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Folge 127 · 23. Mai 2023 · 23 Min.

Was hat Elon Musk nie gesagt?

mit Dennis Horn

Eine Folge von KI, die bislang noch nicht hinreichend diskutiert wurde: Die reine Existenz von Deepfakes bietet die Möglichkeit, quasi alles als Lüge abzutun – und so jedes Beweismittel abzustreiten. Geht Elon Musk so vor? Es sieht ganz danach aus. Es sieht übrigens auch danach aus, dass Tweets, die man löscht, einfach wiederkommen. Liebe Grüße nach Atlanta.

Transkript

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00:01 Intro

Haken dran, das Social Media Update der CT.

00:05 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Grüß dich Gavin. Hallo Dennis Das ist das erste Mal, dass ich unterwegs, alleine unterwegs bin und diesen Podcast hier nicht so generell. In meiner Kemenate, in BLM, in BLM, wie wir im WDR Köln-Bocklemünd nennen. Und das ist nicht ein ATA-Code. Mancher Kollege würde es sich hier wünschen, um noch ein paar Meilen zu sammeln auf dem Weg zur Arbeit jeden Tag. Aber es ist so, dass ich das also unter folgenden Bedingungen das erste Mal alleine unterwegs bin, nämlich mit meinem neuen Reisemikrofon. Damit sich hier niemand mehr über den Ton der Apple-Kopfhörer beschwert.

00:52 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Das wird ja eine längere Geschichte, die wir hier in diesem Frage. . Dass wir öfter gebeten wurden, dass wir doch bitte unseren Klang anpassen.

01:02 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Also als wir auf den Tutzinger Radiotagen waren, haben uns mehrere Leute deswegen angehauen. Du hast immer sehr empört gesagt, wir

01:11 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Aber es hat ja etwas gebracht, dass du jetzt in der Hand ein kleines rasiererähnliches Gerät hältst, das uns nun akustisch auf, wie sagt man, Händen trägt.

01:24 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Ja. In akustischen Samt einbettet. Genau, die Wolken, die diese Ohren umkreisen. Wir bewegen uns rüber zu Twitter, beziehungsweise erstmal zu Mastodon. Es gab auf Mastodon diesen Beitrag, in dem sich ein Nutzer darüber beschwert hat, dass. 34. 000 Tweets, die er eigentlich gelöscht hatte, von Twitter wiederhergestellt worden waren. Wir haben letzte Woche darüber gesprochen und da gibt es jetzt einen weiteren Fall. Und zwar den von James Vincent, das ist ein The Virge Reporter, der schreibt, dass er festgestellt hat, Twitter hat eine Handvoll seiner alten Retweets wiederhergestellt. Das sind Interaktionen, von denen er weiß, dass er sie Aus seinem Profil auch gelöscht hat. Die waren zwischenzeitlich verschwunden. Und grundsätzlich erinnert er sich, dass er seine kahle Timeline schreibt, der mit Genugtuung angeguckt hat, nachdem er alles. gelöscht hatte. Und jetzt sind aber eben Tweets wieder da und es ist nicht klar, weil es ja auch diesen Fall des Mastodon-Nutzers auch schon gab, wie verbreitet dieses Problem ist und was die Ursache dafür ist. Also er mutmaßt in seinem Artikel bei The Verge so ein bisschen. Liegt es vielleicht an dem Tool, das zum Löschen verwendet wurde? Da gibt es irgendwie tweetdelete. net. Ich glaube, das ist auch das, was ich mal genutzt hatte, als ich das gemacht habe. Und der Mastodon-Nutzer hat Red Act verwendet für einige Löschungen und vielleicht lag es daran. Dann gibt es noch einen Bericht von ZDNet. dass dieser Mastodon-Nutzer von mehr als 400 weiteren Leuten berichten würde, die ähnliche Probleme hätten, So in der Umfrage in der Redaktion von The Verge war das Bild ein bisschen gemischter. Ich habe auch mal nachgeguckt übrigens. Bei mir ist das Profil weiter leer. Du hast auch bei mir geguckt, und?

03:27 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Bei mir ist dein Profil nicht leer.

03:29 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Ehrlich? Wirklich? Was ist zu sehen? Hast du gerade geguckt, oder was?

