Folge 587 · 10. Juni 2026 · 57 Min.
Nicht so schlimm, wie befürchtet, aber auch nicht so gut, wie erhofft
Die Zukunft ist nicht nur unwritten, sie ist auch noch nicht ganz so schlimm, wie wir befürchten – sagt Researcher und Designer Johannes Klingebiel, unser Neuzugang im Hakiverse! Dabei habe ich es wirklich dystopisch versucht: Von IPO-Marketing über Metas smarte Brille bis zur reloadeten Chatkontrolle ist viel dabei, was schlechte Laune macht. ABER NICHT UNS! HA!
➡️ Statement von Signal: https://signal.org/blog/pdfs/2026-06-08-uk-surveillance-is-not-safety.pdf
➡️ SSD-Spionieren via Websites: https://www.wired.com/story/websites-can-now-spy-on-you-through-your-hard-drive
Kapitelmarken
KI-unterstützt
- Hallo Johannes!
- Was sagt der Zukunftsforscher zum SpaceX-Börsengang?
- OpenAI & Anthropic: KI-IPOs
- Elon Musks unerfüllte Versprechen
- X (ehem. Twitter) im Konflikt mit der FTC
- Meta: Geldstrafe in Frankfurt wegen langsamer Löschung
- Meta: "Like" als Rechtsverstoß? OGH-Urteil in Österreich
- Metas Smart Glasses
- Apple Intelligence und der DMA
- Apples neue Jugendschutz-Features
- Großbritannien: Debatte um obligatorischen Nacktfoto-Scan
- China testet KI-Brillen zur Gesichtserkennung bei der Polizei
- "Frost"-Technologie: Tracking der Browser-Historie über SSDs
- Funktionen & Emotionen
Transkript
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00:01 Intro
Haken dran.
00:03 Gavin Karlmeier
Das Social Media Update der CT. Hallo Johannes Hallo Kevin. Ich freue mich, dass du hier bist. Ich stell dich ganz kurz vor. Bei mir ist heute Johannes Klingebiel, der offenbar nicht wirklich direkt verwandt oder verschwägert mit dem gleichnamigen DJ ist, den man findet, wenn man ihn googelt. Es ist nicht der DJ, sondern. Es ist ein Zukunftsforscher, wenn man so möchte. Würdest du dich so bezeichnen? Also in deiner Biografie steht Researcher and Designer, was gut klingt, aber ich wollte es ein bisschen mit Leben füllen.
00:33 Johannes Klingebiel
Ja, das ist voll lieblich. Zukunftsforscher ist so, ne, wie bezeichnet man sich? Wie nischig will man sein? Ich sage deswegen immer so ein bisschen so Research und Design und irgendwo in der Mitte zwischen beiden und ich pendel. Zukunftsforscher ist so Ja, ein Teil davon sicher, so drüber nachdenken, was passiert oder was könnte passieren. Ich versuche das Ganze nur so ein bisschen mehr. Oder mich so ein bisschen mehr grounded vorzustellen. Also klassischer Feind, also das ist so dieses 2020X, ich habe irgendwelche weirden Design Jobs Titel, die man sich irgendwie selber gibt und alles ist nischig und muss cool für LinkedIn klingen. Media Evangelist. Ja, es ist ja Deswegen, also so, so ich fühle mich sehr wohl mit Research und Design im Medienkontext vielleicht. Okay.
01:22 Gavin Karlmeier
Ich auf jeden Fall, wir kennen uns schon ganz lange und wir haben irgendwie noch nicht zusammengefunden hier in diesem Podcast. Und dann habe ich mich dir bei der Republika gekrallt und gesagt. Wir machen jetzt einen Termin aus. Und das hat funktioniert und das ist mir eine große Ehre. Du, danke für die Einladung. Hast es nett hier? Danke. Ich habe kleines Geo-Gessing übrigens, ich befinde mich nicht zu Hause, sondern ich befinde mich in einem Nachbarland Deutschlands, in dem etwas gesprochen wird, das man dort Sprache nennt. Und ihr könnt raten, wo ich bin. Ich sag mal so, ich habe gefragt, die Menschen, die hier ortskundig sind, was kann ich denn hier holen als Mitbringsel, was so typisch ist? Und dann wurde sehr lange überlegt und dann wurde gesagt. Schaumwein.
02:09 Speaker 4
Findet raus, wo ich bin.
02:12 Johannes Klingebiel
Aber ein bisschen mehr Rage Baken, ehrlicherweise. Aber
02:19 Gavin Karlmeier
Ich liebe ja Menschen eigentlich. Das ist ja das Problem. Wir lieben Menschen. Du als Zukunftsforscher, wir sind ja in einer spannenden Woche, denn nicht nur, dass am Morgen wenn ich richtig informiert bin, die WM startet, sondern übermorgen geht SpaceX an die Börse. Und ich habe schon angekündigt, wir werden da immer mal wieder drüber sprechen. Wir werden vor allem, kann ich auch schon mal ankündigen, am Montag mit Pip Klöckner auf das erste Wochenende nach Börsengang sprechen. Der ist dann hier zu Gast. Aber für dich als Zukunftsforscher sollten wir Aktien kaufen.
02:49 Johannes Klingebiel
Du, ich glaube, das ist so eine Frage von Muss ich mich vorher rechtlich absichern, bevor ich jetzt hier was sage?
02:55 Gavin Karlmeier
Das ist keine Anlageempfehlung, kein Investment-Tipp, das ist reine Satire. Jetzt ganz anders.
03:00 Johannes Klingebiel
Grundsätzlich, ähm Klassischer Fall von, mein Gott, wie viel Geld will man verlieren? Wie viel Geld kann man verlieren? Und wie risikofreudig bin ich in meinem Leben? Ich persönlich nein, kein Interesse dran. Ich überlasse es ansonsten jedem anderen, sich dazu entscheiden, was man mit seinem Taschengeld machen will.
03:22 Gavin Karlmeier
Es wird so eventisiert, das ist unglaublich. Also alle wollen irgendwie mitmachen. Und meine Theorie ist, habe ich glaube ich schon mal gesagt, es geht am ersten Tag geht es dann voll hoch und dann geht es nächste Woche voll in den Keller.
03:32 Johannes Klingebiel
Ja, definitiv. Also garantiert. Die Bewertung ist ja absurd, die SpaceX aufruft. Das Kapital muss ja auch erstmal locker sitzen für diese Bewertung und für die Menge von Aktien, die verkauft wurden Und der nächste Punkt ist ja auch an der Stelle, also ich meine, sowohl Anthropic als auch OpenAI sind ja jetzt so langsam in den Startlöchern für ihren Börsengang. Das heißt, auch da hast du die Frage, ne? Also Angenommen, ich bin jetzt Investor, worin investiere ich dann jetzt?
04:06 Gavin Karlmeier
Also, wenn du wirklicher Investor bist, ist halt die Frage, ob du in diese super IPOs mit reingehst oder ob du das dann lieber erstmal sich setzen lässt?
04:15 Johannes Klingebiel
Ja, ich glaube es ist das Punkt genau der Wenn ich viel Geld habe, ist das Argument tatsächlich gar nicht mal so schlecht, in diese Superhype-Dinger reinzugehen Gerade weil ich weiß, dass andere mit investieren werden, weil ja ein Hype da ist. Es kann wahnsinnig effektiv sein, diese Welle zu versuchen zu reiten. Der Punkt ist halt genau der, wann muss ich sie verlassen und wann schaffe ich da das korrekte Timing, um mich da wieder rauszuziehen. Deswegen, also ich gehe mal davon aus, die Aktie wird erstmal in die Höhe schießen. Und dann wieder einen Wert verlieren. Aber du bist ein Thema.
04:50 Gavin Karlmeier
Hype ist doch dein Thema eigentlich, wenn ich richtig informiert bin, oder?
04:52 Johannes Klingebiel
Ich habe mich viel zu viel mit Hype beschäftigt.
04:56 Gavin Karlmeier
Wie ist dein Grundgefühl? Dein Grundgefühl? Was so Hypes angeht, weil ich wir können uns ja natürlich nicht davon freimachen und wir sehen, dass solche Themen sehr häufig durchgehypt werden. Und das ist auch direkt die erste Meldung, die du gerade schon so angeschnitten hast, dass nämlich auch OpenAI jetzt den S1-Antrag vertraulich gestellt hat. Sprich, auch die planen jetzt eben den IPO, den Börsengang und das ganz konkret noch vermutlich in nächster Zeit.
