkerung. Also Russland ist nicht gleich Russland und das ist natürlich auch wieder ein weiteres Kontrollinstrument, bei dem man auch sehen kann. Und das muss man, glaube ich, wenn man in einem Staat lebt, in dem man eben jetzt gerade sich über andere Dinge vielleicht ein Kind muss, mal sehen, was das bedeutet, wenn die staatliche Kontrolle bis in die kleinste familiäre Diskussion hineinreicht. Und wir haben das vorher bei Telegram eigentlich vermutet, dass das schon der Fall ist. Das haben wir jetzt natürlich in einer maximalen Steigerung. Und das ist auch das, wo man gleichzeitig, auch wenn das manchmal ein bisschen verpönt ist, wenn man das sagt, Zwischen dem, was ein Regime da tun kann, und dem, was aber auch Privatkonzerne tun können, wenn sie eine zu große Monopolstellung haben oder wenn vor allem auch Einzelpersonen so große Unternehmen letztendlich hinter sich vereinen, dass es dann auch wirklich auf so erratischen Einzelpersonen beruhende Entscheidungen dann Auswirkungen auf die gesamte Gesellschaft oder große Teile haben Das ist halt das Problem mit diesen Technologien. Also ich will jetzt das Riesenfass aufmachen.
42:05 Gavin Karlmeier
Bitte.
42:06 Frederik von Castell
Aber man sieht es ja hier, ne? Bei uns ist es ja auch so, dass letztendlich, ich weiß nicht, wie es bei dir ist, aber als ich vor fünf Jahren, irgendwie oder vor zehn Jahren, dann irgendwie fünf oder sechs verschiedene Messenger im Betrieb hatte, ähm, wer redet heute noch von Threemar oder was weiß ich? Ähm Das ist wie sich das monopolisiert hat auf WhatsApp und dann eben noch irgendwie die versprenkelten Kontakte, die ich jetzt auf Signal habe. weg von irgendwie verschiedenen Anbietern. Daran sieht man ja, wie gefährlich das auch dann letztendlich ist, weil dann natürlich eine große Masse an Kommunikation nicht nur der Einzelperson dann auf der einen Plattform passiert, sondern neben Gesamtgesellschaftlich. Und wenn man sich wenn man sich das so vergegenwärtigt, und das ist jetzt weit natürlich wieder hergeholt von den von der Situation in Russland, aber wenn man sich das wieder vergegenwärtigt, dann muss man eigentlich überlegen, Ob wir nicht auch an dem Punkt sind, wo wir nicht nur sagen, wir brauchen nicht nur europäische Alternativen, jetzt sind wir wieder beim großen Ideal, sondern ob nicht auch grundsätzlich irgendwie das Individuum stärker gefordert ist, zu entscheiden, wie viel. Viel dieser Kommunikation. Ich weiß, dass das im Alltag unrealistisch ist. Wenn Elterngruppen auf WhatsApp sind, sind Elterngruppen auf WhatsApp, wo willst du denn hin? Und das jetzt nur als gefühlt belangloses Beispiel. Aber irgendwie fehlt mir da auch so, wahrscheinlich ist es auch wieder der typische Medienbildungsgedanke, den ich im Kopf habe, der mich immer umtreibt. Aber irgendwie fehlt mir da so das, ähm, oder ich, ich spüre es, dass wir uns da alle bewusst in eine Ohnmacht hineinbegeben und da auch nicht mehr raus wollen. Das ist Bequemlichkeit, das ist. Das ist ein Stück weit Zwang, aber eigentlich sollte man an den Beispielen dann auch immer sehen, wie unfassbar verrückt das ist eigentlich, worauf wir uns da verlassen.
43:53 Gavin Karlmeier
Ja, und man muss auch dazu sagen, nur weil die Russische Föderation jetzt Telegram für gefährlich einstuft, ist es für uns kein Zeichen des Telegram. für die westliche Welt ungefährlicher wäre. Also das ist ja offensichtlich ein Teil der Strategie, diesen eigenen staatseigenen Messenger irgendwie auf die Telefone zu drücken. indem man alle anderen einfach verunmöglicht. Gleichzeitig muss man dazu sagen, dass Max, dieser staatseigene Messenger von Russland, dass der zum Beispiel von russischen Truppen, die in der Ukraine kämpfen, nicht genutzt werden darf, weil er zu unsicher ist. Also auch da muss man sagen, sie haben die alternative Technologie eigentlich nicht. Aber also es ist.
