Am Aschermittwoch ist alles vorbei. Wirklich alles? Nicht ganz. Das Buch Doge bekommt ein neues Kapitel – und ersetzt Musk als Chef. Allerdings leider nur auf dem Papier. Gleichzeitig werden wir heute mehrfach philosophisch: Wie agil können Unternehmen in einer autoritären Umgebung noch arbeiten? Und wie reagieren CEOs auf einen autoritären Staat um sich herum?
Transkript
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00:01 Intro
Haken dran, das Social Media Update der CT.
00:06 Gavin Karlmeier
Grüß dich, Gavin. Hallo Dennis. Am Aschermittwoch ist alles vorbei, sagt man.
00:11 Dennis Horn
Ah ja, da ist der Nubbel beerdigt und der Hoppeditz begraben oder verbrannt oder alles, es ist Schluss. Je nachdem, wo man ist, ich fasste jetzt Rosenkohl. Und ähm Hosenmontag. Hosenmontag, cool. Und bin bereit auf für den Frühling.
00:33 Gavin Karlmeier
Oh, das ist gut. Ich auch.
00:34 Dennis Horn
Und im Sommer und es ist fantastisches Wetter und.
00:37 Gavin Karlmeier
Willst du wissen, wie Karneval für mich war? Ich habe gerade diesen Kopf. Och, nicht der Rede wert. Nein, als ich gerade die Kopfhörer angeschlossen habe, ich weiß nicht, ob man das hört. Warte mal. Hast du es gehört? Die kleben an meinem Ohr von rotem Haarspray, das ich auf meinem Kopf getragen habe. So war das.
00:58 Dennis Horn
Was warst du denn verkleidet?
01:00 Gavin Karlmeier
Als rothaarig.
01:02 Dennis Horn
Achso.
01:03 Gavin Karlmeier
Cool. Das ist ja das klassische Köln-Kostüm. Hauptsache viel Rot und Rot und Wiss einfach. Achso, okay. Ich war ja beruflich unterwegs.
01:13 Dennis Horn
Gut, ist in Ordnung. Sag mal, zu Beginn ein Gedanke. Jetzt vor allem, wo man wieder jedes Mal das Handy in die Hand nimmt mit dem Gefühl der Angst, es könnte schon wieder eine Allmeldung sein. Geht dir das auch so? Dass dir ständig Parallelen auffallen zu den Dingen, die wir hier in Haken dran schon zu Beginn besprochen haben, dieses Podcasts. Also mal so beispielhaft. Elon Musk kauft Twitter und legt die Axt im Unternehmen an. Und jetzt Elon Musk übernimmt das Department of Government Efficiency und legt die Axt im Behördenapparat in den USA an Oder Elon Musk schickt eine E-Mail rum, doch bitte ein bisschen aktuellen Code zu schicken, um die Leistung zu bewerten. Oder jetzt halt Elon Musk schickt eine E-Mail rum, doch bitte zusammenzufassen, was man die letzten Tage so getan hat, um die Leistung zu bewerten. Das ist doch so, oder? Also wir erleben das Playbook Das Elon Musk schon mal durchgezogen hat. Ja, mir geht es jetzt auch bei den Kommentaren so, die ich hier und da lese. Also ich habe gestern im Spiegel einen Kommentar gelesen. Der hieß Trumps schlimmster Gegner in der Überschrift. Stammt vom Spiegelbüroleiter in Washington, DC, René Pfister. Schätze ich sehr. Schöne Grüße an der Stelle, würde Markus Lanz jetzt sagen. So und dieser Kommentar geht so: Der neue US-Präsident ist so mächtig wie nie. Weder der Kongress noch Gerichte scheinen ihn stoppen zu können, doch ist in seiner Politik der Keim der Niederlage schon angelegt. Also, da steckt so ein bisschen Hoffnung in diesem Kommentar. Im Grunde ist die These von ihm Das ist alles so irre, das muss irgendwann schief gehen. So, und jetzt schreibt er zum Beispiel: Amerikaner mögen eine schlanke Bürokratie, keine Frage, aber funktionieren sollte sie schon auch. Und dann zählt er so die Dinge auf, die passieren können, wenn die Behörden mal versagen, also schlecht bewachter radioaktiver Müll, ein Computervirus, das freidreht, ein Flugzeug, das abstürzt, alles weil die entsprechenden Behörden zu wenige Ressourcen hatten. Und der Kommentar endet dann mit. Trump und Musk mögen triumphierend mit der Kettensäge durch Washington marschieren, aber vielleicht haben sie schon jetzt den Ast abgesägt, auf dem sie sitzen. So, und ich weiß nicht, aber erinnerst du dich an diese leichte Häme, mit der wir auch hier in Haken dran? In den ersten Tagen über den Karlschlag bei Twitter gesprochen haben, so in Erwartung, irgendwann müssen die Systeme ja in sich zusammenbrechen, wenn sich niemand drum kümmert und Jenga So haben wir immer geschrien. Und irgendwie ruft dieser Kommentar hier auch so laut Jenga. Und dann denke ich aber so, ja, aber Ex ist immer noch da leider.
03:42 Gavin Karlmeier
Und wichtiger wahrscheinlich den je, also zumindest wenn wir auf X schauen und nicht auf Twitter. Ja, ich würde dir zustimmen Und wenn wir aber die Lektionen, die wir daraus gelernt haben, ernst nehmen, bedeutet das, wir müssen es ernst nehmen. Wir dürfen das alles nicht so runter, runterreden. Wir dürfen nicht, also wenn jemand sich vornimmt, jeden Tag einen zehnminütigen Podcast über den den Wegfall der Demokratie in den USA zu staaten, würde ich sagen, nehmt euch lieber mal eine Stunde Zeit am Tag, ihr werdet sie brauchen. Und wenn ich. Weitere Lektionen daraus ziehen müsste, würde ich sagen, publizistische Medien müssen jetzt sofort die USA verlassen.
04:23 Dennis Horn
Ja, oder ich würde sagen, auch hier hat es nur etwas gebracht, alternative Wege zu suchen. Und das Prinzip Hoffnung bringt überhaupt nichts. Also deswegen habe ich bei diesem Kommentar Gedacht, ja, so habe ich auch mal gedacht. Über Ex halt, aber das bringt nichts.
04:46 Gavin Karlmeier
Ja, man, das ist interessant. Das wird sich nicht von allein erledigen. Genau, es wird sich nicht von allein erledigen und diese, und einer der Gründe, warum wir mit Haken dann damals angefangen haben, war ja auch, weil wir schon eine Notwendigkeit darin erachtet haben, die Naivität oder diese. Naja, diese subtile Bewunderung für diesen lustigen, trottligen, tolpatschigen Sechsjährigen im Körper eines 15-Jährigen endlich abzulegen und zu sagen, Leute, der Mann ist gefährlich, sein Einfluss könnte. gefährlich werden und könnte die Menschheit in einen schlechteren Zustand bewegen. . Und jetzt macht offenbar die Journalia dieselben Fehler erneut, wenn ich das, ich habe den Text nicht gelesen, den du da zitiert hast, aber Eigentlich kann man nur sagen, man darf das nicht auf die leichte Schultern nehmen, man darf sich nicht die Hoffnung herbeischreiben, es würde sich alles von alleine lösen, sondern man muss aktiv werden. Und wenn man nicht aktiv wird im Sinne von man kann dort etwas verändern, dann kann man doch so aktiv werden, dass man sagt, wir können ja hier etwas verändern, wie wir damit umgehen, wie wir uns abhängig machen beispielsweise. Weil ich habe auch interessanterweise heute ein Gespräch geführt, ähm, wo mir so wo ich so gefragt wurde Ja, aber wenn Du so über die Entwicklungen der letzten Monate in Social Media sprichst, das klingt so dystopisch und so düster. Und dann habe ich gesagt Ja, das ist auch dystopisch und düster, weil wir uns so lange uns abhängig gemacht haben. Also Dinge, die wir damals zum Beispiel im Ausbruch des Ukraine-Krieges über unsere Abhängigkeit vom russischen Gas festgestellt haben. Dasselbe stellen wir in Medienhäusern gerade mit sozialen Netzwerken aus den USA fest. Und das Einzige, wie man diesen Fehler nicht wieder und wieder und wieder machen kann, ist, sich einfach nicht so stark abhängig von anderen zu machen, ehrlicherweise. Und damit will ich nicht zur Isolation aufrufen. Man braucht natürlich weiterhin Verbündete und wir haben einige Verbündete in Europa, aber wir als Europa dürfen uns halt nicht darauf verlassen, dass in vier Jahren da schon irgendein heilsbringender Demokrat kommen wird und das alles wieder rückgängig macht.
06:37 Dennis Horn
Also wir sind noch auf der Suche nach dem politischen Pendant des Activity Pub-Protokolls. Und auf der technischen Seite gucken wir nachher drauf. Vielleicht erstmal so ein Beispiel dafür, wohin das führen kann, was da gerade in den USA passiert. Die Flugsicherung der USA. Das ist eine Geschichte, mit der ich heute erstmal starten möchte mit dir. Also was passiert da? Es gibt zwei Beteiligte. Das eine ist die FAA Das ist die Luftfahrtbehörde der Vereinigten Staaten, die gehört zum Verkehrsministerium. Und das andere ist der Telekommunikationskonzern Verizon. Und der sollte für das Flugsicherungssystem der FAA eigentlich ein Update an den Start bringen. Und die letzten Tage hat es Elon Musk auf X so ein bisschen auf Verizon abgesehen. Er sagt, das System funktioniert nicht und setze Passagiere damit einem ernsthaften Risiko aus Hat dabei übrigens verschwiegen, dass das ursprüngliche System, das gerade noch im Einsatz ist, gar nicht von Verizon stammt. Die sollen ja nur das Update liefern. So und jetzt hört man in Medienberichten unter anderem in der Washington Post, dass die FAA den Vertrag mit Verizon, der 2,4 Milliarden Dollar schwer ist, an Starlink übergeben möchte. Der Firma von Elon Musk. Der ja zugesichert hat.
07:58 Gavin Karlmeier
Ja, und das ist ja kein Interessenkonflikt, muss man dazu sagen, weil der Vertrag hat ja nicht selber ausgehandelt.
08:04 Dennis Horn
So, und die Anweisungen übrigens dazu, schreibt der Rolling Stone, jetzt werden wohl größtenteils mündlich gegeben. Da weiß man wohl auch warum.
