Elon Musk rüstet wieder auf und bringt sich in Stellung gegen die böse Demokratie. Gleichzeitig bietet er uns ENDLICH einen Twitter-Videochat(?). Wenigstens können wir für Twitter Blue jetzt auch jährlich zahlen. Die letzte große Shitshow vor dem Wochenende. Und sie endet mit einer besonderen Verabschiedung. Bis Montag! (Hoffentlich)
Transkript
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00:01 Intro
Haken dran, das Social Media Update der CT.
00:06 Dennis Horn
Grüß dich, Gavin.
00:07 Gavin Karlmeier
Hallo Dennis. Na Also es steht eventuell wieder ein Wochenende bevor.
00:13 Dennis Horn
Ah, also irgendwie schon jetzt ein schöner Ausblick.
00:17 Gavin Karlmeier
Wir wissen das ja immer nicht so genau. Die Woche war so verdächtig ruhig. Ich könnte mir vorstellen, dass noch was passiert dieses Wochenende, aber vielleicht reicht es, wenn wir am Montag darüber sprechen.
00:27 Dennis Horn
Mal sehen, wie wichtig es ist. So haben wir es mit den Drittanbieter-Clients gemacht und ich denke mal, das ist ein gutes Verfahren, außer hier bricht. wirklich was zusammen. Apropos Zusammenbrechen, wir beginnen heute mit dem Werbegeschäft von Twitter. Also The Information hat jetzt mal nachgezählt, dass seit dieser Übernahme durch Elon Musk mehr als 500 Werbetreibende bei Twitter im vergangenen Jahr ihre Werbezahlungen eingestellt haben.
00:59 Gavin Karlmeier
Und sie sagen sogar Top-Advertisers. Also 500, denn nicht irgendwelche, also vermutlich große.
01:08 Dennis Horn
Unter Berufung auf eine mit dem Anzeigengeschäft vertraute Person. Da hat also ein Vogel bei Twitter gezwitschert und ähm. . .
01:18 Gavin Karlmeier
Liebe Grüße an die Froskelwolke.
01:21 Dennis Horn
Verzeihung. Und jetzt kommen wir mal zu den harten Zahlen. Also Da gab es einmal so einen Tagesvergleich vom 17. Januar 2023 auf den 17. Januar 2022. Das finde ich ja nicht so ganz so aussagekräftig. Da geht es dann um minus 40 Prozent. Und dann denkt man so: naja. An einem Tag alles klar, so. Aber es gab eine Mitarbeiterversammlung bei Twitter und da hat der Vertriebs- und Marketingchef Chris Reedy mal das komplette vierte Quartal betrachtet im Vergleich zum Vorjahr. Und da sind die Einnahmen von Twitter um 35 Prozent Gesunken auf 1,025 Milliarden US-Dollar in diesem Quartal, und das ist doch das bisher konkreteste und irgendwie auch ausführlichste, detaillierteste Anzeichen für diesen Umsatzrückgang, den wir ja irgendwie schon Haben kommen sehen, aber jetzt haben wir es auch einmal hart. Also 35% im vierten Quartal 2022 war es weniger als ein Jahr vorher. Und da gab es auch eine Folie in dieser Präsentation von Chris Reedy. Das waren. 72 Prozent des internen Ziels.
02:41 Gavin Karlmeier
Das habe ich auch gelesen und das ist halt auch geil, dass sofort im ersten Quartal unter Mask sozusagen die Ziele nicht erreicht werden, die wahrscheinlich auch zuvor schon ausgegeben wurden.
02:52 Dennis Horn
Ja. Und dasselbe bei, was haben wir hier? Nochmal Einnahmen, Rückgang, 39% gegenüber dem ersten. Quartal. Achso, genau. Das ist jetzt die Prognose für das erste Quartal 2023, also das, in dem wir uns gerade befinden. Da hoffen sie auf 732 Millionen Dollar. Das ist weniger als diese 1,025 Milliarden. Jetzt müssen wir sagen, da war ja auch Weihnachtsgeschäft. Im letzten Quartal, jetzt beginnt das neue Jahr, 732 Millionen Dollar ist die Hoffnung für dieses Quartal jetzt und das wäre ein Rückgang von 39 Prozent. Gegenüber dem vergangenen Jahr. Kann man sagen, jo, geht weiter runter, nochmal um 4%-Punkte sogar. Aber nicht so deutlich mehr. Also, vielleicht pendelt man sich auf diesem schlechten Niveau ein.
