Elon Musk will alte Microservices zurückholen. Das passt doch ganz gut zu seiner Aussage, die Microservices abzuschaffen, oder? Aber wenigstens gibt es obendrein als Gimmick: Noch ein paar neue Microservices. Und wem das jetzt zu kompliziert ist… naja, sorry.
Transkript
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00:01 Intro
Haken dran, das Social Media Update der CT.
00:06 Gavin Karlmeier
Grüß dich, Gavin. Hallo Dennis.
00:09 Dennis Horn
Und? Wie stehen die Aktien? Marktkonform.
00:17 Gavin Karlmeier
Ja, bei mir nicht. Ich möchte eine Vorwarnung aussprechen. Es kann sein, dass jeden Moment in diesem Raum, in dem ich mich aufhalte, wild gewordene Volontärinnen und Volontäre einfallen, des Kurses, den ich gerade parallel gebe. Heute ist unser großer Tag. Und die zeichnen es heute auf der Toilette auf. Ja, vielleicht passiert heute aber auch nichts. Und dann gehen wir alle ganz glücklich aus diesem Podcast hier raus.
00:44 Dennis Horn
So ist es. Ich möchte mit dir über die ARD sprechen. Sagt ihr das was?
00:51 Gavin Karlmeier
Also überwältigt gewordene Intendantinnen und Intendanten statt der Wolencewehren.
00:56 Dennis Horn
Ja, exakt. Also es gab eine Sitzung der eben genannten. In Bonn. Und alles, was in Bonn entschieden wird, hat ja immer große Tragkraft fürs ganze Land, wie wir wissen. Und eine Bundesstadt. Genau, die einzige Bundesstadt. Und derhalb gibt es so Commitments, auf die man sich geeinigt hat, wie zum Beispiel, dass die Social Media Accounts der Auslandsstudios eingestellt werden, dass inaktive Accounts abgeschaltet werden. jetzt ehrlicherweise vermutlich erstmal kurzzeitig mehr Ressourcen kostet als der Weiterbetrieb. Aber ein Satz, der da in diesem Beschluss den er selber auf LinkedIn veröffentlicht hat, also Kai Gnifke.
01:33 Gavin Karlmeier
Kai Gnifke, der ARD-Vorsitzende.
01:36 Dennis Horn
Exakt. Den würde ich gerne einmal hereinschmeißen, nämlich die Formulierung: Auf Twitter werden nur noch reichweiten starke Dachmarken auftauchen. Und die spannende Frage ist ja erstmal so ein bisschen, was heißt das?
01:50 Gavin Karlmeier
Ja, das kann vieles heißen aus ARD-Perspektive. Wenn das die große ARD-Perspektive ist, würde Reichwarten starke Dachmarken. Also ich weiß es nicht. Ich habe im Haus Bisher noch nichts zu diesem Beschlüssen näher gehört. Aber dann würde das heißen, so die großen Dickschiffe, weißt du, so Tagesschau, Wortschau. Und so weiter. Aber reichweiten starke Dachmarken werden möglicherweise auch nochmal auf Ebene der einzelnen Landesrundfunkanstalten betrachtet. Und dann sind das so die großen Radiosender vielleicht noch, einzelne große Sendungen dort oder die Nachrichten-Accounts, zum Beispiel vom WDR, WDR aktuell wäre das dann. Also da bin ich nochmal sehr gespannt, was das so in der konkreten Umsetzungen bedeutet und meint. Aber es passt natürlich ganz interessanterweise in diese Zeit. Also die ARD hat E beschlossen, mal so zu konsolidieren, welche Social Media Kanäle machen wir weiter, welche nicht. Wo lohnt es sich, diesen Aufwand reinzustecken? Das ist eh in der ARD gerade Thema. Wie werden wir mit weniger Dingen schlagkräftiger? Und das trifft natürlich aber gerade richtig gut die Twitter-Debatte. Und das wird natürlich am Ende bedeuten, dass eine ganze Reihe von Accounts Es bald dann nicht mehr geben wird.
