Alle Episoden

Folge 404 · 24. März 2025 · 57 Min.

Folge 404 – Demokratie not found

mit Dennis Horn

…aber wir geben unser Bestes. X sperrt die Konten türkischen Oppositioneller – und beruft sich auf die Ausübung lokaler Gesetze, geht aber gleichzeitig in Indien und Australien gegen lokale Gesetze vor.

Starlink (auch ein Unternehmen von Musk) gehört offenbar in Deutschland zur Infrastruktur kritischer Behörden wie dem BSI – und dann haben wir noch ein paar Neuigkeiten vom TikTok-Kauf.

➡️ The Verge über den Umgang mit journalistischen Schlagzeilen in Zeiten, in denen Recht und Unrecht manchmal so sehr auf der Hand liegen, das man sich nicht traut, es klar zu formulieren: https://www.theverge.com/policy/633397/ftc-bedoya-slaughter-democrat-media

(Kapitelmarken, KI-generiert, keine Haftung für Fehler!)

00:00

Einführung und Housekeeping

02:59

Starlink und deutsche Behörden

05:57

Abhängigkeiten und Alternativen zu Starlink

09:02

Doge & Datenschutz

11:54

Politische Entwicklungen in den USA

14:51

Journalistische Verantwortung und Polarisierung

23:00

Sicherheitsbedenken bei Tesla und öffentliche Reaktionen

27:57

Elon Musk und die SEC: Ein rechtliches Durcheinander

30:50

Section 230 und die Auswirkungen auf Plattformen

34:04

Big Tech und internationale Gesetzgebung

37:01

Zensur und Meinungsfreiheit in der Türkei und Indien

39:36

X.ai und die Rebellion in Indien

41:02

Energieprobleme und Umweltbelastungen bei X.ai

44:03

X Money und die Anforderungen

45:50

Meta und die FTC-Anhörung

46:30

Oracle und TikTok: Ein kompliziertes Verhältnis

49:40

Perplexity.ai und die Vision für TikTok

53:33

Alphabet kauft Wiz und die größten Zukäufe

55:27

Telegram erreicht eine Milliarde Nutzer

Transkript

Automatisch erstellt, kann Fehler enthalten. Zeitmarken springen im Player an die Stelle.

00:01 Intro

Haken dran, das Social Media Update der CT.

00:06 Dennis Horn

Grüß dich Gavin. Hallo Dennis. Also Ich lass uns ranstürzen. Ja, wir gehen direkt rein. Wir gehen rein, es ist wild, und vielleicht fängst du an, weil es ist, das ist jetzt wirklich Housekeeping.

00:20 Gavin Karlmeier

Es ist ein bisschen Housekeeping. Und zwar hat er mir Voronin geschrieben. Also ich verfolge hier jetzt seit zwei Episoden schon. Ich kriege da zu jeder Episode neue Hinweise. Es geht um Larry. Um dich abzuholen und alle, die bis hier nicht mitgehört haben. Im Rahmen dieser größeren Versteigerungen von Twitter-Devotionalien wurden ja immer wieder Produkte und Dinge, die so in diesem Bürogebäude oder Komplex in San Francisco eben ausgemistet wurden, zur Versteigerung gestellt.

00:45 Dennis Horn

Und Larry heißt oder hieß der Twitter-Vogel.

00:47 Gavin Karlmeier

Exakt. Und der, der an der Außenfassade angebracht war, der große Blautwittervogel, der stand zur Versteigerung in der Größe von 3,7 mal 2,7 Metern, ungefähr 250 Kilo schwer. Und mir hat Voronin geschrieben. Und Voronin, und das ist das Geile, und da denke ich mir, mein Gott, wer hört alles diesen Podcast, Voronin arbeitet als. . Zöllner und als Zöllner in Bremen und schreibt, ich kann alles, was bisher gesagt wurde, bestätigen, aber es gäbe wahrscheinlich nur 7% Einfuhrumsatzsteuer und 0% Zoll darüber. Die Zolltarifnummer wäre, will ich euch jetzt nicht mit langweilen, und es wäre ein 20-Fuß-Container dafür notwendig. Allerdings kämen die Handling- und Transportkosten des Spediteurs auch noch in den Zollwert mit rein. Das heißt, wir sind gerade drauf und dran auszurechnen, kann ich mit diesem Vogel überhaupt leisten. Das ist großartig. Zöllner hören diesen Podcast, das ist wirklich fantastisch.

01:43 Dennis Horn

Schätze ich sehr. Kann ich davon kennen. Der Zoll schätzt das sehr. Ich bin groß.

01:50 Gavin Karlmeier

Wow. Das hast du zoll gemacht, Dennis. Und ansonsten die erste Meinung des Tages, die mehr, da bin ich das Orakel von Selfie wieder gewesen. Und zwar. hat Rose Wang, die COO von Blue Sky, gemeldet, dass sie mit dem Verkauf der T-Shirts, mit der sie sich über Mark Zuckerberg lustig gemacht haben. damit mehr Geld umgesetzt haben oder mehr Geld verdient haben, als mit dem Verkauf von Domains, was Blue Sky als Teil ihres Geschäftes ansieht. . Und ich habe schon gesagt, eigentlich sind die jetzt de facto eigentlich Textilienhändler mit diesen T-Shirts.

02:24 Dennis Horn

Damit verdienen sie gerade das meiste Geld. Ja, sehr gut. Die größten Startups sind aus Ideen entstanden, die eigentlich mal andere Ideen waren. Wie Slack. Und Twitter. Und Twitter. So. Gut, dann gehen wir rein. Also, starten heute mit einem Blick in die Sterne. Ausgerechnet deutsche Bundesbehörden. Setzen in sensiblen Bereichen auf Starlink.

02:47 Gavin Karlmeier

Ach was.

02:49 Dennis Horn

Das ist mal eine Kleine Anfrage oder eine parlamentarische Anfrage, die uns eher gefällt. Sie kommt von Matthias Hauer, ist ein Bundestagsabgeordneter der CDU, der wissen wollte, wie es darum steht von der Bundesregierung. Und die Behörden, die die Bundesregierung nennt, wo Starlink zum Einsatz kommt, sind das Außenministerium. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, BSI, da wird es noch spannend gleich, und lokale Wasserbehörden. Oder regionale Wasserbehörden. Vielleicht aber auch Behörden in so Bereichen, die so kritisch sind, dass die Bundesregierung sie geheim hält und dazu eher nichts sagt. So, also was ist bekannt? Die Bundesnetzagentur Zum Beispiel nutzt Starlink zum Test von Antennen und bezahlt für vier Jahre Vertrag mit dem Elon Musk Unternehmen knapp 40. 000 Euro und nochmal eine Jahresgrundgebühr von rund 10. 000 Euro obendrauf. Dann das Bundesamt für Geowissenschaften und Rohstoffe nutzt Starlink für Backups. Das Auswärtige Amt genauso. Und die regionalen Wasserbehörden.

03:59 Gavin Karlmeier

Damit ist übrigens nicht gemeint, dass sie ihre Sicherheitskopien nur per Starlink hochladen, sondern dass es eine Ausfalltechnologie ist, würde ich sagen.

04:06 Dennis Horn

Genau, so. Und die regionalen Wasserbehörden für die Steuerung von Schlüssel. Läusen. So und jetzt ist das BSI. Das BSI hat ein Mobile Incident Response Team. Das ist eine Gruppe, die zum Beispiel die Verwaltung des Bundes unterstützt und die Betreiber kritischer Infrastrukturen. Wenn es mal so einen IT-Sicherheitsvorfall gibt, dass irgendwie kein Internet vor Ort verfügbar ist, so dann ist das auch irgendwie eine Ausweichmöglichkeit zum Beispiel. Andere Anwendungsfelder, wie gesagt, hält die Bundesregierung geheim. Das könnte zum Beispiel der Fall sein beim Bundeskriminalamt oder bei der Bundespolizei oder beim Bundesamt für Verfassungsschutz. Und da heißt es in der Antwort der Bundesregierung Durch eine Auskunft über die Nutzung von Starlink könnten Rückschlüsse auf die technische Arbeit und Funktionsweise des Bundesamtes für Verfassungsschutz und dessen Schutzvorkehrungen gegen Sabotageakte und Spionage gezogen werden. Eine Kenntniserlangung dieser Informationen ist substantiv sehr in diesem Satz. Eine Kenntniserlangung dieser Informationen durch Unbefugte wäre geeignet, hochrangigen staatlichen Sicherheitsinteressen schweren Schaden zuzufügen.

05:13 Gavin Karlmeier

Also, ganz kurzer Einschub, bevor wir weitermachen. In dem Moment, wo man sagt, naja, das sage ich nicht, weil wenn ich das sage, dann haben wir ein Problem. Hat man es nicht dann bestätigt, oder? Exakt, ja.