03:48 Gavin Karlmeier
Du meinst jedes Quartal, solange wir jedes Quartal nur 40 Prozent weniger Einnahmen haben als im Jahr davor, ist alles okay.
03:55 Dennis Horn
Ein Jahr lang kannst du das machen, aber die was.
03:57 Gavin Karlmeier
Ich finde spannend daran, dass eigentlich diese Aussage von Elon Musk Twitter ist ein Unternehmen, das in den Bankrott rast. Das hat er ja während diesem Twitter-Space. Zusammen mit diesem Apple-Hacker, über den wir hier schon öfter gesprochen haben, ja gesagt, dass er alle Ausgaben reduzieren muss und die Einnahmen steigern muss, weil Twitter eben überhaupt nicht gewinnträchtig ist, dass das immer mehr zu Self-fulfilling Prophecy wird, indem er einfach den Laden so stark an die Wand fährt, dass es einfach noch immer schlimmer wird. Das ist zumindest gerade jetzt der Stand. Wir hatten zwar zwischendurch durchaus mal eine Woche, da haben wir hier auch. in Gedanken eine Sektflasche aufgemacht, weil Twitter ja mal kurz in der Gewinnzone war.
04:38 Dennis Horn
Hast du hier in Gedanken eine Sektflasche aufgemacht?
04:41 Gavin Karlmeier
Ja, ehrlicherweise nicht. Aber wir haben gesagt, wir starten mit guten Nachrichten damals.
04:45 Dennis Horn
Ach so, ja. Ich habe so eine innere Distanz ja mittlerweile zu diesem gesamten Thema, aber das müssen wir vielleicht gleich nochmal drüber sprechen. Okay, ja, Rick weiter.
04:53 Gavin Karlmeier
Ich bin mir auch nicht sicher, ob das Ploppen eines Sektkorkens, ob man da die Iron, ob der Ironie transportiert.
05:02 Dennis Horn
Er schießt die Ironie gegen die Decke und hinterlässt einen Fleck.
05:06 Gavin Karlmeier
Heute sind wir aber auch, wir malen Bilder mit Worten, Dennis. Auf jeden Fall.
05:14 Dennis Horn
Bitte mach weiter, es wird immer schlimmer.
05:16 Gavin Karlmeier
Ich wollte eigentlich nur sagen, ähm, wir wissen nicht, was, also das sind ja die Einnahmeeinbrüche, über die wir sprechen, wir wissen nicht, wie es sich mit den Ausgaben verhält, die ja wahrscheinlich inzwischen auf einem Bruchteil von den Vorjahreszahlen liegen. weil eben keine Mieten mehr gezahlt werden, nur noch ein Viertel der Löhne ausgeschüttet werden müssen und so weiter und so weiter. Also es wird halt extrem geknausert und gespart und Das wird sich ja alles rächen. Also es gibt irgendwie 400 oder 500 laufende Gerichtsverfahren gegen Twitter, die werden früher oder später ja auch sich in einer Bilanz niederschlagen müssen. Also ich gehe mal ganz fest davon aus, dass Twitter die meisten von denen nicht gewinnen wird.
05:58 Dennis Horn
Aber ich habe, also das, habe die letzten Tage gelernt, manchmal muss man investieren, um Gewinne zu heben. So, und vielleicht betrachtet man so die Anwaltskosten und Gerichtskosten und Reparaturen, die hier nötig sind. Und wo wir gerade beim Thema Einmaleffekte sind, es kommt ja auch ein bisschen Geld rein durch den verkauften Twitter-Vogel aus Schaumstoff.
06:31 Gavin Karlmeier
Das geht vielleicht unter, wenn wir es nur so im Nebensatz erwähnen. Wir haben ja hier über die Auktionen gesprochen. Twitter verschleudert das Tafelsilber. Und versucht nochmal ein paar Mark aus den Wänden rauszureißen. Und da war unter anderem ein großer Twittervogel. Also ungefähr, ich schätze vom Bild her, es gibt keinen. Keine Banana for Scale daneben. Ich schätze, es ist so Hüfthöhe, wenn er schätzt.
06:53 Dennis Horn
Weißt du übrigens, wie er heißt, der Twittervogel? Haben wir darüber hier schon gesagt?
