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Folge 531 · 28. Januar 2026 · 1:08 Std.

Ein Wort-Lüge-Verhältnis von 1:1

mit Torsten Beeck

Was halten wir vom amerikanischen TikTok? Unklar. Wir wissen nur: Die neuen Betreiber halten uns offenbar für blöd, denn deren Erklärung, wieso bestimmte Videos und Begriffe verschwinden, ist ein angeblicher Stromausfall – in einem Rechenzentrum einer der größten Rechenzentrumsbetreiber der Welt. Ahja. Dass diese Videos ausgerechnet das ICE zum Thema haben und dass DMs mit dem Wort “epstein” ausgerechnet die sind, die nicht weitergeschickt werden können, ist dabei ein eventuell sehr wichtiger Teil der Wahrheit.

Apropos Wahrheit: Wir müssen auch über Meta sprechen, über X, über die EU und über Frankreich.

➡️ The Verge über VISA und X: https://www.theverge.com/ai-artificial-intelligence/867874/stripe-visa-mastercard-amex-csam-grok

Kapitelmarken

KI-unterstützt

  1. Nachhak
  2. TikTok USDS JV unter Druck
  3. Upscrolled und Skylight Social
  4. Threads findet FIFA "gefährlich"
  5. WhatsApp wird zum VLOP
  6. Meta pausiert KI-Avatare für Teenager
  7. EU leitet zweite DSA-Untersuchung gegen X ein
  8. Social-Media-Verbote für Minderjährige in UK und Frankreich
  9. Funktionen und Emotionen
  10. Wie kommt der Graue Haken 2025 zu Markus Söder?

Transkript

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00:01 Intro

Haken dran, das Social Media Update der CT.

00:06 Gavin Karlmeier

Hallo Thorsten. Hi Gavin. Bei mir ist heute Thorsten Beek, Chefredakteur Heise Medien und Chefredakteur Hakendern auch, also eigentlich hier mein Abschlussredakteur, wie wir neulich schon festgestellt haben. Irgend quatscht er nicht, aber hört sich Thorsten vorher einmal an, bevor er online geht.

00:22 Torsten Beeck

Wenn das so wäre, dann würde ich gar nicht mehr aus dem Arbeiten rauskommen.

00:26 Gavin Karlmeier

Aber ich ja auch nicht. Das ist ja nur fair. Natürlich. Wir haben heute einige Themen und wir müssen deswegen auch direkt reingehen, aber ich will mit einem kleinen Housekeeping oder wie es jetzt heißt, Nachhag reingehen. Wir haben einen neuen Namen fürs Housekeeping. Habe ich gestern schon gehört. Ja, gut, ne? Haben wir uns überlegt. Und zwar berichtet TechRad, dass das Trump T1 Phone tatsächlich im März ausgeliefert werden könnte. Und ich habe extra mit dieser Meldung gewartet, bis du hier bist, weil ich ja bei dir schon angemeldet habe, ich möchte das testen, wenn es nicht. kommt.

00:59 Torsten Beeck

Ja, das wird immer absurder, das zu testen. Also es ist irgendwie inzwischen technisch überholt, dann haben sie ja irgendwie auch schon ein neues angekündigt. Da kommen wir gleich zu. Das ist wild, alles.

01:11 Gavin Karlmeier

Ja, also das sollte eigentlich schon im letzten Sommer kommen, aber da gab es Schwierigkeiten mit den Lieferketten und so. Jetzt fehlt noch die FCC-Lizenz, also die, die man braucht, um in den USA zu das Mobilfunknetz zu nutzen, die Wahrscheinlichkeit, dass es das bekommt, ist relativ hoch, würde ich sagen. Aber abwarten

01:31 Torsten Beeck

Ja, es ist ja auch nicht mehr Made in Amerika, ne? Es ist ja jetzt irgendwie.

01:36 Gavin Karlmeier

Nee, es könnte Made in Amerika sein, dass sie das versprechen.

01:39 Torsten Beeck

Ja, es könnte mit in Amerika sein, wenn es Fabriken gäbe, die diese Produkte in Amerika herstellen würden. Aber es ist alles völlig irre. Und ich glaube, irgendwie, du willst das ja testen, da ist ja irgendwie Android 15 drauf. 17 ist jetzt angekündigt, das ist also, besser geht es wirklich gar nicht.

01:59 Gavin Karlmeier

Naja, aber man will sich ja noch steigern können und darüber berichtet jetzt gerade The Verge auch. Dass es wohl auch ein Trumpfall und Ultra geben soll, berichtet zumindest einer der Top-Manager des Unternehmens. Wir wissen noch gar nichts über dieses T-Ban Ultra, aber es soll, wie es heißt, ein auf, ich zitiere Ein Premium-Gerät, das auf dem Erfolg des ursprünglichen T1 aufbaut. T One ist das Gerät, das noch nicht ausgeliefert wurde.

02:28 Torsten Beeck

Ja, ich finde das wirklich, ich finde das eigentlich wirklich spannend, weil das ja so Politikmerch ist. Also man stelle sich mal vor, der Bundeskanzler würde so ein Bundesphone auf den Markt bringen. Ich finde das wirklich, also ich. Ich finde das wirklich irre. Aber und der, der wahrscheinlich ist es auch egal, was das technisch kann. Das könnte auch einfach ein goldangemalter Holzplotz sein. Es würde irgendwie sein Publikum finden, weil der Kern-USP definitiv nicht die Technik ist, sondern politische Identifikation. Und das, also ja, am Ende kann man da drüber lachen. Eigentlich darf man über sowas gar nicht reden. Aber wenn es das denn tatsächlich gibt, dann kannst du ja eins bestellen. Kannst du das testen und dann machen wir den großen Haken-Dran-T1-Test.

03:22 Gavin Karlmeier

Das Rambo-Zambo-Fone will ich dann aber auch testen, wenn es kommt.

03:27 Torsten Beeck

Ja, das Rambo-Zambo-Tarif.

03:31 Gavin Karlmeier

Genau, Rambo-Zambo Mobile. Wo wir gerade bei Politikmerch sind, wir müssen über TikTok sprechen. Und zwar die amerikanische Dependance von TikTok, TikTok USDS. Wir haben übrigens geklärt, wofür das heißt. Das heißt TikTok US Data Security. Das ist der Name dieses Joint Ventures, das es jetzt gibt. Und es gibt so ein paar Berichte, die sich in dieser TikTok-Welt irgendwie bewegen und über die wir sprechen müssen. Also vorneweg gibt es Zahlen, die CNBC zusammen mit Sensor Tower, ein Markt. . erhoben hat, dass die täglichen Deinstallationen von TikTok um 150 Prozent gestiegen sind, verglichen mit den letzten fünf drei Monaten und zwar in den letzten fünf Tagen. Das ist, glaube ich, nicht so viel, wie es gerade so abgefeiert wird, oder?

04:17 Torsten Beeck

Ja, vermutlich nicht, weil die Deinstallationen von TikTok wahrscheinlich nicht super hoch waren. Und da sind natürlich auch so die, keine Ahnung, die App funktioniert nicht. Ich lösche die mal und installiere die neue Deinstallation so dabei. Also da wäre ich jetzt, das ist jetzt keine Zahl, die und 150% klingt jetzt viel, aber Wenn die Basis 5000 war, dann ist es jetzt auch nicht so, dass einen das umhaut.

04:41 Gavin Karlmeier

Richtig, vor allem weil es auch eben den Moment gab. dieses Ausfalls, dieses Jengaus bei TikTok US. Wir haben darüber gesprochen, am Sonntag war TikTok für einige Stunden nicht erreichbar. Und nach wie vor sind auch einige Funktionen von TikTok immer noch nicht einsatzfähig. Also es gibt einen Glitch. Angeblich gab es einen Stromausfall, was für Oracle ziemlich erbärmlich wäre, wenn ein Stromausfall dazu führt, dass TikTok einfach nicht mehr erreichbar ist als einer der größten Datencenterbetreiber der Welt. Also, halte ich für unglaubwürdig.

05:13 Torsten Beeck

Ja, also die werden vermutlich nicht irgendwo einen Tauber-PC hinter den Schrank gestellt haben und hosten das da drauf. Also Orkell.

05:20 Gavin Karlmeier

Mit so einem Sticker nicht ausschalten, TikTok-Server.

05:25 Torsten Beeck

Also ein Stromausfall sollte so einem Unternehmen gar nichts machen.

05:30 Gavin Karlmeier

Genau, eigentlich nicht. Aber was im Moment passiert ist, es gibt immer noch einige Bugs, langsamere Ladezeiten Timeout Requests in der App, vor allem dann, wenn du neuen Content hochladen willst und likes haben, äh, viele Videos haben null Likes oder null Aufrufe. Sie sagen, Sie werden trotzdem gezählt. Trotzdem posten Sie gerade im 12-Stunden-Rhythmus über den X-Account TikTok-USDS-JV, also Joint Venture. dass sie daran arbeiten, das Ganze wieder in den Griff zu kriegen. Wir haben schon signifikante Fortschritte gemacht, haben sie zum Beispiel kurz vor Aufzeichnung dieser Episode hier am Dienstagabend gepostet und stellen unsere Infrastruktur mit unserem US Data Center Partner wieder her. Aber es gibt immer noch Technical Issues, wenn du neuen Content hochlädst. Und das ist interessant, dass sie sich dafür so entschuldigen und sich dazu positionieren, weil offenbar stellen auch die. . möglicherweise gerade einen gewissen Frust fest, weil bemerkenswert ist ja, es ist nicht so, dass du bei jeder Form von Videos irgendwelche Fehlermeldungen, Timeout-Requests oder irgendwelche Zurückweisungen erfährst, sondern vor allem bei Videos, die zum Beispiel die Angriffe der Eistruppen in Minneapolis zeigen. Ob da jetzt ein politischer Zusammenhang besteht oder nicht. Unklar. Es geht aber sogar noch weiter, wenn du TikTok-DMs verschickst, in denen das Wort Epstein auftaucht, kann diese Nachricht nicht verschickt werden. Und das müsste doch mit dem Teufel zugehen, dass das nur alles an einem Stromausfall in deinem Datencenter liegt, dass alle anderen Begriffe verschickt werden können, aber der Begriff Epstein in den USA gerade nicht. TikTok USDS Joint Venture selber sagen Also wir haben an den Moderationsrichtlinien nichts verändert, das kann gar nicht sein. Wir gucken uns das mal an. Aber das hat dazu geführt, dass Kalifornien, so hat es der Gouverneur Gavin Newsom schon angekündigt, jetzt schon erste Untersuchungen eingeleitet hat, ob möglicherweise TikTok State Law

07:23 Torsten Beeck

Ja, also aus eigener Erfahrung würde ich sagen, man muss da immer ein bisschen vorsichtig sein mit solchen Behauptungen und das nur weil irgendwie das zweimal nicht funktioniert hat. Heißt das erstmal nichts? Grundsätzlich aber trotzdem gut, dass da auch politisch inzwischen reichlich Aufmerksamkeit drauf ist Aber für die Plattform ist es natürlich trotzdem eine Katastrophe, weil die Plattform, also das Vertrauen in die Plattform, das geht nicht kaputt. weil es Beweise dafür gibt, sondern weil irgendwie Menschen das Gefühl haben. Also dieses alleine bin ich so dieses, dieses was sich ja hartnäckig hält, mein Smartphone hört mir zu, wie oft man das hört und wie oft das schon auch von verschiedensten Seiten und auch eher von sehr neutralen Seiten Widerlegt wurde. Wenn ich Angst habe davor, dass ich zum Beispiel kontrolliert werde oder überwacht werde, dann ist es völlig egal, ob das stimmt oder nicht. Das ist halt ein Keller für die Plattform.