44:35 Frederik von Castell
Ja, dass die russischen Truppen dann auf Telegram zurückgreifen, hat man ja jetzt schon mehrfach gesehen. Also, das sind ja auch schon Datenleaks eben, ja.
44:42 Gavin Karlmeier
Ganz genau, aber du hast natürlich vollkommen recht, wir brauchen eine Technologie und warum nicht warum geben wir nicht als das Signal? Oder vielleicht dachte ich.
44:51 Frederik von Castell
Da möchte ich jetzt nicht zu, da möchte ich jetzt nicht zu viel versprechen, weil da bin ich auch nicht up to date. Ich weiß nur, dass die ganzen Cracks irgendwie im Journalismus, die alle was auf sich halten, auf ihre Verschlüsselung, dass die alle auf Signal setzen. Mit denen kommuniziere ich nur dort. Da schließe ich mich mal brav an und nehme das mit, aber. Das heißt nicht, dass 98% meiner Kommunikation nicht trotzdem über WhatsApp mit allen anderen laufen. Ja. Wir WhatsApp übrigens auch.
45:17 Gavin Karlmeier
Bitte?
45:18 Frederik von Castell
Wir WhatsApp übrigens.
45:20 Gavin Karlmeier
Wir haben WhatsApp noch. Vielleicht gehen wir mal auf Signal. Vielleicht nehmen wir uns das jetzt vor. Heute.
45:25 Frederik von Castell
Soll ich mal gucken, ob du da bist?
45:26 Gavin Karlmeier
Ich bin da. Ich möchte mit dir aber noch mal kurz, wo wir gerade bei WhatsApp waren, möchte ich kurz mit dir bei Meta bleiben. Denn es gibt ein Gerichtsurteil der Zivilkammer des Berliner Landgerichtes Berlin 2. Was ein fantastischer Satz ist. Ich fühle mich wie so ein Lawblogger, wenn ich sowas sage. Also, die Zivilkammer des Berliner Landgerichtes Berlin 2 Verlangt von der in Irland ansässigen Tochtergesellschaft des US-Konzerns Meta es zu unterlassen, ich zitiere hier Es zu unterlassen, personenbezogene Daten, die sich auf mobilen oder stationären Endgeräten von Facebook-NutzerInnen befinden, auf eigenes Server hochzuladen und gegebenenfalls zu verarbeiten. Was heißt das? Ich gebe dem Beispiel: Ja, bitte, was heißt das? Du registrierst dich bei Facebook. Und warum auch immer du das tun solltest. Du registrierst dich bei Facebook und wirst gefragt, hey Frederik, möchtest du deinen Kontaktdaten hochladen, deine Kontakte? Und dann sagst du, ja. Und dann wird geprüft, mit allen Leuten, dessen Telefonnummer oder E-Mail-Adressen du gespeichert hast, sind das Kontakte, die ich Frederik anbieten könnte als mögliche Freunde oder Freundin. Was dabei aber auch passiert ist, dass natürlich auch die Daten verarbeitet werden derer, die gar keinen Facebook-Account haben. Und das ist nicht zulässig. Nach dem Recht und deswegen muss Facebook diesen Mechanismus unterlassen. Sie dürfen zum Beispiel keine Handynummer machen.
46:45 Frederik von Castell
Aber das passiert doch schon seit Ewigkeiten, oder? Also ich jetzt jetzt jetzt straft mich bitte alle Lügen dazu. Ja, und ehrlich gesagt, ich denke gerade an StudiVZ zurück. Ich glaube, dass dort automatisch dein Name schon hinterlegt war, wenn irgendjemand anderes nach deiner E-Mail-Adresse gesucht hat und du dann schon sehen konntest, bevor du dich überhaupt angemeldet hast, wer alles schon nach dir gesucht hat. Also bei genau die Mechanismus. Be Facebook war das meiner Ansicht nach auch so. Du hattest schon so ein Schattenprofil, wie gerade du überhaupt da warst.
