Folge 22 · 10. Dezember 2022 · 43 Min.
Die neuen Twitter Files – jetzt noch undurchsichtiger!
mit Dennis Horn
Ein kleiner Rundumschlag zum Wochenende. Und mit „klein“ meinen wir: Schon wieder die bisher längste Episode, aber es gibt viel zu besprechen: Elon Musk hat mal wieder interne Daten rausgegeben – und diese als „Twitter Files 2“ veröffentlichen lassen. Das Ding ist: So richtig neu ist das alles nicht, klingt aber spektakulär. Apropos „klingt spektakulär“: 1,5 Milliarden Twitteraccounts werden gelöscht, der Bundeskanzler erwägt, einer von ihnen zu sein – und Twitter Blue könnte womöglich tatsächlich bald starten. Außerdem reagiert Twitter ~irgendwie~ auf den Vorwurf der Werbetreibenden „Brand Safety“ zu missachten.
Transkript
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00:01 Intro
Haken dran, das Social Media Update der CT Überraschung, hallo
00:10 Gavin Karlmeier
Da sind wir, weil zu viel los ist. Grüß dich Gavin. Hallo Dennis. Und herzlich willkommen an euch zum Podcast, für den wir. Habe ich heute gelesen? täglich ganz tief in den Katastrophenjournalismuswerkzeugkasten greifen. Das Coronavirus-Update unter den Tech-Podcasts und er ist der Paul Ronsheimer unter den Tech-Analysten. Gavin Karlmeyer.
00:31 Dennis Horn
Ist das jetzt hier der Aufbau? Ich bin nicht vorbereitet auf so eine Samstagabend-Show-Atmosphäre.
00:37 Gavin Karlmeier
Ja, es ist eine Samstagmorgen-Show-Atmosphäre.
00:39 Dennis Horn
So, aber ich bin froh, dass du mich hier in dein Wohnzimmer heute lässt. Vielen Dank. Der Klaus Strunz des Internets, Dennis Horn.
00:50 Gavin Karlmeier
Also, wir haben schon jetzt den Eindruck, wir haben so viel zu sortieren. dass selbst das die längste Folge bisher überhaupt wird. Richtet euch schon mal darauf ein. Wir müssen einiges besprechen und haben gedacht, das kann nicht bis Montag warten und wir beginnen mit einem Einspruch.
01:11 Dennis Horn
Ganz gut, ich glaube, es ist auch ehrlicherweise ein bisschen Notwehr, weil wir hätten die Montagsepisode nicht gestemmt bekommen, wenn wir diese Wusste Durch die wir uns heute noch kurz kämpfen müssen, wenn wir die auch noch hätten. Und es ist so ein bisschen, das habe ich dir eben schon so in unserem kleinen Vorgespräch gesagt, es ist jetzt schon, weil so viel ist, ein bisschen Glückssache. Dass man nichts vergisst oder keine Perspektive außen vor lässt, weil es ist wirklich unglaublich viel passiert an diesem Freitag. Aber du wolltest anfangen,
01:42 Gavin Karlmeier
Ja, ich wollte anfangen mit einem Einspruch des Weißen Hauses. Und das ist ein Nachsatz zu den Twitter-Files, die wir ja vor vielen Tagen hier besprochen haben. Das haben wir verpasst zwischendurch. Aber das wird wichtig heute. Und deswegen starten wir mit dem, was Karine Jean-Pierre gesagt hat, die Sprecherin des Weißen Hauses am vergangenen Montag. Sie hat gesagt, es ist aber ein interessanter Zufall, dass die Unterlagen, die Twitter-Files, voll mit alten Nachrichten ausgerechnet jetzt veröffentlicht werden. In der Zeit, in der Twitter mit sehr ernsten Fragen konfrontiert ist über das wachsende Ausmaß von Hass und Antisemitismus auf der Plattform. Und den Fragen dazu, wie das sein kann. Und sie sagt, was hier passiert, die Twitter-Files, sind ein Ablenkungsmanöver, gezielt gestreut von Elon Musk.
02:37 Dennis Horn
Und das ist ja tatsächlich so ein bisschen das, was wir Elon Musk eigentlich seit Anfang an so ein bisschen auch vorwerfen, dass er eigentlich die ganze Zeit. überall auf der Fläche Feuer legt, in der Hoffnung, dass wir bloß nicht dahin schauen, wo es gerade tatsächlich brennt. . Und das passt so ein bisschen ins Bild. Also warum gerade jetzt, warum diese überdramatisierte Veröffentlichungsdramaturgie, sie Twitter Files zu nennen, und diese Information, dieser also nicht ganz so spektakulär sind, wie Elon Musk uns gerne glauben machen würde. Ich kann also genau diesen Vorwurf ein bisschen verstehen. Das Einzige, was daran halt so ein bisschen ärgerlich ist, ist natürlich. . dass er Elon Musk in die Karten spielt, wenn die Regierung, die demokratische Regierung der USA sagt, ähm und da quasi den kompletten Mechanismus angreift oder ihm vorwirft, ähm, es geht gar nicht darum, was da veröffentlicht wird, sondern dass es veröffentlicht wird und das sei ein Ablenkungsmanöver. Das könnte man der Regierung natürlich in gewisser Weise auch zurückvorwerfen und sagen: Natürlich geht er jetzt einfach nur auf die Tatsache, dass hier diese Dokumente veröffentlicht werden, weil es. Gegen euch geht, zumindest aus der Perspektive von Elon Musk.
03:48 Gavin Karlmeier
So und weil es ein solches Ablenkungsmanöver ist, widmen wir ihm Zeit, nicht um die Ablenkung mitzumachen, sondern damit wir das schön auseinandernehmen können. Diese Twitter-Files hat Elon Musk selbst ja so dargestellt, so nach dem Motto, naja, also wir zeigen mal, wie hier alle, die das Unternehmen bisher geleitet haben, Zensur betrieben haben. Es gibt andere, die sagen, eigentlich zeigt es nur, dass die Führungsebene von Twitter sehr gewissenhaft darüber diskutiert hat, wie das anzuwenden ist, wenn Hass auf der Plattform existiert. Und jetzt haben wir Twitter Files Part 2 seit heute. Da hat diesmal eine Journalistin. einen eine Reihe interner Nachrichten aus dem Unternehmen wieder veröffentlicht. Sie sagt, das ist der Beweis eben dafür, dass hier Zensur existiert hatten. Und zwar diesmal in Form von Von schwarzen Listen. Sie verwendet diesen Begriff, der ist mittlerweile ja auch schon so ein bisschen durch wegen der Begriffe Schwarz und Weiß, also im Grunde von Blocklisten. die missliebige Tweets und Inhalte daran hindern sollten, trending topics zu werden und auch die Sichtbarkeit ganzer Accounts einschränken sollten.
