Elon Musk holt die grobe Axt raus und stellt seine Mitarbeiter:innen vor die Wahl: Gehen (und Abfindung kassieren?) oder bleiben und dann Commitment zeigen? Aber Commitment, wie sieht das eigentlich aus? Und welches Commitment haben wir, die User:innen eigentlich noch? Reicht das für 8$? Oder ist der blaue Haken eigentlich nur noch das Fanboysiegel?
Transkript
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00:01 Intro
Haken dran, das Social Media Update der CT.
00:06 Dennis Horn
Grüß dich, Gavin
00:07 Gavin Karlmeier
Hallo Dennis.
00:09 Dennis Horn
Und wie läuft das Twitter-Leben?
00:13 Gavin Karlmeier
Es fühlt sich zunehmend seltsamer an, weil ich doch immer wieder auch krasse Ladezeiten habe, ehrlicherweise. Ich weiß nicht, ob du das auch so wahrnimmst. Überhaupt. Nee, ich hatte heute wirklich immer wieder so das Problem, dass es einfach lange geladen hat. Und, und das ist interessant, ich hatte relativ lange auf meinem Tablet das Gerät, mit dem ich jetzt gerade auch das hier aufnehme. weil wir eine wahnsinnig mobile Lösung gefunden haben, da kommen wir gleich zu, dass ich das so oft aktualisieren konnte, wie ich wollte, dass es die ganze Zeit auf dem Stand von vor einer Woche blieb. Die App. Also, bis ich sie tatsächlich sozusagen Force geschlossen habe.
00:47 Dennis Horn
Das ist super interessant. Also, du erlebst einige von den Dingen, über die wir gestern auch gesprochen haben.
00:52 Gavin Karlmeier
So an einem Teil und Enden brechen da Dinge auf.
00:55 Dennis Horn
Das lässt nichts Gutes an. Das läuft bei mir verhältnismäßig sauber. Naja.
01:01 Gavin Karlmeier
Aber vielleicht hast du auch einfach weniger Zeit als ich für Twitter am Tag.
01:04 Dennis Horn
Möglicherweise.
01:09 Gavin Karlmeier
Wie hast du denn geschlafen?
01:11 Dennis Horn
Wie ich geschlafen habe? Via, also ganz gut.
01:17 Gavin Karlmeier
Ich habe nämlich jetzt bei Twitter immer wieder was, bevor wir so richtig einschlagen, immer wieder was gelesen, was so vor allem über so Elon Musk Fanboys kolportiert wird. Nämlich, dass Elon Musk seit dem 14. 11. , also seit vor drei Tagen. im Twitter Age Queue in San Francisco schlafen soll, bis alle Probleme beseitigt sind. Das taucht immer wieder so auf. Das lässt sich aber nicht verifizieren, sondern es wird einfach nur so weitergetragen.
01:40 Dennis Horn
Ist nicht verifiziert.
01:42 Gavin Karlmeier
Ein Haken ist dran, aber es steht nicht official drüber.
01:44 Dennis Horn
Achso, okay. Ich verstehe. Aber ich kann mir das vorstellen, weil er ist ja so ein Typ, ne? Also komplettes Commitment. Das habe ich, also ich kann mich daran erinnern, dass er das jetzt auch so in den ersten Wochen von den Leuten erwartet hat, dass sie dann halt, also er setzt harte Deadlines, um da irgendwelche Dinge einzuführen und dann wird halt krass gearbeitet, auch nachs.
02:07 Gavin Karlmeier
Ey, und das ist exakt das Thema, das auch heute eine Rolle spielen wird, weil das gestern rumging, dass Elon Musk eine E-Mail verschickt hat und Punkt Mitternacht in der Nacht. . also in kalifornischer Zeit in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch. Um Mitternacht kam eine E-Mail an alle MitarbeiterInnen von Twitter, das quasi, und wir haben ja gestern hier schon so ein bisschen Die Unternehmenskultur gesprochen, dass jetzt quasi mit der groben Axt die Unternehmenskultur umgestülpt werden soll. Also in der E-Mail steht, ihr habt jetzt die Gelegenheit, bis morgen. 17 Uhr, also 5 Uhr nachmittags, hier auf diesen Button in der Mail zu klicken und dann stimmt ihr zu, dass ihr bei Und das bedeutet für euch Extreme Hardcore. Das ist die Formulierung. Extreme Hardcore ist jetzt die offizielle Policy. Und wenn du da nicht draufklicken solltest, bis 17 Uhr am heutigen Donnerstag, dann wirst du entlassen und bekommst drei Monatslöhne Abfindung. Das ist der Deal.
