Was steckte hinter @BR24-Gate? Wir haben die Lösung – und sprechen direkt mit dem Social Media-Team-Lead von @BR24.
Aber wir sprechen auch über Metas Entwertung der blauen Haken, über die neue Codebasis von „X“ und über jemanden, der kurz überlegt hatte, TikTok zu kaufen.
➡️ „Haken dran“ hat einen Discord-Chat, in dem sich zahlreiche Social Media-Menschen über alles austauschen, was sie lieben – und hassen. Mitmachen könnt ihr hier: http://www.hakendran.org
Transkript
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00:01 Intro
Haken dran, das Social Media Update der CT.
00:05 Gavin Karlmeier
Hallo Roland. Grüß dich, Gavin.
00:09 Roland Hindl
Dass ich diesen Satz mal sagen darf. Na immerhin sagst du ihnen richtig. Das ist keine Selbstverständlichkeit hier. Ich habe ihn geübt. Vom Spiegel immer heimlich. Grüß dich, Gavin. Grüß dich, Gavin. Der ist ja Copyright Dennis Horn, eigentlich dieser Satz. Na jedenfalls, ich will dich kurz vorstellen, damit die Leute alle wissen, wer du eigentlich bist. Du bist Roland Hindel und in deinem Xing-Profil steht BR24 Teamlead Social Media. Und in deinem LinkedIn-Profil steht Koordination der Drittplattform BR24. Was stimmt oder stimmt beides?
00:46 Gavin Karlmeier
Sag, dass du beim Öffentlich-Rechtlichen bist, ohne dass du sagst, dass du beim Öffentlich-Rechtlichen bist. In meine Signatur darf ich schreiben: Koordinator der Drittplattformen bei BA24. Was so viel bedeutet wie ein Team Lead Social Media.
01:00 Roland Hindl
Also und für Xing hast du dir gedacht, das finden die Hierarchen ähnlich.
01:06 Gavin Karlmeier
Ich weiß gar nicht, ob noch jemand auf Xing ist. Das ist doch so ähnlich bevölkert wie Vero. Niemand ist bei Xing.
01:14 Roland Hindl
Schön, Vero. Ich werde mich nie vergessen, weißt du noch, Peach, erinnerst du dich noch an Peach? Das war ein soziales Netzwerk, das war so Weihnachten 2000. 15 würde ich sagen, war das groß, so für drei, vier Tage. Und wenn du das installiert hast, konntest du oder musstest du dich mit Facebook anmelden. Hast du dich dort mit Facebook angemeldet? hat Peach aber an alle deine Facebook-Freundinnen und Freunde eine Einladung geschickt, dass sie sich doch bitte auch bei Peach anmelden sollen. Was dazu führte, dass mir wahnsinnig viele Leute entfreundet haben, weil sie sich gedacht haben, ich wurde gehackt. Ich musste da eine Nachricht schreiben, falls ihr das Gefühl hattet, ich wurde gehackt. Nein, es tut mir leid, das war ich.
01:53 Gavin Karlmeier
Sehr schön. Nee, Peach ist tatsächlich an mir vorbeigegangen. Eines der Lieblingsnetzwerke, die ich hatte, war Jo.
01:59 Roland Hindl
Yo, das war auch geil. Haben wir hier schon mal drüber gesprochen und dann habe ich das so richtig abgefeiert, yo, und dann wurde mir mitgeteilt hier von den Hakis aus dem Discord. dass Jo ein problematisches Netzwerk sei, weil das von Menschen, die zum Beispiel Anschläge verüben könnten, das genutzt haben als Signal zum Loslegen. Oh, okay, gut.
02:21 Gavin Karlmeier
Wir haben es immer nur genutzt. Eine Kollegin von mir, ähm, die hat immer Begleitung gesucht, wenn sie zum Rauchen gegangen ist. Ich rauche zwar nicht, aber sie hat mir dann immer ein Jo geschickt und dann wusste ich, okay, gut, ich muss runter in den Ruf. Ähm Spannend fand ich dann irgendwie, GQ hat da, glaube ich, auch einen Account eingerichtet. Ich habe aber nie verstanden, warum und wie und was die machen wollten.
02:40 Roland Hindl
Ich habe immer mit Janis Schlakarian, wenn wir uns auf Veranstaltung gesehen haben, in der Regel Republika Haben wir uns immer gejoht, um zu sagen, ich wäre jetzt verfügbar. Das ist also unser Signal. Und es gibt so ein anderes Netzwerk, Beer With Me. Kennst du das? Nein. Da sammelst du dir so eine Liste mit Kontakten und diese Kontakte kriegen dann sozusagen in dem Moment, wo du auf das Bierglas drückst. Kriegen Sie eine Push-Nachricht? Gavin Karmeyer trinkt jetzt hier Bier und haben sie meinen Standort geschickt bekommen. Man konnte das auch austauschen, konnte es auch Wein auswählen oder Longdrinks. Und dann haben alle Leute angezeigt bekommen, wo ich jetzt gerade Alkohol trinke, um zu joinen, zum Beispiel. Das ist ein sehr schön. Gibt es den Prostbot noch? Das weiß ich nicht. Der war ja auf Twitter, ne? Dann gibt es ihn wahrscheinlich nicht mehr.
03:27 Gavin Karlmeier
Wir haben eine Zeit lang immer getriggert über, wir haben immer irgendwie, wenn es um Bier ging und in Bayern in unserer Berichterstattung geht es oft um Bier. Haben wir Hashtag Prost reingesetzt, damit wir wenigstens einen Retweet bekommen haben.
03:40 Roland Hindl
Ich muss die Frage jetzt stellen, weil also die Geschichte, warum Du jetzt hier bist, ist ja nicht nur, weil du ein wahnsinnig kompetenter, netter, sympathischer Typ bist, auf den ich mich ohnehin immer gefreut hätte, dich mal hier zu haben, sondern es gab einen konkreten Anlass. Und der Anlass, eine Nachricht, die ich von Charlotte Voss, die auch schon häufiger hier war bekommen habe. Und in dieser Nachricht stand: Was ist denn bei BR24 los? Und dann habe ich mir angeschaut, was bei BR24 auf Twitter los ist. BR24, das ist ein Account, der in deinen Koordinationsbereich fällt, wie man so schön sagt, in deiner Hauptabteilung. hat getwittert am 29. April um 19. 36 Uhr Nachrichten in meinem Profil. Womit überhaupt nicht klar ist, was damit gemeint ist. Und wenn du dann in die Kommentare darunter schraust. Schaust, ähm, habe ich das Gefühl, du nimmst, also ihr nehmt da einfach jeden Hops, der euch antwortet. . Also ihr nehmt niemanden ernst, die Leute schreiben, na, haben die Praktikanten morgen Brückentag und sich heute Abend Cola Plus aufgemacht und sind jetzt Ganz witzig. Antwort BR24: Brückentag ist diese Woche Freitag. Hashtag bitte danke. Oder jemand schreibt danke für die Blogempfehlung. BR24 schreibt Informationsauftrag. Ich muss die Frage jetzt stellen, was war da los?
04:53 Gavin Karlmeier
Den mit dem Brückentag habe ich tatsächlich versemmelt, weil da damals war, also vergangene, oder als das war, war der Feiertag ja Mittwoch. Und ich hätte Spezi erwähnen sollen. Egal, was war los? Ja, ich bin durch einen Notfall eines Kollegen in eine Spätschicht reingerutscht. Und bin aber schon lange, lange war es mich so. sehr genervt hat, ähm, mit dieser Idee in meinem Kopf rumgegangen. Was hat mich genervt? Mich hat genervt dieses Nacktbilder in meinem Profil. Ich weiß nicht, ob dir das schon aufgefallen ist. Also diese Sex-Bot-Schwemme, die unter nahezu jedem halbwegs laufenden Ex-Post irgendwie automatisiert das in die Replies reinklatscht. Also irgendwie dieses Nudes, Nacktbilder, irgendwas so in der Richtung. Und irgendwann mal kam mir halt so dieser Gedanke, ja, warum nicht mal für uns Nachrichten in meinem Profil? Und an diesem einen Abend Da war nicht so viel los. Nachrichtlich jetzt bei uns ist auch mal schön, wenn da nicht so viel passiert. Und ich habe das dann einfach ausprobiert. Ich muss dazu sagen, ihr habt ja auch vor zwei oder drei Folgen mit Nies Bogelberg auch drüber gesprochen, ob da jetzt ein Abnabelungsprozess stattfindet oder Ob der Sohn des Chefs da jetzt im Dienst war. Und auch in den Replies wurde ja spekuliert, irgendwie neue Social Media-Schulungen und so weiter und so fort. Also zum einen, wir haben uns in gewisser Hinsicht von X dahingehend abgenabelt, dass wir die Plattform jetzt zu 99% automatisiert bespielen. Also die Artikel, die bei uns auf der Startseite veröffentlicht werden, auf br24. de, die werden automatisiert über ein Tool als Exposter ausgegeben. Hin und wieder Setzen wir händisch noch was ab. Sowas wie jetzt aber Nachrichten in meinem Profil haben wir zu Twitter-Zeiten tatsächlich immer wieder mal gemacht. Also angefangen bei, wie hieß er Chap, Bush, ich glaube der Bruder von George W. Bush, als der mal überlegt hat, irgendwie in den Wahlkampf einzusteigen und Präsident der USA zu werden, hat er irgend so ein Bild gepostet von so einer Pistole und irgendwie nur drüber geschrieben: Amerika. Und Wir haben dann irgendwie das aufgegriffen und ihm geantwortet mit einem Bild von der Weißwurst und Brezen und runter geschrieben Bavaria. Und sowas haben wir immer wieder mal gemacht, weil auch wenn wir uns als öffentlich-rechtliche seriöse Informations- und Nachrichtenmarke verstehen, war Twitter schon immer wieder. Für uns damals eigentlich ein Experimentierfeld, wo wir auch mal ein bisschen was ausprobieren konnten und wollten. Und das war die Idee dahinter. Und da hat es sich dann auch ein bisschen verselbstständigt. Zum einen gab es dann solche, ja, also es gibt Kritiker und die können uns und öffentlich-rechtliche und so zu Recht kritisieren, denen dieser Kritik müssen wir uns stellen, auch Wir machen Fehler, wir sind auch noch Menschen, wo das ist alles nicht ideal, so gut ich die Idee finde. Und es gibt natürlich dann auch gerade jetzt auf X diese, wie habt ihr sie genannt, diese Blaubehagten, die halt dann wirklich schon Bewusst, also das sind schon keine Trolle mehr, sondern da ist oft orkestriert dahinter, dass sie uns angreifen und aber auch mit Desinformationen da irgendwie versuchen zu glänzen. Und wenn es dann Leute gibt oder Accounts, die uns dann vorwerfen, wir hätten über diverse Themen nicht berichtet von Accounts, von denen ich genau weiß, dass die gesehen haben, dass wir eben drüber berichtet haben, weil die einfach unter nahezu jedem Tweet von uns irgendwie agieren. Dann habe ich mir schon so eine Antwort erlaubt, so im Sinne von, nur weil sie es nicht gesehen haben, heißt nicht, dass wir nicht darüber berichtet haben und ihm halt quasi eine ganze Latte an Links dahin gepostet. Und Dann gab es aber auch diejenigen, die, äh, die das Spiel irgendwie lustig mitgespielt haben, so wie der eine, der dann irgendwie gefragt hat, ob man da irgendwie nicht eine Journalistin für ihn als Boyfriend oder so. da bei uns im Team wäre, ähm, da habe ich mir dann auch den Bronley Fans Account Kommentar erlaubt, also BR OnlyFans. Ja, man kann es lustig finden, man kann es blöd finden. Es war einfach mal für mich auch wieder ein Experiment, um zu schauen. wie reagieren denn die Leute auf X noch auch mit so Blick auf diese Ja, Nielsen-Pyramide, dieses 1999-Modell, das so irgendwie so aus der Blogosphäre Web 2. 0 Zeit kommt. So 90 Prozent sind die, die nur mitlesen und diese schweigende Mehrheit, ist die da? Kann man die noch triggern? Kann man die noch irgendwie ansprechen? Wie reagieren die? Und Ich mag es jetzt gar nicht so groß aufladen, metamäßig, aber es waren so ein paar, einfach so ein bisschen so experimentieren, was ist auf Was ist von Twitter noch übrig auf dieser Plattform jetzt?
