Die vielleicht letzte Folge vor der US-Wahl. Wir sammeln nochmal, schauen auf einen rohen Ton – und auf die KI-Pläne von Meta.
Transkript
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00:01 Intro
Haken dran, das Social Media Update der CT.
00:06 Gavin Karlmeier
Grüß dich Gavin. Hallo Dennis. Na wie ist die Lage? Blendend. Also, wenn ihr das hier hört, ist ja Montag, der 4. November. Und damit liegen wir noch zur Veröffentlichung liegen wir noch 36 Stunden vor Beginn der US-Wahl und deswegen ist die Laune noch in Ruhe vor dem Sturmmodus.
00:24 Dennis Horn
Ja, mal gucken, wie wir Ende dieser Woche darauf blicken werden.
00:29 Gavin Karlmeier
Und ich hoffe, dass sich mit das Sturm nur eine reine Metapher ist, wie ich da sage.
00:34 Dennis Horn
Also wir können eigentlich genau in diesem Thema beginnen. Übrigens, kleine schöne Ergänzung zu unserer letzten. Zu unserer letzten Ausgabe. Ich habe jetzt noch Schlagzeilen dazu gelesen. Wenn Elon Musk tatsächlich auf den Formularen für seine Einwanderungen gelogen hat, dann könnte ihm noch die Staatsbürgerschaft entzogen werden. Aber ich glaube, auch das kriegen wir vor der US-Wahl nicht mehr hin.
00:59 Gavin Karlmeier
Das wäre toll. Aber würde das bedeuten, dass er nicht Mitglied der Regierung werden dürfte? Wahrscheinlich schon, oder?
01:05 Dennis Horn
Das würde es dann im Endeffekt bedeuten. Ich weiß nicht, wie es ist, wenn er jetzt einmal irgendwie vereidigt wird als solches und dann die Staatsbürgerschaft entzogen. Ich glaube, das sind alles Dinge. In den USA, da gibt es kein Beispiel für bisher.
01:18 Gavin Karlmeier
Wir sind auch jetzt keine US-Recht-Expertinnen-Experten. Ich muss gar nicht ständern, aber es könnte natürlich auch durchaus sein, dass der Präsident in der Lage ist, so eine Staatsbürgerschaft auszusprechen.
01:31 Dennis Horn
Also, ich hatte übrigens viel Spaß nach der letzten Ausgabe in meinem LinkedIn-Account. Die Elon Musk Fanboys sind noch da. Und sie treiben sich alle bei LinkedIn rum. Und wir, also fangen wir vielleicht mal an mit der Geschichte um den Discord-Server von Kamala Harris.
01:52 Gavin Karlmeier
Achso, ich dachte von uns. Es gibt einen Haken dran Discord an der Stelle, mal kurz platziert.
01:57 Dennis Horn
Der ist sauber, der ist in Ordnung.
01:59 Gavin Karlmeier
Mit 1000 Hackis. 1100 Mitglieder. Alle cool, alle haben Bock zu diskutieren. Und da war jetzt dieses Wochenende. Also die letzte Folge ist ja am Freitag erschienen. und die haben wir schon Mittwochabend aufgenommen. Das heißt, der Recherchestand, den wir aufholen mussten zur Aufnahme der heutigen Montagsepisode, war von Donnerstag bis Sonntag. Und es ist so geil, diese Schattenredaktion hat so viele Sachen darin zusammengesammelt, dass man eigentlich nur noch so durch den Discord scrollen muss und dann haben wir alle Themen, über die wir eigentlich sprechen müssen. Fügt man so zwei, drei Sachen hinzu, über die wir gestolpert sind. Ich liebe das. Eine Prise-Leiz noch. Genau, eine Prise-Salit von einem sehr großen Streuer, ein bisschen Pfeffer. Also ich liebe diesen Discord-Channel, einfach nicht einen Server, nicht nur, weil du das Arbeit abnimmst, sondern weil die Leute einfach alle so ultra cool, ultra nett sind. Es ist einfach eine totale Wohlfühl-Oase. Also, wenn Social Media irgendwann abgestellt wird, dann behalte ich mich nur noch dort auf.
02:48 Dennis Horn
Ich gucke regelmäßig auch rein und es ist fantastisch. Es hört auch nicht auf.
02:53 Gavin Karlmeier
Also es ist ein Bastren, fast wie
02:57 Dennis Horn
Auf dem Discord-Server von Kamala Harris. Also ähnlich. Die Kampagne. Nutzt einen Discord-Server, um Freiwillige zu organisieren. Und das fällt dem Federalist negativ auf, möchte ich sagen. Es ist ein konservatives Online-Magazin. Während der Pandemie übrigens aufgefallen mit Desinformationen, pseudowissenschaftlichen Internet, Inhalten und falschen Darstellungen der Gesundheitsempfehlungen von dem.
03:26 Gavin Karlmeier
Leute, da hört er ja, wo wir jetzt unsere Infos hätten kriegen, was ja unsere Quellen sind.
03:31 Dennis Horn
Ja, pass auf, es kriegt gleich den Dreh. Aber so, und nach der Präsidentschaftswahl 2020 Auch mit der Behauptung des Wahlbetrugs, also so ein Online-Medium ist das. Und also Wie die jetzt schreiben über diesen Discord-Server von Kamala Harris, da würden freiwillige, angewiesen, genaue Community-Notes Herunter zu voten, die den Beiträgen von Kamela Harris widersprechen, in X Die Kampagne würde auch die REACH App nutzen, um Memes und Videos zu verbreiten, freiwillige ermutigen Beiträge mit Hashtags zu verstärken um Himmelswillen. Und das sind koordinierte Bemühungen, die den falschen Eindruck einer weit verbreiteten Unterstützung von Kamala Harris erwecken würden und oft gegen die Bedingungen der Social Media Plattformen. Elon Musk schreibt dazu: We are investigating this.
04:29 Gavin Karlmeier
Und ich frage mich so ein bisschen, was genau daran? Ja. Also, also ich sag mal so. Wir haben uns ja schon mal darüber ausgelassen, dass uns das gefuxt hat, dass es bei Telegram-Gruppen und WhatsApp-Gruppen von Menschen gibt. die in irgendwelchen AfD-Wahlkampfteams koordiniert werden, um dann Reichweite für Inhalte von Maximilian Kra aufzubauen, der selber von der ForU-Page vor der Europawahl verband war. So dass einfach Leute diese Inhalte über ihre Kanäle getan. Das ist eine Sache, die uns geschmacklich gestört hat, weil wir sagen, das fühlt sich nicht richtig an, dass dort undemokratische, menschenverachtende Inhalte jetzt über so viele Wege verbreitet werden. Das heißt aber nicht, dass diese Methode nicht rechts rechtens sei. Also es ist eine Methode, die vielleicht nicht, äh die sich vielleicht nicht legitim anfühlt, aber sie ist legal. Und das betrifft hier eben in diesem Fall jetzt zwar ein völlig anderes politisches Lager. Ist aber am Ende ja dasselbe. Ein paar Leute treffen sich irgendwo anders, um sich abzusprechen und dann koordiniert Inhalte zu verbreiten zum Beispiel. Das ist ja Teil hier dieses Vorwurfes. Über diese Community Notes-Geschichte können wir gleich mal an einer anderen Stelle reden, das würde ich mal kurz parken, weil das muss man eigentlich anders betrachten. Aber dieses, wir sprechen uns gemeinsam ab. nutzen Hashtags, verbreiten etwas. Das ist doch wie koordiniertes Nutzen von sozialen Medien nun mal funktioniert, oder? Also wo was wird da genau investigated?
