Das Thema “Social Media-Verbot für Minderjährige” lässt nicht los. Uns nicht, die Politik nicht und auch die Minderjährigen nicht. Und während die EU Richtung Verbot schielt, gehen zwei 15-Jährigen in Australien die gerichtlich dagegen vor. Außerdem haben wir einen weiteren Beweis für die Wichtigkeit digitaler Souvernität und lernen das UOKiK kennen.
➡️ Wissen mit Johnny zu AD(H)S: https://www.ardaudiothek.de/episode/urn:ard:episode:7ce71b936f0b6512/
Kapitelmarken
KI-unterstützt
- Hallo Roland!
- Housekeeping
- EU will Mindestalter 16 für Social Media, Videoplattformen und KI
- Lilith Wittmanns Kritik am EU-Standard für Altersverifikation
- Studie zu Social Media-Sucht
- 15-Jährige klagen gegen Australien
- Neues von der Chatkontrolle
- Haftung von Plattformen bei Finanzbetrug
- Kartellverfahren gegen Apple
- Gmail und KI-Training
- Spotify kauft WhoSampled
- “Digitale Auslöschung”
- Markenrechtsstreit: Cameo muss umbenannt werden
- Funktionen und Emotionen
- Letzter Aufruf für den "Grauen Haken"!
Transkript
Automatisch erstellt, kann Fehler enthalten. Zeitmarken springen im Player an die Stelle.
00:01 Intro
Haken dran, das Social Media Update der CT.
00:06 Gavin Karlmeier
Hallo Roland
00:07 Roland Hindl
Servus aus München.
00:08 Gavin Karlmeier
Bei mir ist heute Roland Hindel, Koordinator der Drittplattformen Bayerischer Rundfunk BR24, eigentlich Social Media Mensch bei BR24 und Stammhaki.
00:18 Roland Hindl
Ich freue mich, dass du wieder hier bist. Ja, ich freue mich, dass ich da sein darf.
00:22 Gavin Karlmeier
Darf ich eine Geschichte aus unserem Vorgespräch erzählen?
00:24 Roland Hindl
Unbedingt.
00:26 Gavin Karlmeier
Roland und ich haben uns gerade über so Themen unterhalten, die so in der Social Media Welt passieren. Und dann haben wir über WhatsApp-Channels gesprochen, mit denen Minderjährige gerade super verändern. Reichweiter aufbauen, habe ich erzählt, da haben wir im Podcast auch schon mal drüber gesprochen. Und Roland hat ganz interessiert zugehört, bis ich dann festgestellt habe: Ah, das war in der Folge mit Roland Hindel, woran wir uns beide nicht erinnern konnten.
00:48 Roland Hindl
Muss eine gute Folge gewesen sein.
00:49 Gavin Karlmeier
Ja, also wenn du das hören wollt, Folge 466 mit Roland Hinde. Mit dem Namen Das manische Gefühl für Dringlichkeit. Apropos manisches Gefühl für Dringlichkeit, ich möchte mit ein bisschen Housekeeping heute starten, Roland. Ist das in Ordnung für dich? Ja, lass uns reingehen. Okay, ich fange ganz vorne an und zwar hat NBC News veröffentlicht, dass ihr Reporter wartet immer noch, weil der hat schon im August das Trump-Mobile Phone bestellt und es wurde immer noch nicht ausgeliefert. Es gibt ja die These, dass es nicht existiert. Aber gleichzeitig wünsche ich mir so sehr, dass es existiert, weil ich Thorsten Weg das Versprechen abnehmen konnte, dass ich das testen darf. Das Diensthandy bekommst. Ja, genau, das wird ja mein Diensthandy. Wahrscheinlich wird das nicht kommen. Gleichzeitig habe ich das Housekeeping zur vorletzten Episode, da haben wir darüber gesprochen, dass InfluencerInnen in Italien jetzt sich registrieren müssen, sobald sie eine gewisse Reichweite erzielen, nämlich 500. 000 FollowerInnen oder eine Million erreichte Konten im Monat. Und da haben wir ganz irritiert gesagt, dass die offenbar eine Strafe von 600 Euro bekommen sollten. Das hat eine italienische Online-Zeitung berichtet. Danke an Koffee Hollik fürs Nachhaken, die Zahl stimmt natürlich nicht. Sondern es sind Geldbußen von bis zu 250. 000 Euro bei weniger schwerwiegenden Verstößen wie verdeckte Werbung und bis zu 600. 000 Euro bei schwerwiegenden Verstößen wie fehlendem Schutz von Minderjährigen oder Verbreitung von Hassrede. Was sind 3-0? Ja, also wer will denn, ich bin kein guter, bin ich gut in Mathe. Gleichzeitig will ich aber genau auf dasselbe Thema auch nochmal dazu äußern, weil Annabelle mir geschrieben hat. Eine Hörerin, liebe Grüße. Sie schreibt Bezugnahme zur Hagenland-Episode zur Kennzeichnungspflicht für Influencer mit einer gewissen Reichweite in Italien. In Deutschland müssen sich tatsächlich alle Online-Medienanbieter, auch Social Media Accounts und damit auch Influencer an die journalistischen Grundsätze halten. Unabhängig von ihrer Reichweite, zumindest dann, wenn sie regelmäßig Nachrichten und politische Informationen enthalten. Was ich interessant finde, weil es da durchaus einige StreamerInnen gibt, die das, glaube ich, nicht so richtig tun. tun. Aber sie schreibt, es gibt eben keine Relevanzschwelle, sondern eine Pflicht für jeden politischen Influencer, auch mit geringer Reichweite. Das steht in <unk> 19 Absatz 1 des Medienstaatsvertrages. Das ist doch mal ein Housekeep mit juristischer Flughöhe hier. Amtlich, Herr Lehmann.
03:11 Roland Hindl
Nee, aber wann zählt man als politischer Influencer?
03:15 Gavin Karlmeier
Also wenn ich zum Beispiel an so Leute denke wie dieser Twitch-Nutzer, oh jetzt fällt mir der Name nicht ein. Es gibt so einen Twitcher, der immer, bevor er anfängt mit seinem Stick. Stream, der also wahnsinnig sich wahnsinnig viel politisch äußert, auch eine ziemlich klare Position bezieht, so im linken Spektrum. . Boah, jetzt fällt mir der Name nicht ein, das ist mir super unangenehm, weil eigentlich wollte ich den jetzt hier namentlich erwähnen. Der fängt seine Streams immer an, das finde ich richtig. Und er fängt seine Streams Tages aktuell. Also Motto, was schreibt die Tagesschau, was schreibt der Spiegel, um so ein bisschen Überblick zu geben. Das finde ich einen ganz guten Move. Und würde aber sagen, damit zählt er auf jeden Fall in die Kategorie politischer Influencer. Ich kann ja aber leider den Namen gerade nicht nachreichen. Muss ich recherchieren oder mal später.
04:00 Roland Hindl
Spätestens jetzt findet man es.
04:02 Gavin Karlmeier
Im Hakenren-Discord auf www. hakenren. org. findet ihr nicht nur 2100 Gleichgesinnte, die diesen Podcast immer hören und sich über Dinge austauschen, sondern die auch Fehler, die ich hier verzapfe, was häufiger passiert, sofort korrigieren können. Hast du das gerade aufgeschrieben?
04:18 Roland Hindl
Nee, jetzt kommt mein Gag.
04:20 Gavin Karlmeier
Oh. Ein Discord.
04:27 Roland Hindl
Gespielt auf einer Bass-Ukulede.
04:30 Gavin Karlmeier
Also, so musikalisch waren wir lange nicht hier. Gell? Siehst du. Toll. War ist das eigentlich so? Stay heißt er übrigens. S-T-A-I-Y. Jetzt ist mir der Name eingefallen. Ist es eigentlich so, dass das Dissen im Rap vom Dis-Akkord kommt? Von dem Ton Diss generell.
04:52 Roland Hindl
Wäre ich jetzt nicht so dissonant dazu. Oh, toll. Der war. Nee, nee, den müssen wir neu machen.
