Drei Jahre ChatGPT – und wir haben kein gutes Resümee – sondern schlechte Nachrichten. Außerdem heute mit dabei: Ein Blick auf TikTok-”Hacks” von “Medien” und die Chance einer Zeitreise.
➡️ Mastodon-Gründer Eugen Rochko im Interview mit Jon Henshaw: https://coywolf.com/news/social-media/mastodon-creator-shares-what-went-wrong-with-threads-and-ponders-the-future-of-the-fediverse/
Kapitelmarken
KI-unterstützt
- Hallo Dax!
- Drei Jahre ChatGPT
- USA: X im Niedergang
- Stanford-Studie: Wie die Reihenfolge von Tweets politische Meinungen beeinflusst
- Die bpb zieht sich von X zurück
- Städte verlassen Mastodon
- Die Zukunft des Fediverse
- TikTok-”Hack” von “Medien”
- Mentale Gesundheit und Social Media
- Content Warnung: Chatbots und Suizid
- KI-Regulierung in den USA: Trumps Taskforce und der "digitale Omnibus"
- Das Cracker Barrel Logo
- Funktionen und Emotionen
Transkript
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00:01 Intro
Haken dran.
00:03 Gavin Karlmeier
Das Social Media Update der CT. Halodax Grüß dich Kevin. Oh, sehr gut. Die alte Schule. Die alte Schule ist da. Bei mir ist heute Doug Swerner, den man. . Ich muss sich eigentlich, dich muss ich wirklich nicht vorstellen. Dich kennt man vom bundigen Wachmacher. Dich kennt man von den Screenshots, dich kennt man von Twitter, dich kennt man aus dem Internet, du bist eigentlich, also du bist eine Prominenz, muss man sagen.
00:26 Dax Werner
Zu viel der lieben Worte. Ich danke dir sehr herzlich, aber für mich bist all das du. Du bist hier der Promi mit dem Haken dran-Podcast, den ich ehrlicherweise seit Folge 1 verfolge.
00:39 Gavin Karlmeier
Das ist ja nicht. Ganz ehrlich. Und ich finde ja auch, dass der Bo war der bonige Wachmacher. Das ist ein bisschen so ein kleiner Bruderpodcast im Geiste. Ich kann nicht so genau erklären, warum, aber abgesehen von der Tatsache, dass wir gleichzeitig auf Tour sind, die wir gleichzeitig angekündigt haben in den gleichen Orten, hat das nochmal für mich bestätigt.
00:58 Dax Werner
Wir haben neulich geschrieben und da ist uns aufgefallen, dass wir sogar einmal Zeit Gleich in Köln spielen an einem Tag. Das ist richtig geil. Nee, aber ich fühle das auch. Wir haben damals relativ zeitgleich gestartet und du hast mir auch am Anfang Da habe ich wirklich ein paar Fragen gehabt zum Thema Podcast, weil du ja wirklich nochmal der größere Profi bist und da hast mir auch echt geholfen. Und seither fühle ich mich diesem Format und dir Natürlich auch sehr verbunden, noch mehr als vorher.
01:24 Gavin Karlmeier
Und die Hackis lieben dich auch. Also ich werde öfter gefragt, wann du wiederkommst. Ehrlich, das ist so.
01:31 Dax Werner
Ich denke dann immer, ich freue mich super hier zu sein, ich mache das super gerne, aber ich habe manchmal so das Gefühl, ich kann gar nicht, weil ich bin nicht so tief in den Themen drin Wie die ganzen, die vielen anderen erstklassigen GesprächspartnerInnen, die du hier hast. Ich bin immer das Gefühl, ich underperforme so ein bisschen. Und deswegen seht's mir nach, liebe Hakis.
01:51 Gavin Karlmeier
Ich bin bereit zu lernen. Ich bin heute hier, um zu lernen. Apropos Nachsehen, wenn ihr diese Folge im Video schaut auf YouTube oder PeerTube, könnt ihr auch sehen, dass Doug Swerner heute in so einer konspirativen Höhle zugeschaltet ist, wo auch immer du dich gerade befindest. Gavin, wir hatten doch gesagt, dass wir das Thema nicht so groß machen. Es ist gestern was passiert. Und zwar war ja gestern der 30. November. Ich melde mich vom ICE von der Bord-Toilette, müsst ihr wissen. Damit kann ich den Montagmorgen nicht starten. Die kann ich jetzt nicht erzählen.
02:20 Dax Werner
Mach später, mach später, dann haben wir noch was zum.
02:22 Gavin Karlmeier
Wenn du mich daran erinnerst, erzähle ich am Ende die Geschichte. Von mir und wie ich viel Zeit auf eine ICE-Bordtoilette verbracht habe. Und ich hatte sogar ein Ticket. Wir haben gestern nicht nur den Advent eingeläutet und die Kerzen, die erste Kerze angezündet, sondern gestern haben wir auch gefeiert, ich habe in die Luft gemalt. Drei Jahre Chat-GPT. Am 30. November 2022 ist Chat-GPT gestartet. Und ich will da, ich führe das immer wieder gerne vor Augen. Und auch drei Jahre ist ja immer noch nix. Ich habe das so, wenn ich so Seminare gebe, sage ich immer, was glaubt ihr, wie lange gibt es das schon? Und die Leute überschätzen das massiv, weil das war ja so der erste Durchbruch von generativer KI. für Leute im täglichen Gebrauch. Also Dolly, das Videogenerierungstool von OpenAI, ist ein bisschen früher gestartet und dann gab es auch schon Videos zu und so. Aber ChatGPT ist jetzt tatsächlich erst erst seit drei Jahren da und es hat ehrlicherweise wirklich extrem viel verändert, würde ich sagen.
03:15 Dax Werner
Total, total. Ich finde, drei Jahre kommt mir gerade auch absolut wenig vor dafür, wie sehr das auch Arbeiten schon verändert hat. Oder es immer irgendwie so als Wolke über dem Thema Arbeiten und Arbeitswelt auch Hängt, ehrlich gesagt. Mir fehlt gerade, weil da habe ich so direkt das Gefühl, ich kann vielleicht aus meiner Welt ein bisschen was beisteuern. Ich war neulich auf einer Veranstaltung in Köln im King Georg, und zwar war da Dietmar Dat Auf der Bühne. Dietmar hat es. Der Erfinder des Kneidenspiels. Diesen Wortwitz habe ich in dem Abend auch gemacht per WhatsApp. Da ticken wir auch ähnlich. Es ist wirklich eine, wie soll ich das sagen? Eine leuchtende Figur, FAZ-Autor, aber schreibt auch Science-Fiction-Romane, immer super Bezug zur Zeit. Dann saß du noch Henrik O Tremba, ein Musiker und Autor, und Svenja Rainer hier aus Köln, die hat es moderiert. Und da hat Dietmar Dart eine Secondhand, Secondhand, eine Anekdote erzählt, die aber gut dazu passt. Fourth hand, genau Und zwar gab es wohl eine Studie, jetzt zuletzt, die ich jetzt bestimmt falsch zitiere, und zwar Anfang dieses Jahres, 2025, war die durchschnittliche Anzahl an ausgespielten DINA-4-Seiten-Äquivalenten von ChatGPT. In einem Dialog, bis Chetschipit von alleine die Quelle für das, was es da klar erzählt, angibt Ich glaube 200 Seiten oder so etwas. Also hat wenn wenn du nicht wenn du nicht Chibi gefragt hast, wo kommt das her? Oder gibt in der Quelle, hat es ungefähr 200 Seiten gedauert. Krass. Und Ende des Jahres, also ungefähr, schaut lieber selber nach im Schnitt, und es ist jetzt irgendwie bei 1500 Seiten, Ende des Jahres. Also, das ist die Entwicklung 2025. Und da hat Dietmar dann nochmal entgegengehalten, dass Kennst du vielleicht auch so aus dieser Indie-Szene und in Köln? Man trauert so kollektiv dieser Specs dieser Kulturzeitschaft nach.
05:09 Gavin Karlmeier
Das ist so ein Riesending. Und der Intro und Ankel Sellys und so, die gute Antwort.
05:13 Dax Werner
Und der Intro, genau. Und da kann ich mich auch nicht frei von machen, aber Da hat dann nochmal so ein inhaltliches Ding, warum so eine Art von Textproduktion und Medienlandschaft fehlt, weil die Spec sich zum Beispiel so Sachen ausgezeichnet hat wie Konzertberichte, weiß ich nicht, bei Hüskadu. Hat er jetzt erzählt, wo dann gesagt worden ist, ja und die klingen so geil, weil die nutzen so Wandergitarrenakkorde, aber auf einer E-Gitarre, das macht man gar nicht. Und im Text hieß es dann, und das hat mir übrigens jetzt der Uli erzählt, eine Szenegröße. Danke nochmal, dass du mir das erzählt hast. Und da hat er sozusagen diese Specs-Kultur gegen diese Chat-GPT-Kultur entgegenstellt, im Sinne von verweisen, referenzieren, wo habe ich eigentlich dieses Wissen her und so weiter. Und das ist so dieser große Kulturwandel, der da auch mit einhergeht mit Chat-GPT.
05:58 Gavin Karlmeier
Ja, das ist so, ne? Ich habe neulich so einen langen Text gehabt. Und hab den einfach mal in Gemina reingeschmissen. Also ich habe den auch gelesen, muss ich direkt dazu sagen, aber ich hab den in Gemina reingeschmissen, weil ich dachte, dass es der Chatbot als Essenz rauszieht. Ist ja vielleicht was anderes als ich nach 50 Seiten Lesen so im Kopf übrig halte. Und dann habe ich das reingeschmissen und habe gesagt, bitte gib mir Quellen an. Und dann hat Gemini immer davor eckige Klammer auf eins und dann was geschrieben. Und diese eckigen Klammern 1, 2, 3, 4, 5, die wurden aber nirgendwo aufgelöst. Also es gab theoretisch Quellangaben, aber es gab keine Fußnoten. Und das fand ich sehr bezeichnend dafür, so nach dem Motto, immer so, Hauptsache es reicht gerade so, um den Leser zufriedenzustellen. 800 Millionen Menschen nutzen ChatGPT jede Woche im Moment. Ich finde das, man muss sich das wirklich, Leute, denkt da mal drüber nach, was ihr in den letzten drei Jahren erlebt habt, habt. Wenn ihr nicht gerade massive Veränderungen erlebt habt, wahrscheinlich nichts. Also wenn ich mir überlege, was die letzten drei Jahre so passiert, das könnte ich dir an einer Hand abzählen, das sind wenig Dinge, aber die Welt hat was Großes erlebt. So, das werden wir wahrscheinlich, wenn wir uns in drei Jahren hier wieder treffen, erster Advent, also am Montag nach dem ersten Advent 2028, DAX musste wieder kommen. Folge 1002. Genau. Und da gucken wir uns mal an, wo wir da sind. Wahrscheinlich braucht man uns da gar nicht mehr.
