Der wissenschaftliche Dienst des Bundestages hat ein Gutachten erstellt – und Dauerhakis werden nicht überrascht sein: Ein Social-Media-Verbot für Minderjährige ist in der derzeitigen Rechtslage nicht einwandfrei einführbar. Und dann ist da noch die Sache mit dem Werbeboykott gegen X – erinnert sich noch jemand an diese Geschichte? Nun: Sie endet genau hier. Denn die Klage, die Elon Musk eingereicht hatte, wird es nicht einmal zum Prozess schaffen.
Und Meta? Meta versucht, Community Notes in die Welt zu bringen – und das wirft Fragen auf. Zum Glück ist Charlotte heute da!
➡️ Reddit meets OSINT – Meta-Lobbymoneytracking: https://old.reddit.com/r/linux/comments/1rshc1f/i_traced_2_billion_in_nonprofit_grants_and_45/
Kapitelmarken
KI-unterstüzt
- Hallo Charlotte!
- Gutachten zu Social-Media-Verbot für Minderjährige in Deutschland: Rechtliche Hürden durch EU-Recht und Grundgesetz
- Das Köpenicker Handy-Verzicht-Experiment
- Österreich und Indonesien (wollen) verbieten
- Reichweitenstarke WhatsApp- Kanäle von Minderjährigen
- Metas Community Notes und das Oversight Board
- Metas mutmaßliches Lobbying für Altersverifikation
- Go sue yourself! Musk scheitert vor Gericht
- Gerichtsentscheidung gegen Grok in den Niederlanden
- Entlassungen bei X
- OpenAI stoppt Adult-Mode
- Anthropic vs. Pentagon
- Die BBC und ihr neuer CEO von Google
- Versöhnlichkeit des Tages
Transkript
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00:01 Intro
Haken dran, das Social Media Update der CT.
00:06 Gavin Karlmeier
Hallo Charlotte
00:07 Charlotte Voß
Hallo Gavin.
00:08 Gavin Karlmeier
Bei mir ist heute Charlotte Voss. Die Leute, die diesen Podcast regelmäßig hören, kennen sie eh. Ich stelle dich trotzdem vor, du arbeitest im Audience Development von Deutschlandradio und bist gern gesehene Gästin hier. Weil ich verbinde mit dir immer so schöne Anekdoten, die ich hier erzählt habe. Ich weiß nicht, es brennt sich so ein. Wie wir hier gemeinsam über diese illegalen Porno-File-Sharings von Meta gesprochen haben, zum Beispiel. Ich kann das nicht vergessen.
00:33 Charlotte Voß
Das freut mich. Also auch schade für dich, dass du die illegalen Pornogeschichten nicht vergessen kannst, aber das kann ich.
00:41 Gavin Karlmeier
Ich freue mich auch, dass du hier bist. Das kann ich direkt mal zum Start sagen. Ich weiß, es ist Montag, Leute, wir müssen ITen gehen, wir haben super viel zu besprechen, aber dass es so wirklich so ist, dadurch, dass ich dreimal wöchentlich diesen Podcast mache und früher täglich. Dass ich wirklich kaum einen Moment habe, wo ich nicht über diese Themen nachdenke. Und ich weiß nicht, ist das nur schlecht oder hat das nicht auch sein Gutes? Kann ich noch nicht beurteilen,
01:02 Charlotte Voß
Du steckst natürlich tief drin in der Materie, ist gut für dich, professionell, sage ich mal. Sachlich betrachtet ist gut. Das dann immer belastend für dich ist, musst du selbst beantworten.
01:14 Gavin Karlmeier
Ja, noch nicht. So, wir gehen direkt in die Themen und zwar kurz vor Aufzeichnung, also am Sonntagnachmittag. kam die Meldung über die Ticker, wie wir Expertinnen und Experten sagen, über die Ticker, dass der wissenschaftliche Dienst sein Gutachten zur Machbarkeit des Social Media Verbotes vorlegte. Der wissenschaftliche Dienst wurde konsultiert von der Partei Die Linke. Die haben das Gutachten in Auftrag gegeben. Dafür ist der wissenschaftliche Dienst da. Und sie haben gut, ich glaube, 29 oder 27 Seiten sind es. Das steht hier in diesem Text nicht drin. Egal. Auf jeden Fall knapp 30 Seiten Text haben Sie vorgelegt über die Machbarkeit. Und das Ergebnis wird hakend dran HörerInnen. Nicht so doll überraschen, aber ich kann ja mal so ein bisschen da durchführen. Und zwar sagt der Wissenschaftliche Dienst, dass es starke Zweifel an der rechtlichen Umsetzbarkeit eines solchen Social Media Verbotes sind. Grund dafür ist das EU-Recht, weil es eben mit dem Digital Services Act ein Gesetz gebe, das Anwendungsvorrang habe. Wir erinnern uns an den Griff vollharmonisierend oder ähnliches. Also der Digital Services Act schreibt eigentlich vor, dass sie eigentlich oder das EU-Recht schreibt vor, Wenn es ein darüberliegendes EU-Gesetz gibt, dürfen die Mitgliedstaaten keine eigenen Gesetze erlassen. Müsste man mal in Frankreich oder Dänemark fragen. Ob das für die auch ein Problem ist. Dann gibt es das Herkunftslandsprinzip, über das haben wir auch schon öfter gesprochen. Nationale Regelungen dürfen oder müssen eigentlich von den Ländern vorgeschrieben werden. In denen das Unternehmen sitzt. In dem Fall ist es Irland. In der EU ist das jedenfalls so. Also es gibt zwar wohl Regulierungsspielräume, über die der EuGH aber erstmal entscheiden müsste, bevor Deutschland ein eigenes Gesetz rausbringt. Und der dritte Punkt, und das ist einer, den haben wir hier so noch gar nicht auf dem Schirm gehabt, das ist der im Grundgesetz garantierte das im Grundgesetz garantierte Erziehungsrecht der Eltern. Das ist Artikel 6 des Grundgesetzes und da steht, Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zu förderst ihnen obliegende Pflicht. Man merkt im Grundgesetz an, dass die Sprache ein bisschen in die Jahre gekommen ist, zu förderst Tauch darin auf das Wort Slay nicht. Aber naja, was ich damit sagen möchte, dass diese Autarkie oder die Unabhängigkeit der Eltern in der Art und Weise, wie sie die Erziehung ihrer Kinder ausgestalten wollen, sich in die Reihe, in dieser sehr langen Reihe der Dinge, die gegen ein Social Media Verbot für Minderjährige in Deutschland sprechen. Weiter einreiht. So, jetzt habe ich lange geredet. Wie ist dein Gefühl dazu?
03:49 Charlotte Voß
Du hast schon gesagt, es ist nicht so super überraschend, aber es ist natürlich eine wichtige Perspektive. Also das nochmal so ein bisschen konkreter zu haben, warum es. rechtlich einfach scheitern könnte in der Umsetzung. Gleichzeitig ist die Frage, ob man sich daran hält. Also natürlich haben Gegner des Verbots jetzt ein bisschen mehr in der Hand, also jetzt die Linke zum Beispiel oder auch andere, zu argumentieren Aber wir wissen ja auch, dass es schon Gesetze gegeben hat, die eingeführt wurden, dann lässt man sie erstmal los und dann im Nachhinein stellt man fest, sie sind vielleicht nicht rechtmäßig umgesetzt. Dann ist der Schaden halt schon getan. Das kann natürlich auch passieren.
04:23 Gavin Karlmeier
Ja, ja, absolut. Also das würde auf jeden Fall passieren, weil wenn es nicht die Unternehmen sind, die sich ja zumindest in der öffentlichen Darstellung zuteils für ein solches Verbot sogar aussprechen, ähm gibt es wahrscheinlich auch sehr, sehr viele Einzelpersonen oder auch Leute, die in diesem Bereich arbeiten, generell, die vielleicht sich denken, na, ich habe das Gefühl, das ist ja nicht ganz rechtens, dass dieses Gesetz einfach entlassen wurde und da gerichtliche Wege einschreiten. Was in einer Demokratie auch genau richtig natürlich so ist. Die Frage ist, ob es in der Demokratie auch richtig so ist, Gesetze zu erlassen, wenn der eigene wissenschaftliche Dienst sagt, das ist so nicht vereinbar mit geltendem Recht.
04:59 Charlotte Voß
Ja, das wird man dann sehen. Also ich kann mir schon vorstellen, wie du auch sagst, dass man das, kann man ja auch noch anders begutachten. Das ist natürlich der eigene wissenschaftliche Dienst, aber man weiß ja auch so in Rechtsfragen Kann man Dinge auslegen, interpretieren und anders auslegen als anderes tun und dann versucht man es halt mal, das kann man schon schaffen. Und ob es die Unternehmen da so gegen sind. Und von dem meinst du jetzt die?
05:24 Gavin Karlmeier
Also die Plattformen sind in öffentlicher Darstellung, zumindest bei Meta und TikTok wissen wir das, befürworten die sogar eine gesetzliche Regelung, damit sie sich nicht kümmern müssen. Das ist jetzt mal so. Ja, ja, klar, genau.
05:33 Charlotte Voß
Oder sagen das entlastet sie ja, das entlastet sie ja und gleichzeitig ist natürlich super. Toll, Leute laden dann auch noch einen Personalausweis hoch, noch mehr Daten, yay. Also es ist ja eigentlich. Die haben ja auch noch einen Vorteil davon, es ist ja nicht mal.
