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Folge 444 · 30. Juni 2025 · 1:15 Std.

Mit dir kann man “fair use” stehlen

mit Dominik Hammes

Wir fair-lieren uns in einer Debatte über KI und “fair use”. Sollte eine KI alle Bücher dieser Welt scannen dürfen?

Außerdem sprechen wir über den Versuch, X als Plattform verantwortlich zu machen für Hass und Hetze, die auf ihr veröffentlicht werden. In welcher Form auch immer.

➡️ Armin Wolf: “X ist ein rechtsfreier Raum”: https://www.arminwolf.at/2025/06/28/x-ist-ein-rechtsfreier-raum/

➡️ NPR über Staatsangehörigkeitsregister in den USA: https://www.npr.org/2025/06/29/nx-s1-5409608/citizenship-trump-privacy-voting-database

Kapitelmarken

KI-generiert

00:00 Hallo Dominik!

02:48 Armin Wolf vs. X

11:42 Rückgang von Bots auf X

15:08 Meta vs EU

17:52 Neue KI-Funktionen bei Facebook

26:20 Dänemarks Gesetz gegen Deepfakes

27:42 KI, “fair use” und Urheberrecht

42:47 Bumble verscherbelt euer Gesicht

50:24 Neues vom DMA

56:17 YouTube und die Altersgrenze für Livestreaming

01:03:10 Funktionen und Emotionen

Transkript

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00:01 Intro

Haken dran.

00:03 Gavin Karlmeier

Das Social Media Update der CT. Hallo Dominik Grüß dich, Gavin. Bei mir ist heute Dominik Hammes, den ich nicht vorstellen muss, aber der als Podcast-Urgestein gilt, wie Olli Schulz sagte.

00:17 Dominik Hammes

Okay, den gebe ich dir ausnahmsweise jetzt. Aber einfach nur, weil das sehr lieb ist, dass auch Olli Schulzen ja Mimmermann nach Jahren nicht vergessen haben, wie Kevin Körber und ich heißen. Es war ein sehr, sehr netter Gruß, wir haben uns sehr gefreut.

00:29 Gavin Karlmeier

Wobei, wenn man genau hinhört, konnten sie sich daran erinnern, wie du heißt. Bei Kevin Körber mussten sie kurz googeln. Sorry, Kevin.

00:37 Dominik Hammes

Also ich habe die Folge tatsächlich nur im Ausschnitt gehört, muss ich zugeben. Aber das Passiert, passiert. Mein Name kommt auch nicht so oft vor. Ja, okay, verstehe ich.

00:46 Gavin Karlmeier

Geht's dir denn sonst gut? Ist die Stimmung gut? Hast du Bock, mit mir heute viel über KI zu sprechen?

00:50 Dominik Hammes

Das ist es. Also es ist sehr heiß, das nervt mich, weil meine Füße sind im kalten Fußbad, deswegen das gut. Und dann hast du gesagt, wir machen heute viel KI und wir haben eine Stimmung wieder weg. Und seitdem ist das Fußbad kocht. Ja, es ist gut, dass da keine Fische drin waren.

01:04 Gavin Karlmeier

Aber wir fangen heute an mit einer Geschichte von Armin Wolf. Armin Wolf ist ein Fernsehjournalist aus Österreich, Anchorman der Nachrichtensendung dort und auch stellvertretender Chefredakteur von der ORF-Fernsehinformation. Also auf jeden Fall durchaus ein einflussreicher Mensch und auch ein sehr populärer Mensch. Sein X-Account hat 600. 000 FollowerInnen. Und Armin Wolf hat am Wochenende einen Blogartikel verfasst mit dem Titel Ex ist ein rechtsfreier Raum. Und konkret geht es darum, dass er einen Account gefunden hat, der ihn die ganze Zeit beleidigt, aber nicht nur ihn, sondern tatsächlich auch ganz viele andere Medienhäuser, Medienschaffende. Er beleidigt eigentlich, hier hat die Sozialministerin beleidigt den Innenminister, den früheren deutschen Gesundheitsminister und alles wirklich auf niederträchtigste Art und Weise. Beleidigungen, Drohungen, alles ist dabei. Und Armin Wolf hat sich gedacht, das möchte ich mir nicht bieten lassen. Ich möchte gerne rechtlich dagegen vorgehen, denn was man so im Internet an Beleidigungen verteilt, das darf man auch anzeigen, hat er gedacht. Das hat er versucht und hat sich seinen Anwalt gekrallt, Philipp Längle. Und hat gemeinsam versucht, mit Philipp Längler an Äx heranzukommen, um Exe zu zwingen, die also zum einen entweder sich selber gerichtlich oder rechtlich dafür verantworten zu müssen, was auf der Plattform passiert. Oder auf der anderen Seite die Daten des Menschen herauszugeben, der sich da als einen österreichischen Mann mit Vor- und Zunahmen ausgibt, der in keinem Melderegister steht, wie Armin Wolf selber sagt, das heißt, dieser Name, mit dem dieser Mensch beleidigt, Den gibt es so gar nicht. So, und der erste Schritt war, dass eine Strafanzeige gegen einen unbekannten Inhaber gestellt wurde von seiner Kanzlei 2024, im September schon, also fast ein Jahr her. um bei Gericht einen Antrag auf die Ausforschung der User-Daten zu bekommen. Ich glaube, das Ausforschung mag ein österreichischer Begriff sein. Bei uns würde man vielleicht sagen, Einholung, Nachforschung. Auf jeden Fall dann am 11. Oktober, ich gehe das mal mit dir Schritt für Schritt durch, weil ich finde das sehr bemerkenswert. Wir packen aber den kompletten Text auch, weil der auch wirklich schön geschrieben ist in die Shownotes. Den könnt ihr auch nicht. Den Link, nicht den kompletten, den kompletten Text. Das machen wir nicht. Das wird noch schöner. Stimmt. So fangen wir nicht an. Den Link. Das wäre toll. Wir copy and pasten auch so Zeitungsartikel hinter der Paywall und packen sie komplett in die Show Notes.

03:19 Dominik Hammes

Bringen einfach Haken drin als Sin raus, künftig. Zusätzlich. Oder zum, wie früher erzähl mir was, zum Mitlesen beim Hören. Aber das ist ja toll, der hat den Pressespiegel. Ja, wäre was, aber ich glaube.

03:31 Gavin Karlmeier

Das müsste man leider lizenzieren dann.

03:33 Dominik Hammes

Eben, eben. Deswegen witzig.

03:34 Gavin Karlmeier

Ach, wenn wir das selber ausdrucken und tackern. Na jedenfalls ist dann am 11. Oktober 2024 eine Antwort gekommen vom Straflandesgericht Wien. und hat die Anordnung einer Auskunft über Stamm- und Zugangsdaten an die Twitter International Unlimited Company in Dublin geschickt, denn seit der DSA gilt gibt es nicht mehr die lokalen Ansprechpersonen für die Nachverfolgung von Datenschutzproblemen zum Beispiel oder eben auch Verfolgung von Beleidigungen, sondern das wird eben durch die es gibt nicht mehr zum beispiel die klassische Datenschutzgrundverordnung in der Form, sondern es gibt ein europäisches Pendant, so, um die Arbeit ein bisschen zu bündeln. Und das führt dazu, dass aber eben die Datenschutzbehörde und auch hier die Regulierungsbehörden oder die Gesetze Verfolgungsbehörden in Dublin zuständig sind, weil in Irland der Sitz von Twitter International ist. So, daraufhin kam sechs Wochen später eine Standard-Mail. Sechs Wochen später kam eine Standard-Mail. Ich möchte diesen Satz nochmal wiederholen. Sechs Wochen später kam eine Standardmail, in der drin stand, Ihre Anfrage wird bearbeitet. Eine Woche später kam dann die Antwort, in der sozusagen gesagt wurde: Ja, da muss man einen Rechts mit Hilfe eines bilateralen Rechts, nein, im Rahmen des bilateralen Rechts. Rechtshilfeabkommens an ein Gericht in Irland oder den Vereinigten Staaten stellen. Also man hat quasi gesagt, ja, nice try Wien, aber das müsst ihr bitte hier vor Ort machen. So, daraufhin hat dann das Straflandesgericht Wien im Dezember. Über das Justizministerium ein Rechtshilfeansuchen gestellt, um eben genau das zu tun. Und daraufhin hat dann weitere sechs Wochen später, wir befinden uns jetzt hier schon im neuen Jahr, wir befinden uns in 2025 Die Antwort, in der gesagt wurde, ja, leider können wir Ihnen dabei nicht weiterhelfen, weil unser angefordertes Beweismaterial aus Daten besteht, die sich nicht in unserer Gerichtsbarkeit befinden. So ist die Formulierung. Bitte beachten Sie, dass die Ex-International Company von einem Unternehmen mit Sitz in den Vereinigten Staaten betrieben wird. Daher wird empfohlen, sich an das US-Justizministerium zu wenden. Das ist dann, also daraufhin hat das österreichische Justizministerium gesagt, das macht keinen Sinn, braucht ihr nicht tun. Und der Anwalt von Armin Wolf hat daraufhin im Februar 2025 ein neues Rechtshilfeersuch nach Irland schicken lassen über das Straflandesgericht, weil eben Ex in Irland den Europasitz hat und damit auch dort zuständig ist. So, daraufhin hat der irische Justizminister gesagt, wir können hier leider wirklich nicht weiterhelfen. Und hat dann den Anwalt sozusagen damit beauftragt, also Armin Wolf hat den Anwalt dann beauftragt, tatsächlich in den USA nachzufragen und das dann genauso zu. Diesen Weg zu gehen, der sozusagen hier von Ex vorgesehen wurde. Obwohl eigentlich von vornherein klar war, das wird nicht klappen, weil eben die US-Verfassung ein völlig anderes Verständnis von Redefreiheit hat. als hier in Europa und dementsprechend in Amerika das wahrscheinlich keine Konsequenzen haben wird. Und daraufhin kam am 6. Juni dieses Jahres die Antwort, dass mit Hinsicht auf das First Amendment, also dieser Definition, der Verfassungszusatz, der eben die Redefreiheit, Definiert und sagt, es kann eigentlich alles gesagt werden, dass ja eigentlich alles gesagt werden könnte und deswegen können wir leider nicht helfen, weil es nicht eine schwere Straftat sei. So, jetzt gibt es aber eher den DSA und im Rahmen des DSA muss man eine Beschwerdemöglichkeit haben. Darüber hat auch Armin Wolf jetzt sich nochmal beschwert bei X. Und daraufhin hat Ex innerhalb eines Tages geantwortet, dass diese Tweets im Rahmen der Rechtsgrundlagen in der EU nicht der Entfernung unterliegen, was Ex selber entschieden hat. Also Sie haben dann gesagt, nö, wir glauben nicht, dass es hier ein Problem gibt, wir machen hier gar nichts. Und Armin Wolf fasst das so zusammen mit auf X existiert, ein anonymer Account, der jeden Tag Dutzende Menschen auf übelste verleumdet, beleidigt und kreditschädigt, der ohne Unterlass rassistischen und sexistischen Müll verbreitet, nahezu jedes Einzel von der Welt. Doch selbst als Inhaber des größten österreichischen X Accounts mit über sechs hundert Followern, mit der Hilfe eines extrem engagierten Anwalts und der Unterstützung der vorbildlich arbeitenden Wiener Straflandesgerichte ist es mir weder gelungen, die strafbaren Postings löschen zu lassen. Identität des Posters zu erfahren und schon gar nicht den Account sperren zu lassen. Es ist mir unbegreiflich, dass noch irgendein anständiger Mensch dieses Medium nutzt. Und genau so wollen wir das, glaube ich, auch stehen lassen. Word.

07:49 Dominik Hammes

Ja. Ist einfach nur noch ein toxischer Sumpf und das ist noch sehr, sehr sanft formuliert.

07:55 Gavin Karlmeier

Naja, und es offenbart aber auch so ein bisschen das Einfallstor, dass tatsächlich diese, also sagen wir mal so, wenn wir an die Corona-Pandemie zurückdenken. Haben wir festgestellt, wie problematisch es ist, dass wir ein System haben, in dem es extrem viele Bundesländer mit eigenen Interessen gibt, die sich versuchen müssen, irgendwie auf eine gemeinsame Regelung zu einigen? . Und es ging immer hin und her, und dann gab es überall unterschiedliche Regelungen.

08:16 Dominik Hammes

Zuständigkeiten halt.

08:17 Gavin Karlmeier

Exakt. Und dasselbe Problem haben wir in Europa, aber in dem Fall ja offenbar auch. Weil die irische Datenschutzbehörde sagt, nee, nee, seid ihr selber zuständig, die Wiener sagen aber, nee, nee, das seid ihr aber nach Regelung. Das geht die ganze Zeit hin und her und am Ende vergehen neun Monate und am Ende sagt man, probier es doch in den USA. Und das kann nicht so die Lösung sein, ehrlicherweise. Also wir sind hier.

