Folge 556 · 27. März 2026 · 23 Min.
Meta verliert vor Gericht (Que Sora, Sora)
Gleich zwei Urteile könnte bei Meta für schlechte Laune gesorgt haben: Sowohl in New Mexico, als auch in Kalifornien muss Meta Strafen dafür zahlen, dass sie nicht gut genug auf ihre Nutzer:innen aufgepasst haben. Das führt natürlich jetzt zu Folgefragen – was bedeutet das für Techunternehmen? Was für den Jugendschutz? Und was für die Gesetzeslage?
➡️ TikTok und Instagram machen unglücklicher als Facebook oder WhatsApp: https://www.theguardian.com/media/2026/mar/19/instagram-worse-mental-health-whatsapp-global-study-finds
Kapitelmarken
KI-unterstützt
- Hallo zusammen!
- Zwei historische Urteile gegen Meta (und YouTube)
- Einordnung der Urteile
- Vergleich mit Big Tobacco
- World Happiness Report
- Das Ende von OpenAIs Video-KI
- Bundesjustizministerin Hubig lehnt Klarnamenpflicht ab
Transkript
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00:01 Intro
Haken dran, das Social Media Update der CT.
00:05 Gavin Karlmeier
Hallo zusammen zu einer kleinen Solo-Ausgabe von Hakendran, Folge 556 Und es ist viel passiert. Aus organisatorischen Gründen gibt es heute keinen Gast. Damit können wir aber am kommenden Montag wieder dienen. Trotzdem gibt es ein paar Dinge, über die wir sprechen müssen und die ich ja heute. . unbedingt irgendwie mit euch direkt nachhalten muss, bevor wir irgendwie den Anschluss verlieren. Und zwar vorneweg die eigentlich wichtigste, vielleicht wichtigste Meldung ist die, die am Mittwoch durch die Welt gegangen ist und eine, mit der ich auch direkt hier anfangen möchte. Denn innerhalb von wenigen Stunden sind zwei Urteile gegen Meta und in einem Fall sogar auch gegen YouTube ausgesprochen worden. Und zwar hat sich jeweils die Jury dazu bekannt, dass Meta schuldig ist im Sinne der Anklage. Ich möchte euch da ein bisschen von vorne mitnehmen, damit ihr mitsprechen könnt. ich vielleicht auch erstmal erklären kann, worum es eigentlich geht. Also wir fangen mit der ersten Meldung an. Und zwar geht es um einen Prozess, der in New Mexico lief. Wir haben über diese Prozesse hier in unterschiedlichen Ausführungen auch schon gesprochen bei Haken dran. Aber in dem In diesem einen Prozess geht es darum, dass der Staat New Mexico und auch mit Nebenanklägerinnen gegen Meta vorgegangen ist, mit dem Vorwurf, dass Meta offensichtlich die NutzerInnen über die Sicherheit seiner Produkte täuscht und unlautere Geschäftspraktiken anwendet. Konkret geht es hier darum, um die Frage, ob Kinder, Menschen, die Angriffe auf Kinder und junge Menschen vornehmen wollen, ob die auf Meta davon abgehalten werden oder auf Metas Netzwerke davon abgehalten werden oder eben nicht. New Mexico, der Staat New Mexico, hatte hier in der Recherche einige Log-Accounts erstellt. umzuschauen, also mit CK, nicht mit G, Log-Accounts erstellt, um zu schauen, wie leicht haben es eigentlich Menschen, die erwachsen sind und Kontakt mit Kindern suchen auf Instagram oder auf Facebook. Hier konkret ging es um Logaccounts auf Facebook und die Staatsanwaltschaft hatte argumentiert im Laufe des Prozesses, dass. . innerhalb von kürzester Zeit die Accounts mit Anfragen und Nachrichten von Erwachsenen überflutet wurden. Das hat Meta selber zurückgewiesen und hat gesagt, die Untersuchung ist so nicht ganz richtig. Das Unternehmen hat eigentlich alle richtig über die Sicherheit seiner Produkte. informiert. Trotzdem hat das die Jury nicht ganz überzeugt und sie hat am Ende entschieden, dass tatsächlich Meta hier seiner Verpflichtung den Menschen, die auf der Plattform unterwegs sind, gegenüber nicht nachgekommen ist und dementsprechend auch Meta verurteilt. Und zwar in folgendem. Also es werden insgesamt 37. 