Folge 488 · 10. Oktober 2025 · 18 Min.
Friedens- und andere Pfeifen (Neues vom Newsfeed)
“Das Handwerk des Journalismus unterscheidet sich vom Teilen von Rohdaten” – das sagt Dave Heizinger, früherer Kommuikationschef von CNN. Dieses Satz möchte man viel lauter schreien, als es angebracht wäre. Außerdem: Friedenspfeife in Brüssel, Friedenspfeifen im Silicon Valley und Neues vom Newsfeed.
Kapitelmarken
KI-unterstützt
- Hallo!
- Kommt die Chat-Kontrolle nicht?
- Frieden im EU-Verfahren gegen Meta und Apple?
- Änderungen bei Facebook Reels
- Frieden zwischen X und Ex-Führungskräften
- Nikita Bier zu A/B-Tests bei X
- Dave Heinzinger Interview bei CNN
Transkript
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00:01 Intro
Haken dran.
00:03 Gavin Karlmeier
Das Social Media Update der CT. Hallo zusammen an diesem Freitag, dem 10. 7. Oktober hier bei Haken dran. Ich bin heute alleine, das bedeutet, ich gebe euch alleine ein kleines Update über all die Dinge, die so sich in den letzten Tagen vielleicht angehäuft haben oder die eben neu dazugekommen sind in unserer kleinen In unserer kleinen erweiterten Definition von Social Media, also alles, was eben irgendwie so im Digitalen stattfindet, bevor wir dann am Montag wieder gemeinsam mit einem Gast hier auf die ganz großen Bretter schauen. Und ich fange heute mit einer Geschichte an, die ist sogar auf eine Art vielleicht versöhnlich oder sie könnte zumindest versöhnlich werden. Denn am 14. Oktober, also am Dienstag, hätte eigentlich im EU-Rat die Abstimmung zum Thema Chatkontrolle. Wir erinnern uns, dass es in der EU einzelne Parteien vorweg die Dänen gibt, also einzelne Gruppen gibt, die Vorschläge, den Vorschlag gemacht haben, eine Chatkontrolle einzuführen, die de facto eine Aushebelung von Verschlüsselungsmechanismen in Messaging-Apps bedeutet hätte. Heißt also, dass unsere Ende zu Ende verschlüsselten Messenger oder die, die es zumindest gerne wären, also WhatsApp, Signal, Threema, dass die eine Hintertür hätten einbauen müssen, damit Behörden die Möglichkeit haben, auf gewisse Schlagworte Untersuchungen durchzuführen. damit aber de facto eine Hintertür eingebaut hätten in eine verschlüsselte Umgebung und damit diese Verschlüsselung de facto ad absurdum geführt hätten. Jetzt gibt es in den letzten Tagen einige Entwicklungen, denn der EU-Rat oder diese Abstimmung ist auf Die Stimmen der Deutschen angewiesen. Und die Deutschen, die im EU-Rat sitzen, die scheinen wohl nicht zwangsläufig für diese Chatkontrolle stimmen zu wollen. Zumindest hat sich das so in den letzten Tagen herauskristallisiert. Zum Beispiel hat Jens Spahn. Und wir zitieren hier sehr selten Jens Spahn mit Dingen, bei denen wir nachher sagen, das ist mal ein Schritt in die richtige Richtung. Aber heute ist es so, denn Jens Spahn hat gesagt, das wäre so, als würde man vorsorglich mal alle Briefe öffnen und schauen, ob da etwas Verbotenes drin ist. Und genau so haben wir das hier ja in den letzten Jahren. Tagen auch dargestellt und darüber gesprochen. Es scheint also sowohl für die deutschen Regierungsparteien als auch für andere Parteien in Deutschland so sehr keine Kein Thema zu sein, diese Chatkontrolle einzuführen und damit am, naja, wenn man so möchte, am Briefgeheimnis zu rütteln, dass man sich hier wohl negativ dazu äußern wird oder dagegen abstimmen würde. Was bedeutet, dass diese Abstimmung jetzt von der Tagesordnung heruntergenommen wurde? zumindest Markusreuter für netzpolitik. org. Es gibt allerdings ein Stichwort, über das gerade viele stolpern und das dazu