05:55 Dennis Horn
Ja, genau, genau. Aber das, ähm, das ist ein Punkt, über den wir schon mal gesprochen haben und ähm, wo ich hier so ein Déjà-vu habe, nämlich Diese Geschichte, dass dieser Artikel hier so klingt wie die Artikel, die sonst über Donald Trump geschrieben werden. Und über dessen Kampagne und mit dafür sorgt, dass das so gleich klingt, also so ein Both-Sides-Ding aufbaut. Wonach alles irgendwie am Ende gleich klingt, obwohl es Unterschiede gibt, die hier irgendwie kaschiert werden. Nämlich, dass es Inhalte sind, die demokratiegefährdend sind, zum Beispiel. Also das, was du gerade aufgemacht hast. Und das ist so ein weiteres Beispiel dafür. Wie perfide diese Strategie ist. Also die nehmen sich sozusagen das, was sonst, sagen wir mal, von neutraler Seite aus oder liberaler Seite aus oder lass es von Unterstützern, Unterstützerinnen demokratischer Seite aus angeführt wird gegenüber der Kampagne rund um Donald Trump und schreiben einfach genau so einen Artikel. Obwohl es Unterschiede gibt und schon klingt alles gleich und gar nicht mehr so schlimm. Wahnsinnig perfide.
07:15 Gavin Karlmeier
Ganz mega, mega perfide. Also die Art und Weise Kommunikation ist halt so mies. Und Elon Musk hätte halt, wäre es ein Text über Donald Trump gewesen, dem dasselbe vorgeworfen worden wäre, hätte er niemals geschrieben, das ist hier reine politische Agenda. Jetzt will ich aber noch kurz über diese Community-Notes Geschichte sprechen. Denn die Community-Notes-Funktion ist ja explizit so angelegt, dass sowas eigentlich gar nicht möglich sein dürfte. Denn es werden ja offenbar politische Lager oder politische Zugehörigkeiten algorithmisch bestimmt, um dann zu schauen, ob diese Lager, diese unterschiedlichen Lager zu denselben Community Nowes, zum selben Schluss kommen. Wenn das nicht funktioniert. Dann ist das, was hier tatsächlich investigat werden müsste, nicht etwa eine missbräuchliche Nutzung einer Funktion, die Exit zur Verfügung stellt, sondern eine Funktion, die nicht so funktioniert, wie sie geplant war. Das ist das, was Elon Muski untersuchen sollte. Irgendein Vögelchen zwitschert mir aber, dass das nicht ist, was er gemeint hat.
08:15 Dennis Horn
Wir sollen mal kurz den Sprung machen in den CCDH Transparenzbericht an der Stelle. So, also 283 Postings bei X. Im laufenden Jahr mit Behauptungen oder falschen Behauptungen über die Wahl, auf die Mitglieder mit Community Notes geantwortet hatten. Also von diesen 283 Postings hatten nur 20 Community Notes genügend Stimmen, um öffentlich gezeigt zu werden. So. Und 209 irreführende Beiträge in dieser Stichprobe. In denen dann nicht allen NutzerInnen die verfügbaren Community Notes auch angezeigt wurden, deshalb wurden aber 2,2 Milliarden Mal aufgerufen am Ende. So, und das ist dein Punkt, den du machst. Also die der Hintergrund Und dieser Community Notes, wir haben ja schon häufiger darüber gesprochen, der sieht so aus, dass die nur angezeigt werden, wenn Menschen aus verschiedenen Lagern sich sozusagen in ausreichender Zahl einig sind. Dass das irgendwie ein sinnvoller Beitrag ist, über den Leute Bescheid wissen sollten, so als Korrektur oder als Hinweis zu so einem Beitrag bei X. Und also für mich zeigt das, dass dieses System und diese Idee nur dann funktionieren, wenn die Gesellschaft nicht Gespalten ist.
09:47 Gavin Karlmeier
Also funktioniert nicht. Also ich habe da ganz viele Gedanken zu. Ich fange mal mit dem naheliegendsten an. Dieses System der Community Nodes Das krankt natürlich an zwei Stellen. Die eine Stelle ist, wenn du sagst, wir zeigen solche Korrekturen unter Beiträgen Menschen, die unterschiedlicher politischer Gesinnung sind, musst du A. relativ sicher ermitteln können, welcher politischer Gesinnung die Personen sind, denen man diese Inhalte anzeigen muss. Das ist schon so die erste Er ist der erste Fallstrick. Und auf der anderen Seite, wenn du eine Gesamtverschiebung auf der Plattform nach rechts hast, dann verschiebt sich natürlich auch der Nullpunkt mit. Was auch zu einem Problem führt. Der zweite Gedanke, den ich habe, ist, dass das ein Problem der Community Notes seit jeher ist. Das ist ein im Kern angelegtes Problem dieses Features, dass du in dem Moment, wo du eine Vorauswahl treffen möchtest, die irgendwie auch qualitativ ist. Du im Zweifel diese Funktion, also ein bisschen killst. Wir haben vor Ewigkeit. Ich glaube, das war so eine der ersten Episoden ohne dich Dennis, ich erinnere mich nicht gerne daran, aber ich tue es. Eine der ersten Episoden ohne dich haben wir über eine Studie gesprochen, dass Und jetzt muss ich lügen, aber es war eine Zahl, unter 15% aller Community-Nodes überhaupt nur angezeigt werden. Und sogar die, die als hilfreich erachtet werden, insgesamt sogar ein einstelliger Prozentsatz ist der Community Nodes, die dann tatsächlich angezeigt werden, eben wegen dieses Problems. Das heißt, du hast ein Feature gebaut, das eigentlich wahnsinnig gut ist, sagst aber gleichzeitig und dann bist du vielleicht Bei der gespaltenen Gesellschaft, wenn wir hier eigentlich eine allgemeingültige Wahrheit ermitteln wollen, dann muss diese allgemeingültige Wahrheit für alle Menschen gelten, egal welche Perspektive sie auf die Realität haben. Und wir können jetzt eine lange philosophische Debatte darüber führen, ob es unterschiedliche Wahrheiten gibt oder ob es nur eine faktische Wahrheit gibt und verschiedene Blickwinkel darauf. So oder so hast du aber das Problem, dass wenn du einen Bias hast, eine politische Vorprägung hast, du andere Inhalte als weniger drastisch oder drastischer erachtest als eben anders. Und das ist ein Problem der Community Notes. Was nicht zwangsläufig heißt, dass ich das Feature für unnötig halte. Ich glaube, das ist immer noch eine gute Idee, Community Nodes auf so einer Plattform zu haben. Und ich finde auch die Art der Ausführung nicht per se beschissen, sondern vielleicht ist es einfach, vielleicht funktioniert das nur mit extrem großen Streuverlusten. Aber die Art und Weise, wie eben diese Gruppen gebildet werden, diese Teams, diese Lager, die muss halt tatsächlich sehr, sehr hieb und stichfest sein, weil sonst funktioniert die ganze Idee überhaupt nicht mehr.
12:27 Dennis Horn
Ja, in dem Moment, in dem sozusagen die Grundlage dieser Plattform, der Eigentümer, das, was er sozusagen als Regelwerk setzt und drumherum formt, ins Wanken gerät, und das ist schon lange so, kann man dieser Nummer am Ende auch schon mal grundsätzlich nicht mehr trauen. Also da geht eh ein Vertrauensverlust mit einher, weil ähm ja weil weil er die Regeln am Ende macht und sei es irgendwas, so was so drunter liegt und komplett abstrakt ist, so bis hin zu ähm Was sind so tägliche Policy-Entscheidungen auf dieser Plattformen, die dann dazu führen, dass das am Ende nicht mehr sinnvoll funktioniert? Das ist tatsächlich so.