500 Verstöße in zwei Anklagepunkten. Und jeder einzelne Verstoß wird mit 5000 Dollar bestraft, bedeutet eine Strafe in Höhe von 300 175 Millionen US-Dollar in diesem Prozess. Das ist deswegen vor allem interessant, weil das nur ein Teil ist. Das amerikanische Rechtssystem ist ein bisschen komplizierter und ich könnte euch jetzt sagen, sparen wir uns jetzt, das zu erklären, aber ehrlicherweise ich könnte euch euch das nicht perfekt erklären, würde dabei wahrscheinlich einen Fehler machen. Wenn euch interessiert, wie das funktioniert, haben das wahrscheinlich andere Leute gut erklärt. Ich kann nur wiedergeben, dass dieses Jury-Urteil hier an der Stelle nur ein Teil der des Prozesses beendet. Den anderen Teil aber eben nicht und das ist die Frage, ob Meta eine öffentliche Belästigung darstellen. Also da wird dann eben nicht im Sinne des der Strafe sozusagen verhandelt, sondern der Konsequenzen. Und da wird dann ein Richter darüber entscheiden, ob Meta mit seinen Plattformen einen Schaden für die Öffentlichkeit anrichtet. Und ob A Meta öffentliche Programme zur Schadensbehebung finanzieren müsste. Also ob Leute, die durch Meta-Programme, Meta-Plattformen zu Schaden gekommen sind, eine Möglichkeit der Wiedergutmachung einer Therapie oder eines Programmes, wie auch immer das geartet ist, eben von Meta bezahlt werden muss. Und B, ob Meta dazu gezwungen werden kann, Richtlinien zu verändern. Also zum Beispiel sowas wie Age Verification, also Verifikation von Erwachsenen oder das Entfernen von Menschen, die sich eben dort widrig auf dieser Plattform verändert. Verhalten und so weiter und so weiter. Das wird der Richter alles noch entscheiden, und zwar in einem weiteren Teil des Verfahrens, die zweite Phase des Verfahrens, die am 4. Mai startet. Meta selber hat gesagt, sie werden gegen diesen ersten Teil. Teil des Verfahrens schon in Berufung gehen. Sie teilen die Einschätzung der Jury der Geschworenen hier an der Stelle nicht. Was sollen sie auch sonst sagen, ehrlicherweise? Aber das ist der erste große Fall, in dem ein Tech-Unternehmen für die Sicherheit der Menschen auf diesen Plattformen in den USA tatsächlich zur, wie sagt man, Verantwortung gezogen wird. Und deswegen ist das in gewisser Weise doch sehr bemerkenswert. Ich werde das gleich, wenn wir über das zweite Urteil gesprochen haben, werde ich das Ganze mal versuchen, so ein bisschen aufzuhängen, warum ich das insgesamt sogar einen sehr bemerkenswerten Fall finde und warum das vielleicht aber auch Anlass zur Sorge gibt. Aber kommen wir zum zweiten Urteil, denn am Mittwochabend ist dann auch noch ein anderer Prozess vorläufig zu Ende. Und das war der Prozess mit dem Namen oder dem Decknamen KGM. KGM war eine 20-Jährige, die Meta, YouTube, TikTok und Snapchat verklagt hat, weil sie gesagt hat, dass diese Unternehmen suchtfördernde Maßnahmen fördern würden, dass die Unternehmen sich fahrlässig für die Sicherheit. . Und dass sie dadurch zu geistigen Einschränkungen oder nee, so ist es falsch, zu mentalen Krankheiten gekommen ist, psychischen Erkrankungen. Das ist das Wort, das ich gesucht habe. Sorry, es ist so schwierig, gleichzeitig den englischen Text vormit zu haben und auf Deutsch zu sprechen. Auf jeden Fall ist auch in diesem Fall die Jury, also sind auch in diesem Fall die Geschworenen zum Urteil gekommen, dass die Unternehmen hier fahrlässig gehandelt haben. Extrem bemerkenswert dabei, das Urteil wurde nur gegen YouTube und Meta geführt, denn TikTok und Snapchat hatten sich im Vorfeld bereits mit KGM auf eine außergerichtliche Einigung oder einen Vergleich geeinigt, konnten also sozusagen hier aus diesem Verfahren rausgezogen werden. Und diese Unternehmen, also Meta und YouTube, wurden jetzt zu einer Strafzahlung von 3 Millionen Dollar Schadenersatz gegen KGM verurteilt. Wobei Meta davon 70 Prozent tragen muss, weil sie offenbar einen größeren Anteil an dem Schaden trägt oder möglicherweise auch einen größeren Anteil der