47:15 Gavin Karlmeier
Das ist nämlich der Begriff Schattenprofile. Da gab es ganz viele Stücke damals drüber. Weil du ja auch, du hast dich registriert, hattest Deine Kontaktdaten nicht hochgeladen, nur deine Handynummer genutzt und trotzdem wurden dir neue FreundInnen vorgeschlagen, die du tatsächlich kennst, weil sie ihr Telefonbuch hochluden mit deiner Handynummer drin.
47:30 Frederik von Castell
Ja, aber es macht es erstmal ja nicht falsch, dass man das jetzt angeht, aber es macht es absurd, dass man das jetzt angeht.
47:36 Gavin Karlmeier
Also der Verbraucherzentrale Bundesverband hat 2018 schon Klage eingereicht. Und es musste erstmal geklärt werden, wer eigentlich ist.
47:45 Frederik von Castell
2018 schon. Also auch das 2018 schon ist ja schon wohlmeinend. Ja, okay, aber das ist wohlmeinend zu sagen schon.
47:53 Gavin Karlmeier
Ja, und um es abzuschließen, das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
47:58 Frederik von Castell
Wow. Also nochmal, wir haben den 24. 02. 2026.
48:04 Gavin Karlmeier
Ja. 25. wenn ihr das hört.
48:08 Frederik von Castell
Ja, Facebook. Super. Naja, dann können wir mal gucken, wie wir in 15 Jahren versuchen, europäisches TikTok aufzumachen.
48:16 Gavin Karlmeier
Wolfram Weimer wird uns retten.
48:19 Frederik von Castell
In 15 Jahren, good luck.
48:21 Gavin Karlmeier
So, und dann habe ich noch eine Ex-Meldung. Ach ne, eigentlich da jetzt keinen Bock. Ach ne, da kriegen wir schlechte Laune. Das machen wir jetzt einfach mal nicht, Frederik. Wir reden erst am Freitag wieder über Ex, okay? Obwohl doch. Nee, wir jetzt nicht. Da kommt Ingrid Brotnick, die war noch nie hier. Willst du doch eine Ex-Meldung? Ich habe eine Ex-Meldung, doch, die ist witzig. Doch, komm.
48:42 Frederik von Castell
Ich kann hier nicht ohne Ex rausgehen, das hat man noch nie.
48:45 Gavin Karlmeier
Eine witzige Ex-Meldung habe ich. Und zwar Nikita Bier, das ist ja der Head of Product bei X, also eigentlich der, der jetzt immer vorgeschickt wird und sich um alles kümmern muss, der wurde von NutzerInnen häufiger gefragt Warum es in der auf ex. com eigentlich nicht, also es gibt nur schwarz oder weiß als Ansicht. Es gibt aber nicht dimbar. Es gibt nicht dieses Midnight Blue. Du kennst das von Apps, dass du entweder schwarz oder gedimmt oder weiß man kannst. Warum es das nicht gibt? Und der hat gesagt, das könnte sich gerade nicht leisten. Also wir haben im Moment nicht die Kapazität, mehr als zwei Farben zu unterstützen, war die Antwort.
49:22 Frederik von Castell
Ja, ist auch. Also, wenn du das weltweit, ich meine, geh mal einen Baumarkt im Kopf habe, wenn du das weltweit, die, also, also wow. Einfach wow. Jetzt ehrlich gesagt dachte ich ja bisher immer, das ist sowieso eine Funktion, also jetzt Bin ich doof und naiv, aber ich, also als Android-Nutzer habe ich das Gefühl, ich kann irgendwie alle Apps in jeder Form dimmen. Und ich dachte aber, das wäre irgendwie so ein. Responsives irgendwie Ding, wo du dann mit deinem iOS oder Android oder was auch immer du unterwegs bist, dass das darauf zugreift und das anpasst. . . Ich wusste gar nicht, dass das quasi in App Schrägstrich Plattformen Bedingt ist, aber jetzt, wo du sagst, ja klar, also bei X gibt es wirklich nur Schwarz oder Weiß.