10:12 Roland Hindl
Ich kann das mega verstehen. Ich mag das total für deinen. Vielen Dank für die Erklärung. Ich kann das total verstehen, weil das ja eigentlich Kern der Arbeit eines guten Social Media Managers ist. Immer wieder solche Experimente zu machen, um herauszufinden, was passiert eigentlich, wenn ich diesen Knopf drücke? Also, das ist ja, das wirst du wahrscheinlich auch so sehen. Das ist einer der Dinge, die in unserem Job am meisten Spaß machen, dass man auch manchmal an so Knöpfen drückt. um zu gucken, was so passiert. Weil, wenn du das nicht tun würdest, dann wären all diese Dinge, die sich in den letzten Monaten und Jahren auf diesen Plattformen verändert haben, ja wahrscheinlich nie passiert. Die meisten Dinge, die in sozialen Netzwerken existieren, existieren, weil die Community irgendwann angefangen hat, mal so einen Knopf zu drücken und gemerkt hat, da, das finden die Leute ganz gut, dann drücken wir den Knopf jetzt zweimal. Und dann haben alle angefangen, diesen Knopf zu drücken und dann gibt es plötzlich, was weiß denn ich? Videos, die eigentlich nur ein Standbild sind, weil sie eben besser performen als Bilder. So, weißt du, also solche Dinge passieren ja nur, weil Menschen einfach mal Dinge ausprobiert haben. Der Hashtag als solcher haben wir ja auch schon ein paar Mal erzählt, dass der ja auch so entstanden ist.
11:09 Gavin Karlmeier
TikTok-Video zu loopen irgendwie mit.
11:10 Roland Hindl
Genau, ja, das ist Fabi Rommel.
11:13 Gavin Karlmeier
Letzter Satz ist anschlussfähig an den ersten und solche Nummern.
11:16 Roland Hindl
Absolut, genau solche Sachen. Und ich mag das, dass du sagst, ich unterstelle dir das mal, weil das so die Standardlesart der AED-Accounts ist, ey, wir werden diesen Twitter-Account gerade ohnehin nicht los. Aber wir können ja mal ausprobieren, was da eigentlich noch so geht. Habe ich das richtig zusammengefasst?
11:35 Gavin Karlmeier
Ja, sagen wir mal so, zur Wahrheit gehört auch, der BR hat in den vergangenen eineinhalb Jahren einen Großteil seiner Ex-Accounts geschlossen. Also mindestens ein Dutzend. Ich weiß jetzt aktuell bloß noch von vieren, also neben unseren noch der der Unternehmenskommunikation. die Kolleginnen und Kollegen von Bea Data, also unsere Datenjournalistentruppe und dass die Satire-Sendung quer Wobei auch da das Bespielen deutlich zurückgefahren ist. Und ja, ihr diskutiert ja oft darüber, warum sind wir noch da? Und Ich glaube, wir diskutieren über jede Plattform, ob wir drauf gehen und wenn wir drauf sind, ob wir drauf bleiben. Und seit Twitter X ist da natürlich sehr intensiv und das Schließen diverser anderer Kanäle war natürlich da dann auch. schon mal ein erster Schritt bei uns dann auch das automatisierte Bespielen. Ansonsten gibt es natürlich auch jetzt noch Das Lager bei uns im Hause oder die Idee zu sagen, wir als, so hoffen wir oder so meinen wir, seriöser News-Anbieter wollen da auch unserem Auftrag gerecht werden, zur Meinungsbildung beizutragen. Wenn es natürlich extrem schwierig wird. Und wenn man sieht, dass im Gegensatz zu früher bei Twitter, also mir ging es früher bei Twitter so, dass das war für mich die am wenigsten schlechte von allen schlechten Plattformen. Da ging es mir tatsächlich so, ich habe oft aus den Antworten viel mehr rausgezogen als aus den, aus den originären, also Ursprungstweets. Weil da einfach so viel Schwarmintelligenz war, weil da so viel Wissen war. Und jetzt nicht nur irgendwie aus Journalisten und Politiker-Bubbles oder so. Nee, wir haben. Einmal so ne so eine Karte von von Zügen-Zugstrecken in Bayern veröffentlicht. Den Allas muss ich gar nicht groß eingehen, aber innerhalb von fünf Minuten haben wir gemerkt, wie groß und wie stark die Bahnfan-Bubble ist, weil da kamen dann sofort zurück, die und die und die Strecke fehlt noch. Und die hatten ziemlich recht. Marco Berrett vorne mit dabei, liebe Grüße an der Stelle. Ja, also, und jetzt hast du halt einfach nur noch diese blaubehagten Typen, die die die ja nicht mal im geringsten drauf eingehen, was da. Ich meine, ich kenne die Zahlen, ich weiß, wie groß die Conversion von diesen Plattformen ist. Also ich gehe jetzt mal nicht davon aus, dass die meisten, die mit irgendwelchen Social Media Posts interagieren, dann auf Links klicken und sich das Gänze anschauen oder durchlesen oder was auch immer, um dann erst eine Antwort zu schreiben. Aber Da ist es ja völlig wurscht, du bekommst da ja automatisiert irgendwelchen Mist reingespült, irgendwelchen Hate und Das ist jetzt mittlerweile halt auch was, was den Abnabelungsprozess von dieser Plattform natürlich beschleunigt.
14:35 Roland Hindl
Ja klar. Wir haben neuerlicher, das hattest du mir heute Mittag nochmal geschickt, über den Abschied von VD gesprochen, dem Sportartikel der Stelle. Ich weiß immer noch nicht, ob ich ihn richtig ausspreche oder.
14:45 Gavin Karlmeier
Laut Wikipedia ja, ich habe es auch nochmal gecheckt.
14:48 Roland Hindl
Also letztes Mal habe ich VD gesagt, dann dachte ich, vielleicht heißt es auch VD, aber es heißt auf jeden Fall nicht Vot. Naja, auf jeden Fall, dieser Sportartikelhersteller hatte sich ja von ex verabschiedet. Und die waren jetzt, also dessen Marketingchef Manfred Meindel war jetzt im Gespräch mit dem Südkorea. Und haben da nochmal drüber gesprochen und wie sich das entwickelt hat seitdem und wie Die spannendste Antwort ist eigentlich dieser Satz hier. Aus geschäftlicher Sicht scheint der Rückzug von X und die Einstellung der bezahlten Werbung in allen sozialen Medien bislang kein radikaler Einschnitt gewesen zu sein. Im ersten Monat seit der Entscheidung habe die Marke laut Manfred Meindl keine negativen Auswirkungen auf den Umsatz bemerkt. Warum ich dieses Zitat gerade rausziehe Weil du eben von Conversion gesprochen hast. Und ich bei diesem Satz, als ich den gelesen habe, nämlich heute daran gedacht habe, dass es ehrlicherweise ja ganz lange gibt, also es gibt, glaube ich, so ein Irrtum, dass Social Media im Generellen so eine Wucht haben kann, dass man sich um andere Marketingmaßnahmen nicht mehr bemühen muss. Und ich glaube, gerade im Fall von X oder früher Twitter hat man vermutlich nicht einen Kunden mehr damit generiert, wenn man als großes Unternehmen, egal ob jetzt als VD oder als Dr. Oetker Pizza ist so mein Lieblingsbeispiel. Ich glaube, niemand auf der Welt kauft eine Dr. Oetker Pizza mehr, weil der Twitter-Account witzig ist. Oder es fährt auch niemand mehr mit der Berliner U-Bahn, weil der Twitter-Account witzig ist. Sondern was das macht, ist, dass wir jetzt hier über die Dr. Oetker-Pizza oder über die Berliner U-Bahn oder über euch sprechen, weil ihr eurer Marke dadurch ja ein Gesicht gebt. Was am Ende bedeutet, dass die Aktion, die du da gemacht hast oder ihr da gemacht habt an dem Abend, eigentlich ja genau der Kern von Social Media ist, nämlich in Die Community einfach mal so ein bisschen anpieksen, mal so gucken, was so dabei rumkommt, ein bisschen in Interaktion treten und am Ende damit so eine Art Die Marke mit Attributen aufladen, mit Adjektiven. Und das ist doch eigentlich genau das Ziel von Social Media und nicht etwa eine Pizza mehr zu verkaufen. Also zumindest empfinde ich das so.
