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Folge 41 · 19. Januar 2023 · 24 Min.

Verstoß gegen das Tweetgeheimnis

mit Dennis Horn

Es wird munkelt, dass Donald Trump zurückkommen könnte. Aber hey, gute Nachrichten: wenn du Twitter via Drittanbieter-Apps nutzt, kann es dir egal sein!

Transkript

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00:01 Intro

Haken dran, das Social Media Update der CT.

00:06 Dennis Horn

Grüß dich, Gevin.

00:07 Gavin Karlmeier

Hallo Dennis.

00:08 Dennis Horn

Heute müssen wir ganz zu Beginn über, also sagen wir mal, das schlagzeilenträchtigste Ding sprechen, was Twitter angeht. Und das ist Donald Trump. Es war lange Zeit ruhig um Donald Trumps auf den großen Social Media Kanälen und jetzt hat er einen Brief geschrieben. An Meta. Das kam in Davos raus. Nick Clegg ist dort gerade, der Vizepräsident von Meta. hält sich dort auf auf dem Weltwirtschaftsforum und ja, da kam dieser Brief bei Meta an, dass Donald Trump doch bitte rasch Wieder aufgenommen werden soll als Nutzer dieser Plattformen

01:01 Gavin Karlmeier

Genau, das ist die Formulierung, die Meta, die Trumps Wahlkampfteam da wählt, ist, wir glauben, dass der Ban von Präsident Trumps Account auf Facebook einen dramatischen Eingriff in den öffentlichen Diskurs stellt und ihr selbigen beschädigt. Das ist so grob die Formulierung. Und das ist natürlich ein Ding, wenn man sich überlegt, dass er auf Twitter, und jetzt kommen wir nämlich zum Thema, warum wir darüber sprechen. Dass er auf Twitter ja eigentlich schon wieder die Möglichkeit hatte, sich frei zu bewegen, das aber bislang noch nicht getan hat. Über Gründe mussten wir mutmaßen. Er hat ja über Elon Musk auch schon mal etwas geschmäht auf seiner eigenen Plattform Truth. Social und in diese Plattform ist extrem viel Geld geflossen und das war ja einer der mutmaßlichen Gründe, warum er sich vielleicht bislang zurückhält über andere Social Media Plattformen, um dieses Geld nicht quasi damit sofort den Gulli runterzuspüren.

01:54 Dennis Horn

Jetzt wird natürlich spekuliert, ob er zurückkommt zu Twitter, weil sich ja andeutet, dass es auf Facebook und Instagram bald soweit sein sollte. Nick Cleck hat übrigens in Davos dann auch gesagt, dass die Sperre für Trump sowieso nur für zwei Jahre ausgesprochen worden sei. Das war am 6. Januar 2021, also die zwei Jahre sind jetzt mittlerweile schon Durch und Meta hat er eigentlich auch die Entscheidung jetzt für Anfang Januar, 7. Januar schon angekündigt. Also das muss jetzt bald irgendwann kommen so und jetzt eben die Spekulation kommt ja dann auf Twitter auch zurück. Und da gibt es ja nicht nur den Punkt, dass er selbst sehr viel Geld in eine Konkurrenzplattform gesteckt hat, sondern man maßt ja auch immer dass er damit irgendeine Exklusivbindung an Truth Social eingegangen ist, die ihn einfach bei Twitter im speziellen Fall daran hindert, auf einer anderen Kurznachrichtenplattform eben tätig zu werden.

02:49 Gavin Karlmeier

Ähm ja, das weiß man natürlich alles nicht, aber solange er auch immer noch, wenn ich nicht das richtig sehe, ist er ja auch selber in charge bei Truth Social, also wer soll ihn hindern, oder?

02:58 Dennis Horn

Achso, diese Vereinbarung abzusagen.

