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Folge 43 · 23. Januar 2023 · 44 Min.

Jetzt neu: Twitter Premium Pro Plus Gold!

mit Dennis Horn

Twitter Blue bekommt offenbar einen teureren großen Bruder. Außerdem gibt es offenbar e̶n̶d̶l̶i̶c̶h̶ ̶K̶l̶a̶r̶h̶e̶i̶t̶ weiterhin Chaos um die Frage, wie viele Menschen denn jetzt eigentlich noch bei Twitter arbeiten – und wir haben Neuigkeiten aus der wundervollen Welt der Lesezeichen.

Transkript

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00:01 Intro

Haken dran.

00:03 Gavin Karlmeier

Das Social Media Update der CT. Guten Morgen, Gavin. Hallo Dennis. Hörst du es knistern? Was genau knistert? Ihr knistert viel.

00:15 Dennis Horn

Ich sitze in einem Hotelzimmer in einer nicht näher zu benennenden Stadt und bin hier reingekommen und es lief so, und das kennst du wahrscheinlich auch, es lief ein Lagerfeuer auf dem Fernseher. Und ich habe mir gedacht, fürs Ambiente, exakt, fürs Ambiente und für die Atmosphäre, lasse ich das einfach mal laufen.

00:31 Gavin Karlmeier

Ja, absolut.

00:33 Dennis Horn

Ich hoffe, gerade als ich reinkomme, lief da ganz kurz auch so ein Trailer von dieser Hotelkette. Ich hoffe, der läuft jetzt gleich nicht.

00:41 Gavin Karlmeier

Ich muss dir leider sagen, aus Erfahrungen der vergangenen Wochen, zwischendurch ballert er rein. Also überleg dir das gut. Ja, dann mache ich das vielleicht.

00:49 Dennis Horn

Dann stoppen legen wir das Knistern in der Post drunter.

00:53 Gavin Karlmeier

Also, also, äh, das, äh, da spricht der Motel One-erfahrene Mensch aus mir. Aber Frühstück ist okay.

01:00 Dennis Horn

Ihr Frühstück ist okay und also ich komme ja nur wegen der Gratisflasche Wasser.

01:05 Gavin Karlmeier

Ich komme wegen des Granola-Müsli und des Orangensafs.

01:12 Dennis Horn

Das klingt, als würden wir bezahlt werden, werden wir nicht. Wir lieben eigentlich andere Hotels.

01:17 Gavin Karlmeier

Absolut. Eigentlich lieben wir alle anderen Hotels, die es sonst noch gibt. So, dann damit sind wir journalistisch ausgeglichen hier und können starten. Also lass mal, die neue Woche beginnt. Ich würde gerne mit dir erstmal so Statusklärungen machen. Wie steht das Unternehmen Twitter eigentlich gerade, da CNBC berichtet aus internen Aufzeichnungen Dass der also der der Anteil der Entlassungen so aussieht, dass Twitter rund 80 Prozent seiner Leute rausgeworfen hat, seit Elon Musk das Unternehmen übernommen hat. Und jetzt sei man bei etwa 1300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und von denen 550 Vollzeitingenieure. Das ist extrem ausgedient und CNBC beruft sich da Auf einen ehemaligen Twitter-Ingenieur, der gesagt hat: Damit wird es wirklich schwierig, den Dienst A aufrechtzuerhalten und B geschweige denn neue Funktionen hinzuzufügen. Es kommen ein paar Leute auf diese 1300 noch drauf, nämlich rund 130 Personen, also ein Zehntel aus Elon Musks anderen Unternehmen, also Tesla, SpaceX und der Boring Company. Die er mitgebracht hat, um für Twitter zu arbeiten. Da hat man ja zum Teil so einen recht harschen Namen irgendwie im Unternehmen Twitter. Das sind seine Ausputzer oder irgendwie so.

02:52 Dennis Horn

Die schläft.

02:54 Gavin Karlmeier

Die Schläger, der Schlägertrupp und Elon Musk weist das zurück. Also er sagt, es sind nicht 1300, es sind 2300 aktive und arbeitende MitarbeiterInnen bei Twitter. Hunderte würden nach wie vor an Trust and Safety arbeiten. Und darüber hinaus gäbe es nochmal tausende Vertragsmitarbeitern. Ähm, und es würden nur weniger als zehn Leute von, also nur weniger als zehn Schläger werden dabei. So hat er es nicht formuliert. CNBC wollte dann nochmal ein bisschen eine genauere Aufschlüsselung und Klarheit. Twitter hat natürlich. Nicht geantwortet, weil ja in der Kommunikation null Leute offenbar arbeiten im Moment. Das bist du, ne? Ja. Ja, das ist offenbar so. Also wir erreichen ja in unserer journalistischen Arbeit da auch niemanden mehr. Die sind alle raus. Es ist irre. Ja. So, also das erstmal zum Unternehmensstatus. Fällt uns was dazu ein? Müssen wir was dazu sagen oder nehmen wir das jetzt so hin?

03:52 Dennis Horn

Es ist halt ein bisschen schwierig, weil wir da jetzt diese Community-Node auch immer sehen unter Tweets, die eben sagen, Twitter hat nur noch 1300 Mitarbeiter. MitarbeiterInnen. In dieser Community Note, also diese von der Community, von Twitter-Nutzenden, angepassten Meldungen, die quasi darunter steht, um wie hier steht, Kontext zu zu schaffen. Steht halt drin, eigentlich arbeiten zwei dreihundert Menschen aktiv bei Twitter. Und das ist natürlich schwierig, weil es bezieht sich immer nur auf diesen einen Tweet von Elon Musk und damit hat jeder, der jetzt quasi selbst wenn diese Information von Elon Musk nicht stimmt, ist relativ Schwierig jetzt, die tatsächliche Zahl von 1300 sollte sie es denn sein, zu veröffentlichen, ohne dass immer wieder drunter kommt, dass eigentlich Elon Musk gesagt hat, es sei mehr. Ich finde, das ist ein ganz gutes Beispiel dafür, wie diese Community-Notes auch schwierig. Es schwierig machen können, sich tatsächlich.