03:15 Dennis Horn
Mhm. Und ihr hättet zumindest mal auf Twitter betrachtet oder fokussiert, ist das ja eigentlich eine Entscheidung, die sehr in den Zeitgeist passt? die sehr in das passt, dass wir hier auch nicht müde werden, ja zu predigen, mal zu überlegen, wen erreiche ich da eigentlich gerade, hilft uns das noch, macht das Sinn? was wir da tun. Und dementsprechend gefällt mir dieses Wort Dachmarke ganz besonders, weil ich das Gefühl habe, man kann natürlich das auch so verwenden, wie du es auslegst und sagst, naja, am Ende ist auch der Radiosender eine Dachmarke. für andere kleine Marken. Man kann es aber auch jetzt mal im Großen und Ganzen betrachten und sagen, eine Dachmarke kann aber auch alles Umfassende sein, was andere Marken einschließt, sozusagen. Mit dem kleinen Attribut Reichweiten stark, wird der Kreis derer Accounts, die dann eigentlich noch übrig bleiben, nochmal ein bisschen kleiner. Und das könnte tatsächlich eine Aussage mit großer Wirkung sein, finde ich.
04:11 Gavin Karlmeier
Übrigens ganz interessant, also wenn wir so diese Wechselwirkung mit Twitter betrachten, ich finde ja die Argumentation, in der steckt ja auch immer, Twitter bringt uns dann in bestimmten Fällen nichts. Und jetzt so für die Perspektive, über die wir hier im Podcast immer sprechen, finde ich diese Argumentation für Twitter ja noch gefährlicher. Das ist ja so ein bisschen wie das schwedische Radio, das ja auch Dann jetzt die Twitter-Präsenz erstmal auf Eis gelegt hat, die ja auch nicht argumentiert haben, uns gefällt das hier journalistisch nicht. Sondern die, da haben wir ja drüber gesprochen, einfach gesagt haben, Twitter ist nicht mehr relevant für uns. Das spielt keine Rolle in unserem Mix an Ausspielwegen mehr. Und das ist ja die eigentlich für Twitter gefährlichere Argumentation, nicht wahr? Ja, natürlich, weil das auch so eine
05:03 Dennis Horn
Das ist so ein bisschen Twitter so in den Bereich sonstige Parteien legen. Twitter verschwindet plötzlich in so einem grauen Klumpatsch aus Dingen, die man halt links liegen lässt. Und das ist klar für Twitter die viel gefährlichere Argumentation, weil dagegen anzukommen, ist ja viel schwieriger zu sagen, wir arbeiten daran, unser Vertrauen in die Marke wieder aufzubauen oder euer Vertrauen in unsere Marke wieder aufzubauen. Wir arbeiten daran. dass ihr euch wieder sicher fühlt, ist deutlich einfacher, als daran zu arbeiten, dass Twitter wieder relevant ist, weil der Weg in die Relevanz Führt ja darüber, dass die Sicherheit sowieso schon gegeben ist. Und wenn die nicht mal mehr da ist, dann kommst du in die Relevanz ja gar nicht erst. Das heißt, das ist eigentlich ein viel weiteres Ziel, eine gesellschaftliche Relevanz zu erreichen. Und die Twitter abzusprechen, bedeutet eigentlich, das war es für uns, wir kommen auch nicht mehr wieder.
05:52 Gavin Karlmeier
Warten wir mal ab, was für Kriminelle das dann am Ende auch tatsächlich sein werden, die dann verschwinden.
05:57 Dennis Horn
Ja, auf jeden Fall super spannend. Ich finde aber überhaupt die grundsätzliche Überlegung auch für alle, diesen Schritt mal zu machen und zu überlegen, was. Bringt Twitter eigentlich gerade so aus, nicht nur, also jetzt nicht nur zu überlegen, sind wir hier noch sicher? . So, die Frage kann man, glaube ich, nicht mehr so richtig gut mit Ja beantworten. Und die Frage stellt sich aber offenbar auch. stellen sich zu wenige gerade, aber einfach mal so sich nochmal in sich zu gehen als Unternehmen oder als meinetwegen auch nur als Social Media Abteilung, Management. Und zu überlegen, bringt Twitter denn eigentlich die Effekte, die es bringen sollte? Also nehmen wir zum Beispiel aus Gründen, aus distributiven Gründen in Kauf. ein Sicherheitsrisiko einzugehen, weil wir dadurch aber Reichweiten erzielen, die wir vielleicht sonst nicht hätten oder so. Diese Frage sich mal zu stellen, das kann sich, glaube ich, gerade mal lohnen, weil man dann ja auch immer über den Weg geht Vor allem in Relation dazu, wie viel Arbeit wir da gerade reinstecken. Extra. Und dann über diesen Weg kommst du relativ schnell auch zu der Überlegung. Vielleicht lassen wir es auch mal ganz grundsätzlich sein mit Twitter, gar nicht nur wegen Elon Musk, sondern vielleicht auch Naja, weil das halt nichts bringt. So, und ich glaube, das würde viele Marken zu diesem Schluss kommen. Zu einem Schluss kommt auch, Vorsicht, eine Dennis Horn-Überleitung. Zu einem Schluss. Zu einem Schluss kommt auch die Benutzung der Twitter-Suche für nicht angemeldete NutzerInnen. Was hast du gesagt? Entschuldigung, ich konnte dich gerade nicht hören.