03:01 Gavin Karlmeier

Ja, genau. Also das kann natürlich sein, dass er sich da in gewisser Weise committet hat, um auch um sein Publikum dahin zu ziehen, auf eine Plattform, bei der er selber die Moderation in der Hand hat oder sein Team am Ende ja. Aber auf der anderen Seite ist das eine Diskussion, die man aus anderen Kontexten durchaus kennt. Die Frage, möchte ich die vollste Verfügbarkeit, die vollste Macht über alle Mittel haben, die die Plattform aus? gestrahlt oder möchte ich vielleicht zugunsten der Reichweite auch auf diese Macht verzichten, wenn ich dann zu anderen Plattformen gehe? Das ist eine Diskussion, die kennen wir aus anderen Kontexten. Und die könnte ich mir hier tatsächlich auch vorstellen.

03:38 Dennis Horn

Aus Kommunikationskampagnensicht würde man ja wahrscheinlich sagen, jetzt lass uns erstmal alle bereit machen und dann starten wir auf einen gleichzeitig, ne? Um so einen großen Bang zu haben, was natürlich jetzt auch für den anstehenden Wahlkampf innerhalb der Republikanischen Partei um die Frage, wer wird da am Ende Präsidentschaftskandidat, natürlich auch interessant sein dürfte.

04:00 Gavin Karlmeier

100 Prozent. Also ich glaube, dass Trump gut beraten wäre, diesen Kanal Twitter für einen möglichen Wahlkampf wieder zu benutzen. Oder anders gesagt, es führt wahrscheinlich kein Wichtig daran vorbei, weil er mit Truth Social es nicht so stark in die Schlagzeilen schaffen wird, wie er es mit einem Twitter-Account macht, auf dem er, mit dem er, ich weiß gar nicht, wie viele Follower dieser Account hat. Wahrscheinlich 100 Millionen oder sowas.

04:26 Dennis Horn

Ich weiß es auch nicht mehr.

04:27 Gavin Karlmeier

87 Millionen.

04:28 Dennis Horn

Aber sagen wir mal so, wir haben Donald Trump jetzt auch schon wieder genug Zeit gewidmet. Du hast gestern mehr Einblicke versprochen in ein Thema, das sich gestern schon so ein bisschen beschäftigt hat, nämlich die ersten Tage von Twitter unter Elon Musk. Da gibt es einen sehr interessanten Artikel, wie Menschen, die dann später gefeuert wurden. das erlebt haben, was da los war, was auch noch einfach nochmal einen ganz wundervollen zum Teil Gedanken erlaubt in die Welt von Elon Musk, richtig?

04:59 Gavin Karlmeier

Absolut. Also der Text, ich habe ihn mir als PDF gespeichert, um ihn bequemer zu lesen und da ist er 28 Seiten lang. Trotzdem kann ich euch allen, wenn ihr wirklich am Thema Twitter und Elon Musk interessiert seid, wovon ich ausgehen muss, weil ihr uns hier zuhört, wirklich ans Herz legen kann, weil hier mit 24 ehemaligen oder derzeitigen MitarbeiterInnen bei Twitter gesprochen wurde. Und so ein Bild gezeichnet wurde, das im April 2022 beginnt, also in dem Moment, wo Elon Musk 9,2% Anteil an Twitter erworben hat. Und damals hat ein damals Senior Engineering Director von Twitter gesagt, Luke Simon heißt der. Elon Musk is a brilliant engineer and scientist und hat gesagt, wenn er kommt, dann wird er dem Unternehmen beim Wachsen helfen. Spannend ist, ich will nicht zu viel vorwegnehmen, weil es wirklich einige Poianten in diesem Text gibt, die viel Spaß machen, aber im Laufe dieses Textes wird Luke Simon entlassen werden. Es gibt mehrere genau solche Momente, wo man immer wieder das Gefühl hat, hier wird die Geschichte ist so gut aufgespannt und so gut erzählt, dass wirklich viel Spaß macht. Es gibt so ein paar. Aspekte, die interessant sind. Es gibt zum Beispiel eine Entwicklerin bei Twitter, die wird ja Alicia genannt oder Alicia. Und diese Entwicklerin muss Anfangs, kurz bevor dieser Kaufprozess abgeschlossen ist, Mitte Oktober, muss sie sich mit Elon Musk unterhalten. Und sie sagt von Vornherein, eigentlich möchte er die ganze Zeit nur über Geld sprechen und sie über sie ist halt Entwicklerin. Sie ist eigentlich nicht die richtige Ansprechpartnerin, sagt aber fein, wenn er etwas über Geld erfahren möchte, dann sprechen wir über Geld. Und während sie anfängt zu sprechen über das Data-Zentrum, in dem sie arbeitet und wie effizient es arbeiten kann, sagt Elon Musk, I was writing C programs in the 90s. I understand how computers work und hat sie einfach komplett unterbrochen und abgesägt. Sagt aber gleichzeitig auch, Twitter sollte sofort eine Videoplattform werden. We really should be able to do long form video and attract The best content creators by giving them a better cut than YouTube. Sagt aber im Laufe des Textes auch, wird er zitiert mit den anderen Plattformen, YouTube, Facebook, TikTok sind mir eigentlich alle scheißegal, Hauptsache Twitter wird groß. Also diese Widersprüchlichkeit, die wir so von außen attestiert haben, dieser, wie haben wir es genannt, Willkür. Die wird hier immer wieder auch bestätigt. Also zum Beispiel wird er am Anfang des Textes irgendwo damit zitiert, dass er eigentlich eine Super-App nach dem Vorbild von WeChat bauen möchte. So wie wir das hier auch von außen schon mal wahrgenommen haben. An einer anderen Stelle sagt, Naja, WeChat kann man natürlich nicht, wir sind nicht blöd, die kann man natürlich nicht kopieren, aber wir müssen halt anfangen, in so eine Richtung zu denken. Aber WeChat-Klon, das funktioniert natürlich nicht, es war nur ein Beispiel. Und diese Wilke, die taucht eben die ganze Zeit auf. Es ist der Wahnsinn.