04:57 Gavin Karlmeier
Dafür gehen wir leider. Irgendwann gehen wir mal zusammen in die Disco und sprechen darüber. So, jetzt wir haben uns lange noch gedrückt, wir müssen über Politik sprechen. Wir sind jetzt politische Influencer, Roland, und damit müssen wir uns an <unk> 19 Absatz 1 des Medienstaatsvertrages handeln, denn Das EU-Parlament hat heute darüber, also am gestrigen Donnerstag oder vielleicht schon auf jeden Fall jetzt, aktuell, darüber entschieden. dass sie sich für ein EU-weit geltendes Mindestalter von 16 Jahren für den Zugang zu sozialen Medien aussprechen, inklusive Videoplattformen Formen und KI-Begleitern. Dabei soll 13- bis 16-Jährigen ein Zugang mit Zustimmung der Eltern möglich sein. Damit beauftragen sie jetzt sozusagen die Kommission, sich damit zu befassen und zu erwägen, ein EU-weites Gesetz sozusagen an den Start zu bringen, was genau die Lösung wäre, die damals auch der Ausschuss in Deutschland als Ergebnis hervorgebracht hatte, die ja gesagt haben Die EU hat durch die Gesetzgebungen im Bereich Social Media, was das angeht, jetzt sozusagen Gesetzbestimmungsrecht. Das ist nicht der offizielle politische Titel, aber ihr wisst, was ich meine.
06:06 Roland Hindl
Ja, also durch diese Einschränkung für 13- bis 15-Jährige, dass da jetzt dann die Eltern dann zustimmen müssen, ist es jetzt nicht. Nicht ganz so ein hartes Verbot, nichtsdestoweniger. Wir haben uns ja schon oft drüber unterhalten. Ich finde nach wie vor, dass die Politik, der sich immer so einen schlanken Fuß macht mit so einem Verbot, anstatt mal wirklich an die Plattformen ranzugehen und die Regeln, die es gibt, auch mal Hart entsprechend durchzusetzen.
06:30 Gavin Karlmeier
Ja, absolut. Und wir werden heute mal so nochmal, Leute, wahrscheinlich könnt ihr es auch nicht mehr hören, aber es ist ein ongoing-thema und es beschäftigt eben gerade sehr viele Menschen da draußen. Das ist die Frage, sollte man jungen Menschen den Zugang zum Internet verbieten? Zu Social Media zumindest Videoplattformen und KI-Begleiter. Und gerade im Fall YouTube habe ich da so ein paar Emotionen, weil das ja automatisch bedeuten würde, wenn ich das richtig verstehe. Also bei Instagram und so ist das wahrscheinlich keine große Veränderung, aber im Fall von YouTube. . Würde das eine Login-Pflicht bedeuten in Europa, richtig? Weil wenn ich sonst Videos sehe, ohne mich einzuloggen, dann muss ich mich einfach nur ausloggen als zwölfjährige Person, um Videos zu schauen.
07:09 Roland Hindl
Habe ich das richtig verstanden? Es wäre zumindest eine Konsequenz, die man daraus herauslesen könnte. Und das würde ja YouTube oder die Nutzung von YouTube völlig auf den Kopf stellen.
07:19 Gavin Karlmeier
Ja, es gäbe kein Rig Roll mehr in Europa.
07:24 Roland Hindl
Das wäre schade.
07:27 Gavin Karlmeier
Dazu habe ich übrigens den Fun Fact gesehen an einem Reel, dass dieses originale Rigrol-Video bei YouTube einen Fehler hat. Denn in dem. Im Originalsong Never Gonna Give You Up von Rick Astley hast du dieses am Anfang. Und das ist über den linken und rechten Kanal verteilt. Das YouTube-Video hat allerdings nur den linken Kanal auf beiden Kanälen verteilt. Bedeutet, du hörst die Hälfte der Toms aus dem Intro im Original Rig Roll gar nicht. Das heißt wahrscheinlich auch, dass die meisten Menschen, die diesen Song gehört haben, das Intro nicht richtig kennen.
08:03 Roland Hindl
Und völlig verstört sind, wenn dann das richtige Intro kommt. Wenn Rick Astley mal wieder mit den Fuffatters auf der Bühne steht.
08:10 Gavin Karlmeier
Zum Beispiel. Also, ich finde das, das hat mich geflasht, aber zurück zum Thema. Also, ich fände das schon faszinierend, weil das, wie du schon sagst, YouTube maßgeblich verändern würde. natürlich auch ein bisschen YouTube selber in die Karten spielen würde, weil viele Leute natürlich deswegen einen Account abschließen würden, um YouTube zu nutzen, weil man wäre dann eh daran gewöhnt, wenn man irgendwie in sozialen Medien unterwegs ist. Ich weiß nicht, ob so ein kräftiger Einbruch der Nutzungszahlen die Folge wären oder ob YouTube da nicht noch besser Profile erstellen könnte, weil du keine. Du musst nicht mehr Cookies akzeptieren. Du musst nicht mehr immer im gleichen Browser unterwegs sein. Damit YouTube genau weiß, was dir gefällt. Das ist schon interessant. Das kennen wir sonst nur von Streaming-Plattformen, dass eigentlich alles hinter so einer Login-Wall liegt, was Videos angeht.
08:56 Roland Hindl
Ja, ich glaube aber schon, dass die Nutzungszahlen schon nach unten gehen würden. Denn also dadurch, dass YouTube auch ohne Login funktioniert. Und viele Videos werden ja einfach nach wie vor auch so verbreitet und. Ja, embedded zum Beispiel. Ja, genau. Und das Embedding, also das würde auch quasi die Seitenstrukturen von vielen einfach auch komplett auf den Kopf stellen. Und ob dann so viele sich einen YouTube-Account anlegen, nur um die neueste Rick-Roll-Variante zu sehen.
09:28 Gavin Karlmeier
Wage ich schon zu bezweifeln. Ja, okay, den Punkt nehme ich mit, da hast du, glaube ich, recht. Auch KI-Begleiter ist interessant, weil KI-Begleiter ja eben nicht nur auf expliziten Websites aufzufinden sind, sondern KI-Begleiter sind in Betriebssystemen integriert, sie sind in Office-Programmen integriert Und die hätten dann alle auch eine Alterssperre, damit du diesen KI-Begleiter nutzen kannst. Was bedeuten würde, wir hätten auch eine Möglichkeit, die loszuwerden, wenn wir sie jetzt gerade nicht haben wollen.
09:57 Roland Hindl
Ich bin dafür.
09:59 Gavin Karlmeier
Also schon interessant, ne?
10:01 Roland Hindl
Ja, wobei ich da auch finde, gerade jetzt an vielen Schulen werden ja dann auch, also gibt es findige Medienpädagogen und Lehrer, die sich damit auseinandersetzen und Lehrerinnen, die dann Eben auch Schülerinnen und Schülern, ähm, Schüler an KI heranführen wollen. Und ich habe da letztens erst was gesehen, so Sprachtraining, Sprachübungen. über KI und so ja ist das dann auch weg und und da sind wir wieder bei dieser dieser Debatte Das Internet ist jetzt nichts, was du einfach wegverbieten kannst und es ist essentiell im Leben junger Menschen Und gehört dazu, sich drüber zu vernetzen, darüber zu lernen. Es hat ja auch gute Seiten, da gibt es ja nicht nur Schund. Also es gibt ja viel Schund. Klar, also will ich gar nicht wegreden, aber Dann mit 16 oder 18 plötzlich aufs Internet losgelassen zu werden und dann so diesen, dieses, dieses technische Know-how aufzuholen, dass man sich ja auch früh schon drauf schaufeln kann. Und Lernen mit dem Internet. Irgend sowas wie Anton Apps oder sowas. Also so Lern-Apps sind die dann auch weg.