07:20 Dax Werner
Ja, ich habe auf Reddit gelesen, aber den habe ich nicht geglaubt. Es gibt jetzt schon die ersten Startups, die so Spotify und andere Plattformen fluten mit AI-generierten Podcasts.
07:31 Gavin Karlmeier
Ja, gibt es, ja, ja. Es gibt ein Startup, äh, oh, da haben wir hier drüber berichtet, in das noch irgendjemand ganz, ganz Stark investiert hat. Smudo von den fantastischen Fluchen. Man kann es nicht spaß, hat er nicht einloggen. Herr Scherz, er hat nicht investiert. Da hat irgendjemand investiert und ich glaube, der Plan war es, glaube ich, 500 Podcasts pro Minute zu starten oder so. Das war so der in deren Pitchpapier. Also es war ganz wild, ganz bezahl.
07:58 Dax Werner
Das macht sonst nur Mickey Beisenherz.
08:02 Gavin Karlmeier
Ja, guck mal, das ist doch der Content, für den du hier bist. Ist doch toll. Reddit ist aber total die gute Überleitung, denn das PEW-Institut, oder wie ich gerne, also nee, wie heißt das, Research Center. Piu! Piu-Piw! Sorry, Mann. hat zwischen dem 5. Februar und dem 18. Juni dieses Jahres 5022 Erwachsene in den USA interviewt und die Leute gefragt, was sie, wohin sie zu Ex gegangen sind und ob sie Ex noch nutzen. Und das Interessante ist, dass X bei denen nicht in den Top 3 der meistgenutzten Plattformen ist, was für die USA ein bemerkenswerter Wert ist Also, die meisten haben YouTube, Facebook und Instagram genannt. Aber das Pew Research Center sagt, dass Reddit und YouTube die stärksten Profiteure und TikTok die stärksten Profiteure von dieser Twitter-2-X-Verwandlung sind. Guck mal, da habe ich so ein ganz klassisches Haken-Dan-Thema hier für dich direkt zum Einstieg. Also, ich habe das hier auch schon mal erzählt, mir geht es ja auch so. Ich bin ja auch von die Zeit, die ich früher auf X verbracht habe, habe ich so gleichermaßen verteilt aufs Fiddiverse, auf Blueska und auf Reddit. Da verbringe ich ja wirklich recht viel Zeit und da bin ich offenbar nicht der Einzige. Also 26% der Befragten haben gesagt, dass sie Reddit regelmäßig nutzen. Vor vier Jahren waren das nur 18% der Befragten. Waren wahrscheinlich andere Befragte, aber trotzdem, die wissen wohl, was sie tun.
09:21 Dax Werner
Ja und die USA sind glaube ich somit das einzige Land, in dem der Social Media Konsum, also die StundenInnen auf Social Media. Noch steigen. Also in vielen anderen Teilen der Welt sinkt es eigentlich schon seit geraumer Zeit und dort steigt es aber noch. Habe ich jetzt auch gestern, glaube ich, noch gehört.
09:37 Gavin Karlmeier
Und auch interessant ist, dass auch WhatsApp wächst in den USA. Also im Moment nutzen nur 32 Prozent der Befragten die Plattform. Das ist halt nicht viel. In Deutschland sind wir wahrscheinlich bei 80, 85, 90. Ohne dass ich es weiß. Aber so geschätzt in den USA ist i-Message das Ding und das ist halt ein Riesenproblem, weil das halt diese Login-Effekte in die iOS-Welt und für Apple halt so extrem stark macht. Und auch das scheint offenbar etwas abzubauen, weil 2021 waren es nur 23%, die WhatsApp genutzt haben. Schon eine massive Änderung. Ja, jetzt hast du aber ja gerade gesagt, in den USA wächst die Zeit, die die Leute auf Social Media nutzen. In den USA ist es auch so, dass die Zeit, die die Leute auf X verbringen, vermutlich direkt maßgeblichen Einfluss auf ihre politische Bildung, aber auch auf ihre politische Haltung und Meinung hat. Und es gibt dazu eine Untersuchung der Stanford University. Die haben nämlich so ein Tool entwickelt, mit dem Leute die, also das Tool hast du als Browser-Plugin installiert. Und das hat nichts gemacht, außer die Reihenfolge der Tweets auf X zu verändern. Also es wurde nichts weggenommen, nichts Neues hinzugepackt, es wurde nichts bewertet Aber mit Hilfe von KI, da ist sie wieder, von einem KI-Sprachmodell, wurde der Feed in Echtzeit analysiert und dann anders umsortiert. Und dabei wurden die TeilnehmerInnen dieser Studie 1256, waren das. Wurden vorher und nachher gefragt zu ihren p politischen Inhalten. Und das Ergebnis ist, dass die Reihenfolge der Tweets offenbar einen direkten Einfluss darauf hat, wie sie über politisch Andersdenkende eingestellt sind, aber auch wie deren eigene politische Haltung ist. Also je weniger. . feindselige Inhalte Sie weiter oben sehen und je weniger antidemokratische Einstellungen Sie auf Ex erzählt gekriegt haben, umso weniger haben sie sich von dieser Meinung angenommen. Finde ich ein sehr interessantes Ergebnis, weil wir ja als so mündige MediennutzerInnen wahrscheinlich immer sagen würden, aber wir gucken uns anders, denken wir ja auch an. Und also mit Andersdenkende ist hier halt antidemokratische Einstellungen gemeint und Leute, die eigentlich demokratie zersetzend eher sich äußern, dass das Konsumieren davon alleine schon offenbar reicht, eine Veränderung in einem herbeizuführen. Also zum Positiveren, die Anordnung zu ändern. Wenn die Sachen weiter oben stehen, diese antidemokratischen Einstellungen und parteipolitische Feindseligkeit, wie hier im Text steht. Je weiter oben das steht, umso mehr haben Leute diese Meinung sozusagen auch übernommen.
12:04 Dax Werner
Das ist interessant. Das hätte ich nicht gedacht. Ich hätte jetzt gedacht, dass. Also, ihr habt ja bestimmt hier auch über diese Studie gesprochen oder vielleicht auch nicht. . . Es gab neulich diese Studie, das News, also dieses Reichelt, Frank-Gotthardt-Medium. Ja, noch nicht mal in den Top 100 der meistgenutzten Medien ist. Aber wenn ich in die Verlegenheit komme, X zu öffnen Habe ich halt ständig Julian Reichelt in meiner Timeline. Und von den Likes her, offenbar würde man denken, Meinungsführer. Und da, das ist halt auch so, das ist eins von einer Million Beispielen, nichts Neues, wo ich mir denke, Man könnte ja jetzt, selbst wenn man nicht sagen möchte, nicht bewerten möchte, ob das jetzt irgendwie eine politische Meinungspluralität abbildet, alleine schon welche welche Stimmen dort verstärkt werden und welche nicht, ist ja ne, ist dann schon verzerrt. Ist es schon verzerrt.
13:02 Gavin Karlmeier
Ja, und wir müssen davon ausgehen, dass das ja durchaus intendiert ist von der Plattform X, dass solche Positionen, wie die in Deutschland eben durch News eben auch stark nach vorne getragen werden, dass das gewünscht ist, dass Leute das viel angezeigt kriegen.
13:16 Dax Werner
Genau, und was ich halt jetzt dann im Zuge der BPB-Entscheidung zu sagen, wir bespielen X nicht mehr, da gab es ja auch eine riesen Kritikwelle. Habt ihr achso, können dann Dann lass uns gleich drüber sprechen.
13:29 Gavin Karlmeier
Geil, wie wir heute nur so mit Cliffhangern arbeiten. Da haben wir mal einen Medienprofi heute hier. Gleich reden wir noch über die BPB. Ich wollte nur dazu sagen, dass es natürlich für Deutschland nur so mittelmäßig gut adaptierbar ist, sagt zum Beispiel auch Philipp Lorenz Spreen vom Max-Planck-Institut. Der hat das eingeordnet und gesagt, allein schon, weil wir kein Zwei-Parteien-System haben und die Fremdgruppe und affektive Polarisierung. Für so ein Experiment nicht so einfach zu definieren wäre, ist das nicht so 1 zu 1 für Deutschland adaptierbar. Also es gibt bei uns nicht einfach nur zwei Lager und du entscheidest dich entweder dafür oder dagegen. Aber Trotzdem gibt es in Deutschland, also man versucht natürlich, solche Akteure wie News, aber auch wie die AfD, die versuchen natürlich sehr gezielt in diesen zwei Lagern zu arbeiten, indem man zum Beispiel sagt. Naja, es gibt die AfD und es gibt die sogenannten Altparteien. In dem Moment versuchst du genau diese zwei Lager eben zu bilden und dadurch funktioniert das Prinzip dann eben trotzdem wieder. Wenn alle zusammen ein Feind sind, dann versteht man plötzlich, wo man steht. Traurig eigentlich. Genau, du hast gerade gesagt, die BPB hat angekündigt, ihren X-Account stillzulegen. Sie haben gepostet, auf diesem Account posten wir keine Inhalte mehr. Schauen Sie gerne auf unserer Website bppb. vorbei oder folgen Sie auf uns auf Instagram, Facebook, LinkedIn, Blue Sky oder Mastodon. Die PPB ist die Bundeszentrale für politische Bildung, arbeiten auch extrem viel eben in dieser Themenwelt: Extremismus, Radikalisierung, vor allem Rechtsextremismus. und haben jetzt eben angekündigt, dass sie auf Ex offenbar nicht mehr so viel zu erwarten haben und sich deswegen von da zurückziehen und die stellvertretende CDU-Generalsekretärin Christina Stump Hat das kritisiert und sagt, diese Entscheidung sei nicht nachvollziehbar. Denn das Ziel der BPB müsste es sein, politische Bildung in die Breite zu tragen und es sei widersinnig, einen etablierten Kanal aufzugeben, während man gleichzeitig auf kleineren Plattformen verbleibt. Würde ich sagen, ist Social Media nicht so richtig gecheckt, liebe Frau Stumm, sorry.