07:54 Dennis Horn

Und also, und auch ein wenig keine Ahnung von dem Markt, in dem er da unterwegs ist. Es ist ja ein Unterschied, ob du irgendwie auf dem, sagen wir mal, kohlenstofflichen Markt unterwegs bist und Autos kaufst oder Raketen landen lässt. Oder ob es hier um Markt geht, der mit Aufmerksamkeit und Inhalten zu tun hat. Jetzt bedient er selbst natürlich so als Person die Aufmerksamkeitsmechanismen immer ganz gut. Aber er scheint mir da doch Frei von Erfahrung zu sein, was es bedeutet, so eine Aufmerksamkeitsplattform zu facilitaten. So, weißt du?

08:33 Gavin Karlmeier

Zu 100 Prozent. Also es gibt sogar eine Situation, wo er auch mit einer Entwicklerin, ich weiß gerade nicht, ob es auch Elisha war, mit einer Entwicklerin am Tisch sitzt. und eben solche Forderungen stellt. Ich glaube, es ist sogar die Situation, die ich gerade geschildert habe und sagt, ja, wir müssen Langform machen und so weiter und so weiter. Und sie sagt, naja, aber ich bin halt nur eine Entwicklerin, du musst dich dann eigentlich mit Leuten auseinandersetzen. die zum Beispiel Marketing sind oder die Strategie sind. Aber das lässt natürlich dich blicken, dass er keine Ahnung hat, wie solche Unternehmen aufgebaut sind und welche Zuständigkeiten es da eigentlich gibt und wie das verteilt wird. Super interessant. Super interessant. Es gibt noch ein paar andere Situationen. Zum Beispiel gibt es ein Team, das zusammen mit Elon Musk zu Twitter gekommen ist Die ehemaligen Twitter-Mitarbeiterin haben ist The Goons genannt, also die Schläger. Da gehören ein Anwalt zu, der der Head von Boring Company, der des Tunnelunternehmens von Elon Musk. Also diverse Leute, die Goons, und das waren die Leute, die zum Beispiel gefordert haben, dass alle MitarbeiterInnen doch bitte 50 Seiten Code ausdrucken sollen, die sie in den letzten 30 Tagen programmiert haben. Und das haben die Leute dann angefangen und die ganzen Drucker liefen heiß und dann kam wenige Stunden später eine E-Mail von den Goons wieder, in der nur drin stand Update, Stop Printing. Und wir schauen uns das Ganze auf einem Computer an. Und also da gibt es halt genau solche Situationen, da haben sie halt diesen Code präsentiert und niemand konnte was damit anfangen. In einer Situation kommt sogar ein Kollege rein. Der Sex heißt er mit Nachnamen, ich weiß gerade seinen Vornamen nicht, kommt halt rein in eine dieser Code-Reviews und Elon Musk sagt: Das ist alles viel zu technisch für dich, du kannst direkt wieder gehen, schmeißt ihn quasi raus. Ähm, gleichzeitig hat dieser Sex aber auch die Rolle in diesen Code-Reviews, sich mit Entwicklerinnen zu treffen und sich das dann anzuhören, was die eigentlich so auf ihrer Roadmap haben und was sie so alles planen. Also dieser Mensch steht Elon Musk eigentlich vor, wegen Dass es dir alles viel zu technisch rausgeschmissen hat. Ganz abstrus. Zu diesen Gunst gehören übrigens auch zwei Cousins von Elon Musk, nämlich Andrew Musk und James Musk. Auch die wurden plötzlich Mitarbeiter von Twitter. Ähm, also wie Trumpy es noch wir werden kann, wir sind gespannt.

