Shorts und Boards bei Haken dran! Die schlechte Nachricht: TikTok-Videos haben Einfluss auf den Denken junger Menschen. Die gute Nachricht: Man muss nicht denen das Feld überlassen, die das ausnutzen wollen – legt zumindest eine Studie des IZI nahe.
Außerdem müsste Musk heute vor der französischen Staatsanwaltschaft auftauchen, Meta möchte das Oversight Board vorerst für sich behalten und die EU-App zur Altersverifikation ist nicht SO sehr auf dem “höchsten technischen Standard”, wie von der Leyen das letzte Woche noch versprochen hatte.
➡️ Die Studie des IZI, “TikTok formt Werte und Weltbilder:
„Soziale Medien, Geschlechterbilder und Werte“, Wie toxische Männerbilder für Jungen attraktiv werden”: https://izi.br.de/deutsch/presse/Pressemitteilungen/PM-2026/PM_Soziale_Medien_Geschlechterbilder_u_Werte.pdf
Kapitelmarken
KI-unterstützt
- Hallo Alexander!
- Elon Musk vor französischen Behörden?
- Der Fall Playboy Deutschland
- EU-Kommission droht Meta wegen Chatbot-Blockade
- Grok auf Threads
- Die Zukunft des Meta Oversight Boards
- TikTok und die Formung von Jugend-Weltbildern
- Sicherheitslücken in der EU-Altersverifikations-App
- Substack und die Förderung von Hassrede
- Funktionen und Emotionen
Transkript
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00:01 Intro
Haken dran, das Social Media Update der CT.
00:06 Gavin Karlmeier
Hallo Alexander Hallo Gavin. Bei mir ist Alexander Waschkau heute, der spontan eingesprungen ist, den ihr hier schon kennt, weil er häufig hier ist, weil er selber bei Hoxilla podcastet, weil er. das Laberfeuer macht, weil er alles Mögliche im Internet macht und der vor ungefähr einer halben Stunde erfahren hat, dass er hier spontan in dieser Episode einspringen kann. Wie ist die Stimmung?
00:26 Alexander Waschkau
Gut, du hast vergessen, der, der kein Privatleben hat und jederzeit in der Lage ist, so einen Rechner zu gehen, um einen Podcast aufzunehmen. Aber ja, nee, die Lage ist gut, also eigentlich ist sie nicht gut, aber es ist immer schön, mit dir in der Sendung aufzunehmen. Wenn ich auf die Welt schaue, wird mir weh.
00:41 Gavin Karlmeier
Okay, ja, das werden wir heute ein bisschen noch ausbreiten. Ihr wisst, Haken dran ist Doom Scrolling für die Ohren und das werden wir hier auch heute mal wieder vorantreiben. Zwei, drei organisatorische Informationen. Punkt 1. Eigentlich war Katharina Nokun angesagt, die leider spontan verhindert war. Bedeutet, sie wird dann bald kommen. Wir holen das nach. Punkt zwei, ich erlasse jetzt hier ganz offiziell für diesen Podcast ein vorläufiges Diskussionsverbot zum Thema Social Media Verbot für Minderjährige. Ich habe das Gefühl, wir haben mit der letzten Episode jedes denkbare Argument ein weiteres Mal aufgetischt. Und ich glaube, man kann sich jetzt gut eine Meinung bilden. Wir werden natürlich weiter darüber sprechen, wie so der Stand ist, was die Entwicklungen macht, wie es politisch gerade ausschaut und so. Aber wir müssen nicht noch einmal die grundsätzlichen Fragen stellen. Die sind jetzt, glaube ich, wirklich schon einmal alle von jeder Seite beleuchtet und beantwortet worden. So, das fühlt sich gut an, das mal ausgesprochen zu haben.
01:35 Alexander Waschkau
Im Juni dazu einen Vortrag bei einer Volkshochschule. Insofern, dann ist ja gut, dann höre ich mir einfach mal deine Folgen noch an. Dass man die zusammenfassen von Krog im Idealfall. Und hab dann die Folien fertig. Das finde ich sehr gut.
01:47 Gavin Karlmeier
Nein, also ich werde auch weiterhin natürlich dazu Position beziehen und auch überall durch die Gegend fahren und so. Aber gerade hier, meine Gästinnen und ich, wir sind uns sehr häufig entweder sehr einig oder mit denen, mit denen ich mir nicht einig bin, die Perspektiven haben wir ja auch alle schon einmal zu Genüge beleuchtet. Und ich glaube, es sind Das reicht jetzt erstmal. Und der dritte Punkt ist, ich habe ein bisschen Digital Independence Day mitgespielt. Und zwar haben ich mich von Linktree gelöst. Auf hakendrenn. org findet ihr ja nicht nur den Link zum Discord, sondern eben auch so ein paar andere Links, wie man diesen Podcast sehen und hören kann und so weiter und so weiter. Und das habe ich jetzt alles selber aufgesetzt und ganz ohne Link Tree. Also wir gehen den ersten Schritt zur Unabhängigkeit.
02:28 Alexander Waschkau
Es gibt auch einen Dienstleister, der DSGVO-konform ist. Wonderlink, den nutzen wir. Weil der auch keine Daten abschnorchelt. Zumindest ist der DSG VO-konform. Für alle, die das nicht selber programmieren könnt, können sie zumindest einen DSG-konformen Dienst verwenden. Und alle vorher gezeigt wechselt.
02:45 Gavin Karlmeier
Oder ihr schreibt mir und ich schicke euch mein WordPress-Theme, das ich gebaut habe. Das geht auch. Könnt ihr mehr. Aber ich kann keinen Support übernehmen dafür. Dafür mangelt es dann doch an technischen Verständnissen. Aber dass es also wie ein Link Tree aussieht, reicht. So Werbung.
03:03 Speaker 4
Warum stundenlang am Website-Design fallen? Warum nicht einfach KI passende Inhalte und Texte erstellen lassen? Und warum der Konkurrenz online folgen, statt sie mit integrierten Marketing-Tools abzuhängen?
03:17 Speaker 5
Mit den KI K-Tools von Ionos. Generieren Sie Inhalte und tausende Designs in Sekunden und profitieren von weiteren KI-Tools für Ihren Online-Erfolg. Also, warum nicht direkt starten? Testen Sie es jetzt kostenlos. Ionos
03:31 Gavin Karlmeier
Digital an ihrer Seite. Wir gehen in die Themen und der heutige Montag, der 20. April, ist für Elon Musk ein besonderer Tag, denn Elon Musk. Müsste heute in Paris erscheinen. Wir gehen mal davon aus, ohne dass ich jetzt Dinge vorwegnehmen will, dass er wahrscheinlich nicht auftauchen wird. Aber die französischen Staatsverfolgungsbehörden, die haben Elon Musk für den heutigen Montag vorgeladen. Übrigens auch Linda Jacarino. Bei ihr ist es allerdings freiwillig. Und zwar geht es um die Untersuchungen, die wir hier schon in den letzten Monaten so ein bisschen beobachtet haben oder aufgezeigt haben. Also zum Beispiel geht es darum, dass ex möglicherweise eine bewusste Politik eingeführt hat, die Einflussnahme auf Wahlen durchführen könnte. Oder es gab den Vorwurf, dass Ex eine kriminelle Vereinigung sein könnte. Auch diesen Vorwurf gibt es Und es gibt natürlich nicht zuletzt diesen Vorwurf, dass Grog wissentlich Inhalte, sexualisierte Inhalte von Menschen erstellt hat, die das alles nicht wissen. Dazu soll sich Elon Musk vor der Staatsanwaltschaft in Paris heute rechtfertigen. Wir können davon ausgehen, dass er dort wahrscheinlich nicht erscheint. Und gleichzeitig hat das amerikanische Justizministerium, so berichtet es zumindest das Wall Street Journal Auch schon angekündigt, dass sie die Bemühungen zur Untersuchung von Ex nicht unterstützen werden. Also dass es keinerlei Support gibt. Und ich zitiere hier aus einem Schreiben, das im Wall Street Journal vorliegt. Diese Ermittlungen zielen darauf ab, das Strafrechtssystem in Frankreich zu nutzen, um einen öffentlichen Raum für die freie Äußerung von Ideen und Meinungen in einer Weise zu regulieren. Die im Widerspruch zum ersten Zusatzartikel der Verfassung der Vereinigten Staaten steht. Das ist der Standpunkt der USA und deswegen werden sie jetzt zum Beispiel auch keine Unterlagen an die französischen Staatsverfolgungsbehörden rausgeben.
05:21 Alexander Waschkau
Es ist interessant, dass dieses Recht auf Meinungsfreiheit, auf das sie da pochen, auch außerhalb ihres Staatsgebietes zu gelten scheint. Das ist ja dann die Wahrnehmung, die man da rausnehmen muss. Und insofern finde ich es ja richtig und wichtig, dass die Europäische Union und auch die Mitgliedstaaten sich da klar positionieren. Denn das, was in Amerika geht. . Was unter Umständen auch böse Unterstellung durch Seilschaften ja getragen wird. Wer es vergessen hat, Elon Musk war ja mal sehr aktiv für das Trump-Regime tätig, schon ein bisschen her, die Älteren haben es schon da, die jüngeren haben es vergessen. Aber natürlich sind das so Seilschaften und die da entstehen und man sieht, was passiert. Wenn ein Staat, der so Richtung Autokratie geht, dann auch in der Lage ist, die Gerichte zu besetzen, dann gehen solche Dinge nämlich laufen aus dem Ruder. Insofern finde ich das sehr, sehr gut und hoffe, dass auch Europa weiter eine harte, klare Linie Mit allen Einschränkungen, ob es jetzt bei jeder Beleidigung auf den sozialen Netzwerken eine Hausversuchung in Deutschland geben muss, das ist nochmal offen. Aber die hier genannten Punkte gehören zumindest untersucht.