05:24 Johannes Klingebiel
Vielleicht kommt daher meine leichten Kopfschmerzen, ehrlicherweise. Vielleicht ist das die beste Antwort drauf. Nein, ehrlicherweise irgendwo zwischen so Ein bisschen amüsiert und so ein bisschen Existential Thread. Also ich bin auch sehr, sehr gespannt. Also Teil von so einem Börsengang ist ja die Offenlegung von Finanzen und auch wo will man hin und die Argumentation für die Bewertung, die man ja anstrebt, die ja schon bei SpaceX absolut wild ist. Und da bin ich sehr gespannt auf so, dass es so mein Neugiert, also OpenAI und Fropic, wenn die ihre Bücher öffnen müssen und man dann wirklich mal sieht, okay, wie das Geld in diesen Gebäuden eigentlich tatsächlich hin und her. geschossen wird. Und gleichzeitig halt, es ist halt pure Spekulation. Und das ist halt dann wieder der Punkt, der mich so ein bisschen, der kommt, so Existential Dread oder meine Migräne, so dieses Das hat natürlich erstmal überhaupt nichts mit, also wenn man sich dieses, das, das Papier anschaut, SpaceX ist kein solides Business. Das macht weniger Umsatz als Airbus. Das Narrativ ist halt gut, ne? Das ist halt der Punkt. Wir werden eine Marskolonie bauen. Also da drin ist mit drin in diesem Papier ist, dass Elon Musk einen Bonus kriegt, wenn er eine Marskolonie mit einem Million Einwohner baut. Das wird nicht passieren, das ist überhaupt nicht der Punkt. Aber es steht halt drin. Abgesehen davon. Aber das ist halt so faszinierend dann wieder, ne? Wieder mit so so Versprechen gearbeitet wird und Zukunftsszenarien gearbeitet wird und so ein Investment in SpaceX ist nicht das Investment in in I don't know, den Mittelständler um die Ecke der Zahnräder feilt, sondern in die Zukunft. Und nur SpaceX wird diese Zukunft bauen. Und Anthropic und OpenAI versuchen ja ein ähnliches Narrativ. Die Zukunft ist all absolut unsicher und wir wissen überhaupt nicht, wo es hingeht. Die einzige Sicherheit, die wir sagen können, ist, dass OpenAI und FOPIC und eben SpaceX sie definieren werden.
07:27 Gavin Karlmeier
Das ist so. OpenAI sagt übrigens in dieser Ankündigung, dass sie einen vertraulichen Antrag gestellt haben, was. Den vertraulichen Antrag meines Erachtens ein bisschen ad absurdum wirken lässt, aber naja, dass das noch ein bisschen dauern könnte, weil es erleichtere, geschäftliche Dinge nicht an der Börse notiert zu sein. Ach was. Genau.
07:46 Speaker 5
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07:48 Speaker 4
Warum akzeptieren, dass die Website immer wieder offline ist? Warum Kunden warten lassen, bis die Seite endlich lädt? Und warum sich um Backups kümmern müssen, statt sich aufs Geschäft zu konzentrieren?
08:01 Speaker 6
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08:16 Gavin Karlmeier
Digital an ihrer Seite Und um an diesen Hype noch direkt einen dran zu hängen, kann man direkt noch dran schrieben, dass Entthropic jetzt eigentlich sich wünscht, idealerweise, dass doch alle KI-Unternehmen vielleicht mal ein Jahr Pause machen, weil sie Die Entwicklung ist zu schnell, es ist viel zu gefährlich und wir müssen alle mal einen Gang zurückschalten, wie das jetzt gerade weitergeht. Und deswegen ist der Vorschlag, dass alle KI-Unternehmen einfach mal ein bisschen Pause in der Entwicklung machen. Fun Fact, Elon Musk hat dasselbe mal vorgeschlagen. Bei ihm musste man insofern Kalkül unterstellen, als dass wir wussten, dass SpaceX. . oder damals auch XAI, so massiv mit der Entwicklung hinterherhinkte, dass man sich natürlich ein bisschen Vorsprung gewünscht hat, um aufzuholen. Jetzt bei Enthropic muss man sagen, die hängen nicht hinterher, aber auch die brauchen natürlich Narrativ und das Narrativ, unsere Software ist so gut, wir müssen aufpassen, ist natürlich eine ganz tolle Geschichte.
09:08 Johannes Klingebiel
Grandios, ne? Und dann noch so ein bisschen munkeln mit so einer, was für ein Biowaffen erstellt werden oder was für unser neues Modell Sicherheitslücken in den neu gewaltcodeten Softwarepaketen aller unserer Kunden. Finde. Das ist cool, das ist großartiges Marketing, ehrlicherweise. Umso katastrophaler, dass es nicht so als Marketing oft wahrgenommen wird.
09:29 Gavin Karlmeier
Das stimmt, selbst die Tagesschau hat das so berichtet. Mit der Überschrift Gefahren künstlicher Intelligenz Anthropic ist für weltweite KI-Pause
09:36 Johannes Klingebiel
Ja, das ist so, ne? Dieser klassische Journalismus, so CEO has said a thing, gute Schlagzeile, mäßig guter Journalismus.
09:45 Gavin Karlmeier
Ja, leider ja. Anthropic hat aber jetzt auch gesagt, dass schon 80% seines Produktionscodes von Claude verfasst wurden. Also dass es quasi sich selber schreibt.
09:55 Johannes Klingebiel
Ja, und wie wir bei der also der der Stabilität von Claude auch sehen können. Es hat sich gelohnt.
10:08 Gavin Karlmeier
Ja, aber aber diese, diese, diese Geschichte, die man so strickt, ne, diese Begeisterung, die man auslösen möchte, ich weiß nicht, ob man davon nicht was lernen kann. Also vielleicht kann man ja sagen Leute, hört nicht diese Folge, es ist zu krass. Es passieren so wilde Dinge in diesem Podcast. Ich kann das niemandem empfehlen, dass man sich das anhört.
10:22 Johannes Klingebiel
Definitiv nicht, würde ich auch nicht machen. Also erstmal muss man auch grundsätzlich sagen, dass wenn man diese Folge nicht hört, dann wird man definitiv auch zurückbleiben. Also beruflich. persönlich, menschlich, ne? Das gibt keine andere Art und Wahl, außer diese Folge zu erinnern. Nein, also es ist halt interessant und das ist, ich meine, das führt ein bisschen weg davon, ne? Aber ich meine, es ist ein Teil davon, wie das Silicon Valley ja funktioniert und auch das ist vielleicht eine Sache, die man gerne mal öfter beleuchten dürfte oder könnte. Silicon Valley basiert ja auf Risikokapital, Venture Capital. Und Venture Capital fungiert ja danach, dass ich A versuche breit zu steuern, also mehrere Wetten einzugehen mit Unternehmen und gleichzeitig auch diese Unternehmen versuche zu pushen oder gleichzeitig ihm so ein bisschen so dieses, diesen, diese Aura von Zukünftigkeit mitzugeben. Also, dass die Unternehmen, die ich jetzt investiere, die werden Industrie XYZ absolut disrupten und das ist die nächste große Story. Und the next big thing, und es geht ja nichts drunter. Da passiert ja auch nichts drunter. Und auch von Gründern wird ihnen genau das gleiche erwartet, diese Story zu erzählen, das auch irgendwie so zu personalisieren und vorn heran zu sein und visionär zu sein. And I've gone, du hattest in the Liste rein, the New York Times hatte sich ja an.
11:41 Gavin Karlmeier
Deswegen ist es Wasser auf meinen Mühlen, was du da erzählst.
11:43 Johannes Klingebiel
Perfekte Überleitung, ne?
11:45 Gavin Karlmeier
Also the New York Times hat sich mal die Versprechen angeschrieben. schaut, die Elon Musk in den letzten 15 Jahren gegeben hat. Und zwar alle Statements, wie sie sagen. Das können wir natürlich nicht überprüfen, weil Elon Musk gefühlt 6000 Tweets am Tag schreibt, aber. Wir nehmen das einfach mal so hin und vertrauen der New York Times, dass sie da eine ganz gute Auswahl getroffen hat. . Und das ist wirklich spannend. Also wir wissen schon lange, dass Elon Musks Geschäftsmodell vor allem darauf basiert, Versprechen zu geben, die sich niemals bewahrhalten werden oder wenn dann viel zu spät. Es gibt Leute, die haben vor, ich glaube, mittlerweile neun Jahren in den Tesla Roadster investiert, ich glaube 1000 Dollar angezahlt und das Geld bis heute nicht gesehen. Also, das ist einfach Teil dieses Spiels, diese Versprechen zu geben und kaum jemand hat es so perfektioniert wie Elon Musk. Denn die Versprechen, die Elon Musk gegeben hat, haben sich. zu 19% innerhalb des Zeitraumes tatsächlich bewahrheitet, den er prognostiziert hat. . 19%. Nicht mal jedes fünfte Versprechen. ist eingetreten in diesem Zeitraum. Die Versprechen, die er gegeben hat, die zu spät eingelöst wurden oder über dessen Ziele oder dessen Erreichen er nicht berichtet hat, sind 35 Prozent. Also zu spät, teilweise auf Jahre zu spät. Oder er hat nicht darüber gesprochen. Und 33% der Versprechen, die er gegeben hat. wurden bislang, sind nicht bislang, also sind nicht eingelöst worden oder zu vage, um zu wissen, dass sie tatsächlich eingetroffen sind. Und 13 Prozent der Versprechen, die er gegeben hat, liegen immer noch in der Zukunft. Also da warten wir noch drauf. Da gehört wahrscheinlich die Mars-Kolonie dazu. Aber wahrscheinlich auch der Tesla Roadster.