08:21 Gavin Karlmeier

Ja, wobei diese Berichte von vielen JournalistInnen reproduzierbar waren, also die Tatsache, dass eine Nachricht, in der nur das Wort Epstein steht, dazu führt, dass du eine. . Meldung bekommst, in der drin steht, dass diese Nachricht gegen die Community-Guidelines verstößt und dass das halt vor allem jetzt auffällt. Genauso dass Videos, die eben sich mit Eisbeamten im generellen Auseinandersetzen, deutlich weniger Reichweite bekommen, im Zweifel sogar gereviewt werden, stärker als das in der Vergangenheit der Fall war, so berichten das zumindest amerikanische NutzerInnen. Das wirkt alles jetzt nicht ganz so, als wäre das irgendwie ein Versehen oder als könnte man das tatsächlich mit einem Stromass. . zusammenbringen. Das halt Bullshit.

09:00 Torsten Beeck

Also wenn die wirklich so einen Begriff wie Epstein blacklisten, dann sind sie halt dümmer, als man annehmen könnte. Also ich will das gar nicht besprechen, das kann ja gut sein. Aber solche gerade in Direktnachrichten irgendeine Form von Blacklisting einzuführen, dass sich nicht mit Kriminalität oder so beschäftigt Das ist ja auch sehr, sehr schnell nachweisbar und es ist ja klar, dass denen das um die Ohren fliegt. Ich würde jetzt vermuten, dass sie eigentlich nicht so doof sind Was so das Demoten von Daten, äh, das Demoten von Videos angeht oder die Sichtbarkeitsreduzierung, da bin ich mir relativ sicher, dass sie das tun, wie auch immer. Das zeigt aber ja auch ein bisschen, das ist natürlich auch nicht so ganz trivial. Das ist ja nicht einfach so, dass man irgendwie so ein So ein irgendwas kopiert und auf einem anderen Server installiert und dann ist alles wieder wie vorher. Klar. Da steckt halt schon auch eine ganze Menge drin. Und dass das gerade noch ruckelt und bestimmte Dinge nicht so richtig funktionieren, oder auch Moderationsteams noch nicht so funktionieren, oder auch bestimmte Guidelines noch nicht so implementiert sind, wie man sich das vielleicht wünschen würde. Ich Also, es ist natürlich alles, also in den USA ist im Moment ja alles möglich und alles ein bisschen irre. Gleichzeitig ist das halt schon echt ein komplexer Prozess, sowas umzuziehen.

10:22 Gavin Karlmeier

Ja, absolut. Aber ich habe noch so ein paar Beispiele. Wenn ich dir den Namen Phineas O'Connell sage, weißt du, wer das ist? Kleiner Gen Z-Check. Oh nee, keine Ahnung. Phineas O'Connell ist der Bruder von Billie Eilish und der Produzent der Songs von Billy Eilish. Und Phineas hat 3,9 Millionen FollowerInnen auf TikTok und er hat ein Video hochgeladen, in dem er ungefähr sagte, dass dass es erst für Bigot hält, dass in den USA Schulmassaker in Kauf genommen werden, damit alle nach dem Second Amendment weiterhin Waffe tragen können. Jetzt aber das Eis jemand erschießt, weil jemand eine Waffe besessen hat. Ähm, dieses Video hat nur 114 Likes bekommen, was bei 3,9 Millionen FollowerInnen relativ wenig ist. Vor allem aber, dass in den Kommentaren einige Leute schreiben, sie können das Video nicht sehen, es spielt nicht richtig ab, es bricht immer ab. Und so weiter und so weiter. Mittlerweile scheint das Video wieder ein bisschen mehr Sichtbarkeit zu bekommen. Es hat auch schon 370. 000 Likes aufgebaut, nachdem Medien darüber berichtet haben. Aber dass da dieser Zusammenhang besteht, dass Themen, die möglicherweise auf Review-Listen stehen, in denen möglicherweise auch Begriffe wie Eis drinstecken, dass die möglicherweise in dem Zeitraum dieser Migration auf andere Server möglicherweise noch stärker eingeschränkt werden als andere Inhalte, das würde ich für fast unbestritten halten, ehrlicherweise.

11:46 Torsten Beeck

Ja, also will ich auch gar nicht bestreiten, glaube ich sofort. Also im Zweifelsfall hat man relativ harte Regulierung erstmal eingesetzt. weil man halt eben andere Sachen gerade noch nicht kann oder noch nicht dazu in der Lage ist. Ich also dass die versuchen, gerade politischen Content von der Plattform zu drängen. weil der sich vor allen Dingen schlecht vermarkten lässt, ist, glaube ich, etwas, was auf anderen Plattformen auch passiert und was natürlich auch echt bedenklich ist. Und was auf der anderen Seite natürlich An der Stelle, wenn das halt dann so Prominente tun, sehr schnell sehr sichtbar wird und das die Sache eigentlich nur noch schlimmer macht. Das ist ja, das kriegt ja jetzt eine Aufmerksamkeit auf, auch in normalen Medien. Andere Plattformen werden darüber berichten, andere Nutzer, die Nutzer gucken nach. Also, das ist ja, also Meerst Rising geht ja gar nicht. Absolut, so ist das, ja.

12:48 Gavin Karlmeier

Ja, soviel an dieser Stelle zu TikTok, aber es gibt gerade ein paar andere Apps, die boomen. die sozusagen möglicherweise vor allem dadurch wachsen, dass eben die Leute sich von TikTok zumindest im Einzelnen verabschieden. Eine davon ist Upscrolled. Eine App eines palästinensisch-jordanisch-australischen Technologie-Experten, wie es heißt. Also mehr Multikulti geht gar nicht. Die App ist gerade auf Platz 5. im App Store in den Vereinigten Staaten, auf Platz 6 in Australien, auf Platz 8 in UK und auf Platz 4 in Deutschland. Und sie vereint sozusagen Features von Instagram und X. Also du kannst da Textbeiträge eigentlich Am Ende Facebook. Du kannst Textbeiträge, Fotos und Videos posten und hast eine Timeline. Das Versprechen ist eine unvoreingenommene Haltung gegenüber politischen Agenden. Whatever that means.

13:34 Torsten Beeck

Ja, gutes Timing, ne? Also gerade in einer Zeit, wo Leute, also wo TikTok sehr viel Aufmerksamkeit bekommt, X eigentlich nicht mehr benutzbar ist. Die Leute irgendwie auch, glaube ich, das Gefühl haben, dass Algorithmen ihnen eigentlich das ist, also es gab ja gerade so diesen 2016, 16, ich erinnere mich mal, wie es vor zehn Jahren war. Das ist ja eigentlich der Punkt, wo Algorithmen immer stärker auf den Plattformen aufgetaucht sind. Und die Leute. Glauben zumindest sich zurückzusehen in Zeiten, wo das irgendwie einfacher war. Ich glaube ja nicht so richtig daran, weil eine eine chronologische Timeline nur dann funktioniert, wenn man mit sehr, sehr wenig Leuten connected ist. Sonst verpasst man wahnsinnig viel. Also irgendeine Form von Sortierung braucht man. Die Frage ist nur Braucht man eine Sortierung, die darauf optimiert ist, die Aufenthaltsdauer und die Werbeausspielung zu optimieren. Das ist halt, ne, also das ist, glaube ich, das. Aber Grundsätzlich ist so dieses antialgorithmische vermutlich auch nicht super hilfreich. Aber die versuchen natürlich, die frame das sehr in diese Richtung, auch das antizensorisch zu sein. Und ja, haben glaube ich einen guten Zeitpunkt gerade. Das ist halt so eine so eine Flucht App.

14:58 Gavin Karlmeier

Vor allem, also ich finde daran auch zwei Sachen spannend. Zum einen, wie sich der Begriff von Zensur und Meinungsfreiheit dann jetzt doch schon wieder so ein bisschen gewandelt hat, weil man damit jetzt einen Anreiz bietet, nicht zum Trump-Namen TikTok zu gehen, während wir vor zwei Jahren diesen Begriff Meinungsredefreiheit, Freedom of Speech immer wieder damit verbunden haben, dass vor allem Elon Musk auf X damit Content-Moderation eigentlich verhindern wollte. Also wir schauen immer wieder, immer von anderen Seiten auf dieses Wort. Und das finde ich sehr interessant. Da könnte man, glaube ich, sehr spannende Abhandlungen drüber schreiben. Und zum anderen. Ja.

15:30 Torsten Beeck

Nee, ich wollte nur sagen, das ist am Ende, es ist ja total gekippt an der Stelle. Also, das, was du sagst, stimmt ja total. Wir haben ja eher darüber geredet. dass Redefreiheit irgendwie eine ganz gute Sache ist oder in Deutschland Meinungsfreiheit, aber dass das trotzdem Grenzen haben muss, Da, wo die Rechte anderer davon betroffen sind. Und wir haben ja eigentlich eher das in Richtung, das Brauchtmoderation und das Brauchgrenzen und man muss sich irgendwie auch an Gesetze halten und man kann Also, das ist ja in eine ganz komische Richtung gegangen. Aber das passiert ja immer. Also, das passiert ja immer dann, weil Rechte Narrative bedienen, die sie eigentlich gar nicht haben wollen. Also die wollen ja auch, dass jeder eine Waffe tragen kann, bis jeder eine Waffe trägt. Dann finden sie das auf einmal nicht gut, kommt nämlich immer darauf an, wer die Waffe trägt. Und das ist ja bei Elon Musk in den letzten zwei Jahren auch ganz deutlich gewesen. Der findet Meinungsfreiheit oder Redefreiheit nur so lange toll. Solange Leute das nicht nutzen, um zum Beispiel ihn anzugehen. Und wenn man dann irgendwie weiß ich nicht, seinen Jet trackt, äh, was findet er bei anderen total lustig? Aber wenn es sein Jet ist, dann findet er es nicht mehr so lustig. Und ähm Also das erleben wir ja an ganz vielen Stellen.