06:30 Gavin Karlmeier
Weißt du, das ist so ein bisschen dieser Clash, den wir hier eigentlich seit Folge 1 gefühlt. Nicht ganz, aber so ungefähr beobachten, weil natürlich kann man als amerikanische Regierung auch ohne Donald Trump so argumentieren, dass man sagt. Nach unserem Verständnis gibt es die freie Meinungsäußerung. Dazu gehört zum Beispiel auch die Gewichtung eines Algorithmus. Wir sehen das nicht ein, dass es in anderen Ländern jetzt untersucht wird. und unterstützen euch nicht. Wir supporten diese Ermittlungen nicht. Das kann man so sehen, vor allem wenn man in einem Land lebt, in dem der Staat sehr nah daran oder mithilft dass die Unternehmen in dem Land unterstützt werden und beschützt werden. Das kann man so sehen. Das Dilemma ist dabei nur so ein bisschen. Es gibt eigentlich mehrere Dilemmata. Das erste Dilemma, das mir auf und einfällt, ist die Tatsache, dass du dich immer wieder damit gebrüstet hast, auch Elon Musk das immer wieder getan hat, das geltende Recht in anderen Nationen anzuerkennen. Und an diesem Punkt müsste er, um seinen Worten Folge zu leisten, natürlich vor Gericht erscheinen und dabei helfen, diese Ermittlungen voranzutreiben und auch sagen, okay, wenn wir hier gegen Gedächtnis recht verstoßen haben, tut uns das leid, ihr habt ihr ein bisschen Geld. Das wird er nicht tun. Zweitens ist dieser kulturelle Clash oder dieser gesellschaftliche Clash, dieses Verständnis von Meinungsfreiheit Eins der Kernprobleme der Globalisierung, vor allem in der von sozialen Netzwerken, weil wenn du einen Ort hast, in dem die ganze Welt zusammenkommen kann. dann übersiehst du natürlich, dass es in unterschiedlichen Nationen unterschiedliche Gesetze gibt, die aus unterschiedlichen Gründen historisch gewachsen sind und deswegen auch tief in die Gesellschaft eingezogen sind, wie zum Beispiel. . Beleidigungen. Die sind jetzt hier nicht explizit als Vorwurf genannt an der Stelle, aber das muss man zumindest der Vollständigkeit halber Mal dazu sagen. Aber du hast natürlich recht. Wenn wir hier sagen, das, was hier passiert, oder wenn Frankreich sagt, das, was hier passiert, auf auf unserem Boden im Internet mit Menschen, die hier wohnen, dann müssen sie das ermitteln dürfen und müssen dafür auch die Möglichkeit haben, Elon Musk vorzuladen und ihnen zur Rede zu stellen.
08:28 Alexander Waschkau
Und es gibt noch einen weiteren Aspekt, den kann ich nicht beurteilen und ich unterstelle dir jetzt mal, dass du ihn auch nicht beurteilen kannst, denn natürlich gibt es für solche Fälle normalerweise auch Abkommen, die die Staaten schließen oder vielleicht sogar ein Abkommen, das die EU mit den Vereinigten Staaten von Amerika geschlossen hat. Denn genau die Strafverfolgung über Landesgrenzen hinweg ist ja eigentlich unter Ländern, Die sich gut miteinander verstehen, in Anführungsstrichen, dann ja auch festgelegt. Also ist jetzt die Frage, ist es tatsächlich so, dass es da gar kein Abkommen gibt? Und das äh man sich darüber bisher keine Gedanken gemacht hat, dann wäre die Frage, müssen wir vielleicht hier auch anfangen, auf diplomatischen Wege, auf juristischem Wege neue Regeln zu schaffen? Oder gibt es Regeln, nach denen eigentlich die USA Ländern in Europa Informationen zugestehen müsste bei Strafverfolgung. Da bin ich kein Jurist, das kann ich nicht beurteilen. Also ist die Frage. verstoßen sie gegen irgendein Abkommen, irgendeine Regelung, die existiert. Das wäre schlecht, dann wäre es so ein bisschen autokratisch, wie ich es da so ein bisschen so viel Sand angedeutet habe. Oder aber es gibt tatsächlich Regelungen, die sagen Also wir müssen gar nichts. Wir dürfen freiwillig gerne euch helfen, aber in dem Fall wollen wir das jetzt nicht. Da müsste man Staatsrechtler, glaube ich, befragen, die sich da auskennen, was diese, was diese Dinge angeht.
09:42 Gavin Karlmeier
Ja, vor allem also an dem Punkt, wo es nur um eine Befragung geht, gibt es ja auch noch keinen geltenden Haftbefehl zum Beispiel. Interessant ist aber, sollte Elon Musk nicht auftauchen, sind die Staatsanwälte und Staatsanwältinnen in Frankreich dazu befugt, Haftbefehle zu erlassen. Also wir erinnern uns, dass Pavel Dorov zum Beispiel an der Grenze zu Frankreich festgenommen wurde, auch um an solchen Ermittlungsverfahren. Teilnehmen zu können. Also das könnte durchaus passieren, dass Elon Musk dann einfach ab morgen in Frankreich nicht mehr einreisen darf, ohne sich endlich diesen Ermittlungen hier zu stellen.
10:16 Alexander Waschkau
Es hat übrigens noch eine Besonderheit, ich bin gerade so ein bisschen auf dem Raumfahrttrip tatsächlich. Elon Musk als er ist ja meines Erachtens CEO von SpaceX, oder? Ist das richtig? Also grundsätzlich gibt es ja auch Verträge mit Europa, denn all das, was die NASA im Moment macht, gerade Richtung Mondprogramm, ist ja in enger Kooperation mit der ESA. Und Airbus, wenn ich mich da nicht ganz falsch erinnere, ist ein wesentlicher Partner der ESA. Das Service-Modul, was jetzt gerade zum Mond geflogen ist, ist zwar in Bremen gebaut worden, aber unter Leitung auch von Airbus. Er macht es natürlich da auch so ein bisschen schwierig. Also man stelle sich jetzt mal vor, dass Elon Musk nicht mehr nach Frankreich einreisen dürfte, wegen dieser Verfahren und gleichzeitig müsste SpaceX mal in Frankreich was mit Airbus regeln. Ob er da selber vor Ort ist oder nicht, ist wahrscheinlich ziemlich egal. Egal, die Ingenieure und Ingenieurinnen sind wahrscheinlich deutlich relevanter. Aber auch das ist ja nochmal so eine Ebene, die ihn ja zu so einer besonderen Person macht. Also, wie gesagt, wenn da jetzt ein Hafbefehl ausgesprochen wird, dass er vorgeführt wird vor Gericht, ist das für internationale Partnerschaften in dem Bereich vielleicht auch gar nicht so hilfreich.
11:23 Gavin Karlmeier
Ja, es gibt ja noch dieses kleine Dilemma, ein weiteres Dilemma, dass wir mit Elon Musk ja auch eine Figur haben, die null einsichtig ist. Also wir können ja gar nicht erwarten, dass er sich eingesteht, mit seinem Unternehmen gegen geltendes Recht in anderen Ländern verstoßen zu haben, sondern er wird trommeln, er wird wütend werden und wenn es eine Strafe in Abwesenheit gegen Ex erlassen wird oder ihm sogar die Einreise verweigert wird. Dann kannst du dir aber vorstellen, wie sein X-Account morgen aussieht. Da können wir uns drauf vorbereiten. Spannend. Ja, absolut. Der Vollständigkeit halber, es gibt noch weitere Ermittlungen, die die französischen Behörden im Moment durchführen. Dazu gehört zum Beispiel die Verbreitung von CSAM, also dem Material, das sexuelle Gewalt an Kindern zeigt. Die Verbreitung von Holocaust-Leugnungen und so weiter und so weiter. Also du hattest eben schon Beleidigungen genannt, Hassrede, das könnte da möglicherweise auch mit reinfallen. Die sind hier explizit noch nicht mitgemeint, sondern es geht erstmal um die Untersuchung von Deepfake-Bildern und der angeblichen Voreingenommenheit des Algorithmuses und damit möglicherweise eben auch Dem Vorwurf der Manipulation von Wahlen. Da haben wir schon mal drüber gesprochen. Übrigens hat Reporter ohne Grenzen sich an diese Untersuchungen dran gehangen und Beschwerde eingereicht in Frankreich. Gegen X, weil sie sagen, dass auch ihnen hier die Verbreitung von Inhalten schwer gemacht wird und wollen eben vor der Cyber, der Abteilung für Cyberkriminalität der Pariser Staatsanwaltschaft Am Ende was bewerten. Also die Reporter ohne Grenzen fordern das Gericht auf die Verantwortung des Unternehmens des US-Militärs für wiederholte Verletzungen des Rechts auf Öffentlichkeit für verlässliche Informationen festzustellen. Also Es gibt mehrere Player in Frankreich, die gerne Elon Musk da zumindest zur Rede stellen würden. Vorsichtig formuliert.
13:06 Alexander Waschkau
Also eine gute Idee. Grundsätzlich ist das ein Thema, was uns die nächsten Dekaden begleiten wird. Jede Wahl wird auch in Social Media mit entschieden. Da haben wir ja noch gar nicht die Einflussnahme durch die Russische Föderation mit berücksichtigt, die ja sich solcher Plattformen dann auch bedienen. Also insofern bleibt das ein spannendes Thema. Und meines Wissens ist die EU auch generell an diesen Themen schon dran. weil sie feststellen, wir müssen da irgendwie auch versuchen, Regeln zu finden. Also allein der Einsatz von KI im Wahlkampf ist ein Riesenthema. was uns die nächsten Jahre begleiten wird. Also generative Bilder, Verfälschungen und all diese Dinge. Da hat sich die Welt sehr verändert.
13:47 Gavin Karlmeier
So ist es wohl. So ist es wohl. Wir gehen weiter zu Meta und auch da geht es so ein bisschen um die Möglichkeit, seine eigene Öffentlichkeit zu nutzen oder zu verlieren und mögliche Willkür des Unternehmens. Und hier geht es jetzt um einen ganz lokalen Fall in Deutschland und zwar geht es um die Facebook-Seite des Playboy Deutschland. Auch diesen Fall haben wir hier schon häufiger so ein bisschen gecovert, und zwar ging es darum, dass im Juni 2025 Die Seite gesperrt wurde. Zunächst ohne weitere Nennung von Gründen. Später hat dann der Playbau Deutschland einen eine Nennung von Gründen erwirken können bei Meta. Und zwar ist die Antwort Wie ich kannst du sagen, die sexuell motivierte Kontaktaufnahme durch Erwachsene sowie Nacktheit und sexuelle Handlungen. Jetzt ist der Playboy in der Tat schon eher ein Erwachsenemagazin, die Facebook-Präsenz des Playboy Deutschland aber eben nicht. Der Verlag des Bleiberdeutschland ist dagegen gerichtlich vorgegangen, hat auch eine Beschwerde eingereicht bei der Medienaufsichtsbehörde. Auch darüber haben wir hier gesprochen. Und das hatte ein bisschen zeitliche Not, denn am 17. Februar 2026 drohte diese Seite gelöscht zu werden, weil eben ab einem gewissen Zeitraum gesperrte Seiten nicht mehr weiter aufrechterhalten werden. Jetzt hat der Verlag Cunelimedia mitgeteilt, dass das Landgericht Düsseldorf eine einstweilige Verfügung erlassen hatte. Und der die Seite wieder zur Verfügung gestellt werden muss. Und das ist tatsächlich jetzt der Fall. Die Facebook-Seite des Bleibers Deutschland ist wieder erreichbar und konnte wiederhergestellt werden. Wie die Bundesnetzagentur aber mit dieser Beschwerde umgeht, das wissen wir noch nicht, weil da gibt es noch keine Entscheidung.
