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Folge 589 · 15. Juni 2026 · 1:02 Std.

Finanznihilismus und Fußvolk

mit Pip Klöckner

Man kann wieder Twitteraktien kaufen! Es gibt allerdings ein paar Wenns und Abers – man kauft leider auch das ganze Raketenbusiness von Elon Musk mit.

Wir nehmen den Börsengang von SpaceX auseinander.

Außerdem hat die US-Regierung am Wochenende ihre Macht und uns damit unsere Abhängigkeit gezeigt, indem sie Anthropic dazuzwangen, ein ganzes Modell abzuschalten – zumindest im Ausland.

Und dann ist da noch die Sache mit den KI-Texten. Nicht nur der Thüringische Minsterpräsident hat Gastbeiträge von KI generieren lassen, sondern offenbar auch Karsten Wildberger, der Digitalminister. Ja yay.

➡️ The Verge – “The Worlds First Trillionaire is a killer”: https://www.theverge.com/tech/949259/the-worlds-first-trillionaire-is-a-killer

➡️ Europe2031: https://europe2031.ai/de/

Kapitelmarken

KI-unterstützt

  1. Hallo Pip!
  2. SpaceX ist jetzt an der Börse
  3. SpaceX's Colossus: Interne Probleme und Vermietung an Google/Anthropic
  4. US-Exportverbot für Anthropic KI-Modelle
  5. Europa 2031
  6. Döpfner, Wildberger, Casdorff: KI-generierte Texte everywhere!

Transkript

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00:01 Intro

Haken dran, das Social Media Update der CT.

00:06 Gavin Karlmeier

Hallo Pip Grüße dich, Kevin. Hallo, bei mir ist es heute Philipp Klöckner. Ich freue mich sehr, dass du hier bist. Man kennt dich vom Doppelgänger-Podcast, man kennt dich aber auch, wenn man Haken dran hört, weil ich quasi in jeder zweiten Folge irgendeine Reminiszenz auf dich habe oder irgendeinen Lobgesang. Und es ist so schön, dass du hier bist, weil. Weil du als jemand, der vor allem auch als Tech-Analyst durch die Länder zieht, jemand ist, der sich wahrscheinlich letzte Woche Freitag, am vergangenen Freitag. . ganz schön vor den Fernseher oder wo auch immer vorgeklemmt hat, um sich anzuschauen, wie sich gerade eigentlich der Börsengang von SpaceX entwickelt. Wie hast du den Freitagnachmittag verbracht?

00:41 Pip Klöckner

Genau, ich saß vor meinem Rechner, hatte aber auf einem von meinen zwei Monitoren Bloomberg TV laufen, um den Börsengang von SpaceX mit zu verfolgen. Also die Erstnotierung.

00:54 Gavin Karlmeier

Ich habe mir diese Live-Übertragung auch angeschaut, Nasdaq selber hat so einen Livestream auch gemacht. Skurriles Event. Für die von euch da draußen, die es verpasst haben, ich weiß nicht, ob Bloomberg TV da die technischen Mängel sozusagen ausgext hat, aber im Nasdaq, das ist ja die Börse, an der eben SpaceX jetzt Wie sagt man, gehandelt wird? Also es gab einen Livestream, der fing so um 15 Uhr unserer Zeit an, also eine halbe Stunde vor Mark deröffnung. In dieser halben Stunde war eigentlich nur der Timesquare zu sehen, ohne Ton. Und dieser Status ohne Ton, der hat sich auch die ersten fünf Minuten der Rede der SpaceX. Was ist denn ihre Position eigentlich von Gwyn? Genau, sie hat angefangen mit einer Rede. Die ersten fünf Minuten hat man nicht gehört, weil kein Ton war. Und auch dann, also kurz danach kam dann Elon Musk und auch der hat ein paar Sätze gesagt, über die wir gleich auch nochmal sprechen werden. Und dann wurde seine Rede eigentlich unterbrochen von der Marköffnung. das Glöckchen geläutet und dann lief Rocket Man von Elton John und fünf Minuten lang standbilder, nee, so so wiederholende Videoschleifen von Elon Musk, wie er so jubelt, und drumherum seine Belegschaft, die auch gejubelt hat. Und es war ein ganz skurriler Moment.

02:08 Pip Klöckner

Ja, weil ich fand es auch ein bisschen befremdlich, ehrlich gesagt.

