Wir sind nicht technologieskeptisch, wir sind multimilliardärsskeptisch! Der Eid der Hypocrites statt einem hippokratischen Eid. Wir starten zurück in eine “Haken dran”-Woche und das leider direkt mit ein bisschen Düsternis – dafür aber auch mit Lorenz Meyer und echten Emotionen.
Denn: Meta wird der Prozess gemacht (und der Versuch, sich den Kronzeugen aus dem Weg zu ave-mariaisieren scheitert!), TikTok vergleicht sich aus der Strafbarkeit und bei W Social fallen die Grenzen (oder werden hochgezogen? Sucht euch die bessere Metapher aus.).
Kapitelmarken
KI-unterstützt
- Hallo Lorenz!
- Meta vor Gericht
- TikTok: Senatoren fordern Aufklärung
- 400 Millionen Dollar ohne Schuldspruch: TikToks Deal mit dem US-Justizministerium
- Studie aus Sydney zu Kamerabrillen
- Surfshark-Analyse: Meta ist am datenhungrigsten
- Baut Meta eine eigene Suchmaschine?
- W Social: Anna Zeiter lobt Institut für Remigration
- Google AI Overview reproduziert Rassismen
- ChatGPT for Teens: OpenAIs Jugendschutzmodus
- Altersverifikation in UK treibt Nutzer zu unregulierten Seiten
Transkript
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00:01 Intro
Haken dran, das Social Media Update der CT.
00:06 Gavin Karlmeier
Hallo Lorenz. Grüß dich gern. Bei mir ist heute der Opinion Leader des Internets Lorenz Meyer, Podcaster jetzt, wenn er hier ist, ansonsten vor allem aber Schriftsteller. Ich finde, das trifft bei dir mehr zu als bei den meisten anderen. Kolumnist, Journalist, alles eigentlich. Und es ist mir immer eine Ehre, wenn du hier bist. Ja, das kann ich nur zurückgeben. Wunderbar. Das musste jetzt Ausgabe, ich war's nicht. 25? Nee, 25 haben wir schon. Soll ich gucken, wie oft du schon hier warst? Das ist das 23. Mal tatsächlich. Ach, das 23. Mal, okay, also 25 will ich schaffen, verdammt. Das schaffen wir, Lorenz. Dieses Jahr noch. Schaffen wir es dieses Jahr noch. Ja, wir sind wieder da, denn letzte Woche Freitag hatten wir ja keine reguläre News-Episode, sondern wir haben so ein bisschen mal Revue passieren lassen, was eigentlich aus den Dingen wurde. Und ich will einmal mich kurz bedanken, wie toll das Feedback war. Weil man fühlt sich ja so ein bisschen seltsam, wenn man zu Hause sitzt und eine knappe Stunde alleine in seinem Mikrofon murmelt. So Dinge, die man sich so vorher im Internet zusammengesucht hat. Und also die Menschen hat das, die Hakis hat das erreicht und das häufigste Feedback war, können wir das jetzt öfter machen? Und das machen wir jetzt öfter, wollte ich mal dazu sagen. Stark. Und du drängst also die Gäste zurück, willst du damit sagen? Genau, irgendwann mache ich das ja nur noch alleine. 70 Minuten. Aber wir haben eine neue Woche vor uns und wir haben viele Themen vor uns und wir gehen am besten direkt rein. Du darfst dir aussuchen, ob du zuerst über Meta sprechen möchtest. Oder über andere Dinge. Weil wir heute ein paar Meter-Temen aufmachen. Nee, Meter ist häufig nicht. Okay, dann lass uns doch mit dem Gerichtsverfahren einsteigen. Wir erinnern uns, wir haben hier darüber gesprochen, aber für die, die es vielleicht nicht mehr ganz auf dem Schirm haben, in den USA dreht sich langsam die Stimmung. was den Jugendschutz bei Meta angeht. Wir haben, ich habe das schon mal so charakterisiert, nach dem Motto, wir haben euch lange genug machen lassen und das hat nicht geklappt, also müssen wir jetzt eingreifen. Insgesamt 29 Bundesstaaten haben Klage gegen Meta eingereicht, die Klage von vier Bundesstaaten nämlich Kalifornien, Colorado, Kentucky und New Jersey. Dieses Verfahren ist bereits losgegangen in der vergangenen Woche. Und es begann tatsächlich direkt Hitzig. Also wir hatten erst eine Juryauswahl, dann hatten wir die Eröffnungsplaid. Wir wissen, dass die Richterin, die dieses Verfahren leitet, ist keine unbekannte für Hackis, das ist nämlich Yvonne Gonzalez Rogers. Das ist die, die auch den Prozess zwischen Elon Musk and Sam Altman oder OpenAI geleitet hat. Und es gab schon einen ersten Zeugen, den man vor Gericht gehört hat. Und der ist eine Figur, der ist extrem spannend. Es geht aber nämlich um Arturo Bejard. Arturo Bejard hat früher mal bei Meta gearbeitet. Und Meta wollte eigentlich verhindern, dass der noch irgendwie vor Gericht aussagen darf. Und das ist immer schon ein ziemlich klares Zeichen dafür, dass man seine Aussage ziemlich genau beobachten muss. Meta hat das versucht zu verhindern, indem sie gesagt haben. Er hatte vorab in seinen Signal-Chats mit anderen Insidern die automatische Löschung von Nachrichten aktiviert und damit hat er sich über eine Anordnung hinweg gesetzt, alle Beweismittel aufzubewahren. Die Richterin hat es so vom Tisch gewischt, diesen Anrich. Antrag, ihn aus dem Verfahren zu schmeißen mit der Formulierung. Das ist offensichtlich, dass dieser Antrag in die Kategorie eines Hail Mary-Versuchs fällt, einen starken Zeugen. Der Kläger auszuschalten. Ja, genau, da kann ich vielleicht gleich eingreifen. Entschuldigung. Weil ich über diese Hey Mail bin ich nämlich gestolpert und habe mich natürlich gleich kundig gemacht. Ich bin halt nicht so ein amerikanischer Sport drin, aber ich muss das jetzt mal mir selber und den Zuhörern und Zuhörerinnen erklären Lernen, dieses Hail Mary, das kommt aus dem American Football. Ich weiß nicht, ob du das wusstest. Nein, so. Hail Mary, pass. Genau, das ist so ein langer verzweifelter Wurf in die Endzone, in den letzten Sekunden eines eigentlich schon verloren geglaubten Sie irgendwie. spielt. Und also man betet, also daher dieses Ave Maria, dass irgendwo jemand hinten den Ball fängt und geprägt so den Ausdruck, so ein Quarterback im Jahr 1975 gemacht haben, der nach so einem Wurf sagte, er habe dabei an Ave Maria gesprochen. Also ein Akt der Verzweiflung praktisch. Mit minimaler Erfolgschance. Und also, wenn die Richterin das so, diesen Metas-Antrag so nennt, dann würde ich mal sagen, Dann sagt sie, das ist juristisch aussichtslos und ihr wusstet das. Ja, ganz genau. Und genau, wenn die Richterin das schon so formuliert, dann weiß man auch ungefähr, wo die Richterin sich gerade befindet auf diesem Spektrum zwischen Schuld und Unschuld. In ihrer Einschätzung zumindest. Ich wusste das auch nicht, aber ich glaube, im American Football ist es doch so, dass solange der Ball in der Luft ist, das Spiel nicht beendet ist, ne? Das heißt, du schießt den in der Hoffnung, also die Uhr zeigt zwei Sekunden und er bleibt in der Luft und deswegen kann das Spiel noch weitergehen. Äh, ganz toll, wie wir hier bei Touchdown drin das American Football Update nochmal so ein bisschen auch die Allgemeinbildung schulen. Naja, und ähm, ich will ein bisschen über Arturo Boharm Bar sprechen Weil diese Person ist hochinteressant. Also, B. H. hat selber beim Meta gearbeitet, er war dort technischer Leiter und hatte das Unternehmen aber eigentlich schon mal verlassen. Also er ist 2015 weggegangen. Und hatte dann aber, so ist die Geschichte, seiner Tochter Instagram eingerichtet und hat sich das mit ihr so gemeinsam angeguckt und hatte das Gefühl, Dinge, die hier passieren, die sind nicht richtig. für Kinder. Ich glaube, die Tochter war zu dem Zeitpunkt 16, wenn ich das richtig auf dem Schirm habe. Und hat seinem alten Chef Mark Zuckerberg geschrieben und hat gesagt, hey Marc. Das hier ist nicht in Ordnung. Wir müssen uns das hier nochmal anschauen. Und wurde dann unabhängiger Berater beim Meta für das Wohlergehen jugendlicher Instagram-NutzerInnen. Heißt also, das ist durchaus jemand, der Einblicke hat, der Ahnung hat und der aber auch Kontakte hat, der also durchaus auch Dinge mitbekommen hat, die für dieses Gerichtsverfahren interessant sein könnten. Denn am Ende geht es ja hier, wie gesagt, darum, macht Meta genug für den Jugendschutz auf seinen Plattformen? Oder nicht. Und dass dieser Zeuge hier der erste in diesem Verfahren ist, ist sicherlich nicht ganz unwichtig, weil der so ein