15:20 Alexander Waschkau
Also mal unabhängig vom Playboy oder nicht, da haben wir wahrscheinlich sehr viele Menschen, sehr viele Emotionen, vielleicht auch, was die Seite an sich angeht, aber es ist ein Printmedium. dass einfach abgeschaltet wird sozusagen oder dessen Präsenz einfach beschnitten wird. Und da haben wir natürlich ein echtes Problem, wenn es intransparente Regelungen gibt, beziehungsweise Regelungen gegen, die man dann auch nicht innerhalb des Systems Sinnvoll vorgehen kann, auch als Verlagshaus. Und jetzt kann man sagen, sexuelle Inhalte, vielleicht ist das alles schwierig. Das mag ich nicht beurteilen. Ich kenne auch die Seite von Playwall tatsächlich nicht. Habt ihr auch nicht wegen dem Sport gelesen oder so? Install kann ich da gar nichts so sagen. Leider in tollen Interviews. Aber es ist halt grundsätzlich schon interessant zu sehen, eben die Willkür, der wir da ausgesetzt sind als regionale Medien in einem in einem Staat. Das kann ja auch dir passieren oder auch uns passieren als Medienschaffende. Dass der Haken dran abgeschaltet wird oder Huxellar abgeschaltet wird oder was auch immer und man kann sich danach nicht gegenwärmen. Es sei denn, man beschreitet den Klageweg Und umso schwieriger, wenn dir dann nicht klar gesagt wird, wo du gegen irgendwelche Regularien verstoßen hast. Also problematischer Fall unabhängig von Playboy und Aber ein mahnendes Beispiel und auf Reds gibt es ja auch so einige Accounts sanktionsfrei comes to mind, die sich ja einsetzen Für soziale Gerechtigkeit, deren Account auf Threats ist ja auch seit, ich weiß nicht wie viele Wochen, einfach abgeschaltet ist und keine Reaktion von Metakonzern. Man weiß auch nicht, warum dieser Account nicht da ist. Also das ist schon, also da merken wir jetzt so, die Willkür ist schon durchaus problematisch, die wir uns mit diesen Netzwerken eingekauft haben.
17:06 Gavin Karlmeier
Naja, und du merkst auch diese Hilflosigkeit. Also mein Threads-Account war ja auch für ein paar Tage gesperrt. Jetzt vor einigen Monaten. Und ich habe ja nichts anderes gemacht, als diese Pinocchio-Beleidigung in einer sogar noch sehr kodierten Variante zu wiederholen. Und du bist halt wirklich komplett hilflos, du bist ausgeliefert. Also natürlich werden jetzt Leute, vor allem die, die diesen Podcast hören, argumentieren, ja, naja, vielleicht sollten wir uns nicht an diese Konzerne ketten und so, und damit haben die Leute natürlich auch recht. Dennoch, wenn man sich dazu entscheidet, Teil dieser Öffentlichkeit, die dort stattfindet, sein zu wollen und einem diese Möglichkeit gegen deinen Willen genommen wird, dann ist das nochmal eine andere Form der Ausgeliefertheit. Und Ich habe eben auch keine Gründe damals genannt bekommen und habe Einspruch eingelegt, habe darauf nie eine Antwort bekommen, sondern der Account war einfach kommentarlos wieder verfügbar. Und so sollte das nicht sein. Also, du musst doch zumindest die Möglichkeit haben zu erfahren, warum und was passiert ist. Eine automatisierte Antwort, in der drin steht, wie jetzt hier im Fall von Playboy Deutschland, sexuell motivierte Kontaktaufnahme durch Erwachsene. Kann erstmal alles bedeuten, vor allem wenn du ausschließen kannst, dass du Privatnachrichten an NutzerInnen verschickt hast und sie zum Täter-Tät eingeladen hast. Täter Ted, weiß auch nicht, wo das Wort herkommt.
18:20 Alexander Waschkau
Heute noch irgendwann benutzt. Ich kenn's, aber gut. Ja, also natürlich Digital Independence Day, alles gut. Also natürlich sollte man sich nicht an Plattformen hängen, das ist eh klar, aber die Realität ist auch für Menschen wie uns, die als Podcaster versuchen, irgendwie zu überleben. dass du eigentlich jede Litfasssäule im Netz plakatierst und dazu gehören eben auch diese Social Media Plattformen und Reichweitenmäßig ist jetzt Threads für uns nicht relevant, aber Instagram zum Beispiel als Metaplattform ist für uns eine ganz relevante Seite, wie wir auch durch eine höheren Befragung festgestellt haben.
18:56 Gavin Karlmeier
Ja, das macht es
18:58 Alexander Waschkau
Ja genau, das ist ja dann auch illusorisch zu sagen, hey, wir sind jetzt nur noch bei Mastolon. Ich meine, da sind wir auch, da sind wir auch, machen wir auch viel, aber es ist ja illusorisch zu sagen, ich habe keine Ahnung. vier, fünf, keine Ahnung, wie viele tausend Leute jetzt bei Instagram unseren Account abonniert haben, die gehen jetzt da auch alle weg und kommen alle ins Fediverse. Das ist eher unrealistisch, insofern muss man sagen. Darbedienen und trotzdem über das Vedivers reden, weil es die richtige Alternative ist. Aber wir müssen halt jede Litversolle nutzen.
19:27 Gavin Karlmeier
Und es ist ja auch nicht vergleichbar mit den Argumenten, die wir hatten im Fall der des Rückzuges von Ex, weil das eben doch schon nochmal eine andere Kategorie von Reichweite ist, die bei Ex deutlich kleiner ist und war immer. Von politischer Einflussnahme durch den Besitzer und so weiter und so weiter. Also trotzdem muss man dazu sagen, dass ausgerechnet der Playbau Deutschland gesperrt wird von einem Besitzer, der dem politischen Geist von Donald Trump nahe sein möchte. In einer Zeit, in der es eine Art massive Bekämpfung, ideal, wie sagen wir eine ideologische Bekämpfung von Erotikinhalten gibt, das hat natürlich trotzdem einen gewissen Geschmack der Vollständigkeit halber einmal dazu gesagt. Okay, ansonsten hat die EU-Kommission Meta jetzt nochmal deutlich gedroht mit einstweiligen Maßnahmen, und zwar wegen folgendem. Wir haben darüber berichtet, dass schon seit Mitte Januar eine, ähm eine Untersuchung, ne, seit Dezember, Entschuldigung, seit Dezember eine Untersuchung der EU-Kommission läuft, ob Ob das Aussperren anderer Chatbots und KI-Bots in WhatsApp zulässig ist oder nicht. Es gibt Hinweise darauf, dass es nicht so ist, denn die EU-Kommission hat schon Anfang Februar angekündigt, dass es hier möglicherweise Zwangsmaßnahmen geben könnte. Meta hat Anfang März Änderungen angekündigt. Die sind allerdings nicht so, wie die EU-Kommission sich das vorgestellt hat. Und deswegen haben sie nun angekündigt, dass es nun einstweilige Maßnahmen gibt. bis die Behörde ihre Untersuchungen final abgeschlossen hat und eine Entscheidung vorliegt. Es gibt keine Frist dafür und keinen festen Zeitpunkt, aber Meta muss jetzt erstmal sozusagen sich beugen und anderen Chatbots den Zugang zu WhatsApp ermöglichen. Dazu gehören ChatGPT, Gemini oder Claude. Die müssen die Möglichkeit haben, weiterhin WhatsApp zu nutzen.
21:13 Alexander Waschkau
Ja, ich glaube, über den Sinn oder Unsinn von Chatbots brauchen wir jetzt nicht sprechen, aber natürlich eine gewisse Marktregulierung und auch eine Marktoffenheit. Macht Sinn, WhatsApp ist ja nicht nur ein Messaging-Dienst, sondern es ist ein Social-Media-Netzwerk per Definition. Das ist, glaube ich, immer etwas, was man ein bisschen dabei berücksichtigen muss.
21:35 Gavin Karlmeier
Nur in Teilen übrigens, wenn ich da kurz einhaken darf. Ah, okay, ich habe nur die Channels gelten als Social Media Network. Der Rest ist Messaging.
21:45 Alexander Waschkau
Stimmt, weil du nicht, glaube ich, direkt irgendwo rein. Ist ja wurscht. Also gut, aber die Channels immer hin und wahrscheinlich sind da auch die Chatspots eher die relevante Anwendungsfall wahrscheinlich sogar. Also Klar, also diese Close-Job-Mentalität, ähm, ein Stück weit zu unterbinden, ist generell ja sinnvoll. Ähm, ob es jetzt, obwohl lange wir alle noch diese Chatbots haben möchten, die mit dem sprechen möchten, sei mal dahingestellt, aber da eine Offenheit zu fordern. Macht sicher Sinn.
22:15 Gavin Karlmeier
Ja, vor allem, weil du ja merkst, dass Meta diese Entscheidungen ja nur trifft, weil sie ihre eigenen Chatbots nicht zum Fliegen kriegen. Oder hast du schon mal auf diesen kleinen runden Kreis im WhatsApp geklickt und mit Meta AI gesprochen?
22:27 Alexander Waschkau
Ich möchte ehrlich gesagt, also es würde mich reizen, das mal zu testen, aber grundsätzlich möchte ich Meta nicht noch mehr Daten geben, als es sowieso schon von mir hat. Das ist wahrscheinlich auch illusorisch, aber ich habe es noch nicht ausprobiert.
22:42 Gavin Karlmeier
Meta darf auf Grundlage deiner Anfragen an die Meta AI, die auch Werbung in anderen Produkten anzeigen. Das heißt, du fragst den Chatbot, warum habe ich. Keine Ahnung. Roten Ausschlag im Gesicht und dann kriegst du Werbung für eine Salbe bei Instagram angezeigt. Das dürfen sie theoretisch. Perfekt.
22:57 Alexander Waschkau
Deswegen sind sie natürlich großartig daran interessiert, dass du dann in den Werbepausen, die du jetzt auch bekommst, deswegen gibt es auch schön. Eine innovative Idee, Werbepausen in Social Media.
23:07 Gavin Karlmeier
Aber die gibt es ja nur, wenn du weniger personalisierte Werbungen erlaubt hast. Richtig, das stimmt. Ja, ja. Hab ich getan. Ich nicht. Ich will die Salbe. Okay. Wir bleiben immer kurz bei Chat. Bots, denn ganz passend dazu, und das finde ich super interessant, hat Grog. Jetzt einen Threats-Account. Und der ist schon verifiziert. Der hat jetzt zum Zeitpunkt der Aufnahme erst so um die 4500 FollowerInnen. Und es ist noch nicht ganz klar, ob der in diesem großen, automatisierten Stil antworten wird, wie das bei X der Fall ist. Aber Grog ist jetzt auf Threads. Ach du Scheiße.
23:46 Alexander Waschkau
Ich war da nicht mal irgendwas mit dem Ringkampf? Er hatte vielleicht schon stattgefunden und wir wissen, dass er geht jetzt nicht. Der Gewinner kriegt Grog. Ich habe keine Ahnung. Ja, ich habe plötzlich in deinen Unterlagen den Screenshot gesehen. Ich habe das noch nicht gewusst. Und ich hoffe nur, dass der Metakonzern Grog nicht so freie Hand lässt. wir auf Ex hat, weil das was da ja auf Ex passiert, auch ähm, ähm, vor dem Hintergrund von von aktuellen Straftaten und wenn ich mir so anschaue, was für Bilder man mit Quarkia ohne Probleme generieren kann Also Deepfake-mäßig und solche Geschichten. Ich bin mal sehr gespannt. Also hoffe mal, dass das nicht geht.