08:36 Dominik Hammes

Aber ich unterstelle da, also natürlich kann sowas, und das war bei Corona auch definitiv in den meisten Fällen so. Ist ein systemisches Problem, ein System, das nicht darauf ausgelegt ist, so eine Notsituation zu stemmen, wo die Zuständigkeiten einfach schwer zu klären sind. Hier ist der Fall. Aber glaube ich ein bisschen anders gelagert, denn mir fehlt hier von mindestens zwei Institutionen auch ein guter Wille, da ein Problem, problemlösebereit zu sein. Weil Twitter kann ja durchaus sagen, oh wir verstehen, dass das ein Problem ist, wir gucken mal, was wir tun können. Tun sie aber nicht. Also die Firma heißt ja offensichtlich noch Twitter, also kann man das ja ruhig sagen. Ja, in Irland ja. Ja, eben. Und in Irland, da möchte ich dir denen jetzt nichts unterstellen, aber man dürfte oder man könnte durchaus sagen, naja, habt ihr auch ein Interesse daran, dass Twitter da bleibt. Aber gleichzeitig verstehe ich auch, dass sie sagen, ja gut, wir können jetzt im amerikanischen Unternehmen, wenn die Daten nicht hier liegen, auch nicht vorschreiben, was die in Österreich irgendwie wiedergeben. Und das handelt sich hier nicht um irische Bürger, deswegen müssen wir gerade nicht was vertun sollen. Verstehe ich. Aber man sieht ja zumindest bei Twitter nicht auch nur im Anschein dieses Ja, wir kümmern uns mal irgendwie drum. Also ich glaube nicht mal, dass ein Mensch irgendwann diese E-Mails beantwortet hat.

09:45 Gavin Karlmeier

Wahrscheinlich nicht. Es zeigt aber auch diese Verlogenheit von Elon Musk ein weiteres Mal auf, der ja immer wieder sich als der Rechtsschaffende positioniert hat und gesagt hat, wir halten uns an nationale Rechte. In vielen Ländern gilt das für ihn. In der Türkei zum Beispiel sperrt man die Accounts von Oppositionellen, weil man nicht der Regierung in Missgunst fallen möchte.

10:05 Dominik Hammes

Hier zu Gast, als die Türkei auch einfach den Laden dicht gemacht haben für eine Zeit lang und die Seite von letzten angedrohten angedroht zumindest, ja. Das passiert hier ja nicht.

10:14 Gavin Karlmeier

Richtig. Also wir sehen da einige Probleme und um da noch eine Sache dazu zu sagen, es hat es ist natürlich eine Wechselwirkung, natürlich hat Irland ein Interesse daran, die Unternehmen dort zu halten und es gibt ja auch Gründe, warum die Unternehmen dort sitzen, die Steuermodelle sind dort sehr attraktiv. Unternehmen. Auf der anderen Seite haben die Unternehmen natürlich auch einen Grund, warum sie nach Irland gegangen sind. Und das ist eben manchmal vielleicht nicht nur die Steuer, sondern vielleicht auch Rahmenbedingungen, weil wir ja auch in der letzten oder vorletzten Folge in der Anpassung der Datenschutzgrundverordnung darüber gesprochen haben. Dass die irische Datenschutzbehörde nämlich für viele, viele Tech-Unternehmen eben zuständig ist und damit nicht unbedingt der beste Ansprechpartner, eben aus bürgerrechtlicher Sicht, ehrlicherweise.

10:54 Dominik Hammes

Und vielleicht auch überfordert ist von den ganzen Anfragen, wenn die alle Irgendwie da lie sitzen, das ist nicht das Beste.

11:00 Gavin Karlmeier

Ja, das ist so. Ja, also wir steigen direkt launig rein. Wie gesagt, wir packen euch den Text in die Shownotes. lesenswert. Es gibt aber noch eine andere Geschichte und das finde ich eine hochinteressante Recherche und zwar hat das UK Defense Journal, eine Recherche veröffentlicht, dass es offenbar seit dem 12. Juni Auf Ex zu einem absoluten Abfall, der Nebenabfall ist falsch, wie sagt man. Also ist es weniger geworden Wie hast du gesagt? Rückgang. Ja, danke schön. Abfall ist es aber auch. Es ist zu einem Rückgang des Abfalls gekommen. So ist es, glaube ich, richtig. Denn Dutzende anonyme Ex-Accounts, die in der Vergangenheit damit aufgefallen sind, sehr häufig politisch Stimmung zu machen, sind plötzlich verstummt. Was ist am 12. Juni passiert? Am 12. Juni gab es Angriffe Israels auf den Iran. Und es wird davon ausgegangen, dass es im Iran tatsächlich große Knotenpunkte von solchen Botnetzwerken gibt, die eben auch von dort aus eben gesteuert werden, die eben seit dem 12. Juni eben damit nicht mehr so handlungsfähig. Sind wie zuvor.

11:59 Dominik Hammes

Ja, also im Endeffekt nicht überraschend grundsätzlich, jetzt unabhängig vom Land, dass wenn irgendwann mal bei einem Server das Licht ausgeht, dass verschiedene Bots nicht mehr aktiv sind. Das an sich überrascht, glaube ich, niemanden. Absolut. Ich finde das trotzdem zumindest erwähnenswert, weil das doch eine sehr Ich finde aber dieses Detail nochmal spannend, dass das sehr viele davon gepostet haben für eine schottische Unabhängigkeit.

12:25 Gavin Karlmeier

Äh, dass sie ich glaube ist halt so, dass sie gerade zum zur schottischen Unabhängigkeit extrem wenig gepostet haben und dass der Auslöser war, warum das UK Defence Journal dann nochmal genauer hingesehen hat. Also die sind ausgeblieben, diese Postings zur schottischen Unabhängigkeit Obwohl sie davon ausgegangen sind, dass das so ein typisches Thema sei, auf das sich solche Bodekamps stürzen würden, die sie eben tracken. Da gibt es schon seit 2024 einen Bericht der Clemson University in South Carolina. Das ist so ein Satz, ne? Ich hätte auch Karriere bei WDF 5 machen können mit solchen Sätzen. Also es gibt einen Bericht der Clemson University in South Carolina. die damals schon 80 gefälschte Ex-Accounts gefunden haben, bei denen unweigerlich eine Verbindung zur islamischen Revolutionsgade festgestellt worden sei. Genau.

13:14 Dominik Hammes

Also, um das nochmal ganz, ganz kurz zu sagen, das bedeutet ja einfach nur, dass dass sie für diese schottische Unabhängigkeit posten, ist ja mal wieder so eine Cyberwar-Taktik zu sagen, naja, das destabilisiert natürlich Zusammenhalt in Europa, beziehungsweise in dem Fall UK. Zählen wir jetzt einfach mal nochmal zu Europa dazu, aber nicht zur EU. Zählen wir mal so Frei, mal bestliche Welt destabilisieren. Das scheint das Ziel zu sein. So ist es.

13:39 Gavin Karlmeier

Genau. Ach ja.

13:40 Dominik Hammes

Also interessanter Nebeneffekt natürlich von sowas echtweltmäßigem, was natürlich seine ganz eigenen Ebenen hat, die viel, viel schlimmer sind. Aber ja, es wird spannend sein zu sehen, wenn irgendwann einfach nur ein Stromausfall ist, welche Bots dann auf einmal still sind. Also da kann man sich, kann man theoretisch wirklich sagen, ah, okay, die 100 können wir auch einfach alle blocken.

14:02 Gavin Karlmeier

Ja, genau. Und es, genau, also es gibt auch diesen, das lässt einen nochmal daran erinnern, dass das eben alles, dass das keine Zufälle sind, die im Internet passieren, sondern dass es durchaus Menschen sind, die sich Dinge vornehmen und die irgendwelche Agenden verfolgen und so. Genau, es holt es nochmal in die echte Welt, finde ich auch. Okay, kommen wir kurz zu Meta. Kleinigkeit zur EU, eine Art Wie soll ich sagen, Housekeeping, wenn man so möchte, denn am Freitag ist die Frist ausgelaufen. Wir haben ja darüber gesprochen, dass vor zwei Wochen die EU eine Strafe oder auch schon vor längerer Zeit aber eine Frist festgelegt hat, die am Freitag ausgelaufen ist. So, Strafen verhindert gegen Apple und Methode. weil die sich nicht an Maßnahmen gehalten haben, die der DMA vorgegeben hätte. Also dazu gehörte zum einen, dass Apple anderen Entwicklern die Möglichkeit geben muss, eigene App Stores anzubieten und externe Zahlungsmöglichkeiten anzubieten innerhalb der EU. Und dass das Metamodell, dass Menschen, die ihr Recht wahrnehmen wollen, keine personalisierte Werbung zu sehen, dafür zahlen müssen. Und dass das eben auch ein Rechtsverstoß sei und dass das gegen den Digital Markets Act verstößt. Am Freitag ist die Frist ausgelaufen, Maßnahmen zu ergreifen, um diesen Rechtsverstoß zu verändern. Apple hat angekündigt, dass sie ab dem 26. 06. Änderungen im App Store einführen, um die DMA-Vorschriften zukünftig einzuhalten. Also dass es zum Beispiel App-Entwicklern möglich ist, Angebote und alternative Zahlungsoptionen außerhalb des App Stores mitteilen zu dürfen. Das war bislang nicht erlaubt und dass die im Januar 2026 eine zweite Änderung einführen. die das Modell der Core Technology Fee, das haben wir damals sehr ausführlich hier berichtet. Also es ist so, dass Entwickler eine eigene Gebühr zahlen müssen, wenn sie einen eigenen App Store anbieten. für die Nutzung der Technologie, bla bla, dass die provisionsbasiert werden soll und eben nicht mehr eine blanke Zahlung von X Euro oder Dollar, was eben die EU-Kommission bemängelt hatte. So. Das hat Apple angekündigt. Was hat Meta angekündigt? Meta hat angekündigt, dass sie fast gar nichts verändern werden, sondern dass sie einfach nur Warte mal, dass sie einfach nur ab sofort, ich habe hier irgendwo einen Screenshot, den muss ich mal eben suchen, per Default-Maßnahme, also dass es eben nicht mehr so sein wird, dass es vorausgewählt ist, dass du die personalisierte Werbung angezeigt bekommst, sondern dass du das gefragt wirst, wenn du dich registrierst. So, das ist die einzige Änderung, die Meta mitgebracht hat. Es bleibt eine Frage. Eine offene Frage, ob das der EU-Kommission reichen wird, dazu müssen wir jetzt erstmal ein neues Untersuchungsverfahren einführen.

16:43 Dominik Hammes

Also eigentlich in der Sache wäre es eine Überraschung, wenn sie sagen würden, jo, alles cool, machen wir so. Aber natürlich, wir haben was getan, reicht euch das? Also Also kenne ich aus privaten Dingen auch mal, dass man mal eine Deadline einfach dadurch nochmal ein bisschen verlängern konnte, indem man einfach mal was abgegeben hat, aber. Ist jetzt auf dem Level, auf dem wir jetzt hier befinden, eher peinlich.

17:04 Gavin Karlmeier

Es ist so ein bisschen so dieses: Du musst so eine Hausarbeit in der Uni abgeben und hast Frist 23. 59 Uhr und dann schickst du eine leere E-Mail, in der aber drin steht, an bei meine Unterlagen. Ja, dann hast du nochmal acht Stunden Zeit auf einmal. Genau. Oh, ich habe den Anhang vergessen, es tut mir ultra leid. Lifehacks.

17:21 Dominik Hammes

Ist aber auch oder was für eine Unterschrift notwendig ist, einreichen, es ist eigentlich alles drin, aber die Unterschrift vergessen kriegt man einfach, bis es bearbeitet worden ist, hat man ja noch. Frist. Also fehlt die Unterschrift, kann ich so nicht bearbeiten. Ist mir einmal ehrlicher Fehler einfach passiert und dachte so, das ist ja praktisch. Ich sage nicht, wofür es war. Nehmt es mit, macht's nicht, aber ist manchmal so.

17:44 Gavin Karlmeier

So, bist du bereit, noch hier auf die KI-Straße abzubiegen?

17:47 Dominik Hammes

Nee, aber lass trotzdem machen.

17:50 Gavin Karlmeier

Facebook hat das schon eine kleine Funktion und Emotionen vorgezogen, aber es ist, also wir haben nachher noch andere Funktionen und Emotionen, über die reden wir jetzt anders. Facebook hat ein neues Feature vorgeschlagen oder eingeführt, bei dem NutzerInnen vorgeschlagen bekommen, einfach alle Fotos, die sie haben, mit Facebook zu teilen. Und dann wird die Meta-AI daraus. . neue Inhalte generieren, wie Collagen, Zusammenfassungen, Neugestaltungen, aber auch Animationen aus diesem Bild. Das interessante ist, dafür musst du Bilder nicht hochladen, sondern die Facebook-App macht das auf deinem Telefon oder lädt die Daten wahrscheinlich eher hoch, um das in der Meta AI verarbeiten zu lassen, um dir das zu machen. dann in der Facebook-App vorzuschlagen mit dem Vorschlag, möchtest du das nicht posten. Was dir also passiert ist, Bilder, die du nicht eigenwillig hochgeladen hast, werden von Facebook hochgeladen, um dann von der KI bearbeitet zu werden. Ist das nicht eine geile neue Zukunft?