03:33 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Nee, jetzt gerade. Ja, ich habe es gerade offen und zwar in zwei Fenstern. In meinem privaten Fenster ist sein Account bei mir auch leer. Horn hat nichts getwittert, steht da. Wenn ich es aber mit meinem Account öffne. . Dann steht da oben 406 Tweets. Und diese 406 Tweets sind eigentlich keine, also die 406 kann ich nicht nachvollziehen. Aber, oder sind da Antworten bei?

03:56 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Nein. Nee, nein, kann ich dir sagen. Das habe ich auch schon festgestellt. Also, ich habe alles gelöscht. Und am Ende blieb noch so eine Zahl übrig von 480 oder keine Ahnung. Und das sind Retweets tatsächlich, fast ausschließlich. die so Stück für Stück zum Vorschein kommen und dann muss ich nochmal da den Retweet wieder zurückziehen und so. Warum auch immer das so ist, das ist jetzt seit Wochen schon so.

04:23 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Ja. Es sind nur geschlossene Accounts, die du retweetet hast. Also alle haben ein Schloss. Und meine These ist, dass diese Tweets von dieser externen Software, die du genutzt hast, einfach nicht sichtbar sind. Also die kriegt ihr nicht mit, weil die eben geschlossen sind. Hochinteressant. Ja, aber trotzdem, diese Retweets sind nicht 406. Also, ich kann zurückscrollen bis zum 26. August 2012 bei dir und würde mal so vom Bauchgefühle sagen, es sind nicht mehr als 20. Spannend.

04:56 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Also James Vinson schreibt bei The Verge, was auch immer passiert, es ist ein weiterer Beweis für die bröckelnde Infrastruktur von Twitter. Und die Unfähigkeit, selbst die grundlegenden Funktionen zu erfüllen, die seinen Nutzern verspricht. Dann finde ich noch einen interessanten Punkt, der sagt, für mich ist das Problem unbedeutend, sind ja nur ein paar alte Retweets, aber es deutet auf ein größeres Problem dann eben in anderen Kontexten hin. Twitter is jafor ein wichtiges Tool für AktivistInnen, Whistleblower, DemonstrantInnen in der ganzen Welt. Und immer noch wichtig für die, um sich überhaupt äußern zu können. Und wenn du jetzt ähm jemand aus der Opposition bist in einem autoritären Land und du hast nicht die Möglichkeit, deine eigenen Tweets zu löschen, das kann entscheidend sein für deine Freiheit. Und diese Definition von Freiheit ist dann definitiv eine, um die Elon Musk sich nicht kümmert.

05:58 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Ja, das ist so. Ich würde ja auch noch weitergehen, dass eigentlich, ich bin mir nicht sicher, ob wir das schon besprochen haben, aber das, also mal angenommen, ich wäre investigativer Journalist und hätte über Twitter, über Privatnachrichten Kontakt zu Informanten und Informantinnen aufgenommen, dann wäre in dem Moment, wo Twitter verkauft wurde wäre diese Information nicht mehr geschützt und nicht mehr sicher. Und ob ich es lösche oder nicht, macht keinen Unterschied, weil diese Informationen weiterhin auf dem Server verbleiben, auch diese Privatnachrichten weiterhin auf dem Server verbleiben. Und dass diese Daten dann vielleicht zum Trainieren einer KI genutzt wird, ist dann im Zweifel das kleinste Problem, das existieren kann. Weil es durchaus Modelle gibt in den Twitter, ja, sehen wir jetzt gerade ja auch. mit Regimes zusammenarbeitet, mit autokratischen Regimes. Und das kann durchaus ein Sicherheitsrisiko für Personen darstellen, die über Twitter Hilfe gesucht haben. Das ist ein untragbarer, unhaltbarer Zustand und dass das mit öffentlichen Tweets eben auch passiert und dass hier auch gelöschte Tweets rückgängig gemacht werden. zeigt ja eigentlich nur, man kann sich hier auf kein Feature verlassen. Kein Feature von Twitter ist zuverlässig in dem, was es tut. Nicht einmal das Löschen, das Blockieren nicht. Das Privatschalten von Accounts nicht, die Zweifaktor-Authentifizierung offenbar auch nicht, weil wir immer noch die Möglichkeit haben, in manchen Bereichen diese PSMS durchzuführen. Also nichts ist zuverlässig. Da bin ich mir auch nicht ganz sicher, ob ich jetzt tatsächlich 8 Dollar im Monat dafür zahlen möchte oder ob ich Angst habe, dass ich dann meine Kreditkartendaten irgendjemandem in den Hand drücke, der sie nicht haben sollte.