24:29 Gavin Karlmeier
Ich finde das hoch kurios, aus mehreren Gründen. Also Punkt 1 Ich habe ja eben schon angesprochen, dass Sie bei WhatsApp massiv dagegen vorgehen, dass andere Chatbots auf Ihrer Plattform erreichbar sind. Jetzt ist Meta AI offenbar noch nicht bei Threads so weit, dass man das so nutzen kann, wie man Grog by X nutzen kann. Und das war ja meine Vorhersage für dieses Jahr, dass dieses Grog is this true eigentlich in alle Netzwerke sich ausweiten wird. Also dass wir die Möglichkeit kriegen, Admaterai zu fragen bei Threads. wie wir das Grog by X auch tun könnten, wenn wir das denn wollten. Verstehe ich nicht. Zweitens finde ich es so hochgradig bemerkenswert, dass das ja für X eigentlich ein totaler USP ist, zu sagen: Bei uns kannst du mit einer KI chatten direkt in deinem Umfeld. Und jetzt sich auf Threads auszuweiten, also wie gesagt, wir wissen auch nicht, ob da automatisierten Antworten, automatisierte Antworten in dem Stil möglich sein werden. Und ich würde auch mal so ein bisschen in Frage stellen, ob das überhaupt mit Threads, Nutzungsbedingungen vereinbar ist oder ob da nicht möglicherweise irgendein Deal stattgefunden hat, was ich mir auch nicht vorstellen kann, weil das würde Metas Strategie irgendwie so konterkarieren. Ich finde das alles sehr interessant, vorsichtig formuliert.
25:43 Alexander Waschkau
Vielleicht ist es auch nur die Werbeidee, also zu sagen, dass es gibt Grock und das in allen anderen Netzwerken auszuspielen. Es wird spannend zu sein, glaube ich, mal zu schauen, ob es bei Blue Sky demnächst Auch einen Grog geben wird. Ich bin mir sehr sicher, dass es kaum feediverse Instanzen geben, die den zulassen werden. Aber gut.
26:03 Gavin Karlmeier
Vielleicht müssen wir einfach selber so einen coolen Bot, den Haki-Bot. bauen, der dann in dem Fiddiverse und im Ad-Protokoll unterwegs ist, in der Atmosphere und dort dann auf Fragen antwortet, aber nicht mit so einem Grog-Bias.
26:16 Alexander Waschkau
Das ist cool, ich werde den nachher mal mit Grog ein bisschen Vibecoden. Ich schicke dir das dann nachher.
26:22 Gavin Karlmeier
Das wäre so witzig, wenn das auch noch von Grog gebaut wäre. Ich weiß aber nicht, ob Grog schon so weit ist. Ich habe keine Ahnung. Dass man damit vibecoden kann. Wahrscheinlich.
26:31 Alexander Waschkau
Damit das wäre, alles andere wäre nicht lustig. Also das wäre halt die lustige Rekursion sozusagen
26:37 Gavin Karlmeier
So, jetzt hat Meta ja dieses sogenannte Oversight-Board, über das wir auch schon öfter gesprochen haben, vor allem vor einigen Wochen. Deswegen, weil das Oversight-Board offensichtlich ein bisschen am seidenen Faden hängt. Das Oversight Board, für die, die es nicht mitbekommen haben, ist eine unabhängige Stelle im Metakonzern oder von Metakonzern bezahlt, die Entscheidungen treffen dürfen, die Entscheidungen von Metas Content-Moderation zum Beispiel rückgängig machen können. Also alle Entscheidungen des Oversight Boards sind bindend für Meta und das Oversight Board wird aber von Meta selber bezahlt. Jetzt hat offensichtlich das Management von Meta und vonweg Mark Zuckerberg so ein bisschen durchschimmern lassen, dass nicht ganz sicher ist, ob man ab 2028 das Oversight Board noch bezahlt. bezahlen möchte. Deswegen hat das Oversight Board sich jetzt gedacht, ah, vielleicht brauchen wir eine andere Strategie. Vielleicht müssen wir unser Businessmodell so ein bisschen umstellen. und haben überlegt, ob sie nicht auch andere Unternehmen beraten dürfen. Das haben sie versucht und haben dafür einen Antrag in Meta gestellt und wie hat Meta darauf geantwortet. Sie haben diesen Antrag abgelehnt. Also, Sie lassen das Oversight Board nicht frei, wie Angadget berichtet, obwohl Sie möglicherweise aber auch am Oversight Board nicht mehr so lange festhalten möchten.
27:45 Alexander Waschkau
Es ist für mich in meiner Wahrnehmung der Welt überhaupt nicht verständlich, warum wir nicht Gesetze haben, die regeln, dass jedes Unternehmen das so weltweit Social Media betreibt. Regionale Boards dieser Art haben muss, die auch unabhängig besetzt und finanziert werden aus dem Lähden des Unternehmens als Verpflichtung. Also dass wir das nicht haben, ist das eine. Wir erleben, und das weiß ich durch Hakenbrand, seit ich es höre, wie diese Supervising Boards oder die Einrichtungen, die sich mit Beschwerden beschäftigen, grundsätzlich eingedampft werden. Da kann man am schnellsten Geld sparen und den Aktienwert steigern, wenn man da Leute rausschmeißt. Also insofern ist das nur eine konsequente Entwicklung, dass das Feigenblatt, was man sich jetzt selber noch hingibt und sagt, wir bezahlen die doch auch extra aus unseren Mitteln. Das ist nicht etwas, was Mark Zuckerberg einfach abschaffen kann oder der Metakonzern, sondern ganz im Gegenteil müssten wir darauf drängen, dass das eine Verpflichtung wird. Aber es passt so in die allgemeine. Firmenphilosophie. Und vielleicht sogar, das will ich sogar den zugestehenen amerikanischen Tech-Oligarchen, in diese verdrehte Fantasie von absoluter Meinungsfreiheit.
29:01 Gavin Karlmeier
Ja, weiß nicht. Vielleicht, ja, wahrscheinlich ja. Aber nach dem Motto, wir müssen ja nichts regeln. Das ist ja auch nicht gesagt werden. Also wie Nila Patel von The Verge neulich in deren Podcast sagt, und das fand ich eine sehr tolle Beobachtung, da ging es um die Prozesse der jungen, der Jugendlichen in Kalifornien, die gewonnen hat gegen Meta und Google. Und sie, er hat gesagt, zum jetzigen Zeitpunkt war für diese Unternehmen einfach alles Speech Alles ist Rede, egal was dort passiert. Und haben das deswegen immer unter das First Amendment-Gesetz, also unter diesem ersten Verfassungszusatz, diese absolute Meinungsfreiheit. Und da muss man irgendwann mal eine Linie ziehen, in der man entscheidet, ist jetzt eine redaktionelle Entscheidung, wie der Algorithmus Inhalte ausspielt. Is this rede or not um the redefreiheit um die to first? Also man muss einmal festlegen Wenn man diesen Begriff der absoluten Redefreiheit durchdeklinieren möchte, muss man natürlich festlegen, was ist denn jetzt überhaupt Rede und was ist zum Beispiel Beispiel Technik. Finde ich einen sehr wichtigen Aspekt an der ganzen Diskussion.
30:13 Alexander Waschkau
Da sind wir wieder bei einer gewissen Art der Regulierung. Böses, böses Wort. Wir hatten mal eine Partei in Deutschland, die FDP, die gibt es glaube ich gar nicht mehr. Die hätte das ganz schlimm gefunden, wenn es staatliche Regulierungen gibt. Aber ich glaube, diese Bereiche müssen definiert werden, weil viele Gesetze, die wir generell haben, das betrifft ja nicht nur die Vereinigten Staaten von Amerika, sondern auch Europa oder auch Deutschland, Sind gar nicht mehr aktuell genug, um die Realität ein Stück weit abzubilden. Da müssen wir eigentlich beschleunigst nachlegen, um dann wieder Klarheit zu haben, was diese Dinge angeht. Ja, absolut. Ist das das Problem, das eigentliche Problem, was wir haben?
30:50 Gavin Karlmeier
Absolut. Und wie die FDP aber auch gesagt hat, der Markt reguliert sich selbst und der Markt, das ist ja Angebot und Nachfrage und die gibt es bei der FDP jetzt nicht mehr, da hat der Markt sich selber reguliert.
31:00 Alexander Waschkau
Das stimmt und man könnte bös will ich auch wieder sagen, dass Angebot und Nachfrage, wenn die Nachfrage nach einem völlig offenen Netzwerk, in dem ich machen kann, was ich will. beleidigen kann, wie ich will, Straftaten begehen kann, wie ich will, wenn ich dem meinem allerliebsten mein Geld gebe, ist halt die Frage, ob man so einen Markt haben will. Manchmal sieht es so aus, als ob diese Form von Markt gewünscht ist. So ist es wohl, ja, auch wahr.
31:22 Gavin Karlmeier
Aber du hast natürlich recht, wenn du sagst, eigentlich sollten alle Unternehmen solche unabhängigen Oversight-Boards haben. Wir haben hier öfter den Begriff auch der Plattformräte eingebracht, die dann völlig unabhängig der Unternehmen arbeiten, aber diese Aufgaben übernehmen. Dann müssten die Unternehmen nicht zwangsläufig dafür selber bezahlen. Es gäbe ja durchaus auch Töpfe, aus denen sowas finanziert werden könnte. Wir haben hier auch schon mal darüber gesprochen. Ich glaube mit Markus Beckedal seinerzeit, dass ja der Rundfunkbeitrag in seiner jetzigen Form möglicherweise sogar in kleinen Teilen, das würde ja wahrscheinlich unter einem Prozent reichen, dazu genutzt werden könnte, um einen Betrieb oder den Aufbau einer Social Media Plattform zu ermöglichen, der dann aber nicht bitte dass ARD Facebook ist, sondern eben eine modern gedachte Plattform. Aber man könnte natürlich auch so argumentieren, dass man sagt, wir nehmen jetzt diese 0,5% des Rundfunkbeitrages um solche Plattformräte. zu finanzieren, die dann wiederum eine unabhängige Regulation nach Gesetzeslage mit ExpertInnen, wie das im Meta-Oversight Board ja auch der Fall ist. Vornehmen wäre eigentlich nur konsequent und richtig und würde ein bisschen die Last der Trusted Flagger auch runterziehen.
32:28 Alexander Waschkau
Ja, da würde ich aber trotzdem die Plattformen in die Pflicht nehmen, die müssten einen Topf einzahlen, eine Summe X und dann wären regional die Länder dafür verantwortlich, das Geld zu teilen, weil warum sollte man die die einfach Milliarden verdienen, da aus der Verantwortung rauslassen. Also schon klar ist, dass die Rechnung nicht persönlich von Mark Zuckerberg unterschrieben wird, aber je nach Land, je nach Kosten in dem Land, die auftreten, je nach Größe Nutzungsgröße, da könnte man ja wunderbar einen Algorithmus sich ausdenken, wie Geld verteilt wird. Also Summe X fließt an die EU und die EU verteilt dann jeweils an die Jeweiligen Mitgliedstaaten die Mittel, um diese Räte zu bezahlen. Das fände ich ja eigentlich richtige Variante. Dafür müssen ja eigentlich nicht für Steuerzahler aufkommen. In dem Fall.