bisschen die Duftmarke setzt, den Ton angibt, wie das ganze Verfahren weitergehen wird. Und tatsächlich ist es so, dass BH in seinen Aussagen direkt von vornherein gesagt hat, Zuckerberg ist in nahezu alle Entscheidungsprozesse eingebunden. Es gibt eine ganz klare Top-Down-Kultur in Menlo Park und wenn Marc etwas zur Priorität erklärt, werden Berge innerhalb von Monaten versetzt. Er sagt aber auch. Man kann Mark Zuckerberg in Bezug auf Kinder einfach nicht vertrauen. Ihm wird, ähm, er wirft ihm vor, dass eigentlich Meta alles dafür tut, um den Profit zu steigern und die Verweildauer auf den Plattformen zu steigern und dafür auch durchaus die Sicherheit. junger Menschen zu vernachlässigen. Und das ist schon eine ziemlich starke Aussage, so als allererster Zeuge in so einem Prozess würde ich einschätzen. Ja, und es ist auch ein Armutszeugnis für Meta, dass ihnen inhaltlich, dass sie inhaltlich so blank sind, dass sie wirklich mit diesem Verzweiflungstat kommen und mit diesen Formalfehlern darum versuchen rumzuflicken. Aber sie wissen halt auch, es wird nicht der einzelne Fall verhandelt. Es geht jetzt darum, ob das ganze Geschäftsmodell haltbar ist, ob sie haftbar sind insgesamt. Und ja, da geht es halt um ganz andere Summen als irgendein EU-Knörchen von ein paar Millionchen. Ja, der Streitwert ist 1,4 Billionen Euro. Das ist der Marktwert von Meta. Das wird wahrscheinlich natürlich nicht als Strafe erhoben werden, aber das könnte natürlich so ein bisschen Also, man muss natürlich erstmal viel fordern. Und es könnte am Ende der erste Dominostein sein. Also es ist die Rede von mehreren tausenden Prozessen. Die sollte dieser Prozess hier tatsächlich zu einem Urteil kommen. dann zugelassen werden und dann hätte Meta tatsächlich, wie man so schön im Fachdeutsch sagt, Scheiße am Schuh. Ja, genau. Aber feste drauf. Das haben wir in den ganzen letzten Jahren haken dran gelernt, dass dieses softe Spiel nicht funktioniert. Mit Aufforderung, mit Selbstverpflichtung, mit Bekenntnissen, mit O Entschuldigung und mal hier ein Knörchen zahlen da ein Knörchen. Ja, da muss mit härteren Bandagen gekämpft werden. Absolut. Und ich habe das ja eben schon mal so charakterisiert. Ich finde, dass das vor allem so zeigt. Man hat ja in den USA als Unternehmen relativ viele Freiheiten. Und je nach Regierung sind es nochmal deutlich Freiheiten, äh deutlich mehr Freiheiten. Freiheiten. Und gerade im Bereich des Jugendschutzes gibt es aber hier offenbar eine rote Linie, die es nicht zu übertreten gilt. Und Meta hat das aber eben alles passieren lassen und hat dabei all diese Freiheiten, die sie für uns aus europäischer Perspektive zu völlig unnachvollziehbaren Gründen ja eigentlich weiterhin gehabt haben, so ausgereizt, dass jetzt 29 Bundesstaaten sagen, es reicht. Und die Konsequenz wird ja sein, dass es nicht. so ein kleines auf die Fingerchen hauen sein wird, sondern es könnten maßgebliche Veränderungen der Metanetzwerke folgen, die tatsächlich Dinge wie das endlose Scrollen, Vibruschnachrichten und so weiter und so weiter tatsächlich verändern könnten. Und das hat sich Meta alles selber zuzuschreiben, das kann man nicht anders sagen. Ja, wunderbar. Und also wenn es selbst den Amerikanern, die ja nur wirklich kapitalismusfreundlich sind, unternehmensfreundlich generell, also wenn es selbst die jetzt zu bunt wird. über so eine breite Front von Bundesstaaten. Also dann muss auch wirklich, ja, denn dann brennt es halt auch. Ja, absolut. Übrigens abschließend dazu zu sagen, Bahr hatte noch während seiner Zeit dort Umfragen bei Teenagern auf Instagram durchgeführt und das Ergebnis war es, 51% der befragten NutzerInnen. Wir wissen nicht, wie viele das sind, aber Mindestens 100 dann, wenn das Ergebnis 51% ist. 51% der NutzerInnen angegeben haben, in den vergangenen sieben Tagen schlechte oder schädliche Erfahrungen gemacht zu haben. Bei diesen NutzerInnen wurden die angemessen, äh, die angemerkten Inhalte Nur zu 0,02% der Fälle entfernt. Also selbst dann, selbst wenn es da oben liegt, passiert quasi am Ende nichts. Berat hat diese Ergebnisse, wie er selber sagt, an Zuckerberg und Mossai weitergeleitet, es ist aber nichts passiert. Und am Ende hatte der Anwalt von Meta Bejada noch gefragt, drei Fragen gestellt. Hatten Sie die Unterstützung von Herrn Zuckerberg? Sind Sie nicht im Streit gegangen und sind Sie immer noch stolz auf die Arbeit, die sie geleistet haben? Auf all diese Fragen hat PH ja geantwortet. Aber trotzdem sitzt er jetzt da vor Gericht und sagt, so kann das nicht weitergehen. Und das musste halt das Unternehmen erstmal schaffen. So. Ja, genau. Aber wir haben ja zum Glück, geht es ja gleich mit TikTok weiter. Ja, wollte ich gerade sagen. Wir könnten jetzt genauso. Ja, da haben wir sogar zwei Fälle aus einem ähnlichen Thema. Und das eine ist ein kleines Nachhak. Wir haben hier über den Fall gesprochen. über eine Sammelklage gegen TikTok, bei der, äh oder eine Klage gegen TikTok, bei der es um einen Teenager geht, der sich das Leben genommen hatte und wie sich dann später herausgestellt hatte, nach einer Recherche von Bloomberg Dass dieser Teenager nicht oder dass dieser Teenager in einer sogenannten Testgruppe bei TikTok war, was bedeutet hat, dass er algorithmisch nicht geschützt wurde vor schädlichen Inhalten, in denen es explizit um beispielsweise Suizide ging. Und jetzt gibt es zwei Senatoren. die das als Anlass nehmen oder ja zum Grund sehen, TikTok zu zwingen, einen Sicherheitstest zu erläutern. Bis zum 1. September muss ich TikTok äußern. Das ist schon, wenn ich auf den Kalender schaue, heute in einer halben Woche, nein, morgen in einer Woche, also Da muss sich TikTok relativ schnell jetzt irgendwie was aus dem Finger ziehen, denn insgesamt müssen sie 13 Fragen beantworten und zu diesen Fragen gehören so Dinge wie zum Beispiel, wie viele. . . Algorithmische Experimente, bei denen Teenager betroffen sind und Sicherheitsfunktionen zurückgehalten, deaktiviert, verzögert oder eingeschränkt werden Führt TikTok aktuell durch oder hat TikTok bislang durchgeführt, also eine vollständige Liste. Dann die Anzahl der NutzerInnen, die von jedem einzelnen Experiment betroffen waren, wie viele davon minderjährig gewesen sind Dann die Namen aller MitarbeiterInnen, die über dieses betroffene Experiment hier informiert waren, eine Erklärung dafür, warum Minderjährige an dem Test teilnehmen dürfen. Welche Führungskräfte davon gewusst haben und eine vollständige ungeschwärzte Fassung des internen Dokumentes, in dem dieses Experiment beschrieben wird Wenn wir das haben, wissen wir mehr. Wir müssen so ein bisschen hoffen, dass TikTok hier nicht mehr unter dem Schutz der amerikanischen Regierung steht, sondern tatsächlich dann hier auch zu befürchten hat, dass da Konsequenzen folgen. Ich meine, man muss sich das wirklich nochmal in aller Bitterkeit auf der Zunge zergehen lassen. Da gab es eine Schutzfunktion, die Menschen schützt. Und man hat sie bewusst für 15 Millionen Menschen abgeschaltet, um herauszufinden. Wie viel der Schutz das Unternehmen kostet im Prinzip. Es ging nur um die Kohle, ne? Um die Stickiness war die Formulierung. Ja, ja. Also wie sehr bindet die Plattformen die Leute und wie weniger ist das so, wenn die Wenn die Sicherheitsfunktionen aktiviert sind. Ja, und ich meine, in der Medizin würde es für sowas eine Ethik-Kommission geben und die würde genau prüfen, ob man sowas verantworten kann. Und hier wurde eine Schutzfunktion vorenthalten. Es ging um Minderjährige und die einzige Instanz, die das ab. Abgewogen hat, war das Unternehmen selbst. Und das ist, da sehen wir wieder, wie fehlgeleitet und fehlkonstruiert das systemisch ist. Da muss eben von außen reingeguckt werden. Ja, gerade im Fall von solchen Versuchen, und auch gerade im Fall von Minderjährigen, ist das natürlich wirklich nichts erklären. Also wir haben darüber gesprochen in