50:02 Gavin Karlmeier
Und das betrifft aber die komplette Plattform.
50:06 Frederik von Castell
Serre ey. Serre, wie ist die denn zusammengezimmert, Eigentlich wer hat das denn gemacht? Krok.
50:13 Gavin Karlmeier
Krok.
50:16 Frederik von Castell
Krog kann halt nur schwarz oder weiß, das kennen wir ja.
50:20 Gavin Karlmeier
Der monochrone Chatbot. So, ich hab aber noch was anderes und zwar da sind heute so Sachen dabei, wo du auch egal Funktionen und Emotionen. Es ist mehr so Produkte und Emotionen, das erste, was ich mitgebracht habe. Aber Meta arbeitet offenbar daran, eine Smartwatch an den Start zu bringen. Eine Uhr von Meta.
50:43 Frederik von Castell
Ja, gut. Erst die Brille, dann die Uhr. Während bei noch nie eine Smartwatch.
50:50 Gavin Karlmeier
Ich glaube, es wird schon öfter diskutiert, aber die ist nie rausgekommen bisher. Es gab 2022 schon mal Pläne mit dem Namen Malibu. So war der Codename, Malibu 2. Was wurde aus Malibu 1? Ich habe den ersten Teil nicht gesehen, ich komme da niemals rein. Aber sie arbeiten daran. Das ist deswegen interessant, weil Apple wohl dieses Jahr eine smarte Brille. rausbringt. Also so eine, die nicht 12. 000 Euro kostet und dicht ist, sondern mehr so AR ist. Ja. Okay.
51:18 Frederik von Castell
Und dann habe ich also eine, dann habe ich eine metaspezifische Smartwatch oder was habe ich dann? Soll das so ein technologieoffenes Produkt oder habe ich dann am Ende so eine. Ich kann mit der Meta-KI jetzt auch noch am. . Also das kann ich ja so schon. Also Softwareprodukte kann ich auch auf meine normale Smartwatch laufen lassen.
51:34 Gavin Karlmeier
Aber du hast keine Gesundheitsdaten auf den Metaservern liegen bis jetzt. Wie toll wäre das denn? Ja, das ist doof, stimmt.
51:39 Frederik von Castell
Das will ich ja unbedingt. Das ist recht. Ja, ja. Jetzt, wo du es sagst, will ich das Sack dir auch noch hat.
51:44 Gavin Karlmeier
Ich finde es schon schade, dass Instagram meinen Herzschlag nicht kennt und mein EKG und weiß, wann ich Sport mache. Das ärgert mich schon immer sehr.
51:51 Frederik von Castell
Ja, weil du halt keine Jogging-App nutzt und das die ganze Zeit irgendwie alles online trackst, wie so viele andere schlaue Menschen.
51:57 Gavin Karlmeier
Ich würde das ja so gerne, aber ich bin bei Threats gesperrt. Touche. Also, ja, mal sehen, ob das noch kommt in diesem Jahr, aber es muss man sich halt wirklich fragen. Also gut, man muss dazu sagen, Fitbit ist Google. Google hat eigene Dinge, Samsung hat sowas am Start, Gamin hat sowas am Start.
52:17 Frederik von Castell
Samsung hat hier bei mir, Apple hat das, ja, ja, klar. Also letztendlich ist die Frage eigentlich, was macht's. Es ging jetzt auch schon wieder, so fatalistisch, aber was macht für einen Unterschied?
52:30 Gavin Karlmeier
Also, wenn ich mich entscheiden müsste, würde ich mich mit meinen Gesundheitsdaten bei Meta trotzdem weniger wohlfühlen.
52:40 Frederik von Castell
Also als Android-Nutzer muss ich sagen, also Google weiß über mich so viel mehr, als ich über mich selbst weiß. Da wäre es jetzt für mich relativ schwierig, in dem in dem Parkhaus sitzen mit Autos nach Meta zu schmeißen.