13:15 Gavin Karlmeier
Und dann habe ich noch einen dritten Gedanken und das ist nämlich hier dieser ganz konkrete Fall. Wir reden hier über 283 Postings, in denen es um Falschaussagen mit Bezug zur Wahl geht. Und ich bin gespannt, wie sich das entwickelt, wenn wir jetzt einen, sagen wir mal, einen mit leichtem Vorsprung Wahlausgang sehen, bei dem Kamala Harris gewinnt. Denn dann werden sich die Falschaussagen und die Lügenvorwürfe und die Wahlbetrugsvorwürfe werden sicher häufen, häufen, häufen, häufen. Und wenn das dann immer noch der Anteil 20 von 283 sein sollte, dann musst du sagen, ist diese Funktion einfach für solche Inhalte einfach nicht mehr geeignet. Denn wo wir Community Notes ja sehr oft sehen und als sehr gut erachten, sind halt so Beispiele wie. Du siehst eine Werbung für ein Spiel und in dieser Werbung wird aber nicht wirklich das tatsächlich Gameplay gezeigt, sondern irgendein gerendertes Zeug, um den Leuten dieses Spiel einzudrehen, das eigentlich ganz anders aussieht. Dafür ist die Community Note super. weil sich alle einig sind, unabhängig von ihrer politischen Haltung einzustufen, ist es jetzt eine taugliche Werbung oder nicht. Aber in dem Moment, wo es um solche großen kerngesellschaftlichen Debatten geht, Bin ich mir nicht sicher, ob das reicht, die Gesellschaft in zwei Lager zu unterteilen, beiden irgendwie einen Zettel zu zeigen, hey, gefällt euch das ja oder nein? Und wenn beide die gleiche Antwort geben, dann landet es auf dem Netzwerk. Oder ob du dann nicht an dem Punkt bist, dass du tatsächlich Echte Faktenprüfungen brauchst und nicht einfach nur das Ganze auf die Community outsourced.
14:45 Dennis Horn
Ja, und trotzdem würde ich am Ende immer sagen, wenn die Community Notes in einem Bereich unsicher sind und ein Problem sind, dann sind sie es für mich eigentlich in allen Bereichen. Weil dann einfach der Vertrauensfaktor eine Rolle spielt, der sich automatisch aus meiner Sicht auf alle anderen Themen auswirkt, weil ich dann nicht weiß. ob ich diesem System trauen kann.
15:09 Gavin Karlmeier
Ja, das ist so. Also in dem Moment, wo wir sehen, dass unter einem Tweet von Musk eine Community Note verschwindet, obwohl sie schon angezeigt wurde. In dem Moment kannst du unter dem Account von Elon Musk nichts mehr glauben, weil dann funktioniert es nicht mehr.
15:23 Dennis Horn
Ja, was ähm was läuft noch in Sachen Wahl? Also Elon Musk versucht diesen Prozess um das Ein-Million-Dollar-Gewinnspiel, die Wahllotterie, über die wir auch sprachen. zu verlagern in Richtung eines Bundesgerichts.
15:41 Gavin Karlmeier
Ja, man muss kurz Kontext geben, glaube ich, weil ich glaube, das war nach der letzten Aufzeichnung, kam die Meldung. Dass ein Richter in Pennsylvania, Elon Musk, mit einer Zwangsvorladung verpflichtet hat zu erscheinen.
15:54 Dennis Horn
Genau, Angelo Folletta.
15:56 Gavin Karlmeier
So heißt er. Und Elon Musk hat das auf eine Re ich finde, also ich glaube, der hat wirklich ein Team von ziemlich fiten Volksrechtlern, die sehr genau wissen, was man machen muss, für welchen Fall. Denn er hat verhindert, vor Gericht erscheinen zu müssen. Weil er angezweifelt hat, dass das Gericht von Pennsylvania zuständig ist und nicht etwa ein Bundesgericht.
16:20 Dennis Horn
Genau so ist das. Und das ist dann ein Antrag auf Verlegung. der dort eingereicht wurde.
16:26 Gavin Karlmeier
Das kennt man, wenn man Lehrer ist, kennt man das.
16:28 Dennis Horn
So, und Angelo Folietta hat dann gesagt, das war vergangenen Donnerstag. Eine kurze Anhörung. Da ist jetzt dieser Antrag da. Ich bin jetzt leider nicht mehr zuständig. Also im Antrag heißt es diese Klage würde bedeutende Fragen des Bundesrechts aufwerfen, die in die ausschließliche Zuständigkeit des Bundesgerichtssystems fallen in den USA. So, jetzt gibt es den Bezirksstaatsanwalt von Philadelphia, der diese ursprüngliche Klage gegen Elon Musk eingereicht hatte. Der hat jetzt Gelegenheit dafür zu plädieren, dass der Fall doch nach Pennsylvania zurückverwiesen wird. Versucht damit doch noch diese Wahlotterie zu stoppen. Naja, also das ist ongoing. Ich habe mich auch hier mich gefragt, wie hätte Elon Musk wohl reagiert? Wenn jetzt irgendein großer Star Unternehmer wer auch immer, sag when Beyonce your Portmonnet gezückt hätte Und eine Wahllotterie für Kamala Harris an den Start gebracht hätte.
17:34 Gavin Karlmeier
Ja, was meinst du, wie Donald Trump da reagiert hätte?
17:36 Dennis Horn
Ja, oder Donald Trump.
17:38 Gavin Karlmeier
Also da wäre gepoltert worden ohne Ende. Aber in dem Moment, wo es in ihre Ziele passt, in ihre Ambitionen passt, wird darüber nicht gesprochen. Es ist leider echt. Krass, ich hab das, aber ich weiß nicht, ob das in der letzten Folge mit dir war oder in der Folge mit Charlotte am Donnerstag, am Freitag. Ich habe da, ich versuche das zu begreifen, so intellektuell zu begreifen, was da passiert. Dass da ein Mann ist, der sagt, hey, wenn ihr Donald Trump wählt, dann könnt ihr eine Million Dollar gewinnen. Im Grunde. Kurz gesagt ist es das, was da passiert. Und was für ein Mass, was für eine massive Beschädigung der Demokratie damit eigentlich stattfindet. Und das ist für mich ganz schwierig zu verknusen irgendwie. Ich kann das nicht verarbeiten und hoffe einfach, dass diese Wahlgeschichte jetzt so schnell wie möglich rumgeht. Man muss dazu sagen übrigens, dass die nächste Folge Haken dran am Mittwoch erscheinen wird, während den Wahl aber in der Nacht zum Mittwoch stattfindet. Ich weiß noch nicht so genau, wie wir damit umgehen, ob möglicherweise vielleicht einfach die Folge nächste Woche einfach Mittwochnachmittag erscheint oder so. Ich überlege da mal.
18:45 Dennis Horn
Oder Donnerstag früh. Dann hat man Dann hat viel aufgefangen. Ja, dabei läuft es gut für die Republikaner. Also, wenn man auf die Tweets schaut oder die Beiträge bei X. Wahnsinnig viel mehr Viralität, das kann man in den Zahlen sehen. Also, wir sind gespannt. Mittwoch bzw. Donnerstag sprechen wir ausführlich. Machen wir Wahl oder macht ihr Wahlnachlese hier in Haken?
19:16 Gavin Karlmeier
Ja, wobei, also wir müssen den reinen Social Media Blickwinkel drauflegen, weil ich glaube, wie die Präsidentschaftswahl ausgegangen ist, werdet ihr erfahren, bevor ihr erhaakt Wenn es denn dann überhaupt schon klar ist, wie es ausgeht.
19:28 Dennis Horn
So, gehen wir doch mal rüber zum Unternehmen-Ex. Auch da, ich bemühe nochmal diesen Begriff Déjà-vu. X entlässt noch einmal Mitarbeiter. Es gibt wieder eine Entlassungswelle. Vor allem die Technikabteilung ist betroffen.
19:43 Gavin Karlmeier
Ja, da funktioniert ja auch alles, da gibt es ja gar keinen.
19:46 Dennis Horn
Das berichten zwei Quellen. Einmal auf Ex und im Arbeitsplatzforum Blind. Das ist, wo Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter anonym berichten. Wir kennen kein genaues Ausmaß dieses Stellenabbaus, aber sie kommen zwei Monate, nachdem X die MitarbeiterInnen aufgefordert hatte, nochmal auf einer Seite ihre Leistungen zusammenzufassen. für das Unternehmen und einzureichen. Es ist aber auch nicht klar, ob diese eine Seite da irgendwie eine Rolle gespielt hat. Aber ich erinnere mich an An Elon Musk, druck mir mal deinen Quellcode aus.