05:44 Gavin Karlmeier
Ich hab das gerade so in der Anmoderation so weggelacht, dass mich die Themen so häufig beschäftigen. Aber ich denke da wahnsinnig viel drüber nach, dass in den USA die Diskussion eigentlich ja von einem anderen Punkt ausgeführt wird. Also auch dort gibt es im Moment ja viele gesetzliche Bestrebungen, an den geltenden Rechten etwas zu ändern. Zum einen hast du einen Think Tank, der seit Jahren versucht, irgendwie Pornografie so stark zu dämonisieren und zu verbieten, dass alle Unternehmen und Plattformen, die halt Inhalte. . die not safe for work sind am Ende eigentlich potenziell mit einem Bein im Knast stehen. Du hast die Bestrebungen, im Kongress den die Section 230 abzuschaffen, dieses Gesetz, das vorschreibt, dass die Unternehmen nicht dafür haften, was die Leute auf ihn posten, bei der man auch sagen muss, man versteht, warum es die Section 230 gibt und die ist total nachvollziehbar, weil sie die Grundlage des Internets ist. Trotzdem sind wir aber hier aus unserer kulturellen Perspektive natürlich auch an dem Punkt, dass wir sagen, da wird gegen geltendes Gesetz verstoßen, natürlich muss man die Unternehmen. zur Verantwortung ziehen. Also es gibt so große kulturelle Unterschiede, glaube ich, die so in der Art und Weise sich gerade darstellen, wie man diese Verantwortung durchgesetzt sehen möchte. Aber trotzdem eint ja viele Menschen, die im Internet aktiv sind, diese grundsätzliche Vorsicht vor diesen Verifikationsprozessen, vor der kompletten Überwachung. Vor der Tatsache, dass du jetzt teilweise kein Gerät mehr aktivieren kannst, ohne dich als volljährig auszuweisen und so weiter und so weiter. Also, dass du eigentlich gerade, es verschiebt sich eigentlich die Trennung. In diesen kulturellen Unterschieden. Weg von eigentlich wie überall in der Gesellschaft. Jetzt mache ich es ganz groß, Schalotte. Wochenanfang. Wenn die Leute die Folge zum Release haben, ist es gerade 5 Uhr sieben Uhr, wenn wir an diesem Punkt sind, aber ich mache es trotzdem ganz groß. Es verschiebt sich wie in vielen anderen Bereichen, eigentlich dass es gar nicht mehr so zwischen Progressiv- und Konservativ Diskussionen gibt Sondern vielmehr zwischen autoritär und liberal. Und dass diese Diskussion in dieser Verschiebung aber auch, oder dass der eigene Standpunkt in dieser Verschiebung Sich bei jeder Diskussion auch neu sortieren kann. Weil es so viele Dinge gibt, bei denen viele Leute, die ich kenne, die so in der politischen Linken unterwegs sind, fast schon autoritäre Argumentationslinien mitbringen. Gleichzeitig aber ist das hier so ein Thema, wo man sagen muss, müssen, argumentieren wir hier, die so argumentieren, wie sie argumentieren maximal liberal, weil wir sagen, wir sind eigentlich jetzt schon dafür, dass zwar die Unternehmen zur Verantwortung gezogen werden in unserem kulturellen Verständnis. Aber nicht dafür, dass die Unternehmen ohne Probleme alle Personalausweise einsammeln dürfen, weil das Gesetz vorschreibt, dass die Altersüberprüfung stattfinden muss. Kannst du mir noch folgen?
08:29 Charlotte Voß
Ja, ich versuche nebenbei meine eigenen Gedanken noch zu formen dazu, zu dem, was du sagst. Ja, das mag vielleicht auch widersprüchlich erscheinen. Also ich finde, es ist ja eher, also so eine Verbotsdebatten, finde ich, kommen ja immer dann zur Geltung, wenn einem nichts Besseres mehr einfällt. Also wenn einem keine einfache Lösung mehr einfällt, weil sie ist halt nicht einfach, sie ist super komplex. Es sind große Unternehmen, wo man Schwierigkeiten hat zu regulieren. Gleichzeitig haben sie so einen wahnsinnigen Einfluss. Es ist Droßenkomplex. Deswegen ist natürlich Verbieten immer das Einfachste. Es ist so ein Release, irgendwie, so ein Ah gut. Verbieten wir einfach. Dann haben wir es endlich mal einen Haken dran abgeschafft. Tiptock ist ja super. So, ganz. Ist ja super. Das ist natürlich Wie immer in der Vereinfachung, meistens wird es dem nicht gerecht. Also meistens wird man mit einer vereinfachten Lösung ganz nicht gerecht, aber wir leben natürlich auch in einer Zeit, in der sehr einfach und populistische Antworten, sehr viel Erfolg haben, weil es eben so entlastend ist, zu sagen, ja, dann verbieten wir das einfach und damit ist das Problem auch einfach gelöst. was nicht stimmt und gleichzeitig, also einerseits löst es das ursprüngliche Problem nicht und gleichzeitig werden viele neue Probleme aufgeworfen. Deswegen ist ja auch dieses Verbot aus meiner Sicht total kritisch zu sehen, weil es einfach Es ist so ein Pflaster. Es ist wie so dieses Meme mit dem Wasser-Ding, wo so Wasser raus spritzt, und du klatscht da irgendwie so mit einer halben Hand drauf und du spritzt immer noch weiter Wasser raus. Nützt halt gar nichts. Im ersten Moment fühlt es sich gut an, aber man denkt so, ja okay, dann ist es endlich mal weg und aus den Klassenzimmern raus und aus den Köpfen der Kinder raus und dann gibt es so Experimente. Wo Kinder mal drei Wochen kein Handy hatten, dann werden da die großen Storys erzählt, wie toll das jetzt war, dass sie drei Wochen kein Handy. Wir haben wieder Gras angefasst und Bücher gelesen und das Leben war schön. Und das mag auch sein, das ist natürlich in der Realität nicht zuträglich. Also
10:23 Gavin Karlmeier
Das Experiment, das du eben angesprochen, das hätte ich dir auch noch angesprochen. Also in an einer evangelischen Schule in Berlin-Köpenick Ich stehe jetzt nicht unbedingt im Verdacht, dass da, also ich wohne selber nicht in Berlin-Köpenick, aber ich könnte mir vorstellen, das ist jetzt nicht die Rüttli-Schule. Aber egal, dort gab es das Experiment.
10:40 Charlotte Voß
Schlecht über die Rüdli-Schule, die hat sich stark reformiert, das ist ein ganz anderes Schul. Absolut.
10:46 Gavin Karlmeier
Aber du weißt, was ich damit sagen möchte. Also Köpenick gilt doch schon als sehr behütet und so. Jalls, drei Wochen lang haben 70 SchülerInnen an dieser Schule das Experiment gewagt, komplett auf ihr Handy zu verzichten. Die Tagesschau zitiert hier einzelne SchülerInnen mit Die drei Wochen war ich sehr viel gechillter, was ich absolut glaube, weil wenn ich drei Wochen kein Social Media nutzen würde, wäre ich auch sehr viel gechillter. Aber dieses Experiment, das. Ich verstehe nicht so ganz, was man damit testen möchte.
11:18 Charlotte Voß
Naja, man möchte vielleicht genau das beweisen, sozusagen, dass es Kindern so gut hätte, wenn sie es nicht hätten. Und ich finde es insofern. Auch nicht verkehrt, ich finde es auch gar nicht verkehrt, dass Kinder nicht von morgens bis abends mit ihrem Handy zu tun haben. Das ist schon richtig. Bin ich voll dabei, dass das vielleicht nicht die beste Lösung ist, aber oder kein gutes Ja, wie auch immer. Es ist natürlich nur so aus dem Realitätskontext entfernt, weil so ist ja die Realität nicht. Und natürlich kann man das als Kind fast noch einfacher. Man nimmt den zwei soziale Kontakte weg, das ist irgendwie fies. Und das ist ja auch ein Teil des Problems bei den Verbotsdebatten. Aber irgendwann werden sie erwachsen und im Erwachsenenkontext ist es ja komplett nicht mehr realistisch, dass man diese Geräte komplett aufgibt oder überhaupt diese starke Internetnutzung. Also ich meine Wenn ich mich irgendwo anmelden muss, muss ich mich zwei Faktor authizieren. Was brauche ich ein Gerät für oder irgendwas brauche ich dafür? Also man kann das natürlich auch alles mit einem Dumpphone machen, aber ähm Das ist natürlich schon ein bisschen aufwendig. Also es ist so ein bisschen aus dem Realitätskontext erhoben, ohne dass ich sagen will, dass es alles total cool ist. Ich sehe es schon auch problematisch, wenn. Kinder von morgen bis abends nicht anderes tun als ist ja keine Frage, darum geht es für mich auch überhaupt nicht. Also deswegen ist das immer so ein netter Experiment und wenn ich weiß, es ist temporär ist, es ist eh immer Du kriegst es ja drei Wochen wieder, ja, okay. Dann ist ja nicht so schlimm, wenn es dauerhaft wäre. Man hat jetzt ja auch die ersten Rückmeldungen aus den Experimenten in Australien, glaube ich, wo die gesagt haben, wie läuft es denn so mit dem Social Media Verbot? Und ich weiß nicht, ob du das gesehen hast, gab es auch so ein paar Rückmeldungen von Jugendlichen, die dann sagen, es wird überhaupt nicht umgesetzt konsequent. Manche verlieren es und kommen nicht mehr rein. Manche hat sich überhaupt nichts geändert. Sie sind die ganze Zeit online geblieben, ihre Räte haben sich auch nicht drum gekümmert, sie haben es einfach. Gelassen ihren Instagram-Account oder was auch immer. Und sie wurden halt nicht gebannt, weil, wie auch immer sie das umgangen haben, das System hat halt Lücken, ne? So, das ist natürlich auch nicht. Nicht konsequent. Absolut, absolut.
13:07 Gavin Karlmeier
Nee, aber ich finde dieses Experiment, wie du schon sagst. Also, denn da das 70 SchülerInnen einer großen, kompletten Schule sind, ist die Wahrscheinlichkeit, dass man da Freiwillige gesucht hat. Und das ist auch so, natürlich relativ groß. Also das ist ein freiwilliges Experiment, bedeutet die Leute, die daran teilnehmen, sind schon mal die, die ein grundsätzliches Problemverständnis dafür haben. Ist der erste Punkt. Das heißt, die Leute, denen du das hier wegnimmst, sind nicht die, die im Zweifel komplett ausrasten, weil sie es nicht benutzen dürfen. Zweitens, wissen sie, dass es in drei Wochen behoben ist? Und du hast ja natürlich komplette Peergroups gemeinsam abgeschaltet. Das heißt, Leute, die sich gemeinsam darüber austauschen könnten, die aber genau wissen, das ist jetzt nur ein Experiment. Und durch die Labelung Experiment. . Nimmt es dem ein bisschen seinen Schrecken und auch das Autoritäre darin. Also dadurch ist es eben nicht so, dass jemand zu den jungen Leuten geht und sagt, wir nehmen euch jetzt mal die Handys weg, sondern man sagt, ey, habt ihr Bock? Ja, wir haben Bock. Und deswegen ist der Vergleich für mich so krumm, weißt du?