06:56 Gavin Karlmeier
Warte mal, warte mal. Immer im Kopf heißt er Larry. Heißt der Larry?
07:00 Dennis Horn
Der Twittervogel Larry aus Schaumstoff. So Hüfthöhe, ja?
07:03 Gavin Karlmeier
Würde ich schätzen, oder?
07:06 Dennis Horn
Kommt drauf an, wie groß die Person ist.
07:08 Gavin Karlmeier
Heißt du eigentlich Larry wegen Larry Bird?
07:10 Dennis Horn
Ich weiß es nicht.
07:11 Gavin Karlmeier
Oh, das wäre ja toll. Könnte man mal recherchieren.
07:13 Dennis Horn
So, und wie viel hat jemand für diesen Twitter-Pogel geboten?
07:16 Gavin Karlmeier
Ich wollte doch ganz kurz eine Randnotiz dazu, bevor wir zum Betrag kommen. Also, die Auktionen hatten ja viele Informationen darüber, was man da jetzt eigentlich kauft und wie groß das ist und so. Was in der Auktion nicht zu lesen war. War zum einen, dass dieser Vogel nie in dem Twitter Headquarter gestanden hat.
07:33 Dennis Horn
Der wurde nie ausgestellt. Außer bei ein paar Veranstaltungen. Er war sonst nie im Büro zu sehen oder so, sondern Er war tatsächlich den größten Teil der Zeit wahrscheinlich irgendwo hinten im Menschen, im Kabuff.
07:45 Gavin Karlmeier
Vielleicht hat man da seine Jacke drüber geschmissen.
07:47 Dennis Horn
In San Francisco nennt man es an Kabuff.
07:49 Gavin Karlmeier
Kebuff.
07:50 Dennis Horn
Kebuff.
07:52 Gavin Karlmeier
Aber was da auch nicht drin entstanden ist eben, dass der aus Schaumstoff ist. Und da allein diese Vorschau. Aber auf dem Bild sieht er wirklich aus, als wäre er aus Stahl oder so Und stell dir mal vor, du findest das im Netz, du weißt nicht, was für ein Material ist, du findest es spannend, denkst du, boah, ist so ein Riesenstahlvogel, das Twitter-Logo, der steht ja für eine Zeit. Und dann kommt das Ding an und da ist ein Stück vom Schnabel schon abgebrochen und es bröselt so der Schaumstoff raus, wie bei so einem alten Sofakkissen. Und spannender wird es dann, wenn du dir überlegst, was du dafür hättest hinblättern müssen, um den zu bekommen. Die BBC meldet, dass der für circa 100. 000 US-Dollar über den Auktionstisch gewandert ist.
08:33 Dennis Horn
Wir haben uns eben kurz darüber unterhalten, wir kriegen die Zahlen hier, wie wir in der Redaktionskonferenz sagen, nicht ganz hart. Es gab ja auch noch diesen anderen Twittervogel. Da war außen, glaube ich, Stahl drum oder Metall auf jeden Fall. Der war dann so gebogen und dann aber so zu einer Seite offen und dann waren da diese Neonlämpchen drin. Und auch da war es recht viel. Das war, glaube ich, auch sechsstellig, 100. 000 so. Aber das Schaumstoffding, der hat dann wirklich immer 100. 000 US-Dollar. Dafür bezahlt sich.
09:06 Gavin Karlmeier
Vor allem, du musst mal überlegen, wenn ich jetzt zu einem Schaumstoffhör gehe, einen Menschen, der sowas aus Schaumstoff baut, der vermutlich hätte er es für die Hälfte bekommen. Ja, nicht mal. Ein Bruchteil. Das kostet ja nichts. Aber die BBC hat noch so ein paar andere dieser Auktuationsergebnisse gesammelt, denn die waren so clever. Also dieses Warum wir die Zahlen nicht hart kriegen, wie wir sagen, ist, weil der Auktionator Heritage Global Partners die Endbeträge ausgeblendet hat. auf der Website, aber die BBC war so klug, kurz vor Ablauf dieser Auktion offenbar ein paar Zahlen zu sammeln. Zum Beispiel ein zwei Meter großes Add Ich habe das neulich erklärt mit dem Ding aus der E-Mail-Adresse. Dieses zwei Meter große Add-Symbol aus Holz mit Pflanzen. 15. 000 Dollar.