05:15 Dennis Horn
Ja, sie führt das ja an mit so Screenshots aus der Oberfläche, die offenbart, das Moderations Team oder das Administrationsteam hinter Twitter gehabt hat, also quasi das Backend und die The Screenshots von Profilen, die bekommen solche bunten Bubbles. Also da sind dann so Bubbles bei wie Verified, für verifizierte Profile oder Active für Profile, die offenbar viel machen. Dann steht da, wann die sich angemeldet haben, ob die mehrere Accounts benutzen, ob sie Strikes haben, diese Accounts, also alle diese Sachen. die tatsächlich interessant sind, wenn man die Content-Moderation betreibt, um zu schauen, okay, ist der schon mal auffällig geworden oder ist es eben ein verifizierter Account oder veröffentlicht der Inhalte, die. . . für uns sowieso schon problematisch sind oder öfter gemeldet wurden. Und was sie als Beleg dafür nimmt, ist eben, dass es solche Bubbles gibt, die die um den Namen Search Blacklist oder the do not amplify. Also dass es quasi eine liste gibt in der Menschen auftauchen oder eine Kategorie, wo Profile drin markiert werden können, die dann eben in der Suche nicht mehr auftauchen oder die zum Beispiel keine Trendings mehr initiieren können, weil sie eben auf der Trends Blacklist stehen. Also, dass es quasi de facto ein Shadowbanning gibt oder gegeben hat auf Twitter.
06:39 Gavin Karlmeier
So, Twitter selbst hat aber immer bestritten, dass es ein solches Shadowbanning gibt und dass das angewendet würde bei Nutzern. Es gibt es übrigens ja nicht nur auf dieser Plattform als Diskussion, es ist bei Instagram auch ein Thema. ob es so etwas im Hintergrund gibt. Das die Herausforderung allein schon bei der Diskussion darüber ist, dass es gar keine Einheitliche Definitionen dafür gibt. Was ist Shadow Banning? Und es kann durchaus sein, dass Twitter das gar nicht als solches betrachtet hat. Weil es hier eben diese sehr ausführliche Diskussion über die Frage, wie man mit problematischen Inhalten auf der Plattform umgeht, gab. Und andere sagen, naja, das ist dann ganz eindeutig Shadowbanning und ich glaube, man sollte mindestens aus einer komplett neutralen Position heraus festhalten. dass es erstens eine Debatte hierüber gegeben wird und es gegeben hat bei Twitter im Unternehmen und auch bei anderen Plattformen und Konzernen. Und zweitens, dass was das Ergebnis dieser Debatte ist, nicht so transparent gemacht wurde wie es transparent sein müsste, damit solche Entscheidungen überhaupt erst einmal nachvollziehbar sind. Das war ja auch bei Trump so. Da hat man ja kolportiert, dass Jack. Dorsey irgendwo im Urlaub war und sich dann in so ein Meeting zugeschaltet hat und das von da aus irgendwie so entschieden hat und alles hatte, ein wenig was von Willkür. Also, dass man zu der Entscheidung kommt, wir sperren hier Accounts Da hat man immer gesagt, das ist vielleicht durchaus in Ordnung. Aber der Weg dorthin, der war schon immer ein Problem. Und da sind wir auch wieder in diesem ganz klassischen Zerrfeld. Auf der einen Seite sagt man, Jo, ist ein Privatunternehmen, auf der anderen Seite hat es ein solches Gewicht in der öffentlichen Debatte, dass wir hier darüber sprechen müssten, wer legt denn solche Regeln eigentlich fest und müsste das nicht eher die Gesellschaft machen. die sowas festlegt. Und wenn man das dann gemeinsam verabschiedet und festlegt, dann hätte man es vielleicht auch irgendwie transparent. Und diese Transparenz haben die Unternehmen natürlich. So nie hergestellt ist. Das kann man, glaube ich, trotz allem feststellen.
08:50 Dennis Horn
Ja, definitiv. Und das ist ja auch genau der Vorwurf oder der Punkt, der eben verfängt, wenn man diese Leaks, die es ja am Ende auch wieder sind. Also beim letzten Mal waren das ja durch. Durchgestochene E-Mails, diesmal ist es ein Zugang ins Backend für diese Journalistin. Das ist genau der Punkt, der verfängt, weil man das Gefühl hat, ja, ich verstehe, warum hier Intransparenz vorgeworfen wird. Das ist ja der Punkt. Also Tatsächlich wussten wir als NutzerInnen offiziell nicht, dass es diese Blacklists gibt, die dazu führen, dass wir in Suchen nicht mehr auftauchen oder keine Trends mehr setzen können. oder eben nicht mehr verstärkt werden durch den Algorithmus. Was so ein bisschen das Problem ist, finde ich, dass hier natürlich wieder sehr Es ist eine sehr klare Brille, wie diese Geschichte erzählt wird. Sie wird sehr dramatisiert und viele dieser Sachen sind eigentlich nicht überraschend und auch nicht neu. Also, bevor wir jetzt darauf kommen, dass es auch Belege darüber gibt, dass das gar nicht neu ist, finde ich allein schon diesen Vorwurf, dass es eben die Search Blacklist gibt, die ich weiß nicht, ob es dir auch so geht, aber ich kenne persönlich auch Beispiele von Menschen, die ich kenne, die ich nicht suchen kann. beziehungsweise die ich über die Suche nur finde, wenn ich ihr komplettes Handle eingebe, die mir nie vorgeschlagen werden. Das heißt, ich kenne tatsächlich die Erfahrung, dass Menschen eben auf so einer Liste stehen, dass sie eben über die Suche nicht mehr empfohlen werden. Was ihr also als Riesen Coup verkaufen verkauft wird, ist eine Sache, die offensichtlich war. Das Problem ist, dass Jack Dorsey ja tatsächlich gesagt hat. Shadowbanning passiert nicht auf der Plattform. Darin gibt es Tweets und Screenshots und selbst Twitter hat 2018 das nochmal getwittert, dass Shadowbanning nicht stattfindet. In der Tat, weil was du sagst, stimmt natürlich auch. Der Begriff des Shadowbannings, der ist nicht klar definiert. Wo fängt das an, wo hört das auf? Aber im Grunde ist das, was bis hierhin erstmal vorgeworfen wird, jetzt noch keine Riesenüberraschung.