14:06 Charlotte Voß
Na, plus es ist natürlich, also wenn man mal den Hauptkritikfaktor soziale Kontakte sehen will, also die man ihnen damit wegnimmt. einer Schule, wo ich davon ausgehen muss, dass der Großteil der sozialen Kontakte der Kinder in der Schule liegen, die sehen sich ja jeden Tag. Also es ist natürlich, ich will den Kontakt nach außerhalb der Schule gar nicht kleinreden, aber es ist natürlich Ich gehe drei Wochen zur Schule, ich treffe mich mit denen auch privat, vielleicht, das haben sie ja vielleicht vorher auch noch gemacht, sich mal privat mit Freunden getroffen. Das ist ja auch die Lücke nicht so groß, dass man irgendwie sagt: Oh mein Gott, das ist ja tragisch.
14:37 Gavin Karlmeier
Aber es sei doch sein Gutes, diese 70 Kinder haben noch keine KI-generierten, sich betrügenden Früchte gesehen.
14:44 Charlotte Voß
Gut, wir habt. Ich würde ihn vermutlich nicht in Gen.
14:50 Gavin Karlmeier
Das ballert jetzt auf sie mit der vollen Nährste der Realität ab.
14:53 Charlotte Voß
Es wird immer interessant, wie es jetzt kommt, ob sie jetzt wieder richtig Bock haben und erstmal zwölf Stunden nur vom Handy liegen, alles aufholen, was sie verpasst haben. Jemand sagt, okay, war irgendwie auch ganz angenehm, ich gehe mal wieder raus ein bisschen und baum tanzen.
15:08 Gavin Karlmeier
Genau. Wie du schon sagst, Gras berühren. Ansonsten überlegt Österreich jetzt, ein Social Media Verbot einzuführen. Die Regierung fordert das dort, man will das dort mit größerem Druck und schnell vorantreiben. Sie sagen zwar selber, wir wünschen uns eigentlich eine EU-Weite-Regelung, aber weil das zu lange dauert Es lange dauert, Babla heißt der, weil es lange dauert, machen wir es jetzt erstmal selber, wollen allerdings, und das finde ich interessant, keine Verbotsliste für einzelne Plattformen definieren, wie Australien das gemacht hat. sondern wollen grundsätzliche Gesetze verabschieden, die Algorithmen, die süchtig machen, Online-Nutzungsdauer oder Anwendungen, die Kinder sexualisierter Gewalt aussetzen, grundsätzlich treffen.
15:50 Charlotte Voß
Okay, dann muss man aber trotzdem mehr definieren, auf welche Plattform diese Kriterien dann zutreffen am Ende.
15:55 Gavin Karlmeier
Ja, ansonsten werden die Leute alle anfangen, wieder im Quiztuell-Chat miteinander zu schreiben.
16:01 Charlotte Voß
Oder an WhatsApp Channels.
16:02 Gavin Karlmeier
Oder WhatsApp Channels. Ah, das reden wir heute noch ein bisschen drüber über WhatsApp-Channels.
16:07 Charlotte Voß
Ja, I know.
16:08 Gavin Karlmeier
Das war die Überleitung, ne? Dann also ganz kurz noch der Vollständigkeit halber. In Indonesien ist ein Social Media Verbot für Minderjährige jetzt in Kraft getreten. Wie das da genau abläuft und funktioniert, werden wir noch sehen. Man muss dazu sagen, in Indonesien gibt es grundsätzlich eine eingeschränkte Meinungs- und Pressefreiheit. Bedeutet, haben wir hier, glaube ich, schon mal drüber gesprochen, ein bisschen größer. Dass es da möglicherweise auch nochmal andere Interessen politisch gibt hinter diesem Verbot.
16:36 Charlotte Voß
Insofern ist es natürlich fast schlimmer dort, dass sie es bekommen, weil natürlich noch ein freier Raum abgeschnitten wird.
16:42 Gavin Karlmeier
So ist es. Die Landesanstalt für Medien NRW hat eine Studie veröffentlicht mit dem Namen WhatsApp-Kanäle zwischen digitalem Tagebuch und Online-Bolzplatz. und haben von Minderjährigen betriebene Kanäle bei WhatsApp untersucht und Nutzende zwischen 12 und 18 untersuchen Befragt. Und das Ergebnis ist tatsächlich erstaunlich, wie ich finde. Also, das Ergebnis ist, wo ist denn hier diese krasse Zahl? Warte mal. Also, die Mehrheit der Kanäle, die Sie sich angeschaut haben. Postet an eine Followerschaft von mehr als 500 AbonnentInnen, also 63% insgesamt. Spitzenreiter sind drei von Mädchen betriebene Kanäle den ersten Platz belegt mit ca. 49. 000 AbonnentInnen. Ein Mädchen ohne Altersangabe, aber eben auch zwischen 12 und 18, das regelmäßig Bilder von Kleidung und Beauty zum Thema Clean Girls postet. Ich weiß nicht, bist du im Clean Girls-Game drin?
17:34 Charlotte Voß
Im Game nicht, aber ich weiß, was es ist.
17:36 Gavin Karlmeier
Okay, für die, die es nicht wissen, also minimalistisches Make-up, glatte, zurückgekämpfte Haare, organisiert sauber und stilvoll, so schreibt die Studie. So. Ja. Also wir haben schon mal grundsätzlich über dieses Thema so ein bisschen gesprochen und deswegen haben wir das jetzt hier nochmal. finde ich die Studie so gut, weil es damals eine BR-Recherche eben darüber gab, über Minderjährige, die über WhatsApp große Reichweiten erzielen. Jetzt haben wir hier halt wirklich die Aussage, mehr als jeder Zehnte von Jugendlichen betriebenen Kanal und über 10. 000 AbonnentInnen. Das ist schon erschreckend, ehrlicherweise.
18:11 Charlotte Voß
Ja, es ist heavy. Ich finde vor allem ja krass, den nächsten Schritt, also worauf die Studie dann ja auch abzielt, ist, die Eltern wissen ja oft nicht, dass es das gibt, dieses Format. Das heißt, sie Kinder dürfen eigentlich gar kein Social Media benutzen, Instagram, TikTok, alles noch tabu. Aber WhatsApp ist natürlich immer okay, weil ab in den Klassenchatten, man chattet mit den Eltern, etc. Und dann gibt es ja diese Funktion, wo man immer doch so einen kleinen Mini-Influencer werden kann. Und sich A da exponieren kann, wo ja auch schon Kinder, Jugendliche nicht so einen guten Filter manchmal haben, was sie da vielleicht zeigen oder nicht zeigen sollten oder erzählen sollten. Und dann kommt ja der nächste Schritt, wo Sie, wenn Sie dann in Interaktion treten wollen mit den Menschen und nicht nur kleinen Emoji an der Nachricht haben wollen, eine WhatsApp-Gruppe aufmachen und sagen, kommt in meine Gruppe. Und dann wird es natürlich interessant, weil dann ist man in meiner Gruppe, teilt seine Telefonnummer, kann trotzdem doch interagieren, dann sind da natürlich Menschen drin. Männer älter als 12 bis 18, die ja problematische Dinge vorhaben. Also, und das ist der Punkt. Dann müssen sie auf einmal in WhatsApp-Gruppen mit 30, 40, 50 Leuten Da sind vielleicht auch 80, 90 Prozent ihre Freunde oder Bekannte oder irgendwelche Leute aus der Schule. Und dann so ein paar fragwürdige. Da gab es, glaube ich, auch nochmal eine Recherche von Profil in Österreich. irgendwie nicht ganz irre, die sich jetzt auch angeguckt haben, was da an solchen Kanälen passiert.
19:33 Gavin Karlmeier
Ja, ich finde das Thema tatsächlich total beschäftigt. mich total, weil das auch nochmal die mangelnde Medienkompetenz von Eltern so zutage trägt. Weil in der Realität, und da sieht man, sind so sind die Social Media Plattformen, die Digitalunternehmen generell, der Gesetzgebung einfach einen großen Schritt voraus. Die Realität ist ja, es gibt so, die haben dann so ein Kinderprofil auf ihrem Smartphone, darüber ist dann genau gesteuert, welche Apps dürfen sie nutzen und wie lange und so weiter. Und vielleicht dürfen sie sogar Instagram nutzen, aber eben nur 20 Minuten am Tag. WhatsApp ist Messaging. Das ist uneingeschränkt möglich. Also nutzen die jungen Menschen das. Und was mich so bewegt, ist die Frage, wie sich diese Kanäle verbreiten, wie die auffindbar werden. Ob die einfach nur sich einen Namen geben, über den die auffindbar sind, oder ob es irgendwo an dubiosen, gruseligen Plätzen im Internet solche Sammlungen gibt. Und ich fürchte, dass da müssen wir leider von ausgehen. 50. 000 FollowerInnen, das spricht jetzt nicht für
20:33 Charlotte Voß
Hat sich so rumgesprochen. Genau.
20:35 Gavin Karlmeier
Richtig.
20:35 Charlotte Voß
Ist mehr als die Schule.
20:36 Gavin Karlmeier
Exakt. Das ist mehr als die Schule. Das gilt übrigens auch für so Apps wie Spotify, ne? Also Spotify ist sehr häufig von diesen Bildschirmzeitregelungen der Eltern ausgenommen, weil man damit Musik hören kann. Spotify macht aber so einen krassen Pivot to Video. Und alle YouTuberInnen laden da ihren Content eben auch hoch. Und deswegen können sich junge Menschen, die ich so in Schulen treffe, sehr häufig eine sehr hohe Bildschirmzeit bei Spotify. Und wenn man sie dann darauf anspricht, Sagen die erstmal, nö, ich lasse das gern offen, während ich Musik höre. Und dann guckt man die so an und sagt, wirklich? Und dann kommt so, ja, ich gucke da schon auch Podcasts.
21:10 Charlotte Voß
Ja, klar. Ja, und Messaging-Funktionen werden ja auch ausgerollt und auch immer mehr.