09:54 Dennis Horn
Das war aber auch ganz schick. Das fand ich noch mit am schicksten von all den Sachen.
09:58 Gavin Karlmeier
Ja, ist auch ganz schick. Es sieht halt so ein bisschen aus wie, als hättest du in so einem Hans-Glück-Burger-Restaurant, aber eben online. Eine Lamazocco Siebträger Kaffeemaschine, die kostet neu, circa 30. 000 Dollar, ging für 13. 000 Dollar weg, also hättest du einen Schnapper machen können. Mit der Vorstellung, dass da einige Liter geklortes Bay Area Leitungswasser durchgelaufen ist. Und diverse Conference-Call-Speakerphones für ca. 300 Dollar. Also viele Sachen sind dort. . Achso, oh, noch was hier, ein Imf-Stuhl. Neupreis 1195 Dollar. Nach einiger Zeit im Twitter Hauptquartier versteigert worden für 1500 Dollar.
10:39 Dennis Horn
An was für einen Stuhl?
10:40 Gavin Karlmeier
Ims. Ims, das ist ein Möbeldesigner.
10:43 Dennis Horn
Okay.
10:44 Gavin Karlmeier
Ims. Du kennst auf jeden Fall Ims Stühle.
10:46 Dennis Horn
Okay. Wenn ich sie sehe, werde ich sie erkennen.
10:48 Gavin Karlmeier
Das ist der Satz, den du jetzt sagen möchtest. Exakt, hundertprozentig.
10:52 Dennis Horn
Ja, gut. Sollen wir zurückkommen zu Zahlen, die wir hart kriegen?
10:57 Gavin Karlmeier
Bitte, bitte komm, lass uns hart werden, Dennis.
10:59 Dennis Horn
Wir haben doch hier natürlich viele Journalistinnen, Journalisten, MedienmacherInnen. In der Hörerschaft und Hörerinnen, Hörerinnenschaft dieses Podcasts. Und für die ist natürlich auch irgendwie. Twitter interessant aus so einer medienstrategischen Sicht. Es ist ja immer so die Frage, was bringt uns das? Ja. Also in der Redaktion fragt man dann, wenn wir da jetzt hingehen auf diese Plattform, was bringt uns das? Und da gilt Twitter Seit vielen Jahren so als Plattformlieferant, als Traffic-Lieferant. So, die Plattform. Und die Wahrheit war aber schon immer, dass Twitter Ähm, Nachrichtenverlagen vor allem, bei denen geht es ja darum, also so den kernjournalistischen Unternehmen, eigentlich nie so viel Traffic gebracht hat. Also es gab schon 2016 von Parsley, das ist so ein Social-Media-Analyseunternehmen, die Zusammenstellung, dass Twitter für so Das typische Medienhaus, journalistische Medienhaus, etwa 1,5 Prozent des Traffics generiert. So. Cool, ne? Und wenn das jetzt so zurückgeht, ja, dann Das schreibt Niman Lab, dann kommt man von winzig jetzt zu noch winziger. Während Elon Musk hat ja geschrieben, Dass Twitter, also das ist mittlerweile gelöscht, so, aber Twitter eine riesige Anzahl von Klicks bringen würde auf andere Websites und Apps, der mit Abstand größte Klicktreiber im Internet. Da hat dann Ashley Vance von Bloomberg, der hat dann darauf geantwortet: Nee, es ist schon eher seltsam, dass Twitter so wenige Klicks bringt. Also, und jetzt kommen die harten Zahlen von jetzt. Also, diese eh schon kleine Zahl an Klicks ist offenbar tatsächlich noch kleiner geworden. Da gibt es mehrere Analyseunternehmen, die verschiedene Zahlen veröffentlicht haben, aber alle so in einer ähnlichen Größenordnung. Also da gab es eine Stichprobe. Bei so rund 20 Verlagen, da ist der Traffic im vierten Quartal im Schnitt um 13% zurückgegangen. Bei mehr als zwei Dritteln der Verlage ist er allgemein auch zurückgegangen. Dann gab es für das gesamte Jahr 2020 nochmal einen Vergleich von Chartbeat, da äh War das Ergebnis 20% ist es zurückgegangen? Die haben so 1200 Websites in ihrer Auflistung und dann gibt es noch Similar Web. Als Analyseunternehmen, das so den Internetverkehr überwacht und die kommen auf zwölf Prozent Rückgang im Dezember 2022 im Vergleich zum November.
