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Folge 564 · 17. April 2026 · 1:01 Std.

Die Ausweispflicht fürs Internet

mit Nicole Diekmann

Seid ihr Team Hope oder Team Timmy? Endlich mal wieder eine Diskussion über das Social-Media-Verbot! Aber wenn wir uns einig sind, dass darübersprechen wichtig ist, dann machen wir das doch! Und dabei gibt es soviele andere Themen. Dass Ursula von der Leyen jetzt ihre Verifikationsapp fertig hat, dass Meta jetzt “Antifa” zum Terrorwort macht, dass Anthropic Claude zum “Kind Gottes” machen will oder dass Musk Grok nicht unter Kontrolle kriegt. Und dann ist da noch JENGA! bei Bluesky. Schönes Wochenende.

Kapitelmarken

KI-unterstützt

  1. Hallo Nicole!
  2. Neues vom Wal
  3. Jenga bei Bluesky
  4. Meta sperrt den Begriff "Antifa"
  5. Neue PG13-Leitlinien für Instagram in Deutschland 
  6. Kontroverse: Social Media Verbot für Jugendliche
  7. EU-Kommission stellt App zur Altersverifizierung vor 
  8. IW-Gutachten: Einfluss von Social Media auf den Bildungserfolg
  9. RedNote eröffnet US-Büros
  10. Werbeboykott bei X: Werbeagenturen geben FTC-Druck nach
  11. Recherche: Sexualisierte KI-Bilder auf X trotz Versprechen
  12. Druck von Apple auf X und Grok
  13. Anthropic: Kann KI als "Kind Gottes" angesehen werden?

Transkript

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00:01 Intro

Haken dran, das Social Media Update der CT.

00:06 Gavin Karlmeier

Hallo Nicole.

00:08 Nicole Diekmann

Hallo Gavin.

00:09 Gavin Karlmeier

Bei mir ist heute Nicole Diekmann. Ich freue mich immer, wenn du hier bist.

00:13 Nicole Diekmann

Ja klar, weil Franzi ja vorgestern da war.

00:16 Gavin Karlmeier

Ich muss dich eigentlich gar nicht vorstellen, ich tue es trotzdem. Journalistin, Autorin. Korrespondentin beim ZDF, Podcasterin, Kolumnistin, was habe ich nicht alles noch über dich? Tolle Worte zu verlieren, aber die Leute sollen sich selber eine Meinung bilden und werden in einer Stunde ja auch Fan von dir sein. Wie ist die Stimmung?

00:34 Nicole Diekmann

Die Stimmung ist tja, meinst du bei mir oder in Sachen Wahl? Bei den Bei den Rettern. Ich meine, das ist ja das alles beherrschende Thema.

00:44 Gavin Karlmeier

Ja, man muss das kurz erklären. Also du schreibst dann eine Kolumne bei dir online und dort hast du ja schon zum zweiten Mal in Folge über den Wal gesprochen. Wir haben hier auch über den Wal am Montag gesprochen. Und trotzdem finde ich eine ganz bemerkenswerte Entwicklung, deswegen müssen wir kurz darüber sprechen, weil wir sehr häufig darüber schauen, wie Reiche Menschen versuchen mit Geld den Lauf der Dinge innerhalb einer Demokratie zu verändern. So, und jetzt erleben wir gerade, dass auf der Insel, wie heißt sie, Pöhl, glaube ich.

01:11 Nicole Diekmann

Pool, sagt man, glaube ich.

01:13 Gavin Karlmeier

Pol, möglich. Ähm ein Mensch mit sehr viel Geld, einen eigentlich längst gefassten Beschluss der Politik und auch eine Empfehlung von ExpertInnen, eigentlich mit Geld zu umgehen, weil es einen gesellschaftlichen Druck gibt. Der sagt, wir müssen den Wahl jetzt trotzdem retten, auch wenn es der Quälerei ist. Und jetzt legen wir ihn auf den Hovercraft und schieben ihn einfach ein bisschen in den Atlantik. Das ist so, ne?

01:41 Nicole Diekmann

Ich würde es noch schärfer formulieren. Du spielst ja an auf den Mediamarktbesitzer und auf diese mit Pferden reich gewordene Frau. Die jetzt sehr viel Geld dafür ausgeben, dass dieses arme Tier jetzt aus dem Sichtfeld der verrückten Aktivisten geschafft wird und dann auf freier See außerhalb dieser Sichtweite sterben wird, sagen Experten. Das ist unter anderem für Tilbackhaus, den Landwirtschaftsminister von McDonald-Vorpommern, das Beste, was passieren kann Der Mann steht so unter Beschuss, der sagte, diese Woche gegen ihn sind zig Strafanzeigen gestellt worden. Der steht im Zentrum der krudesten Verschwörungstheorien, die wir im Moment in den sozialen Netzwerken lesen können, als Tierquäler, als Rafke, der den eigentlich angeblich völlig gesunden Wal nur deshalb elendig verenden lässt, weil er an sein Skelett will, um damit Touristen anzulocken. Und Backhaus hat sich jetzt anscheinend gedacht Ja, dann sollen die das mal bezahlen, hat auch gesagt, das geht alles auf deren Verantwortung. Und Tilbakaus ist jetzt also derjenige, der sagt. Ich habe da mitgemacht, ich habe die gewähren lassen. Wenn das Tier jetzt überlebt, super, wenn nicht, ich habe da nichts mit zu tun.

03:00 Gavin Karlmeier

Aber haben nicht dann am Ende diejenigen, die die ganze Zeit diesen Unsinn einfach verbreiten, einfach nur gewonnen?

03:06 Nicole Diekmann

Die Frage ist, wer verloren hat und das ist dieses arme, arme Tier.

03:09 Gavin Karlmeier

Ja, das ist so. Ich finde, es passt so in unsere Welt, in die wir uns gerade bewegen, dass es so Also es gibt Leute, die WissenschaftlerInnen sind, die sich für eine Lösung aussprechen. Dann kommt jemand mit Geld und eine andere Meute an Leuten mit Emotionen. Und die gemeinsam entscheiden dann, ja, der wissenschaftliche Stand ist uns jetzt egal. Und es passt so schön in all die Dinge, über die wir hier immer sprechen, weil das eigentlich ja das ist, was so häufig passiert. Es macht einen so sprachlos. Naja. Aber du hast gesagt, man kann sich in den sozialen Netzwerken darüber informieren, nicht auf allen. Und da steigen wir nämlich direkt ein. Denn wir nehmen das hier am Donnerstagnachmittag auf, fast früher Abend, und eigentlich hat schon den ganzen Tag über Blue Sky massive Probleme. Wir müssen also Jenga mal wieder rufen.

03:58 Nicole Diekmann

Wir müssen Jenga rufen.

04:00 Gavin Karlmeier

Ja, Jenga ist ja unser Wort für ausgefallene Netzwerke. Das heißt, also für die, die das nicht kennen, das rührt daher, dass irgendjemand, ich glaube, ein früherer Twitter-Entwickler oder sogar Elon Musk damals sagte, dass eigentlich alles wie so ein Jenga-Turm ist und alles. also jeder Ausfall am Ende zu einem kompletten Zusammenbruch des Turmes fallen kann. Und das wurde dann zum geflügelten Wort für jede Downtime, die man so im Netz erleben kann. Das ist Jenga. Jenga bei Blue Sky.

04:26 Nicole Diekmann

Jenga ist ja ein tolles Spiel. Tatsächlich habe ich neulich noch gespielt. Ja, dann rufen wir Jenga. Ich habe es heute Morgen gemerkt, ich fand es interessant, ich habe so gegen 10. Versucht, was auf Blue Sky zu posten, ging nicht. Ich dachte erst, wie immer, es liegt an dem WLAN, in dem ich mich gerade befand, merkte dann aber, es stimmt nicht. Dann bin ich auf Threads gegangen. Um zu schauen, melden da Leute, dass Blue Sky down ist, weil ich davon ausgehe, das tun eher noch Leute bei Threads als bei X, weil das noch eine viel andere Klientel ist mittlerweile, die da unterwegs ist. Also X und Bluska sind ja quasi die entgegengesetzten Pole.

05:06 Gavin Karlmeier

Das ist wie Mario und Wahrheit.

05:07 Nicole Diekmann

Eine Meldung, vielleicht Genau. Das ist wie Tierschutz und die Aktivisten, die da gerade rumstehen. vor Ort. Und da habe ich exakt einen Post bei Threads dazu gefunden, dass Blue Sky Down ist. Also anscheinend sind die Schnittmengen noch. Also entweder war ich einfach sehr, sehr früh, kann ja auch sein Dass ich exakt in dem Moment was posten wollte, als es gerade zusammengebrochen war. Weiß ich nicht. Oder die andere Erklärung könnte sein. dass sich das Social Web wirklich krass segregiert. Also fast keine gemeinsamen Schnittmerken mehr da sind.

05:47 Gavin Karlmeier

Ich finde das eine fantastische These. Weil wir ja eigentlich immer prognostiziert haben, dass dieser eine Zufluchtsort im Internet für die, die früher bei Twitter waren, dass der nicht existiert Dass die einen eben ins Fediverse gehen und die anderen gehen dann zu Blue Sky. Bei Threads, dass die Leute, die Microblogging ganz neu für sich entdecken, ein paar verlorene Seelen bleiben bei X und so. Und das bildet sich jetzt so genau darin ab. was du so erzählst. Und dann gehst du zu Threads und möchtest was über die Antifa posten. Die Antifa in großen Anführungsstrichen. Die Antifa EV und wirst dann deswegen auch noch gesperrt, weil das meldet die Intercept und da rutschen wir direkt ins nächste Thema, dass Facebook und Instagram neue Regeln zur Verwendung des Wortes Antifa erlassen haben. Die neuen Regeln erlauben es, Meta nun NutzerInnen zu sperren, die das Wort Antifa zusammen mit, wie Sie sagen, inhaltlichen Bedrohungssignalen in Kommentare oder Postings. Formuliert haben oder verwenden. Das bezieht sich natürlich so ein bisschen auf eine Verschuldungserzählung, die in den USA die ganze Zeit herrscht. Das ist eigentlich so eine. Geheime, aggressive Terroreinheit, linksextrem irgendwo im Untergrund gibt, die Antifa sei. Wer immer das sein soll, also ich kenne keinen Antifa-Vorsitzenden bislang, aber. Naja, für das Signaling von Meta in Richtung Weißes Haus reicht es dann am Ende doch noch.