18:40 Dominik Hammes

Das Gemeine ist ja, ich versuche mich ja immer mehr in Leute reinzufinden, die, die, die das, ich will gar nicht sagen naiv, aber die da einfach Die Gefahren nicht so sehen. Vielleicht haben sich damit beschäftigt, das kann ich denen ja nicht ansehen. Aber die gerne damit rumspielen und ihren Alltag damit irgendwie erweitern wollen. Und ich kann mir vorstellen, dass viele sagen, das ist ja mega geil. Dann kriege ich jeden Tag ein paar geile Vorschläge, bla bla bla. weil sie es einfach nur vergleichen mit dem Feature, was sich ja ähnlich anfühlt, wie zum Beispiel was Google, aber ich glaube Apple auch macht, die ja eh Zugriff haben auf die Bilder und dann registrieren A. Das hier war sehr viel Schnee, das hier war vor einem Jahr, das hier war ein Essen. Bereite ich mich. Guck mal hier, vor einem Jahr hast du hier lecker Pizza gegessen. Vor zehn Jahren hattest ein richtig schönes Weihnachten, da sehe ich sehr viel Schnee drauf. Möchtest du das nochmal posten? was ja auch schon sehr nah da dran ist, aber kein neues Bild generiert, sondern nur eine Vorauswahl trifft. Aber es fühlt sich ja an wie das 2. 0 Und wenn man das komplett unkritisch hinnimmt, ist man so, ja, ist ja mega.

19:37 Gavin Karlmeier

Und vor allem hat Facebook das auch, dieses Feature, ne? Also auf Facebook, wenn du einen vollen Zugriff auf deine Bildgalerie erlaubst, schlagen sie dir vor, möchtest du nicht diese, du warst in Urlaub, wollen wir nicht diese tollen Fotos posten. Wir müssen allerdings davon ausgehen. Und das sind aber Thesen, dass diese Vorschläge auch in der Facebook-App lokal bearbeitet oder verarbeitet wurden. Also dass sie deine Bilder durchscannen, gucken, lacht da jemand drauf und dieses Bild dir dann vorschlagen möchtest, du das posten. Damit sie aber hier diese Vorschläge für KI generierte oder KI und Unterstützte Bearbeitungen vorschlagen können, muss das auf dem Server bearbeitet werden und darf er hochgeladen werden.

20:10 Dominik Hammes

Ja, das wäre ein Wunder, wenn das Telefon das schafft, ohne zu explodieren.

20:14 Gavin Karlmeier

Und ohne dass du es merkst.

20:16 Dominik Hammes

Es ist ganz schön warm auf einmal. Ja, ich finde es natürlich furchtbar. Das überrascht, glaube ich, niemanden. Solange sie immer noch im Erlaubnis fragen, bin ich ja schon fast glücklich. Aber es ist einfach Mal wieder dieser Punkt erreicht, und ich frage, aber das braucht doch eigentlich keiner. Also klar, es mag Leute geben, die sagen, oh, das ist ja super, aber ich habe immer diese Kosten-Nutzen-Rechnung im Kopf. Wir hatten das Gespräch neulich, als wir uns gesehen haben, wo ich denke, ja, ich verstehe, man hat gern Spaß im Internet. Hallo, natürlich, aber wir können ihn auch haben ohne das und ohne dass wir so viel Strom und Trinkwasser verbrauchen bei der gleichen Scheiße. Vor allen Dingen. Muss man ja sagen, wenn das automatisiert passiert, wie viele Prozent von diesen Terra-Pico, weiß nicht wie vielen Bytes, benutzen wir denn dann wirklich? Das wird alles schon mal vorbearbeitet, wird dann rausgeworfen, willst du das posten? Und dann sagst du zu 99% davon, ne. Hundertprozentig, ja. Und das ist dann einfach nur unnötige Energie verbraten. Warum? Das kriege ich einfach Kopfschmerzen von. Das ist also Klar, da höre ich mich an wie mein Papa. Mach mal das Licht aus, wenn du aus dem Zimmer gehst. Zur Zeit der Glühbirne damals, aber das ist ein anderer Level. Das ist einfach schon. Mach vielleicht mal die Heizung nicht auf 100, wenn keiner zu Hause ist. Und die Fenster auf. Ungefähr so ist es nur noch schlimmer. Und da kriege ich natürlich Probleme und es geht in meinen Augen immer weiter nur darum, wir müssen es so stark etablieren, wir haben so viel Geld investiert. Dass die Leute es als normal ansehen und entsprechend die Rechtssprechung auch beeinflusst wird. Das ist meine These. Ich gleiche sie auch nicht für sehr gewagt. Ich glaube, da ist auf jeden Fall was dran. Es ist einfach nur frustrierend, weil man natürlich auch sieht, ey, es ist verführerisch, es kann Spaß machen. Und wenn man das einfach. Und in dem Moment meine ich es naiv, aber nicht als Beleidigung. Wenn man da einfach naiv rangeht und sagt, oh, ist ein neues Spielzeug, verstehe ich das auch komplett. Solit man drei Fragen hinterherstellt, müsste man eigentlich sofort wieder damit aufhören.

22:16 Gavin Karlmeier

Ja, aber du hast halt wirklich vollkommen recht. Es ist halt wirklich ein wahnsinnig verschwenderischer Umgang mit Ressourcen, Rechenzeitkapazitäten, mit allem. Weil eben dir einfach drei Vorschläge jedes Mal, wenn du die App öffnest, geboten werden mit Dingen, die aus deinen Fotos generiert wurden, ohne dass du das willst und ohne dass du es brauchst. Es ist ein bisschen so, wie wenn du in einem Online-Shop bestellst und automatisiert schon den Katalog im Warenkorb hast. Und dann kannst du davon ausgehen, ja wenn ich jetzt bestelle, kriege ich den umsonst zugeschickt. Ich brauche den aber gar nicht. Also es ist eigentlich genauso dieses, wir schmeißen einfach mit allem, was wir haben, auf das Publikum in der Hoffnung, dass einer zuschlägt. Und das ist irgendwie dämlich. Gibt es den Pearl-Katalog eigentlich noch ausgedruckt? Ich weiß es gar nicht.

22:55 Dominik Hammes

Weiß ich gar nicht mehr, aber Pearl-Katalog war für mich auch eine große Quell großer Unterhaltung. Die mobile Sauna für zu Hause. Aber ähm Man darf auch nicht vergessen, und das weiß ich jetzt nicht, ob wir das in dem Zusammenhang auch hier haben, aber in dem Fall sind ja auch diese viel zu langen AGBs wieder eine Frage, trainiert. man damit dann nicht direkt wieder die Modelle? Und kann das dann nicht sein, dass man in fünf Jahren, oh Moment mal, das sieht ja fast aus wie ich, das klingt ja auch fast wie ich, irgendwo auftaucht und man hat irgendwann mal sein OK dafür gegeben. Bei dir und mir ist es ja sowieso schon vorbei, wir sind zu präsent im Internet. Aber ich habe auch keinen Bock, dass irgendwann mein Vater mich anruft, sagt, ich hab da ein Video von dir gesehen, da ist also, was erzählt denn dafür ein Quatsch? Und dann bin ich so, ja, hab ich nie gesagt, aber Ist halt KI, irgendwo haben sie sich meine Daten hergeklaut.

23:38 Gavin Karlmeier

Das ist so, ja. Also TechCrunch hat nachgefragt bei Meta und die haben gesagt, Medien aus der Camera Roll, könntest zur Verbesserung dieser Vorschläge verwendet werden. Werden jedoch in diesem Test nicht zur Verbesserung von KI-Modellen verwendet. Whatever that means.

23:53 Dominik Hammes

Ja, vor allen Dingen, weil Verbesserung ist ja auch ein wertender Begriff. Haben nicht das Wort Trainieren benutzt. Stimmt. Wir machen es trotzdem. Da bin ich sprachlich auch einfach zu fokussiert. Da habe ich gesagt, ja, sie macht sie schlechter damit, aber füttert sie trotzdem. Also seid mal präzise mit eurer Wortwahl.

24:10 Gavin Karlmeier

Ja, das ist aber so Corporate Language, dass man sich darauf einigt. Wir sprechen nicht von Training, wir reden die ganze Zeit von Verbesserung. Und du willst doch, dass alles besser wird, oder Dominik? Wir reden ja auch von KI und nicht von einem Large Language Model. Eben Oder auch nicht von Machine Learning und auch nicht von Algorithmen. Oder von A-Verschwendung.

24:29 Dominik Hammes

Oder von geistigen Diebstahl.

24:30 Gavin Karlmeier

Nein, nein, nein. Das machen wir nicht. Nein, das ist ja alles nur für dich sichtbar. Gleichzeitig kann man aber, du hast gerade gesagt, sie haben so viel investiert, sie versuchen das jetzt mit aller Not und allem Druck in den Markt zu drücken. Und interessanterweise gibt es Hinweise darauf. dass es einige Leute gibt, die beispielsweise in WhatsApp gar keinen Bock auf die Meta-AI haben. Komisch, sondern sich stattdessen aber eine andere KI zu WhatsApp einladen. Denn ChatGPT und Perplexity bieten beide Chatbots für WhatsApp an und die sind so beliebt und haben so eine große Nachfrage, dass die Perplexity AI, die am Tag eine Million Anfrage über WhatsApp bekommt, dort in der kurz nach dem Start abgebrochen ist. Also es scheint also wirklich eine wahnsinnig große Nachfrage zu sein für diese alternativen Chatbots.

25:19 Dominik Hammes

Ja, okay.

25:21 Gavin Karlmeier

Naja.

25:23 Dominik Hammes

Ich kann nichts dagegen tun.

25:27 Gavin Karlmeier

Aber du kannst es versuchen. Aber Dänemark versucht es gerade. Sehr gut. Und Dänemark hat jetzt angekündigt, dass sie Menschen ein Copyright auf ihr Aussehen und ihre Stimme geben wollen. Sprich, du hast ein eigenes, das Urheberrecht, also das Gesetz, das sie nutzen, nutzt sozusagen die rechtlichen Rahmenbedingungen, die auch das Urheberrecht betreffen, betreffen aber dein eigenes Gesicht und deine eigene Stimme und du könntest im Fall von Deepfakes diesen Rechtsanspruch geltend machen und damit gibt es tatsächlich eine rechtliche Grundlage gegen Deepfakes, weil dein Gesicht gehört dir. Das Recht am eigenen Bild, aber mal anders

26:01 Dominik Hammes

Ja, ja, eigenes Gesicht, eigene Stimme müsste man eigentlich auch noch hinzufügen. Haben sie auch, ja. Sehr gut. Weil es muss irgendwelche rechtliche Handhabe irgendwann geben. Deswegen bin ich auch so froh, dass Disney und Co. endlich mal Klage eingereicht haben. Und mir geht es da gar nicht darum, dass ich dann sage, ey, Hauptsache die großen Unternehmen machen es unter sich aus, sondern die können die Anwälte bezahlen. Und irgendjemand muss einfach mal klagen. Und auch mir geht es immer noch nicht darum, dass KI komplett verschwindet oder so. Das wird eh nicht passieren. Aber es muss halt Regeln geben.

26:30 Gavin Karlmeier

Das geht so einfach nicht. Absolut, ja. Übrigens hat Dänemark, und das finde ich tatsächlich bemerkenswert, von vornherein jetzt auch schon in diesem Gesetzentwurf eine Ausnahme eingebacken, die gilt, für Parodie und Satire soll das Gesetz nicht gelten. Heißt es. Das ist natürlich auf der einen Seite schwierig zu trennen, weil du künstlerische Schaffenshöhe sozusagen hier definieren musst. Was ist denn Satire? Ist es Satire, wenn Politiker X in einer Talkshow einer Fledermaus den Kopf abbeißt, KI generiert? Ist das Satire oder ist es nicht? Ähm

27:03 Dominik Hammes

Ja, ich glaube, da muss man wirklich ins Detail auch gehen, sondern stellt es klar, dass es nicht echt ist. Ist es eine Beleidigung oder ist es doch noch Satire, ist ja auch eine Sache, die wir auch in Deutschland in den letzten Jahren häufiger mal hatten, was ein Problem sein kann. Und dann ist die Frage, greift das bei Privatleuten oder ist das nur für Personen öffentlichen Lebens? Wie wird es das definieren im Zeitalter der Content-Ecco? Absolut, genau das. Ah, hat jetzt 20. 000 Follower, ist noch Privatperson? schwierig. Ähm, was, was, was wollte ich noch sagen dazu? Ach ja, es ändert mich natürlich einfach nur anekdotisch jetzt in den USA gibt es diese Regel ja auch für Fair Use, dass du Satire immer machen darfst und darfst du sogar den Originalmarkennamen manchmal nutzen. Ähm Alle wissen, worauf es hinausläuft. Es gibt so viele Pornoversionen von berühmten Franchises, die den Originalnamen benutzen, die Originalcharakternamen und fast schon Fanfilme sind und trotzdem mit kommerziellem Anspruch legal sind. Und das heißt der aber dann auch wiederum, also wenn man die Variante nehmen würde, wenn das als Satire, weil die hatten im Titel dann immer Parody stehen, die sind manchmal aber auch nicht wirklich witzig, Sondern die wollen einfach natürlich nur mit diesen Figuren Fantasien erfüllen, sage ich jetzt mal ganz wertneutral. Und das wäre jetzt natürlich auch so eine Sache, wo man sich fragt, ab welchem Punkt ist das denn KI-mäßig okay, wenn die Person wirklich genauso aussieht und man nicht Damals war das Sarah Palin, die dann, wo man einfach eine Schauspielerin genommen hat, die er sehr ähnlich gesehen hat, oder eine Pornodarstellerin, die sehr ähnlich genommen hat. Nicht, dass ich der Meinung bin, dass das cool ist. Ich sage nur, logisch weitergeführt, ist es dann okay, diese Person sieht jetzt genauso aus, weil es ein Deepfake ist. Und wenn man eben nicht das Recht auf das, wenn man das Recht aufs eigene Gesicht in dem Moment verliert, in dem man einfach jemand sagt, ja, aber ich hab mit einem Parodieporno gedreht. Ich glaube nicht, dass das das Ziel sein sollte.