20:28 Gavin Karlmeier
Das ist alles, ich finde das, ich finde das auch, also jetzt nicht überraschend, was ich sage, ne? Aber ich finde, das ist auch unter einem Gesichtspunkt ein Unding, weil du hier Leute bestrafst, nicht dafür, dass sie möglicherweise nicht gut arbeiten, sondern dafür, dass sie sich selber nicht gut verkaufen können. Jetzt reden wir hier aber nicht über den Bereich Öffentlichkeitsarbeit, nicht über den Bereich Management, also nicht über solche entscheidenden Ebenen, in denen es sehr wichtig ist, wie man wirkt, sondern eine Ebene, in der es sehr wichtig ist, was man also Technikabteilung. Das ist jetzt Ich glaube, da gibt es wahnsinnig viele Leute, die wahnsinnig doll glänzen, aber damit wahnsinnig gut, äh, nicht wahnsinnig gut prahlen können. Ich möchte nicht hier massiv verallgemeinern, aber es ist einfach so vom Kern her eine Berufsgruppe, die jetzt nicht sich dadurch hervortut, dass sich die Leute dort sehr gut hervortun können. Meistens. Und das ist auch legitim so. Es ist jetzt eben nicht dieser, also wir haben beide eine Radiogeschichte und du wirst mir zustimmen, dass in unserer Branche einfach Es gibt schon die Berufskrankheit, dass Leute einfach extrem präsent sein wollen.
21:38 Dennis Horn
Das Rampensau gehen. Ich weiß nicht, ob wir beide davon betroffen sind, mit Sicherheit nicht.
21:45 Gavin Karlmeier
Ich nicht. Ich habe keine Profilneurose. Hört meinen Podcast dreimal die Woche. Aber ähm Ich finde, das ist halt, so klappt es halt nicht. Du kannst nicht einfach sagen, schreib mir mal, was du kannst. Und wenn mir nicht gefällt, was du schreibst, dann bist du entlassen. Also wir wissen nicht, ob es diesen direkten Zusammenhang gibt, aber man kann den ja durchaus aufmachen.
22:04 Dennis Horn
Ja und also mal abgesehen von der Frage, sich nicht verkaufen zu können, einfach schreib mir das mal zusammen und dann die Kriterien nicht zu kennen, nach denen entschieden wird. Weißt du, also abgesehen davon, dass man wahrscheinlich auch gar nicht wusste, dass sowas da rauskommt, obwohl man muss es eigentlich immer denken in diesem Unternehmen. Da ist ja alles möglich. Aber ja, ohne die Kriterien zu kennen, schwierig.
22:26 Gavin Karlmeier
Ich finde aber auch, wer jetzt noch bei Ex arbeitet, ich kann den Satz noch nicht zu Ende bringen, wie ich ihn gedacht habe, aber.
22:33 Dennis Horn
Wer jetzt noch bei Ex arbeitet oder wer jetzt noch bei X postet. Beides so Sätze, die wir nicht zusammen zu Ende bringen möchten. Genau. Es gibt einen Transparenzbericht Für den Digital Services Act von X und da mal kurz durchgeblättert, AX hat im Schnitt 105 Millionen aktive NutzerInnen im Monat. In der EU, also sind einhundert fünf Millionen zweihundertundsiebtausendsunddzwanzig. Und Seit gut einem Jahr, also seit August 2023, rund 6% seiner Nutzerschaft in der Europäischen Union verloren. Es geht auch noch weiter. Bergab.
23:17 Gavin Karlmeier
Aber das sind sieben Millionen, sieben Millionen im Schnitt pro Monat, monatlich aktive NutzerInnen. Ich finde, 6% ist nicht viel im Jahr. Verlieren? Ja. Nein, ja. Ich empfinde das, also klar, also natürlich ist es ärgerlich für ein soziales Netzwerk, 6% seiner NutzerInnen zu verlieren. Aber Wir reden ja jetzt hier nicht über Netzwerk, das einfach nur ein bisschen weniger usable geworden ist oder das sich irgendwie auf eine neue Strategie geeinigt hat oder die Kamera funktioniert nicht mehr oder die Instagram Stories sind jetzt quer oder was auch immer, sondern wir reden hier über ein Netzwerk, das Menschen dann nicht mehr benutzen, wenn sie damit moralisch nicht mehr mit gut können. Ich glaube, das ist ja der Hauptbeweggrund vieler Leute, die Ex den Rücken gekehrt haben, dass sie einfach Bauchschmerzen bekommen haben bei all diesen Dingen, die diese Plattformen ausmachen. Und unter dem Gesichtspunkt finde ich 6% nicht so viel.
24:12 Dennis Horn
Interessant. Ja, ich weiß nicht, ich hätte jetzt gedacht, Normal wäre ja eher, dass man so ausfadet, weißt du? Also dass man die Plattform jetzt nicht mehr ganz so häufig nutzt, du logst dich seltener ein, aber dann Das ist ja irgendwie in eine Gewohnheit übergegangen, sie zu nutzen, die App zu öffnen, auf dem Smartphone mal kurz durchzuscrollen. Und wir haben ja auch immer darüber berichtet, dass es ja noch verschiedene Bereiche gibt, in denen diese Plattform immer noch eine Rolle spielt. Also die Politik. Und wir hatten in den zwei Jahren hier immer mal wieder Zitate von Leuten Die einfach dort gepostet wurden und irgendwo anders Stellungnahmen oder irgendwie so, die Wissenschaft, da haben wir auch drüber gesprochen.
25:01 Gavin Karlmeier
Ja, Bidens Absage zur Präsidentschaftskandidatur war zwei Minuten früher auf Ex
25:06 Dennis Horn
Ja, also es gibt immer noch Bereiche, sozusagen, wo das so unerlässlich ist, da irgendwie zu sein und zu posten ganz offenbar. Wenn du das zum Maßstab nimmst, also sozusagen der Gedanke, normalerweise würde es eher ganz sachte ausfaden. Und es gibt Leute, die die halten daran irgendwie noch fest. Dann finde ich 6% eigentlich schon ganz schön doll, ehrlich gesagt.
25:30 Gavin Karlmeier
Ja, ich verstehe das. Aber stell dir mal vor, du stellst ein Produkt her. Weiß nicht, was, keine Ahnung, irgendwie. Sandalen. Sandalen. Und es kommt raus, du bist Neonazi. So. Dann fände ich 6% ganz schön wenig. als Einbruch der Verkaufszahlen dieser Sandalen, weil Leute diese Sandalen nicht mehr kaufen, weil die sagen, der Typ hat sie nicht alle. Und wie hier ist es genauso gelagert, nur dass die Leute sagen: Ja, aber alle anderen, die diese Sandalen tragen und ich, wir sind eine Gang, und deswegen kommt es diese Sandalen.
26:05 Dennis Horn
Bei all den Diskussionen, die wir immer führen über Künstler vom Werk trennen. und bei so vielen Leuten, die ist mir jetzt am Wochenende wieder aufgefallen, die immer noch Tesla fahren.
26:18 Gavin Karlmeier
Ja, das ist ja meine Diskussion. Ich liebe es. Ich glaube, das geht nicht. Ich glaube, du kannst Künstler und Kunst nicht trennen.
26:25 Dennis Horn
Ja, genau, aber es machen viele ja ganz offenbar für sich, weißt du? So, und es waren auch immer. So, und es waren ja auch noch immer alle Tesla oder keine Ahnung, oder Rammstein gehen Leute noch hin und so weiter. Also das anerkennend, wie die Realität leider ist, finde ich 6% halt ganz ordentlich.
26:48 Gavin Karlmeier
Ja, verstehe ich schon. Ich f ich f ja, ich b also es ist auch neu eine gefühlige Geschichte. Ja, ja, ja. Das ist ja jetzt einfach nur so eine eine Zahl. Krass.
27:00 Dennis Horn
Ja, total. Was wir gerade machen, ist der Versuch, irgendwie eine Dimension zu. .
27:06 Gavin Karlmeier
Also es sind sieben Millionen NutzerInnen, die monatlich weniger in die Plattform schauen. Ja, so zweimal Berlin. So. Oder 16 Mal das Saarland.
27:25 Dennis Horn
Und das sind ungefähr 3 Millionen volle Badewanden.
27:28 Gavin Karlmeier
Oder 19 Fußballfelder.
27:30 Dennis Horn
Interessant. Die Zahl der MitarbeiterInnen im Bereich der Contentmoderation, die können wir uns auch noch kurz angucken, hat sich weltweit fast halbiert auf 1275 Personen. Das sind nicht viele.