33:11 Gavin Karlmeier
Eigentlich richtig. Wobei der Rundfunkbeitrag auch nicht von den Steuern bezahlt wird.
33:15 Alexander Waschkau
Das ist richtig, ist ein eigener Beitrag. Aber finde ich auch, da sind viele Reformen nötig. Die Frage ist, ob es ein eigenes Netzwerk braucht oder ob man Gelder vielleicht dem Feliver zur Verfügung stellt, weil da gibt es sehr gute Funktionierende Infrastruktur ist ein anderes Thema an der Stelle, aber auch da finde ich nicht, dass wir den Rundfunkbeitrag dahingehend umleiten. sollten, weil die die den Plattformen geht es ja nicht schlecht. Also es ist ja nicht so, als ob Ex, äh gut Ex vielleicht, das wissen wir immer nichts davon ab, aber der Metakonzern Da würde ich schon behaupten, dass der eine gewisse Summe bezahlen kann, dass Leute auch anständig angemessen an den Gehältern in den Ländern, das kann man ja alles bemessen, dafür gut bezahlt werden, solche Aufgaben zu übernehmen. Ja, ich stimme dir, glaube ich, zu.
34:01 Gavin Karlmeier
Ich glaube, du hast recht.
34:03 Speaker 4
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34:19 Speaker 5
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34:33 Gavin Karlmeier
Digital an Ihrer Seite. Ähm, es gibt eine Studie. Willkommen zu TikTok. Eine Studie, eine Fallstudie? Ja, du bist ja ein alter TikToker, deswegen.
34:45 Alexander Waschkau
Ich bin alter TikTok-Tänzer. Ich filme mich nur nie dabei.
34:48 Gavin Karlmeier
Aber du warst noch da, da hieß es noch Musical Lead.
34:52 Alexander Waschkau
Nee, tatsächlich nicht.
34:55 Gavin Karlmeier
Hast du wirklich einen TikTok-Tanz mal aufgenommen? Nein. Ah, würdest du das machen? Nein. Schade. Also, das Internationale Zentralinstitut. Ich finde den Namen übrigens fantastisch, ich kannte das nicht, aber der Name ist Internationales Zentralinstitut für das Jugend- und Bildungsfernsehen. Das ist ein. Dokumentations- und Forschungszentrum, das zum Bayerischen Rundfunk gehört. Aber für mich klingt Internationales Zentralinstitut, es hat so ein bisschen DDR-Vibes. Sorry.
35:21 Alexander Waschkau
Vielleicht war Söder bei der Namensgemuk beteiligt. Aber machen wir weiter.
35:28 Gavin Karlmeier
Auf jeden Fall haben die eine Fallstudie veröffentlicht. Dafür haben sie eine standardisierte Befragung bei 705 Jugendlichen durchgeführt im Alter von 13 bis 18 Jahren. Und das Ergebnis ist folgendes. 19 Prozent der 13- bis 18-Jährigen nutzen soziale Medien, um sich über Themen zu informieren, die sie interessieren. 90 Prozent. Ich habe gesagt, wir führen die Debatte über das Verbot nicht. Ich will nur sagen, 90% der Minderjährigen nutzen Social Media, um sich über Themen zu informieren, die sie interessieren. 66% informieren sich über TikTok und oder Instagram über Politik und Zeitgeschehen. Und 84% von ihnen lesen Kommentare, um sich an den Meinungen anderer zu orientieren. Was glaube ich ein ganz wichtiger Punkt ist, weil die Sortierung von Kommentaren in sozialen Netzwerken ist ja nicht eine ausgewogene Sortierung, wie wir das in den Community-Notes zum Beispiel gerne hätten, sondern es ist ja eine Sortierung nach Algorithmischen Faktoren, wie zum Beispiel, was hat die meisten Likes, wem folge ich, wen kennt der Absender schon am längsten, was hat der Absender geliked und so weiter. Es gibt durchaus Faktoren, die da eine große Rolle spielen. So, jetzt ist aber interessant. Die Studie hat nämlich die Überschrift. TikTok formt Werte und Weltbilder, soziale Medien, Geschlechterbilder und Werte. wie toxische Männerbilder für Jungen attraktiv werden. Denn das Ergebnis ist auch, 26% der Jungen zeigen ein Weltbild, das geprägt ist von der Vorstellung einer natürlichen männlichen Dominanz, Politisch rechte Orientierung, LGBTQ Plus-Feindlichkeit, Klimakrisenskepsis oder gar Leugnung, Unzufriedenheit mit der Demokratie in Deutschland und nur 43% der Befragten Jungen zeigen oder befürworten gleiche Rechte und Chancen für Männer, Frauen und non-binäre Personen. Und das ist natürlich ein ziemlich düsteres Ergebnis.
37:15 Alexander Waschkau
Zwei Aspekte. Eine Sache zum generellen Social Media und Jugendliche, weil das fand ich ganz spannend. Wir waren von, weiß nicht, zwei, drei Wochen in einer Schule und haben mit 9. und zehnten Klassen einen Workshop gemacht. Und ich finde, wir diskutieren da ganz viel drüber, was man vielmehr machen sollte, wäre mit den Betroffenen in dem Fall mal zu sprechen, über ihren Social Media Konsum, wie sie das selber bewerten. Das war eine hochspannende Diskussion, die wir dann geführt haben, über die Frage, soll es verboten werden oder nicht. Und das war sehr differenziert mit der 9. und 10. Klasse einer Schule.
37:45 Gavin Karlmeier
Neunte Klassen sind ja mein Metier quasi.
37:47 Alexander Waschkau
So, also dann weißt du das, dass da auch die Meinungen in der Regel sehr differenziert sind, was diese Themen angeht. Und ich finde, man sollte diese diesen Teil der Diskussion nicht ausschließen. Also weißt du, es reicht nicht, dass ein Herr Merz irgendwelche Zahlen erfindet, wie die Realität ist, und dann über Menschen entscheidet. Ich überspitze hier natürlich ganz polemisch und böse. Sondern es gibt ganz differenzierte Bilder und es besteht Hoffnung. Ich fand es ganz interessant, dass da jemand sagt, der Elfen vom mit sich auf Reddit. Über Fußball- und Computerspiele. Und dann habe ich gesagt, wo denn? Und dann sagt er, naja, da wo seriös ist. Das fand ich eine ganz interessante Aussage, dass also da durchaus Unterscheidung stattfindet. Zum toxischen Männerbild. Mich überrascht das überhaupt gar nicht Dann, äh, wenn ich wenn ich mich so an meine Pupertä eine schwierige Zeit in meinem Leben zurückerinnere, wo ich versucht habe, meine Identifikation als Mann in der Gesellschaft zu finden, wo du das Gefühl hast, eigentlich müsste ich jetzt für mich selber einstehen, die Hormone brechen durch, man hat gewisse Ideen von Selbstbestimmtheit und dann gibt es die Eltern, die Lehrer, alle möglichen Leute rum, die einen reglementieren, dass da sozusagen so diese diese als Mann hast du gewisse Rechte, die du auch haben darfst, dass das erstmal attraktiv wirkt. Überrascht mich überhaupt nicht. Das Problem ist natürlich dann einerseits die algorithmischen Inhalte, also dass du halt, wenn du da drauf kleben bleibst, immer mehr kriegst und dann. Das kommt ja noch hinzu und das ist dann natürlich echt problematisch, wenn auch noch auf die Kommentare geguckt wird. Also nach dem Motto der Abgleich, darf ich das jetzt gut finden, was da gesagt wird? Oder ist das jetzt nicht okay, wenn ich das Und dann guckt man in die Kommentare rein. Natürlich sind die hochemotionalen Kommentare, die da sagen, so ist es richtig, wahrscheinlich eher die attraktiven Kommentare. Insofern kommen wir da wieder dahin, dass man, glaube ich, hier vielleicht auch in Schule, Familie, Freundeskreis, wie auch immer, auch darüber reden muss, wie ist denn das so mit dem Mann? Werden. Und ich will jetzt keinen Mann-Frau-Frau-Vergleich aufmachen. Ich kann nur von mir als Mann sprechen, dass das eine nicht ganz einfache Zeit für mich gewesen ist. Also die, die, die, die Rolle als Mann zu finden war in den 90er Jahren nicht einfach und ist mit Sicherheit heute in den 2020er Jahren auch nicht einfach. Und das wird auch nicht einfacher werden. Nicht, weil die Welt total vogue geworden ist und man nicht mehr Mann sein darf. Aber generell dieser Weg dahin von Autonomie, Rollenverständnis, Position in der Gesellschaft Da müssen wir uns als Gesellschaft auch fragen, wie gehen wir mit unseren nachkommenden Generationen um. Und klar, wenn die in Social Media reingucken und Probleme, Fragen haben, da kann das eine große Wirkung haben. Ob das jetzt verboten gehört, reglementiert gehört, könnt ihr euch in den letzten 35 Folgen von an. Habe ich verstanden. Aber ja, ich verstehe aber den sozusagen die Attraktivität und Die Schule überrascht mich gar nicht.