28:49 Gavin Karlmeier

Ja, also du hast natürlich hundertprozentig recht. Stimmt. Also du brauchst da eine klare Definition und im Zweifelsfall muss das einfach ein Richter oder eine Richterin im Einzelfall entscheiden. Sorry. Aber Auf der anderen Seite darf so ein Gesetz, so wichtig das ist, und ich stimme hundertprozentig zu, es muss solche Regelungen geben, natürlich auch nicht dazu führen, dass du damit die Kunstfreiheit de facto einschränkst. Wenn es denn Kunst ist.

29:15 Dominik Hammes

Und das ist so schwierig, denn was Kunst ist, ich habe mir klingt immer so prätentiös, aber ich habe mehrere Seminare in Philosophie dazu gemacht. Es ist nicht so einfach. Und ich bin was, was einfach allgemeines Verständnis angeht, bin ich ein großer Freund von sehr weiten Definitionen, sehr viel als Kunst zulassen. Aber wenn man in dem Fall sagt, ja, das ist ja auch schon ein Kunsttherm, das bin ich so, ja, aber rechtlich sehe ich das jetzt in dem Moment leider anders, weil das andere Recht für mich mehr wiegt als das andere. Und ich glaube, das ist in dem Moment ganz, ganz wichtig. Wenn zwei Rechte gegeneinander konkurrieren, muss man eben eine Entscheidung treffen, welches Recht wiegt denn mehr.

29:50 Gavin Karlmeier

Und dann sind wir wieder im Freiheits-Gegensicherheit-Dauer-Dauerkampf. Daher bist du es hin wie immer. Möchtest du einen Bodycheck machen lassen, wenn du in den Zug steigst oder nicht? Ja. Aber das führt sehr weit jetzt, weil du hast aber gerade das Wort Fair use hier eingebracht. Oder die Worte. Und da gibt es tatsächlich zu diesem Begriff auch ein neues Urteil, einen Präzedenzfall. Denn die KI-Firma Entropic stand vor Gericht, weil drei AutorInnen Klage eingereicht haben, weil sie gesagt haben, offenbar wurde eure KI mit meinen unseren Büchern trainiert. Und es sollte eine Regelung geben. Und tatsächlich hat der Richter dort entschieden, es ist ein Bundesrichter, also es gibt offenbar immer noch die Möglichkeit der, ähm, wie sagt man, Berufung, aber dass die Verwendung von Büchern zum Training für KIs tatsächlich unter Fair Use fallen könnte. Also man darf Bücher in eine KI reingeben zum Trainieren und das ohne dass man die Autorinnen danach fragen muss. Aber einzige Voraussetzung, du musst die Bücher legal erworben haben. Also du darfst keine Raubkopien dieser Bücher begehen. Du kannst nicht irgendwie irgendwo dir Bücher ausweihen und die alle scannen. Und die Raubkopien bleiben eine Urheberrechtsverletzung, auch wenn sie erst später gekauft würden. Das könnte eventuell die Strafe ändern, aber nicht die Haftung.

31:09 Dominik Hammes

Ja gut, das ist aber nur eine Kleinigkeit im Endeffekt. Das ist natürlich witzig, wenn die wirklich nicht mal sich die Arbeit gemacht haben, ein E-Book zu kaufen. Also das ist ja wirklich für eine restliche Investition eher ein Witz. Aber ich wäre da ja eher ein Freund davon zu sagen, naja, aber für den Zweck muss es einen anderen Preis geben, in meinen Augen. Bei allen anderen auch so. Und das ist ja quasi eine Adaption. Du musst einfach eine Lizenz kaufen dafür, dass du es überhaupt fütterst und wenn du Geld damit verdienst, dann musst du Geld abtreten. Oder eben was anderes aushandeln. Man muss einfach mal so tun, als wäre die KI, einfach, als wären es Menschen, denn es sind ja Menschen, die auf den Knopf drücken. Und entsprechend muss da auch einfach Geld fließen, wenn Geld fließt.

31:49 Gavin Karlmeier

Ja, aber wäre es, also mal angenommen, die KI wäre ein Mensch. Ich mach das mal auf, ich nehme mal jetzt die Gegenposition ein. Gerne, bitte. Mal angenommen, die KI wäre ein Mensch. Und angenommen, ich bin die KI. AI steckt in meinem Vornamen und in meinem Nachnamen, das ist okay. KI sogar auch. Wow. Jetzt lese ich ein Buch von dir, finde deine Gedanken schlau und baue aus deinen Gedanken einen neuen Gedanken.

32:13 Dominik Hammes

Das ist zu vage formuliert. Also ich weiß, ich mache gerade hier den John Peterson, aber ich finde das ein bisschen vage formuliert. Ich weiß gar nicht, wie ich darauf reagieren soll. Ich mache deinen Gedanken, neue Gedanken, ist sehr abstrakt.

32:24 Gavin Karlmeier

Okay, du hast ein Buch geschrieben über eine über die Frage, was ist Urheberrecht und was ist Kunst.

32:31 Dominik Hammes

Okay, also es ist schon mal ein Non-Fiction-Buch. Es ist kein Kunstwerk, sondern es ist eher Reportage oder so. Es wäre ein Sachbuch.

32:41 Gavin Karlmeier

Und findet die Argumentation schlau? Den du darin dargestellt hast, mir fehlt aber ein Aspekt. Weil ich zum Beispiel finde, lass uns doch mal über Parodie-Pornus sprechen, weil du das in deinem Buch nicht behandelt hast. Und spreche darüber, aber abgeleitet aus der Argumentationslinie, die du in diesem Buch verfasst hast, dann wäre ja nach meiner normalen Rechtsdefinition der Weg Von deinen Gedanken zu meinen Gedanken so viel eigene Schaffenshöhe, dass ich daraus das eigenes erstelle.

33:12 Dominik Hammes

Ja. Und dafür gibt es etablierte Wege der Textverfassung und Kommunikation, dass du zitierst, dass du Quellen angibst, etc. pp.

33:20 Gavin Karlmeier

Genau. Jetzt ist aber die Frage, ob der Weg dahin lizenziert werden muss oder nicht. Also muss ich mir, dass ich diese Gedanken gemacht habe und ich gehe davon aus, dass Enthropic nicht vor Gericht steht, weil sie korrekt zitiert haben. sondern weil sie die Sprache der Bücher verwendet haben, die Worte verwendet haben, vielleicht sogar einzelne Passagen zitiert haben, also kopiert haben. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob die Argumentation, wenn es ein Mensch wäre, würden wir das anders behandeln, ob die hier zulässig ist, weil was die KI hier ja macht, ist sozusagen reproduzieren. Von dem, was. Also ich nehme ja sozusagen deine Sätze und stelle sie einfach neu zusammen.

33:59 Dominik Hammes

Ja, also ich glaube, zum einen ist es auch, wenn es Menschen sind, ist es auch so, dass du Grauzonenfälle hast. Die du im Einzelfall nochmal besprechen musst, das ist auch da so. Ich meine, du könntest auch wir alle wissen, dass wir irgendwann mal eine Hausarbeit geschrieben haben, du könntest auch neunzig Prozent lang nur zitieren und sagen, und außerdem Doppelpunkt und ein neues direktes Zitat und die Quellen richtig angeben und dann sagt der Professor, wo sind ihre Eigenleistung bei? der Nummer. Aber auch wenn man das veröffentlichen würde, wäre auch so, da muss man vor Gerichtern ziehen und der Richter sagt auch irgendwann, hier ist ja fast kein, also sie müssen quasi den anderen Autoren auch noch Geld bezahlen, weil. Ich kenne mich da im Detail nicht aus, aber jeder gesunde Menschenverstand sagt, das geht so nicht. Aber wie gesagt, auch Menschen machen da natürlich Fehler. Aber hier ist ja das Problem keine Attribution. Kein Klarstellen, wo die Gedanken herkommen, sondern in meinen Augen ist das eine Adaption auf Basis einer Raubkopie, ohne zu sagen, dass es das ist. Sondern ja, ich habe irgendeinen Datensatz. Und das wiegt ein bisschen schwieriger für mich, wenn es kein Sachbuch ist.

34:57 Gavin Karlmeier

Ja, das verstehe ich.

34:59 Dominik Hammes

Und bei einem Sachbuch könntest du halt sehr einfach eine KI auch sagen, ey, zitiere bitte sauber. Ich weiß, dafür ist die nicht gebaut, also so einfach ist es vielleicht auch gar nicht. Aber im Endprodukt stellt man es sich leicht vor, dass man sagt, ja, wenn du hier eins zu eins Copy-Paste, dann verbind die Gedanken miteinander. Ich glaube tatsächlich, eine KI kann das gar nicht so gut, aber im Endprodukt stelle ich es mir einfach vor. Bei Fiktion ist es so: ja, hier sind jetzt drei Sätze, die klingen wie Star Wars, das Star klingt wie Herr der Ringe. Alles schon ein bisschen schwierig am Ende des Tages. Was waren denn hier deine Quellen? Und wo ist hier das Originelle daran? Und das ist natürlich eine Definition, die so unfassbar schwierig philosophisch ist.

35:36 Speaker 4

Dann kommen wir auf keinen grünen Zweig.

35:37 Gavin Karlmeier

Vor allem wird das halt super kleinteilig, ne? Ja. Also ich glaube, du brauchst da pragmatischere Lösungen. Und wenn du dir überlegst, wie war das früher mit raubkopierter Musik? Was war die Antwort? Es gab eigene Rohlinge für Audios, die de facto auch Rohlinge waren, aber auf denen eine GEMA-Abgabe lag.

35:56 Dominik Hammes

Die waren ein bisschen teuer, damit durfte man aber theoretisch legal kopieren.

35:59 Gavin Karlmeier

Genau. Und eigene Sicherheitskonstruck.

36:01 Dominik Hammes

Ja, und das ist das, was ich gesagt habe. Du brauchst eine Lizenz, dann darfst du adaptieren. Und wenn du damit Kohle verdienst, muss man vielleicht was Neues aushandeln.

36:08 Gavin Karlmeier

Ja, aber das würde ja bedeuten, dass die Lösung darin läge, dass du eine Art Zusammenschluss der VerlegerInnen zum Beispiel bildest und die wiederum eine kleine Teilabgabe von allen Einnahmen dieses Unternehmens bekämen.

36:24 Dominik Hammes

Also eine V G F U K I FU steht für Fucky. Aber Entschuldigung, den musste ich machen. Aber ich persönlich, also wenn ich jetzt rein emotional spreche, möchte ich aber auch einen: Nein, ich möchte meine Lizenz nicht hergeben. Dann möchte ich auch diese Option. Ihr dürft es nicht trainieren damit. Ich stelle diese Lizenz nicht zum Verkauf quasi. Das ist wäre. Es muss zumindest das Ziel sein, für das man sich einsetzt. Ob man das durchsetzen kann, weiß ich nicht.

36:53 Gavin Karlmeier

Weil ich glaube, du bist dann irgendwann dadurch, dass du in der Minderheit bist, wird immer erstmal davon ausgegangen, die meisten Werke sind, also es ist alles hochspekulativ, das ist natürlich. Ich glaube, das ist realistisch nicht umsetzbar. Ich glaube, dafür sind wir zu weit. Und ich finde aber die, also ich bin.