führt, dass die Fraktionen der Grünen und der Linken ein klareres Bekenntnis der Regierungsparteien fordern. Auch das berichtet netzpolitik. org. Denn die Union spricht davon, dass eine anlasslose Chatkontrolle für die Bundesregierung tabu sei. Sie wolle verschlüsselte Kommunikation nicht kontrollieren. Das ist die Formulierung jetzt stolpert. man aber über den Begriff anlasslos und sagt, naja, aber was ist denn mit anderen Überwachungen, was ist denn mit anderer Kontrolle und haben deswegen dazu jetzt eine Bekenntnis gefordert Wir werden also gespannt sein, wie sich das noch weiterentwickelt, ob das im EU-Rat noch zu einer Abstimmung kommen wird, wie Deutschland sich da positionieren wird, wie es da in Zukunft weitergehen wird. Haken bleibt da dran, aber es fühlt sich erstmal vorsichtig versöhnlich an. Also es sieht ganz danach aus, als könnte Deutschland das Zünglein an der Waage sein im EU-Rat, um diese Chatkontrolle tatsächlich zu verhindern. Und wir bleiben kurz bei der EU, denn es gibt ja im Moment dort zwei Anhänge. Verfahren im Rahmen des Digital Services Act, über die wir hier schon gesprochen haben, die auch schon zu Geldstrafen geführt haben, insgesamt zu 700 Millionen Euro. Denn Meta hatte sich dazu ja entschieden, dieses Pay-or-Consent-Modell beizubehalten. Also die Tatsache, dass Wir als NutzerInnen hätten die Möglichkeit, nach DSA personalisierte Werbung auszuschließen und zu sagen, dass wir dort kein Nutzungsprofil von uns erstellt haben möchten. Oder zumindest keine Werbung aufgrundlage, diesen Nutzungsprofil angezeigt bekommen möchten. Da hat die EU damals gesagt, dass das Modell das Meta sich ja überlegt hat, nämlich dass NutzerInnen zwar personalisierte Werbung ausschalten können, dafür aber bezahlen müssen, dass das offenbar nicht mehr ist. ganz konform geht mit den Regularien des Digital Services Act und hat deswegen 200 Euro Geldstrafe gegen Meta erhoben. Und ein anderes anhängiges Verfahren ist der Verstoß Apples gegen den, ich glaube es ist hier der Digital Markets Act. Das habe ich mir nicht aufgeschrieben, aber müsste so sein, denn es geht hier darum, einen Markteintritt für andere EntwicklerInnen zu erschweren, indem sie so scharfe Regeln für den App Store haben und dafür auch noch Gelder nehmen, im Fall von Abo-Gebühren zum Beispiel. dass diese App Store-Richtlinien so nicht EU-konform sind. Das ist zumindest hier die Formulierung. Dagegen wurden 500 Euro Millionen Strafe ausgesprochen. So, jetzt ist es so, dass offenbar, so berichtet zumindest die Financial Times, Apple und Meta vor einer Beilegung dieser Verfahren stehen mit der Europäischen Kommission, dass es sozusagen hier eine Art Friedensstiftung gibt, bevor hier weitere eklatante Geldstrafen erhoben werden. müssen. Der Apple Chief Compliance Officer Kyle Andrea hat gesagt, wir haben getan, was wir tun mussten, um die Gefahr künftiger hoher Geldstrafen zu vermeiden. Und auch Meta scheint sich hier entsprechend verhalten zu haben. Jetzt ist die EU offenbar dabei, hier irgendwie einen Frieden herbeizuführen und dieser Frieden. Naja, den kann man in zwei Richtungen lesen. Auf der einen Seite kann man sagen, die EU hat es mit ihren scharfen Strafandrohungen und ihren relativ konkreten, strikten Regeln geschafft, dass hier diese Probleme für NutzerInnen oder EntwicklerInnen aus der der Welt geschafft wurden, weil Meta und Apple sich hier scheinbar auf einen Kompromiss einlassen. Das ist eine Lesart, die sich erstmal ganz gut anfühlt. Wie der Kompromiss übrigens genau aussieht, wissen wir noch nicht. Aber