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Folge 511 · 3. Dezember 2025 · 1:01 Std.

Reagierende und Ragebait

mit Florian Gregorzyk

Ragebait ist das britische Wort des Jahres – und bevor ihr euch aufregt: Letztes Jahr war es noch Brainrot. Achja, Kurzvideos verrotten eure Gehirne nicht. Also nicht zwangsläufig.

Wir haben eine Episode in einem STUDIO aufgenommen (wow!), haben über News zum TikTok-Verbot gesprochen, über Rumgemännere auf LinkedIn, über Creator-Ökonomie, über Werbung in KI-Chatbots und über Kim Kardashians Gehirn.

Kapitelmarken

KI-unterstützt

  1. Hallo Flo!
  2. Ragebait ist Oxford-Wort des Jahres
  3. Brainrot-Studie
  4. TikTok-Verbot in den USA, die 5374526.

00:12:819 – Metas Meeting-Kultur

  1. Neues vom Mega-Meta-Scam
  2. Grok-basiertes Ranking auf X
  3. LinkedIn und die "Broetry"
  4. 50/50 Split für Reaction-Videos?
  5. JIM-Studie 2025
  6. ChatGPT und Werbung?
  7. Apple Maps und Apple Ads mit Kampf mit dem Gesetz
  8. Die Schweiz, die Cloud und die Behörden
  9. Funktionen und Emotionen
  10. Muskzeug

Transkript

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00:01 Intro

Haken dran, das Social Media Update der CT.

00:06 Gavin Karlmeier

Hallo Gavin. So läuft es hier nichts. Hallo Flo. Hallo Gevin. Bei mir ist heute Florian Grigorzik, Journalist, ein guter Freund von mir. Und Podcaster vom 36 Podcast vom WDR. Und ich freue mich, dass du heute hier bist, Hama.

00:21 Florian Gregorzyk

Schön, dass ich mal wieder da sein darf. War schon lange her das letzte Mal. Ist wirklich lange her. Muss vor dem Sommer gewesen sein sogar.

00:28 Gavin Karlmeier

Soll ich dir sagen, wenn du letztes Mal da warst?

00:29 Florian Gregorzyk

Ja, hast du da eine Liste? Ja, 10. März. Zehnter März. Ich hatte irgendwie das Gefühl, da war es warm bei mir in der Bude, aber heute muss man ja sagen, haben wir uns eine schöne, kühle Location ausgesucht.

00:41 Gavin Karlmeier

Unser lieber Freund Lukas hat uns sein Studio Wilder zur Frage gestellt. Also vielen Dank und liebe Grüße.

00:45 Florian Gregorzyk

Also wer es nicht im Videopodcast anhat gerade, guckt mal rein.

00:49 Gavin Karlmeier

Ja, man sieht uns beide in einem Raum. Das passiert.

00:51 Florian Gregorzyk

Man sieht hier in einem professionellen Studio.

00:55 Gavin Karlmeier

Ist schön. Ja. So professionell, dass ich die Mikrofone selbst mitgebracht habe.

00:58 Florian Gregorzyk

Und ich meins halten muss, weil du keinen zweiten Mikroständer hast.

01:03 Gavin Karlmeier

Naja, ich möchte mit dir direkt reingehen. Ich fange mal locker an, es wird heute immer düsterer über die. . Zeit. Das britische Wort des Jahres wurde gewählt von einem Oxford Dictionary und das ist Rage Spade.

01:15 Florian Gregorzyk

Ja, habe ich gelesen. Hast du irgendwie schon rausfinden können, haben die das kopiert von Susanne Daubner aus Deutschland? Hier mit Langescheid, Wort des Jahres und so?

01:23 Gavin Karlmeier

Das Oxford, ja, Wort des Jahres gibt es glaube ich schon viel länger. Wirklich? Ja. Aber ich finde, und das ist aber ein richtig guter Punkt, weil Susanne Daupner nimmt ja das Jugendwort des Jahres. Und ich finde, das macht total klar, welchen Stellenwert Popkultur und das Internet in Deutschland. Bei uns sind solche Begriffe das Jugendwort des Jahres. In England ist es das Wort des Jahres. Und im letzten Jahr war das Wort des Jahres in England, weißt du es?

01:45 Florian Gregorzyk

Nee, wie gesagt, ich dachte ja, das wäre jetzt erst neu gemacht werden, weil die gesehen haben, in Deutschland läuft es. Das wäre immer Trendsetter.

01:53 Gavin Karlmeier

Ich sehe gerade, seit 2004 wird das gewählt. Okay, ja, ist ja noch nicht so lang. Das ist doch noch nicht so lang. Letztes Jahr war es Brain Rot.

01:59 Florian Gregorzyk

Mh. Das hätte, also man muss ja sagen, dass beide Wörter auch bei uns hätten, Jugendwörter des Jahres werden können, also auch Rage-Bait. Ich weiß es nicht, ob es in der Auswahl in Deutschland war, aber es hätte Auswahl sein können. Aber du hast natürlich vollkommen recht. Also das zeigt einfach bei uns, ist sozusagen, oh, das ist irgendwie, das sagen die jungen Leute, und da nimmt man es eben. Vielleicht eher als Teil auch von Kultur war und auch von prägender Kultur. Range Bade, ne?

02:24 Gavin Karlmeier

Weil das Wort des Jahres hat ja die Funktion, Elemente und Dinge, die in einem Jahr passiert sind, so zusammenzufassen, dass man in 20 Jahren drauf schaut und sagt, krass, da wurde das zum Wort des Jahres. Und Rage Spade, finde ich, steht aber auch für ganz viel von diesem Vibeshift, der irgendwie so politisch passiert. Also wenn du dir anschaust, wie zum Beispiel in den USA-Politik gemacht wird, aber auch die extreme Rechte in Großbritannien, Die machen ja genau das.

02:46 Florian Gregorzyk

Genau das habe ich mich halt gefragt. Also, ich meine, ich sage mal, in US-Politik sind wir alle zwangsweise so ein bisschen drin, zumindest auch wenn man deinen Podcast ja hört oder unseren Podcast 630 Aber in britischer Politik bin ich jetzt gar nicht so doll drin, dass ich jetzt sagen könnte, was ist in Großbritannien genau los, dass es um Rage Bake geht?

03:05 Gavin Karlmeier

Da gab es extreme Proteste in diesem Jahr von der extrem rechten, die von Elon Musk zum Beispiel auch gefördert wurden und so. Und das Ist halt schon ein Teil der Kultur, dass man wahrscheinlich auch darauf schaut und sieht, wie eben solche Internetphänomene sich dann ja auch gesamtgesellschaftlich ausbreiten.

03:20 Florian Gregorzyk

Also interessante Theorie auf jeden Fall.

03:22 Gavin Karlmeier

Also ganz bemerkenswert. Apropos Brainrod, dass er das Wort des Jahres im letzten Jahr war. Es geht gerade so eine Studie, hast du bestimmt auch schon gesehen. Alle posten das in Social Media. Du hast mir gerade vorher gesagt, Bruder, ich bin nicht bei Instagram, ich bin bei TikTok. Aber vielleicht kennst du es trotzdem. So eine Studie, die sich auf fast 100 TeilnehmerInnen aus verschiedenen Artikeln bezieht, um zu untersuchen, eine Metastudie. Ob Kurzvideos tatsächlich das Gehirn zerstören oder nicht. Und es wird überall von diesen Meme-Pages auch zusammengefasst mit dem Ergebnis, ja, das zerstört unsere Gehirne. Und das Interessante ist aber, dass diese Studie das gar nicht hergibt. Also alle verkürzen das gerade auf dies, aber das Ergebnis der Meta-Analyse ist. Das ist eine Assoziation, ein Zusammenhang. . So haben wir uns unsere Hakis im Discord geschrieben, www. haknan. org, über 2100 Leute, ihr kennt die Leier, haben das nochmal so aufgeschrieben. Dass die Analyse eine Assoziation zwischen Konsum und kognitiven Parametern zusammenfasst. Also es wird halt gesagt, Leute, die kurze Videos schauen, haben gewisse. gewisse Veranlagungen, eine geringere Aufmerksamkeitsspanne, eine geringere Impulskontrolle, verminderte kognitive Leistungsfähigkeit im Bereich Sprache und Gedächtnis. Die sagt nicht, dass es den Kausalzusamhang gibt. Sie gucken kurze Videos und deswegen haben sie das.

04:37 Florian Gregorzyk

Genau, es kann ja auch einfach sein, ich habe eine kurze Aufmerksamkeitsspanne und deswegen gucke ich kurze Videos gerne, weil die bedienen das sozusagen. Das ist das, was du oder was

04:44 Gavin Karlmeier

Die Hakis damit sagen wollen.

04:46 Speaker 4

Ganz genau.

04:47 Gavin Karlmeier

Und noch weiter gedacht, die Frage ist ja, genau, wer guckt sich kurze Videos an? Ist die eine Frage. Natürlich gibt es ein, also Natürlich sage ich jetzt, aber ich würde schon unterstellen, dass die Aufmerksamkeitsspanne in den letzten Jahren im Schnitt eher kürzer geworden ist bei Menschen. Also meine auf jeden Fall. Yeah, versuch mal ein Buch zu lesen.

05:04 Florian Gregorzyk

Ah, guter Witz.

05:04 Gavin Karlmeier

Und dann guck dir mal Fotos aus einer U-Bahn der 80er Jahre an. Also das macht schon einen Unterschied. Aber das muss nicht nur wegen TikTok sein, ist der eine Punkt, und der andere Punkt ist, dass Leute, die halt viele Kurzvideos konsumieren, vielleicht ja auch schon von vornherein in einer zum Beispiel Extremsituation psychisch sind und sich deswegen ablenken und Disruption suchen.

05:23 Florian Gregorzyk

Also ich würde mal ganz kurz eine Lanze brechen für Leute, die viele Kurzvideos gucken. Es gibt bestimmt auch viele von uns Die nicht, ähm, wie du vielleicht suggerieren möchtest, in einer psychischen Schieflage. Nicht per se. Ich finde nämlich, du machst jetzt hier nämlich die andere Kette auf, sozusagen, wo ich auch mal hier ein Stoppschild hochhalten muss. Für uns TikTok-UserInnen. Also ich muss auch sagen, ich finde es auch einfach häufig kreativer und cooler. Als das, was ich zurzeit sehe, was so in Langform rauskommt. Also zum Beispiel, ich bin jetzt im Augenblick, bin ich großer Fan. Auf TikTok gibt es eine Serie: Der junge Olaf Scholz und der junge Friedrich Merz im Anime. Und die große Superkraft von Friedrich Merz ist alle abschieben und die große Superkraft von Olaf Scholz ist Steuern erhöhen. Und die beiden kämpfen dann über, ich glaube, es gibt mittlerweile irgendwie 20 Folgen davon. So, das ist das, wo der Puls der Zeit ist, wo die Jugendwörter des Jahres produziert werden und nicht zwangsläufig vielleicht. Im Fernsehen.