27:45 Gavin Karlmeier
Das sind, also halbiert finde ich doll. Ja, ja.
27:49 Dennis Horn
Und auch 1275, also selbst wenn es vorher das Doppelte war. Es sind nicht viele. Ich erinnere mich daran, wie ich, ähm Diesen Löschzentrumbesuch hatte in Berlin, den ich mal gemacht hatte, von Facebook und 100 Leute.
28:02 Gavin Karlmeier
Wenn es so Haken dran Bingo-Kards gäbe.
28:05 Dennis Horn
Ja, ja, dann kommt das.
28:07 Gavin Karlmeier
Dennis Besuch im Löschzentrum kommt direkt nach Gavin, geht in neunte Klassen.
28:13 Dennis Horn
Wer mit drauf, ja. Ja, gebe ich zu. So, aber das war ein Detail, das hatte ich noch nicht erzählt. Es waren ein paar hundert Leute da, alleine in Berlin, weißt du? So, und ja, kleine Zahl. In der Tat, ja.
28:26 Gavin Karlmeier
Aber dafür hat man ja jetzt KI.
28:29 Dennis Horn
Wir bleiben noch ein bisschen bei X. EX sperrt den Zugang zu mehr als 100 Konten von JournalistInnen, AktivistInnen in der Türkei. Das sind auch Medienorganisationen, zu denen die gehören, die von im Exil lebenden JournalistInnen betrieben werden. Und ein weiterer Schritt Der zeigt, wie sehr X in der Türkei den Zensuraufforderungen nachkommt. Das ist passiert am selben Tag, an dem der türkische Industrie Innenminister auf Ex bekannt gegeben hat, dass die Abteilung für Cyberkriminalität der Nationalpolizei in der Türkei 177 Social Media NutzerInnen identifiziert habe und gegen sie ermitteln würde, die angeblich Propaganda verbreitet haben oder Beiträge geteilt haben, in denen Der geistliche Gylen und seine Bewegung gelobt wurden nach dem Tod von Gülen. Ex hat ja einen Vertreter in der Türkei. Nachdem das Unternehmen dort auch mit Werbeverboten belegt wurde, weil sie weil es das Gesetz in der Türkei nicht eingehalten hat. Ja, und kommt damit mit diesem Schritt im Grunde Zensurauforderungen gleich.
29:48 Gavin Karlmeier
Und nicht das erste Mal auch in der Türkei. Also wir erinnern uns, dass ich glaube zwei Tage vor der letzten Wahl Erdogans, um br Kandid äh politische GegnerInnen und der Leute, die sie unterstützten ihre Konten gesperrt bekamen auf X als reine vorauseinander gehorsam eine Geschichte, die ich weiß, ich bin mir relativ sicher. Die davon überschattet wurde, dass diese Rate Limits am selben Wochenende eingeführt wurden. Ja. Und das war übrigens auch der Beginn von Threats in den USA. Das war alles ein Wochenende. Irgendwann letztes Jahr, so im frühen Sommer, würde ich sagen. Ich finde, dass diese Geschichte, wenn du dir mal überlegst, wie wir hier vor vier, acht Wochen darüber gesprochen haben, wie Ex sich. auf den Kopf gestellt hat, um in Brasilien nicht irgendwelche Accounts sperren zu müssen, weil sie gesagt haben, das sei Zensur Hier versucht der Staat, Einfluss zu nehmen auf eine Plattform, die nur freie Meinung ermöglichen wollte. Und da ging es um Gerichtsbeschlüsse und um konnten der von Menschen, die Bolsonaro, einen rechtsradikalen ehemaligen Präsidenten in Brasilien unterstützten, während jetzt hier ein Autokrat Erdogans Gefolgschaft sozusagen in der Türkei einmal mit dem Finger schnippt und JournalistInnen von der Plattform gesperrt werden. Das kannst du, ähm Das also, das ist einfach absurd, dass hier auf eigentlich zwei scheinbar ähnliche Anweisungen staatlicher Behörden Und wie gesagt, in Brasilien war es ein Gericht, so unterschiedlich reagiert wird, je nachdem danach, welche politische Gesinnung Dahinter steckt. Das kann man nicht anders sagen.
31:33 Dennis Horn
Das ist auch das Beste, was du machen kannst, diese Fälle einfach in Vergleich zueinander zu setzen, weil dann fällt es einfach direkt auf. Es ist absolut so. Vielleicht das abschließend noch. Zwei Jahre her alles, auch Start dieses Podcasts und als Elon Musk
31:51 Gavin Karlmeier
Ganz kurz übrigens, wer das mit uns feiern möchte. Ich bin heute für die Werbung zu stellen.
31:55 Dennis Horn
Ja, mach das, du, du, du. Hau Haus. Hau Haus.
31:57 Gavin Karlmeier
Wer das mit uns feiern möchte. Wir beide. Und fantastische Gäste. Also es gibt schon, wir haben schon Zusagen jetzt, ich spreche noch nicht drüber, aber wir haben noch, vielleicht warten wir, bis wir ausverkauft sind, um diese ganzen Gäste zu nennen. So. Am 24. November in Köln in dem kleinen Theater die Wohngemeinschaft gibt es zwei Jahre Haken dran, eine Live-Aufzeichnung des Podcasts, ein bisschen Dinge, die wir noch nie erzählt haben, versprochen. Details aus dem schmutzigen Leben von Dennis Horn. Was war eigentlich damals los in dieser einen Episode, die er aus einer Bar aufnehmen musste? Wir werden das alles erzählen am 24. 11. in Kölner Wohngemeinschaft. Es gibt noch ein paar Tickets unter hakendrann. org Aber ja, das musste ich mal kurz sagen.
32:36 Dennis Horn
org Es hat geregnet draußen in Berlin, so einfach war das.
32:41 Gavin Karlmeier
Negroni-Regen in Berlin.
32:43 Dennis Horn
Zwei Jahre. Es regnet Negroni. Also zwei Jahre alles her. Und Elon Musk war gezwungen, Twitter zu kaufen. Da hat er gesagt, er macht aus Twitter. Den digitalen Marktplatz, die Alles-App. Und er hat es nicht erreicht. Er hat übrigens noch letztes Jahr um diese Zeit gesagt, in einer internen Sitzung bei X. Es würde ihn umhauen, wenn der Dienst nicht bis Ende 2024 das gesamte finanzielle Leben eines Menschen abwickeln könne.
33:16 Gavin Karlmeier
Es lässt jetzt drei Schlüsse zu. Schluss eins, es muss einfach Leute geben, die sagen, mein komplettes finanzielles Leben findet jetzt nur noch in Tweets statt. Dann geht's. Möglichkeit zwei ist Wir sehen einen fallenden Elon Musk Ende des Jahres. Möglichkeit 3 ist, Elon Musk hat ein Versprechen gegeben, das er nicht halten konnte. Na, sowas. Das gibt es ja nicht. Ich finde das überraschend. Weißt du, was dich auch überrascht? Ich habe eine Aufzählung mit drei Inhalten angekündigt und alle. Und es kamen drei.
33:52 Dennis Horn
Vielleicht können sich doch noch Dinge ändern. So, komm, wir wechseln die Plattformen. Ja, ist.
33:56 Gavin Karlmeier
Ich will ganz kurz zu Experiments noch was sagen. Ja, bitte. Und dann es gibt erste Hinweise darauf, dass Experiments tatsächlich bald starten könnte. Denn es gibt im Quellcode, es gibt ja diese Reverse Engineers, über die wir hier ständig sprechen, weil die eigentlich unsere kompletten Funktionen und Emotionen eigentlich mit Institutionen. . Ausstatten. Und es gibt einen, der ist Pamui, und er hat auf X gepostet, dass er in der X-App Hinweise auf Payments gefunden hat. Und zwar, dass es zunächst auf iOS und im Web getestet würde. Und dass es so Dinge gibt wie Accept Transfer, Add Money, X Payment Terms and Conditions. Ja. Also es gibt Erste Hinweise darauf, dass da schon in die App ein paar Dinge eingestrickt wurden, um Payments zu ermöglichen. Ist ja schön und gut, aber wahrscheinlich hat man es schnell fertig gemacht, bevor man alle Leute, die in der Technikabteilung arbeiten, entlassen hat und wartet jetzt auf die Bankenlizenz.