05:23 Dennis Horn

Möglicherweise. Also dass Darlink hier überhaupt zum Einsatz kommt bei diesen ganzen Behörden. Ich glaube, du unterschreibst, wenn ich sage, nicht gut. Das ist ein Dilemma. Ja, weil hier Daten über US-amerikanische Infrastruktur übertragen werden und über die Infrastruktur von Elon Musk. Kann man alles verschlüsselt machen? Ja, so, ne? Aber Also, das Kritischste finde ich ja auch mit Blick auf die Ukraine zum Beispiel, dass einfach Elon Musk am einen Ausschalter sitzt.

05:52 Gavin Karlmeier

Ja, das ist nämlich das größte Problem.

05:53 Dennis Horn

Und der Moment dieses IT-Sicherheitsvorfalls, dass man irgendwie vor Ort dann kein Internet hat. wo man das braucht, ist wahrscheinlich genau der Moment, wo auch die Gefahr wäre, dass Elon Musk das Ding einfach abschaltet, zum Beispiel in einem Kriegs-Krisenfall. Ja, ganz genau, das habe ich auch gedacht, ja.

06:08 Gavin Karlmeier

Also es ist natürlich ein wahnsinnig schlechter Partner, um in Abhängigkeiten irgendwie darauf zu machen. angewiesen zu sein. Und eben genau wie du sagst, also die Unterstützung der USA im Falle eines NATO-Bündnisfalls, die ist schon in Frage gestellt. Also können wir ja auch dieses Fragezeichen daran setzen, wie eigentlich im Falle eines Krisenfalls, wie angesprochen, Eigentlich Starlink noch ein verlässlicher Partner ist. Ich glaube, das ist keine gute Lösung. So.

06:32 Dennis Horn

Also könnte man mal nach Alternativen suchen. Da wäre zum Beispiel Eutel Sat1Web.

06:37 Gavin Karlmeier

Ja, das ist aber noch nicht so weit.

06:39 Dennis Horn

Das wäre Iris II? So? Das ist diese EU-Alternative, ist noch nicht so weit, genau. Dann gibt es noch Eutelsat OneWeb, alles komplizierter, sperriger. Das ist so wie. weiß ich nicht, ähm Videokonferenz mit ähm mit Cisco oder diese, wie wie heißen die WebEx oder so Videokonferenz, wo das so mega kompliziert ist, was auch alle Behörden nutzen. Und ich denke so bitte nicht, lass einfach zoomen oder oder Und das ist der Unterschied, glaube ich, in der Bedienung. Wir beide haben Autelsat OneWeb nie benutzt. Vielleicht gibt es hier Menschen, die es getan haben. Und sagen können, wie einfach es ist unter Euchhakis gegenüber Starlink, aber es wird beschrieben als komplizierter, sperriger und teurer.

07:27 Gavin Karlmeier

So. Liebe Grüße übrigens an Matthias Schwarzer vom RND, der das alles recherchiert hat.

07:32 Dennis Horn

So. Geschichte nebenbei. Die Bundesnetzagentur hat im März 2024 zum ersten Mal einen Anbieter Zur Bereitstellung eines Internetanschlusses verpflichtet. Es gibt ja das Recht auf einen Internetanschluss in Deutschland. Da gibt es einen Hausbesitzer in Niedersachsen. Der hat von der Telekom nichts bekommen. Wahrscheinlich ist Niedersachsen, wohnt so weit abseits, dass sich das irgendwie nicht lohnt. Also in Hannover. So. Und auf dem ehemaligen CBIT-Gelände. Vielleicht auch in irgendeinem Pavillon auf dem Expo-Gelände. Wo noch dieser Aufsteller steht, WLAN zehn Euro pro. Genau, irgend irgend so ein Baum wächst noch so da durch und irgendwo spielen Kraft. Kraftwerk. So, und auch ein Mobilfunkanbieter hat irgendwie die Kriterien für Up- und Down-Stream dort nicht erfüllt? Und dann hat man, wen verpflichtet Starlink? So. Es ist unklar, wer genau die Kosten trägt. Da gibt es wohl so ein Umlageverfahren, das die Bundesnetzagentur entwickelt, mit dem die Branche irgendwie so die Kosten untereinander verrechnet. Willkommen. Es ist so geil.

08:40 Gavin Karlmeier

Wir entwickeln gerade ein Umlageverfahren, jetzt drei Jahre später, nachdem dieses Gesetz eingeführt wurde.

08:45 Dennis Horn

Inklusive Starlink. Gut, das als Geschichte nebenbei.

08:51 Gavin Karlmeier

Also manchmal denke ich mir doch, wo je mehr wir darüber berichten können, ist, ob wir beide uns hier einfach ein paar Satelliten kaufen und einfach so ein deutsches Alternativmodell an den Start bringen. Ich glaube, das könnte sich finanziell lohnen.

09:00 Dennis Horn

Und dann ist es wie bei uns. Also die Satelliten sind unsere T-Shirts sozusagen. Ganz genau. Dann machen wir richtig Cash.

09:09 Gavin Karlmeier

Ich glaube, das ist eine Marktlücke gerade.

09:12 Dennis Horn

Ja.

09:13 Gavin Karlmeier

Finde ich gut. Ja, gut, dann machen wir das.

09:14 Dennis Horn

Lass starten.

09:15 Gavin Karlmeier

Also wir haben jetzt Zöner, die uns zuhören, wenn da Satellitentechniker draußen sind, die uns zuhören. Schreibt uns doch bitte mal eine Nachricht, wie kompliziert das jetzt genau ist. Was müssen wir alles tun? Wie viel Startkapital brauchen wir? Und wenn da Kapitalgeber unter den HörerInnen bei sind, meldet euch bitte auch. Wir brauchen euch jetzt.

09:33 Dennis Horn

Wie nennen wir das? Wie nennen wir unser Satellitenstart-up? Hakensat Haken satt. Das ist gut. Das finde ich gut. Hakensatt 2. So, bereit für ein bisschen Doge. Weiß ich noch nicht. Nein, aber wir müssen da durch. Alan Lipton Hollander ist eine Bezirksrichterin in den USA. Sie hat den Mitarbeitern von Doge. Gendere an dieser Stelle nicht. Den Zugriff auf persönliche Daten der Sozialversicherung untersagt. Die Regierung der USA sagt, Doge hat da ein zehnköpfiges Team eingesetzt, von denen hätten sieben nur Lesezugriff auf die Systeme der Behörde oder auf personenbezogene Daten. Ich setze dieses nur in Anführungszeichen, weil ich glaube, damit reicht es schon. Hollander hat Deutschland auch angewiesen, alle nicht anonymisierten Daten zu. Löschen. Die Sozialversicherung in den USA ist lebenswichtig für Millionen ältere Amerikaner, US-Amerikaner. Und man sieht das im Land dort als Minenfeld an, als politisches. da irgendwie reinzugehen und daran zu werkeln. Elon Musk wiederum sieht dieses System als Betrug an. Ohne da irgendwelche Beweise für zu liefern, wie so häufig.

10:55 Gavin Karlmeier

Naja, die Beweise, die er in der Vergangenheit geliefert hat, waren beispielsweise irgendwelche Tabellen, in denen angeblich 150 Jahre alte Menschen gelistet waren. die aber aufgrund eines Programmierfehlers in der Programmiersprache COBOL einfach nur entstanden sind. Und alle wissen das, alle haben sich dann gewöhnt, außer Elon Musk, David hat Verschwörung.

11:11 Dennis Horn

So, und Informatiker, ähm sind amüsiert, wenn sie Kobol hören. Weil das ist, glaube ich, so alt wie diese älteren Amerikaner, die hier betroffen sind. Also ähm Ich glaube, das ist mit Blick auf die Daten ein Ding, da wirklich gegen vorzugehen, sich irgendwie das Zentrale. Den zentralen Datensatz irgendwie da zu organisieren, möglicherweise für andere Dinge zu benutzen, die man sonst noch so vorhat. Kritisch

11:43 Gavin Karlmeier

So ist das, ja.

11:45 Dennis Horn

Und es gibt diverse solcher Szenen, wo diese Mitarbeiter dieser Elon Musk-Behörde verschiedene Organisationen, Behörden und so weiter aufsuchen. Jetzt hat es das US Institute of Peace erwischt, das USIP

12:02 Gavin Karlmeier

Das ist hochpikant, die Geschichte, weil das USIP ist keine der Regierung unterstellte Behörde, sondern eine NGO. Eine NGO, die vom Kongress zwar finanziert wird und vom Kongress in Auftrag gegeben wurde, aber das ist halt keine Behörde, das ist kein Amt.

12:21 Dennis Horn

Wir sagen ein Think Tank vielleicht, ne?

12:24 Gavin Karlmeier

Mhm.

12:24 Dennis Horn

So. Und auch da sind die Mitarbeiter von Doge eben aufgetaucht.