06:26 Gavin Karlmeier

Ja, ich glaube, da ist was dran, wobei das ja alles wahrscheinlich auch KI-Material ist auch noch. Mit Sicherheit, ja. Lass uns das nicht vertiefen an der Stelle. Aber wir müssen über TikTok sprechen. Natürlich müssen wir auch über TikTok sprechen, denn es nähert sich ein Datum in ziemlich genau 13 Tagen, ist der 16. Dezember. Und am 16. Dezember. Wird TikTok mal wieder verboten in den USA. Denn Donald Trump sollte, hat er eigentlich angekündigt beim letzten Mal, als er diese Fristverlängerung ausgehandelt hat, per Executive Order verkündet.

06:55 Florian Gregorzyk

Das war es jetzt aber wirklich. Was denn? Das war die letzte Frist.

06:59 Gavin Karlmeier

Er hat gesagt, wir sind quasi, die Tinte ist noch nicht trocken, aber wir sind auf einem guten Weg in Verhandlungen. Wir brauchen eine letzte Fristverlängerung. Es sieht ganz danach aus, als bräuchten wir noch eine fünfte Fristverlängerung, das eigentlich. Also des Verbotes von TikTok in den USA.

07:14 Florian Gregorzyk

Auch da bin ich mir ehrlich gesagt relativ sicher, dass ich in, ich weiß nicht, in wie vielen Folgen ich dieses Jahr hier war, ich würde sagen, in dreien. Also, das wäre jetzt die dritte nach meinem Dafürhalten. Und dass wir in beiden anderen Folgen auch über Deadlines für TikTok gesprochen haben und wir jedes Mal dann natürlich auch dieselben drei schlauen Sätze sagen.

07:31 Gavin Karlmeier

Es gibt aber jetzt eine Einschränkung. Nein. Ja, und eine Entwicklung. Und zwar Andrew Hutchinson hat da mal ein bisschen recherchiert und der sagt, dass, also Scott Bessent, Finanzminister in den USA, sagt, wenn eine TikTok-Vereinbarung in Bezug auf die Zustimmung der chinesischen Seite Abgeschlossen. Ich gehe davon aus, dass dies in den kommenden Wochen und Monaten voranschreiben wird. Das hat er bei der letzten Fristverlängerung gesagt, seitdem ist nichts passiert. China hat sich nicht bewegt. Jetzt gibt es Medienberichte, die sagen, dass die chinesische Partei wohl vorschlägt, dass der Deal wäre, als Gegenzahl. Das ist die Kommunistische Partei in China, genau, danke. Dass die vorschlagen, ich male Anführungsstriche in die Luft. dass der als Gegenleistung für, wir geben euch TikTok für als, also zumindest den amerikanischen Teil von TikTok als amerikanisches Unternehmen, die unterstützende Taiwans sein könnte. Also dass China sagt, vielleicht wollt ihr Taiwan ja gar nicht unterstützen, wenn ihr TikTok haben wollt. Was wirklich, wirklich, wirklich krass wäre. Und wer hat das recherchiert? Also Andrew Hutchinson bezieht sich auf Medienberichte in dem Fall. Ja.

08:36 Florian Gregorzyk

Würde ich ehrlich gesagt, also vielleicht. Man weiß es ja nie, was so in der Trump-Administration kommt und dass das mit Sicherheit irgendwo ein Vorschlag sein kann, den die Kommunistische Partei Chinas da vielleicht anbringt, um mit allen Mitteln sozusagen die Unterstützung Taiwans durch die USA zu vermindern. Bestimmt, aber dass das einen wirklich ernst zu nehmen, dann kann ich auch nicht. Wir bekommen TikTok, wir bekommen Taiwan, da würde ich jetzt nochmal ein großes Fragezeichen hintermachen. Aber dass man da vielleicht, sag ich mal, sozusagen mit so einer Maximalforderung irgendwie reingeht und dann vielleicht kleinere Teile irgendwie Dafür bekommt. Man muss ja nicht die kompletten, die komplette Unterstützung Taiwans dann einstellen, aber vielleicht ist dann der Deal, dass Donald Trump irgendwie zwei, dreimal weniger in den Medien sagt China is the great enemy oder irgendwie sowas.

09:24 Gavin Karlmeier

Ja, könnte, also, das ist jetzt erstmal die Position Chinas. Das Interessante daran ist, wie es überhaupt so weit kommen konnte. Und zwar, Donald Trump hat ja eigentlich schon versprochen. dass man TikTok zurückholt. Und damit hat er sich ja, habe ich auch schon mal hier genauso ein bisschen auseinandergenommen, aber damit hat er sich ja in die dümmstmögliche Wandlungsposition begeben. Weil wenn er seinem Volk verspricht. . Das Problem zu lösen, bedeutet das für den Verhandlungspartner, der das ja mitbekommt. Gut, dann wir müssen ja im Grunde alles fordern jetzt. Und das ist eigentlich diese doofe Situation, in die sich Donald Trump damit begeben hat. Nicht die einzige, aber Schon bemerkenswert.

09:58 Florian Gregorzyk

Ja, und ich meine, hat ja noch ein bisschen Zeit, sonst verschiebt das halt nochmal.

10:03 Gavin Karlmeier

Ja, also es gibt ja auch durchaus legitime Thesen, dass Leute sagen: Also, das wird er jetzt bis zum Ende seiner Amtszeit machen, damit er Amtsnachfolger TikTok verbieten kann und damit den Hass der Gen Z auf sich zieht.

10:15 Florian Gregorzyk

Wäre nicht überraschend.

10:16 Gavin Karlmeier

Das ist so, ja. Das ist definitiv so. Übrigens, wir kommen zu Meta, Kleinigkeit, aber vielleicht auch Trotzdem eine interessante Notiz. Adam O'Sarry fordert jetzt, dass alle Instagram-Mitarbeitenden aus dem Homeoffice zurückkommen.

10:28 Florian Gregorzyk

Ja, habe ich gelesen. Es scheint ja sowieso so ein Trend zu sein. Zurück ins Office. Ich sag mal, bei Meta ist es natürlich vor allen Dingen aus dem Grund so ein bisschen Ja, richtungsweisend ist, glaube ich, jetzt übertrieben zu sagen, aber es ist auf jeden Fall ein Zeichen, weil das ist ja aus Deutschland herausgesehen eine wahnsinnig digitale Firma. Eine Firma, wo im Prinzip alles digital Laufen können muss. So und wenn die das selbst nicht machen, dann versuch das mal hier irgendwie bei einem mittelständischen Familienunternehmen zu verklickern, dass du gerne zwei Tage die Woche von zu Hause aus arbeiten könntest würdest, anstatt aus dem Großraumbüro, wo 20 Leute rumbrüllen. Ja, genau. Ähm, weil bei uns ist es ja immer noch wie aus den 90ern Großraumbüro en Vogue, dass das wieder aufgelöst wird, das kommt ja jetzt erst.

11:13 Gavin Karlmeier

Und bis da was gebaut wird, das dauert. So. Aber also Amazon hat das schon seit einem Jahr wieder eingestellt oder die Pflicht im Büro zu sein. Microsoft hat es auch angekündigt, alle Angestellten ins Büro zu ordern. Bei Meta waren es bislang mindestens drei Tage die Woche im Büro und jetzt soll das eben ganz gehen, was deswegen interessantes, weil Edmord Sarry sowohl aus New York als auch aus Menlo Park, als auch aus London arbeitet.

11:35 Florian Gregorzyk

Gut, ich sag mal, bei solchen höheren Positionen ist es ja auch nochmal immer was anderes, weil du ja auch einfach per se, per Definition deines Jobs viel rumreisen musst. Ich meine, wir sind beide selbstständig. Für uns ist das was anderes, aber mal ganz ehrlich gefragt, könntest du dir vorstellen, einen Job anzunehmen, wo du mindestens vier von fünf Tagen oder sogar fünf von fünf Tagen im Büro sein musst? Und das ist nämlich eine interessante Frage, weil ich glaube ja.

11:59 Gavin Karlmeier

Wirklich? Was? Und ja, ich bin da vielleicht, jetzt kommt's raus, ich bin konservativer alte Schule. Wirklich für alle Videozuschauer. Du sitzt ja auch im Anzug, ne? Ja, es ist nur ein Sacko. Ich hatte heute einen Termin. Also Adamus Sarry sagt in einer internen Memo, die dem Tech-Magazin Sources vorliegt, dass Angestellte im Büro kreativer sein und besser zusammenarbeiten können. Und jetzt ist mein Job ja, zum Beispiel sehr häufig so Workshops zu geben, Seminare zu geben. Und ich stelle schon einen Unterschied fest, wenn das remote stattfindet oder wenn das im Präsenz stattfindet. Und in dem Bereich, in dem wir arbeiten, also kreatives Arbeiten oder auch Einfach mal die Köpfe zusammenstecken und irgendwie Probleme lösen, kann ich dem was abgewinnen?

12:39 Florian Gregorzyk

Stimme ich dir hundertprozentig zu, bin ich auch total bei dir. Ich muss nur auf der anderen Seite sagen, es kommt immer auf die Umgebung an, in der ich arbeite. Also Ich bin es einfach per se gewohnt, in einer ruhigen Umgebung, nämlich bei mir zu Hause zu arbeiten und sozusagen zielgerichtet zu arbeiten. Das heißt, ich arbeite nicht auf acht Stunden hin, sondern ich arbeite auf ein Ergebnis hin und wenn dieses Ergebnis Nach fünf Stunden schon fertig ist, dann ist es super, dann setze ich mich auf der Couch und gucke TikTok. Und wenn es aber so sein sollte, dass es neun oder zehn Stunden dauert, dann dauert es neun oder zehn Stunden. Das ist so. Und Ja, von daher bin ich da so ein bisschen zwiegespalten, weil ich dir zustimmen würde. Gleichzeitig aber wenn ich sozusagen den Zwang hätte.

13:22 Gavin Karlmeier

Wüsste ich, dass ich demotivierter arbeiten würde. Ja, verstehe ich auch. Was Meta wohl auch vorhat, auch das steht in dieser internen Memo, dass alle wiederkehrenden Meetings, die es gibt Nach sechs Monaten automatisch aus einem Kalendern gelöscht werden. Das wird bestimmt zu keinem Chaos führen. Und dann nur die in einen Kalender neu aufgenommen werden, die wirklich notwendig sind.

13:41 Florian Gregorzyk

Ja, das habe ich gelesen, das ist auch irgendwie cool und radikal und neoliberal. Aber du kannst mir nicht erzählen, dass das in so einem großen Unternehmen nicht jedes halbe Jahr zu irgendwelchen Problemen führen wird, weil dann irgendwelche Regeltermine fehlen. Wo ist der Call? Wo muss ich rein? Gut, die sind ja in Präsenz, brauchen keine Calls mehr. Ist das Problem gelöst?