11:15 Gavin Karlmeier
Ja, ja, das ist eine ganz gute Frage. Also in der Formulierung werden sie jetzt erstmal, glaube ich, noch da, wobei KI-Begleiter hier so formuliert ist. Apps, die im Alltag Fragen beantworten, aber auch Freundschaft und Nähe simulieren können. Das würde zumindest bedeuten, dass sich KI-Begleiter verändern würden, wenn sie denn sozusagen in Form von Karl Klammer daherkommen. Oder einer modernen Version von Karl Klammer. Interessant finde ich dazu, dass das Parlament dazu eine Forderung nochmal aufgestellt hat, nämlich eine sichere und verlässliche Methode der Alterskontrolle, die datensparsam die Datensparum umgeht und funktioniert. Gleichzeitig gibt es aber ja von der EU-Kommission schon einen Standard für so eine Altersverifikations-App und Lilith Wittmann, die kennen wir, weil sie schon immer mal wieder irgendwelche Lücken ausgetrickst hat, die ist so sehr hackingaffin und weiß ungefähr, wie man, wo die Schwachstellen solcher Systeme sind. Sie hat eine Altersverifikations-App auf Basis des EU-Standards gebaut. Und konnte damit ein Kino-Ticket abschließen, also es gibt eine Kinotest-Page, mit der man eben diese Altersw Software prüfen kann, sozusagen. Und das hat gut funktioniert bei ihr. Sie konnte in diesem Test ein Kinoticket kaufen. Das Interessante ist nur dass ihr Altersverifikationssystem gar nicht nach einem Personalausweis fragt, weil sie sozusagen diesen Mechanismus ausgetrickst hat. Sie schreibt, der komplette Standard ist völliger Quatsch. Am Ende ganz viel kompliziertes Krypto-Schlangenöl, damit ihr dann euer Alter selbst attestieren könnt. Also da, liebe EU, muss man vielleicht doch auch nochmal ran und vielleicht so Leuten wie Lilith Wittmann dann auch erstmal vielleicht vorher einen Zugang auf solche Systeme geben und mal prüfen lassen, ob die denn eigentlich so gut sind, wie man sich selber damit brüstet, dass solche Ideen sind. Ich mag den Begriff Kryptoschlangenöl. Ja, das finde ich auch gut. Um die Social Media, das Social Media Verbot nochmal ein bisschen. Als Thema mit Fakten anzureichern. Ich hab jetzt für beide Seiten vielleicht Argumente. Ich fange an mit einer Geschichte, über die die Zeit gesprochen hat, die sich auf eine Studie der Universität Bochum stützt. Liebe Grüße an die Rupp. Dort gibt es die Studie, die besagt, Menschen im Alter von unter 20 Jahren verbringen im Schnitt mehr als Vier Stunden pro Tag auf sozialen Netzwerken. Bei 51 von ihnen nahmen Forschende suchtartiges Verhalten wahr. Also Sie sagen, jeder zweite junge Mensch in Deutschland zeigt ein Suchtverhalten und dazu gehört zum Beispiel dass die jungen Menschen anfangen einen inneren Dran zu verspüren, mehr Social Media zu nutzen. Außerdem, dass Versuche, die Nutzung einzuschränken, vergeblich waren, anders die Leute Social Media benutzen, um persönliche Probleme zu vergessen, so wie unbedingt. Unruhe, wenn Social Media-Dienste nicht zur Verfügung stehen. Du bist so still, Roland.
13:57 Roland Hindl
Nein, ich höre dir zu, versuche das zu verarbeiten. Ja, ich, ähm, ich habe da letztens in einem Podcast Wissen mit Johnny ging es über eine Folge mit, ähm, über eine Folge mit ADHS und da ging Hat er auch, der Host auch darüber gesprochen, was so Shorts und Kurzvideos mit gerade auch ADHS-Betroffenen machen. Also da diese Dopaminausschüttung, wie das wirklich ein was das anstellt mit dem Gehirngrad von jungen Menschen. Also die Algorithmen, wie sie gebaut sind, dadurch, dass sie einen drin halten und diesen Suchtfaktor bestärken. Das ist eine Gefahr, das will ich gar nicht kleinreden. Also wenn es um so eine Verbotsdiskussion geht.
14:46 Gavin Karlmeier
Es ist ein guter Hinweis, wir packen die Folge mal in die Show Notes und ich werde mir die auf jeden Fall anhören. Ich bin interessiert. Ähm,. Also Sie haben dafür, um so ein bisschen das anzureichern für die Studie, 22. 000 Menschen befragt ab 18 Jahren, die repräsentativ ist die Studie. glaube ich, so viel bedeutet wie, das sind nicht einfach nur random gewählte 22. 000 Menschen, sondern die haben schon gewisse Kriterien erfüllt. Und sie sagen, wenn du auf alle Altersgruppen hinweg schaust und nicht nur auf Menschen unter 20. Dann liegt der Wert für Suchtanzeichen immerhin bei 28 Prozent, was auch ganz schön vieles. Die Forscher selber oder ForscherInnen selber sagen, ihr Tipp wäre schon 30 Minuten pro Tag weniger Social Media am Tag benutzen, also eine bewusste Person. Pause machen, um die mit FreundInnen oder Familie zu verbringen. Oder Sport und Offline-Aktivitäten wie Brettspiele würden dabei helfen, diese Langzeitfolgen zu verhindern. Und das Interessante ist, dass diese Definition von Suchtanzeichen, die Sie hier schreiben, Ich kann mich davon ehrlicherweise auch nicht freimachen. Also wenn ich mir überlege, vergebliche Versuche, die Nutzung einzuschränken, dazu gehört jede Bildschirmzeiteinschränkung, die ich dann selber wieder weg Drücke. Unruhe, wenn die Dienste nicht zur Verfügung stehen. Naja, find mal dein Handy eine halbe Stunde nicht. Weißt du, also ich kann das schon ein bisschen relaten an dem Punkt.
16:07 Roland Hindl
Ja, total. Also wenn ich meinen Wochenbericht kriege, dann freue ich mich auch immer, wenn da steht, irgendwie 14 Minuten weniger als die Vorwoche. Aber ich schaue mir trotzdem nicht die Gesamtzahl an, weil da wird man dann schon auch, da kriege ich schon auch ein schlechtes Gewissen. Also mehr ist ein schlechtes Gewissen. Und dann daddel ich dann trotzdem gleich wieder drauf rum. Oder wenn man zwischen den Apps hin und her switcht, weil da irgendwie plötzlich eine neue Notification offen ist und den, den Spielonline-Artikel, den ich gerade lesen wollte, dann doch nicht mehr ganz zu Ende gelesen habe nach zwei Absätzen, obwohl noch fünf kommen. Ja. Und ähm, also ähm. Ja, man sieht, wie perfide die Algorithmen gebaut sind und wie gut sie funktionieren. Und das, was sie bei uns Erwachsenen anstellen, auch gerade mit jungen Menschen, dann natürlich auch eine Gefahr droht. Also ich will mir da selber gar nicht widersprechen. Ich finde nur, dass man dagegen Rezepte finden muss und eben auch da wieder an die Plattformen ran, weil der Algorithmus funktioniert auch mit einem Verbot nach wie vor so.
17:12 Gavin Karlmeier
Und 28 Prozent ist nicht nichts. Also auch das ist ja ein Faktor. Einfach nur zu sagen, naja, wenn die 16-Jährigen oder unter 16-Jährigen davon nicht betroffen sind, ist das Problem weg. Dem ist ja mitnichten so, wie diese Studie am Ende ja auch belegt. In Australien startet am 10. Dezember das Social Media Verbot für Minderjährige und es betrifft dort alle Meta, TikTok und YouTube. Die müssen sicherstellen, dass Menschen unter 16 keine Konten auf diesen Plattformen haben können. Wir haben darüber gesprochen, dass auch Reddit erwogen wird, mit in die Social Media Verbote aufzunehmen und so ein paar weitere Angebote. So, das wird ja gerade alles diskutiert. Aber Noah Jones und Macy Nayland, die sind beide 15 Jahre alt und die finden das so richtig scheiße und gehen deswegen jetzt vor Gericht und zwar vor dem höchsten Gericht des Landes. Haben Sie jetzt Klage eingereicht, weil Sie sagen, dieses Gesetz sei verfassungswidrig, da es ihnen das Recht auf freie Kommunikation nimmt? Sie sagen, dass also, Zitat von Macy Nayland ist Wir sollten nicht zum Schweigen gebracht werden. Das erinnert mich an 1984 und das macht mir Angst, was ich für eine 15-Jährige wirklich ein Mega-Statement finde. Die beiden werden von einer Menschenrechtsorganisation unterstützt, die diese Klage sozusagen mit ihnen gemeinsam eingereicht haben. Und sind ziemlich klar darin, dass sie hier dafür kämpfen wollen, weiterhin auf Social Media unterwegs zu sein.