12:28 Gavin Karlmeier

Und versteht mich nicht falsch, es ist natürlich niemals richtig, irgendwie in so einer Schlägertrupp in eine Behörde reinzulaufen, wo Leute arbeiten. Aber der Auftrag des Doge, dieser vermeintliche Effizienzierungsauftrag, der bezieht sich eben auf Regierungsbehörden. Das heißt, hier verlässt er sogar noch den Auftrag der Regierung, den er eigentlich hat.

12:50 Dennis Horn

Genau, und das hat man dort ähnlich gesehen. Und deswegen hat man die Polizei gerufen. Es haben allerdings nicht nur die MitarbeiterInnen des USIP getan, sondern auch die Mitarbeiter von Doge, die da mit aufgetaucht sind. Mittlerweile hat die Regierung in den USA dort auch eine neue Führung installiert. Und ja, tatsächlich kritisch, weil man sagt, das ist so nicht in Ordnung und so nicht rechtlich. Die Frage, Ist, was an rechtlicher Beschwerde lässt sich in den USA überhaupt noch durchfechten. Und das ist vielleicht bei der nächsten Geschichte auch noch ein bisschen klarer und genauso interessant. Ähm. Die Kommissare der Federal Trade Commission, ähm, also der Aufsichtsbehörde. Die hat Donald Trump jetzt entlassen. Und damit wohl gegen seit 90 Jahren geltendes Recht verstoßen. Also, fünf Kommissare leiten die FTC. Sie werden vom Präsidenten ernannt und vom Senat bestätigt und sind dann jeweils sieben Jahre im Amt. Und es gibt eine Grundregel seit 90 Jahren, es dürfen nicht mehr als drei Kommissare derselben politischen Partei. angehören. Das heißt, du hast immer einen im Vorsprung, entweder Republikaner oder Demokraten, und ein Kommissar ist jeweils Vorsitzender, auch vom Präsidenten ernannt. Das heißt, wenn Donald Trump jetzt am Ende Versucht, die beiden demokratischen Kommissare auch noch durch weitere Republikaner zu ersetzen, hat er, war er doppelt, hat er doppelt verstoßen gegen geltendes Recht. Und auch hier dieser Versuch, ohne dass es in der Form erlaubt ist, diese Behörden umzugestalten.

14:40 Gavin Karlmeier

Ja, das zeigt, wie wie weit man eigentlich sich vom echten demokratischen System in den USA entfernt hat. Ich sage hier in jeder Folge, wir gehen in großen Schritten auf den Faschismus zu in den USA. Ich sage auch in jeder Folge, schaut euch Project2025. observer an. Da sieht man, inzwischen sind 104 von 300 großen Schritten in der Umsetzung oder der Umkrempelung des amerikanischen Staatsapparates bereits umgesetzt worden. Also das ist fatal und ich finde, dass an der letzten Geschichte, da sind da hängen so ein paar Dinge dran, die wahnsinnig interessant sind. Also Es wurden die demokratischen Kommissare entlassen, nicht die republikanischen, also nur ein Teil der Kommissare. Und The Verge hat dazu ein ganz, ganz spannendes Editorial veröffentlicht. Weil sie geschrieben haben, so wie wir das bislang getextet haben. Unsere alte Schlagzeile, Trump entlässt die demokratischen Kommissare Damit verkürzen wir die Geschichte and reihen uns sozusagen in die Communication des President ein. Denn eigentlich hätten wir von vornherein sagen müssen, Donald Trump verstößt sie gegen geltendes Recht. Donald Trump tut etwas illegales. Auch nicht gemacht, die Washing Post hat es nicht gemacht und so weiter und so weiter. Und da ist eine relativ spannende, finde ich, Metadiskussion angeschlossen, weil der Text, den The Word da geschrieben hat, ich packe den mal in die Shownotes. Der macht nämlich die Frage auf, wie vorsichtig können wir uns eigentlich im journalistischen Handwerk noch bewegen, wenn wir so arbeiten, wie wir das in der Vergangenheit machen wollen. The Word hat das hier aufgesammelt mit ihrer Schlagzeile, die hieß Demokratie. Demokratische FTC-Kommissare sagen, dass sie gerade von Donald Trump. Zitat, illegal gefeuert wurden. Washington Post hat geschrieben, zwei demokratische Kommissare von der FTC gefeuert. Reuters schrieb, Trump feuert beide demokratische Kommissare bei der FTC und so weiter und so weiter. Die Schlagzeile, die man aber hätte schreiben sollen, so schreibt The Word, lautet Trump entlässt demokratische FTC-Kommissare und verschlößt damit gegen einen Präzedenzfall des obersten Gerichtshofs. Und die Frage ist. die da drin hängt, diese Diskussion, die wir auch immer wieder führen nach dem Motto, wann schreibst du eigentlich mutmaßlich, wenn ein Gericht noch kein Urter gesprochen hat beispielsweise. Oder wie Wieso darf man eigentlich schon hier ein Urteil fällen als JournalistInnen in dem Moment, wo einfach nur eine Tatsache entsteht und noch nicht die entsprechende Rechtsprechung? die da dran hängt. Ich finde das eine ganz spannende Diskussion, die da drin aufgeht, weil man ja eigentlich sagen muss, dass gerade in den USA sehr oft Offensichtliches Unrecht geschieht und das eigentlich auch als solches benannt werden muss und diese journalistische Vorsicht vielleicht manchmal auch einfach unangebracht ist.

17:16 Dennis Horn

Ja, man traut sich nicht so schnell, Dinge zu benennen. Ich musste daran auch denken, als du jetzt gerade den Begriff Faschismus in den Mund genommen hast. Also welches Medium würde das jetzt so in einer Überschrift nehmen? Ich erinnerst du dich an dieses Bart Brandsmar-Modell, das wir auch hier in Hakendran mal besprochen haben?

17:34 Gavin Karlmeier

Ja, es gibt eine Episode, in der Denis son 20 Minuten davon referiert.

17:37 Dennis Horn

Ja, das Problem. Und ich muss in dem Zusammenhang auch daran denken, weil also nochmal in ultra kurz umschrieben. Du bist als Journalist, als Medium im Idealfall in der Mitte einer Polarisierung. Und ähm Dieses auf beide Seiten der Polarisierung zu blicken, ist aber nicht so gut, sondern vielleicht guckt man lieber auf die Dilemmata, die irgendwie. Die Menschen, die noch nicht polarisiert sind, im Alltag haben, um damit dafür zu sorgen, dass die Gesellschaft nicht weiter polarisiert wird. So in aller Kürze das umschrieben. Und in dem Moment, in dem ich mich jetzt traue, In Anführungszeichen, ähm, traue Dinge deutlicher zu formulieren und zum Beispiel Nehmen wir jetzt mal dein Beispiel als Medium, das, was dort in den USA passiert, als US-Medium, das, was in den USA passiert. Als Faschismus zu bezeichnen, als entstehenden Faschismus, gerade live vor unser aller Augen. Kann es sein, dass Menschen dich in diesem Spektrum der Polarisierung plötzlich auf die Gegenseite von Donald Trump wandern sehen? Dort, wo er dich möglicherweise auch haben will? So, und ich finde, dass, also entweder kommt da das Modell von Bad Brandsma an seine Grenzen, so, das kann man auch so sagen. Wenn man aber sagt, dass das funktioniert vollständig. Dann finde ich das fast schon ein unauflösbares Problem. Weil du willst als Medium nicht Player sein in so einem Game, hier wirst du es aber und muss dir dadurch was anhören, natürlich von der Gegenseite, die es für dich noch schwieriger oder was es für dich noch schwieriger machen wird. Ich finde, das also das ist eine super interessante und wichtige Debatte Aber ich finde es fast schon unauflösbar.

19:34 Gavin Karlmeier

Wahrscheinlich ist es das, ja. Auf der anderen Seite hat Journalismus immer auch die Aufgabe gehabt. eine unbequeme Position einzunehmen. Also klar, nach diesem Modell willst du die Mitte zwischen zwei Polen sein, aber das ist ja total verkopft, wenn du es einfach auf sachliche runterbrichst und sagst wir haben ja einen Sachverhalt und es gibt eine Rechtsprechung und da gibt es einen massiven Konflikt zwischen, dann muss man das doch so benennen können. Und ich glaube, dass man, dass eben, dass eben in den USA gerade sehr viele Medien Entweder zuvorsichtig werden oder sich zu sehr auf das Handwerk berufen und dabei solche offensichtlichen Dinge halt übersehen.