13:58 Gavin Karlmeier

Aber ja. Okay. Fragezeichen. Ja, ja, okay, nehmen wir das so hin. Wir bleiben kurz bei Meta. Wir hatten ja in Folge 500 haben wir darüber gesprochen, dass bis zu 10% der Einnahmen, die Meta. . im Jahr macht aus Scam kommen sollen, also aus betrügerischer Werbung oder Werbung mit betrügerischer Absicht. So ist es glaube ich richtig formuliert. Da gibt es jetzt noch ein paar Details zu diesen Zahlen. Wir gehen nochmal nach Großbritannien heute. Und zwar, dass offensichtlich die betrügerischen Anzeigen, die Meta in Großbritannien schaltet, mehr Geld einnehmen als die komplette Werbung, die in Nachrichtenmagazinen in Großbritannien umsetzt. Das finde ich einen sehr, sehr krassen Vergleich.

14:37 Florian Gregorzyk

Zeigt das, wie viel Geld in der Scam-Industrie zu verdienen ist oder wie irrelevant Nachrichtenverlage geworden sind?

14:45 Gavin Karlmeier

Ja, das könnte man als Werbepartner.

14:47 Florian Gregorzyk

Kann man genauso als Frage stellen, ja. Nichtsdestotrotz, vielleicht ein Punkt dazu, also wenn man es jetzt mal vergleicht auch mit dem deutschen Werbemarkt, also ich zum Beispiel gucke super gerne Fußball. Bear with me, ich mach gleich den Bogen. Und der größte Werbepartner da und der größte Finanzier sind Kryptoseiten, Glücksspielseiten und so weiter. Und das sind natürlich Werbepartner. Ich kenne mich jetzt nicht aus, super gut im privatwirtschaftlichen Verlagswesen, aber wo ich sagen würde, wenn ich jetzt Ja, weiß ich nicht, die FAZ bin oder so, dann habe ich jetzt vielleicht nicht Bock zwangsläufig irgendwie bed24. de. Ich hoffe, die gibt es nicht. irgendwie neben meinen kritischen Artikeln zu haben, weil das einfach kein so richtig seriöser Werbepartner ist. Aber da ist natürlich das große Geld. Und dass das natürlich per se einfach auch Nachrichtenportale einschränkt in der Auswahl ihrer Werbepartner. Klar. Ist einfach so, ne? Also das spielt natürlich auch noch eine Rolle neben, sag ich mal, der durchaus toxischen Frage, die ich da gerade aufgeworfen habe.

15:50 Gavin Karlmeier

Die aber vermutlich gerechtfertigt gestellt ist. Weil du, das ist ein ewiges Dilemma im Journalismus, ehrlicherweise. Also Werbekunden ablehnen, die aber eigentlich dein komplettes Arbeiten überhaupt erst ermöglichen. ist ein Riesenproblem und da ist ein Riesenspannungsfeld. Also wir erleben das hier ja auch. Also in diesem Podcast gibt es Werbung. Werbespots auch von Unternehmen, die wir, wenn wir die, wenn es keine gute Trennung zwischen redaktionellem Inhalt und der Werbung gäbe. Wir müssen ablehnen müssten. Wir können uns dadurch nur freimachen, indem wir sagen, ich habe da gar keinen Einfluss drauf. Da gibt es diese Slots, da kannst du dich reinbuchen. Das ist auch richtig so, das muss auch so sein. Ja, genau, das glaube ich auch. Also ich glaube, es wäre dann auch problematisch, wenn ich diese Werbung immer selber vorlesen würde. So, das kommt da auch so ein bisschen aufs Unternehmen an, wie meine Assoziation zu diesem Unternehmen ist, wie zum Beispiel die Assoziation dieses Unternehmens zu den Themen ist, über die wir hier sprechen. Aber ich könnte für viele Unternehmen die Werbung hier nicht selber vorlesen.

16:40 Florian Gregorzyk

Nein, und du wüsstest aber gleichzeitig, dass wenn du es tun würdest und du würdest Aus gewissen Bereichen die Werbepartner aufnehmen, dass du mit Sicherheit ein komplettes Jahr lang deinen Podcast mit zwei Folgen finanzieren könntest. Vermutlich, ja. Wenn es Sachen aus so einem Bereich wären.

16:55 Gavin Karlmeier

Machen wir nicht. Keine Sorge. Keine Sorge. Aber apropos CryptoFlo, und da kommen wir direkt zu unserem Werbepartner. Kommen wir noch kurz zu X, bevor wir in die gemischte Abteilung kommen. X hat die For You-Timeline komplett umgestellt jetzt mittlerweile. Habe ich gelesen, konnte ich aber bei mir nicht reproduzieren, muss ich ehrlich sagen. Also, das haben sie schon länger angekündigt und es ist jetzt. so, dass du zum einen jedes Mal, wenn du, also du musst ja auf Following stellen, um chronologisch sortierte Inhalte zu bekommen. Folge ich auf Deutsch. Danke. Wenn du die App schließt und wieder aufmachst, bist du wieder in einem For You-Feed. Das haben sie jetzt geändert. Also es gibt nicht mehr dieses Sich merken, wo du vorher warst. Das ist das eine? Ja.

17:39 Florian Gregorzyk

Kann es sein, dass es sich auf die App bezieht und vielleicht nicht auf im Browser? Ja. Okay, weil, also ich bin ja wirklich der letzte Mensch, der noch die Twitter-App auf dem Handy hat. Das erzählst du so gerne. Das erzähle ich so gerne. Weil ich auch sehr stolz darauf bin. Und ich fürchte, dass ich vielleicht deswegen diese Funktion nicht habe.

17:55 Gavin Karlmeier

Weil im Browser ist es nämlich nicht so. Vielleicht noch nicht. Gleichzeitig haben Sie aber ja etwas angekündigt, das im Following-Feed passiert. Der Following-Feed ist jetzt auch nicht mehr rein chronologisch, sondern wird auch sortiert. Habe ich gesagt, kann ich sogar irgendwo verstehen.

18:08 Florian Gregorzyk

Ja, ist es ja schon sortiert in Anführungsstrichen.

18:11 Gavin Karlmeier

Genau, aber jetzt wird es eben nicht nur sortiert nach klassischen algorithmischen Faktoren, wie wir es von anderen Netzwerken kennen, sondern eben durch ein sogenanntes Grog-basiertes Ranking. Heißt, da ist ein Large Language Model zwischen, das wird dich sortiert, bei dem man aber, und das ist nämlich die große Gefahr, natürlich viel einfacher, auch kleine Manipulationen einschmuggeln könnte, wenn wir den Prompt nicht kennen.

18:29 Florian Gregorzyk

Aber ehrliche Frage, ist es so viel anders als ein Algorithmus, der bei Elon Musk plus 10. 000 hinschreibt? Nee. Nee, eben. Und von daher, also nee, ich finde, man kann auch vieles KI draufschreiben, weil es dann irgendwie cooler und moderner klingt. Aber am Ende ist ein Algorithmus, der was sortiert, vielleicht nicht so viel anders. Oder ich übersehe da gerade etwas, was mir mit Sicherheit jetzt. Tolle informierte Hakis in den Discord-Channel schreiben werden, aber ansonsten klingt das für mich so, als ändert sich da nichts, nur man schreibt KI drauf und cool und unser Rock.

19:00 Gavin Karlmeier

Ja, ich verstehe den Punkt, und das ist auch bei Elon Musk gar nicht so abwegig, den zu ziehen. Trotzdem haben wir hier in der Folge mit Elisabeth Laurange neulich darüber gesprochen, dass wenn die Algorithmen auf so ein Large Language Model, auf eine Large Language Model Basis umgestellt werden. sie natürlich deutlich einfacher manipuliert werden können von Stakeholdern wie eben Elon Musk und seinem Gefolge. . Also du könntest halt einfach sagen, kleine Manipulationen sind plötzlich nur noch ein Satz, den du da reinsetzt.

19:23 Florian Gregorzyk

Ah, weil es einfacher ist, sozusagen das zu kontrollieren, kannst du. Klar, das ist natürlich möglich, nur ganz ehrlich, wenn ich meinen Twitter-Feed angucke, okay, kontrolliere es gerne noch mehr. Weil Elon Musk habe ich blockiert, damit ich, weil das ist, taucht immer auf und der ganze Rest ist sowieso voll mit Nazi-Scheiß. Ähm okay, bitte, bitte mach's noch schlimmer.

19:46 Gavin Karlmeier

Apropos schlimmer, bekommst du LinkedIn.

19:49 Florian Gregorzyk

Ich habe schon mehrfach. Ja, nee, sag euch. Sag ruhig bitte. Nein, also ich habe schon an mehreren Stellen bei LinkedIn so ein bisschen ins Klo gegriffen, deswegen halte ich mich jetzt zurück, weil ich finde, ich muss sagen, ich habe auch in letzter Zeit ein paar gute Sachen auf der Plattform lesen können. Das ist ja auch okay. So. Könnte aber auch da, hast du auch gute Sachen veröffentlicht, die Reichweiten stark waren dort? Ich habe nicht so die LinkedIn-Reichweite, weil ich wirklich auch nur Dinge da poste, die wirklich cool gelaufen sind. Also ich poste da nichts, was scheiße gelaufen ist und versuche es irgendwie als Gold zu verkaufen.

20:17 Gavin Karlmeier

Ja.

20:18 Florian Gregorzyk

Aber ich habe da jetzt nicht kümmere, also ich gucke da alle jede Woche einmal rein.

20:23 Gavin Karlmeier

Also es gibt da jetzt so einen Trend gerade auf LinkedIn, dass Frauen, die auf LinkedIn unterwegs sind, denen für sich selber Mail-Mode aktivieren. Dafür machen Sie drei Dinge. Erstens, Sie stellen Ihr Profil auf männlich und verändern den Vornamen, tauschen das Bild aus und Fangen an mit Broetry, wie sie es nennen. Also sie schreiben so, wie Männer auf LinkedIn schreiben. Und das Ergebnis ist, dass sie alle dadurch deutlich mehr Reichweite bekommen. Aber schreiben Männer und Frauen anders? Ja, also das wird hier so beobachtet zumindest. Also Online-Marketing hat das, so heißt es die Website, auf die wir uns beziehen, aber es gibt auch noch ein paar andere Quellen, wie zum Beispiel. Culture Plus Consulting haben darüber einen Text geschrieben. Und zwar wird hier von einem Business-Ton gesprochen und ich lese vor, was sie schreiben. Ein Business-Ton der Hands-on-Energie, überdeutliche Selbstsicherheit und Wachstums. zentrierte Sprache kombiniert. Dafür stehen Begriffe wie Accelerate, Transform oder Drive. Also dieser klassische LinkedIn-Sprech scheint hier eher ein männliches Phänomen zu sein. Und wenn du das machst, führt das aber zu einer deutlichen Reichweitensteigerung. The Guardian hat dazu auch recherchiert, hat das auch so aufgeschrieben. Und sprechen von Wild Reach Stats, die sie da dadurch haben sich selber überrascht dadurch, wie sie sagen, dass das so erfolgreich wurde dadurch.