10:49 Dennis Horn

Okay, also ich höre eine unbedingte Leseempfehlung. Absolut. Vielleicht kannst du noch einmal kurz auf den Punkt bringen, wie dieser Artikel heißt, wo er zu lesen ist.

10:58 Gavin Karlmeier

Der ist bei nymac. com, das ist das New York Magazine. Und der Text heute heißt Inside Elon Musks Extremely Hardcore Twitter. Gut. Ja. Das ist toll. Ich habe wirklich in fast jedem Absatz was markiert. Das ist wirklich erstaunlich. Es gibt wirklich wahnsinnig viele Geschichten daraus. Wenn du Ihnen, wenn ihr alle und du Gelegenheit hattest, wir werden bestimmt nochmal immer wieder auf diesen Text.

11:28 Dennis Horn

Dann haben wir noch ein paar Dinge hier auf der Liste, die wir einmal so nacheinander durchgehen. Das sind so kleinere Geschichten, die noch passiert sind, aber eine, die fand ich wirklich so von ihrer Wucht ziemlich krass. Kaelin Conrad ist ein Creator, vor allem bei YouTube. Der hat getwittert Dass er geschützte Tweets entdeckt hat auf der For You-Page. Und mit der beschäftigen wir uns jetzt mal eine Weile hier. Das ist die. Die Timeline mit den Empfehlungen, über die wir schon öfter gesagt haben, das ist nicht so gut, weil die guckt man sich an und da sind nur lauter Tweets drin von Menschen, denen man nicht folgt, einfach weil nur die Leute, denen ich folge, sie geliked haben oder solche Dinge. Und der hat getwittert, dass er da eben geschützte Tweets drin hatte. Also es ist ja so, dass ich die Möglichkeit habe, meinen Account zu zu sperren, als geschützt zu machen. Und das heißt dann, das funktioniert funktioniert so ein bisschen wie diese privaten Accounts bei Instagram. Wenn ich jemandem folgen möchte, dann muss der erstmal zustimmen. Nur dann kann ich dessen Tweet sehen, ich kann sie dann auch nicht retweeten und so weiter. Es kann ein so großer Stamm von Leuten. Die das bei Twitter machen, aber eben einige. Und da waren jetzt geschützte Tweets zu sehen auf der For You Timeline bei ihm, einfach nur, weil jemand, die geliked hat, denen er folgt.

12:51 Gavin Karlmeier

Das ist natürlich total gefährlich. Also es gibt durchaus Leute, die dann solche Dark-Accounts haben, die sie dann halt in das Schloss setzen. Womit sie dann einfach nur ihren FreundInnen erzählen, mein Tag auf der Arbeit war total scheiße. Ganz plakatives Beispiel. Oder ich hasse meinen Chef, wie kann der so mit mir umgehen? Du twitterst das, weil wir ich deinem Dark-Account folge. Ich like das und plötzlich sehen das Menschen, mit denen du und ich gemeinsam arbeiten und denken, was ist denn mit Dennis los? Also, solche Konstrukte sind halt plötzlich plötzlich jetzt realistisch und das ist halt fatal.