21:15 Gavin Karlmeier
Genau. Wenn jede App Social Media ist, muss auch jede App unter den DSA fallen. Finde ich.
21:24 Charlotte Voß
Ja. Da gibt Spotify sicher große Mühe, was ich zu tun.
21:30 Gavin Karlmeier
Spotify hat inzwischen mehr Social Media Features als YouTube. Muss man nochmal dazu sagen. So, jetzt hast du gerade, als wir kurz über Indonesien gesprochen haben, hattest du gesagt, naja, vor allem in Ländern, in denen solche Einschränkungen passieren, muss man ja vielleicht behutsamer sein oder noch kritischer darauf schauen. Es gibt. Ein bisschen anderes Thema, es geht nicht um Social Media Verbot, sondern es geht um die Community-Notes. Wir erinnern uns, dass vor einiger Zeit Meta ihr Oversight-Board angerufen haben. Das Oversight-Board ist ja so dieses. Eigentlich unabhängige Gremium, das aber Entscheidungen treffen darf, die Meta umsetzen muss. Also die sind, wie sagt man, Bindungs Bindend. Bindend, danke. Es ist Wochenende. Da habe ich jetzt zwei Tage nicht schlau geredet. Das muss ich erstmal wieder lernen. Genau, die sind bindend, die Äußerung des Oversight Boards. Und die Frage von Meta war aber, worauf muss man eigentlich achten, wenn man Community Nodes in Ländern außerhalb der USA ausrollen möchte? Wir wissen, dass Meta nicht so richtig darauf gewartet hat, in einzelnen Ländern schon das Ausland der Community Norse zumindest angekündigt hat. Das betrifft zum Beispiel Japan meines Erachtens Egal, könnt ihr jetzt im Discord www. hagnan. org nachlesen, ob ich Quatsch erzählt habe. Auf jeden Fall hat das Oversight-Board jetzt sein Ergebnis vorgelegt. Und deren Empfehlung klingt wie folgt. Community Notes sollten nicht, für die, die es nicht kennen, das sind diese kleinen Hinweise unter Postings, ob da drin eine falsche Aussage getroffen wurde. falsche Tatsachenbehauptung getroffen wurde, die dann eben von den NutzerInnen hinzugefügt wurde und sollten so ein bisschen das Fact-Checking ersetzen. Basiert übrigens auf der. .
23:09 Charlotte Voß
Die Kopie des Erfolgsmodells von X.
23:11 Gavin Karlmeier
Es ist sogar vor allem nicht in die Kopie, es ist sogar exakt derselbe Code wie der von X. Es ist lizenziert. Also, das Oversight Board, unsere Empfehlung wäre. Die Community Nodes in Ländern zu unterlassen, die eine repressive Menschenrechtsbilanz und eine schwache Zivilgesellschaft haben, bis Meta einen robusten und effektiven Schutz der Privatsphäre der Mitwirkenden nachweisen kann? Interessant. Dann, Länder mit schwacher Pressefreiheit dürfen Community-Nodes vor oder während Wahlen nicht einführen. Was, wo ich mir so denke, ja, das löst das Problem für diese Wahl, aber für die nächste doch nicht mehr. Also, egal. In aktiven Krisen und Kriegsgebieten soll das nicht ausgerollt werden, in Ländern mit einer Historie. Koordinierter Desinformation, solange das Community Management, äh, Community Notes System anfällig für groß angelegte Manipulationen bietet. Wo ich so denke, Moment hier mal, dieses System bietet, ist anfällig für großangelegte Manipulation. Und das ist nicht ein Punkt, wo man dann sagt, dann rollen wir es gar nicht aus.
24:14 Charlotte Voß
Das ist genau das Woraufig jetzt war. Ich denke, wenn wir da so viele Probleme sehen und denken, wir können das in diesen ganzen Staaten nicht ausrollen, dann müssen wir doch, dann können wir es ja nicht überall machen, dann ist es ja kein gutes Feature offensichtlich.
24:27 Gavin Karlmeier
Exakt.
24:28 Charlotte Voß
Und B, in den USA sollten wir es dann vielleicht auch nicht ausrollen. Wenn man sich so die aktuellen Entwicklungen an der letzten Jahre. Also es ist nicht so, dass Staaten im Moment weniger autoritär werden. Aber es ist natürlich, natürlich ist es nicht in ihrem Interesse, das zu tun. Also ich weiß natürlich, ich kann nicht einschätzen, wie doll das Oversight Board da unabhängig ist. Es ist natürlich
24:52 Gavin Karlmeier
Da sitzen schon viele WissenschaftlerInnen drin und so. Aber man muss auch sagen, dass Meta das Oversight-Board proaktiv um diese Einschätzung gebeten hat. Das heißt, da steckt schon sicherlich auch eine Art politisches Kalkül hinter. Weil sonst hätten sie das nicht getan, also zum Beispiel, dass sie hier einfach nur eine Legitimation haben wollten warum die Community Nodes in anderen Ländern unproblematisch ausgerollt werden kann. Weil diese ganzen Einschränkungen, die wir da gerade aufgelistet haben, die betreffen natürlich auch viele Länder bisher so in dem Umfang nicht.
25:24 Charlotte Voß
Natürlich.
25:25 Gavin Karlmeier
Und da spricht dann jetzt nichts mehr gegen.
25:28 Charlotte Voß
Ja, man fragt sich auch ein Oversight-Board, vielleicht würden Sie das noch viel radikaler formulieren, passend aber, wenn es halt teilweise bindend ist, weil Sie halt damit Erfolg haben wollen bei Meta. Passen wir es vielleicht schon an und schwächen es ein bisschen ab. Das wäre jetzt nur so eine These, dass sie sagen, naja, gut. Bevor wir gar nichts durchkriegen, oder uns abschaffen. Genau, ja, natürlich, um dabei zu bleiben.
25:51 Gavin Karlmeier
Ja, es geht übrigens noch weiter. Und zwar keine Community Nodes bitte in Ländern, in denen die Gesellschaft mit komplexen Konfliktlinien, Religion, Kaste, Ethnie hadert. Weil Algorithmus Mehrheitsmeinung auf Kosten von Minderheiten privilegieren könnte. Auch hier muss man dazu sagen, dafür brauche ich keine komplexe Konfliktlinie in meinem Land. Damit das ein Problem ist, wenn eine Mehrheitslinie den Punkt von Minderheiten überschreibt.
26:20 Charlotte Voß
Das würde ja auch voraussetzen, dass es irgendwie einen also zu dem Negativ ein Positiv gibt, ne? Da sind diese Konfliktlinien, die so unüberschreitbaren, bei uns ist alles in Ordnung und alles okay, und deswegen können wir hier ohne Probleme das ausholen, das ist ja in keinem Land der Welt so
26:34 Gavin Karlmeier
Vor allem geht es bei den Community Nodes. Bei den Community-Nodes geht es ja eigentlich nicht um Mehrheitsmeinungen. Da geht es ja um Faktenüberprüfung. Da sieht man auch schon ein bisschen, wo der Kern des Problems der Community-Nodes ist. Einer. Ein Kern des Problems von einigen. Dann Länder, in denen Meta die sprachliche Vielfalt und kulturelle Nuancen technisch nicht präzise abbilden kann. betrifft zum Beispiel viele Länder des globalen Südens, wo es eine größere Sprachvielfalt gibt, aber nur ein einziges Metabüro. Da muss man dann sagen, dass Finde ich eine sehr wichtige Anmerkung an der Stelle und sehr notwendige Anmerkung, weil wir genau wissen, wie schwierig die Content-Moderation in vielen Ländern der Welt war, bei denen Meta keinen Ansprechpartner hat, der in dieser Sprache kommunizieren kann. Und keine Community-Nodes in Ländern mit systematischen Barrieren oder staatlichen Internetabschaltungen, da keine faire und repräsentative Teilnahme möglich.
27:33 Charlotte Voß
Es ist nicht überraschend, das zu hören, so die Argumente, das ist klar, aber wie gesagt, setzt halt irgendwie voraus dass es neben den ganzen Krisenherden und problematischen Systemen und Staaten halt andere gibt, die diese Probleme alle nicht haben. Und das ist natürlich Quatsch und am Ende verstärkt es ja Effekte in den Ländern, die vermeintlich stabil sind.
27:57 Gavin Karlmeier
Voll Aber Meta kann damit jetzt zur EU gehen und sagen, hier, guck mal, wir haben uns das angeguckt, in der EU unproblematisch, wir brauchen die Fraktionscheker in der Frage.
28:04 Charlotte Voß
Oh, hier gibt es ja gar keine Konflikte in Europa. Das ist auf die ganze Tipptop.
28:08 Gavin Karlmeier
Die Länder mit den Konfliktlinien, die sind immerhin nicht in der EU. Ja. Und die EU ist ja so ein bisschen der Problem, äh, das Problemkind. Ungarn ist auch in der EU. Oh. Aber haben die offiziell Kriegsgebiet bislang ja nicht, keine offizielle Beteiligung?
28:27 Charlotte Voß
Nee, nee, das nicht. Aber wenn man darüber spricht, starke Konfliktlinien innerhalb von einer Gemeinschaft. Die EU als Gemeinschaft, da gibt es jetzt schon starke Unterschiede zwischen den Staaten, wie sie zu bestimmten Themen kommen.
28:37 Gavin Karlmeier
Das stimmt. Ja, ich finde auch sprachliche Barrieren würde gegen eine Einführung in Bayern sprechen, wenn du mich fragst. Aber sorry, sorry, Wahnwitz.
28:48 Charlotte Voß
Super funny. Dialektwitze. Yay.