verbrachten Zeit. Wir hatten über diesen Prozess relativ viel gesprochen in der Vergangenheit. Das ist ein Prozess, der in Kalifornien. Auch das ist, glaube ich, bemerkenswert zu sagen. Kalifornien ist jetzt ein Staat, und die Bundesstaaten unterscheiden sich eben alle auch nochmal in ihrer Rechtsprechung, in der Haltung der Richter, in der Tradition, wie der Staat. gegenüber den Tech-Unternehmen auftreten möchte und so weiter und so weiter. Und Kalifornien ist halt ein verhältnismäßig demokratischer Staat oder eigentlich ein extrem demokratischer Staat. Aus Augen von Elon Musk würde man sagen Links Vogue versifft. Aber das muss man vielleicht so ein bisschen zur Einordnung dazu sagen, dass in Texas oder Delaware möglicherweise Meta hier nicht verurteilt worden wäre. Möglicherweise ist natürlich Mutmaßung, möchte ich aber dazu gesagt haben. Also, zehn Geschworene haben hier entschieden, dass Meta und YouTube fahrlässig gehandelt hätten und einen wesentlichen Faktor für den entstandenen Schaden. gewesen sind. Wir haben deswegen über diesen Prozess so viel gesprochen, weil Meta im Fall der Verteidigung da ja auch ganz schön tief gegraben hat und auch die Ursachen für die psychischen Erkrankungen der Klägerin in ihrem familiären Umfeld gesucht hatte, in ihrer Jugend gesucht hatte, dazu auch irgendwelche Papiere von vergangenen Therapien vorgelegt hatten und so weiter und so weiter. Ihr erinnert euch möglicherweise, wir haben das hier in Haken dann größer besprochen. Es ist natürlich nicht überraschend, dass so ein großes Milliardenschwer ist. Billionenschweres Unternehmen auch anfängt, irgendwie tief in den Biografien von denen zu wühlen, die den Unternehmen gefährlich werden könnten. Aber so oder so. ist dieser Tag der Tag gewesen, an dem innerhalb von wenigen Stunden Meta zweimal schuldig benannt und erkannt wurde. weil sie eben fahrlässig gehandelt haben. So, was bedeutet das jetzt alles? Das ist jetzt erstmal die Faktenlage, die Nachrichtenlage, jetzt versuch ich es mal ein bisschen zu sortieren und einzuordnen. Was bedeutet das alles? Wir haben im Moment viele Diskussionen in denen es darum geht, Social Media Plattformen, und damit spreche ich jetzt vor allem mit Blick auf die USA, weil wir haben in Europa und in Deutschland ein bisschen anders gelagerte Situation, in den USA versucht wird, die Freie Meinungsäußerungen, und es ist irritierend, dass wir das aus Europa sagen, die hier schon immer dafür kämpfen, dass die Unternehmen hier zur Verantwortung gezogen werden, wenn auf ihnen Straftaten oder sogar durch sie Straftaten ausgeübt werden. Aber in der freien Meinungsäußerung ein bisschen einständig. Und da muss man politische Motivationen hinterwittern. Warum sage ich das alles? Weil darüber diskutiert wird, Verifikationspflicht auf die Plattformen zu bringen. Es gibt Bundesstaaten, bei denen musst du dich mit einem Personalausweis registrieren, wenn du zum Beispiel Spotify nutzen möchtest. in Großbritannien Inhalte sehen möchtest, die für Erwachsene sind. Da musst du ein Personalausweis vorliegen. Häufig wird diese Personalausweisverifikation aber durch private Unternehmen durchgeführt. die aber dann wiederum zusammenarbeiten mit anderen privaten Unternehmen, die mit dem Staat zusammenarbeiten. Also nehmen wir Persona, dessen erster Investor Petatier gewesen ist und die 269 Verifikationsprozesse durchlaufen lassen, wenn man sich dort als Erwachsene ausweisen möchte. Und dabei auch Abgleichungen mit staatlichen Datenbanken vornehmen dürfen. So sieht es zumindest deren Nutzungsbedingungen Liste aus. Wir haben über Persona hier auch schon umfangreicher gesprochen. Ich will es nicht länger machen, als es wahrscheinlich ohnehin schon wird. Warum ich das alles sage, ist, dass diese Urteile erstmal sich natürlich anfühlen wie richtig, gleichzeitig aber deswegen interessant