15:20 Dax Werner
Ja, genau. Was heißt oder auch willlich nicht gecheckt, wo der Diskurs eigentlich ist. Ich fand nämlich im Zuge dessen nochmal interessant, ich habe es ja gerade schon angedeutet: es gab auf X, wie ich gelesen habe, auch extrem viel Kritik. daran, aber auch eine Kritik, die sich dumm stellt. Also von den Akteuren, wir können uns vorstellen, wer sich über diese Entscheidung beschwert hat und sozusagen als der BPB, als staatlich finanzierte, steuergeldfinanzierte Stelle dann unterstellt, sie würde da ihrer Pflicht nicht nachkommen, auf der großen Debattenplattform X stattzufinden. Und da fand ich jetzt nochmal interessant, das hatte dann nochmal Pferda Attermann. Die von der Antidiskriminierungsstelle des Bundes gepostet, die sind nämlich eigentlich schon vor zwei Jahren von X verschwunden und haben damals schon gesagt, X ist Einfach ein wörtlich Desinformationsnetzwerk geworden, dessen Eigentümer antisemitische, rassistische und populistische Inhalte verbreiten. Und da war der Diskurs vor zwei Jahren. Und dann finde ich es halt sehr, sehr scheinheilig. Wenn Sie die Entscheidung kritisieren, dann sollten wir zumindest uns darauf einigen, dass Dass das der Stand der Diskussion schon vor zwei Jahren war. Also es gibt gute Argumente dafür und man kann dann darüber reden, ob man das jetzt dann für hinreichend findet, so ein Entscheidungstreffen oder nicht. Aber man muss sich jetzt nicht blauäugig dummstellen und sagen, ja, sie käme hier irgendwie. ihrer Rolle als Debattenbeiträgerin nicht. Ich finde, das sind dann auch so Argumente und Anschuldigungen von X, die muss dann die BPB, das wäre meine Meinung, auch nicht mehr ernst nehmen.
16:58 Gavin Karlmeier
Da muss sie auch gar nicht drauf reagieren.
16:59 Dax Werner
Das disqualifiziert sich ihr selber.
17:01 Gavin Karlmeier
Hundertprozentig. Vor allem, weil ja, also das, wie die BPB eben arbeitet und berichtet, ja wahrscheinlich all diesen Leuten, die sich jetzt. . einfach nur das Argument suchen, ich will was haben, worüber ich mich beschwere, falsche Verwendung von Steuermitteln und so. Die Leute regen sich ja über die Inhalte der BPB vermutlich ähnlich auf, wenn sie die denn kennen.
17:20 Dax Werner
Ich denke, sie kennen sie auch gar nicht, und die BPB hat sich auch zuletzt überhaupt nicht mehr die ist ja überhaupt nicht als Akteur in den Debatten aufgetreten. Das ist ja jetzt nicht so, als hätte die BPB schon vier, fünfmal im Zentrum von irgendwelchen Schütztorms gestanden, weil sie da. irgendwie extrem gegen bestimmte Positionen gewittert hätte. Überhaupt nicht. Das ist gar nicht der Fall. Ich finde aber andererseits finde ich es total interessant. dieses Steuerargument, das da von Teilen kam, die gesagt haben, als steuerfinanzierte Regierungsstelle muss sie hier bei uns. Klammer auf, in diesem SIFloch, der ich, Otto und ich, Klammer zu mit uns diskutieren. Ich würde sagen, andersrum wird ein Schuh draus. Als ich finde es gut, wenn da kein Steuergeld mehr in die redaktionelle Betreuung von der BPB-Seite auf X fließt. So, weil das eh vertanes Geld ist. Und ich finde, von links müsste dieses Argument eigentlich auch öfter mal kommen. Dass man sagt, ja, ich finde es gut, dass ihr da zumindest kein Geld mehr reinsteckt. Aber das ist natürlich eine extreme, das ist so eine rechte Argumentation. Oder was ist ja recht?
18:24 Gavin Karlmeier
Du weißt, was ich meine?
18:25 Dax Werner
Das ist jetzt von einer gewissen Seite Und wir können uns das Argument auch zu eigen machen und das umdrehen.
18:31 Gavin Karlmeier
Finde ich, verstehe ich zu 100 Prozent. Ich finde, das Argument ist auch deswegen so ein Strommann-Argument, weil Also mal angenommen, X wäre nicht von Elon Musk gekauft worden, sondern von Heidi Reicheneck. Und die BPB hätte jetzt gesagt, sie zieht sich dort zurück, weil der Diskurs sich in eine Richtung verschoben hätte. Nur mal so rein theoretisch. dann hätten die Leute sich ja nicht darüber beschwert, sondern hätten sich darüber beschwert, wenn die Steuermittel verwendet werden, um eine Drittplattform mit Inhalten auszustellen. Und die Diskussion. Fürst du in öffentlich-rechtlichen Rundfunkhäusern seit zehn Jahren, mehr, 15 Jahren, nämlich die Frage: Sind Beitragsgelder, ist der Rundfunkbeitrag eigentlich gut investiert, wenn wir Geld dafür ausgeben, dass wir Inhalte erstellen? . die auf Drittplattformen stattfinden, die damit wiederum Geld verdienen, ja oder nein. Auch da wird die Debatte immer heiß geführt und scharf geführt. Das Ergebnis ist da, dass man immer sagt, wir gehen dahin, wo die Leute sind. Ein Argument, das auf X mittlerweile auch nicht mehr greift. Also, und wahrscheinlich auch auf Twitter eigentlich nie hätte gelten dürfen, ehrlicherweise. Ja, ja, genau. Ja. Apropos sich zurückziehen von Plattform, die Stadt Mainz. Also es fühlt sich wie eine kleine Geschichte an, aber ich habe so ein bisschen, ich habe da so ein Gefühl und ich bin mal gespannt, wie es dir geht. Die Stadt Mainz hat angekündigt, dass sie ihren Mastodon-Account dicht machen. Sie haben geschrieben, liebe UserInnen, innerhalb der nächsten sieben Tage werden wir uns von Mastodon verabschieden. Ihr findet uns bei Instagram, Threads und Facebook. Und. Ja, ich lasse das jetzt erstmal so da stehen und wollte mal so fühlen, wo so dein Wasserstand ist bei dem Thema. Ich habe da so zwei Einschätzungen und ich glaube, die werden Leuten nicht unbedingt gefallen, die Einschätzung.
20:06 Dax Werner
Ja, aber es ist natürlich charmant, dass du mir hier den Vortritt setzt. Du kannst ja auch denken, in welche Richtung meine Antwort schwenkt. Oder ich will es mal so sagen. Es gibt sozusagen eine theoretisch ideale Welt, die ich toll finde und da gibt es aber auch die Realität. Und in der Realität ist es so, dass ich halt Mastodon einfach nicht viel nutze, einfach weil das da nie zu dieser kritischen Masse an UserInnen so in meiner Bubble kam oder gekommen ist, dass ich das Gefühl habe, ich muss da jetzt jeden Tag drauf auf diese Plattform. Und ich gebe es auch ganz offen, das sage ich jetzt nicht nur so, ich habe auch hin und wieder schlechtes Gewissen, dass ich da diese Plattform so ein bisschen vernachlässige. Ähm, ich finde halt diese ganze Idee, das machen ja manche auch, also einfach Inhalte auf diese Plattform spiegeln, finde ich halt Quatsch. So, weil ich finde so jede Plattform Muss auch so anders bespielt werden. Das gilt im Kleinen zwischen Mastodon und Blue Sky, wie im Großen, zwischen Instagram und meinetwegen LinkedIn oder so. So. Aber ich finde es schade, aber ich Ich verstehe es auch auf eine Weise, weil wir es noch nicht geschafft haben, glaube ich, Mastodon zugänglich zu machen. Und da hatten wir jetzt eigentlich auch ein paar Jahre Zeit.
21:21 Gavin Karlmeier
Und man muss dazu sagen, dass du ja einer der großen Kämpfer für Switiverse warst, als wir die erste Twitter Exitwelle in Deutschland hatten. Also du hast ja schon Du hast ja schon versucht, muss man sagen. Das lieb zu werden.
21:32 Dax Werner
Ja, also ich habe auf jeden Fall versucht, ein bisschen so mit auf der Werbetrommel mit anderen so zu rühren. Das auf jeden Fall. Aber ich habe dann auch in meinem Wenn die Zeit ist nun mal begrenzt, die man hat, irgendwie. Wenn man und man versucht ja dann auch das effizient zu nutzen und ein paar Leute zu erreichen und dann aber auch nicht auf den Plattformen zu sein, die man selber vielleicht auch einfach nicht cool findet. dazu gehört X, dazu gehört bei mir jetzt auch TikTok, so ich weiß, das ist einfach, check ich nicht so richtig. Und dann bleiben nur ein paar Plattformen und etwas wenig Zeit und das ist halt Aus dieser Gemengelage versucht man dann, Leute zu erreichen mit den Sachen, die einem gerade wichtig sind. So ist es bei mir.
22:08 Gavin Karlmeier
Und das Bubble-Argument verstehe ich in dem Zusammenhang richtig gut.
22:12 Dax Werner
Genau. Und was ich aber schade finde, ist dann selbst, dass ähnliche Meldungen hatte ich nämlich jetzt auch letzte Woche gelesen, die Stadt Wuppertal zieht sich von Bluesky zurück.
22:21 Gavin Karlmeier
Stimmt, auch das ist passiert.
22:23 Dax Werner
Und da fand ich, ich habe auch, ich hätte das irgendwo gelesen, ich kann es gerade nicht wiedergeben, sorry, aber das hatte jemand drüber kommentiert und das fand ich 100% das richtige Argument. Ich kann mir mich sehr gut vorstellen, wie diese Entscheidungen in der Stadt Wuppertal oder bei Mainz getroffen worden sind. Die schauen dann nur auf die Zahlen, wie viel erreichen wir, und dann sehen die vielleicht bei ihren Postings, das haben nochmal drei geliked und darauf vielleicht mal niemand. Wir erreichen niemanden, steht dann am Ende der PowerPoint. Und ich glaube, das ist halt der große Fehler, weil du brauchst eben Leute, die auch ein Gefühl für die Plattform haben, die auch ein bisschen wissen, wie die funktioniert, wie so ein Community Management dort aussieht. Und du kannst eben nicht einfach nur irgendwelche Links auf deine Stadtseite, auf deine Stadtnews-Artikel reinposten und hoffen, dass da jetzt der große die große Reichweite kommt, du brauchst halt auch für Blues keine Strategie und auch für Mastodon letztlich.