07:33 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Und ich würde sogar noch ein Stück weiter gehen. Das sind ja zu einem großen Teil Inhalte, die du noch eingegeben hast, als du von der Plattform etwas anderes gehalten hast. Ja, das also Elon Musk und Twitter sind ja jetzt im Grunde Der Beweis dafür, warum Datenschützer sagen: Vorsicht, weil es gibt diesen potenziellen Fall, dass jemand anderes so etwas übernimmt oder sich Zugriff darauf verschafft. Und dann die Dinge, die du jetzt tust, in einem Vertrauen oder aus einer Situation heraus, die entspannt ist, in Anführungszeichen. Diese Dinge dann später dir doch noch zum Verhängnis werden. Und warum zum Beispiel verschlüsselte Kommunikation so wichtig ist und Datenschutz für NutzerInnen auch in einem Staat der demokratisch ist, auch bei Diensten, die eigentlich über viele Jahre sich als vertrauenswürdig erwiesen haben, das muss dann am Ende alles nichts heißen.

08:37 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Ja, genau. Und also das gilt ja für jede Cloud, die wir benutzen. Also stell dir mal vor, du hast in der Dropbox irgendwelche Daten liegen und die werden da auch gebackupt. Und in zehn Jahren kauft irgendein Mensch die Dropbox, das ganze Unternehmen Dropbox, über eine feindliche Übernahme oder wie auch immer, dann gehören dem all diese Daten und im Zweifel auch die Backups von heute, die du dann morgen löscht. Dieses Risiko, das wir ganz lange als sehr unwahrscheinlich abgetan haben, das ist jetzt so eingetreten, diese Gefahr. Und das lässt jetzt also bei mir zumindest doch nochmal sehr genau darüber nachdenken, ob ich wirklich als Arbeitslösung zum Beispiel ein cloud-basiertes Netzwerk nutzen möchte oder ob ich mir dann nicht doch lieber die Mehrfestplattenlösung in einem Serverschränkchen ins Beruf stelle.

09:25 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

So, dann haben wir eine Story aus dem April, die uns tatsächlich jetzt erst untergekommen ist, die wir wichtig finden. Und ich rolle das nochmal schnell auf, auch weil sie eine Geschichte betrifft, die wir gestern aus dem Podcast rausgelassen haben. Und wo wir kurz darüber diskutiert hatten. Und Von dieser Diskussion können wir gleich nochmal erzählen, weil die macht mir Bauchschmerzen. Also, die Meldung aus dem April. Ein Richter in Kalifornien. hat angeordnet im April, dass Elon Musk unter Eid aussagen muss, ob er bestimmte Aussagen getätigt hat zu den Fähigkeiten der Autopilotfunktionen von Tesla. Da gibt es die Geschichte von einem Tesla-Fahrer, der 2018 bei einem Autounfall ums Leben gekommen war und dessen Familie argumentiert vor Gericht dass Tesla diese teilautomatisierte Fahrsoftware versagt habe. Und Tesla selbst behaupte behauptet, dieser Autofahrer hätte vor dem Unfall ein Videospiel gespielt auf seinem Smartphone. Und die Warnhinweise des Fahrzeugs missachtet. Und die Anwälte von diesem Autofahrer Die wollen Elon Musk festnageln, indem sie Aussagen von ihm aus dem Jahr 2016 nehmen. Die es unter anderem bei YouTube zu sehen ist, gibt in Videos, und in denen Elon Musk gesagt haben soll, ein Model S und ein Model S. Können zum jetzigen Zeitpunkt mit größerer Sicherheit autonom fahren als ein Mensch. Right now. So und Tesla hat diesen Antrag abgelehnt und argumentiert, dass Elon Musk. Sich an die Details der Aussage nicht erinnern kann und Tesla stellt die Authentizität der Aufnahme in Frage. Das heißt, Tesla zieht sich hier auf die Position zurück, das ist ein Deepfake. Und Elon Musk ist eine Person des öffentlichen Lebens und da passiert es halt öfter, in Anführungszeichen, dass irgendwelche Aufnahmen ihn dabei zeigen oder zu hören sind, wie er Dinge sagt oder tut, die er in Wirklichkeit nie gesagt oder getan hat. Und das ist, finde ich, ein also ich stimme der Richterin zu, Yvette Pennypacker heißt die. Die eine dreistündige Anhörung erstmal angesetzt hat, bei der Mask dann befragt werden könnte. Ist eine Richterin. Ich habe anfangs gesagt Richter. Und die sagt, diese Argumente von Tesla sind zutiefst beunruhigend. Ja, weil das, also sie wird zitiert mit Tesla vertritt den Standpunkt, dass die öffentlichen Äußerungen immun sind, weil, nur weil Elon Musk berühmt ist und ein größeres Ziel für Deepfakes sein könnte. Und solche Argumente würden es Elon Musk und dann auch in der Folge anderen berühmten Menschen ermöglichen, die Verantwortung für das, was sie tatsächlich gesagt und getan haben, zu vermeiden. Super interessant, oder?