13:17 Johannes Klingebiel
Ja, oder der Roboter, an dem sie angeblich auch arbeiten und so weiter und so weiter. Oder das Robotaxi. Ich kannte Maskometer vorher, also das ist eine ähnliche Website oder die versucht so ein bisschen zu tracken, die auf so 24-prozentige Genauigkeit kommt. Ich glaube, es kann schau jetzt ein bisschen drauf an, wie du es bewertest. Aber was Interessant ist, es nimmt halt zu bei Elon Musk. Das ist halt der Punkt. Dieses Muster mit großem Versprechen und wie viele davon vor allem nicht eingehalten werden, nimmt zu mit den Jahren. Und ich denke, das ist halt so ein Punkt, gerade was das Valley halt auch einfach angeht, es lebt halt von dieser Idee, wir bauen Zukunft und unsere Art ist die einzige Art, Innovationen zu machen. Und der nächste Punkt, und das ist so ein bisschen so dieses zweischneidige Schwert, man redet ja immer gern davon, wir brauchen eine Failure Culture. Also das erste, was man sagt, naja, wir sind zu langsam oder unser Unternehmen, wir müssen innovativer werden. Dann kommt der Berater rein und sagt: Habt ihr schon mal über Failure Culture nachgedacht? Und man kann aus Fehlern ja lernen. Und was ja grundsätzlich total korrekt und total richtig ist, um führt aber gleichzeitig im Pairy dazu, dass natürlich, wenn ich mit einem hochgehalten Unternehmen voller Zukunftsversprechen gegen die Wand fahr, ist halt überhaupt keine Konsequenzen hat. Und es hat auch keine Konsequenzen für Elon Musk, denn es gehört einfach Zum guten Ton dazu, diese Form von Versprechen zu machen.
14:44 Gavin Karlmeier
Was ich aber bei, gerade bei Elon Musk, aber bei fast allen dieser Tech Bros so ähm Entlarvend finde, ist aber, dass diese Scheiterkultur nur so lange funktioniert, wie das Scheitern ein rein wirtschaftliches oder rein binnensichtliches Scheitern ist. Weil sobald das Scheitern bedeutet, einen Konflikt mit der Außenheit, Welt zu produzieren. In dem Moment siehst du ganz schnell die, wie sagt man, Fälle davon schwimmen. Also das sieht man hier in einer aktuellen Geschichte zum Beispiel. Elon Musk hat ja Twitter gekauft, wie wir alle wissen. Und hat damit aber auch so eine kleine Parkkralle mitgekauft, denn die FTC hatte bereits 2019 Twitter dazu verpflichtet, äh, sich unregelmäßigen Prüfungen durch die FTC zu unterziehen oder aber auch gewisse Informationen eben nicht zu monetarisieren oder nutzen zu dürfen. Hintergrund war, dass es einen Programmierfehler gibt. Gab, der zwischen 2013 und 2019 dazu gesorgt hat, dass Telefonnummern und E-Mail-Adressen, die für Zwei-Faktor-Authentifizierung genutzt wurden, für getargetete Werbung verwendet werden konnten. War ein Fehler von Twitter, der aber dazu führte, dass eben die FTC. 150 Millionen Dollar von Twitter haben wollte im Jahr 2022, als Mast schon gekauft hat. Und eben, dass die Datenverarbeitungspraktiken bis 2042 überwacht werden dürfen. Also Dann noch 20 Jahre. Elon Musk hat versucht, das aufzuheben, und zwar mit einer fantastischen Argumentation. Seine Argumentation ist, und er hat es jetzt nochmal versucht, er hat jetzt nochmal einen Antrag eingestellt, das einzustellen, die Argumentation ist, ähm, Twitter gibt's doch gar nicht mehr und X hat den Fehler nicht gemacht. Und da das meine ich mit die Fälle schwimmen davon, es gibt keine argumentative Grundlage für eine Diskussion, weil man einfach sagt, nee, wir haben uns umbenannt, deswegen haben wir diesen Fehler nicht gemacht. Ex selber hat nämlich jetzt auch gesagt, die faktisch Die politische Grundlage der FTC-Klage ist widerlegt. Die immensen Kosten der Anordnung, die sowohl dem Unternehmen als auch der Kommission selbst auferlegt werden, sind nicht zu rechtfertigen. Und es geht noch weiter. Die FTC hat nämlich jetzt öffentlich dazu aufgerufen, man kann Kommentare einreichen, wie die FTC sich verändert. verhalten soll. Und bislang sagt die Mehrheit, sie sollen bloß den Antrag von Ex ablehnen, sie sollen das nicht annehmen. Und ex aber selber, da wird es dann langsam frech, sagt, nee, wir machen eigentlich schon genug, wir müssen ja zum Beispiel auch in der EU Gesetze einne Anhalten. Das ist die Argumentation.
17:11 Johannes Klingebiel
Ja, aber so funktionieren Unternehmen. Also Unternehmen können nur eine bestimmte Anzahl von Gesetzen anhalten und dann müssen sie sich umbenennen.
17:20 Gavin Karlmeier
Die Formulierung, die die Quelle hier, das ist Ars Technica, gewählt hat, das finde ich sehr toll. X ist der Ansicht, dass die Anordnung des Unternehmens zu doppelten Compliance-Maßnahmen zwingt, da X bereits zusätzliche Vorkehrungen im Umgang mit Daten treffen muss, Umgesetze wie der DSGVO, der Union einzuhalten.
17:43 Johannes Klingebiel
Ja
17:45 Gavin Karlmeier
Naja, und also es ist diese, diese, man hat keinen Rückgrat, man kann nicht gerade stehen für die Fehler, die man gemacht hat, wenn man immer nur beigebracht kriegt, dass Fehler zum Spiel dazugehören.
17:58 Johannes Klingebiel
Ganz bei dir. Ich bin ja so mein sehr zynisches, ich sage dazu. Wir reden hier über das, das, das, äh, die Donald Trump FTC. Also mal sehen, was tatsächlich rauskommt. Aber ja, nee, total. Und die absolute Nichtexistenz oder fast Nichtexistenz von Datenschutzregeln in den USA ist halt auch einfach ein Thema.
18:22 Gavin Karlmeier
Absolut. Aber also die Unternehmen kriegen das aber ja auch in anderen Ländern nicht hin mit den Gesetzen. Also es gibt zum Beispiel jetzt ein Landgericht in Frankfurt, das Landgericht in Frankfurt, hat jetzt gegen Meta ein Ordnungsgeld verhängt. Und zwar, weil Meta zu langsam sei, die Löschanforderung, die das Gericht beschlossen hat, umzusetzen. 100. 000 Euro muss Meta zahlen, das ist für Meta ungefähr so, als wenn du jetzt irgendwie drei Cent irgendwie nochmal zusammenkratzen müsst. Aber anyway. Und zwar ist die Formulierung des Gerichtes hier. Das Bericht LTO. de, Legal Tribune Online, dass das Unternehmen in der Lage sein müsste, wenn man so ein Unternehmen eben auch führt, in der Lage sein müsste, solche Gerichtsentscheidungen sofort umzusetzen, vor allem dann, wenn man Ein Großkonzern sein möchte. Also es ist kein O-Ton gewesen, sondern meine Paraphrasierung. Schade. Aber ich finde das schon sehr deutlich, dass man da so sagt, naja, also come on. Arbeitet irgendjemand bei euch oder sitzt ihr die ganze Zeit da nur und verbrennt Tokens?
19:23 Johannes Klingebiel
Hast du das Gefühl, ich hab das Gefühl, dass so ein gerade Meta immer mehr weg will von Menschen, die irgendwie sich Sachen angucken müssen und darüber entscheiden, ob das Sinn macht oder nicht, dann hast du halt wahrscheinlich nur noch drei arme Leute, die jetzt irgendwie weltweit alle Gerichtsbeschlüsse umsetzen müssen.
19:45 Gavin Karlmeier
Aber kann man den nicht direkt einfach in die AI reinschmeißen? Vermutlich nicht. Wir bleiben noch kurz vermieter. Und zwar hat das OGH, der OGH, der Oberste Gerichtshof, jetzt noch eine weitere Entscheidung getroffen. Auch darüber berichtet der Anwaltskanzlei Dr. Barr. Und die widerspricht einer einem Urteil aus Österreich, über das wir hier berichtet haben in Folge 541, Merzl Social Media Verbot wegen viereckiger Augen mit Nora Hespers am 20. Februar. Und zwar ging es darum, dass Der OGH in Wien, also quasi das Pendant, beschlossen hatte, dass wenn du etwas likst, das ein Rechtsverstoß ist, dass du dann entsprechend auch die, oder dass du dich damit mitstrafbar machst, dass ein Like am Ende auch ein eine Willigung oder wie sagt man eine Guthheißung dieses Rechtsverstoßes bedeutet. In Deutschland ist es nicht so, berichtet eben Dr. Barr, denn dass du hier etwas likest, heißt nicht automatisch eine Zuständigkeit. Eine Zustimmung zu allen Aspekten der Äußerung eines Dritten. Sie beziehen sich hier auf Paragraf 1330 ABGB und sagen, das ist kein Rechtsverstoß. Ach, warte mal, das ist auch Österreich. Das steht in den Text sich drin. Also, Dr. Bar, ich muss dir mal ganz kurz Medienkritik. Wenn ihr über Österreich sprecht, als Hamburger Anwaltskanzlei, vielleicht schreibt ihr das irgendwo rein. AGBG ist das österreichische Allgemeine bürgerliche Gesetzbuch. Jetzt wissen wir mehr. Also, der OGH ist nicht schlüssig in seinen Argumentationen, jedenfalls. Es betrifft nur Österreich. Vergiss alles, was ich über Deutschland gesagt habe.