die EU hatte ja vor einigen Monaten schon einmal gesagt, der Das Ziel dieser Gesetzespakete sind nicht drakonische Strafen, sondern die Unternehmen zu einem Umdenken oder zu einem anderen Handeln zu bewegen. Und das scheinen sie hier tatsächlich geschafft zu haben. Also das kann man positiv lesen, man kann es aber natürlich auch negativ lesen, so wie Sebu das in unserem Discord gemacht hat. Wir haben ja einen begleitenden Discord-Chat zu diesem Podcast www. hakenrenn. org. Tauschen sich über 2000 Leute die ganze Zeit eben zu solchen Themen aus. Und da gab es ja immer. auch hierzu eine Diskussion und da hat Sebu geschrieben, Strategie könnte hier sein, bewusst einen Präzedenzfall zu schaffen, auf den Trump reagieren muss, ihn indirekt zwingen, den Druck auf die EU generell extrem zu erhöhen. Wenn sie das schaffen, wären die 700 Millionen Dollar wahrscheinlich gut investiertes Geld. So kann man das natürlich auch sehen. Also man könnte natürlich auch überlegen, dass diese 700 Millionen Euro Strafen, die hier verhängt wurden, als Verstoß gegen DMA und DSA, dass die offenbar eine Art Schmerzensgeld sind für diese Unternehmen, damit sie in den USA zu Papa Trump gehen können und sagen können, hier Die EU ärgert uns, bitte hilf uns. Das ist natürlich auch eine Lesart. Ich würde jetzt, wir haben ja aber von Elisabeth Lorange in der Folge am Montag gelernt, dass der neue Optimismus ausgebrochen ist und wir wollen uns daran einfach mal festhalten. Ich muss mich übrigens, wo ich gerade schon ein bisschen Haus keeper, für die Hupe in der letzten Episode. entschuldigen, die Hupe war ja offenbar extrem präsent. Ich hatte ein bisschen gehofft, dass man die Hupe nicht so hören würde. Für die, die es nicht gehört haben, ich habe diese Episode auf einem Balkon aufgenommen und irgendwo in der Luftlinie 500 Meter hatte offenbar eine Alarmanlage. Lage eines Autos, eine Fehlfunktion oder ein Fahrzeug wurde unerfolgreich gestohlen, denn es hat sich innerhalb einer halben Stunde nicht bewegt, sondern nur durchgehend gehubt. Ich hoffe, ihr konntet die Episode trotzdem hören. Es tut mir auf jeden Fall leid, wenn es ein bisschen die Qualität verhagelt hat. Aber wie kommen wir jetzt zum Qualität verhageln zu Facebook? Und zwar hat Meta angekündigt, dass die Reals bei Facebook sich ein bisschen mehr den Instagram Reels annähern werden. Zum einen dadurch, dass es auch dort diese Bubbles geben wird, auf denen ich Sehen kann, wer sie geliked hat, wer damit interagiert hat. Ihr kennt das, diese kleinen Bildchen unten links, die wir eben bei Instagram schon haben. Zum anderen haben sie jetzt angekündigt, dass es dort KI-gestützte Vorschläge gibt, die es erleichtert, ähnliche Reels zu finden. Und ich habe auch da noch mal einfach weiß auf die Folge mit Elisabeth am Montag. Wir haben genau darüber gesprochen und sie hat gesagt, hoffentlich sind wir mit den Regulierungen schnell genug, bevor die LLMs die Algorithmen übernehmen, weil dann ist es gar nicht mehr zu kontrollieren. Sinngemäß. Ich weiß nicht, ob sie es genauso gesagt hat, aber ich habe das so ges sinngemäß, zumindest so für mich erfasst. Und scheinbar waren wir nicht schnell genug, denn jetzt gibt es schon KI gestützte Vorschläge bei Meta, zumindest bei Facebook und zumindest bei den Reals bei Facebook, was auch immer das genau bedeuten soll. Denn auch bei X hatte Elon Musk schon angekündigt, dass Grog die Algorithmen der For You-Page optimieren soll. Und auch bislang, immer schon, waren diese Empfehlungsalgorithmen der Social Media Plattformen ja Machine