04:46 Gavin Karlmeier

Ja, weil da so ein He Set-Sheeset-Ding draus wäre. Ja, genau. Ja gut. Also wir nehmen jetzt die Zahlen, die CNBC berichtet hat und setzen einen mindestens davor. Oh, brillant. Und da damit können wir jetzt hier für ähm Die weiteren Minuten arbeiten in dieser Ausgabe. Und kommen jetzt mal zu dem, was diese mindestens 550 Vollzeitentwicklerinnen und Ingenieure da leisten sollen. Neuen Funktionen und starten mit der Timeline. Da gab es sehr viel vorweggenommenes Leid, weil Twitter ja eine große Nutzerschaft hat. An Leuten, die sehr schätzen, dass hier alles schön chronologisch sortiert ist und so funktioniert wie ein Nachrichtenticker. Und jetzt kam Elon Musk und hat diese. For You Timeline etabliert, die wir schon so ein bisschen vom Prinzip TikTok kennen. Wir haben öfter hier darüber gesprochen. Und Elon Musk Mit aller Vorsicht, mit der wir hier seine Ankündigungen und Tweets betrachten müssen, das vielleicht vorab, weil es kommen jetzt noch so einige in dieser Ausgabe hier, sagt, dass die Twitter-App aufführen soll. Die For You Timeline immer so als Standard zu setzen, wenn man die App schließt und dann wieder startet, sondern sich in Zukunft merken wird, Ob man auf der umgekehrt chronologischen Following-Timeline war oder einer Liste, die man sich selbst da auch anheften kann. Und wenn ich die App dann wieder starte, dann lande ich wieder in dieser Umgebung.

06:26 Dennis Horn

Ja, das ist so ein bisschen.

06:28 Gavin Karlmeier

Das wäre so wie jetzt eigentlich. Nur, dass er nicht mehr aufs Sternchensymbol klicken muss, sondern hin und erwischen kann.

06:35 Dennis Horn

Genau das und dass diese For You-Timeline eben etwas anders sortiert ist, als es bisherig. bisherige algorithmisch sortiert, weil die VLU-Time viel mehr Empfehlungen bietet. Auch wenn das weniger werden sollen, ist sie ja immer noch angereichert von Empfehlungen. Ähm, ich hab da nicht das Gefühl, dass das wohl überlegt ist, diese Entscheidung, sondern könnte mir vorstellen, dass entweder Menschen in Elon Master. Umfeld oder ihm selber die jetzige Lösung auch ein bisschen auf die Nerven gegangen ist. . Also wir haben da ja letzte Woche schon mal drüber gesprochen, dass es vermutlich so werden wird, dass diese For You-Seite die Haupt Hauptstaatsseite werden wird. Das wird ja jetzt erstmal wieder kassiert. Ich könnte mir vorstellen, dass das erstmal der Fall sein wird. Also dass das früher oder später sich wieder ändern wird, weil eben über die ForU-Page am Ende auch vermutlich mehr Geld zu machen ist. Also weil einfach die Nutzungsdauer vermutlich erhöht werden wird. Wir haben da ja auch schon mal schon öfter darüber gesprochen, dass gerade für die Leute, die Twitter eben nicht so Power-User-mäßig nutzen wie wir. dass die da den Content bekommen wollen, den sie in der For You-Page wahrscheinlich auch vorneweg angezeigt bekommen werden. Und dementsprechend ist das vermutlich ohnehin die attraktivste Startseite für die meisten Menschen, würde ich behaupten.

07:47 Gavin Karlmeier

Ja, oder Wie wir in der Musikplanung beim Radio sagen, da wird die Rotation verengt. Und schulsalter Musikplaner im Radio. Als alter Musikplaner beim Radio. Aber wir haben ja auch am Anfang des Podcasts schon gesagt, es wird uns jetzt immer wieder passieren und es ist faszinierend dabei zuzuschauen, dass Elon Musk irgendwelche Dinge ausprobiert, nur um am Ende dann wieder zu dem zurückzukommen, wie es vorher war. Das haben wir in der ersten Episode schon gesagt, ne? Und das ist immer wieder der Fall. Absolut. Absolut. So. Und was ich aber dann trotzdem irgendwie eine gute Idee finde, Elon Musk. Twittert auch, dass die Nutzerinnen und Nutzer irgendwann die Möglichkeit haben sollen, diese Leiste oben, also For You oder Following oder welche Liste auch immer ich mir da festklemme. zu ordnen mit einer individuellen Reihenfolge. Und das finde ich doch schon eine gute Sache, die ich mir eigentlich schon längst gewünscht hätte.

08:42 Dennis Horn

Ja, das gibt's, also mit den Listen gibt es das ja schon. Also es gibt die Möglichkeit, eine Liste zu erstellen und diese als eine weitere Timeline hinzuzufügen und hin und her zu wischen. Da haben wir ja, glaube ich, auch schon mal drüber gesprochen, dass ich das zum Beispiel im Fall des Ukraine-Krieges gemacht habe, eine Liste angelegt habe, in der Kind valide Quellen drin sind, denen ich jetzt nicht zwangsläufig folgen muss, um nicht meine grundsätzliche Twitter-Experience zu verändern, die ich aber als eigene Timeline mir angeheftet habe und durch die ich wischen kann. Erstaunlich ist, dass Elon Musk in der Kommunikation jetzt gerade so tut, als wäre das seine Erklärung. weil das Feature ist wirklich nicht neu. Naja, was soll man da noch sagen?

09:21 Gavin Karlmeier

Wir Wir bleiben mal ein bisschen in der Welt der Funktionen. Bei Twitter, es wird sich bei den Bookmarks noch einiges tun, richtig?