der Folge 613 mit unserem gemeinsamen Freund Raifeimann. Nach Manifest kommt ab, für die, die sich das nochmal anhören wollen, den kompletten Fall des ist harter Tobak, diese Geschichte. Aber ich finde das auch genau richtig, dass Senatoren das jetzt zum Anlass nehmen. Und das zeigt übrigens auch nochmal, wie wichtig der Journalismus über digitale Unternehmen ist. weil die Geschichte ist drei Jahre alt und bislang hat da keiner darüber gesprochen, außer dass Bloomberg das jetzt nochmal zum Thema gemacht hat. Und jetzt reagieren die Senatoren. Ja. Ja, das ist ein ganz ernstes und trauriges Thema, finde ich, weil da ist halt ein Mensch ums Leben gekommen, mindestens einer, dem dieser Schutz irgendwie vorenthalten wurde. Nämlich dieser Jugendlächer. Exakt, ja. Ja, in der Medizin gibt es immerhin ein altes Hippokrates, also dass man alles tut, um Menschenleben zu retten. Bislang haben wir in den USA eher den Alter Hypocrites und das ist so ein bisschen zu hoffen, dass sich das irgendwann vielleicht Doch mal legt. Vielleicht gibt es ja irgendwann doch mal so eine Art Ethikkommission. Aber wir bleiben noch kurz bei TikTok, denn es gibt den Vorwurf gegen TikTok in den USA, dass sie gegen Datenschutzrichtlinien von Kindern und Jugendlichen verstoßen haben. Und da gibt es jetzt tatsächlich eine außergerichtliche Einigung zwischen dem amerikanischen Justizministerium und TikTok selber. TikTok zahlt er für 400 Millionen US-Dollar und damit gibt es aber kein Urteil und vor allem, und das ist Klar formuliert in dieser Vergleichserklärung vor allem keinen Schuldspruch. TikTok ist damit nicht schuldig, sondern kauft sich raus. Ich kann da nicht so richtig einen Unterschied zur Korruption erkennen, ehrlicherweise, wenn man dem Justizministerium eine gewisse Summe zahlt, damit man nicht mehr schuldig ist. Ja, 400 Millionen, das klingt doch erstmal nach einer harten Strafe, aber man muss das mal ins Verhältnis setzen. Also in Europa machen sie 9 Milliarden Umsatz in einem Jahr. Und es lohnt ja auch ein Blick in die Pressemitteilung vom Justizministerium. Da wird also ausdrücklich gelobt, dass TikTok seit der Klage die Eigentümerstruktur ja verändert hat. Und damit gemeint ist ja dieser Oracle-Deal, den die Trump-Regierung. . Also ein Vergleich, der nebenbei noch die eigene Industriepolitik beklatscht. Also Ja, also da verschwimmt einfach alles, ne? Also Rechtsdurchsetzung, Dealmaking, Trumpismus, Korruption, das verschwimmt da alles zu einem wunderbaren Pressemitteilungsbrei. Und man darf nicht vergessen, dass dadurch, dass es hier einen außergerichtlichen Vergleich gibt und es keinen Schuldspruch gibt, es eben auch schwieriger wird, daraus jetzt Konsequenzen zu ziehen, was zivilrechtliche Klagen angeht. Weil wenn TikTok hier jetzt einmal schon mal schuldig erklärt worden wäre, Hättest du natürlich eine ganz andere Rechtsgrundlage, als Einzelpersonen oder als Gruppe von Menschen hier zu deinem Recht zu kommen. Jetzt gibt es aber hier erstmal bislang kein Urteil eines Gerichtes. Und selbst das Justizministerium sagt, na, die haben doch alles super gemacht. Daumen hoch, top. Ja, fair. Großartig. Ach, wir sind schon wieder so zynisch, Lorenz. Ich wollte eigentlich so entspannt in die Woche starten und dann haben wir hier solche Themen. Kleiner Disclaimer: Ich befinde mich übrigens immer noch an einem Urlaubsort. Und ich saß gestern an einem Tisch und am Tisch neben mir saß eine Person mit einer Meta Smart Glass. Und durch das ständige Sprechen habe ich das relativ schnell erkannt, weil die Bügel sind ja ein bisschen dicker und sie haben einen dickeren Rahmen und so. Aber trotzdem hat die Berichterstattung dazu geführt, und das ist nicht das erste Mal in meinem Leben, dass ich immer mit so einer Brille gesehen habe, aber die Berichterstattung hat dazu geführt, dass ich schon die ganze Zeit dachte. . . Was hat er damit vor? Und eigentlich hätte ich das, glaube ich, nicht gedacht, wenn jemand da mit einer GoPro auf den Kopf gesessen hätte, hätte ich mir auch nicht gedacht, was hat denn der jetzt vor. Aber irgendwie habe ich ihm sofort böse Absichten unterstellt. Und ich glaube, das hat auch ein bisschen was damit zu tun, wie häufig wir darüber. Wie viele Menschen tatsächlich böse Absichten haben, die diese Brille tragen? Sicherlich nicht alle und es gibt auch Menschen, die, wie gesagt, beim Skifahren damit tolle Aufnahmen machen oder beim Bergsteigen oder beim Kochen. Aber es hat sich schon, zumindest in meiner Wahrnehmung, verändert, wie ich diese Brillen sehe. Ja, das wird noch ganz spannend, dieser gesellschaftliche das gesellschaftlich so auszuhandeln mit allen Vor- und Nachteilen, mit allen Implikationen, mit allen rechtlichen Besonderheiten. Ja, das wird noch interessant sein, weil die großen Tech-Firmen werden sich dieses Geschäft einfach nicht entgehen lassen wollen. Oder wie siehst du das? Ja, weißt du, also es ist ja jetzt ausgerechnet letzte Woche ist ja dieses Video von Apple geleakt, das auch die AirPods-Kameras bekommen sollen, mit denen du, wenn ich das richtig verstanden habe, allerdings nicht. Dauerhaft heimlich filmen kannst. Und also Apple als Unternehmen, die sich sehr lange schon Privacy auf ihre Fahnen schreiben und sehr darauf bedacht sind, als datenschutzfreundliches Unternehmen wahrgenommen zu werden. Würde einen fatalen Fehler machen, wenn du damit heimlich filmen könntest, weil also in Kopfhörern ist es nochmal deutlich weniger bemerkbar als In so einer kleinen leuchtenden Brille. Du hast natürlich recht, weil die Mischung aus der dauerhaften Verfügbarkeit eines KI-Assistenten, der auch noch sieht, was du siehst, und damit noch mehr Kontext bekommt, Plus die Möglichkeit, dir noch viel mehr von deinen eigenen Daten zurückzuverkaufen, indem du alles, was du siehst, eben direkt tracken kannst. Plus die Tatsache, dass eben solche Produkte auch eine wahnsinnige Berichterstattung erfahren, ob durch positive oder negative Aspekte, das ist in der Tat ein Deal, den sich viele nicht entgehen lassen werden. Ich glaube aber auch, und da bin ich bei dir, dass wir diese gesellschaftliche Aushandlung gerade erst begonnen haben, wie wir eigentlich damit umgehen, wie viele Kameras wir eigentlich um uns herum haben wollen und in wessen Hand diese Kameras sein sollen. Also sind wir als Privatpersonen Finden wir es okayer, wenn überall Flockkameras am Straßenrand stehen oder wenn Menschen sie direkt auf der Nase tragen? Ich habe da für mich noch keine finale Antwort zu. Ja, ich für mich auch nicht. Ich habe ein Bauchgefühl, aber eine richtige Antwort habe ich nicht. Ich hätte gerne beides nicht. Ja, genau, ja, ja. Und das Bauchgefühl ist eben halt unangenehm. Aber man hinterfragt sich immer, ja, bin ich da jetzt ewig gestrig? bin ich der Technologieverweigerer. Wir wissen ja auch dran, wie wir uns so langsam. Wir wissen damals bei der Bei der Volkszählung gab es einen Riesenaufstand damals. Dann war das 84 oder so? Mittlerweile kann man ja wirklich nur schmunzeln über die Sachen, die da gefragt wurden. Weil die Selbstoffenbarung von jedem einzelnen von uns mit einer Stunde Surfen größer ist als fünf Bögen Volksbefragung. Ja, und ich frage mich jetzt ja, gewöhnen wir uns da dran, gewöhnen wir uns an das Richtige? Also aber auf jeden Fall denke ich, das Thema hat das Potenzial, super zu polarisieren. Und das kann wirklich in einen Krieg gehen, also der, also wo früher mal beim SUV irgendwie ein Seitenspiegel abgebrochen wurde. Kann ich mir vorstellen, werden die Leute so einen Brillenträgern teilweise wirklich körperlich entgegentreten? Und jetzt gibt es ja auch schon die eisen Freibeder, die darauf schreiben, wir mögen das nicht. Und also das kann noch ganz finster werden. Ja, ich stimme dir dazu. Ich habe letztens aber so einen ähnlichen Gedanken gehabt, weil du gerade so über Innovationsskepsis gesprochen hast. Technikskepsis. Weil