21:30 Johannes Klingebiel
Ich habe auch tatsächlich aktiv keine Meinung dazu. Ich habe auch aktiv nicht zugehört. Ich habe es ja definitiv zugehört. Das ist so ein bisschen so ein Headstratcher, so, so, ja, irgendwie. Okay.
21:42 Gavin Karlmeier
Ja, dann gebe ich den anderen Head Scratcher über wenn die Außenwelt auf das reagiert, was man tut. Wir bleiben bei Meta. Und zwar haben wir in der letzten Episode mit Katharina Nokun darüber gesprochen, dass das Wired Magazine in der Software von den Meta Smart Glasses eine Gesichtserkennungssoftware erkannt hat, die nicht aktiviert ist. Und kurz nachdem dieser Wire-Text online ging, hat Meta stillschweigend ein Update für die Brille rausgegeben. Indem diese Software nicht mehr auftaucht. Und also das allein ist schon erstmal bemerkenswert. Gleichzeitig haben aber mehrere Leute von X, zum Beispiel Andy Stone, Kommunikationschef, auf X so eine Art so ein Rage-Thread geschrieben und sich darüber aufgeregt, dass die Berichterstattung intellektuell unehrlich sei, mehr als schlampig. Und zwar deswegen, weil der Hinweis, dass die Software gar nicht aktiviert ist, erst im vierten Absatz aufgetaucht ist.
22:36 Johannes Klingebiel
Ja, zum Thema Medienkritik, ne? Fucking hell. Ich stelle mir bei sowas auch immer vor. muss es Meetings dazu gegeben haben. Da müssen Leute PowerPoint-Präsentationen dazu gebaut haben. Da gab es Minut dazu. Leute haben sich Kalendereinladungen geschickt. Da ist eine ganze Maschinerie dahinter. Und an diesem ganzen Prozess kam niemand mal auf den Punkt, ist das eine gute Idee? Was passiert, wenn da jemand was von mitkriegt? Ist es ein Feature, das wir wirklich schicken wollen? Und wenn nein. Müssen wir den Code dann jetzt schon mit überspielen? Ich finde das faszinierend, gerade so Großkonzerne wieder so. Das hat so VW, so schöne VW-Gefühle.
23:23 Gavin Karlmeier
Dieselgate Vibes. Ja. Absolut. Nicht nur Andy Storner hat sich aufgeregt, sondern auch Andy Bosworth. Der ist der Hardware-Chif von Meta. Und die haben schon immer wieder darüber gesprochen. Und er vor allem, dass man die Gesichtserkennung auch testen würde für diese Brillen. Gleichzeitig wissen wir seit der New York Times-Recherche aus dem Februar, dass die Arbeiten daran relativ konkret sind, man nur noch nicht genau weiß, wie sie als Funktion tatsächlich kommen sollen. Jetzt hat Bosworth aber sich darüber aufgeregt und hat geschrieben, unglaublich irreführend von Wired. Leider müssen wir das immer wieder von ihnen erwarten. Absolut unehrlich. Interessant, er nennt nicht, was falsch ist an der Berichterstattung. Und es gibt auch keinerlei Hinweise, dass die Berichterstattung falsch ist. Und das ist ein Trump-Move. Einfach your Fake News rüberbrüllen, ohne dass irgendwas Falsches behauptet wurde, indem man einfach nur am Ende sagt, die Berichterstattung war falsch, weil man sich nicht damit auseinandersetzen möchte, dass sie einfach richtig war.
24:20 Johannes Klingebiel
Ja, es ist auch nichts Neues. Seitdem jetzt Wired deutlich kritischer geworden ist, wie wenig manche Silicon Valley-Köpfe Wired inzwischen möglich bin. Letztes, ich krieg's auch nicht mehr zusammen, aber ich bin mal auch auf X über ein paar Tweets gestolpert, wo dazu aufgerufen wurde, Wired zurückzukaufen und wieder zu einer tech-optimistischen, äh zur tech-optimischen Plattform zu machen. Wo auch einer der ehemaligen Mitgründer Kelly Blaze eben mit gesagt hast: ja, er wird das total unterstützen. Wyatt ist er nicht zum Verkauf, abgesehen davon. Aber es ist interessant. So der Vibe ist, was das angeht, interessant.
25:05 Gavin Karlmeier
Ich b ja, ähm, weil die Also weil das der ganze Vibe Medien gegenüber sich ja auch so verändert, weil das von der Politik vorgelebt wird, weil die Politik und Silicon Valley gewisse Nähen haben inzwischen. Vorsichtig formuliert. Und du dann auch so Dinge siehst wie TBPN, dieses Tech Bros Podcast Network, über das wir hier auch schon gesprochen haben, das ja für einen, ich glaube, dreistelligen Millionenbetrag von OpenAI gekauft wurde. So. Und da habe ich mich lustigerweise mich heute noch darüber unterhalten, über diesen Fall. Und mich dann gefragt, welche Summe müsste man mir zahlen, damit ich Haken dran an ein Tech-Unternehmen verkaufe? Und dachte so, naja, wenn es, guck mal, wenn es so 100 Millionen sind. Nein, ich würde es nicht machen. Ich würde es nicht machen.
25:49 Johannes Klingebiel
Ich denke mal manchmal auch so bei sowas, ne? Man müsste einfach ein bisschen weniger Rückgrat haben.
25:54 Gavin Karlmeier
Ja, genau. Dann hättest du 100 Millionen und eine Ruhe. So wie Tom von Myspace.
26:00 Johannes Klingebiel
Kevin Kelly, by the way, der ehemalige Herausgeber von Wireds. Sehr gut. Also Gründer, tatsächlich.
26:08 Gavin Karlmeier
Aber jetzt auch auf einem anderen Boot unterwegs.
26:13 Johannes Klingebiel
Ich glaube, ich weiß gar nicht ehrlicherweise, was er momentan tut, aber
26:19 Gavin Karlmeier
Gismodo beendet übrigens den Text über die Veränderung der Software auf der Metabrille. Ich will den letzten Absatz zitieren. Eine Möglichkeit, die Stone und Bosworth in Betracht ziehen könnten, ist dass, wenn man keine Spekulation über mögliche Gesichtserkennungsfunktionen in seinen Produkten wünscht, einfach nicht immer wieder betonen sollte, dass man Gesichtserkennung in seine Produkte integrieren möchte und Code bereitstellen sollte, der dies ermöglicht.
26:42 Johannes Klingebiel
Nein, nein, nein, nein. Die bösen Journalisten sind schuld.
26:50 Speaker 5
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26:51 Speaker 4
Warum stundenlang am Website-Design fallen? Warum nicht einfach KI-passende Inhalte und Texte erstellen lassen? Und warum der Konkurrenz online folgen, statt sie mit integrierten Marketing-Tools abzuhängen?
27:05 Speaker 6
Mit den KI K-Tools von Ionos. Generieren Sie Inhalte und tausende Designs in Sekunden und profitieren von weiteren KI-Tools für Ihren Online-Erfolg. Also, warum nicht direkt starten? Testen Sie es jetzt kostenlos. Ionos Digital an ihrer Seite.