09:29 Dennis Horn

Ja. Da haben wir ja immer wieder schon auch in den letzten Tagen darüber gesprochen, dass die Position des Bookmark-Buttons sich verschiebt, dass Elon Musk es quiet like nennt. Und das hat er jetzt ein bisschen mit Leben gefüllt, denn quiet like bedeutet nicht nur, wie wir als These auf Wenn ich einen Tweet-Bookmarke, dass der dann auch eben in meine Empfehlungsalgorithmen übergeht und mir ähnliche Tweets zu denen angezeigt werden, nicht nur die ich geliked habe, sondern auch die, die ich gebookmarkt habe. Nee, jetzt ist es wohl auch so, dass auch der Like Count höher geht, wenn ich einen Bookmark setze. Das finde ich doch ein bisschen irritierend, weil ich also Ich weiß nicht warum, ehrlicherweise. Also, ich kann, wenn ich einen Tweet als Bookmark setze, steigt die Anzahl der Gefälltmehr-Angaben unter diesem Tweet. Man kann aber eben nicht sehen, wer es gebookmarkt hat. Also Menschen, die Bookmarken, bleiben immer. im Verborgenen damit. Das ist jetzt auch schon so ein bisschen da. Gleichzeitig ist jetzt dieser Bookmark-Button da, also wenn ich auf einen Tweet drauf Tippe in der App, dann ist neben dem Like auch ein Bookmark-Symbol. Und inzwischen wurde das gefixt. Wir nehmen das hier am Sonntagabendabend auf, aber am Samstag war es bei mir zum Beispiel noch so der Fall, dass zwar dieser Bookmark-Button da war. ich ihn auch tippen konnte, er sich aber nicht verändert hat und oben einfach nur angezeigt wurde Tweets, Tweets zu deinen Lesezeichen hinzugefügt. Das heißt, das war quasi so ein One-Shot-Knopf, mit dem ich auch nicht rückgängig machen konnte, dass ein Tweet ein Lesezeichen geworden ist. Das scheinen sie gerade anzupassen und daran merkt man, das Feature ist noch nicht fertig. Also der wird jetzt gerade noch weiter herumgeschraubt und es verändert sich die ganze Zeit, was dieses Bookmarken tatsächlich für eine Wirkung hat. Im Browser habe ich die Funktion tatsächlich immer noch nur im Teilmenü versteckt, dieses Bookmarken.

11:07 Gavin Karlmeier

Und dann soll es noch die Möglichkeit geben, die Bookmarks auch in Ordner zu sortieren. Das habe ich auch noch auf der Liste. Also ich muss dich immer davon erzählen lassen, weil ich habe gerade nochmal die Twitter-App geöffnet, weil bei mir ist die immer noch. So wie als wir diesen. Das macht mein iPhone ja automatisch. Und diese App ist immer noch so, wie als wir diesen Podcast begonnen haben. Ich frage mich jetzt. Sagt eine ganze Weile, worüber sprechen wir hier eigentlich? Das passiert eh nicht.

11:35 Dennis Horn

Erzähl mal eine Simulation.

11:40 Gavin Karlmeier

Ja, aber wirklich. Mach mal weiter. Erzähl mal, was da angeblich mit diesen Bookmarks und den Ordnern passieren soll.

11:46 Dennis Horn

Also, es soll die Möglichkeit geben für Twitter Blue Subscriber zumindest. bemerkenswert, dass diese Funktion eben nur für Twitter Blue AbonnentInnen ausgerollt wird. Auf der anderen Seite. Irgendetwas muss man denen ja für die 8 Dollar anbieten. dass es die Möglichkeit gibt, äh, Ordner zu erstellen für diese Bookmarks. Ich mache also ein Lesezeichen und schiebe das in einen Ordner. Das kennen wir schon von Instagram und von Facebook. Also das gibt es in anderen Apps ja durchaus schon. Ja Ich also ja, ich habe das Gefühl, dass sie sich da ein bisschen doll festbeißen an diesen Bookmarks und kann mir aber nicht vorstellen, dass das so ohne, also die Welt hat da nicht auch gewartet, die letzten 15 Jahre, glaube ich.

12:23 Gavin Karlmeier

Aber wenigstens eine Stelle in Twitter, wo man mal richtig aufräumen kann und was machen kann. Jetzt hast du gerade die 8 Dollar schon genannt oder 11 Dollar, je nachdem in welcher Welt wir unterwegs sind und damit landen wir direkt. Bei Twitter Blue. Unser Lieblingsthema. Und wir sagen wir mal, wir machen es noch ein bisschen diversifizierter, was hier passiert. Elon Musk will. Ein weiteres, teureres Twitter Blue Abonnement einführen. Und das wiederum zeichnet sich dadurch aus, dass keine Werbung mehr in der Timeline angezeigt werden soll. Also im Grunde Das, was Tweetbot und Twitter-Nutzer bisher genossen haben. Also wir sind im Moment bei diesem Twitter Blue Abo bei eben 8 oder 11 Dollar und das Versprechen, das mit diesem Abo einherkommt, ist, Ihr seht die Hälfte der Werbung im Vergleich zu Leuten, die das Abo nicht abgeschlossen haben, die sich hier nicht haben verifizieren lassen, im Versuch unternommen haben. Und jetzt soll dieses teurere, aber dafür werbefreie, Abo ein bisschen die bisher eher enttäuschenden Abonnentenzahlen nach oben treiben. Gleichzeitig verliert Twitter auch Geld, weil die Werbeeinnahmen um 40 Prozent bis zu 40 Prozent zurückgegangen sind. Auch darüber haben wir schon gesprochen, ich glaube in der vergangenen Woche und jetzt arbeitet Twitter eben an diesem ausgefeilteren, teureren Twitter Blue-Abo und auch daran Nicht nur die Menge, sondern auch die Größe von Anzeigen auf Twitter zu verringern, die sind Elon Musk Zu groß.

14:09 Dennis Horn

Also, das ist, da weiß man wirklich, wirklich, ich weiß nicht, ob es dir auch so ging. Ich habe das gelesen und habe mir wirklich gedacht, und da weiß man wirklich nicht mehr, was man dazu noch sagen soll. Also, das Geschäftsmodell ist ja jetzt schon noch undurchsichtiger als in der Vergangenheit schon. Vor allem für NutzerInnen ist es gar nicht mehr nachvollziehbar. was ich jetzt wie machen muss, um welche Experience zu haben. Also ich weiß jetzt, ich kann für 8 oder 11 Dollar oder 80 Dollar jährlich Twitter Blue abschließen, kriege dafür einen blauen Haken und kann die Hälfte der Werbung sehen und eventuell kann ich dann bald auch noch Twitter Blue Plus. Twitter Gold, Twitter Premium, ich weiß nicht, wie es heißen wird, es wird ja einen Namen haben. Und einen Preis haben wir auch noch nicht.

14:49 Gavin Karlmeier

Wir haben ja auch schon mal gerechnet. Die 40 Dollar, ne? Ja, der Preis muss so hoch sein. um überhaupt die Verluste, die gleichzeitig dann entstehen würden, weil die Werbung nicht mehr angezahlt wird. Wer bezahlt denn das? Das kommt ja auch nochmal dazu.

15:02 Dennis Horn

Genau. Also es gab diese Zahl, die waren wir auch relativ früh schon. besprochen hier in dem Podcast, dass irgendein Medium das mal ausgerechnet hat, dass diese der Wegfall der Werbeeinnahmen eigentlich 40 Dollar im Monat pro NutzerInnen kosten müsste, um kostenneutral zu sein. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Twitter Blue Premium Pro Plus 40 Dollar im Monat kostet. Und dann stellt sich die Frage, wofür das Ganze? Also was hat man davon? Ich habe keine Antwort darauf, aber ich bin auf Twitter pur sehr gespannt.