ich habe letztens so darüber nachgedacht, dass die Gedanken, also anders. Ich saß in einem Autohaus. aus ich hab mein Auto egal zurückgegeben. Egal. Und hab so zwei Leuten dabei zugehört, wie sie entsetzt waren, dass sie die Mehrheit der dort sich befindlichen Autos elektrisch motorisiert sind. Und dachte so, wo kommt das her, dass sie irgendwie Bauchschmerzen damit haben, weil unter Pragmatischen Gesichtspunkten spricht gar nicht so viel dagegen, auf ein elektrisches Auto umzustellen, also eigentlich quasi nix. Aber sie hatten einfach ein Problem damit, dass sich die Welt verändert, war so mein Gefühl. Und dann habe ich darüber nachgedacht, ob das nicht derselbe Impuls ist, den wir haben, wenn wir. über KI-Plattformen sprechen, über sowas wie Zora, so ein Videonetzwerk, das nur aus Videoinhalten besteht. Oder wenn du jetzt hier über die Brillen sprichst, hab das hier in unseren Discord reingeschmissen und hab einfach mal so diesen Gedanken formuliert, ob diese Technologie Skepsis, ob die vielleicht einfach ein bisschen was auch mit dem eigenen Alter zu tun hat. Obwohl, und das möchte ich ganz wichtig dazu wissen, das ist ja durchaus Klimaaspekte gibt politische Aspekte, die im Fall von KI anders greifen als im Fall von Verbrennermotoren, weil wir da auf einer anderen Seite stehen. Aber Chrysomelis hat da ein tolles Zitat von Douglas Adams reingeschmissen und ich schätze, die meisten HörerInnen kennen das und ich mal wieder nicht, weil ich Ich bin schlecht belesen. Aber er hat gesagt, es gibt eigentlich einen Satz von Regeln, das für unsere Reaktionen oder zu unseren Reaktionen auf Technologien passt. Und zwar alles, was es in der Welt gibt, wenn du geboren wirst, ist normal und ein natürlicher Teil. davon, wie die Welt funktioniert. Alles, was passiert, während du zwischen 15 und 35 bist, ist neu und aufregend und revolutionär und du könntest möglicherweise eine Karriere damit beginnen. Und alles, was erfunden wird, nachdem du 35 bist, ist gegen die natürliche Gegen den natürlichen Ablauf der Dinge. Und eben so ein bisschen kann ich das schon verstehen, weil wenn ich jetzt gerade elf wäre, hätte ich wahrscheinlich einen anderen Blick auf diese Brillen. Und zwar nicht nur unter einem Datenschutz und unter einem politischen Aspekt, sondern auch unter so einem grundsätzlichen Innovationsaspekt. Ja, Einspruch, euer Ehren. Bitte. Da ist was Wahres dran. Das glaube ich schon. Das ist irgendwie so der Lauf der Zeit. Je älter man wird, desto. desto mehr verklärt man die Vergangenheit, desto mehr verwehrt man sich die Neuerungen. Aber hier ist es ja so Wir sind ja gar nicht, also ich spreche jetzt mal für dich einfach mit, Reist, wir sind ja gar nicht technologieskeptisch. Wir sind ja eigentlich Technologie-Fans. Wir sind nur multimilliardär-skeptisch. Wir sind skeptisch gegenüber den Eigentümern, die das auf sich versammeln und die diese Eingriffe, die im Prinzip. . Grundgesetz und Menschenrechte betreffen, die das frei von jeder rechtlichen Überprüfung und nur orientiert nach ihren Maßstäben, die teilweise halt ins Wahnsinnige gehen, wo sich einzelne Leute zu Weltherrschern aufbauen und neue Menschenbilder erzeugen. Neue Menschen rassen wollen, die die ganze Erde irgendwie umdeuten und also wirklich teilweise ja ins Wahnhafte abdriften. Demgegenüber sind wir skeptisch. Ja, also klar, ich glaube, du hast auch insofern recht, zumindest was mich selber angeht, weil wenn ich überlege, wie, das habe ich auch schon mal erzählt, als ich diesen Podcast begonnen habe vor bald vier Jahren. Da waren wir noch deutlich weniger kritisch, skeptisch, doomy im Vergleich zu heute, was sicherlich auch daran liegt, dass die Welt immer mehr doomy geworden ist. Aber auch weil dadurch, dass wir darüber so viel sprechen, immer mehr Einblicke bekommen und das Gefühl haben, es wird alles immer schlimmer. Also ich habe deutlich unkritischer soziale Netzwerke benutzt, als ich das heute vier Jahre später tue. Stimmt, auf der anderen Seite, das ist ja nicht nur bei den Brillen vor allem, ist es ja nicht nur eine Milliardärs Vorsicht, vorsichtig formuliert, sondern es ist ja auch eine Sorge vor gesellschaftlicher Veränderung. Weil wir einfach nicht wollen, dass Menschen mit Kameras um uns herumlaufen. Das stimmt, ja. Und die, ob das hier nicht möglicherweise auch ein Altersaspekt ist und Menschen, die vielleicht 18 sind, damit gar nicht so ein großes Problem haben Kann ich nicht einschätzen. Ich glaube, wir brauchen immer noch eine Lösung, um mit den Creeps umzugehen, weil auch 18-jährige Frauen oder Mädchen wollen nicht gegen ihren Willen gefilmt und beobachtet werden. Aber so die grundsätzlichen Veränderung hin dazu, dass überall Kameras stehen. Ich bin mittlerweile an dem Punkt, wo ich verstehen kann, dass Leute auf Google Street View ihr Haus gepixelt haben. Das fand ich ganz lange albern. Ja, ja. Ja, geht mir auch so. Geht mir auch so. Die Entscheidung soll wenigstens beim Individuum bleiben und dann kann man genervt sein, wenn man bei Google Street View mal ein gepixeltes Haus sieht, aber vollkommen in Ordnung. Das ist die Freiheit, die gerade die Leute, die diese Sachen durchsetzen, ja immer so hochhalten, angeblich. Aber das ist die Freiheit, die die Leute, die sie immer so hochhalten, ja nicht sehen, dass ja jeder Mensch in einer freien Welt auch die Möglichkeit hat, Nein sagen zu dürfen. Das wird ja so häufig übersehen. Warum ich mit dir über die Brillen spreche, ist eine aktuelle Studie der University of Sydney. Weil die haben sich mal angeschaut, wie zwischen dem September 2023 und März 2026 Videos auf Instagram solcher Brillen eigentlich aussehen. Also, was können wir eigentlich sehen in diesen Videos, die über die Hashtags POV RIS Haas oder so weiter hochgeladen werden. Und sie haben hier eine Unterteilung vorgenommen in vier Kategorien und zwar Kein Harassment, Belästigung, potenzielle Belästigung, klare Belästigung und rechtswidrige Belästigung. Und sie haben sich angeschaut, was sind eigentlich die Die Settings dieser Videos. Und das Ergebnis ist, in 92 bis 99 Prozent der Videos war das Aufnahmegerät selbst nicht sichtbar. Es war also immer ein Stil der Heimlichkeit in der Aufnahme. In 92 bis 99 Prozent. Und je unsichtbarer die Aufnahme, umso höher die Belästigungsrate. Also bis zu 60 Prozent der Videos hatten eine potenzielle Belästigung. 9,3% hatten eine klare Belästigung und 62,7% haben sichtbares Unbehagen in diesen Videos gezeigt. Also, das ist ja Zahlen, da brauchen wir nicht mehr darüber diskutieren. was die positiven Aspekte dieser Brille sind, wenn auch nur ein einziger Mensch so gegen seinen Willen behandelt werden kann, gefilmt werden kann, man es hochladen kann, damit Reichweite aufbauen kann, Dann ist das die Diskussion eigentlich schon zu einem Ende gekommen. Ich möchte der Vollständigkeit halber dazu sagen, dass Adam Mossari erst nach Abschluss dieser Untersuchung, hier, also nach März 2026, angekündigt hat, dass die Videos dieser Brillen, die offensichtlich ohne gegenseitiges Einverständnis aufgenommen wurden, auf Instagram nichts mehr zu suchen hätten und damit auch verschwinden sollen. Allerdings schreibt The Guardian, dass die meisten dieser Videos nach wie vor, also nicht diese aus der Studie, sondern der Videos, die eben Menschen zeigen, die nicht gefilmt werden möchten, weiterhin online sind. Sie nennen keine Zahlen hier, aber sie sagen, sie haben etliche Dutzende Videos gefunden. Und ich denke mir, wenn ein Journalist, eine Journalistin innerhalb von wenigen Stunden Dutzende solcher Videos findet ohne Analyse-Tools und ohne weiteres, dann ist diese Sperrung einfach noch nicht so da, wo sie sein sollte. Gerade dann nicht, wenn man als Adam Sari Instagram-Chef so ein Versprechen gibt. Ja, diese, diese Brillen, ja, die holen halt auch das Sag ich jetzt mal das Unangenehme im Menschen hervor. Ich finde das ja schon unangenehm, wenn Leute in der U-Bahn, und da gibt es bekannte Medienleute, deren Namen ich jetzt nicht sage, die in der U-Bahn heimlich ihr Gegenüber fotografieren. weil es, ich weiß nicht, eine befleckte Jogginghose anhat oder die falschen Sportschuhe oder oder irgendwie sowas. Und das dann auf jedem Instagram. Eine Ausnahme, ich finde Menschen, die barfuß im Zug sitzen, die müssen schon outgecallt werden. Genau. Ja, wunderbar. Aber Ich mag das alles nicht, weil so möchte ich auch nicht, dass so möchte ich nicht, dass wir miteinander umgehen. Dieses ja dem anderen ja auch ohne Chance der Gegenrede, ohne dass man ihn gefragt hat, unter Verletzung des Persönlichkeitsrechtes ihn da irgendwie abschießt und Und Leute ihre Reichweite ja auch ausnutzen, das ist ja auch asymmetrisch. Irgendwelche Leute, die da irgendwie 70. 