16:51 Gavin Karlmeier
Ja, total. Also, ich habe die Fischstäbchenpizza auch immer noch nicht probiert.
16:55 Roland Hindl
Die gibt es auch nicht mehr. Und es ist richtig traurig, weil mein ältester Freund, mein lieber Freund Jakob. Der, das hier vielleicht hört, der hört so mit sechs Monaten Verzug, diesen Podcast. Also wenn du das hörst frohe Weihnachten, der hat damals für mich eine Fischstäbchenpizza mitgekauft und sie gegessen. Ich habe die auch nicht probiert.
17:15 Gavin Karlmeier
Sehr schön. Sehr schön. Aber zumindest hat er wahrscheinlich dann irgendwie sie dir gewidmet. Ein schwacher Trost, aber möglicherweise ist es. Wahrscheinlich hat er dich gerettet. Ja, ich sehe das für uns auch so. Also, wir sind ja auf diesen Social Media Plattformen, aktuell sind es sechs verschiedene wenn man YouTube noch mit reinem 7, nicht um der Plattformen willen. Und wir wollen da auch nicht unseren Inhalt komplett eins zu eins in voller Menge reinkübeln, sondern Ich sehe das im, ja, so als redaktionelle PR, wir schaffen irgendwie Berührungspunkte immer wieder mit verschiedenen Communities. Und ähm ich weiß auch nicht, ob man ähm Ein Hörer mehr damit gewinnt und oder auch, ich bin auch froh, dass wir mittlerweile davon weg sind, auf Facebook Hinweise zu posten, heute Abend um 20. 15 Uhr kommt diese oder jene Sendung. Schaltet jetzt ein, wir haben ein krasses Gewinnspiel für euch im Radio. Ja, da ziehe ich dann immer gern ein Beispiel raus, als ich noch bei einer Redaktion davor war, da haben wir auch April-Scherze gepostet. Und eine Userin war sehr erbost, ähm, dass sie diesen April-Scherz am 3. April ausgespielt bekommen hat. Und ähm Ich weiß nicht, welches Branchenmagazin ich ihr dann irgendwann mal geschickt habe, also den Link, der den Algorithmus erklärt hat. Ja, also. Also darum geht es eigentlich, einfach da zu sein und und ja, wie so ein, wie so ein Banner oder oder so eine Litfasssäule oder so. Das ist so das dahinter. Und aber ich finde auch, um jetzt wieder zurückzukommen zu Nachrichten in meinem Profil, auch nicht da nur zu senden, zu senden und zu senden Wobei jetzt Plattformen wie TikTok und Instagram sich ja schon ein bisschen dahin entwickeln. Aber Social Media war lange Zeit, finde ich, schon wichtig, um auch das aufzunehmen, was gerade auf der Plattform funktioniert. Also Man muss jetzt nicht als Nachrichtenmarke jedes Meme mitgehen, aber das eine oder andere aufzugreifen und mitzuspielen oder auch Versuchen, irgendwie auf sich zu übertragen, sodass es noch authentisch ist, war schon sehr lange sehr wichtig auch.
19:36 Roland Hindl
Es geht auch ohne Eisbacke-Challenge, aber Schaden tut sie nicht.
19:42 Gavin Karlmeier
Könnte man mal wieder. Da gab es ja vor einem Jahr oder so Berichte, dass die dann tatsächlich auch entsprechend Nachhall gefunden hat, im Sinne von, dass da wirklich Summen zusammengekommen worden sind, die die Forschung vorantreiben konnten.
19:54 Roland Hindl
Ja, tatsächlich. Ich komme nochmal auf den Südkorea-Artikel zu sprechen, weil wir gerade da schon so reingerutscht sind. Ich finde es spannend, dass Meindl in diesem Gespräch mit dem Südkurier auch ankündigt, dieser Marketingchef von VD, ihr erinnert euch von vor drei Minuten. auch angekündigt hat, dass sie jede Werbung auf Social Media dort zukünftig einstellen werden, weil sie sagen, wir wollen zwar weiterhin Instagram und Facebook nutzen, aber werben wollen wir dort nicht. mehr. Aus Sicht von VD sei nicht klar, zwischen welchen potenziell diskriminierenden Beiträgen die eigene Werbung laufen könnte. Also Brand Safety, da steht da über allem gerade. Und man sagt, naja, solange uns das nicht sichergestellt werden kann, sind wir raus. Wobei ich die These habe, dass Brand Safety auf Meta eigentlich. . vermutlich weitgehend unproblematisch ist, zumindest wenn man sich das richtige Publikum aussucht. Und naja, gut, es gibt Geschichten von Telegram-Accounts, für die geworben wird, aber Ansonsten, also so exzessiv wie bei X, dass du zwischen Glücksspiel und Pornografie herumhängst, nackt Bilder in meinem Profil, ist es da wahrscheinlich noch nicht, aber trotzdem eine sehr bemerkenswerte Entscheidung. Und Meinell sagt weiter, wir erwarten aufgrund der vielen Wahlen, dass die Kommunikation auf den Plattformen noch deutlich polarisierender und schärfer wird. Kann ich verstehen. Ich habe aber beim Lesen auch gedacht, nae, das ist aber auch eine sehr elegante Art, relativ viel Marketingbudget einzusparen und sich dabei am Ende auch noch eine gute Schlagzeile mit abzuholen. So. Der Südkorea hat aber auch ZF Friedrichshafen interviewt und befragt, ZF Friedrichshafen macht so Teile für die Automobilindustrie. Und die sagen, einen Rückzug von Ex haben wir immer wieder diskutiert, sind derzeit aber noch präsent, weil unsere Zielgruppen, Journalisten und Politiker dort immer noch recht aktiv sind. Finde ich auch. Also ist natürlich ärgerlich, aber das wirtschaftliche Unternehmen ist dann vielleicht tatsächlich in der Situation, dass es darauf angewiesen ist, dass die anderen zuerst gehen, weil die haben mehr zu verlieren als die. Journalisten, die dort noch veröffentlichen.
21:52 Gavin Karlmeier
Ja, aber das ist tatsächlich ein Teufelskreis, den wir auch beobachtet haben. Also Zu Twitter-Zeiten war es noch so, vielleicht erinnerst du dich noch an den Pressesprecher der Polizei München, Markus da Gloria Martins, der hat deutschlandweit Damals bei diesem schrecklichen Attentat am Olympiaeinkaufszentrum in München ist er bekannt geworden wegen seiner Pressearbeit. Und der hat auch den Twitter-Account der Polizei München sehr vorangebracht, der wirklich sehr, sehr offensiv oder auf. Auf diese Plattform gegangen sind und die auch sehr gut zu bespielen wussten. Und der hat auch mal gesagt, wenn es rumst und kracht, gehen wir auf Twitter. Da erreichen wir nicht die Masse, aber die MultiplikatorInnen. Gut, er hat damals nicht gegendert. Aber ähm, Da war schon das war schon sehr, sehr klar und deutlich, wo das Potenzial dieser Plattform damals lag. Und Als im vergangenen Jahr die diese Tweet-Beschränkungen auf TweetDeck eingeführt wurden. Du erinnerst dich, ich glaube, da gab es dann auch diesen Vorfall. Die Hamburger Polizei, glaube ich, die nicht bei Hamburger Feuerwehr hat dann auch irgendwann mal Alarm geschlagen, weil sie ihrer. ihr nicht mehr informieren konnten und auch über ihr Tweet-Deck da nichts mehr scannen konnten. Und im Zuge dessen haben wir mal in Bayern rumgefragt, wie es denn da ist bei Polizei, bei Feuerwehr, also so quasi Allen Behörden und Institutionen, die so Einsatzkräfte und Rettungskräfte, wie die denn mit X da jetzt umgehen und mit dieser Entwicklung. Und die haben halt das auch gesagt. Sie sind halt da, weil sie dort eben, wie Marcus da Gloria Martins es beschrieben hat, die Menschen erreichen. Die solche Informationen schnell weitertragen können, dann als Zwischenschritt in die Masse. Und wir als Journalisten sind halt dann auch immer noch dort geblieben, weil eben die dann auch da bleiben. Also Ich für mich habe jetzt meinen Twitter-Account oder meinen Ex-Account auch hinter ein Schloss gepackt, mich da komplett zurückgezogen. Ich habe auch jetzt in Vorbereitung mal nachgeschaut. Meinen letzten eigenen Ex-Post habe ich eben im August abgesetzt. Das war. Ihr findet mich ab jetzt drüben. Und die einzige Reply, die ich dann später nochmal geschrieben habe, war im Oktober Da ging es dann um Blue Sky Codes, also die damals noch sehr begehrt waren. Da hatte ich noch ein paar und habe die dann da noch irgendwie unter die Leute gebracht. Und das ist, glaube ich, auch noch ein Punkt, der diese Plattform noch weitgehend am Leben hält.
24:27 Roland Hindl
Ich fürchte auch, also dieses, wer geht zuerst, ist, glaube ich, ein Riesenpunkt. Weswegen ich ja immer wieder hier diese These des, ähm du erinnerst dich, boah, jetzt kam ein Haken dran, Classics, immer wieder von diesem Bold Frog gesprochen habe, dieser Frosch, wenn man ihn direkt ins kochende Wasser geworfen hätte. Also alle Änderungen, die Elon Musk so und so durchgeprügelt hat, wären die innerhalb von wenigen Tagen passiert. wären wir alle deutlich bereiter gewesen, schneller die Plattform zu verlassen, dadurch, dass sie aber über mehrere Monate hinweg sich so eingeschlichen haben Hat sich das Ganze so ein bisschen weniger schlimm angefühlt und deswegen ist der Frosch einfach im Kochen im Wasser sitzen geblieben.
25:06 Gavin Karlmeier
Ja Und die Alternativen können den USP, den X oder Twitter hatte einfach auch noch nicht so richtig bieten. Also weder Bluescan auch Threats, Threats mit Mossarys Ankündigung, mit weniger Politik dort stattfinden zu lassen. Was wir jetzt speziell eben auf Facebook eher gemerkt haben. Aber trotzdem, dieses Chronologische und dieses sei dabei. Ich stelle selber immer noch fest, dass ich immer wieder Auch wenn ich die App schon deutlich weiter nach unten geschoben habe, immer noch draufklicke und mich jetzt zum Beispiel über so ein paar Accounts, die den Ukraine-Krieg covern, dass ich die immer noch. Suche und schaue, was da gerade passiert, weil ich die woanders nicht finde.