02:12 Gavin Karlmeier

Also, das war auch das Bild, das du dann bei Bloomberg auch bekommen hast. Genau, das kann man so ein Auszügen mit Kommentaren dazu, ja. Okay, das ist gut. Vor allem toll ist aber, dass das Son Rocket Man von Alden John ja textlich überhaupt nicht das ist, was SpaceX eigentlich vertritt. Also Mars ain't the kind of place to raise your kids, ist der Beginn der zweiten Strophe. Was Elon Musk anders sehen dürfte eigentlich naturgemäß. Ich frage mich auch, ob Elton John da seine Zustimmung gegeben hätte, wenn er das gewusst hätte, ehrlich gesagt. Ach, das bezweifle ich. Und dann ist es aber losgegangen. Und da brauche ich jetzt so ein bisschen deine Einschätzung. Wie würdest du sagen, ist der, also wir haben so ein bisschen auf das Drumherum ja schon geschaut, du hast ja. Auch letzte Woche hier, glaube ich, schon mal, oder vorletzte Woche eine Einschätzung zum Börsenprospekt gegeben. Also wir sind, glaube ich, alle so ein bisschen im Bild. SpaceX hat den größten Börsengang aller Zeiten vonstatten gehen lassen. Ist es ein Erfolg für Menschen, außer für Elon Musk?

03:07 Pip Klöckner

Also es ist Status heute, so wir sprechen am späten Sonntagnachmittag. Also der Freitag ist abgelaufen der erste Handelstag. Wir wissen jetzt noch nicht, wie der Montag verlaufen wird. Aber am Ende des Tages war SpaceX 19,2 Prozent oder so 20 Prozent im Plus. Zwischenzeitlich lag man auch mal bei 175 US-Dollar, das wären so 30 Prozent plus gewesen. Es ist tatsächlich so, dass 20% plus eigentlich das heimliche Ziel eines jeden Börsengangs ist. Einfach gesagt, würde SpaceX jetzt sich verdoppeln am ersten Tag, also 100% plus machen. Dann hätte man die Aktien zu günstig verkauft an das Fußvolk. Würde es aber nicht steigen oder sogar sinken am ersten Tag. Dann wäre das einfach aus PR-Sicht und Momentumsicht auch ein eher schlechtes Ereignis. Also man möchte einen moderaten Anstieg am ersten Tag. Und 20% ist immer so der Wert, über den man spricht, der perfekt wäre. Da beschwert sich niemand der Altinvestoren, dass man die Aktien zu günstig weggegeben hätte, weil dann wären entweder die Altinvestoren verwässert, also weil zu viele neue Aktien geschaffen werden oder zu wenig für Geld in die Firma kommt. Noch möchte man eben, dass da gar nichts passiert oder sogar abwärts geht am ersten Tag. Insofern muss man sagen, rein vom Handwerk her Ist das der perfekte Börsengang gewesen? Also die Banken haben da einiges getan. In Klammern haben damit auch eine halbe Milliarde an Gebühren verdient. Es wurde gerade in den letzten Tagen haben selbst die CEOs der großen Banken, Investmentbanken. aus den USA, die da beteiligt waren, sich noch sehr positiv geäußert. Goldman Sachs hat fast fragwürdig optimistische Analysen geschrieben, dass das KI-Geschäft von SpaceX sich bis 2030 verhundertfachen könne. Das heißt, sie haben schon was getan für ihre Gebühren, um die Aktien unters Volk zu bringen. Aber man muss erst mal zugestehen, dass das nicht nur der größte Börsengang ist, sondern dass er vom Handwerk her perfekt ist, weil er perfekt gepriced war, weil es nämlich 27% Anstieg am ersten Tag kam.

05:07 Gavin Karlmeier

Aber ist das denn nicht so? Ich bin ja kein Wirtschaftsexperte, deswegen bist du ja hier. Und ich versuchte, ich habe aber ganz vielen mich im Vorfeld mit diesem Börsengang beschäftigt und ein Begriff, der immer wieder gefallen ist, ist Free Float. Oder ich glaube, im Deutschen ist der richtige Begriff der Streubesitz. Also Wie viele Aktien gehen denn tatsächlich an die Börse? Und das ist bei SpaceX die verschwindgeringe Menge von 5%, was natürlich auf die Menge und Größe und Wert des Unternehmens immer noch recht viel ist am Ende. Aber ist es denn nicht so, dass man, wenn 95 Prozent der Anteile immer noch in fester Hand liegen, man theoretisch? Theoretisch auch Hebel hätte, an diesen 20 Prozent irgendwie rumzudoktern, dass es zu diesem guten Ergebnis am Ende kommt?