34:49 Dennis Horn
Ja, genau. Und die fehlt noch übrigens. Also Ex hat nach eigenen Angaben in 38 Staaten Der USA Lizenzen für die Abwicklung von Zahlungen bekommen, unter anderem in Kalifornien, aber muss auch noch die Genehmigung für weitere Staaten einholen. Da gehört der Bundesstaat New York zum Beispiel dazu, wo es bisher nicht der Fall ist. Vielleicht hat er auch einfach, dann kam AI und dann hat er halt andere Dinge zu tun gehabt, weißt du?
35:14 Gavin Karlmeier
Naja, fairerweise muss er jetzt eigentlich nur warten und hoffen, dass sein Präsidentschaftskandidat Präsident wird, weil dann hat sich das Ding ja eh gegessen. Das stimmt.
35:24 Dennis Horn
Das stimmt. So, du darfst Karten ziehen. Ich hätte einmal dabei noch Threads, ich hätte TikTok dabei und wir könnten nochmal über Meta sprechen und künstliche Intelligenz. Womit magst du beginnen?
35:37 Gavin Karlmeier
Ähm, lass uns doch, wir bleiben im Kurznachrichtendienst, lass uns doch mit Threads starten.
35:41 Dennis Horn
Ah, 275 Millionen monatlich aktive NutzerInnen. Das hat Meta verkündet, als es um die Quartalszahlen ging fürs dritte Quartal in diesem Jahr.
35:55 Gavin Karlmeier
Und ist das viel oder wenig?
35:56 Dennis Horn
Ja, pass auf, das Wachstum ist interessant. Seit August haben sich 75 Millionen neue NutzerInnen registriert. Zuletzt wohl eine Million pro Tag. Ich hatte das auch gesehen. Adam Mossari hat das, glaube ich, war er das oder war das Mark Zuckerberg, ich weiß nicht mehr. Hat das auch gepostet und da habe ich gedacht: Okay, das ist eine Ansage.
36:17 Gavin Karlmeier
Finde ich auch. Das ist natürlich alles im Rahmen der Earnings verkündet worden, also mit halt die Quartalzahlen veröffentlicht. Also eine Million Neuanmeldungen pro Tag finde ich auch schon doll. Dafür braucht Blue Sky mehrere Wochen. Das ist schon krass. Und ich frage mich so ein bisschen, wo gerade der Motor ist. Also ist der Motor nur Mask? Oder gibt es irgendwo metaintern irgendetwas, das gerade das Ding beschleunigt?
36:46 Dennis Horn
Ja, oder sehen wir, ist das eine Märktefrage, sehen wir vielleicht gerade irgendwas nicht, was in irgendwelchen Ländern stattfindet, die wir gerade dazu gar nicht. nicht auf dem Plan haben, weil es ja einfach weltweite Zahlen sind. Ich finde es schwer zu beantworten.
36:59 Gavin Karlmeier
Ja, aber also Mask spielt auf jeden Fall eine Rolle.
37:03 Dennis Horn
Ich meine, wir haben das ja in der Zeit gesehen, wo es dann tatsächlich auch in Brasilien nicht erreichbar war, was das dann gemacht hat mit den Zahlen, vor allem für Blue Sky mit den Zahlen anderer Plattformen einfach. Gut, dann zieh bitte Meta und AI oder TikTok?
37:21 Gavin Karlmeier
Dann bleiben wir bei Meta.
37:22 Dennis Horn
Ach, dann bleiben wir bei Meta. Also Mark Zuckerberg, das ist ja, also Mark Zuckerberg. Wir bleiben auch beim Earnings Call, hat dort gesagt, es wird bald viel mehr KI-generierte Inhalte geben. Die unsere Newsfeeds füllen werden. Also, ich zitiere ihn mal. Ich denke, wir werden eine ganz neue Kategorie von Inhalten dazu bekommen, die von KI generiert oder zusammengefasst werden. Oder bestehende Inhalte, die von KI auf irgendeine Weise zusammengeführt werden, zusätzlich. Und ich denke, das wird für Facebook und Instagram und vielleicht auch für Threads und andere Arten von Feed-Erlebnissen im Laufe der Zeit sehr aufregend sein. Sie hat gesagt, wirklich, weil warte noch ganz kurz. Also, so Plattformen wie Facebook und Instagram. Ähm, die hätten anfangs Inhalte von Freunden und Familienmitgliedern empfohlen und kuratiert, was Meta als ähm Algorithmus schon irgendwie bezeichnet habe. Dann seien die Plattformen übergegangen, so zu diesem Engagement-Algorithmen, die Inhalte aus allen Bereichen der Plattformen dann jeweils empfohlen haben und herausgezogen haben. Das ist der Zustand, in dem wir jetzt sind, vor allem von Influencern oder irgendwelchen Accounts, die es besonders gut verstehen, die Signale dieser Algorithmen zu bespielen. So, und jetzt gebe es Anzeichen für die nächste Phase. Sagt Zuckerberg, die KI-Phase. Und ich, also. Mach du erstmal, weil du hattest jetzt schon die Aufregung.
39:01 Gavin Karlmeier
Ich hab nur Kopfschütteln. Ich hab da ganz viele Gedanken. Also der erste Gedanke ist. Also der erste Gedanke ist, Mark Zuckerberg hatte mit seinen Zukunftsstakes entweder immer einen Volltreffer gelandet, Oder so ein bisschen daneben gelegen. Also, wir wissen zum Beispiel, dass Mike Zuckerberg vor vielen Jahren sehr weise darüber gesprochen hat, was er mit Instagram vorhat und wie er Instagram irgendwie zu einem Social Network bauen möchte, ohne das zu stark anzufassen. Und das war alles. Sehr. Man muss ihm eine gewisse Vision zugestehen. Auf der anderen Seite war dieses All-in-Metaverse-Ding jetzt nicht zwangsläufig die beste Entscheidung. Aber ich würde behaupten, er hat zumindest teilweise einen Punkt. Ich glaube, wir werden sehen, dass viele Bereiche, die wir jetzt gerade noch über soziale Aspekte oder über ein Miteinander. . ins Social Media lösen, dass sie dafür auch KI haben können. Und damit meine ich jetzt nicht Lob abholen, das glaube ich nicht, aber viele Dinge, Fragen stellen, sich mit den in der Nachbarschaft über Dinge austauschen und so. Da kann viele Dinge wahrscheinlich von KI gelöst werden oder aber einen KI-Überbau diese Interaktion besser sortieren. Das würde ich sagen, sehe ich und könnte mir vorstellen, dass das kommt. Die Frage ist nur, dass wir nicht mehr. .
40:21 Dennis Horn
Grunde als Tool innerhalb dieser Plattform, um bestimmte Dinge besser zu filtern.
40:25 Gavin Karlmeier
Genau, das hat Facebook auch schon angekündigt, dass in den Gruppen ja so eine KI-Suche kommen soll, dass du halt nicht die Fragen immer wieder neu stellen musst, sondern eine KI sagt hier, es wird schon beantwortet und so. Also Das kann ich mir alles vorstellen. Die Frage ist so ein bisschen, und das kann ich nicht beantworten, haben Menschen Bock darauf oder nervt es die Leute jetzt schon so arg, dass sie da das nicht möchten? Und wenn die Leute Bock darauf haben, wie frustrationstolerant sind sie? Es gibt so eine Geschichte, die haben wir sogar auch, die habe ich dir auch sogar in unser Skript geschrieben. Ich weiß nicht, ob du es gesehen hast mit der Halloween-Fire in Dublin.
40:57 Dennis Horn
Ja, ja, können wir das bitte kurz kurz erzählen?
41:01 Gavin Karlmeier
Ja, ich würde das gerne kurz einschieben. Genau, das ist Tessas Geburtstag zwei tausend vier. Ich weiß nicht, ob sich jemand an Tessas Geburtstag erinnert. Tessa hat damals ihre Geburtstagsfeier bei Facebook eingestellt als Event eingestellt. die versehentlich auf öffentlich gestellt und es kamen statt 30 Leute kamen halt so 1000 und waren absolutes also wir erinnern uns bis heute was macht eigentlich tesla das war mal toll Pass auf, du googlst Tessa.