08:15 Gavin Karlmeier
Vor allem, dass er jetzt dieses Passagiere in Gefahr bringen-Argument bringt, nachdem er selber in die Regulierungsbehörde für Verkehrssicherheit getrampelt ist und alle Leute entlassen hat, die irgendwie dafür hätten zuständig sein können, dass das sogenannte Autonome Fahren beim Tesla irgendwie reguliert werden könnte, Unfallzahlen zentralisiert gesammelt werden könnten und so weiter und so weiter. Das ist die klassische Elon Musk'sche Doppelmoral.
08:40 Dennis Horn
Es ist absolut so. Also man weiß gar nicht mehr, wonach man noch mehr staunen soll. Und die Frage ist, lässt sich das irgendwann nochmal juristisch überhaupt aufklären oder ist das System dann schon so? ins Fallen gebracht, dass noch nicht mal mehr das geht. Zumindest die Befürchtung scheint aber ein bisschen zu existieren. Und da kommt jetzt folgende Geschichte ins Spiel. Das Department of Government Efficiency, Doge, hat die letzten Wochen ja über zehntausenden Beamten gekündigt. Du hast es gerade gesagt. Und das Weiße Haus hat jetzt auf die Frage geantwortet, wer leitet eigentlich Doge? Weil Elon Musk allein kann es ja nicht sein. Der hat ja noch. 14 Kinder und ein halbes Dutzend anderer Unternehmen.
09:28 Gavin Karlmeier
Das vierte Kind ist übrigens neu hinzugekommen, müssen wir ganz kurz dazu sagen.
09:31 Dennis Horn
Es ist vierte Kind von Shivon Silis, einer früheren Mitarbeiterin bei Tesla und zuletzt Führungskraft bei Neuralink bis ins Jahr 2023. So, genau. Also so, wer leitet eigentlich Doge? Und das Weiße Haus hat jetzt einen Namen genannt. Amy Gleason sei schon seit einiger Zeit die DOS-Chefin. Wobei selbst MitarbeiterInnen der Behörde erst letzte Woche davon erfahren haben. Wer ist Amy Gleason? Sie ist 53 Jahre alt, hat von 2018 bis 2021 im United States Digital Service gearbeitet, der zuletzt dann in Deutsch umgewidmet wurde und war dort unter anderem für staatliche Maßnahmen in der Corona-Pandemie zuständig. Und das ist alles ganz interessant, weil Elon Musk selbst sich ja eigentlich doch deutlich in die Position gebracht hat, ich mache das hier. Aber es ist gut möglich, dass das Weiße Haus versucht, ihn aus der Schusslinie zu holen. Denn juristisch sauber ist das ja, wie gesagt, alles mit Sicherheit nicht. Er hat kein Mandat, er wurde nicht gewählt, wurde auch nicht von demokratisch legitimierten Institutionen irgendwie in dieses Amt gebracht. Ähm, und ein wenig Restsorge scheint dort offenbar irgendwie doch zu bestehen, wenn da so Anweisungen mündlich gegeben werden, eine Person jetzt irgendwie ins Spiel gebracht wird. Von der man vorher gar nichts gehört hat, wie Kai aus der Kiste, wie wir beim Fernsehen sagen. Wahnsinn.
10:51 Gavin Karlmeier
Es ist wirklich, also es ist ja fast schon zum Meme geworden, dass die Simpsons-Dinge schon mal gemacht haben, bevor es jemand anders tut. Interessanterweise gibt es eine Simpsons-Episode, in der ein Kanarienvogel der rechtliche Betreiber des Atomkraftwerkes von Mr. Burns ist. Und genau so fühlt sich das hier an. Also ich will Emi Gleason da jetzt gar nicht irgendwie irgendwie runterreden oder so. Es kann sein, dass die wahnsinnig kompetent ist, die Frau, aber es ist schon stark überraschend, dass wochenlang hier so ein so eine Galionsfigur aufgebaut wird, als der Typ, der jetzt hier die Bürokratie aufräumen will. Übrigens immer noch eine Formulierung, die ich auch in deutschen Medien noch die ganze Zeit lese. Dabei geht es ja ehrlicherweise in erster Linie nicht um Demokratie, sondern um die Auflösung demokratisch bestehender Strukturen. Und dass man aber jetzt quasi jemanden davor stellt, der sagt, nee, nee, Elon Musk macht das alles gar nicht, sondern es ist alles Amy Gleason gewesen, damit die möglicherweise als entweder wahlweise Strohfrau oder Bauernopferin irgendwie in die in die Geschichtsbücher eingehen wird, als die unschuldig ins Gefängnis gesteckte, weil sie einfach nur zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort war und deswegen im Impressum steht, damit Elon Musk eben sicher ist. Das kann man niemandem erzählen, aber wir müssen das leider trotzdem tun.
12:09 Dennis Horn
Was macht Elon Musk währenddessen erst zu Gast bei Joe Rogan? Er war über drei Stunden dort. Was kam rum?
12:16 Gavin Karlmeier
Also man muss dazu sagen, ne? Im Hakendran-Discord, hakendrann. org, da sind wir inzwischen übrigens weit über 1500 Leute. Es ist Wahnsinn, was da alles passiert. Und ich weiß nicht, wie viel Zeit du am Wochenende da verbracht hast. Ich habe ja, obwohl ich mir eigentlich freinehmen wollte, sehr viel Zeit dort verbracht. Und das Spannende ist, dass natürlich Koffe Hollig, unsere Schattenredakteurin von Haken-Gran, erstmal vielen Dank für alles, Koffe Hollig, sich das offenbar komplett angehört hat und auch eine Zusammenfassung gegeben hat. Und ich habe das alles so ein bisschen quergelegt.
12:42 Dennis Horn
Koffi Holleck hat es zugehört, damit wir es nicht tun müssen.
12:44 Gavin Karlmeier
Exakt so. Und für mich ist aber eigentlich nur ein Ding hängen geblieben von Joe Rogan, und zwar, also Elon Musk bei Joe Rogan, und zwar Elon Musk Ist Gegner des Genetic Aerial Engineering von Superviren und nennt das insane Und wenn das so das ist, was bei mir hängen bleibt, dann denke ich mir so, ja gut, dann also.
13:07 Dennis Horn
Oder wie die New York Times zu diesem Auftritt geschrieben hat, er hat einen Einblick in seine Weltanschauung geboten, die im Wechsel krude und widerspuls. Sprüchlicht ist. Und viel mehr müssen wir über diesen Gastauftritt auch nicht wissen. Oder sprechen, denke ich. Elon Musk haken wir ab, haken dran, aber bei X bleiben wir noch kurz. Es gibt ein Update unter der Haube der Community Notes. Da ist ja ein wichtiger Bestandteil, wir haben häufig drüber gesprochen, die Frage, wieso eine Community Node bewertet wird, dafür checkt ein Algorithmus Wird sie von Personen, die normalerweise unterschiedlicher Meinung sind, als hilfreich empfunden. So und bisher gab es in diesem Prozess, auch das haben wir zum Time angesprochen. Ein Flipping, wie wir Developer das nennen. Das heißt, wenn jetzt über die Zeit mehr und mehr Leute so eine Community Note bewerten, damit aber dafür sorgen, dass zum Beispiel der Anteil der Leute fällt die so eine Community-Node hilfreich finden, die aber eigentlich unterschiedlicher Meinung sind, dann führt das dazu, dass diese Community Note plötzlich wieder aus dem Raster fällt und nicht mehr angezeigt wird. So, und X hat jetzt ein Update eingeführt, um solche Flips zu reduzieren und schreibt, wenn eine Community Note eine vielversprechende Punktzahl hat. Aber auch ein höheres Potenzial aufgrund der vorhandenen Bewertungsdaten zu kippen, dann wird sie, statt sofort auf X angezeigt zu werden. Erstmal weiter als Vorschau angezeigt für die Community Notes NutzerInnen und so kommen über die Zeit mehr Bewertungen dazu, was die Wahrscheinlichkeit eines Flips verringert, bevor die Community Note für alle sichtbar wird.
14:43 Gavin Karlmeier
Ja, da will ich direkt, also das klingt erstmal clever und vernünftig. Es ist aber, kommt ja nicht ganz zu einem überraschenden Zeitpunkt, weil Elon Musk vor einigen Wochen hier Haken dran berichtete, darüber gesprochen, dass Elon Musk gemeldet hat, dass das System der Community Notes beschädigt sei, so nicht funktioniere, weil die Medien alle zu stark left-biased wären und deswegen die Berichterstattung über die Ukraine als Quelle für die Community Nodes ein Beispiel dafür sein, dass man mit diesen Quellen keine vernünftigen Community-Nodes mehr veröffentlichen lassen könnte und deswegen müsste man das System der Community-Nodes nochmal anfassen. Dass jetzt eben eine Veränderung der Community-Nodes zu dem Zeitpunkt kommt, lässt darauf schließen, dass die Community-Nodes, so wie sie angelegt waren, offenbar zu gut funktioniert haben für Elon Musk, dem es eben nicht daran gelegen ist. Faktenbasiert die Wahrheit in die Welt zu schmeißen und sie deswegen sozusagen einstaucht.
15:43 Dennis Horn
Ja.
15:44 Gavin Karlmeier
Ja, die eingestauchte Community Note. Die verlieren damit, also je mehr sie das jetzt anfassen, nachdem Elon Musk unzufrieden ist mit den Community-Nodes, die unter seinen Tweets stehen. umso mehr verliert die ko die Community Note, dessen Wirkung ja sowieso schon total fraglich ist, noch mehr an Vertrauen ehrlicherweise.
16:04 Dennis Horn
Ja, ich meine, man kann es ja auch kurz sagen, was da so schön umschrieben ist, heißt einfach, dass eine ganze Reihe von Community Notes jetzt noch später angezeigt wird
16:12 Gavin Karlmeier
Genau, die schon eh viel zu spät erscheinen.
16:15 Dennis Horn
Das ist ja der Effekt, den das auf normale Nutzerinnen und Nutzer einfach hat, die Vorschau innerhalb des Community Node-Systems. Die ist ja pups egal. Ja, die ist auch viel. Der oberste Datenschützer in Kanada hat eine Untersuchung gegen X eingeleitet. Er stellt die Frage, ob die Nutzung personenbezogener Daten zum Training von KI-Modellen in In der Form erlaubt. Es gibt leider von der Aufsichtsbehörde in Kanada keine weiteren Einzelheiten, aber ein Abgeordneter der New Democratic Party, das ist sozusagen die kanadische SPD. Sag ich mal. Sagt, er hat sich zuletzt an den obersten Datenschützer gewandt und eine Untersuchung von Ex gefordert. Ex selbst hat auf eine Anfrage von Reuters nicht geantwortet, außer mit einem Pups-Emoji vielleicht. Also ähm an der Front auch nochmal ein bisschen zu tun für die Anwälte des Unternehmens.