20:13 Dennis Horn

Das Benennen wird nur zu was führen und vielleicht ist das aber auch, wenn es zu wenn man das so sagt, ne, also Wir als Journalisten, die wir beide sind zum Beispiel, führen ja diese Diskussionen auch immer mit so einem Blick, also für uns ist natürlich der Betrieb, in dem wir arbeiten oder die Branche. Sehr groß. Aber Medien allein können das, was dort passiert, nicht aufhalten, sondern das ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, vor der wir da stehen. Und vielleicht ist auch das der Punkt. Du musst es als Medium benennen. Und wenn das nichts hilft, so wenn sozusagen Dann Donald Trump noch erfolgreicher wird, weil du sagst Faschismus, ne? Und Donald Trump sagt, ja, lügen sie weiter oder irgendwie so, dann ist das eine gesellschaftliche Entscheidung. Dass es mit dir zu Ende geht und du hast trotzdem als Medium deinen Job getan. So, ne? Ja, wenn man mal so das mögliche Ende einer In Anführungszeichen, einer solchen Entwicklung irgendwie skizziert. Aber es ist super schwer. Keine kompletten Antworten darauf. Nein.

21:27 Gavin Karlmeier

Spannender Text und The Word, wir packen ihn in die Shownotes.

21:29 Dennis Horn

So. Die FTC hat übrigens über 300 Blogbeiträge entfernt. Die während der Amtszeit der bisherigen ehemaligen Vorsitzenden Lena Kahn veröffentlicht wurden, das schreibt das Wired Magazine. Und da sind auch Beiträge drunter, die zum Beispiel Amazon oder Microsoft kritisieren wegen deren Umgang mit Kundendaten. Auch nochmal interessant mit Blick auf die Rolle. die diese Unternehmen jetzt einnehmen und versuchen sich da irgendwie über diese neuen Zustände hinweg zu retten.

22:01 Gavin Karlmeier

Ja, und ein ganz guter Ausblick darauf, welche Rolle die FTC einnehmen könnte in Hinsicht der Regulierung in Zukunft, also Kurz gesagt, keine. So.

22:10 Dennis Horn

Übrigens, Donald Trump hat eingeräumt, dass Elon Musk durch seine wirtschaftlichen Aktivitäten möglicherweise Interessenkonflikte hat. Was? Hat ihm das Grog verraten oder wie kommt er drauf? Also er habe Geschäftsinteressen in China. Und könnte beeinflussbar sein. Also, das wird auf China gedreht, ist ganz interessant, weil ich glaube, im Inland findet man auch genug, was da eine Rolle spielen könnte. Aber da ging es wohl Um dieses Treffen im Pentagon, an dem Elon Musk teilgenommen hat und dem von dem nach seien da Pläne für einen möglichen Krieg gegen China Thema gewesen. Das weist Donald Trump zurück. Da habe es nur Oder sei es nur um Kosteneinsparungen gegangen. Hashtag Dosch. So.

22:59 Gavin Karlmeier

Wenn der Faschismus wiederkommt, wird er nicht sagen, ich bin der Faschismus. Er wird sagen, komm, wir sparen ein bisschen Kosten ein.

23:04 Dennis Horn

So. In Kanada wirft eine Automesse Tesla raus. Die Vancouver International Auto Show ist gestartet am 20. März, also hat Tesla rausgeworfen. Ähm, kurzfristig. Und die Veranstalter sagen, unsere primäre Sorge gilt der Sicherheit von Besuchern, Ausstellern, Mitarbeitern. Diese Entscheidung stellt sicher, dass alle Besucher sich ausschließlich darauf fokussieren können, die positiven Elemente der Veranstaltung zu genießen. Also Sicherheitsbedenken, Sicherheitsrisiko im Grunde, das die Veranstalter da sehen. Ich musste an die, es ist eine neue Rubrik im ZDF-Magazin Royal. Tesla-Witze. Ich weiß nicht, ob du es gesehen habt. Was ist ein Tesla ein Kreuzberg? Ich weiß nicht. Ein Verbrenner. So, und das, äh, die, äh, die. Dieser Witz fasst im Grunde die Sorge vor dem Sicherheitsrisiko, das man da sieht, zusammen. Und jetzt gibt es in Kanada mittlerweile eine Petition, die die Aberkennung der Staatsbürgerschaft von Elon Musk fordert, nachdem er. . im Februar in einem seiner Postings Kanada als keinen echten Start bezeichnet hat. Das sorgte alles für breite Empörungen. Die Kanadierinnen und Kanadier sind sauer. Und das mag der Hintergrund für diese Entscheidungen bei der Vancouver International Auto Show auch gewesen sein.

24:30 Gavin Karlmeier

Ja, oder es liegt einfach daran, dass Tesla einfach keine sicheren Autos herstellt.

24:38 Dennis Horn

Auch das ist vielleicht ein Sicherheitsrisiko. Naja, so. Übrigens, es gibt Kritik an den Veröffentlichungspraktiken von Tesla. Aus der Forschung, weil man nicht wirklich überprüfen könne, wie sicher das Fahrassistenzsystem ist. Forscherinnen und Forscher sagen, die Zahlen sind irreführend schwer nachvollziehbar und sie würden nachträglich auch immer nochmal angepasst, sodass eine unabhängige Bewertung kaum möglich ist. Da gibt es einen Forscher, Noah Goodall heißt der. Der hat eine neue Unstimmigkeit jetzt auch entdeckt, die nahelegt, dass Tesla möglicherweise versucht, in seinen Zahlen die Unfallrate zu für Fahrten ohne Tesla Autopilot künstlich zu erhöhen. Das ist so geil, ne? So. Und statt jetzt irgendwie Daten, die so ein bisschen fragwürdig sind, zu korrigieren sagt Noah Goodall, wird die Berechnungsmethode verändert und weiter intransparent gemacht. Also da gibt es einen Mangel an unabhängiger Überprüfung und das bleibt ein Problem. Also stell dir mal vor, du.

25:42 Gavin Karlmeier

Ich überlege gerade einen Vergleich zu finden, der funktioniert. Stell dir mal vor, immer wenn du in der Schule, in der Klassenarbeit schummelst. Ähm schreibst du eine verhältnismäßig, trotzdem eine verhältnismäßig schlechte Note und wunderst dich darüber. Also fängst du an, in den Klassenarbeiten, in denen du nicht schummelst, noch dümmere Antworten zu geben, damit deine Klassenarbeiten, in denen du geschummelt hast, besser dagegen dastehen. Weil du dann im Verhältnis noch schlechter abgeschnitten hast. Ungefähr so funktioniert das. Wahnsinnig naheliegend davon.

26:15 Dennis Horn

Oder du nimmst einen Lehrer, der seinen Schüler halt absolut nicht mag und ihm eine Aufgabe stellt, und dann nachträglich irgendwie die das Benotungssystem ändert.

26:24 Gavin Karlmeier

Es ist eine Mischung aus beidem. Und das zeigt, wie absurd, also dass man nicht mal so einen guten Vergleich aus dem echten Leben findet. Wenn ihr einen kennt, schreibt ihn bitte in die Spotify-Kommentare. Oder YouTube oder Blue Sky oder wo auch immer. Vielleicht fällt euch ja ein besserer Fall. In Discord. Oder in Discord. Kommt alle in den hakenden Discord. Da war am Wochenende so viel los. Also ich habe ja hier diese Folge für heute vorbereitet, diese ganzen Themen gesammelt und da habe ich festgestellt, es ist so viel passiert. Was aber auch daran liegt, dass im Hagner Discord inzwischen so viele Leute sind, die so viel Ahnung haben, dass. Also wie gesagt, Zöllner schreiben wir dort. . Kommt da alle in hakendern. org, kostet nichts, 1600 Leute sind da und man kriegt alles sofort mit. Zum Beispiel Dinge, die in der Türkei passiert sind, über die wir gleich wahrscheinlich auch noch sprechen.

27:08 Dennis Horn

Es übersteigt unsere Ahnung einfach bei Weitem. So. Was haben wir hier noch? Meta. Ah ja. Wir haben auch noch ganz viel Ex da oben. Haben wir auch noch Ex? Ja, ganz viel. Ich muss mich da durchkämpfen. Warte mal. Ja, es tut mir leid, Dennis. Also bevor wir hier zu. Zu Meta kommen sollten wir noch zu X kommen. Also, warte mal. Ich meine hier nichts. Ihr hört Hasen dran. Ihr hört live die Redaktionskonferenz. Ach, guck mal hier. Nee, ich habe nichts zu Ex. Was hast du noch zu Ex?

27:47 Gavin Karlmeier

Was fehlt dir noch? Zum Beispiel, die SEC, das ist die Handelskommission, die Börsenaufsichtsbehörde in den USA, die hat jetzt Elon Musk zum Ich weiß es nicht, wir berichten darüber seit Monaten.

28:01 Dennis Horn

Entschuldigung, ich muss gerade lachen, ich hab dir eben gesagt, die Folge ist gar nicht so lang. Liegt aber auch nur daran, dass ich die Hälfte der Themen übersehen habe. Ja, machen wir, dann tauschen wir jetzt die Rollen.