sind, weil wir häufig, zumindest aus europäischer oder deutscher Perspektive, In den USA diagnostizieren, da ist das Rechtssystem im Eimer, die Tech-Unternehmen können machen, was sie wollen, Broligarchie wird immer gesagt und Technofaschismus wird schon gesagt und so weiter und so weiter. Alles Dinge, die man häufig als Attest rausziehen konnte und hier, wir haben Dutzende Indizien in diesem Podcast dafür angeführt, warum man das auch so sagen kann. Gleichzeitig aber sind diese Urteile deswegen bemerkenswert, weil eben das erste Mal solche Unternehmen juristisch zur Verantwortung gezogen werden. Wir wissen auch, dass Meta. . aus diversen Recherchen interne Jugendschutzstudien und Überprüfungen durchgeführt hat und sich immer oder häufig gegen Jugendschutzmaßnahmen, häufig ist richtig, gegen Jugendschutzmaßnahmen entschieden hat, weil sie damit keine wirtschaftlichen Einschränkungen erfahren wollten. Also ein Beispiel, dadurch, dass minderjährige Accounts nicht standardmäßig privat gewesen sind lange, wurden diese Accounts auch oder anders. Menschen, die minderjährig sind, als minderjährig erkannt wurden, haben einen Instagram-Account erstellt, der nicht standardmäßig auf privat gestellt wurde. Das heißt, alle Menschen konnten darin Inhalte sehen. Meta hatte überlegt, das zu ändern. Mittlerweile haben sie es auch geändert, haben aber einige Jahre gewartet. Haben überlegt, das zu ändern und hatten dann Hinweise darauf, dass das einen Wachstumseinbruch von 1,9 Prozent bedeuten würde und haben sich deswegen gegen den Jugendschutz entschieden und für das Wachstum. Auch darüber haben wir hier gesprochen. So, bedeutet also alles unter dem Stress. Und zusammengefasst, wir wissen, solche Unternehmen kriegt man nur übers Geld. Wir wissen, die Stimmung in den USA kippt gerade in Richtung Überwachung, in Richtung Interesse des Staates, aber auch private Unternehmen, solche Daten weiter zu sammeln. Wir wissen, dass der Staat eine eigentlich völlig allumfassende Datensuchmaschine für private Daten, persönliche Daten, sensible Daten der Bevölkerung einführen möchte. Das heißt, es könnten hier durchaus auch Grund Pfeiler gesetzt werden dadurch, durch diese Prozesse, die am Ende bedeuten könnten, dass NutzerInnen auf diesen Plattformen stärker überwacht werden. Und das könnte einem schon auch Bauchschmerzen machen, obwohl natürlich das Urteil erstmal am Ende gerecht und sich für uns zumindest auch richtig anfühlt, dass Unternehmen eben nicht gegen Jugendschutz handeln können, um damit Geld zu verdienen. Ich hoffe, das war nicht zu auseinandergeflattert, aber das war mir wichtig, diese Punkte einmal zumindest alle auf den Tisch zu legen. Gleichzeitig wird in den USA, darüber haben wir in der letzten Folge mit Markus Beckedahl, über die Section 230 gesprochen, den Abschnitt 230, der diese Unternehmen eigentlich nahezu Zumindest für alle Inhalte, die auf den Plattformen passieren, nahezu juristisch unangreifbar macht. Diese Abschaffung, oder die Abschaffung dieses Paragrafen wird im Moment auch vor dem Kongress verhandelt und es sieht ganz danach aus, als könnte das sogar möglicherweise eine Mehrheit bringen. Heißt also Alles in allem kippt so ein bisschen die Stimmung gegenüber der Social Media Plattformen. Zum einen, weil man feststellt, der Jugendschutz ist dort nicht gewährleistet, weil man zum anderen feststellt, dass Verifikation, vollständige Verifikation möglicherweise von Vorteil sein könnte. Und drittens, weil diese Section 230 möglicherweise kippen könnte. Also sehr interessante Zusammenhänge. Eins noch dazu gesagt. Das Streichen der Section to 30 alleine würde jetzt Meta keinen großen Schaden einrichten, weil das Unternehmen groß genug ist und sich auf den ersten Verfassungszusatz konzentrieren könnte. Will ich nur der Vollständigkeit halber dazu sagen, nicht, dass