17:08 Gavin Karlmeier
Ich finde es aber interessant, dass jetzt inzwischen nicht mehr nur noch Brasilien und die EU sich daran stört, wie soziale Medien oder Plattformen mit Daten umgehen, vor allem was KI-Training angeht, sondern dass jetzt auch in Kanada zum Beispiel sehr nah an den USA liegend sich jetzt auch mit Elon Musk anlegt.
17:27 Dennis Horn
Also Donald Trump und Elon Musk und Ex abgehakt. Zum Start erstmal. Jetzt können wir richtig beginnen mit dem Housekeeping.
17:36 Gavin Karlmeier
Es ist nicht wirklich Housegiving, ich schreibe es immer nur in Housegiving, weil es sonst nirgendwo reinpasst.
17:40 Dennis Horn
Weil es so neue Angebote sind, nicht wahr? Die uns ja irgendwie so unterkommen zwischendurch. Newsphare, so würde ich es aussprechen, ist eins davon. Eine neue Plattform, auf der AuslandskorrespondentInnen ihre Arbeit bündeln wollen. Wie finden wir das?
17:56 Gavin Karlmeier
Also quasi der Instagram-Account von AID Weltspiegel nur als App. Also es soll so, also in der Praxis soll diese App so aussehen, dass du eine Art TikTok-Timeline hast Auf der du aber nicht durch Videos, sondern durch Texte wischt, aber auch durch Fotos und Audios, die eben ausgewählte KorrespondentInnen, JournalistInnen überall aus der Welt veröffentlichen können. Du zahlst sie für unter 20 Euro und die JournalistInnen können dort publizieren. Ähm, ich finde das als Idee erstmal toll, leider ist es mal wieder so eine ich also ich will es nicht tot sprechen, bevor es richtig gestartet ist, aber solche Ideen sind leider doch sehr oft Ich sag mal, eher von Menschen konzipiert, die idealistisch arbeiten und nicht von denen, die wirtschaftlich arbeiten. Weil solche.
18:43 Dennis Horn
Ja, ich habe immer so das Gefühl, das ist, wie JournalistInnen denken, dass die Welt sein sollte, wie ihre Angebote genutzt werden. So, aber so ist das ja leider nicht.
18:59 Gavin Karlmeier
Das ist genau das Problem. Und das ist wie, abonniert doch unsere Zeitung, es ist wirklich 70 Euro im Monat. Wert für das Online-Abo. Das mag es wert sein, aber es kann halt keiner bezahlen, weil das nicht das einzige Abo ist, das Leute abschließen. Weißt du, also das ist so ein bisschen das Dilemma. Natürlich muss guter Journalismus bezahlt werden und ich finde es auch gut. Ich finde ja auch so crowdfinanzierte journalistische Angebote wie Übermedien zum Beispiel. Ich bin seit Jahren Abonnent von Übermedien, weil ich das einfach, einfach, ich lese gar nicht jeden Monat das, was sie veröffentlichen, muss ich jetzt mal hier disclaimern. Aber mir ist es einfach.
19:32 Dennis Horn
Ich möchte das unterstützen.
19:33 Gavin Karlmeier
Genau, ich will solche Angebote unterstützen, die sich eben nicht sich mit Werbung finanzieren, die sich auch nicht irgendwie durch irgendwelche Querfinanzierungsmodelle wie wir haben noch gleichzeitig ein Immobilienangebot online. sondern die eben einfach sagen, wir haben hier dieses Angebot, du kannst bezahlen, dann kannst du es lesen. Das ist toll und das ist unterstützenswert und gerade in Nischen ist es eine super Idee. Aber wenn die Nische einfach nur lautet, ja, aber diese Person sitzt in Tokio, weiß ich nicht, ob das funktionieren wird.
19:59 Dennis Horn
Ja, ja, ja, mir geht's ähnlich. Mir geht's ähnlich. Mich hat das auch so ein bisschen an diese ähm Publizierte Aufbruchsstimmung von Krautreporter erinnert und irgendwie so, also es hat so Nähen zu solchen Projekten irgendwie.
20:14 Gavin Karlmeier
Was trotzdem toll ist, also auch Krautreporter fand ich, als sie geschlachtet sind, als die Idee gut.
20:17 Dennis Horn
Ich finde auch den Idealismus dahinter toll. Und gleichzeitig ist das viel sendende Absicht Genau.
20:28 Gavin Karlmeier
Leider ja. Und da sind wir übrigens wieder, warum ich heute in diesem Gespräch gefragt wurde, warum alles immer so dystopisch ist. Wir haben leider keine bessere Idee. Wir können einfach nur sagen, so funktioniert es vielleicht nicht, was ist die Alternative, ja eigene Angebote schaffen, die sich irgendwie tragen, die irgendwie in einem Kontext stattfinden, die auch. . über andere Modelle Leute motivieren, sie sich anzuschauen. Das ist, wir sind leider gerade in der Media ein Aufbruchsstimmung, bei der wir alle noch nicht so genau wissen, wo wir eigentlich hinwollen. Das kannst du jetzt natürlich nicht genauso unterstützen, weil du, ich sag mal, Funktionär in einem Medienhaus bist. Und wenn du sagst, ja keine Ahnung, wo das hinführt, ist natürlich auch nicht vielleicht das, was du sagen willst, aber am Ende ist es so, ne?
21:11 Dennis Horn
Nö, auch ich meine, das haben wir ja die letzten Jahre diskutiert. Man muss heute anders in so eine Entwicklung gehen. Also du weißt nicht, wie es in drei Jahren aussieht. Wir wissen es einfach nicht. Und deswegen müssen Medienhäuser beweglicher sein. Je beweglicher du bist, desto schneller und besser kannst du irgendwie Änderungen. Kannst du Änderungen aufnehmen? Und ich finde, das gelingt uns in Deutschland mitunter nicht so gut. Also ich war vor ein paar Wochen bei der BBC. Und ich hatte so den Eindruck in den Gesprächen mit den Kolleginnen und Kollegen da, die sind einfach schneller, weil die also die waren selbstbewusster. Die haben auch einen anderen Markt, wenn du auf Englisch publizierst, hast du einfach einen völlig anderen Markt, der dir offen steht, als irgendwie in Deutschland. Und ich hatte das Gefühl, die haben einfach so, da war alles, was sie sagten, war so, ja wir haben gesehen, so ist das und dann haben wir uns dafür entschieden und so machen wir das jetzt. Und das hatte nicht diesen ganzen Überzug mit Ethos und Pathos, wie wir diese Metadiskussionen über den Journalismus in Deutschland häufig so führen, sondern das war sehr. Pragmatisch. So habe ich das, was die BBC-Kollegen da sagten, über die Entwicklung und so wahrgenommen. Und diese. Diese pragmatische Debatte gelingt uns hier in Deutschland nicht so. Ja, würde ich zustimmen.
22:38 Gavin Karlmeier
Und jetzt sind das alles Beispiele, also sowohl die öffentlich-rechtlichen Medien in Deutschland als auch die BBC. die am Ende kein Geld verdienen müssen, die natürlich auch trotzdem die Anforderungen haben, ein Publikum zu erreichen und wenn sie das nicht erreichen, dann haben sie ihren Auftrag verfehlt, weil sie machen das für ein Publikum so, das verstehe ich schon. Aber wenn ich jetzt ein Medienanbieter bin, der auch noch wirtschaftlich davon abhängig ist. Und die Frage auch ist, können wir uns diese Journalisten in den nächsten Monaten überhaupt noch leisten, wenn wir jetzt hier gerade nicht gute Angebote an den Staat bringen? Ist natürlich auch ein ungemeiner Druck, der wahrscheinlich auch erstmal lähmt und dadurch auch erstmal Ideen zutage bringt, die sich von außen betrachtet vielleicht als nicht die geschicktesten anfühlen, aber aus einer ganz anderen Position herauskommen.
23:18 Dennis Horn
Ja, ja, ja. Da gebe ich dir recht, du musst andere Modelle finden. Deswegen kommt ja häufig auch so eine Querfinanzierung mit dem mit der Immobiliensektion. Die du eben erwähnt hast, zustande und so. Und auf der anderen Seite sind aber auch öffentlich-rechtliche Anbieter nicht von Marktmechaniken befreit. Auch die müssen sich überlegen, wie tritt man mit so einer App wie BBC Sounds gegen Spotify an oder so. Und wenn du eine höhere Geschwindigkeit hast und früher mit deiner strategischen Entscheidung irgendwie am Markt bist Dann kann so eine App auch noch ganz anders wachsen.
23:51 Gavin Karlmeier
Das ist ja so. Und was du bei der BBC ja auch sagen musst: also, ich kenne mindestens drei Menschen, die mich schon mal gefragt haben, wie man den BBC iPlayer auch aus Deutschland heraus aufrufen kann. Ich kenne aber keinen Menschen in England und ich habe Freunde und Familie dort, die mich fragen, wie man die ARD-Audiothek aus England auch aufrufen kann.
24:13 Dennis Horn
Wie man in England ja gar nicht weiß, wie man Audiothek ausspricht.
24:17 Gavin Karlmeier
Audio The Facts. Nee, weil ich glaube, was halt, glaube ich, da damit zusammenhängt, ist auch diese Markt. Mechanismen so zu verstehen, dass du auch Anreize bieten musst, die Leute, die in den Leuten eine Begehrlichkeit wecken, die sagen, das will ich mir jetzt unbedingt anhören, ich will da hin, ich will da hingehen. Und das, das können, glaube ich, muss häufig noch irgendwie erfunden werden. Ach, wir verlieren uns hier.
24:40 Dennis Horn
Dann haben wir noch eine App, nämlich Yope oder Yopi. Ich würde sagen, Yop, sagst du? Y-O-P-E geschrieben. So ein bisschen wie Instagram, aber für private Gruppen. Also es gibt wohl schon gut zwei Millionen NutzerInnen, 800. 000 davon täglich aktiv, 30% Wachstum klingt immer so toll, ist Startup-Sprech. Für mich klingt das alles wie so die Gruppenfunktion in Facebook, nur mit der Logik von Instagram. Brauchen wir das?