25:53 Roland Hindl
Ja, das ist so. Also es gibt, glaube ich, auch tatsächlich nach wie vor Themen, die allesamt übrigens nicht aus dem deutschsprachigen Bereich kommen, wäre so meine Einschätzung. Themen, über die du dich derzeit nach wie vor am besten über Ex informieren kannst. Und das ist nicht. Ist aber nicht eine Leistung der Plattform, sondern eher das Problem der mangelnden Alternative, beispielsweise für Echtzeitplattformen. Das empfinde ich ähnlich, ja. Das ist so. Ich wollte mit dir einsteigen. Nach einer halben Stunde kommen wir reden mal über Themen. Nee, ich wollte, wir sind ja schon drin, weil wir haben ja über VD gesprochen, aber weil ich eben über Änderungen von Mast gesprochen habe. Es gibt jetzt ein paar Änderungen, die ich wahnsinnig interessant finde, die so. sich so am heutigen Donnerstag ergeben haben. Und zwar eine Meldung, die ich super interessant finde, die Wang Hao Fei, das ist ein Engineer bei X, veröffentlicht hat. Und zwar hat er geschrieben. Eine komplette Überarbeitung des Codes ist im Gange. Viele Teile des Systems sind nicht mehr sinnvoll. Viele Produktoberflächen wie 4U und einige andere wurden neu geschrieben. Wir arbeiten intensiv daran, den Longtail unserer Codebasis zu löschen. Das Ziel ist es, das System extrem schnell zu machen, bla bla bla bla bla. Also Kurzfassung, der komplette Code von X wird neu geschrieben, vermutlich, weil man auch einfach nicht mehr versteht, wie der alte Code von X. von Ex eigentlich so gemeint war. Ich denke die ganze Zeit dran, wie beim Flughafen BER die ganze Zeit neue Unternehmen dazu gekommen sind, neue Dienstleister dazugekommen sind. und die nicht verstanden haben, welche Kabel die früheren Dienstleister gelegt haben und anstatt das nachzuvollziehen, einfach sich entschieden haben, dann legen wir neben die alten Kabel einfach unsere Kabel und benutzen die. Was dazu führte, dass bis heute in dieser Ruhe, ich habe es Ruine genannt, aber es ist ein Flughafen, dass bis heute in dem Flughafen BR sehr, sehr viele Meter-Kabel in den Wänden liegen, die nicht genutzt werden, weil keiner mehr weiß, Wohin die führen und wo die herkommen. Und so ist das da jetzt auch. Man denkt sich, naja, dieser Code ist nicht verständlich für uns, wir machen jetzt einen neuen. Das heißt, wir werden jetzt nach und nach merken, wie so ein. wie so ein biologischer Organismus, der alle sieben Jahre seine Zellen erneuert, das bei X eigentlich jetzt von der alten Plattform auf eine neue Plattform umgebaut wird. die das gleiche kann wie die alte, nur die Leute, die da noch arbeiten, wissen, wie sie funktioniert, weil sie es komplett neu nachgebaut haben. Anders gesagt, die ganzen Programmierer und Programmiererinnenkapazitäten der letzten Wochen und Monate hätte man anders einsetzen können, wenn man nicht erst das alte Team komplett vergrault hätte.
28:15 Gavin Karlmeier
Ja, und nach dem, was die jetzt in den vergangenen Monaten alles rumgemorkst haben, also was kann schon schief gehen?
28:27 Roland Hindl
Ich glaube, da werden noch viel Spaß haben mit dieser Meldung.
28:33 Gavin Karlmeier
Gibt es das dann auch öffentlich zugänglich, wie den alten Code?
28:38 Roland Hindl
Das ich denke nicht. Also ich glaube nicht, dass sie das schmückt. Aber was da dran hängt, ist die Meldung, die Nina OG getwittert hat. Xed hat, die pflegt einen Account X Alert, sie hat immer sehr, sehr gute Informationen. Und sie schreibt, Breaking, It looks like X is finally about to change the domain from twitter. com to X. com. Das heißt Offenbar zieht auch Twitter jetzt um, dass auch im Browser X. com steht statt twitter. com nur ungefähr ein Jahr, nachdem das Netzwerk umbenannt wurde. Ich schätze, das hat was mit der neuen Codebasis zu tun. Das ist meine These.
29:21 Gavin Karlmeier
Wir können dann immer noch die Vögelchen suchen, die trotzdem immer noch irgendwo auftauchen.
29:26 Roland Hindl
Natürlich, es sei denn, es gibt irgendwann einen Moment, wo du auch das Wort Twitter postest und aus dem wird ein X gemacht. Ich glaube, da ist das letzte Wort noch nicht gesprochen, was diesen Umzug da angeht. Es gibt noch eine Veränderung bei Twitter. Wir haben heute ein paar Ex-News, aber nicht nur, keine Sorge. Und zwar hat sich der Ex für sie Algorithmus verbessert. Ich lese dir jetzt mal vor, was neu ist und dann kannst du mir ja mal sagen, ob dich das an irgendetwas erinnert. Jedes Mal, wenn die Seite aktualisiert, werden neue Konten angezeigt. Es werden Reihenweisebeiträge von kleineren Konten mit nur wenigen Likes bevorzugt angezeigt.
30:04 Gavin Karlmeier
Ich habe das letztens in irgendeiner Pressemitteilung gehört. Ich weiß nur noch nicht wo.
30:08 Roland Hindl
Das ist exakt die Algorithmusveränderung, die Instagram letzte Woche angekündigt hat. Also die Ankündigung, kleine Accounts stärker zu pushen, größere Accounts ein bisschen nach hinten zu schieben. Elon Musk hat dazu einen Tweet geschrieben, und zwar am Dienstagabend. In dem einfach nur drin stand Algorithm Update. So ein bisschen so wie ihr mit eurem Bevarer eigentlich. Also sonst stand nichts drin, außer das. Aber das ist jetzt der neue Algorithmus, der offenbar einfach mitbekommen hat, oh, Instagram ändert den Algorithmus der Empfehlung. Das machen wir auch. Und so haben sie es gemacht. Also wenn ihr bei Ex unterwegs seid, dann viel Spaß auf kleinen Accounts. Und ich habe noch eine Ex-Meldung Und zwar hat die EU-Kommission Fragen an X formuliert. X hat jetzt Zeit, diese zu beantworten, aber interessant ist. Also dieses Auskunftsersuchen, so heißt es ja. Das ist im DSA, im Digital Services Act so auch vorgesehen, dass es passiert. Das gibt es aber, weil der Report, über den wir hier neulich gesprochen haben, indem es um die Moderationskapazitäten von X geht, der war der Grund dafür oder der Auslöser dafür. Ich lese mal vor, was in dieser Pressemitteilung der EU-Kommission drinsteht. Insbesondere fordert die Kommission X auf, ausführlich Informationen und interne Dokumente bei seinen Ressourcen für die Moderation von Inhalten vorzulegen. Und zwar vor dem Hintergrund des jüngsten Transparenzberichts im Rahmen des DSA, aus dem hervorgeht, dass X sein Team von Moderatoren für Inhalte seit dem letzten Bericht vom Oktober 2023 um fast 20% reduziert hat, wodurch die Sprachabdeckung in der Europäischen Union von elf auf sieben Sprachen gesunken ist. Das heißt, X musste diesen Report veröffentlichen, hat das gemacht, die EU sieht das, die Kommission und denkt sich. Das kann ja wohl nicht wahr sein. Und hat einen Fragenkatalog formuliert, den X jetzt beantworten muss. Das ist der erste Schritt zu so einem Untersuchungsausschuss, wie das bei TikTok oder bei. Meter gerade der Fall ist, also zu solchen näheren Untersuchungen, die solche Probleme eben aufdecken, die dann am Ende in solchen Strafzahlungen eben münden könnten.
32:13 Gavin Karlmeier
Ja, weiß man, wie viele Personen hinter diesen oder wie viele für diese 20 Prozent, für wie viele Personen, die stehen auch nicht, oder?
32:25 Roland Hindl
Ich kann mal eben schauen. Also ich kann ja, es gibt diese, das Problem ist tatsächlich, dass nicht ganz klar ist, das haben wir hier nämlich auch so besprochen, ich suche das gerade. Nee, dass nicht ganz klar ist. wie Ex diese Zahlen ausgibt, weil nur gesagt wird, wie viele Nutzerinnen und Nutzer in der EU sind. Nicht aber, ob das monatlich aktive, täglich aktive oder was auch immer. Die müssen Sie in einem anderen Report, den ich gerade nicht zur Hand habe. Konkreter benennen und zwar, ich glaube, monatlich aktive Nutzerinnen und Nutzer in der EU. Aber in diesem Moderationsbericht, den sie hier veröffentlicht haben. Sprechen Sie von 111 Millionen und von einem Verhältnis von 111 Millionen 400. 000 Nutzerinnen und Nutzer, auf die 1. 849 Moderatoren kommen. Das macht ein Verhältnis von 1 zu 60. 000, also einer, ein Moderator ist für 60. 249 Ex-Accounts zuständig. Viel Spaß. Es erklärt einiges. Ja, es ist ein fast unlösbares Problem. Okay, mehr habe ich zu X nicht. Außer dass Linda Jacquerino, die man vergisst sie oft, aber sie ist die CEO von X, in Paris sprechen wird auf der Veranstaltung Viva Technology zwischen dem 22. und 25. Mai. Sie ist also hier in unserer Zeitzone. Mal schauen, was dabei rumkommt. Ich will es mehr so als Notiz hier vermerkt wissen. Es wird bahnbrechend. Wenn ich mir anschaue, wie sie so ihre Passmeteilung veröffentlicht, dann wirklich. Kommen wir zum Meta. Und zwar gibt es da jetzt News zum Thema Meta Verified. Wir wissen ja, dass Meta angefangen hat, diesen kaufbaren blauen Haken. auch an neue Funktionen zu koppeln. Also es gibt durchaus Features wie dass du ein bisschen mehr Sichtbarkeit bekommst oder dass du einen Link in einem Real vermerken kannst, wenn du wenn du Meta Verified abschließt, also wenn du dafür bezahlst, dann wie ich das genannt habe, Paradigmenwechsel für soziale Medien. Und da gibt es jetzt den nächsten Schritt und zwar gibt es jetzt auch noch Meta Verified for Businesses. Und ganz konkret bedeutet das, dass du dort, so wie das, was wir bei Twitter übrigens immer kritisiert haben, jetzt auch Unternehmen verifizieren lassen kannst und nicht mehr nur einzelne Accounts. Und zwar gibt es da aber drei Stufen. Die erste Stufe ist ein Meta Verified Business Standard, Standard, in der du den blauen Haken bekommst. Er ist auch immer noch blau, indem du eine Impersonation Protection bekommst. Also es wird darauf geachtet, dass sich niemand als du ausgibt und du bekommst eben diesen besonderen Support. Dann gibt es aber auch noch, übrigens für 14,9 Dollar im Monat. Dann gibt es Meta Verified Business Plus. Das kostet, nee, sage ich gleich, was es kostet. Dazu bekommst du nämlich den blauen Haken. Du bekommst diesen Meta-Verified Support, aber mit dem Versprechen, dass deine Issues more quickly gelöst werden, also wird schneller beantwortet. Du kannst in deinem Profil drei Adressen und drei andere Profile Showcasen, also du kannst sagen, hier, ich habe noch andere Profile. Und du kannst zwei Links in Reels im Monat posten. Das kostet 44,99 Dollar im Monat. Und dann gibt es noch ein Feature. Das heißt Meta Verified Business Premium. Und dazu gehören alle genannten Dinge, aber du kannst deine Impersonation Protection auch auf zwei Mitarbeitende von dir ausweiten. Du kannst den Meta Verified Support sogar anrufen und du kannst fünf Profile showcasen und vier Reels im Monat posten. Und das kostet, wenn du es. Also normalerweise 150 Dollar im Monat, aber wenn du es jetzt gerade über ein Telefon abschließt, nur 120 Dollar im Monat. .