13:48 Gavin Karlmeier
Und das ist alles super interessant, vor allem, weil das alles noch vor dem Rollout der For You-Page passiert ist, also vor den Empfehlungsalgorithmen, die jetzt gerade eher zu einem grundsätzlichen Rückgang der Interaktionen führen, weil angeblich soll das ja korrigiert werden. Aber durch die Bank weg alle schreiben und selbst sogar ein kleiner Tabubruch oder kleiner Kulturkrieg, wie jemand geschrieben hat, dass selbst Cattered eine ja. Eine Meme-Seite, die eher so aus dem Lager Elon Musk stammt eigentlich. Diese Seite hat nämlich geschrieben, Just so you know, dear Elon Musk Das heißt, dieser Algorithmus hat dazu geführt, dass es jetzt gerade noch weniger Sichtbarkeit gibt, auch für die großen Seiten und großen Accounts. Und dementsprechend werden diese Zahlen in Q1 noch weiter runter rasen. Das ist schon krass. Also ist auch jetzt tatsächlich dann langsam eine wirtschaftliche Überlegung für Medienhäuser. Wenn man die moralische und politische Ebene sich schon nicht geben wollte, dann kann man jetzt vielleicht wirtschaftlich überlegen, ob Twitter noch so die richtige Plattform für einen ist.
15:04 Dennis Horn
Interessantes Detail in diesem Artikel von Niman Lab finde ich, dass die schreiben, einige Verlage leiden unter dem Verlust von Twitter Moments, also diesen kuratierten Tweet-Sammlungen, da hatten wir auch schon mal drüber gesprochen, wurden im Dezember abgeschafft und Darunter, dass nur Twitter Blue Abonnenten Zugang zu den Top-Articles haben, die vielleicht noch ein bisschen mehr Traffic beschert haben. Scheint mir ein bisschen auch ein US-Phänomen dann nochmal im Speziellen zu sein. Aber Interessant.
15:37 Gavin Karlmeier
Super interessant. Also, so langsam, wie gesagt, kann man sich mal die Frage stellen, was will man eigentlich noch? Von Twitter.
15:45 Dennis Horn
So, was wollen wir noch? Wir haben noch eine Liste kleinerer Dinge, die wir hinten raus immer noch ein bisschen hier aus dem Raum fähigen, vor dem Wochenende nochmal Grund reinbringen. Und sauber machen.
15:55 Gavin Karlmeier
Grund reinbringen. Dönis, du bist so erwachsen.
15:59 Dennis Horn
Wir starten mit Donald Trump. Wir haben gestern über Donald Trump gesprochen und über die Spekulation, ob er zurückkommt.
16:07 Gavin Karlmeier
Stand jetzt ist das noch nicht.
16:08 Dennis Horn
Stand jetzt ist das noch nicht, weder bei den Metaplattformen noch bei Twitter. Und jetzt antwortet Elon Musk auf einen Tweet, in dem es um diese Spekulation ging. Er findet es, also er sagt, es wird interessant zu sehen, wie die Regierung beiden darauf reagieren wird, wenn Donald Trump zurück bei Twitter ist. Sie könnten ja die Behörden in Stellung gegen Twitter bringen.
16:40 Gavin Karlmeier
Das ist halt genau wieder so eine Verschwörungsscheiße, die wir immer wieder von ihm zu lesen kriegen, dass eigentlich so eine grundsätzliche Wir gegen die Die Leftwing gegen Twitter und wir sind doch eigentlich hier der neutrale Mittelpunkt und warum können wir nicht einfach sagen, was wir wollen, Freedom of Speech, bla bla. Das zeigt aber tatsächlich, wir haben ja gestern oder vorgestern darüber gesprochen, dass es eben eine Ausgewogenheit zwischen Left Wing und Right Wing geben soll. Wenn selbst das jetzt schon hier so, also wenn hier schon so aufgerüstet wird, verbal. Ähm, dann wird es ziemlich unangenehm, wenn Donald Trump tatsächlich wieder zurückkommt zur Plattform.