25:07 Gavin Karlmeier
Also es gibt ja wirklich hunderte dieser Apps, die das ähnliche Ding für Familien anbieten. Also, da tauscht hier deine Familienfotos aus und sie sind geschützt und sowas. Und gleichzeitig ist das aber ja auch etwas, das wir von Discord kennen als Mechanik, von Slack kennen. Also dieses Wir sind hier ein geschlossener Kreis, nutzen aber Mechanismen, die wir aus sozialen Netzwerken kennen. Dass diese App jetzt so super durch die Decke geht, ne? Wie viel hast du gesagt? Millionen aktive NutzerInnen und so?
25:39 Dennis Horn
Ja, gut, zwei Millionen.
25:40 Gavin Karlmeier
Ja, das ist ja erstmal schon mal etwas zum Start. Ich glaube, manchmal hast du bei solchen Dingen aber das einfach nicht in der Hand. Das liegt jetzt nicht an einem cleveren. einer cleveren Mechanik oder dem richtigen User-Design. Manchmal ist es einfach Glück. Das sind Netzwerkeffekte. Google Plus sah auch geil aus und das hat niemand benutzt. Manchmal, wir haben ganz oft Google Plus Verweise hier.
26:01 Dennis Horn
Das sah auch nicht geil aus. Das Einzige, was in Google Plus geil aussah, war diese Kreiszugeführung.
26:05 Gavin Karlmeier
Nein, das sah auch gut aus. Das war viel sleaker als Facebook seinerzeit. Ja, Sleek. Naja.
26:13 Dennis Horn
Weil ich eben Sleek oder wir brauchen also, wenn du das immer einträgst unter Housekeeping, ne? Wir brauchen einen anderen Namen für diese Rubrik. Neue Apps meinst du Sleek oder Freak? Nee, oder brauchen wir das jetzt Inklusive Jingle. Ich möchte das anregen. Wiki Sleeks. Wir müssen noch keine Entscheidung treffen heute.
26:37 Gavin Karlmeier
Was soll das? Sagt der Wiki Sleeks. Okay. Also, ich finde die Idee erstmal nachvollziehbar, dass es so ein Bedürfnis danach gibt, dass es Gruppen gibt, in denen man Fotos austauscht, in denen man so. Ich finde die Idee nicht schlecht. Ich glaube nur, dass wenn sie jetzt groß wird, dass Instagram sie kopieren wird und dass sie dann richtig erfolgreich wird.
26:58 Dennis Horn
Ja, das ist, ja, genau. Oder so kopiert, dass der Anbieter kleingehalten wird und dann ist es Instagram wieder egal. Oder das knallhart. So, wir gehen rüber zu Meta. TheVirge schreibt: Meta hat rund 20 MitarbeiterInnen entlassen. die vertrauliche Informationen weitergegeben haben sollen. Meta hat das bestätigt, geht übrigens davon aus, dass es am Ende sogar noch mehr werden könnten. Es geht da um Produktpläne, aber auch um Anmerkungen von Mark Zuckerberg in internen Besprechungen. So, und dann wird es ganz interessant. The Word schreibt Die Moral im Unternehmen habe gelitten, seit Mark Zuckerberg in diesem vielbeachteten Video angekündigt hat, dass die Regeln für die Content-Moderation sich. . sagen wir mal, so ändern, dass Donald Trump damit keine Probleme haben wird, aber auch seit die Diversitätsprogramme beendet wurden. und leistungsschwache MitarbeiterInnen gefeuert wurden. Das waren ja so drei der Hammer-Meldungen der vergangenen Wochen.
27:58 Gavin Karlmeier
Komisch, dass die Leute dann irgendwie keinen Bock mehr haben.
28:01 Dennis Horn
Ja, überrascht mich nicht, weil natürlich gerade mit diesem Programm und der Herangehensweise, die Sagen wir mal, eher in Vogue zu verorten war, und ich meine das im positiven Sinne natürlich auch eine Mitarbeiterschaft gewonnen und sozialisiert wurde. die mit dem, was da jetzt passiert ist, tendenziell ja eher nicht einverstanden sein kann, oder?
28:24 Gavin Karlmeier
Naja, zumal diese ganzen, also viele dieser Tech-Unternehmen, vor allem die, die in Kalifornien sitzen, ja eher Leute anziehen, die eben dann auch in Kalifornien sitzen, die eher progressiv sind, dessen Ziel es eher ist, eine offenere Welt zu schaffen als eine düstere, isolierte Welt. Also das ist ja liegt ja in der Natur der Sache, dass wenn du etwas entwickelst, das sich an die Zukunft orientiert, bislang war das so, ne? Das zukunftsorientiert ist und das irgendwie so irgendwie die Welt zu einem besseren Ort machen, will Leute miteinander vernetzen möchte und so. Das eigentlich nicht hilft. Dinge, die. inkludierend sind eher abzuschaffen und eher exkludierend nach vorne zu, äh, nach vorne zu verlegen. Das heißt, es liegt natürlich in der Natur der Sache, dass wenn du dich als Unternehmen jetzt plötzlich so aufstellst, als wärst du irgendwie der der wirtschaftliche Arm der Republikanischen Partei, dass es dann ganz, ganz viele Leute gibt, die da nicht mehr so richtig Bock drauf haben und dann aber auch aus einem Unrechtsbewusstsein her, genauso wie jeder Whistleblower übrigens auch arbeitet und jede Whistleblowerin, aus einem Unrechtsbewusstsein dann auch mal mal an die Presse Informationen weitergibt, die in vertraulichen Runden irgendwie vermittelt wurden. Ich finde das auch alles nicht so richtig überraschend. Genau. Aber ich frage mich eher, was die Lektion ist, die Meta daraus zieht. Ist die Lektion jetzt. Jetzt erst recht und Krieg gegen die eigene Belegschaft auszurufen oder vielleicht sich mal zu überlegen, okay, unsere Mitarbeitenden haben eigentlich gar keinen Bock auf unsere Linie, vielleicht müssen wir nochmal nachjustieren. Und damit meine ich nicht, jetzt wieder eine Kehrtwende zu machen. Das wird erst passieren, wenn der nächste demokratische Präsident oder Präsidentin gewählt ist Aber sondern naja, zumindest sich zu überlegen, ob dieser Alleingang des autokratischen Herrschers Mark Zuckerberg, ob das hier so die richtige Marschroute ist.
30:17 Dennis Horn
Ja, also zu deiner Frage, da gibt es eine Antwort drauf und die kommt von Andrew Bosworth, das ist der CTO von Meta. Der hat wohl auf einem internen Meeting Anfang Februar gesagt, Wenn Dinge durchsickern, dann denken die Leute oft, ah, okay, das ist durchgesickert, dann wird es Druck auf uns ausüben, die Dinge zu ändern. Das Gegenteil ist wahrscheinlicher.
30:43 Gavin Karlmeier
Also dann erst recht.
30:45 Dennis Horn
Dann erst recht.
30:45 Gavin Karlmeier
Ja, und also ich bin mir nicht so sicher, ob man im Jahr 2025 ein Unternehmen mit so einer autoritären Haltung überhaupt führen kann. Oder ob die guten Leute da nicht abziehen. Also ich sag mal so, ich krieg das ja nur, ich bin ja gar nicht so ein, ich habe ja gar keine großen Corporate-Erfahrungen, ich kenne ja nur kleinere Unternehmen, die halt alle auch noch Medien schaffen. Also in denen extrem viele QuereinsteigerInnen arbeiten und dementsprechend viel davon das nicht abzuleiten. Aber. Die Teams, in denen die Leute weniger Bock auf das hatten, was sie da tun. Und vor allem die Teams, in denen es eine Also man kriegt ja auch durchaus Arbeit in Unternehmen mit, die zum Beispiel mit der eigenen Linie jetzt nichtsläufig übereinander liegen und so. Das waren ganz oft die Teams, in denen dann auch die Leute gearbeitet haben, die entweder ein bisschen weniger Geistreich, ein bisschen weniger fit, ein bisschen weniger überraschend, ein bisschen weniger so waren, dass ich von ihnen lernen konnte, als die Teams, in denen alles eher darauf ausgelegt war, die eigenen Talente zu fördern, aber auch zu verstehen, welcher Geist eigentlich gerade so in diesen Leuten schreibt. schwebt und was die eigentlich vorhaben. Will damit sagen, wenn du dich als Unternehmen gegen deine Belegschaft aufstellst, dann wird die Belegschaft, also die Belegschaft sucht sich den Arbeitgeber aus und meistens ist es nicht mehr umgekehrt.
32:00 Dennis Horn
Gilt das auch für einen Landstrich, in dem zuletzt eher viele Leute gefeuert wurden und es jetzt schwierig haben, einen neuen Job zu finden?
32:07 Gavin Karlmeier
Weißt du, was ich meine? Kann ich natürlich nicht beantworten.
32:11 Dennis Horn
Ich hab mich die letzten Jahre ähm sehr viel, als ich auch noch ähm im Innovation Hub gearbeitet habe im WDR Mich sehr viel mit Organisationstheorie beschäftigt. Und es gibt dann diese Klassiker moderne Organisationstheorie, Reinventing Organizations von Lalou, so ein Buch, wo er im Grunde Einmal abgrast, welche Unternehmen und Organisationen heute anders arbeiten. Also da gibt es dann so die ich glaub so Pflegeorganisationen in den Niederlanden mit lauter selbstorisierten Teams und und so. Und das wäre ja so das moderne, demokratische in Unternehmen und so, ne? Selbstorganisiert Führungslos, irgendwie, wo man sich vorher dann als Team auf die Werte einigt und Entscheidungsprozesse. Es geht dann in Richtung des agilen Arbeitens zum Teil auch, ne? Und da hat dann hat dann so Schnittmengen und Ich habe jetzt vor ein, zwei Wochen ist mir irgendwo das Thema untergekommen und ich habe das aber leider nicht weiterverfolgt und dann weitergelesen, weil mir die Zeit in dem Moment fehlte, dass man. organisationstheoretisch darauf guckt und sagt, ja, das war jetzt auch für ein paar Jahre Hype und jetzt stellen sich sozusagen die Herausforderungen auch so ein bisschen da, die Organisationen in dieser Form haben, wenn sie selbst organisierter, demokratischer sind. Und das führt jetzt zum Teil zu so einem Sagen wir mal unternehmensautoritären Backlash. Das fand ich eine ganz interessante These, weil tatsächlich mir Diese ganze, also diese ganze Kette von agil bis Design Thinking und ne, alles, was da auch so dranhängt. Es schien mir nicht immer problemfrei.