18:38 Roland Hindl
Also, das Zitat ist natürlich stark, ist auch, finde ich auch schon ganz schön, stark überspitzt. Ja, klar. Nee, also es zieht auf jeden Fall, zeigt aber auch, was wir ja oft gesagt haben. Also es ist ein großer Teil der Lebenswelt junger Menschen. Und auch bei allem Gefahren, auch im Guten. Und es findet halt einfach viel Kommunikation darüber statt. Und das, was wir früher mit dem Wählscheibentelefon gemacht haben und stundenlang telefoniert, andere chatten halt, ist jetzt auch noch nichts Verurteilenswertes, je nachdem, welches Ausmaß es immer anhat.
19:19 Gavin Karlmeier
Eben. Und der andere Kläger, Noah Jones, auch 15 Jahre alt, der sagt, die Politik der Regierung ist einfach nur faul. Wir sind die wahren Digital Natives und wir wollen in unserer digitalen Welt gebildet, robust und versiert bleiben. Sie sollten Kinder mit Schutzmaßnahmen schützen, nicht mit Schweigen.
19:35 Roland Hindl
Wer hat jetzt Grüne Meier im Ohr?
19:41 Gavin Karlmeier
Wow. Da sind die zehn Jahre zwischen uns, obwohl ich weiß, worauf du dich da beziehst. Sehr schön. Aber ich finde, ich finde, dass das hier von fünfzehnjährigen angegriffen wird, sozusagen, und nicht wie zum Beispiel wie Google auch schon angekündigt hat von Finde ich irgendwie ein schöneres Zeichen, weil damit jetzt auch wirklich mal geklärt wird, zumindest nach australischer Verfassung wie das eigentlich vereinbar ist mit zum Beispiel dem UN-Recht auf digitale Teilhabe für alle Menschen. Oder eben der Möglichkeit der freien Kommunikation in dem Moment, wo man solche Plattformen sperrt. Die eben de facto, das ist zwar ab dem 11. Dezember nicht mehr so der Fall, logischerweise, aber die de facto Ja, im Moment einen essentiellen Teil der Kommunikation junger Menschen eben auch ausmachen. Schauen wir mal. So, gleichzeitig gibt es neu, wir bleiben noch kurz bei der EU, also wir waren ja eben mal bei der EU, jetzt kommen wir zurück zur EU. Dort gibt es jetzt eine offizielle Verlautbarung zum Thema Chatkontrolle. Wir haben das Thema ja schon ein paar Mal angefasst, für die, die es nicht mitbekommen haben. Es gibt einige Stimmen in der EU, die laut geworden sind, die sich für eine Verb. Pflichtende Chatcontrolle eingesetzt haben. . Vorneweg waren, glaube ich, erwischte mich jetzt doch kalt. Ich dachte, ich könnte es jetzt einfach so. Cool aus dem Ärmel schütteln, welche Länder sich so dafür ausgesprochen haben, aber ich kann es leider nicht. Fakt ist, Deutschland hat sich dagegen ausgesprochen und damit diese verpflichtende Chatkontrolle oder die Abstimmung darüber quasi als gescheitert erklärt, bevor sie stattgefunden hat. Den Chatcontroller hätte die Möglichkeit geboten, dass verschlüsselte Messenger-Dienste wie WhatsApp zum Beispiel oder Signal verpflichtet. dazu geworden wären, wow, Backdoors in ihre Verschlüsselung einzubauen, dass zum Beispiel Sicherheitsbehörden die Möglichkeiten haben, nach Nachrichtenverläufen nach Inhalten zu suchen, wie zum Beispiel CSAR-Material, also Videomaterial, das sexuelle Gewalt an Kindern zeigt. Die Idee, wie immer, und das sehr Ziel nachvollziehbar Aber eine massive Einschränkung der Sicherheit und auch des Datenschutzes. Und weil eben Deutschland sich so klar dagegen positioniert hat, war ziemlich klar, dass die so nicht kommen wird. Jetzt gibt es eine gemeinsame Position der VertreterInnen der EU-Staaten und zwar Auf eine freiwillige Chatkontrolle. Die Formulierung sieht vor, oder es klingt so im Gesetzestext, dass das noch nicht verabschiedet ist. sieht vor, dass es eine A, ein EU-Zentrum für den Kampf gegen Kindesmissbrauch im Netz geben soll. Erstmal gut bis dahin Gleichzeitig aber die Messaging-Dienste und Online-Plattformen, die eingeladen sind, dazu freiwillig Chatkontrollen einzuführen, um eben Sicherheit zu Behörden die Möglichkeit zu geben, in ihren Nachrichtenvorläufen nach bestimmten Begriffen oder Inhalten zu suchen. Ob das die Plattformen machen oder nicht, ist natürlich noch so ein bisschen fragwürdig und unklar. Ich kann mir nicht vorstellen, dass WhatsApp da zum Beispiel dieser dieser eigenen Verschlüsselung so den das Messer reinrammt, aber abwarten, wie Meta sich da positioniert. Signal wird das garantiert auch nicht tun. Signal hat ja sogar erwogen, sich sogar vom europäischen Markt zu verabschieden sollte, diese Chatkontrolle kommen. Es ist aber auch vorgesehen, dass nach drei Jahren nach Inkrafttreten eine EU-Kommission oder durch die EU-Kommission eine Prüfung stattfinden soll. Ob es nicht doch eine Verpflichtung braucht. Also es ist eigentlich so ein bisschen jetzt eher so ein Beschluss durch die Hintertür, haha, ob so eine Hintertür kommt. Weil eben man guckt erstmal, ob die das nicht alle von sich aus machen. Ich bin sehr gespannt. Ja.
23:14 Roland Hindl
Also so wie sie sich bislang positioniert haben, ja auch nicht. Also, signal allen voran. Ja, es ist ein Dilemma, habt ihr hier ja im Podcast auch schon oft besprochen, aber dass gerade das Thema Content, der den Missbrauch von Kindern zeigt, oft für so eine oft also Einfallstor benutzt wird, um dann eben sowas einzuführen. Und was dann mit so einer Datensammlung oder so Auswertungen passiert, sieht man ja auch oft an anderen Beispielen. Also Wenn ich da schaue, gerade hier bei uns in Bayern mit dieser Palantir-Variante Vera, die ja auch vor allem gegen Terrorabwehr und Ähnliches eingesetzt werden sollte, da gab es dann im Sommer auch Berichte. dass in etlichen Fällen dann sowas wie Fahrraddiebstelle und so damit auch dann ausgewertet wurden. Und eben nicht nur Fälle von Gefahrenabwehr.
24:14 Gavin Karlmeier
Ja, da muss ich auch dran denken. Es ist halt wirklich so, man baut halt diese Hintertür ein und dann haben plötzlich ganz viele Leute Interessen, die zu nutzen, was nachvollziehbar ist, weil dann gibt es plötzlich Möglichkeiten. Und deswegen ist es auch so wichtig, wenn man Wert auf Datenschutz legt oder auf Anonymität und Sicherheit, dass man da eben sehr früh vorgeht, damit es eben diese Einfallstrüren Tore Einfalls Tore, gar nicht es gibt. Tore, ja.
24:40 Roland Hindl
Und solange du auch Regierungen oder Parteien hast, die sich an demokratische Grundregeln halten, dann ist das vielleicht auch noch kein Problem. Aber wie schnell solche Systeme kippen können, sieht man ja auch, wenn man da in die USA blickt. Also man weiß ja immer noch nicht, was das Doge alles an Daten abgesaugt hat und damit anstellt. So ist es.
25:00 Gavin Karlmeier
Gut, das gibt es jetzt nicht mehr immerhin. Aber ob die Festplatten einfach vernichtet wurden, da würde ich auch ein großes Fragezeichen dran machen. Es gibt noch eine EU-Meldung übrigens. Es gibt ein neues EU-Gesetz. das verabschiedet wurde, das bedeutet oder dass Social Media Plattformen in die Haftung setzt, sollten Opfer Also sollten Personen Opfer von Finanzbetrug werden. Bedeutet aber im konkreten Fall, also wenn du Geld für etwas zahlst, ohne dass du deine Zustimmung dafür gegeben hast. Müssen die Social Media Unternehmen die Banken entschädigen, sollte sich herausstellen, dass die Social Media Unternehmen es versäumt haben, einen gemeldeten Online-Betrug zu entfernen. Das finde ich interessant. Ja.