21:33 Florian Gregorzyk

Aber haben Sie, äh, die Frage ist ja, wen haben Sie dann erreicht? Haben Sie auch nur Männer erreicht oder größtenteils oder mehr Männer erreicht, sozusagen in dem Zuwachs? Also ist es was sozusagen, was von der Ansprechhaltung herrührt oder ist es etwas, was ja bestimmte Zielgruppen, die einfach aktiver auf solchen Plattformen sind, eher anspricht? Also LinkedIn selber. Ist LinkedIn männlich oder weiblich? Das Netzwerk vom Publikum, von ehrmännlich.

22:00 Gavin Karlmeier

Aber ich kann es nicht, aber vom Gefühle ehrmänlich. Zumindest

22:09 Florian Gregorzyk

Du meinst eher männlich zu sein? Weil, also ich sag mal für gewöhnlich, ich sag mal alte Influencer-Logik, wenn man sich mal so, wie du weißt, ich war ja ganz früher mal, in einem früheren Leben war ich mal Influencer und wenn man da so beobachtet hat, wen Ja, up and coming InfluencerInnen versucht haben anzusprechen, dann waren das in erster Linie weibliche Fans, weil das diejenigen waren, die einfach mehr engaged haben mit deinem mit deinem Content, Leute, die mehr geteilt haben, Leute, die mehr kommentiert haben, die auch vielleicht in solchen Fandyms drin waren. waren tendenziell eher weiblich. Deswegen finde ich das interessant, sozusagen, ähm, dass es also das dass diese Diese Kultur, wie ich sie wahrnehme auf LinkedIn, die ja sehr, hallo, guck mal, was ich habe. Hier ist meine drei Learnings aus meiner Scheidung und wie sie mir als CEO geholfen haben. Das ist ja klassisch, also, was heißt, was ist klassisch, was ist männlich, was ist klassisch. Weil ich könnten wir jetzt eine halbe Stunde drüber diskutieren. Genau, aber es ist sozusagen dieses klassische Männlichkeitsbild. Ich muss was darstellen. Ja, absolut.

23:12 Gavin Karlmeier

Auf jeden Fall, LinkedIn selber haben sich dazu auch geäußert, weisen die Vorwürfe zurück, denn LinkedIn der Mann, der LinkedIn führt. Nee, also Sakshi Jain. Das ist Lead bei LinkedIn für AI, Safety, Privacy and Governance. Die haben sich dazu geäußert. Und LinkedIn selber sagt, dass demografische Merkmale keine Rolle spielen. Das heißt, Inhalte, die von Männern gepostet werden. Sind nicht per se erfolgreicher als von Frauen. Das ist kein Faktor für einen Algorithmus. Aber das schreibt nämlich Online-Marketing, deswegen habe ich dieses Zitat mitgebracht: sagen, es ist der Spiegel der Plattformkultur. Und das ist nämlich genau der Punkt. Also es geht darum Sprache, Inhalte, das, was du dort veröffentlichst, wird eben dann auch in diesem Echoraum auch so wahrgenommen. Und hier wird gesagt, Broetry ist kein Heck für das LinkedIn-System. Aber ein Hinweis darauf, wie digitale Arbeitswelten von alten Leistungsidealen geprägt sind.

24:04 Florian Gregorzyk

Ja, beziehungsweise von dem Fehlen von, sag ich mal, männlichen Identitäten, die über Leistung hinausgehen. Also wäre sag ich mal, selbst wenn du heute nicht ein klassischer Mann-Mann sein möchtest, hängst du in dem Problem fest, dass Dinge als männlich gelesen oder angesehen werden, die mit Leistungen und viel Geld und ein toller, toller Output im Job zu tun haben. Und das scheint ja dann, zumindest laut diesen Ergebnissen, die man da von denen du gerade erzählt hast. Ebenso zu sein, dass es dieser männliche Ton ist oder dass man Männer damit mehr anspricht. Absolut.

24:39 Gavin Karlmeier

Schlimm eigentlich.

24:40 Florian Gregorzyk

Kann ja mal jeder von uns Männern sich an die Nase fassen, ob man sowas vielleicht interessant findet und warum.

24:45 Gavin Karlmeier

Ja, also ich finde das ja, deswegen ertrage ich LinkedIn, glaube ich, einfach nicht. Ich habe es nie als da wird so rum gemänert wahrgenommen, sondern als da wird so rum gepostet.

24:53 Speaker 4

Da wird gelogen einfach.

24:54 Gavin Karlmeier

Ja, natürlich wird es gemacht. Also da wird einfach gelogen.

24:57 Florian Gregorzyk

Und wenn das männlich ist, dann will ich aber kein Mann sein.

25:02 Gavin Karlmeier

Aber irgendjemand hat mal gesagt, ich glaube, wer war das denn? Irgendjemand hat mal, nee, Till Reiners hat das, glaube ich, gesagt. Bin mir aber nicht sicher. Eventuell, Bitwest keep das. Wenn du von allen Menschen auf der Welt alles sein kannst, warum willst du ausgerechnet du selber sein in Social Media? Also man pickt natürlich trotzdem immer die Facetten aus. die einen die einem gut stehen, mit denen man sich gut fühlt. Du postest ja nicht jedes Safety, das du machst auf Instagram, sondern du wählst ja das aus, was dich so darstellt, wie du dich darstellen möchtest. Und ich würde diesen Satz noch so dahingehend ergänzen. Warum will man dann so ein LinkedIn-Typ sein? Und damit meine ich nicht Leute, die generell auf LinkedIn unterwegs sind, weil es gibt durchaus sinnvolle Anwendungsfälle für so eine Plattform. Aber warum möchtest du dich in so einem Stereotyp verlieren?

25:46 Florian Gregorzyk

Erstens das und du deine Audience sind ja auch Leute, die genau dieselben Lügen leben. Also die, die deine Lügen glauben wollen, um sich selber auch in dieser Identität irgendwo wiederzufinden. Aber ich glaube, jetzt driften wir so ein bisschen in metakulturelle Identitäts Patchwork-Identitäten ab.

26:05 Gavin Karlmeier

Ich habe was Internetkulturelles mitgebracht. Schön. Weil du ja in der Vergangenheit als Influencer-Creator, würde ich eher sagen, unterwegs warst. Du warst ja jetzt nicht so der klassische, kauf meine Creme-Typ, sondern du hast halt Inhalte erstellt. Und die Arbeit von CreatorInnen hat sich ja durchaus gewandelt in den letzten Jahren und es gibt, glaube ich, einen ganz wichtigen Faktor, der in dieser Welt sich stark verändert hat Und das sind Reactions. Und der YouTube Creator Jules, kennst du? Ja, klar. Der hat eine Mail rumgeschickt und hat großen Streamern gesagt. Hey Leute, es werden in den nächsten Wochen vier neue Videos von mir kommen und wir gehen davon aus, dass sie sich sehr gut für Reactions eignen. Und ich würde mich freuen, auch wenn das keine Forderung ist, wenn wir eure Einnahmen auf diesen Reaction-Videos 50-50 splitten. Also lädt dazu ein, dass ihr sagt, okay, ihr macht mit meinem Content Geld, indem ihr alle zwei Minuten Pause macht und einmal lacht oder einen Kommentar abgebt. Es wäre nur fair, wenn wir sozusagen, wenn ich was abkriege davon. Wie hast du ein Gefühl dazu?

27:04 Florian Gregorzyk

Also, als das ganze Genre-Reactions anfing, fand ich das als Creator irgendwie immer so ein bisschen so: ja, okay. Ich mache mir hier Mühe, so wie dieser Creator eben auch, produziere eben ein Video, was vielleicht 20, 30 Minuten lang ist. Und alles, was ihr macht, ist euch da hinsetzen und spontan lustig sein. Und weil ihr irgendwie eine außergewöhnliche Lache habt. könnt ihr damit dann sozusagen Geld verdienen. Und die größten Creator weltweit sind ja auch Leute, die fast ausschließlich Reactions machen oder zumindest dadurch einen großen Teil ihres Erfolges. Haben und da habe ich immer sehr drauf hinabgeschaut, muss ich ganz ehrlich gestehen Deswegen finde ich es per se nicht unfair, so eine Forderung zu stellen. Glaube nur, dass sie völlig unrealistisch ist. Also, allein wie willst du das machen? Also, erstens, wie willst du es kontrollieren? Zweitens Welcher große Streamer sagt denn ja klar, diesem einen Creator gebe ich jetzt hier die Hälfte ab, von den anderen allen nicht? Also das wird ja nicht passieren.

28:02 Gavin Karlmeier

Ja, was daran noch so ein bisschen shady ist und da verliert mich so ein bisschen die, also weil ich würde auch sagen, ist fair und viele CreatorInnen übrigens, also Reaction the Wie sagt man denn? Reacttende Creator in den Augen. Reagierende. Viele Reagierende finden das wohl auch fair. Es gibt sogar von Gronkh. Das steht hier so. Gronkh?

28:22 Florian Gregorzyk

Gronkh, du kennst doch wohl Gronkh. Kaum Anzug an, gar keine Ahnung mehr vom Internet.

28:30 Gavin Karlmeier

Nee, ich war wieder auf bei Gronkh, sorry. Also es gibt von Gronkh, dessen Management hat selber eine Website geschrieben, gebaut mit einem Namen Can I React, wo quasi genau dafür ein Umfeld geschaffen werden soll, damit Leute die Videos erstellen sein können. Bitte nicht, so hätte ich gern, dass ihr das nicht macht. Was ich aber sagen wollte und was ich interessant finde und wo es aber shady wird, ist, dass Jules angekündigt hat, alle. Reagierenden, die das machen oder nicht machen, zu veröffentlichen. Also er wird so eine Liste erstellen, so eine Art Pranger und all, die sagen, ich mach da nicht mit, wird er sozusagen so.

29:05 Florian Gregorzyk

Ja, okay, aber man muss ja auch sagen, der Tausender Kontaktpreis im Dezember ist so saftig. Also, ob ich da auf so einer Liste vorkomme oder vielleicht nochmal 30. 000 Euro gemacht habe, dann nehme ich die 30. 000 Euro, ehrlich gesagt, als Creator. Außer ich habe ein reines Herz. Und gerade im Dezember ist das wichtig.

29:23 Gavin Karlmeier

Viele Reagierende haben vielleicht kein reines Herz, willst du damit sagen?

29:27 Florian Gregorzyk

Da so weit würde ich mich nicht aus dem Fenster lehnen wollen.

29:30 Gavin Karlmeier

Gut. Hast du Bock, mit mir über Jugendliche zu sprechen, Floch? Bin noch unsicher, wird es aber mal abwarten. Es geht um die Gymstudie. Die Gymstudie wird jedes Jahr veröffentlicht. Der SWR steckt mit drin, die Landesanstalt in Baden-Württemberg. Also Medien, Landesanstalt von Baden-Württemberg sozusagen mit drin. Und die Gymstudie Jugendinformation Medien. Schaut sich an, wie junge Menschen das Internet nutzen, vorsichtig formuliert. Da ist zum Beispiel sehr interessant, dass wenn, also Sie haben Menschen zwischen 12 und 19 befragt, Und wenn du dir anschaust, welche Apps bei den Befragten, es gibt auch die ADZF-Medienstudie zum Beispiel, die haben wir ja auch schon gesprochen und es gibt noch Dutzend andere Studien, aber nach dessen Umfrage nutzen 23% der Befragten TikTok. 33% Instagram, 84% WhatsApp, soweit nicht überraschend, aber mehr Leute nutzen zum Beispiel Snapchat als TikTok. Wäre das so dein Gefühl gewesen?