34:03 Gavin Karlmeier
Dann würde ich wohl zustimmen, ja.
34:05 Dennis Horn
Ich habe auch Kontexte erlebt, wo das eben nicht so funktioniert hat und wo auch das Von Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter irgendwann ausgehebelt wurde und geknackt wurde.
34:18 Gavin Karlmeier
Ja, aber verstehe mich da nicht falsch. Ich glaube, das ist klar, unternehmenskulturell gibt es Unterschiede. Ich glaube aber auch, dass selbst in der Vergangenheit Unternehmen, die nicht zwangsläufig flache Hierarchien hatten, dass auch die durchaus davon profitiert haben. mal zu hören, wie die Leute so ticken, die da arbeiten und sich die Leute auch danach auszusuchen im Casting, in der Recruiting nennt man das. nicht Gasting, im Recruiting darauf zu achten, dass die Leute, die da arbeiten, zumindest so vom Spirit her irgendwie miteinander viben. Und jetzt habe ich auch nicht mehr Anglizismen übrig, aber Davon hat man schon profitiert. Wenn du aber das getan hast, und ich würde unterstellen, dass Bermeta auch schon eine Rolle gespielt hat, ohne dass ich es weiß, würde ich unterstellen, dass man schon die Leute nicht nur nach. . nicht nur auf Papierlage eingestellt hat, sondern sich auch angeguckt hat, passen die jetzt in das Team oder nicht. Wenn du das aber getan hast und dann aber dich entscheidest, dass es dann plötzlich egal ist, wie die Leute bleiben, die da arbeiten. wird es doch zwangsläufig dazu führen, dass die Leute, die dort arbeiten, sich etwas anderes überlegen, wie sie damit umgehen, anstatt das einfach hinzunehmen.
35:29 Dennis Horn
Ja, kommt auf die Zwänge an, in denen man steckt. Also ich finde es am Ende aber auf jeden Fall, also so diese Frage nach der Wechselwirkung zwischen dem Autoritären in den Staaten. Und dem Autoritären in den Unternehmen. Finde ich einen interessanten Punkt. Nichts für diesen Podcast, aber das als kleiner Ausflug in Organigramm dran, der Organisationspodcast.
35:53 Gavin Karlmeier
So. Der BWL-Podcast.
35:57 Dennis Horn
Apropos Diversitätsprogramme, das vielleicht noch. Donald Trump fordert die Abschaffung derer auch Von Apple. Also, da hatte die Aktionärsversammlung zuletzt noch für eine Fortführung bestimmt. Mal schauen, wie lange noch.
36:09 Gavin Karlmeier
Ja, das musst du dir mal überlegen. Also, da waren Einzelaktionäre. ziemlich sicher waren es Männer, die einen Antrag eingebracht haben in die Aktionärsversammlung bei Apple, dass sie die EI-Bräume Diversity, Equality Inclusion-Programme einstellen. Die Aktionärsversammlung hat dagegen gestimmt. Das hat Donald Trump abgewartet, um dann zu sagen: Hey Apple, jetzt macht es, weil eure Aktionärsversammlung hat sie nicht hinbekommen. Das ist doch das ist doch die Abschaffung der Demokratie in Reinform.
36:45 Dennis Horn
Ja, aber genau, das sehen wir ja gerade dort.
36:47 Gavin Karlmeier
Ja, ich wollte es nur nochmal. Ich werde auch nicht müde zu behaupten, dass die USA auf dem besten Weg in den Faschismus ist. Ich sage das auch in jeder Folge, wenn es sein muss. Gut.
36:59 Dennis Horn
Zurück zum Meter. Geschehen. Ja, ein bisschen Studienlage an dieser Stelle noch. Ich habe bei der Vorbereitung für diese Ausgabe übrigens wieder etwas gelernt. Oh. Englisch. Englisch. Und dass es unabhängige nationale Institute für Menschenrechte gibt. Auch in Deutschland zum Beispiel, vom Bundestag finanziert, mit der Aufgabe, die Politik zu beraten, auch ja auch Bildungsangebote zu machen, sich um Information und Dokumentation zu kümmern. Und so ein Institut gibt es auch in den Niederlanden Und dort sagt das Niederländische Institut für Menschenrechte: es gibt geschlechtsspezifische Verzerrungen im Facebook-Algorithmus bei Stellenanzeigen. Also der Algorithmus würde Stereotypen verstärken, indem er vor allem Nutzerinnen. In den Niederlanden typisch weibliche Berufeanzeige. Auch Nutzern übrigens. Da wurden Stellenanzeigen für MechanikerInnen, zum Beispiel, vor allem Männern, gezeigt, für VorschullehrerInnen in erster Linie den Frauen. Und das Institut für Menschenrechte in den Niederlanden hat sich das angeschaut nach einem Bericht von CNN, in dem es genau darum ging, dass NutzerInnen in Europa wegen geschlechtsspezifischer Verzerrungen auch Jobchancen verpassen würden. Ähm und diese ähm ja die was das ähm niederländische Institut für Menschenrechte dazu sagt, ist jetzt rechtlich nicht bindend, aber wenn ein Gericht zum Beispiel urteilen müsste in dem Fall, dann könnten die Erkenntnisse hier berücksichtigen
38:33 Gavin Karlmeier
Ich würde es jetzt nicht noch, wir haben uns schon so ein bisschen verquatscht heute und ich würde es nicht nochmal so richtig philosophisch werden lassen. Aber ist das nicht ein fantastisches Beispiel dafür, dass. Algorithmen nicht dazu gemacht sind, die Welt oder nicht immer per se dazu gemacht sind, die Welt zu einem besseren Ort zu machen, sondern häufig eine Spiegelung sozialer Ungerechtigkeiten, bestehender bestehender Gefälle, bestehender Problematiken einfach verstärken und dass, wenn es dir daran wirklich gelegen wäre, zwar algorithmisch deine Plattform zu betreiben, aber dennoch solche Dinge aufzulösen, dass du da gezielt gegen anarbeiten müsstest, so wie das jetzt hier dieses Institut ja auch quasi vorschlägt, wenn ich das richtig verstanden habe. Was Meta natürlich nicht tun wird, weil sie daran offenbar gerade in ihrem jetzigen Verständnis kein Interesse haben dürften. Aber dass du, naja, dass unsere Gesellschaft an solchen Punkten offenbar nach wie vor Handlungsbedarf hat. Und dass, wie gesagt, das reine algorithmische Abbilden der Gesellschaft diese Gesellschaft erstmal noch nicht besser machen wird?
39:45 Dennis Horn
Ja.
39:46 Gavin Karlmeier
Gut, dann haben wir das auch.
39:48 Dennis Horn
Haben wir uns nicht verquatscht. Ich sage einfach Ja. Auf eine sehr lange Frage. Habe ich einfach Ja geantwortet. Meta selbst hat übrigens seinen Transparenzbericht fürs letzte Quartal veröffentlicht. Zu Content Moderation, Angriffen auf die Plattform, Interaktionen im Feed, dies, das. Letztes Quartal 2024 heißt, darin gibt es noch keine Daten zu den Änderungen an der Content-Moderation, über die wir sprachen. Die hatte Mark Zuckerberg im Januar, glaube ich, erst angekündigt. So, Meta selbst sagt, wir haben diese Änderungen aber überwacht und konnten bisher. Keine nennenswerten Auswirkungen auf die Prävalenz rechtswidriger Inhalte feststellen, obwohl bestimmte Inhalte nicht mehr proaktiv entfernt werden. Darüber hinaus haben wir festgestellt, dass die Fehler bei der Durchsetzung mit diesem neuen Ansatz messbar zurückgegangen sind. Naja
40:36 Gavin Karlmeier
Also ja, nochmal. Es ist aber wieder mal ein Framing, eine Verzerrung in der Darstellung, weil man hier sagt, wir schauen jetzt nicht mehr darauf, haben wir eigentlich all die Probleme behoben, die es gibt. Sondern schauen gezielt darauf, haben wir versehentlich was anderes mitbehoben, wo eigentlich kein Problem war. Und stellt das als Sieg hin
40:57 Dennis Horn
Und abgesehen davon, wenn du keine Durchsetzungen mehr machst, machst du natürlich auch keinen Fehler mehr bei den Durchsetzungen. Ja, genau, das ist die Fand. Was steht stattdessen in diesem Transparenzbericht wenig?
41:07 Gavin Karlmeier
Nachdem wir keine Ladendetektive mehr haben, haben wir niemanden Falsches mehr des Diebstahls bezicht
41:15 Dennis Horn
Wenig erfreuliche Nachrichten für Verleger in diesem transparenten Bericht oder sagen wir für alle, die publizistisch tätig sind, außerhalb der Metaplattform. Fast 98% der angezeigten Facebook-Beiträge haben keinen Link zu einer Quelle außerhalb von Facebook enthalten. Ist übrigens ein Prozentsatz, der die letzten Jahre immer weiter gestiegen ist. Es waren 2021 noch rund 87 Prozent, auch viele so, die keinen Link zu einer Quelle außerhalb von Facebook enthalten haben. Wird sich auch vielleicht wieder ändern, jetzt wo Politik doch wieder ganz in Ordnung ist, mal sehen. Aber die meistgesehenen Inhalte auf Facebook im vierten Quartal Astronauten, die Weihnachten feiern, Mark Wahlberg, der ein Bild seiner Familie zu Weihnachten gepostet hat, Neil Patrick Harris, der ein Weihnachtslied gesungen hat, und ein paar Schlagzeilen aus dem Boulevard
42:09 Gavin Karlmeier
Ja, was man daraus lernen kann, ist etwas, das alle Leute, die analytisch mit ihren eigenen Facebook-Seiten umgehen, längst wissen. Es macht keinen Sinn mehr, Links zu posten. Die Leute macht es nicht.
42:23 Dennis Horn
Beziehungsweise in Erweiterung, wenn du eine Strategie hast, ein eigenes Angebot zu stärken, ist nicht die Lösung Lauter links zu diesem Angebot zu posten. Das muss anders laufen. Also es ist zu kurz gedacht. So funktioniert jetzt nicht. So ist es. So Die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hat sich mit Joel Kaplan getroffen, dem Chief Global Affairs Officer von Meta. So, um über mögliche Investitionen in Italien zu sprechen. Es ging um künstliche Intelligenz, andere Aspekte des technologischen Wandels. keine Auffälligkeiten sehe ich in dieser Geschichte. Aber hier noch eine. Ich schon. Ja.