28:51 Gavin Karlmeier
Ja, also ich bin leider nicht mit der Gabe ausgestattet, den Dialekt nachzuahmen. Dann muss ich immerhin von außen einen Witz damit machen dürfen. Es tut mir leid, liebe Menschen, die bayerisch verstehen oder sprechen. Ja, ich finde das auf jeden Fall extrem interessant, weil die Community Nodes im Kern ihr das Problem haben, dass hier auch schon so leicht durchgeschimmert ist, dass eben die Leute, die die Mehrheit bilden, darüber abstimmen, ob Dinge, die Ihnen nicht gefallen, eben vielleicht gar nicht angezeigt werden. Also dass es eben nicht nur um die Frage geht, stimmt das oder stimmt das nicht, sondern auch, soll die Mehrheit das sehen oder soll sie es nicht sehen? Das große Problem ist ja nicht, dass Leute falsche Community Notes schreiben. Das erlebt man relativ selten. Aber meine Liebe, im Regelfall, dass keine Community Note unter Falschaussagen stehen oder wenn sie dann darunter stehen, sie teilweise 24, 38 Stunden nach Veröffentlichung des Posts erscheinen, wenn also 90% der Reichweite schon erzielt wurde. Alles vom Mais, ja. Genau, also weg damit.
29:51 Charlotte Voß
Es ist wieder eine Auslagerung von Verantwortung, ist ja klar. An die Schwarmittel liegen. Die Mehrheit.
29:57 Gavin Karlmeier
Genau. Die sogenannte Und wenn du eben ein Trump-Buddy bist und weißt, 52, 53 Prozent der Bevölkerung haben das gewählt, das ist die Mehrheit, dann wird es auch Donald Trump und seinem Team gefallen.
30:10 Charlotte Voß
Klar. Es ist eh, dass wir überhaupt darüber sprechen müssen, dass diese Plattformen so viel Einfluss haben und was deren Verständnis von Meinungsfreiheit ist etc. eigentlich unglaublich, dass wir darüber reden müssen.
30:24 Gavin Karlmeier
Wir reden hier aber über ein Land oder über eine Kultur, in dem eben am Ende Geld.
30:30 Charlotte Voß
vor allem die Sprache spricht, die die verstehen. Natürlich. Es gab jetzt in der New York Times gestern noch ein Interview mit dem YouTube-CEO. Ich weiß nicht, ob du hast gesehen habe.
30:38 Gavin Karlmeier
Das habe ich noch nicht gesehen.
30:39 Charlotte Voß
der auch dazu befragt wurde, wie er denn zur Meinungsfreiheit steht, und dann natürlich kommen wir die gleichen, ähm sagen Plattitüten, die alle sagen, ja, ist total wichtig für uns. Meinungsfreiheit ist es so, es ist in unserer Basis, in unser DNA eingebaut. Die Meinungsfreiheit ist ganz wichtig. Wenn es zu den kritischen Fragen kommen, wollen sie es sicherstellen, ja, da wird ausgewichen. Und YouTube ist natürlich jetzt einer der großen Player und es ist eigentlich so schlimm, dass das nicht reguliert ist und dass wir darüber sprechen müssen, dass es in dieser Hand dieses mächtigen Menschenlied oder seines Unternehmens was jetzt Meinungsfreiheit bedeutet. Das ist einfach immer noch absurd, obwohl man es lange weiß.
31:17 Gavin Karlmeier
Hat er was zur Section 230 gesagt?
31:21 Charlotte Voß
Nee.
31:21 Gavin Karlmeier
Ach, schade. Weil das ja nicht.
31:24 Charlotte Voß
Wurde jetzt wegen zu der Klage oder zu dem Urteil befragt, aber hat er sich natürlich nicht konkret geäußert.
31:30 Gavin Karlmeier
Das sind alles wegen so gerne in Berufung. Wir finden das raus. Liebe Grüße, ciao. Also, ich habe gerade das Geld angesprochen. Es gibt eine ganz spannende, ich packe euch den kompletten Link in die Shownotes. Ein Reddit-Nutzer. Und ich habe nicht das Gefühl, dass es KI-generiert ist. Wenn doch, prove me wrong. Ich freue mich drauf. Aber er hat alle seine Spuren und wie sagt man Brotkrumen auf dem Weg zum Ergebnis der Recherche, hat er öffentlich gemacht. Ein Reddit-Nutzer hat öffentlich einsehbare Informationen genutzt und so nachvollziehen können, wie offensichtlich nach seiner Aussage Meta zwei Milliarden Dollar über Tarnorganisationen ins System gemogelt hat, um darüber für Gesetze zur Altersverifikation auf Smartphone- oder Betriebssysteme zu lobbyieren zu können. Das ist natürlich eine wahnsinnig krasse Aussage, aber er hat, wie gesagt, ich fasse das mal so ein bisschen zusammen, was er da so aufgeschrieben hat. Und zwar gibt es den Nutzer aber ab Auf GitHub, der eben hier auch bei Reddit dann geschrieben hat. Ich weiß gar nicht, wie sein Reddit-Account-Name ist, kann ich gleich noch nachreichen. Er heißt OKLincolnBerry3296. Sicher ist sicher. Und zwar hat er gesagt, es gibt Organisationen wie zum Beispiel die Digital Sheltered Alliance, DCA. Die wurde am 18. Dezember 2024 gegründet und hat ein paar Tage später für ein Gesetz in Utah ausgesagt. Und Meta hat dieses Unternehmen unterstützt im Teil einer Superpack-Strategie mit 70 Millionen Dollar. Also wirklich ziemlich viel Geld. Und das ist nicht die einzige dieser Geschichten. Es gibt noch ATAP zum Beispiel, das ist ein Pack, der sich eben auf solche Themen konzentriert oder Lobbyunternehmen, die gezielt Lobbyisten einsetzen, die sicherstellen sollen, dass App Stores Die Verifikation übernehmen, wie Pelican State Partners und so weiter und so weiter. Wir packen euch das alles in die Shownotes. Es ist wirklich ein unglaubliches Brett an Text. Aber das Ergebnis ist 1,73 Milliarden US-Dollar, sagt er. Konnte er hier nachvollziehen. Insgesamt 59. 736 Zuwendungen, die Dienstleister bekommen haben. Damit eben es Lobbyisten gibt, die sich klar dafür aussprechen, dass nicht Meta die Altersverifikation durchführen muss, sondern die Unternehmen, die Smartphone-Betriebssysteme anbieten.
34:04 Charlotte Voß
Ja, super natürlich. Wenn andere die Verantwortung übernehmen, ist ja toll.
34:07 Gavin Karlmeier
Ja, ist genauso ein Verbot.
34:09 Charlotte Voß
Genau, müssen die anderen regeln, ist das natürlich. Also es ist naheliegend, dass sie das wollen, dass sie da ein Interesse dran haben. Ganz klar.
34:16 Gavin Karlmeier
Ja, natürlich. Aber ich finde es auch krass, dass Meta da ist so ein super komplexes Netzwerk an Unternehmen und Zwischenunternehmen und Brückenorganisationen und wenn man nicht wissen, wie oft das passiert.
34:28 Charlotte Voß
Das ist bestimmt so ein Standard einfach.
34:31 Gavin Karlmeier
Kann sein, klar.
34:32 Charlotte Voß
Bei der, weil Sie meint Lobbyarbeit ist ja nicht nur irgendwo hingehen, sagen Guten Tag, machen Sie bitte was in meinem Interesse. Das ist Das ist ein sehr nuancierter Job, stelle ich mir vor.
34:42 Gavin Karlmeier
Ich glaube, da muss man. Ich finde das irgendwie auch spannend, wenn man so mit so roten Fäden aber auf der anderen Seite steht und die dann sozusagen bei sich zusammenspielt.
34:52 Charlotte Voß
Aber es ist eine Also auch so eine Altersbeschränkung auf Betriebssystemebene ist natürlich auch eine Ein krasser Eingriff.
35:00 Gavin Karlmeier
Auch da gibt es schon erste Staaten, die das bereits fordern und in denen das Pflicht wird. Und viele Unternehmen wie Apple zum Beispiel sind schon dazu übergegangen, dass du deine Altersgruppe damit mit App-Entwicklern teilst. Dafür muss deine Altersgruppe, also bist du Bist du Kind, bist du zwischen 14 und 16, 16 und 18 oder über 16, irgendwie das sind die Einteilungen. Musst du einschalten oder oder deaktivieren, wenn du es nicht möchtest, je nachdem. Und erste Distributoren oder wer ist es von Linux-Distribution-Entwickler, die angekündigt haben, dass ihre Software in einzelnen Staaten deswegen nicht mehr nutzbar ist. Weil sie halt sagen, das wollen wir hier nicht einbauen oder können wir vielleicht auch gar nicht einbauen.
35:41 Charlotte Voß
Aber in der Konsequenz würde das heißen, ich bin zehn, ich kann kein Smartphone benutzen, weil ich zu klein bin.
35:47 Gavin Karlmeier
Exakt, das wäre die Konsequenz.
35:50 Charlotte Voß
Das ist schon hart.
35:51 Gavin Karlmeier
Ja, vor allem hart für Entwickler von irgendwelchen Apps, die vor allem bei Kindern beliebt sind, zum Beispiel.
35:58 Charlotte Voß
Die Maus, meinst du?
36:00 Gavin Karlmeier
Zum Beispiel die Maus. Meinst du, ich habe mir gerade vorgestellt, dass die Maus ihre App selber programmiert hat.
36:07 Charlotte Voß
Natürlich. Die hat ihren Bauch aufgemacht und hat was rausgeholt und dann hat sie das Programmiert klar. Die kann alles.
36:16 Gavin Karlmeier
Ist die Maus ein Apple Guy oder ein ThinkPad-Guy?
36:21 Charlotte Voß
Ja, die Maus ist eigentlich. Nee, die ist nicht so ein Apple-Guy. Das ist zu fancy für die Maus. Die ist auf dem Boden geblieben.
36:30 Gavin Karlmeier
Die ist einfach. Das ist ja nicht zu Kopf gestiegen. Die Maus ist entspannt. So, willkommen zu Elon Musk. Wir haben schon lange nicht mehr so viel über Elon Musk gesprochen, aber es gibt einen. Schade nicht. Och Mensch. Heute kann ich dir diesen Gefallen tun. Heute reden wir mal wieder über Elon Musk. Und Elon Musk hatte ja vor einiger Zeit mal einen Bühnengespräch geführt. Und ich glaube, ich habe das sogar im Ton hier, damit ich dir das, wir können das hier uns direkt anhören. Warte mal, habe ich. Stimmt das überhaupt? Ich muss kurz gucken, ob das mir hier aufliegt. Ah, so schnell finde ich es, glaube ich, doch nicht. Ah, doch, hier, warte.