07:11 Nicole Diekmann

Also erstens kennst du den Antifa-Vorsitzenden deshalb nicht, weil der seinen Job einfach sehr gut tut, weil er einfach im Untergrund operiert. Gavin. Aber zweitens, und jetzt im Ernst, was glaubst du, was los wäre? Wenn hier in Deutschland es ein soziales Netzwerk gäbe, das solche Maßnahmen ergreift, wir sind ja angeblich der große Hort weltweit der Zensur, zumindest aus Sicht des Weißen Hauses. Ich meine, dass das total lächerlich ist, nach allem, was wir gesehen haben, was in Bibliotheken passiert und so weiter in den USA. Aber das ist ja nochmal, das ist ja nochmal der nächste Beleg dafür, wie Bigott Da argumentiert und vorgegangen wird.

07:58 Gavin Karlmeier

Ja, 100%.

07:59 Nicole Diekmann

Das Schlimme ist, die Leute fallen darauf, also nicht die Leute, die Antifa, aber Leute fallen darauf tatsächlich rein.

08:07 Gavin Karlmeier

Ich fürchte auch, dass das halt irgendwie verhängt und irgendwie etwas macht mit den Köpfen der Leute, die das jetzt so mitbekommen. Und am Ende macht es ja auch was mit den Dingen, die wir dort publizieren. Also wenn du bei Instagram, bei Threads jetzt über Antifaschismus sprechen möchtest, kannst du den Begriff Antifa nicht verwenden. Und um es noch ein bisschen mit ein bisschen mehr Fleisch auszustatten. Dieses Inhaltsbedrohungssignal, das ich gerade schon hier verwendet habe, das ist auch ein bisschen ausgeführt, was es bedeutet. Denn ein Bedrohungssignal kann auslösen, wenn ein Nutzer, eine Nutzerin, eine visuelle Darstellung einer Waffe einen Hinweis auf Brandstiftung, Diebstahl oder Vandalismus oder eine militärische Sprache verwendet. Bedeutet also, wenn du Antifa verwendest. . um zum Beispiel antifaschistische Bewegungen im Zweiten Weltkrieg schon darzustellen, so schreibt The Intercept das auch, könnte das schon genügend Hinweis sein, um den Post zu löschen oder sogar das Konto zu sperren. Weil in dem Fall würden alle Kriterien ja in dem Fall erfüllt sein.

09:07 Nicole Diekmann

Wären Sie für KI ja auch in dem Moment, in dem ich schreibe, die Antifa gehört ausgemerzt?

09:12 Gavin Karlmeier

Das stimmt. Theoretisch ja. Fraglich, ob das so gemeint ist. Man muss dazu sagen, der Begriff angeht.

09:21 Nicole Diekmann

Ich würde da auch ein Fragezeichen dran machen. Keinen Haken, sondern Fragezeichen.

09:26 Gavin Karlmeier

Dass der Begriff Antifa sich am Ende ja auf Antifaschismus bezieht. Also eigentlich Demokratieförderung. Das ist der Kern dieses Wortes. Und Diese Verschwörungserzählungen, dass die so am Ende einfach weiterverbreitet werden kann und dann am Ende sogar in den Community-Guidelines von Meta landet, weil Zuckerberg auf gar keinen Fall in den Verdacht kommen möchte. diese Verschuldungserzählung nicht zu übernehmen, ist halt wirklich der, also ist ein wahnsinnig erbärmlicher Move.

09:55 Nicole Diekmann

Er ist ein Lappen.

09:57 Gavin Karlmeier

So, das lassen wir genau so stehen. Werbung

10:03 Speaker 3

Warum stundenlang am Website-Design fallen? Warum nicht einfach KI passende Inhalte und Texte erstellen lassen? Und warum der Konkurrenz online folgen, statt sie mit integrierten Marketing-Tools abzuhängen?

10:17 Speaker 4

Mit den KI-Dochungen. KI-Tools von Ionos. Generieren Sie Inhalte und tausende Designs in Sekunden und profitieren von weiteren KI-Tools für Ihren Online-Erfolg. Also, warum nicht direkt starten? Testen Sie es jetzt kostenlos. Ionos.

10:31 Gavin Karlmeier

Digital an ihrer Seite. Instagram dagegen hat jetzt diese PG13-Richtlinie, über die wir hier gesprochen haben, auch in Deutschland ausgerollt. Das betrifft also alle, die zwischen 13 und 18 Jahre alt sind. Und ein Teen-Konto haben. Für diejenigen gibt es jetzt den großen Rollout. Bedeutet auch in Deutschland werden jetzt nur noch Inhalte angezeigt, die nach dieser PG13-Regel geeignet sind, ihnen angezeigt zu werden. Also alle Inhalte, die im Film auch zwischen 13 und 18 für tauglich erwiesen würden, werden eben jetzt auch im Real Feed und Storys entsprechend angewendet. In den USA ist das schon, so haben wir darüber gesprochen, aber jetzt eben auch hier.

11:13 Nicole Diekmann

Film heißt FSK.

11:15 Gavin Karlmeier

Ja, genau, aber die amerikanischen Parental Guidelines werden jetzt entsprechend hier auch angewendet.

11:23 Nicole Diekmann

Und wie vertrauenswürdig finden wir das, dass es dann tatsächlich auch so ist?

11:26 Gavin Karlmeier

Ja, natürlich so ein Mittel, weil das Problem ist, dass die Inhalte natürlich entsprechend analysiert werden müssten und dass das nicht so perfekt funktioniert, das Wissen wir ja auch schon.

11:37 Nicole Diekmann

Zweitens, wie finde ich, sind 13- bis 18-Jährige das zu umgehen?

11:42 Gavin Karlmeier

Ja, sehr, sie brauchen halt einfach keinen Teen-Account. Und ein Konto festzulegen, bislang ohne Altersverifikation. Reden wir gleich drüber, ist natürlich dann auch im Moment nicht so besonders schwierig, ehrlicherweise. Also wenn, ich sagte, ich will es hier niemandem anstiften, aber wenn ich jetzt gerade 15 Jahre alt wäre, Dann hätte ich natürlich einen Teen Account und ich hätte einen zweiten Account, der von dem meine Eltern dann nichts wüssten.

12:06 Nicole Diekmann

Genau Ich auch. Ich wäre dann aber schon 24. Dann hätte ich ein komisches Verhältnis zu meinen Eltern, wenn die davon überhaupt noch was wissen müssten und ich hätte ein komisches Verhältnis zur Welt, wenn ich das noch bräuchte.

12:16 Gavin Karlmeier

Es wäre faszinierend, wenn du einen Teen-Account mit 24 hättest.

12:19 Nicole Diekmann

Es wäre eher bestürzend, finde ich. Aber also, du hast neulich in irgendeiner Folge gesagt, dass alle, die in diesen Podcast kommen, Und eigentlich der Meinung sind, dass ein Verbot, ein Social Media Verbot eine gute Idee wäre, am Ende des Gesprächs mit dir anderer Meinung sind.

12:43 Gavin Karlmeier

Ich habe gesagt Dass ich bei Elisabeth Lorange war und sie war.

12:49 Nicole Diekmann

Ja, ja, und ich glaube, du hast es nochmal geweitet. Da bin ich nämlich zusammengezuckt und habe gedacht, ja, ich aber nicht.

12:55 Gavin Karlmeier

Immer noch dafür

12:56 Nicole Diekmann

Ich finde es total gut, dass die Diskussion geführt wird. Da stimmt es jetzt. Ja, aber du kannst ja in der Politik Zum Beispiel nicht sagen, hier folgendes. Lieber Herr Russe, wir als Ukraine verfügen über folgende Waffensysteme und das und das bestellen wir noch. Und hier ist übrigens Open Source die Bauanleitung für unsere Drohnen. Also Du musst ja irgendwie, das Pulver darfst ja nicht verschießen im wahrsten Sinne des Wortes. Und durch diese Diskussion über ein Social Media Verbot Werden die Plattformen ja unter Druck gesetzt. Deswegen ist es ja eine schlechte Idee, wenn die Politik jetzt sagt: wissen wir, wird eh total schwierig durchzuführen. Erstens sehen wir in Australien, dass die Teenies da auch nicht doof sind. Und zweitens sehen wir, dass die EU dafür eigentlich zuständig ist. Klammer auf, im Zweifel kann man das, glaube ich, auch ändern. Nichts ist in Stein gemeißelt. Klammer zu. Aber du musst die Debatte am Laufen halten. Das finde ich total gut.

13:53 Gavin Karlmeier

Ich stimme dir dazu, dass es wichtig ist, dass wir darüber mal in der Gesellschaft diskutieren. Mir sind nur leider die Konsequenzen und Schlüsse, die daraus gezogen werden, meistens ein bisschen zu. Realitätsfern, radikal, ausschließend und arrogant der jungen Generation gegenüber

14:14 Nicole Diekmann

Ja, das sehe ich anders. Wieso arrogant, sag mal.

14:23 Gavin Karlmeier

Ich habe das Gefühl, wir reden so häufig hier über diese Diskussion, aber es ist, glaube ich, wichtig.

14:26 Nicole Diekmann

Ja, es ist ja eine große und wichtige Diskussion.