03:04 Dennis Horn
Darauf schwört er jetzt alle ein. Also das kommt für die rund 20, die er entlassen hat, weil sie irgendwie nach der alten Firmenkultur öffentlich auch kritisiert haben, natürlich ein bisschen zu spät. Und alle anderen fliegen raus. Das heißt jetzt so für alle ist das jetzt ein Commitment, sie machen weiter, wobei das natürlich solche Solche Faktoren wie so ein Krisenmodus, in dem manche vielleicht auch sind, weil sie keine neue Anstellung haben und ihr megateures Haus in der Bay Area finanzieren müssen. Was ja da eine riesige Rolle spielt, das berücksichtigt das natürlich gar nicht.
03:41 Gavin Karlmeier
Ja, und im Schluss, glaube ich, kommt da so eine gewisse Arroganz. durch, jetzt nicht überraschen, dass Elon Musk eine Arroganzausstalt, aber eine Arroganz durch, dass die, glaube ich, die Entlassung, die gerade mehrere Tech-Unternehmen durchgemacht haben. dazu führen, dass, naja, selbst wenn jetzt alle Leute gehen, er wird schon ein neues Personal finden. Also der Markt ist voll. Vermutlich ist das die These, die da drin steckt. Und da drin steckt natürlich die These Dass die Leute, die sich jetzt öffentlich auch gegen ihn stellen, jetzt nie im Leben auf diesen Button klicken und sagen, ab jetzt ist extreme hardcore. Was auch immer das genau bedeuten soll. Also es wird Schweden ja so Begriffe im Raum wie 80-Stunden-Wochen, Feiertage, Wochenenden durcharbeiten. Thanksgiving, keiner weiß, ob Thanksgiving frei ist, ist ein Riesenfeiertag in den USA. Es steht jetzt nächste Woche an, ob der jetzt für Twitter-MitarbeiterInnen überhaupt frei ist. Das ist so der Tag, wo die Familien zusammenkommen, wo Dinner ist. Das, was wir fast so an Heiligabend hier in Deutschland haben. ist Thanksgiving in den USA und ob das jetzt wirklich ein freier Tag für die für das Personal ist, ist unklar. Und wer jetzt auf Ja klickt und Extreme Hardcore sagt, ja, Extreme Hardcore, das ist genau mein Ding, lieber Herr Mask, der wird damit wahrscheinlich auch zustimmen, dass es kein Truthahn gibt dieses Jahr.
04:51 Dennis Horn
Das ist so ein bisschen so ein Boomer-Lifestyle, ne? So dieses überengagierte Dafürleben und so weiter, aber auch so in der In der Führungskultur natürlich alles auf Steroiden und so. Aber irgendwie so, wie man heute sagen würde, das machen wir gar nicht mehr, auch weil er einfach in einer Generation von Menschen, die wesentlich mehr auf ihr Leben achten. damit natürlich gar nicht mehr landet. Und und sind da genug Fachkräfte? Das weiß ich gerade nicht, wie der Markt gerade ist.
05:19 Gavin Karlmeier
Ehrlicherweise, also durch die Layoffs wird es wahrscheinlich einige Fachkräfte gerade auf dem Markt geben, aber du hast natürlich recht. Also diese Entwicklung, gerade die Gen Z. Die sagen, warum soll ich so noch fünf Tage die Woche arbeiten, wenn ich auch drei Tage die Woche arbeiten kann, ein bisschen weniger Geld habe, aber dafür auch ein bisschen Zeit zum Leben habe. Und unsere Generation, Dennis, und dazähle ich uns, Beide jetzt eine Generation, auch wenn da dieses berühmte Jahr zwischen uns beiden liegt. Wir haben das ja noch, wir haben das ja durchaus noch gelernt, dass wenn du was erreichen willst, musst du auch sehr viel arbeiten.
05:45 Dennis Horn
Das ist so, ja. Wir sind so dazwischen.
05:47 Gavin Karlmeier
Ja, genau.
05:48 Dennis Horn
Wir können jetzt irgendwie an beide Richtungen andochen. Ich verstehe. Er hat noch was anderes getwittert, ne? Und zwar zur Verifikation.
06:00 Gavin Karlmeier
Sein Lieblingsthema, muss man fast sagen.