52:58 Gavin Karlmeier
Ja, ich darf mich dazu nicht äußern, sonst werde ich auch noch woanders gesperrt. Es gibt eine Kooperation, wo wir gerade schon, der Name ist schon gefallen, aber eine Kooperation, bei der ich nicht so genau weiß, wer das Womit haben wir das verdient. Und zwar soll es eine Kooperation zwischen TikTok und Apple Music geben, mit dem Namen Listening Party, bei der du erstmals bei TikTok volle Songs hören kannst. Und zwar auch als Livestream und andere Leute dir zuhören können. Und mit dir zusammen diese Musik hören können.
53:27 Frederik von Castell
Und irgendwo bei der GEMA dreht gerade einer durch und versucht zu sortieren, wie er das in seinen Aktenordnern einsortieren soll. Ich dachte erst als du es angeteasert hast, dachte ich, es gibt ein Konkurrenzprodukt zu dem sehr genialen Spiel Hitster. Kennst du das?
53:42 Gavin Karlmeier
Ja, klar.
53:43 Frederik von Castell
Habe ich hier liegen, guck mal. Ach Quatsch. Ich kann das bezeugen, das ist blurren. Nee, es war geblurrt. Es war irgendwie geblurrt, aber hast du, ist das die Schlagerversion?
53:55 Gavin Karlmeier
Guilty Pleasures ist es.
53:57 Frederik von Castell
Ja, die habe ich auch. Die ist großartig. Die ist großartig. Die Rock-Version ist übrigens ziemlich ermisst, aber das ist ein anderes Fall.
54:05 Gavin Karlmeier
Es gab übrigens auf den alten iPods dieses Spiel schon, ne? Da gab es einen Songquiz mit den Songs, die du hast. Da wurde random eine 30-sekündige Sequenz aus dem Song gespielt und wurden dann drei Songs ausgewählt, die du auswählen musst. Das hatte ich auf dem iPod Nano damals.
54:18 Frederik von Castell
Die Operst erzählen vom Krieg, aber stimmt, ich erinnere mich auch daran. Das stimmt.
54:21 Gavin Karlmeier
Ist so. Ja, naja, wo waren wir ursprünglich? Listening-Party bei TikTok. Würdest du das machen? Ich finde das eine bemerkenswert.
54:30 Frederik von Castell
Ich weiß nicht, wie sehr du, wie gut du mein TikTok-Profil kennst, aber mich würde es wundern, wenn überhaupt, weil. Da ist nicht so viel zu finden.
54:38 Gavin Karlmeier
Weißt du, warum ich das so bemerkenswert finde? Weil wir schon lange darauf schauen, wie Apple sich mit Social Media verhält. Und wir wissen, sie haben das Tischtuch zerschnitten mit Mask. Sie haben das Tischtuch zerschnitten mit Meta, Sie hatten in einer Keynote von einem Jahr ungefähr, hatten sie Mastodon als App Oder einen anderen Fidiverse-Client auf jeden Fall gezeigt und so und haben sich eigentlich nie so positioniert. Und dass sie jetzt hier offenbar mit TikTok anwendeln, finde ich erstaunlich, angesichts der Entwicklung der letzten Monate.
55:08 Frederik von Castell
Ja, einerseits ja, andererseits ist es ja jetzt nun wirklich nicht der klassische Endnutzer zu Social Media nutzende Effekt, sondern es ist jetzt hier sehr stark verknüpft über die Musik. Und also ich weiß, ich. Sorry, ich habe keine Ahnung, wie viele Menschen eigentlich, weil ich selber kein Apple-User bin und mich dafür auch nicht weiter interessiere, aber wie viele Menschen Apple Music im klassischen Sinne noch. . Benutzen. Ist das nicht auch längst gegen Spotify und Co. eingetauscht? Ich glaube, das ist jetzt Zeitpunkt. Ist das so? Also gibt es auch noch Menschen, die so iTunes-Gutscheine bei DM kaufen und so. Gibt es sowas noch? Gibt es sowas überhaupt noch?
55:43 Gavin Karlmeier
Ja, denke schon.