14:29 Gavin Karlmeier

Weil ich das Gefühl habe, dass wir diese Dieser Blick auf junge Menschen der erwachsenen Generation, die über etwas sprechen, das sie nicht verstehen. Und ich glaube, auf die meisten Menschen, die dieses Verbot verargumentieren und sich dafür aussprechen, trifft es leider zu, also vor allem für die, die am Ende die EntscheidungsträgerInnen sind Dass man einfach sagt, nee, wir schreiben denen das jetzt vor und nehmen denen damit die Möglichkeit, an einem Teil der Öffentlichkeit zu antworten. zu partizipieren, obwohl diese Leute die jungen Menschen nie so richtig gehört haben in der Frage. Weißt du?

15:06 Nicole Diekmann

Dem würde ich entgegensetzen, zum Beispiel eine Initiative, an deren Spitze sich unter anderem Verena Pauster gesetzt hat, die auch für ein Social Media verbot. Bis zu einem gewissen Alter ist. Und man kann viel über Verena Pauster sagen und dazu gehört, dass die Ahnung hat von Social Media und als vierfache Mutter auch von der Lebenswelt Jugendlicher. Also Und das ist nicht eine einzige Stimme, sondern die ist im Verbund mit Ärztinnen, Ärzten, mit Pädagoginnen, mit Pädagogen, hat die da so eine Initiative gestartet. Also so pauschal, finde ich, kann man das nicht sagen.

15:42 Gavin Karlmeier

Ich meine vor allem nen Friedrich Merz, über den wir hier viel gesprochen haben. Ich meine Stefanie Hubig, ich meine all diese Menschen, die gerade am Ende diejenigen sind, die darüber entscheiden. Ich glaube nicht, dass Friedrich Merz sich mal hingesetzt hat und a. drei Stunden mal TikTok sich angeschaut hat und b mit 20 Leuten gesprochen hat, die unter 18 sind und regelmäßig Zeit in sozialen Netzwerken verbringen.

16:05 Nicole Diekmann

Da würde ich aber auch sagen, dafür ist, das ist auch nicht Friedrich Schmerz Aufgabe. Friedrich Merz ist Kanzler und er ist Chef eines Kabinetts. Und in diesem Kabinett sitzen Ministerinnen und Minister, die wiederum haben Häuser unter sich und in denen haben die Referentinnen, Referenten, Abteilungsleiter und so weiter sitzen, die sich mit der Materie beschäftigen können. Ich finde, dass Friedrich Merz sich zu sehr vielen Themen einlassen sollte, nachdem er gebrieft worden ist. Aber pauschal zu sagen, die haben alle keine Ahnung. Und deswegen dürfen die da nicht. Das ist halt der Gesetzgeber.

16:36 Gavin Karlmeier

So ist die Realität. Keine Ahnung ist das falsche Ding. Es geht mir nicht um Ahnung. Und das meine ich mit Arroganz auch nicht. Mir geht es um, das ist ein Generationenkonflikt, der am Ende von denen entschieden wird, die älter sind, weil sie älter sind und nicht weil sie tatsächlich die Kompetenz hätten, unterstelle ich an der Stelle.

16:58 Nicole Diekmann

Er wird von denen, Entschuldigung, mach du erstmal.

17:00 Gavin Karlmeier

Ja, also ich habe so ein bisschen das Problem. Dass wir hatten die Killerspieldebatte, die wurde genauso geführt. Wir haben darüber diskutiert, ob Slipknot-Platten verboten werden müssen und so weiter und so weiter. Es werden immer schnell Schuldige im Medienkonsum ausgemacht, die am Ende eher ein wie soll ich das sagen eher ein Symptom möglicherweise von Menschen sind, die am Ende deswegen schlechte Entscheidungen treffen. Anstatt dass das der ausschlaggebende Punkt ist. Ich möchte nicht sagen, und das ist mir ganz wichtig, dass soziale Netzwerke am Ende das die alles richtig machen. Ich sage ja nicht mal, dass das Social Media Verbot nicht diskutiert werden müsste. Und viele der Argumente sind ja auch richtig. Ich glaube, es ist wichtig, dass sie diese Diskussion auf argumentativer Ebene führen. Aber. Da habe ich eben das Problem, dass ich die Argumente von Friedrich Merz zum Beispiel, die verbringen da zu viel Zeit, die gehen ja gar nicht mehr raus, dass ich das für ein sehr schwaches Argument für ein Verbot halte.

17:57 Nicole Diekmann

Das ist nicht das einzige Argument, das ich dazu gehört habe. Also auch Radikalisierung und Jugendschutz in puncto, naja, einfach Inhalte, die sie da zu sehen kriegen. Ich habe jetzt gar nicht vernommen, dass es darum geht, dass junge Menschen sich nicht mehr genug körperlich ertüchtigen oder die frische Luft nicht sehen und da stattbilden. prägen, um mal bei Friedrich Merz zu bleiben, sondern es gibt ja auch aus der Bundesregierung Karin Prien engagiert sich da in dieser, das fällt ja in Iresort unter anderem, Bundesfamilienministerin Die engagiert sich da schon. Die Frage ist ja immer, ob Politik selber an die Forderungen, die sie stellt, glaubt und ob sie daran glaubt oder davon ausgeht, dass Maximalförderungen sich durchsetzen. Deswegen wäre ich da tatsächlich ein bisschen zurückhaltender. Ich würde was anderes sagen. Ich würde sagen, dass jetzt diejenigen entscheiden wollen, die es verbockt haben. Die es jahrelang einfach haben laufen lassen und die völlig überrascht davon sind, dass es einer Regulierung bedarf. Das hätte man schon vor mindestens 10, 15 Jahren sehen und einleiten können.

19:08 Gavin Karlmeier

Also Friedrich Merz hat wortwörtlich gesagt, wenn Kinder im Alter von 14 bis zu 5 Stunden und mehr Bildschirmzeit haben am Tag, wenn die Sozialisation über dieses Medium stattfindet. Brauchen wir uns über Persönlichkeitsdefizite von jungen Menschen nicht mehr zu wundern. Ich bin bei gesetzlichen Verboten für sowas immer sehr zurückhaltend, aber ich sehe, was es für Folgen hat.

19:27 Nicole Diekmann

Aber das ist ja was anderes, als sie gehen nicht mehr genug raus.

19:30 Gavin Karlmeier

Aber der Kern davon ist, die Leute verbringen zu viel Zeit an den Geräten, haben ja schon ganz viele eckige Augen. Das ist die Aussage.

19:36 Nicole Diekmann

Nein, nein, nein. Die Aussage ist, die werden über die sozialen Netzwerke sozialisiert und das hat aus seiner Sicht, ich will mir das gar nicht zu eigen machen. Dass ich jetzt Friedrich Merz verteidige, in der Position bin ich auch nicht so oft. Aber was er sagt ist, das hat für die Sozialisation schwerwiegende Folgen. Da geht es ja um politische Einstellung, Sozialisation beinhaltet ja ganz viel. Da geht es nicht um rausgehen, so würde ich das nicht verstehen.

20:00 Gavin Karlmeier

Also ich habe meine komplette Jugend im Internet verbracht. Ja, siehst du? Ja. Nein, ich kann deswegen ein bisschen relaten, dass Sozialisation natürlich auch im Internet stattfinden kann und das aber nicht bedeutet, dass man sich sofort radikalisiert. Kann man sich in sozialen Netzwerken radikalisieren? Ja, sehr gut sogar. Heißt es deswegen, dass wir einfach das Ding abschalten? Nee, das halte ich für den größten Fehler.

20:26 Nicole Diekmann

Wenn man glaubt, dass das passiert. Glaube ich nicht, ehrlich gesagt.

20:30 Gavin Karlmeier

Also das Problem, das ich damit habe, ist, dass diese Verbote immer absolut sind. Du glaubst denn nicht selber, dass wenn wir ein Social Media Verbot jetzt hier einführen würden. . für Minderjährige und in drei Jahren funktionierende Regulationssysteme hätten und es ein funktionierendes System für Kinder gäbe in den sozialen Plattformen, fraglich, ob die überhaupt entwickelt werden müssten, dann an dem Fall, dass man dann diesen Geist wieder zurück in die Flasche kriegt. Das kann ich mir nicht vorstellen.

20:56 Nicole Diekmann

Nee, aber glaubst du denn, dass irgendjemand in diesem Land davon ausgeht, dass unter 16 Jahren niemand, aber auch niemand jemals einen Tropfen Alkohol trinkt oder dass alle sich an die FSK-Bestimmung für Kinofilme halten?