05:42 Pip Klöckner

100 Prozent. Also ich würde Die Knappheit, die es braucht, damit der Kurs steigt, die hat man sicherlich künstlich geschafft. Oder die Voraussetzungen dafür waren besonders gut und das war kein Zufall hier. Der Freeflow von 5% ist tatsächlich absonderlich niedrig. Normalerweise würde eine Firma mindestens, also insbesondere um an den größeren Börsen zugelassen zu werden und in die größeren Indizes reinzukommen Also sowas wie Nasdaq SP 500 und so weiter, NASDAQ 100, SP 500, Russell 2000 und so weiter, da müsste man 10% Free Float normaler Haben und normale IPOs bewegen sich so zwischen 10, 25, 30 Prozent vielleicht. Also, dass nur ein kleiner Teil der Aktien wirklich handelbar wird, das ist normal, dass es aber nur 5% sind. Das ist nicht normal. Und wenn man jetzt bedenkt, dass es natürlich Nachfrage von Kleinanlegern oder Retail-Anlegern nennt man sie in den USA gibt und das nach und nach Sich auch diese Index Provider bzw. die Fondsmanager, die die Indizes abbilden. Also, ne, wenn, einfach gesagt, wenn ihr so einen ETF-Sparplan habt, dann was die Fondmanager, also dein BlackRock oder Vanguard oder State Street, sind so die typischen Namen oder Amundi, was die machen, ist. Sie kaufen Aktien genauso wie sie in einem gewissen Index vertreten sind. Und das heißt, sie sind gezwungen, um außer dem S P five hundred, der das Der sich da nicht quasi hingelegt hat für Elon Musk, sondern hart geblieben ist bei den eigenen Richtlinien. Da wird es noch länger dauern. Aber die Nasdaq zum Beispiel, wer den Index abbildet, muss demnächst Innerhalb von, ich glaube, 15 Tagen weitere Aktien von SpaceX kaufen. Und dadurch entsteht natürlich eine künstliche Verknappung. Also es gibt sichere Nachfrage von diesen Indexabbildern. Und gleichzeitig gibt es relativ wenig Aktien, um das zu bedienen, weil ja nur 5% verkauft wurden. Und das führt zu so einer künstlichen Nachfrage. Also ich würde, deiner These wurde hier die Knappheit nicht künstlich geschaffen oder der Anstieg so ein bisschen fabriziert. Würde ich sagen 100 Prozent und im Vorfeld war auch sehr klar, dass das so ein bisschen der Plan von Elon Musk ist. Und der gegenläufige Faktor ist aber die sogenannte Lock-Up- Period, das ist eine normalerweise sechsmonatige Sperre, in der Altinvestoren ihre Aktien nicht verkaufen dürfen. Das soll das Vertrauen schaffen, dass die vorherigen. Aktionäre und Aktionäre am Tag 1 oder nach einem Monat alles in den Markt schmeißen und so den Kurs ruinieren. Also zu viel Angebot für den ja zu fallenden Kursen. Führen. Das hat man bei SpaceX gestaffelt. Das führt aber vor allem dazu, dass Investoren früher verkaufen dürfen. Also man darf mit der Verkündung der Zahlen des zweiten Quartals, das wird Anfang August wahrscheinlich sein, schon kaufen, also es ist dann nach zwei Monaten statt sechs Monaten. Und das ist dann so gestaffelt über die nächsten 180 Tage. Nach sechs Monaten darf man denen die letzte Aktie verkaufen, aber es gibt davor schon Möglichkeiten, Aktie zu kaufen. Und das könnte den Kurs auch sehr belasten über die nächsten sechs Monate. Gleichzeitig müssen sich aber diese Indexanbieter einkaufen.

08:45 Gavin Karlmeier

Das wäre jetzt nämlich genau die nächste Frage gewesen, weil die Börse ist doch, jetzt mal abgesehen davon, dass viele Leute auch sagen, es ist so Hokuspokus, Astronomie oder Glücksspiel und so. Ist es doch am Ende eigentlich so, dass man sagt, dass der Marktwert von Unternehmen sich dadurch korrigiert, weil der Markt irgendwie reagiert auf gute Nachrichten und auf schlechte Nachrichten und dann findet sich irgendwie so ein realistischer tatsächlicher Unternehmenswert dadurch. Zumindest ist das das. was ich so aus meiner kaufmännischen Ausbildung noch mitgenommen habe. Jetzt wissen wir aber auch, dass SpaceX ja schon eine astronomisch hohe Bewertung hat für die Umsätze, die das Unternehmen macht. Meine Frage ist. Was glaubst du, wird es irgendwann zu einer realistischen Kurskorrektur kommen und das bricht alles ein oder bleibt dieser Elon-Bonus jetzt irgendwie längerfristig bestehen?