55:45 Frederik von Castell
Gibt es so Menschen noch, die so richtig, also Alben zu kaufen und so dann dort und so Zeug?
55:50 Gavin Karlmeier
Also ich hab hier.
55:50 Frederik von Castell
Dann bin ich da jetzt zurückgeworfen in der Zeit.
55:53 Gavin Karlmeier
Ich gibt's glaube ich noch. Würde ich mich festlegen, ja.
55:58 Frederik von Castell
Ja, okay. Wusste nicht, dass das Geschäftsmodell noch existiert. So, und der Witz ist jetzt der, dass dann am Ende durch die Kooperation auf TikTok nicht mehr nur 10 Sekunden oder 7 Sekunden oder 12 Sekunden, sondern ähm
56:11 Gavin Karlmeier
Ja, in der Listening-Party als Livestream.
56:14 Frederik von Castell
Irgendeine Korb muss doch irgendwie übrigens Insta auch haben, oder?
56:17 Gavin Karlmeier
Also Meta, weil das Songs spielen.
56:24 Frederik von Castell
Ja, du kannst dir den Ausschnitt festlegen. Also das heißt, du kannst sie schon spielen, aber du kannst sie nicht ausspielen. Also du kannst dir schon den ganzen Song anhören, aber du musst 33 Sekunden oder so, glaube ich, max. Kannst du da nur auswählen, okay.
56:36 Gavin Karlmeier
Was wurde eigentlich aus TikTok Music? Die hatten nochmal einen eigenen Streaming-Dienst. Ah, der wurde 2024 eingestellt. Okay. Na gut, dann habe ich nichts gesagt.
56:46 Frederik von Castell
Was wurde aus TikToks, äh, TikTok, wie war das?
56:48 Gavin Karlmeier
Kids Live.
56:50 Frederik von Castell
Nice Pro, TikTok, Bro. Darüber haben wir schon mal geredet.
56:53 Gavin Karlmeier
Ja, ja.
56:54 Frederik von Castell
Was wurde eigentlich daraus?
56:55 Gavin Karlmeier
Ist immer noch da.
56:57 Frederik von Castell
Ja, schön, aber hat es schon mal jemand benutzt?
56:59 Gavin Karlmeier
Keine Ahnung. Aber es gibt immerhin Werbung.
57:02 Frederik von Castell
Ich habe auf dem Dachboden, ich habe auf dem Dachboden ein Rudergerät stehen. Die Frage ist immer, hat es schon mal jemand benutzt?
57:08 Gavin Karlmeier
TikTok Pro ist das Rudergerät auf deinem Dachboden. So, letzte Meldung für heute. Letzte Funktion. Schade. WhatsApp. bringt den Gruppenachrichtenverlauf für neue Mitglieder. Also du holst jemanden in eine Gruppe und er kann den Nachrichtenverlauf in der Gruppe sehen.
57:25 Frederik von Castell
Sind wir noch bei Emotionen?
57:27 Gavin Karlmeier
Ja.
57:28 Frederik von Castell
Also, so überfällig, es tut mir leid jetzt, jetzt denke ich wirklich aus der Anwenderperspektive, aber was ist denn bitte nerviger, als wenn du irgendwie eine Keine Ahnung, typisches Beispiel, du willst irgendwie mit sechs, sieben Freunden verreisen oder du machst eine Geburtstagsparty und nach und nach fügen andere noch Nummern hinzu, von denen, die du gerade nicht da hattest oder an die man nicht gedacht hat oder so. Und dann geht dieses Gescreenshotte los. Oder dieses auf das Geist ist immer, wenn Leute dann auf Nachrichten antworten, um die wieder runterzuholen, dann können es aber trotzdem also in den In die Aktualität zu holen, dann könntest du aber trotzdem die Nachricht nicht sehen, die da noch nicht in der Gruppe waren, weil die natürlich markiert ist mit, hat noch keinen Zugriff darauf. Das heißt, dann geht es gescreenshot los und es gibt nichts Herrlicheres und verwirrenderes als 100 Leute in einer WhatsApp-Gruppe, bei denen irgendwie 10 danach dazugekommen sind. Ja, also da kann ich jetzt, ich weiß nicht, ob da irgendwas dahinter steckt, was ich jetzt nicht bedenke, aber da kann ich jetzt eigentlich nur froh sein.