12:40 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Total interessant, weil wir, ähm, das ist ein ganz klassisches rechtes Vorgehen, eine ganz klassische Masche der neuen Rechten. Einfach auch die Wahrheit abzustreiten, auch eigene Äußerungen abzustreiten. Es gibt von Donald Trump Zitate, wie er sagt, nee, das habe ich nie gesagt, das ist nie passiert, obwohl es Beweise gibt, die das Gegenteil behaupten. Das gibt es in Deutschland übrigens auch. Es gibt die Geschichten von irgendwelchen AfD-PolitikerInnen, die ähnliche Geschichten zu erzählen haben, bis hin zu dem Moment, wo wir erinnern uns. mal die Maus ausgerutscht sei. Also das ist eine total klassische Masche, einfach Dinge, die im Nachhinein zu einem Gegenwind führen können, einfach abzustreiten. wieder besseren Wissens und auch wieder besserer Faktenlage. Wenn du jetzt dazu das Argument dieser KI-generierten Deepfakes hast. Dann kannst du behaupten, was du möchtest. Und dann bist du immer wieder bei dieser Schlussfolgerung, die wir hier auch Elon Musk schon öfter vorgeworfen haben, dass die eigene Verantwortlichkeit bei ihm immer da endet, wo er endet. Und wo er niemals Verantwortung für andere Menschen oder das, was er tut, tragen muss.

13:54 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

So, und das stößt mich jetzt auf eine Geschichte, die ich eben schon so ein bisschen geteascht habe, über die du und ich gestern noch diskutiert hatten, bei der wir uns am Ende nicht mehr sicher waren. selbst, hat Elon Musk das wirklich geschrieben und gesagt. Und wir haben uns dann gestern dafür entschieden, das aus dem Podcast rausgelassen, rauszulassen. Und es geht um einen angeblichen Tweet von Elon Musk und der lautete Why are only some crimes considered hate crimes? Shouldn't we all hate crime? Oder shouldn't we hate all crime? Und dazu gibt es eine Community Note zu so einem Screenshot, der von diesem Tweet verbreitet wurde. Und in dieser Community Note steht drin, Elon Musk habe das nie getwittert. Da sind dann zwei Links hinterlegt, nämlich zu seinem Profil und zu einer Suche nach diesem Tweet und natürlich ist darunter nichts zu finden, weil es natürlich auch daran liegen könnte, dass sie ihn einfach gelöscht hat. Also es gab jetzt mehrfach den Fall, dass Elon Musk auch Tweets, die im Nachhinein Menschen so aufgestoßen sind, auch gelöscht hat. Warum sollte es nicht hier auch so gelaufen sein? Und tatsächlich gibt es eine angebliche Aufnahme aus einem Twitter Space, in der Elon Musk dazu auch befragt wurde.

15:10 Speaker 4

Und da hören wir mal kurz rein hier. Elon, big fan, and I have a quick question on your recent tweet about hate crimes. Do you think hate crimes are just crimes that people hate?