09:32 Pip Klöckner

Ja, also beides glaube ich. Ich bin mir relativ sicher, dass man SpaceX nochmal unter 160 Dollar kaufen kann in den nächsten zwei, drei Jahren. Zum Beispiel, wenn es auch einen allgemeinen Crash geben würde oder schlechtere Newson, Starship oder Falcon-Rakete stürzt mal ab oder so, das würde sich immer sehr direkt auf den Kurs auswirken, glaube ich. Und gleichzeitig glaube ich der Elon-Bonus wird aber immer so ein bisschen da drauf bleiben, so wie er auf Tesla auch ist. Also Tesla ist immer noch ein glorifizierter Autobauer. Sicherlich Eine Innovativer in der Vergangenheit gewesen, sicherlich einer der Besten in der Vergangenheit gewesen. Im Vergleich zu unseren Autobauern immer noch einer der besten, im Vergleich zu chinesischen, vielleicht nicht mehr einer der Besten. Aber dieser Elon Midas Charm, dass das alles, was er anfasst, zu Gold wird, das bleibt ihm, glaube ich, als als Bonus erhalten. Und ich glaube, das hat er ja auch ganz aktiv, also er hat nicht nur aktiv hier diesen IPO. So ein bisschen fabriziert und diese Nachfrage fabriziert, indem er wirklich alle Regeln bestmöglich ausgenutzt hat oder hat verändern lassen. Sondern Er hat ja auch XAI und X gerettet eigentlich mit SpaceX mit im Vorfeld dieses IPOs. Ansonsten wäre XAI, glaube ich in der breiten Öffentlichkeit gescheitert, für alle sehr nachvollziehbar, weil das eigentlich wirtschaftlich nicht mehr tragfähig war, das Unternehmen. Und das konnte aber so ein bisschen verhindern. Indem wir es mit SpaceX, dem der es zu dem Zeitpunkt besser ging, verschmolzen. Und gilt für X da wahrscheinlich genauso.

11:03 Gavin Karlmeier

Also das alte Twitter. Und X.

11:05 Pip Klöckner

Ja, ich hatte es ja in dem kleinen Schnipsel, den ich eingesprochen habe zum Börsengang oder zu dem Börsenprospekt schon gesagt. Also was dieses Börsenprospekt ja gezeigt hat, ist, dass die gesamte Ex- und X AI Sparte heute ein Drittel der Umsätze von Twitter macht. Also Twitter hat dreimal so viele Umsätze gemacht wie das heutige Ex und X AI, also Grog und alles was dazu gehört Zusammen. So erfolgreich hat Idomas das gemanagt. Wahrscheinlich hat er die Kosten auch deutlich reduziert, zumindest für X. Bei XCI muss man davon ausgehen, dass er erhebliche Kosten ausgelöst hat. Aber rein vom wenn man Unternehmen am Umsatz misst, dann war das jetzt erstmal keine besonders erfolgreiche Operation, die ihm da gelungen ist. Ansonsten für ihn persönlich Hat sich dieser IPO, sagen wir jetzt schon, muss man auch sagen, auch ein großer Erfolg. Er hat eben diesen Trillionaire- oder Billionärstatus erreicht. Er war zwischenzeitlich bei 1,2 Billionen, jetzt am Ende mit dem 20%-Anstieg bei 1,2 Eine Billion persönlichen Vermögen und dieses Vermögen, das muss man dann auch nochmal sagen, da geht es natürlich nicht um Bargeld, sondern die Anteile, die er an Tesla und SpaceX hält, sind ja zusammen 1,1 Billionen wert. In Barmitteln hat Ida Mast bestimmt weniger als 50 Milliarden oder noch weniger rumliegen, ist sogar wahrscheinlich verschuldet bei Banken, indem er seine eigenen Shares noch beliehen hat. Aber die Anteile an den Unternehmen taxiert oder sein Anteil an dem Unternehmen, ich glaube, so 42 Prozent gehören jemand SpaceX man Tesla eher so etwas unter Um die 20 Prozent, glaube ich. Das ist dann eben 1,1 Billionen. Um das sich mal vorzustellen, weil wir werfen so mit den Zahlen immer rum.

12:44 Gavin Karlmeier

Und wir reden ja, ich habe hier letztens schon mal dieses Zitat reingebracht, der Unterschied zwischen einer Million und einer Milliarde ist die Milliarde. Oder es gibt dieses Bild, eine Million Sekunden sind elf Tage, 14 Stunden, eine Milliarde Sekunden sind 31 Jahre und acht Monate. Eine Billion Sekunden. Sind 31. 710 Jahre. Also, das ist ein Wert, der. Wir werfen da so schnell mit rum und sind alle irgendwie von Millionen auf Milliarde so hochgegradet in den letzten Monaten. Aber die Billion, die ist dann doch nochmal, ist halt auch 1000 Milliarden. Das ist schon viel.