13:27 Dennis Horn

Er hat das auch ausprobiert, er hat dann versucht auf diese Tweets zu antworten und hat dann die Fehlermeldungen bekommen, diesen Tweet kannst du nicht sehen.

13:38 Gavin Karlmeier

Ich finde, das ist aber, das passt ganz gut mal wieder zu allem, wie alles so auf halbem Arsch einfach nur gerade zusammengeklöppelt wird. Hauptsache erstmal da. Ja, es ist mir egal, dass es. Teil der Strategie ist, dass man auch mal Fehler machen muss, aber manche Fehler kannst du halt, da geht einfach nicht.

13:54 Dennis Horn

Also beide auch mal Fehler machen, da reden wir ja nicht über solchen. solche Typen von Fehlern, sondern eben Dinge auszuprobieren, aber nicht in bestehenden Funktionen solche katastrophalen Fehler. Einzubinden.

14:09 Gavin Karlmeier

100 Prozent. Es gibt halt auch durchaus so Bereiche der Vertraulichkeit, bei denen du halt einfach einen Double-Check machen musst, ob Das ist ja wie, als würden plötzlich Privatnachrichten in dieser Forjute-Timeline angezeigt werden, einfach weil sie jemand anderem gefallen haben. Also man kann das so von der, finde ich, von der Dimension schon vergleichen. Niemand hat ein Problem damit, wenn Fehler gemacht werden, aber im Falle Twitter häufen die sich einfach massiv.

14:34 Dennis Horn

Was ist mit der VU-Tarmla? Da wollten wir noch kurz bei bleiben, weil du nämlich jetzt sagst, die wird noch mal ein bisschen neu zugeschnitten. Offenbar hört man da auf die Kritik.

14:42 Gavin Karlmeier

Genau, jemand hat getwittert, Elijah Schäfer. hat getwittert, er ist ein Journalist, Reporter, Podcaster, was auch immer, hat geschrieben, dass er einen absoluten Engagement-Ein-Einsturz hatte, seine ganzen Tweets eigentlich keinerlei Interaktion mehr bekommen. Und Elon Musk hat darauf geantwortet und hat geschrieben, dass ein Update der For You-Timeline und des Algorithmus, dem dieser zugrunde liegt, offenbar zu viele Tweets inkludiert habe. die Menschen veröffentlicht haben, denen man nicht folgt. Und dieser this that change has been reverted, schreibt er. Also diese Änderung wurde bereits rückgängig gemacht. während wir hier darüber sprechen. Ich habe das noch nicht am eigenen Leib beobachten können, aber vielleicht wird es gerade erst ausgerollt oder passiert gerade erst. Das heißt, scheinbar. Oder anscheinend verändert sich das gerade wieder, aber das ist ja eine Beobachtung, die wir hier auch schon so gemacht haben.

15:36 Dennis Horn

Wir bleiben nochmal so ein bisschen im Umfeld der Timeline. Kleinere kosmetische Änderung nochmal, dieser View-Count. Der Tweets, wo es ja auch schon die Diskussion darüber gab, ob das überhaupt so funktioniert, weil da ja Leute geschlossene Accounts angelegt haben. in denen sie nur sich selbst gefolgt sind, also einen Follower und dann hatte dieser Viewcoint aber plötzlich irgendwie acht. Anzeigen oder so. Also das hat es ja auch schon gegeben.

16:05 Gavin Karlmeier

Erinnert mich ein bisschen an die Zeit damals, als gesagt wurde, ja, also die Videoaufrufe bei Facebook, ja, da waren wir die letzten Monate nicht so genau.

16:17 Dennis Horn

Was zufällig genau die Monate waren, in denen sie ihr Videoportal Facebook Watch groß machen wollten. Aber naja. Also Da gibt es jetzt die kosmetische Änderung, diese Anzeige wandert so ein bisschen. We heard you. Also, ich finde ja, das ist nicht das wichtigste Thema, wo Sie gerade mal zuhören müssen, aber wenigstens dort. View counts will now show on the right side of your tweet.