36:04 Gavin Karlmeier
Ich habe die Verkaufsgespräche schon fast im Ohr, wenn man da angerufen wird von Metamitarbeitern.
36:10 Roland Hindl
Natürlich. Vor allem, also was ich so, ähm Erstaunlich finde, ist, dass man sich so. Das macht das macht das Netzwerk so klein, diese Maßnahme, finde ich. Also Dieser Mythos, den man immer um Instagram und um Meta herum aufgebaut hat als Meta, der gehörte für mich ein bisschen zum. zur Verkaufsstrategie des Netzwerks, dass man sagt, da ist dieses Netzwerk und das ist riesengroß und wir melden uns an und dann finden wir da statt und so. Jetzt ist es aber so, dass du offenbar, du wirst ja vermutlich auch, es wird auch gesagt, es wird More featured. Dein Account wird ein gefeatuter Account sein und so. Das heißt, du kannst jetzt einfach für ein bisschen Geld und für ein Unternehmen werden 150 Dollar im Monat nicht besonders viel sein, hoffentlich. Also für die, die das abschließen, wird es hoffentlich nicht viel sein. bekommst du aber, machst du aber gleichzeitig viel dieser Mythosgestaltung, die das Netzwerk so umgeben hat, machst du damit weg. Das geht dadurch kaputt, finde ich. und frage mich, warum Instagram, warum Meta das so tut, außer wenn das damit halt einfach regelmäßig Einkommen generiert wird. Das ist natürlich so. Du bekommst relativ sicher regelmäßig Geld. Da haben die Unternehmen Bock drauf, weil das, wie man es so schön sagt, Cashflow garantiert. Und es wird natürlich hunderte, tausende von solchen. KMUs, also kleinere und mittlere Unternehmen geben, die das abschließen. . Und damit würde ich fast sogar die These aufstellen, ist es eine Art Bauanfang. Weil wenn der Wenn Elektriker Schmidt aus Mülheim an der Ruhr sich dazu entscheidet, das abzuschließen, dann wird das dessen Geschäft natürlich überhaupt nicht beeindrucken. Und dann kommen wir nämlich zu dem Ding, was Sie gerade gesagt haben. Es wird dir auch keine Pizza mehr verkauft, dadurch, dass du einen lustigen Twitter-Account hast. Und das ist hier für die kleinen und mittelständischen Unternehmen vermutlich so ähnlich.
38:00 Gavin Karlmeier
Ja, aber gerade wenn du dann irgendwo aus der Region kommst, ähm, die die ähm dass das kleine Unternehmen bist, das sich jetzt dann auch ein bisschen moderner geben möchte und nicht mehr in der Lokalzeitung so auf den Schweinebauchseiten irgendwo platzieren will oder auf den auf den Seiten mit den Todesanzeigen, die ja extra teurer verkauft wurden, weil da auch der Markt nicht mehr da ist oder weil man was Neues in Anführungszeichen ausprobieren möchte, ist das vielleicht für die Interessant, aber dahinter steckt eben, wie du sagst, Bauernfängerei. Also, weil ja, dann wird man halt statt, dass man darauf angesprochen wird: Hey du, ich habe dich im Lokalfernsehen gesehen, jetzt, ich habe dich auf Facebook gesehen, aber das war's dann auch.
38:48 Roland Hindl
Ja, und da hinten mit zusammen mit der Frage, mit dem Satz, krass, blauer Haken, habt ihr euch den gekauft? Weil die Leute wissen das ja auch. Also die Leute wissen, dass man sich diesen Haken kaufen kann. Also sind die Leute ja, also Das schmälert die Wirkung des Hakens jetzt zu 100. 000 Prozent. Bei Twitter hatten wir schon das Problem, dass es zu einer Maßen an Fake-Accounts führt. Jetzt haben wir hier aber auch noch das Problem, dass der Haken dadurch massiv entwertet wird. Weil du immer das Gefühl hast, okay, da kauft sich jemand einfach ein Haken, bringt nichts diese Verifizierung.
39:21 Gavin Karlmeier
Ja. Und Ich weiß nicht, also man sieht ja auch bei Ex jetzt, die ja auch eine ähnliche Werbestrategie fahren. Also Das, was mir da jetzt an Werbung eingespielt wird, also, ähm, das sind schon ganz wilde Sachen. Also, zuletzt irgendwelche Prepper, ähm, Das ist dann auch ein Umfeld, in dem will ich auch gar nicht mehr stattfinden, eigentlich. Auch als seriöser Werber.
39:49 Roland Hindl
Und was eben noch dazu kommt, finde ich. Dass Meta hier völlig, völlig ohne Not sich so tatsächlich, wie du eben sagst, auf einen Metier begibt, dass ihr eigentlich Ex geprägt hat. Also man kopiert das Verhalten von Ex ohne Not und macht damit, also Den eigenen Reputationsvorsprung ein bisschen weg dadurch, dass man das dadurch, dass man das macht, was Twitter eben auch macht. Ich finde, das steht Meta überhaupt nicht gut, diese Maßnahme.
40:18 Gavin Karlmeier
Und man verramscht die Wertigkeit seiner Anzeigenplätze.
40:21 Roland Hindl
Der Anzeigen genau der Anzeigenplätze und aber auch seiner wichtigsten Nutzerinnen und Nutzer, nämlich der Prominenten Weil auch die sich jetzt nicht mehr gepampert fühlen dadurch, dass sie eben den Haken bekommen und oh, guck mal hier, ich habe einen Haken und oh, guck mich an. Das gibt es ja nicht mehr.
40:38 Gavin Karlmeier
Ja. Wie hat sich Stephen King gewährt gegen den Blauen Haken? Ja, aber es sind also
40:47 Roland Hindl
Ja, sag ruhig.
40:48 Gavin Karlmeier
Nein, nein, also viele, aber Stephen King, der also der wurde ja, also als die Haken weggenommen wurden und er sie dann ja wieder zurückbekommen hat, oder auch Jan Böhmermann, die sich dann immer wieder umbenannt haben, um den Haken zu verlieren. Mittlerweile ist es ja tatsächlich auch so, eher, also wenn wir versuchen Accounts zu verifizieren, schauen wir erstmal, ob die keinen Haken haben. Dass eher das Merkmal für Seriosität ist. Ja, auf Twitter ist es so. Ich weiß gar nicht, wie viele Fact-Checker ihre Präsentationen umschreiben mussten.
41:22 Roland Hindl
Ja, auf jeden Fall. Weil ja auch viele Dinge, die man so erklärt, ja jetzt nicht mehr greifen. Also ich würde nicht schon wieder erzählen von den Neuntklässlern, mit denen ich Medienkompetenztrainings mache, aber ich kann es nicht erzählen. Ich bringe immer Screenshots von Twitter-Accounts der Polizei mit, um zu sagen, dass es nicht zwangsläufig eine unabhängige Quelle für Informationen ist, weil die Polizei auch ein Interesse haben kann in der Kommunikation. Und wir fragen immer, warum kann das sein, dass das kein zuverlässiger Absender ist? Und die erste Antwort von Schülerinnen und Schülern ist immer, die können sich den blauen Haken ja gekauft haben. Das heißt, es gibt dieses Bewusstsein dafür, dass diese Möglichkeit besteht, was den blauen Haken eben als Verifizierungsmerkmal völlig zunichte macht. Und das eben bei Meta inzwischen auch.
42:08 Gavin Karlmeier
Ja, ich habe da auch immer so ein schönes Beispiel, wenn es darum geht, wer ist Gatekeeper. Auch eine der bayerischen Polizeien ist mal auf damals Twitter gefragt worden, wie viele Notrufe oder so oder wie viele Anrufe sie pro Tag bekommen. Und das waren irgendwie so an dem Tag haben sie gesagt, so im Schnitt 2000. Und dann habe ich aber die Pressemitteilung dieses Tages mal gecheckt und Und es waren von diesen 2000 Anrufen, die die bekommen haben bei sich in der Einsatzzentrale, waren dann fünf Meldungen in der Pressemitteilung. Und eine davon war ein Veranstaltungshinweis auf 50 Jahre Polizeiinspektion, ich weiß nicht wo. Also im Endeffekt von den 2000 Fällen, von denen vielleicht. Lass es zehn Prozent sein, die in Einsätze mündeten. Und wenn es dann nochmal irgendwie 20 davon wären relevant, irgendwie haben es trotzdem bloß vier in so eine Pressemitteilung geschafft. Also auch die sind Gatekeeper. Die sind für uns Journalisten zwar Primärquelle, das heißt, da fällt dieses Zwei-Quellen-Prinzip weg, aber nichtsdestoweniger. Sitzen, also haben die natürlich auch, wählen die auch ihre Meldungen aus. Was wird jetzt kommuniziert? So ist es, genau.