Learning-Prozesse, die am Ende. . wenn man so möchte, KI sind. Also was jetzt hier der große Unterschied ist, weiß ich nicht so genau. Ein Unterschied bei Facebook wird jedenfalls sein, dass unter diesen Videos Suchbegriffe stehen, wie das eben bei Facebook jetzt gerade auch schon bei Fotos der Fall ist, wo man eben nicht nur mit Meta-AI schreibt, sprechen kann und fragen kann, was sehe ich hier auf diesem Bild? Hey Grog, is this true? Sondern dass man eben auch direkt die Möglichkeit hat, ähnliche Videos angezeigt zu bekommen und zu sagen, zeig mir mehr Bilder von diesem Creator, zeig mir mehr Videos. die sich mit Glühbirnen austauschen, auseinandersetzen und so weiter und so weiter. Was ich da aber auch rauslesen würde aus dieser Ankündigung, auch wenn das hier nicht explizit besprochen wird, aber sie sagen, Facebook ist die Art, die Heimat für alle Arten von Videos und unsere Empfehlungen tragen dazu bei, dass Sie immer die neuesten Inhalte in ihren Formaten sehen, die ihnen am besten gefallen. Und wenn man sich das alles so anschaut, diese ganze Ankündigung, würde ich sagen, fühlte sich doch so an, als würde bei Facebook jetzt der Anteil der Reels auf der Startseite massiv wachsen, als würde der Anteil der empfohlenen Inhalte im Facebook-Newsfeed massiv wachsen Also solltet ihr als Social Media ManagerInnen oder PublizistInnen via Facebook publizieren und veröffentlichen und damit arbeiten, solltet ihr vermutlich jetzt stärker euch auf Reals konzentrieren, mehr auf Videos setzen, weil vermutlich alle anderen Beitragsarten zumindest perspektivisch massiv an Reichweite verlieren werden. Das wäre so meine Lesart dieser großen Ankündigung, sich so stark auf Reels zu konzentrieren. Es soll übrigens auch eine KI-gestützte Suchvorschlagsfunktion geben. Die kennen wir schon von TikTok. Also man hat hier so ein bisschen Best of All World zusammengebaut und baut Facebook jetzt ein bisschen mehr zum Videoplayer um. Warum auch nicht? Instagram hat ja dasselbe gemacht. Also das ist zumindest hier der Plan. Werden wir vielleicht in der Folge am Montag nochmal ein bisschen drüber sprechen Weil wir hatten so vor anderthalb Jahren mal eine Episode, bei der wir so ein bisschen prognostiziert haben Facebook könnte von Meta als junge Gen Z-Plattform aufgestellt werden, indem sie das Poken wieder heiß machen, indem sie auf so Guides setzen und lokale Funktionen. Naja, und das liest sich jetzt gerade hier eher wie ein Stoß in die andere Richtung. Man könnte jetzt natürlich als Bösezunge auch sagen, vielleicht weiß Meta auch noch gar nicht so ganz genau, wo Facebook hingeht und probieren jetzt erstmal ein bisschen was aus. Aber ich glaube, diese Reals-Richtung, die werden wir schon so schon so erleben können. Kommen wir zur Ex. Wir haben ein paar Ex-Meldungen noch für heute, denn Elon Musk hat zum einen die, also ich fange ganz vorne an. Als Elon Musk Twitter gekauft hat, hat er die Führungskräfte entlassen. Vier von denen Peric Agravall vorneweg, das war der frühere CEO, aber auch der CFO Nat Seagal, die Leiterin der Rechtsabteilung Vijaya, Guddi und der General Counsel Sean Adjett. Das sind die vier Führungskräfte, die Elon Musk damals sozusagen umgehend entlassen hatte und die daraufhin wegen nicht bezahlter Abfindungen, die ihnen vertraglich zugestanden hätten, Klage eingereicht hätten. Und zwar in Höhe von 128 Millionen Dollar. Diesen Betrag haben die dann von Gericht gebracht und haben Elon Musk oder X zumindest vor Gericht gezehrt, um eben diese zurückgehaltene Abfindung zu behalten. Elon