es irgendwie anders verstanden werden kann. Gleichzeitig möchte ich aber sagen, dass diese Urteile möglicherweise auch Wasser auf den Mühlen derjenigen hierzulande sind, die sich für Social Media Verbote für Minderjährige einsetzen. Und Da, warum das keine gute Idee ist, auch das haben wir schon sehr häufig gesprochen. Denn im Fall von Meta, im Fall von YouTube, im Fall von Snapchat, im Fall von möglicherweise sogar TikTok sprechen wir hier über Unternehmen, die sich regulieren lassen, bei denen wir einen Überblick haben und die durch die in DSA als so groß eingestuft wurden, dass sie eben eigentlich regulierbar sind. Ob wir diese jetzt bislang erfolgreich zur Schlafe gebracht haben oder nicht. Steht auf einem anderen Blatt, auch das ist unbefriedigend. Aber wir kennen Beispiele, dass Leute zu RedNote gerannt sind, einem völlig chinesischen Unternehmen, das sich bislang durch die kleine Nutzerschaft in Europa gänzlich jeglicher Verifikation, eigentlich Regulation, Entschuldigung, entziehen kann. Also es ist alles hochinteressant. Diese Prozesse werden schon von den ersten mit den Big Tobacco-Prozessen verglichen, in denen auch da damals identifiziert wurde, dass Tabakkonzerne wussten, wie schädlich ihre Produkte sind, aber in der Öffentlichkeit. Öffentlichkeit das geleugnet haben. In den 90ern ist das Ganze dann derart gekippt, dass eine große Klage gestartet wurde. Bill Clinton war damals der Präsident, hat damals die Klage erhoben. Und hat einen riesengroßen Prozess gestartet, der zwar am Ende 2006 nicht darin gemündet ist, dass die Tabakindustrie große Strafen zahlen musste, aber die darin gemündet ist, dass die Reputation von Tabakprodukten so krass eingebrochen ist, dass Leute deutlich weniger geraucht haben als zuvor. Also innerhalb der zehn Jahre um diesen Prozess herum ist die Anzahl der RaucherInnen um zehn, äh, um die Hälfte zurückgegangen, berichtet zumindest capital. de. Ich habe mich da so ein bisschen reingefuxt. Und deswegen finde ich es interessant, wie es jetzt weitergeht. Was passiert jetzt mit Meta? Bedeutet das, dass Sie vielleicht doch jetzt auf die Jugendschutzstudien im eigenen Unternehmen hören? Weil eben hier jetzt dann doch auch das Ganze wirtschaftliche Konsequenzen haben kann, weil die Plattformen in der öffentlichen Wahrnehmung einen schlechteren Ruf bekommen könnten, als sie vielleicht ohnehin schon haben, oder weil die Strafzahlungen auch mit der Zeit sich jetzt läppern könnten, weil das sind ja nicht die einzigen Prozesse, die laufen. fängt man jetzt an, das Ganze noch stärker für eigene Marketingzwecke zu nutzen und so weiter und so weiter. Alles Dinge, die wir jetzt stärker beobachten müssen, an denen bei denen wir dranbleiben müssen Ich finde das auf jeden Fall sehr, sehr wichtig, darüber zu sprechen und möchte da direkt anschließen, dass es eine hochinteressante. . Studie gibt, die von, Moment, das sage ich euch jetzt, die von dem Research Center der Universität Oxford kommt. Und zwar ist das der World Happiness Report. Der World Happiness Report wertet erst mal die Lebenszufriedenheit aus, soweit, so gut, aber sie haben eben auch Auch die Nutzung von Social Media Plattformen verglichen damit, wie hoch die Lebenszufriedenheit der Menschen ist. Und haben da einen Zusammenhang erkannt. Und zwar sieht der Zusammenhang darin aus, dass die Menschen, die. von Algorithmen betriebene Social Media Plattformen wie Instagram, TikTok oder X nutzen, eine geringere Lebenszufriedenheit haben als die Leute, die dieselbe Zeit in sozialen Medien mit WhatsApp oder Facebook nutzen. Also da wird ein Zusammenhang hergestellt, dass eben diese For You-Page-getrieben Content-Graph getriebenen, algorithmengetriebenen sozialen Netzwerke am Ende eher zu einer Schädigung der eigenen Zufriedenheit führen könnten und am Ende sogar zu einer Schädigung der