16:45 Gavin Karlmeier

Ja, absolut. Und das andere, was ich daran so interessant finde, hier im Beispiel Upscrolled, ich habe das noch nicht getestet übrigens. Ich werde das bis zur nächsten Folge mal installieren und ausprobieren. ist, dass es eine App ist, die aus Australien kommt. An dem Land, in dem junge Menschen ja TikTok auch schon gar nicht mehr benutzen können. Und dass das. eben einer der Gründe sein könnte, warum das in Australien auch so boomt, weil Up Scrollt eben nicht diese kritische NutzerInnenzahl erreicht, um in das Social Media Verbot für junge Menschen zu fallen.

17:13 Torsten Beeck

Ja, und das ist auch einer der Gründe, warum diese Social Media Verbote nicht funktionieren. Da werden sich im Zweifelsfall halt ganz schnell so Mikrokosmos. Apps und so entwickeln oder die Leute flüchten halt in In-Game-Chats oder weißt du Teufel was. Also das war. Ja, zum Beispiel. Aber junge Leute werden sich nicht davon abhalten lassen, miteinander irgendwie zu kommunizieren und irgendwie auch zu posten und Also, das wird einfach nicht funktionieren, mal abgesehen davon, dass ich weit, also wir haben da ja auch schon mal drüber gesprochen. Meine größte Sorge ist einfach so, dass ich bald nur noch ins Internet kann, wenn ich vorher meinen Ausweis vorgezeigt habe. Und dass am Ende damit sich gar nichts verbieten lässt und auch gar nichts gelöst ist, sondern dass einfach nur so ein Feigenblatt ist, wir haben ja jetzt mal was getan. Aber das gilt ja für alle Plattformen. Auch so diese Freiheitsrhetorik und diese Free Speech, hier kann man alles sagen, hier wird nichts eingeschränkt und so, das ist ja erstmal ganz schön. Es stellt sich nur bei allen Plattformen irgendwie raus oder jeder, der auch nur mal irgendwie ein Forum betrieben hat, stellt fest, ab einer gewissen Größe braucht man Moderationsprinzipien und auch Leute, die gewährleisten, dass das funktioniert. Das ist ja immer nur so lange so gemütlich, solange man so irgendwie unter sich ist und keine Ahnung, Twitter war am Anfang auch komplett unmoderiert und niemand hat irgendwie gesagt, oh, das ist aber anstrengend, weil man da irgendwie unter sich war. Und wenn mal jemand irgendwie ausfällig wurde, dann hat er von zehn anderen gehört, ey, benimm dich mal und dann war es auch gut. Das funktioniert halt ab einer gewissen Größe nicht mehr. Am Ende ist das ja eine sehr klassische Plattform. Also es ist ja, ähm, das ist ja jetzt nicht gerade ein technologischer Durchbruch, was die da machen. Also auch keine freien Protokolle oder irgendwie. Es ist einstmal ein Die nutzen gerade die Gunst der Stunde auf verschiedenen Ebenen, und das gab es ja schon immer, dass dann irgendwas aufgepoppt ist. Ich glaube trotzdem nicht daran, dass dass das jetzt irgendwie weltweit etwas wird, was jetzt. Komplett abgeht.

19:14 Gavin Karlmeier

Nee, das nicht. Wir können ja gleich auch nochmal ein bisschen, ich habe nochmal was anderes. Die ist nämlich nicht die einzige App, die abgeht. Eine andere App, sorry, eine andere App, bei der es gerade so ein bisschen boomt, ist Skylight Social. Das ist TikTok auf dem AT-Protokoll, das wir von Blue Sky kennen. Also ich würde mal sagen, teildezentral immerhin, aber zumindest Open Source technologisch. Also wir können in den Quellcode schauen und können uns angucken, wie das da eigentlich funktioniert. Und diese App hat 380. 000 NutzerInnen erreicht in den letzten Tagen. Durch einen Anstieg der Anmeldung um 150% sind nicht dieselben 150% wie die Leute, die sich bei die TikTok gelöscht haben, muss man direkt dazu sagen. Weil um an der Verhältnismäßigkeit herzustellen, hier sind es 380. 000 NutzerInnen, was eine Neuregistrierung von 150 Prozent angeht, können Mathematiker jetzt aussehen, wo das herkommt. TikTok hat in den USA etwa 200 Millionen aktive NutzerInnen im Monat.

20:07 Torsten Beeck

Ja, das ist natürlich winzig. Trotzdem ist es erstmal ja spannend, dass auf diesem AT- oder Ad-Protokoll neue Produkte entstehen. Und man seine Identität behalten kann, wenn man den Anbieter wechselt und irgendwie die Feeds austauschbar sind und auch Moderation in irgendeiner Weise. Pluralisiert werden kann und nicht nur bei einer Firma liegt, das ist ja schon ganz spannend und ist natürlich auch ein struktureller Unterschied zu TikTok, Instagram, YouTube, whatever. Aber Ja, das ist halt kein, also ich weiß nicht, ob das jetzt Masse ist. Nee, das wahrscheinlich nicht. Es gucken halt sich. Also ich glaube, die Leute merken halt, dass es halt politisches Misstrauen, es gibt diese Moderationsdebatten, es gibt regulatorischen Druck, es gibt im Zeitungsfall auch Druck von Eltern, die halt irgendwie sagen, hänge ich den ganzen Tag auf TikTok rum. Weiß der Geier, es gibt da, glaube ich, genug Genug Gründe, auch mal was anderes auszuprobieren. Und am Ende werden die Leute immer da sein, wo ihre Peergroup ist oder wo die Creator sind, die sie interessieren. Und da werden es halt diese Plattformen wahnsinnig schwer haben, weil auch die Creator halt natürlich da sind, wo sie erstmal am meisten Geld verdienen. Und wenn du dann auf so einer kleinen Plattform genau gar nichts verdienst oder halt irgendwie ähm, 5000 Follower hast, dann wird das halt schwierig. Auf der anderen Seite gibt es vielleicht dann auch so ein Gold Rush-Ding. Also das ist halt irgendwie eine Handvoll Anfang und andere Folgen und Sie auch ihre Chancen sehen, sich langfristiger weniger abhängig von Plattformen zu machen, weil sie zum Beispiel ihre Identität zukünftig irgendwo mit hinnehmen können, wo gerade die Musik spielt.

21:55 Gavin Karlmeier

Ja, absolut. Aber das sind wir nun nicht. Nee, das ist lange Arbeit und viel, viel darüber sprechen, glaube ich, was hilft und auch Werbung machen und erklären, dass. Diese alternativen Angebote vielleicht auch, doch die Zukunft sein können. Ich habe ja gesagt, das Fediverse hatte noch nie so wenig NutzerInnen wie jetzt. Ne, wird niemals so wenig NutzerInnen haben wie jetzt. Das ist mein Satz.

22:16 Torsten Beeck

Ja, und also ich ja, ich finde das auch tatsächlich interessant, dass Technologie immer politischer wird. Also, ob das jetzt Zugang zum Internet ist, wie man es im Iran sieht, dass irgendwie das Internet abschalten etwas ist, aber auch Wie umgehe ich das? Und technologisches Wissen ist etwas, was mir im Zweifelsfall hilft, mich wieder politisch äußern zu können. Also ich am Ende, ich finde das immer, man hat immer gedacht, naja, da sowas passiert halt im Iran, aber wir bewegen uns ja gerade mit Blick auf die USA immer mehr dahin, dass man sich darüber Gedanken macht, dann irgendwie doch ein VPN zu benutzen, irgendwie Alternativen zu dem Standard-Internetzugang zu nutzen. Also da passiert ja eine ganze Menge. Und wenn man jetzt mal so denkt, dass Elon Musk ja auch nicht nur Ex besitzt, sondern auch noch irgendwie dieses globale Internet zumindest anbietet. Wer weiß, wie viele Leute das in ein paar Jahren nutzen und wie viel Steuerungswirkung und Macht man darüber noch entwickeln kann.

23:25 Gavin Karlmeier

Wohl wahr. Kleine Randnotiz noch zu der Geschichte: übrigens auch CapCut ist in den USA im Moment nicht nutzbar. Was offenbar das Unternehmen dahinter, TikTok, USDS Joint Venture, nicht davon abhält, den Preis anzuheben. Denn Leute, die CapCut über den App Store abonniert haben, haben eine Mail bekommen, dass der Subscription-Preise sich von 77 Dollar bislang im Jahr auf 179 Dollar erhöht. Also 100 Dollar mehr für eine App, die nicht funktioniert im Moment, wegen eines Stromausfalls.

23:51 Torsten Beeck

Das ist aber auch ein sportlicher Preis. Das ist ja eine sehr beliebte und auch, glaube ich, Ganz gute App, aber die ja vor allen Dingen auch in der Masse wahrscheinlich von eher jungen Leuten genutzt wird. Da ist dann so ein Preis über 100 Dollar, aber schon auch sportlich.

24:11 Gavin Karlmeier

Ja, absolut. Also 14 Dollar im Monat, dafür kriegst du Netflix.

24:17 Torsten Beeck

Oder anders. Oder gegebenenfalls dann eben doch auch Alternativen, die dann vielleicht nicht ganz so cool sind, aber die nicht so absurde Preise aufrufen.

24:27 Gavin Karlmeier

Edits von Edmeta.

24:30 Torsten Beeck

Zum Beispiel. Oder von DJ, wie heißen die? DJY? Nee, DJI, die Drohnenhersteller, die bieten zum Beispiel auch so ein Schnittprogramm an und so. Also da gibt es ja eine ganze Menge und im Zweifelsfall irgendwie auf dem iPhone dann irgendwie Apple iMovie. iMovie, genau.

24:51 Gavin Karlmeier

Und das ist natürlich nicht geil, aber umsonst

24:55 Torsten Beeck

Vielleicht wird das ja irgendwann mal gut. Das wäre ja, das gehört ja auch so zu den Apps, mit denen Apple sich, glaube ich, in den letzten zehn Jahren nur so fünf Minuten beschäftigt hat.