27:23 Gavin Karlmeier
Ich möchte mit dir im Silicon Valley bleiben. Wir sind heute noch nicht so richtig in der Social Media Welt, aber es ist so viel passiert und wir müssen das so ein bisschen aufräumen. Wir müssen über Apple sprechen. Und damit sind wir auch ganz schnell in der Berichterstattung. Und zwar hat Apple am Montagabend die WWDC eröffnet und wie üblich das mit einer Keynote getan, die so die Veränderung der Softwarewelt von Apple in den nächsten Monaten. darstellt und sie haben Apple Intelligence vorgestellt, also es war eigentlich die Präsentation, die man vor zwei Jahren eigentlich von ihnen erwartet hat, die sie jetzt nochmal vorgestellt haben, nur jetzt eben powered by Google. Und sie haben Siri AI vorgestellt. Und Siri AI ist eine tatsächlich ein Chatbot, mit dem man sprechen kann, der all die Sachen in Siri reinbringt, die man eigentlich sich wünschen würde von Siri seit 2000 12 oder so. Aber eben jetzt AI-powered. Und sie haben aber während dieser Präsentation gesagt, dass Siri AI, das ist nicht alles, was in diesen neuen Apple Intelligence Features ist, sondern vor allem diese Siri AI in Europa. und China nicht verfügbar sein wird und haben parallel dazu eine Pressemitteilung veröffentlicht. Und diese Pressemitteilung. Die liest sich sehr interessant. . Und ich möchte mit dir, ich gehe mit dir jetzt die User-Journey durch, die ein üblicher Apple-Fan möglicherweise auch durchgelaufen ist. Und dann nehmen wir das mal ein bisschen auseinander, was da nämlich eigentlich drinsteckt. Und zwar steht in dieser Pressemitteilung: Aufgrund des DMA verzögert sich die Einführung von Serie AI in der EU für iOS und iPad OS 27. Apple hat heute Siri AI vorgestellt, bla bla bla bla bla. Völlig neue Version, fantastisch gut. Leider wird Siri aufgrund des Digital Markets Act in der EU mit der Veröffentlichung noch nicht verfügbar sein. Und damit Craig Federiki, der Softwarechef, zitiert mit, wir hoffen Siri AI irgendwann in die EU bringen zu können und wir werden weiterhin mit den EU-Regulierungsbehörden an einem Weg nach vorne arbeiten. Ihre Weigerung, konstruktiv an Lösungen mitzuarbeiten, die Daten zu verändern. Bedeutet jedoch, dass wir derzeit keinen Zeitplan für die Verfügbarkeit von Syrie AI in der EU haben. Und später in dieser Pressemitteilung, auch das will ich zitieren, das ist wirklich interessant ist, ein Meisterwerk des Framings. Sie erklären in dieser Pressemitteilung auch, wie sicher Siri AI ist und das Privacy First, und das stimmt wahrscheinlich auch alles, weil du das meiste eben in einem, auf einem On-Model, nee, on also Local Device durchführst und die Sachen, die in die Cloud gehen, werden komplett verschlüsselt und niemand hat Zugriff drauf. Apple sagt nicht mehr Apple und so. Und in dieser Pressemitteilung steht dann später, bevor sie die ganze Zeit auf andere KI-Modelle eingeprügelt haben, weil alles so wahnsinnig unsicher ist und so wahnsinnig leicht missbraucht werden könnte und persönliche Daten gestohlen werden bei anderen KI-Systemen und sie werden alle immer leistungsfähiger und das ist alles so. riskant und so, schließen Sie die Pressemitteilung mit. Angesichts der ernsthaften Risiken für die Nutzer entwickelte Apple eine Lösung namens Trusted System Agent, einen Vermittler, der es virtuellen Assistenten ermöglichen würde, sicher auf dieselben Funktionen und Fähigkeiten wie die Siri KI für Geräte in der EU zuzugreifen. Apple legte zudem einen Plan vor, die Siri-KI in der EU einzuführen und diese neue Lösung schrittweise über einen Zeitraum von 18 Monaten einzuführen. Die Europäische Kommission lehnte dies ab. Tatsächlich stimmte die Europäische Kommission keinem der Vorschläge von Apple zu. Und wenn du das das erste Mal liest, denkst du, hä krass, sie haben sogar was angeboten, sie haben sogar eine offene Lösung angeboten, denn der DMA. Sagt ja, dass es diverse Systeme gibt und Plattformen, die Gatekeeper sind. Dazu gehört das iPhone und das iPad mit iOS und iPad OS. MacOS nicht. Deswegen gibt sie AI in der EU auch auf dem Mac, ab der nächsten Version, aber eben noch nicht auf den mobilen Geräten. Und dieser DMA sagt aber, dass Gatekeeper die Auflage haben, gewisse Ermöglichungen anzubieten, damit der Markteintritt für andere nicht erschwert. Sprich, du kannst, musst anbieten, wie du die Browser auswählst und die Suchmaschine auswählst, musst du eben auch die Möglichkeit anbieten, dass andere KI-Anbieter dieselben Möglichkeiten bekommen wie dein KI-Service auf diesem Gerät mit dieser Software. Und sie sagen, hey, wir haben hier aber so eine Zwischenlayer eingebaut und die EU hat das abgelehnt. Und dann denkt man sich erstmal, warum? Und dann liest man den Text nochmal und liest es nochmal genau, dass das steht, dass sie angeboten haben, die Siri-KI sofort einzuführen, die neue Lösung, aber erst in 18 Monaten. Sie wollten also Also eine Karenzzeit von anderthalb Jahren haben, um die Möglichkeit zu bekommen, dass sich die Sil-KI erstmal verbreitet, bevor sie dann anderen KI-Anbietern die Möglichkeit geben, dieselben Funktionen zu haben. Und das ist natürlich überhaupt gar kein diskutables Angebot.
31:57 Johannes Klingebiel
Man muss ehrlicherweise sagen, es ist ein bisschen, das hat ein bisschen mehr Stil, als sich auf X darüber zu beschweren, dass die EU so böse zu einem ist. Aber Ja, es ist faszinierend, ne? Es ist total faszinierend. Also faszinierend in einem nicht faszinierenden Wesen. Nicht faszinierender Art und Weise. Also ich versuche gerade auf die richtigen Worte zu hinten, wenn man so 5 Schritte zurückgeht, dass du so ein bisschen versuchst in abstrakt zu betrachten. Sneaky
32:26 Gavin Karlmeier
Ja, vor allem deswegen sneaky, weil sie es schaffen, dass die Leute natürlich wütend auf die EU sind. Und wenn du dir die Kommentare anschaust und sogar Menschen in unserem Discord sagen, naja, Apple hat einen Punkt, weil sie damit am Ende sogar Innovationen erschweren. Und man kann diese Wut verstehen, aber sie Ist eben total gefärbt davon, dass es, wie wenn du sagst, okay, ich habe ein Auto entwickelt und das wird 600 km/h auf Straßen jetzt ermöglichen. Und dann sagt der deutsche Gesetzgeber: Nee, das erlauben wir aber auf unseren Straßen hier nicht. Und dann sagt der Autohersteller: Okay, wir erlauben aber, dass diese Dieses Auto 600 kmh auf euren Straßen fährt. Und dann sagt der deutsche Gesetzgeber, ja, das ist immer noch eine Gefährdung. Und dann sagt der Autoherstellt, wir dürfen es nicht machen, weil der Staat es uns verbietet. Anstatt wie in einer perfekten Welt, dass Apple sich an die Gesetze hält und dann das Produkt auf den Markt bringt, sagen sie aber hier, die Gesetze verhindern Innovation. Und ich kann verstehen, dass Leute das mitgehen, aber es ist zu kurz geworfen eigentlich.
33:23 Johannes Klingebiel
Das Ziel is es Innovation zu ermöglichen. Also ich meine, dann alles, was Apple anbietet, ist ein neues Feature. Was die EU aber will, ist, dass der Markt offen bleibt für Innovationen. Ja. Also. Wenn ich sage, das ist mein Ziel, ähm dann kann ich Apple hier an der Stelle nicht unterstützen, was natürlich gemein ist mit Innovationen, verlangsame ich, hätte gerne mein neues Feature auf dem iPhone, äh, für das ich viel Geld gezahlt habe.
33:48 Gavin Karlmeier
Und das vor zwei Jahren schon mit diesem Feature beworben wurde.
33:51 Johannes Klingebiel
Abgesehen davon. Ja, I don't know.
33:57 Gavin Karlmeier
Also ich ist, wie gesagt, ein Meisterwerk des Framings, aber es wird dem Faktum nicht gerecht, dass es halt Gesetze gibt und muss sich dann halten oder halt nicht. Ich verstehe auch, dass du halt sagst, wir gehen auf die EU zu und bieten dem was an. Aber da muss sie halt fair sein. Und die EU selber, die hat auch schon ein Statement veröffentlicht. Und die EU Kommission sagt, anstatt nach einer Lösung für die Einhaltung der Vorschriften zu suchen, habe Apple die Europäische Kommission einfach gebeten, das Unternehmen für 18 Monate von allen Verpflichtungen zu befreien. The EU-Sprecher sagte gegenüber der Nachrichtenagentur DM, Man siehe keine Option in einer Aussetzung der Regulierung, denn das würde bedeuten, dass kein anderer KI-Assistent als Siri die gleiche Chance hätte, von iPhone-Nutzern ausgewählt zu werden. EU-Recht sei nicht verhandelbar.
34:43 Johannes Klingebiel
Vielleicht sollte die EU sich auf X ein bisschen beschweren und ein bisschen bitchen.
34:48 Gavin Karlmeier
Vielleicht sollte die EU Wired kaufen. Ich finde das wirklich einen ganz besonderen Fall und bin sehr gespannt, wie das weitergeht. Mein Take ist: in 18 Monaten haben wir es trotzdem.
35:07 Johannes Klingebiel
Früher. Wart ein Jahr und dann wird das die große Ankündigung sein, dass man nicht nur den Leuten jetzt ermöglicht, unterschiedliche Umteile zu wählen, sondern wenn es auch in der EU endlich verfügbar ist und es wird nie wieder die Rede davon sein.