28:11 Gavin Karlmeier

Also Elon Musk hat Twitter gekauft, wie wir uns erinnern. Und als er die ersten 5% von Twitter gekauft hat damals, hat er elf Tage zu spät gemeldet, dass er das getan hat. Die These war, dass er das deswegen getan hat, um nicht damit den Kurs einsteigen zu lassen, um weitere Anteile zu kaufen. Er hätte diese Meldung gedacht. Hat er nicht gemacht, deswegen versucht die SEC ihn seit einem Jahr oder so. immer wieder vorzuladen. Elon Musk erscheint einfach nicht. Als Folge aus dieser ganzen aus diesem ganzen Desaster hat die SEC Elon Musk ein weiteres Mal eingeladen jetzt. Und zwar für den was haben wir hier? 14. März gibt es eine weitere Vor, äh, ne, da gab es die Vorladung, wo die Vorladung einem Wachtmann, einem Wachmann am Hauptsitz von SpaceX übergeben. Hier, lieber Wachmann, geben Sie das bitte dem Herrn Musk. Und am 4. April muss Elon Musk darauf reagieren. Das ist die abermalige Vorladung.

29:09 Dennis Horn

Und ich meine, die Masche einfach so lange nicht zu erscheinen und es hinzuziehen, bis sich die Rahmenbedingungen so ändert, dass es eh alles egal ist, weil der Rechtsstaat unterhöhlt ist. Hat ja dann am Ende irgendwie funktioniert. Und also mich macht das so eine Mischung aus ratlos und wütend, sowas, weil es einfach funktioniert. Und zeigt, wie nachgiebig irgendwie am Ende dieses Rechtssystem auch ist, so ein demokratisches. Aus dem heraus jetzt irgendwie noch diese. Von Prozessterminen und so entstanden sind. Ich gucke dann immer so auf Europa und auf das Vorgehen auch gegen diese Plattformen und wie lang sich das alles hinzieht und wie zahnlos dieser Tiger am Ende irgendwie ist. ist und ist furchtbar.

30:01 Gavin Karlmeier

Ja, das ist so. Also es ist einfach dieses Aussitzen, nur dass es hier halt nicht so ist, man zahlt einfach so lange keine Miete, bis man einen Vergleich erzählen kann. sondern man hat gleichzeitig noch in der Hand, dass dem Vermieter irgendwann die rechtliche Handhabe entnommen wird. Und so passiert das jetzt gerade. Es wird so lange gewartet, bis die SEC einfach so vollkommen blutleer und menschenleer ist, dass einfach niemand mehr verfolgt, was da eigentlich passiert ist. Naja, ich habe es ja in der letzten Folge schon gesagt, zum Beispiel dieser Bilanzbetrug, der da jetzt gerade Tesla vorgeworfen wird, in anderen Ländern, in anderen Systemen müsste der CEO dafür ins Gefängnis. Das werden wir hier nicht erleben. Egal wie wir es finden. Naja, nächstes Thema, es gibt die Section 230 oder 230. Das ist ein Teil des Communication Decency Actes, eines Gesetzes in den USA. Ich will dich damit jetzt nicht langweilen, aber kurz gesagt, dieser Gesetzesabschnitt. gibt eine gewisse Immunität den Anbietern von digitalen Dienstleistungen.

31:00 Dennis Horn

Genau, das ist im Grunde das Plattformprivileg.

31:02 Gavin Karlmeier

Exakt. Also Mark Zuckerberg muss nicht ins Gefängnis, wenn auf seiner Plattform jemand den

31:06 Dennis Horn

Eine Straft begeht. Genau, man muss erst was dagegen tun, wenn man darauf hingewiesen wird und sozusagen in die Lage versetzt wird, was dagegen zu tun. So, jetzt gibt es fünf demokratische Senatoren.

31:18 Gavin Karlmeier

Die versuchen, also sie haben sich zusammengetan mit einigen Verbündeten von Trump, um diese Section aufzuheben, um damit, wie sie sagen. Big Tech an den Tisch zu zwingen, um etwas Besseres auszuhandeln. Was aber vorgeworfen wird, ist, dass die Demokraten, die hier diesen Vorschlag gemacht haben und damit so ein Bipartisan-Gesetz, also ein Gesetz, das von beiden Parteien durchgewunken wird, Was sie dort versuchen ist, oder was Ihnen vorgeworfen wird, ist, dass sie selber dieses Gesetz nicht verstanden hätten. Also es wäre hier immer wieder argumentiert damit, dass Section 230 es den Plattformen erlaube, illegale Inhalte wie die sexuelle Ausbeutung von Minderjährigen ungehindert zu hosten, aber es gibt andere Gesetze und Mechanismen, die genau sowas verhindern und verbieten. Aber ohne Section 230 könnten kleinere Plattformen überhaupt nicht mehr die rechtlichen Risiken eingehen, die damit einhergehen würden, diese Plattformen zu betreiben, für den Google oder Meta ohne Probleme einfach diese Dinger wegstecken könnten oder im Zweifel sogar eben zahlen könnten. So, und es könnte sogar passieren, dass Einzelpersonen, die Inhalte im Netz hosten, dafür im Zweifel haftbar gemacht werden, die jetzt gerade das eben nicht würden. Bedeutet, sollte Section 230 abgeschafft werden, würde man nicht mehr freie Meinungsäußerung erlauben, sondern im Zweifel sogar Freie Meinungsäußerungen einschränken. So, und das scheinen sowohl die Demokraten als auch die Trump-Leute nicht so richtig zu verstehen und gehen deswegen jetzt gerade mit diesem Gesetzentwurf voran.

32:45 Dennis Horn

Ich meine, das ist ja, das ist ja auch diskutiert worden in Deutschland mit Blick aufs Netzwerkdurchsetzungsgesetz. Überall, wo man sozusagen dieses Plattformenprivileg runterschraubt, dreht das auch in einer gewissen Art und Weise an der Meinungsfreiheit. Also da reden wir über diese ganzen. False Positives, die dann irgendwie gesperrt werden mit Blick oder wurden zum Beispiel mit Blick aufs Netzwerkdurchsetzungsgesetz, das ist problematisch. So und gleichzeitig fand ich deine Formulierung gerade sehr wichtig, ne, also die großen Plattformen sind davon nicht so betroffen. Aber nicht etwa, weil sie dem vollumfänglich nachkommen können mit dem großen Geld, sondern weil sie irgendwie die Möglichkeit haben. skaliert KI einzusetzen und einigermaßen große Teams, aber den Rest einfach mit Anwälten abzuwehren. Weil wir ja schon gelernt haben, wenn man das wirklich durchsetzen möchte, am Ende Hilft es nur, Menschen dorthin zu setzen und zwar in wesentlich größerem Maße, als das bisher überhaupt der Fall war.

33:54 Gavin Karlmeier

Naja, und du kannst auch überlegen, wer da Interesse dran hätte, denn wenn du dir überlegst, dass du einen Elon Musk direkt neben Donald Trump sitzen hast, einer dieser Vertrauten von Trump. der eine der größten Plattformen eben betreibt, gleichzeitig aber durchaus Konkurrenz in kleinen Plattformen sehen könnte, die damit relativ schnell handlungsunfähig gemacht werden könnten, gibt es da auch ein gewisses Interesse, dieses Privileg abzuschaffen oder diesen diesen Abschnitt in. Gesetz. Naja, aber was die Beweggründe der demokratischen Senatoren sind, das voranzutreiben können, wissen wir natürlich nicht.

34:29 Dennis Horn

Ja, vielleicht auf so eine Verzweiflungstat. Auch sozusagen In den Rahmenbedingungen, in denen wir da jetzt unterwegs sind, ja. Ja, apropos Rahmenbedingungen.

34:43 Gavin Karlmeier

Apple, Meta, Google, Amazon und X, diese fünf Big Player, haben gemeinsam eine formelle Beschwerde eingereicht, in der sie die Trump-Regierung auffordern. Die australischen Mediengesetze ins Visier zu nehmen. Also wir wissen, in Australien gibt es eine ziemliche ein Gesetz, also abgesehen von den Einschränkungen für Jugendliche, über die wir hier auch schon gesprochen haben, gibt es dort aber auch ein Gesetz, das dem Sehr ähnlich ist, über das wir hier schon ganz oft diskutiert haben, nämlich dem Leistungsschutzrecht. Ein Gesetz, das digitale Plattformen dazu verpflichten kann, Beträge an Nachrichtenverleger zum Beispiel abzuführen. Über Sinn und Unsinn haben allein wir beide uns schon, glaube ich, 26 Mal in diesem Podcast unterhalten, weil so ein ähnliches Gesetz auch in Kanada eingeführt wurde, in Frankreich ähnliche Diskussionen geführt wurden und so weiter und so weiter. Auf jeden Fall. Gibt es dieses Gesetz in Australien nun und soll eben Abgaben an Nachrichtenverleger von diesen Plattformen fordern? Es gibt die Formulierung des handelspolitischen Leiters der USA, der sagt, dass. Die australische Gewinnabschöpfung und Umverteilung von Einnahmen der US-Digitalanbieter US-Firmen jährlich 140 Millionen US-Dollar gekostet haben soll. Und darin sieht sehen die Menschen, die diesen Brief geschrieben haben, aber eben auch Amir Nassar, eine, wie ist die Formulierung, diskriminierende Besteuerung. Das ist die Formulierung Aber was steckt da eigentlich hinter? Dass man hier versucht, mit einem Schreiben an den Präsidenten mal ein Gesetz in einem anderen Land aushebeln zu lassen.