21:07 Gavin Karlmeier

Nee, glaube ich nicht. Aber ich halte das, also ich halte die Umsetzbarkeit auch nicht für das stärkste Kontraargument, ehrlicherweise. Ich kann aber, wenn du magst. Ich kann aber, wenn du magst, da direkt mit einer Nachrichter herkommen, denn die EU-Kommission hat ihre Altersnachweis-App Sie sei technisch fertig, meldet Ursula von der Leyen und die Kommission. Ich zitiere mal von dem, was sie in einem Brief geschrieben hat. Guten Morgen. Im vergangenen Herbst. Guten Morgen. Im vergangenen Herbst habe ich in meiner Rede zur Lage der Union zugesagt, die Online-Welt für unsere Kinder sicherer zu machen. Wir wissen, dass digitale Technologien Kindern unglaubliche Möglichkeiten eröffnen. Sie können durch interaktive Tools schneller lernen, sie können mit Freunden und Familien in Kontakt bleiben, sie haben Zugang zu einem reichen Wissensschatz und können die Welt weit über die Grenzen des Klassenzimmers hinaus entdecken. So weit, so gut. Weiter sagt sie: Jedes sechste Kind wird online gemobbt, jedes achte Kind mobbt ein anderes Kind online. Soziale Medien bieten stark sichtig machende Funktionen, endloses Scrollen, das sie Sucht befeuert, kurze Videos, die die Aufmerksamkeitsspanne verkürzen. Hochgradig personalisierte und zielgerichtete Inhalte. Noch nie haben unsere Kinder so viel Zeit vor Bildschirm verbracht und diese Zeit verbringen sie nicht auf dem Spielplatz mit Gleichaltrigen. Ist genau dieses Argument übrigens. Je mehr Zeit Kinder online verbringen, desto wahrscheinlicher ist es, dass sie schädlichen und illegalen Inhalten ausgesetzt sind. Sind und auch von online-Pädophilen manipuliert werden. Dieses Umfeld ist für die Entwicklung junger Menschen nicht förderlich. Deshalb habe ich den Eltern, die keine geeigneten Lösungen zum Schutz ihrer Kinder haben, aufmerksam zugehört. Ich teile ihre Sorgen. Die Sorgen bringen am Ende Lösung übrigens mit sich kleiner Einschub, die dann auch die Eltern betreffen, die geeignete Lösungen zum Schutz ihrer Kinder haben. Es ist Aufgabe der Eltern, ihre Kinder zu erziehen, nicht der Online-Plattformen. Auch die Bedenken unserer Mitgliedstaaten habe ich vernommen. Aus diesem Grund habe ich vor einem Monat die erste Sitzung des Sonderausschusses für die Sicherheit von Kindern im Internet einberufen. Morgen findet die zweite Sitzung des Ausschusses statt. Der Ausschuss wird seine Empfehlungen bis zum Sommer vorlegen. Bapp bapp bapp bab bapp, ich springe ein bisschen nach vorne. Die zentrale Frage ist: Wie können wir eine europaweite technische Lösung zur Altersverifizierung gewährleisten? Heute kann ich verkünden, dass wir die Antwort haben. Unsere europäische App zur Altersverifizierung ist technisch fertig und steht Bürgerinnen und Bürgern in Kürze zur Verfügung. Mit dieser App können Nutzerinnen und Nutzer ihr Alter beim Zugriff auf Online-Plattformen nachweisen, genauso wie Geschäfte beim Kauf alkoholischer Getränke einen Altersnachweis verlangen. Erstens ist sie benutzerfreundlich, man lädt die App herunter, richtet sie mit seinem Reisepass oder Personalausweis ein und weist dann beim Zugriff auf Online-Dienste sein Alter nach. Zweitens respektiert sie die höchsten Datenschutzstandards weltweit. Nutzer weisen ihr Alter nach, ohne weitere persönliche Daten preiszugeben. Die App ist völlig anonym, Nutzer können nicht zurückverfolgt werden. Und drittens funktioniert sie auf jedem Gerät, Smartphone, Tablet, Computer usw. Schließlich ist sie Open Source und jeder kann den Code einsehen. Und was ich aber den interessantesten Hinweis in diesem Brief finde, auch da springe ich jetzt ein bisschen zum Ende, kleinen Satz noch. Wir sehen, dass immer mehr unsere Mitgliedstaaten große Fortschritte machen. Frankreich, Dänemark, Griechenland, Italien, Spanien, Zypern und Irland sind Vorreiter. Sie planen, die App in ihre nationalen Wallets zu integrieren. Und so weiter und so weiter. Vielen Dank, so endet sie.

24:22 Nicole Diekmann

Das ist eine höfliche Frau, die Ursula.

24:24 Gavin Karlmeier

Das kann man nicht anders sagen.

24:26 Nicole Diekmann

Das kann man nicht anders sagen. Ja, und sag nochmal den Teil mit Reisepass und Personalausweis. Gibt es das überhaupt in allen Ländern der EU? Hat da jeder.

24:40 Gavin Karlmeier

Das müsste gefactcheckt werden. Könnt ihr jetzt im Discord nachlesen auf www. hakendran. org?

24:46 Nicole Diekmann

Ein toller Discord-Server ist das. Ja, mit wie viel sind es jetzt? 2200?

24:52 Gavin Karlmeier

80 ungefähr, 2280.

24:55 Nicole Diekmann

Du hast das im Blick.

24:56 Gavin Karlmeier

Ich höre es immer im Blick und sehe auch, wie toll und schlau die Leute sind, die sich da die ganze Zeit austauschen. Ich kann das allen empfehlen. Ja, ich kann das auch einempfehlen. Also ich fasse nochmal beeindruckend. Ich fasse nochmal zusammen. Die EU-Kommission hat ihre App vorgestellt, mit der es eben möglich ist, über diese Dritt-Zweitgerät-Lösung, wie wir hier das schon mal auch vorgestellt haben. Du kannst dich quasi hältst den Personalausweis dran und kannst dich dann verifizieren damit. Im Alter. Ohne dass deine Daten weitergegeben werden.

25:23 Nicole Diekmann

Was heißt denn, ohne dass meine Daten weitergegeben werden? Wo liegen meine Daten denn dann?

25:27 Gavin Karlmeier

Auf deinem Gerät. Es wird nur das Signal weitergegeben, diese Person ist. In der Altersgruppe X. Zumindest verstehe ich das so aus all dem, was sie hier schreibt.

25:36 Nicole Diekmann

Also ich glaube, du mit 15 und ich mit 24 hätten auch das dann bewerkstelligt.

25:43 Gavin Karlmeier

Also im Zweifel weiß ich ja, wo mein Vater oder meine Mutter ihren Personalausweis liegen hat.

25:47 Nicole Diekmann

Im Portemonnaie, das weiß ich ja eh.

25:49 Gavin Karlmeier

Eben.

25:52 Nicole Diekmann

Ja.

25:56 Gavin Karlmeier

Jetzt habe ich dich mit Ursula von der Leins Worten totgequatscht. Toll. Dass ich die. Ja?

26:03 Nicole Diekmann

Nee, nee, nee. Ich bleibe dabei, jede Diskussion, jeder Schritt, der eingezogen wird, Erhöht ja das Bewusstsein dafür, dass das, was da angeboten wird an Inhalten, nicht einfach so frei verfügbar sein sollte.

26:24 Gavin Karlmeier

Also, wir müssen noch gar nicht über die Praktikabilität sprechen, da können wir gleich zu kommen. Ich möchte vorher mit dir eher über einen anderen Punkt sprechen. Und das sind zwei Sachen. Das eine ist der Punkt, warum diese Länder so explizit erwähnt werden in dieser Auflösung. Weil das sind alles Länder, die nationale Lösungen bereits vorgeschlagen haben zum Thema Social Media Verbot. Das heißt, die EU-Kommission ist hier unter Druck und muss hier reagieren. Das andere ist der Punkt, der mir eigentlich viel mehr am Herzen liegt, weil du es eben auch so ähnlich angesprochen hast, das Dilemma wäre Wenn wir jetzt ein europaweites Social Media Verbot hätten, wenn die USA ein ähnliches Social Media Verbot für Minderjährige einführten und möglicherweise Brasilien auch noch, dann würden wir damit die Social Media Plattform, was Jugendschutz angeht, komplett aus der Schusslinie nehmen. Wir würden einfach sagen, keine Kinder bei euch, die sagen, okay, ihr macht die Verifikation, also alles sauber. Und dementsprechend gäbe es dort die Notwendigkeit nicht mehr, zum Beispiel solche PG thirteen Richtlinien einzuführen, wie die, die wir gerade besprochen hätten. Theoretisch müsste man die Teenkonten nicht weiterentwickeln, und so weiter und so weiter. Also wir würden damit die Verantwortung, die wir eigentlich alle bei diesen Plattformen sehen, von diesen Plattformen runternehmen, weil wir sagen, ne, Kinder dürfen das ja nicht. Und die sagen, hey, Kinder dürfen bei uns ähnlich sein. Warum sollten wir denn auch noch weiterentwickeln?

27:44 Nicole Diekmann

Weißt du, was ich meine? Ja, aber ich glaube nicht, dass irgendeine Plattform Interesse daran hat, zu sagen, ja gut, dann sind bei uns halt keine Kinder mehr. Ich glaube eher, dass man sich dann tatsächlich unter Druck gesetzt fühlt und stärker in der Pflicht, tatsächlich Jugendschutz zu dem zu machen, was er sein sollte.

28:00 Gavin Karlmeier

Und dann glaubst du, würde der deutsche Gesetzgeber oder die EU sagen, also das, was Snapchat jetzt in den letzten sechs Monaten da gemacht hat, das finden wir so beeindruckend, wir nehmen Snapchat aus dem generellen Verbot aus?

28:14 Nicole Diekmann

Nein, ich glaube, dass das vorher läuft. Ich glaube, dass je düsterer die Drohkulisse wird, desto eher ist man bereit, sich zusammenzusetzen und wirklich mal über praktikable und ehrliche Lösungen zu sprechen. Also die werden ja nicht in den nächsten drei Wochen irgendein Verbot beschließen. So schnell geht das ja sowieso nicht. Das ist ja alles noch sehr, sehr. Also, wenn du hier in Deutschland mal guckst. Ich glaube, das Kalkül ist Tatsächlich zu demonstrieren, wir haben einen Hebel. Wir haben einen Hebel. Wir haben jetzt verstanden. dass wir den auch nutzen wollen und durch diesen Domino-Effekt oder dadurch, dass es immer mehr Länder werden, werden Das Kalkül, ich betone das, wird man dann auch wacher bei den sozialen Netzwerken, bei den Plattformbetreibern.

29:09 Gavin Karlmeier

Wir haben aber auch andere Hebel und wir ziehen die seit Jahren nicht. Wir haben den DSA, der genau solche Hebel ja schon hat. Und an diesen Hebeln ziehen wir nicht, aus zum Beispiel möglicherweise Angst in weiteren Verhandlungen, um seine eigene Verhandlungsposition nicht zu schmälern. Und als Alternative sagt man, ja, dann bauen wir jetzt einen zweiten Hebel daneben, der aber nur junge Menschen betrifft.

29:30 Nicole Diekmann

Nee, wir leben ja in Zeiten, in denen Leute wirklich sehr viel Zeit und Energie investieren, um einen Wal zu retten, der von Experten schon totgesagt ist. Und in denen Leute von Aphärisch springen, um dem Wal zu helfen und hinterher sagen, er hat sich gefreut und mir wurde erzählt, die Kühe da hinten auf der Weide. Die stellen sich abends immer dahin und denen tut der Wahl leid. . Diesen Utum gibt es ja von aller Frau. Und wer sich auf Instagram umguckt, sieht, was da bald los ist an, wie soll ich das sagen? Unter Komplexität.