35:21 Gavin Karlmeier
Wie die alternativen App Stores auch, ne? Also genauso. Es ist genau das gleiche. Wir bleiben in Europa, verlassen aber die EU und wir gehen nach. Achso, nee, ich hab noch eine kleine Sache zu Apple. Das wollte ich noch kurz anhängen, weil auch das ist interessant, weil Apple hat einen großen Teil auch über Jugendschutz gesprochen, haben erklärt. Warum ist so wichtig? Hast du die Präsentation auch gesehen? Ich habe nur so die Zusammenfassung im Nachgang durchgelesen. Also sie haben im Grunde gesagt, dass es eigentlich keinen Grund gibt, seinem Kind kein iPhone zu kaufen. Kurz paraphrasiert. Und wenn man das tut, dann kann man das jetzt mit neuen Features tun. Und ich habe das sehr mit sehr spitzen Augen betrachtet, weil wir sehr viel über Altersverifikation sprechen und über Altersverifikation auf Betriebssystemebene. Weil, also wir sind da in der Social Media Verbotsdebatte und da darüber wie sich der Ton gerade verschärft und wer verantwortlich ist. Und Apple hat es bemerkenswert geschafft, dir zwar neue Features anzubieten, die dir zum Beispiel ermöglichen, dass deine Kinder nicht mehr in der Lage wären, einzelne Webseiten aufzurufen oder dass sie nur bestimmten Personen Nachrichten schicken dürfen, aber sie haben nirgendwo über Altersverifikation gesprochen. Das heißt, sie positionieren sich so sehr liberal auf der Welt, das ist oder auf der auf der Landkarte, an dem Punkt, dass sie sagen, das ist die Verantwortung der Eltern. Und das finde ich eine sehr interessante, eine sehr interessante Grafik. Radwanderung an der Stelle. Weiß nicht, ob du da Emotionen hast.
36:35 Johannes Klingebiel
Ich hab ich habe keine Kinder, deswegen ist es so, ich finde es ähm, schwierig, so eine endgültige Meinung drüber zu bieten, ähm wirklich mir zu bilden, weil ich gefühlt nicht betroffen bin an der Stelle. Es ist ja, ich meine, klar, ich glaube, Apple sieht, wohin so der Wind weht und versucht sich entsprechend zu positionieren. Aber es ist trotzdem interessant. Auf der einen Seite so ein bisschen so vorauseilendes Gehorsam und Infrastruktur bauen und sich positionieren als vernünftig und moralisch Auf der richtigen Seite und auf der anderen Seite halt natürlich Theater machen und sich bloß nicht an bestehende Gesetze halten wollen. Spannend.
37:18 Gavin Karlmeier
Ja, finde ich auch. Gleichzeitig haben sie auch angekündigt, dass man zukünftig auch die Nachrichten der Kinder nicht direkt überwachen kann, aber du siehst sozusagen Verkehrsdaten und du kannst halt verhindern, dass sie nackt Fotos verschicken. Und das ist ein Feature, das Apple 2022 eigentlich gar nicht einführen wollte. Also sie haben sich sehr lange gewehrt, es wurde sehr lange diskutiert und jetzt scheint es wohl doch zu kommen. Und das ist schon sehr interessant, weil eben diese Diskussionen darum eben auch und jetzt verlassen wir Europa, das ist jetzt nämlich eigentlich die Brücke oder die EU und gehen nach Großbritannien ins Vereinte Königreich, Vereinigte Königreich, weil dort ein neues Gesetz erlassen wird gerade auf der bei dem Kirst Starmer sagt, dass Apple und Google zukünftig verpflichtet sein sollten, nackt Fotos auf den Handys der Kinder grundsätzlich zu erlauben. Also es soll hier schon eine Art integrierte Überwachung geben, um sexuell eindeutige Bilder auf den Handys zu verändern. zu sperren, dass sie nicht mehr aufgenommen, nicht mehr versendet und auch nicht mehr angesehen werden können. Das ist mit Datenschutz nach meinem Erachten nur sehr, in meinem Ermessen nur sehr schwierig vereinbar, ehrlicherweise.
38:25 Johannes Klingebiel
Ja, also ich oh, fuck ey. Das ist auch wieder so ein Punkt an der Stelle, so Wie soll das umgesetzt werden? Also ich meine, technisch, abgesehen davon, ne, dann gut, meinetwegen vielleicht on-device, Dinge, aber Dann hast du irgendwo einen Ausschlag und willst ihn fotografieren und vielleicht für deinen Arzt dokumentieren und kannst das nicht machen und wirst vielleicht sogar. . Also ich meine, das ist so genauso diese ganzen Edge Cases, die dann sofort entgegengehen. Absolut.
38:56 Gavin Karlmeier
Und es ist wieder dieses Tür eintreten mit dem Argument des Kinderschutzes, weil du über den, wir haben über Upload-Filter diskutiert, wir haben über Chatkontrollen diskutiert, wir haben über Vorratsdatenspeicherung diskutiert. Alle diese Diskussionen haben immer entweder die Verbrechensverfolgung oder den Kinderschutz als vorgeschobenes Argument. hervorgebracht. Immer wieder wurde gesagt, ja, aber die Kinder, da kann nicht ein einziges Mal jemand an die Kinder denken. Und das wird jetzt hier eben in Großbritannien tatsächlich noch weiter nach vorne getrieben. Die Unternehmen bekommen jetzt drei Monate Zeit. wie um Liz Candle, das die Technologieministerin, gesagt hat, um uns zu zeigen, dass sie das Richtige tun werden. Und das ist so, das ist so, um wir wollen doch nicht, dass dieses Auto hier in Flammen steht, oder? Nein, das wollen wir nicht.
39:48 Johannes Klingebiel
Ich habe das gar nicht so sehr verfolgt nach der Social Media Verbotsdiskussion in der UK.
39:58 Gavin Karlmeier
Wer sich auf jeden Fall schon sehr stark positioniert hat, ist Signal. Wir wissen, dass Signal, als die Diskussion um die Chatkontrolle in der EU geführt wurde, angekündigt hat, sollte die kommen, sind wir hier weg, dann könnt ihr uns nicht mehr benutzen. Wir verhandeln nicht mit unserem Schutz, mit unserer Verschlüsselung. Und jetzt haben sie ein längeres Statement geschrieben, das ich sehr lesenswert finde. Ich packe das euch auch mal in die Shownotes, weil da steckt viel drin. Und sie sagen eigentlich im Grunde Ähnliches. Sie sagen, dass hier mit der Art und Weise, wie die Gesetze gemacht werden, eigentlich die Sicherheit eher eingeschränkt wird. Der Text beginnt mit, Kinder verdienen es sicher zu sein, geschützt und gefördert zu werden. Sie verdient keine Überwachung, Kürzung der Mittel und Vertuschungen. Kinder haben wie jeder andere Mensch ein Recht auf Privatsphäre. Die Forderung der britischen Regierung, alle Inhalte in Großbritannien zu verändern. unter der Annahme von Nacktheit zu scannen, bla bla bla, ist die Verwendung einer dystopischen Kombination aus Altersüberprüfung und Inhaltsscan. Das wird Kinder nicht schützen, sie gefährdet uns alle und stärkt die Marktdominanz von Apple, Google und Microsoft sowie deren Kontrolle. Über unsere persönlichsten Informationen. Stabil. Word. Das ist absolut stabil. Ich würde dem zustimmen. Soviel erstmal an der Stelle. Ich habe noch ein paar, ich habe noch so Kleinkram. Ich weiß nicht, ob du noch Bock auf Kleinkram hast. GPR, Kleinkram ist super, passt nichts. Aber es bleibt düster.
41:21 Johannes Klingebiel
Düsterer Kleinkram.
41:23 Gavin Karlmeier
In China testet die Polizei ganz offiziell jetzt KI-Brillen zur sofortigen Gesichtserkennung. Wir haben heute wirklich weniger Social Media-Themen als sonst. Tut mir leid, Leute, aber hey, es haktendran. Doom Scrolling für die Ohren, wie immer. Ähm also, es gibt jetzt dort in Tianjin die Möglichkeit der Polizei, dass sie eine Brille nutzen, die extra für diesen Einsatz entwickelt wurde und direkt mit einer vernetzten Plattform verbunden wird, um Objekte, Nummernschilder und Personen zu erfassen und in Echtzeit zu verändern. Identitäts- und Informationsabfragen durchzuführen. Also Sie können sofort Auffälligkeiten erkennen und haben eine Erkennungsgenauigkeit bei 95% innerhalb von Millisekunden.
42:01 Johannes Klingebiel
Fünfundneunzig Prozent sind mies.
42:05 Gavin Karlmeier
Aber ist schon mehr als Fünf.
42:09 Johannes Klingebiel
Definitiv, definitiv. Aber 95% überleg mal, wie viel du scannst und wie viel Informationen du so reinziehst. Und dann ich lese solche Sachen immer. Und ich sage nicht, dass das nicht funktioniert und absolute Katastrophe. Und überrascht mich ehrlicherweise so ein bisschen, dass die AZS-Testen hätte wetten können, dass man das schon mehr weiter ist, ehrlicherweise. Ach, ich denke mal, bei solchen Zahlen immer so 95%, auch bei KI-Themen, wenn man das release, da ist so 99% Fehlerquote, also Trefferquote. Das ist ein Scheiß unter Labor. Bedingungen mit idealem Licht. Mich würde dann sehr interessieren, was passiert, wenn es düster ist, Dämmerung, Licht scheint hier gegen die Kamera, es ist vielleicht ein bisschen smoggy. Du hast schon dreimal mit deinen fettigen Fingern über die Linse gewischt, so. Das würde mich dann so ein bisschen interessieren, so diese Real Use Cases. Unabhängig von allem anderen, ich weiß nicht.