psychischen Gesundheit. Das ist zumindest das Ergebnis dieser dieses World Happiness Reports, wie The Guardian ist, zusammenfasst. Ich packe euch diesen Link mal in die Shownotes, falls ihr mal Argumente braucht oder falls ihr euch selber irgendwie argumentativ überzeugen möchtet, warum ihr jetzt lieber mal nicht-TikTok den ganzen Abend nutzt, sondern vielleicht stattdessen mal mit FreundInnen per WhatsApp schreibt oder per noch besser Signal oder was auch immer. Will ich auf jeden Fall nicht unbemerkt lassen. Ich halte das für eine hochinteressante Feststellung und eine sehr, sehr interessante Studie. So, und dann gibt es noch eine Sache, über die ich mit euch sprechen möchte, und das ist das Ende von Zora. Wir haben hier Ende letzten Jahres sehr, sehr mit sehr großen Augen auf die Entwicklung. des social networks Zora geschaut. Also was ist Zora? 2024 hatte OpenAI deren Video-KI gestartet mit dem Namen Zora, mit der man Text zu Video generieren lassen konnte, also mit einem Prompt ein Video erstellt wurde. Und diese App Zora wurde dann eben Ende letzten Jahres erweitert um einen TikTok-ähnlichen For You-Feed, der wahrscheinlich noch unglücklicher macht als bei TikTok, aber das halt auch Die Oxford-Universität hier jetzt nicht mit ausgewertet. Und du hast dort eben nur synthetische Videos gesehen. Und wir haben aber beobachtet, weil ich mir das immer wieder angeschaut habe, dass die Anzahl der NutzerInnen und des Contents stark runtergegangen ist. Und meine These war so ein bisschen, dass der Effekt dieses Neues, dieses Neue dort, dieses Bemerkenswerte, oh guck mal, da sind alles Videos, die nicht echt sind. Das kann man jetzt alles machen und man kann was hochladen und mit dem Video, dass andere Leute was anderes machen und so. Dass das der einzige Reiz dieser Plattform war, weil das eben dort nicht darum ging, Geschichten von Menschen mitzubekommen oder irgendwelche Dinge mitzubekommen, die am Ende für einen selber gesprächswertig sind, sondern einfach nur ein. Technologietest haben wollte. Und so war es dann auch. Die Plattform ist so ein bisschen ausgeblutet. Hat's hat OpenAI angekündigt, dass sie Zora einstellen und nicht nur das, sondern eben die komplette Arbeit an ihren Video. Programmen oder Text-zu-Videok-KI-Modellen einstellen werden und daran nicht weiter arbeiten werden. Die Teams, die das dort bislang aufgebaut haben, die werden jetzt in den Robotiksektor wechseln und OpenAI möchte sich wohl stärker auf Automatisierung konzentrieren, möchte stärker vermutlich so ein bisschen mithalten, was Anthropic mit Claude gerade macht, will sich ein bisschen stärker auf agentische Technologie konzentrieren, wie es heißt. Das hat ein paar interessante Folgen und ein paar interessante Ursprünge. Also Zora, das Modell, also das Programm Zora an sich. hat fünf Milliarden Dollar im Jahr gekostet. Etwa 15 Millionen Dollar pro Tag. Der Leiter des SOR-Projekts, Bill Peebles, hat am 30. Oktober 2025 Forbes gegenüber schon mal gesagt, die Wirtschaftlichkeit ist derzeit völlig untragbar. Und Jetzt gibt es ja durchaus Gerüchte oder Thesen, dass OpenAI früher oder später an die Börse gehen möchte. Deswegen ist es vielleicht ganz schön sinnvoll, sich zu überlegen, wie man das Unternehmen so aufstellen könnte, dass AktionärInnen, potenzielle AktionärInnen, nicht von vornherein abgeschreckt sind und sagen. Also 15 Millionen Dollar am Tag, nur für ein bisschen Videos, die dann am Ende mit TikTok konkurrieren sollen. Weiß ich jetzt nicht, ob das so die richtige Investment und Aktionsstrategie ist. Spannend ist aber, und auch darüber haben wir hier damals berichtet. dass für Zora ein Deal mit Disney abgeschlossen wurde. Disney hatte ja eigentlich gegen alle möglichen Unternehmen geklagt, die ihre Franchises, ihre IPs verwendet haben, ob Bas Lightier oder Mickey Mouse oder wer