16:40 Speaker 4

Zwischen dem Like und dem Share-Icon.

16:43 Dennis Horn

Und nicht mehr Auf der linken Seite, also wir haben ja schon, also das klingt jetzt so nach so einer Nullmeldung, aber du hast ja schon von deinem muskulären Gedächtnis erzählt, dass du immer da drauf geklickt hast.

16:56 Gavin Karlmeier

Und es wird noch schlimmer, weil jetzt hat sich mein Muscle Memory gerade daran gewöhnt, dass es ein bisschen anders ist. Genau. Und jetzt wird es wieder geändert. Und wieder. Wir könnten jeden Tag, wenn wir nur solche Kleinigkeiten sammeln würden, wir könnten diesen Podcast damit füllen.

17:09 Dennis Horn

Wir haben hier in dieser Woche auch sehr lange am Montag darüber gesprochen, was mit den Dritt Anbieter-Clients ist. Also den Apps, mit denen ich auch auf Twitter zugreifen kann. Wir haben über Tweetbot gesprochen. Twitteric ist eine andere. Beliebte dieser Apps, und ich finde sehr interessant, was die darüber schreiben. wie sie das wahrnehmen und wie sie jetzt damit umgehen, dass Twitter ihnen sozusagen den Saft abgedreht hat. Die haben Blogeintrag dazu veröffentlicht, Iconfactory heißt die Firma, die Twitter stellt. Und die beginnen diesen Blogeintrag erstmal mit der Feststellung, das fand ich sehr interessant, dass ja gerade über diese API-Sperre, die Twitter da durchgeführt hat für so externe Dienste, offenbar. Wir wissen da ja auch immer noch nichts so viel Näheres, aber dazu gleich noch ein bisschen mehr. Dass darüber viel diskutiert wurde, hält Twitter Refig hier fest, und zwar auf Twitter und Mastodon. Also ich fand erstmal sehr interessant, dass die hier. Mastodon erwähnen an der Stelle, dass darüber auch viel diskutiert worden sei und die sagen, wir wissen immer noch nicht genau warum einige dieser Drittanbieter-Apps betroffen sind, andere nicht. Es gibt keine offizielle Stellungnahme von Twitter. Mittlerweile gibt es die, aber. Wie gesagt, dazu gleich mehr, dazu, was da eigentlich passiert. Und man hält das auch für nicht so überraschend, weil Twitter ja die ganzen Leute gefeuert hat. die diese Schnittstelle zu den Drittanbieter-Apps am Laufen halten, inklusive den Developer Evangelists. die sich vorher auch um die Kommunikation mit so externen Apps und den Unternehmen dahinter gümmert haben. Das heißt, die schreiben im Grunde genau dasselbe, was wir auch schon für so Medienhäuser festgestellt haben, wir wissen noch nicht mal mehr, wen wir überhaupt dort anrufen müssten. Und er ist recht nicht, ob solche Leute überhaupt noch existieren. Wir sind genauso im Dunkeln wie ihr alle. So, und wenn sie ein besseres Also mehr verstehen, was da eigentlich passiert, dann würden sie sich nochmal an ihre Follower wenden. Und jetzt ist ganz interessant, hat tatsächlich Twitter selbst

19:30 Gavin Karlmeier

Seine erste Stellungnahme abgegeben.

19:35 Dennis Horn

Absolut mit Anführungszeichen, es sind zwei Sätze. Sie lautet Twitter setzt seine schon seit langem bestehenden Schnittstellenregeln durch und es könnte dazu führen, dass einige Apps nicht funktionieren.

19:51 Gavin Karlmeier

Mein Lieblingstreat ist von Marcass Brown Lee, den wir hier auch schon mal zitiert haben, der einfach nur unter diesem Street drunter geschrieben hat, What are the rules? Ohne Fragezeichen. Es wird nicht klar, gegen welche Regeln jetzt Tutorific oder Tweetbot verstoßen haben sollen. Und diese Regeln werden auch überhaupt nicht klargemacht. Also es wird einfach nicht mehr regelkonform. War nie regelkonform, wir setzen es jetzt nur durch. Aber mehr können wir dazu leider nicht sagen.