000 Follower haben. fotografieren Knirps, von dem man nicht weiß, wie die Lebensumstände sind, wie er gerade nach Hause kommt. Vielleicht Vielleicht hat er gerade, den du jetzt gerade den Barfuß schämst, irgendwie, vielleicht hat er gerade seine Schuhe verloren, weißt der geil, was wissen wir schon über den Einzelfall? Und und Diese Brillen, die sind einfach so verlockend, das da auch noch reinzuziehen. Und dann wird es dauernd irgendwas geben. Der hat in der Nase gebohrt, der hat dies gemacht. Der also Ja, aber was soll denn das? Also das ist, ich finde es schäbig und unnötig. Ich, ja. Es war übrigens ein Witz. Niemand sollte Menschen ohne ihren Willen posten. Auch nicht, wenn sie offensichtlich jede gesellschaftliche Konvention verletzen, indem sie barfuß im ICE sitzen und am besten noch eine Bifi essen. Ja. Ja, Tonal, genau. Ja, und ich blende jetzt extra nicht nach unten zu meinen Füßen. Ich auch nicht. Und zeige auch nicht die Bifi, die ich hier liegen habe. Als Vegetarier. Ich finde sowieso Menschen, die Bifi essen, müssen gesellschaftlich ganz anders behandelt werden. Sag mal, warum riechen die eigentlich mal so furchtbar, diese Bifies? Diese Übergewürzung gehört dazu, ne? Es ist wie so ein Blauschimmelkäse. Du willst ein Statement setzen. Du willst keine Wurst essen, du willst ein Statement setzen. Genau. Okay. Was ich beim Bifi viel seltsamer finde, ist diese, ich habe wirklich seit 20 Jahren keine Bifi gegessen, vielleicht gibt es das nicht mehr. Aber dieser durchsichtige Film, der da drum liegt. Ach ja, ja, ja. Genau, wo ich am Anfang auch dachte, es sei nochmal eine zweite Plastikverpackung. Ja, ist es, glaube ich. Aber es schmeckt gut. Deswegen habe ich mich immer gefunden. Mein Gott, Lorenz. Sag nicht, dass dieses Rote auch eine Verpackung ist, wo Bifi draufsteht. Na egal. So, ähm, das war hier ein bisschen Comic Relief, wir müssen ein bisschen weitermachen. Surfshark hat sich mal angeschaut, wie die großen Tech-Unternehmen eigentlich Daten sammeln und haben dafür Datenkategorien gebildet. Und zwar 35 mögliche Datentypen. Dazu gehören so Dinge wie Browserverlauf, der präzise Standort, deine Kaufhistorie und so weiter und so weiter. Dafür haben sie insgesamt 171 Apps analysiert. von Google, Microsoft, Apple, Amazon und Meta. Und ihr könnt es erahnen, wenn wir da an dieser Stelle hier im Podcast drüber sprechen. Sieben der zehn eingriffsintensivsten Apps gehören zu Meta. Dazu Facebook Messenger, Meta AI, Meta Horizon, Meta Ads Manager, Meta Business Suite und Forum. Insgesamt hat kein Unternehmen so viele verschiedene Datentypen abgegriffen und analysiert wie Meta, nämlich 25 von insgesamt 35 möglichen. Und das ist mehr als das Dreifache als der Durchschnitt aller anderen Tech-Unternehmen, die ich eben genannt Habe. Das heißt, Meta hat die tatsächlich den größten Datenhunger, obwohl die meisten datenhungrigen Apps der Vollständigkeit halber sei es dazu gesagt, von Google. com nämlich 29 von 40 Apps sammeln insgesamt Daten. Ja, genau. Und wir müssen Ihnen auf die Finger gucken. Da haben wir es wieder. Da schließt sich der Kreis. Und um das Ganze jetzt dann nochmal ein größeres Bild zu rutschen, äh zu rücken. Gibt es einen Hinweis darauf, dass Meta offenbar gerade mit Crawlern das komplette Internet katalogisiert oder durchsucht? Es gibt also den Hinweis darauf, dass sie möglicherweise einen eigenen Webindex erstellen, sprich Eine eigene Suchmaschine. Also, dass du möglicherweise die Möglichkeit bekommen sollst, in der Meta-AI Fragen zu stellen über Dinge im Internet und dann direkte Links zu bekommen. Meta sammelt also nicht nur die Daten seiner NutzerInnen, sondern auch alles, was gerade im Internet rumfliegt. Yay! Ja, genau. Und genügend Geld ist ja da. Und bisher ist ja die Meta-AI, ich weiß nicht, wie es dir geht, aber bisher hört man ja relativ wenig über die Meta-EI. Aber es muss ja alles nichts heißen. Bei diesem Wettrennen verschiebt sich das ja, glaube ich, immer noch irgendwie. Und Meta würde ich jetzt im Rennen nicht komplett abschreiben wollen. Ja, die Frage ist halt, und ich glaube, das ist ein viel größeres Problem für Meta, ob Meta es irgendwie schafft, alle Dinge, die Menschen mit ihrer Marke zu assoziieren, aus dem KI-Game rauszuhalten. Weil bisher, wenn, also ChatGPT hat ChatGPT Health zum Beispiel für Gesundheitsdaten, wir können gleich noch über ein paar andere Dinge erzählen, die bei ChatGPT heute an den Start gehen. Ähm, Anthropic hat dadurch, dass sie diese direkte Einbindung ins System relativ früh gebracht haben mit Cowork und relativ Enges Verhältnis zu deinen Daten. Würdest du auch nur eine dieser Dinge Meta erlauben? Würdest du eine Meta-I, es gibt übrigens auch jetzt seit letzter Woche eine Meta-AI-Software für den Mac. Aber würdest du diese Software, dieser Software Zugriff auf deine Festplatte geben? Würdest du ihr Zugriff auf deinen Kalender geben, auf deine Nachrichten? Ich glaube nicht. Weil Meta eben dieses Reputationsproblem hat. Und ich glaube, dass das Vertrauensverhältnis im Fall von KI tatsächlich nochmal anders wahrgenommen wird von Menschen. Wäre meine Unterstellung. Das stimmt. Ja, Sie müssten es noch unausweichlicher reinbauen in Ihre in Ihre Kerne. Ich denke jetzt gerade im Eter, denken Sie in Ether. Man müsste es vielleicht irgendwie ja, man müsste es den Leuten bei WhatsApp aufnötigen, ne? Da ist es ja schon an jeder Stelle. Also du hast unten rechts dauerhaft diesen Ball. Du kannst in jedem Gruppenchat at metaai eine Frage stellen und Dann sehen das alle in diesem Gruppenchat, was du gefragt hast, plus die Antwort. Ich weiß nicht, ob man es noch intrusiver gestalten kann. Ja, genau, ja, ja, und das ist doch aber spannend, weil das ist super intrusiv und tolles Wort übrigens. Und Aber nutzen, ich weiß nicht, die Leute nutzen es doch nicht, oder? Oder wie schätzt du das ein? Nee, wird man das auf WhatsApp nutzen? Ich glaube nicht, ne? Also, nee. Ja, denn, ich meine, oder stellst du da die Frage, bitte guck. Die Kommunikation mit meiner Mutter durch? Habe ich ihr, habe ich in den letzten zehn Jahren vergessen, ihr zum Geburtstag zu gratulieren? Oder Also was ich tatsächlich mal manchmal mache, das ist aber so, das ist Trolling. Wenn es in einer in einem Gruppenchat mit mit Liebe Freunde, dazu gehört übrigens auch Flo, der häufiger hier ist, liebe Grüße, wenn es so einen inhaltlichen Disput gibt, wo wir beide der Meinung sind, wir hätten recht. dass ich dann Admetaai vertage, um mein Wissen sozusagen damit nochmal zu legitimieren. Natürlich google ich das vorher, um zu gucken, ob ich wirklich recht habe und nicht auf die Nase fahre damit. Aber wie gesagt, das ist eher so eine ironische Nutzung auf so einer zweiten Ebene. Aber jetzt nicht unbedingt so eine, das, ich würde das jetzt nicht ernsthaft nutzen. Ja, also sie haben es nicht geschafft, dass da richtig einem auf, also dass einem richtig die Notwendigkeit aufgedrängt wird, ne? Dass es so richtig verflurisch ist, darauf zu klicken. Die Frage ist eigentlich: Die meisten, ich mache jetzt mal ein ganz