43:08 Gavin Karlmeier
Ich mag wie technologisch du an eine der düstersten Meldungen der Woche rangehst. Dass du denkst, oh, das ist ja gar nicht so gut.
43:16 Johannes Klingebiel
Nein, aber abgesehen davon, also. Voll, es passt gut zu dem Metathema.
43:24 Gavin Karlmeier
Die ja, übrigens, die Smart Classes wurden ja schon von Eisbeamten in den USA auch genutzt. Da nur zum Filmen, nicht zur Erkennung, wie es heißt. Aber auch da würde ich sagen, Ist der Weg jetzt nicht mehr so weit? Gleichzeitig sprechen wir über Datensammlungen, die am Ende solche gemeinsamen Datenbanken am Ende ja auch ermöglichen sollen, dass du quasi vom Nummernschild sofort weißt, ob die Person gerade polizeilich gesucht ist. Ich sage als Beispiel immer, ob es nicht vielleicht sogar kleiner Schulden hat, die irgendwie noch geahndet werden müssen und so weiter. Also weißt du, dass es sozusagen eine Datenbank gibt, in der sofort deine komplette Biografie offen liegt.
44:01 Johannes Klingebiel
Ja, und das hat ja auch, das ist ja der nächste Punkt, ne? Wieder die Annahme dahinter, dass diese Daten in irgendeiner Form korrekt sind, gepflegt sind, aktuell sind.
44:12 Gavin Karlmeier
Ja. Ja, und die Vorstellung, dass sie das nicht sind, macht es ja noch düsterer. Definitiv. Auf eine komische Art. Also, wenn ich die Wahl hätte, weiß ich gar nicht, hätte ich lieber richtige oder nicht richtige Meldungen.
44:23 Johannes Klingebiel
Weder noch, ehrlicherweise. Ja, okay.
44:29 Gavin Karlmeier
Das auf jeden Fall in China ist, wie gesagt, vermutlich etwas, über das wir in den nächsten Jahren auch In der sogenannten westlichen Welt auch mal diskutieren müssen. Und wir bleiben ein bisschen dystopisch und wir bleiben bei Technologie. Und du bist ein bisschen nerdiger als ich, glaube ich. Deswegen hoffe ich, verstehst du, was Wyatt hier berichtet. Und zwar gibt es jetzt eine Technologie mit dem Namen Frost. Das ist Fingerprinting remotely using OPFS-based SSD-Timing. Und damit ist es möglich, als Webseite. zu überprüfen, welche anderen Websites andere Nutzer aufgerufen hat. Und zwar dadurch, dass, und jetzt komme ich schon ins Schwimm, also die Menschen nutzen SSDs. Und diese SSDs haben offenbar durch eine oder die Möglichkeit durch einen sogenannten Contention-Seitenkanal Die Interaktion verschiedener Prozesse zu messen. Also zum Beispiel die Messung des Zeitablaufs bestimmter Input-Output-Operationen, die vom Benutzer verwendete Festplatte und elektromagnetische Abstrahlung, Daten. Datencaches oder die Aufführung, Ausführung einer Aufgabe benötigter Zeit. Also die Dinge, die sozusagen alle möglichen Daten, die deine Festplatte von sich selber preist, gibt einfach nur dadurch, dass sie Ist gibt wohl die Möglichkeit, auf andere Daten schließen zu können mit eben dieser Technologie. Es klingt ein bisschen wie ein Aprilscherz und ich habe auch nur die Hälfte verstanden. Auch den Text packen wir euch mal in die Shownotes. Vielleicht seid ihr fitter als ich. Aber ich finde es, die Forschung allein, dass eben überhaupt diese Idee entsteht, sozusagen durch, es ist so ein bisschen wie in so Actionfilmen, wo dann durch zwei Überwachungskameraaufnahmen an selber stellen an unterschiedlichen Orten und den Zeitabstand, die ein vorbeifahrendes Feuerwehrauto auslöst und die Bemessung, wie lange braucht der Weg eigentlich zu identifizieren, an welcher Stelle eine Tat passiert ist. Finde ich super faszinierend. Auch düster und schlimm, aber faszinierend. Und vielleicht müssen wir alle wieder einfach echte Festplatten einbauen und keine SSDs mehr.
46:39 Johannes Klingebiel
Good News: Durch den ganzen KI-Hype sind die jetzt eh alle sagteuer. Also vielleicht das Downgraden, die sichere Werke. Gott sei Dank. Ja.
46:50 Gavin Karlmeier
Also, hast du das eher mehr verstanden als ich?
46:55 Johannes Klingebiel
Ich hab's das noch so ein bisschen überflogen, was dann deinen Notizen drin ist. Also, wie ich das zu missverstehe, ist es erstmal, ne? ein Forschungsprojekt gewesen, also jetzt nichts, was irgendwie real in der Anwendung ist. Es gab immer einen Fall mit LinkedIn, dass die irgendein ausgelesen haben Browser Plugins. Genau, hier Browser-Plugins man nutzt, was ja auch mal was anderes ist. Und zumindest kommt es mir etwas umständlich vor, weil man irgendwie eine relativ große Datei auf den Zielrechner runterladen muss, um das zu bewerkstelligen, was in der Regel auffällt. Also ich glaube, es ist vor allem jetzt erstmal ein theoretischer Lücke, die hoffentlich gestopft wird, hoffe ich? I don't know. Wie? Da bin ich dann auch wieder zu weit draußen. Aber ich meine, das ist zumindest der Punkt, zumindest der Vorteil an diesen Forschungsberichten, dass die ja öffentlich sind und im besten Fall Leute dann aus Sicherheitsinteressen dagegen arbeiten.
47:56 Gavin Karlmeier
Ja, auch erstmal ist es ja gut, dass sich jemand die Mühe macht, das sowas auch zu erforschen. Das ist jetzt der diplomatischste Weg, damit umzugehen.
48:06 Johannes Klingebiel
Das sind die Leute, die man echt mal treffen würde. Ich ehrlich, weil mit solchen Leuten an Bier trinken
48:13 Gavin Karlmeier
Ich glaube, das sind so Sachen da, ja stimmt. Vielleicht haben sie den gleichen Actionfilmen gesehen wie ich. Johannes, ich nehme dich jetzt mit in eine Rubrik, die wir haben. Und die heißt so. Ich hoffe, wir hören was. Funktionen und Emotionen. Es ist das, was es ist. Also, ich werde dir neue Features eines diverser sozialen Netzwerke vorlesen und ähnliches. And we fangen, wir waren technisch, wir bleiben gutstechnisch, denn Eurosky hat angekündigt that ein Teil der, also Eurosky ist ja das europäische Pendant from Blue Sky, not really miteinander verwandt, but based on derselben technology. Technologie und ein Problem oder eine Herausforderung bei dem Edge-Protokoll auf dem Blue Sky basiert sind halt die verschiedenen Layer. Es gibt mehrere Stufen, die du sozusagen Adaptieren musst, um eine eigene, um dich selber in diese Infrastruktur einzuhängen. Und das ist auch eines der größten Herausforderungen. Und was sie jetzt angekündigt haben, ist, dass sie jetzt auch ein PDS aus Europa betreiben. Also das sozusagen, wenn man in der Netzwelt wäre, eine Art DNS, also dein, deine, das, den, äh, das Einwohnerregister Von Blue Sky wird jetzt auch in Europa gespiegelt und auch von hier aus mit betrieben?
49:38 Johannes Klingebiel
Leicht interessiert, aber jetzt keine wirklich starke emotionale Regung, würde ich jetzt sagen.
49:42 Gavin Karlmeier
Okay, aber ich halte das für eine sehr gute Nachricht, weil wir gehen immer weiter dahin, dass du europäisch unabhängig auch Blue Sky in der Blue Sky-Welt unterwegs sein kannst, ohne amerikanische Dienste zu nutzen, wenn du das nicht möchtest.
49:56 Johannes Klingebiel
So gesehen ganz bei dir. Gut.
49:59 Gavin Karlmeier
Dann, wir bleiben kurz in der dezentralen Welt. Gibt es ja Bridgie. Das ist das Tool, mit dem du vom Fidiverse zu Blue Sky und zurückkommunizieren kannst. Die bieten jetzt eine Migration an. Also du kannst jetzt deinen kompletten Account von Blue Sky zu Mastodon umziehen oder umgekehrt. Es ist super, es ist nerdy heute.
50:19 Johannes Klingebiel
Extrem nerdy, aber okay, cool.
50:22 Gavin Karlmeier
Okay, dann hole ich dich jetzt mal wieder in die echte Welt zurück. Instagram Erlaubt jetzt global, dass du deinen Grid, also deine hochgeladenen Bilder und Videos, nachträglich neu sortieren kannst.