13:14 Pip Klöckner

Man schafft es eigentlich nicht, diese Zahl greifbar zu machen. Also ich habe es versucht, es wären zehntausend Euro-Paletten. wo 100 Dollar-Scheine quadratisch aufgestapelt werden. Also Euro-Palette kennt man ja noch. Wenn man die jetzt so hoch wie breit und lang stapeln würde, mit 100 Dollarscheinen Stück an Stück, dann bräuchte man 10. 000 dieser Stapel. Paletten dafür. Oder wenn man einzelne Dollar 100 Dollar-Noten stapeln würde, ungefähr so hoch wie zur International Space Station.

13:47 Gavin Karlmeier

Das ist auch das nicht.

13:49 Pip Klöckner

Dann würde man doppelt so hoch kommen. wenn man eine Billion quasi übereinander stapelt in 100 Dollars scheinen. Also es sind vollkommen unvorstellbare Summen, wirklich, die sich eigentlich nur noch mit den Bruttosozialprodukt einzelner Staaten oder so vergleichen lassen. Das wiederum wäre aber kein besonders guter Vergleich, ehrlich gesagt. Deswegen muss man einfach sagen, das sind eine Million Millionen am Ende. Und das hilft aber auch nicht wirklich weiter.

14:16 Gavin Karlmeier

Es ist so. Du hast gerade schon mal Tesla angesprochen und Elon Musk. Das sind beides noch kleine Themenbereiche, über die ich mit dir sprechen möchte, weil The Verge hat, ich fange mal mit Elon Musk an, bevor wir zu Tesla kommen. The Virg hat ein Meinungsstück geschrieben mit der, ich sag mal, sachlich kühlen Überschrift, der erste Billionär der Welt ist ein Mörder. Und hat sich vor allem nochmal damit auseinandergesetzt, wie Elon Musk zum Beispiel, als er im Doge, diesem Effizienzzentrum der US-Regierung, kurz nach der Amtseinführung Donald Trumps angefangen hat, vor allem eben an den Entwicklungshilfeorten zu sparen. Hat Zahlen mit reingebracht und zitiert eine Studie von einer Professorin an der Boston University und sagt, dass diese Entscheidungen Elon Musks oder seinem Team mehr als 780. 000 Todesfälle voll wegen bei Kindern und darunter vielen Säuglingen ausgelöst hat. Das sind alles so Dinge, die man, glaube ich. nicht ganz vergessen darf, wenn wir über Elon Musk sprechen und darüber, wie erfolgreich er am Ende ja auch gewesen ist. Ich packe euch den Text mal in die Shownotes Ja, ich finde die Überschrift auch vollkommen zutreffend.