30:07 Gavin Karlmeier

Es gibt keinen gesetzlichen Schutz vor Dummheit.

30:11 Nicole Diekmann

So, das Wort Dummheit hast du jetzt benutzt. Aber Du kriegst sowas Komplexes und Technisches wie den DSA nicht erklärt. Wenn aber Jugendliche, wenn Eltern mitbekommen, es geht um so etwas Plakatives. Wie ein Social Media Verbot, das zieht doch viel mehr. Das gibt der ganzen Diskussion doch einen komplett anderen Drive.

30:37 Gavin Karlmeier

Wenn der DSA in voller Kraft umgesetzt würde, wie er dort geschrieben steht, wenn die Untersuchungsverfahren für offensichtliche Tatbestände nicht zwei, drei Jahre dauerten, weil man möglicherweise vorsichtig in der Umsetzung ist, weil man möglicherweise Probleme an anderer Stelle befürchtet, wenn man diese bösen Gesetze einführen würde. Wenn der so umgesetzt würde, exakt würde, müsstest du es nicht erklären, weil dann wäre die Meldung nicht. Wir haben ein Gesetz, das wir nicht erklären können, sondern die Meldung wäre, Meter muss 10 Milliarden Euro straf sein.

31:12 Nicole Diekmann

Du holst dir jetzt aber als Politik Rückenwind aus der Bevölkerung, aus der Gesellschaft.

31:17 Gavin Karlmeier

Du hättest diesen Rückenwind, aber auch wenn die DSA-Schrafen verhängt würden. Das ist ja, was ich sagen möchte.

31:25 Nicole Diekmann

Ich habe den Glauben in solche.

31:29 Gavin Karlmeier

Nicole Diekmann, ich habe den Glauben in Europa verloren. Zitat Kachel.

31:33 Nicole Diekmann

Das ist das Ende meiner Karriere, wenn das rauskommt.

31:39 Gavin Karlmeier

Dann habe ich aber noch einen dritten Punkt und den finde ich. Der liegt mir so ein bisschen auf dem Herzen.

31:46 Nicole Diekmann

Bisher warst du völlig Leidenschafts und keine Emotionen, aber jetzt wird es doll.

31:50 Gavin Karlmeier

Wir reden hier aus einer super privilegierten Position, weil wir beide und das betrifft dich nicht mal, in diesem Punkt bist du gar nicht so privilegiert. Einfach wegen der Tatsache, worüber du berichtest, gibt es bei dir Leute, die möglicherweise Interesse daran hätten, mit dir Gespräche zu führen oder dir zu drohen oder oder oder. So alles keine Dinge, die.

32:12 Nicole Diekmann

Das kann ich belegen, dass es das Interesse gibt, ja.

32:15 Gavin Karlmeier

Das Gefühl, dass du hast, auch wenn hier diese ganzen Versprechen sind, ich mache jetzt was mit meinem Personalausweis an meinem Telefon, Das löst ja auch schon was aus. Du baust eine psychologische Barriere zur Nutzung von Internetinhalten auf. Die am Ende auch exkludierend ist für Menschen, die das möglicherweise als Tool nutzen wollen, um die Whistle zu blowen. Da sind wir noch an dem Punkt, dass das Leute betrifft, die alle eine Verifikationsmöglichkeit haben. Es gibt Menschen, die möglicherweise gar keine Pässe haben, vielleicht aber trotzdem an einer digitalen Öffentlichkeit teilhaben wollen. Und ich Ich finde, diese ganze Apparatur, die entsteht, um 15-Jährige aus dem Internet fernzuhalten. Dass alle anderen bitte einmal mit dem Reisepass wirklich noch. Also wenn diese Versprechen davon Anonymität gehalten werden, okay, nehme ich hin. Trotzdem habe ich damit ein schlechtes Gefühl.

33:14 Nicole Diekmann

Habe ich auch. Ich klatsche auch gar nicht Beifall für die App, die Ursula von der Leyen da konkret vorgestellt hat, sondern dafür, dass die. Dass die Diskussion am Laufen gehalten wird. . Ich würde einen Teufel tun und irgendwo meinen Perso hinterlegen digital. Niemals. Niemals tatsächlich. Und deswegen habe ich ja auch vorhin gefragt, ob überhaupt in allen EU-Staaten jeder Mensch, so wie hier in Deutschland, einen Personalausweis, irgendein Identifikationsdokument hat. Zwingend, richtig.

33:46 Gavin Karlmeier

Ich bin mir nicht mehr sicher, ob alle Menschen, dass alle Menschen in Deutschland ein Dokument haben, um sich zu verifizieren, das mit einem entsprechenden Chip ausgestattet ist.

33:59 Nicole Diekmann

Genau, also da sind wir uns völlig einig. Ich finde das auch problematisch, aber ich halte es auch nicht, also ich bin hier, um kluge Sachen zu sagen oder zumindest das zu versuchen, nicht um jetzt ein Verifikations- oder Oder Legitimationsverfahren zu entwickeln, aber das ist sicherlich nicht der Weisheit letzter Schluss.

34:16 Gavin Karlmeier

Ja, wie wollen wir es machen? Mal sehen. Werbung

34:20 Speaker 3

Warum akzeptieren, dass die Website immer wieder offline ist? Warum Kunden warten lassen, bis die Seite endlich lädt? Und warum sich um Backups kümmern müssen, statt sich aufs Geschäft zu konzentrieren?

34:33 Speaker 4

Mit dem Premium-Hosting von Ionos sichern Sie sich höchste Performance, Dreifachspeed und maximale Verfügbarkeit für Ihren Online-Auftritt oder Shop zum Spitzenpreis. Also, warum nicht direkt starten? Testen Sie es jetzt kostenlos. Ionos Digital an ihrer Seite.

34:52 Gavin Karlmeier

Ich habe vielleicht ein bisschen Wasser auf deinen Mühlen. Ich will es trotzdem einmal mitbringen, weil es wichtig ist und wir ja vollumfassend berichten. Und zwar das Institut der deutschen Wirtschaft. hat ein Gutachten veröffentlicht, das kurz gesagt oder zusammengefasst gesagt, Social Media Konsum kann die Bildung von Kindern beeinträchtigen. Also nicht die. Entstehung von Kindern, sondern deren Bildung. Also, das IW-Gutachten sieht einen Zusammenhang zwischen der Nutzung digitaler Medien und dem Bildungserfolg junger Menschen, berichtet das Handelsblatt. Und spricht sich deswegen für ein Mindestalter von 13 Jahren aus. Gut, also ich bin in der achten Klasse sitzen geblieben, und zwar nicht, weil ich die ganze Zeit. mit Social Media verbracht habe, sondern weil ich die die ganze Zeit mit irgendwelchen anderen Dingen aus der Schule verbracht habe, aber natürlich ist das ein absoluter Ablenkungsinstrument. Ich glaube, das würde ich gar nicht bestreiten. Und ich bin ja auch hundertprozentig bei dir und all denen, die sagen, dass die suchtfördernden Mittel in diesen sozialen Netzwerken für junge Menschen wahnsinnig schädlich sind. Das ist ja unbestritten. Aber die Frage, wie wir damit umgehen, also ja, Handyverbot an Schulen zum Beispiel, kann ich verstehen. Finde ich eine legitime Argumentation.

36:08 Nicole Diekmann

Ja, das wirft aber auch nochmal eine Frage auf, die sich bei mir eben schon einmal gestellt hat, als du Ursula von der Leins Schreiben vorgelesen hast. Da geht es an einer Stelle um Eltern, die ich sage das jetzt ins Unreine in der Lage sind, Instrumente so und um Eltern, die das nicht sind. Das ist natürlich auch hier, da stellt sich die Frage nach Huhn und Ei. Also Nutzen Kinder aus bildungsfernen Familien, weil da die Medienkompetenz, womöglich auch bei den Eltern nicht so ausgeprägt ist. Social Media, das Netz, die Devices, die sie darum liegen haben, mehr und unbeaufsichtigter. Oder also was ich sagen will ist, in Akademikerfamilien wird womöglich mehr darauf geachtet, wie oft hat das Kind, wie viele Stunden benutzt dieses, ich bin da nicht repräsentativ mehr selber handysüchtig. Aber das ist natürlich ein aufgeklärteres Klientel. Wenn du mit Lehrerinnen und Lehrern sprichst aus Brennpunktschulen, die erzählen dir auch mit acht Klässlern im Schlepp. Also wir haben hier Schüler, die sitzen bis drei Uhr nachts vorm Rechner, da guckt keiner danach. Und dann ist natürlich die Frage, Woher kommt eben dieses Problem, was auch die Bildung angeht? Aber trotz alledem, ja, also es gibt dringenden Handlungsbedarf.

37:34 Gavin Karlmeier

Ja, ja, ja. Ich finde so ein bisschen kommt die Argumentation für mich aus einer komischen Ecke. Weil, also ich weiß nicht, ob das jetzt hier eine große gesetzesphilosophische oder rechtsphilosophische Debatte anstößt. Wir haben auch noch ein paar andere Themen, aber ich bringe es trotzdem mal auf. Ich finde ja nicht, dass ich mir wünsche, dass der Staat dann einspringt, wenn ich zu Hause Dinge, Verbote nicht mehr durchgesetzt kriege. Ich finde, das ist nicht die Aufgabe eines Staates. Weißt du, was ich meine?