37:10 Dominik Hammes

Das nimmt aber, also das habe ich heute noch im Video gesehen, wenn man sowas sagt. Wir haben das Gespräch neulich tatsächlich auch gehabt, wo gesagt, wir kommen ja nicht mehr um die KI drum herum. Das nimmt uns absolut, also ich weiß nicht, was der deutsche Begriff gerade ist, aber das nimmt uns absolut die Agency. Also es sagt so, wir sind alle machtlos, was ja nicht stimmt. Es gibt ja einfach Leute, die entscheiden, wir machen das jetzt, und andere Leute, die sagen, wir wollen es aber nicht. Und die betteln sich die ganze Zeit. Und jeder, der sagt, naja, wir haben ja eigentlich keine Chance mehr, es kommt ja so oder so, der gibt ja sofort schon auf. Und ich bin so, es ist noch, also die Gesetze sind ja noch gar nicht da.

37:36 Gavin Karlmeier

Ja, aber des einrichterlichen Spruch der eben sagt, die Verwendung von Büchern ist Fair Use.

37:45 Dominik Hammes

In den USA, wo Fair Use auch einen ganz anderen Stellenwert hat als bei uns. Einerseits kann man damit viel mehr machen, andererseits wird es auch manchmal sehr komisch interpretiert, wo ich sage, das da ist selbst in meinen Augen Fair use und jetzt sperren Sie das Video. Denn die Sache ist ja nie: wir haben ja ein unfassbares Missverhältnis zwischen Institutionen und Personen, die sehr viel Geld haben und Leuten, die nicht ganz so viel Kohle haben. Also das geht auch und die können auch in unserem Verständnis schon reich sein, aber ich rede hier wirklich von absoluten Milliardärsbeträgen. die dann einfach für jede Kleinigkeit einen Anwalt rausschicken und eine Abmahnung. Und die anderen müssten sich einfach ihre Sachen klauen lassen. Das ist ein bisschen unfair, sag ich mal. Das ist natürlich in vielen Bereichen so, dass wer mehr Geld hat, hat natürlich die längeren Hebel. Da sage ich nichts Neues. Aber das Recht muss halt im Prinzip alle gleich behandeln und nicht von Anfang an schon sagen, nö, wir machen das jetzt auf wie ein Scheunentor. Das ergibt keinen Sinn. Ich muss doch einfach als jemand, der geistiges Eigentum publizieren möchte, festlegen dürfen, wie es Konsumenten ist. wird, halbwegs zumindest. Und ich weiß, wir leben schon so lange mit Raubkopien etc. pp, dass man da nie alles abdecken kann. Aber wenn jemand transparenten Unternehmen führt, der einfach nur eine Raubkopiemaschine hat Also was haben wir mit Napster damals gemacht? Ja, natürlich.

39:03 Gavin Karlmeier

Leute durften, wenn sie auf eine Metallica-Show gegangen sind, nicht mal mehr Gürtel tragen aus Angst, dass er ein Mikrofon drin ist.

39:08 Dominik Hammes

Und der Unterschied ist einfach nur der, dass damals klein Napster gegen die großen Musiksachen geschossen hatte, man für Strichen, und jetzt sind natürlich die großen Unternehmen, die KI trainieren, haben viel mehr Kohle. Das heißt, das Machtverhältnis hat sich einfach umgedreht, aber eigentlich ist das Prinzip das Gleiche.

39:23 Gavin Karlmeier

Ich verstehe deinen Punkt. Ich bin aber trotzdem ein bisschen hin und her gerissen, weil diese Frage, wir sind hochphilosophisch damit, aber komme jetzt im Kreis wieder bei der Frage an, was wir, wir müssen die KI behandeln, als wäre sie ein Mensch. Und wenn ein Mensch jetzt 5000 Bücher lesen, Würde, würde er danach natürlich auch anders sprechen als vorher. Das heißt, das würde ihn maßgeblich verändern. Das kannst du ihm nicht verbieten. Wenn wir also davon ausgehen, und das musst du auch nicht lizenzieren.

39:49 Dominik Hammes

Nein, das musst du auch nicht lizenzieren. Wenn du aber eins zu eins, also wenn du zu nah an irgendeinem Vorbild schreibst, wirst du immer noch Ärger bekommen. Auch wenn du ein Mensch bist. Es gibt eigentlich Helene Hegemann. Ich weiß gar nicht, wer es ist. Aber die Sache ist natürlich, Das ist das Problem an der Nummer. Wir reden, wenn es um, wenn wir um Kunst reden, über Dinge, wo sich gerade die Leute, die KI machen und Gesetze machen, in der Regel nicht auskennen. Es gibt Dinge, wo man dann. Leider Gottes sehr gut argumentieren kann, wie man sagt: Ja, jetzt könnte man sagen, dass sie es kopiert, aber das ist doch mittlerweile innerhalb dieses Genres einfach ein Klischee. Da kann man jetzt nicht behaupten, dass wir es hier geklaut haben. Das machen ja tausend andere Sachen auch. Und das ist ein sehr gutes Gegenargument gegen das, was ich sage. Aber es ist ja so oft im Moment so, dass du eins zu eins sagen kannst, es kommt daher. Und es ist ja sogar nachzuvollziehen. Du kannst ja in das System reingreifen und sagen, hast du es genau daher genommen und nur daher? Und dann sagt das Ding ja. Das ist nicht das Gleiche. Wiederum, da unterscheidet sich Mensch und Maschine, aber da müsste eben ein Mensch eingreifen und sagen, so geht es nicht. Die Maschine hat da ja keine Moral, kein Verständnis davon, dass das falsch ist. Und deswegen sagst du, nö, also ich habe halt den Prompt erfüllt. Punkt. Und da war das Buch halt das, was am wahrscheinlichsten aussah. Ein Mensch würde das nicht machen, es sei denn, kriminelle Energies vorhanden.

41:01 Gavin Karlmeier

Ja, und kriminelle Energie ist, glaube ich, leider auch das Stichwort, weil natürlich auch dieser richterliche Spruch, den wir hier haben, diese Entscheidung, von einem politischen Umfeld in den USA gerade geprägt ist, dass eher Unternehmen schützt als drei Autönen Genau. So, also das muss man glaube ich leider auch dazu mit einberechnen. Trotzdem finde ich diese Diskussion um Fair Use hochinteressant, weil eben dieses amerikanische Verständnis von Remix-Kultur zum Beispiel ein völlig anderes ist als hier. Diese ewigen Prozesse zwischen Kraftwerk und Moses Pellem Beispiel. Beispielsweise, die ja gefühlt immer noch vor Gericht stehen, wegen der Geschichte, die 30 Jahre her ist.

41:38 Dominik Hammes

Da gibt es ja auch immer wieder die Sachen, ah, ich habe es nicht gesamplet, ich habe es einfach nachgebaut. Und ja, also das sind halt genau das sind diese Grauzonfälle, von denen ich vorher geredet habe. Da muss man halt sich dann drum herumschlagen. Das ist auch okay. Also recht Ist ganz selten so simpel, wie es im Gesetzestext steht, dass ganz klar ist, wie die Sachlage ist. Ganz häufig muss eben interpretiert werden. Das sind ja die spannenden Fälle, weswegen Leute Jura studieren am Ende des Tages. Wenn es Automatismen wäre, nee, dann könnte man es ja dem Computer überlassen.

42:07 Gavin Karlmeier

Dinge dem Computer überlassen führt uns ins nächste Thema. Gott sei Dank, ne? Ja, Bumble. Das ist eine Dating-Plattform, die meines Erachtens auch zu Match gehört und damit in demselben Unternehmen liegt wie Tinder beispielsweise oder Hinge. Das kommt ja alles vom selben Unternehmen. Der FD Hinge heißt. Ich glaube, die heißt so, oder? Es ist falsch.

42:31 Dominik Hammes

Es ist einfach nur ein alter Simpsons-Scag. Achso. Bei Mo anruft und sagen, Reinsch ist ja jemand, der Reinsch heißt. Und in dem Fall Hinch ist ja jemand, der Hinge heißt.

42:41 Gavin Karlmeier

Bumble gehört nicht zur Match-Gruppe, ich muss mich korrigieren, sondern Tinder, Match, OKCupid und Hinge. Diese ganze Matchgroup, aber Bammel nicht. Da wäre ich halt auch wieder zwölf, tut mir leid. Das ist okay. Hinge heißt.

42:58 Dominik Hammes

Ich hatte in der Philosophie einen Professor, der hieß tatsächlich Hinch, ja.

43:01 Gavin Karlmeier

Ah ja. Der arbeitet jetzt als Dating-App auf vielen Telefonen. Jedenfalls hat Bumble ein Feature eingeführt. Mit dem Namen Bumble for Friends. Das ist eine Idee, du eigentlich ganz gut, dass du eben eine Dating-App nicht nur benutzt, um potenzielle GeschlechtspartnerInnen, SexualpartnerInnen. LebenspartnerInnen zu finden, sondern eben auch einfach FreundInnen zu finden. Also Menschen, mit denen du Zeit verbringen möchtest. So, jetzt ist es aber so, dass wenn du Wenn du da ein Match hast, ich weiß nicht, ob es da auch ein Match hat, aber wenn du da ein Match hast, dann kriegst du bei dem Start des Chats eine Übersicht von Vorschlägen, wie du dieses Gespräch starten kannst. Sogenannte Eisbrecher. Diese Eisbrecher werden aber mit Hilfe von ChatGPT erstellt. Da gibt es eine Kooperation mit OpenAI. Und offensichtlich Also, offensichtlich ist das richtige Wort. Müssen dafür sämtliche Profilinformationen beider Menschen an OpenAI weitergehen. Gegeben werden. Und Neub, Mann of your Business, die Unternehmung von Max Schrems, die haben deswegen jetzt eine Beschwerde bei der österreichischen Datenschutzbehörde eingereicht. Weil eben die Weitergabe deiner Profilinformationen an OpenAI ohne deine Einwilligung, ohne deine Zustimmung, ein massiver Verstoß gegen geltendes Recht wäre.

44:22 Dominik Hammes

Ja, das ist absolut richtig. Also es gibt da auch überhaupt keine Abfrage, sondern da kommt einfach direkt Eisbrecher, bla bla bla. Okay.

44:30 Gavin Karlmeier

Bumble selber, also als es neu war, gab es eine Pop-Up-Meldung und diese Pop-up-Meldung lautete: KI bricht das Eis. Wir verwenden KI, um Ihnen den Einstieg in den Chat zu erleichtern. So können Sie Ihre Fragen stellen, die zu den Profilinformationen unserer Mitglieder passen. So, da musstest du auf OK klicken und damit hast du zugestimmt, dass du das Feature nutzt. Mehr stand da nicht. Und das ist eben offenbar jetzt, also da gibt es jetzt eben eine Beschwerde bei der österreichischen Datenschutzbehörde. Wir bleiben da dran, Haken bleibt dran. Hochinteressant, aber ein weiterer Hinweis darauf, dass man vielleicht, wenn man solche Tools nutzt, Dating-Apps benutzt oder auch eben so zur Vernetzung im Freundeskreis. doch mal genauer hinsehen muss, was man da eigentlich gerade macht mit seinen Daten. Weil man muss ja auch fairerweise dazu sagen, angenommen, du hast da, was glaube ich in Dating-Apps üblich ist, auch ein Foto hochgeladen, auf dem auch andere Menschen zu sehen sind. dann wird auch deren Gesicht an eine KI weitergeleitet, ohne dass diese Personen davon wissen, damit einverstanden sind und so weiter.

45:28 Dominik Hammes

Um zu zitieren von sehr vielen Tinder-Profilen, die ich bei meiner Bekannten mal gesehen habe. Es ist nicht mein Kind und manchmal wird das Kind aber dann nicht anonymisiert auf den Fotos.

45:37 Gavin Karlmeier

Nicht so schön. Eieie, das ist nochmal ein ganz anderes Thema.

45:42 Dominik Hammes

Das sind zwei verschiedene Themen in einem, ja, ja. Aber wenn man Kinder auch noch in die Kamera hält. und dann die KI drüber grast. Gottes Willen.

45:52 Gavin Karlmeier

Ja, ob Tinder das auch tut, wissen wir nicht.

45:54 Dominik Hammes

Ja, ich habe Tinder für dieses Beispiel genommen, also klar wollte ich Tinder nicht unterstellen.

45:59 Gavin Karlmeier

Also wir wissen, dass Bumble nicht zur Match Group gehört, um das nochmal klarzustellen.

46:02 Dominik Hammes

Gut. Bitte keine bösen Briefe an Gavin. Das war jetzt einfach nur eine Anekdote, die nichts damit zu tun hatte. So.