40:45 Gavin Karlmeier
Ich habe gleich eine kleine Versöhnlichkeit direkt in dieser Nachricht. Ich will da zwei Gedanken aber zu loswerden, auch wenn das jetzt Gefahr läuft, abzudriften. Weißt du, was das Problem meines Erachtens ist, ist, dass ein Teil dieser Rollenfindung Oder anders, dass man das bei der Definition der eigenen Rolle nicht außer Acht lassen darf, dass jede Rolle immer nur so gut funktioniert wie das Schauspiel drumherum. Und das gilt für jedes Theaterstück. Also du kannst noch so gut in deiner Rolle aufgehen, wenn der Rest drumher das nicht tut. Und ich glaube, diese Reflexion aufzubauen, das ist ja am Ende Erwachsenwerden, Reflexion aufbauen und dabei die eigene Rolle in Abhängigkeit und Verhältnismäßigkeit zu anderen Rollen zu verstehen. Und wenn du darüber argumentierst, kannst du zu keinem anderen Schluss kommen, als immer wieder zu sagen, dass der Mann traditionell in einer privilegierten Rolle ist und diese deswegen neu. . für sich begreifen muss. Das war, glaube ich, das war, also ich bin da, glaube ich, absolut kein Beispiel, weil ich halt so relativ links sozialisiert bin und in so linken Kreisen aufgewachsen bin und meine Jugend verbracht habe und das sehr häufig eine Rolle gespielt hat. Also Bands, die ich gehört habe, hatten Songs, die Namen hatten wie Refusing to be a man, weil du von vornherein mit dem Weltbild reingegangen bist. Die Rolle des Mannes gehört abgelehnt. Und natürlich muss es auch nicht so radikal sein, die Rolle des Mannes muss, glaube ich, neu definiert werden. Das können aber andere Podcasts, glaube ich, besser klären als wir. Ich will nur sagen, das Verhältnis zu anderen Rollen ist halt essentiell dafür. Und natürlich muss jeder für sich auf seinem Weg zum Erwachsenwerten zu eigenen Schlüssen kommen. Das Problem ist, wie inspiriert man sich auf diesem Weg zu diesem Schluss? Und wenn du das nur machst über Rollenbilder, die hochradikalisiert sind, weil sie bevorzugt werden von Algorithmen, dann ist das ein Problem. Deswegen verstehe ich auch die Argumente für ein solches Verbot. Glaube nur, dass es sinnvoller ist, an der Stelle hier über die Algorithmen dahinter zu sprechen. Weil die werden wir nicht los, wenn wir die großen Plattformen loswerden. Jetzt sind wir doch wieder da drin. Aber trotzdem, ich will dazu nämlich noch was sagen. Und zwar die Leiterin des Internationalen Zentralinstituts. Dr. Meyer Götz. Die hat dazu noch ein paar Worte, die wichtig sind. Denn in diesem Experiment gab es nicht nur diese Befragung, sondern es wurden auch einzelne Tippen. TikTok-Clips gezeigt für die Probanden, die danach einzelne Aussagen als zutreffend oder nicht zutreffend beschreiben mussten. In einem Experiment wurden hier gezielt TikTok-Clips entwickelt, die, ich zitiere, ästhetisch an die Lebenswelt von Jungen anschließen, allerdings prosoziale und pro-demokratische Botschaften vermitteln. Ein Clip setzte einen Orientierungspunkt gegen die sogenannte Red Pill-Ideologie Nach der Männer Opfer der Gleichberechtigung sind. In einem zwölf Sekunden langen TikTok-Clip widerspricht ein junger Mann dieser Idee und vermittelt die Botschaft: starke Männer verteidigen Frauen und ihre Rechte. Und jetzt kommt's, Alexander halte dich fest. Nach dem Sehen des zwölfsekündigen Clips sank die Zustimmung der Aussage, Männer sind Opfer der Gleichberechtigung unter politisch rechtsorientierten Jugendlichen. Von 50 auf 43 Prozent, was eine wirklich, wie ich finde, ziemlich große Zahl für zwölf Sekunden ist. Und deswegen sagt die Studienleiterin eben auch, wir dürfen die Prägung der Weltbilder von jugendlichen nicht-extremistischen Kräften überlassen. Die Ergebnisse zeigen, demokratische Gegenangebote können wirksam sein, wenn wir die Lebensrealität junger Menschen ernst nehmen.
43:57 Alexander Waschkau
Auch das überrascht mich nicht. Finde ich gut. Finde ich auch ein gutes Design. Und dass wir erleben gerade so, dass die Wissenschaft da auch in anderen Bereichen hinschaut. Also Klimawandel zum Beispiel. Da ist so die Frage, immer vor den Gefahren des Klimawandels zu warnen, ist die eine Eine Geschichte. Die andere Geschichte ist, und da kommt man nicht so langsam drauf, vielleicht positive Beispiele zu setzen. Also wo können wir aktiv was für Für das Klima tun, für unsere Zukunft tun und nicht so einen warnenden Finger hochhalten oder vor Gefahren warnen. Und das scheint einen sehr, sehr positiven Aspekt zu haben, weil das einem das Gefühl gibt, ich kann selber auch was leisten, ohne mein Leben aufgeben zu müssen und trotzdem was Gutes zu bewirken. Und ich glaube, diese Form von Narrativen unter das Volk zu bringen, in Anführungsstrichen, wird ein Weg der Zukunft sein. Die Frage ist halt nur, wie stark Kommen wir gegen die Algorithmen, die so eher diese extremistischen Dinge haben und verbreiten an. Und letztendlich ist es natürlich, es nützt halt nichts, wenn der Vater selber so drauf ist, aber wenn ich finde ja immer, dass man Kinder auch immer fragen kann: Was guckst du da gerade und warum? Findest du das gut? Das gilt für Computerspiele, das gilt für Filme, das gilt für Bücher, also da gucken sie nicht, sondern Sie lesen sie. Und das gilt für Social-Media-Plattformen. Und wenn man ein halbwegs gutes Verhältnis zu seinen Kindern hat, dann sagen die einem das und dann zeigen die einem das auch. Und dann hat man ja einen Anknüpfungspunkt, über gewisse Dinge zu reden. Und ich glaube, das wird ganz oft auch ausgeblendet. Also wir kommen ja nicht da umhin, uns um unsere Kinder auch zu kümmern. Und da schließe ich auch Neffen und Nichten ein. Also ich mache das immer und frage das und versuche danach herauszufinden, warum gerade etwas gut ankommt und ganz wichtig im Leben ist. Und das, wenn man das allein die Frage bringt ganz viel, wenn man da sehr viel Einsicht In Kinder und Jugendlichen hat. Und deren Weltbild ist manchmal anderes als unsere.
45:55 Gavin Karlmeier
Und ganz ehrlich, das ist der wich der wichtigste Satz. Deren Weltbild ist häufig ein anderes als unseres. Und dieser Satz gilt eben nicht nur bei der Frage, was guckst du dir da an, sondern auch bei der Konzeption solcher Inhalte. Weil wenn du halt Inhalte erstellst, die nur mit dem Zeigefinger daherkommen und von vornherein sagen, also alle Leute, die sowas zu dir sagen, die reden Mist, dann ist es sehr schwierig, die Leute noch für dich zu gewinnen, die denen schon glauben. Also, du musst eigentlich viel grundsätzlicher über solche Dinge sprechen. Du musst grundsätzlicher an solche Themen auch herangehen. Du musst grundsätzlicher sagen, die Gefahr ist nicht zwangsläufig, nur die, die glauben, dass der Klimawandel nicht existiert. Die Gefahr sind eigentlich die, die verbreiten, dass der Klimawandel nicht existiert. Und da musst du aus dem anderen Weltbild heraus argumentieren. Ist mein Gefühl. Aber wer bin ich denn schon? Weißt du?
46:43 Alexander Waschkau
Also die zitierte Studie unterstützt dich da völlig und ich glaube, da wird es noch mehr geben. Es ist auch gut, dass wir uns das jetzt auch auf dieser Ebene angucken. Eben dies deutlich differenzierterer, als zu sagen, wir verbieten es, wir schränken es ein, wir machen Altersbeschränkungen dran, sondern im Moment müssen wir auch schauen, wie wirkt es. Das sollte man nicht mit Meinung herangehen, sondern mit Studien. 704 Kinder ist eine ganze Menge. Studien mit Kindern und Jugendlichen sind immer schwierig. Aus gutem Grund, dass man denen nicht irgendwelche Fragebögen hinlegt, aber Das ist genau der richtige Weg. Da müssen wir hinschauen, da müssen ForscherInnen auch ermöglichen, hinzuschauen und da Antworten uns liefern zu lassen.
47:19 Gavin Karlmeier
Ja, ich werde die ganze Studie mal in die Shownotes packen, weil es noch so ein paar Hinweise über die Verfahren gibt, die uns jetzt hier den Rahmen sprengen würden. Aber wenn sie euch interessieren, ihr findet den Link in den Shownotes oder auf Campfire FM, wie ihr auch dort alle anderen Links findet, die wir hier besprochen haben. So, du hast gerade schon angekündigt, wie ist es denn eigentlich, wenn man den jungen Leuten da den Zugang verbietet? Und zwar haben wir in der letzten Folge über diese EU-App zur Altersverifikation gesprochen. Und ich sag mal so, es läuft zur Mitte. Wie heise. de berichtet, aber auch wie Tarnkappe. info berichtet, hat es einen Entwickler geschafft innerhalb von zwei Minuten Also it had two minute. And the grinder, wieso that frappierend ehrlicherweise. Also die App ist ja Open Source, das heißt man kann in die in die Daten reinschauen. Das sollte eigentlich für die EntwicklerInnen hinter dieser App eine weitere Motivation sein, diese App besonders sicher, besonders schieb und stichfest aufzubauen. Naja Also, es ist so. Ich erzähle mal, was zum Beispiel alles möglich ist mit dieser Altersverifikation, okay? Also, zum Beispiel gibt es ja, es gibt eine Pin, mit der du dich registrierst. Du legst einen Pass auf, gibst eine PIN ein und dann wird die miteinander verbunden. Du kannst es nach System eigentlich nicht brute Forcen, also du kannst nicht so viele Versuche für die Pin eingeben, wie du möchtest, weil es irgendwann gesperrt wird. Das Problem ist, die Anzahl der Versuche falscher Pins sind im Klartext in der Config dieser App gespeichert. Das heißt, du kannst. Das 9 Millionen 99. 000. Du machst einfach jedes Mal auf Null. Weißt du, ist natürlich ein bisschen unverständlich, aber es ist möglich. Außerdem ist im Klartext in dieser Config-Datei der App gespeichert, ob du biometrische Faktoren eingeschaltet hast oder nicht. Also wenn du nicht willst, das FaceID überprüft, ob du die App öffnen kannst. musst du dort, da wo true steht, einfach nur False eingeben, dann gibt es keine biometrische Authentifizierung dieser App mehr. Also es sind alles so Dinge, wo man sich so, also Why? Warum? Ansonsten, was haben wir noch? Die Verschlüsselung ist nicht mit dem Identitätsspeicher des Nutzers verknüpft. Das bedeutet Das Löschen bestimmter mit der PIN verknüpfter Werte aus den Konfigurationsdateien, ein Neustart der App kann einfach eine neue Pin festlegen lassen. Das heißt, du löscht einfach eine Datei. oder ein Teil der Datei dieses dieser App und dann wirst du beim Öffnen gefragt, wie ist deine neue PIN? Dann gibt es 1, 2, 3, 4 ein und fertig. Und ich will nicht sagen, alle 14-Jährigen kriegen diese App geknackt, aber wenn sich einmal rumspricht, wie du mit einem Keine Ahnung, einem gejelbreakten Handy oder einem Android-Telefon mit einer FTP-App oder so, relativ schnell an die dort hinterlegten App-Dateien kommst. kannst du relativ schnell diese App hier knacken und damit eine Verifikation durchführen. Übrigens muss man auch noch dazu sagen, dadurch, dass es keine Verbindung zwischen Identitätsspeicher und App gibt, Ist es möglich, wiederverwendete Identitätsdaten zu nutzen? Heißt also, du hast diese App auf deinem Handy, ich benutze die. Und bin ein 14-Jähriger und kann mich dann mit deiner App einfach so auch mit dieser geknackten PIN einfach auch mit meinem Account identifizieren, weil es keine einmalige Verknüpfung gibt.
50:36 Alexander Waschkau
Ja, das TikTok-Video, was erklärt, wie man das hackt, geht halt viral und dann braucht man es nicht. Also ja. Es ist bedauerlich, dass das so der Fall ist. Und es zeigt halt auch, dass die Idee einer gewissen Reglementierung. Hochproblematisch nach wie vor ist und die Umsetzung meiner Meinung nach, es wird an der Umsetzung letztendlich scheitern, weil es wahrscheinlich auch nicht sicher sein wird. Und wir haben ja in Großbritannien jetzt, glaube ich, vor einiger Zeit den Fall gehabt, wo Xtausende Ausweisdokumente dann geleakt worden sind. Die hatten ja haben ja auch eine App, und da war es dann aber so, dass sie nicht gehackt wurde. Im Sinne von jeder kann dann trotzdem die App freischalten. Aber die Ausweisdaten sind halt geleakt. Ist auch unangenehm, das möchte man auch nicht haben. Und tatsächlich, das über eine App Jedes Computerprogramm ist eigentlich hackbar. Also insofern überrascht mich das gar nicht, dass es jetzt zwei Minuten sind. Da muss man sich dann schon fragen. warum das so ist. Es wird sicherlich Gründe geben, irgendwelche Regularien geben, warum die das so programmiert haben. Aber es muss eigentlich jedem doch klar sein, dass das nicht ein sinnvoller Weg ist, das zu programmieren. Also mich überrascht es nicht, es ist immer, es macht immer für einen guten Ein Aufreißer, zeigt aber einfach, wie komplex die Idee überhaupt ist, sowas umzusetzen.