10:46 Gavin Karlmeier
Ja, und es war auch nie nur aus der Sicht von Nutzerinnen und Nutzern ersichtlich, was da passiert, so wie du das gerade beschreibst aus der Praxis, sondern auch Twitter selbst hat vielleicht dementiert, dass es Shadowbanning gibt. Aber auch schon immer gesagt, dass es durchaus, wenn hier Nutzerinnen und Nutzer gegen die Regeln verstoßen, dass es dann die Sichtbarkeit von Tweets oder ganzen Accounts einschränken kann. So, es war eben nur nicht transparent. Nach welchen Kriterien das geschieht. So, jetzt kommt diese Journalistin. Wir haben ihren Namen übrigens noch nicht gesagt, das wird gleich noch wichtig. Barry Weiss heißt sie. Und die hat dann so ein paar Fälle hier zusammengetragen und sie haben schon wieder eine ganz klare politische Richtung, was hier aufgedeckt wurde. Also sie hat sich auf so ein paar Accounts konzentriert, da gehört ein konservativer Aktivist aus den USA dazu, Charlie Kirk. Ein Stanford Arzt, äh Jay Battacharya, dann Caja Rajik, die einen Account betreibt, der heißt Lips of TikTok. Und das ist ein Account, der hat Unternehmen angegriffen, die geschlechtsangleichende Pflege anbieten für Transgender-Jugendliche. ähm also das ähm nicht unternehmen ähm krankenhaus das das Boston Children's Hospital zum Beispiel Da gab es dann eine Bombendrohung gegen dieses Krankenhaus im Anschluss und der Account-Lipse auf TikTok ist gesperrt worden. Nicht dauerhaft. Das hatten einige NGOs gefordert, dann unter anderem. Aber hier wird dann eben beschrieben, wie es unter anderem diesem Account an den Kragen ging. Das heißt, die politische Richtung, schon wie bei Twitter Files Part 1, Matt TIB, sagt im Grunde aus, hier wurden konservative Inhalte, Inhalte, die den Republikanern nahestehen, vielleicht auch rechtsgerichtete Inhalte, die wurden runtergerankt. Und das spricht dann wieder zwischen den Zeilen eine ganz eindeutige Sprache.
13:02 Dennis Horn
Ja, genau. Weil tatsächlich, was sie ja nicht veröffentlicht in ihren zahlreichen Leaks. die übrigens teilweise auch Screenshots von privaten Slack-Nachrichten aus dem Jahr 2021 vom ehemaligen Head of Trust and Safety von Joel Roth, über den haben wir hier auch schon öfter mal gesprochen. . beinhaltet, also tatsächlich auch wirklich vertrauliche Informationen, die wahrscheinlich, also, ja, aber ich will damit gar nicht anfangen, weil wir haben auch letztes Mal schon darüber gesprochen, wie man das einzuordnen hat, wenn interne E-Mails veröffentlicht werden. Aber was dieser Leak eben nicht beinhaltet, ist ein eine Idee von dieser Blacklist, eine Liste, eine Einordnung, vielleicht sogar ein Einordnung, in welche politischen Lager die Menschen zu verteilen sind. Weil wenn man sich das mal anschaut, diese sehr klare Linie, welche Screenshots sie hier angehangen hat, dann soll natürlich ein Bild gezeichnet werden. Twitter ist vorgegangen gegen Leute, die eben gegen die Gegen die Idee von Demokraten verstoßen oder den widersprechen. Also dieser Arzt, den du eben genannt hast zum Beispiel, der auch auf dieser Trance Blacklist steht, den sie hier auch gescreenshottet hat, der hat damals gesagt, dass Corona-Lockdowns Kindern schadet. Das war so die Hauptthese, die ihn irgendwie ausmacht. Und das erklärt sie natürlich sehr wohl als Nebensatz hier, um den einzuordnen. Interessanterweise hat sie das über diese Lips auf TikTok, was du eben erzählt hast. Nicht eingeordnet. Das heißt, diese Dinge, die sie hier beschreibt, die Attribute, die sie den Menschen zuordnet und welche Accounts sie ausgewählt hat, ist so klar in seinem Framing, dass hier ein klares Bild entsteht. Twitter hat politisch Meinung bezogen. Und das lässt sich überhaupt nicht decken, wenn wir die Gegenseite nicht kennen, wenn wir nicht wissen, wie viele Menschen aus dem, aus dem in Anführungsstrichen, linken Lager denn eventuell auch geblacklistet oder geschadowbaned sind. Und ich würde die These aufstellen, dass sich das tatsächlich die Waage hält.
14:58 Gavin Karlmeier
Ja, und jetzt ist klar, ähm wie wir darauf antworten und wie kritisch wir mit diesen Twitter-Files wieder umgehen. Diese Dinge waren auch bekannt. Das ist übrigens, was hier kritisiert wird. Als Moderationsstil. Ist übrigens ziemlich genau das, was Elon Musk selbst auch angekündigt hat, als Maxime für die Content-Moderation. Also er hat auch selbst gesagt: Freedom of Speech ist nicht Freedom of Reach. negative Tweets, Hasstweets will erunterboosten, demonetarisieren, die würde man auch nicht finden, bevor man sie nicht ganz spezifisch sucht, so wie das im Internet üblich ist. Das hat er am 18. November selbst getwittert. Und es ist genau das, was hier angemakert wird.