auch immer und haben eine Milliarde Dollar sozusagen von OpenAI dafür bekommen, dass eine Lizenzierung der Disney-Figuren in Zora möglich ist. Also dass ich mit OpenAI, äh mit Zora, irgendwelche Videos von, weiß ich nicht, Zora the Explorer stellen konnte. Nee, die hieß Zora. Und dieser Deal ist natürlich jetzt auch hinfällig. Bislang wurde übrigens kein einziger Dollar davon überwiesen. Es wurde bislang nichts gezahlt und diesen Deal wird es nicht geben. Disney hat wohl angekündigt, so berichtet es zumindest Ja, das habe ich mir nicht aufgeschrieben. So wird es auf jeden Fall berichtet. Dans Sprecher der Walt Disney Company sagt, wir respektieren die Entscheidungen von OpenAI, werden aber mit anderen KI Plattformen zusammenarbeiten, um Wege zu finden, die Technologie verantwortungsvoll zu nutzen, ohne dabei recht zu können. An geistigem Eigentum zu verletzen. Heißt also, die Milliarde holen sie sich jetzt von woanders. Und wir können ja mal schauen und da ein bisschen ein Auge drauf halten, ob es jetzt am Ende tatsächlich einen Deal mit Beidens da an der Stelle geben wird oder wo sie die Kohle dann am Ende hinstecken. Weil auch dazu wichtig ist, Disney Plus hatte vor, einen Shortfeed in ihre Streaming-App einzubauen, indem eben solche KI-generierten Videos dann hätten auch auftauchen können. Auch das wird damit torpediert, auch dieser Plan von Disney ist damit nicht umsetzbar. OpenAI hat diese Einstellung übrigens relativ unbe. . vermittelt angekündigt. Also Leute haben nicht damit gerechnet. Mal schauen, wohin sich das entwickelt. Es ist alles jetzt nicht so super, also als zumindest wenn man auf diese Social Media Plattform Sora schaut und aus Nutzerperspektive darauf schaut, ist es nicht so super überraschend, dass dieses Ding nicht weiter bestehen wird. Interessant ist aber, dass dieses Ding für das komplette Ende der VideokI sorgen wird. So das. Und dann gibt es noch eine Meldung, die so vielleicht generell interessant ist, denn Stephanie Hubig, unsere Bundesjustizministerin. ist ein kleiner follow up zur letzten episode, hat in der Zeit gesagt, dass Klarnamenpflicht mit von ihr klar abgelehnt wird. Sie sagt, gerade für gewaltbetroffene Frauen kann Anonymität wichtig sein und lehnt deswegen die Kleinamtpflicht vollumfänglich ab. Und sie sagt auch, das brauchen wir eigentlich gar nicht. Es reicht, wenn wir die Identität von Straftätern im Nachhinein ermitteln können. Dann arbeiten Sie mithilfe eines Gesetzentwurfes mit dem Internetzugangsdienste verpflichtet werden sollen, IP-Adressen für drei Monate zu speichern. Ist also dann ein bisschen Vorratsdatenspeicherung mäßig. Aber immerhin keine Kleinarmpflicht. Ich weiß nicht, ob das der, wie sagt man, Deal, es gibt doch so ein Wort für so schlechte Deals. Ich weiß nicht. Deal ist, den wir gehen wollen. Ich wollte das nur der Vollstimmigkeit hier einmal melden. Wir werden alles weitere in der nächsten Episode besprechen, werden noch ein paar andere Geschichten in der nächsten Episode besprechen. Und freue mich da sehr drauf, wenn wir uns hier am Montag wiederhören. Dann mit Charlotte Voss. Ich wünsche euch allen auf jeden Fall ein ganz wundervolles Wochenende. Denkt dran, die Zeit wird umgestellt. Nein, die Uhren wird umgestellt, die werden umgestellt, die Zeit bleibt, wie sie ist. Ich wünsche euch allen ein wundervolles Wochenende. Passt auf euch auf und wie immer. In meinen Solo-Episoden würde ich mir wünschen, wenn ihr dort, wo ihr dieses Video oder diesen Podcast gerade konsumiert, jetzt in die Kommentare schreibt oder in unserem Discord auf hakenrann. org oder über ein soziales Medium eurer Wahl Einfach mal mit einem kleinen Emoji zeigt, wieso eure ganz grundsätzliche Stimmung jetzt gerade ist. Ich freue mich drauf, das zu lesen, wünsche euch ein schönes Wochenende. Passt auf euch auf, danke und tschüss.