15:36 Gavin Karlmeier

TwitterBlue Premium Pro Plus. Genau. 3P. Also, also diese, und dann dieses Durcheinander bei den bei den Preisen. Auch eben noch diese Bookmark-Nummer mit Quiet-Like und das zählt dann doch auf die großen Likes und dann doch irgendwie die. Wir sind fast schon auf Facebook-Niveau.

15:58 Dennis Horn

Ja, das ist so. Vor allem, wenn man sich überlegt, dass Elon Musk relativ nah nach seinem Antritt gesagt hat, dass diese ganzen Microservices, die eh niemand benutzt, erstmal abgeschafft werden müssen.

16:08 Gavin Karlmeier

Dafür sind es jetzt ganz schön viele Microservices.

16:10 Dennis Horn

Ja, ganz genau. Jetzt kommen hier viele, viele neue. Naja.

16:13 Gavin Karlmeier

Machen wir mit den nächsten weiter. Also, Twitter arbeitet weiter an Awards und Coins, auch da scheint irgendwie ein bisschen Musik drin zu sein, weil man ja damit Geld verdienen kann. Awards, das sind so Gamification-Aspekte. Da kann man sich dann so Badges und Medaillen erspielen, sozusagen, wenn man Sich ordentlich verhält auf der Plattform ist Kämmer von verschiedenen anderen Plattformen, so habe ich es verstanden und dann Coins, also da gab es jetzt noch so einen Screenshot, so eine Währung innerhalb von Twitter. Wir haben ja auch schon mal gemutmaßt. So bringt Elon Musk Twitter mit Krypto zusammen. Und da gab es jetzt einen Screenshot, dass man sich 100 oder 1000 kaufen kann und wenn man sich die kauft für einen Betrag X, der war aber auch nur so ein Beispiel. Deswegen Müssen wir das nicht zu ernst nehmen? Dann kriegt man nochmal 10 oder 100 Coins nochmal zusätzlich als Bonus obendrauf. Und es wurde gemutmaßt bei oder gefragt bei Twitter, ob nicht auch sowas wie ein Creator-Fund

17:24 Dennis Horn

Interessant wäre. Das ist tatsächlich spannend, oder?

17:27 Gavin Karlmeier

Ja, Elon Musk antwortet: Yeah, we're thinking hard about this.

17:32 Dennis Horn

Was auch erstmal nichts bedeutet natürlich. Aber die Überlegung, und das gab es wohl, hat man so immer mal wieder gelesen, das wird sogar in diesem New York Magazine. Text wird das auch besprochen, dass Elon Musk relativ früh gesagt hat, als Teil seines Plans für Twitter, als er angetreten ist, eine Entlohnung für Creator, damit diese eben nicht zu YouTube gehen, sondern bei Twitter stattfinden.

17:57 Gavin Karlmeier

Also es ist erstmal logisch, sowas grundlegend zu hören, weil die anderen Plattformen sowas auch bieten, also YouTube, Instagram. Insbesondere TikTok auch, machen sich viele Gedanken darüber, wie können Sie die Creator, die bei Ihnen unterwegs sind, exklusiv halten. Und das sind ja auch Plattformen mit einer recht ausgeprägten Creator. Culture. Und so würde ich aber, deswegen halte ich das jetzt erstmal so für einen Fehlschluss, der Elon Musk da unterläuft. So würde ich das bei Twitter eben nicht sehen. Also die Leute, die Twitter konstant mit Content füllen oder es zumindest bisher getan haben. Mal abgesehen davon, dass diese Plattform ja auch überhaupt nicht die Sexiness ausstrahlt, dass ich sie unbedingt mit Content füllen möchte, so, sind ja schon die ganze Grundlage, die Umgebung, die Rahmenbedingungen sind ja ganz anders. Als auf den anderen Plattformen, die eine komplette andere, auch inhaltliche Prägung haben. Aber die Leute, die das doch jetzt machen und diesen Dienst Lieben. Die würden doch einen Teufel tun, sich als Creator an Twitter zu binden und verpflichten zu lassen. Sehe ich das falsch? Also es ist doch hier ein kulturell komplett anderes Ding.

19:10 Dennis Horn

Ich habe zu 100% dieselben Gedanken. Also Twitter hat gerade diesen riesengroßen Diesen riesengroßen Vorteil, dass diese ganzen Creator, die auf anderen Plattformen exklusiv sind, sei es bei YouTube oder Facebook Gaming, ist ein gutes Beispiel übrigens Kleine Randnotiz, diese Exklusivbindung von Creator an Facebook Gaming ist seitens Meta auch schon quasi zur Einstellung geplant. Also da steht schon fest, dass dieses Modell früher oder später auslaufen wird. Es gibt da, glaube ich, sogar schon ein Datum. ab wann diese ganzen Exklusivitäten wegfallen. Das heißt, andere Netzwerke geben das schon wieder auf, was Twitter jetzt scheinbar zu planen scheint Zu planen versucht. Aber diese ganzen CreatorInnen kommen zu Twitter und veröffentlichen da die Hinweise darauf, dass sie in ihrer Plattform, wo sie zum Beispiel Originals veröffentlichen, etwas Neues. geschaffen haben. Also sei es Twitch oder YouTube, die haben alle noch einen Twitter-Account dazu. In dem Moment, wo Twitter aber anfängt, sich auf diese Ebene zu begeben Verlieren sie diese Möglichkeit, wäre meine Einschätzung. Also weil Creator dann natürlich sagen, hey, wenn es hier die Möglichkeit gibt, Geld zu verdienen und ich bekomme aber nichts, warum soll ich dann dort noch stattfinden? Und in der Tat, die inhaltliche Prägung ist halt eine völlig andere. Also die Art, wie der Content auf Twitter aussieht Ist, unterscheidet sich ja extrem stark von YouTube und Twitch. Das ist zwar in den in der Vision von Elon Musk irgendwann nicht mehr so. Wenn es nach ihm geht, greift er ja vor allem zuerst YouTube und offenbar auch TikTok an. Aber jetzt gerade ist das schon so, dass man jetzt nicht vermuten würde, dass hier die 40-Minuten-Hochglanzreportage über ich fahre mit dem Elektroauto durch die durch Sibirien. dass die exklusiv bei Twitter veröffentlicht wird, kann ich mir irgendwie nicht vorstellen. Und ein letzter Gedanke dazu, wenn Twitter tatsächlich Interesse an Original Content hat und daran Menschen so exklusiv unter Vertrag zu nehmen und wirklich mit diesen als Publisher aufzutreten, was sie dann ja täten. Dann frage ich mich, warum sie dieses Modell nicht von vornherein mitgedacht haben, als sie zum Beispiel angefangen haben, JournalistInnen mit ihren Twitter-Files. einfach nur Threads veröffentlichen zu lassen. Also die, die Leute, die sie schon exkl exklusiv, scheinbar exklusiv, zumindest mit Inhalt geködert haben. Die haben ja nichts anderes gemacht, als 30 Tweets hintereinander zu schreiben. Und wenn das die exklusive Content-Vision ist, die Twitter da tatsächlich vorschwebt, dann muss sich sowohl YouTube als auch TikTok eigentlich keine Sorgen machen.