15:43 Dennis Horn
Ich habe genau das auch aufgeschrieben. Ich finde das auch sehr, sehr, sehr verräterisch. er genau das gefordert hat oder gesagt hat, das wird jetzt hier unsere Maxime. Und das jetzt hier plötzlich zu einem Problem wird auf der anderen Seite Und was ich daran eben auch noch sehr spannend finde und sehr bemerkenswerk, ich habe ja eben gesagt, das ist alles nicht so neu, man hat es am eigenen Leib erfahren können, aber es gibt auch Beweise, dass das schon in der Welt steht. Arm von der Weiß, hat im Juli 2020 schon mal Screenshots veröffentlicht, die aus einem Hack stammen. Ein Hack des Backends. Das war der Hack, den wir damals erlebt haben, also Accounts wie Elon Musk übrigens oder Bill Gates. oder Apple, so Cryptocurrency Tweets veröffentlicht hat. Also ein Hack, der über ganz Twitter gereicht hat. Und in diesem Hack sind diese Screenshots, das ist noch online, dieser Artikel von 2020, wo du genau diese Bubbles sehen kannst, an die Hast du hast du. diesen Accounts, wo so Sachen dran stehen wie Trans Blacklist. Also genau diese Dinge, die hier jetzt gerade so als die große Neuerung verkauft werden, sind eigentlich längst in der Welt. Es hat die Leute nur nicht gestört, beziehungsweise sie haben es damals als Beweis genutzt. um zu sagen, es gibt ja eigentlich schon Shadowban auf Twitter. Aber es ist jetzt gerade nicht so der große Knall, den Sie sich davon eigentlich versprochen haben, ehrlicherweise. Oh, ich habe das Wort ehrlicherweise gesagt.
17:07 Gavin Karlmeier
Abgesehen. Du hast ehrlicherweise gesagt.
17:11 Dennis Horn
Möchtest du dich entschuldigen dafür? Ich wollte mich kurz entschuldigen. Mir wurde gesagt, ich benutze das Wort ehrlicherweise sehr, sehr oft und das Wort bemerkenswert. Beides werde ich nicht einstellen, aber wir zählen mit.
17:24 Gavin Karlmeier
Und ich habe gesagt, dass ich so, dass ich das nicht mehr machen soll. Also gut, wir versuchen es. Äh, Barry Wise, die hier etwas bei Twitter dann aufgedeckt hat, in Anführungszeichen, hat damit natürlich erstens etwas aufgedeckt, was andere Unternehmen. auch getan haben. Wir kennen das alles von YouTube. Auch da wurden grenzwertige Inhalte eingeschränkt, bisher immer wieder. Von Facebook, von Instagram. Also die das ist ein Thema in der gesamten Branche. Es ist Quatsch zu sagen, das sind Twitter-Files, aber Barry Wise hat versprochen, von ihr und Matt Tai B sei noch mehr zu erwarten. Und das ist, glaube ich, nochmal ein interessanter Punkt, dass wir ein bisschen auf diese JournalistInnen Schauen. Da war jetzt nicht nur Barry Weiss dran beteiligt, die als Meinungskolumnistin zu New York Times gegangen ist, 2016, um so ein bisschen mehr das konservative Lager dort zu repräsentieren. Ist da schnell angeeckt und 2020 hat sie mal einen recht kruden Vergleich gebracht. André Vatter hat das bei Mastodon gepostet. Da gab es irgendwie Widerspruch, inhaltlichen Widerspruch. Den hat sie Mobbing genannt. Hat die Corona-Gefahr geleugnet, wehrt sich gegen Cancel Culture, gibt heute ein Newsletter heraus. Und schreibt für die Welt übrigens gegen die Revolution der Wokeness. So. Also das nur um sie einzusortieren. Und sie hat hier offenbar mit einer rechten Aktivistin zusammengearbeitet für diese Twitter-Files, die heißt Abigail Schreer. Die selbst mal ein Buch geschrieben hat darüber, wie der Transgender-Wahnsinn unsere Töchter verführt. Das Zitat. Und Abigail Shrier hat ganz interessant getwittert. Dass sie Zugriff hatten auf das Twitter-Backend, also eine Art Administratoren-Administrationszugriff. Weil nur dort kann man solche Dinge, wie du sie eben auch beschrieben hast, welche Formen von Einschränkungen Für die einzelnen Accounts oder den einzelnen Tweets dann gegeben wurde. Nur dort kann man das überhaupt sehen. Das heißt, hier hat Twitter unter der neuen Führung von Elon Musk. rechtsgerichteten Publizistinnen einen ordentlichen tiefen Zugriff ins System Twitter gegeben. Das an sich finde ich schon einen, um in deiner Sprache zu bleiben, bemerkenswerten Vorgang.
20:18 Dennis Horn
Total. Also vor allem, wenn du dir anschaust, was diese Leute eben verbindet, dass sie sich so ein bisschen vom, in Anführungsstrichen, also würden sie es wahrscheinlich selber nennen, vom Mainstream-Journalismus abgewendet haben, weil sie eben nicht bei der New York Times oder wie Matt Tai B bei dem beim Rolling Stone irgendwie länger bleiben konnten. Die beiden sind auch sich selber gar nicht so unbekannt. Also Barry Wise hat 2021 einen Podcast veröffentlicht, wo Matt High B. ein Gast war. Also ich könnte mir vorstellen, dass er schon eine Art Verbindung besteht, die Eher so aus so einem Revoluzartum herausrührt, was natürlich absurd ist. Aber ich finde es schon erstaunlich, dass das hier alles so Figuren sind, die eigentlich im klassischen Erstaunlich ist fast das falsche Wort, nicht überraschend, trotzdem leider erstaunlich, ist vielleicht richtig gesagt, die im klassischen Journalismus aus solchen Gründen halt keine Fuß mehr fassen konnten.
21:15 Gavin Karlmeier
So und was sagt Elon Musk jetzt? Wir arbeiten an einem Update für Twitter, das den In Anführungszeichen wahren Kontostatus anzeigt, damit man genau weiß, ob man gebannt wurde, den Grund dafür kennt und Einspruch erheben kann. Das finde ich übrigens grundsätzlich eine gute Sache. Ich habe nur kein Vertrauen darin, dass das genauso zuverlässig und vertrauenswürdig eingerichtet wird.