43:10 Gavin Karlmeier
Meinst du, das wäre auch vor diesem Januar-Zuckerberg-Trump-Kniefall so passiert? Ich bin mir da nicht so sicher.
43:20 Dennis Horn
Es gibt doch Niederlassungen. Also es gibt die Server Farm in Skandinabien, es gibt das große AI-Center in Paris. von Facebook, also die AI-Aktivitäten von Facebook sitzen in Paris mit dem Informatik-Nobelpreisträger Jan Le Kuhn, der von da aus arbeitet.
43:36 Gavin Karlmeier
Du hast überall gerade diese Bestrebung, KI-Investment zu machen. Frankreich hat nochmal jetzt irgendwie ein Rieseninvestment angekündigt, das verstehe ich alles. Aber dass diese Nähe zwischen Meloni und Meta jetzt gerade aufgebaut wird, Meloni, die auch eher in die, ich glaube sie nennt sich selber postfaschistische Regierung, also damit in dieselbe Allianz Passt in der, über die wir eben auch schon gesprochen haben, undemokratische Strukturen eher stärkt. Das ist, äh, finde ich, deswegen vor allem erwähnenswert. Also ich glaube, wenn ähm ähm äh Olaf Scholz angerufen hätte, weiß ich nicht, ob jetzt der CGAO persönlich nach Berlin geflogen wäre. Das ist meine These.
44:21 Dennis Horn
Okay. Okay. Das lassen wir als These jetzt mal so stehen. Und dann warten wir, was passiert. So. Also Meta plantaplant eine, aber bei uns. Also, Meta plant eine eigenständige KI-Chatbot-App für Meta AI, um so ein bisschen auf einer Höhe mit der Konkurrenz zu bleiben. Also Meta AI gibt es bisher nur auf einer Website. Oder eingebaut in den Plattform-Apps des Konzerns. Meta will außerdem ein kostenpflichtiges Abo für MetaAI testen, mit dem Vernehmen nach weiteren Funktionen und hat Übrigens nach eigenen Angaben mehr als 700 Millionen aktive monatliche NutzerInnen.
45:04 Gavin Karlmeier
Von denen keine in der EU sind, weil hier MetaI noch nicht nutzbar ist übrigens.
45:09 Dennis Horn
Wo ich mich frage, ob das so ein bisschen ist wie Google vor vielen Jahren seine Google Plus Nutzer gezahlt.
45:15 Gavin Karlmeier
Da ist schon wieder die zweite Google Plus-Referenz heute. Ja, das könnte sein, dass alle Leute, die bei Instagram mal versehentlich auf Meta-AI geklickt haben oder die ihre Nachrichten von Meta-AI sortieren lassen, als aktiver Nutzer zählt. Kann schon sein. Am besten fand ich hier auf die Reaktion von Sam Altman, dem OpenAI-Chef, der gesagt hat, okay, ich glaube, dann müssen wir wohl ein soziales Netzwerk starten jetzt, weil sie sich quasi kopiert fühlen in ihrem Angebot.
45:42 Dennis Horn
Hey ChatGPT, programmier mir ein soziales Netzwerk, muss er einfach nur sagen und dann hat er es. Das ist ganz einfach.
45:47 Gavin Karlmeier
Ja, es ist natürlich von Meta, es ist fast eine kleine Meldung nur, aber das ist natürlich von Meta eine richtige, vollgerichte Konsequenz, wenn er mitspielen will. Und Grog inzwischen als eigene App da ist und alle anderen auch dann und man möchte wahrgenommen werden als KI-Player, dann musst du natürlich auch eine App haben.
46:02 Dennis Horn
Wenn sie da sind, trinken wir zur Feier des Tages auch einen Grog. So, dann TikTok. TikTok Shop ist jetzt auch in Deutschland verfügbar. Außerdem in Frankreich und Italien. Expansion also im E-Commerce oder?
46:21 Gavin Karlmeier
Es kommt. Es gibt jetzt die erste offizielle Bestätigung, weil Sie Händlern, ähm Händler jetzt einladen, sich dort zu registrieren.
46:29 Dennis Horn
Gut. Da war ich, also okay, danke für die Richtigstellung. Ich öffne TikTok einmal die Woche. Und dann lasse ich es aber auch eine Woche offen. Dann lasse ich es auch eine Woche offen, genau. Also, Expansion im E-Commerce oder wie TikTok gesagt, Neue Chancen für Händler, Influencer und Marken, interaktive Livestreams und ein Affiliate-Programm verbinden, Unterhaltung mit Shopping. So, also da werden dann Produkte in gesponserten Beiträgen und Livestreams beworben. In denen ich dann als möglicher Käufer direkt auch Fragen stellen kann. Also, es klingt doch wie die TikTok-Version von QVC. Oder was habe ich dann gesagt?
47:09 Gavin Karlmeier
Es ist ja exakt so, oder? Ja. Es ist genauso, aber der TikTok-Shop macht weltweit unglaubliche Summen aus.
47:16 Dennis Horn
Ja, QVC auch. Du, ich war, entschuldige, das muss ich kurz erzählen. Ich war bei QVC. Ich habe keinen schon ein paar Jahre her. Hast du verkauft, Dennis? Ich hatte eine eigene kleine Show, die hat aber niemand gesehen zum Glück. Nein, ich war einfach einen Tag da. Ich habe kein NDA unterschrieben, deswegen kann ich jetzt hier kurz erzählen.
47:40 Gavin Karlmeier
Aber du hast Geld bekommen für diesen Tag? Nein Ach, auch nicht? Okay, du warst nur so zum Guckende. Ah, okay.
47:47 Dennis Horn
Haben die da, so wie die Schuldenuhr des Bunds der Steuerzahler, haben die da immer so eine Uhr laufen, wo, äh, das ist so wie Motivation fürs Team. wie viel die heute schon verkauft haben in Euro. Sie geht jeden Tag wieder auf null und das war dann schon siebenstellig, als ich da, also war das durftest du auf gar keinen Fall fehlen. Ich habe immer gefragt, dass jemand guckt. Ich finde es so Wahnsinn.
48:16 Gavin Karlmeier
Also meine Oma da hat.
48:17 Dennis Horn
. Und dann auch noch da einkauft.
48:19 Gavin Karlmeier
Meine Oma hatte die ganze Wohnung voll mit diesen Puppen, die da heute immer verkauft wurde. werden, mit diesen gruseligen Augen. Und es gibt aber, ich habe gerade, während du gesprochen hast, versucht das rauszufinden und kann es leider nicht beantworten. Es gibt im Moment eine App, die gerade so ein bisschen Whatnot heißt die. Whatnot. Und die ist quasi wie TikTok, Shopping schon jetzt. Also es ist halt Livestreams von Leuten, die Produkte verkaufen. Und TikTok Shop macht aber halt den Full Circle, weil du eben auch direkt über die App kaufen kannst. Es ist genau so. Die Frage ist so ein bisschen, wer braucht es? Also, das ist kein direkter Angriff auf diese ganzen super Billig-Fashion-Angebote wie Shein oder die ganzen Superbillig-Tech-Angebote von Temu. Es ist natürlich auch nicht ein direkter Angriff auf Amazon, weil du bei Amazon ja sehr zielgerichtet in die App gehst, um etwas zu kaufen, unterstelle ich einfach mal, sondern du versuchst hier quasi Kaufimpuls zu setzen, wo es eigentlich keine gibt. Und da weiß ich nicht, ob die Deutschen so unterwegs sind, ob diese Impulszone im Supermarkt, ob die auch auf dem Handy funktioniert. Das kann ich nicht einschätzen. Wie oft hast du in deinem Leben was bei Instagram Shopping gekauft, Dennis?
49:33 Dennis Horn
Nie, aber ich habe ja auch nie was bei QVC gekauft und trotzdem stehen bei deiner Oma die Puppen im Wohnzimmer. Ja. Also, Media, unser Lieblings-Mediendienst mit Doppel-E, mit den Hot Takes, die ab und zu da als Kommentaren auftauchen, hat einen E-Commerce-Experten befragt, der sagt, die eigentliche Konkurrenz entsteht Innerhalb der Plattform TikTok. Und zwar für Händler, die TikTok bislang als Werbeplattform nutzen. Und die werden jetzt im Grunde dazu aufgefordert, den gesamten Kaufprozess direkt auf TikTok abzuwickeln. Statt Leute auf ihre eigenen Websites zu lenken. Also dieser Argumentation kann ich sehr viel abgewinnen. Du bist ja immer sozusagen darauf aus, auf der Plattform, auf Der du dich irgendwie spezialisierst, wenn es um dein Verkaufsmodell, Geschäftsmodell, was auch immer das ist, möglichst gut dazustehen, sozusagen alle Neuentwicklungen mitzugehen. Das ist dasselbe wie SEO und alles, sozusagen, das möglichst gut zu machen. Und das hat sich mir erschlossen. Ja, okay.
50:41 Gavin Karlmeier
Das ist schlüssig. Ich bin gespannt. Ich werde es nicht benutzen.
50:47 Dennis Horn
Ich auch nicht. Und was wir auch nicht mehr benutzen werden, ist Skype. Microsoft will Skype im Mai beerdigen und allen wird geraten, bitte umsteigen auf Teams.
50:57 Gavin Karlmeier
Als wäre das so ein Vergleich. Das ist wie, wir schaffen das Festnetz ab, aber wenn ihr wollt, dann kauft euch doch ein Handy.
51:08 Dennis Horn
Nee, das ist Wälder, was hier nicht damit verkauft wird. Wir schaffen das Festnetz ab. Aber wenn ihr wollt, kauft euch doch einen Computer. So ist das doch.
51:19 Gavin Karlmeier
Ja, stimmt, so ist das eigentlich.
51:22 Dennis Horn
Ja, aber vielleicht ist die Zeit.
51:23 Gavin Karlmeier
Wir schaffen das Deutschland-Ticket ab, aber kauft euch doch ein Auto.
51:26 Dennis Horn
27975996, sag ich da, wenn ihr mir nochmal bei ICQs schreiben wollt, was auch nicht mehr geht. Auch nicht mehr geht.