36:16 Dennis Horn

Naja, also. . Es steckt dahinter die Vermutung, dass es jetzt möglich ist. Genau.

36:22 Gavin Karlmeier

Und das ist die Blaupause für die EU.

36:25 Dennis Horn

Also ich sehe jetzt die ganzen Firmenchefs bei der Vereidigungsfeier von Donald Trump stehen und es gab einen Grund dafür.

36:32 Gavin Karlmeier

Na klar, na klar. Und ich empfinde das als Blaupause für die Attacke auf die Gesetze in der EU, weil wenn das in Australien, im verhältnismäßig kleinen Markt, funktioniert, dann wird das auch bei einem großen europäischen Markt funktionieren. Wäre so meine Lesart. Ganz einfach so. Ja. Dann ist hier dieses Thema, ich habe es eben schon mal gesagt. Also Musk sperrt die Konten der Opposition in der Türkei Wir haben mitbekommen, was dort passiert ist. Erdogan hat den Oberbürgermeister, den mittlerweile ehemaligen Oberbürgermeister von Istanbul verhaften lassen. Was darauf folgte, waren einige Unruhen, Demonstrationen von Oppositionellen, die das als Einschränkung der Naja, der Meinungsfreiheit ehrlicherweise auch schon empfunden haben. Und daraufhin hat Ex offenbar 326 Konten gesperrt, die zu Oppositionellen in der Türkei gehören.

37:28 Dennis Horn

Und vermutlich auf Anweisungen von Behörden.

37:31 Gavin Karlmeier

Mit ziemlich großer Sicherheit, ja. Zwischenzeitlich hatte die Türkei den Zugang zu Medienplattformen wie X, YouTube, Instagram und TikTok sogar komplett eingeschränkt. Ex ist wieder erreichbar, nachdem offenbar die Oppositionellen eben nicht mehr. dort auffindbar sind.

37:45 Dennis Horn

Naja, ich erinnere mich an Elon Musks Argumentation, wir richten uns in jedem Land nach Recht und Gesetz. Klar, scheint das da genau das zu sein.

38:00 Gavin Karlmeier

In der Türkei, in Australien jetzt halt nicht, da findet man es falsch. Da gibt es einen Präsidenten, aber in der Türkei.

38:04 Dennis Horn

Deswegen ist es so interessant, bei dieser Argumentation solche zwei Fälle mal genauso nebeneinander zu stellen. Exakt.

38:09 Gavin Karlmeier

Ich kann sogar noch einen daneben legen. Hex hat die indische Regierung wegen Zensur verklagt, weil es in Indien ein sogenanntes Zensurportal gibt, das Regierungsstellen ermöglicht, Sperrverfügungen zu erlassen und damit Plattformen aufzufordern, Konten von NutzerInnen zu sperren. Dass in Indien jetzt eine große Einschränkung der Meinungsfreiheit tatsächlich herrscht, haben schon viele andere festgestellt, zum Beispiel AccessNow, eine Gruppe für digitale Rechte. Aber dieser Konflikt zwischen Twitter und Indien, über den haben wir ja auch schon mal gesprochen, denn in dem alten Management von Twitter. Gab es extra Menschen, die beruflich, über, wir haben ja damals in einer Episode relativ umfangreich darüber gesprochen, ein Mitarbeiter nach Indien gereist ist, um dort versucht hat, mit diplomatischen Methoden eine . eine Lösung herbeizuführen. Unter Musk hat X jetzt erneut Klage gegen die indische Regierung eingereicht. Ich lege das bewusst neben die Geschichte der Türkei, weil das hier eine. ein Sachverhalt ist, bei dem beide Male eine Regierung versucht, Content sperren zu lassen. Zum einen, im einen Fall allerdings, geht es hier um die Türkei und eine Sache, die Elon Musk offenbar gut verstehen kann. Im Fall von Indien ist es in den Augen von Elon Musk offenbar Willkür. Tja.

39:25 Dennis Horn

Ja, wir sagen, spricht für sich.

39:28 Gavin Karlmeier

Ja. So. Ja. Ja, so ist es wohl. So, und dann gibt es noch eine XAI-Geschichte. Auch aus Indien, nicht wahr? Nee, das ist schon eine andere, die hätte ich jetzt übersprungen, aber dann kann ich sie natürlich auch erzählen. In Indien ist XAI-Garde der absolute Hit. Die Leute haben Grog für sich entdeckt und machen damit aber auch, ähm lösen damit aber auch Unmut in der Regierung aus, weil Grog eben dadurch, dass er gebaut ist, wie er, oder dass dieser Bot so gebaut ist, wie er gebaut ist, eben ähm auch durchaus eine harte Sprache nutzt. Also teilweise hat er angefangen Beleidigungen in Hindi zu äußern, in allen möglichen Fallen, was Elon Musk eben so witzig findet. Aber auch der Twitter-Account der Polizei von Delhi hat schon mit Grog irgendwie rumgeschertet und gefragt, hey, hat Grog schon mal einen Strafzettel bekommen? Nee, hat er nicht. So, und das ging jetzt aber so weit, dass Grog offenbar diese Einschränkung der freien Meinungsäußerung in Indien offenbar in Teilen umgeht, dass Leute also von Grog Antworten bekommen. die sie in Indien anderweitig nicht bekommen können. Und deswegen gilt Grog jetzt dort als neuer Rebell und ist wahnsinnig gehypt in Indien. Was ich eine wahnsinnig interessante Geschichte finde, wenn du sie in Kontrast zu der eben erwähnten Geschichte stellst, dass eben die indische Regierung sich gerade mit Ex anlegt und umgekehrt

40:43 Dennis Horn

Ja, es ist total interessant. Also man kann nicht an allen Fronten da irgendwie offenbar einen Blick drauf werfen, was bei X passiert. Es ist super interessant.

40:51 Gavin Karlmeier

Ja, das ist so. Das indische IT-Ministerium hat bereits Kontakt mit EXE aufgenommen, weil die unangemessene Sprache und die kontroversen Antworten von Grog wohl Anlass zur Sorge geben würden.

41:03 Dennis Horn

Wie auch immer man das in den Griff bekommen möchte, weil Grog ja zum Teil Antworten sogar gibt, die Elon Musk nicht so gefallen dürften.

41:10 Gavin Karlmeier

Ja, frag doch mal, was ist eigentlich die Top-Quelle für Desinformation? XAI, also dass Strom eine der größten Herausforderungen im KI-Zeitalter sein wird, ist keine News. DAI aber darauf eine ganz, ich sag mal Wie formuliere ich das so? Eine eigene Antwort gefunden hat. Dankeschön. Eine eigene Antwort gefunden hat, ist besonders interessant. Und zwar betreibt XAI offenbar vor den eigenen Türen. Notstromgeneratoren. Und zwar, wie heißen die? Ich habe es mir irgendwo aufgeschrieben. Ich weiß auch nicht. Notstromaggregatoren auf jeden Fall. Achso, mobile Erdgasturbinen. Ja. Die werden aufgestellt, sind eigentlich so wirklich Notstromgeräte, die genutzt werden im Fall von irgendwelchen Naturereignissen, Hurricanes, Erdbeben. In dem Moment stellst du die auf, um kurzfristig die Notstromversorgung wiederherzustellen und zum Beispiel ein Krankenhaus wieder betreiben zu können. XAI kriegt offenbar nicht genug Strom dort, wo sie sitzen. Deswegen müssen sie jetzt eigene Erdgasturbisturbinen betreiben, die aber einen extrem. energie ineffizient sind und extrem viele Schadstoffe wie Lachgase und Formaldehyd ausstoßen. Ist ein extrem schmutziger Ansatz, sagt Daniel Cohen, das ist der Professor für Bau- und Umwelttechnik an der Rice University und sagt, es ist viel, viel teurer an. einen eigenen Gasgenerator zu betreiben, als Strom aus dem eigenen Netz zu beziehen. Und tatsächlich ist XAI damit noch nicht ganz am Ende Zum einen lösen sie damit das Problem, dass sie in Memphis, Tennessee gerade ihr Rechenzentrum sonst nicht betreiben könnten, weil es nicht genug Strom gibt über das Netz. Zum anderen planen sie aber gerade den Bau eines zweiten Und dort hat die Ex-Schwestergesellschaft CTC Property schon einen Antrag auf weitere 15 mobile Gasturbinen gestellt, um eben auch dort weiter Strom generieren zu können. Diese würden knapp 10 Tonnen vormaldehüt pro Jahr ausstoßen, der Grenzwert sind 10 Tonnen im Jahr, ab dann giltst du Für die EPA, für die Umweltbehörde in den USA als Hauptverschmutzungsquelle, solange es die EPA noch gibt, könnte es also zum Problem werden. XAI, weil sie dann als Hauptverschmutzungsquelle für die Umwelt gelten. Das ist gleichzeitig der Typ, der mal Elektroautos in den Start gebracht hat, weil er eine. Umweltbewusste Lösung für die Mobilität haben wolltest. .