20:17 Dennis Horn

Absolut, das ist der Fall. Twitterficks selbst schreibt nämlich dazu auch nochmal in seinem Update, in diesem Blogartikel Wir haben immer noch keine klare Ansage bekommen, warum Twitter Twitterfic am 13. Januar gesperrt hat. Wir haben Oder sind mit ihrer Schnittstelle, mit ihrer API respektvoll umgegangen, 16 Jahre lang, und wir haben keine Ahnung, dass diese Regeln sich geändert hätten, die dafür gelten. Oder was Änderungen überhaupt sein könnten.

20:49 Gavin Karlmeier

Das ist halt, um mal eine Dimension dafür zu kriegen, 16 Jahre ist eine unglaubliche Zeit. Pritorific wird nachgesagt, dem Begriff. Tweet erfunden zu haben. Also das ist nicht irgendeine kleine Drittanbieter-App, sondern das ist halt wirklich ein Unternehmen, das auf Twitter aufbauend diese Plattform mitgeprägt hat. Und dass die jetzt einfach so ausgesperrt werden unter total feindenscheinigen Gründen, ist ja ich weiß nicht, was ich dazu sagen soll.

21:23 Dennis Horn

Ja, und vor allem sind Sie mit in der Verantwortung, bis Twitter überhaupt zu dieser Plattform geworden ist. Ja, absolut Absolut problematisch. Es gibt einige, die da im Moment auch nochmal so ein bisschen nostalgisch dann deswegen drauf gucken. Da hat sich auch der Gründer von Review, Revue, wie auch immer wir es nennen möchten, Martin de Koyper gemeldet und hat auch nochmal geschrieben, heute ziehen wir den Stecker für diesen Newsletter-Dienst, den Twitter irgendwann aufgekauft hatte. Er ist dankbar dafür. Big shout out to my co-founder. Und in seiner eigenen Twitter-Bio steht aber drin, er ist immer noch Hardcore Product at Twitter. Also scheint da selbst weiter zu arbeiten. Also da hören wir nicht so die Vorwürfe, die andere Drittplattformen, ob jetzt aufgekauft oder nicht, Twitter da im Moment machen.

22:24 Gavin Karlmeier

Ja, im Nachhinein muss man sagen, man versteht nicht so ganz, warum Twitter damals diese eigentlich Newsletter-Plattformen ja gekauft hat Die waren denen nicht gefährlich worden, äh, die sind denen nicht gefährlich worden. Ne, wie sagt man? Die wurden denen nicht gefährd worden.

22:39 Dennis Horn

Die wollen nicht gefährlich geworden.

22:42 Gavin Karlmeier

Mein Gott. Es ist spät. Ja, es ist spät. Also die wurden ihnen nicht gefährlich. Die waren auch jetzt wirklich nicht irgendwie die einzigen, die das tun. Und die wären ja für Twitter jetzt in gewisser Weise auch interessant geworden. Sollte Elon Musk tatsächlich Interesse. An Substack haben, was wir hier auch schon diskutiert haben. Also, diese ganze Causa Review Revue ist und bleibt nicht nachvollziehbar, undurchsichtig und eine Geschichte voller Fragen.

23:11 Dennis Horn

So wie die ganzen Geschichten, über die wir hier sprechen. Aber ich glaube, heute haben wir noch was auf dem Zettel?

23:17 Gavin Karlmeier

Nee, ich habe keine mehr, außer Fragen.

23:19 Dennis Horn

Ich habe auch keine mehr. Ja, Fragen habe ich genug, aber vielleicht klären wir die morgen.

23:24 Gavin Karlmeier

Ich hoffe doch. Elon Musk hat übrigens in diesem Moment getwittert, Media want to control what you know. Also in diesem Sinne.

23:34 Speaker 4

Lass dich nicht brainwashen, Dennis. An uns morgen. Ich gebe mein Bestes. Bis morgen. Tschüss.