25:06 Gavin Karlmeier

Kurze Meldung noch weiterhin, dass die das Berliner Landgericht 2 entschieden hat dass TikTok bestimmte Daten junger Nutzerinnen und Nutzer in Deutschland nicht ohne die Einwilligung ihrer Eltern für Marketing oder Werbezwecke verarbeiten darf. Also die einfache Abfrage des Geburtsdatums bei der Registrierung reicht nicht aus, um festzustellen, ob jemand 16 ist oder nicht. Also das Gericht sagt, eine derart nachlässige Kontrolle ist verantwortungslos. folgt damit der Argumentation der Verbraucherzentrale, dem Bundesverband der Verbraucherzentralen und muss jetzt dahingehend nacharbeiten oder eben sich darum kümmern, dass junge Menschen keine personalisierte Werbung mehr bekommen.

25:45 Torsten Beeck

Ja, da sind wir aber wieder da. Das ist eigentlich richtig und die wollen was Gutes, aber wir bewegen uns trotzdem immer mehr dahin, dass sich meinen Ausweis zeigen muss, um einmal zu gehen.

25:58 Gavin Karlmeier

Ja, oder dass du von der KI aufs Alter geschätzt wirst. Die Wahrheit ist aber ja auch, ich dachte deinen Satz. Die Wahrheit ist auch und das muss man der Fairness halber dazu sagen. Oh, weißt du noch damals diese, das ging war mal viral so für drei Tage, dieses Tool von, ich glaube Microsoft, das sich auf ein Alter geschätzt hat mit einem Selfie. Und alle haben das gepostet. Das ist ein Herr.

26:22 Torsten Beeck

Ja, ja, stimmt. Das ist Microsoft gewesen, das war aber auch so, das war so, das war noch nicht, das war noch so vor KI-Zeiten. Das war so Machine Learning.

26:29 Gavin Karlmeier

Ist ewig her. Jetzt habe ich vergessen. Achso, nee, ich dachte, dein Satz geht in eine andere Richtung, weil das ist auch wichtig dazu zu sagen. Im Kern ist es eine gute Entscheidung. Die Realität ist aber, dass Leute dadurch, dass sie keine personalisierte Werbung angezeigt kriegen, weil sie nicht mehr altersmäßig eingestuft werden, möglicherweise dadurch auch Werbung angezeigt kriegen, die für ihr Alter gar nicht geeignet ist. Wir wissen ja, wie dieses Werbeprinzip funktioniert.

26:54 Torsten Beeck

Ja, also es ist, glaube ich, nicht so richtig lösbar. Am Ende ist vor allen Dingen der Kontrollverlust durch diesen personalisierten Bildschirm in der Hand ein Riesenproblem. Einfach weil man auch als Eltern überhaupt nicht mitbekommt, was da passiert. Und ich glaube, ich erlebe das immer wieder, dass Leute sagen, ich war total schockiert, was meine Kinder sich da angucken. Weil dieser gesamte Medienkonsum halt, der war halt früher auf dem Fernseher. Und dann hat meine Mutter wenigstens gesehen, was für ein Schrott ich da auf Tele5 am Nachmittag gucke und konnte sich da irgendwie zu verhalten. Aber da das in beide Richtungen. Die Kinder wissen nicht mehr, wie ich mich informiere und ich kriege überhaupt nicht mehr mit, was die Kinder, mit was den Kindern dazu geballert werden. Und das muss, also ob es jetzt Werbung ist oder nicht. Das ist wahnsinnig schwierig, auch für Eltern und für Lehrer. Deshalb haben wir so viele schlechte Lösungen. Wir haben halt jetzt irgendwie Verbote. Ja, in der Schule und so. Und wir haben Verbote Social Media erst ab 16. Aber lösen tut es gar nichts. Das ist einfach ein Haufen Hilflosigkeit.

28:07 Gavin Karlmeier

So ist es wohl. Ich mache nochmal kurz eine Kurve zu Meta. Wir kommen gleich nochmal über zu junge Menschen. Aber kurze Meta, weil wir eben darüber ausgesprochen haben, wie viel politischer solche Maßnahmen auch Moderationsmaßnahmen sind, ist was Bemerkenswertes passiert. Und zwar hat der Threads-Nutzer Matt Schimmernd, hat. . Am 25. . 01. das war am Sonntag, hat er auf Threads geschrieben, nur noch fünf Monate bis zu FIFA WM 2026. Heute, äh ne, gestern, Entschuldigung, am 26. ersten einen Tag später hat er eine Nachricht von Threats bekommen. Wir haben deinen Beitrag entfernt Warum das passiert ist? Der Beitrag enthält möglicherweise Symbole oder von Personen oder Organisationen, die wir als gefährlich einstufen, oder verherrlicht oder unterstützt diese möglicherweise. Dies verstößt gegen unsere Gemeinschaftsstandards und gegen gefährliche Organisationen und Personen. Was ist also hier passiert? Meine These, die FIFA WM, die ja in den USA stattfinden dieses Jahr, genießen jetzt gerade eine besondere Moderationsaufmerksamkeit. Und damit könnten möglicherweise eben auch einfach nur solche Inhalte, die eigentlich überhaupt gar nicht verfänglich sind, möglicherweise einfach verschwinden. Weil man möglicherweise nicht möchte, ich bin heute sehr vorsichtig in meinen Formulierungen, aber am Ende will ich eigentlich sagen, ja, wahrscheinlich ist es so, möchte man hier verhindern, dass möglicherweise Stimmung gemacht wird.

29:29 Torsten Beeck

Ja, ich, also ich denke bei sowas immer, also ja, ich finde es auch merkwürdig, das sind wahrscheinlich irgendwelche falsch positiven Treffer, weil man da in dem Bereich, also das Die Trademark FIFA in irgendeiner Weise mehr monitort. Ich unterst also Ich habe zu viel selber da gesehen, als dass ich die ganze Zeit böse Absicht unterstellen würde. Manchmal ist es einfach nur Dummheit. Und einfach Systeme, die nicht richtig funktionieren. Aber ja, dass man da besonders drauf guckt und dass man irgendwie Sorgen hat, dass das genutzt wird. Dass es aber auch tatsächlich wahrscheinlich rein aus Erfahrung und aus Datenlage relativ viel Scam und komische Werbung und sowas gibt. Die sich in diesem Umfeld bewegt und man da besonders sensibel ist und die FIFA sensibel mit ihrer Trademark umgeht und so. Ich würde erstmal nur denken: schlechte Filtersysteme.

30:32 Gavin Karlmeier

Das ist deswegen interessant, weil ziemlich genau vor einem Jahr hat Mark Zuckerberg angekündigt, viel weniger automatisierte Filterung einzusetzen. Weil er sagte, lieber, dass ein Inhalt falsch online bleibt oder eigentlich offline sein müsste, als dass auch nur ein einziger Post wegen falsch-positiven Inhalten verschwindet oder falsch-positiven Treffern in diesen Filtersystemen.

30:56 Torsten Beeck

Ja, das war sicherlich politisch opportun zu diesem Zeitpunkt. Ich würde sagen, das Wort Lügeverhältnis ist einigermaßen eins zu eins.

31:09 Gavin Karlmeier

Gut. Ich weiß nicht, wie ich von dieser schönen Formulierung das Wort Lügeverhältnis, ich kann es mir vorstellen, das schaue ich mir direkt mal auf. Von 1 zu 1 Low. Habt ihr alle schon gelesen, wenn ihr diese Episode gehört habt. Also, und zwar hat die EU bekannt gegeben, also die Kommission. dass WhatsApp offiziell als Flop eingestuft wird. Also es bedeutet nicht, dass die Ihr Kommission WhatsApp für eine schlechte App hält, sondern einfach nur für eine sehr große Denn die Funktion WhatsApp Channels hat jetzt die Schwelle von 45 Millionen aktiven NutzerInnen erreicht und ist damit, also nur diese Funktion, nicht die Chats, auch nicht die Communities und auch nicht andere Dinge, die es da so gibt. sondern die WhatsApp-Channels fallen damit jetzt unter das Regelwerk des Digital Services Act und damit müssen zum Beispiel so Dinge existieren wie die Möglichkeit Gesetzeswidrigkeiten dort über ein eigenes Meldeformular direkt und innerhalb von kürzester Zeit zur Meldung und damit auch zur Bearbeitung zu bringen.

32:07 Torsten Beeck

Ja, ist ja ganz gut. Also schön für WhatsApp oder für Meta, dass das funktioniert, aber auch ganz gut, dass da jemand drauf guckt und dass da regulatorisch, ja, dass man auf einmal jetzt mit WhatsApp in die Plattformenlogik rutscht. bedeutet irgendwie auch, dass man wieder mehr Aufmerksamkeit darauf bekommt.

32:27 Gavin Karlmeier

Da ist die Everything-App doch.

32:30 Torsten Beeck

Ja, weiß ich nicht, aber ich hab WhatsApp ist schon auch tatsächlich nochmal ein Problem, weil diese Channels auch so ein Jugendschutzthema sind. Ich glaube Dass Eltern, die, ich sag mal, eher so ein bisschen vorsichtig damit sind und vielleicht auch nicht unbedingt sagen, ja, hey, du bist zwölf, TikTok und Instagram installiere ich dir mal. Aber WhatsApp ist schon was, was, obwohl es glaube ich, erst ab 16 ist laut Nutzungsbedingungen, viele auch im Kindesalter schon nutzen. Und diese Channels halt eine Möglichkeit bieten, schon auch im Teenager-Alter oder auch sogar darunter. Schon quasi Creator zu sein. Und ich glaube, es gibt da so ein paar, ich habe kürzlich, ich glaube beim NDR oder so, eine Reportage.

33:18 Gavin Karlmeier

Beim NDR, wir haben da hier drüber gesprochen. In der Folge vom 20. August, das manische Gefühl für Dringlichkeit hieß die Folge.

33:26 Torsten Beeck

Du hast also am 20. es ist auf jeden Fall nicht so lange her. Ich habe auf jeden Fall eine kurze Reportage darüber gehört, wie halt schon elf-, zwölfjährige Mädchen so ihren Tag dokumentieren und irgendwie 10. 000, 15. 000. Follower auf ihrem WhatsApp-Channel haben und das ist schon ganz gut, dass da jemand hinguckt.

33:46 Gavin Karlmeier

Definitiv, und das ist nämlich genau der Punkt. Also in der Geschichte von BR ging es um die 13 Jahre alte Helena. die 40. 000 FollowerInnen hat und dort Fotos von sich beim Trampolinspringen zeigt und so. Man muss jetzt kein muss kein Dystop sein, um da zu ahnen, dass da möglicherweise auch Leute bei sind, die diese Inhalte möglicherweise nicht sehen oder bekommen sollten. Und gleichzeitig muss man auch kein Tech-Genie sein, um zu wissen, dieses Feature ist jetzt groß genug, als dass da möglicherweise auch mal jemand drauf gucken muss

34:12 Torsten Beeck

Ja, und dazu und jetzt mal abgesehen von Schutz von Kindern oder Minderjährigen, das ist natürlich auch in Richtung Desinformation, Wahlbeeinflussung, illegale Inhalte, da ist ja alles möglich und WhatsApp ist einfach als Plattform zu groß, als dass man das ignorieren könnte.