37:06 Charlotte Voß
Ich zette mal ein.
37:08 Gavin Karlmeier
Ich spiele, ja, warte kurz. Wir hören uns den Ton nochmal an, weil das hat sich irgendwie ins kollektive Gedächtnis gebrannt. Ist trotzdem immer schön. Das geht keine, keine Ahnung, keine 20 Sekunden.
37:19 Speaker 3
You know that there's a public perception that and and you're clarifying this now, um, but there's a public perception that that was part of a Apology tour, if you will. This had been said online, there was all of the criticism, there was advertisers leaving, we talked to Bob Igas. You hope uh don't advertise.
37:40 Speaker 4
You don't want them to advertise? No. What do you mean? Go f<unk> yourself.
37:54 Speaker 5
But go yourself. Is that clear? Hey Bob.
38:04 Gavin Karlmeier
Ich fasse nochmal zusammen für die, die es nicht so gut verstanden haben. Also Elon Musk in einem Gespräch auf der Bühne der New York Times und wird angesprochen, ob er sich vorhat, jetzt öffentlich zu entschuldigen. Wir erinnern uns, was es zuvor passiert. Zuvor war passiert, dass Elon Musks Unternehmen X im Verdacht stand. ziemlich schlecht mit Brandsafety umzugehen, dass Unternehmen keine Lust hatten, ihre Produkte, ihre Marken direkt neben Nazi-Content zu sehen, neben Glücksspielwerbungen, neben Nationalismus. und so weiter und so weiter. Das hatte damals Media Matters in einem Bericht öffentlich gemacht und er wurde hier auf der Bühne dann angesprochen, und zwar im Oktober, November 2023. Ob er sich jetzt entschuldigen möchte bei denen, die werben oder was sein Plan ist. Und dann sagt er einfach: Ich hoffe, sie hören auf zu werben. Werb nicht. Und dann fragt der Interviewer noch: Was meinst du? Ich lasse mich mit Geld nicht erpressen, nicht mit Werbung erpressen. Go fuck yourself. Und dann grüße noch Bob, Bob Eiger, den Disney CEO. Und mein Lieblingsmoment, den habe ich ganz vergessen, ist, dass zwischen dem ersten und dem zweiten Go Fuck yourself Der Interviewer noch so, bad, äh.
39:11 Charlotte Voß
Das wollte ich auch gerade sagen. Das ist auch noch meine liebste Verzweiflung. Das kann ich ja nicht ernsthaft gesagt haben, aber ich meine, mittlerweile ist es ja schon ein paar Jahre her, dass er das gesagt hat. Finde man das ja null überraschend. Man würde keine Sekunde mehr überrascht davon sein, dass er Ähnliches nochmal sagt. Es war damals irgendwie noch so ein Knüller, aber heute ist das irgendwie so Er würde der New York-Times-Tipp nicht mehr sagen, Bot, äh, kannst du doch nicht.
39:37 Gavin Karlmeier
Ja, er wird vielleicht auch das Gespräch einfach auch schon nicht mehr führen. Aber was ist denn danach passiert? Daraufhin hatten mehrere Unternehmen häufig angewiesen von einer Empfehlung der World Federation of Advertisers. angekündigt, nicht mehr zu werben auf X. Darunter Lego, Nestlé, Mars, Shell, Twitch, CVS, Pinterest, Unilever, Tyson Foods, Colgate und so weiter und so weiter. Und Elon Musk hat da natürlich seine Chance gewittert und hatte vor, gegen diese Unternehmen und gegen diese Vereinigung der Werbetreibenden zu klagen wegen eines illegalen Werbeboykotts. Erinnern wir uns alle dran, wir haben uns damals, haben uns hier schon einen Kopf gefasst und gehört. Hä, ist denn, kann Rewe mich verklagen, wenn ich den Apfel nicht kaufe? So, nach dem Motto, ne? Also, das ist ja der Inbegriff von freier Marktwirtschaft. Ist ja, dass man auch sich gegen den Kauf von zum Beispiel Werbeflächen entscheiden kann und da auch öffentlich drüber sprechen kann. Und interessanterweise teilen die Richter hier in Texas. diese Einschätzung und haben die Klage abgewiesen, denn der Richter sah keine ausreichende Grundlage für die Vorwürfe eines illegalen Werbeboykotts.
40:46 Charlotte Voß
Also die Klage an sich selbst von Elon Musk erinnert ja an viele Klagen, die auch Donald Trump macht, die eher so persönlicher Natur sind. Du spielst nicht mit meinen Regeln, also mache ich dich fertig. Du bist gegen mich. Also, ne, ich bin ein bisschen meinem Ego angegriffen. Deswegen versuche ich jetzt, ich habe ja genug Geld für Rechtsstreite, das ist überhaupt kein Problem für mich, die alle zu führen. Deswegen versuche ich es jetzt so. Wahrscheinlich, vielleicht war dem sogar vorher klar oder seinem Rechtsdien, dass das keinen großen Aussichtverfolg hatte, aber es ist erstmal Ego First. Und dann wird erstmal losgeschossen.
41:16 Gavin Karlmeier
Na vor allem, es hatte ja auch Konsequenzen, weil die World Federation of Advertisers hatte die Global Alliance for Responsible Media, kurz GARM. Und GAM wurde aufgelöst, weil sie gesagt haben, wir sind zu klein, um uns diese Klagen hier, diesen Klagen stellen zu können. Das sind ja die sogenannten Slap-Klagen, wie du das beschreibst. Also dieses einfach bewusst durch Klage einschüchtern wollen. Aber trotzdem muss man hier festhalten, dass es ja nicht einmal zu einem Prozess kommt. Also dass der Richter schon nicht einmal sagt Wir hören uns das mal an, wie das ja im Fall gegen Apple und OpenAI zum Beispiel jetzt passiert, wo der Richter gesagt hat, wir lassen die Klage zu und dann sollen sie mal hier im Ring kämpfen. Sondern hier wurde direkt gesagt, nee, machen wir nicht. Und das in Texas. Und das in Texas, genau. Das in Texas. Und das Verfahren wurde with prejudice eingestellt. Heißt also, diese Klage kann von Ex nicht erneut eingereicht werden. Zumindest hat es das.
42:13 Charlotte Voß
Kleinte haben sie erreicht. Finden schon einen anderen Grund.
42:16 Gavin Karlmeier
Vermutlich, ja. Auf der anderen Seite, um Gerichtstermine müssen, also an Gerichtsterminen mangelt es den Ex-Anwälten jetzt auch gar nicht so unbedingt.
42:26 Charlotte Voß
Absolut nicht. Absolute Lebensversicherung der Job. Absolut, wirklich.
42:31 Gavin Karlmeier
Aber ich könnte mir auch vorstellen, dass da eine gewisse schon so Bezahlung nach Erfolgsfall auch vorgesehen ist. Ja, klar.
42:40 Charlotte Voß
Aber es ist jetzt kein Pro Bono Case, den die sich da annehmen.
42:43 Gavin Karlmeier
Nein, das auch nicht.
42:47 Charlotte Voß
Sehr für die gute Sache.
42:48 Gavin Karlmeier
Aber es wäre der typischste Mask-Move, wenn er Pro Bono-Anwälte hätte, die sich wegen dieser guten Sache, wie du es nennst. Nein, wie du es gerade unterstellst. Genau. sich dieser Sache anschließen. Wäre ganz klassisch Maske irgendwie. In den Niederlanden allerdings hat jetzt ein Bisschen. In den Niederlanden hat ein Amsterdamer Gericht angeordnet, dass das, was Grok gemacht hat, nämlich die Erstellung von Nacktbildern ohne Einwilligung der Betroffenen. sowie Material von sexuellem Kindesmissbrauch zu erstellen. Dass das gegen geltendes Recht verstößt und dass es hier eine mögliche Vertragsstrafe Zahlen müsste, mit seinem Nutzer, gegen seinen NutzerInnen vermutlich. Kommen wir gleich nochmal ein bisschen genauer drauf. In Höhe von 100. 000 Euro für jeden Tag, an dem es der Anordnung nicht nachkommt, diese Erstellung zu unterlassen.
43:45 Charlotte Voß
Okay, wie viele Tage sind das jetzt schon?
43:46 Gavin Karlmeier
Also die Höchstsumme sind 10 Millionen Euro, die angesetzt werden kann. Ist jetzt nicht so mega viel für ein KI-Unternehmen und für generell nicht, aber. Immerhin. Also ich finde, es geht ja auch um die Signalwirkung.
43:59 Charlotte Voß
So sei, auf jeden Fall. Kleine Nadelstiche.
44:01 Gavin Karlmeier
Genau. Und es muss ja auch in die Gesellschaft reingetragen werden, dass man das so nicht mehr möchte, dass man das so nicht mehr hinnimmt.
44:09 Charlotte Voß
Ja, natürlich. Ja, schwierig. Nee, schwierig nicht. Also total klar der Fall sozusagen, was für ein Ergebnis man sich wünscht, aber. Diese ganze Erstellung von irgendeinen Arten sexuellen oder pornografischen Inhalten ist Zeigt wieder nur, dass diese ganze Technologie halt einfach, wenn man zur Technologie kommt, sieht man jetzt auch in den Deepfake-Videos, geht sie auf Kosten von Frauen. Ja.
44:39 Gavin Karlmeier
Absolut.
44:40 Charlotte Voß
Ist es immer so. 98% aller Deepfake-Videos sind pornografische Videos von Frauen.
44:44 Gavin Karlmeier
Ja.
44:46 Charlotte Voß
Und das ist bei dem Walk natürlich genauso. Und das ist halt sehr angelegt. Also Guck dir an, wer die Macher sind.
44:53 Gavin Karlmeier
Ja, die das auch noch, die das dann ja am Ende sogar auch noch lustig finden. Also Maske hat in den ersten Tagen ja solche Sachen dann ja auch irgendwie noch befeuert und repostet und so. Ja, es ist leider genau so und auch da könnten wir jetzt ein ganz großes Fass aufmachen, dass das natürlich ein riesengroßes kulturelles Problem ist, dass viele Leute in der Tech-Bubble Zum Glück mittlerweile nicht mehr so arg, aber früher doch schon und auch viele, die heute noch an Führungspositionen sind oder entscheiden, wer die Führungsposition besetzen, eben häufig Männer sind, die das auch Als Waffe nutzen oder als Waffe konzipiert haben. Wir erinnern uns, dass selbst Facebook gestartet ist, um Menschen nach ihrer Fuckability zu bewerten. Das hätte ein Mensch, der in einem gesunden sozialen Umfeld unterwegs ist, So vermutlich nicht entwickelt.