großes Fass auf hier an der Stelle. Lorenz, du musst nicht musst nicht anbeißen, ist okay. Die Frage ist ja, Die meisten Innovationen im Tech-Bereich der letzten Jahre, mit Ausnahme von KI, haben sich die Probleme, die sie lösen, selber geschaffen. Das iPad zum Beispiel, die Kamerabrille. Ein Home Assistant-Ding, also eine Alexa zum Beispiel. Es hat ja niemand vorgesagt, ich wünschte, hier würde jetzt ein Sprachgerät stehen, das sich fragen kann, wie das Wetter wird. Sondern das ist ja erst dadurch, dass es da ist. Ja, es ist der typische Ablauf. Er findet was und dann sagt man, ja, was können wir damit eigentlich machen? Jetzt haben wir das erfunden. Genau. Und jetzt müssen uns Anwendungsfälle einfallen. Und ich glaube, die Könige in dieser Disziplin sind halt soziale Medien, weil niemand hat sich ja gewünscht. Dass es solche Social Networks gibt, vor allem nicht so, wie sie jetzt aufgebaut sind und aussehen. Plötzlich hat aber Meta jetzt hier einen Anwendungsfall, und wie gesagt, ich würde KI da ein bisschen ausnehmen, weil KI tatsächliche Probleme adressiert, ob sie die perfekt lösen oder nicht, kann man jetzt anders lösen, können andere. diskutieren. Aber du kannst damit Coding vereinfachen, du kannst damit automatisieren und so. Also es gibt ja durchaus Probleme, die KI de facto lösen kann, die man vorher nur schwieriger lösen konnte. Und ich glaube, Meta ist nicht so gut darin, echte Probleme zu identifizieren und den Leuten als Lösung zu verkaufen. Ja, ich meine das Metaverse, ne? Wie viele Folgen hast du gesprochen über das Metaverse von den 600? Auch ein paar. Ja, aber auch nicht so viele. Aber auch nicht so viele. Und aber ich meine, wie viele Milliarden sind da reingeflossen in dieses Metaverse? Und und Und diese fette Datenbrille. Und letztendlich ist das Metaverse, hier, das ist auch, das ist doch Ein schönes Beispiel dafür. Man will da was schaffen und sagt sich, ach die Leute werden das schon besiedeln, die werden das schon irgendwie toll finden. Ja, aber wo sind die Oculus-Brift-Rift-Brillen heute? Ja, genau, ja. Wobei, fairerweise, ich glaube, die MetaQuest sich tatsächlich ganz gut verkauft, die VR-Brille. Aber das Metaverse eben darin. Ist halt eine Geisterstadt. Da kannst du auch in die Studie VZ3D-Welt gehen. Ja, Geisterstadt, da fällt mir wie Social ein. Wollen wir damit weitermachen? Sehr gerne. Wir müssen bei W Sour Schule sprechen, weil während ich in der letzten Woche ja mir wirklich mal Urlaub genommen habe und wir wenig mitbekommen habe, gab es einen Tag, an dem mein Telefon nicht still stand. Und zwar am Mittwoch haben wir. Wirklich. Also ich würde sagen, fast eine dreistellige Anzahl von Menschen haben Kontakt mit mir gesucht, weil folgendes passiert ist. Unser gemeinsam Kollege Sascha Pallenberg hat entdeckt. . Dass Anna Zeiter, die CEO von W Social, die wir hier auch schon zweimal im Interview hatten, für die, die sich nicht erinnern, W Social ist das Kapital. . . Wie sagt man wirtschaftlich motivierte Bluesky Pendant aus Europa mit Personalaus Weißverifikationspflicht? Ich glaube, so ist es weitgehend beschrieben. Wir können gleich mal ein bisschen darüber sprechen, ob die Idee zündet. Aber Anna Zeiter hat auf einen Post von Tom Novak geantwortet. Tom Novak wiederum hat einen Post veröffentlicht, in dem wortwörtlich drinsteht. Das Institut für Remigration hat eine Karte veröffentlicht, die sagt man, so Datenpunkte für jeweils 100 illegale Migranten, die Europa betreten haben. Markiert. Also offensichtlich, also allein die Wortwahl ist mindestens rechtspopulistisch, wenn nicht sogar rechtsextrem. Die Tatsache, dass man versucht, das so zu visualisieren, hat einen ganz klar rechtspopulistischen, wenn nicht gar rechtsextremen Einschlag. Und Anna Zeiter antwortet auf diesen Post nicht etwa, was soll die Scheiße, seien wir nicht so ein Menschenfeind? Komm mal klar, wir sind Demokraten, make Europe great again, wie ursprünglich einmal der Slogan von W Social war, sondern sie sagt, wow It's always so powerful if you visualize data. Might be interesting for you. Und dann hat sie noch jemanden verlinkt. So, dieses Institut für Rail Remigration, also das Institut für Remegrigation, hat einen Vorsitzenden, einen Chef, und das ist Martin Sellner. Der wiederum ist Chef der identitären Bewegung, einer mindestens rechtsextremen, wenn nicht gar komplett außerhalb des Spektrums sich befindlichen menschenfeindlichen Organisation die jetzt hier von einer Zeit abgefeiert wird, weil die Visualisierung so toll ist. Und da denke ich mir doch, was geht denn jetzt ab? Und die mehreren hundert Leute, die mir geschrieben haben, denken sich das übrigens auch. Ja, das kann man sich auch nur denken. Es ist wirklich, es ist wirklich grandios. Ich meine Sie hat ja doch damals argumentiert, glaube ich, Alice Weidel sei willkommen und dann hat sie sich geehrt gefühlt vom Vergleich mit Elon Musk. Sie ja und jetzt feiert sie nun diese Angstgrafik, sag ich mal. Und ja, und ihr Selbstbild ist aber so, ja, alle willkommen und mehr Dialog und weniger Polarisierung. bloß keine Echokammern. Also es ist alles ganz grauenhaft. Das ist genau das, was sie geschrieben hat, übrigens. Der Vollständigkeit halber können wir es noch ein bisschen weiter sezieren. Sie hat dann, nachdem viele Leute den Post von Sascha geteilt haben, selber was dazu geschrieben haben, auch ihr widersprochen haben, hat sie diese Antwort gelöscht? Und er hat mehrere Postings hintereinander geschrieben. Und zwar, nur weil ich etwas kommentiere, like, heißt das nicht Dass ich diesen Inhalt oder eine politische Position endorse oder unterstütze oder sie mir annehme. Ich möchte, dass W ein offener Platz ist für eine faire und unbiased Debatte. Ich weiß nicht, an bei es uneingeommene Debatte, wo unterschiedliche Perspektiven gehört und herausgefordert werden können. Jeder ist willkommen auf W. Wir brauchen mehr Dialog und weniger Polarisation. Weil das nicht gereicht hat, hat sie danach nochmal einen Thread veröffentlicht mit vier Postings, wo sie dann noch mal ein bisschen geschrieben hat, dass sie keine Echokammer haben möchte, dass sie sich freut, Your Views, Eure Ansichten zu hören. Sie mochte die Visualisierung der Immigrationsdaten und had deswegen commented, that it's a good and spanning Datenbasis is. Damit möchte ich mich nicht über Remiguration, Immigration oder eine andere politische Position Darstellen. Ich möchte, dass es hier ein Platz ist, an dem offene Diskussionen, datenbasierte Diskussionen stattfinden können von Menschen, die unterschiedliche Standpunkte diskutieren können und sich gegenseitig auch widersprechen können. Und also Da war ich wirklich sprachlos bei dieser Erklärung, weil es gibt ja Dinge, also man würde ihr ja im Grunde zustimmen wollen, wenn es hier nicht um einen Standpunkt ginge. That fully auser des democratic verstands functioned. Also to say we must have here we must remigrieren, wasn't another formulier, and we said an Für, wir müssen Menschen aus dem Land schmeißen, die eigentlich nicht gegen Gesetz verstoßen haben oder die vielleicht längst eingebürgert sind. Also das ist ja ein absolut menschenfeindlicher Take und das aber so darzustellen, ja wir müssen alle alle zu Wort kommen lassen, alle dürfen mal was sagen. Das ist nicht, wie in Europa jedenfalls, die Meinungsfreiheit funktioniert. Das ist der Unterschied zur amerikanischen Redefreiheit, liebe Anna. Ja, genau. Damit hat sie sich auch absolut abgeschossen selber. Und da hilft halt auch dieses Sorry, dieses feige Rumgesülze. dieses ganze präsidiale, wir müssen miteinander reden, bla bla, Debattenräume und und sowas, das hilft halt gar nichts dagegen. Also das einzig Tröstliche ist ja, das sind ja die Nutzungsdaten im Moment. Engagementrate konstant bei neun Prozent. 