46:09 Gavin Karlmeier

Man könnte aber jetzt, wenn man möchte, könnte man Briefe an Maike Kampf schreiben. Anstatt mir. Michael Kamp ist nämlich die Berliner Datenschutzbeauftragte und die fordert jetzt von Apple und Google, die App DeepSeek aus den App Stores zu nehmen, weil DeepSeek Offenbar Inhalte der Nutzer in Deep Sieg ist eine KI, ein Chatbot, so wie Chat-GPT, wie Le Chat, was auch immer. Le Chat? Le Chat gibt es. Oh, Dominik, wir müssen, da muss ich ja ganz von. Egal. Ich werde mich nicht mit allen KIs beschäftigen, die es gibt. Es ergibt überhaupt keinen Sinn. Auf jeden Fall gibt es Deep Seek und Deep Seek ist eben Chinesisch. Und es ist vor allem nicht ganz klar, also da gibt es Dutzende Recherchen zu, wie Deepseek eigentlich aufgebaut wurde, weil Deepseek durch Embargen keine Zugriffe auf solche Prozessoren, theoretisch, Grafikprozessoren hätte, die aber eben trotzdem in einer Knafen kürzester Zeit und mit extrem wenig Geld aufgegleist wurde, und es gibt Hinweise darauf, dass Deep Seek mit anderen KIs trainiert wurde, um Um eben schneller am Start zu sein und eben State of the Art zu werden als Modell. So, will ich gar nicht, darum geht es eigentlich gar nicht, sondern offenbar werden personenbezogene, mein Gott, es ist zu warm, Leute. Personenbezogene Daten von NutzerInnen an China weitergegeben und damit verstößt das Unternehmen gegen die Datenschutzgrundverordnung in Europa Und DeepSeek ist bislang nicht in der Lage gewesen, überzeugend nachweisen zu können, dass Daten deutscher NutzerInnen in China auf einem der EU-gleichwertigen Niveau geschützt seien. Was sie müssten. Damit verstößt diese App gegen geltendes Recht in Deutschland. Und deswegen fordert eben Maike Kamp, die Berliner Datenschutzbeauftragte, nun, dass diese App aus den App Stores bei Apple und dem Play Store bei Google verschwindet.

47:53 Dominik Hammes

Ja, endlich. Also, ich meine, Datenschutzbeauftragte fordern sehr gerne und es passiert oft nichts, aber absolut nachvollziehbar.

48:01 Gavin Karlmeier

Ja, aber ein Gedanke und den hat im Discord auch schon jemand gebracht. Kleiner Hinweis, Leute, es gibt einen Discord zu diesem Podcast. Discord ist wie ein Chat-Tool mit ganz vielen Gruppen, sehr strukturiert, es ist ein Chat-Tool, sehr strukturiert unterteilt. Aber sehr, sehr viele, sehr schlaue, sehr lustige, sehr clevere Leute, die sich sehr, sehr schön zu diesen Themen, über die wir hier sprechen, austauschen. Fast 1900 Leute sind da. Es kostet nichts, kommt vorbei. Da hat jemand nämlich einen wichtigen Gedanken dazu gebracht zu diesem Thema. Diese Person sagte nämlich, ich sage jetzt gleich auch, wer das war, sagte, man muss dabei aber aufpassen. Dass man da jetzt nicht anfängt, Doppelstandards zu etablieren. Denn was ist denn mit den amerikanischen Unternehmen? Können die eigentlich dem EU-Datenschutzrecht gleichwertige Schutzniveaus anbieten oder nicht? Das ist, glaube ich, eine sehr wichtige Frage. Also warum müssen wir jetzt, Abel hat das geschrieben im Chat. Abel schreibt bestimmt nicht unbegründet, aber hoffentlich kommt es nicht zu einem unglaubwürdigen Doppelstandard mit anderen Anbietern. Mich nervt es, wenn am Ende datenschutz politischer Willkür einlädt, weil der gesellschaftliche und gesetzliche Anspruch so weit von der praktischen Realität ist. Und wenn dann etwas politisch sanktioniert werden soll, kommt man mit Datenschutz, weil das machen ja eh alle falsch. Finde ich ist ein fairer Punkt, ehrlicherweise. Ja, natürlich.

49:16 Dominik Hammes

Und das ist auch so. Also Datenschutz, es gibt ja sehr viele Datenschutzbeauftragte in ganz vielen Unternehmen, in öffentlichen Institutionen und Die machen ihren Job unterschiedlich gut, das ist ja normal. Aber selbst wenn die ihren Job zu 100% machen, läuft der Datenschutz nicht zu 100% richtig. Also, das deutsche Datenschutzrecht ist schon sehr hart und diese Perfektion erreicht fast niemand. Das finde ich jetzt an sich auch nicht so schlimm, solange man es versucht. Aber ja, natürlich, eigentlich müsste sie mal von allen Anfordern, sag mal, ihr habt doch EU-Bürger, die ihre Daten haben. Zeigt mal bitte alle, wie sicher ihr das macht. Es kann in dem Fall wohl nur so sein, dass sie einen begründeten Verdacht hat, warum es jetzt ausgerechnet hier nicht so ist. Der ist vermutlich auch sehr begründet.

49:55 Gavin Karlmeier

Ja, die anschließende Frage ist: wann wird Bumble aus den Play und App Stores verbannt? Tja.

50:03 Dominik Hammes

Ich meine, wenn wir mal durchkämpfen, ich wette, wenn man durch die Top 100 Apps durchkämmt, würden vielleicht noch 30 übrig bleiben, die wirklich, wirklich ihren Datenschutz richtig machen. Sind wir mal ehrlich. Wenn wir ganz genau hingucken, mit der Lupe. Gute Laune heute wieder. Das finde ich normal, das ist menschlich, weil du kommst ja nicht hinterher. Es kommen doch hier neue Apps dazu.

50:26 Gavin Karlmeier

Das ist normal. Nein, und es geht ja auch gar nicht darum, in der Law and Order Politik zu etablieren. Also es geht am Ende darum, wie du schon sagst, zu zeigen, dass es einen Willen gibt, Die Datenschutzrechte der Menschen ernst zu nehmen. Und also eben nicht das zu tun, was Bummel macht, ohne dein Wissen und gegen deinen Willen deine Fotos an eine KI zu schicken, um zu sagen, was könnten die beiden eigentlich so miteinander besprechen? sondern es geht darum, dass man schon das Gefühl hat, ich werde hier ernst genommen. Es gibt ja keine hundertprozentige Sicherheit. Es werden auch immer irgendwelche Leaks von Passwörtern passieren. Das kannst du nicht immer verhindern, aber wichtig ist halt, dass du halt schon merkst, dass es ein Unternehmen ist, das sechs Jahre später, Looking at you, 4chan Sechs Jahre später offene Sicherheitslücken dann vielleicht mal behoben hat. Ich meine, nehmen wir doch als Vergleich Hygieneverordnung im Lebensmittelbereich in Deutschland.

51:16 Dominik Hammes

Es ist ja nicht so, dass jeden Tag da immer einer staatlich da steht, vom Ordnungsamt oder sonst, wo uns sagt: Moment Hier sind aber jetzt zwei Pico-Prozent, keine Ahnung, ob das überhaupt eine Zahl ist, ähm, zwei Promill zu viele Bakterien, deswegen machen wir den ganzen Laden dicht. Das passiert ja nicht. Wir haben Stichproben, die haben selber Kontrolle in der Privatwirtschaft, die versuchen einen Standard aufrechtzuerhalten. Wir sind alle fein damit, dass es ab und zu mal eine Lebensmittelvergiftung gibt, dass ab und zu mal auch eine große Firma sagt, oh, müssen wir zurückrufen. Das ist das Leben, das ist okay.

51:47 Gavin Karlmeier

Eigentlich sagt man deswegen Picobello auch. Nee, glaub nicht.

51:52 Dominik Hammes

Aber ich kann mich irren.

51:56 Gavin Karlmeier

Eben, genau, das ist nämlich der Punkt. Man kann sich irren. So, apropos Irren, ich glaube, das, was jetzt kommt, ist ein, also da hoffe ich, dass man sich geirrt hat. Ich habe nämlich noch eine, ich muss noch kurz politisch werden. Bevor wir hier, wir sind schon vor lang, aber. . Ach, komm, nachdem ich heute schon so.

52:12 Dominik Hammes

. Du hast mir aber auch die Tür aufgemacht, muss ich sagen, heute. Wir sagen gemeinsam ein bisschen. Das glaube ich, das ist eine Vermutung. Ich will es dir nicht hinterstellen.

52:20 Gavin Karlmeier

Wir halten das durch jetzt. Wir machen das bei 36 Grad im Altbau. Genau. Es soll offenbar. einen gemeinsamen Ausschuss aus US-Tech-Unternehmen und Abgeordneten der EU-Kommission geben, um darüber zu entscheiden, wie der Digital Markets Act durch und umgesetzt werden soll. Ist das jetzt gut oder schlecht? Das ist nicht. Also. Du musst es selber nochmal sacken lassen mit dem Kopf. Ja, also es gibt ein Gesetz. Und dieses Gesetz reguliert den Wettbewerb in der EU, das ist der Digital Markets Act. Richtig. Dazu gehört zum Beispiel, dass wenn du einen Messaging-Dienst anbietest, wie WhatsApp, dass du die Möglichkeit bieten musst, dass andere Leute mit ihren Chat-Apps sich an dein Protokoll anschließen. Interoperabilität ist so ein Beispiel. um nicht den Markteintritt zu erschweren. Also du musst sozusagen Möglichkeit bieten, dass alle Leute auch in den Markt kommen und deswegen gibt es diese Gatekeeper, so heißen ihm im Digital Markets Act die sehr, sehr großen Unternehmen, die eben verhindern, dass andere eben sich durchsetzen können. Da werden immer wieder Strafen erhoben. Wie? die, über die wir vorhin gesprochen haben, dass Apple eben zahlen musste, weil eben in den App Stores es so schwierig ist, als Entwickler eigene Möglichkeiten aufzubringen, dass die Leute einen bezahlen. Dafür ist dieses Gesetz. Und es gibt jetzt Hinweise darauf, zumindest das berichtet, dass das Handelsblatt, dass es einen gemeinsamen Ausschuss geben soll zwischen den Tech-Unternehmen. die diese Gesetze betreffen und der Europäischen Union, die diese Gesetze machen. Das ist nicht die Idee von Regulierung.

53:56 Dominik Hammes

Einen Ausschuss sollte es nicht geben. Also ich finde so ein Joues fix okay, wo man dann, sag mal, fix, ist es fix? Bin ich nicht sicher. wo man ab und zu sagt, echt, wir verstehen die Regel hier nicht. Und dann sagen die, ich erkläre sie ihnen nochmal. Oder reicht das, wenn wir das so machen? Das ist voll okay, das ist ja normale Kommunikation. Aber ein gemeinsamen Ausschuss, da weiß man schon, das ist auf der einen Seite ist es Information, auf der anderen Seite ist es Lobbyarbeit.

54:19 Gavin Karlmeier

Exakt, das wird es nämlich sein. Genau das. Und das ist halt offenbar der Druck, der aus Amerika kommt gerade, von den USA kommt. den die EU hier versucht, irgendwie ein bisschen aufzufangen und umzuwandeln. Es gibt dazu schon einen Brief, beispielsweise vom deutschen Start-up-Verband Die haben einen offenen Brief geschrieben, in dem sie sagen, die EU dürfe sich hier nicht sozusagen, warte, ich habe die genaue Formulierung. Nein, nein, das ist genau in die richtige Richtung gedacht. Okay. Der DMA ist kein geopolitisches Manöver und darf auch nicht zu einem solchen werden. Lassen Sie nicht zu, dass die Durchsetzung des DMA geschwächt oder verzögert. Hätte ich nicht mit gerechnet von der Seite, aber die haben natürlich vom Wettbewerbsrecht die meisten Vorteile.

55:05 Dominik Hammes

Kann man so sehen, aber ich sage mal, vor zehn Jahren hätte es, glaube ich, anders ausgesehen. Hätte man, glaube ich, gesagt: Nee, nee, wir müssen auf jeden Fall mit Facebook arbeiten, wir müssen mit dem Unternehmen arbeiten. Wir können uns davon nicht isolieren, was ja gar nicht das Ziel ist, wohlgemerkt. Also es geht hier nicht um Isolation. Aber das hätte man, glaube ich, früher so interpretiert, tatsächlich.

55:22 Gavin Karlmeier

Möglicherweise, ja. Also je nachdem, also Christian Linder hat da vielleicht auch verschiedene Meinungen zu. Verschiedene gleichzeitig, ja. Mutmaßlich, mutmaßlich. Darf es nicht auszuschließen? Aber tatsächlich hat die EU-Kommissarin Ribera oder Ribera, wo kommt sie denn her eigentlich? Kannst du gleich sagen.

55:45 Dominik Hammes

Es ist ja so witzig, wenn es Nordrhein-Westfalen ist, ne? Also Ribera.

55:50 Gavin Karlmeier

Theresa Ribera aus Spanien. Ribera. Die hat gesagt, dass sie den Vereinigten Staaten nicht die Möglichkeit bieten wollen, selber zu entscheiden, wie die Regeln hier umgesetzt werden oder wie Vorschriften erlassen werden. Aber sie sagen, wir verdienen denselben Respekt. Aber es werde keine Zugeständnisse bei den Regeln gegenüber Big Tech geben. So, das hat sie immerhin schon mal klargestellt, hat da sozusagen direkt versucht, irgendwie das einzufangen. Trotzdem ist diese Überlegung, die da offenbar im Raum steht, die nicht beschlossen ist offenbar und auch noch nicht entschieden ist, die ist eben. Im Raum.