45:42 Charlotte Voß
Ja, und es ist natürlich am Ende, also so ein Deep-Video zu erstellen, die Welt bringen, ist ja eine Machtdemonstration, willst du ja die mit erniedrigen? Das ist natürlich eine Widerspiegelung von patriarchalen Strukturen insgesamt.
45:52 Gavin Karlmeier
Absolut. Ja, das ist alles richtig. Ich habe da jetzt keine nur guten Nachrichten, außer dass man vielleicht sagen kann, dass Ex Leute entlässt und zwar offenbar wieder ein bisschen also Das Wall Street Journal nennt es Umstrukturierung. Der Chief Marketing Officer wurde entlassen. Und es gibt eine größere Entlassungswelle nicht-technischer MitarbeiterInnen, vor allem im Bereich Marketing. Also Marketing und andere Abteilungen, die nicht technisch sind, was immer das auch bedeutet.
46:26 Charlotte Voß
Marketing brauchen die nicht, das steht ja für sich selbst, das gute Produkt drückt ja von alleine für sich, also kann man nicht.
46:31 Gavin Karlmeier
Aber das hängt ja wohl zusammen mit der Fusion mit SpaceX, also XAI, das Unternehmen hinter X, das ja in SpaceX reinfusioniert wird. Alles Unternehmen, die Elon Musk übrigens gehören. Mein Gehirn schmilzt, wenn ich das so erzähle. Da werden jetzt wohl die Leute entlassen, die man sozusagen nicht braucht, weil man Marketing Ey komm, Marketing für eine Rakete oder für ein Social Media Netzwerk, wo ist der Unterschied?
46:58 Charlotte Voß
Ja, same shit. Ich stehe X drauf. Irgendwas mit X halt machen.
47:08 Gavin Karlmeier
Ja, also das zu X. Sonst kann man vielleicht dazu sagen, dass Larry Allison offenbar seinen X-Account gelöscht hat. Was interessant ist, weil er ein großer, wenn nicht sogar der zweitgrößte Aktionär bei Tesla ist, also ein Musk-Vertrauter, ein Trump-Vertrauter, das ist der Oracle-Chef. Und der Typ, der TikTok mit erworben hat oder den größten Anteil am US-Geschäft von TikTok erworben hat. Das ist schon eine interessante Notiz, die da einem Haki im Discord aufgefallen ist. Ich glaube, Marcell war das. Jemandem aufgefallen ist, finde ich schon sehr erstaunlich.
47:41 Charlotte Voß
Ist auch bis jetzt nicht wieder da, der Account.
47:43 Gavin Karlmeier
Ich denke nicht, Leute. Das checke ich.
47:46 Charlotte Voß
Oder hat ihn auch nicht selbst deaktiviert oder ähnliches.
47:48 Gavin Karlmeier
Dieser Account existiert nicht.
47:51 Charlotte Voß
Hm, okay.
47:53 Gavin Karlmeier
Vielleicht gibt es Krise. Vielleicht mal wieder eine Schlägerei im Trump-Umfeld. Das wäre nicht die erste.
48:00 Charlotte Voß
Nein, mit Sicherheit nicht.
48:02 Gavin Karlmeier
Apropos Trump-Umfeld, hast du Lust über KI zu sprechen?
48:06 Charlotte Voß
Immer.
48:06 Gavin Karlmeier
Ich habe eine. Also, ach, das passt so beides irgendwie gerade in unsere Themenwelt, wo wir sind. Ich fange mit der einen Nachricht an. Und zwar sieht es gerade ganz danach aus, oder OpenAI hat das jetzt so bestätigt, dass der Adult-Mode für ChatGPT nicht kommen wird. Also es gibt keinen Erotikmodus. Also wenn du vorhattest, mit dem Chatbot eine sexuelle Affäre zu führen, muss ich dich leider enttäuschen, das wird wohl erstmal nicht kommen.
48:33 Charlotte Voß
Hm, ja, Mist. Ja, läuft bei OpenAI gerade, oder? In letzter Zeit?
48:39 Gavin Karlmeier
Zora weg. Das jetzt weg.
48:41 Charlotte Voß
Das ist auch so ein Move, aber da habt ihr ja schon drüber gesprochen.
48:44 Gavin Karlmeier
Ich habe das in der letzten Folge wegmonologisiert. Aber wenn du da noch Emotionen hast, schieß los.
48:50 Charlotte Voß
Nee, es ist halt so klassisch, ne? Man geht irgendwie mit einem tollen Technologie auf den Markt, die irgendwie für ihre Verhältnisse auch sehr gut ist, also was die Technologie an sich einmal betrifft. Schmeißt die raus. So hier geil. Wir sind jetzt hier der große Vorreiter. Hat aber eigentlich überhaupt keine Struktur und Kohle, das irgendwie auch rechtzuerhalten. Weil Big Surprise, die KI-Estellung von Videos ist super teuer, finde ich.
49:10 Gavin Karlmeier
15 Millionen Dollar am Park.
49:13 Charlotte Voß
Hätte es gedacht, bringt damit echt viele Dinge zum Laufen und auch nicht nur gute. Und danach rechnet sich nicht und nimmt wieder raus. Tschüss. Wir haben jetzt hier was angestoßen, so eine Welle an tausend Dingen, die auch teilweise problematisch sind, aber ne, tschüss, wir sind wieder weg. Ciao, Kakao. Verlässlichkeit von solchen Technologien und wie die so wie viele sich drauf stürzen. Also ohne das ist Technologie, da müssen wir jetzt auch mitmachen, das müssen wir jetzt auch benutzen, das ist alles ganz toll und oh mein Gott, life-changing. Da weiß man nicht, wenn das Unternehmen immer schnitt sagt, ist sie halt auch wieder weg.
49:45 Gavin Karlmeier
Das Spannende ist ja, dass man hier oft mal so ein bisschen darauf schaut, was gerade mit Claude abgeht. weil man sich ja vor allem auf so Business Cases konzentrieren möchte und Produktion auf Textebene und Automatisierung von Prozessen und Gentik und so. Und Dass aber diese ganzen Entertainment-Dinge, Zora ist eine Entertainment, wenn eine reine Entertainment-Abteilung, Adult Mode wäre auch nur Quatsch gewesen, dass man hier so ein bisschen, und da könnte man, es gibt ja Leute, die immer sagen, die Blase platzt, die Blase platzt. Aber es gibt so ein Ding, an dem man hier gerade so ein kleines Kriseln vielleicht ablesen könnte. Das ist so eine Umverlagerung der reinen Verbraucherprodukte hin zu einem, zu einer ernsthafteren oder professionalisierteren Nutzung. von zumindest den OpenAI-Produkten geht, was glaube ich nicht.
50:34 Charlotte Voß
Einfach eine Konsolidierung, weil das halt sich nicht trägt, das andere. Also dann verdient man halt kein Geld.
50:38 Gavin Karlmeier
Ja, aber du hättest das natürlich. Weiter durchziehen können, na klar, da steht ein Börsengang an oder ein potenzieller Börsengang, na klar, die müssen irgendwann mal Geld verdienen, na klar, es wird nicht leichter, an das Geld, das sie hier groß verbrennen, dranzukommen. Das stimmt alles. Aber ChatGPT wurde nach meinem Gefühl in den ersten Jahren jetzt vor allem als Endkundenprodukt vermarktet, als etwas, mit dem man so. So ein bisschen rumlabern kann und dann mal hier.
51:04 Charlotte Voß
Wird ja auch viel benutzt von Endkunden.
51:05 Gavin Karlmeier
So wird es ja auch genutzt, genau. Aber sowohl der Adult-Mode als auch Zora sind ja beides Dinge, die nur diesen Zweck haben. Also OpenAR hat ihre Werbespots selber nicht mit Zora generiert und sie haben auch noch keine eigenen Pornofilme zur Kommunikation genutzt, die KI generiert waren. Deswegen, ich finde, das so, das scheint schon, also ich bin da vielleicht nicht der richtige Ansprechpartner, aber ich meine da so einen kleinen Shift in der Strategie erkennen zu können.
51:34 Charlotte Voß
Ja, das würde ich auch sagen, aber wirklich auch vor dem Hintergrund, dass sie für vieles andere einfach nicht die Infrastruktur und das Geld haben im Vergleich zu Google oder anderen Playern, die natürlich auf einem ganz anderen Startpunkt sind. Die haben eine sehr gute Technologie vorgelegt, also das hat sehr gut funktioniert. Aber das dann groß zu scalen, wie man sagt, im Business Dingo, glaube ich.
51:56 Gavin Karlmeier
Wie wir Venture Capitalists sagen.
51:59 Charlotte Voß
Das große Geld ist natürlich, ja nicht mehr genug Serverkapazität können Sie sich nicht mehr kaufen. Das reicht einfach nicht.
52:06 Gavin Karlmeier
Ja, und Sie haben das eine Problem, das anders als Google oder Meta oder auch X Dass sie damit Geld verdienen müssen und nicht mit Werbung. Weißt du? Also, Google und Meta sind halt vor allem Werbeverkäufer und die können halt.
52:21 Charlotte Voß
Google und Metter haben wahnsinnig Milliarden Vorsprung an Nutzer. Okay.
52:25 Gavin Karlmeier
Und das.
52:25 Charlotte Voß
Die seit Jahren lang ihre Services nutzen. Das heißt, äh Google KI Produkte zu implementieren, easy, hatten die Suchmaschine fertig. Kein Problem.