34:31 Gavin Karlmeier

Ja.

34:33 Torsten Beeck

Wie lange hat Meta jetzt Zeit? Vier Monate müssen Sie da irgendwie. Bis Mitte Mai. Ja, ja, okay.

34:38 Gavin Karlmeier

Also zur Republika können wir wahrscheinlich dann schon berichten, dass es neue Neuigkeiten gibt im Plan.

34:44 Torsten Beeck

Also ich glaube, der Das Narrativ war ja immer, WhatsApp ist privat, das ist Wohnzimmer, das äh dann man muss auch keiner hingucken Regulatorisch wird das jetzt eben eine Plattform und die werden sich darüber Gedanken machen müssen. Es sind ja auch wahnsinnig viele Medienhäuser oder irgendwie andere Angebote. Sportclubs, Fußballvereine sind da auf den Plattformen und das funktioniert ja auch tatsächlich für einige ganz gut.

35:11 Gavin Karlmeier

Ja, absolut. 1 Live ist da zum Beispiel auch neulich gestartet. Also man versucht da, man sieht schon, dass diese Channels wirklich angenommen werden, auch vom Publikum.

35:20 Torsten Beeck

Ja, Heise und CT sind da auch, also bei Heise Online bekommt man vor allen Dingen Nachrichten bei der CT, ein bisschen Hintergrund aus den Redaktionen. Das ist auch cool, weil wir da mit Lesern und Nutzern interagieren können, Boatings machen können und die einfach Ich sage mal auf eine unnervige Weise, irgendwie einmal am Tag. Ich glaube bei Heise Online zweimal am Tag. Kontakt bekommen und im Zweifelsfall da, wo sie sich ohnehin aufhalten. Das ist auch eine gute Plattform. Das heißt aber auch, das muss halt eben auch als Plattform behandelt werden.

35:54 Gavin Karlmeier

Absolut. Gleichzeitig gibt die britische Aufsichtsbehörde Ofcom hat jetzt Zweifel daran, dass Meta möglicherweise rechtlich bindenden Informationsanfragen zu WhatsApp nicht nachgekommen ist. Da geht es um WhatsApp-Business. Und die Tatsache, dass Meta verpflichtet ist, Daten darüber herauszugeben, wie Business im Messaging-Dienstmarkt genutzt wird, um einschätzen zu können, ob WhatsApp Business mit anderen Kommunikationswegen konkurriert, also Monopolposition ist das Stichwort. Da hat MetaWol offenbar nicht ganz so viele Daten rausgegeben, wie das die britische Aufsichtsbehörde so erwartet. Ja, und dann berichtet das Branchenmedium heise, schon mal gehört?

36:37 Torsten Beeck

Flüchtig.

36:38 Gavin Karlmeier

Okay Das Meta ankündigt, dass die KI-Avatare, über die wir hier schon häufiger gesprochen haben, ab sofort für Teenager pausiert werden. Also dass Teenager nicht mehr in der Lage sind, mit KI-Charakteren zu chatten, bis es eine neue Version der Charaktere gibt. Na, hat man sich da wohl möglicherweise doch von Berichterstattung und Untersuchungen ein bisschen einschüchtern lassen.

36:59 Torsten Beeck

Ja, ob es jetzt einschüchtern ist, aber was man nicht unbedingt braucht, ist schlechte Presse und irgendwelche komischen, ekligen Chats mit Minderjährigen.

37:09 Gavin Karlmeier

Das ist so, ja. Und also sie haben gesagt, seit wir im Oktober unsere Pläne zur Entwicklung bekannt gegeben haben für neue Kindersicherung für KI-Charaktere, haben wir auch mit der Entwicklung einer neuen Version von KI-Charakteren begonnen. Und deswegen haben wir jetzt im Januar festgestellt, dass wir es dann doch mal für Kinder erstmal ausscheiden. Das war jetzt meine Paraphrasierung.

37:30 Torsten Beeck

Ja, die sind da halt natürlich irgendwie komplett mit in die Defensive geraten, ne? Politisch, regulatorisch, kommunikativ. Das ist Ja, und ich glaube, was man auch echt nicht unterschätzen darf, dass in diesem Bereich halt so parasoziale Bindungen auch zu Avataren im Zweifelsfall entstehen, die immer verfügbar sind, die nicht widersprechen oder nur so Soft. Die so eine Aufmerksamkeitssimulation geben und gerade in dem Alter, wo das Leben vielleicht manchmal gefühlt scheiße ist, ist das schon ein Thema und es gibt da ja auch, glaube ich, extrem unklare Grenzen bei eher sensiblen Inhalten, also wenn es um emotionale Notlagen oder Beziehungen geht und auch es gibt keine klaren Eskalationswege, wenn ins reale Leben, wenn es tatsächlich, wenn jemand wirklich mal Hilfe braucht. Also da stecken eine ganze Menge Risiken für psychische und physische Gesundheit einfach drin. Und auch so dieses ganze Thema Dark Patterns und wie hält man die Leute da drin. Da kann man, also es ist ja gut, dass sie zumindest erkannt haben, dass es irgendwie ein Feature ist, das so in der Form ohne Moderation oder ohne Und am Ende einfach ein missglücktes Feature ist, das man an Kinder und Jugendliche so nicht ausrollen sollte. Ob man das für Erwachsene machen sollte, weiß ich auch nicht.

38:59 Gavin Karlmeier

Zumal, also diese KI-Avatare sind ja sowieso so eine Funktion, die fühlt sich wirklich an wie aus einem absoluten Dystopiefilm. Also die Tatsache, dass da eben Accounts sind, die sich als PsychotherapeutInnen ausgeben, auch mit Lizenznummer und du kannst mir ja alles erklären und so Und dass das dann eben auch noch weitgehend verteidigt wird mit der Erklärung, Mark Zuckerberg möchte gegen die Einsamkeitsepidemie kämpfen und die AmerikanerInnen hätten ja so wenig Freunde und deswegen gibt es jetzt KI, das fühlt sich alles nicht gut an einfach.

39:27 Torsten Beeck

Ja, das ist halt, also eigentlich ist das Argument dagegen. Aber ja, ich verstehe das. Also, das ist ja auch irgendwie ein ganz cooles Produkt, aber Ich weiß halt auch tatsächlich, also ich da bin ich vielleicht auch einfach echt total altmodisch, aber da finde ich, macht es schon auch echt mehr Sinn mit echten Menschen, auf sei es nur zu chatten als Mit Avatar. Da fehlt mir tatsächlich auch ein bisschen das Verständnis für. Gut. Werbung.

39:56 Gavin Karlmeier

Moderne Arbeit findet heute überwiegend im Browser statt. Doch die Sicherheitsmaßnahmen halten damit oft nicht Schritt. Browser werden zunehmend zu einem zentralen Angriffspunkt, dort, wo Phishing, Schatten-IT und Datenlegs innerhalb von SARS-Anwendungen und Live-Sitzungen auftreten. Nordlayer hat deshalb den Nordlayer Browser entwickelt. Er vereint Transparenz, Kontrolle und Sicherheit direkt in den Arbeitsablauf, schützt ihre Unternehmensdaten und standardisiert die Sicherheit in Web-Apps, ohne zusätzlichen Aufwand für IT-Teams. Mehr Info auf nordlayer.

40:27 Speaker 4

com Wir bleiben aber so ein bisschen bei Regulierung und Überwachung.

40:32 Gavin Karlmeier

Und ne, Überwachung ist falsch. Untersuchung ist das Wort, das ich gesucht habe. Denn die EU-Kommission hat noch etwas anderes angekündigt. Und zwar starten sie eine zweite DSA Untersuchung gegen X. Die erste ist noch nicht ganz abgeschlossen. Die läuft seit December 2023. Also Teile davon wurden schon zu Strafzahlungen erhoben. Da haben wir darüber gesprochen. Elon Musk wollte deswegen die EU auflösen. Es wird noch bis Februar, Ende Februar, Anfang März zum Beispiel herausgefunden, wie es sich eigentlich mit dem Verifikationssystem und dem Blauen Haken verhält und so weiter und so weiter. Also ein paar Dinge sind noch nicht ganz geklärt bei zwischen EX und der EU-Kommission. Und jetzt kommt eben noch ein zweites Untersuchungsverfahren dazu. Und hier geht es konkret um um die Generierung von sexuell expliziten Bildern, einschließlich solcher, die möglicherweise CSAM, also das Material, das sexuelle Gewalt an Kindern zeigt, miteinbezieht. Sprich, diese ganze Grog-Bildergenerierungskatastrophe von Anfang des Jahres führt bei der EU-Kommission jetzt zu einer Untersuchung.

41:29 Torsten Beeck

Ja, da kann man sich ja am Ende nur freuen. Ich glaube, in vielen Ländern hat das eine ganze Menge Aufmerksamkeit bekommen. Ich glaube, im UK hat man ja auch angefangen, Untersuchungen einzuleiten. Es ist ja, also ich finde, es ist tatsächlich interessant und wird auch ein bisschen zeigen, wie belastbar der DSA ist. Ja. Weil Es ist ja eine grundsätzliche Frage, ob eine globale Plattform systemische Risiken komplett ignorieren kann und dann immer nur sagen kann: ja, Meinungsfreiheit, Meinungsfreiheit. Und ob die EU am Ende dazu in der Lage ist, das dann auch durchzusetzen, auch in dieser politischen Situation, wo im Zweifelsfall wenn da wirklich hohe Strafen ausgesprochen werden. Oder also ich glaube, die Bußgeldandrohung liegt irgendwie bei 6% des weltweiten Jahresumsatzes. Und möglicherweise sogar Einschränkungen des Dienstes innerhalb der EU. Wenn sowas tatsächlich passiert, ist natürlich die Frage, wie schnell man dann halt die Trump-Administration am Telefon. oder vor den Fernsehgeräten hat, die halt mit Zöllen oder was auch immer drohen und ob man tatsächlich das durchhält. Also ich glaube, das wird wirklich ein sehr, sehr spannender Stresstest, ob wir als Gesellschaft in Europa uns wirklich dagegen wehren können.