Musk wird diese Klage jetzt beilegen wollen, bedeutet also, offenbar haben sie sich dazu entschieden, diese Beträge einfach doch zu zahlen nach vielen vielen Jahren, fast drei Jahren jetzt. Und das ist vor allem deswegen interessant, weil Elon Musk eigentlich früher mal gesagt hat, dass diese 200 Millionen Dollar in der Keksdose wie er in der Walter Isaacson-Biografie sagte, dass er darauf sitzen würde und er werde jeden Einzelnen der Führungskräfte bis zu ihrem Tod jagen. Also eine relativ martialische Ankündigung, die aber jetzt nicht. . Unbedingt davon eingehalten zu sein scheint, dass Elon Musk diese Klage hier zur Beilegung gebracht hat. Anders gesagt könnte man sagen, ein weiteres Versprechen, das Elon Musk nicht eingehalten hat. Aber für die vier früheren Führungskräfte kann man sagen, Good for you, ihr bekommt eure Abfindung und habt es dann damit geschafft. Irgendjemand anders hat geschrieben, wer war das denn nochmal? Gucken, ob ich das jetzt so schnell finde. Nee. Irgendjemand hat geschrieben, alle Leute, die Twitter ruiniert haben, werden jetzt steinreich. Auch das ist natürlich eine Lesart, die man da dran hängen kann. Die wahrscheinlich auch nicht ganz falsch ist, denn diese Führungskräfte waren es am Ende auch, die sozusagen Elon Musk Twitter in die Hand gedrückt haben. Apropos X, Nikita Bia, das ist ja der Head of Product von X, der hat angekündigt, dass X keine AB-Tests mehr durchführen wird. Sie sagen, wenn es ein gutes Feature ist, dann kommt es in Produktion. We werden nicht auf Ergebnisse warten. The either ergebnisse is when die täglich aktiven NutzerInnen steigen. Und wenn ihm etwas kaputt geht, dann müsst ihr euch einfach darüber beschweren. Also Nikita Bia, das war auch der Typ, der der den ganzen Tag in WhatsApp- und Telegram-Gruppen rumhängt, um irgendwelche Scammer zu suchen oder denen nachzustehen. Scheinbar will man sich dort immer weniger tatsächlich mit der Arbeit beschäftigen. Man probiert einfach nur irgendwelche Ideen aus, lädt die hoch und wenn was schief geht, dann beschwert euch halt. Ich finde, dass Nikita B hier ganz gut in die Mentalität von Elon Musk passt und man sich einfach nur so lange bewegt, bis irgendwas kaputt geht. zwangsläufig passieren wird, was aber interessant ist, weil nicht alle Leute, die bei Ex eine führende Position haben, offenbar mit der Philosophie von Elon Musk immer so d'accord waren oder einverstanden waren. Es gibt zum Beispiel Dave Heinzinger, der war der Kommunikationschef von Fairerweise nicht ganz so lange. Er ist im Dezember 2024 ins Unternehmen gekommen, hat im März 2025 das Unternehmen wieder verlassen. Also war nur ein paar Monate dort. Aber der hat jetzt ein exklusives Interview mit CNN gegeben. Und da muss man schon sagen, wenn man sich als CNN. . mit der bei X gearbeitet hat, ein exklusives Interview überlegt und das ausgerechnet CNN geben möchte, die wirklich auf der anderen politischen Seite als Elon Musk stehen und auch sehr kritisch Elon Musk gegenüber in der Berichterstattung sind. Ist das schon ein Statement, vor allem dem alten Arbeitgeber gegenüber? Aber es geht noch weiter, denn er widerspricht Elon Musk in einigen Punkten. Also Heinzinger selber sagt zwar, er möchte sich nicht konkret zu seiner Zeit bei X oder unter Musk äußern, aber er sagt angesichts der jüngsten Ereignisse wie um die Ermordung von Charlie Kirk herum, bei der Gerüchte und Behauptungen in den sozialen Medien so weit verbreitet wurden, fühlt er sich gezwungen, sich zu äußern. Und angesichts der hochkochenden Emotionen sei es