06:02 Dennis Horn
Ja, und irgendwie ja auch das von uns Twitter-NutzerInnen, die selbst verifiziert sind, offen gestanden. Also ich musst du nochmal nachdenken, ich finde es ganz interessant, wie dieses System früher war. Also wieder, ne? Ganz früher, wie das überhaupt entstanden ist. Und das hatte ja gar nicht etwas von diesen Fake-Mechanismen. Also da spielte gar nicht die große Rolle, dass die Gefahr besteht, dass hier irgendwer unauthentisch auf der Plattform unterwegs ist. sondern die Verifikation, die hatte viel damit zu tun, dass Twitter wachsen wollte. Und die hatten auch mal ein deutsches Team und eine eigene Niederlassung und Twitter ist dann gezielt auf die Nutzerinnen und Nutzer zugegangen, die so als Multiplikatoren, Multiplikatorinnen dienen könnten. Also das waren Chefredakteure, Moderatorinnen. So Gaukler wie du. Im Grunde hat es bei vielen davon hat Twitter das angeboten.
07:00 Gavin Karlmeier
Und ich glaube, das war eine sehr kluge Strategie, die aber ehrlicherweise ja auch ein bisschen Wasser auf den Mühlen von der Aussage von Elon Musk ist, dass es überhaupt nicht mehr nachvollziehbar ist, wer gerade einen blauen Haken hat und wer nicht.
07:13 Dennis Horn
Es gab dann mal so ein System, wo das so ein bisschen geregelt war. Also man wusste dann, Twitter vergibt das an Chefredakteure, an Personen des öffentlichen Lebens. aber nicht an einzelne Redakteure, aber an Moderatorinnen, Moderatoren. Also da gab es so eine kleine Art Leitfaden dann irgendwann. Da wusste man, das sind jetzt die Dinge. auf die sie plötzlich beginnen zu achten. Es gab aber auch mal bei Twitter, kannst du dich daran erinnern, also tatsächlich so ein Bewerbungsformular? Also eine ganz kurze eigentliche Zeit, wo auch Twitter sowas dann mal hatte, wo man sich, so wie bei Instagram heute, dann auch für das blaue Häkchen bewerben konnte.
07:50 Gavin Karlmeier
Da kann ich mich noch gut dran erinnern, weil das war der Anfang vom Ende, weil kurz danach wurde dieses Verifizierungsverfahren komplett eingestellt, weltweit. Und das hat ja dazu geführt, dass du zwei, drei Jahre gar keine blauen Haken mehr bekommen hast, wenn du nicht jemanden kanntest. Also ich weiß noch, dass ich damals in einem Unternehmen, in einem jungen Medienunternehmen angefangen habe, dem es natürlich total wichtig war, überall verifiziert zu sein. Und den blauen Haken auf Twitter zu kriegen war, ich kann jetzt natürlich nicht ins Detail gehen, aber es war ein Ding der beinahen Unmöglichkeit. Wir haben es geschafft, aber es war über viele, viele, viele Umwege noch möglich. weil es einfach dieses Verfahren nicht gab. Und dann gab es tatsächlich jetzt bis zuletzt wieder so eine Art Formular. Und das ist ganz ähnlich dem wie Facebook und Instagram das ja machen, dass sie dich tatsächlich mit Quellenangaben und Beweisen sozusagen als würdig erweisen sollst.
08:41 Dennis Horn
Und es gab noch eine. Ein zusätzliches Element, das vielleicht noch ganz wichtig ist, bevor wir jetzt zu dem kommen, was in Zukunft passieren soll. Und dieses zusätzliche Element war dann doch so authentische Personen. Und da haben auch Menschen den blauen Haken bekommen, die nicht unter diese Kategorien fallen, die wir gerade genannt haben. Also wichtige Organisationen, Unternehmen, MultiplikatorInnen. sondern da haben dann auch Menschen ein Häkchen bekommen, denen es mal passiert ist, dass es einen Hake-Account bei Twitter gab über. Ja, und ich weiß bei einigen Bescheid, die dann bei Twitter gesagt haben, schaut, da gibt es diese Fake-Accounts, man muss mich davon unterscheiden können. Und dann auch dieses blaue Häkchen verliehen bekommen haben und vielleicht abschließend noch, natürlich hat das blaue Häkchen bei vielen von uns auch sehr viel mit Eitelkeit zu tun.
09:35 Gavin Karlmeier
Hundertprozentig, natürlich. Das gilt, aber ist ja auch heute noch so, dass du, wenn du auch auf anderen Plattformen jemanden mit einem blauen Haken siehst, der irgendwie bei dir reagiert, dass du doch mit einem anderen Aufmerksamkeit auf den Account schaust. Also dass ich doch durchaus dann auch denke, wer ist dieser Mensch? Wer ist dieser DJ, der da auf Instagram meine Story gesehen hat? Ah ja, er hat mal ein Beat für Casper produziert, das rechtfertigt also den blauen Haken. Also sowas passiert da durchaus heute auch noch.