25:50 Roland Hindl
Klingt es auch erstmal gut.
25:51 Gavin Karlmeier
Ja, es hat natürlich mal wieder, wenn man so ganz genau hinschaut, so ein paar Lücken. Also zum Beispiel gibt es das Problem, dass. Vieler, viel Online-Betrug und Scam natürlich so gebaut ist, dass man erstmal freiwillig sein Geld gibt. Und oder vermeintlich freiwillig sein Geld gibt, weil einem etwas anderes versprochen wird zum Beispiel oder weil es eine anders aussehende Seite ist oder so weiter, oder so, ne? Und wie da jetzt genau die Formulierung von ohne Zustimmung aussieht, da werden sich wahrscheinlich Gerichte dann noch ein paar Mal drum prügeln müssen. Aber erstmal ist das natürlich ein Schritt in die richtige Richtung. Ja.
26:26 Roland Hindl
Und also sagen wir so, auch da, wenn es hier in diesem Fall geht, warum geht es in vielen anderen Fällen nicht, dass man dann die Plattformen auch entsprechend in Haftung nimmt?
26:34 Gavin Karlmeier
Ja, wirklich. Ist so, Finanzbetrug. Ich habe noch eine kleine EU-Geschichte, die aber nicht wirklich EU ist, aber die sich so ein bisschen in der EU abspielt. Und zwar reisen wir kurz nach Polen zusammen. Es geht dort um die. U-O-K-I-K. Die U-O-K-I-K, na, weißt du, was das ist? Ich werde es auf Polnisch nicht aussprechen, weil ich das nicht kann.
26:59 Roland Hindl
Dann gehen wir davon aus und nicken wissend.
27:01 Gavin Karlmeier
Es ist Office of Competition and Consumer Protection, also die Verbraucherschutzbehörde, wenn man so möchte, und Wettbewerbsschutzbehörde. Die haben ein Kartellverfahren gegen Apple eingeleitet. Und zwar geht es dort um die Datenschutzrichtlinie. im ATT-Framework, also App Tracking Transparency. Da haben wir hier schon mal drüber gesprochen. Solltest du ein neues Apple-Gerät.
27:19 Roland Hindl
Aber nicht in der Folge mit mir, da bin ich mir zug.
27:22 Gavin Karlmeier
Man weiß es nicht. Wenn du ein neues Apple-Gerät startest, also ein iOS-Gerät, wie ein iPhone oder ein iPad, dann und das erste Mal zum Beispiel Facebook öffnest, dann wirst du gefragt, ob du dem Tracking zustimmen möchtest. Also ob du damit einverstanden bist, dass die Daten, die du in dieser App sammelst, dass die weitergegeben werden an eine andere App. Eine Formulierung, die dir ziemlich klar macht, nee, wahrscheinlich möchtest du das nicht. Solltest du allerdings eine Apple App öffnen, wirst du gefragt, ob du mit personalisierter Werbung einverstanden bist. Und der Vorwurf, den die UOKIK hier macht, ist es, dass Apple hier mit zweierlei Maß misst und die Formulierung so angepasst hat, indem sie die Definition von Tracking Verändert haben. Also Sie sagen, dass der Begriff Tracking, den Apple hier benutzt, sich darauf bezieht, dass die Daten, die in der einen App gesammelt werden, in einer anderen App desselben Unternehmens oder eines anderen Unternehmens verwendet oder mit denen dort kombiniert werden dürfen. Das ist natürlich, was Meta macht. Also wenn du bei Instagram eine Werbung siehst und sie anklickst, dann wird es auch bei Facebook sozusagen verstanden. Das erfordert bei Apple aber irgendwann eben diese Zustimmung dieses Dritt-App-Trackings. Gleichzeitig ist aber die Frage, ob personalisierte Werbung nicht grundsätzlich auch immer ein gewisses Tracking voraussetzt und ob das Anpassen der Formulierung Tracking Ob das hier nicht einfach schon der Versuch ist, eine Wettbewerbsverzerrung herbeizuführen? Und wenn ich mir das, wenn ich diesen Fall so schildere, wie ich das gerade gemacht habe. Dann klingt das alles deutlich nachvollziehbarer als Wettbewerbsverzerrung, als wir es beim letzten Mal verstanden haben, als wir nämlich noch darüber gesprochen haben. . Dass Apple davor warnt, dass diese Funktion in der EU bald abgeschaltet werden könnte. Weil im Apple-eigenen Framing klang es jetzt nicht unbedingt danach, dass sie da unterschiedliche Formulierungen wählen, logischerweise.
29:16 Roland Hindl
Ja, weil, also ich meine, es ist natürlich dieses geschickte Spiel mit Worten und es gibt bestimmt genug Menschen, die sagen, naja, persönliche, also auf mich zugeschnittene Werbung finde ich jetzt nicht ganz so schlimm, wenn ich ohnehin schon Werbung ertragen muss. dagegen tracking klingt härter und da ist der reflex auf nein zu klicken doch schon größer oder
29:36 Gavin Karlmeier
Ja, absolut. Ja, und das ist genau der Punkt, auch den die Wettbewerbsbehörde hier macht, dass hier eigentlich so eine Art Dark Pattern unterstellt wird. Wo man sagen muss, man kann den Vorwurf zumindest verstehen an der Stelle. Ich habe mich beim letzten Mal noch so darüber lustig gemacht nach dem Motto, hey, ich werde natürlich nicht gefragt, ob ich getrackt werden möchte, wenn ich einen Taschenrechner öffne. Aber es gibt eben durchaus auch Apple-Apps, die personalisierte Werbung anzeigen, offensichtlich.
30:02 Roland Hindl
Willst du dieses Buch zur Kurvendiskussion?
30:08 Gavin Karlmeier
Ja, es gibt übrigens ein Gerücht, gegen das Google sich jetzt wert. es gerade durchs Internet geht, dass du, wenn du Gmail benutzt, also deine E-Mails bei Gmail hast, dass du, das schreiben bei Social Media gerade viele Leute, dass du jetzt einen Knopf ändern musst in deinen Einstellungen, wie zum Beispiel die Rechtschreibung Kontrolle, weil du damit sonst zustimmst, dass deine E-Mails zum Trainieren von KI verwendet werden. Und offensichtlich ist es Wohl nicht so, sagt Google zumindest selber. TheVirge allerdings sagt, es gibt trotzdem ein paar Funktionen, die im Januar automatisch wieder aktiviert wurden, obwohl man sie eigentlich schon mal deaktiviert hatte, wie einige sogenannte intelligente Funktionen. Die tatsächlich eine ein äh ein äh Mein Gott, was ist denn mit mir los? Die tatsächlich später, aber diesmal sind wir wirklich nochmal später, die tatsächlich deine Daten zum Verwenden für KI-Trainings freigeben würden. Wie zum Beispiel deine Google Workspace-Inhalte. Okay. Ich setze jetzt einen Posting ab auf Facebook, dass ich dem widerspreche. Einfach eine Mail schreiben, egal an wen und muss mal einmal in Gmail reingetippt haben, dass du das nicht möchtest. Ja, übrigens auch so eine heute, sorry Leute, es ist so ein bisschen heute gemischtwahren. Wir haben heute ganz viele kleine Meldungen, die ich aber gerne irgendwie besprochen hätte hier in diesem Podcast, die ich irgendwie für wichtig finde. Ich habe Emotionen dazu. Es ist ja jetzt so Unternehmensübernahmen und Emotionen. Du bist ja auch Musikaffin, Roland. Und hast du dich schon mit Who Sampled auseinandergesetzt?
31:44 Roland Hindl
Tatsächlich nicht.