43:26 Dennis Horn

Das ist wie wenn du wenn du irgendwie im Urlaub bist in so einem Vier-Sterne-Ressort oder so, bis auf Kreta und wunderschön und du sitzt am Meer und blickst aufs Meer und so weiter und dann gehst du mal hinters Gebäude. Und dann siehst du da den ganzen Müll, der produziert wird durch die Essensreste und die Unterkünfte der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die eigentlich nur Zelte sind oder irgendwie so. Ja, das ist wie so ein schöner Blick hinter die Kulissen, wo es wirklich dreckig wird. Ja, so ist das Tja, wobei hier noch nicht mal das Produkt geil ist.

44:02 Gavin Karlmeier

Ich habe noch eine letzte Ex-Geschichte und ein neues von der Everything App, Dennis. Uh, endlich! Und zwar Ex-Money könnte bald starten. Und zwar gibt es zum einen Hinweise darauf.

44:14 Dennis Horn

Das haben wir jetzt nicht in Folge 4 schon gesagt.

44:17 Gavin Karlmeier

Naja, aber es gibt jetzt erste Screenshots. Also, Kriterien, die du erfüllen musst, damit du X-Money benutzen konntest. Willst du hören? Sag mal, du musst 18 Jahre alt sein. Ja, ist okay. Check. Du musst dein Geburtsdatum in deinem Twitter, in deinem Ex-Profil haben. Du musst Resident der United States of America sein. Okay. Du brauchst eine Zwei-Faktor-Authentifizierung. Du brauchst eine verifizierte Handynummer in den USA. Du brauchst einen X-Account in Good Standing. Was immer das heißt.

44:45 Dennis Horn

Ein Ex-Account in good standing. Das heißt, der muss irgendwie von uns gut bewertet werden, heißt das das?

44:52 Gavin Karlmeier

Was wir negative Masken geäußert haben. Und letzter Punkt auf diesem Screenshot, das ist your account is allowed.

45:00 Dennis Horn

Also es gibt nochmal einen Unterschied zwischen In Good Standing und Allowed.

45:06 Gavin Karlmeier

Ja, also das aber Geld auf dein Ex-Konto einzahlst, wird Ex dir dafür sogar Zinsen zahlen. Aber, ja, okay. Ja.

45:16 Dennis Horn

Ja. Freu mich. Warum habe ich so ein Schneeballgefühl? Warum ist das so? Bei den Zinsen? Ich möchte nicht darüber sprechen. Okay. So, dann jetzt zum Meta. Kann ich jetzt weitermachen. Jetzt kannst du weitermachen. War mal schön, ne? Wirklich. Also, Meta bereitet sich auf eine FTC-Anhörung vor. Kommen wir zurück zur FTC, Mitte April. Da ist eine große Zahl von Führungskräften eingeladen als Zeugen. Und wenn Meta da irgendwie schlecht aussieht, sagen wir mal so, könnte es dazu gezwungen werden, eine oder vielleicht beide Seiner beliebtesten Apps und eigentlich wichtigsten Zukäufe wieder zu verkaufen, nämlich Instagram und WhatsApp. Es wird wahrscheinlich Monate oder Jahre dauern, bis das feststeht, ob es soweit kommt, sagen Beobachter, und ich sage jetzt Es ist einfach völlig egal, weil wir aus allem vorherigen in dieser Episode mittlerweile wissen, was das überhaupt noch bedeutet für diese Unternehmen. da irgendwie verklagt zu werden.

46:20 Gavin Karlmeier

Bis zum 14. 04. wird es die FGC einfach nicht mehr geben. So ist das. Oh, ich muss aufpassen mit solchen Sätzen, weil dann wird das jetzt wirklich eintreten. Und dann habe ich wieder scheiße orakelt. Na gut, Orakel von Selfie.

46:32 Dennis Horn

Apropos Orakel. Oh, Dennis. Wow. Tut mir leid. Hochrangige Mitarbeiter aus dem US-Kongress. Haben sich in der vergangenen Woche mit Oracle getroffen, um über TikTok zu sprechen. Da gibt es Erwartungen An Oracle, zum Beispiel die Zusicherung, dass jeder Deal, der da geschlossen wird für eine TikTok-Übernahme, also dieses US-Geschäfts von TikTok gesetzeskonform sei, was auch immer gesetzeskonform in den USA noch heißt. Ähm, da geht es um den Schutz vor allem der Nutzerdaten vor einem Zugriff aus China und der Sorge, dass sich bei Dance da irgendwie noch einen Deal sichern könnte, doch noch seinen Einfluss aufrechtzuerhalten.

47:17 Gavin Karlmeier

Für die, die das bisher nicht mitbekommen haben. Wir haben das irgendwann neulich berichtet. Haken wir dran. Das ist gut, ne? Haken wir dran. Dass Oracle offenbar im Moment so der Player ist, der die höchsten Chancen hat, den Deal mit TikTok abzuschließen. Allerdings mit der Einschränkung, dass Oracle nicht wirklich TikTok kauft, sondern nur sozusagen eine Garantie abgibt, dass man sicher auf auf die Daten aufpasst, die TikTok in den USA verarbeitet, weil Oracle eben auch schon in der Vergangenheit die Rechenzentren und damit die Daten eben verwaltet hat, über die TikTok lief.

47:51 Dennis Horn

Also es soll nun eine kleinere Beteiligung sein für Oracle, ansonsten eben die Datensicherung. Byte Dance übrigens will einen Anteil eben behalten. Und vielleicht andere Investitionen in den USA verkaufen, um irgendwie in diesem Gesamtkonstrukt der Regeln noch gerade dazustehen und eben vollständiges Verbot zu vermeiden. Und das ist auch der Grund, warum diese Sorge dass da doch weiter Einfluss aus China ausgeübt wird, so groß ist.

48:23 Gavin Karlmeier

Ja, ist also das wird immer mehr, wir haben das eigentlich von vornherein prognostiziert, aber das wird immer mehr zu einer Lachnummer. Also es gab dieses Gesetz, weil es ein Sicherheitsrisiko festgestellt wurde. Menschen in den USA haben gesagt, diese App, ob das jetzt stimmt oder nicht. Stellen wir mal dahin, aber es wurde gesagt, wir sehen ein Sicherheitsrisiko in dieser App, dass unsere Daten in China bearbeitet werden. Also wollen wir diese App verbieten, es sei denn ein amerikanisches Unternehmen kauft es. Jetzt werden aber diese Kaufvorschläge so. kleingebacken, das ist eigentlich nur noch gesagt, mit neu gibt es ein paar Investoren. . . Darunter soll übrigens auch KKR sein, die übrigens auch Anteile am Springer Verlag halten. Kleiner Funfact, dass also mehrere Investoren jetzt irgendwie so ein kleines Unternehmen aufbauen. Dazu gehört eben auch Oracle. Oracle gibt so eine Sicherheit und sagt, ja, ich kümmere mich um die Dorten, die anderen geben so auch ein paar Mark und ByDance ist am Ende immer noch der Hauptbesitzer dieses Unternehmens. Das kann nicht. Kann nicht im Sinne der Erfindung dieses Gesetzes sein. Ob man dieses Gesetz richtig findet oder nicht, ich will nur sagen, man nimmt dieses Gesetz hier einfach gar nicht ernst, wie so viele andere Gesetze. Haken bleibt dran. Haken bleibt dran. Und wenn ich da noch direkt dranhängen darf, Perplexity AI ist ja einer der Player. Die TikTok kaufen wollten auch, die hätten relativ früh auch gesagt, wir haben auch Interesse, das zu kaufen, haben ganz viele Leute auch gesagt, ja, von welchem Geld denn eigentlich Perplexity AI, weil diese 100 Milliarden hätten Das ist Perplexity AI, aber egal, weil Sie haben jetzt auf Ihrer Website einen eigenen Plan vorgestellt, wie Sie sich einen eigenen TikTok-Betrieb verstanden haben. vorstellen. Und diese Website sieht aus, als hätten sie das Ding schon gekauft, ehrlicherweise. Es hat so eine wahnsinnig utopische, große Ansicht und so. Und sie sagen, ein transparenter Algorithmus made in America. Wir schlagen vor, TikToks Empfehlungssystem von Grund auf neu zu entwickeln, um transparent zu gewährleisten. Wo man dazu sagen muss, ist nicht der Algorithmus das, was TikTok so wertvoll macht? Naja. Der aktuelle Algorithmus ist eine Blackbox, die potenziell für Manipulation anfällig ist. Das neue System würde in den USA entwickelt und von dort überwacht, um Datenschutzstandards einzuhalten. Die For You-Empfehlungen sollen Open Source werden und Manipulation verhindern. Unsere fortschrittliche KI-Infrastruktur könnte TikToks Empfehlungssystem um das Hundertfache skalieren und deutlich schneller machen. Vertrauen soll durch Zitierungen und Community-Nodes gestärkt werden. Ziel ist es, verlässliche Informationen direkt in den TikTok-Feed zu integrieren. Außerdem verspricht Perplexity die beste Suchfunktion der Welt, weil sie TikTok-Suchfunktion mit einer KI-gestützten Antwortmaschine kombinieren wollen. So funktioniert Perplexity ja auch. indem sie ergänzende Quellen direkt dort angeben, auch TikTok Videos könnten eine Quelle von Perplexity werden, also Sie wollen das direkt miteinander verzahnen Und sagen, sie wollen TikTok zu einer Plattform machen, die Kreativität und Wissen miteinander verbindet und eine transparente Algorithmusgestaltung anbieten. Ich habe ein paar Fragen, aber du bestimmt auch, fang du gerne mal an. Also wie viel bla bla passt in ein Statement?