30:23 Florian Gregorzyk

Ehrlich gesagt muss ich sagen, dass Snapchat mein großer blinder Fleck ist. Also, dass ich diese App einfach noch nie genutzt habe, weil ich einfach keinen Anwendungsfall dafür habe. würde, also überrascht mich aber auf jeden Fall nicht. Also ich glaube, dadurch, dass Snapchat ja so eine Art Hybrid ist aus WhatsApp und Instagram Und Instagram vielleicht tendenziell auch noch einen Tacken, weniger Funktionen hat, würde ich sagen, ja. Ist okay. Es ist ja jetzt auch nicht viel größer zum Beispiel als TikTok. Also es hält sich ja sozusagen die Waage. Beides mit ungefähr einem Viertel, wo die Jugendlichen sagen, das ist mir besonders wichtig. Weil besonders wichtig ja auch nochmal was anderes ist. Also klar, Unterhaltungsinhalte verteilen sich eben, aber persönliche Kontakte eben größtenteils bei WhatsApp und das ist dann besonders wichtig.

31:12 Gavin Karlmeier

Ich finde nur 23 Prozent dieser Altersgruppen ist nicht genug, um daraus abzuleiten, dass dort, obwohl das Gefühl entsteht, die aktuelle Popkultur stattfindet. Also natürlich spielt ein Teil der Popkultur dort. Aber ich finde, ein Viertel von allen reicht nicht, um zum Beispiel zu sagen, das Jugendwort des Jahres wird über Kanäle wie TikTok verbreitet.

31:34 Florian Gregorzyk

Naja, aber ich finde, da ist halt genau diese Fragestellung halt wichtig. Besonders wichtig. Also Die Frage ist ja nicht, wo findest du die neuesten Jugendtrendwörter, sondern die Frage ist, was ist dir besonders wichtig? Und besonders wichtig, da schneiden ja hier vor allen Dingen Plattformen ab. wo persönliche Kontakte stattfinden. Nämlich vorwiegend eben WhatsApp und Instagram ist ja tendenziell auch eine Ende. Wo junge Menschen eben die Storys auch ihrer Freundinnen, Freunde und so weiter sehen. Und deswegen glaube ich, dass das eher eine Rolle spielt und dass es sozusagen, dass TikTok, wenn, so würde ich es jetzt interpretieren, dass TikTok nicht dazu genutzt wird, persönliche Dinge zu teilen und es deswegen nicht diese besondere Wichtigkeit hat, vielleicht aber für andere Zwecke. Wichtiger ist als Instagram. Klar. Ist meine Hypothese.

32:20 Gavin Karlmeier

Ja, okay, verstehe ich. 16- bis 19-Jährige von denen, die befragt wurden, haben zu 90 Prozent gesagt, dass sie ChatGPT nutzen. Ja. 90 Prozent. Damit stellt sich eigentlich gar nicht mehr die Frage, ob man als Lehrer noch Hausaufgaben aufgibt, sondern eher vielmehr, wie kann man die noch so stellen, dass sie eigentlich KI-resistent sind.

32:39 Florian Gregorzyk

Ja, beziehungsweise oder wie kann ich mit meinen Schülerinnen und Schülern darüber sprechen? Einfach, ne? Also du du, du kannst dich nicht mehr, so wie es vielleicht Lehrer zu unserer Zeit hatten, so YouTube kenne ich nicht, will ich nicht, baue ich mich nicht mit beschäftigen. Ja, okay, weil dann wirst du halt jetzt Hops genommen. Ja.

32:53 Gavin Karlmeier

Punkt. Genau.

32:54 Florian Gregorzyk

So und überholt. Und die SchülerInnen lachen dich aus.

32:57 Gavin Karlmeier

Und was ich auch mag, ist, die Menschen, die die Studie durchgeführt haben, haben gefragt, wie die Selbsteinschätzung der Medienkompetenz ist. mit einzelnen Punkten. Da sind so Sachen dabei, wie könnt ihr eine PowerPoint-Präsentation erstellen? Da haben 79% gesagt, wir haben eine gute oder sehr gute Kenntnis davon. Interessant ist aber, dass zum Beispiel bei Deepfakes erkennen, nur 35% sagen, das kriege ich hin, Bilderrückwärtssuche sogar nur 33%. Also das Ein Großteil der Leute gibt in dieser Alterskohorte, die für sich selber auch identifizieren, oder den Kohorten für sich selber identifizieren, okay, wir sind nicht in der Lage, noch zu erkennen, was ist echt und was nicht.

33:34 Florian Gregorzyk

Die Frage ist ja, ist das nicht vielleicht auch eine gute Nachricht? Dass sie sozusagen über sich selber sagen stimmt, ne? Ich habe sozusagen die Selbstreflexion zu sagen Ich kann es an vielen Stellen einfach nicht mehr richtig sagen. Und das finde ich eigentlich, also Ist jetzt ja auch wieder eine Interpretation dieser Daten. Aber prinzipiell finde ich, kann einem das halt auch Mut machen. Es gab ja kürzlich nochmal diese Diskussion: sollte Social Media für junge Menschen verboten werden mit Altersbeschränkungen ab 16? In Australien wird das gemacht, in der EU wird es diskutiert. werdet ihr mit Sicherheit im Podcast hier auch mal drüber gesprochen haben. Und da denke ich mir immer, ja, okay, verbieten wir das dann halt auch unseren Eltern. Also, ich finde halt, das Ziel kann ja nicht sein, den Leuten das zu verbieten, sodass sie quasi erst ab einem gewissen Punkt damit in Kontakt kommen, sondern das Ziel muss ja sein, jungen Menschen das schon beizubringen, damit wenn sie irgendwann 30, 40, 50 sind, das auch immer noch. Wissen, dass es diese Deepfakes da draußen gibt. Und aus dieser Umfrage würde ich jetzt als jemand, der vielleicht der Jugend eher zugewandt ist, herauslesen, okay Blöd, dass die das nicht können, können wir anderen aber halt auch nicht. Das würde ich mitgehen, das kriegen sie auch nicht. Also bei den ganz neuen Sachen Sora und so oder dieses andere, was da jetzt von Google rauskommt, so, das sieht so real aus. Sorry, aber das, das, äh. Da müssen sich auch JournalistInnen müssen auch wir uns bei den Öffentlich-Rechtlichen hinsetzen und Sachen analysieren und gehen dann anhand von Indizien und dass das dann ein 16-Jähriger nicht kann, der das vielleicht einmal kurz auf TikTok sieht. Geschenkt.

34:58 Gavin Karlmeier

Ich mag deine, ich mag deine Art, da drauf zu blicken, weil ich glaube, ich gebe dir recht. Danke. Ich bin überzeugt. Ich wollte eigentlich noch mit dir hier an der Stelle darüber sprechen, dass es gerade große Veränderungen bei ChatGPT gibt. Weil offenbar ChatGPT davor steht, Werbung auszurollen. Wie auch immer die genau aussieht, wissen wir nicht. Es gibt sogenannte Bazar-Inhalte, bezahlte Suchanzeigen und ein Sucheigenkarussetter. Heißt wahrscheinlich irgendwie eine kleine Werbeklammer über deinem Chatfenster, wo dann steht, hey, kauft mein Produktmäßig. Und dass das in der kostenlosen Version eben ausgerollt werden soll, weil Leute dieses Feature in der Android-Beta entdeckt haben. Und dass OpenAI unbedingt was tun muss, um Geld zu verdienen. Also sie haben zum Beispiel im letzten Quartal 12 Milliarden US-Dollar Verlust gemacht. Das ist ziemlich viel. Und dass sie davon ausgehen, dass sie noch ziemlich viel mehr Geld einnehmen müssen. Damit Sie, also Sam Altman glaubt, dass sie im Moment neder C also Sie haben jetzt schon eine Billion an Ausgaben in Infrastruktur Projekte zugesichert, haben aber bislang noch keinen Weg, irgendwie an dieses Geld reinzukommen, müssen sich also irgendwie um Geld kümmern und Werbung könnte eine Möglichkeit sein. Einem theoretisch.

36:07 Florian Gregorzyk

Ja, aber ich meine, also wenn, wenn du zumindest in der nachwachsenden Gesellschaft schon so einen hohen Marktanteil hast, von 80, 90 Prozent der Menschen, die das benutzen, dann bist du ja im Prinzip fast bei einem Anteil von Google. Und dass du das dann irgendwann monetarisieren kannst, die Wette auf die Zukunft, die würde ich jetzt noch nicht als verloren eingehen, ansehen.

36:28 Gavin Karlmeier

Also HSBC, die Bank. Er hat gesagt, OpenAR wird wohl bis 2030 keine Gewinne erzielen können, müssen aber bis dahin 207 Milliarden US-Dollar aufbringen, um Wachstumspläne voranzutreiben. Und das führt jetzt alles dazu, dass diese Werbung wohl erstmal nicht kommen wird, weil, wie du schon sagst, der Marktanteil von Google Deswegen so ein interessantes Thema ist. weil Google gerade dabei ist, ein bisschen an OpenAI vorbeizuziehen. Und das sorgt dafür, dass es bei OpenAI gerade ein internes Memo gibt, das Sam Altman rumgeschickt hat, in dem er sagt, Code Red. Alle Kräfte werden abgezogen, die zum Beispiel neue Dinge wie Werbungen bauen sollen, um ChatGPT zu improven und damit die Competition sozusagen, die Rising Competition mithalten zu können. Sprich, man zieht jetzt alle Kräfte ab und sagt, wir müssen uns jetzt darum kümmern, dass Google uns nicht den Angang abläuft, weil sonst brauchen wir auch keine Werbung mehr.

37:16 Florian Gregorzyk

Im besten Fall hat das positive Auswirkungen für uns NutzerInnen. wenn man da einen Wettstreit drin sehen möchte, auch wenn es natürlich nur ein bipolare ein bipolarer Kampf ist. Aber im besten Fall führt das natürlich zu Innovationen. Sag ich uns mal. Ja. Was möchtest du Kritisches sagen? Guck schon so.

37:37 Gavin Karlmeier

Nee, ich denke mir die ganze Zeit so, die werden sich halt nichts schenken und dass die Leute, also natürlich wird das Innovation mit sich bringen. Die Frage ist, zu welchem Preis? Ob das wirklich nur dazu ist. dass das Produkt am Ende besser wird, oder sie sich gegenseitig auch darin zu überbieten, schneller Produkte an den Staat zu bringen, die dann weniger gut ausgereift sind. Was wir bei OpenAI schon sehr häufig erlebt haben und auch sehr häufig besprechen mussten.