41:28 Dennis Horn
Ich erzähle die Geschichte aus Dublin. O'Connell Street in Dublin. Und es waren tausende Menschen dort am 31. Oktober in der vergangenen Woche, am Donnerstag. Um dort auf die Halloween-Parade zu warten. Das Problem ist, es gab dort nie eine Halloween-Parade, sondern die Website MySpiritHalloween hat einen Artikel veröffentlicht. Zu weltweiten Halloween-Festlichkeiten, um damit möglichst weit oben bei Google zu landen und Geld durch Werbung einzunehmen. Und dieser Artikel war mit KI generiert. Es gab einfach, war halluziniert. Angeblich gibt es eine Halloween-Parade an der O'Connell Street. Es gab einfach keine und die Leute sind trotzdem da hingekommen. Es gab auch Bilder. vom 31. Oktober, die richtig die Menschenmengen dort an der Straße gezeigt haben, die auf diese Parade warteten. Und dann hat nach einer gewissen Zeit die Polizei dann diese Veranstaltung friedlich aufgelöst. Anwesende sollen sich aber enttäuscht gezeigt haben. Das mag ich sehr. Was ist mit Tessa heute?
42:39 Gavin Karlmeier
Ich b ich hab noch keine Antwort.
42:42 Dennis Horn
Okay, gut. Dann aber dann Argument bitte. Weißt du noch, wo du warst gerade?
42:46 Gavin Karlmeier
Ähm Na genau. Die Frage ist, wie groß ist die Frustrationstoleranz der Menschen, wenn sie merken, dass KI halluziniert? Weil alle Leute, die doch, die das noch nicht erlebt haben, werden das zwangsläufig, vor allem wenn es jetzt schon zu schnell in die Netzwerke gedrückt wird. werden das erleben, was zu einer Frustration führt und was dann am Ende sogar die komplette Wirkung von KI ja eigentlich kaputt machen kann, wenn Leute sagen Da stand einmal eine Hell, ich bin einmal zu dieser Halloween-Parade nach zur O'Connell Street gegangen. Da war keine Halloween-Parade. Ich kann den Feature nicht mehr vertrauen. Und das ist, glaube ich, ein Riesenproblem. Das heißt, die Einführung solcher KI-Features, die ja auch da da am Ende durch besser wird, dass Leute sie benutzen. Also du musst da, glaube ich, sehr behutsam mit der Implementierung in die Netzwerke gehen. Was ich grundsätzlich aber sagen möchte. Ich glaube nicht, dass Zuckerberg ganz falsch liegt. Ich glaube nur, dass das am Ende dazu führen kann, dass Leute weniger Bock auf Social Media haben.
43:41 Dennis Horn
Nee, ich habe noch eine grundlegendere Frage, die ich da habe. Also wie sehr werden denn KI-Inhalte überhaupt akzeptiert? von den Leuten.
43:54 Gavin Karlmeier
Also es ist ja fast so Meme geworden, dass du immer wieder so Bilder, die ganz offensichtlich KI-generiert sind, bei Facebook hast. bei denen sich Menschen darunter streiten, ob es jetzt KI generiert ist oder nicht. Und das ist vor allem, also so sagt es das Meme, die Boomer sein, die nicht in der Lage seinen, das zu erkennen, ob es jetzt ein KI-Bild ist oder nicht
44:15 Dennis Horn
Ja, aber also ich muss gerade nachdenken über diese Geschichte mit der Emma, diese KI, künstliche Influencerin.
44:29 Gavin Karlmeier
Die für Deutschland diese Tourismusgeschichte macht, das ist das, ne?
44:32 Dennis Horn
So, ne? Und also ich vertrete die These, dass Menschen keine von KI produzierten Inhalte wollen. Also ein Inhalt funktioniert nur über die Seele, die da drin steckt So? Und wenn es irgendwie von KI produziert ist, dann muss klar sein, was das sozusagen für ein künstlerisches Werk des Menschen ist, der das irgendwie. . Irgendwie produziert hat. Und ich glaube auch, wir sprechen ja viel über Thomas Knübe hat einen super Blogbeitrag darüber jetzt vor ein paar Tagen irgendwie geschrieben. und hat eine These da, die ich eigentlich unterschreibe. Also wenn wir über Labels sprechen und über Kennzeichnung von Inhalten. Worauf Leute, glaube ich, eher abfahren ist, das hier wurde ohne KI produziert, als ein Transparenzlabel, das wurde mit KI produziert. Und ich habe Zuckerberg vor ein paar Wochen irgendwann mal Auch so verstanden, dass wir im Löschzentrum in Berlin.
45:35 Gavin Karlmeier
Da hat Tessa gerade den Geburtstag gefeiert.
45:39 Dennis Horn
So verstanden, dass seine These auch ist, dass einfach diese Inhalte genutzt werden. Also da gab es da nicht mal diese steile These, auch wir brauchen sowas wie heißt es denn? Wir brauchen sowas wie Influencer, Content. Influencer brauchen wir gar nicht, weil kommt ja alles mit KI bald, weißt du? Also da gab es auch mal eine These von ihm so ein bisschen so in dieser Richtung.
46:02 Gavin Karlmeier
Und ich, äh, nein. Also Nein. Ja, ich finde, das ist, da ist auf jeden Fall was dran. Ich würde den Satz ein bisschen einschränken, die Leute wollen noch keine KI-generierten Inhalte, weil die versuchen. Jetzt meine steilethese. Die Versuchung der Leute, die mit KI Inhalte erstellen, alles von KI machen zu lassen, weil es geht, ist noch zu groß. Weil wenn du den Text von KI schreiben lässt, das Video von KI generieren lässt, die Stimme KI generieren lässt, dann haben die Leute da keinen Bock drauf. Wenn du aber anfängst, nur kleine Teile von KI übernehmen zu lassen, um dir selber die Arbeit abzunehmen, glaube ich, ist es den Leuten fast recht. Wäre mein Gefühl.
46:43 Dennis Horn
Ja, ja, aber das ist ja so, wie bisher auch Werkzeuge der Automatisierung irgendwie funktioniert haben und die irgendwie angewandt wurden. Aber auch wenn du dir, weiß ich nicht, Pixar-Filme anguckst, das ist ja auch alles. vom Computer generiert und gerendert, aber da sitzen Leute, die diese Storys schreiben und sich überlegen. Und nur deswegen hat das einen Wert.
47:07 Gavin Karlmeier
Hundertprozentig. Man muss, glaube ich, ein bisschen da nach Gattung gehen. Also ob jetzt die Werbung für einen Kaffee, ob die mit Seele gemacht sein muss. Vielleicht, ob ein Post, das Stadtfest Essen Borbeck stattfindet, ob das mit Seele und Liebe gemacht sein muss. Ich weiß nicht so genau. Also, es kommt so ein bisschen darauf an, über welche Beitragsform wir hier sprechen. Aber wie sind wir da eigentlich hingekommen zu diesem Thema? Wie haben wir es so viel unterschiedlich werden lassen? Ja, über Meta und die Meta-Diskussion, das meins.
47:45 Dennis Horn
Das ist eine Meta-Diskussion. Meta arbeitet, du hast es gerade gesagt, auch so an einer KI gesteuerten Suchmaschine, da geht es nicht allein. Allein um die Gruppen übrigens, sondern es ist wohl so, dass die Crawler von Meta schon seit Monaten aktiv sind. The Information schreibt es. um ja Suchzusammenfassung von aktuellen Ereignissen auch bereitzustellen innerhalb des Chats Chatbots von Metaai. Und der Information Schreiten Team arbeitet seit etwa acht Monaten daran, diese Informationsdatenbank aufzubauen. Meta hat auch schon am Aufbau von Standortdaten gearbeitet, könnte dann auch Mit Google Maps konkurrieren. Dann hatten wir ja auch über den Vertrag mit Reuters schon gesprochen, der ist im Chatbot dann erlaubt, irgendwie die Nachrichtenartikel von Reuters zu verwenden. Also Das ist eine Investition auf einer breiteren Basis. Wissen wir ja sowieso, aber kriegen jetzt so ein bisschen die ersten Eindrücke oder weiteren Eindrücke, wie konkret sich das irgendwie niederschlagen wird. Und ich glaube, auf dieser Ebene, das ist ja die, die du eben auch genannt hast, Auf dieser Tool-Ebene und gar nicht auf der inhaltlichen, um mir sozusagen Inhalte in der Zusammenstellung, in der Auffindbarkeit irgendwie besser bereitzustellen. Da finde ich das wirklich spannend, was da gerade passiert.