43:04 Gavin Karlmeier

Ich glaube, das ist genau der Punkt, auf den wir alle gespannt warten. weil die EU zwar ja jetzt so kleinere Strafzahlungen gegen X schon verhängt hatte und auch gegen Meta und Apple, aber dass alles immer noch so in so einem gemäßigten Rahmen war und auch immer zu verhältnismäßig klein verstößen. Also die Pay or Consent Geschichte bei der Werbung, das ist natürlich was Größeres, aber App Stores und der Umgang mit EntwicklerInnen. ist im Verhältnis dazu, wie andere Funktionen in den DMA, und das waren DMA-Regelungen, oder auch in den DSA-Fallen . Ja, verhältnismäßig marginal, wenn du dir überlegst, wie geht es denn eigentlich hier, jetzt in dem Fall. Hier geht es ja auch gar nicht nur darum, muss man ja auch dazu sagen dass du in der Lage bist, sexualisierte Bilder von Menschen, die das nicht möchten, zu erstellen, sondern auch, dass du die App öffnest und diese Bilder siehst. Und damit sind alle NutzerInnen in der EU im Zweifel betroffen. Und das sollte eigentlich eine relativ große Antwort nach sich ziehen, wenn die EU sich da nicht lächerlich machen möchte.

44:02 Torsten Beeck

Ja, und die Strafzahlungen sind ja in den allermeisten Fällen im letzten Jahrzehnt in so einem Bereich gewesen, wo man sagt. Ja, 200 Millionen klingt für mich jetzt halt schon viel. Aber wenn man so Milliardenumsätze macht, dann ist das was, was man so irgendwo im Marketing- und Risikenbudget verbucht. Und im Zweifelsfall klagt man auch noch fünf Jahre, bevor man überhaupt zahlt. Insofern, ja, so richtig doll wehgetan hat man halt noch keinem.

44:33 Gavin Karlmeier

Genau. Und man klagt so lange, bis die Inflation diese 200 Millionen noch weniger wert gemacht haben.

44:38 Torsten Beeck

Ja, wobei, bei der Höhe der Inflation der letzten fünf Jahre funktioniert das sogar. dem das klingt ja immer nach wahnsinnigen Strafzahlungen wenn man dann mal den den Quartalsbericht von so einem Unternehmen wie Google oder oder Meta sich anguckt, dann sind halt 100 Millionen schon verschmerzbar. Also die müssen jetzt in der, also die müssen jetzt in Menlo Park nicht die Heizung runterdrehen wegen solchen Kosten.

45:07 Gavin Karlmeier

Müssen sie, glaube ich, auch so nicht, wenn man sich die Temperaturen im Mendo Park anschaut, oder?

45:11 Torsten Beeck

Ja, in den USA schneit es ja momentan auch. Wobei im Mendo Park wird es vermutlich nicht super kalt sein.

45:15 Gavin Karlmeier

Nee, denke ich auch. Aber was diese Ankündigung der EU-Kommission, um Ex eine weitere und einer weiteren Untersuchung zu unterziehen, auch ausgelöst hat, ist Halleluja, wann hätte es Kampf für möglich gehalten? Eine Reaktion der Bundesregierung auf die Ex- und Grock-Geschichte Nachdem eigentlich nahezu jeder andere Staats andere Staats überhaupt dazu irgendetwas zu sagen hatte, hat sich in Deutschland Dr. Stephanie Hubig, Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz, geäußert und gesagt, ich begrüße es ausdrücklich, dass die Europäische Kommission Heute eine Untersuchung gegen X eingeleitet hat. Ex hat seine Nutzer förmlich dazu animiert, mit dem KI-Tool GOK Sexualisierte Deepfakes zu erstellen. Das darf nicht ohne Konsequenzen bleiben. Es ist it's something, sagt man, glaube ich.

46:02 Torsten Beeck

Ja, so in der Kategorie too little too late, ne? Also das hat ja in anderen Ländern durchaus dazu geführt, dass Regierungschefs sich vor das Mikrofon gestellt haben, also Wiesnhammer oder so, der eine sehr deutliche Meinung zu formuliert hat. Man hat sich da jetzt schon relativ lange Zeit gelassen. Wobei das, also was ich tatsächlich ein bisschen albern finde, weil es ist so einfach. Also es gibt ja viele Themen, die sind echt kompliziert. Und wenn man, ne, sonst würden wir auch nicht immer, sonst gäbe es da nicht so viel zu diskutieren. Aber in diesem Fall, also sexualisierte Bilder von Leuten zu erstellen, die das nicht wollen, jetzt mal abgesehen von Kindern, aber das alleine schon, das ist ja relativ einfach. Und da wundert man sich dann schon, ich weiß nicht, ob sich da keiner zuständig gefühlt hat oder ob man das so als Ja, wir haben auch andere Probleme. gesehen hat, haben wir tatsächlich auch, aber ich finde, das gehört wirklich so zu den ganz, ganz einfachen Themen. Das kann keiner wollen. Das kann nicht legal sein in einer Gesellschaft, die einigermaßen vernünftig miteinander umgeht.

47:13 Gavin Karlmeier

Genau. Und das hat aber jetzt leider dann doch 27 Tage gedauert seit Ausbruch dieser Katastrophe.

47:19 Torsten Beeck

Ja, auf der anderen Seite, ja, es ist irgendwie schwach, aber ich finde.

47:26 Gavin Karlmeier

Bitte.

47:28 Torsten Beeck

Ich finde trotzdem, die gerade in Brüssel Ist man besser geworden. Man rennt den Unternehmen immer noch hinterher.

47:37 Gavin Karlmeier

Das meine ich gar nicht. Nein, nein, das stimmt. Das stimmt. Aber dass die Bundesregierung. . Dass die Bundesregierung darauf wartet, dass die EU einen Schritt macht, um selber irgendwie mal hinterherzudackeln, während zum Beispiel andere wie Macron relativ deutlich werden oder eben Starmer, der jetzt nicht in der EU ist, aber trotzdem, finde ich doch relativ. Nicht überraschend, aber trotzdem ernüchternd.

47:59 Torsten Beeck

Ja, aber da muss man halt auch sagen, die Boomer interessieren sich da nicht für.

48:05 Gavin Karlmeier

Ja, das ist so. Die Boomer, die bei Visa und Mastercard arbeiten übrigens, die haben sich auch nicht für diese ganze Geschichte interessiert. Und das hat jetzt zum Anlass gegeben, dass Elizabeth Lopetto. für The Virgin Text geschrieben hat, bei dem sie einen Zusammenhang hergestellt hat. Wir erinnern uns, Sie haben vor einigen Wochen schon einen ähnlichen Text geschrieben, in dem sie Google und Apple als Feiglinge bezeichnet haben. weil sie Ex und Grog nicht aus dem App Store entfernt haben. Jetzt haben sie in der Geschichte mal eine ähnliche Debatte angestoßen oder wollen das zumindest anstoßen, weil sie sagen. Naja, wie kann das denn eigentlich sein, dass zum Beispiel 2020 Mastercard und Visa Pornhub gesperrt haben, weil in einer New York Times-Recherche auf die Verbreitung von CSAM auf Pornhub hingewiesen wurde? dass andere Dienstleister, wie zum Beispiel Civit AI, nicht von Mastercard und Visa bedient werden können oder darüber bezahlt werden können. weil man darüber KI generierte sexualisierte Inhalte erstellen kann. Und selbst Valve, der Spielerhersteller und das Unternehmen hinter Steam Schwierigkeiten mit Mastercard und Visa hatten, weil sie sich geweigert haben, Spiele für Erwachsene zu entfernen. Trotzdem kannst du aber deinen Ex-Premium-Account über den Dienstleister, ich glaube es ist Stripe hier in dem Fall, immer noch mit Visa und Mastercard bezahlen und dass man da auch sagen muss, naja, wie konnte es eigentlich so weit kommen? Finde ich schon sehr interessant. Ich packe den Text mal in die Shownotes nach.

49:24 Torsten Beeck

Ja, Visa und Master sind ja sowas wie private Regulierungsunternehmen. Die reagieren ja manchmal sehr, sehr schnell, wenn es sein muss. Und ja, da geht es, ich würde sagen, in diesem Fall geht es gar nicht um irgendeine Nachlässigkeit oder das ein Problem, das gesehen zu haben, sondern tatsächlich um Machtarithmetik, also kleine Plattformen werden ganz schnell ausgeknipst, ohne lange Diskussion und eine große politisierte Plattform Da erlebt man dann Wartenprüfen, Schweigen, Ignorieren. Und das zeigt natürlich auch, da sind wir ganz schnell wieder bei so einem Neutralitäts. Oder auch Unabhängigkeitsdiskussionen. Wir sind halt nicht nur von amerikanischer Technologie, sondern auch von der Zahlungsinfrastruktur der Amerikaner abhängig. Und von Finanzgatekeepern, die auch politisch handeln und die nur dann aber handeln, wenn die wenn die Kosten sozusagen hoch genug sind oder wenn sie es für opportun halten und das ist etwas, was uns also wir haben das doch, es gab doch auch diesen Fall von dem, von dem, von dem Richter, dem sie der quasi auf diesem diesen Bann, der der Amerikaner erhalten hat, der dann am Ende nicht mal mehr Geld aus dem Automaten bekommt, weil alles irgendwie über die USA läuft. Das ist ein Problem. Wir sind unfassbar abhängig. Wir dachten, wir sind abhängig von russischem Gas, aber wir sind digital einfach von den Amerikanern unfassbar abhängig.

51:01 Gavin Karlmeier

Ja, um das Ganze noch so ein bisschen anzudicken hier bei Visa und deren Opportunismus, Visa hat Geschäftsbeziehungen mit Ex, weil sie auch eine digitale Geldbörse für Ex-Money anbieten wollen. Das heißt, da gibt es möglicherweise vielleicht auch noch andere Verflechtungen und die Sorge, und das schreibt Lopetto, finde ich sehr gut, dass X eine Situation geschaffen hat, in der Zahlungsabwickler stark davon abgehalten werden, Gesetze ernst zu nehmen. Denn jeder Staat, der wegen Ex-Klage gegen Zahlungsabwickler einreicht, wird wahrscheinlich von Musk wegen Zensur von der rechten Basis auf Ex angegriffen werden. Außerdem können Musk und sein Kumpel US-Präsident Donald Trump eine Menge Ressourcen aufwenden, um Zahlungsabwickler aus der Verantwortung zu nehmen. Und so ist das leider wohl.

51:41 Torsten Beeck

So ist das wohl, ja. Und natürlich, im zweiten Fall wickeln die ja auch irgendwie Creator-Auszahlungen und so ein Zeug halt ab. Absolut, ja. Und da Musk ja auch durchaus noch ein paar andere Unternehmen hat, bei denen es auch darum geht, Dinge zu bezahlen Weil ich weiß nicht, die Raketen werden vermutlich nicht mit einer Visakarte bezahlt, aber.