37:58 Florian Gregorzyk

Ja, wobei man ja auch sagen muss, dass natürlich die Fehleranfälligkeit ja Immer noch recht hoch ist, sei es jetzt in der Bildgenerierung oder auch in dem Thema Recherchequellen, ETC, TC. Nichtsdestotrotz, sage ich mal, wenn Jetzt einfach nur dieser hypothetische Fall, um nochmal die Brücke zu schlagen, gerade wenn jetzt 85% der Schüler in Chat-GPT benutzen und Chat-GPT fällt aber. In neun von zehn Fällen durch die Klassenarbeitskorrektur des Lehrers durch, weil der ein Auge dafür hat, zu sehen, dass da einfach Sachen falsch sind oder Quellen nicht richtig angegeben werden. Google das aber schon besser macht. Ist das natürlich ein Vorteil. Sollte es jetzt aber natürlich so sein, dass die, ja, sag ich mal, einfach nur so Augenwischerei-Features, so hier mit uns kannst du irgendwie deine tollen, diese Spielfiguren, die man erstellen konnte, von sich selber. So, so. Mit solchen Spielereien, dann hilft uns das natürlich wenig, verpestet das Klima, weil jeder den Bums benutzt, um halt sinnlose Sachen zu machen.

38:59 Gavin Karlmeier

Und ehrlicherweise glaube ich, dass für den Marktanteil von ChatGPT diese dämlichen Figürchen und die Urheberrechtsverletzungen in Richtung japanische Kultur Dass die alle mehr gemacht haben, als die Fehlerinfälligkeit oder Sicherheit ergeben.

39:15 Florian Gregorzyk

Also fürs Klima natürlich eine schlechte Nachricht. Ja. So kann man es, glaube ich, sagen. Das kann man, glaube ich, so festhalten. Aber man darf ja hoffen. Du hast gerade gesagt, du hast ja gerade am Anfang gesagt: hier in der Folge wird es jetzt immer pessimistischer und so. Du hältst dagegen an. Du bist das Bollwerk-Schwenz-Schorz. Ich bin Hodor. Das habe ich nicht verstanden. Okay. Du hast Game of Thrones nicht geschaut?

39:35 Gavin Karlmeier

Nee.

39:36 Florian Gregorzyk

Ich habe auch Star Wars nicht gesehen. Das habe ich auch nicht, aber also. Das ist auch eine andere Diskussion. Hast du hier das neue Dingens jetzt gesehen? Stranger Things? Nee, ich glaube. Ich habe keine Staffel von Stranger Things gesehen. Okay, ich habe die erste geschaut, danach nie wieder und war unsicher, ob ich rein starten soll wieder. Kannst du mir aber auch nichts zu sagen?

39:53 Gavin Karlmeier

Kann ich dir nichts zu sagen. Nee, super.

39:55 Florian Gregorzyk

Danke, Flo.

39:57 Gavin Karlmeier

Ansonsten eine Kleinigkeit: Apple Maps und Apple Ads werden von der EU ins Visier genommen, weil sie möglicherweise nach DMA als Gatekeeper eingestuft werden könnten. Weil sie mehr als 45 Millionen aktive OS-NutzerInnen haben. Das ist im Fall von Apple Maps nachvollziehbar, könnte aber zu Veränderungen führen, weil du damit zum Beispiel eventuell feststellst. Dass du auf dem iPhone neue Standardkartendienste zum Beispiel nutzen können musst, wobei das auch jetzt schon technisch möglich ist, aber Es ist noch nicht so, dass du zum Beispiel die Karten-App öffnest und gefragt wirst, möchtest du nicht lieber Google Maps öffnen, wie es beim Browser zum Beispiel passiert? Im Fall von Apple Ads ist aber ein bisschen interessant, weil Apple Ads. eigentlich nur ein sehr kleiner Anteil am Werbemarkt in Europa ist. Sprich, die sind jetzt nicht so fett auf dem Markt wie Google, wie Meta, wie.

40:43 Florian Gregorzyk

Bei anderen Applikationen auf dem iPhone wirst du aber gefragt. Also möchtest du Apple Maps oder Google Maps öffnen? Ich weiß nicht, ob es noch andere Map-Dienste gibt, die dann geöffnet werden könnten über solche Hyperlinks. OpenStreetMap. Möglicherweise. Aber ist das eine Sache, die angezeigt wird? Ich weiß es nicht, die angezeigt wird. Also es ist ja technisch zumindest möglich.

41:02 Gavin Karlmeier

Wobei Apple selber sagt, Apple Maps hätte keine kritische Vermittlungsfunktion in Europa. Das ist jetzt erstmal der Versuch, sich irgendwie dagegen zu wehren, solche Dinge einzuhalten. Kennst du mehr Leute, die Apple Maps oder Google Maps nutzen? Ich glaube tatsächlich, dass in Deutschland sehr viel wenig Leute Apple Maps nutzen.

41:19 Florian Gregorzyk

Eigentlich auch meine Theorie, und deswegen bin ich immer wieder überrascht, wie viele von Leuten, die ich auch persönlich kenne, wirklich Apple, also nichts gegen Apple Maps so. Ich benutze das. Genau, sowas zum Beispiel, sodass man halt denkt, man kennt die Leute und dann will man mit denen gemeinsam wohin und dann öffnen die auf einmal Apple Maps und man ist so.

41:38 Gavin Karlmeier

Bruder, was? Wie konnte ich mich so in dir tun?

41:41 Florian Gregorzyk

So ungefähr geht's mir dann. Ich weiß auch gar nicht, warum. Ich weiß auch gar nicht, gibt es da irgendeinen Unterschied? Wahrscheinlich gar nicht, ne? Kugelmaps ist besser, ne? Nee, würde ich jetzt noch nicht sagen.

41:54 Gavin Karlmeier

Ansonsten vielleicht eine gute Nachricht, je nach Sichtweise, aber ich glaube, es ist eigentlich eine gute Nachricht, dass die Schweiz angekündigt hat, mit Blick auf den Cloud Act, über den haben wir ja schon ein paar Mal gesprochen, der Cloud Act ermöglicht, dass die US-Regierung auch auf. . im Ausland auf Servern amerikanischer Unternehmen gespeicherte Daten zuzugreifen. . Also wenn du zum Beispiel als Unternehmen oder Behörde Microsoft Cloud-Dienste nutzt, also Dinge in SharePoint speicherst. Hat die US-Regierung die Möglichkeit, an diese Daten ranzukommen? Das führt dazu, dass die Schweiz nun angekündigt hat, also auf Grundlage der Konferenz der Schweizerischen Datenschutzbeauftragten, ein faktisches Verbot internationaler Cloud-Dienste für Behörden einzuführen, sprich Dass der CloudAg dazu führt, dass Schweizer Behörden ihre Daten nicht mehr bei Microsoft, Google oder AWS speichern dürfen.

42:39 Florian Gregorzyk

Ja, also ich finde es auch ehrlich gesagt krass, wie viele Medien zum Beispiel auch solche Dienste nutzen. oder auch nutzen müssen, weil eigene Applikationen einfach viel zu schlecht sind. Und wo ich mir auch ganz häufig denke, also und Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass auch Regierungsmitarbeitende in den USA haben wir es mitbekommen mit Signal oder ein Steve Whitcoff, der irgendwie ja. Per WhatsApp telefoniert und so die Verhandlungen über die Ukraine per WhatsApp führt.

43:06 Gavin Karlmeier

Oder ein Atlantic Journalisten mit in den Führung.

43:09 Florian Gregorzyk

Also ne ich Ich glaube, dass wahrscheinlich die Arbeit für Geheimdienste sowieso so viel leichter geworden ist, weil das Weakest-Link sind halt einfach nur irgendwelche Leute, die einfach zu faul sind und Sachen entweder bei WhatsApp schicken oder bei Microsoft oder bei Google oder bei Amazon? Amazon speichern. Und darüber halt, dass, also ich glaube, es war noch nie so geil, FBI-Agent zu sein.

43:33 Gavin Karlmeier

Oder CIA. Und das ist eine ganz schreckliche Nachricht eigentlich. Tja. Wir bleiben emotional. Okay? Funktionen und Emotionen. Es ist Spotify Rap-Woche.

43:49 Florian Gregorzyk

Ich habe heute gesehen, dass man irgendwie schon so schätzen kann oder so. Das weiß ich nicht. Ich hab vorhin erst versucht zu updaten. Meine Apps sind alle nie geupdatet worden.

43:58 Gavin Karlmeier

Ja, du hast ja auch noch die Twitter-App. Bei dir hat Spotify noch das alte Logo aus. Also da will ich einmal ganz kurz sagen, in eigener Sache, also wenn ihr Hagnann per Spotify hört, was auf einige von euch zutrifft. Und wir in Wrapped auftauchen, würde ich mich mega freuen, wenn du die Öffentlichkeit darüber in Kenntnis setzt.

44:16 Florian Gregorzyk

Hast du ein Video dafür aufgenommen?

44:18 Gavin Karlmeier

Leider nicht, nee.

44:19 Florian Gregorzyk

Gavin.

44:19 Gavin Karlmeier

Ja, ich wollte nicht so Incentives setzen, dass die Leute unbedingt per Spotify hören sollen. Okay.

44:24 Florian Gregorzyk

Also bei uns bei 636 haben so ein Video aufgenommen.

44:26 Gavin Karlmeier

Ich habe es leider auch vergessen. Also ich wollte das erst machen, aber ich mache folgendes. Wer das postet, der kriegt von mir eine Schlafmachricht als Antwort. Ja, alle, die es posten, öffentlich kriegen eine Sprachnachsantwort. Aber auch, die das über andere Podcast-Dienste hören, dass wir da viel zu den Top-Podcasts des Jahres gehören. Alle kriegen von mir eine Sprachnachricht. Ich nehme den ganzen Nachmittag Zeit und beantworte die beiden Sprachnachrichten. Mach ich. Gib ich dir jetzt die Hand hier. Habe ich gute Emotionen zu? Danke. Nee, ich wollte eigentlich was ganz anderes erzählen. Also, Spotify Rap muss man, glaube ich, gar nicht mehr vorstellen, auch nicht viel darüber reden, dass es natürlich für diese Plattform, die extrem in Verruf geraten ist in diesem Jahr und wahrscheinlich Zumindest in der Wahrnehmung das schwierigste Jahr überhaupt hatte, dass das natürlich ein absolut brillanter Marketing-Move war, diese Idee an den Start zu bringen Und das denken jetzt auch andere, denn es gibt ja schon länger auch Apple Rewind, heißt es, glaube ich. Ein Feature, das eben bei Apple Music das gleiche tut. Tidle hat, während wir das While We Speak. gerade released title recap. Die Domain heißt übrigens noch Review. title bekommen. Also sie waren sich auf meiner noch nicht so ganz sicher, welcher Name. Irgendwas mit R. Irgendwas mit R. Aber es heißt Title Recap. Und auch YouTube-Recap gibt es und du kannst dir bei YouTube es anschauen, welche CreatorInnen du dir am meisten angesehen hast. Kann man das jetzt schon machen?