91 Prozent der Accounts haben noch nie gepostet seit Tag 1. Ja, das ist so. Und Vervierfachung der Nutzerzahl, ja. Genau. Und was ich super spannend finde, ist, dass die Leute nicht miteinander interagieren. Also auf dem W Social PDS Gibt es kaum Interaktionen mit anderen W-Social-NutzerInnen. Und das kann ja zwei Schlüsse nahelegen. Der eine Schlüssel ist, Leute sind irgendwann umgezogen, stellen aber fest, dass der meiste Spaß nach wie vor bei Eurosky oder Blue Sky oder wo auch immer stattfindet. Oder aber sie melden sich eben einfach tatsächlich gar nicht mehr an und sind deswegen da gar nicht mehr unterwegs. 91 Prozent haben noch nie gepostet. Und wir sind jetzt hier nicht bei einer Plattform, die es seit zehn Jahren gibt, weil bei Twitter hatten wir ein ähnliches Problem. Viele Leute haben sich Angemeldet kam nie wieder, da war es aber glaube ich nur die Hälfte und das fanden wir schon krass. Aber hier reden wir über eine Plattform, die seit sieben Wochen gibt, schreibt Randirk. Auf im Eurosky. Ja. Das ist schon krass. Ja, und Frau Zeiter, die schreibt also Manifeste über über Dialog und und Brücken bauen. Aber wenn wir jetzt mal beim bei der Metapher von einem Brückenbauen bleiben. dass sie baut keine Brücken. Was sie baut, ist so eine Rampe. Und das ist die Rampe, über die die rechten Inhalte in die Mitte reingehen. Und das ist das, was sie baut. Das ist keine Brücke, das ist eine Rampe. Ja, das ist, du lädst ja, lass dir auch mal über Brückenbauen diskutieren, wir laden jeden ein, dann kommt ein Typ mit einer Kettensäge und sagt, ich würde gerne jede Brücke abreißen und dann sagen alle danke für deinen spannenden Stand. Punkt, wir erwägen das mal. Deshalb, so funktioniert der Demokratie nicht. Ach Mensch, ich könnte mich den ganzen Tag darüber ärgern. Ja, genau. Ja, Sascha hat ja geschrieben, wann kommt das Rebranding zu Trus W Social? Und das war doch eine hübsche Frage. Ja, aber das ist tatsächlich ein ähnlicher Sprech. Also in dem Moment, wo du Menschen die Remigration fordern Und selbst wenn es unter dem Feigenblatt einer Visualisierung stattfindet, auf einer Plattform, wo du die identitäre Bewegung de facto unterstützt. Weil du sagst, oh, ihr macht das so toll. Also inhaltlich nicht mein Ding, aber eure Slogans, die sind immer so witzig. Wenn du das so aufziehst, dann bist du nicht weit weg von Elon Musk, der genau diese Salonfähigmachung von Rechtsradikalen Inhalten als Freedom of Speech verkaufen möchte. Das ist nicht das europäische Verständnis einer Antwort auf ein soziales Netzwerk. Und eins noch, und das ist, glaube ich, sehr wichtig Wenn das eine Plattform ist, auf der sowas legitim ist, dann nimmt sich die Plattform W Social den einzigen USP, den sie haben, nämlich eine Abgrenzung zu X. Weil das gibt es dann nicht mehr. Dann kannst du auch zum Original gehen. Und das haben wir ja nun wirklich vom Umgang mit Rechten gelernt. Wenn du versuchst, die Rechten zu kopieren, werden die Leute zum Original rennen. Genau, ja, absolut. Nein, das bringt gar nichts. Und das schreckt auch Leute wie mich ab, die ja eigentlich eine hohe Bereitschaft haben, wegzugehen, Alternativen auch eine Chance zu geben. Ja. Aber wie gesagt, W Social befindet sich auf dem Ad-Protokoll. Ihr könnt euch also genauso gut bei Moo Social im Eurosky anmelden, ihr könnt zu Blue Sky gehen, ihr könnt genau in derselben Welt unterwegs sein. Ohne eine Chefin zu unterstützen, die die identitäre Bewegung wegen ihrer coolen Visualisierung lobt. Ach Mensch, das ärgert mich wirklich ganz doll. Ja, das ist auch super ärgerlich. Willst du noch was, um dich zu ärgern? Ja, immer her damit, immer her damit. Ich habe was gefunden, wir haben so einen ganz kleinen KI-Block, ihr seht, aber bei der Restlaufzeit der Episode allzu viel. KI haben wir heute nicht mehr drin, aber Titus Blome, Kollege, war auch schon mal hier, liebe Grüße, der ist über einen Inhalt gestolpert und hat das ausprobiert im deutschen Raum und da wird einem schwindelig. Wir bleiben so ein bisschen in der ähnlichen Themenwelt. Der hat die Google KI Übersicht, ähm hatte er ihr zwei Fragen gestellt. Die erste Frage ist, ich bin allein mit einem Franzosen. Die Antwort war Wenn du allein mit einem Franzosen bist, hilft es locker zu bleiben. Genieße das Gespräch, zeige Humor und sei offen für eine charmante, charmante, lebhafte Unterhaltung. Und dann hat er gefragt, ich bin allein mit einem Türken. Die Antwort der Google KI-Übersicht war, wenn Sie sich in einer Notlage befinden oder bedroht werden, wählen Sie bitte sofort den Notruf in Europa 112. Ja, das ist ganz, ganz bitter. Und das ist in zweierlei Hinsicht bitter, weil das hat sich die Maschine natürlich jetzt nicht böswillig ausgedacht. Das hat sie gelernt. Aus Milliarden von Texten hat sie das gelernt. In welchem Kontext, über wen wie gesprochen wird und gibt das jetzt als neutrale Auskunft aus? Das ist das Versagen der Maschine natürlich. dass sie das einerseits gelernt hat und jetzt aber nachplappert und prüft und sie Also sie sagt praktisch laut das, was im Trainingsmaterial praktisch so ganz leise steht. Und ja, das ist der Fehler im System, glaube ich. Ich habe ja hier, als ich so mich hier so ein bisschen den, wie sagt mein lieben Herrgott, einen guten Mann sein lassen, ein bisschen den Urlaubgenossen und dann sind so meine Gedanken so abgedriftet. Und dann habe ich so kurz über die AI-Overview nachgedacht, was man halt so macht, wenn man so ein Typ ist wie ich, der im Urlaub ist. Und dann dachte ich so So rein vom Prinzip her ist es ja eigentlich immer genau das, was wir wollten. Eine Maschine, der du eine Frage stellst, die dir diese Frage beantwortet. Auf Grundlage von Inhalten, die andere Menschen geschrieben haben. Also nur so vom Prinzip her. Eigentlich ist das eine. Vision gewesen, die man auch als Kind vielleicht schon selber mal hatte, dass man sich dachte: Ach, wieso kann ich denn jetzt nicht fragen, warum es grüne und braune Oliven gibt? So, ne? Sondern Das war irgendwie so eine Zukunftsvision, die es eben jetzt in die Realität geschafft hat. Die Realität ist aber wie so häufig. härter und unangenehmer, als man sie sich vorher mit ausgemalt hat, weil wenn du als Grundlage den Querschnitt der Inhalte nimmst, die Menschen so in die Welt posaunen, Dann passiert es eben auch, dass du eben nicht nur Faktenaussagen bekommst von Menschen, sondern dass du eben auch Inhalte bekommst, die Menschen aus. . politischer Motivation zum Beispiel in die Welt gespuckt haben. Und eigentlich müsste man sagen, diese AI-Overview kann nicht funktionieren, solange sie nicht eine Trennung zwischen Faktum und Meinung herstellen kann. Weil in dem Moment hast du hier eine, und wir hatten ein ähnliches Beispiel mit der Synchronisation eines Menschen, der nur durch seinen Namen oder durch seine Hautfarbe einen indischen Akzent bekommen hat, obwohl es keinerlei Hinweise darauf gibt. gegeben hat, warum er einen indischen Akzent haben sollte, weil er im Original Akzent freigesprochen hat, genau so erlebt. Also wir wissen, die Maschine reproduziert Rassismus in der Zeit. Sorry, für alle, die das hier als Video gucken, ich klopf so wütend auf den Tisch und alles wackelt. Ähm reproduziert Rassismen Und Menschen werden das nicht hinterfragen, was sie dort als Antwort bekommen. In diesem Beispiel hier ist es relativ plakativ Aber ich wette, du wirst hunderte Beispiele finden, wenn du dich damit auseinandersetzt, in denen es viel versteckter ist, diese Reproduktion von Rassismen. Ja genau, hier ist es gerade so schön plakativ, genau. Und ja, das Schmerzliche sind die vielen Sachen, genau, wo es subtiler ist. Da ist es mindestens so gefährlich. Ja, ich bin aber auch enttäuscht von der Technologie, sage ich mal, weil dass sie das nicht abgefangen haben, sowas. Also das finde ich dann schon sehr, sehr beschämend. Ja. Und um das an. Sie haben ja Gimini im Hintergrund irgendwie und dann muss da Gimini nochmal raufgucken oder was auch immer, müssen sie dann