58:22 Gavin Karlmeier
Also man muss das aktiv jeweils immer auswählen, dass die diesen Nachhineinverlauf angezeigt bekommen, ist nicht opt-out, sondern opt-in. Ähm, natürlich muss man aufpassen, wenn man über Leute schlecht redet, die das dann halt nicht angezeigt kriegen. Solche Geschichten wird es wahrscheinlich auch zur Holz geben. Haben wir auch im Discord ein bisschen drüber gesprochen. Wird wahrscheinlich, natürlich werden da lustige Geschichten passieren, aber unterm Strich würde ich auch sagen, das ist eine gute Idee erstmal
58:48 Frederik von Castell
Ja, also rein, wenn man jetzt mal alles, was wir heute schon über irgendwie die großen Monopolisierungen so besprochen haben, wenn man das jetzt mal weglegt und jetzt aus der rein nutzenden Perspektive denkt, ja klar, also es ist einfach eine. Eine Funktion, die ehrlich gesagt ziemlich überfällig ist. Ja, das ist so.
59:03 Gavin Karlmeier
Übrigens kleine, und damit verlassen wir auch schon Funktionen und Emotionen jetzt, aber eine kleine Maskmeldung zum Schluss, aber nur nicht mal wirklich eine Maskmeldung, mehr so eine. Ein hot take aus der Community, den Coffee Holly aufgestellt hat, und ich wollte dir mitbringen, damit es festgeschrieben ist. Fünf zwanzig zwei haben wir es gesagt, und zwar Gibt es im Moment Gespräche darüber, dass PayPal so massive Schwierigkeiten hat, der 80 Prozent an Börsenkurs verloren hat seit ihrer Spitze und so ein bisschen Schwierigkeiten generell auf dem Markt hat und jetzt gerade darüber diskutiert wird, ob PayPal möglicherweise einen neuen Käufer finden könnte. Es gibt wohl Es gibt Gerüchte, sogar OpenAI wird gehandelt, Visa und Mastercard werden gehandelt. Und Koffey Holick hat gesagt, was wäre denn, wenn es Elon Musk kauft und das sozusagen in X Money integriert? Dann würde sich ein Kreis schließen.
59:47 Frederik von Castell
Ja, das stimmt. Ich habe mich jetzt nur kurz gefragt, ob die Sachen, also ich hatte jetzt kurz überlegt, wenn Paypal pleite geht, es sind dann meine Sachen, die ich erst in 30 Tagen bezahle. Ist das dann nur nichtig? Weil dann hat die Deutsche Bahn echt ein Problem. Also da.
01:00:02 Gavin Karlmeier
Die haben ihr Geld schon bekommen, die Deutsche Bahn hat ihr Geld schon bekommen.
01:00:05 Frederik von Castell
Ja, stimmt ja, stimmt ja, stimmt ja.
01:00:07 Gavin Karlmeier
Dann hat PayPal hat er ein Problem. Naja, das wollte ich zumindest der Vollständigkeit halber einmal mitbringen. Gut, das wär's für heute, Frederik. Vielen Dank, dass du eingesprungen bist. Ich weiß, ich hatte eigentlich Doug Serner versprochen. Der konnte aber spontan nicht. Der kommt jetzt bald ein andermal. Danke, dass du so spontan dich hier so reingesneakt hast.
01:00:30 Frederik von Castell
Für dich und für DAX immer wieder gerne. So
01:00:32 Gavin Karlmeier
Wir hören uns hier wieder am Freitag mit Ingrid Brodnik, die noch nie hier war. Und da freue ich mich sehr drauf, dass sie kommt, dass sie zugesagt hat. Und ich wünsche euch eine tolle Restwoche, passt auf euch auf und. Denkt dran, kann nichts über Pinocchio bei Thread schreiben, das könnte Probleme geben. Danke euch. Tschüss.
01:00:51 Speaker 4
Tschüss.