21:40 Dennis Horn
Ich würde auch die These aufstellen, dass das ein Twitter Blue-Feature wird, ehrlicherweise. Also abwarten, aber er braucht Argumente für Twitter Blue, denn bislang gibt es nur den blauen, goldenen oder grauen Haken und der Rest ist coming soon, wie wir wissen. Ich könnte mir vorstellen, dass sowas an Twitter Blue Feature wird. Ich habe übrigens auch dazu eine kleine persönliche Anekdote. Ich wollte vor etlichen, also es ist wirklich schon lange her, mal ein Werbekonto erstellen bei Twitter. Und das ging nicht. Mir wurde nämlich gesagt, dass mein Konto für das Schalten von Werbeanzeigen gesperrt sei. Ich weiß bis heute nicht warum, aber es ist bis heute der Fall. Und dementsprechend muss es auch irgendeinen Tick geben, der bei mir im Backend gesetzt ist, der eben mir nicht ermöglicht, meine Tweets zu zu versponsern. Nicht, dass ich das jetzt noch machen möchte, aber es gab durchaus mal Situationen in der Vergangenheit, wo es vielleicht sinnvoll gewesen wäre. Ähm, dementsprechend, da scheint es, also ich finde es auch interessant, ich finde das ja auch keine falsche Entscheidung zu sagen, dieser Account-Status wird offengelegt und du hast die Möglichkeit zu erfahren, wenn du Geschadowbanst bist beispielsweise, aber abwarten, ob das tatsächlich so transparent funktioniert wie gewünscht, denn das Problem ist, oder zur Wahrheit gehört ja auch. Wenn es die Möglichkeit gibt, diesen Account-Status einzusehen, dann werden die Leute aus allen politischen Spektren ihren Account-Status screenshotten und dann wird man sich relativ schnell ein Bild davon machen können. Ob es tatsächlich so einseitig ist, wie das Barry Weiss und Cia mit dem Lied Glauben machen wollte.
23:06 Gavin Karlmeier
Er könnte ja auch weiter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern einen ordentlichen Zugriff geben. Um hier wirklich eine neutrale Instanz das zeigen zu lassen. Möglicherweise ist es nicht gewünscht, aber man munkelt, das ist auch so ein Faktor zu flache Witze. In diesem System gibt und ich glaube, der hat bei dir zugeschlagen. Wir bleiben beim Thema Accounts, in dieser Account-Welt. Weil äh hier auch noch ein paar interessante Dinge geschehen sind. Es gibt ja diese Amnestie, die Generalamnestie für Gesperrete Accounts, die Elon Musk angekündigt hat. Das scheint jetzt nach und nach zu geschehen, und auch hier lesen wir von sehr vielen rechtsgerichteten Accounts, die irgendwie zurückgekommen sind. Es gibt einen Bericht über Roger Stone und Laura Lohmer. Roger Stone ist 2017 vor fünf Jahren gesperrt worden, weil er JournalistInnen angegriffen hat. Und Laura Luhmer ein Jahr später wegen Hasskommentaren. Und die beiden haben dann auch getwittert, jetzt als sie wieder zurück waren. Sie sind nicht verifiziert Haben aber immer noch ihre hunderttausende Follower und haben getwittert ein Dankeschön jeweils an Elon Musk. Es sind Nutzerinnen und Nutzer dabei der extrem Rechten, die die Desinformationen verbreitet haben. Und das scheint jetzt so eine Menge an Accounts zu sein, die dann durchaus auch eine große Followerschaft hinter sich geschart hatten.
24:47 Dennis Horn
Ja, ich fängt es halt an, unangenehm zu werden. Also nachdem es die ganze Zeit nur chaotisch und katastrophenjournalistisch und touristisch ist. war, kommt halt, kommen halt jetzt diese ganzen finsteren Gestalten zurück, die halt anfangen tatsächlich, sie werden ja nicht Es gibt ja keine Besserung, im Gegenteil. Diese ganzen Leute werden hier ihre Desinformation weiterverbreiten und jetzt wird es schmutzig, würde ich sagen.
25:17 Gavin Karlmeier
Es gibt einen früheren Softwareentwickler, der hat auch vor acht Jahren für Twitter mal eine Zeit lang gearbeitet, Travis Brown. Der hat letztes Jahr ein Online-Projekt gestartet, um Hasskommentare auf Twitter zu verfolgen. hat einen Datensatz auch zusammengestellt mit Konten, die jetzt wieder zugelassen wurden. Und das sind Nutzerinnen und Nutzer, die in ihren Kurzbios in den Twitter-Accounts. sich auf Q'n beziehen, entsprechende Hashtags verwenden, die zu Rechtsextremisten gehören Auch ein Miley Cyrus Fan-Konto, das irgendwie nur mit irgendwelchen fiesen Growth-Hacks groß werden wollte, also eine sehr. Weirde Mischung, NFT-Bewerbung gehört dazu, Krypto. Und einige derer, die jetzt zurück sind, das hat CNN überprüft. Haben wir erstmal schnell damit begonnen, Verschwörungstheorien zu teilen über Corona, über die Präsidentschaftswahlen 2020 nochmal neu. Also man merkt hier durchaus welche Mischung und welche toxische Mischung an Accounts da jetzt wieder zugelassen wird.
26:33 Dennis Horn
Ja, es ist wirklich besorgniserregend. Also da werden wir auf jeden Fall dranbleiben und noch ein Auge drauf werfen. Ich schätze, dass. dass das aber in seiner ganzen Wucht tatsächlich erst über die nächsten Wochen erkennbar wird, was da tatsächlich gerade auf uns zukommt.
26:49 Gavin Karlmeier
Ja, und in der Frage, was diese Accounts dann eben anstacheln. Und diese Anstacheln und die Dynamiken, die sich daraus ergeben, die sind ja eigentlich die Gefahr, über die wir hier sprechen. Wir bleiben noch ein bisschen beim Thema Accounts und da wird jetzt der Namespace. Wieder freigegeben. Die Zahl fand ich beeindruckend. Anderthalb Milliarden Accounts.