07:21 Gavin Karlmeier
Red weiter. Super.
07:24 Dennis Horn
Nee, also es ist so, wenn du nicht eingeloggt bist auf Twitter, dann kannst du die Suche jetzt gar nicht mehr benutzen. Das wurde so in erster Stufe vor einiger Zeit, wir haben vor ein paar Tagen da schon mal darüber berichtet, schon zumindest für die erweiterte Suche schon abgeschafft. dass du eingeloggt sein musst, jedenfalls, um sie zu benutzen. Jetzt gilt es für die komplette Suche. Und das ist krass, weil das irgendwie dazu führt, dass auch so diese ganzen Klickschleudern, die sich hinsetzen und einfach nur Artikel bauen aus Tweets. Dass Sie sich jetzt zumindest dafür einloggen müssen. Ich könnte mir vorstellen, dass das schon eine Veränderung auch in den kleinen Workflows mit sich bringt, mal abgesehen von den ganz großen Überlegungen darüber, wie zum Beispiel hier Daten abgesaugt werden.
08:02 Gavin Karlmeier
Ich finde das interessant, so vor dem Hintergrund der Frage, über die wir mal gesprochen haben, welche Barrieren zieht Twitter da eigentlich ein? Also die strengste Barriere ist ja zu sagen, das ist eine Funktion, die steht nur Twitter Blue-AbonnentInnen zur Verfügung. Und da gibt es ja zum Beispiel schon solche Dinge wie Werbeschaltungen, darfst du nur machen, wenn du bei Twitter Blue bist. So. Na, die nächste Barriere scheint dann jetzt zu sein, geht nur nach Login. Und ich würde das Vor allem vor dem Hintergrund der KI-Diskussion sehen und des KI-Trainings. Also dort, wo die Suche einfach hinter die Login-Wall gelegt wird. Gibt es hier einen Begriff Log-in-Wall? Hinter das Login gelegt wird, das reicht ja. Dort lassen sich natürlich auch wieder die ganzen Daten nicht so einfach abgreifen, massenhaft. Ja, man konnte natürlich auch irgendwie so ein System, wenn es schon so eine Twitter-Schnittstelle jetzt nicht mehr gibt. Oder die viel Geld kostet, dann kann man natürlich auch so ein System programmieren, das sich in Anführungszeichen verhält wie ein normaler Nutzer und Twitter einfach durchsucht, um diese an diese ganzen Daten ranzukommen und das jetzt auch schwieriger zu machen. finde ich, kann man auch vor diesem Hintergrund der KI-Diskussion noch sehen.
09:18 Dennis Horn
Ja, 100 Prozent. Ich finde das spannend, diese Barrieren, weil das ja so eine Frage der Also vermutlich, idealerweise ist das so, was ich jetzt sage, dass Twitter sich genau Gedanken macht, welche Anreize setzen wir für welchen Impuls, um dazu. um den Effekt auszulösen, dass sich möglichst viele Leute anmelden und dann auch noch bezahlen. . . Und das Verlagern der Suche hinter diese Login-Wall. Ist eine relativ einfache Entscheidung, um Leute dazu zu bringen, sich einzuloggen, zu registrieren und die Leute, die Twitter regelmäßig benutzen, auch dazu zu nötigen, quasi zählbare NutzerInnen zu werden. Also ich glaube, dass das auch durchaus eine Entscheidung unter diesem Marketinggesichtspunkt sein kann, weil wir unterstellen müssen, dass Leute abziehen oder verschwinden gerade.