31:44 Gavin Karlmeier
Das ist eine Online-Datenbank, an der man auch selber Dinge beitragen kann, wo so Samples identifiziert werden. Und das ist ein so geiles Rabbit-Hole. Da findest du halt so Sachen, dass zum Beispiel hier dieser Shrek-Song All-Star von Smashmouth, was da alles für Samples drin sind, die man nicht erkennt. Und du kannst dann sozusagen direkt in der Seite von WhoSamples kannst du auf die Stelle springen, in der im Originalsong auch dieses Sample ist, wird dann direkt abgespielt und dann hörst du, dass der Schrei, das Lachen, wo das herkommt und so. Wirklich faszinierend, interessant und halt sehr so crowdsourced, wenn man so möchte, weil eben alle dort eben auch Dinge zu beitragen können. 1,2 Millionen Songs und 600. 000 Samples sind da bislang drin vermerkt. Jetzt hat Spotify WhoSampled gekauft und angekündigt, dass diese Datenbank eine Grundlage für ein neues Spotify-Feature namens Song DNA werden soll. dass eben auch dort BenutzerInnen selber Samples in der App tracken können. Was sagen wir dazu, dass solche sozialen Orte der Gestaltung und der Des Monitorings in die Hände von Spotify gehen, die ja durchaus in den letzten Monaten relativ viel Kritik erfahren durften.
32:59 Roland Hindl
Ja, also immer wenn so ein großer Laden, so was Kleines, aufgebautes aus so einer Community heraus aufkauft, steckt da irgendwie schon ein bisschen, also das geht oft nicht in so eine gute Richtung.
33:17 Gavin Karlmeier
Ja.
33:18 Roland Hindl
Und ähm, da wird o da wird oft der Spirit natürlich ausgenutzt, ähm, und aber Gibt es schon irgendwie neben Song-DNA irgendwie etwas, also Vermutungen, wo es hingehen könnte?
33:34 Gavin Karlmeier
Also Spotify hat ja auch Hurdle gekauft, das war ja Wordle mit Songs und dicht gemacht. danach direkt. Deswegen gebe ich dir recht, das ist immer erstmal kein gutes Zeichen. Und es gab ja auch schon andere Geschichten von Unternehmen, die zum Beispiel Evernote ist so ein Beispiel, das ja gekauft wurde, wo die Leute plötzlich sehr unzufrieden damit wurden, wie sich das entwickelt hat. Und da gibt es so, also die Geschichten sind relativ lang und vielzählig, in denen solche Übernahmen von Communitygetriebenen Unternehmen dazu führten, dass sie sich eher verschlechtert haben.
34:05 Roland Hindl
Ja, ja, und was viele davon auch bei solchen Käufen mit einberechnen, meines Erachtens, ist ja auch so ein Image, das man sich damit kauft. Und die Community auch, mit der man versucht dann sich auch ein bisschen Ja, näher zu kaufen, ein bisschen cooler zu kaufen und so und dadurch, dass man es dann eben verwässert und da so viele Marketinggedanken durchspült Ich denke jetzt immer, und da sind wir jetzt wieder beim Altersunterschied an dem Film Wains World. Aber nein. Da habe ich lange nicht mehr dran gedacht. Siehst du immer, was das jetzt. Ja, du hast angefangen mit Musikreferenzen. Nee, ähm Tatsächlich das, was das, was diese Communities dann dann ausgemacht hat, das wird dann schon sehr schnell glatt gebügelt und auf Hochglanz produziert. Und dann hast du eben das nicht mehr.
34:59 Gavin Karlmeier
Eben. Und das wäre, sowas ist halt immer schade, wenn sowas passiert und wegbricht aus dem Internet. Ich habe auch noch so eine Geschichte, wo ich so. . Also das ist ein, ich finde, ein Meisterstück als Beweisführung, warum es Überlegungen zu digitaler Souveränität braucht, warum wir darüber sprechen müssen, dass wir gewisse Unabhängigkeiten brauchen. Und zwar wegen folgendem. Und zwar hat Le Monde, ähm Le Monde, ein Porträt geschrieben oder ein Interview auch geführt mit Nicolas Guillot, der Standard hat darüber auch auf Deutsch berichtet. Und zwar Nicolas Guillot ist ein Richter am internationalen, wie heißt der? Ich würde es nicht falsch lang. Internationaler Strafgerichtshof in Den Haag Und der ist einer der Richter, die zum Beispiel entschieden haben, dass es einen Strafbefehl gegen Benjamin Netanyahu gibt und den ehemaligen israelischen Verteidigungsminister Galant. Und zwar, weil ihnen Kriegsverbrechen zur Last gelegt werden. Die US-Regierung hat diese Entscheidung verurteilt und hat deswegen Sanktionen gegen die Richter dieses Internationalen Strafgerichthofes. ausgesprochen. Und zu diesen Sanktionen gehört eine de facto, wie er es selber nennt, Nicolas Guillot, digitale Auslöschung. Denn er kann sich quasi nicht mehr im digitalen Raum bewegen. Er hat versucht, einen Urlaub zu buchen, konnte den online nicht buchen, weil er sofort storniert wurde. Amazon, Airbnb und PayPal haben ihn mittlerweile gesperrt, Expedia hat ihn gesperrt, weil es eigentlich über jeden, also innerhalb zu jeder digitale Service entweder eine Zahlungsabwicklung oder Cloud-Dienstleistungen als Berührungspunkt mit US-Firmen hat, die einen Kontakt mit ihm verbieten. Und ich finde, die Geschichte in ihrer. Also wir müssen nicht darüber diskutieren, finde ich, ob der Internationale Strafgerichtshof anzuerkennen ist oder nicht. Es zeigt aber die Willkür von einzelnen politischen Akteuren wie in dem Fall der US-Regierung unter Donald Trump. Einfach so Entscheidungen zu treffen, die massive Auswirkungen auf Menschen haben und ihr Leben, einfach nur, weil man damit irgendwie die harte Hand der USA irgendwie nochmal unter Beweis stellen möchte. Und ich, also das kann doch nicht sein, dass du quasi nicht in der, dass es keine, es gibt für ihn keine Option, sozusagen sich im digitalen Raum zu bewegen. Ja.
37:19 Roland Hindl
Klar, also die USA erkennen den Internationalen Strafgerichtshof natürlich nicht an. Deswegen gehen sie auch so hart dagegen vor. Für die Entscheidung, gut, auch da braucht man. keine Diskussion führen, aber wie du eingangs natürlich gesagt hast, das zeigt die extreme Abhängigkeit von Diensten und dass man tatsächlich wirklich dann eigentlich fast nicht mehr existiert oder oder auch sich irgendwie bewegen kann. Ich würde es noch nicht so weit gehen und all die unterstützen, die sagen, naja, gut, die gegen Bargeldabschaffung sind, aber tatsächlich ist es ein Dilemma.
37:57 Gavin Karlmeier
Kannst du auf dem Weihnachtsmarkt, glaube ich, mit vielen SchauschellerInnen gute Gespräche zu führen.
38:06 Roland Hindl
Also, wenn die Anekdote noch erlaubt ist, ich bin alles. Also vor ein paar Wochen hat in München die Band Ghost gespielt. Und in der Olympiahalle und die haben vor dem Konzert alle Handys eingesammelt Weil sie nicht wollten, dass man irgendwie mit dem Handy. . . Es war es aber so, die haben glaube ich kurz davor im Birmingham, wenn ich mich richtig erinnere, gespielt und da gab es schlagen, da hat es irgendwie zweieinhalb Stunden gedauert. Und ich bin dahin mit zwei Kuppel und wir haben gedacht, okay gut, was machen wir jetzt? Und haben dann gesagt, gut, wir lassen die Handys zu Hause Aber dann war ich wie vor, also es war wie vor 20 Jahren. Ich wusste nicht, wie komme ich da hin, weil also öffentlich war es schwierig, weil natürlich mein Ticket auf dem Handy ist. In der Olympiahalle kannst du nicht mehr bar zahlen. Ich habe aber stellenweise einfach meine Geldkarte, also meine Bankkarte nicht dabei, weil ich kann ja übers Handy zahlen. Treffpunkt ausmachen, also wir haben einen Treffpunkt ausgemacht und eine Uhrzeit und wer nicht da war, war halt einfach verloren Genau, weil wir die Handys nicht dabei hatten. Es ist dann relativ schnell gegangen, das haben wir gesehen, also hätten wir sie doch mitnehmen können, aber das, also dass im Kleinen, und wenn ich mir das jetzt mal hochrechne, wie das dann im Alltag wäre, komplett ähm
39:26 Gavin Karlmeier
Schwierig. Ja, voll. Absolut.