27:19 Dennis Horn
Das ist krass, ne? Also ich das sind ja, also größten, also Elon Musk hat es selber getwittert, deswegen wissen wir gar nicht, ob es stimmt, aber. Vermutlich sind es 1,5 Milliarden Accounts, die jetzt frei werden oder Namen, die frei werden. . Und er sagt, das seien alles Accounts, die nichts getwittert haben oder auch seit etlicher Zeit nicht eingeloggt waren. Das ist schon eine ganz schöne Menge. Ich weiß nicht, was die Leute damit vorhatten, wenn diese, also ich weiß nicht, ob das einfach nur so schlafende Botnetze sind oder auch tatsächlich heere Ziele, die dann nie umgesetzt wurden. Aber The Word hat dazu geschrieben und das finde ich eine sehr schöne, sehr schöne Zusammenfassung. Wenn ihr schon immer auf ein Nickname geshielt habt, der aber lange inaktiv war, vielleicht ist jetzt die Möglichkeit, um mit eurem Account umzuziehen.
28:05 Gavin Karlmeier
Ja, auch Elon Musk hat gesagt, es sind ganz klar Löschungen von Accounts, wo keine Tweets drin liegen und es über Jahre kein Login gab. So, dann lass uns noch ein paar Kleinigkeiten ansonsten abräumen. Twitter Blue. Angeblich jetzt Montag.
28:26 Dennis Horn
Ich bin sehr gespannt. Also ich bin vor allem gespannt, was passiert, wenn Twitter Blue gestartet ist. Also ich bin bereit. mir das anzuschauen. Ich werde das Geld dafür wahrscheinlich nicht zahlen, muss ich dazu sagen. Aber ich werde mir das anschauen.
28:41 Gavin Karlmeier
Auch weil ja immer noch die Gefahr besteht, wenn du das Geld dafür zahlst und du kriegst dieses Twitter Blue-Verifikationshäkchen und dann willst du es doch nicht mehr, dann ist deine Verifikation, die du bisher hast, komplett weg. Wenn sie nicht sowieso irgendwann gelöscht wird. Das wissen wir alles nicht. Mal sehen. Ja. So, und dann haben wir hier noch. Um hier zwischendurch mal so ein paar Kleinigkeiten einfach wegzuräumen. Werbung. Also es sollen neue Kontrollen geben für Unternehmen. um zu kontrollieren, in welchem Umfeld ihre Werbeanzeigen bei Twitter auftauchen.
29:14 Dennis Horn
Ja, und das ist toll. Es wird es nämlich die Möglichkeit geben, wenn du Werbung schaltest, dass du Keywords eingibst, in dessen Umfeld deine Werbung nicht angetan wird gezeigt wird. Das ist ganz klar eine Antwort auf diese Sorge der Brandsafety und auch die Erfahrung, die viele Accounts da gemacht haben, dass ihre Werbung oder viele Werbetreibende gemacht haben, dass ihre Werbung plötzlich immer umfällt von Verschwörungstheorien, von Werbung für Glücksspiel, von Pornographie. Grafischen Inhalten angezeigt wurde, die ja, seitdem eine Moderation so runtergefahren ist, so ein bisschen zugenommen hat, mit ein bisschen mal nicht sehr zugenommen hat. Und den schönsten Kommentar habe ich dazu in einem Tweet tatsächlich gelesen, wo jemand geschrieben hat, Die größte Überraschung an dieser Meldung ist tatsächlich, dass es das hier noch nicht gab. Denn bei Google hast du das tatsächlich schon, diese Möglichkeit, dass du einfach Themenbereiche einfach komplett aus und dessen Umfeld deine Werbung dann nicht geschaltet werden darf. Und Twitter fängt damit jetzt erst an.
30:10 Gavin Karlmeier
Ja, Themenbereiche, ne? Aber was ja nochmal was anderes ist als Keywords, weil da musste ich so ein bisschen lachen, naja, also dann gibst du da dann, und du weißt, dass aus der Spam-Vermeidung in so manchem Tool, wo man dann die Keywords eingeben kann, die man nicht haben, möchte in seinen Kommentaren oder irgendwie so. Und dann muss das aber auch genauso geschrieben werden. Also ich glaube, hier würde mal ein bisschen künstliche Intelligenz helfen, aber das ist wahrscheinlich auch nicht so schnell an den Start zu bringen.
30:36 Dennis Horn
Ja, wir wissen ja auch nicht ganz genau, vielleicht sind Keywords ja tatsächlich Themenbereiche, denn die gibt es ja bei Twitter tatsächlich. Also es gibt ja diese Topics, wenn du bei dir auf dem Profil in deinen Navigationen gehst, dann ist er zwischen diesen ganzen spannenden Punkten wie Twitter Circle zum Beispiel oder den Listen, ist tatsächlich ein Punkt, der heißt Themen und da gibt es solche Themenbereiche. Es könnte sein, dass diese Themenbereiche auch die sind, die du sperren kannst. Auf der anderen Seite weiß ich aber auch nicht, wie schlau diese KI ist oder der Algorithmus ist, um zu erkennen, dass ein Tweet, in dem jetzt der Holocaust geleugnet wird, in einem Themenbereich Holocaust-Leugnung liegt. Und ich weiß auch nicht, ob Holocaust-Leugnung tatsächlich ein Keyword ist. Also es ist ein bisschen schwierig. Ich glaube auch wie du, das ist jetzt eher so ein wirklich so ein bisschen eine Reaktion auf die Sorge der Brand Safety.
31:27 Gavin Karlmeier
Mit Sicherheit.
31:28 Dennis Horn
Aktionismus, ja.
31:29 Gavin Karlmeier
So, dann habe ich hier noch liegen, habe ich mir ausgedruckt die Tweets von James Clayton. James Clayton ist der Tech Reporter in Nordamerika, der BBC. der nochmal, das wollte ich hier noch kurz reinbringen, nochmal Fotos zugespielt bekommen hat aus dem Büroräumen von Twitter mit den Hotelbetten. Und so weiter. Mein Liebling war, dass Elon Musk sich einen Kleiderschrank ins Büro noch gestellt hat Dann gab es da Betten auf den Slipper Lagen, du weißt diese diese Badeschlappen In Plastik eingepackt, die man so im Hotel bekommt, wenn es da noch einen Spa-Bereich gibt. Diese Weißen. Und eine Waschmaschine. damit die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter direkt ihre Klamotten waschen können. Das wollte ich nochmal hier so reingeben. Vielleicht auch als Hinweis an die. Gebäudekontrolleure der Stadt San Francisco, ob hier wirklich entsprechend des Flächennutzungsplans das Twitter-Gebäude, falls Sie diesen Podcast hier hören. Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt San Francisco, ob wirklich hier alles erfüllt ist, wie es von Twitter so behauptet wird.