23:12 Gavin Karlmeier
Ja, und wenn du dir anguckst, wie zum Beispiel die Stadt Oberhausen auf Threads unterwegs ist die total verstanden hat, wie dieser, man muss das nicht mögen, aber man kann das zumindest gutieren, dass die verstanden haben, wie Brands sich auf Threads gerade irgendwie. . bewegen und was sie dort tun und orientieren sich da eher so an wirtschaftlichen, wirtschaftlich orientierten Bewerbern wie dieser großen Discounter-Kette, die sich angeblich lohnt, Lidl, oder eben bei der Dr. Oetkerpizza oder was weiß ich. Dann glaube ich, ist das ein cleverer Weg, ist aber eben auch genau dieses, ich habe das Spiel verstanden und spiele es dann entsprechend mit. Und das gehörte in Social Media ja immer dazu, dass du, und du tut es bis heute, du musst es nicht mitspielen, aber wenn du es mitspielst, musst du zumindest die Regeln kennen. Und ich finde es auf der anderen Seite aber auch legitim. Ich bin da so ein bisschen zwiegespalten und da komme ich jetzt zu dieser These oder Meinung. Vorsicht, Meinung. Auf der einen Seite kann ich verstehen, wenn man sagt, okay, hier haben wir null Likes, hier haben wir drei Likes, wir haben kaum Zeit. Alle kämpfen gerade mit Ressourcen, alle haben irgendwie keine Kohle. Vor allem in unserem Social Media Bereich merken wir, glaube ich, relativ stark, wie schwierig im Moment die wirtschaftliche Lage ist. Und das betrifft halt auch eine Stadt Mainz, glaube ich, weil, naja, da fehlt dann halt öfter mal das Geld einfach. Heißt, auch die haben nur begrenzt Zeit und müssen sich halt genau überlegen, wo bekommen wir diesem Auftrag, die Bevölkerung zu informieren, eigentlich am nächsten. Und wenn Sie dann feststellen, okay, hier bei Mastodon ist das nicht der Fall oder Fiddiverse generell, dann kann ich schon verstehen, dass die Entscheidung fällt, na, das lassen wir jetzt, dafür machen wir auf Instagram mal eine Story mehr, weil damit erreichen wir halt fünfmal so viele oder zehnmal so viele sogar. Kann ich erstmal verstehen. Finde ich nicht ganz verkehrt. Trotzdem ist das Dilemma natürlich, dass die Entscheidung für Mastodon vermutlich keine Reichweiten optimierte war, dass man nicht gesagt hat. da holen wir jetzt die ganzen Leute rein. Sondern die Entscheidung für Mastodon war, wie bei so vielen am Anfang, und dazu, darüber zu veröffentlichen und ins Video-Würs zu gehen, war ja auch eine idealistische, weil man geglaubt hat. Oder glaubt auch immer noch, und viele tun das ja, es muss auch eine nicht kapitalorientierte Alternative geben. Wir müssen auch die Möglichkeit haben, über einen Weg zu kommunizieren, der nicht die Website ist. weil da musst du dich direkt in, da muss man zu einem Kollegen gehen, der Type 3 versteht, das wollen wir alles nicht. Sondern wir wollen irgendwie einen schnellen, unmittelbaren Weg haben, um einfach schnell irgendwie was in die Welt zu schmeißen. Und dafür ist es dann tatsächlich eine sehr ärgerliche Ankündigung, dass sie das eben dann nicht mehr machen.
25:43 Dax Werner
Ja, genau. Ich glaube, jetzt in diesen beiden Beispielen, da schlägt so ein bisschen das Argument wahrscheinlich Dass man sagt, okay, das muss irgendwie finanziert werden. Wir brauchen nur irgendwen, der dafür Zeit hat, der das versteht und machen möchte. Es braucht irgendwie eine Idee, wie ma wie also ich wüsste jetzt gar nicht auf Anhieb, was ich in einer Stadt raten würde, die einen Mastodon-Account einrichtet und wie würde ich die beraten, wenn ich das nicht mehr so gut mache.
26:01 Gavin Karlmeier
Gut, dafür gibt es einen Stadtrat.
26:04 Dax Werner
Genau. Aber ich glaube, ich glaube halt. Alles gut. Was ich jetzt eben gesagt habe, hat aber nichts damit zu tun, dass ich nicht zu 1000 Prozent davon überzeugt bin, dass wir trotzdem das Fedivers stärken müssen auf lange Sicht. Ich glaube, selbst Blue Sky ist letztlich kein sicherer Hafen auf Ewigkeit. Da braucht es auch nur ein paar, zwei, drei schlechte Entscheidungen, und dann stehen wir eigentlich vor einem ähnlichen Problem. Wie bei X. Es ist jetzt sehr unpopulär, was ich sage. Und vielleicht auch gerade ein bisschen braucht man ein bisschen Fantasie, um sich das vorzustellen. Aber ich glaube, dass wir alle miteinander, ob das Städte sind oder einzelne Menschen wie wir Wir müssen schauen, dass wir trotzdem dieses Fediverse mitdenken und da einen sicheren Hafen haben. Weil es kann halt passieren, dass uns die anderen Plattformen um die Ohren fliegen, dass sie noch mehr moderiert werden. Werden, dass du ohne Grund blockiert und rausgeworfen wirst. Das kann alles passieren. Und dann wären wir froh, wenn wir das Fediverse haben.
27:03 Gavin Karlmeier
Definitiv, das ist so. Und ich glaube auch, und da würde ich mitgehen, ich glaube, Bluskay ist eine Brückentechnologie. Das E-Fuel der Swusch. Ich glaube, wir werden die große Fidiverse-Welle, die liegt noch vor uns. Ich glaube, das kommt. Ich glaube, ehrlich gesagt, auch ohne Ironie, glaube ich, dass das noch, die Zeit wird noch kommen, liebe Freunde. Wir sind überzeugt. Guck mal, wir starten. Richtig optimistisch in den Advent.
27:28 Dax Werner
Ich sage das natürlich auch deswegen, weil ich wirklich Angst habe vor vielen wütenden Mills aus dem Feliverse, aber auch weil ich dran glaube.
27:36 Gavin Karlmeier
Weil du weißt, wer das ja alles hört.
27:38 Dax Werner
Ich weiß, wer jetzt zuhört, genau.
27:39 Gavin Karlmeier
Und übrigens euch, der macht. Der Bastodon-Gründer, der war im Interview mit koywolf. com, das ist John Henshaw und der hat ihn gefragt, wie das eigentlich so ist mit dieser Threads-Integration ins Fiddiverse. Und warum das alles nicht geklappt hat. Und der hat das ganz interessant aus seiner Perspektive mal betrachtet. Also wir erinnern uns, Threads, als sie gestartet sind, hatten angekündigt, dass sie eine vollumfängliche Fediverse-Integration haben sollen, dass also Meta ein Kurznachrichtendienst in die Welt wirft, die Welt damit bereichert, aber eben nicht nur die eigene Welt, sondern das Ganze für die Versum direkt mitbereichern möchte und jeder die Möglichkeit hat, darüber sozusagen mit allen Leuten in Kontakt zu treten. Und Eugen Rochko war eigentlich, also der Interviewer sagt, ich war ziemlich begeistert und hat die Frage noch ein bisschen ausgeführt und hat gesagt, viele meiner Bekannten sagten, das wird nie funktionieren, die werden das verbasseln. Aber ich dachte, diesmal wird es wirklich klappen. Und Eugen Rochko sagt, genau so würde ich das auch formulieren. Es ist, als hätte Cambridge Analytica ihnen geschadet. Also er sagt, es war wohl so, dass viele Leute aus der Rechtsabteilung. viele Dinge eingeschränkt haben, die die fair diverse Integration von Threads so vorgesehen haben, wie das geplant war, eben aus Angst, dass du zum Beispiel über diesen Weg viele NutzerInnen-Daten von Threads abziehen könntest. . Was? möglicherweise eine berechtigte Sorge ist. An dem Punkt. Aber er sagt auch, das gesamte Konzept, eine Föderation hinter einer zusätzlichen Opt-in-Funktion zu haben, von der Leute nicht einmal wissen. ist nicht hilfreich und es gibt ein paar Details, die so sorgfältig ausgearbeitet sind, dass sie schon befremdlich wirken, wie das Power-Up, das alle 30 Tage erscheint und NutzerInnen fragt, ob sie weiterhin das Fiddiverse-Sharing nutzen können. möchten. Als ob man sagen würde, mein Gott, als ob ich das nicht wüsste, hör damit auf. Wir packen das mal in die Shownals. Das ist generell ein ganz sympathisches, interessantes Interview, das noch so ein paar Einblicke gibt. Er wurde auch gefragt, ob er glaubt, und da sind wir bei meiner Brückentechnologiethese, die mir jetzt direkt um die Ohren fliegt, er wurde nämlich gefragt, ob er sich eine Fusion zwischen ActivityPub, also dem Protokoll von Mastodon, und AT-Protokoll, also dem Protokoll von Blue Sky vorstellen könnte. Da sagt er, ich glaube nicht, dass es passieren wird. Ich denke nicht, dass es da viel zu fusionieren gibt. Was Protokolle angeht, hat AT Proto meiner Meinung nach sehr klare Vorstellungen davon, wie Dinge funktionieren. Und es gibt nicht viel Spielraum, um es anders zu gestalten. ActivityPub aber ist sehr flexibel. Also er sagt, wir sind geiler. Und die sollen gehen. Hast du ihn eigentlich schon mal hier im Interview gehabt? Nee, er hat auch noch nie auf meine Mails geantwortet.
30:03 Dax Werner
Und glaubt mir, es gab zahlreiche. Also, wenn ihr das hier hört, würde ich das auch nochmal unterstreichen. Eigentlich muss er mal hier in Haken dran rein.
30:11 Gavin Karlmeier
Ja, bringt Eugen Rochko her. Unser Kollege Simon Pücher, der Analysen für DWDL schreibt. Der hat sich mal angeschaut, wie eigentlich du hast eben das Portal schon mal genannt, News, das Kampfportal von Julian Reichert und Frank Gotthard. Ich glaube, so kann man das ohne Probleme nennen. Das differenzierte Meinungsportal. Von denen es um Ugly Christmas Sweater gibt. Von News. Aber ohne das Gesicht von Julian Reichelt. Oh, war das schon Justizabel, dass ich das gesagt habe?
30:45 Dax Werner
Ich glaube, du hast einfach nur die Tatsachen beschrieben.