45:41 Speaker 4

In den USA geht das schon.

45:43 Gavin Karlmeier

Ich hatte noch keine Möglichkeit, das zu testen.

45:45 Florian Gregorzyk

Schade, ich hätte es geil gefunden, wenn wir das jetzt hier live mal durchgucken hätten können. Es geht leider. Mal für die Hackis ein paar Hintergrundinfos, was du so auf YouTube. Aber kannst du vielleicht mal so ein paar Infos? Also, was ist so ein Creator, den du auf jeden Fall viel geguckt hast dieses Jahr?

45:58 Gavin Karlmeier

Also, ich gucke halt echt philosoph-Videos. Super boring, aber das gucke ich mir halt an. Und dazu kann ich auch sehr gut abschalten. Also ich habe ja glaube ich schon mal öfter erzählt, dass ich mir fast jedes Video von Marcus Brown Lee anschaue. Das mag ich nicht. Super produziert, super eingeordnet. Der Typ hat eine Expertise, hat eine gewisse Unabhängigkeit, die ich ab.

46:17 Florian Gregorzyk

Er hat schon mehrere Firmen komplett zerstört durch seine Review-Videos.

46:20 Gavin Karlmeier

Ja, aber weil er halt offensichtlich die Dinge dann auch wirklich einfach bis zum Ende testet. Und das finde ich schon, das gucke ich mir schon gerne an.

46:28 Florian Gregorzyk

Ich gucke gerne Gronkh. Oder Pit Smite. Kennst du die? Ich kenne Pellutin. Ich gucke wirklich gerne Pizmeat. Ja, echt? Ja, möchte ich einfach mal. Das ist mein Happy Place, weil bei Pizmeet da geht es nicht nie um Politik. Da kann ich, da bin ich Mensch, da kann ich sein. Da kann ich einfach mal. Abschalten. Gut.

46:51 Gavin Karlmeier

Gleichzeitig hat YouTube aber, um nicht nur so in YouTube-Abfeierei zu geraten, scheinen sie ein Feature eingeführt oder verändert zu haben. Wir sind ja immer noch bei Funktionen und Emotionen, wo Leute sagen What? Also, es gibt Leute, die kriegen einen Link zu einem Live-Video, das gerade läuft geschickt, und können es nicht aufrufen. Mit der Meldung, wenn ein Channel weniger als 1000 AbonnentInnen hat, limitieren wir die Nummer der Live-ZuschauerInnen. Was ist denn das? Ja, das war auch damals der Grund, warum ich nie richtig berühmt geworden bin.

47:22 Florian Gregorzyk

Aber das ist doch eine. Das bremst Wachstum? Mit welchem Grund? Naja, wahrscheinlich ist der Hintergrund, dass die Spam, also würde ich jetzt sagen, dass die wahrscheinlich Spam-Livestreams irgendwie einschränken wollen oder dafür sorgen wollen, dass halt Ja, Leute sich erstmal beweisen müssen sozusagen. Das war ja schon immer so, dass du eine gewisse Anzahl von Abonnenten haben musstest für gewisse Features, um auch das Incentive zu haben, dir einen großen Kanal erstmal aufzubauen.

47:48 Gavin Karlmeier

Aber also es wäre ja fair, wenn YouTube sagt, du brauchst 1000 FollowerInnen, damit du live gehen kannst oder AbonnentInnen. Aber zu sagen, wenn du unter 1000 hast, kannst du live gehen, aber die können nur 20 Leute. Zu gucken. Ist halt super frustrierend.

47:58 Florian Gregorzyk

Ja, weil vor allen Dingen, also du kannst halt nicht explodieren. Du kannst nicht einen Livestream machen, der vielleicht super viel Mühe gekostet hat. Der läuft geil und, oder irgendein großer Streamer empfiehlt dich, ja, okay, Pech. Bringt dir halt gar nichts.

48:11 Gavin Karlmeier

Das ist halt das Ding, bitte geht nicht zu kick. Aber es ist genau das Ding, das spielt halt Leute zu Twitch Weil du bei Twitch halt das Problem noch nicht hast. Ja, also ins eigene Knie geschossen. Ja. Übrigens, YouTube hat gerade generell total struggle, weil also bei X. Muss man erstmal dazu sagen, bei Ex, was YouTube auf Ex veröffentlicht, ist uns eigentlich egal. Aber egal, was YouTube gerade auf Ex veröffentlicht, sie bekommen Community Notes. Sie schreiben zum Beispiel Sie haben gepostet, sometimes it's okay to press pause. Wo jemand das Community Note runtergeschrieben hat. Es ist wichtig, hinzuzufügen, dass es ein neues Feature bei YouTube gibt, dass du, wenn du auf Pause gehst, eine Werbung angezeigt bekommst. Oder YouTube schreibt, if you've ever posted a YouTube tutorial on anything, you deserve a gold star. Community Note darunter YouTube hat schon Dutzende Tutorial-Accounts fälschlicherweise gesperrt auf Grundlage von KI-Entscheidungen und damit teilweise Accounts vernichtet, die über eine Million AbonnentInnen haben. Also, ich finde, da fliegt dann dieses schöne PR-Bild, das man so aufbaut, fliegt dann bei so einer Community-geführten oder getragenen Plattform sehr schnell den Leuten um die Ohren. Ja, willst du eine Emotion von mir dazu?

49:19 Florian Gregorzyk

Wenn du eine hast. Also, ich finde wirklich, ich finde aber auch so für Die dann so posten, so esoterische Sachen posten. Finde ich auch, also weiß nicht, vielleicht bin ich da in einer männlichen LinkedIn Broetry Bubble intern verhaftet. Aber ich finde auch einfach, du bist eine Firma, schreib normal, wirklich.

49:36 Gavin Karlmeier

Danke. Ja, ist so. Wir bleiben in der Google-Welt. Google Maps hat jetzt ein neues Feature angekündigt, wo sie sagen: Also, ich stelle dir mal kurz vor, wie Sie es selber framen. Du hast jetzt die Möglichkeit, ein geheimer Weihnachtsmann für Unternehmen zu sein. Es gibt jetzt die Möglichkeit, bei Google Maps Rezensionen anonym zu verfassen, also dass der Name nicht auftaucht. Und also, das ist halt eine Funktion, die lädt ja dazu ein, dass sie missbräuchlich verwendet wird.

50:08 Florian Gregorzyk

Ja, oder vernünftig gebraucht hat, weil ich keinen Bock habe, wenn ich das nächste Mal in meinen Pizzaladen reingehe, dafür, dass ich da einen auf die Schnauze kriege, weil ich dem mal einen Stern gegeben habe, weil das einfach nicht warm war.

50:21 Gavin Karlmeier

Ja, verstehe. Ja, das stimmt so gesehen.

50:23 Florian Gregorzyk

Und also ganz ehrlich, dass Google-Rezensionen missbraucht werden, das ist ja wohl ein alter Hut.

50:27 Gavin Karlmeier

Ja, aber das wird ja so noch schlimmer. Man löst dir das Problem nicht, indem du einfach sagst, okay, dann ist es auch egal. Oder?

50:35 Florian Gregorzyk

Ja, okay, aber wie verifies du es? Weil ich finde, man muss ja schon auch die Waage halten zwischen wirklich Unternehmen Ich sag mal so, ich kenne jetzt Rezensionen größtenteils von irgendwelchen Pizzaläden oder Restaurants oder so, die vielleicht wirklich einen schlechten Service anbieten und wo dann aber nur noch Leute Rezensieren können, die verifiziert sind oder so, und dann hast du da nur drei Bewertungen. Das ist natürlich auch blöd für mich als User, weil ich will ja wissen

51:00 Gavin Karlmeier

Werde ich da hops genommen, wenn ich da. Interessantes Phänomen. Ich habe neulich für eine Übernachtung Hotelsrecherchierung eins gefunden, das hatte noch keine Bewertung. Würde ich nicht hingehen. Genau. Habe ich genauso gemacht. Auch komisch. Man weiß, die meisten Rezensionen stimmen eh nicht. Vom Gefühl her stimmt wahrscheinlich so nicht.

51:15 Florian Gregorzyk

Nur Leute, die besonders schlecht drauf sind, schreiben Rezensionen. Also, wie viele Rezensionen hast du in deinem Leben geschrieben? Zwei, und ich kannte beide Rezensierten. Okay, ich habe auch zwei geschrieben und das eine Mal bin ich so schlecht behandelt worden in einem Restaurant und das andere Mal fand ich es einfach doof. Oder nee, das andere Mal fand ich es richtig gut sozusagen. Aber das, was ich richtig doof fand, da habe ich so eine E-Mail irgendwann bekommen. Deine Rezension hat 10. 000. Leuten geholfen. Dafür, dass die mir mich Hobbs genommen haben, habe ich als Rezensent mal Mächtig gefühlt, ehrlich gesagt.

51:47 Gavin Karlmeier

Das sind so die kleinen Freunde im Alltag. Ja. Wir haben, jetzt bekommen wir in den ganz düßeren Teil, denn wir haben angefangen, alle Elon Musk-Nachrichten immer eins zu. Ende der Episode zu packen.

51:57 Florian Gregorzyk

Solltet ihr. Das war im März noch anders. Ja, das war früher noch anders.

52:01 Gavin Karlmeier

Es ist nicht immer Social Media, aber es passt irgendwie in unsere Themenwelt. Solltet ihr jetzt nicht weiterhören? Danke, dass du da warst, Flo. Solltet ihr weiterhören. Also es wird wild. Es ist ein Video-Viral gegangen und ein Post, in dem veröffentlicht Kim Kardashian. Kennst du? Ja. Indem Kim Kardashian veröffentlicht hat, dass sie kleine Löcher im Frontallappen als Teil ihres Gesinnes hat. Ähm, und das wird ist wohl als wird mit chronischem Stress erklärt, so wie eigentlich vieles, was man vom Arzt gesagt bekommt. Aber es wird mit chronischem Stress erklärt. Kardeshin selber hat ihr Gehirn aber als wunderschön bezeichnet, weil es so ein Trump-Move ist irgendwie, ne? It's a big, beautiful brain. I have the best brain. Er hat ja auch das beste MRT aller Zeiten gehabt. Naja, auf jeden Fall. Hat sie gesagt, ich muss einen Plan machen, um wirklich herauszufinden, was dahinter steckt. Ich habe diesen Sommer noch einiges zu tun, hat sie gesagt. Und sie hat auch bei Good Morning America gesagt, alles wird gut, was ihr Gehirn angeht. Jetzt gibt es aber die These im Internet, und das finde ich interessant, dass Kim Kardashian möglicherweise ein Testimonial für Gehirnchips oder sogar für das mask'sche Neuralink werden könnte. Also ist das alles nur eine Art Vorläufer einer möglichen Kampagne. Ist eine These, aber wird gerade extrem viel diskutiert. Viele Medien sprechen darüber und schauen da drauf. Und naja, über Neuraleng sprechen wir so selten, dass ich dachte, das bringe ich mal mit. Also, um dazu zu sagen, dass das Unternehmen das Gehirn-Chips einbaut, das Elon Musk. gehört.