56:28 Dominik Hammes

Ich meine, man kann immer in gutem Willen argumentieren und sagen, es geht hier nur darum, dass die Tech-Unternehmen es einfacher haben wollen, um Bußgelder oder so zu vermeiden, indem sie sagen, das wäre unser Plan, wenn wir den umsetzen, haben wir es dann erfüllt, ja oder nein, bevor sie es tun. Aber Die Wahrscheinlichkeit, dass sie gleichzeitig auch noch sagen wollen, im Übrigen können wir das vielleicht anders machen, dass sie immer nochmal verhandeln wollen über die Hintertür, die ist halt sehr groß.

56:50 Gavin Karlmeier

Ja, und also fairerweise Passiert das ja auch heute schon?

56:53 Dominik Hammes

Ja, natürlich.

56:54 Gavin Karlmeier

Das ist jedes Mal so. Also wenn Threats ein Jahr später in der EU startet, wenn Meta AI ein Dreivierteljahr später in der EU startet, wenn die Faktor Faktenchecks ein Jahr später in der EU abgeschafft werden als sonst wo. Wenn Apple ohne Ende Features in der EU später bringt als anderswo auf der Welt, dann wird es offenbar schon Gespräche mit der EU gegeben haben, die sagen, ah, weiß ich nicht, ob ich das so machen würde, Leute.

57:18 Dominik Hammes

Ja, man bezweifelt halt, dass man intern so schlau war zu sagen, ja, lass mal lieber nicht machen. Ohne zumindest nachzufragen. Klingt komisch, aber ich glaube, die amerikanische Big Tech-Attitüde ist ja eher so: warum sollen wir das denn nicht machen? Das ist doch geil. Kenne ich nur so. Hat auch seine positiven Seiten, dass man dann halt begeistert ist vom eigenen Produkt. Das ist ja völlig legitim.

57:42 Gavin Karlmeier

Klar, jeder kennt es auch, dass man mal eine Idee hat, die man so gut findet, dass man sich denkt, ich mach das jetzt trotzdem. Aber manchmal endet diese Idee dann halt im Krankenhaus oder im Gefängnis.

57:51 Dominik Hammes

Ja, im besten Fall hat man nur Sorbbrennen.

57:55 Gavin Karlmeier

Oder den Kater seines Lebens. Tja. Auch das ist möglich. So, ich habe noch eine Meldung, bevor wir in unsere Rubrik gehen. Ich habe heute Sprachstunden, Leute. Ich hoffe, es ist.

58:07 Dominik Hammes

Es ist immer noch die Weißweinschorle von vor zwei Tagen.

58:10 Gavin Karlmeier

Durch die Hitze hast du den Alkohol noch nicht verarbeitet. YouTube wird das Mindestalter für Livestreaming auf 16 Jahre erhöhen. Und das bedeutet auch, dass alle, die unter 16 sind, bislang über das Alter bei 13, dass die fortan eben auch keine Livestreams mehr erstellen können, auch wenn sie das schon in der Vergangenheit getan haben. Also es gibt da noch Regeln.

58:28 Dominik Hammes

Entschuldige, es geht nur ums Erstellen, es geht nicht ums Konsumieren. Also man darf weiterhin zugucken, aber man darf selber keinen starten.

58:34 Gavin Karlmeier

Es geht ums selber Streamen, ja genau. Okay. Dann absolut gut. Finde ich sehr sinnvoll. Finde ich auch. Wollte ich der Vollständigkeit halber hier mal untergebracht haben. Weil wir sehr häufig darüber sprechen, wie gehen eigentlich die Unternehmen mit jungen Menschen um, aber auch wie gehen wir als Gesellschaft mit unseren jungen Menschen um. Und solche Maßnahmen sind halt ein No-Brainer, weil an 13-Jährigen kannst du nicht viel Geld verdienen, ehrlicherweise. Es gibt also auch keinen großen wirtschaftlichen Grund, die dort auf den Plattformen machen zu lassen, was sie wollen.

59:00 Dominik Hammes

Gleichzeitig gibt es denen aber auch halt. Eine seltene Nummer, ja. Also Justin Bieber, glaube ich, mit 15, 16 auf YouTube angefangen. Jetzt nicht viel live, vielleicht schon, weiß ich gar nicht. Aber der war natürlich jemand, mit dem man sehr schnell viel Geld verdienen konnte. Aber das ist eine Ausnahme anscheinend.

59:15 Gavin Karlmeier

Das ist eine Ausnahme. Gleichzeitig bietet dieses Instrument aber ein wahnsinniges Potenzial eben für schlechte Ideen, die nicht mit Kopfschmerzen enden, sondern mit Anderen.

59:26 Dominik Hammes

Da muss man sagen, also wir sagen immer wieder, oh Gott, oh Gott, wenn wir in unserer Jugend schon so im Internet hätten sein können, das wäre so peinlich geworden. Entweder sind, ich weiß nicht, ob es die Eltern sind, weil von da denke ich manchmal, die müssten noch viel mehr tun. Aber ich habe nicht das Gefühl, dass die aktuellen Generationen im Internet sehr, sehr peinlich sind. Also, wenn ich da an uns zurückdenke, das hat halt damals auch noch zehn Leute gesehen, dann wäre das wesentlich übler gewesen. Also es ist schon so, dass ein gewisser Lerneffekt da ist. Das finde ich gut.

59:52 Gavin Karlmeier

Also weil auch, ähm ich glaube, die Informationen, die vorliegen und das eigene Verständnis für Sendebewusstsein, hat ja auch ein völlig anderes Niveau erreicht als früher. Also, das siehst du ja, finde ich. Ach, das wurde auch in. Das hat irgendjemand auch mal als Beobachtung mal geteilt. Ich weiß leider nicht wer. Ich will hier nicht das Wissen anderer Leute mehr aneignen, ohne Lizenz zu bezahlen.

01:00:11 Dominik Hammes

Ich weiß auch nicht, ob ich es vielleicht als Erinnerung hatte, aber Kann mir jetzt so.

01:00:15 Gavin Karlmeier

Eine gute Beobachtung, dass du das gesehen hast bei der Wiederauflage von Wettenass, dass die Menschen, die dort als WettkandidatInnen vor der Kamera gestanden haben, deutlich, deutlich besser gesprochen haben, als wenn man sich an die Neunziger zurückerinnert mit den Leuten, die dort sind.

01:00:28 Dominik Hammes

Ja, ich bin der Klaus und Verbagger. Okay, Klaus, sehr schön. Hier, mein Lieber, machen wir weiter. Stimmt, das ist absolut so. Also die Kamerapräsenz und vor der Kamera sprechen kann man, glaube ich, auch an Straßenumfragen wahrscheinlich relativ gut festmachen. Die ist viel, viel höher geworden und ich finde, das ist ein durchweg positiver Aspekt am Ende des Tages. Weil man kommuniziert also de facto besser. Und bewusster wahrscheinlich. Ja.

01:00:54 Gavin Karlmeier

So, angeschnallt und losgefahren.

01:00:59 Dominik Hammes

Funktionen und Emotionen.

01:01:04 Gavin Karlmeier

Was ist das? Und wir bleiben extra laut, oder? Ich habe hier noch so ein Gain für dich daheim gedreht. Danke. Wir bleiben kurz noch in der KI-Welt. WhatsApp führt KI-gestützte Nachrichtenzusammenfassungen ein. Also wenn du zum Beispiel in Gruppen bist oder in Chats, bei denen dir jemand viele Nachrichten schreibt, kannst du die direkt von WhatsApp zusammenfassen lassen, damit du das nicht alles lesen musst.

01:01:26 Dominik Hammes

Ja, voll scheiße. So, ich wollte einfach meine Emotionen rauslassen. Du hattest das hier bestimmt als Meldung, worauf ich dann nochmal verweisen würde, wenn du den Namen noch im Kopf hast. Dass es diese Studie gab, die aber im Detail sehr viel besser und detaillierter war, wo es um den Effekt von langem KI-Gebrauch ging auf die Hirne und auf das kritische Denken von uns. Die muss von Vor zwei Wochen oder was war die, glaube ich, zum ersten Mal Schlagzeile. Und in den Fußnoten verstecken sich da sehr, sehr viele kleine Bonbons noch in Sachen, naja, wenn man halt eine KI zum Zusammenfassen immer wieder benutzt. Dann ist das die oberflächlichste Art und Weise, mit irgendwelchen Quellen umzugehen. Und das muss einem bewusst sein in dem Moment. Und das ist natürlich den meisten Leuten nicht bewusst. Es geht darum ins Zeitsparen, etc. pipi. Ich verstehe das alles. Aber das muss einem bewusst sein. Denn mir geht es gar nicht um diese potenzielle Scheitern des kritischen Denkens, aber ihr habt weniger Infos, wenn ihr das macht.

01:02:22 Gavin Karlmeier

Immer. Ja, und auch Fehlinterpretation natürlich. Also, weil eben die Zusammenfassung kann nicht so genau. Bestes Beispiel ist Apple Intelligence, die ja die Notifications zusammenfassen kann auf dem Gerät ohne es. Am Server zu schicken übrigens. Können wir gleich nochmal kurz drüber sprechen bei WhatsApp. Und wenn du eine Überwachungskamera hast und da wird eine Person entdeckt, und eine halbe Stunde später wird noch eine Person entdeckt und 20 Minuten später wird noch eine Person entdeckt, dann ist die Zusammenfassung, die du bekommst. drei Personen entdeckt, obwohl es auch dreimal dieselbe Person natürlich gewesen sein könnte. Ja, du weißt nicht, es ist eine Party im Vorgarten, ist ein Umzug, wird eingebrochen oder es ist einfach nur eine A-Schüssel vergessen.

01:02:55 Dominik Hammes

A, hört es noch an. Keine Ahnung.

01:02:57 Gavin Karlmeier

So, da hast du immerhin die Möglichkeit, das aufzuschlüsseln, sozusagen, die Zusammenfassung quasi wegzuklappen oder sie auch auszuschalten, sofort. Ehrlicherweise habe ich die auf meinem Gerät an. Weil die Zusammenfassung so häufig Quatsch macht, das ist mein Entertainment. Okay. Aber ich glaube, das ist halt ein Problem, weil Kommunikation in Schreibformen ja sowieso schon viel Verluste bietet, wenn du in WhatsApp-Gruppen zum Beispiel schaust. Es ist nicht so einfach, zum Beispiel zynisch zu schreiben, wie das nicht zu tun. Was Leute nicht davon abhält, ist nicht dennoch zu tun, was dazu führt, dass es Missverständnisse gibt in geschriebener Form, die du in gesprochener vielleicht nicht gehabt hättest.

01:03:38 Dominik Hammes

Wenn du jetzt aber auch noch überlegst. Kommunikation geschrieben, ey, der benutzt Nasen-Emojis. Der benutzt richtige Interpunktionen, der hat immer nur den Daumen hoch, der schreibt gar nichts. Es führt bei jedem zu anderen Emotionen. Es ist total spannend.

01:03:52 Gavin Karlmeier

Genau. So, und wenn du dir jetzt aber überlegst, dass nicht mal du der Mensch bist, der das interpretiert beim Lesen, sondern da noch eine Eine virtuelle Instanz zwischen ist, die dir das zusammenbappt.

01:04:03 Dominik Hammes

Deine Freundin hat dir eine passiv-aggressive Nachricht mit deinem Nasenemoji geschickt.

01:04:07 Gavin Karlmeier

Ach, schön. Partnerin has deine Nase. Zinker Smiley. Genau. Nein, aber du weißt du, es kann es also ich bin erstmal nicht grundsätzlich dagegen, dass du das tust. Ich halte es nur für ein Problem, dass Leute diese Nachrichten dann dort schicken. nicht wissen, wann du dich dazu entscheidest, diese Daten an einen Server zu schicken, um sie zusammenfassen zu lassen. Also das ist, glaube ich, so datenschutzrechtlich das größte Dilemma an dieser an diesem Feature.

01:04:35 Dominik Hammes

Also wenn der Datenschutz ein Tamagotchi wäre von Deutschland, ne? Dann hätte er irgendwann in den 80ern ganz gesund da gestanden, der Tamagotchi und jetzt zittert er einfach noch von überall kommen. irgendwelche Krankheiten angeflogen und man kommt gar nicht mehr hinterher mit dem Impfen und mit dem Füttern. Also schon stressig

01:04:55 Gavin Karlmeier

Das ist eine bemerkenswerte Metapher auf jeden Fall.

01:04:57 Dominik Hammes

Ich weiß nicht, warum mir das eingefallen ist. Ich habe irgendwann mal, ich habe diese App, die hieß lustigerweise Pooh. Das war so ein Pseudo-Tamagotchi auf dem Telefon. Und irgendwann hatten wir. Ist uns aufgefallen, du hattest doch immer dieses, dieses Puh. Also ja, stimmt. Man hast du den dazu jetzt reingeguckt, so vor einem halben Jahr oder so. Haben wir die App aufgemacht und dann sah das wirklich aus wie so eine Person, die einfach Er war nur noch am Zittern kalt, Augenringe und so kommt mir der Datenschutz im Moment vor. Weil sich viele Aufgaben anstehen einfach. Ja, so ist es.