30:48 Gavin Karlmeier
Der hat eine Analyse veröffentlicht, wie News eigentlich arbeitet, damit sie noch Reichweite auf TikTok bekommen. Weil das Interessante ist. dass sowohl News als auch der Zeitaccount Stimme der Mehrheit unterstrich, dass die beide sozusagen geschadowband sind. Also die werden von der For You-Page so sozusagen gar nicht ausgespielt. Es gibt keine Möglichkeit, algorithmisch diese Inhalte irgendwie noch durchzudrücken, weil TikTok auf mal die Entscheidung getroffen hat, diese Inhalte. . sind nicht förderlich für eine gute Gesellschaft, würde ich jetzt mal so da rein interpretieren. Also die werden nicht ausgespielt, sind geschütterband Good for us. Aber sie haben eine neue Strategie entwickelt und die ist interessant, weil Simon Pücher in seiner Analyse auch zu dem Punkt kommt, dass das eine Strategie ist, von der er glaubt, dass die Schule machen wird, auch außerhalb des rechten Kampfes. Journalis Journalismus. Ich habe wieder Anführungsstriche in die Luft gemalt. Und zwar ist die Strategie von News jetzt so, dass sie eigene Accounts für die JournalistInnen, äh, für die. Ne, falsch für die Hosts haben. So muss man es, glaube ich, sagen. Julius Böhm, Helena Gebhardt, Ralf Schuler. Das ist der Trommler, den kennt man. Drumhead Berlin. Die haben jetzt eigene Accounts mit ihrem Namen, über die dieselben Inhalte publiziert werden, wie sie auch auf dem News-Account veröffentlicht werden. Dort haben sie aber deutlich mehr sicher. weil diese Accounts eben nicht geschadowband sind. Gleichzeitig aber, und das ist interessant, haben diese Accounts einerseits kein Impressum, was die Frage stellt, okay, ist vielleicht doch ein Privataccount, wenn es kein Impressum gibt. Wenn es da kein Impressum gibt. Wieso produziert denn dann News eigentlich als Unternehmen für Sie die Inhalte? Ist das denn so eigentlich in Ordnung oder ist das ein Verstoß gegen möglicherweise irgendwelche Medienstaatsverträge? Aber ich finde diese Beobachtung, dass News damit versucht, sozusagen aus dieser Chimere, die sie da aufbauen, zwischen privat und gewerblich oder wie auch immer man das nennen soll, dass sie damit versuchen, irgendwie auf dem Rücken der Leute, die dort arbeiten und damit sowieso für die nächsten zehn Jahre in journalistischen Medien eher Schwierigkeiten haben werden, dass News sozusagen sagt, ne, wir können nichts machen, wir brauchen euch. Und die spannende Frage, die ich aber noch damit dranhängen möchte, ist, wie viel Kann Ralf Schuler selber über seinen Account verfügen? Kriegt er die Videos einfach geschickt, haben die den Account. Genau, kennt er das Passwort von seinem Account? Und warum ist es. Smar Drum.
33:17 Dax Werner
Und ich würde noch eine Frage dranhängen. Wieso haben Sie, also wie lange dauert es, bis Sie Waldemar Hartmann überredet haben, einen Account auf TikTok einzurichten? Oder dass sie für ihn einen einrichten dürfen. Oder für ihn. Ich finde, also bei DWDL liest es sich ja ein bisschen so, als sei das jetzt so eine Art Best Practice, auch für andere Medien. Und das war der Unterschied zu anderen Medien. Wenn man sich einigermaßen am Riemen hält, dann wird man verhältnismäßig wenig geschadowband, auch von TikTok.
33:48 Gavin Karlmeier
Vor allem bei TikTok, ehrlicherweise.
33:50 Dax Werner
Es ist ein Problem, sag ich mal, für Leute, für Medienhäuser, die ein bisschen Probleme damit haben. irgendwie bei ähm ähm äh Beiträge machen, die irgendwo im demokratischen Spektrum spielen. Nun, das ist natürlich, ich hatte auch verschiedene Falltüren. Eine Falltür ist, dass TikTok natürlich auch nicht darüber entscheiden kann, was nun, was nun in in the field ist und was out out of it ist. Ich finde es auch irgendwie witzig, dass die da so hinterher sind, weil sie bei anderen Sachen wiederum sehr viel weniger hinterher sind. Aber da sind sie hinterher. Und dass aber zu guter Letzt dieser Trick funktioniert, dass sie einfach einen neuen Account aufmachen, der ganz offensichtlich News, Inhalte produziert und publiziert. Ich würde meinen, dass die TikTok-Technologie in 2025 soweit ist, das automatisch zu erkennen. Aber offenbar, ich vermute mal, dass es dann auch intern bei denen ein paar Hürden gibt. Bis du wirklich so einen fortwährenden Shadow-Ban durch hast. Und das wird nicht von heute auf morgen passieren. Ich glaube aber, dass das perspektivisch mit allen Accounts passieren wird.
34:54 Gavin Karlmeier
Von denen. Ja, das ist doch hundertprozentig. Auf jeden Fall wird das auch. Es ist auch jetzt für Nius erstmal eine Brückentechnologie. Simon Pücher fragt übrigens noch, ob wenn diese Accounts, jetzt diese privaten Accounts, Videos veröffentlichen, in denen nicht publizistische Inhalte von ihnen zu sehen sind, ob sie dann nicht sogar als Werbung markiert werden müssen. und ob sie damit nicht sogar noch einen weiteren Verstoß provozieren.
35:18 Dax Werner
Ich finde, da sollte auf jeden Fall mal ein Anwalt nachfragen.
35:20 Gavin Karlmeier
Würde ich auch mal einschätzen. Du hast natürlich recht, also das ist nicht. Ein Problem, dass alle Medienhäuser haben, aber ein Punkt steckt da trotzdem drin, den man, glaube ich, mitdenken kann nämlich den Mut, den News da mehr so mehr so aus Not sozusagen aufbringen muss, aber diesen Mut von Medienhäusern Ja, es ist so schwierig, das zusammenzufassen mit klassischen Medienhäusern, die Journalismus machen. Aber also ich verstehe deinen Punkt. Aber ich versuch's mal zu abstrahieren. Den Mut zu haben, als Medienhaus zu sagen, wir haben hier Gesichter, wir haben hier Namen, an die wir so glauben, dass wir sie sch stärken wollen und dass wir auch damit einverstanden sind, dass sie unter ihrem Namen Inhalte veröffentlichen, die eigentlich bei uns im Haus produziert wurden, weil wir nicht glauben, dass der bei der ersten besten DM kündigt und sich zum Influencer macht, diesen Mut zu haben, Ich glaube, das würde vielen, vielen Medienmarken ganz gut tun. Also wenn ich mir überlege, wie, es gibt ja so ein paar, also so ein Markus Feldenkirchen zum Beispiel, der ja so aus dem Spiegeldunstkreis hier eigentlich kommt. Der konnte sich ja durchaus als Marke etablieren und hat es aber trotzdem geschafft, dass ich jetzt gerade gesagt habe, Markus Feldenkirchen und Spiegel hintereinander. Also ich glaube, den Mut dazu, solche Die CreatorInnen im eigenen Haus zu stärken, würde am Ende auch zu mehr Sichtbarkeit in Social Media führen, denn Menschen folgen Menschen und nicht Marken.
36:41 Dax Werner
Ja, absolut. Ich glaube, das funktioniert auch noch für Robin Alexander, für die Robin. Ronsheimer. Ronsheimer in der Podcast-Welt Robin Alexander, das muss man mal sagen, funktioniert, hat es vor allen Dingen auch zu einer eigenen Medienmarke geschafft, mit Hilfe der Öffentlich-Rechtlichen.
36:58 Gavin Karlmeier
Ja, weil er ein guter Gast, glaube ich, auch einfach ist.
37:01 Dax Werner
Er ist ein extrem guter Gast, der Dinge einordnet. Er steht natürlich auch irgendwo politisch, er ist jetzt nicht im luftleeren Raum unterwegs. Und aber ich will nur auf die leichte Paradoxie hinaus, dass sich ein Weltjournalist natürlich mit Hilfe der öffentlich-rechtlichen zu einer Medienmarke gemausert hat. Das wäre jetzt so meine heiße Theorie zu auch Robin Alexander. Und wo wir bei den Öffentlich-Rechtlichen sind, ich glaube, es wird dann schon, wenn du jetzt irgendwelche Leute hast, die bei den öffentlich-rechtlichen Vertrag sind, das wird direkt wieder viel komplizierter, wenn die sozusagen, weiß ich nicht, Gavin Karlmeyer für den SWR wenn du da plötzlich SWR-Hinhalte postest. Vielleicht funktioniert das, vielleicht nicht.
37:41 Gavin Karlmeier
Aber ich kann mir vorstellen, dass es kompliziert wird. Das ist definitiv kompliziert. Es gab da, glaube ich, so Präzedenzfälle in der Vergangenheit, ist es aber zweifelsohne kompliziert. Aber trotzdem muss man dazu sagen, dass es ja durchaus auch öffentlich-rechtliche Marken gibt, die zum Beispiel mit ihrem Namen in die Öffentlichkeit treten, einen eigenen Account haben, mit dem sie sehr reichweiten stark sind. Und eigentlich müssten viele, viele andere öffentlich-rechtliche Häuser davon eher lernen und sich trauen, die eigenen Talente mal so ein bisschen größer zu denken. Und das, finde ich, haben sie häufig in der Vergangenheit eher stark verschlafen.
38:12 Dax Werner
Okay, das wäre dann das Positive, was man aus dieser DWDL-Nahrricht eigentlich ziehen kann. Ja, okay. Ich glaube, ich habe jetzt seinen Punkt nach fünf Minuten verstanden.
38:23 Gavin Karlmeier
Ich will ja was Positives daraus ziehen. Aber ich schrieb mir zu, Ralf Schuler ist auf dem besten Weg zum Shadowband. Nein.
38:31 Dax Werner
Vielleicht kann er das mixen mit so ein paar so Gitarrenschlagzeug-Tutorials.
38:39 Gavin Karlmeier
Wir müssen leider ein bisschen über mentale Gesundheit sprechen. Nicht leider, aber es ist ein Thema, das mit dem Leute nicht so richtig gut gut können und ich habe auch gleich direkt danach im Anschluss eine Meldung, zu der wir auch direkt nochmal eine Content-Warnung aussprechen. Ihr findet, sage ich direkt dazu. In den Shownotes Kapitelmarken. Also solltet ihr das Thema Depressionen im Allgemeinen nicht gut hören können oder das Thema danach, ich werde es nochmal ankündigen, findet ihr in den Kapitelmarken die Timecodes, wann es mit dem nächsten Thema weitergeht. Und zwar gibt es. das Deutschlandbarometer Depression. Und nach diesem Deutschlandbarometer Depression hat schon jeder zweite Erwachsene und jede zweite Erwachsene in Deutschland Informationen über Depression online recherchiert. Das ist erstmal, glaube ich, noch nicht so stark überraschend. Interessant ist aber die Frage, wie es eigentlich wenn Leute Inhalte über Depressionen in sozialen Medien sehen. Und eine spannende Frage, die eben in diesem Barometer eben drin stand, war. Wie fühlen sich Depressive mit medizinischer Diagnose, also Leute, die von Außenstehenden auch mit einer Depression diagnostiziert wurden, nach dem Konsum von Inhalten zum Thema Depression? . . Und das ist interessant, also das finde ich tatsächlich ganz spannend. Vierzehn, sieben Prozent fühlen sich danach meist schlechter 12,9% fühlen sich danach meist besser und 72,5 Prozent fühlen keins von beiden, sie fühlen keinen Unterschied. Und wie hättest du das eingeschätzt?