32:45 Dennis Horn
Ich finde das auch ganz toll, dass auf einem der Fotos noch eine Packung so Kleenext-Taschentücher steht. Die offensichtlich dahingestellt wurde? Ja, großartig. Ich weiß auch nicht, was da der Plan hinter ist.
32:55 Gavin Karlmeier
Da habe ich noch gedacht, also eigentlich, wenn der Style erfüllt werden will, dann müsste diese Box mit den Kleenext-Taschentüchern Noch in so eine silberne, ne goldene Hülle. Wie in so einem Hotel. Also die wollen doch Hotel machen, dann aber richtig.
33:09 Dennis Horn
Meinst du, dass auch eine Bibel im Nachtisch steht?
33:13 Gavin Karlmeier
Aber nur Neues Testament.
33:17 Dennis Horn
Ich finde es ein bisschen schade, dass James Clayton, der offenbar die Möglichkeit hatte, diese Fotos zu machen, nicht einen Blick. in diesen übrigens IKEA-Kleiderschrank von Elon Musk zu werfen, weil ich hab die These BS leer. Und was ich dazu schön finde, ein Kommentar, den Chris Becky auf Twitter geschrieben hat. Elon Musk ist die erste Person, die es seit 70 Jahren erfolgreich schafft, neuen Wohnraum in San Francisco zu schaffen.
33:42 Gavin Karlmeier
Ja, fand ich auch sehr gut. Also, James Slayton hat, um fair zu sein, er hat geschrieben, er hat die Fotos auch nur zugespielt bekommen. Also er hat sie nicht selbst gemacht. Und ich habe gerade noch geguckt, ob ich es schaffe, die Den Namen dieser IKEA-Schranks irgendwie rauszufinden. Das hätte ich ja noch interessant gefunden. Für welches Modell sich Elon Musk entschieden hat. Ist es eher Rackestat oder ist es Paxgrimo? Oder da bin ich nicht ganz sicher.
34:13 Dennis Horn
Also ich hätte gesagt, es ist Hemmnis
34:16 Gavin Karlmeier
Aber ich bin nicht sicher. Ich habe hier noch Syntweak gefunden, aber wirklich, es ist schwierig zu unterscheiden. Vielleicht guckt ihr euch das Foto mal an, schreibt es uns. Ich fände es ganz interessant. Jetzt werden wir zum Abschluss nochmal ein wenig staatstragender und wirtschaftlicher, also die jetzt der seriöse Anzug wieder. Für die Wirtschafts- und Politikberichterstattung hier an dieser Stelle. Der Bundeskanzler. Das ist in Deutschland Olaf Scholz von der SPD. Prüft einen Rückzug von Twitter. Das finde ich ganz interessant. Also da hat das Redaktionsnetzwerk Deutschland mit dem Regierungssprecher, oder zitiert den Regierungssprecher Steffen Hebestreit, der gesagt hat. Ich zitiere das mal hier. Der Bundeskanzler und das Bundespresseamt sehen sich die Entwicklung von Twitter sah der Übernahme durch Elon Musk sehr genau an. Bis hierhin habe ich so gedacht: ja, wachsweiches Statement. Und dann geht es aber weiter, es würde abgewogen zwischen der Entwicklung der Plattform einerseits und andererseits möglichen Alternativen, die man stattdessen nutzen kann. Wir haben den Auftrag, breit über die Arbeit der Bundesregierung zu informieren und wollen dafür möglichst viele Kanäle nutzen, um die User da zu erreichen, wo sie sich ohnehin informieren. Und Twitter ist dabei ein von der Vorgängerregierung etablierter Weg. So, mit dem würden Olaf Scholz rund 600. 000 und Steffen Hebelstrahl rund 100. 000 Follower. erreichen. Und jetzt finde ich, kommt er zu dem Punkt, den wir hier auch schon öfter diskutiert haben. Es wäre zu kurz oder sehr kurz gesprungen, diesen Informationsweg jetzt sofort aufzugeben, ohne eine Alternative zu haben. Trotzdem können wir nicht die Augen verschließen, wenn problematische Entwicklungen auf diesem Netzwerk immer größere Blüten treiben würden. Und es ist übrigens, um das noch kurz hinzuzufügen, dasselbe, was jetzt in Niedersachsen der Landtag sagt. Da ist ja die Landesregierung und der Ministerpräsident Stefan Weil, die haben ja Twitter mittlerweile verlassen. Wenn man auf das Profil von Stefan Weil jetzt geht, steht da, es ist etwas schiefgelaufen. Hab ich mich gefragt, weil und jetzt hat aber der Landtag in Niedersachsen gesagt: Nee, wir bleiben. Auch mit derselben Argumentation, die Steffen Hebestrahl hier nennt, für den Bundeskanzler und die wir auch schon öfter besprochen haben, ist es halt das eine, über dieses Unternehmen zu diskutieren und das andere, die Realitäten anzuerkennen. Der Nutzer, der Nutzung.
36:53 Dennis Horn
Mich hat tatsächlich dieser Verweis auf die Vorgängerregierung tatsächlich beschäftigt, weil ich dachte, dass gerade Olaf Scholz mit seiner enormen Twitter-Pri. . enorme Twitter-Präsenz, sehr, in Anführungsstrichen. Doch hier nach meinem Ermessen eine Möglichkeit genutzt hat, die seine Vorgängerin Angela Merkel so ein bisschen hat liegen lassen, denn die Kommunikation von Angela Merkel auf Twitter war sehr ähm Null. Also es gab eigentlich keine. Es gab eben den Regierungssprecher, auch einen Steffen Seibert, der da ein bisschen was gemacht hat und ein bisschen was veröffentlicht hat, aber Die hat da nicht stattgefunden und ich glaube für Olaf Scholz ist das natürlich super ärgerlich, wenn jetzt mit Twitter etwas wegbricht, was er tatsächlich machen konnte, um da mal ein bisschen nahbarer zu wirken. Ist so meine Einschätzung. Also ich glaube, für ihn ist das vor allem ein Instrument, um überhaupt zu zeigen, dass er nahbar ist, dass er da ist. Wenn das wegbricht, das ist natürlich ärgerlich. Das ist so meine Einschätzung.