52:37 Gavin Karlmeier
Die andere KI-Meldung, die ich heute noch der Vollständigkeit halber mit danach schieben möchte, dass eine Geschichte, über die wir hier so ein bisschen, glaube ich, gesprochen haben, die aber viel durch die Medien ging. Es war ja folgendes, es gab ja dieses Wettrennen, wer den Vertrag mit dem Pentagon abschließt. Und wir wissen, dass das Pentagon den Vertrag gerne mit Anthropic, dem Unternehmen, hinter Claude, abgeschlossen hätte. Der CEO, Dario Amodei, von Anthropic, aber gesagt hat. Er wird diesen Vertrag nicht unterschrieben, wenn nicht klar darin geregelt ist, dass keine autonom eingesetzten Waffen damit kontrolliert würden und es keine Überwachung von amerikanischen BürgerInnen gäbe. Klammer auf, alles im Rahmen des geltenden Gesetzes. Das war so die Einschränkung. Und der große Unterschied, diese letzte Einschränkung, die hatte offenbar Offenbar OpenAI nicht mit in diesen Deal reinverhandelt und deswegen den Zuschlag bekommen. Das Pentagon war aber so beleidigt, dass sie Anthropic als erstes amerikanisches Unternehmen überhaupt ever als Lieferkettenrisiko eingeschätzt haben. Und damit kein Unternehmen, das mit den Pentagon-Vräge hat, Verträge mit Anthropic haben darf. Bedeutet, alle Unternehmen, die irgendwie für die Regierung irgendetwas machen wollen. Dürfen Klot nicht im Einsatz haben. Was ein großer Schaden für das Unternehmen ist, was aber auch ein wahnsinnig Abstraffung ist und auch ein wahnsinnig geschmackloser Move, weil das eben, wie gesagt, ein Angriff auf ein eigenes amerikanisches Unternehmen ist. mit einem Tool, das eigentlich entwickelt wurde, um Gefahren von anderen Regierungen, anderen Unternehmen in anderen Ländern irgendwie zu verhindern oder zu reduzieren. Ähm, Anthropic hat eine einstweilige Verfügung beantragt, um zu sagen, dass das reine Vergeltungsmaßnahmen gegen die Meinungsfreiheit seien. Und das hat die Richterin, die sich dieser Sache annimmt, jetzt bestätigt. Das heißt, dieses Diese Erklärung als Lieferkettenrisiko, die darf so noch nicht durchgesetzt werden, weil die Richterin erstmal sagt, dass sie darin auch eine Vergeltungsmaßnahme erkennen würde. Und damit ein Verstoß gegen das First Amendment Also den ersten Verfassungszusatz.
54:41 Charlotte Voß
Ja, vor allem, wenn man gar kein offenes Geschäft mehr hat. Also man hätte es ja sonst auch sehen können als irgendwie Drohgebärde, wenn ihr nicht klein beigeht, dann Passau für euer Geschäft sozusagen mit allen anderen. Aber wenn sie jetzt von dem Zuschlag vergeben haben, ist ja auch die Frage. Also wollen wir natürlich irgendwie Droh ausüben, aber wozu?
55:02 Gavin Karlmeier
Um Anthropic halt kaputt zu machen. Weil niemand mehr. Genau, aber das ist genau.
55:07 Charlotte Voß
Genau, aber mit welchem Also warum, wenn wir es kaputt machen? Also Rache, wirklich? Oder hat man noch ein Interesse, weil warum auch immer? Passendes Interesse, so hinaus.
55:19 Gavin Karlmeier
Ich glaube, es ist tatsächlich. Und so teilt die Richterin das auch. Ich schätze, das wird ja jetzt einen relativ langen Prozess geben, ehrlicherweise. Wir werden das uns so ein bisschen anschauen hier. Ich habe das Gefühl, da wird es gerade ein bisschen spicy. Ja, weiß ich auch nicht. Übrigens, kleine Randnotiz, dass die BBC jetzt einen neuen Chef hat, passt nicht so ganz in unser Thema, aber vielleicht ein bisschen doch. Der von Google kommt, was interessant ist, weil vor einigen Monaten die BBC ihre krasse Strategie pro YouTube umgestellt hat. Und sich so umgestellt haben, dass sie jetzt erstmals auch Exklusivserien für YouTube produzieren würden. Man muss da nicht unbedingt einen Zusammenhang wittern, aber es ist doch schon eine bemerkenswerte Auffälligkeit, finde ich.
56:05 Charlotte Voß
Ja, voll. Also der bringt ja auf jeden Fall eine ganz andere Perspektive mit, ein ganz anderes Wissen als jemanden, den man jetzt von innerhalb der BBC vielleicht genommen hätte.
56:13 Gavin Karlmeier
Die Frage ist, seit wann der da auch schon in Gesprächen war und seit wann auch die BBC vielleicht sich von dem hat überzeugen lassen, diese Strategie zu shiften.
56:22 Charlotte Voß
Schon auch problematisch.
56:24 Gavin Karlmeier
Vielleicht. Aber.
56:26 Charlotte Voß
Zumal ja BBC im Audiomarkt total auf die eigene Plattform setzen.
56:30 Gavin Karlmeier
Absolut.
56:31 Charlotte Voß
Auch erfolgreich.
56:32 Gavin Karlmeier
Ja. So ist es.
56:34 Charlotte Voß
BBC Sounds, die, so heißt die ARD.
56:36 Gavin Karlmeier
Die sich nach den ARD-Sounds benannt hat, ja. Genau. So, bevor ich dich jetzt gehen, Latschau, wir haben ganz viel nicht geschafft. Den Rest hört ihr dann am Mittwoch. Ich habe aber noch was Positives. Wir gehen heute nicht ohne eine Versöhnlichkeit heraus. Augenblick.
56:54 Speaker 6
Versöhnlich
56:58 Gavin Karlmeier
Wir haben in der Folge mit Markus Beckedal schon so ein bisschen darüber gesprochen und Markus Beckedal hatte Bauchschmerzen bei dem Thema. Er hat gesagt. Na, wer weiß, ob die politische Rechte in Europa sich da nicht doch noch durchsetzen kann, konnte sie nicht. Denn das EU-Parlament hat sich jetzt gegen eine Chatkontrolle. entschieden, ausgesprochen und haben damit auch die freiwillige Chatkontrolle zum Abschluss freigegeben. Die wird auslaufen. Ich glaube am 2. April ist das. 3. April, Entschuldigung. Hier läuft am 3. April ab, bedeutet, dass diese freiwillige Chatkontrolle die Möglichkeit, dass WhatsApp sagen kann oder wer auch immer andere Messaging-Dienste, wir überprüfen die Chats der NutzerInnen, sofern sie nicht verschlüsselt sind, Klammer zu. oder schalten Verschlüsselung ab, zwinkyzwonky, Instagram, dass sie da nicht diese Chats mehr dann ohne Einschränkung einfach kontrollieren dürfen, um damit zum Beispiel. . Gesetzesverstöße zu identifizieren, dass diese Chatkontrolle abgeschafft wird, hat mich, kleine Einschränkung in der Versöhnlichkeit direkt, hat mich ein bisschen zornig gemacht, dass sie von den meisten deutschen Medien so als Herber Rückschlag im Kampf gegen Kinderpornografie-O-Ton, wo ich mich sehr geärgert habe, weil.
58:10 Charlotte Voß
Es ist klassische Framing.
58:11 Gavin Karlmeier
Genau, es ist klassisches Framing. Aber genau, die Chatkontrolle ist damit zumindest erstmal Vom Tisch, wie auch immer, das weiter aussieht. Wir kennen die EU. In zwei Jahren diskutiert man eben.
58:21 Charlotte Voß
Und auch einfach mal unter einer bislang, vorerst guten Nachricht verwogen.
58:25 Gavin Karlmeier
Ja, daran halten wir uns einfach fest, oder?
58:28 Charlotte Voß
Am Sonntagabend.
58:30 Gavin Karlmeier
Wenn ihr das hört, Montagmorgen. Entschuldigung. Nee, nicht schlimm. Okay, Charlotte, sonst den Rest schaffen wir heute, glaube ich, nicht mehr, auch wenn es ganz viele spannende Geschichten gibt, die wir dann am Mittwoch hier besprechen. Hast du noch irgendwas auf dem Herzen? Kann ich dir noch irgendwas Gutes tun?
58:45 Charlotte Voß
Ja, ich glaube, ich bin fein.
58:47 Gavin Karlmeier
Alles gut. Da habe ich mal ganz, äh, jetzt fängt es kurz fast für tonistisch, aber da habe ich letztens eine große Auseinandersetzung, du erhört, dass sie ich bin fein. Als Anglizismus menschenwütend macht.
59:01 Charlotte Voß
Ja, natürlich. Menschen macht und Gendern wütend, also. Ja, Menschen werden über Sachen wüten, ich werde auch über Sachen wüten.
59:10 Gavin Karlmeier
Immer mit Leben. Ja, okay, also ich bin fein, können wir weiterhin sagen, und alles gut.
59:17 Charlotte Voß
Hochoffizieller Laura.
59:18 Gavin Karlmeier
Ich habe die Absolution von dir. Alles gut können wir auch noch sagen, ja? Was übrigens auf jeden Fall gut wird, am Mittwoch kommt zum ersten Mal Mats Schönauer von Top Voll Gold und ich freue mich mega darauf, weil Mats und ich, kleiner Disclaimer, kennen uns seit zehn Jahren. ungefähr und finden uns richtig super. Und der hat jetzt einen YouTube-Kanal, den ihr euch zur Vorbereitung euch alle schon mal angucken könnt, der ganz viel über diese Themen spricht, über die wir auch sprechen, aber aus einer stark medienjournalistischen Perspektive. Er hat früher mal beim Bildblock gearbeitet. Ich werde ihn dann vorstellen in der nächsten Folge. Aber ich freue mich, dass Matz das erste Mal hier hinkommt.
59:49 Charlotte Voß
Sehr schön. Viel Spaß.
59:51 Gavin Karlmeier
Und ich freue mich auch, dass du heute hier warst, Charlotte. Und ich freue mich, dass du bald auch wiederkommst. Oder stelle ich dir jetzt einfach, dass du bald wiederkommst, weil du bist so, wir sind in so einem Rhythmus. Das ist irgendwie gut. Und ich freue mich, dass alle von euch bis hierhin zugehört haben. Ich wünsche euch allen einen wundervollen Start in die Woche. Passt auf euch auf. Wir hören uns wieder am Mittwoch. Und tschüss. Tschüss.