43:24 Roland Hindl
Und eine andere Meldung aus der Metawelt, du hast Verramschen gesagt, ich weiß nicht, wie ich drauf komme, aber es startet jetzt der Creator Marketplace in Deutschland. Das ist also eine Art. Wie sagt man Bazar, wo man sich als Influencer registrieren kann oder als Marke registrieren kann. Und dann kann man sozusagen, können die beiden Parteien da zueinander finden und dann kann man sagen, hey, ich bin Influencer, wollt ihr nicht bei mir eine Story werben? Und dann kann die Marke sagen, ja, das machen wir aber auf jeden Fall. um das so ein bisschen zusammenzuführen. Und wenn du, also wenn du dich da registrierst im Creator Marketplace, kriegst du ein eigenes DM-Postfach mit dem Namen Partnership Messaging. Messaging, klingt, als hätte ich schon Bier getrunken. Messaging, so. Ich habe nicht getrunken natürlich. Wir nehmen das am Vatertagsabend auf und wir sind beide stocknüchtern. Auch das sagt einiges über die Arbeit von Social Media Managern aus.
44:17 Gavin Karlmeier
Bollerwagenfrei.
44:18 Roland Hindl
Bollerwagenfrei. Ich habe aber heute ein Bierbike gesehen in Essen. In München wurden die verboten. In Köln auch, aber hier fahren die offenbar wie in Essen. Weiß ich auch nicht. Dazu gehören aber auch KI-basierte Empfehlungsmechanismen und ich glaube, die stehen da nur drin, weil du bei Meta, glaube ich, nach neuer Unternehmenspolicy keine Pressemitteilung rausschicken darfst, ohne KI zu verwenden. das Wort. Und es gibt eben die Möglichkeit, dass man eben so mit einer eigenen Suchfunktion, mit Filtern als Marke Influencer finden kann, mit denen man zusammenarbeiten könnte. Das ist das neue Feature. Der Creator Marketplace. Den gibt es in den USA schon länger, aber jetzt ist er auch in Deutschland gestartet. Wirst du dich registrieren, Roland?
45:01 Gavin Karlmeier
Die kommen doch zu mir, so wie ich das verstehe. Also aus Metersicht ist es natürlich irgendwo nachvollziehbar. Dass sie an diesem Markt oder an diesem Kuchen, der ja auf ihren Plattformen stattfindet, auch irgendwie beteiligt sein wollen. Also dieses ganze Influencer Marketing, da stellen sie ja die Infrastruktur und haben aber teilweise gar nichts davon. Und dass sie jetzt sagen wollen, okay, wir verkuppeln euch, ist Ja, es ist naheliegend, aber vielleicht auch, und da sind wir wieder bei dem, wofür stehe ich als Konzern, baue ich einen Mythos auf? stehe ich über solchen Entscheidungen oder dann kommt man halt dann schon wieder ein bisschen so ins Verramschen, weil es ist schon irgendwie so billig Geld abgreifen. So, man sieht, da sind Geldflüsse und da möchte man jetzt auch irgendwie ein bisschen was abhaben.
45:54 Roland Hindl
Ja, wobei das aus der Pressemitteilung gar nicht klar wird, ehrlicherweise, vielleicht, also vielleicht bin ich aber auch einfach mal wieder nur zu gutgläubig. Aber der Pressemitteilung wird nicht klar, ob jetzt tatsächlich Instagram daran mitverdient. Das weiß ich gar nicht. Könnte aber, also ausschließen würde ich es nicht. Auf die Schnelle konnte ich es jetzt auch nicht ergoogeln. Ich recherchiere das mal. Oder ihr könnt vermutlich, wenn diese Folge raus ist, könnt ihr wahrscheinlich jetzt schon im Haken da einen Discord-Chat nachlesen, weil es da jemand beantwortet hat. Den Hagener Discord-Chat kann ich übrigens ehempfehlen. Wir haben die 850 Anmeldungen geknackt. Der ist umsonst. Und es ist wie ein großer Chatraum, also mit einzelnen Unterräumen. in denen sich ganz, ganz viele Expertinnen und Experten und Interessierte und Nutzerinnen und Nutzer über Social Media und alles, was im entferntesten Sinn damit zu tun hat, austauschen. Es ist Einer meiner Lieblingsorte im Internet, und da bin ich sehr ehrlich, und das, obwohl ich sehr viel Zeit an Orten im Internet verbringe.
46:52 Gavin Karlmeier
Also ich kann das empfehlen. Ich kann das nur unterschreiben und ich bin ja weniger befangen als du jetzt an dieser ganzen Angelegenheit. Das ist tatsächlich für mich und oh Gott, ich darf es gar nicht laut sagen, irgendwie, wenn ich im Bereich Social Media unterwegs bin, aber tatsächlich das erste Mal, dass ich mich wirklich intensiv mit Discord auseinandergesetzt habe und da mich da tummle. Und ähm Ich schaue da sehr oft sehr gern rein, auch wenn ich mich nicht ganz so, also ich bin da so der stumme Mitleser, ich gehöre so zu diesen 90 Prozent, aber ich ziehe da auch schon sehr, sehr viel mit rein. Raus. Also ein Kompliment, was sich da aufbaut.
47:33 Roland Hindl
Und das geht komplett an die Community, das Kompliment. Also das ist so toll. Kommt also alle hakendran. org. Es kostet nichts und ihr werdet davon, ihr verdient mehr, als ihr investieren müsst. Kann ich nur bestätigen. So, nächstes Thema: TikTok. Das wird eine lange Folge heute, ich hoffe, das ist okay. TikTok hat jetzt offiziell auch Klage eingereicht gegen die US-Regierung. TikTok sagt selber, man habe die, also nein, TikTok sagt, Sie glauben, dass das, was die Regierung dort tut, verfassungswidrig sei und das, was die Regierung getan habe, sei ein beispielloser Schritt. TikTok ausdrücklich auszuwählen und zu verbieten. Und die Argumentation ist, dass ein Verkauf von Bytehands eigentlich nicht möglich ist und dass dieses Gesetz de facto eine Abschaltung zum 19. Januar erzwingen würde. Es ist interessant, dass die also nee, das ist nicht interessant, aber nicht überraschend, so das wollte ich sagen. Interessant, aber nicht überraschend, dass sie das natürlich so framen, dass sie sagen: Hier wird versucht, die Meinungsfreiheit. Zu untergraben, während, und das haben ja Beobachter vorher schon geahnt, dass es kommt, die Regierung vermutlich jetzt so sich verteidigen wird, dass sie mit der Argumentation der nationalen Sicherheit kommen wird und nicht etwa mit der Argumentation der Meinungsfreiheit. Das heißt, da clashen jetzt Zwei Themen aufeinander, die, ich habe das in der letzten Folge schon mal gesagt, als das große philosophische Dilemma unserer Zeit, nämlich der Clash zwischen Freiheit und Sicherheit. Genau das passiert da jetzt gerade auch, nämlich die Diskussion, wollen wir das eigentlich hinnehmen, dass TikTok da ist oder nicht. Aber auch sehr spannend ist eben diese Herleitung zu sagen, dass es nicht möglich sei, das zu verkaufen. Und dass sie eigentlich sagen, also dieser Millionen von Zeilen, die in diesem Softwarecode stecken, könnten nicht einfach so an einen neuen Eigentümer übertragen werden. Und diese Beschränkung der chinesischen Regierung Würden einen Verkauf von TikTok mit Algorithmus ohnehin nicht erlauben. Das würde also dazu führen, dass die US-Version von TikTok eine Insel werden würde, in der du nur noch amerikanische Inhalte sehen würdest. Und der Rest der Nutzer würden ein losgelöst gelöstes Erlebnis haben und das Geschäft wäre unterminiert. So, jetzt ist das Spannende aber, dass wenn du diese Argumentation mal zu Ende denkst, ist es genau dasselbe, was TikTok in China mit Dougine macht. Denn de facto ist Duan eine Insellösung, die ein losgelöstes Erlebnis vom restlichen TikTok anbietet. Und naja, ob das Geschäft damit unterminiert ist, möchte ich jetzt nicht beantworten.
50:06 Gavin Karlmeier
Aber wie groß ist die Konkurrenz in China? Natürlich ist das anders, die Konkurrenzsituation.
50:15 Roland Hindl
Aber sich jetzt hinzustellen und sagen, naja, eine Insellösung ist nicht möglich, stimmt ja auch. Also da muss man ja nicht mal lange recherchieren, um zu wissen, dass es nicht stimmt.
50:24 Gavin Karlmeier
Ja, es ist schon eine perfide Argumentation, wenn man weiß, wer und wie, was dahintersteht.
50:30 Roland Hindl
Vielleicht übersehe ich auch was. Aber ich bin sehr gespannt. Aber wenn wir die ganze Geschichte nochmal, wenn du die nochmal größer ziehst, kommen wir nämlich direkt zur nächsten Meldung, weil das Gesetz schreibt ja vor, dass es entweder verkauft werden muss oder verboten wird. Und es gibt einen Menschen, der von sich selber sagt, dass er sich. in die Wachschale fast geworfen hätte, er hat erwogen, TikTok zu kaufen, ist dann aber von der Idee wieder abgerückt und zwar ist das der ehemalige Google CEO Schmidt. Der hat nämlich tatsächlich überlegt, dass er TikTok kaufen könnte. Er hat nämlich mit Bloomberg im Interview gesagt, ich habe das derzeit nicht im Blick, habe es mir aber eine Zeit lang angesehen. Und er fügte hinzu, dass er persönlich der Meinung sei, dass die USA besser dran wären, TikTok zu regulieren, anstatt das zu verbieten. Das wäre natürlich, also wenn solche Kaliber da gerade drüber nachdenken, das ist doch in der Tat spannend, oder?
51:20 Gavin Karlmeier
Ja, und in diesem Satz schwingt schon sehr viel mit. Und ich glaube auch bei dieser Abwägung Meinungsfreiheit gegen Sicherheit im Moment. Geht die Waagschale da eher Richtung Meinungsfreiheit zum Beispiel? Beziehungsweise lässt sich das auch eher für sich ausnutzen in der Argumentation. So, dieser Begriff Meinungsfreiheit, auch Freiheit an sich und dass Sicherheit da gar nicht so groß ein Gegengewicht wäre.