52:01 Gavin Karlmeier

PayPal einfach.

52:03 Torsten Beeck

Ja, aber auch bei Tesla wird man irgendwie Zahlungen abwickeln müssen und damit Geld verdienen. Und da will man es halt sich auch mit Mast nicht verscherzen, weil der zum einen eine de facto Marktmacht hat, aber natürlich auch eine politische Macht, weil er einfach. . laut sein kann und ganz schön Probleme erzeugen kann.

52:23 Gavin Karlmeier

Ja, da reicht, also ich glaube für Tesla wäre es ein großes Problem, wenn du ihn nur noch mit Bitcoin bezahlen könntest.

52:29 Torsten Beeck

Ja, kann man das glaube, haben die doch wieder zurückgezogen, oder? Ich glaube, das geht nicht mehr.

52:33 Gavin Karlmeier

Nein, das geht schon ewig nicht mehr. Es ging glaube ich nur ein paar Tage. Ansonsten kleines Update aus der Welt der Social Media Verbote. Das britische Oberhaus hat für ein Social Media Verbot für Menschen unter 16 gestimmt, nach Vorbild des australischen Gesetzes. Damit gibt es jetzt sozusagen den Auftrag, ein Gesetz zu entwickeln erstmal. Also es dauert jetzt noch ein bisschen, aber so sieht es jetzt gerade in Großbritannien aus. abwarten wie es da weitergeht. Gleichzeitig aber hat Macron, also der französische Ministerpräsident, hat am Wochenende angekündigt, die Gehirne unserer Kinder sind nicht käuflich. Und deswegen wollen sie soziale Medien für Menschen unter 15 verbieten und Mobiltelefone auf weiterführenden Schwulen und hat angekündigt, dass Frankreich auf dem Fast Track sei, das voranzutreiben. Und tatsächlich hat am gestrigen Dienstagmorgen Die Nationalversammlung in Frankreich für ein Social Media Verbot für unter 15-Jährige gestimmt. Hier ist es jetzt nur noch quasi ein kleiner Schritt, der fehlt, nämlich die Zustimmung des Senates. Und sollte der Senat auch zustimmen, könnte dieses Verbot schon ab dem 1. September gelten, also ab dem kommenden Schuljahr. Die Mehrheit, mit der die Nationalversammlung in Frankreich übrigens abgestimmt hat, war 130 zu 21 Stimmen. Also schon sehr, sehr, sehr deutlich.

53:52 Torsten Beeck

Ja, das ist ja auch politisch gerade sehr opportun. Also ich bin da, ich tue mich da wahnsinnig schwer mit. Ich finde, die Frage ist Die Frage, die da, die da sich gerade alle stellen, die verstehe ich und die funktioniert auch. Und dann sagen die Leute, ja klar, wir wollen die Kinder schützen. Also ob es Australien, Frankreich, Dänemark, Finnland. Alle versuchen irgendwie gerade da was zu machen. In Deutschland will man die Kinder halt nicht mehr mit dem Handy überhaupt in die Schule lassen, was ich auch irgendwie so ein bisschen weltfremd finde, weil ich der Meinung bin, die müssen halt damit umgehen. Lernen und man sieht halt, die Lehrer können das irgendwie können dann nicht wirklich vernünftig mit umgehen und das schafft auch echte Probleme. Ich will das gar nicht gar nicht sagen, aber Ja, ein Verbot löst halt erstmal gar nichts. Ich finde, die Frage ist insgesamt auch einfach falsch. Also dürfen Kinder Social Media nutzen? Ist quasi die vordergründige Frage. Die Frage ist ja eigentlich, darf Darf eine Plattform, die auf Suchtmechaniken basiert und auf die alles optimiert ist, einfach so auf Kinder losgelassen werden? Und Verbot ist im Grunde genommen so eine, ja, wir wissen nicht, was man sonst machen könnte. Also man könnte auch das Design der Plattform regulieren. Man könnte die Hersteller und Anbieter vielmehr in die Haftung nehmen. Man könnte sie auch dazu zwingen, kinderspezifische Plattformversionen anzubieten. Man könnte es Schüler auch stärker in Medienkompetenz führen. Ehrlich gesagt auch nicht nur Schüler, weil das betrifft auch durchaus ältere Leute.

55:26 Gavin Karlmeier

Oh, jetzt habe ich ja schon einen Knopf gedrückt. Sorry, ich wollte dich nicht unterbrechen. Macht gar nicht.

55:30 Torsten Beeck

Aber wie gesagt, ich bin da Ich bin mir am Ende nicht so sicher, ob wir, wenn wir das wirklich verbieten, bereit sind auch die die Folgen davon zu akzeptieren, weil das eben auch Überwachung erfordert. Achso. Naja, wie gesagt, wenn ich sage, du darfst Instagram nur ab 16 benutzen, das heißt ja auch, ich muss irgendwie nachweisen, dass ich über 16 bin. Ja, klar. Wie geht das? Das ist das eine. Und das andere ist dann wieder, dass diese ganzen Verbote vermutlich die junge Leute nicht davon abhalten werden. Solche Plattformen oder ähnliche Plattformen zu nutzen und die Probleme weiter bleiben und dann lässt man mit 16, sagt man dann ja gut, dann ist jetzt ja alles egal

56:14 Gavin Karlmeier

Viel Spaß. Los geht's, guckt euch mal ein bisschen Maximilian Krahn, bevor ihr nächste Woche erst einmal wählen geht. Das ist, ja, das ist teil, sehe ich auch als großes Problem. Ich finde aber auch bemerkenswert, wie hier wieder einmal Andere Länder, auch in der EU, also auch in Finnland, wird das diskutiert, aber eben in Frankreich so wie also quasi auf den Weg gebracht Ähm, da Einzelentscheidungen getroffen werden, die an der EU vorbeigehen, während in Deutschland ja das Urteil war, wir warten jetzt mal ab, was die EU macht. Und ich finde, diese Rolle, die Deutschland in der EU damit einnimmt, finde ich Irgendwie interessant. Ich kann es noch nicht weiter mit Leben füllen, aber ich habe so das Gefühl, wir machen uns so häufig zu einem Juniorpartner gegenüber anderen Ländern, die so ein bisschen voran. Gehen. Ich will damit nicht sagen, wir sollen auch einen Alleingang machen, sonst Deutschland muss sich auch für ein Verbot aussprechen. Ich will nur sagen, naja, also Wäre das nicht cleverer, wenn sich alle irgendwie mal an einen Tisch setzen, wenn wir als ein gemeinsamer Markt wahrgenommen werden wollen, anstatt dass es irgendwie tausend Einzellösungen gibt und am Ende eben dann auch gegenüber den Plattformen nicht als ein großer Markt wahrgenommen werden können? Weil Frankreich andere Regeln hat als Dänemark, als Finnland, als Deutschland.

57:26 Torsten Beeck

Ja, sollte es. Aber Deutschland hat ja, ich sag mal, in der Zeit, in der ich lebe Jetzt gerade sich nicht durch dadurch hervorgetan, gesellschaftspolitisch avantgarde zu sein

57:40 Gavin Karlmeier

Apropos Avantgarde. Ich wollte uns in die Rubrik mitnehmen, aber du kannst gerne noch den Satz zu Ende bringen.

57:47 Torsten Beeck

Nee, nee, mach mal. So wichtig war es auch nicht. Nimm uns mal in die Rubrik.

57:51 Speaker 4

Gut.

57:53 Gavin Karlmeier

Funktionen und Emotionen. Möchtest du mit X starten oder mit Meta? Das sind die beiden Funktionen, die ich da heute mitgemacht habe. Ach, dann lass uns mal mit Meta starten. Also, Meta arbeitet offenbar an Premium Mitgliedschaften bei WhatsApp, Facebook und Instagram. Bei Instagram haben wir schon ein paar Hinweise darauf, was diese Funktionen mit sich bringen könnten. Und zwar sieht das Ganze danach aus, dass du bei einer Instagram Premium Mitgliedschaft. nicht zu verwechseln mit der Verified-Mitgliedschaft, mit der du dir nur einen Haken kaufst und auch nicht zu verwechseln mit dem Modell für weniger personalisierte oder keine personalisierte Werbung, für die du auch bezahlen kannst, würde die Instagram Premium Subscription so aussehen, dass du in der Lage bist, Unlimited Audience Lists zu erstellen. Ich weiß nicht, was eine Audience List ist. Eine Liste zu sehen. Gut. Eine Liste zu sehen mit den Menschen, denen du folgst, die dir nicht zurückfolgen. Und dass du Storys von Leuten anschauen kannst, ohne dass die Leute sehen, dass du dir diese Story angesehen hast. Also Gib den Leuten, was sie wollen, nimm Geld dafür und plötzlich funktionieren auch Mitgliedschaften, wäre so mein Take darauf. Weil das sind alles Features, glaube ich, nach denen sich Menschen die Finger lecken, die Instagram Hardcore-User sind.

59:06 Torsten Beeck

Ja, aber ja, ja. Also das sind so Funktionalitäten, die man irgendwann mal auch bewusst weggelassen hat. Also sowas wie, dass man so einen Stealth-Mode quasi hat und man irgendwie Sachen nutzen kann, ohne dass jemand das sieht. Und das jetzt gegen Geld wieder zu verkaufen, ist interessant. Aber ich glaube schon, dass die Leute da Bock drauf haben. Ich bin mir aber nicht sicher, ob Leute, also ob dann wirklich. Große Nutzergruppe bereit ist für Geld auszugeben. Was glaubst du, wird das kosten? Ist das ein einzelnes Produkt, das man quasi zum Haken dran kaufen kann?

59:42 Gavin Karlmeier

Ja, wäre ein einzelnes Produkt, wie es aussieht.

59:46 Torsten Beeck

Boah, ich keine Ahnung, ich würde sagen, da fangen die bei 7,99 Euro im Monat mit an.

59:51 Gavin Karlmeier

Boah, na das werden die Leute nicht sein.

59:54 Torsten Beeck

Ja, es gibt ja diese, es gibt ja so quasi so Add-on-Apps, die du mit deinem Account connecten Und die so ein bisschen sowas bieten. Also, die dir so eine Auswertung geben, wer ist dir gerade neu gefolgt, folgt er dir zurück, wem folgst du, wem dir funktionieren alle nicht mehr.

01:00:12 Gavin Karlmeier

Die sind alle dicht. Genau.