01:05:28 Gavin Karlmeier

Stimmt. Und letzte KI-Meldung für heute, glaube ich. Ja. Letzte KI-Meldung für heute. Elon Musk, der Name, der jetzt übrigens jetzt nach einer Stunde und sieben Minuten knapp das erste Mal gefallen ist heute. Was für Haken dran schon bemerkenswert ist. Ja, dafür einfach nur KI, danke. Und das, obwohl wir über Ex und Twitter gesprochen haben, aber wir haben nicht über Mask gesprochen, oder doch? Vielleicht täusche ich mich, könnt ihr Fact checken, könnt ihr morgen im Discord, äh jetzt im Discord lesen. Hat angekündigt, dass das neue Grog Grog 4 heißen wird und am 4. Juli, natürlich am 4. Juli, released werden wird. Und Wir wissen alle, was es bedeutet, denn Elon Musk hat ja auch angekündigt, dass das neue Grog das Ziel hat, den gesamten Korpus menschlichen Wissens neu zu schreiben. Diese links biased Informationen, die diese komischen Medien, diese komischen wissenschaftlichen Papers und so alle mit sich bringen, endlich rauszurechnen. War das zu zynisch? Hätte das als geschriebene Nachricht noch funktioniert?

01:06:30 Dominik Hammes

Nee, auch ich finde, du hast seine Position sehr gut so wiedergegeben, wie er das sieht. War es nicht auch so, dass es ursprünglich Grog 3. 5 gewesen wäre und er gesagt hat: ey, das sind so viele Neuigkeiten, wir müssten es eigentlich 4.

01:06:41 Gavin Karlmeier

0 nennen.

01:06:41 Dominik Hammes

Ja. Also das Marketing ist, das akzeptiere ich sogar. Also das ist ja, ich weiß gar nicht mehr, welche Windows-Version das war, das haben die auch schon auch schon gesagt.

01:06:50 Gavin Karlmeier

iOS wird auch iOS 26 heißen. Ich habe bei iOS den Überblick nicht. Die letzte Version hieß, glaube ich, 16, 17.

01:06:59 Dominik Hammes

Naja, gut. Aber wie gesagt, Windows 95, ne? Nach 3. 11 einfach 95 genommen wegen des Jahres. So wie Apple auch mit dem iOS 26. Ja, eben. Aber Deswegen, das mit der 4-0 ist eigentlich egal. Und das andere wird interessant sein, das zu sehen, ob er das hinbekommen hat, ob er sich einfach völlig erlogene Modellen genommen hat oder gesagt hat, wir werfen einfach alle Quellen raus, die mir widersprechen würden.

01:07:22 Gavin Karlmeier

Das ist wirklich eine spannende Überlegung, weil er kann nur verändern. verlieren. Entweder er hat es nicht hinbekommen, dann hat er gelogen, oder er hat es hinbekommen und dann will es keiner mehr benutzen.

01:07:31 Dominik Hammes

Ja, dann ist es ja einfach noch eine Bullshit-Maschine. Es haben ja auch einige solche Beispiele gepostet. So wie lange gibt es die Erde schon ja, 10. 000 Jahre. zeigt mir mal ein Foto von irgendwelchen Menschen von vor 8000 Jahren, da sind da Dinosaurier mit drauf und all sowas. Also einfach alles, was so diese Fundamentalchristen in den USA die sich so nennen, nicht die, die wirklich fundamentale Christen wären, immer irgendwie in ihren eigenen Museen sogar zur Schau stellen. Das ist auf einmal dann das, was Grog macht. Das ist einfach eine Bullshit-Maschine, was es ja für mich eh schon ist, gefüttert mit Bullshit. Bullshit rein, Bullshit raus. Naja. Das Perpetum Bullshit Damit haben wir auch unser Latinum gemacht für diese Ausgabe. So. Picobello.

01:08:25 Gavin Karlmeier

Ich will noch zwei kleine Meldungen mit reinmachen. Das schafft ihr, glaube ich, nicht mehr leicht. Ach komm, gib dir mal. Ich hab Hunger. Plan Instagram und TikTok, Apps für Fernseher zu launchen.

01:08:43 Dominik Hammes

Logische Konsequenz irgendwo.

01:08:47 Gavin Karlmeier

Wo hoch kann Fernseher?

01:08:50 Dominik Hammes

Ey, es gibt ganz viele Leute, die eine Wandhalterung haben, die könnten theoretisch den Fernseher hochdrehen, aber die Dinger haben ja keine Sensoren. Das heißt, du müsstest in der App dann eine Option haben, dass das Bild geflippt wird.

01:09:00 Gavin Karlmeier

Und in welche Richtung?

01:09:01 Dominik Hammes

Ja, aber dadurch, dass PDF to Brainrod ja ein Ding ist für die jüngere Generation, also wenn die PDF lernen wollen, dass sie nebendran einfach so eine Spalte haben, wo nur Memes runterlaufen, damit sie sich darauf konzentrieren können. Kann das ja auch sein, dass TikTok sagt, du kannst einfach direkt zwei Kanäle. Hier ist für dich und da sind die, denen du folgst. Dann lassen wir es einfach gleichzeitig laufen. Das ist alles denkbar.

01:09:21 Gavin Karlmeier

PDF to Brainrod ist ja fantastisch. Also es gibt, also fairerweise gibt es schon Fernseher, die das können. Der Samsung Seeroh zum Beispiel, den kannst du auch drehen. Aber ich glaube sogar automatisiert drehen lassen. Oder es gibt einen Hochkantmonitor vom Xerox Alto, das ist sehr, sehr, sehr lange her, aber theoretisch gibt es das. Die Frage ist, und jetzt kommt, jetzt kommt der Hottag doch noch zum Schluss hier, aber. Wird das dazu führen, dass wenn, na Witz, ich kann schon mal direkt sagen, nein, wie jede Frage im Online-Journalismus, die man stellt, ist die Antwort nein. Aber ich stelle die Frage trotzdem. Wird das möglicherweise dazu führen, dass es irgendwann eine Welt gibt, in der auch Endgeräte vornehmlich hochkant genutzt werden, weil man Reels TikToks, so wie jetzt gerade YouTube-Videos auf dem Fernseher zu Hause schaut, was dann dazu führen wird, dass Menschen anfangen extrem hochwertig produzierte Dinge auch in Hochkanze produzieren, damit für diese Geräte auch Content da ist

01:10:18 Dominik Hammes

Zur ersten Frage hier nein, wie du schon prophezeit hast, aber zur zweiten, das ist ja jetzt schon so. Es ist ja so, dass ganz viele, die auf dem hohen Niveau produzieren, haben ja irgendwie eine 8K-Auflösung und suchen sich im Bildschirmausschnitt dann so aus, dass du sowohl Hoch- als auch Breitbild damit machen kannst. Und damit ist es für die egal. Also, wenn das passieren würde, wären sie so, ich habe den Content schon.

01:10:39 Gavin Karlmeier

Und dann stellt sich die Frage, warum Apple TV Plus ihre Sachen nicht auch in Hochgang anbietet, damit du sie direkt auf dem Gerät gucken kannst. This is cinema.

01:10:47 Dominik Hammes

Es ist einfach ein Kack. Also für die Augen ist Querformat einfach besser und für die Hand ist Hochformat besser. Das sind die einzigen Gründe, warum die Formate so sind, wie sie sind und dass die natürlich genau 90-Grad-Winkel zueinander stehen, ist ein bisschen nervig.

01:11:02 Gavin Karlmeier

Ich habe früher mal, ich kann jetzt aus Gründen nicht sagen, wo das war, aber ich hatte mal einen Arbeitgeber, bei dem ich auch fest angestellt war. Jetzt kann ich recherchieren, Leute. Über einige Jahre. Ich habe Tabus gebrochen, weil ich fest angestellte Kameraleute dazu gezwungen habe, Hochkant zu drehen, was ein Sakrileg war dort. 2016.

01:11:25 Dominik Hammes

Ja, 2016, also ich hasse ja Hochkant auch, also von der Videoperspektive her, was ist halt für Social Media das richtige Format?

01:11:32 Gavin Karlmeier

Es wird aber den Spitznamen Gavin Vertikalmeier eingebracht.

01:11:38 Dominik Hammes

Game Vertikal, Meier.

01:11:39 Gavin Karlmeier

Schön. Gut, ne? Finde ich gut. Und dann habe ich noch die letzte Meldung, dass TikTok offenbar so eine Art Klon von den Instagram Broadcast-Channels bringen will. Und die werden Bulletin-Boards heißen. Und da wird mir ganz warm ums Herz. MySpace, oder? Ja. Ja. Das ist ein MySpace-Begriff.

01:11:59 Dominik Hammes

Lass mir direkt die Haare ins Gesicht wachsen, ey.

01:12:02 Gavin Karlmeier

Ja, aber die guten. Die guten Haare. Also, ich finde das, also ich werde es natürlich nicht benutzen. Man benutzt es bei Instagram doch schon keiner.

01:12:11 Dominik Hammes

Glaube ich.

01:12:12 Gavin Karlmeier

Ihr benutzt deinen anderer Podcast, den Medienco.

01:12:15 Dominik Hammes

Ihr macht das. Ihr habt das. Ich wurde sehr lange gedorft, konnte ich da ja nicht rein. Ich bin erst seit kurzem freigeschaltet dafür. Und ich habe jetzt einmal was gepostet und dann schon wieder vergessen, dass es gibt, danke für die Erinnerung. Grüße an alle Hörer und Hörerinnen. Ich hab da einfach nur, ich habe es einfach wieder vergessen.

01:12:30 Gavin Karlmeier

Also, das Feature war keine Emotionen natürlich, aber dass das Bulletin-Board heißt, dafür ein bisschen. Internetnostalgie, liebe. One top acht. One top acht Friends. Das wäre für TikTok tatsächlich ein dickes Feature. Weil das in der Altersgruppe von Bedeutung wäre.

01:12:46 Dominik Hammes

Und dann vielleicht Hot or Not wiederbeleben. Es gab die deutsche Variante auch noch bin ich sexy. de, der sich erinnert. Ich hab's leider nie über einen Score von 6,0 geschafft.

01:12:58 Gavin Karlmeier

Aber hot or not, weiß ich auch noch.

01:13:00 Dominik Hammes

Ja, ja.

01:13:00 Gavin Karlmeier

Das war ein Internet. Das wissen heute viele schon gar nicht mehr. Haken dann Kids Remember. So, vielen Dank, lieber Dominik, dass du da wärst. Es ist immer so. Du machst immer mit mir die längsten Folgen, würde ich sagen.

01:13:13 Dominik Hammes

Du hast mich heute von alleine gelassen bei KI. Du hast mich überhaupt nicht in Kandarre gefahren, du wolltest ausdiskutieren. Großer Respekt aber auch dafür.

01:13:20 Gavin Karlmeier

Gut, freut mich. Vielleicht kann Ralf, der ja das geile Spreadsheet gebaut hat, vielleicht kann der irgendwann mal noch eine Ebene einbauen, durchschnittliche Länge der Episoden nach Gast. Ich könnte mir vorstellen, du hast gute Karten.

01:13:31 Dominik Hammes

Ich musste mal irgendwo auf der Eins landen mit irgendwas.

01:13:34 Gavin Karlmeier

Dominik auf die Eins. So, vielen Dank, dass du da warst, Leute. Habt eine ganz schöne Woche. Es wird super warm. Wenn ihr das hier jetzt hört, trinkt mal ein Glas Wasser genau jetzt. Und wir noch eins und noch eins und noch eins. Und dann hören wir uns wieder am Mittwoch. Und ich habe mir nicht aufgeschrieben, wer dazu Gast ist. Hoffentlich meldet sich die Person noch.

01:13:54 Dominik Hammes

Also ich glaube ich nicht. Aber das kann sich ja minütlich ändern. Das könnte sich noch ändern. Da haben wir noch 30 Sekunden, dann sage ich das gleich wieder gewesen. Ich brauche noch 40 Sekunden, Gavin. Wie gesagt, wenn die Folge 90 Minuten dauert.

01:14:06 Gavin Karlmeier

Moritz Meyer ist wieder da. Der war lange nicht mehr da. Liebe Grüße, wir freuen uns. So, schönen Start in die Woche. Danke für die Zeit. Heute waren wir ein bisschen aus, wie sagt man. Oh, mir hat letztens einer gesagt. Sorry, aber ich bin einen Vortrag gehalten. Und da hat mir im Anschluss jemand gesagt. Ey, es war voll cool, es war auch so super kurzatmig.

01:14:31 Dominik Hammes

Jetzt an dem Vortrag, wo ich da war? Nee, ein anderer. Okay. Es war super kurzatmig, finde ich geil.

01:14:37 Speaker 5

Also, es ist ein schöner falscher Versprecher.

01:14:40 Speaker 4

Also vielen Dank, Pan ist super kurz atmig mit dir.

01:14:43 Speaker 5

Tschüss. Ebenso, ciao.