51:52 Roland Hindl
Es ist, ich finde, das ist schwierig einzuschätzen, weil die in der, ich glaube im amerikanischen Kulturverständnis steht die Freiheit immer über allem. Gleichzeitig gibt es aber die Bedrohung der nationalen Sicherheit, die nochmal ganz anders liegt als die Sicherheit des Einzelnen. Und also natürlich muss man dazu sagen, dass es de facto keine Beweise dafür gibt, dass die nationale Sicherheit bedroht ist. Also an irgendeinem Punkt, aber Hinweise darauf zumindest. Was ich aber ganz spannend finde, ist, dass Erik Schmidt hier in diesem Interview über diese mögliche Regulierung gesprochen hat und er mal eine ganz andere Denkart reingeschmissen hat. Er sagt nämlich dass eigentlich TikTok für ihn eher Fernsehen sei als soziale Medien und dass deswegen eine Regierung als sol, Regulierung als solche viel interessanter wäre. Also er hat zum Beispiel hier die Equal Time Regel aufgebracht. Die Equal Time Regel, die gibt es in den USA, die schreibt vor, dass konkurrierende politische Kandidaten den gleichen Zugang zum Reichweite sozusagen bekommen müssen durch Radio- und Fernsehsender. Und das ist irgendwie mal eine ganz neue Denkart, dass du sagst, hey, das ist vielleicht nicht als soziales Netzwerk zu denken, sondern eigentlich eher als Sendestationen. Ich habe da, ich mache jetzt einen ganz großen Bogen. Ich musste daran denken, dass damals, als es Internetradio noch gab Ich weiß nicht, ob du dich an diese Zeit erinnerst, ob du vielleicht auch eine Vorgeschichte im Internetradio hast, aber diese ganzen ShoutCast-Radiosender, kennst du das noch?
53:25 Gavin Karlmeier
Ja, ein paar wahrscheinlich, aber ich bin gespannt, wo es jetzt hinführt.
53:28 Roland Hindl
Also es gab ja jetzt mal ganz früher gab es, als auch das IRC, das Quake nicht noch groß war, gab es einen Internetradiosender, der hieß Raute Musik. Und Raute Musik hat damals aber es in die Schlagzeilen geschafft, weil Raute Musik als Internetradiosender eine Sendelizenz brauchte. für das, was sie tun, eine Sendegenehmigung, weil sie eine gewisse Anzahl an Hörerinnen und Hörern im Schnitt überschritten haben und damit behandelt wurden wie ein Radiosender eben und nicht einfach nur wie ein Strichen wie ein Internetangebot. Und das finde ich ist ganz interessant, wenn man das mal weiterspinnt, weil das bedeutet ja eigentlich Dass du soziale Medien nicht mehr von denen denkst, die dort Inhalte veröffentlichen, sondern von denen denkst, die sich das nur angucken. Also sagst, das ist eigentlich hier wie ein. Wie ein Fernsehsender. Ich mag den Gedanken, auch wenn der für mich noch nicht ganz zu Ende gedacht ist, weil der da natürlich mit ausgeklammert ist, dass hier eine algorithmische Ausspielung stattfindet, die du im Fernsehen nicht hast, und dass du die über so eine Equal-Time-Regelung nahezu nicht. Auflösen könntest.
54:33 Gavin Karlmeier
Aber spannend. Und vor allem, also für mich fühlt sich TikTok auch an wie Sepping früher im Fernsehen. Wenn man irgendwie nach Hause gekommen ist und nicht wusste, was man sich anschauen will, wo man dann einfach so wirklich durchgeschaltet hat. Dieses Feeling ist ähnlich. Was ich jetzt bei dieser Equal-Time-Regelung, was ich mich da frage, ist Wer würde da drunter fallen? Und auch wenn man sich anschaut, wie es hier, also sind das dann wirklich nur PolitikerInnen oder sind das alle Accounts? Wie trennt man das? Wie gewichtet man das? Und wenn man es sich hierzulande anschaut, ähm Die AfD ist ja auch auf TikTok groß geworden über Accounts, die ihnen nicht unbedingt zuordnenbar sind. Also der, ähm, der Account der, der Partei ist ja, also der Hauptaccount ist ja, glaube ich, auch sehr schnell von der Plattform runtergeflogen. Und man hat dann einfach auch irgendwie andere Accounts gehabt, Influencerinnen, die jetzt nicht konkret sofort der Partei irgendwie mit einem Logo oder so und erkannt hat, wer oder wie was steckt da dahinter
55:37 Roland Hindl
Also ich, ähm, die Equal-Time-Regel im Fernsehen sagt halt, das schreibt Wikipedia dazu, dass es da um Competing Political Candidates geht. Also Wenn wir beide jetzt zum Beispiel in unterschiedlichen Parteien für dasselbe Amt kandidieren würden, müssten wir beide, wenn du die Möglichkeit kriegst, einen Werbespot in der Primetime auszustrahlen, müsste man mir dasselbe anbieten. Und das weiter gedacht würde in der Logik, ja irgendwie bedeuten, dass du Oh, jetzt kommt ein Ex-Verweis, dass du ähnlich in solchen politischen Lagern oder Meinungslagern denkst, wie Ex, das zum Beispiel mit den Community-Nunst tut und sagt, du brauchst eine paritätische Ausspielung dieser. Ich glaube, das ist in der Realität nicht nicht minimal invasiv umzusetzen. Das kann nur kann nur Schäden geben. Aber den Gedanken dahinter, dass die Regulierung solcher Netzwerke vielleicht nicht nur so aussehen kann, wie wir es in Europa denken, das ist vielleicht für die USA gar keine dumme Antwort. Aber ich habe es nie offenbar oder vielleicht nicht ganz zu Ende gedacht, sage ich direkt dazu.
56:42 Gavin Karlmeier
Ja, schauen wir mal, was sie draußen machen.
56:45 Roland Hindl
Schauen wir mal, was wird. Was wird? Ich hab zum Thema, bevor wir jetzt hier in unsere Rubrik kommen, ich habe Housekeeping. Das haben wir am Anfang ein bisschen. Bisschen vernachlässigt. Ich habe zwei Dinge noch zu sagen, bevor wir einsteigen. Das eine ist, ich muss mich einmal ganz kurz bedanken bei allen Hakis, die Bewertungen bei Apple Podcasts geschrieben haben. Ich habe einfach nur gefragt, hey Leute, würdet ihr das machen? Und jetzt kann man gar nicht mehr aufhören zu scrollen, weil da so viele Leute Bewertungen geschrieben haben. Das ist so, so nett. Also vielen lieben Dank erstmal dafür. Das hat mich ein bisschen gerührt. Ehrlicherweise gedacht, da kommen so zwei oder so. Und da sind so viele Leute nette Nachricht geschrieben, das hat mich sehr berührt, das wollte ich einmal kurz angemerkt haben. Und das andere ist eine Meldung. Bei der dies nicht nur Housekeeping, deswegen passt sie hier an der Stelle vielleicht auch ganz gut. Es geht um ein Tool, über das wir in den letzten beiden Folgen gesprochen haben. Eigentlich völlig anlasslos. haben wir hier über eine KI-Bilder-Suchmaschine namens Pim Ice gesprochen, über die in der letzten Folge Markus Beckedal noch ein paar Details erzählen konnte. So, und jetzt gibt es die Meldung von Netzpolitik. Die seit der letzten Folge aufgekommen ist, dass in London die Polizei, obwohl sie dort dieses Tool nicht nutzen dürfe, wohl im vergangenen Jahr über 2000 Mal diese Maschine, Suchmaschine benutzt hat, um damit auf Menschen zu finden. Und zwar 2337 Mal wurde die Seite von Dienstcomputern in der Behörde aufgerufen und benutzt. In der EU ist das verboten, es gibt eine KI-Verordnung, die genau das ausschließt, dass solche Datenbanken überhaupt aufgebaut werden und da hängen hohe Strafen dran. Dass aber Beamtinnen und Beamte jetzt solche Fremddatenbank nutzen in England nutzen, das liegt vielleicht fast nahe, ist aber einen datenschutzrechtlichen Skandal. Und ich wollte es zumindest mitgebracht haben, weil das Timing dieser Geschichte ja fast. Viel zu schön ist, um zufällig zu sein.
58:41 Gavin Karlmeier
Ja, ja, wir hatten in Deutschland ja mit der dieser Ex RAF-Terroristin kletter ja einen ähnlichen Fall. Die hat man ja, also ein Bellingcat-Journalist hat die ja auch über Pim Eyes gefut, irgendwie in Berlin bei irgendeinem Capo-Era-Verein oder so. Also Zumindest gibt es die Vermutung dahinter, weil ja, ich glaube, die Polizei hat dann gesagt, es war irgendwie ein Hinweis, den sie bekommen haben.
59:06 Roland Hindl
Zumal diese Recherche ja im Rahmen eines Podcasts, eines deutschsprachigen Podcasts. passiert ist. Also das ist auch in der Tat eine nicht ganz unpikante Geschichte, weil da die Frage dran hängt, ob diese Verwendung dieses Hinweises dann überhaupt zulässig ist. wenn die Verwendung dieser Suchmaschinen nicht zulässig ist. Auf der anderen Seite ist eine Information, wenn sie in der Welt ist, in der Welt. Und du kannst nicht sagen, okay, wir suchen jetzt und blenden dabei aus, dass wir eigentlich wissen, wo sie ist. Also es ist ein Dilemma. Schon wieder ein Dilemma. Ich drück mal diesen Knopf hier und dann kommen wir mal raus aus den Dilemmie. Mata. Funktionen und Emotionen. Wir fangen an mit Blue Sky. Blue Sky hat nämlich nicht nur Jack Dorsey ja verabschiedet, sondern hat auch die eigene Produktroadmap veröffentlicht, hat gesagt, welche Features in der nächsten Zeit veröffentlicht werden wird. Dazu gehört verbesserte Antibelästigungsfunktionen, ein verbesserter benutzerdefinierte Feeds. Pimpen dieses Feature nochmal ein bisschen auf. Es wird die Möglichkeit geben, auf Blue Sky Nativvideos hochzuladen, was ein Feature ist, bei dem ich nur darauf warte, dass es kommt. Und, und die nächste Meldung ist, glaube ich, die interessanteste, die Möglichkeit, DMs zu verschicken auf Blue Sky. Ich fühle, ich höre noch keine Gefühle. Na doch.