01:00:14 Torsten Beeck

Genau, die waren aber eine Zeit lang, also die waren auch als Paid-Produkte irgendwie im App Store und die sind dann halt so Stück für Stück verschwunden, weil die Schnittstellen alle nicht mehr existieren. Und ich, ja, keine Ahnung, ich glaube, diese Apps haben auch irgendwie, weiß ich auch nicht, ich bin nicht so der Experte dabei. Ich glaube, dass man da auch 5 Euro im Monat für anlegen konnte. Könnte mir schon vorstellen, dass man da irgendwie sagt, hier so weiß ich nicht, für 7,99 Euro. Das ist ja die Frage, wie man das bundelt. Im Zweifelsfall kostet das 7,99 Euro, der Haken dran kostet irgendwie 15. Und dann gibt es hier noch dieses andere, diese andere, ich möchte nicht so viel Werbung und alles zusammen gibt es dann für 24,99 und dann ist das vielleicht doch noch ein erträgliches Geschäftsmodell.

01:01:00 Gavin Karlmeier

Könnte sein. Also der Meta-Verified-Haken kostet glaube ich nicht so viel gerade. Den gibt es ja gerade schon.

01:01:06 Torsten Beeck

Ja, was kostet der? Ich weiß es tatsächlich nicht.

01:01:08 Gavin Karlmeier

Ich versuche gerade meta. com zu laden, aber die Seite lädt nicht bei mir. Ich kann es dir nicht sagen. Ah, jetzt hier, warte. Doch 14,99 Dollar pro Monat tatsächlich.

01:01:19 Torsten Beeck

Ja, siehst du, da ist eine ganze Menge dafür, dass da so ein Häkchen ist.

01:01:22 Gavin Karlmeier

Ja, das ist eine ganze Menge. Wow. So, also ich finde es interessant, aber vor allem angesichts der Tatsache, dass ihr diese Subscription-Modelle für Social Media Plattformen häufig nicht funktioniert haben. Also dass eben das Ex-Premium halt von halt von so ein paar Hardcore-Kits, ähm, Extremely Hardcore-Kits genutzt wird. Aber jetzt nicht so eine breite Verbreitung gefunden hat. Ich könnte mir vorstellen, dass aber dieser, dieser, dieses zusammengeschnitte Paket, in dem du diese Funktionen bekommst, die Leute wirklich haben wollen, hundertprozentig, dass das möglicherweise ein Motor dafür sein könnte, dass es doch funktioniert.

01:01:55 Torsten Beeck

Ja, und die anderen Pakete sind ja teilweise auch ja so ein bisschen, wir wollen gar nicht unbedingt, dass ihr das nutzt, weil wir auch gar kein Interesse daran haben, dass die Werbung nicht personalisiert ausgespielt wird. Das sind ja auch keine werbefreien Angebote. Also bei Medienangeboten ist es ja oft so, dass man halt sagen kann: Okay, wir müssen irgendwie auch Geld verdienen, hier gibt es Werbung, aber wenn ihr für 2,99 Euro, kriegt ihr das Ganze auch werbefrei. Der Deal bei denen ist ja, wir zeigen euch trotzdem, Werbung ist halt nur so ein bisschen mehr random als vorher. Ich glaube, das Interesse daran-in-house, bei denen, dass dieses Produkt überhaupt jemand nutzt, ist sehr überschaubar.

01:02:34 Gavin Karlmeier

Aber für 499 Dollar im Monat kannst du auch schon sechs Links in Reals kaufen bei Meta.

01:02:41 Torsten Beeck

Ja, für 499 Dollar wäre ich einfach eine gute For You-Page.

01:02:48 Gavin Karlmeier

Also das musst du mit Werbeeinnahmen erstmal wieder reinkriegen, die du nur über Link Clicks in Reals sozusagen generiert hast.

01:02:54 Torsten Beeck

Naja, das ist ja. Ja, keine Ahnung, das kriegt keiner wieder rein. Also da muss man sehr, sehr groß sein, um das wieder reinzukriegen.

01:03:02 Gavin Karlmeier

So, kommen wir zur Ex. Offenbar arbeitet Elon Musk an einem Filter für politische Inhalte, dass du keine politischen Inhalte mehr siehst.

01:03:12 Torsten Beeck

Ja, das gibt mir irgendwie ich weiß gar nicht. Das also zum einen Ja, das funktioniert halt schon. Ich glaube, das ist vermutlich relativ einfach, wenn man, also die das rauszufiltern. Das ist halt die Frage, was da noch schon übrig bleibt, dann bleibt halt nur noch so KI-Brainrod-Scheiße übrig.

01:03:36 Gavin Karlmeier

Das Problem ist, dass Musk eine andere Definition von politisch hat als andere Leute. Also, dass du die Inhalte, die du dann siehst, Also, das ist doch de facto ein Vogue-Filter in seiner Welt.

01:03:48 Torsten Beeck

Vermutlich. Ich wollte das jetzt nicht unterstellen, aber ja. Also vielleicht kann man da auch, also vielleicht kann man da sagen, ich will nur eine bestimmte Richtung sehen. Das ist ja auch ganz schön. Ich möchte in meiner kleinen Welt bleiben. Ich mache erst so einen Test, so ein X-Valomat. Dann sortiere ich mich da so ein bisschen ein. Und dann kriege ich Sachen, die zu meinem persönlichen Geschmack passen.

01:04:13 Gavin Karlmeier

Weißt du, was zu meinem persönlichen Geschmack passt? Dass du heute hier was tast.

01:04:18 Torsten Beeck

Du bist so ein Schleimer.

01:04:22 Gavin Karlmeier

Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast. Wir sind nämlich am Ende für heute. Wir hören uns wieder am Freitag. Wenn nichts dazwischen kommt, dann mit Nicole Dickmann. Ähm, wird wohl klappen. Ich wünsche euch eine ganz wundervolle Restwoche. Passt auf euch auf. Ah, nein, ich muss noch eine Sache erzählen. Die wäre mir fast untergegangen. Augenblick.

01:04:43 Speaker 5

Der Graue Haken 2025.

01:04:47 Gavin Karlmeier

Ah, du warst bei Söder. Ich war in der Staatskanzlei in Bayern in München. Und wollte zu Markus Söder gehen mit dem Haken in der Hand, habe dort geklingelt und wollte diesen Preis überreichen. Weil ich habe auch E-Mails geschickt, die sind offenbar irgendwie auf den Postweg verloren gegangen oder so. Er hat nicht geantwortet und sein Pressebüro. Und dann habe ich da geklingelt. Und man hat mich reingelassen. Und dann habe ich gesagt, ja, guten Tag hier, ich habe einen Preis für den Herrn Söder, weil der macht ja so schöne Sachen im Internet. Können wir den ist der zu sprechen? Und dann haben die Leute mir gesagt, nee, leider nicht. Und dann habe ich gesagt, kann ich ihnen den geben, dass sie ihn den hochbringen? Und dann haben die mir erklärt, nee, leider auch nicht. Weil. Die Staatskanzlei hat keine klassische Pforte, sondern das ist eine Polizeigrenze. Also sozusagen ich müsste mich ausweisen, um da durchzugehen. Dafür brauche ich aber einen Grund. Und der graue Haken 2025 scheint als Grund nicht ausreichend, um die Staatskanzlei zu betreten. Und dann habe ich gesagt, kann ich ihn denn den hier lassen? Dann habe ich gesagt, nee, es geht leider auch nicht, weil wir sind ja nicht die Poststelle. Ich muss das jetzt auf postalischem Weg versuchen. Oder, und das Das ist mein kleiner Aufruf an alle. Wenn ihr eine Idee habt, wie wir Markus Söder diesen Preis in die Hand drücken können, dann meldet euch doch bitte an grauerhaken. hakenrand. org oder schreibt mir auf dem Kanal eurer Wahl. Ich will eigentlich irgendwie eine persönliche Übergabe hinkriegen und ich brauche euch alle dabei.

01:06:08 Torsten Beeck

Ja, ich werde mal einen Blick auf meine Einladung behalten. Ich krieg ja manchmal so Einladungen zu irgendwelchen komischen Presseveranstaltungen. Und normalerweise hätte ich ja gesagt, wenn da Söder spricht, dann muss ich da gar nicht unbedingt sein. Aber vielleicht finden wir ja in den nächsten Monaten mal die Gelegenheit. Dann fahren wir zusammen nach München und lauern ihm auf nach irgendeiner Stelle.

01:06:33 Gavin Karlmeier

Ja, ich freue mich zur Verleihung der goldenen Weißwurst.

01:06:38 Torsten Beeck

Ja, oder der wird doch bestimmt auch irgendwo mal wieder irgendwie so ein hier, wie heißt das da, Bayern Force One oder irgendwie hier dieses Weltraum, das bayerische Weltraumprogramm oder sowas. Da könnte das schon passieren.

01:06:50 Gavin Karlmeier

Vielleicht startet Söder auch alleine einen Neuversuch mit Lilium und versucht doch Flugtaxis wieder an den Start zu kriegen.

01:06:57 Torsten Beeck

Das kann man nur hoffen. Das kann man nur hoffen, dass er auch nur noch mit diesem Flugtaxi sich bewegt. Damit auch immer noch Berlin fliegt.

01:07:04 Gavin Karlmeier

Ja, genau.

01:07:05 Torsten Beeck

Das finde ich total geil. Ja, ach, das ist ein bisschen schade, aber ich sag mal so. Man hätte es sich denken können, dass es nicht total leicht wird, da rein zu spazieren und dann ist also, dass der so eine Open-Door-Politik hat, hätte ich jetzt auch nicht erwartet.

01:07:21 Gavin Karlmeier

Das nämlich akzeptiere ich nicht, deinen Einwand. Das war, also ich finde die Ehre, der erste Preisträger dieses sehr, sehr renommierten und wertvollen Preises zu sein, hätte Grund genug sein müssen, mal die Tür aufzumachen.

01:07:34 Torsten Beeck

Vielleicht müssen wir dann einfach strategischer sein und nächstes Mal wirklich so eine fette Gala organisieren. Ja, okay. Also auch so mit rotem Teppich und auch so Podgästen aus Politik-Show, also wo Boris Becker auch kommt und so. Ja, das kriegen wir darauf hin. Und dann könnte das funktionieren, weil der einfach. Also ich weiß nicht, ob wer da nächstes Jahr der Preisträger wird. Aber als ich sag mal, als erster Preisträger könnten wir ihn zumindest nach hinlocken.

01:08:00 Gavin Karlmeier

Finde ich gut. Das machen wir. Okay, damit habe ich jetzt das Go, dass ihr für die weiteren Umstände der Austragung einer Gala aufkommen werdet. Da freuen wir uns darauf, das machen wir dann. Anfang nächsten Jahres und ich nehme das nämlich beim Wort. Danke, dass du hier warst, Thorsten. Saganum. Tschüss.