10:03 Dennis Horn
Ja, und ich habe aber auch gemerkt, dass diese gesteigerte Aufmerksamkeit für mich als jemand, der den blauen Haken hat, dazu geführt hat, dass mein Account stärker wahrgenommen wurde.
10:15 Gavin Karlmeier
Also mein Followerwachstum
10:17 Dennis Horn
ist seit ich den blauen Haken hatte, gestiegen. Also da kann ich mich noch so an den Unterschied erinnern. Also Elon Musk hat jetzt getwittert, dieses Abo-Modell, Twitter Blue. Wo dann in Zukunft der blaue Haken dranhängen wird. Das wird am 29. November gestartet. Und also Ich finde das ganz interessant, weil er hat es ja jetzt schon mal versucht und dann ist es schiefgelaufen. Weil dann tatsächlich Menschen sich angemeldet haben und mit blauem Haken. Fake-Accounts erstellt haben. . Jesus Christus zum Beispiel. Jesus Christus endlich verifiziert, ja, für knapp 8 Dollar pro Monat. Er hängt da ja jetzt was dran. Also diese 8 Dollar im Monat, die sollen nicht nur die Verifizierung bringen, die man dann aber wahrscheinlich auch einfach nicht mehr so nennen kann, sondern den blauen Haken, sondern There will be an unigan that I've done so in the timeline on the hell reduced Und die eigenen Beiträge bekommen mehr Sichtbarkeit bei Twitter. Also der Algorithmus bevorzugt dann Nutzer, die dieses Abo-Modell für 8 Dollar im Monat abschließen. Und da haben jetzt Leute gerechnet. Das finde ich ganz spannend. Die sagen, am ehesten haben bisher so ein Abo abgeschlossen Nutzerinnen und Nutzer, die Power User von Twitter sind. Die sind aber auch diejenigen, mit denen Twitter das meiste Geld mit Werbung verdient.
11:47 Gavin Karlmeier
weil sie so häufig da online sind.
11:49 Dennis Horn
Und die haben jetzt gegengerechnet und haben gesagt, eigentlich, wenn die jetzt nur noch halb so viel Werbung angezeigt bekommen, geht Twitter so viel Geld dadurch verloren an Werbebuchungen, dass sie eigentlich für dieses Abo-Modell nicht 8 Dollar pro Monat, sondern 44 Dollar pro Monat verlangen müssten, um das wieder reinzuholen, was sie dadurch verlieren. Das finde ich total spannend. Also je aktiver so ein Nutzer ist oder so eine Nutzerin, desto höher müsste der Abo-Preis sein für Twitter Blue.
12:20 Gavin Karlmeier
Das ist verrückt. Spannend daran finde ich aber, dass du, dass da ist ja so ein kleiner Knoten im Kopf. Weil die Menschen, die ja jetzt für einen blauen Haken hätten, zahlen wollen, also die. die du Power User gerade genannt hast. Also am Ende wir, die vielleicht überlegt hätten, wenn jetzt nicht Elon Musk an der Spitze wäre, sondern wir wüssten, das kleine, süße Aktienunternehmen Twitter. Das krankt finanziell und wir haben die Möglichkeit, das Unternehmen zu retten, indem wir da jetzt eine Mitgliedschaft eingehen und dann dürften wir den Verifikationshaken behalten, weil dieser Prozess dadurch der immer noch ein Verifikationsprozess wäre. Also angenommen, dieses Modell wäre so entstanden. Wir hätten darüber nicht so diskutiert, sondern wir hätten gesagt, wir können das verstehen, vielleicht machen wir das, vielleicht wäre es diskutiert worden. Dadurch, dass da aber jetzt der Elon Musk-Überbau ist und dieses ist, eigentlich kriegt jeder einen blauen Haken, der dafür bezahlt, durch diese Veränderung verändert sich ja auch der Die Wahrnehmung des blauen Hakens. Also diese Eitelkeit ist dann nicht mehr, hey, geil, ich habe einen blauen Haken, sondern es ist eigentlich eher eine Charme, dass man sagt, ja, ich habe halt einen blauen Haken. habe halt dafür gezahlt. Plus man wird auch noch direkt als Elon-Fanboy abgestempelt.