15:21 Speaker 5

Well the thing to remember is uh uh uh well uh you see uh

15:30 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

So und das ist natürlich, wenn er das so gesagt hätte, unfassbar peinlich. Wenn es diesen Twitter Space gegeben hat, dann würde er mit der Antwort auf diese Frage auch einräumen, dass es den Tweet auch tatsächlich gegeben hat. Er wird ja explizit danach gefragt. Aber auch hier, ist diese Aufnahme echt. Und das ist schwierig zu bewerten. Man könnte jetzt sagen, würde er wirklich so rumstotternd antworten? Waren das Schnitte, die darin zu hören waren? Hat sie im Hintergrundrauschen so ab und zu gehört, das kann aber auch in der Technologie dieser Twitter Spaces liegen, das ist schwierig zu bewerten. And aline dieses kleine Beispiel zeigt welche Schwierigkeiten wir bekommen könnten, wenn dieses Beispiel jetzt Schule macht. Und jeder kleine dieser Schritte macht es schwieriger, normalisiert so etwas und Titus Blome, von dem haben wir uns Tweets noch hin und her geschickt, der schreibt bei Twitter zu Recht, er glaubt, besonders krass wird das im US-Wahlkampf nächstes Jahr Wenn es den ganzen KI-Kram 2016 schon gegeben hätte, hätte Trump zum Beispiel nie zugegeben, dass dieses Grapper by the Pussy Tape da aus Hollywood zum Beispiel echt ist.

16:45 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Ja, und es wäre auch die viel einfachere Argumentationsstruktur gewesen, zu sagen, das habe ich nie gesagt. Das ist KI-generiert, ist ein Deepfake. Und hundert.

16:54 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Die ganze Debatte hätte sich nur noch um die Frage, ist es echt oder nicht, gedreht? Und nicht Was ist das für ein Typ, der sowas sagt?

17:01 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Und wir hatten so eine ähnliche Geschichte mal. Wir erinnern uns an den Mittelfinger von Varuphakis. Die Diskussion um diesen Mittelfinger von Varophakis. war eigentlich ein Vorgeschmack für all das, was da kommt. Und dabei war das schon eigentlich gleichzeitig die, ich sag mal, die Sekundärrezeption. Das war ja schon eigentlich Satire auf genau diese Diskussionen, die uns jetzt erst noch erwarten werden. Weil wir diese Diskussion allein, dass wir jetzt hier gerade nicht klar beantworten können, wo kommt dieser Space-Mitschnitt her, was ist mit diesem Tweet von Elon Musk. Solange es diese Unklarheiten gibt, wird es auch immer wieder Menschen geben, die die eine oder die andere Position bis aufs Blut verteidigen werden und sagen werden, das kann nicht echt sein, weil. Und wird dafür sicherlich gute Gründe finden. Mit Sicherheit. Das macht es aber einfach nur unerträglich, solche Diskussionen überhaupt noch zu führen. Und die Frage ist, finde ich, wie geht man damit jetzt um? Also wie gehen wir damit um, dass wir nicht wissen, hat Elon Musk das jetzt getwittert oder nicht?

17:57 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Ja, also wir können im Podcast nur so damit umgehen, wie wir es bisher getan haben. Gibt es Zweifel daran? Lassen wir es raus? Oder betten es eben in diese Debatte ein, wie wir das heute getan haben. Wir haben uns ja auch dafür entschieden, nicht über jedes Stöckchen zu springen, das er uns hinhält. Und gleichzeitig gibt es manchmal solche Punkte, die wir benennen müssen. Auch das hatten wir ja schon zum Beispiel mit den antisemitischen Tweets gegen George Soros. Das ist eine Entscheidung, die wir jedes Mal aufs Neue treffen müssen.

18:35 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Ja, so ist das.

18:36 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Das macht das alles nicht leichter, ehrlicherweise. Nein. Nein. Wir haben hinten raus noch einmal einen Blick auf die Konkurrenz. Wir möchten heute über LinkedIn sprechen. Das ist auch nochmal Ganz interessanter Punkt. LinkedIn neue Verifizierungsfunktionen ein, um Menschen, die einen Job suchen, eine Gewissheit zu geben, dass sie es auch mit echten Unternehmen oder mit den echten Unternehmen zu tun haben. Und auch mit tatsächlichen Stellen, die da frei sind und nicht mit Betrügern zum Beispiel. LinkedIn arbeitet gleichzeitig auch an verbesserten Warnhinweisen für Privatnachrichten, die da auf der Plattform hin und her geschickt werden. Und für diese Verifizierung bei LinkedIn gibt es verschiedene Wege. Es gibt zum Beispiel die Möglichkeit, das über die Unternehmenswebsite die Arbeits-E-Mail zu regeln. Es gibt eine Möglichkeit eine Regierungs-ID zu bekommen von CLIA. Das ist ein System dass Menschen auch an den Sicherheitskontrollen oder durch die Sicherheitskontrollen an Flughäfen bringt und anderen Orten. Da kann man sich kostenlos registrieren, braucht aber eine Telefonnummer und einen Personalausweis in den USA. Man kann über den eigenen Arbeitgeber auch einen Verifizierungscode beantragen, der an die E-Mail-Adresse des Unternehmens dann gesendet wird. Es gibt so ein System von Microsoft, also verschiedene Wege der Verifizierung. Und du wolltest heute darüber sprechen, weil du das für ein ganz praktikables System im Hintergrund hältst. So richtig vermutlich.