40:06 Dax Werner
Ganz schwierige Frage, ehrlich gesagt, weil ich Ich sehe solche Inhalte auch. Ich suche die jetzt selten gezielt. Die tauchen eher so auf in meiner Timeline, vor allen Dingen bei Instagram. Ich finde, da ist aber auch tatsächlich viel Hilfreiches dabei, also Sachen, dass man macht, also Sachen lernt, die man vorher nicht wusste. Aber wie das jetzt auf Menschen die unter dieser Krankheit jetzt akut gerade leiden wirkt, da hätte ich jetzt auch keine Vermutung vorher gehabt. Also ob das jetzt viel oder wenig sind, das kann ich dir kann ich dir gar nicht sagen.
40:45 Gavin Karlmeier
Was ich, glaube ich, aber so ein bisschen hoffnungsschöpfend empfunden habe, ist, dass 17 Prozent der Befragten aber gesagt haben, dass sie da durch solche Inhalte auch schon mal motiviert worden seien, sich professioneller Hilfe. zu suchen. Also die 17% von denen, die es als hilfreich empfunden haben, heißt also 17% von 15% knapp. Das sind jetzt nicht super viele, aber. . Einer reicht. . Wenn nur eine Person, die mit sich alleine ist, diesen Inhalt sieht und denkt, ich rufe jetzt morgen einfach mal die Liste ab und versuche irgendwie einen Therapieplatz zu finden. Dann bringt das was. Und ich finde, dass das eher eigentlich was Positives am Ende ist.
41:23 Dax Werner
Ja, natürlich. Auf jeden Fall. Auf jeden Fall. Also alles, was sozusagen Awareness und auch Informationsvermittlungen ist bei dem Thema, aber auch bei ähnlichen Themen. Es ist natürlich immer so ein bisschen, ich muss an diese an diese vielen, vielleicht bekommst du die auch ausgespielt vom Algorithmus Inhalte zum Thema ADHS. Na klar. Und da hat sich inzwischen auch so eine richtig gehende kleine Bubble gebildet von Content CreatorInnen, die aber offenbar mitunter auch einfach mal Quatsch verzapfen, einfach weil es jetzt nicht reglementiert ist. Und das finde ich dann ja, ich glaube, das kauft man einfach mit Social Media tatsächlich mit ein, weil es gibt ja auch große selbstregulatorische Effekte dann in Netzwerken. Also dann dann kommen eben Leute in die Kommentare und sagen so und so müsstest du aber eigentlich ein bisschen anders beschreiben und so weiter. Auch, aber es hilft zum, ich finde dann im Großen und Ganzen hilft das, einfach mehr auch Awareness für das Thema zu haben. Voll.
42:23 Gavin Karlmeier
Und ich finde, und das nämlich genau, ich wollte auch auf dieses AD. Klammer auf H, Klammer zu S-Thema kommen, weil man wird so schnell zynisch, wenn du so viele dieser Inhalte siehst und dann siehst du irgendjemanden in deiner Story, der über seine eigene oder ihre eigene Diagnose spricht. sprich, der du folgst dieser Person. Und dann denkst du, ja, na klar, du jetzt auch, oder warum müssen wir da alle öffentlich drüber sprechen? Und ich finde, dass man diesen Zynismus hier ganz gut nochmal Reality checken kann und sagen kann, naja, weil darüber sprechen ist halt Offensichtlich was Gutes. Es hilft offenbar. Vielleicht nicht allen. Und vielleicht gibt es Leute, die können mit diesen Inhalten auch nichts anfangen oder finden das auch doof oder können damit auch nicht gut umgehen. Aber wenn auch nur einer Person damit geholfen ist. finde ich, ist das ein Preis, den wir wahrscheinlich zahlen können zu ertragen, wenn Leute um uns herum vielleicht auch über solche Themen privat sprechen. Wobei man auch dazu sagen muss, man muss natürlich eine gewisse Motivation und Veranlagung mitbringen, Bock zu haben, so eine Diagnose öffentlich zu machen.
43:17 Dax Werner
Ja, ich meine, es muss ja nicht immer sozusagen dieser Schritt jetzt auch sein, wenn einem als Betroffener oder Betroffener das auch nicht taugt, muss, man muss damit, glaube ich, nicht an die Öffentlichkeit. kann auch auf andere Art und Weisen vielleicht, wenn man denn da Kapazitäten für hat, zu dazu beitragen. Ich finde vor allen Dingen jetzt auch im Kontext nochmal davon, dass extrem viele Menschen, die offenbar die LLMs und ChatGPT, die wir eingangs hatten, auch zum Beispiel als Therapeuten oder so nutzen. Was super gefährlich ist, aus Gründen, die ihr euch vorstellen könnt, die hier vielleicht auch schon mal Thema waren.
43:51 Gavin Karlmeier
Gleich leider auch nochmal werden müssen.
43:53 Dax Werner
Äh, umso wichtiger es ist halt die rar gesäten Stellen oder es gibt einfach zu wenig Therapieplätze, das ist einfach das. Problem. Aber alleine schon darauf hinzuweisen, dass es zu wenig gibt und dass sozusagen ein Bewusstsein, auch ein, also gesellschaftliches Bewusstsein mehr verankert wird, damit daraus irgendwann eine politische Forderung wird, die immer umgesetzt wird. Dafür hilft es natürlich auch. Es hilft auf verschiedenen Wegen, wenn das thematisiert wird. Also ich habe da gar keinen Zynismus bei diesen Themen, ehrlich gesagt.
44:24 Gavin Karlmeier
Ja, ich habe das wie gesagt schon mal so beobachtet, dass man so ein leichtes Augenrollen an sich selber feststellt, wenn du diese Inhalte siehst. Und das vielleicht gibt es anderen auch so. Also lasst die Augen, wo sie sind, Leute. Übrigens, die selbstregulatorische, es gibt halt auch wahnsinnig viel, ich habe das glaube ich schon mal hier erzählt, ich wollte es nur nochmal sagen. Es gibt halt extrem viele Leute, das ist glaube ich Desinformationen, wären zu großes Wort, die einfach lügen, zum Thema Ernährung. bei in Social Media, ne, die dir wahnsinnig viele Tipps geben, was du wie du dein Wasser trinken sollst und wie du, was du alles für Leinsamen nicht essen darfst und keine Pflanzen und bla bla bla. Und es gibt diesen Account Alexicon, habe ich ja schon mal erzählt, der muss fairerweise dazu sagen, Disclaimer, selber Geld mit dem Verkauf von Supplements verdient. Aber der eben offensichtlich Ahnung hat und diese ganzen Videos, alle die bangt, der rein, der ist wirklich sehr fleißig, der macht, glaube ich, ein Video am Tag. Aber ich will das nochmal, schaut euch das mal an. Ich finde das wirklich ganz, ganz faszinierend mit welcher stoischen Ruhe, teilweise auch aber vom Glauben abfallendem Lachen. er halt diese Inhalte auseinandernimmt und dann eben mit Fakten dagegen anarbeitet. Ich glaube, sowas braucht es mehr einfach. Die Selbstregulation ist, glaube ich, ganz wichtig. Wir können ja nicht alle Kämpfe gleichzeitig führen. So, jetzt hast du es gerade schon mal angesprochen, trotzdem hier nochmal die kleine Content-Warnung. Wir müssen kurz über Suizid sprechen im Zusammenhang mit Chatbots. Alles weitere, wenn ihr es nicht gut könnt, spult vor. Denn wir haben über die Geschichte des 16-Jährigen gesprochen, der sich suizidiert hat, weil ChatGPT immer erklärt hatte, wie er das tun soll. Und wir haben auch darüber gesprochen, dass die Familie damit aber an die Öffentlichkeit gegangen ist, das ziemlich klar auch in die Öffentlichkeit getragen hat damit und wollte, dass die Leute darüber sprechen und auch mitkriegen. dass sie dagegen klagen und damit ChatGP OpenAI sozusagen vor Gericht ziehen wollen und damit mitverantwortlich machen wollen dafür, was da passiert ist. ChatGPT hat jetzt die Klage-Erwiderung sozusagen veröffentlicht oder vor Gericht eben vorgetragen. Und es wurde ja so ein bisschen gespannt darauf geblickt, wie wird OpenAI sich eigentlich dazu verhalten. Welche Position werden sie beziehen? Gleichzeitig muss man dazu sagen, sie sind nicht die einzigen Eltern, die dazu eben vor Gericht stehen. Ich glaube, OpenAI hat gerade sieben Prozesse anhängig, in denen es um solche oder ähnliche Fälle geht. Und die Strategie, die die AnwältInnen OpenAI wohl empfohlen haben, ist eine, die, glaube ich, für die Eltern ehrlicherweise wie ein Schlag ins Gesicht wirkt. Also sie weisen jede Verantwortung zum Tod des Jugendlichen in diesem Fall von sich. Zur Begründung führt OpenAI an ChatGPT habe den Jung in einem Zeitraum von neun Monaten mehr als 100 Mal dazu aufgefordert, sich Hilfe zu suchen. Laut der Klage der Eltern war es dem Sohn gelungen, die Sicherheitsverkehrungen von OpenAI zu umgehen. Und sie sagen, das verstößt. gegen die Nutzungsbedingungen von ChatGPT, die besagen, dass NutzerInnen keine Schutzmaßnahmen oder Sicherheitsvorkehrungen umgehen dürfen. . Außerdem warne die FAQ-Seite die AnwenderInnen ja davor. Sich auf die Ergebnisse von ChatGPT zu verlassen. Was für Menschen in Extremsituationen ein absoluter, das ist halt das groteske zu sagen, naja, wir haben eine FAQ, da steht drin, was wir schreiben, kann im Zweifel nicht stimmen, verlass dich nicht drauf. Das Das ist auch funktioniert das ja nicht.
47:41 Dax Werner
Nee, also. Ich versuche halt irgendwie eine Formulierung zu finden, die hakend dran reif ist, aber mir fällt leider nichts ein. Also ich finde, äh. In meiner idealen Welt wäre das Grund genug dafür, dass dieser Laden zumachen muss, sage ich mal ganz. Ich meine das aber aus Überzeugung. Also weil ich finde, eigentlich in der normalen Welt darfst du dann keinen Laden zumachen. Es passiert, was passiert ist. Und entweder tut ein Unternehmen dann alles, alles, alles, was in seiner Macht steht, um dafür zu sorgen, dass es nie wieder passiert, oder es veröffentlicht solche Statements. Und wenn es in diese Richtung geht, ich meine, das ist ein Es ist mal eine sehr Justizkampf, der ausgefochten wird, aber dennoch Ich finde, dann muss eigentlich auch Sam Altman, wo auch immer er auftaucht, und wir hatten in unserem Podcast Gespräch mit Matthias Döpfner, der in seinem neuen Podcast Sam Altman, glaube ich, in der ersten Folge zu gehört. Ich verstehe nicht, wenn man die Möglichkeit. hat, mit diesem Menschen zu sprechen, warum eigentlich muss man ihn damit konfrontieren, ja so und und ihnen erklären lassen, wie das möglich ist. So und was er was, was sind die zehn Dinge, die du tust, damit das nie nie wieder passiert? So, aber ich habe nicht das Gefühl, dass das die Stimmung ist. Bei OpenAI. Und das macht mich eigentlich so traurig und fassungslos.