37:50 Gavin Karlmeier
Würde ich auch sagen. Von der Politik zum Abschluss noch in die Wirtschaftsberichterstattung. Und das ist jetzt ein Thema, da muss ich wirklich an dich übergeben, weil da bin ich gar nicht drin.
38:00 Dennis Horn
Also meine wirtschaftswissenschaftlichen Fähigkeiten begrenzend enden ja auch in der kaufmännischen Ausbildung, die ich immerhin gemacht habe. Also ich versuche das mal kurz zu fassen. Also die Banker von Elon Musk. scheinen ihm nahezulegen oder vielleicht sogar zu erwägen, dass viele der Schulden, mit denen er das Unternehmen Twitter beladen hat, quasi auf ihn zurück umzulegen Um das Unternehmen Twitter für InvestorInnen attraktiver zu machen. Denn jetzt gerade ist es so, dass das Unternehmen Twitter, so wie es mit Schulden beladen ist, ungefähr 1,2 Milliarden Dollar Zinsen im Jahr zu zahlen hat. Und das führt dazu, dass es als Unternehmen, als Investment nicht so eine dolle Partie ist. Das Problem im Umkehrschluss hieße aber, dass, wenn Elon Musk persönlich verantwortlich wird für die Erfüllung diverser Schulden, dass er dafür Tesla-Aktien abstoßen müsste. Und das wiederum. würde dazu führen, dass die Tesla-Aktie als solche tatsächlich weniger attraktiv wird, weil ein Inhaber, ein äh, also ein Er ist ja nicht wirklich Gründer, aber er hat zumindest erworben, dass er sich Gründer nennen darf. Der Aktien eines Unternehmens abstößt, das macht keinen guten Eindruck. Und das ist ein Dilemma, vor dem er steht, das aber wahrscheinlich absehbar gewesen ist. Wenn das irgendjemand, der Wirtschaftswissenschaftler ist, noch kompakter und erklären kann oder mich sogar korrigieren kann. Schickt uns sehr gerne eine Nachricht, wir nehmen das hier auf. Ich konnte das jetzt nur bis hierhin so wiedergeben. Und ich hoffe, du konntest mir zumindest folgen, Dennis.
39:34 Gavin Karlmeier
Ich konnte dir folgen und ich würde ja auch sagen, dass diese Wechselwirkung zwischen Twitter und Tesla mit die spannendste Geschichte so im Hintergrund ist, wie ich finde. Also was. Passiert, wenn China Druck auf Twitter ausübt und droht dem Absatzmarkt von Tesla zu schaden. Also solche Fragen zum Beispiel finde ich super interessant. Und das war selbstverständlich absehbar. Interessanterweise habe ich nicht so viel Davon wahrgenommen, wie sich Elon Musk im Vorfeld zu dieser Frage geäußert hat. Ich glaube, da gab es gar nichts groß, aber ich finde das jetzt so im Hintergrund mit einer der spannendsten Geschichten, wie viel Druck da wo genau herrscht. Und gar nicht mal unbedingt der finanzielle so für sich, sondern ich finde die Frage nach dem nach dem politischen Druck auch eine sehr interessante.
40:26 Dennis Horn
Total, und ich könnte mir auch vorstellen, dass genau dieses Debakel auch einer der Hauptgründe war, warum er im April, Mai dann doch relativ schnell ein Rückzieher von diesem Kaufangebot an Twitter gemacht hat. Weil eben diese Wahrnehmung. Die er da irgendwie halten muss, zwischen auf der einen Seite jetzt ein Social Network zu betreiben und auf der anderen Seite aber eigentlich ja ein wirtschaftlich funktionierendes System mit seinen Elektroautos, mit SpaceX und so weiter zu haben. Das wird er gesehen haben oder das wurde ihm gezeigt. Also, ich kann mir schon vorstellen, dass das einer der Gründe war, warum dieser Kauf sich dann doch so lange hingezogen hat.
41:09 Gavin Karlmeier
So. Ich finde, es ist ein guter Moment, hier den Sack zuzupacken.
41:18 Dennis Horn
Achso, bitte sehr. Und zwar sieht Twitter gerade einer Klage noch entgegen dem Unternehmen, das Unternehmen Twitter. Das ist jetzt erst bekannt geworden oder hat zumindest jetzt Axius gemeldet. Ähm, denn tatsächlich wurde in den Kündigungen der ähm EntwicklerInnen offensichtlich Gender Discrimination betrieben. Denn die Menschen, die entlassen wurden, seien zu 63% Female. Das heißt, es ist ein Ungleichgewicht. Und diese Klage, der schaut Twitter jetzt auch noch entgegen. Also auch das noch. Als wäre das alles bis hierhin nicht genug gewesen. Nur der Vollständigkeit halber, damit wir euch vielleicht in ein Wochenende entlassen können. Vielleicht auch nicht. Vielleicht hören wir uns morgen schon wieder.
42:01 Gavin Karlmeier
Spätestens aber Montag. Also. Ich hab grad nochmal die Twitter-Accounts von Elon Musk, Matt Navara, Zoe Schiffer und Casey Newton gecheckt, ob es noch irgendwas in der Zwischenzeit in diesen jetzt über 40 Minuten gab, was wir hier hinzufügen sollten. Es ist Ruhe. Zumindest nach dem jetzigen Wissensstand und damit können wir uns guten Gewissens verabschieden. Und wir schauen mal, Gavin, ob wir uns morgen hören oder erst am Montag wieder.
42:29 Dennis Horn
Ich freue mich auf jeden Fall drauf und freue mich, dass wir das hier doch sortiert gekriegt haben. Vielen Dank, Dennis, und bis sehr bald. Bis sehr bald.