38:10 Nicole Diekmann

Das heißt, wir, ja, aber das spielt zum Beispiel auch in eine Debatte rein, die diese Woche aufgeworfen wurde, nachdem die AfD Sachsen-Anhalt ihr Regierungsprogramm vorgestellt hat oder e Wahlprogramm, die will die Schulpflicht abschaffen in Sachsen-Anhalt Und das ist total interessant, weil anscheinend nicht bis ins Letzte geklärt ist, ob tatsächlich die Schulpflicht haltbar ist, ob die mit dem Grundgesetz vereinbar ist. Und Diejenigen, die sagen ja, die argumentieren damit, dass Kinder ein Recht auf Bildung haben. So. Und Da fragt man sich ja zum Beispiel auch, wieso regiert der Staat denn dann, also rein theoretisch, in die zu Hauses rein, wenn Eltern der Ansicht sind, sie können ihren Kindern Bildung besser beibringen. Also wo ziehst du denn da die Grenze?

39:01 Gavin Karlmeier

Die Grenze ziehe ich dabei, also ich, wie gesagt, es ist eine ganz große philosophische Debatte.

39:09 Speaker 3

Du hast angefangen, jetzt füllen wir sie auf.

39:12 Gavin Karlmeier

Oh Gott, oh Gott, Leute, sorry für die längste Freitagsfolge aller Zeiten. Ich glaube, ich kann das nicht zu Ende deklinieren, jetzt so ins Blaue. Aber ich versuch's mal. Weißt du, nach meinem Gefühl, und das, ich bin Es ist jetzt, es gibt wahrscheinlich, du hast 100 Beispiele, warum mein Gefühl falsch ist gleich. Aber nach meinem Gefühl funktioniert die Gesellschaft ja so, ich glaube, wir haben ja schon mal über Gesetzes- und Rechtsphilosophie gesprochen. dass Gesetze dann greifen, in denen das miteinander reguliert werden muss. Also indem du zum Beispiel darauf aufpasst, Dass der eine mit seiner Freiheit nicht die Freiheit der anderen einschränkt, dass du deswegen Gesetze erlässt, wie zum Beispiel ein Waffenverbot oder das Mord strafbar. Es ist so ganz offensichtlich, das geht bis ins ganz klein, klein runter. Dass es aber nicht zwangsläufig hier als dass die Funktion des Staates nicht zwangsläufig ist, dass man sagt: Es gibt so die eine Gruppe, die haben damit eine Schwierigkeit. Und den springen wir jetzt bei, indem wir jetzt hier ein Verbot für alle ausrollen, weißt du? Und das ist ja die Linie, die hier drin steckt. Ich habe den Eltern, die keine geeigneten Lösungen zum Schutz ihrer Kinder haben, aufmerksam zugehört und teile ihre Sorgen. Ich weiß nicht, ob die Grundlage für ein Gesetz nach meinem Verständnis auf Sorgen einzelner, einer Gruppe von Menschen aufgebaut werden kann, an dem Fall. wenn das da am Ende die Freiheit anderer ja auch möglicherweise einschränkt. Im Fall von der Schulpflicht habe ich ein bisschen ein anderes Gefühl, ehrlicherweise, es gibt auch ganz viele andere Beispiele. Also Anschnallpflicht zum Beispiel ist, glaube ich, ein hervorragendes Beispiel, um sich fantastisch zu streiten. Habe ich das Recht, bei einem Unfall mich lebensgefährlich zu verletzen, ja oder nein? Ich finde, die Gurtpflicht im Auto ist wahnsinnig sinnvoll, um zum Beispiel das Gesundheitssystem zu entlasten.

41:05 Nicole Diekmann

Wurde aber quasi genauso kontrovers damals diskutiert bei ihrer Einführung wie jetzt ein Social Media Verbot. Es ist halt, ja, weil immer eine Gruppe meint, ihnen würde was weggenommen oder vorgeschrieben. Ich finde, also du kringst ja quasi schon wie die Chefreporterin vor. Freiheit der Welt. Gesetze. Du kannst es ja auch. Jetzt ist das stuch zerschnitten. Naja, es Geht doch nicht nur darum, also du argumentierst ja jetzt aus Sicht der Eltern quasi. Aber aus Sicht.

41:40 Gavin Karlmeier

Eigentlich. Möchte ich aus Sicht junger Menschen argumentieren.

41:44 Nicole Diekmann

Ja, und haben die nicht alle das Recht, möglichst so unbehelligt aufzuwachsen, wie es nur geht?

41:53 Gavin Karlmeier

Natürlich. Aber hättest du in den 80er oder 90er Jahren, als Tutti Frutti im Fernsehen lief oder Big Brother, hättest du ein Fernsehverbot für Minderjährige gefordert?

42:02 Nicole Diekmann

Nee, aber du hast ja eben gesagt, dass du deine Jugend quasi im Internet verbracht hast. So, wir wissen beide, das hat dir ganz offensichtlich nicht geschadet, hast du Glück gehabt. Ich erzähle jetzt, glaube ich, zum fünften Mal in diesem Podcast, aber sie passt nun mal die Geschichte von meinem Fernseher, den ich mit neun Jahren in meinem Kinderzimmer, weil das aber auch so eine beschissene Idee meiner Eltern war. Und ich glaube nicht, dass das gut für mich war. Ich glaube überhaupt nicht, dass das gut für mich war. Und Tutti Frutti habe ich geguckt. Das hat mir nicht geschadet. Aber mit neun Jahren, und so ist es passiert, alleine im Dunkeln, wir Kinder vom Bahnhof zuzugucken. Und es dann, das ist ja das Ding, ich habe es nie, ich bin wirklich, das hat mich wirklich traumatisiert. Das ist kein Film, den ein Neunjähriger alleine gucken dürfte. Sollte. So. Und aus Angst, dass mir dann aber der Fernseher weggenommen wird, habe ich mich an niemandem gewendet und habe das niemandem erzählt.

43:06 Gavin Karlmeier

Also, nicht gut. Nee, das stimmt alles. Punkt 1. Ich könnte dir Dutzende Social Media Accounts nennen, die ich einem Kind oder einem Jugendlichen zwischen 13 und 18, das ist ja die Spanne, über die wir hier sprechen, niemals zeigen würde. Würde ich deswegen sagen, das ganze Medium muss für diese Gruppe dicht gemacht werden? Nee, wie gesagt, nicht. Weil du ja auch nicht sagst, ey, da liefen die Kinder vom Bahnhof Zoo. Also hätte das Fernsehen für mich bitte verboten werden müssen, weil du hast vermutlich genauso viel Entertainment aus dieser Zeit getragen wie. wie man jetzt auch so unterstellen würde oder Menschen aus Wassermieder ziehen. Aber das letzte Argument ist eigentlich das Interessanteste, dass du gesagt hast. Ich konnte es meinen Eltern nicht erzählen, weil dann würden sie mir den Fernseher wegnehmen. Was glaubst du denn, dass Kinder, wenn Jugendliche, die ein verbotenes, für sie verbotenes Netzwerk nutzen und da Dinge sehen, die ihnen Schaden anrichten im Kopf? Dass sie das dann ihren Eltern erzählen, vermutlich im selben Versuchsaufbau leider eher nicht. Außer du hast halt eine gute Vertrauensbasis. Wenn du die aber hast, brauchst du das Verbot nicht.

44:06 Nicole Diekmann

Ja, genau, wenn du die hast, brauchst du das Verbot nicht. Aber das ist für mich jetzt wirklich zu sehr, also das ist ja das ist ja einmal um den Block gelaufen und nochmal zurück. Der Unterschied ist ja der. Meinen Fernseher hätte man ja auch genauso gut. Das wäre natürlich, also grundsätzlich haben Fernseher in Zimmern von Neunjährigen nichts zu suchen. Aber der Fernseher hatte den großen Unterschied. Dass du da um abends 7 Uhr hättest sagen können, so ab jetzt ist Schluss. Wir nehmen den jetzt hier raus. Social Media ist immer da. Du musst ja niemandem zwischen 13 und 18 Social Media Accounts zeigen. Da kommen die alle schon von ganz alleine drauf, beziehungsweise. . Die Plattformen zeigen Ihnen ja die Accounts. . Das ist ja ein ganz, ganz entscheidender Unterschied.

44:58 Gavin Karlmeier

Das stimmt. Deswegen müssen die Plattformen in die Verantwortung nehmen. Zweitens, hey, ich könnte bei meinem WLAN-Router einstellen, dass ab 22 Uhr gewisse Geräte keinen Zugriff mehr aufs Internet haben. Beim Fernseher konnte ich das nicht.

45:10 Nicole Diekmann

LTE und also es ist ja nicht nur WLAN.

45:13 Gavin Karlmeier

Bildschirmzeitregulation für andere Geräte. Also die umgehen sie ja auch.

45:19 Nicole Diekmann

Also wir gehen ja von schlauen Kindern aus und Not macht ja total Erfinder.

45:23 Gavin Karlmeier

Habe ich ja als Kind auch gemacht, habe ich schon mal erzählt hier. Ich hatte ja auch eine Bildschirmzeit bei meinem Computer. App, da ist es noch Programm. Und die habe ich auch im Gang. So, wir müssen noch zwei, drei andere Themen unterbringen. Wenn ihr noch mehr über Social Media Verbote hören wollt und wie Nicole und ich uns da feststellen beißen. Wir werden bei der Republika gemeinsam über Thesen, über den Stand von Social Media ein 2026 sprechen, mit Dennis Horn zusammen. Und ich könnte mir vorstellen, dass es da auch nochmal auf Minderjährige kommt. Es sagt mir mein Gefühl irgendwie.

45:55 Nicole Diekmann

Davon würde ich auch ausgehen, ganz stark, ja.

45:58 Gavin Karlmeier

So, ich habe direkt, ich habe vielleicht auch noch mal ein gutes Argument zur Umsetzbarkeit, aber egal. Und zwar: das Unternehmen Red Note, kennst du das noch?

46:08 Nicole Diekmann

Ja, ist das für TikTok-Flüchtlinge das Ding?