10:06 Gavin Karlmeier
Müssen wir mal gucken, wie das weitergeht, weil natürlich da auch die Frage dran hängt, ist Twitter erfolgreich? Auch wenn viele Dinge nur hinter der ersten Barriere liegen oder wie viele Dinge muss Elon Musk hinter die zweite Barriere ziehen, nämlich dieses Twitter Blue-Abo. Um überhaupt eine nennenswerte Zahl an Nutzerinnen und Nutzern zu gewinnen, die da bezahlen und einen Erfolg mit der Strategie zu haben. Und bisher sieht das ja alles nicht gut aus. Also, ich kann mir schon vorstellen, dass da noch weitere Schritte kommen. Dinge so hinter die Abo-Wall zu legen bei Twitter, um einfach überhaupt irgendwie Geld zu verdienen. Also das sieht für mich einfach Also das ist zwar ein strategischer Gedanke, den man sich dann machen muss, was kommt hinter welche Barriere, aber ich glaube, die Notwendigkeit wird eher nur noch steigen. Dinge hinter die zweite Barriere zu ziehen.
10:58 Dennis Horn
Ja, 100 Prozent. Und dann sind wir da, wo wir ganz am Anfang mal waren. Wir hatten mal Gerüchte und da haben wir, glaube ich, das erste Mal über genau dieses Thema gesprochen, Folge. Neun oder so, nagelt mich nicht drauf fest, könnte auch 17 gewesen sein. Da haben wir nämlich genau darüber diskutiert, nämlich dieses Gerücht, das es damals gab, dass die Anzahl der Tweets, die du ohne Twitter Blue am Tag schreiben kannst, dass die limitiert wird. Und dann eben aber auch die Frage, was ist eigentlich der Anreiz, für den man eigentlich Geld nehmen kann bei Twitter? Also willst du die Leute bestrafen, die Twitter mit Content versorgen? Oder willst du die Leute bestrafen, die den Content versorgen Von Twitter nutzen oder ihn konsumieren.
11:36 Gavin Karlmeier
Und schon allein interessant, dieser Begriff, den du hier nutzt, Bestrafung. Also, wenn das schon als solch empfunden wird, was da passiert. Und nicht als ein Geschäftsmodell, das für dich auch in irgendeiner Form Vorteile hat als Nutzer oder als Nutzerin, dann läuft da ja schon was grundlegend falsch einfach.
11:54 Dennis Horn
Ja, ich glaube, das Problem ist so ein bisschen dieses Lolli-Problem. Wenn du dem Kind den Lolli nie in die Hand drückst, dann wird es auch nicht weinen, wenn du den Lolli selber isst. Weil das Problem ist ja, es gibt ja immer wieder so Tools, wir haben ja über die Ring-Geschichte gesprochen, Ring in diese Homestead. Secure-Anbieter für Smart Homes, die angefangen haben, bestehende Features hinter einer Abo-Wall zu setzen und dazu ihre ganze Nutzerschaft verprellt haben. Und dagegen siehst du aber Unternehmen, die das anders machen, die ihr Basismodell weiterhin gratis behalten. Und Features auf eine Premium-Ebene stellen und sagen, wenn du weitere Features haben möchtest, dann musst du dafür bezahlen.