52:00 Gavin Karlmeier
Klar, und also, das Ding ist auch, 95% der Leute werden das nicht so tun, vermutlich. Diese App wird immer noch dafür sorgen, dass es eine relativ abgeschämte Öffentlichkeit im Internet gibt. Also sie wird wahrscheinlich ihren Zweck trotzdem erfüllen. Aber man stellt sich ja schon die Frage, wenn Ursula von der Leyen sich da hinstellt und sagt, wir haben jetzt eine technisch ausgereifte App, die in Einklang mit den höchsten Datenschutzstandards ist. warum dann solche Fehler passieren, die halt Alex Moore, so heißt übrigens der Cyber Security-Experte, der hier diese App so schnell auseinandergenommen hat, Paul Moore, Entschuldigung. Was hab ich gesagt? Alex Moore? Alex Moore, ja. Nee, so heißt es nicht. Paul Moore heißt der. Aber vielleicht war das jetzt aus Datenschutzgründen, habe ich einen anderen Namen genannt. Paul Moore sagt, dass diese App für einen extrem großen Datenschutzverstoß sorgen könnte. Und er sagt, das ist nur eine Frage der Zeit. Und es gibt noch ein paar andere Probleme. Also es stellt sich zum Beispiel die Frage: Es gibt für die Verwaltung von sensiblen Daten, sowohl bei Android als auch bei iOS, einen Sicherheitsbereich, so eine Sandbox. Bei Android heißt das Trusted Execution Environment bei iOS heißt das Secure Enclave. Also es gibt diesen Bereich, das nutzt die App aber nicht. Außerdem gibt es die Frage, warum es für einen Altersnachweis ein Ablaufdatum gibt, denn wer einmal 18 ist, wird es ja auch bleiben. Warum muss man so ein Alter immer wieder überprüfen lassen mit dieser App? Also es gibt so ein paar Designfragen, die da am Ende So ein bisschen unklar bleiben. Und auch interessant ist, dass du in dem Werbevideo für dieses Video siehst du Leute, die sich eben mit biometrischen Daten überprüfen, eigentlich hatte. Ursula von der Leyen mal angekündigt, dass sie das komplett ablehnt, einen biometrischen Abgleich zwischen Gesichtsscan und Ausweisdokument. . Also ein paar Dinge, die unklar bleiben bei dieser neuen App.
53:45 Alexander Waschkau
Also bei allem Populismus PolitikerInnen gegenüber, wo ich ja auch ein großer Freund von bin, da gerne zu schließen, muss man erstens sagen, Frau von der Leyen hat ja keine Ahnung davon, sondern die sagt natürlich das, was ihre Expertenkommission Auf den Tisch legt und dann der Rest, die sich darauf, dass das stimmt. Und ein weiteres großes Problem, für das ich keine Lösung habe, was ich aber auch gerne mal ansprechen wollen würde, ist, wie solche Aufträge vergeben werden. Das sind nämlich Ausschreibungen, EU-weite Ausschreibungen. Wo in der Regel, wenn ich nicht ganz falsch informiert bin, wenn das EU-Recht greift, derjenige den Zuschlag kriegt, der am günstigsten das Angebot erstellt.
54:17 Gavin Karlmeier
Ne, kann ich eingehen, es gibt ein Punktesystem. Ich habe schon nicht an EU-Weiten, aber ich habe schon mal an einer Ausschreibung teilgenommen.
54:26 Alexander Waschkau
Okay, also du musst gewisse Vorgaben auch erfüllen.
54:29 Gavin Karlmeier
Ja, es gibt Punktesystem, aber ich kann dir sagen, das hat natürlich trotzdem Schwächen, weil eines dieser Punkte ist häufig. hat dieser Auftragnehmer in der Vergangenheit schon mal Aufträge in diesem Umsatzvolumen durchgeführt. In dem Moment, wo das dabei steht, kannst du davon ausgehen, dass sowieso immer dieselben sechs Personen. Zehn Unternehmen am Ende da drin landen. Einer dieser Punkte ist aber auch, wie eng ist die Verbindung zum Auftraggeber. Also kennen die uns schon, sind die Wege kürzer? Müssen wir weniger erklären? Das ist ein Faktor, der helfen kann bei so einer Ausschreibung. Auch das führt dazu, dass häufiger Unternehmen bevorzugt werden, die jetzt nicht von der technischen Seite kommen, sondern die sich vielleicht als ehemalige Mitarbeiter in dieser Verwaltung nicht für niemandem was unterstellen. Ich will nur sagen. Es gibt diese potenziellen Möglichkeiten in solchen Ausschreibungen, die am Ende den echten krassen Cracks irgendwie so ein bisschen den Eintritt in diese Ausschreibung massiv erschweren.
55:20 Alexander Waschkau
Gut, dann geht es nicht nur über das Geld, sondern eben über auch solche Verbindungen. Das kann ja auch übrigens sein, dass du ein Umfragetool für die Europäische Kommission mal programmiert hast, was ganz andere Sicherheitsstandards erfüllen musste und dann hast du da erfolgreichen Auftrag. In der Zeit und gut bewertet abgeschlossen, bist aber gar nicht kompetent für solche sicherheitsrelevanten Dinge. Also sozusagen generell, ob es jetzt was Geld ist, oder über Punktesysteme, man müsste ja eigentlich, wenn man von weiß nicht, wie viel haben wir, 350 Millionen EU-BürgerInnen Keine Ahnung, wahrscheinlich ist die Zahl falsch. Aber für so viele Menschen. Wahrscheinlich ist die Zahl falsch. Grog, wie viele Einwohner hat die? Genau. Also für und dann sind es ja auch die Kinder und Jugendlichen im Grunde genommen, aber man könnte sich ja generell überlegen, ob man sowas allgemein programmieren möchte für die EU. Und dann ist halt die Frage, ob man es dann einmal richtig macht. Also schaut, wer ist denn die beste Firma für diesen Bereich, um sowas umzusetzen? Könnte vielleicht sinnvoller sein, damit es dann einmal richtig ist. Und dann ist immer noch die Frage, wenn der Paul Moore da dran geht, ob er das nicht auch aufmacht. Also es ist halt auch ein Problem.
56:28 Gavin Karlmeier
Also das Statistische Bundesamt sagt vierhundert 50,4 Millionen EU-BürgerInnen. Die BPB schreibt, mehr als 500 Menschen leben in der EU, was vermutlich kein Widerspruch ist, weil bis man Bürger ist, BürgerInnen ist, muss man einen Status haben und so. Aber irgendwo da in dem Bereich sind wir.
56:45 Alexander Waschkau
100 Millionen unterschlagen, gut. Aber wenn man, wenn man also sagen 450 Millionen BürgerInnen, die dann auch einen Pass haben, den man da einreichen könnte, das könnte man ja einmal richtig machen. Meiner Wahrnehmung nach.
56:58 Gavin Karlmeier
Tja, deiner Meinung nach. Aber du bist eben nicht durch die Ausschreibung gekommen.
57:03 Alexander Waschkau
Ich würde es auch. Ich würde das Vielleicht sollte ich mich mal bewerben, dass man locker durch Vibe-Coden. Aber mache es so, dass man es nicht hacken kann. Okay, das kriege ich hin. Hier, hier ist die Version, die nicht quack weiß. Soll ich dir jetzt noch eine GUI programmieren?
57:22 Gavin Karlmeier
Kannst du jetzt mit Claude Design, das ist ja am Wochenende gestartet. Also ein Tool, mit dem du eben auch direkt solche Designentscheidungen hast. treffen kannst. Ich habe eigentlich noch ein paar Themen, aber die kriegen wir, glaube ich, heute nicht mehr so richtig. Eine, die ich der Vollständigkeit halber berichten möchte, auch weil gerade Substack wieder so einen Boom erlebt. Substack fördert gerade Andrew Tate groß, indem sie ihn als den Nummer 1 Bestseller auf ihre Charts setzen und überall einzeigen: Hey Andrew Tate, das ist unser stärkster Verkäufer auf Substack. Substack ist ein Tool, über das wir schon vor drei Jahren gesprochen haben und darüber, wie problematisch aus unserem Verständnis ihr Umgang mit Inhalten ist. Also alle Subsec-NutzerInnen haben vor zwei Jahren eine Push-Nachricht mit einem Hakenkreuz bekommen, mit einem White Supremacy-Autor, der dadurch empfohlen wurde. Der Chef von Subsec hatte damals gesagt, dass ihm die Redefreiheit vor allem ginge und er deswegen niemanden einschränkt. Problematisch jetzt aber dadurch, indem eben auch ein Revenue-Share stattfindet, also Geld an diese NutzerInnen ausgeschüttet wird, die ihre Menschenfeindlichkeit über diese Plattform verbreiten. Und ich will nicht sagen, Substack gehört verboten. Ich will nur sagen, man muss sich schon da dreimal überlegen, ob man unbedingt in diesem Kontext auftauchen muss, obwohl es gerade einen Hype hat. Zumindest an der Stelle.
58:35 Alexander Waschkau
Ich finde das ganz spannend, weil es umgerät, mir fällt da sofort Aaron Panas ein, der ja sehr viel über das Trump-Regime berichtet. der im Grunde genommen bei TikTok nicht mehr ausgespielt wird, der fast allen anderen Plattformen stark reglementiert wird. Für den ist der Kanal, mit dem man noch die allermeisten Menschen erreichen kann, Substake, weil er sagt, alle anderen Systeme bremsen mich aus, da gibt es offensichtlich ganz klare Shadow. ban Policies, die gegen mich laufen, weil ich hier informiere gegen das, was Trump und Peak, Hackath und wen noch alles er da immer am Wickel hat. Dranbring. Und da ist dann sozusagen Substack wieder so eine Art Underground-Ding, weil alle alles machen dürfen, wird es halt nicht reglementiert. Ich verstehe aber natürlich den Punkt. Es ist einfach nur Das zeigt wieder, dass die Welt nicht nur aus Schwarz und Weiß besteht und dass es natürlich den Grund gibt, dass Menschen sagen, ich nutze das. Es wäre aber schöner, wenn wir in einer Welt leben würden, wo man nicht mit Hakenkreuzen Geld verdienen. Kann umfangreich und dann auch als Werbedarling sozusagen von dieser Plattform profiert wird.