46:13 Gavin Karlmeier

Exakt. Also, am 19. Januar zwei tausend 25. 25. War TikTok ja für zwölf Stunden verboten und an diesem Tag, an diesem Tag sind die Downloads für Red Note oder Xiao Hong Shu, wie es in China heißt. Komplett durch die Decke gegangen. Und das Spannende ist, dass diese App jetzt in die USA expandiert. Also, dass sie jetzt in New York und Palo Alto Büros eröffnen. Dass sie laut LinkedIn Stellen ausgeschrieben haben und dass sie einen Algorithmenentwickler in den USA einstellen. Das ist deswegen bemerkenswert, weil Red Note ja bislang eine rein chinesische App war, also auch nur in chinesischer Sprache im Interface gestaltet war. Und das wiederum ist interessant Weil das keinerlei Abschreckung für diese jungen Menschen war, die TikTok verlassen mussten, weil es gesperrt war und deswegen zu Red Note gewandert sind.

47:11 Nicole Diekmann

Hilf mir mal schnell auf die Sprünge. Vielleicht habe ich einen Halbsatz gerade tatsächlich nicht mitgekriegt. Warum hätte das eine Abschreckung sein sollen für diese Leute?

47:18 Gavin Karlmeier

Naja, weil das ganze Interface, du willst dich registrieren und du verstehst nichts, was auf diesen Button steht.

47:23 Nicole Diekmann

Okay, aber wie viele Leute außerhalb Chinas nutzen denn die App?

47:27 Gavin Karlmeier

Na, inzwischen wieder weniger, aber an diesem Tag haben es extrem viele Leute gemacht und sie war überall auf der Welt, auch in Deutschland, auf Platz 1 im App Store. Also auch hier, selbst hier, obwohl TikTok hier nicht verboten war, haben Leute diese App installiert. Und zwar mehr, als an diesem Tag zum Beispiel Instagram installiert wurde.

47:47 Nicole Diekmann

Ja, gut, also da ist natürlich die Frage von wo kommst du, aber die Frage ist ja nicht nach den Downloads, sondern die Frage ist ja die nach den Nutzerzahlen, nach den aktiven Nutzerzahlen. Außerhalb Chinas oder außerhalb der chinesischen Community.

48:03 Gavin Karlmeier

Ja, du hast natürlich, das stimmt Das stimmt. Ich will ja nur sagen, diese Wanderbewegungen zu anderen Plattformen und Apps sind extrem schnell und hätten im Zweifel hier halt schon, also wäre TikTok noch drei Tage verboten geblieben, hätte sich das wahrscheinlich nur weiter rumgesprochen, ehrlicherweise.

48:20 Nicole Diekmann

Ja, aber auch da ist ja die Frage, wie nachhaltig ist dann halt der Erfolg? So, aber tatsächlich ist es interessant, warum sie jetzt in die USA gehen. Mein erster Gedanke war, vielleicht haben die das Gefühl, die Staatsform ähnelt sich unserer hier in China immer näher an. Wir fühlen uns denen quasi schon sehr verbunden, so wie Trump agiert, warum nicht?

48:39 Gavin Karlmeier

Ich habe eine andere These.

48:40 Nicole Diekmann

Ja, sag mal.

48:41 Gavin Karlmeier

Pörs mal auf. Sie haben ja gesehen.

48:42 Nicole Diekmann

Ich schneide mich an, Gavin. Ich schneide mich an.

48:44 Gavin Karlmeier

Moment hier mal, TikTok ist hier verboten und dann wurde das für 14 Milliarden verkauft? Hey, das wollen wir auch. Das ist der Gedanke, oder?

48:55 Nicole Diekmann

Ja, meinst du, Plattformen denken so kapitalistisch? Könnte sein, ja.

49:04 Gavin Karlmeier

Apropos Kapitalismus, wir haben ja in der letzten Episode darüber gesprochen, dass es Untersuchungen seitens der FTC, der Federal Trade Commission, der Handelsbehörde in den USA Gibt bezüglich dieses vermeintlichen Werbeboykotts. Du erinnerst dich, ihr erinnert euch, es wurde, Elon Musk hatte damals diese Mär aufgetischt, dass sich die komplette Industrie gegen Ex verschworen hätte, weil sie dort keine Werbung mehr schalten wollen. Da wurde ja schon gesagt, dass die FTC ein paar Untersuchungen gegen die weltweit größten Werbeagenturen laufen hat, also zum Beispiel die Public C Group, WPP oder DENZU. Und tatsächlich haben diese drei Agenturen einer Anordnung der FTC zugestimmt und erklären sich bereit, das angebliche abgestimmte Verhalten einzustellen, also haben sozusagen eingeräumt, dass sie diese Absprachen getroffen hätten, obwohl es keine Hinweise gibt, einfach nur um sich sozusagen aus diesem Verfahren hier herauszuziehen. Ja, ja, wir haben das gemacht. Ja. Ja, ist das so?

50:08 Nicole Diekmann

Also findest du nicht. Also vor allem gibt es ja was Schlimmeres, als indirekt quasi einzuräumen, dass man keinen Bock auf Elon Musk hatte. Also ist der Image-Schaden so groß?

50:20 Gavin Karlmeier

Also ich will es mal anders aufzuziehen. Wenn du angenommen du sitzt Du bist in Uhaft, weil dir eine Straftat vorgeworfen wird, die du nicht begangen hast. Und dann sagt der ermittelnde Kommissar zu dir, oder die Kommissarin Wenn sie jetzt gestehen, könnte sich das Strafmeldern auswirken. Und dann sagst du, gut, dann gestehe ich das halt jetzt. Genau.

50:39 Nicole Diekmann

Okay, aber was ist die Konsequenz für diese Werbeagenturen? Die sich jetzt daraus ergibt. Müssen die Strafen zahlen?

50:47 Gavin Karlmeier

Ich kann dir das noch nicht genau sagen zum jetzigen Zeitpunkt. Was ich dir aber sagen kann, ist, dass ein ähnlicher Deal mit Omnicom zustande gekommen ist und dadurch am Ende eine Genehmigung für eine Fusion erteilt wurde durch die FTC. Also es könnte eher sein, dass diese Agenturen hier sagen, hey, wir würden irgendwie gerne in eure Gunst steigen. Und deswegen sagen wir alles, was ihr wollt.

51:11 Nicole Diekmann

Ja, und wenn ihnen keine Strafe drohen würde, sollte Dann würde ich nochmal sagen, ja meine Güte, dann eben nicht. Also dann warum nicht? Nicht eben nicht, sondern warum denn nicht? Ich hatte noch einen anderen Punkt innen, aber den habe ich schon wieder vergessen leider.

51:29 Gavin Karlmeier

Ja, aber ich habe ein Gegenargument und das ist gleichzeitig auch ein Körperteil, das sogenannte Rückgrat. Das könnte ein Argument sein.

51:37 Nicole Diekmann

Wir reden doch gerade über Kapitalismus. Also Werbeagenturen sind auch keine NGOs.

51:44 Gavin Karlmeier

Ja. Naja, aber ich weiß natürlich, weil du hast natürlich recht, das stimmt. Aber muss man sich denn alles gefallen lassen?

51:57 Nicole Diekmann

Müssen Sie denn einwilligen, dass Sie jetzt ganz, ganz viel Werbung an X verkaufen?

52:02 Gavin Karlmeier

Also die Publicy Group ist ein französisches Unternehmen, um das nochmal dazu zu sagen. WPP ist ein britisches Unternehmen. Und die dritte Werbeagentur, wie hieß sie noch gleich, Densu, ist ein japanisches Unternehmen. Also Die könnten auch sagen, hey, dann ermittelt doch mal, liebe FTC. Weißt du, was ich meine?

52:27 Nicole Diekmann

Ja, jetzt weiß ich aber auch wieder meinen Punkt. Im Zweifel müssen die dann aber mit großem Aufwand Anwälte beschäftigen und irgendwelche Dokumentationen erstellen. Vielleicht denken sie sich dann auch, komm ey, scheiße.

52:38 Gavin Karlmeier

Ja, wir haben Boykott. Eigentlich auch witzig. Wir haben uns gegen Ex verschworen. Ja, das stimmt. Vielleicht stimmt es ja.

52:44 Nicole Diekmann

Machen wir auch weiter. Machen wir auch weiter?

52:46 Gavin Karlmeier

Machen wir auch weiter. Was wollt ihr machen?

52:48 Nicole Diekmann

Aber verraten wir euch nicht.

52:50 Gavin Karlmeier

So, und dann gibt es eine Untersuchung von N, die über die NBC berichtet, eine Recherche von NBC News. Die schreiben, im vergangenen Monat wurden weiterhin Dutzende KI-generierte, sexualisierte Bilder echter Frauen auf Ex veröffentlicht, obwohl eigentlich der Versprechen von Mask, also Versprechen von Maske ein sogenanntes Oximeron, gegeben wurde, dass das nicht mehr passieren soll. Also es betrifft sexualisierte Bilder und Videos, die eben echt in bestehender Existierende Personen zeigen, die dem natürlich überhaupt nicht eingewilligt haben. Also offensichtlich ist dieses Leitplanke hier nicht so leicht einsetzbar wie Elon Musk in seinem Versprechen. So hat durchschimmern lassen.

53:35 Nicole Diekmann

Ja, es ist so schlimm, als dass ich da zynisch drauf antworten wollen würde oder sarkastisch. Es ist Gestern sprach ich mit einem Freund, der eine große Reichweite auf X hat, generell viel Social Media macht. Der sagte zu mir, er sei jetzt ein paar Wochen nicht auf X gewesen und hätte da jetzt mal wieder reingeguckt und nur gedacht, es ist ja noch viel, viel schlimmer als vorher. Ich dachte, das wäre gar nicht möglich. Und der redet jetzt nicht von solchen Vorgängen, wie du sie gerade geschildert hast. Niemand braucht X. Wirklich niemand. Niemand braucht Elon Musk.