17:21 Dennis Horn
Mich erinnert dieser Tweet und Dann legen wir ihn auch direkt wieder zur Seite, weil wir dem hier nicht zu viel einräumen wollen. Aber so ein bisschen wie an diese Lüge der Wahlfälschung, die Donald Trump vorher schon mal so ein bisschen geschärft hat. Um sie dann zu aktivieren, sozusagen.
17:38 Gavin Karlmeier
Stimmt.
17:38 Dennis Horn
Klingt ganz ähnlich für mich. Was hast du mir heute? Wir haben ja so einen dauernden MS-Chat.
17:45 Gavin Karlmeier
Ja, jegliche persönliche Kommunikation zwischen uns ist zum Erliegen gekommen, weil wir einfach die ganze Zeit nur noch über Twitter sprechen.
17:52 Dennis Horn
Wir schicken uns 24 Stunden am Tag. Links hin und her in unserem gemeinsamen Chat. Manchmal frage ich mich schon immer, ob ich dich damit wecke, wenn ich dir irgendwas nach Mitternacht schicke oder um 4 Uhr morgens oder so. Egal. Und du hast mir dann heute auf jeden Fall geschrieben Das ist ganz schön wild für jemanden, der gleichzeitig Veritas twittert. Naja.
18:14 Gavin Karlmeier
Ja, so ist es.
18:15 Dennis Horn
So, also jetzt zu den nächsten Dingen, die wir hier noch auf der Liste haben. Was Twitter arbeitet an Was? An einer Videochat Funktion?
18:23 Gavin Karlmeier
Ja, tatsächlich, ja.
18:24 Dennis Horn
Also es ist gerade, was am dringendsten ist, was?
18:26 Gavin Karlmeier
Ja, genau. Also da scheint jetzt gerade ein, also meine These ist, dass das eins dieser Features ist, die eh schon ewig in der Schublade liegen, die aber nie fertiggestellt wurden. Jetzt werden sie so langsam ausgerollt. Also es gibt auch schon Screenshots von Menschen, die die Möglichkeit haben, eben über die DMs in einen Video-Chat einzusteigen. Ja, ich glaube nicht, dass es einen großen Bedarf danach gibt. Auf der anderen Seite, also vielleicht, wenn man mal gerade unterwegs ist und nur Zugriff zu Twitter hat und sonst Keinerlei Möglichkeiten, ein Video-Chat durchzuführen, dann hilft es vielleicht.
18:58 Dennis Horn
Wer kennt es nicht, diese Situation? So, und das, ähm, okay, damit abgehakt, einfach yet another Funktion, die wir aus jedem x-beliebigen sozialen Netzwerk kennen. Was? Twitter Blue für Android ist gestartet.
19:12 Gavin Karlmeier
Kostet auch 11 Dollar, was interessant ist, weil ich Ich bin ganz ehrlich, ich weiß gar nicht, wie groß der Share ist, den Google zieht, aber dieser 11 Dollar, dieser 11 Dollar-Preis ist ja entstanden, weil es eigentlich um 8 Dollar ging und dann kam ein Aufschlag, weil eben der Apple App Store so eine Vieh dafür nimmt, eine Gebühr, dass dort Transaktionen abgehandelt werden über diese Plattform. Dieser Lärm, den Elon Musk kurz davor gemacht hat, gegen Apple, nach dem Motto, man schränkte die Redefreiheit ein, Apple hat ein großes Problem mit Redefreiheit und möchte eigentlich Redefreiheitsfordernde einschränken. Diesen Lärm hat man hier gegen Google nicht gemacht, sondern tatsächlich klammheimlich auch Twitter Blue für Android gestartet, zum Preis von 11 Dollar ebenfalls. finde ich doch tatsächlich sehr bemerkenswert, wie hier mal wieder mit zweierlei Maß gemessen wird.
20:06 Dennis Horn
Und Twitter Blue Yearly?
20:09 Gavin Karlmeier
Du kannst jetzt für 80 Dollar im Jahr Du kriegst quasi zwei Monate geschenkt, wenn du direkt für ein Jahr abschließt, Twitter Blue auch am Stück finanzieren.
20:19 Dennis Horn
Und mit diesem Metzgereien-Bild lassen wir euch jetzt ins Wochenende.
20:25 Speaker 4
Die nächste Scheibe reichen wir euch am Montag über die Theke. Schönes Wochenende allen. Gute Nacht.