21:35 Gavin Karlmeier

Oder Sie sehen Twitter Notes als solches Mittel, also die Möglichkeit da irgendwann längere Artikel, wenn es überhaupt Twitter, ne? Weiß ich gerade gar nicht. Aber längere Artikel online zu stellen. Wir haben ja schon über den Ausbau von Tweets in so Longform-Formate. Gesprochen, aber auch da frage ich mich dann, ob das dann am Ende reicht. Weißt du? Ja, natürlich nicht. Also ich habe ja hier schon mal, glaube ich, gesagt, es gibt zuverlässig einen, der Twitter noch nie verstanden hat, und das ist Twitter selbst. Das war auch schon vor Elon Musk so und Also je mehr sich die Dinge ändern, desto mehr bleiben sie offenbar gleich. So.

22:19 Dennis Horn

Finde ich aber auch spannend übrigens als Frage, ob das nicht im Umkehrschluss bedeutet. Dass Twitter selber niemals in die Position kommen wird, vor die Community zu kommen. Also, ob sie nicht die ganze Zeit ohnehin dazu verdammt sind oder vielleicht auch das Privileg haben, je nachdem, so stark Community getrieben zu sein, dass sie eigentlich, wenn sie sich einfach mal so auf die Welle legen würden und mittreiben lassen würden. Dass sie damit eigentlich viel weiter kämen, als wenn sie versuchen würden, den Strom in eine andere Richtung zu schieben. Tolles.

22:50 Gavin Karlmeier

Oder ist es einfach so, dass dieser Dienst so fundamental umgebaut werden muss? Mit der entsprechenden Anstrengung und den Kosten, die dahinter stecken, dass von all den Gedanken, die wir uns grundsätzlich machen, über was ist eigentlich Twitter, am Ende nichts mehr übrig bleibt. Wir werden es sehen. Jetzt müssen wir noch an einer Stelle bleiben, wenn es um Geld geht und Funktionen. Dann haben wir jetzt, und auch da erinnert mich Twitter schon wieder so an Facebook, an Instagram hier sogar ein bisschen mehr. Wir haben über diese Kooperationen gesprochen mit Medienunternehmen, aber auch mit Sportorganisationen. Und jetzt gibt es eine oder zumindest die Planungen für eine Shopping-Funktion innerhalb von Twitter, nämlich dass man sich auf diesen Game-Event-Pages, die dazu existieren. Direkt die NFL-Trikots kaufen kann.

23:44 Dennis Horn

Also, wer diese Pages noch nie gesehen hat, die gab es ja auch zur WM zum Beispiel. Du kannst dann, wenn ein St. Spiel läuft, zum Beispiel Deutschland gegen Argentinien. Dann kannst du auf dieses Spiel tippen und dann steht ja der aktuelle Punktestand in Echtzeit und vielleicht sogar ein eingebundener Live. Video Stream, wenn es den gibt, irgendwelche weiteren Informationen, Tweets zum Thema und jetzt eben auch ein Shopping-Reiter. Ja, wie oft hast du denn schon Sachen über Instagram Shopping gekauft, Dennis?

24:14 Gavin Karlmeier

Ich wollte gerade in ähnliche Richtungen argumentieren, weil mir jetzt direkt einfiel Dass Instagram doch diese Shopping-Funktion jetzt tendenziell eher wieder verbirgt.

24:23 Dennis Horn

Das verschwindet aus der Navigation unten. Vielleicht wird Twitter zur Abstellrampe. Also vielleicht sagt ne, Restrampe heißt das. dass einfach diese ganzen Features, die auf anderen Netzwerken ausprobiert und als gescheitert erklärt wurden, dass die dann hier nochmal ausprobiert werden. Und dann sind wir bald wieder bei den Fleets.

24:42 Gavin Karlmeier

Die fand ich übrigens ganz gut. Also die hätten sie auch behalten können. Dem hätte ich mehr Zeit gegeben.

24:49 Dennis Horn

Ich, ja, ich.

24:50 Gavin Karlmeier

Bist du sprachlos jetzt, weil ich das so sage?

24:52 Dennis Horn

Ja, ich habe das so, also ich würde mal sagen, die gab es so gefühlt neun Monate lang, vielleicht war es länger. Und ich habe das auch einmal benutzt.

25:03 Gavin Karlmeier

Ja, gut, aber wir haben auch schon gelernt, du bist ja auch nicht so der Instagram-Story-Typ.

25:08 Dennis Horn

Ich wär's gerne, aber mir fehlt einfach, Instagram bezahlt mich nicht für den Content, deswegen.