49:06 Gavin Karlmeier
Ja, ich bin 100% deiner Meinung. Also OpenAI hat seitdem viele Änderungen an ChatGPT vorgenommen und auch angekündigt. glaube ich, ohne Ende medizinische und juristische Hinweise zum Beispiel generell rauszunehmen. Aber es darf einfach kein Szenario geben. Und das ist leider das Problem an der Art und Weise, wie er diese Chatbot. gebaut sind. Niemand weiß es am Ende, wie die Trainingsdaten aussehen, was worauf als Antwort kommt. Es ist eine dauerhafte Blackbox mit Zufalls- und Wahrscheinlichkeitsrechnungen. Aber trotzdem, also solange Diepseek mir nicht sagen kann, dass Taiwan ein unabhängiger Staat ist, solange sollte ChatGPT auch in der Lage sein, mir nicht sagen zu können wie ich. mir was antun kann.
49:44 Dax Werner
Ja, muss man nichts mehr hinzuzufügen, genau so ist es ja.
49:49 Gavin Karlmeier
Ja, und wie ist gerade so der Vibe, was so Gesetze gegenüber KI in den USA angeht, generell. Na, rate doch mal, Donald Trump und Pam Bondi haben angekündigt, dass es eine KI-Prozess-Taskforce geben wird. mit der sie mehrere Bundesstaaten verklagen werden, weil die eigene KI-Vorschriften haben. Denn der Plan ist, dass es eine bundesweite Verallgemeinerung der KI-Gesetze gibt. Hier in dieser Übersetzung steht Verschärfung. Die Prognose wird aber sein, die werden vermutlich nicht verschärft, sondern sie werden vor allem eher zusammengefasst. Es ist so ein bisschen wie der digitale Omnibus, den wir in der EU auch kennen. Was eben auch hier in der EU zur Folge hat, dass einzelne Gesetze eben es nicht schaffen, nicht den Schnitt machen und deswegen am Ende das Ganze eher weniger Regulation, noch weniger Regulation in den USA bedeutet, als es bislang schon der Fall ist. So, passt doch ganz gut dazu.
50:44 Dax Werner
Ja.
50:46 Gavin Karlmeier
Sorry. Alles gut. Kein gutes Thema. Nee, ich nehme dich einfach mit zu. Ah, ich habe eine Geschichte, ich habe noch eine kleine Geschichte, die schiebe ich schon länger vor mir her. Und sie ist mir auch zu spät aufgefallen, aber vielleicht lockert die uns ein bisschen auf. Die ist nämlich aus dem August, Ende August. Und zwar geht es um Cracker Barrel. Kennst du das? Cracker Barrel ist eine Restaurantkette oder so eine Diner-Kette in den USA. Und die haben ihr Logo verändert. Und zwar hatten die auf dem alten Logo so einen älteren Mann, der an so einem Fass saß. Und das haben die im neuen Logo einfach weggelassen. Woraufhin ist es ein wahnsinnigen Shitstorm. vermeintlichen Schützlam gegeben hat von extrem vielen Leuten, die sich darüber aufgeregt haben, das neue Design würde der Kette ihrer Geschichte berauben. Politische Konservative warfen im Restaurant Form, Motive loswerden zu wollen, die mit der amerikanischen Kultur verbunden angesehen werden. Und die amerikanischen Werte stünden ja ohnehin schon unter Beschuss. Ende vom Lied, weil das Cracker Barrel die gekehrt Wände gemacht hat und das alte Logo wieder ausgerollt hat, sozusagen Das Spannende an der Geschichte, also um dir dazu zu sagen, wie doll das mit dem Logo für diese Kette war, nachdem sie das alte Logo wieder eingeführt haben, ist die Aktie um 8,6% wieder angestiegen. Also das war wirklich ein Thema dort. Selbst Donald Trump hat zwei Posts auf Truth Social zum Logo von Cracker Barry gemacht, eins, in dem er auf. aufgefordert hat, zum alten Logo zurückzukehren, und eins zum neuen Logo, wo er geschrieben hat, alle ihre Fans schätzen es sehr, womit er eigentlich vor allem sich selber meint, . Interessant ist aber, dass Peak Matrix so ein Analyseunternehmen 52. 000 Ex-Beiträge analysiert hat, die innerhalb der ersten 24 Stunden nach der Ankündigung Veröffentlicht wurden und zum Ergebnis gekommen ist, dass 44,5% wahrscheinlich als Bots zu identifizieren waren Heißt also, der ganze Wind, der ganze Sturm kam halt entweder orchestriert von einigen wenigen, Oder es gibt einfach Bots, die versuchen, solche konservativen Strömungen irgendwie aufzugreifen, um die dann sozusagen einfach weiter in die Welt zu tragen, um einfach Nutzwietracht zu sehen.
52:44 Dax Werner
Also die eigentlich so auf ganz andere Themen gepolt sind, aber wenn dann mal sich Sonnfeld öffnet, dann nehmen die das Thema auch nochmal mit. Könnte sein schon. Ich weiß es nicht. Und das hat aber dann reale, reale Auswirkungen an der Börse. Das ist schon witzig. Ich muss gerade dran denken, dass Thema Logos Das ist mir jetzt aufgefallen, das taucht jetzt häufiger, ist dir vielleicht auch schon über den Weg gelaufen auf LinkedIn, diese Diskussion, wenn Städte neues Design einkaufen.
53:14 Gavin Karlmeier
Das hat so viel Geld gekostet. Das hat so viel.
53:17 Dax Werner
Und ich möchte mal die Chance nutzen heute bei Haken dran, wo ich zu Gast bin. bin, weil ich glaube, dass sich da auch einige sehr dumm stellen auf LinkedIn. Ich kann mir das nicht vorstellen, dass Leute, die es schaffen, sich einen LinkedIn-Account einzurichten und da irgendwelche LinkedIn-Guides zu befolgen, also irgendwie einmal pro Tag. Interessanten Gedanken da reinzuwerfen. Dass dir nicht klar ist, was alles zu so einem meinetwegen 300. 000 Euro-Paket in Sachen Design gehört. Also dann irgendwelche PowerPoint-Folien, vielleicht noch auf der Webseite, vielleicht noch für Social Media, etcpp und dass sie aber stattdessen lieber so ein Aufregerthema nochmal mitnehmen und sagen, das hätte ich die auch in fünf Minuten selber machen können. Also ich finde, das ist auch eine gefährliche Tendenz. Ich möchte da wirklich die Leute nicht in die Pflicht nehmen, aber nochmal ermahnen. Wenn wenn sie das nächste Mal, wenn Sie das nächste Mal über einen redesign um statt Marketing stolpern und dann sehen, dass das irgendwie sechsstellig gekostet haben, dass Sie den LinkedIn Post wirklich nochmal einen Tag verschieben, nochmal drüber schlafen. Das wäre mein Hinweis, weil ich habe das Gefühl, da sind einige so verzweifelt auf der Suche nach Content und Reichweite. Dass sie da noch so den schlimmsten Quatsch zum Aufregerthema machen. Und das ist nicht mehr mein LinkedIn.
54:42 Gavin Karlmeier
Apropos schlimmster Quatsch zum Aufregh. Ich finde das übrigens, ich will das alles unterschreiben, was Doug Swanner sagt. Kann das jemand ausdrucken und mir sich an die Wand hängen? Für 300. 000 Euro mache ich das egal. Apropos Aufreger und Reichweiten, wir kommen zu Funktionen und Emotionen Funktionen und Emotionen. Geil, wie du den Jingle mitgebounced hast.
55:06 Dax Werner
Ja, es ist natürlich ein Klassiker im Haken dann Franchise. Im Hackyverse.
55:11 Gavin Karlmeier
Wer hat das eigentlich eintrompetet? Das ist mein Mund. Mein Mund und Dennis seine Stimme. Das ist ja noch aus der ersten Iteration des Podcasts. Guck, ich habe den Link entsprechend auch drauf. Es gibt jetzt ein Tool, ein Browser-Plugin, das du dir installieren kannst mit dem Namen Slop Evader, mit dem du auf Facebook, X, Google, egal wo du unterwegs bist. Nur Inhalte siehst, die vor dem 30. November 2022 veröffentlicht wurden, also nachweislich Chat-GPT-frei erstellt wurden. Okay. Okay, kann nicht. Das ist ja. Hast du das ausprobiert? Was wird dir denn angezeigt? Ich habe es noch nicht ausprobiert, aber. Ich könnte mir vorstellen, dass du auf Instagram plötzlich wieder extrem viele Leute mit FFP2-Masken siehst.
56:02 Dax Werner
Auf der Hälfte habe ich gedacht, geil. Der erkennt das jetzt automatisch an den Gedankenstrichen oder an den Aufzählungen mit Emojis. Das ist mit KI erstellt, das sortiert ihr mir raus. So, der rennt alles von Ralf Schuler raus und ich hab eine richtig clean Timeline auf X. Aber der macht einfach nur einen Zeit-Cut sozusagen in die In die Pre-CGPT-Ära. Okay, ja, verstehe. Ich finde es aber irgendwie ganz witzig. Wenn man mit der Gegenwart nichts mehr zu tun haben will, ist es genau das richtige Tool für einen.
56:37 Gavin Karlmeier
Es gibt übrigens, muss ich mal ganz kurz was zu sagen, weil wir da hier noch gar nicht drüber gesprochen haben, aber du gerade darüber gesprochen hast, man muss Inhalte erkennen. Google hat mit der neuen Version von Nano Banana, das ist deren Image. Processing AI oder die KI, mit der du halt Bilder erstellen kannst, haben sie auch etwas eingeführt, und zwar Wasserzeichen für KI-Inhalte. Also haben sie schon vor einem Jahr das erste Mal vorgestellt, Synth ID. Was ich aber so faszinierend finde, ist, dass Nano Banana ja jetzt wirklich Bilder erstellt, die halt wirklich sehr, sehr schwierig als KI generiert zu identifizieren sind. Die kannst du aber mit Zins-ID wegen des Wasserzeichens sofort als KI generieren identifizieren. Als KI generiert identifizieren. Aber nur mit Hilfe von Google, oder? Also das ist ein Google-Tool, oder? Nee, du kannst auch ein, da ist ein Wasserzeichen im Bild, das man nicht sehen kann. Du kannst also dieses Bild theoretisch auch bei ChatGPT auch langfragen, wo du das mit Karten. Aber ChatGPT nutzt dieses Wasserzeichen bislang übrigens noch nicht, wo ich mir so denke, also Ja, gut. Das heißt, die Bilder, die am besten aussehen, kann ich immerhin am schnellsten debunken. Aber wachumst du. Ich wollte gerade sagen, du siehst es ja bei ChatGPD siehst du es ja immer noch recht schnell. Aber ich würde mir wünschen, dass es so ist, einfach alle sagen, okay, das ist ein cooles Feature. Machen wir jetzt alle. Oder wir denken uns was Neues aus. Weißt du? Weil das hält sogar in einem Screenshot-Stand.