53:23 Florian Gregorzyk

Hat nicht der erste Typ, der das verbaut bekommen hat, dann hinterher gesagt, er findet das voll geil, weil er damit irgendwie Civilization 6 zocken kann? Oh, das weiß ich nicht. Also irgendein Computerstrateg. Ich wäre saugespannt, wie Kim Kardashian irgendwie Age of Empires Grandmaster wird.

53:37 Gavin Karlmeier

Also der erste Child, der diesen Chip bekommen hat, ist der 29-jährige Noland Arbor. Sonst kann ich dir dazu nichts sagen. Neuralinks selber sagt, dass sie es schon geschafft haben, nach eigener Aussage bei blinden Menschen das Sehvermögen wiederherstellen zu können. Vielmehr können wir dazu gerade auch nicht sagen. Ich finde nur, wir sollten da mal ein Auge drauf haben, weil das wäre natürlich. Also, genau so musst du natürlich, wenn du Neuralink bist, einen Chip etablieren, mit einer mit Storytelling, mit einem prominenten Testimonial und so. Auf der anderen Seite würde es mich doch stark wundern, wenn Kim Kardashian das machen würde.

54:12 Florian Gregorzyk

Ich meine, genug Geld hat sie per se, dass sie das jetzt nicht braucht, aber natürlich ist es auch für sie ein cooler Marketing-Move. Hier, ich bin sozusagen, ich habe hier jetzt irgendwie was Spannendes, Elektronisches im Kopf. Ich finde, es ist ein Thema, das sollte man im Hinterkopf behalten.

54:27 Gavin Karlmeier

Gut, nicht schlecht. Lassen wir uns nochmal durch den Kopf gehen auch. Also wir kommen von Neuralink zu Starlink. Ja. Denn in China, wir kommen nochmal zu China und Taiwan. Also die Internetversorgung eines Landes. Zu stören ist nicht so easy, wenn du eine große Fläche hast, wie zum Beispiel, wenn du es mit Jamming betreibst. Das ist die Möglichkeit, Satelliteninternet vom Boden auszustören. Und deswegen hat China einen Versuch gestartet und zwar mit 2000 Drohnen haben sie ein elektromagnetisches Schild erzeugt, das theoretisch einen Starlink-Blackout auslösen kann. Das ist natürlich für China ein sehr interessantes Szenario, weil wenn wir daran denken, wie Starlink in der Ukraine durch das Satelliten unter Internet die Kommunikation der ukrainischen Armee gewährleistet hat, Und wir halt feststellen, dass Taiwan unter dem Schutz Amerikas steht, ob aus wirtschaftlichen oder politischen oder beiden Gründen, muss China sich dann natürlich etwas überlegen im Falle einer solchen Invasion. irgendwie genau diesen Kommunikationsweg abzuschneiden.

55:29 Florian Gregorzyk

Also ich glaube, man muss natürlich einfach per se erstmal vorsichtig sein, wenn China sagt, hey, wir haben jetzt das und das und wir können jetzt dies und das und wir haben jetzt hier und da diese Fähigkeiten jetzt vielleicht entwickelt, also da muss man glaube ich per se einfach erstmal vorsichtig sein Gleichzeitig ist es, glaube ich, nicht out of this world zu glauben, dass die Chinesen, was Drohnenherstellung und Drohnentechnik angeht, sehr weit fortgeschritten sind. Auf der anderen Seite sind die wahrscheinlich happy, wie weit zurückgeschlagen wir Europäer da sind, weil die denken ja okay, wir haben ja diese Technik, damit können wir Taiwan lahmlegen. Bei uns reicht es, wenn die einfach im rechenzentrum die Kabel durchschneiden. oder weiß ich nicht, einen Mast umkippen. Ganz bestimmt ist es. Also genau, aber blöd gesagt sozusagen. zeigt das, glaube ich, einfach, wie moderner Krieg geführt sind und sollte uns Europäern auch nochmal ein Warnsignal sein. Ich weiß, es ist jetzt auf Taiwan bezogen, aber also wir könnten Taiwan nicht helfen. Wenn es um sowas geht. Ja, mit dem Internet nicht. Nein. Also wir könnten beim Thema Drohnenabwehr und sei es jetzt Kampfdrohnen, seien es aber vielleicht auch Jamming-Drohnen, seien es Drohnen mit anderen Fähigkeiten, da können wir überhaupt nichts. Da können wir zugucken.

56:40 Gavin Karlmeier

Das war's. Apropos zugucken, Flo. In Deutschland starten die ersten Tesla-Testfahrten mit einem Fahrer am Steuer, der auch nur zuguckt, der aber die rechtliche Verantwortung dafür trägt, dass nichts passiert. Also Testfahrten im Sinne von vollautonomes Fahren. In neuen Städten kann man das als Beifahrer miterleben, wenn man das möchte. Man muss dazu sagen, es gibt schon immer mal wieder Unfälle. Von diesen Testfahrten. Aber in München, Berlin, Hamburg, Gießen, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hannover und weiteren Städten, wie es hier heißt, wird es eben solche Full-Self-Driving-Testfahrten geben, um zu überprüfen, ob das versprechen, dass Elon Musk 2016 gefühlt gegeben hat, ob das denn irgendwann tatsächlich einzulösen ist.

57:19 Florian Gregorzyk

Köln als Fahrradstadt ist nicht dabei. Würde mir vielleicht ein Hinweis geben, wie weit fortgeschritten das ist. Ja, ist auch wahr.

57:27 Gavin Karlmeier

Also Tesla hatte beim Unfall in Florida übrigens eine 33-prozentige Mitschuld an einem solchen Unfall. Weil der Fahrer den Autopiloten aktiviert hatte und ein Stoppschild übersehen hat und deswegen auf ein gepacktes Auto aufgefahren ist. Eine Frau ist dabei gestorben, ein Mann wurde schwer verletzt. Deswegen wurde Tesla auch zur Zahlung von einem Schadensersatz von 243 Millionen US-Dollar verurteilt in den USA. Also dieses Full-Safe-Driving ist halt einfach noch nicht da. Und man muss auch dazu sagen, dass Tesla sich als einziges Unternehmen, das das anbietet, Dagegen entscheidet Sensoren wie LiDA, zum Beispiel, also Laser-aktivierte Sensoren, einzubringen oder hochauflösende Karten, sondern sie arbeiten nach wie vor nur mit Kameras und neuronalen Netzwerken.

58:12 Florian Gregorzyk

Ja, also ich will ja selbst, ich will nicht, ich finde es immer blöd, wenn Leute so technikfeindlich sind, so ah ja, hier, hier. Aber ne, Also ich würde lieber noch leben, als 234 Millionen für meine Angehörigen zu haben.

58:29 Gavin Karlmeier

Exakt so. Und es geht auch nicht um Technologiefeindlichkeit, weil wir finden Technologie ja erstmal geil. Aber wir finden, dass wenn Technologie, also ich spreche für dich mit, ich hoffe, es ist okay, wenn Technologie im öffentlichen Raum stattfindet und ihr auch Entscheidungssoheit übergeben wird. Dass das nur dann möglich ist, wenn wir ziemlich sicher sind. . Schau dort an den TÜV. Also du siehst ja zum Beispiel, dass in, jetzt kannst du nicht wirklich vergleichen, aber ein bisschen, es gibt am Düsseldorfer Flughafen eine autonom fahrende Schwebebahn. So, den Sky Train. Und ich habe komischerweise da nicht so ein komisches Gefühl, wenn ich da einsteige, weil das Ding einfach Erstmal aufschieden ist und deswegen da niemand irgendwie davorspringen kann. Aber auch weil das eben TÜV geprüft ist und weil das getestet ist und weil die Leute offenbar wussten, was sie da gemacht haben. Und bei Tesla gibt es so viele Geschichten, die man halt Bauchschmerzen machen, auch wenn das trotzdem angesichts der Wie viele sind zehn Milliarden Kilometer, glaube ich, oder so, die da inzwischen zurückgelegt wurden von dieser Technologie, wenn es nur relativ wenig sind. Aber jeder Todesfall ist ja zu viel.

59:32 Florian Gregorzyk

Ja, natürlich. Schaut dort auch an die Schwebebahn.

59:35 Gavin Karlmeier

Absolut. In Wuppertal. Die auch. Die fährt allerdings noch mit Fahrer oder Fahrerin. Flo, es war mir eine Freude, dass du hier warst. Das war's schon. Achso, wir geben uns die Hand für die, die es nicht gerade sehen. Es war total schön, dass wir uns hier in dieses kleine Zimmer hier einlisten durften.

59:49 Florian Gregorzyk

Ja, Shoutout an Wilder, Wilder Studios in Köln.

59:53 Gavin Karlmeier

Nicht schlecht. Danke, danke, danke. Danke, dass du hier warst. Shoutout an 630.

59:57 Florian Gregorzyk

Ja, machen wir jetzt so. Genau, bei 630, also wenn ihr 634 gehört habt, ihr kriegt ein Video. Anders als die Hakis.

01:00:04 Speaker 4

Nee, die kriegen eine Sprachnachricht von mir persönlich.

01:00:06 Gavin Karlmeier

Ist viel cooler als uns vorher langes Video. Ansonsten, wenn ihr im Januar, im Februar noch Zeit und Lust habt, kommt vorbei. Hakt machen, geht auf Tour. Wir kommen nach Köln, Berlin, München und Leipzig. Für Leipzig gibt es auch ziemlich viele Tickets, will ich ehrlich sagen. Also für alle anderen Städte nicht. Also deswegen, wenn ihr zufälligerweise Lust habt, nach Leipzig zu kommen.

01:00:23 Florian Gregorzyk

Man muss sagen, Leipzig ist wirklich auch mal, ist auch ein Wochenendtrip wert. Ist es ein Wochenende oder ist es unter der Woche? Ist ein Dienstag. Auch dienstags. Tolle Stadt. Da ist recht.

01:00:32 Gavin Karlmeier

Kommt vorbei. Ansonsten könnt ihr diese Folge auch auf Campfire FM hören. Da gibt es ganz viele Kommentare, Bilder hier vom Tag, wie wir uns hier. eingerichtet haben. Ich habe keine Fotos gemacht. Ich mache eins vom Abbau. Findet ihr dann jetzt bei Campfire FM. Und ansonsten vielen Dank. Wir hören uns hier wieder am Freitag. Da ist dann, das lädt hier gerade. Das Internet ist hier nicht so gut, muss ich sagen. Am Freitag ist Nicola Balkenhol wieder hier. Die war auch schon richtig, richtig lange nicht mehr da.

01:00:59 Speaker 4

Da freue ich mich auch. Letzter Besuch am 01. 07. 2024. Anna der Garde nicht mehr da. Wow. Ich hoffe, wir sehen uns schneller wieder. Davon gehe ich aus. Gut. Danke, Flo. Bis dann. Danke dir. Ciao. Tschüss.