25:13 Gavin Karlmeier

Achso, deswegen. Ja, okay, gut. Jetzt, also heute die Künste der Überleitung. Jetzt haben wir bei Instagram, eine interessante Geschichte. Alessandro Paluzzi, der Kerl ist Reverse Engineer. Das sind diese Leute, die Software auseinandernehmen. und da reingucken, was sie denn so darin finden. Und wenn man sich zum Beispiel so eine so eine aktuelle App, die Version, irgendwie den Programmcode versucht so zu reverse engineeren. Da findet man dann manchmal schon so neue Funktionen, die erst in ein paar Wochen freigeschaltet werden oder so. Und Außerdem steht in seiner Twitter-Bio Leaker. Das heißt, er reverse engineert und leakt dann im Anschluss. Und Alessandro Paluzzi twittert, dass Instagram darüber nachdenkt, die Cross-Posting-Möglichkeit rauszunehmen. Also, ihr kennt das vielleicht, wenn ihr Beiträge bei Instagram postet und dann kurz bevor ihr auf Jetzt veröffentlichen tippt. Dass ihr noch die Möglichkeit habt, diese Beiträge auch irgendwie bei Twitter rauszuhauen, bei Tumblr und so weiter und so fort. Also so Drittplattformen. Und deine These ist, na, da hat sich Instagram vielleicht ein bisschen was bei Twitter abgeschaut

26:37 Dennis Horn

Ja, das oder meine Formulierung war ja, das wäre ohne die Ereignisse der letzten Wochen nicht passiert. Ich glaube, es hat auch ein bisschen was damit zu tun, dass Twitter vielleicht einfach auch der Brand Safety schaden könnte. Also die anderen sozialen Netzwerke, die Instagram da ja erlaubt, sind Tumblr, Ameiba und okay. ru Ähm, alles keine Plattform, die jetzt vielleicht die Instagram, wovon Instagram profitiert, wenn es ermöglicht, dort Cross zu posten. Und man muss ja auch dazu sagen, dass Twitter diese Möglichkeit des Crosspostings damals auf seiner Seite wahnsinnig stark eingeschränkt hat. Also früher wurden ja die Fotos, ganz früher jetzt. erzähle ich wieder aus einer Zeit, wo das Internet noch schwarz-weiß war. Aber ganz früher war das noch so, dass die Bilder, die ich so gecrosspostet habe zumindest rich embedded wurden, also dass ich das Bild selber als Linkvorschau gesehen habe und dann auf das Bild klicken konnte. Das wird dann irgendwann seitens Twitter eben abgeschafft, sodass ich, wenn ich das jetzt tue, eigentlich nur noch einen Link zu einem Instagram-Post veröffentliche. Dementsprechend witzlos ist die Funktion auch und nutzen die Leute auch nicht, aber der Zeitpunkt ist doch schon, ähm, spricht doch schon für sich, wenn gerade jetzt erwogen wird, eben diese Möglichkeit zu Twitter zu teilen, eben komplett zu entfernen.

27:52 Gavin Karlmeier

Ah, okay. Und Brand Safety, damit der Name Twitter innerhalb von Instagram nicht mehr auftaucht. Aber die anderen verschwinden ja auch, ne? Genau, die anderen. Und du sagst einfach, die sind nicht so wichtig. Ja. Okay. Ja, ich verstehe. Weiß ich nicht. Ich kann sein.

28:09 Dennis Horn

Es ist nur eine Mutmaßung.

28:11 Gavin Karlmeier

Wir haken das mal ab, aber wir sind damit wieder bei den Drittplattformen. angekommen und wir hatten dieses dieses seltsame statement von twitter besprochen warum Oder was da gerade passiert. Und das ging doch in etwa so, wie wir unsere schon seit langem geltenden API-Regeln durch. Es könnte deswegen sein, dass einige Drittanbieter Clients oder überhaupt einige Dienste, das war ja noch sehr viel allgemeiner gehalten, jetzt nicht mehr funktionieren oder gerade nicht funktionieren So, und da hat man dann so gezweifelt, naja, was ist das denn für ein Statement? Wie seltsam. Wir haben oft genug darüber gesprochen hier in der vergangenen Woche. Und Jetzt haben wir zumindest so ein bisschen Klarheit. Twitter hat klammheimlich, nachdem man diesen Diensten den Saft abgedreht hat, indem man einfach die Schnittstelle dazu dicht gemacht hat, Die Entwicklervereinbarung überarbeitet. Am vergangenen Donnerstag nach unserer Aufzeichnung, deswegen ist heute. Die erste Möglichkeit mal darüber zu sprechen. Und da gibt es jetzt eine Klausel in dieser Entwicklervereinbarung von Twitter, die verbietet, einen Ersatzdienst oder ein ähnliches Produkt wie die Twitter-Anwendungen zu schaffen. Oder zu versuchen, einen solchen zu schaffen. Und dieser Zusatz, der jetzt da neu drin ist in dieser Entwicklervereinbarung von Twitter, ist die. Im Grunde einzige wesentliche Änderung in dieser Vereinbarung. Und sie wurde nachgerüstet. Also, das heißt, Twitter. Hat erklärt, dass hier seit langem bestehende API-Regeln durchgesetzt wurden, als diese Drittplattformen, äh, Drittclients denen der Saft abgedreht wurde. Hat nicht angegeben, gegen welche Regeln und seit langem geltende Regeln diese Entwickler denn verstoßen hätten, und diese Regeln dann einfach nach dem Abschalten dieser Entwicklervereinbarung hinterher. Zugefügt. Das ist doch fantastisch.

30:17 Dennis Horn

Das ist wirklich der Wahnsinn, ne? Also, das ist so ein bisschen so, du änderst die Regeln eines Spiels. Für die du aber schon längst, für dessen, den Verstoß, du aber schon im Vornherein direkt Strafen ausgesprochen hast. Ja, ja. Ja, das kann man sich irgendwie nicht vorstellen, dass das tatsächlich passiert ist. Die Diskussion um die Verantwortung gegenüber möglichen Unternehmen, die am Ende an dem Nabel von Twitter hängen. Die braucht man sich, glaube ich, fast gar nicht zu stellen bei einem Unternehmen, das von Elon Musk geleitet wird. Aber ich, also das ist, passt total in diese Shitshow.

30:54 Gavin Karlmeier

Auf der einen Seite braucht man es nicht, auf der anderen Seite muss man natürlich sagen, das sind Unternehmen. Also da arbeiten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an diesen Apps. Und das ist natürlich eine Katastrophe. Man kann sagen, dumm, wenn ihr euch nur irgendwie so an eine, an einen Dienst dranhängt, an eine Plattform und und davon lebt, wie so ein Parasit. Auf der anderen Seite katastrophal, was da passiert ist für diese Unternehmen. Und jetzt muss man sagen, insbesondere Twitterfic zum Beispiel. Das ist so eine dieser Drittanbieter-Apps, die von dieser Abschaltung der Schnittstelle jetzt betroffen sind. Diese App wurde entwickelt bevor Twitter eine eigene hatte auf dem iPhone Du hast es letzte Woche schon gesagt, von denen kommt das Wort tweet, von denen kommen andere Funktionen. die man heute dieser großen Twitter-App zurechnet. Also eigentlich haben die viel von dem, was. was Twitter ausmacht und so geschaffen, es ist katastrophal.