58:00 Dax Werner
Voll, aber eigentlich muss das doch auf sowas, also ich weiß nicht, ob der Zug abgefahren ist, aber soll es nicht irgendwie so So ähnlich von der Struktur wie bei den Creative Commons darauflaufen, dass es also eine Art internationalen Standard gibt, also auf den sich auch wirklich alle einigen, was sich das einzuletzt. Ja, es wird wahrscheinlich kompliziert, aber wäre natürlich ideal, wäre das, um dass nicht jetzt jede Bild-KI ihr eigenes Wasserzeichen hat. Weil ich glaube, die Leute sind schon überfordert genug damit, diese Inhalte irgendwie auseinanderzuhalten. Die brauchen jetzt nicht noch zehn verschiedene Wasserzeichensysteme. Die findet es natürlich im Ansatz gut. Ja, ja, ja, genau. Das meine ich aber auch nicht. Aber trotzdem wird ja jetzt Nano Banana ein anderes Wasserzeichensystem haben oder ein anderes Erkennungssystem als jetzt ChatGPT und dann noch irgendwelche Zehn anderen Bildgeneratoren. Es wäre halt, glaube ich, ganz gut, wenn man sich wenigstens da sich, glaube ich, auf einen Geld.
58:58 Gavin Karlmeier
Ich will, dass einfach alle Synth-ID adaptieren und dafür nichts bezahlen lassen. Das finde ich sehr gut. Ich wollte aber gerade sagen, was das Standards angeht, wenn du in die USA schaust. Also der Meta-Standard für The Smart Home, den hat Apple eigentlich mal entwickelt, irgendwann geöffnet. Der Standard für Elektroautos in den USA ist das Tesla. Wie sagt man, Buchse, die jetzt in ersten Autos anderer Hersteller auch verbaut werden? Es ist dort nicht ganz so wie hier, wo man erstmal eine Arbeitsgruppe gründet und dann einigen wir uns darauf, wie wir es machen oder machen wir es irgendwann. sondern da setzt sich dann halt leider nach den Regeln des Marktes erstmal etwas durch und dann können alle anderen das halt adoptieren oder proprietär bleiben. Ja, also ich würde mir wünschen, dass jetzt einfach alle sagen, okay, wir machen das Synth ID. Daumen hoch. Daumen hoch. Wir sind schon super lang, aber ich habe noch eine kleine Funktion zu Threads. Und zwar arbeitet Threads wohl daran, dass es KI-generierte Zusammenfassungen auf den Profilen gibt. Und wenn du dann, du gehst dann auf mein Threadsprofil. Und dann steht da zusammengefasst erstmal, was wir beide irgendwie, was uns verbindet und wie viel wir schon miteinander in Interaktion getreten sind, wie viel du von mir geliked hast, ich von dir und so weiter.
01:00:15 Dax Werner
Das interessiert mich auch mal, wie viel du bei mir geliked hast, Jürgen.
01:00:18 Gavin Karlmeier
Ich bin, glaube ich, Top-Liker bei dir. Well, Facebook hätte ich ein Abzeichen.
01:00:25 Dax Werner
Ja, also tolle Funktion, danke Fred. Das ist genau das, was wir brauchen.
01:00:29 Gavin Karlmeier
Ja, das wird die Welt retten. Ich weiß es nicht. Also bei Instagram finde ich das Feature ganz praktisch, dass man sehen kann, wie viel hat man voneinander geliked, aber ich brauche nicht so KI-generierten Text. Das finde ich irgendwie aus.
01:00:40 Dax Werner
Nee, nee. Brauchen wir nicht. Wie heißt der Mosseri? Oder Coole Idee, aber denk nochmal nach, was du nächste Woche noch vorstellen. Wie bei deinem guten LinkedIn-Post einfach mal eine Nacht drüber schlafen. Ja, genau, einfach mal eine Nacht nochmal drüber schlafen.
01:00:57 Gavin Karlmeier
Das ist heute die Maxime.
01:00:59 Dax Werner
Übrigens muss Ferry auch jemanden, den ich gerne mal bei Haken dran sehen würde.
01:01:02 Gavin Karlmeier
Würde ich auch gerne sehen.
01:01:03 Dax Werner
Ja, wahnsinnig. Würde ich auch nach London fahren für. Aber das sollte, ich sag, das halte sollte doch möglich, er gibt sich ja sehr unkompliziert in seinen Videos Aber dann wirklich einen Termin bei ihm zu bekommen, könnte ich mir vorstellen, das dauert dann auch wiederum.
01:01:17 Gavin Karlmeier
Da kriegst du im Calendly ganz schön häufig nach rechts, um einen Termin zu finden.
01:01:24 Dax Werner
Naja. Kannst du dir so einen Doodle-Link schicken? An diesen drei Terminen könnte ich. Wann kannst du?
01:01:30 Gavin Karlmeier
Das wäre doch geil. Lieber Dax, danke, dass du da warst. Ich habe noch eine kleine Promo-Rutsche zum Schluss. Denn zum einen, bitte hört auf, mir Mail zu schicken zum Thema grauer Haken. Denn die, äh, die, wie sagt man, die. . . Der Briefkasten ist zu. Wie sagen der immer im Eurovision Song-Contest nochmal? Das Voting geht bald erst los, das ist noch nicht beendet, aber die Vorschläge, die können jetzt nicht mehr eingereicht werden. Die werden jetzt sortiert von unserem 97-köpfigen Redaktionsteam. Und dann gibt es, für die, die es nicht mitbekommen haben, zukünftig eine Abstimmung, die jetzt bald starten wird. Denn wir verleihen den Grauen Haken 2025 einen Social Media Negativpreis. für den größten Social Media Fail dieses Jahres. Es sind ein paar schöne Vorschläge reingekommen. Ein paar Namen, die heute hier gefallen sind oder bei euch im Podcast häufiger fallen sind, auch genannt worden. Freuen wir uns sehr drauf. Dann müsst ihr natürlich alle Boniger Wachmacher hören oder sogar auf der Live-Tour besuchen, solltet ihr noch Tickets kriegen. Ich glaube, es gibt noch anderthalb für eine Show, die um 8 Uhr morgens stattfindet oder so. Es gibt Berlin, Frankfurt
01:02:35 Dax Werner
Und Stuttgart, glaube ich, noch, Termine für unsere Clubtour. Im Frühjahr, die so ein bisschen parallel zu eurer Tour, zu deinen, ist auch die erste richtige Haken-Bern-Tour. Also du hattest, glaube ich, schon ein paar, auch wie wir Live-Termine, aber noch nie so jetzt zusammenhängend irgendwie, ne?
01:02:50 Gavin Karlmeier
Ja, genau.
01:02:51 Dax Werner
Und dazu findet ihr Tickets auf hagen.
01:02:53 Gavin Karlmeier
org und auf bonigerwachmacher.
01:02:56 Dax Werner
Bonigerwachmacher. de.
01:02:58 Gavin Karlmeier
Danke. Also kommt uns alle besuchen am besten. Vor allem an dem Tag, wo wir in Köln spielen, spielt ihr eine tagsüber, eine Matinée. Eine Matinée, genau.
01:03:07 Dax Werner
Wir haben gemerkt, dass es für die Leute, die uns besuchen wollen bei den Veranstaltungen, das sind auch Leute, die haben vielleicht schon Kinder. Kinder und so und und die wo es auch abends komplizierter wird, vielleicht vom Babysitter zu bekommen. Haben nicht so lange Frage. Und da ist also die Martinet auch so ein bisschen aus der Not geboren, die findet Guten Anklang.
01:03:28 Gavin Karlmeier
Also der perfekte 25. Januar mittags zum Bonnen Wachmacher Abend zu Hagnen.
01:03:35 Dax Werner
Köln ist bei uns jetzt leider auch ausverkauft, aber ja, wir freuen uns über alle, die alle Shows besuchen. Alle haken dran Shows und alle Boden nochmal Shows.
01:03:44 Gavin Karlmeier
Das ist ja geil, wenn es so ultrascabe. Ich habe damals, ich habe ja mal in einer Band gespielt. Früher anders als du habe ich das aber irgendwann sein gelassen. Du hast das professionalisiert. Ich habe es als, ich hab nicht das Talent, was du hast, sagen wir es so. Ich hatte aber Leute, wir hatten Leute, die sind eine Tour mitgereist bei uns, was krass war, weil wir haben dadurch, dass wir relativ klein und relativ ungefragt waren, hatten wir so Tourplanungen Hamburg-Düsseldorf-Berlin. Und waren die aber bei allen drei Shows Boah, das ist geil.
01:04:15 Dax Werner
Also je nachdem, kann auch ein bisschen spooky sein. Ja, aber es war süß.
01:04:18 Gavin Karlmeier
Das war erstmal süß süß, genau. Ja, weil das war ja nicht so, der hat ja nicht bei mir im Hotelzimmer dann auf mich gewartet. Und er hat gesagt, da bist du ja. Nee, so schlimm war es nicht. Naja, so genau. Und ansonsten könnt ihr diese Folge auch bei Campfire FM hören. Da findet ihr auch alle Links, über die wir heute gesprochen haben. Und am Mittwoch Jetzt bin ich unverbereitet. Jeden Abend bin ich hier neu unverbereitet. Jetzt ist Adam Mosseri zu Gast. Flori Gorzik von 636 ist zu Gast. Und das Spannende ist, und das passiert gefühlt bei jeder hundertsten Haken-Anfolge nur. Wir nehmen die Folge in einem Raum auf, in Präsenz. Da freue ich mich sehr drauf. Dass wir andere Vibes hier haben. Voll. Hat mich sehr gefreut, dabei zu sein. Vielen Dank für die Einladung. Ey, unbedingt gerne wieder. Du warst jetzt mal im April hier. Bis zum nächsten Mal. Dauert es hoffentlich nicht ganz so lange. Liebe Grüße an alle Hackis. Von mir auch schöne Woche und bis Mittwoch. Tschüss. Ciao.