49:03 Gavin Karlmeier
Voll. Ich glaube übrigens aber nicht, These, dass Meta jetzt hier so ein Perplexity-Clone an den Start bringen wird, wo du so kontext, wer es nicht kein Perplexity ist, ein AI-Tool, in dem du kontextuelle Fragen schreiben kannst und dann eine mit Quellen versehener Antwort bekommst, was ein super Feature ist, um so ein bisschen, wenn du eine Suchmaschine benutzt, um so ein bisschen dir einen Überblick zu verschaffen, dann kann man das sehr gut auch mit Perplexity machen. Ich glaube nicht, dass sie sowas an den Start bringen, sondern das wird halt massiv in ihre bestehenden Apps eingepflegt. Ich glaube, dass du halt irgendwie bei Facebook eine Frage stellen kannst und dann dazu direkt KI-Vorschläge bekommen kannst als Antworten. Ich weiß es natürlich nicht. Vielleicht bringen sie, also The Word hat die These aufgestellt, Meta arbeitet an einer eigenen KI-gesteuerten Suchmaschine. Das klingt für Für mich, also noch so ein Produkt einen Start zu bringen, das wahnsinnig viel Arbeit bedeuten würde, ich bin mir da nicht so sicher, ob das gerade ins Metaportfolio passt, so von außen betrachtet.
50:04 Dennis Horn
Ja, ja, ja. Gerade oder generell, ne? Also das wäre was für die Suchmaschine, aber vielleicht nicht für dieses Unternehmen. Ansonsten hat OpenAI noch bestätigt, es arbeitet an einer KI-Suchmaschine namens Search GPT. Auch das noch ganz interessant, weil das ja das Unternehmen ist, da kann es theoretisch noch in alle Richtungen gehen. Also, das bildet sich und festigt sich ja gerade erst.
50:29 Gavin Karlmeier
Das ist aber, glaube ich, schon was länger her übrigens, diese Meldung.
50:32 Dennis Horn
Ah, okay. Die war an mir vorbeigegangen. Hätte ich ein KI-Tool zur aktuellen Informationsauffindbarkeit Wäre mir das nicht passiert.
50:42 Gavin Karlmeier
The Horn GPT.
50:44 Dennis Horn
Horn GPT. So, dann habe ich noch TikTok. Mitgebracht. Das lagert seine Daten jetzt unter anderem in einem Rechenzentrum in Norwegen ab. Das ist Teil eines eines größeren Projekts, einer wie TikTok sagt, Datensicherheitsinitiative. Zwölf Milliarden Euro kostet die das Unternehmen und damit sollen europäische Daten stärker auf In Europa liegen. Aktuell liegen sie in den USA, in Irland und jetzt eben auch in Norwegen. Und es gibt Sicherheitsprotokolle, neue, sagt TikTok, die verhindern sollen, dass chinesische Mitarbeiter. auf sensible Daten zugreifen können, wie E-Mail-Adressen oder IP-Adressen.
51:33 Gavin Karlmeier
Habe ich zwei Gedanken zu. Ja. Der erste Gedanke ist ja, dass hier in dem Text auch steht, es geht hier um EU-Nutzerdaten. Jetzt ist Norwegen aber als Kandidat da hochinteressant, weil Norwegen nicht Mitglied in der EU ist. Also ein Land, das vermutlich nicht so sehr den Regulierungen der Europäischen Union unterliegt wie andere Länder. Also wenn du dieses Rechenzentrum nach Frankreich, Deutschland. Italien gestellt hättest, hättest du wahrscheinlich ein paar Dinge berücksichtigen müssen, die du in Norwegen nicht berücksichtigen muss. Vermutung. Also wahrscheinlich ein sehr clever gewählter Ort. Ist der erste Gedanke. Der andere Gedanke ist, ich habe, also sowas klingt natürlich wahnsinnig gut, dass man sagt, wir haben Sicherheitsprotokolle, die verhindern, dass chinesische Mitarbeiter auf E-Mail-Adressen zugreifen können. Die spannende Frage ist, glaubst du wirklich, dass chinesische Mitarbeiter wahnsinnig großes Interesse an diesen E-Mail-Adressen haben? Oder ob das hier nicht einfach nur eine Meldung ist? sozusagen hiding in plain sight. Hier, schaut mal, darauf können chinesische Mitarbeiter nicht mehr zugreifen, während auf viele andere Dinge chinesische Mitarbeitende eben sehr wohl weiterhin zugreifen können.
52:37 Dennis Horn
Also ich finde generell diesen Punkt mit den chinesischen MitarbeiterInnen finde ich super interessant, weil ähm doch normalerweise die Erzählung ist, es ist ein ganz anderes Unternehmen. Wir haben doch hier gar nichts mit China zu tun. Und das, also es gab ja vor einer ganzen Weile, haben wir hier ja schon drüber gesprochen, die Berichterstattung darüber, dass. . Aus China irgendwie auf Daten europäischer oder US-amerikanischer, weiß ich nicht mehr genau, Nutzerinnen und Nutzer zugegriffen wurde. Und da hat mich das schon gewundert. Und warum müssen sie jetzt überhaupt diese Information noch unterbringen, wenn doch die Grunderzählung ist, sind komplett getrennte Unternehmen, ist doch egal. Weißt du, was ich meine?
53:16 Gavin Karlmeier
Ja, ich glaube, das musst du einfach nur unterbringen, um Schlagzeilen zu dominieren. Weißt du, das ist eine Meldung, die in der Hoffnung, dass sich das Narrativ verfängt. dass TikTok eigentlich gar nichts mit TikTok China zu tun hat.
53:30 Dennis Horn
Aber dann sage ich doch dann sage ich doch nicht, dass es chinesische Mitarbeiter gibt, weil dieses Unternehmen hat doch gar keine chinesischen Mitarbeiter. Weißt du was? Das ist doch das weist doch in eine komplett falsche Richtung.
53:42 Gavin Karlmeier
Hast du gerade TikTok überführt? Messer scharf anrecherchiert.
53:49 Dennis Horn
Tja, tja, tja.
53:51 Gavin Karlmeier
Tja, sind wir durch, ne?
53:53 Dennis Horn
Vielleicht hauen wir noch einen Skandal raus damit. Das wäre was. Wie Hakenbrand zuerst berichtete.
54:02 Gavin Karlmeier
Umstrittene Branchenpodcast haken dran. So. Ja, dann gehen wir jetzt in die Wahlwoche. Ja, gutes Durchhalten. Achte auf den Blutdruck und ihr alle auch. Wir hören uns wieder am Also, die nächste Folge käme regulär am Mittwoch. Ich gucke mal mit unserem Gast von Mittwoch, ob wir die Folge nicht auf Donnerstag schieben können, um das Wahlergebnis mit drin zu haben. Also entweder Mittwoch oder Donnerstag, ihr findet es im Feedcatcher, die Folge am Freitag kommt, aber auf jeden Fall am Freitag. Und dann läuft die Woche. Kommt zu unserem Hagenran-Geburtstag, kommt in Hagendran-Discord. Alle Infos unter Hagendran. org und ähm Dennis wollte, glaube ich, noch kurz einen Zaubertrick vorführen.
54:52 Dennis Horn
Vielleicht zeige ich einen Zaubertrick, wenn wir Haken dran live machen. Vielleicht. Ich freue mich. Ich mich auch.
54:59 Gavin Karlmeier
Dann vielen Dank, Dennis, und schöne Woche.
55:01 Dennis Horn
Bis bald. Tschüss. Tschüss.