13:22 Dennis Horn
Ja, du bist jetzt mit einem blauen Haken an irgendwann der. Also es hängt ja jetzt auch dran, er sagt ja, nach so ein paar Monaten werden dann auch die die bisher einen blauen Haken verliehen bekommen haben, den verlieren, wenn sie nicht auch zu Twitter Blue gehen und das abonnieren. Ja, du stehst dann da, es ist wie so ein Siegel dafür, du hast. Geld in diesen Schlund von Elon Musk geworfen. Und es sind übrigens gar nicht die Power User, die so ein Abo zwingend abschließen, die, die jetzt zuletzt dann sich darüber haben verifizieren lassen. Das waren dann oft Konten, die aus der rechten Bubble stammten. So die Crypto-Bubble war dabei und Auch solche, die die irgendwie Pornoinhalteworben haben.
14:10 Gavin Karlmeier
Klar, ist immer so. Die Schmierfingerindustrie Die Industrie ist immer die, ich glaube, das soll man so nicht sagen, aber die Industrie, die früher mit den Ruf hatte, so schmutzig zu sein, das ist doch immer auch die, bei der als erstes der Rubel rollt.
14:22 Dennis Horn
Man konnte jetzt eine Zeit lang dann dieses Abo abschließen. Im Moment geht das nicht. Und zuletzt waren es 150. 000 Nutzerinnen und Nutzer.
14:31 Gavin Karlmeier
0,06% der Und ich merke jetzt auch schon, es gibt durchaus so Accounts, die man dann so in den, vor allem in den Replies unter Elon Musks Tweets findet, die dann so zwölf FollowerInnen haben, aber den blauen Haken. Und die dann irgendwas schreiben, egal was sie schreiben, es wird überhaupt nicht wahrgenommen, weil alle nur darunter kommentieren, dass er den blauen Haken hat, weil er einen Elon Musken Fanboy ist und irgendwelche Memes verbreitet werden. Also es ist hochspannend, ich kann mir, und es kommt noch in der Sache hinzu, von diesen 150. 000 waren ja, weil sicherlich sehr viele, die das mal ausprobieren wollten, das Abo-Modell aber nicht langfristig nutzen werden. Also ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Jesus Christus oder ein Nintendo Fan-Account, dass die das über mehrere Jahre hinweg betreiben werden, diese Abo-Zahlung.
15:19 Dennis Horn
Und jetzt letzter Gedanke. Wir haben eben über die Eitelkeit der NutzerInnen gesprochen. Ich würde ja auch sagen, darum geht es hier. Ja, Elon Musk, der weiß genau, Leute sind eitel. Die haben ja jetzt auch für dieses Abo-Modell geworben mit so einem Spruch, so kauf dir für 8 Euro das blaue Häkchen, so wie die Stars, die du von Twitter kennst. Das war ja wirklich so der Werbespruch im Update. Und ich meine auch rausgehört zu haben, dass diese Bezahlfunktion für Elon Musk auch so ein bisschen hieß Damit können wir den Spam und den Fakes ein Ende bereiten, weil die Leute bezahlen ja jetzt und das tun sie nicht, um zu spammen. Und das ist interessant, weil wenn das richtig gut funktionieren soll, dieser Gedanke. Dann müsste ja der Onboarding-Prozess, also der Anmeldeprozess für so einen Abo-Account, ein noch schärferer sein. Dann müsste er ja eigentlich auch den Personalausweis verlangen und so weiter. Und wenn er das aber macht, Dann ist er doch wieder in einer Art Content-Moderationssystem. Denn er hat ja dann zu prüfen, ob sich alle daran halten. Und wenn nicht, dann müssten sie wieder von der Plattform verbannt werden. Also wäre er genau dort, wo er sich eigentlich wegbewegen will, von mit den ganzen Kündigungen.
16:27 Gavin Karlmeier
Ja, das ist spannend, weil eigentlich ja genau das das Versprechen war, zu sagen, die Anzahl der Bots sofort zu reduzieren. Das war ja sein Feindbild, warum er überhaupt angetreten ist, die Bots zu vernichten und jetzt vernichtet er eher seine User-Schacht.
16:40 Dennis Horn
Also wir merken Tag für Tag hier, dass wir uns ein wenig im Kreis bewegen. Das macht es super interessant, dort so zu schauen, wie er lernt.
16:49 Gavin Karlmeier
Extrem Hardcore, sag ich dir. Danke Dennis, bis morgen. Tschüss.
16:55 Dennis Horn
Tschüss.