39:28 Roland Hindl
Also deswegen ist auch dieser Gedanke an oder diese Forderung nach digitaler Souveränität, das ist ein Beispiel dafür, dass man da hochhalten kann. Ja, absolut. Und der hat seinen Job gemacht, also von dem Urteil und so.
39:42 Gavin Karlmeier
Man muss das gar nicht beurteilen, um diese Geschichte zu verurteilen. Übrigens, kleine Notiz noch, und zwar hat. Wir gehen weiter, ist das okay für dich? In OpenAI's Ab Zora gibt es ja die Funktion Cameo. Die hieß so bislang, so darf sie jetzt nicht mehr genannt werden, denn vor dem Gericht im Northern District District of California hat das Unternehmen Cameo eine einstweilige Verfügung erlassen. Die App kennen wir auch oder den Dienstleister, denn damit kann man sich Grüße von Prominenten schicken lassen. Und die haben jetzt gesagt: Ja Momentchen mal, wir sind Cameo. Und jetzt muss die Funktion einen neuen Namen kriegen. Apropos Funktionen, Ronald. Die Taute nach Kamera. Funktionen.
40:26 Roland Hindl
Emotionen und Emotionen.
40:30 Gavin Karlmeier
Sorry, was hast du noch gesagt?
40:31 Roland Hindl
Die taucht dann als Cameo auf die E Funktion.
40:34 Gavin Karlmeier
Oh, ja. Du bist halt aber auch Du bist heute aber auch auf Zack.
40:40 Roland Hindl
Ja, ja, das Schlafmann.
40:42 Gavin Karlmeier
Roli auf Zack.
40:45 Roland Hindl
Das klingt wie so eine Figur, die eine Sparkasse ist.
40:48 Gavin Karlmeier
Oder wie so ein 90er-Jahre im Fernsehfilm mit Mike Krüger in der Hauptrolle.
40:52 Roland Hindl
So wie die Einsteiger. Oh Gott, ja, jetzt dürft man wirklich ab.
40:54 Gavin Karlmeier
Das war nur 70er. YouTube hat angekündigt, dass es dort ich wollte jetzt mit dir nicht noch über den Superstauch sprechen. Das war Otti Fischer, oder? Weiß ich nicht. Das weiß ich nicht. YouTube hat angekündigt, dass es dort bald Vorabprüfungen für Videos geben wird. Das heißt, du bekommst beim Upload schon eine Meldung, ob das Video gegen die Community-Guidelines verstößt. und bekommst dann die Möglichkeit, die Veröffentlichung sozusagen zu verhindern selber oder zurückzuziehen, wenn irgendetwas daran problematisch ist. Okay. Also Also beim beim Upload schon kriegst du eine Meldung. Ich finde das ja eigentlich ganz gut.
41:38 Roland Hindl
Kann ich es dann trotzdem veröffentlichen?
41:40 Gavin Karlmeier
Du kannst es trotzdem veröffentlichen, du riskierst aber damit natürlich einen Verstoß. Ja. Aber genau, theoretisch geht es trotzdem. Ich finde das eine ganz gute Idee, weil ich finde, dass das wahrscheinlich eher dazu führt, dass Leute dann überlegen, ob das, das ist so ein bisschen dieses, sind sie sich sicher, wenn man die Festplatte formatieren möchte. Dass man dann nochmal kurz überlegt, warte mal, was mache ich hier gerade? Ist es gerade okay? Vielleicht. Andererseits Leute, die mutwillig gegen Community-Guidelines verstoßen oder die ihnen egal sind, dann wird auch dieser Hinweis egal sein.
42:11 Roland Hindl
Ja. Aber Grundidee, ja.
42:15 Gavin Karlmeier
Jetzt kommt die Meldung des Tages, Roland. Wenn du für Meta-Verified zahlst, kannst du. Zukünftig Links bei Reels hinzufügen. Wir haben darüber schon mal als Gerücht gesprochen. Jetzt gibt es da ein paar handfeste Beweise. von Meta selbst. Also das Gerücht, über das wir gesprochen haben, scheint dich zu bestätigen. Wenn du für Meta-Verified zahlst, also dir einen Haken kaufst, kannst du. Links mit Reels, nee, Reels mit Links posten, so heißt das. . Und je nachdem, wie viel du bezahlst, wenn du das kleinste Modell Meta Verified Plus hast, dann, oder ist es gar nicht das kleinste? Naja, wenn du Meta Verified Plus hast, dann kannst du zwei Links im Monat hinzufügen. Wenn du MetaPlus Premium hast, kannst du vier Reels hinzufügen mit Video. Und wenn du Metaverified Max hast, kannst du sogar sechs Reels im Monat hinzufügen. Ich wusste gar nicht, dass es da so viele Abstufungen gibt. Okay. Aber ich glaube, das ist hierzulande auch noch nicht ganz so groß ausgerollt wie in den USA.
43:15 Roland Hindl
Aber also pro Video oder insgesamt vier Links?
43:20 Gavin Karlmeier
Nee, du kannst pro Monat vier Reels Mit Links passiert. Wenn du Meta-Verified Premium hast. Mein Gott, das ist aber heute auch. Das ist ein Gespräch, hätte ich das mit dem Roland vor 20 Jahren geführt, er hätte kein Wort verstanden. Hey Roland, wenn du Meta Verified Premium hast, kannst du vier Reels im Monat mit Links posten. Ich kann, was mit wem bitte? Wofür?
43:43 Roland Hindl
Wie mit Links posten. Oh Gott. Jetzt bin ich hochgradig frustriert. Warum? Wirklich? Ja, weil, also, und jetzt zwar aus meinem aus meiner Sicht so irgendwie als einer der Nachrichten versucht, auf Social Media zu verbreiten. Ich, als Mossari das angekündigt hat oder als die ersten Gerüchte aufkamen, dachte ich mir schon so, ey cool, schön, weil irgendwie links auf In Reels und so weiterführende Informationen zu verbreiten, halte ich für echt einen guten Move. Facebook hatte das ja mal in Videos für eine kurze Zeit, also ein paar Jahre her, haben es dann wieder abgeben. TikTok hat es so vor einem halben, dreiviertel Jahr eingeführt, zumindest für einige Accounts. Wir können das tatsächlich auch auf unserem Account machen. Die Conversion ist überschaubar, aber ich finde es tatsächlich sehr gut, gerade für uns oder als Nachrichtenmarke, wenn du da dann wirklich nochmal sagen hast, okay, also mehr Infos als zu diesem Thema die über diesen 60-Sekunden-Clip hinausgehen, und das sind ja bei den meisten Themen, findest du einfach klick den Link in dem Video an. Klar, die natürlich die. Die Plattformen wollen nach wie vor, dass man dass man auf der Plattform bleibt, aber ich hätte mich darauf gefreut, um das jetzt zu hören. Das ist echt ein Schlag.
45:10 Gavin Karlmeier
Gut, aber die 50 Euro im Monat für Meta Verified Plus, die hast du doch wohl noch locker auf Tasche. Für zwei Reels mit Links und Reels.
45:23 Roland Hindl
Das wären dann die viralen Netze.
45:25 Gavin Karlmeier
Ich habe hier nur die Dollarkurse, aber ich kann nochmal sagen: also, plus kostet 49 Dollar im Monat. Für zwei Reels im Monat mit Links. Premium kostet 149 Dollar im Monat für vier Reals mit Links. Und Max mit sechs Reels mit Links im Monat. Na, weißt du, was das kostet? Wir hatten 49 Euro, 149 Dollar Dollar, sorry. Wie viel kostet also Max mit sechs Reels mit links im Monat?
45:51 Roland Hindl
Wenn 249 wäre naheliegend, ich schätze mal 223 Dollar.
45:55 Gavin Karlmeier
499 Dollar.
45:58 Roland Hindl
Wenigstens ist es nicht irgendwie so. 42 von 67 à la Mask.
46:04 Gavin Karlmeier
Nicht so eine witzige Maskenzahl.