32:03 Dennis Horn

Es ist wirklich katastrophal, weil Twitter da und ich fürchte, das ist aber leider so ein bisschen ein Wie sagt man, das passt in die Zeit. Diese ganzen Apps waren es ja, die Twitter groß gemacht haben, weil Twitter, als es angefangen hat. Es sah scheußlich aus, wir haben da schon oft drüber gesprochen. . . Es hatte eigentlich keinen, eben nicht diesen Designfaktor, den es heute vielleicht hat, sondern es war damals eine sehr sperrige, sehr. . maschinell wirkende Website und diese Apps waren es, die es geschafft haben, das eben einem größeren Publikum attraktiv zu machen, weil diese Apps eben eine gewisse Attraktivität hatten und eine sehr einfache sehr einfachen Nutzungszugang. Fast alle, die, also ich, du wirst das ja auch so gemacht haben, auch ich habe damals nur über irgendwelche DrittApps getwittert. So, und das war eben, war eben damals so, dass genau diese, diese, dieses da wo sie herkommen, jetzt vergessen wird und einfach abgeschnitten wird, das ist halt ein totaler Schlag in die, in die Fresse der Leute, die eben Twitter groß gemacht haben.

33:06 Gavin Karlmeier

So, das halten wir so fest. So, jetzt müssen wir noch einmal über Elon Musk sprechen, so leid es uns tut. Elon Musk hat ein bisschen. Sagen wir mal, juristisch zu kämpfen. Es gibt eine Klage gegen ihn von so einer Gruppe von Twitter, nee, Tesla, Tesla-Investoren, die. Sagen d äh, d dieses also d diese stümperhaften Versuche von von Elon Musk Mit allem umzugehen, was Tesla und die Börse angeht, hat sie Millionen von Dollar gekostet. Es gibt einen Tweet von Elon Musk aus dem Jahr 2018, wo er getwittert hat. Die Finanzierung sei gesichert. Da ging es um Tesla. Dieser Tweet steht auch im Mittelpunkt des Verfahrens Und wir erinnern uns, es war so eine Zeit, wo dauernd darüber berichtet wurde, wie die Aktienkurse rauf und runter gehen von Tesla wegen der Tweets von Elon Musk zum Zur finanziellen Situation dieses Unternehmens. So, da sind jetzt noch ein paar Leute, die gehören zu dieser Gruppe an Investoren. Auch ein früherer Vorstand von Tesla, Antonio Garcias, der dabei ist. Ron Barron, Sam Teller, das ist der frühere im Grunde ja die rechte Hand von Elon Musk und auch andere enge Mitarbeiter. die ihn jetzt vor Gericht gezerrt haben, damit da mal drüber gesprochen wird und und entschieden wird. Auch weil im Grunde damals es so etwas gab wie eine Art Twitter-Verbot für Elon Musk. So in dieser Zeit. Interessante Notiz nebenbei. Es gab jetzt diesen Tag vor Gericht und Elon Musk hat Sieben Minuten bevor er in den Zeugenstand gegangen ist, getwittert und 45 Minuten danach. So, und dann hat man ihn dort vor Gericht gefragt, wie war denn das damals? Bei Tesla. Da gab es dieses De-Facto-Tweet-Verbot für Sie, Mr. Musk. Wie haben Sie sich da verhalten? Er hat geantwortet: Na, ich nehme an, ich habe weiter getwittert. So, also er hat seine Berater ignoriert, er hat seine Investoren ignoriert und jetzt wollen diese, will diese Gruppe von Tesla-Investoren ihn im Grunde verurteilt haben als Rücksichtslosen Twitterer, habe ich gelesen, im The Virge-Artikel darüber, der alle guten Ratschläge in den Wind schlägt und auch den Gedanken, das könnte Schlimme Auswirkungen auf den Aktienkurs seines eigenen Unternehmens haben. Und jetzt wird es interessant, warum sprechen wir hier über Tesla? Elon Musk hat dann zum Ende seiner Aussage hin gesagt: naja, ähm Er hat eigentlich nur so das Beste im Sinne für seine zwei Hauptunternehmen Die er leitet und bei denen er im Wesentlichen der Cheftechnologe und die Produktperson ist, nämlich SpaceX und Tesla. So, und davon, dass er noch ein drittes Unternehmen leitet, nämlich Twitter, hat er nichts erwähnt. Und The Verge sagt oder interpretiert das jetzt so ein bisschen als ein mögliches Zeichen für die Erschöpfung, unter der er gerade leidet.

36:38 Dennis Horn

Ja, das kann man so lesen, ne? Man kann das natürlich auch als das Problem ist, wie immer bei Elon Musk, wir wissen nicht in welchem geistigen Zustand er gerade tatsächlich ist. Es kann ja natürlich auch ein Plan gewesen sein, weil jetzt wird darüber gesprochen und es wird darüber gesprochen, dass er Twitter nicht Erwähnt hat und dass ihm offenbar Twitter vielleicht doch nicht so wichtig ist wie Tesla, weil das war ja einer der größten Probleme des Aktienkurses bei Tesla, dass er ja sich nicht so richtig committen konnte in der Zeit, als er ihm Twitter gekauft hat. Und es könnte natürlich sein, kommt mir jetzt gerade erst diese Überlegung, könnte natürlich auch sein, dass ihm das so ein bisschen auch in die Karten spielt, jetzt nochmal nach vorne zu stellen, dass er ja eigentlich nur wegen Tesla und SpaceX unterwegs ist.

37:21 Gavin Karlmeier

Erinnert mich immer so ein bisschen an diese ganze Trump-Diskussion, wo man auch sich immer überlegt hat, ob da so ein großer Masterplan dahinter steckt. Ich bin ja da immer bei Nein geblieben. Ich kann mir das nicht vorstellen.

37:32 Dennis Horn

Das ist, glaube ich, so ein bisschen liegt in der Natur des sich zu überlegen, warum könnte er das tun? Und diese naheliegendste Antwort aus blanker blanker Dummheit So oder wie auch immer man das nennen möchte, den blendet man immer aus, aber es kann natürlich auch einfach das sein.

37:48 Gavin Karlmeier

Ja, oder Unnachgedachtheit. Also so eine böswillige ist mir alles egal. Ja, genau. Ist so auch, ähm, sortieren wir da auch seine Aussage, was seine zweite Booster-Impfung angeht, ein.