15:21 Pip Klöckner

Also es hat ganz verschiedene Mordmerkmale, wenn man ihm da irgendwie Habke unterstellen möchte. Also es ist grausam, ich glaube, es ist gewissermaßen auch Obwohl heimtückisch ist es nicht, weil er es genauso angekündigt hat eigentlich, aber man muss davon ausgehen, dass er wirklich Hunderttausende, wenn nicht Millionen von Leben auf dem Gewissen hat. Hauptsächlich dadurch, dass Kinder vollkommen unnötigerweise mit Krankheiten, die man hätte verhindern können, geboren wurden. Das ist, glaube ich, die größte Quelle und vielleicht auch das Grausamste an allem, insbesondere wenn er darüber, wenn man überlegt, wie Elon Musk darüber spricht, wie wichtig es ist, dass die Welt Bevölkerung nicht kollabiert. Also er ist ja immer ein großer Unterstützer von Fortpflanzung. Aber offensichtlich meint er die Menschen im globalen Süden damit nicht, weil wenn da Hunderttausende von Triggerwarnung, das ist kein schönes Bild, aber es ist halt die Wahrheit leider. Wenn da Hunderttausende von Babys unnötigerweise mit HIV oder anderen Krankheiten infiziert werden, weil sie, weil die Mütter in letzter Sekunde nicht das richtige Medikament oder Impfung bekommen haben. Das ist ihm vollkommen. Egal offenbar, wenn es, wie gesagt, ich sage jetzt mal Menschen im globalen Süden oder wahrscheinlich auch Persons of Color sind, obwohl er gleichzeitig angibt, dass das größte Problem der Menschheit ist, dass nicht genug Kinder zur Welt kommen. Das zeigt so ein bisschen, also die einzige Erklärung, die beide Statements miteinander vereinbar macht, ist, dass ihm nicht, dass er nicht alle Kinder damit meint, sondern nur Kinder in sogenannten zivilisierten Ländern oder im Glück. Westlichen Ländern oder wie auch immer man das definieren möchte. Alle anderen Kinder hat ja so durch die Entziehung von Mitteln unter Benutzung des Werkzeuges Doge mit Der Skalpierung von der der USAID-Organisation quasi auf dem Gewissen kann man nicht anders sagen. Und was auch ganz wichtig ist, wenn man jetzt überlegt, wie reich Elon Musk geworden ist. Also mit 1,1 Billionen ist ja, wie gesagt, zweifelsohne der reichste Mann der Welt natürlich auch. Man muss sich vorstellen, Jeff Bezos ist jetzt. Vom Reichtum näher an Gavin Karlmeyer dran als an Elon Musk. So reich ist Elon Musk geworden, vergleichsweise. Und er ist aber Die Person aus den Top Ten der reichsten Menschen mit den niedrigsten philanthropischen Bestrebungen. Also er hat eine ganz kleine Stiftung, die hauptsächlich aber auch noch Dinge fördert, die im direkten Umfeld seiner Unternehmen ist, also ich sage jetzt mal so beispielhaft den Werkskindergarten von der SpaceX Basis oder sowas, den versucht er dann als Philanthropie zu verkaufen, um noch ein bisschen Steuern zu starren damit. Sparen damit. Ansonsten macht er eigentlich nicht, was man nach Zumindest der Definition der allermeisten Menschen als philanthropisches oder Barmherzigkeit im weitesten Sinne oder Charity, würde man am eigentlich sagen, quasi bezeichnen würde. Und Wie gesagt, es ist nicht nur so, dass er mit seinem Geld anderen nicht hilft. Er könnte den globalen Hunger sofort beenden damit. Sondern es ist viel schlimmer eben noch, dass er seine politischen Einfluss nutzt, um anderen Menschen aktiv zu schaden oder ihnen die Chance auf ein einigermaßen menschenwürdiges Leben raubt.

18:33 Gavin Karlmeier

Jeff Bezos, Larry Allison, Sergey Brin und Larry Page sind gemeinsam nicht so reich wie Elon Musk auf dem Papier jetzt. Um das so in der Zucker.

18:42 Pip Klöckner

Das sind die nächsten vier, glaube ich, auf der Liste, ne?

18:45 Gavin Karlmeier

Genau, das sind die nächsten vier. Ich will das einmal so zusammensetzen, weil es eben ja so viele Leute gab, auch in meinem Umfeld, die gesagt haben, kann ich bei dir, hast du nicht einen Trade Republic? Account, kannst du nicht ein bisschen was Geld kannst du nicht was investieren für mich und so? Solche Sätze habe ich gehört. Und wie gesagt, wir haben diese Rede von Elon Musk und ich würde die gerne an dem Punkt kurz einspielen, nur 30 Sekunden daraus. Weil dieses Bild, das wir gerade hier aufgemacht haben und die Rolle von Elon Musk im globalen Kontext mit dieser Rede und diesem persönlichen Bestreben zu sagen, ah, ich gehe da irgendwie diesen Pop am ersten Tag des IPOs mit und will ein paar Euro noch verdienen. Ich krieg das als jemand, also ich glaube, so ein komplett korrektes ethisches Verhalten ist nicht immer leicht. Aber es ist auch selten so leicht, wie hier es durch Nichtstun möglicherweise dann doch zu erzielen. Ich spiele mal kurz die 30 Sekunden aus der Rede von Elon Musk zum Börsengang ein. Moment.

19:40 Speaker 4

I always think about this. There are always problems on earth. There are always problems on earth. There are always things that we we wish to be better, that we want to solve here on earth. And we we should solve them. But there also have to be things that get you excited about the future, that make you glad to wake up in the morning, because you can't wait

20:04 Gavin Karlmeier

Also er hat gesagt, ich denke immer daran, dass es immer Probleme auf der Erde gibt und es gibt immer Dinge, von denen wir uns wünschen, dass sie besser wären. die wir gerne auf der Erde lösen möchten und wir versuchen sie zu lösen, aber es gibt auch immer Dinge, die dich motivieren oder aufgeregt in die Zukunft zu tun. Blicken lassen. Und das ist alles so wahnsinnig zynisch, wenn man diese ganzen Dinge eben nebeneinander legt und das so in so einen Zusammenhang stellt. Mich hat das irgendwie beschäftigt, weil ich so denke, was für ein Gelaber.