sowieso schwierig gerade zu erkennen, was real ist und was nicht. Aber deswegen sind vertrauenswürdige JournalistInnen so wichtig. Und das ist etwas, das Elon Musk stark widerspricht, denn er hat ja damals gesagt, you are media. Genau, ihr seid jetzt die Medien. Das war das Versprechen, das Elon Musk seinen Leuten auf X gemacht hat. Elon Musk hat auch gesagt, ich glaube Medien tragen mehr zur Verbreitung von Fehlinformationen bei, als sie es selber zugehen würden. In vielen Fällen weiß der Durchschnittsbürger mehr als ein Journalist. Das sind alles Dinge, die Elon Musk gesagt hat. Dave Heinzinger sagt jetzt CNN gegenüber, die Behauptung, dass soziale Plattformen den Journalismus ersetzen, ist weder zutreffend noch positiv. Auch das ist gut. Außerdem kritisiert er, dass Mainstream-Medien eben nicht lügen, sondern dass wir weiterhin auf den Journalismus angewiesen sind, wie ich ja eben auch schon gesagt habe. Er sagt, dieses Handwerk ist etwas Besonderes und Wichtiges, und es könnte wichtiger sein denn je. Dieses Handwerk ist etwas, das wir alle mit etwas Abstand betrachten und beachten müssen. Und qualitativ hochwertiger Journalismus kommt eben eher von unabhängigen JournalistInnen als von traditionellen Redaktionen, warum auch immer ihr das meint, vermutlich wegen dieser ganzen New York. Newsletterbewegung in den USA, aber er hält es für oberste Priorität, der Öffentlichkeit helfen zu können, Medienkompetenz zu entwickeln. Also er glaubt, dass es wichtig ist, dass wir den Journalismus eben haben, so wie er ist. Er sagt, als Einzelperson liegt es eben an uns sicherzustellen, dass wir Leuten folgen, denen wir vertrauen, dass wir unsere eigenen Feeds kuratieren. Auch das ist ein Widerspruch gegen Elon Musk Day. auf den Four U auf die For You-Empfehlungsalgorithmen setzt und eben nicht auf selbst korrektierte Feeds. Und Heinzinger sagt noch, soziale Medien sind kein Journalismus. Social Media Plattformen sind ein großerartiger Ort, um Journalismus zu betreiben und es gibt fantastische JournalistInnen, die auf diesen Plattformen wirklich großartige Arbeit leisten. Aber die Plattformen selbst ersetzen nicht das Handwerk des Journalismus. Das Handwerk des Journalismus unterscheidet sich vom Teilen von Rohdaten. Und ich finde, das ist ein Satz, den können wir uns bitte alle mal an die Wand schreiben. Das Teilen von Rohdaten ist kein Journalismus. So, das lassen wir mal kurz sacken und schauen so ein bisschen, naja, auf die nächste Folge dann am Montag, wenn wir dann nämlich darüber sprechen werden, dass offenbar Nvidia in XAI einsteigen möchte. Also es gibt Es gibt hier scheinbar eine Hochzeit im AI-Haus. Auch das wird ein Thema sein, das uns beschäftigen wird. Und wir werden vermutlich noch ein bisschen über Facebook sprechen können und über Apple, die jetzt eine weitere App mit Eisbezug gesperrt haben. Also alles so Dinge, über die wir in der nächsten Episode sprechen müssen, die wir heute aber hier jetzt an der Stelle dann nicht mehr ausführen wollen. Das soll es für heute gewesen sein. Vielen Dank, dass ihr bis hierhin zugehört habt. Wie immer in meinen Solo-Episoden freue ich mich, wenn ihr mir ein Emote. geschickt von einem Ort, an dem ihr jetzt gerne wärt oder eine Situation, an die ihr euch gerade denkt, was gerade schön wäre, jetzt gerade wo der Herbst so ein bisschen angekommen ist. Darüber würde ich mich freuen, schickt mir Sonne oder wie auch immer ihr euch fühlt. Habt ein ganz wundervolles Wochenende. Wir hören uns wieder an Am Montag passt ganz auf euch auf und bis dann. Tschüss