51:32 Gavin Karlmeier
Wie war denn deine Skype-Nummer? Oh, da habe ich aber tatsächlich was zu tun.
51:36 Dennis Horn
Hatte ich keine, ich hatte Horn Dennis einfach als Nutzernamen.
51:39 Gavin Karlmeier
Ich hatte damals eine Skype-Telefonnummer, weil ich ja damals so einen Call-In-Podcast mal gemacht habe. Die Folgen sind alle noch online, habe ich was gemacht. Wir reden. Ja, jetzt verdammt. Und das war alles. Die technische Infrastruktur lief komplett über Skype damals. Ja. Also Rest in Peace Skype. Es wird mir fehlen. Ich habe damals mit Schülern über Skype telefoniert damals.
51:59 Dennis Horn
Ja, ich hab's gemocht auch, aber alles hat seine Zeit. So Jetzt haben wir mal zur Sache. Wir schauen noch auf ein paar Themen, die uns außerdem begegnet sind. Der Datenschutzausschuss der Europäischen Union hat Relativ leise, möchte ich sagen. Leitlinien abgelehnt, nach denen tausende Behörden ihre Social-Media-Auftritte hätten schließen müssen. Also dürfen Behörden in sozialen Netzwerken am Start sein, also in den kommerziellen, auf die wir in der Regel mit einem kritischen Datenschutzauge schauen, so, da sagen einige nein. Und das Gremium der Datenschutzbeauftragten der Europäischen Union hat jetzt einen Entwurf für Leitlinien dazu gekippt. Das schreibt die Plattform für investigativen Journalismus mit dem Titel Follow the Money. Und diese Leitlinien hätten vorgesehen, nämlich, dass soziale Netzwerke und Behörden Als gemeinsame Verantwortliche für Nutzerdaten eingestuft worden wären. Und dann wären natürlich Behörden bei Datenschutzmängeln von X, TikTok, Instagram, Facebook, you name it, mit dran gewesen. Und da hat dieses Gremium jetzt doch gesagt, nein, übrigens dem Vernehmen nach, weil der Datenschutzbeauftragte der EU um seine Wiederwahl bankt. und das eine durchaus unbeliebte Entscheidung gewesen wäre für lauter Behördenvertreter und andere so aus dem staatlichen Komplex. Die eigentlich ihre Auftritte doch sehr gerne auf diesen Plattformen sehen, weil sie ja Reichweite dort haben. Ich finde, das ist ein wahnsinniges Dilemma.
53:36 Gavin Karlmeier
Denn auf der einen Seite, und das ist die gleiche Diskussion finden wir als Medienschaffende genauso wie als Creator, als wer auch immer, auf der einen Seite Versteht man jede Behörde, die sagt, ich will auf diese Plattform, wir wollen selber kommunizieren, damit sparen wir uns am Ende sogar Werbebudget, Mediabudget. Weil wir einfach über die Ausspielung unserer Inhalte Sichtbarkeit für das tun, was wir machen und damit im Zweifel auch die Akzeptanz für das, was wir tun, steigern, weil wir eben dort sind, wo die Leute sind. Auf der anderen Seite sind alle diese Behörden, gleiches Argument wie damals, als wir allen besagt haben, kommt von Ex weg, sind diese Behörden im Zweifel auch. . Ein Grund für Menschen, sich dort häufiger einzuloggen, sich dort anzumelden. Das gilt jetzt natürlich nicht für irgendeine Wasserschutzbehörde von Bad Salzouflen, aber für größere Behörden kann das durchaus der Fall sein. Wenn das Wenn der Katastrophenschutz kommuniziert über Twitter zum Beispiel, kann das für Leute über X, kann das für Leute den Grund sein, Ex zu nutzen, weil sie wissen, da kriege ich die Information um des Katastrophenschutzes. Und damit sind sie verantwortlich dafür, wenn Leute diese Plattformen nutzen. Das heißt, man kann auf eine Art sogar dieser Argumentation des Datenschutzbeauftragten, der sie ja jetzt zurückgezogen hat, eigentlich sogar gut folgen, finde ich.
54:51 Dennis Horn
Ja, also ich glaube, mit Dilemma hast du es gut umschrieben und ich glaube, es lässt sich nur auflösen, indem du dir anschaust, aus welcher Rolle heraus hier wer argumentiert. Ich finde, dass die Behörden in ihrer Argumentation, wir müssen für die Menschen ansprechbar sein und zugänglich sein, absolut recht haben, während DatenschützerInnen aus ihrer Rolle heraus in ihrer Argumentation genauso recht haben. Ich finde, das ist so. Und manchmal gibt es beide Seiten innerhalb eines Unternehmens, zum Beispiel in einem Medienhaus. Also, da sagt eine Redaktion, wir müssen da sein, aber eine Geschäftsführung sagt vielleicht, nein, wir sollten da nicht sein, weil eigene Plattform, keine Ahnung. Und dann sind es einfach Zielkonflikte. Die man da irgendwie austrägt. Und genauso haben wir es hier auch.
55:39 Gavin Karlmeier
Und solange die beiden Schiffe grob in die gleiche Richtung fahren, bewegt sich das gezogene Schiff ja auch immer noch vorwärts.
55:46 Dennis Horn
Und wird nicht zerrissen. Exakt. So. Dann eine neue Studie von Forschern der Stanford und Carnegie Mellon University, die sagt, Google hat in den Wochen vor der Präsidentschaftswahl in den USA Also bis Anfang November 2024 waren Hinweise abgestellt, die NutzerInnen auf vielleicht unzuverlässige Suchergebnisse hingewiesen haben. Obwohl sich die Qualität dieser Suchergebnisse nicht offensichtlich verbessert hat. Also, was ist da los? Die Forscher haben über 1,4 Millionen Suchanfragen analysiert, über ein Jahr hinweg. Und zwar solche, die offenbar zustande gekommen sind, weil Leute in sozialen Medien aufgefordert wurden, doch mal nach diesem oder jenem Begriff zu googeln. Weißt du, so in Kommentarspalten. Google doch mal Chemtrails oder so. Das ist eine Praxis von Leuten, Verschwörungstheorien zu verbreiten. Und die geben dann da irgendwelche Begriffe, nach denen man googeln soll, für die es nur wenige gute Links gibt und dann steht das gewünschte Ergebnis eben weit oben. Und die Leute, die dann gegoogelt haben, denken, ja, ist er unabhängig, habe ich doch selbst gegoogelt, habe ja selbstrechercher, selber mal nachdenken. Und da gab es dann so einen Warnhinweis von Google. Es sieht so aus, als gäbe es nicht viele gute Ergebnisse für diese Suche. Die folgenden Ergebnisse entsprechen ihren Suchbegriffen, aber einige enthalten möglicherweise keine zuverlässigen Informationen. Der wurde selten angezeigt, nur bei etwa 1,5 Prozent der Suchanfragen in der Stichprobe. Auch relativ unregelmäßig, sagen die Forscher, und man konnte ihn wohl leicht umgehen, auch mit bestimmten Zeichen oder Anweisungen in so einer Suchanfrage. Und die Forscher haben dann im September letztes Jahr bemerkt, plötzlich war er ganz weg. Vor der Wahl, also in so einer Zeit, wo es vielleicht nochmal ein bisschen kritischer zu betrachten wäre. Und Google sagt, ja. Haben wir entfernt, nachdem wir festgestellt haben, dass unsere Bemühungen, die Suchergebnisse selbst zu verbessern, gefruchtet haben. Und dann haben die Forscher nochmal nachgefragt: Ja, was genau wurden denn da Besser gemacht? Da gab es keine Antwort.
57:50 Gavin Karlmeier
Also wohlwollend könnte man sagen, dass es mindestens grob fahrlässig, kurz vor einer Wahl die so wichtig ist und so maßgeblich die auch die Deutungssoheit über Wahrheit und Unwahrheit verzerren und verändern könnte, diese Mechanik aus dem System zu nehmen. Ob sie jetzt perfekt funktioniert oder nicht. Wir sind in der gleichen Diskussion wie Meta. Also du kannst ja mal zurückfragen, wie viele Inhalte denn falsch als schlechte Inhalte adressiert wurden.
58:24 Dennis Horn
Google hat weniger Fehler gemacht seitdem man.
58:26 Gavin Karlmeier
Genau, seitdem haben sie weniger Fehler gemacht. Google stellt halt, also man kann Google zugute halten. dass sie der Reihe nach ständig irgendwelche Funktionen abschalten, auch die, die eigentlich gebraucht oder genutzt werden. Aber es wirft alles kein gutes Licht auf das Unternehmen vor der Wahl.
58:44 Dennis Horn
So. Andere Plattformen übrigens kämpfen noch dagegen, als soziales Medium eingestuft zu werden. Roblox gehört dazu. Das ist eine der wenigen großen Plattformen,
58:55 Gavin Karlmeier
Hast du schon noch Roblox gespielt, denn? Nein, noch nie.
58:58 Dennis Horn
Die offen für unter 13-Jährige zugänglich ist. Das vielleicht noch als Punkt. 85 Millionen tägliche aktive NutzerInnen. Und Ende 2023, das ist die letzte Zahl, glaube ich, die wir hier haben, waren 42% unter 13 Jahre alt.
59:14 Gavin Karlmeier
So, hast du schon mal Roblox gespielt? Nein, aber wir haben hier eine sehr, sehr lange Folge mal zu Roblox gemacht mit Florig Ortzig, der übrigens nächste Woche Montag hier sein wird. Wieder, kommt das erste Mal dieses Jahr wieder, richtig aus. Ähm, und das war die Folge 339: Wie sicher ist das Internet für junge Menschen? Ich will euch das allen ans Herz legen, weil wir da sehr tief reingegangen sind in Roblox, weil es damals um eine Untersuchung ging. von Hindenburg Research. Das ist ein Shortseller. Ein Shortseller, die eben genau Unternehmen untersuchen aufgrund von oder auf der Suche nach Sollbruchstellen in ihrem Geschäftsmodell. Und da wurde eben extrem viel über die Gefahren für junge Menschen eben dargestellt und offengelegt, wie viel, wie einfach es zum Beispiel ist für junge Menschen. entweder irgendwelche Nachrichten zu kriegen, die Grooming-Absichten haben, also am Ende irgendwie eine, ähm, am Ende in eine, in einen. . gewaltsames Verhältnis locken könnte, dass es extrem einfach ist, Inhalte zu finden, die für Menschen unter 18 überhaupt nicht geeignet sind. dass es Chatrooms gibt, in denen extrem viele Menschen sehr viel älter sind, als sie angeben. Also Roblox ist für junge Menschen nicht der sichere Ort, als den sie sich geben. Dass sie jetzt gerne nicht als soziales Netzwerk reguliert werden möchten, ist da fast nicht überraschend, ehrlicherweise. Sie werden alles versuchen, um so wenig Regulation wie möglich zu erleben, weil sie eben sowieso schon Ziemlich unter der Beobachtung stehen. Und das ist auch genau richtig. Wenn du 85 Millionen Menschen am Tag erreichst, von denen die Hälfte knapp unter 13 ist, musst du viel, viel, viel mehr Vorsicht walten lassen. Also Das kann ja nicht sein, dass die Werbespots im linearen Fernsehen im Kinderprogramm stärker reguliert sind als diese Plattformen. Das ist nicht richtig.