20:31 Pip Klöckner

In dem Artikel, wo er zu Recht als Mörder bezeichnet wird, wird ja auch korrekterweise darauf eingegangen, dass er das eben nicht irgendwie in einer verdeckten Art und Weise macht, sondern dass er es ankündigt und fast Freude dabei zu haben scheint. Also er hat ja sehr öffentlich darüber getwittert, dass er USAID als Verbrecherorganisation empfindet und sie durch den Reiswolf schickt. Ich könnte mir vorstellen, dass in seinen Augen, also entweder ist es furchtbar in Farm und er macht es wirklich gezielt, um Menschen zu töten, oder seine Wahrnehmung ist inzwischen. So getrübt, dass er einfach so einen gewissen Generalverdacht gegen gewisse Organisationen, NGOs und gewisse Zwecke hat, dass er glaubt, der Zweck rechtfertigt die Mittel. Ich finde beide, also Also wenn er es vorsätzlich macht, muss man glaube ich nicht noch weiter über den Geisteszustand diskutieren, wenn du vorsätzlich hunderte Tausende von Menschenleben auslöscht. Und dabei nicht mehr besonders viel Geld sparen, das muss man auch sagen. Also DOS hat ja überhaupt, also die USA sind weiter auf einem Rekordausgabenkurs. Das Doge-Ministerium muss man vielleicht auch nochmal erkennen. Also man kann das nur als irgendwie politisches Skal Pell sehen, um gewisse Nebenzwecke zu erfüllen, weil den Zweck, Budget zu sparen, hat es nach allen Maßstäben verfehlt. Muss man relativ klar sagen. Das heißt, man muss jetzt überlegen, will er mit Absicht wirklich Menschen im globalen Süden töten oder nicht auf die Welt kommen lassen? Oder ist er ideologisch so verblendet? Dass ihm das zum Mittelrecht ist. Und das ist aber keine ausreichende Ausrede, auch weil natürlich hast du irgendwie die Verpflichtung. Deine Handlungen insoweit zu überprüfen, ob die eventuell zu solchen Effekten kommen. Und es ist ja nicht, dass niemand gewarnt hätte davor, was passiert, wenn man USAID. jetzt einstampfen werden. Es gab ja ausreichende Mitarbeiter, Journalisten, X-Nutzer, die vor den Konsequenzen gewarnt haben. Man muss davon ausgehen, dass ihnen das Dass es entweder grob fahrlässig oder vorsätzlich gemacht hat und keins von beiden ist eine akzeptable Ausrede, würde ich sagen.

22:40 Gavin Karlmeier

Ja. Ich stimme da komplett zu. Dann habe ich aber auch eben gesagt, wir müssen noch kurz über Tesla sprechen. Das müssen wir nicht weit ausdehnen, aber Gwynn Shotwell, die COO, über die wir eben schon gesprochen haben von SpaceX, hat mit CNBC ein Interview geführt und sie hat so ein bisschen gesagt, naja, also für Elon Musk wäre es schon deutlich einfacher, wenn SpaceX irgendwann auch noch Tesla schlucken würde. Glaubst du, das könnte passieren?