50:36 Johannes Klingebiel
Yo, worauf die Welt gewartet hat. Ähm, okay. Ähm. Cool?
50:44 Gavin Karlmeier
Die Leute finden das wirklich cool, wenn ich so die Kommentare lese. Und ich finde das voll doof. Und ich, also ich habe wirklich eine starke Emotion. Ich finde es richtig beschissen sogar. Weil ich finde, dass die Idee einer solchen Timeline ja ist. Timeline, dass die Inhalte in der Reihenfolge des Hochladens sortiert werden und nicht etwa wie ich das gerne hätte. Es ist ja kein Fotoalbum, bei dem ich selber irgendwie die Fotos reinkle. Sondern es ist ja immer noch, wir reden ja hier immer noch von einem sozialen Netzwerk auf eine Art.
51:17 Johannes Klingebiel
Ich challenge dich jetzt mal. Ich glaube, Instagram ist kein soziales Netzwerk mehr, sondern es ist ein Content-Netzwerk. Ja, gehe ich mit. Gehe ich mit.
51:25 Gavin Karlmeier
Aber auch Content hat ja einen Zeitstempel.
51:28 Johannes Klingebiel
Ja, ich könnte mir vorstellen Vielleicht irgendwann, dass wir an einem Punkt kommen, wo Instagram mal sagt, wir spielen nochmal Best of Content der letzten zwölf Monate aus und nicht nur was Aktuelles.
51:42 Gavin Karlmeier
I don't know. Wobei Instagram selber das ja auch schon featured. Die sagen ja, hey, lad doch mal Inhalte hoch, die drei Monate oder älter alt sind, dann geben wir den neue Reichweite.
51:51 Johannes Klingebiel
Das empowern sie ja selber. Deswegen, also es macht Sinn und ich verstehe es aus der Creator-Sicht verstehe ich die Begeisterung. Ich selber sehe es genauso wie du, aber ich glaube, wir sind halt auch. Ich unterstelle uns das jetzt mal. Ja, so ein bisschen oder sind mit einem anderen Instagram groß geworden oder aufgewachsen. Aber
52:15 Gavin Karlmeier
Ja. Okay. Dann gebe ich dir ein bisschen was vom neuen Instagram. Der schlimmste Ort des Internets, da sind wir uns vermutlich alle einig, ist die Meta Business Suite oder die Meta Creator Suite Oder? Ich weiß der LinkedIn gesagt, aber öffentlich. Okay, dann eine der Top 3 der schlimmsten Orte des Internets ist diese Meta Creator Suite oder Business Suite, je nachdem wie sie heißt. Und da gibt es jetzt eine neue Funktion und die heißt Creator Assistant. Das ist ein neues KI-Tool, das Content-ErstellerInnen einen Brainstorming-Partner bieten soll. Also du hast dort die Möglichkeit, auf Grundlage der Inhalte, die du schon hochgeladen hast, aber auch einfach so als Chatbot, als Chatbot Fragen stellen kannst. Hey, warum hat dies Real nicht performt? Hey, was soll ich als nächstes posten? Hey, was soll ich heute Abend essen? Letzte Frage natürlich nicht. Aber das Seatshirt wird erstmal nur in USA, Kanada und Indien eingeführt, soll aber in wenigen Monaten weltweit verfügbar sein.
53:16 Johannes Klingebiel
Du, ich weiß, ich kann es auch von meinem inneren Auge, ich sehe, dass Brainstorming postet. Das ist so, ich, so, ne, das Buch, können wir noch KI reinbringen? Können wir noch Chatbot reinbringen? Ich finde es interessant. Mich würde es ehrlicherweise interessieren, ob dieses Ding tatsächlich. Hilfreich ist oder ob das auch wirklich nur so ein bisschen, wir haken unsere KI-Feature für Q3 an. Vermutlich ja. Ja, deswegen ist okay. Spannend. Ich bin kein Creator.
53:49 Gavin Karlmeier
Ich habe nur eine kleine Einschränkung, die es vielleicht noch ein bisschen witziger macht. Es wird erstmal nur für Facebook funktionieren.
53:56 Johannes Klingebiel
Why?
53:58 Gavin Karlmeier
Aber das ist eine Frage der Zeit. Interessant ist aber, dass dieses Feature 1 zu 1 schon bei YouTube existiert. Also im YouTube Studio hast du genau diese Möglichkeit. Schon. Und auch da kann ich sagen, also wenn ich jetzt mit dem haken dran YouTube-Konto frage, was soll ich als nächstes hochladen, da kommt jetzt nicht so richtig viel bei rum, wo ich sagen würde, das fließt in diesen Podcast mit ein.
54:21 Johannes Klingebiel
Hast du mal versucht, im Vergleich, mal so dir Tarokarten legen zu lassen, zum Thema, was du hochladen solltest? Ach, das war verglichen.
54:28 Gavin Karlmeier
Ich finde ja, also es spricht ja nichts gegen Tarotkarten. Andere Leute lesen Kaffeesatz. Vielleicht ähnlich hilfreich, von aus. Also auf jeden Fall, ich weiß auch nicht so genau, was ich mit diesem Feature anfangen soll. Dann kommen wir kurz zu Ex. Du bist ja regelmäßiger Ex-Nutzer, postest dort extrem viel. angekündigt, dass Leute, die einen Post veröffentlicht haben, der dann von einer Community Note, Community-Notet wird, eine Ex-Chat-Nachricht kriegt, dass da eine Community-Note drunter steckt. Und keine Notification.
55:10 Johannes Klingebiel
Ja, okay.
55:13 Gavin Karlmeier
Ich also, man kann wohl damit, also wenn ich das richtig lese, also er schreibt To correct any misperception. Also ich weiß Ich weiß nicht, ob man der Community Note sagen kann, nee, das ist Quatsch, oder ob man mit Rock spricht oder ob man die Möglichkeit bekommt, den Post zu bearbeiten oder eine Anmerkung darunter setzen kann. Das kann ich alles daraus nicht rauslesen. Aber wir müssen darüber sprechen, weil die Community-Notes, zumindest in den USA, ja auch schon auf dem Metanet. Netzwerken laufen, die ja dieselbe Technologie wie die X-Community Nodes nutzen. Und wir wissen auch, dass X häufig inzwischen zum Labor geworden ist für Features, die dann irgendwo anders aufgetaucht sind. Und die Vorstellung, dass du etwas postest, danach Leute sagen, das ist Bullshit. Du eine DM bekommst und in diese DM reinschreiben kannst, nee, sowas nicht gemeint, und dann dein Post keine Community Note bekommt, ist auf allen Ebenen schrecklich.
56:05 Johannes Klingebiel
Aber es passt, oder? Also es ist das passt so extrem in diesem Vibe, den X inzwischen halt einfach hat. selber nochmal drunter schreiben, Ad Grog, is that true? Also das ist so, ne. Ja, kein Wunder, absolut kein Wunder, nicht überraschend. Okay.
56:22 Gavin Karlmeier
Und eine letzte Meldung für heute. Discord bietet ab sofort eine Ende-zu-End-Verschlüssel für alle Sprach- und Videochats an. Ah, finden wir cool. Dann ist jetzt per Default für alle an. Punkt. Mehr haben wir heute nicht. Johannes, schön, dass du hier warst. Vielen Dank.
56:39 Johannes Klingebiel
Cool. Danke, danke, danke für die Einladung. Hat Spaß gemacht.
56:42 Gavin Karlmeier
Was ist deine Einschätzung, letzte Frage, ähm, für die Zukunft? Dein Gefühl als Zukunftsforscher? Ich muss, wenn ich schon mal jemanden da habe, der beruflich orakelt.
56:55 Johannes Klingebiel
Das ist voratisch eigentlich nicht wirklich mehr. Was ist meine Einschätzung für die Zukunft? Es wird nicht so schlimm kommen, wie man denkt, aber sicher auch nicht so gut, wie man hofft, ehrlicherweise. Ich glaube, es bleibt irgendwie messy und kompliziert. Super, ein geiler Satz, kann man irgendwie jedes Jahr sagen.
57:16 Gavin Karlmeier
So heißt die Folge einfach. Nicht so schlimm wie befürchtet, aber auch nicht so gut wie ihr erhofft. Großartig. Johannes, vielen Dank, dass du hier warst. Ich hoffe, du kommst jetzt nochmal wieder. Du, jederzeit, lade mich gerne wieder ein. Das mache ich, auf jeden Fall. Danke, dass du hier warst. Wir hören uns hier wieder am Freitag. Dann mit einem anderen Johannes, aber nicht Klingebiel, nicht der DJ, sondern Johannes Franzen kommt dann vorbei. Freunde etc. war auch noch nie hier. Es ist eine Woche der neuen neuen Haki-Zugänge, Haki-Verse-Zugänge. Ich freue mich. Du musst wiederkommen. Danke dir. Tschüss.
57:51 Johannes Klingebiel
Du solltest Sticker mit Haki Verse machen, ich finde das großartig.
57:55 Gavin Karlmeier
Das lasse ich noch drin.
58:00 Speaker 5
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