54:07 Gavin Karlmeier

Und ich habe noch ein paar Hintergründe zu diesem Versprechen, die ich sehr bemerkenswert finde. Und zwar. hänge ich das jetzt direkt hintendran, wie Heise berichtet und bezieht sich dabei auf NBC News Da sind wir wieder bei NBC, gab es ja, oder ich erzähle das anders, es gab damals mehrere Meinungsstücke, die gesagt haben, hey, Apple und Google X und Grog verstoßen gegen eure Richtlinie im App und Play Store. Warum seid ihr solche Feiglinge und zieht eure Konsequenzen nicht daraus? Warum fasst ihr, so schreibt es heise hier, Apps von finanz- und reichweitenstarken Unternehmern selbst bei eklatanten Verstößen mit Samthandschuhen an? Jetzt gibt es eben einen nicht öffentlichen Brief, den Apple an US-Senatoren geschickt hat, in dem klargestellt wurde, nee, nee, wir sind nicht untätig geblieben. Wir haben eklatante Verstöße gegen die Richtlinien festgestellt und haben XAI ein Ultimatum gestellt. Und Heise zitiert es so: Nur wenn sie ein Maßnahmenpaket zur Verbesserung der Contentmoderation umsetzen, bliebe ihnen der Rauswurf erspart. Also offenbar hat Apple hier schon mit einem sehr stark, sie haben ein sehr scharfes Schwert, wenn sie die App aus dem App Store entfernten, könntest du nur mit komplizierten Umwegen und Ehrlicherweise weiß ich nicht mal, ob alternative App-Stores in den USA nutzbar sind oder ob das eine DMA-Richtlinie ist, die in der EU, die nur in der EU umgesetzt wird. Könntest du auf iOS-Geräten nicht oder nur sehr schwierig überhaupt die Apps installieren, von X und Grog zum Beispiel

55:45 Nicole Diekmann

Nicht öffentlicher Brief.

55:47 Gavin Karlmeier

Nicht öffentlicher Brief an Senator.

55:49 Nicole Diekmann

Die man aber durchgestochen hat.

55:50 Gavin Karlmeier

Ja. Also vermutlich wollte Apple, also wir müssen mutmaßen, wie dieser Brief öffentlich wurde, aber Apple hat natürlich durchaus ein Interesse daran, dass dieser Brief dann doch irgendwann öffentlich wurde. Klar.

56:02 Nicole Diekmann

Ja, ist doch gut.

56:04 Gavin Karlmeier

Weil Apple sich nicht äußert. Apple ist für das britische Königshaus. Never complain, never explain. Also, wir sagen nichts, wir beschweren es nicht.

56:12 Nicole Diekmann

Ja, aber wir schreiben Briefe.

56:13 Gavin Karlmeier

Wir schreiben Briefe. Und Papier ist ja geduldig, wie es heißt. So, herzlich willkommen beim Boomer Podcast.

56:24 Nicole Diekmann

Wer schreibt, der bleibt. Oh, das habe ich ja deine große Stärke.

56:32 Gavin Karlmeier

Ja, da habe ich ja ein Füßchen für Redewendung.

56:36 Nicole Diekmann

Wer im Glashausitz sollte mit Steinen werfe den ersten Stein?

56:39 Gavin Karlmeier

Wer im Glashaus sitzt, stellt selbst hinein. Ansonsten eine Sache von Heise möchte ich noch heute mit dir besprechen und zwar berichtet Heise, dass Anthropic, das Unternehmen hinter Klot und im Moment so das. Eigentlich das vielversprechendste KI-Unternehmen, wie es ausschaut, offenbar Ende März ein Treffen durchgeführt hat mit einem Dutzend Mehr als einem Dutzend führender Persönlichkeiten aus der katholischen und protestantischen Kirche, in der es, und jetzt zitiere ich wortwörtlich, in der es unter anderem darum ging, ob die KI-Technik Claude als Kind Gottes angesehen werden kann. Vorrangig sei es bei der zweitägigen Veranstaltung darum gegangen, wie die moralische und spirituelle Entwicklung des KI-Chatbots in Bezug auf die Beantwortung komplexer und unvorhersagbarer ethischer Fragen gesteuert werden könne.

57:27 Nicole Diekmann

Ob da Leute dabei waren, die jetzt mit so Gesängen, die sie zu Hause vor dem Wasserkran los schicken, den Ball retten wollen? Was glaubst du, Gavin?

57:37 Gavin Karlmeier

Jetzt wäre doch nicht zynisch, das ist doch eine legitime Frage, ob Claude möglicherweise auch ein Kind Gottes ist

57:43 Nicole Diekmann

Ich möchte an dieser Stelle meine Lieblingsgeschichte der vergangenen sechs Tage erzählen. Ich lache seit Samstag. Und kennst du das, wenn du irgendeinen Gedanken im Kopf hast, der dich nicht loslässt, und dann stehst du an der Kasse irgendwo und lachst aus dem Lichts heraus los und um dich rum denken alle, ach, oh, ach du Schande, jetzt schnell nach Hause und eine andere Kasse. Da ich mich mit diesem Wahljahr so viel beschäftigt habe, ich schreibe total selten zwei Mittwochen nacheinander über dasselbe Thema die Kolumne. So, das habe ich jetzt in diesem Fall gemacht, weil ich auch, weil der Wahl Und alles drumherum ja so absurd ist und so wahnsinnig anziehend wie ein Verkehrsunfall. So, und dann fiel mir irgendwann ein Das erinnert ja total stark an diesen Hype um Chico den Kampfhund, der erst seit dessen Mutter totgebissen hatte. Da gab es eine Petition, habe ich nochmal nachgelesen, mit über 300. 000 Unterschriften, die sich gegen die Einschläferung dieses armen Tiers wendeten, weil der von seinen Besitzern auch wahnsinnig schlecht behandelt worden war. Man schläferte ihn dann aber ein. Und dann war der Spiegel, war der Spiegel, beim Veterinäramt Hannover, weil Ähm, dort nochmal eine, weiß ich nicht, eine Demo stattfand in Gedenken Antico. Und der Spiegel Zitiert dann einen der Redner auf dieser Demo, der dann irgendwann sagt, er war unser Chico Guevara. Und über Chico Guevara, ich komme nicht drüber hinweg. Also mein Umfeld kann es schon fast nicht mehr hören, weil ich mich wirklich seit sechs Tagen drüber freue. Und nochmal Das, was ich in den sozialen Netzwerken sehe zum Thema Wahl, reicht im Irrsinn noch darüber hinaus. Und das, was du gerade erzählt hast, auch.

59:37 Gavin Karlmeier

Und ich finde, mit diesen Worten können wir doch eigentlich ins Wochenende gehen, oder?

59:42 Nicole Diekmann

Ich finde auch. In ein gesegnetes Wochenende.

59:48 Gavin Karlmeier

Also, ich also, nee, kurz ehrlich, wir wollen uns natürlich nicht über Glaube lustig machen und wir wollen uns auch nicht darüber lustig machen, dass Leute ein entsprechendes Weltbild haben.

59:58 Nicole Diekmann

Ich bin total katholisch sozialisiert. Ich war messen. Mestinerin.

01:00:02 Gavin Karlmeier

Ich auch, ich war auch Mestina, Nicole.

01:00:03 Nicole Diekmann

Na, siehst du, siehst du.

01:00:05 Gavin Karlmeier

Aber es geht hier, das ist natürlich der perfekte Marketing-Move. Wie kann man neue Gruppen erschließen, indem man jetzt noch anfängt, irgendwie In die spirituelle Bubble zu gehen, in die Glaubensbubble zu gehen und am Ende, man erzählt halt den Leuten genau das, was sie hören und erwarten wollen. Also Bei allen Sympathien für Anthropic und deren Verhalten, die man haben kann, so, das finde ich, ist halt am Ende nur PR.

01:00:34 Nicole Diekmann

Ja, es geht zu weit.

01:00:36 Gavin Karlmeier

Genau.

01:00:36 Nicole Diekmann

In seiner Plumpheit.

01:00:38 Gavin Karlmeier

Weil sie so durchschaubar ist auch. Also, wenn selbst wir das hier entgleiben. Was für die Chico. Also, wir halten euch hier auf dem Laufenden, was mit dem Wahl passiert natürlich, das Wahlupdate. Blubber drin, das Wahlupdate.

01:00:53 Nicole Diekmann

Heißt der Hope oder heißt der Timmy?

01:00:55 Gavin Karlmeier

Ja, bist du Team Hope oder bist du Team Timmy? Das ist die große Frage.

01:01:00 Nicole Diekmann

Ich bin Chico Guevara.

01:01:02 Gavin Karlmeier

Liebe Nicole, danke, dass du hier warst heute. Gut.

01:01:06 Nicole Diekmann

Sehr gerne. Jederzeit wieder. Du sag mir doch sonst in Zukunft einfach Bescheid, wann Franzi Blum bei dir zu Gast ist. ist. Und dann weiß ich ja, wann ich dran bin, nämlich für die nächste Folge bin ich dann eingeladen. Das ist doch eine Gesetzmäßigkeit schon mittlerweile. Liebe Grüße an dieser Stelle auch an Franzi.

01:01:21 Gavin Karlmeier

Richtig aus. Genauso machen wir das. Vielen Dank. Du kommst natürlich bald wieder, Nicole. Du bist ja hier, du bist ja in der engen Rotation. Du bist ja A-Liste quasi.

01:01:30 Nicole Diekmann

Das ehrt mich sehr.

01:01:32 Gavin Karlmeier

Vielen Dank, dass du da bist. Ich wünsche dir und allen, die bis hierhin zugehört haben, ein wundervolles Wochenende. Wir hören uns wieder am Montag, dann mit Katharina Nokun. Von allen Themen, die wir heute nicht geschafft haben, weil wir mal wieder über das Social Media Verbot diskutiert haben. Danke, Gavin.

01:01:45 Nicole Diekmann

Weil du nicht einsichtig bist. Danke, Gavin. Bis zum nächsten Mal. Schönes Wochenende. Tschüss. Dir auch. Tschüss.

01:01:52 Speaker 5

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