01:01:07 Dennis Horn
So. Also, ja. Ich stimme zu, ich meine, dass das Unternehmen auch hier. Argumentation aus der eigenen Rolle heraus. Versucht das zu vermeiden. Klar, aber dass man den Begriff Plattformen weiterfasst als nur das klassische soziale Netzwerk, ist, glaube ich, durchaus sinnvoll.
01:01:24 Gavin Karlmeier
Na, vor allem ist es ja de facto etwas, das gilt übrigens auch für Fortnite, das gilt für ganz. Ganz, ganz viele Apps und Spiele und Umgebung. Du bist ja in einem plattformähnlichen Verhältnis, weil du eigentlich in so einer Art Second Life nennst Metaverse nennst, wie du möchtest. Wenn jeder Ort, an dem du auf andere Menschen triffst und dich mit ihnen austauschst, ist de facto nichts anderes als Instagram, nur mit anderen Mitteln. Ja, ne? Also ob ich jetzt mit dir bei Quiztuell chatte oder bei Instagram schreibe, Macht im Ergebnis keinen Unterschied.
01:01:58 Dennis Horn
Richtig.
01:01:59 Gavin Karlmeier
Ja.
01:02:00 Dennis Horn
Nur wenn du mir da was anderes schreibst, dann ist es.
01:02:04 Gavin Karlmeier
So was anderes würdest du jetzt gerade sagen.
01:02:07 Dennis Horn
Wow. So, ein bisschen Fediverse und AT-Protokoll noch. 2022 hat Tumblr eine Integration fürs Fediverse angekündigt. Was ist eigentlich damit? Tumblr wird umziehen in die Infrastruktur von WordPress und dann soll es sowas sein. Nach dieser Migration soll jeder Tumblr-Nutzer, jede Tumblr-Nutzerin in der Lage sein, seinen Blog dann übers ActivityPa-Protokoll zu fütteriefen.
01:02:34 Gavin Karlmeier
Ja, das ist doch mega. Also jetzt mal ganz, ganz, das ist so ein einfacher Schritt, also natürlich technisch nicht ganz einfach, wenn sie zwei Jahre brauchen, offensichtlich. Aber oder es hat nur eine Person daran gearbeitet, das wissen wir nicht. Nein, also es ist so naheliegender, einfacher Schritt, dass ich mir wünschen würde, dass viel mehr Unternehmen solche Dinge nutzen, dass sie sagen, wir bauen unsere Infrastruktur jetzt so um, dass sie im Fidiverse liegen. dass sie auf dezentralen Protokollen liegen, das weil am Ende für die Tumbler-NutzerInnen ist der Unterschied wahrscheinlich nur mittelgroß Für Leute, die im Fiddiverse unterwegs sind, es wird jetzt keine große Bewegung geben von Leuten, die alle Petambler das abonnieren. Die Möglichkeit zu haben, das ist gut, das ist auch richtig. Aber die Strahlkraft, die Wirkung davon zu sagen, wir stellen uns jetzt so auf. Die kannst du ja gar nicht groß genug einschätzen.
01:03:24 Dennis Horn
So. Nicht bekannt, ob es irgendwann auch eine Verbindung zum AT-Protokoll von Blue Sky geben soll.
01:03:33 Gavin Karlmeier
Ich bin nicht überrascht. Damit kann ich jetzt also von Threats auch Tumblr-Accounts folgen. In den USA zumindest.
01:03:42 Dennis Horn
Ich habe noch einen letzten Punkt zum Thema IT-Protokoll. Dann sind wir aber auch wirklich, heute war ein Brett. Das habe ich aber auch so. kommen sehen, muss ich ehrlich sagen.
01:03:49 Gavin Karlmeier
Wir haben auch die letzte Folge ausgefallen, da hat sich ein bisschen was angesammelt.
01:03:53 Dennis Horn
So, ich möchte dir hier vorlesen und dann sagst du mir Ob du so wie ich kein Wort verstanden hast. Spätestens, äh, spätestens, wenn der Begriff Blockchain auftaucht, bin ich aus der Kurve geflogen.
01:04:08 Gavin Karlmeier
Oh doch, da habe ich Emotionen zu decken.
01:04:09 Dennis Horn
Da hast du Emotionen zu, wirklich. Ich lese es vor und dann bitte erkläre allen. was das alles heißen soll. Oh, das weiß ich nicht. Project Liberty und Free Our Feeds unternehmen einen entscheidenden Schritt zur Neugestaltung der digitalen Landschaft. Indem sie die langfristige Dezentralisierung des AT-Protokolls, des offenen Protokolls, das die Blue Sky-Anwendung antreibt, sicherstellen. Diese Partnerschaft markiert einen Meilenstein in der dezentralisierten sozialen Vernetzung. Und stellt sicher, dass der Zugang zu den Daten des LT-Protokolls einem breiten Ökosystem von Entwicklern und Nutzern zur Verfügung steht, unabhängig von einem einzelnen Controller oder Unternehmen. Durch die Integration mit Frequency, einer öffentlichen, erlaubnisfreien Blockchain, die vom Technologie-Team von Project Liberty entwickelt wurde und speziell für soziale Netzwerke mit hohen Daten aufbaut. Konzipiert ist, stärkt diese Initiative die Grundlage für ein nutzergesteuertes Internet, das Interoperabilität, Datensouveränität und Widerstandsfähigkeit gegenüber zentraler Kontrolle in den Vordergrund stellt. Welche Emotionen will man dazu?
01:05:18 Gavin Karlmeier
Also, wir alle haben uns gefragt, wie will Free Hour Feeds eigentlich eine Antwort haben, vor allem wenn sie ihre finanziellen Ziele nicht erreichen, was ist deren Vorhaben? Also wir haben ja häufiger über die Petition und die Gruppe gesprochen und so. Und offenbar ist ihr Plan gemeinsam mit diesem, wer heißen, Project Liberty, ich habe es nicht offen gerade, ich muss jetzt hier ein bisschen riffen, aber offensichtlich ist der Plan, dass man sagt, wir legen die Umsetzung der Dezentralisierung der dieser Punkte im AT-Protokoll auf eine Blockchain. Und ich finde, dass der Begriff Blockchain, der hat in den letzten Jahren massiv gelitten. Ich bin kein Krypto-Fan.
01:06:01 Dennis Horn
Und es gibt Gründe dafür.
01:06:02 Gavin Karlmeier
Es gibt ganz viele Gründe dafür, weil eben. Also genauso könntest du aber auch sagen, das Prinzip Bargeld ist problematisch, weil du extrem viele problematische Sachen damit machen kannst. Weil die Idee der Blockchain, also nachweisbare Veränderungen in der öffentlich, in der öffentlichen Sichtbarkeit herzustellen, vor allem wenn das keine wirtschaftlichen Interessen dahinter gibt wie hier. Finde ich ja gar nicht doof. Ich finde es ja gar nicht doof, dass es sowas gibt. Es ist natürlich wahnsinnig komplex, aber grob gesagt bedeutet das Es liegt öffentlich einsehbar auf einem, äh, auf einem Server, am Ende ist eine Blockchain auch nur ein sich veränderter Server. der aber eben nicht nur auf einem Server liegt.
01:06:41 Dennis Horn
Du hast im Blockchain auch nur ein Mensch. Genau.
01:06:45 Gavin Karlmeier
Nein, aber das liegt auf vielen Servern und alle Server kopieren das, was die anderen auch machen und damit hast du halt de facto Dezentralität geschaffen. Ganz vereinfacht runtergesagt und ich habe es auch nicht zu hundertprozentig durchdrungen, aber so ist es, wie ich das verstehe. Und ich finde das gar nicht dumm, auch wenn die Blockchain aus gutem Grund ein riesengroßes Reputationsproblem hat. Und ich habe da Emotionen. Die Emotion ist, ey, das ist doch mal ein Ansatz.
01:07:12 Dennis Horn
Ja, meine Emotion, als ich das gelesen habe, war, stellt, engagiert bitte mal einen Text da. Verdammt. Stellt euch einen Text da ein.
01:07:24 Gavin Karlmeier
Frayer Feeds hat das Geld nicht erreicht. Die müssen sparen, wo sie können.
01:07:27 Dennis Horn
Ja. Ja. Oder lasst ChatGPT das schreiben.
01:07:33 Gavin Karlmeier
Naja, aber also ich finde, nur weil die Blockchain einen schlechten Ruf hat, heißt es ja nicht, dass die Idee dahinter für die Tonne ist.
01:07:41 Dennis Horn
Sag ich jetzt mal so.
01:07:43 Gavin Karlmeier
Korrigiert mich bitte gerne im Discordhakner. org.
01:07:46 Dennis Horn
Ja, ich poste nochmal den Talk von Tante dazu auf der Republika senden.
01:07:55 Gavin Karlmeier
Es gibt in meiner Wahlheimat Essen gibt es ein Hotel Blockchain Und ich frage mich immer, was ich glaube, man steht davor und denkt sich.
01:08:05 Dennis Horn
Eine Glasfront vor allen Zimmern?
01:08:08 Gavin Karlmeier
Nee, weißt du was, glaube ich, ich glaube, man steht davor und denkt sich. Ich verstehe nicht, warum das Hotel so heißt. Dann kommt der Besitzer und sagt, jetzt hast du es verstanden.
01:08:19 Speaker 4
So. So, jetzt sind wir wieder langsam. Wir hören uns am Freitag wieder mit Thorsten Weg. Mach's gut, vielen Dank fürs Zuhören, danke Dennis, bis bald und tschüss.