12:34 Gavin Karlmeier
So wie Meta zum Beispiel mit seinem Meta-Verified eher macht aus
12:39 Dennis Horn
Ja, ganz genau. Also wenn Twitter angefangen hätte, wie das früher übrigens ja auch mal war, es gab ja Twitter Blue, gibt es ja nicht erst seitdem Elon Musk da ist, sondern Twitter Blue gibt es seit. . Zwei, drei, vier Jahren. Und da waren so Features dabei, wie eine Tweet-Zurückziehen-Funktion, wie hochauflösende Videos, wie Tweets editieren können für zumindest 30 Sekunden. Diese ganzen Features Niemand hätte sich darüber mockiert, zu sagen, dass man für diese Features bezahlen muss. Das ist eine völlig faire wirtschaftliche Entscheidung, zu sagen, wir brauchen irgendwie Geld produzieren als Unternehmen und setzen diese Features hinter eine Paywall. Aber bestehende Features zu nehmen und hinter eine Barriere zu legen, führt halt eher zu Frusteffekten und das verprellt die Nutzerschaft. Ich glaube, das ist am Ende das Problem von Twitter Blue ganz generell. Ja, absolut. Ein anderes Thema, eins, das ein bisschen irritierend ist. Also wir müssen da nicht in die inhaltliche Tiefe gehen, können wir meinetwegen auch, aber was passiert ist? Dass es gestern immer mal wieder Tweets von Leuten gab, die sich sehr transfeindlich geäußert haben und Tweets, die Screenshots dieser Tweets veröffentlicht haben, um das quasi in die Öffentlichkeit zu bringen. Schaut mal hier, was hier geschrieben wurde. Und diese, übrigens muss man vielleicht fast leider gar nicht dazu sagen, viele dieser transfeindlichen Tweets wurden von Twitter Blue NutzerInnen veröffentlicht. Tatsächlich ist es aber so, dass diese ganzen Tweets jetzt und auch die Screenshots dieser Tweets einfach gelöscht wurden. Also es gibt diese Tweets noch. Aber ich weiß nicht, ob du dir so einen Tweet mal angeschaut hast, Dennis. Aber ich schick dir den jetzt einfach mal und dann sag mir doch mal, was du siehst, wenn du da draufklickst. Oh, der kommt jetzt gerade. Wir machen das jetzt mal hier live, weil das ist bemerkenswerter Vorgang. Erklären wir gleich auch, warum.
14:28 Gavin Karlmeier
Das ist ein Offenbar trans, eine Trans-Nutzerin, die getwittert hat. Der gesamte Antwortbereich ist voll von Twitter Blue-Nutzern. Die sagen, Transmenschen und ihre Verbündeten sollten hingerichtet werden. Einige wollen sogar Henker sein. Und dann hängen da vier Bilder dran und diese vier Bilder sind aber alle mit einem, dieses Bild kann nicht geladen, Fehlersymbol markiert. geladen werden, Fehlersymbol markiert. Das heißt ja offenbar, weil das kann man ja nicht selbst machen, dass dieser Tweet veröffentlicht wurde und danach Twitter als Plattform den Zugang zu diesen Bildern unmöglich gemacht hat, indem es die Bilder gelöscht hat oder was auch immer da passiert sein mag.
15:18 Dennis Horn
Genau. Das ist natürlich genau das Gegenteil von dem, was Twitter hier eigentlich die ganze Zeit gepredigt hat. Zu sagen, auf dieser Plattform kann alles gesagt werden, es gibt eine Freedom of Speech, aber keine Freedom of Reach. Sondern hier wird ganz de facto Content moderiert, offenbar sogar mit einer gewissen Färbung. Und das ist doch, das schlägt doch dem fast den Boden aus, sagt man, glaube ich, wenn man über 50 ist. Also das kann doch nicht wahr sein, was wir hier sehen.
15:51 Gavin Karlmeier
Ja, also nicht nur das kann nicht wahr sein, sondern ich würde auch sagen, das darf Twitter nicht oder in Zukunft vielleicht nicht mehr bei dem Digital Services Act. Der Begriff Zensur trifft nicht, weil es ja ein privatwirtschaftliches Unternehmen ist, aber hier werden Inhalte nicht gleich behandelt. Hier werden Inhalte diskriminiert und das ist nicht erlaubt.
16:14 Dennis Horn
Das ist doch, also, ja, also das ist so ein bisschen, da kriege ich schlechte Laune bei diesem Thema. Ich finde es super krass. Also ich habe gestern, dieser Tweet wurde mir geschickt und ich habe dann nämlich auch so wie du drauf geklickt und dachte, hey, ich kann das Bild gar nicht laden, ist das? Habe mich geärgert und dann habe ich gemerkt, das ist die Geschichte. Die Geschichte ist, dass die Bilder verschwinden. Und vielleicht nochmal am das zu schreiben.
16:38 Gavin Karlmeier
Also Inhalte nicht gleich behandeln passiert natürlich auch an anderer Stelle, wenn Inhalte, die tatsächlich nicht auf dieser Plattform sein sollten, rausgenommen werden. Weil ich sehe jetzt schon die Beschwerden der Twitter Blue Nutzer. Ja, super, wenn alles gleich behandelt wird, dann bitte auch unser Hate. Und das ist ja der Punkt, um den es hier dann wiederum geht. Also es geht bei dieser Nicht-Gleichbehandlung darum, dass das Kriterienfrei geschieht und Willkür an der Stelle herrscht.