20:16 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Vor allem, was ich so spannend finde, ist, dass du diese verschiedenen Möglichkeiten hast, dich als du auszugeben, zu verifizieren, nachweisen zu können für andere, dass du Dennis Horn bist zum Beispiel. Und dass für alle Leute klar ersichtlich ist, über welche Art du dich verifiziert hast. Also wenn ich zum Beispiel sehe, du hast so einen Verifikations. Batch, das ist jetzt hier, glaube ich, in dem Beispiel steht einfach nur View Verifications, kannst du anklicken, aber das ist ja sicherlich nur der kleine Anfang, dass das jetzt bei den Jobs passiert, wenn sie einmal dieses ganze System der Verifikation installiert haben. Wird das früher oder später vermutlich auch auf die Profile ausgerollt werden? Und ich sehe, dass du dich nur verifiziert hast durch die Tatsache, dass du eine E-Mail-Adresse atdenathorn. de hast. dann ist das doch eine schwächere Möglichkeit, authentisch zu sein, als wenn da jetzt auch noch steht, dass du mit deiner Personalausweis verifiziert bist und dass du der Mensch bist, der auf einer. . Company-Page verlinkt ist im selben Netzwerk, dass du vielleicht der bist, der vielleicht auch mit einem Code verifiziert wurde. Also über mehrere über mehrere Faktoren verifiziert ist. Das gefällt mir ganz gut und ist für mich ein Beispiel, der viel, viel stärker ist als ein, also klar Ein kaufbarer Haken, aber auch einfach nur die Überprüfung einer Telefonnummer beispielsweise, wie Twitter das ja gerade als Verifikation bezeichnet. Ich finde, das ist eine gangbare Variante, vor allem für ein Netzwerk, in dem de facto viel mit Klarnamen gearbeitet wird.

21:45 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Mich erinnert das ein bisschen an Threamar, worüber wir auch schon mal gesprochen hatten, wo du irgendwie die Kontakte zusammenschaltest und durch den Austausch der Schlüssel schon irgendwie so ein Level erreichtest, aber wenn man sich. persönlich getroffen hat und gegenseitig die QR-Codes nochmal abfotografiert, dann wird in der App nochmal eine noch stärkere Verifizierung hinterlegt, sozusagen, dass das auch tatsächlich dann gegenüber ist. Also man kann sozusagen Regeln, dass eine Verifizierung noch stärker ist. Ja, genau.

22:20 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme B)

Ich finde, das ist ganz toll und ich könnte mir vorstellen, dass das jetzt gerade auch ein Das ist eine Form der Antwort auf die öffentliche Debatte, wie mit Verifizierung umgegangen wird. Also nicht nur durch Twitter, sondern eben auch bei Meta findet ja diese Diskussion gerade statt. Und auch die Frage, die wir immer noch nicht beantwortet wissen, wie wird das denn jetzt eigentlich angezeigt? Also wenn jemand einen gekauften Haken hat, ist das für mich so klar ersichtlich oder muss ich da erstmal mich durch Menüs klicken? Um herauszufinden, dass es gar keine prominente Persönlichkeit ist. Hier ist es sehr klar, ich kann sehen, das ist diese Person. Und kann er zum Beispiel durch die Wertigkeit des Unternehmens erkennen, wenn er jetzt zum Beispiel als Unternehmen die Bundesregierung steht. dann kann ich mir vorstellen, dass dieses Profil von Olaf Scholz wahrscheinlich ein echtes ist. Oder das Bundeskanzleramt oder wer auch immer da dann eben als Seite hintersteht. Das gefällt mir ganz gut als Antwort auf diese Diskussion darüber, ob man einfach nur Haken verkauft oder ob die Verifikation in sozialen Netzwerken vielleicht eine andere Antwort braucht.

23:18 Gavin Karlmeier / Dennis Horn (Stimme A)

Und was mir ganz gut gefällt, ist, dass wir uns morgen wieder hören. Ja, ich freue mich. Bis morgen. Bis morgen.