59:45 Gavin Karlmeier
Ja, ja, 100 Prozent. Aber du hast natürlich einen Punkt. dass der Begriff der absoluten Redefreiheit natürlich in dem Moment, wo sie eigentlich auf anderen Plattformen oder in der Öffentlichkeit eingeschränkt wird. Dann plötzlich wieder von der anderen Seite zum guten Tonwert oder zum Pro-Argument wert. Also, es ist eine nicht einfach zu beantwortende moralische Frage, fürchte ich.
01:00:10 Alexander Waschkau
Es ist auch schön, dass du Redefreiheit, nochmal Meinungsfreiheit, das wird ja anders definiert. Danke nochmal dafür. Ja, genau. Das ist natürlich klar. Also, wenn Elon Musk und Alkon Maga sagen, für uns ist das das höchste Gut. ist es schon erscheucht, dass die Kritiker plötzlich in allen Plattformen plötzlich gebremst und geschadowbaned werden. Muss ich fragen, wie passt das denn zusammen? Aber gut.
01:00:30 Gavin Karlmeier
Ja, oder irgendwelche Deals verändert werden, damit Einzelunternehmer plötzlich 60 Prozent aller Fernsehstationen besitzen dürfen. Aber das würde jetzt den Rahmen sprengen, weil ich will noch ein paar deiner Emotionen anzapfen, bevor wir hier den Sack zumachen. Funktionen und Emotionen. Wir hatten vor einiger Zeit darüber berichtet, dass du bei YouTube Shorts für Kinder die Zeit, die sie in YouTube. Nein, dass du bei YouTube. Für einen Account, der als Kind registriert ist, als Elternteil, deren Zeit für Shorts auf null Minuten reduzieren konntest. Dieses Feature ist jetzt international und überall ausgerollt. Auch für Erwachsenen konnten. Also auch du kannst jetzt für dich all deine Shorts de facto deaktivieren. Es gibt ja Leute, ich trage im Sommer sowieso nur lange Hosen, aber bei YouTube geht es jetzt auch hier. Danke für diesen großartigen Gag, den ich hier kurz machen musste.
01:01:25 Alexander Waschkau
Ich bin auch kein Freund von Schwarz. Weder was das Beinkleid angeht, noch bei YouTube. Ja, finde ich an sich eine gute Geschichte. Das ist halt, wenn man dann mit einer Plattform alles machen will, natürlich ist YouTubes Idee, wir wollen was vom TikTok Share abbekommen, irgendwie auch nachvollziehbar Aber das muss ich ja als Kunde, der YouTube als Long Video-Formatsbereitsteller nutzen möchte, nicht mittragen. Insofern Finde ich den Weg eher kompliziert, da eine Zeit einstellen zu müssen. Ich fände es ja schön, wenn ich seinen Haken hätte. Ich will keine Shorts sehen. Das fände ich eigentlich deutlich transparenter, aber finde ich eine gute Lösung, weil Shorts ist nicht so meins.
01:02:10 Gavin Karlmeier
Wobei, also ich habe ganz viele Emotionen zu YouTube Shorts, komischerweise. Also, der Algorithmus von YouTube Shorts, und ich will mich niemandem, will damit niemandem zu nahe treten, also die Empfehlungsalgorithmen der YouTube Shorts sind halt ziemlich Flach. Also ich bekomme immer nur die zwei gleichen AbsenderInnen eigentlich angezeigt oder Videos, in denen diese Personen auftauchen. Es ist nicht so ein bunter Haufen, wie jetzt der TikTok-Algorithmus ist, weswegen YouTube Shorts für mich manchmal eine ganz angenehme Abwechslung ist, weil ich da weiß, was ich kriege. Ich glaube nicht, dass das so intendiert ist von YouTube, aber so wird es bei mir ausgerollt oder genutzt. Trotzdem geht es mit tierisch auf die Nerven, dass die YouTube-App in völlig willkürlichen Zeitabständen immer wieder beim Öffnen direkt die Shorts öffnet. Ich kann nicht genau sagen, woran das liegt, aber ich mache die App auf und ich bin in den Shorts. Und zwar nicht immer. Sondern alle X-Male. Und das nervt mich ein bisschen. Trotzdem würde ich jetzt die Shorts für mich nicht ganz deaktivieren. Würde mir aber so ein Real deaktivieren für den Instagram-Feed. Das fände ich wiederum ganz clever.
01:03:15 Alexander Waschkau
Verstehe. Also die Shorts sind schon sehr vielfältig bei mir. Woran das auch mal liegen mag, also unterschiedliche Nutzung, keine Ahnung. sind aber in der Regel dann immer Sachen, wo ich dann sage, da würde ich jetzt gerne ein längeres Video drüber sehen. Also das ist bei mir dann eher um Wild.
01:03:33 Gavin Karlmeier
Das ist aber das Geile bei YouTube-Short, ist dass du unten häufig auf das längere Video klicken kannst. Das geht bei Instagram und TikTok nicht. Das stimmt. Ansonsten hat die YouTube-App jetzt eine Funktion, der ich so ein bisschen auf die Jahreszahl gucken musste. Und zwar: Du kannst jetzt auch in der Mobil-App Videos mit Zeitstempel teilen. Das ging nicht? Ja, das habe ich mich auch gefragt.
01:04:00 Alexander Waschkau
Doch, Time-Button. Das kann sein.
01:04:03 Gavin Karlmeier
Ja, praktisch. Finde ich gut. Finde ich auch gut. Bei Threads gibt es jetzt Threaded Replies. Also du siehst quasi, wenn du in der App bist, nicht mehr alle Antworten untereinander, sondern du kannst so eingeschoben. auf Antworten antworten, so wie das bei Reddit zum Beispiel der Fall ist, dass jede Antwort im Zweifel einen neuen Strang aufmacht und wenn du auf die antwortest, du eine Stufe weiter eingerückt darauf antwortest, sodass man im Nachhinein lesen kann, wer worauf geantwortet hat.
01:04:30 Alexander Waschkau
Ich bin da sehr selten, halte ich aber als alter Freund von Übersicht für eine gute Sache.
01:04:37 Gavin Karlmeier
Ich finde das mega. Ich finde das wirklich mega. Und bei Instagram gibt es das ja auch so ein bisschen. Du kannst ja zumindest, du hast eine Ebene weiter auf Antwort antworten oder auf Kommentar antworten. Ich weiß nicht, wie viele Stufen es hier gibt, aber ich finde das sehr, sehr smart und richtig und würde mir das überall wünschen. Dann gibt es bei TikTok, meldet Coffee Holic. CoffeeHolic schreibt aber zu, sie kann es nicht verifizieren, aber es berichten viele englischsprachige Accounts, dass nach dem Update by Default die Einstellung Allow AI to remix Content aktiviert ist für alle Videos. Also erlaube der KI, diese Inhalte zu remixen. Das wäre natürlich eine fürchterliche Standardeinstellung, aber auszuschließen ist das deswegen nicht.
01:05:26 Alexander Waschkau
Also meine Emotion grundsätzlich ist, finde ich nicht gut, wenn es so wäre, aber klar, AI muss im Moment, glaube ich, sehr gepusht. werden von einigen Unternehmen, weil sie sehr viel Geld investiert haben. Und ich glaube, das ein oder andere Fell sieht man langsam davon schwimmen. Aber klar, automatisiert das Ist wie bei vielen Dingen, wo man letztendlich gezwungen ist, Opt-out zu machen, finde ich nie gut.
01:05:54 Gavin Karlmeier
Default Metas, haben wir hier gelernt. Also die Standardeinstellung für die, die alle nutzen werden. So, und dann gibt es kleine Updates in der Sache Surf. Ich weiß nicht, ob du dich daran erinnerst. Surf ist eine App von den Machern von Flipboard. Und Surf ist jetzt in einer Beta-Phase. Das heißt, alle können es nutzen. Und es gibt dort die Möglichkeit, gleichzeitig RSS-Feeds, Blue Sky und Mastodon in einer App gesammelt zu haben. Also es wird sozusagen zu deiner Quelle für Inhalte, News, du kannst dort Collections anlegen oder Listen, Sammlungen, dass du quasi auch recherchieren kannst zu einzelnen Themen. Also ich habe mich da so ein bisschen reingeguckt. Ich bin jetzt noch nicht komplett in Love mit Surf, aber ich finde das eine ganz gute Idee erstmal.
01:06:37 Alexander Waschkau
Hat das Ding eine API nach draußen? Weißt du das? Nee, das weiß ich. Weil ich finde das insofern ganz spannend. Also, diese Aggregatoren, ich nutze die nicht, ich kenne aber viele Menschen, die das sehr, sehr gerne nutzen, dass sie sagen, ich möchte das gerne in einem Ort zusammen haben. Und ich könnte mir vorstellen, dass das eine hilfreiche Geschichte wäre, wenn es eine API nach draußen gibt, wenn ich da tatsächlich eine KI vielleicht sogar anschließen kann, die mir sagt Hol mir, ja, Haken. Nee, nee, hol mir ver hol mir mal interessante Postings für Haken dran.
01:07:13 Gavin Karlmeier
Also was du tun kannst, könnte kommen, dass es gibt, aber du kannst ein Feed erstellen, indem du zum Beispiel einzelne Hashtags oder Themen einpackst oder eben zum Beispiel. Du packst den RSS-Feed von der CT von Heise online, packst du neben den, weiß ich nicht, Blue Sky-Account von dem Haken-Dann-Podcast und dann hast du dort diese Dinge zusammen. . Das wäre möglich. Das finde ich erstmal ganz cool.
01:07:37 Alexander Waschkau
Das ist sehr praktisch, und meine Lösung ist übrigens eher, bevor jetzt da böse Kommentare wären, wenn man eine KI lokal am Laufen hat. Also nicht, dass man dann Also für sich auf einem eigenen Server.
01:07:49 Gavin Karlmeier
Der Mac Mini muss gelühen.
01:07:52 Alexander Waschkau
Wer so ein Gerät hat, genau. Also da kenne ich ein, zwei Leute, die das tatsächlich so umsetzen, die so in so einem Newsbereich unterwegs sind. Und je einfacher das wird, diese News zu aggregieren und dann auch so ein Feed, wie du ihn hast, der ist ja immer noch recht voll, wenn du da 24 Stunden ausfiltern willst. Also grundsätzlich bin ich kein Freund davon, ich gucke lieber selber nach, aber ich weiß, dass viele Menschen solche Zusammenführungen Sehr, sehr praktisch.
01:08:17 Gavin Karlmeier
Der beste Ort für Nachrichten ist sowieso der Hagnann Discord. Den ihr findet auf www. hagnan. org. Da findet ihr eh alles, was ihr wissen müsst. Oder hier in diesem Podcast zum Beispiel mal wieder am kommenden Mittwoch dann mit Dennis Horn. Vielen Dank, lieber Alexander, dass du heute hier warst. Ich wünsche dir und allen. Verbleibende ZuhörerInnen an dieser Stelle eine wundervolle Woche. . . Passt auf euch auf, wir hören uns am Mittwoch wieder. Und du hast das letzte Wort.
01:08:41 Alexander Waschkau
Bleibt gesund, passt auf euch auf. Bis bald. Danke. Danke, tschüss. Werbung
01:08:48 Speaker 6
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