46:07 Roland Hindl
Instagram Experiment, aber wer nutzt das dann? Also wer was fängst du an mit sechs Reels, die du ja
46:15 Gavin Karlmeier
Ja, ich ja, eben. Instagram testet wohl, Link Support in Instagram Notes einzuführen. Ich weiß nicht, ob es auch 499 Dollar im Monat kostet, aber. Ja, war es noch alles in Notes?
46:36 Roland Hindl
Also was gibt's, kann man sich über Notes nicht irgendwann mal auch direkt Nachrichten schicken?
46:41 Gavin Karlmeier
Die Frage ist, ob WhatsApp-Info dann auch diesen Link-Support bekommt oder eher nicht. Es wird langsam wirklich ein bisschen hanebüchen.
46:52 Roland Hindl
Ja, gibt es eigentlich irgendwie Zahlen, wie viele, haben die damals veröffentlicht, wie viel Notes eigentlich genutzt werden?
46:57 Gavin Karlmeier
Sehr gut. Das ist eins der meistgenutzten Features der jüngsten nutzenden Gruppe bei Instagram. Also, aber wir sind alt, Roland, wir machen so einen Quatsch nicht. Ich bin alt.
47:10 Roland Hindl
Also hier in der Runde, ja.
47:11 Gavin Karlmeier
Ja, in der Runde bist du richtig alt. Ich habe zum Schluss so eine kleine Überlegung, die wollte ich einfach mal mitbringen, weil ich das so gelesen habe und dachte, vielleicht hat da jemand Emotionen zu. Ich bin Hin und hergerissen. Und zwar Matze Hielshaw, den kennt man vom Podcast Totel Matze, aber auch von der, wie sagt man, Event-Plattform mit Vergnügen. Vom Stadtmagazin Mitvergnügen. Der betreibt seit vielen Jahren etwas, eine Idee, die ich übrigens ganz toll, also da muss ich sagen, völlig neutral von dem, was gleich kommt, finde ich die Idee toll. Und zwar hat er gemeinsam mit einem Freund ein Google-Dokument. und schreibt jeden Tag da rein, was ist das Beste, was heute passiert ist. Und sammelt das über viele Jahre schon. Das ist schön. Das ist eine schöne Idee, ne? Sieben Jahre lang machen wir es schon. Er schreibt, dadurch führen wir gemeinsam Tagebuch. Ich kann sieben Jahre lang lesen, was bei Philipp das Beste war, und er kann bei mir lesen, was bei mir das Beste war. Und jetzt hat er gesagt, sie überlegen darauf, überlegen oder erwägen, daraus eine App zu bauen die nutzbar ist, dass quasi das Client, er nennt es das kleinste soziale Netzwerk der Welt, dass man das sozusagen nicht als Google-Tabelle pflegen muss, sondern dass man das irgendwie mit eben als App machen kann. Und wenn ich das richtig verstehe, also er schreibt, unser Wunsch schlicht, schön, datensicher, keine Werbung, keinen Datenverkauf, nur ein kleiner Ort für das Wesentliche. Was Erber schreibt im letzten Satz, und da bin ich mir nicht sicher, ob das so ein Stoß in eine Richtung ist, Vielleicht müssen Philipp und ich nicht mehr unsere ewig lange Tabelle pflegen, sondern können das in einer kleinen App weiterführen und sehen, dass noch mehr Menschen mitmachen. Bedeutet das, dass das dann öffentlich für alle ist? Oder dass man sich einen Partner, eine Partnerin aussucht, mit der man das in der App führt. Das ist mir nicht ganz klar geworden, aber ich wollte die Idee einfach mal mitbringen. Weil wir ja auch immer wieder darüber sprechen, dass alles so inzwischen so ein Trend ins Kleinere geht und in die Verniedlichung, Verschung, Verkleinerung. Und wollte einfach diesen Gedanken mal mitbringen, weil irgendwie hat das was mit mir gemacht. Ich konnte nur noch nicht so ganz genau definieren, was
49:10 Roland Hindl
Also, wenn es so ganz öffentlich ist, dann geht das schief. Ja, ne? Das will man nicht. Ja, nein. Also egal in welche Richtung. Es gibt Leute, die trollen das, die kapern das und ist die andere Seite, die wird dann ganz schnell ganz cringe.
49:24 Gavin Karlmeier
Ja, und also automatisch, ich würde, will ja auch, wenn ich sowas mit jemandem zusammen mache, dann habe ich mir die Person ja schon ausgewählt und mir schon überlegt, die darf das wissen. Aber würde ich wirklich das Beste, was mir am Tag passiert, ist, mit allen Leuten teilen? Ich weiß nicht. Dafür gibt es LinkedIn. Roland, was ist das Beste, was am gestrigen Donnerstag? Also, wenn wir aufnehmen, heute passiert das bei dir. Würdest du mir das sagen jetzt?
49:56 Roland Hindl
Ja. Obwohl, warte mal. Also, ja, nee, nee. Also es gibt zwei. Nee, also ja, nee, das eine ist tatsächlich Nee. Also nie in so dieser Liste, also öffentlich nicht.
50:11 Gavin Karlmeier
Siehst du? Und deswegen glaube ich, hoffen wir, dass es eine private Idee bleibt, aber die irgendwie schön ist. Das würden wir unterstützen. Roland, vielen Dank, dass du heute da warst. Wir sind heute schnell gewesen, irgendwie. Auch mal ganz schön. Vielen Dank, dass du heute da warst. Ich wünsche euch allen ein ganz wundervolles Wochenende. Passt bitte alle auf euch auf. Wir hören uns wieder am Montag mit Dax Werner. Das ist schön, weil der hat, glaube ich, der hat gerade eigentlich so viel zu tun mit der Wolfram-Walmer-Recherche, die sein Kollege Moritz Hürttgen im Bonigen Wachmacher mitgebracht hat. Dass da ist bestimmt ein bisschen was zu erzählen. Da freue ich mich sehr drauf. Habt ein schönes Wochenende, passt alle auf euch auf und Duroland. Wir sehen uns. Ah, ich habe gar keine Werbung heute für nix gemacht. Oh Gott, ganz wichtig. Stopp, stopp, stopp, stopp, stopp, stopp. Punkt 1, ganz wichtig, dieses Wochenende ist der letzte Zeitpunkt, die letzte Möglichkeit, Vorschläge für den grauen Haken zu machen. Grauer Haken at Haken. org, der Social Media Negativpreis für die größte Social Media Blamage in diesem Jahr. The Deadline ended am Montag. Also Es ist die letzte Möglichkeit, Leute. Schickt uns die Vorschläge. Könnt ihr auch per Discord machen, schreibt ihr auch mir einfach bei Insta, ist mir egal. Aber schickt mir eure Vorschläge, ich sammle die alle. Das ist wichtig. Punkt 1. Ich fahr nicht drauf. Punkt zwei. Wir gehen auf Tour mit Haken dran und es gibt noch ein, also die meisten Orte sind nahezu ausverkauft, außer Leipzig, da haben wir noch Tickets. Wir sind 10. 2. in Leipzig in einer unfassbar schönen Location und in der Garage Ost. Und ich würde mich freuen, euch da auch zu sehen und euch sehen zu können. Deswegen, wenn ihr irgendwie zufälligerweise im Februar irgendwo in Leipzig oder 600 Kilometern Umkreis seid, kommt bitte sehr, sehr gerne vorbei. Wir kommen aber auch nach München, wo Roland übrigens sich aufhält und da haben wir vielleicht auch eine Möglichkeit, dass ihr auch Roland sehen könnt. Da würde ich mich freuen. Also ich freue mich sehr auf den Abend. So machen wir es. Das ist dann Ende Januar. Und sonst habe ich, glaube ich, keine Werbung. Aber grauer Haken, das ist wichtig. Ja, wir verabschieden uns jetzt schon mal und dann spielen wir einmal den grauer Haken-Jingle als Ende dieser Episode, damit alle, damit das im Kopf bleibt, wenn wir weg sind. Alles Leute, schönes Wochenende. Tschüss, macht's gut, bis Montag. Danke, dass du hier warst, Roland. Bis bald. Danke, dass ich da sein durfte.
52:26 Speaker 4
Der graue Haken 2025. Well,