17:11 Dennis Horn
Ja. Genau. Also super krass irgendwie. Passt aber auch so ein bisschen dazu, dass wir ja auch von JournalistInnen gesprochen haben, die ihre Berichterstattung bei Twitter über Hackings zum Beispiel nicht veröffentlichen konnten, weil sie damit genauso behandelt wurden wie die Person, die den Hack durchgeführt hat und darüber gesprochen hat. mal wieder ein ganz krummer Begriff von Journalismus und das, was er leisten muss und kann. Passt vielleicht zum Thema, vielleicht auch nicht. Es gibt gerade eine ganze Reihe an Fake-Accounts, die heißen sowas wie zum Beispiel Terroralarm. oder Tarawiner oder so ähnlich, also davon gibt es einige. Und die veröffentlichen Inhalte wie zum Beispiel dass der Präsident der Türkei sich zu Tode geschissen habe. Breaking News. Und dieser Account sieht aber sehr seriös aus, hat nämlich auch am Ende einen blauen Haken. Und auch da muss man wieder einmal sagen, wir werden nicht müde, das immer wieder hier zu erzählen. Davon gibt es viele, viele Beispiele, aber ein blauer Haken ist keine Verifikation. Da findet kein Prozess statt, ganz offensichtlich nicht.
18:23 Gavin Karlmeier
Ja, was gerade stattfindet, ist, dass wir jetzt nach und nach immer mehr Belege einfach dafür sehen, was diese neue Form der Nichtmehrverifikation, der Behakung Anrichtet im Endeffekt. Das ist, was wir gerade im Grunde live demonstriert bekommen von Twitter oder von dem, was auf dieser Plattform jetzt eben an Dingen Geschieht, ja.
18:48 Dennis Horn
Also kein Zuverlässig, keine zuverlässige Quelle. So, ähm, äh, ja. Wie komme ich jetzt zum nächsten Thema? Elon Musk, wir haben gestern darüber gesprochen, hat in hat sich in Antworten dazu hinreißen lassen Zu sagen, naja, wir werden eine Form von Periscope und von Wein vermutlich zurückkriegen müssen. Es ist unvermeidlich. Und es geht noch weiter: auch Fleets sollen zurückkommen. Habe ich das nicht gestern noch gefordert? Ja, die Fleets sollen zurückkommen in einer anderen Form. Ich glaube bei der Theorie, er hört uns. Das wäre witzig, ja. Aber auch ein bisschen, ich will das nicht gleichzeitig. Soll ich ihn blockieren auf Twitter?
19:38 Gavin Karlmeier
Was ist denn jetzt leicht anders oder was?
19:42 Dennis Horn
Ja, er sagt in einer anderen Form, aber er hat gesagt, auch auf Fleets treffe diese Aussage zu.
19:50 Gavin Karlmeier
Na gut.
19:51 Dennis Horn
Aber du hast sie auch vermisst, die Fleets.
19:54 Gavin Karlmeier
Ich habe sie vermisst, aber ich Twitter eh zurzeit nicht mehr nutze. Bin ich da leidenschaftslos, sage ich mal.
20:01 Dennis Horn
Ja, das ist in Ordnung. Leidenschaftslos bist du wahrscheinlich dann auch beim nächsten Thema. Es gibt ein Update aus der Welt der Subscriptions, der bezahlten Abonnements. Und zwar gibt es zum einen jetzt die Einschränkung, dass du nur noch SubscriberInnen generieren kannst, also dich bezahlen lassen kannst für Inhalt bei Twitter, wenn du Twitter Blue-Abonnent bist. Wieder so eine Barriere, über die wir eben gesprochen haben. Und es gibt jetzt die Möglichkeit, einzeln, ich weiß gar nicht, wie ich das erzählen soll. Also es wird jetzt die Möglichkeit offenbar geben, einzelne Tweets, die du hinter deiner eigenen Paywall hast. gratis zu stellen. Also es soll neben den Tweets, die du schreibst gibt es ja auch die Subscription-Tweets, die eben für dein bezahltes Publikum sind. Oder dein zahlendes Publikum, so ist es richtig. Aber von denen wiederum, von diesen Tweets, kannst du einzelne Offenbar auch gratis stellen.