38:02 Dennis Horn

Also, das ist ein Thema, wir könnten da wahrscheinlich eine ganze Folge drüber füllen. Ich versuche das mal ein bisschen abzukürzen. Also, er hat sich immer wieder jetzt. unter Tweets eingemischt, in denen es um Corona-Impfungen ging und hat gesagt, er wurde jetzt, er wurde insgesamt viermal geimpft. Und die ersten beiden, äh, nee, die erste Impfung, er wurde dreimal geimpft, die erste Impfung, die Johnson Johnson hatte bei ihm gar keine Auswirkung. Auch der erste M RNA-Booster war okay, aber der zweite hat ihn gecrusht. Und dann hat jemand geschrieben, dass er wahnsinnig enttäuscht ist von Elon Musk, weil er sich hat sich hat impfen lassen, ein zweites Mal, einen zweiten Booster-Shot. Da hat er auch dazu geschrieben, I thought you were smarter than that. Und dann hat Elon Musk dazu geschrieben: Not my choice, was required to visit Tesla Giga Berlin. Also er hat sich De facto ein zweites Mal boostern lassen, damit er nach Berlin reisen darf, um die Gigafactory in Berlin zu besuchen, die Tesla-Fabrik dort. Und dass es eigentlich nicht seine Wahl war. Und da möchte ich mal kurz mit dir drüber sprechen, über diese Weltsicht, die Weltanschauung von Libertären, die gerade in dem Themenkomplex Corona-Impfung doch sehr verhärtete Fronten sehr Scharfe Waffen wählen, um klarzumachen, dass sie sich eben nichts vorschreiben lassen, und dass er quasi sich dann einer Offensichtlichen, ich weiß leider nicht, wie die Rechtslage ausgesehen hat zu dem Zeitpunkt, als er Tesla-Giga Berlin besucht hat, ob das tatsächlich notwendig war, diesen Impfnachweis zu haben. Aber so oder so. dass er die Entscheidung getroffen hat, sich impfen zu lassen, um Tesla Giga Berlin zu besuchen, ähm finde ich ist eigentlich erstaunlich. Und So erstaunlich, dass man doch die Frage stellen muss, ob diese Argumentation, die er da am Ende draufgelegt hat, tatsächlich der Wahrheit entspricht. Ich finde das kurios. Kannst du mir folgen?

39:54 Gavin Karlmeier

Ich kann dir folgen, weißt du, woran ich gerade denken muss über Elon Musks Aussagen zu Hate Speech. Er hat ja da im Grunde, als er in Twitter übernommen hat, liberalisiert. Und seine Aussage war ja immer Es sollte alles erlaubt sein, was nicht verboten ist. So, also diesen Graubereich, über den wir diskutieren, wenn es um Hate Speech geht, wo wir sagen, da braucht es Regeln und die Regeln einer klassischen Etikette gehen ja zum Beispiel. Beispiel über strafrechtlich relevante Geschichten hinaus. Und seine Argumentation war ja aber immer eher so, dass was strafrechtlich nicht in Ordnung ist. Daran, also wir werden uns überall an Recht und Gesetz halten. Aber da, wo Recht und Gesetz endet, da ist alles frei. So war ja seine Argumentation. Und jetzt ohne hier in die Diskussion einzusteigen, ob das richtig ist oder nicht, Ähm, mich erinnert, also zumindest sehe ich jetzt ein Muster darin. Also er kann nicht nach Deutschland, wenn das Gesetz hier sagt Da muss noch der zweite Booster rein, sonst wird das nichts. Also hat er sich hier Recht und Gesetz, weil es da war, gebeugt. In dem Moment erst, in dem er es musste.

41:17 Dennis Horn

Das ist schlüssig. Also du meinst, er ist quasi rechtschaffend libertär, wenn man das so ein bisschen muss. Ja, genau.

41:22 Gavin Karlmeier

Genau. So und in dieser libertären Funktion sagt er wahrscheinlich auch, sowas muss was so die Gesetzgebung und das Zustandekommen solcher Gesetze, also so würde ich das jetzt da reininterpretieren, angeht, das muss die letzte Maßnahme sein. Das darf so selten es möglich ist, überhaupt nur zustande kommen. So, und hier war es aber Gesetz und dann hat er sich halt dran gehalten.

41:50 Dennis Horn

Man kann das so lesen. Ja, man kann das so lesen. Das endet aber für mich an dem Punkt, wo, also wie passt da dann rein, dass das Unternehmen Twitter keine Mieten mehr zahlt? Wie passt das da rein, dass das Unternehmen Twitter unter seiner Führung keine Abfindungen zahlt? Also, das ist, man kommt, finde ich, fast immer bei ihm, wenn man so auf eine Fährte kommt, irgendwo an den Punkt, wo sie sich verliert.

42:13 Gavin Karlmeier

Ja, ich hätte jetzt gesagt, das ist ein Spiel, der kann ja in, also das ist ja alles auch ein rechtlicher Rahmen. Und ähm

42:20 Dennis Horn

Dann geht es halt vor Gericht und dann wird es da geklärt und dann macht das ja vielleicht, aber er hätte ja auch den Gerichtsprozess zum Beispiel im Fall dieser Vorschrift des Impfnachweises hätte ersuchen können, den Rechtsweg. Hat er aber nicht Macht. Er hat sich ja offenbar gebeugt, zumindest in seiner Erzählung. Wir werden die Antwort nicht finden, aber ich finde deine Lesart natürlich auch spannend. Ich kann mir auch das vorstellen. Danke.

42:49 Gavin Karlmeier

So, wir sind durch für heute. Es ist eine ordentliche Montagsausgabe geworden mit 42 Minuten. Ich mag diese Zahl, es sind 43 am Ende gerundet.

43:01 Dennis Horn

Aber auch die ist in Ordnung. Ja, ich schneide noch ein bisschen. Eine Kleinigkeit habe ich noch zum Schluss, das haben wir ein bisschen übersehen. Ist auch nur eine Randnotiz, aber äh. Es sind immer so kleine Dominussteine. Heise Online wird alle eigenen Angebote und MitarbeiterInnen auf einer eigenen Mastodon-Instanz beheimaten. Das ist ein Anfang. So wie jeder Montag an, naja. Vielen Dank, Dennis. Wir hören uns morgen.

43:27 Gavin Karlmeier

Oh Mann.

43:29 Dennis Horn

Ja, bis morgen.