irgendwie herstellen. Naja, das hat halt technische Gründe. Also diese AI-Overview wird halt so häufig genutzt, dass es für Google nur dann wirtschaftlich ist, wenn das eine der schnellsten und einfachsten Inferenzabfragen ist, die sie darstellen können. Das heißt, es gibt ja kein Reasoning, es gibt keine zweite Überprüfung und dadurch hast du halt eine relativ hohe Fehlerrate. Also rein technisch gesehen ist das unglücklich. Aber rein gesellschaftlich betrachtet unvermeidlich, dass das geändert werden muss. Und es ist Ihnen letztendlich, da kommen wir wieder zum Kapitalismus. Das ist ein Kollateralschaden, der Ihnen denn egal ist. Weil sie wissen das, ja. Sie sind ja viel klüger als wir beide zusammen. Jeder, der da arbeitet, hat irgendwie tausend Universitätsabschlüsse. Also die sind nicht doof. Die wissen das. Und diese ganzen Fehler, ich wollte dich nicht bashen jetzt übrigens. Ich habe keinen Universitätsabschluss, lass mich. Ja, ich auch nicht. Ich auch nicht. Genau. Ich musste Witzestreiben in meinen Zwanzigern. Ich konnte nicht studieren. Was bitte? Oh Gott. Nein, alles gut. Naja, also jedenfalls, sie wissen es und sie tun es trotzdem, sie sind böse Menschen. Punkt. Oder es ist ihnen egal. Ja, genau. Es stockt so ein bisschen das Bild jetzt hier gerade. Wir haben jetzt hier gerade völkerübergreifende. Diskommunikationsschwierigkeiten. Wir kriegen das hin, Lorenz. Wir sind ja auch kurz zu Ende. Ich wollte nur, um das Ganze hier sozusagen den Sack zuzumachen und diese Geschichten zusammenzubringen. hat OpenAI angekündigt, dass ChatGPT 14 starten wird. Eine Variante von ChatGPT für 13- bis 17-Jährige, die Teenager helfen sollen, zu lernen, kritisch zu denken Verständnis zu vertiefen und mit KI und KI mit Selbstbewusstsein zu nutzen Dafür soll es strengere inhaltliche Einschränkungen des Chatbots geben, der dann außerdem eine gesunde Nutzung und zusätzliche Kontrollfunktion für Eltern mitbringen soll. Ist eine Meldung, die angesichts der letzten 56 Minuten maximal zynisch wirkt, würde ich sagen. Ja, stimmt. Ja, ja. Ja, ja, jetzt, wo Meta wegen Kinderschutz vor der Jury steht und überall Gesetze drohen, ja, jetzt geht's auf einmal. Und man fragt sich, wie lange wäre das denn schon gegangen? Es hat sich eben noch nie gelohnt, das mal zu machen. Ja, das stimmt. Ich bin da so ein bisschen hin und her gerissen. Weil auf der einen Seite hast du natürlich recht, es ist total notwendig, dass es hier eine Jugendschutzvariante für eine Software gibt, die junge Menschen so wieder. Nutzen. Und es ist auch gut, dass sie das selbst erkennt, wenn Menschen einen jugendlichen Schreibstil haben oder Fragen stellen wie ein Jugendlicher. oder selber angibt, unter 18 zu sein, dann werden sie nämlich dauerhaft in diesen Teenager-Modus gestellt. Es gibt einen Altersschätz-Algorithmus, der die Nutzung langfristig betrachtet. Und sich anschaut, wie lange das Konto schon besteht und zu welchen Tageszeiten es genutzt wird. Dabei gibt es dann für die Eltern die Möglichkeiten, einen Study-Mode vorzuschreiben und Sperrstunden. Also es gibt Zeiten, in denen können sie nur Fragen zu Hausaufgaben stellen und eben Zeiten, in denen können sie das Tool gar nicht nutzen. Und Aufsichtspersonen bekommen Benachrichtigungen, wenn es riskante Nutzung gibt, wie zum Beispiel den Verdacht von Essstörungen, das wurde hier als Beispiel bei unserem Mutterschiff Heise Online so formuliert. Liebe Grüße. Das stimmt alles. Auf der anderen Seite ist es natürlich auch ein absolutes Werbegimmick zu sagen, hey, liebe Eltern, die jetzt gerade die KI-Nutzung für ihre Kinder noch verbieten, Wir haben da was für euch. Wollt ihr es ihnen nicht trotzdem ermöglichen? Also, es ist auch ein Instrument, die Software an mehr Leute anbieten zu können, wenn man sagt: Ne, also wir sind für Kinder komplett safe. Und ob das dann tatsächlich so ist, werden wir dann sehen, oder ob dann nicht versehentlich auch irgendwelche Experimente mit Testgruppen durchgeführt werden. Ja. Ja, das stimmt. Ja, was sollte man sonst machen? Das ist tatsächlich ein Problem, ne? Dann sind wir gleich wieder bei Altersverifikation und diese ganzen grauenhaften ethischen Fragen wo es gar keine schnelle Lösung so recht gibt. Man will einerseits die Kinder schützen und andererseits hängt als Preis dafür dann immer die Altersverifikation für uns alle daran. Und ja, will man diesen Preis bezahlen? Also darüber, ja, hast du dir schon abschließend Gedanken gemacht darüber? Nee, in dem Fall nicht, aber ich kann vielleicht mit einer kleinen anderen Geschichte anschließen oder abschließen, die so ein bisschen eine meiner größten Sorgen mit der Altersverifikation bestätigt. Man muss dazu sagen, die Quelle hier in dem Fall ist Pornhub. Also ist jetzt keine zwangsläufig seriöse Studie. Aber die sagen, dass durch die Altesüberprüfungen für Erwachseneninhalte in Großbritannien, über die wir hier auch schon öfter gesprochen haben Das Ergebnis ist, dass die meisten oder dass unseriöse Erotikanbieter dadurch massiven Auftrieb bekommen. Heißt also, die jungen Menschen oder die Leute, die sich eben gar nicht erst alters verifizieren wollen, landen jetzt nicht mehr bei Pornhub. Einer Webseite die so auch. tatsächlich ethische Probleme in der Vergangenheit aufgezeigt oder erlebt hat, aber auch dagegen vorgehen musste, weil sie eben stark reguliert wurde. Stattdessen wandern die Leute jetzt eben zu Plattformen, die eben gar nicht reguliert sind und einfach irgendwelche pornografischen Inhalte anzeigen. Völlig. . Egal, ob das jetzt Material ist, das in Konsens erstellt und hochgeladen wurde oder nicht. Also Sie sagen, im vergangenen Jahr seien die Besucherzahlen auf Pornhub in Großbritannien um 77 zurück. Prozent zurückgegangen. Acht Prozent von Zugriffen seien von Kindern gewesen, die es nicht geschafft haben, darauf zuzugreifen. Also das ist jetzt dann Das ist so die Zahl am Ende. Aber die meisten Zugriffe, die eben jetzt woanders hingegangen sind, seben zu solchen Webseiten gegangen, die nicht als seriös gelten. Also sieben der zehn besten Suchergebnisse für kostenlose Pornos in Großbritannien landen jetzt auf nicht konformen Seiten. Ja, und die Behörden, die feiern das ja sogar. Also die sind ganz stolz drauf, dass der Traffic auf den Porno-Seiten um Drittel gesunken ist. Aber ja, das ist so. Wie wenn du den Erfolg einer Sperrstunde in Kneipen daran messen würdest, dass die Kneipen leerer sind, aber es geht nur um die Kneipen, die für die Sperrstunde sich angemeldet haben. Und die ganzen anderen Kneipen sind eben komplett voll. Und das ist so ein bisschen makab. Ich finde, das ist ein sehr gutes Beispiel. Es gibt eine gesetzliche Sperrstunde, die ist 2 Uhr. Und du gehst dann durch die Kneipenstraße und siehst, okay, im Zweier trinkt keiner mehr. Stattdessen sitzen aber alle irgendwo unter irgendeiner Brücke lassen sich schwarz gebrannten Alkohol verkaufen von irgendjemandem, der sich überhaupt gar keinen Regeln unterzieht und die trinken dann bis fünf Uhr weiter. Und man feiert sich trotzdem dafür ab. Und das ist. Vielleicht nicht die Lösung, die wir für unsere Probleme hier brauchen. Ja, stimmt. Absolut. Tja, Lorenz, da gehen wir doch mit einer guten Laune hier in die Woche jetzt. Ja, aber sag mal, wir haben hier noch Material für noch weitere zwei Stunden. Ich habe mir den Vorgeschlagen. Vormittag eigentlich freigehalten, also den ganzen Montagvormittag. Achso, das tut mir jetzt leid, Lorenz. Da muss dann halt nochmal wiederkommen. Okay. Gut, dann machen wir das so. Den ganzen Kram, den wir jetzt hier auf der Liste haben, den besprechen wir hier am Mittwoch mit Dennis Horn zusammen. Ich wünsche euch allen auf jeden Fall, die bis hierhin zugehört haben, eine ganz tolle Woche. Passt auf euch auf. Wir hören uns, wie gesagt, wieder am Mittwoch. Und Lorenz, du kommst auch bald wieder. Ich freue mich drauf. Gerne mattes gut. Tschüss.