21:01 Gavin Karlmeier
Ja, okay. Ich finde das jetzt nicht so falsch, weil es gibt ja, also zum Beispiel Medienanbieter gibt es immer mal wieder so der Punkt, dass die einzelne Inhalte dann mal vor die Paywall ziehen. irgendwie besonders interessant ist oder so. Du sprichst da jetzt ein bisschen fassungslos drüber. Ist fassungslos der richtige Begriff?
21:18 Dennis Horn
Ja, ist komplett der richtige Begriff, weil ich glaube, das gibt es schon und das heißt einfach Tweets.
21:24 Gavin Karlmeier
Also, oder? Naja, aber du kannst dich doch oder kannst du dich nicht nachträglich dafür entscheiden? Das meine ich, weißt du? Du hast so ein. Subscriptoren aus und dann sagst du danach, nee, der soll lieber frei sein.
21:38 Dennis Horn
Ja, vielleicht. Aber also wir haben ja vorgestern wir ja mal so ein Thread an Subscription-Tweets gesehen. Bisher wird mir nicht mal da angeboten, das zu abonnieren. Also.
21:50 Gavin Karlmeier
Naja, andererseits, du hast schon recht, ne? Also Twitter in diesem Echtzeitmodus, in dem dieser Dienst unterwegs ist, Warum sollte ich das in dieser Form nutzen? Ich könnte doch auch einfach sagen, ich twittere das nochmal neu und dann aber frei.
22:09 Dennis Horn
Naja, das ist wahrscheinlich eins dieser Features, von denen wir Dutzende haben, wo wir kurz drüber sprechen und dann nie wieder was von hören. Aber ich bin gespannt. Und eine Kleinigkeit, die für mich eigentlich das Highlight ist, also du kannst jetzt auch wenn du ein, wenn du, also wir sind immer noch in dieser Welt von einem Netzwerk, das mal angefangen hat. Oder wo ein neuer Manager gekommen ist und angefangen hat, das Unternehmen eigentlich down zu sizen, weil er gesagt hat, an 80% der Microservices braucht man nicht. Es gibt eine Möglichkeit jetzt, wenn du Twitter Blue umsonst bekommen hast. einen deine Subscription zu managen in den Einstellungen. Und da ist einfach nur eine Page, auf der steht, wenn du deine Complimentary Subscription to Twitter Blue canceln möchtest, kannst du hier den Support kontaktieren. Also es wird jetzt offenbar eine Möglichkeit geben, also zumindest eine kommunizierte Möglichkeit, dass man auch gratis geschenkte Abonnements kündigen kann.
23:10 Gavin Karlmeier
Ich frage mich, ob Twitter sich mit diesem, also vielleicht wird es irgendwann auch eine Gebühr dafür erfinden, die man einsetzen muss, um sich bei Twitter besitzen. Wie so ein richtig schöner deutscher Regionaler Zeitungsverlag oder so.
23:26 Dennis Horn
Oder wenn du aus der Kirche austrittst, dass du dafür auch eine Gebürzhast. Oder wenn du auf einem Konzert auf der Gästliste stehst und das aber gegen Zahlung einer Spende nur betreten darfst. Eigentlich so, ne?
23:37 Gavin Karlmeier
Wie so ein schönes mieses KMU.
23:41 Dennis Horn
Schön. Ja, damit bin ich am Ende. Das ist in Ordnung. Gut. Wir haben auch Wochenende jetzt.
23:51 Gavin Karlmeier
Wir haben jetzt Wochenende und am Montag ist Feiertag, Tag der Arbeit. Und wir werden nicht arbeiten. Wir hören uns wieder nächste Woche Dienstag.
23:59 Dennis Horn
Warum haben wir am Tag der Arbeit frei, aber freitags müssen wir alle arbeiten?
24:03 Gavin Karlmeier
Das fragen wir nochmal den Semantikgott.
24:08 Dennis Horn
Der heißt Nomen, oder? Naja, wir hören uns Dienstag. Tschüss, Dennis. Tschüss.