51:18 Dennis Horn

Antwort ja. Also entschuldige, ich habe keine Fragen, ich habe nur Meinung. Sorry. Also erstmal aus europäischer Sicht, ja, ein Unternehmen, ein KI-Unternehmen. Das sagt, wir wollen Systeme in den USA entwickeln, neuen Algorithmus und von den USA aus überwachen, um Datenschutzstandards einzuhalten. Da kann ich nur laut Out Auflachen. Da habe ich so gedacht, Algorithmus, also die Perplexity AI bezeichnet auch einen aktuellen Algorithmus von TikTok als Blackbox, der für Manipulation anfällig sei. Ja, also für Manipulation aus China, ja. Dann machen wir doch eine neue Blackbox in den USA, um für Manipulationen aus den USA anfällig zu sein. Oder wir machen es Open Source, um für Manipulation durch jeden anfällig zu sein. Also Entschuldigung. Also

52:08 Gavin Karlmeier

Ich habe mich vor allem gefragt, wen will man damit überzeugen? Weil Datenschutzstandards sind nun wirklich nicht das Ding der Stunde in den USA gerade. Das ist nicht das, womit du gerade Donald Trump überzeugst, dir den Zuschlag zu geben. der ja mitreden möchte offensichtlich. Dann hat Perplexity, wie gesagt, das Geld nicht, um es zu kaufen. Und es gibt eben auch keinen Niemand hat diese Idee hier beauftragt. Also es ist so, wir schreiben mal einen Text und wollen damit einfach in die Medien kommen. Ich glaube, das ist das Ziel.

52:33 Dennis Horn

Ja, und es ist ja so wie so gefühlt jeder Better Social Media Talking Point, irgendwie einmal so durch einen Ja, wahrscheinlich sogar KI generiert. Hey, Perplexity. Schreib mir mal einen kurzen Text, irgendwie zehn Zeilen, wie Social Media besser ist, damit wir das irgendwie bewerben. Also ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll.

52:53 Gavin Karlmeier

Warte mal, Perplexity. habe ich offen. Schreibe mir einen Text wie ein TikTok-Aussehen für das Perplexit.

53:03 Dennis Horn

Und zwar in Form eines Werbetextes, wenn Perplexity AI selbst das als Forderung veröffentlichen würde. Das muss man sagen, oder? Ja, schreibe ich.

53:13 Gavin Karlmeier

Es als Forderung veröffentlichen. So, es wird generiert. Das wäre so schön. Perplexity ist nicht einfach nur eine Suchmaschine, es ist ein persönlicher Recherche-Assistent. Aber es geht ja nicht um TikTok. Sie haben Werbetexte über sich selber geschrieben. Perplexit hat meine Frage nicht verstanden.

53:38 Dennis Horn

Scheint nicht so gut zu sein. Naja. Die Blackbox. Dann kaufe ich lieber TikTok. Apropos kaufen. Alphabet. Kauft für 32 Milliarden US-Dollar WIS. Das ist ein IT-Sicherheitsspezialist und der größte Zukauf der Firmengeschichte. Soll das Cloud-Geschäft stärken. Und hier haben wir eine Grafik, woher kommt die Grafik? Du weißt, woher der Ziel ist?

54:02 Gavin Karlmeier

Von 10KReader. com kommt diese Grafik. Die hat aber jemand, ich sagte gleich, wer sie in den Discord gestellt hat.

54:08 Dennis Horn

Ja, so, und diese Grafik zeigt im Grunde, dass die zehn größten Zukäufe aller Zeiten sich für die Unternehmen, die da gekauft haben.

54:16 Gavin Karlmeier

Coffee Hollig hat das recherchiert. Sorry, Coffee Hollick. Natürlich, Coffee Hollick. Schaffenredakteurin, vielen Dank.

54:23 Dennis Horn

Die zehn größten Zukäufe aller Zeiten, angefangen bei Marvel, das gekauft wurde von Disney, sich deutlich Also mit dem Return irgendwie deutlich wie sagt man denn bezahlt gemacht, würde man, glaube ich, sagen. Das wollte ich sagen.

54:40 Gavin Karlmeier

Ach so. Also, Sie haben schon 4,2 Milliarden gekauft und haben damit schon 13,3 Milliarden verdient. Disney. Und am spannendsten finde ich eigentlich YouTube, dass Google für 1,6 Milliarden gekauft hat und damit inzwischen 160 Milliarden verdient hat. Das ist wirklich krass. Das ist wirklich krass, ne? Also, ich sag dir, wir sollten in so ein Satellitenunternehmen einsteigen, jetzt, Dennis. Also wir müssten ein Satellitenunternehmen kaufen. Ja, dafür fehlt uns das Geld. Vielleicht sollten wir ein Satellitenunternehmen verkaufen und sagen: Ey, wenn Disney mit Marvel Geld verdient hat, verdient ihr mit uns Geld. Das ist das Modell. Gut.

55:16 Dennis Horn

Ja, aber wir haben nach den Investoren ja eben gefragt. Also schreibt uns. So, Telegram, noch zum Schluss. Telegram hat jetzt eine Milliarde NutzerInnen. Und macht einen Herzchen macht nach einigen Jahren auch Gewinn jetzt 547 Millionen US-Dollar. zuletzt und läuft gerade gut für Pavel Duroff auch, der ja in Frankreich war, jetzt eine Zeit lang, nach dieser spektakulären Festnahme dort wegen Der Inhalte auf seiner Plattform und der Verantwortung für diese Inhalte, extremistisch, terroristisch. Dann kam er dort gegen eine Kaution von 5 Millionen Euro frei, aber durfte das Land nicht verlassen, und selbst das darf er jetzt. Für mehrere Wochen nach Dubai, wo das Unternehmen auch sitzt. Mal sehen, ob Frankreich ihn jemals wieder sieht.

56:11 Gavin Karlmeier

Ja, das ist die spannende Frage. Aber wenn er es versprochen hat, dann kommt er doch bestimmt wieder an. Das kann er ja nicht machen.

56:21 Dennis Horn

Natürlich, so viele Leute versprechen heute sich an Recht und Gesetz zu halten. Was soll da schon passieren? Vielleicht sind die USA auch eine gute Heimat für ihn. Jetzt.

56:32 Gavin Karlmeier

Und dann gibt es irgendwann einen Gefangenaustausch mit Edward Snowden. Mal sehen. So, ähm, das war Folge 404, die Folge, in der Dennis die Twitter-Themen nicht gefunden hat. Ja. Es war eine Motto-Folge. Vielen Dank, lieber Dennis. Schön, dass du da warst. Du kommst bald schon wieder, glaube ich. Ich habe mir irgendwo aufgeschrieben demnächst.

56:53 Dennis Horn

Du hast ja irgendwo aufgeschrieben demnächst. Ich kann es dir genau sagen.

56:58 Gavin Karlmeier

Ach, das ist der 9. April. 9. April bist du wieder hier. Dann wünschen wir euch allen eine ganz wundervolle Woche. Und hier geht es weiter am Mittwoch.

57:07 Dennis Horn

Cheerio, tschüss