01:00:34 Gavin Karlmeier
Bluesguy, ich mag Bluesguy tatsächlich. Das ist für mich so die Alternative geworden, auch wenn ich Weil ich nicht mehr so viel Output habe, finde ich gut. Und ich denke mir, warum habt ihr das nicht früher gemacht, als wirklich dieser Brain Drain da war? Weil da hatten sie einen Moment und da hätten sie das alles schon längst haben können. Oder ja, ich weiß nicht, ob sie es hätten haben können, aber hätten sie es haben müssen. Und dann wäre, wäre, stünden die, glaube ich, woanders. Aber so an sich, finde ich, also ich persönlich, für meine Nutzung, wird das gut. Ich weiß zwar nicht. Ob ich viele Leute habe, denen ich DMs schicken kann, aber Videos da jetzt zu veröffentlichen, ich mag es. Also sehr viel Emotion.
01:01:12 Roland Hindl
Ja, und interessant ist zu den DMs, gibt es noch eine kleine Geschichte. Und zwar werden diese DMs Ende zu Ende verschlüsselt sein, was erstmal gut ist, was aber bedeutet, dass diese DMs off-Protokoll verschickt werden. Das heißt, dass du, also wir wissen ja, dass Blue Sky auf dem AT-Protokoll basiert, ein eigenes Protokoll, das eigentlich nur oder nein, dass eigentlich die Grundidee von Blue Sky ist und Blue Sky ist sozusagen nur das der Proof of Concept, dass dieses Protokoll funktioniert und die Idee ist, dass du eigentlich zukünftig mit deinem eigenen mit deiner eigenen Software, mit deinem eigenen Frontend auf diesem Protokoll stattfinden kannst, das gilt eben nicht für die DMs, die werden Blue Sky exklusiv sein. Und das finde ich eine sehr bemerkenswerte Entscheidung aus zwei Gründen. Erstens, weil man damit davon abrückt, ein Proof of Concept zu sein. Sondern jetzt Anreize bietet, weiterhin Bluesguide zu nutzen, obwohl es im Protokoll gibt, das man eigentlich nutzen sollte. Was eigentlich die Idee war, die beworben werden sollte Und das andere daran ist, dass ich so ein bisschen mich frage, ob man jetzt, wo vielleicht liegt es an Jack Dawcy, wir wissen es nicht Dass man damit offenbar auch so das eigene Verständnis von dem, was man eigentlich ist, auch ganz offensichtlich verändern möchte. Also interessant irgendwie. Und schade. Mastodon dagegen, und jetzt kommt die Überleitung, als hätten wir sie geschenkt bekommen, und zwar in Form von Evan Prodromo, der ist einer der Mitherausgeber des Activity Pub zusammen mit Tom Coates. Das ist ein Mathematikprofessor. Die beiden arbeiten gerade daran, das Activity Pub-Protokoll zu verändern, dass du Ende zu Ende verschlüsselte Direktnachrichten im Protokoll hast, dass du sozusagen, egal ob du machst oder benutzt oder jede andere Software, weiterhin darüber auch verschlüsselte DMs verschicken kannst, weil es direkt im Protokoll festgeschrieben ist. Also es geht auch so. Gut für Mastodon. Tatsächlich gut für Mastodon. Man muss dazu sagen, glaube ich, bei Mastodon ist es auch. on-brand, dass du so etwas auf dem Protokoll hast. Da wäre es untypisch, dass so eine wichtige Funktion nur in Mastodon gäbe. Behaupte ich jetzt. Bin mir gerade gar nicht sicher, ob das nicht vielleicht der Fall ist mit einzelnen Funktionen, aber Wir werden es im Discord lesen. Jetzt könnt ihr es bei Discord lesen. Oder auf Mastodon gegrillt werden. Stimmt, das kann auch sein. Von naja, nein, da haben wir einfach nur eine sehr aktive Community, die aufmerksam zuhört. Es gibt bei X jetzt ein Feature, das Spam Protect heißt, also so genannt wird oder so geframed wird. Du lasst zu Recht, weil Spam Protect bedeutet eigentlich nur, dass du Deine Antworten, also die Antworten auf deine Tweets, die konntest du ja schon immer beschränken auf Leute, denen du zurückfolgst. Jetzt gibt es ja auch die Möglichkeit, da auch verifizierte Accounts hinzuzufügen. Feature schon ewig angekündigt war. Ist jetzt da, du kannst einstellen, dass nur verifizierte Accounts auf deine Tweets antworten können.
01:04:18 Gavin Karlmeier
Ja, gut. Also das mal von verifizierten Accounts zu halten, halt auf X. So, ja.
01:04:25 Roland Hindl
Ich möchte bitte nur Antworten von Leuten bekommen, die Geld dafür bezahlen. Ja.
01:04:31 Gavin Karlmeier
Aber nicht mehr. glauben, sie haben das Recht auf giftige und galisch bucken sich gekauft.
01:04:39 Roland Hindl
Leider wahr. Bei Facebook gibt es jetzt die Möglichkeit, in Gruppen Anonym auf Beiträge zu reagieren und sie zu kommentieren. Also ohne dass dein Name sichtbar wird.
01:04:57 Gavin Karlmeier
Da habe ich keine guten Emotionen. Also so zumindest wie ich es mir vorstelle. Weil ich finde schon, also klar, es gibt Gruppen, in denen herrscht ein harter Ton, aber trotzdem sind die ja so von der Grundidee her schon eine Art Safe Space. Und da jetzt dann noch anonym zu schreiben, also vielleicht gibt es irgendwie Fälle, in denen das sinnvoll ist und es gibt Leute, die sich das wünschen. Ich sehe da eher Missbrauchsgefahr.
01:05:24 Roland Hindl
Ja, war genau auch mein erstes Gefühl, dass man so, also, was will man denn damit jetzt erreichen? Weil Wenn eine Gruppe ist, ja darauf angelegt, dass es kleine Kreise von Leuten sind. Und wenn die jetzt auch noch, also ich verstehe, warum man das vielleicht haben möchte, weil du zum Beispiel Themen hast, in denen du Nicht willst, dass Geschichten mit dir unmittelbar verbunden sind. Aber am Ende hast du halt eine Fläche, du ein Gästebuch, bei dem Leute anonym rumkotzen können. Und das ist nicht gut. So, wir bleiben bei Direktnachrichten und zwar nicht nur Blue Sky und nicht nur Mastodon sollen verschlüsselte Direktnachrichten bekommen, sondern auch Threads. Ganz lange haben wir darüber gesprochen, dass Threads offenbar damit herumspielt. Direkt sich ans Instagram-Postfach anzudocken. Jetzt gibt es Hinweise darauf, dass Threads ein eigenes DM-Feature entwickeln soll.
01:06:17 Gavin Karlmeier
Auch gut, schön. Ich komme mit Freds noch nicht klar. Ich ähm Das Einzige, was ich in meinen Notifications sehe, ist Matt Navera, weil ich da irgendwie zwei, drei Postings von ihm zu oft anscheinend angeschaut habe. Ansonsten sehe ich nichts und ansonsten nur irgendwelche Click Likebait Dudes und ähm Wandtattoo in Post Kopierer.
01:06:48 Roland Hindl
Okay. Ich möchte da einfach nicht noch einen Postfach haben. Weil, also, ich frage mich halt, also wir wissen ja schon, du kannst bei Threads de facto nur stattfinden, wenn du einen Instagram-Account hast. Das heißt, ich könnte ja jederzeit Leuten eine Insta-DM schicken. Warum sollte ich jetzt, warum sollte ich das nur bei Threads tun wollen?
01:07:12 Gavin Karlmeier
Da bin ich jetzt nicht ganz auf Stand, aber arbeiten, die nicht ohnehin daran, dass man von einer Plattform auf die andere auch verschicken kann.
01:07:20 Roland Hindl
Ja, das war eigentlich der Plan, ja. Ja, und ja, gut. Ja, genau. Und genau an dem Punkt stehe ich auch. Und Instagram. hat jetzt die Linklisten angepasst. Also wenn du in deinem Profil kannst du ja so einen Link, mehrere Links hinzufügen und die bekommen jetzt ein Vorschaubild. Das heißt, wenn du so Fav-Icons hast, oder Fave Icons, wie heißt denn Fave-Icon? Die werden dann daneben angezeigt, dann ist das ein kleines Bild, als Vorschaubild für diesen Link.
01:07:48 Gavin Karlmeier
Ja, es ist nicht mehr ganz so viel Bleibüste wie jetzt, aber es ist ja ohnehin schon so versteckt. Also du siehst ja nur den einen Link. Und Also ich weiß, wie viele Leute bei uns über Link in Bio gehen, zumindest bei TikTok. Die kann ich alle per Handschlag begrüßen. Bei Instagram werden es nicht viel mehr sein. Ja, also es ist schön für die wenigen, die es dann sehen werden.
01:08:17 Roland Hindl
Ja, genau. Ich finde, damit kann man sehr viele dieser Funktionen hier eigentlich immer wieder Zusammenfassen.
01:08:25 Gavin Karlmeier
Es ist schön für die, die es brauchen. Ja. Und es wird halt einfach noch voller da oben drin.
01:08:31 Roland Hindl
Ja, das ist genauso. Komplett Instagram wird mit allem überladen. Apropos überladen, das ist über die längste Folge seit einiger Zeit. Lieber Roland, vielen lieben Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, dass du hier warst. Ich würde mich freuen, wenn du wiederkommen würdest.
01:08:47 Gavin Karlmeier
Ja, vielen Dank, dass ich da sein durfte. Vor allem, dass ich mich mit so einem, wie wir in Bayern sagen würden, Schmarr hier reingeäxt habe. Das ist die Strategie. Aber es war sehr schön, dass ich mich und uns erklären durfte und dass ich hier dabei sein durfte.
01:09:02 Roland Hindl
Sehr gerne wieder, Roland. Das war sehr angenehm mit dir. Ich wünsche dir und allen, die bis hierhin zugehört haben, ein wundervolles Wochenende. Vielen lieben Dank, dass ihr dabei seid. Dabei war halt. Wir hören uns am Montag. Und dann kommt die Hinweisgeberin Charlotte Voss hier in diesem Podcast. Bis Montag. Schönes Wochenende. Danke dir.