23:05 Pip Klöckner

Es macht wirtschaftlich keinen Sinn, aber das ist, wie gesagt, relativ nicht das Kriterium, in dem Elon Musk sich verhält. Es wäre in zweierlei Hinsicht sinnvoll. Es würde das Leben von Mask wirklich einfacher machen, weil er so seine Ex-Welt oder seine Ex-Unternehmung hätte, seinen Megakonglomerat, wo er alles unter einem Hut vereinbart hätte und unter einer Governance-Struktur. Und die Governance-Struktur, also sagen, wie das Unternehmen geführt wird Ist bei SpaceX sicherlich die vorteilhafteste. Es gibt da keine effektive Kontrolle über einen Aufsichtsrat. Elon Musk hat 85 Prozent der Stimmrechte. Das heißt Bei Tesla hat er noch so ein Aufsichtsrat, mit dem er sich da immer, das die sind auch, also der Aufsichtsrat ist auch größtenteils mit Lakeien, kann man glaube ich so sagen, befüllt. Aber bei SpaceX hat er einfach gar keine Kontrolle mehr. Also er könnte sich nur noch selber feuern, er hat selber darüber So ein bisschen fabuliert, wie eigentlich sein Sohn der Nachfolger werden sollte, seines Firmenimperiums, das ist in dem ver in dem Prozess offensichtlich geworden. Und insofern wäre er spannend. Also würde er Tesla mit SpaceX übernehmen oder fusionieren, dann hätte er über beide Firmen die Kontrolle, die er im Moment nur über SpaceX hat, wobei er auch seine Kontrolle über Tesla im Vergleich zu anderen Firmen Auch schon sehr außerordentlich groß ist oder es wenig echte Kontrolle gibt eigentlich. Aber das wäre so der größte Grund. Von Synergieeffekten oder wirtschaftlichen Zwängen oder so macht das alles. nicht besonders viel Sinn. Aber das ist auch so ein bisschen befreit von dieser Finanzlösung. Also würdest du jetzt zum Beispiel, um nochmal kurz auf die Bewertung zurückzukommen, würdest du so. Es gibt ja Professoren für Unternehmensbewertung, deren Aufgabe ist, genau sowas zu tun, also zu sagen, was ist denn jetzt eigentlich der faire Preis für solch eine Aktie? Und da ist es So dass man keinen finden wird, der auch nur irgendwie auf eine Billion käme geschweige, dann zwei Billionen Bewertung für SpaceX, wo wir jetzt gerade sind. Aber das ist ihm auch nicht mehr wichtig, sondern an der Börse Zwar nähert sich langfristig der Preis immer so ein bisschen dem echten Wert an, gleichzeitig ist der Wert auch immer das, was Leute bereit sind, dafür zu bezahlen. Und für Idermaßen Unternehmen sind die Menschen. bereit, mehr zu zahlen. Und ich finde den Begriff ganz schön, den The Virge oder die Kolumnistin in The Verge geprägt hat, Finanznihhilismus. Also es geht einfach, es ist vollkommen egal, es geht nicht um Zahlen. Es geht nur um Narrative, es ist der ultimative Nihilismus oder die Endform des Kapitalismus. Und ich finde das eigentlich einen ganz guten Begriff, weil anders kann man damit eigentlich nicht umgehen, als dass man sagt, es muss keinen Sinn machen. Weil niemand sagt mehr, dass es Sinn machen muss. Man muss es nicht ausrechnen können, weil es ist egal, solange Leute das kaufen wollen zu dem Preis, dann kaufen sie es. Und die Leute, die diese Aktien kaufen, Ich glaube, es gibt zwei Kategorien. Und ganz kurz als Disclaimer, weil du von Kritik so ein bisschen übt hast an den Leuten, die da jetzt an diesen Pop teilnehmen. Ich habe auch ein paar Aktien gekauft und gleich wieder verkauft am ersten Tag. Wenn man eine Aktie kauft und verkauft, hat man jetzt am Kurs insgesamt nichts geändert, fairerweise. Aber ich habe bei uns im Podcast ein bisschen erklärt, warum ich es gemacht habe. Ich wähle das hier nicht zu weit aus. ausdehnen. Aber es gibt auch zwei Gruppen von Leuten, die da investiert haben. Die einen sind not financially literate, also die verstehen eigentlich nicht. Ob was ein Umsatzmultipel oder ein KGV ist. Das heißt, die können gar nicht nachvollziehen, ob das die richtige Bewertung ist oder nicht. Die sagen nur, Elon wird es schon wissen und wir wollen jetzt dabei sein. Und das andere sind Menschen, die zwar rational agieren. Aber darauf hoffen, dass es genug von den anderen gibt, von den Dummen, die den Kurs noch weiter in die Höhe treiben werden. Das sind dann Leute, die schon professionellere Investoren sind, aber eigentlich quasi nur Dieses weitere Ideon-Narrativ reiten oder hoffen, dass so ein bisschen die Greater Fool Theory verfolgen. Und da würde ich mich jetzt selber auch einordnen. Ich habe quasi nur darauf gewettet, dass es genug Idioten aufstehen, die am ersten Tag diese Aktien kaufen. Und habe deswegen ein paar gezeichnet, die ich dann aber sofort geverkauft habe, weil ich nicht daran glaube, dass die Firma langfristig gut entwickeln wird und ich möchte auch kein langfristiger Shareholder. der Firma sein. Man darf trotzdem kritisieren, dass man die Aktie überhaupt kauft. Ich will niemandem das verbieten.

27:07 Gavin Karlmeier

Ja. Ohne da jetzt noch tiefer reingehen zu wollen, wer du hattest eben noch gesagt, und auch das müssen wir noch der Vollständigkeit halber dazu erzählen eben gesagt, dass es im August die nächsten Quartalzahlen gibt. Zu diesen Zahlen bei SpaceX wird das dann das erste Mal vermutlich auch Effekte durch die Vermietung. an andere KI-Unternehmen geben. Darüber haben wir, glaube ich, hier sogar schon mal zusammen gesprochen, dass sie an Entropic und auch an Google Rechenkapazitäten vermietet haben. Bloomberg berichtet jetzt, dass SpaceX das offenbar nicht nur getan hat, weil sie so viel Leerstand in ihrem Rechenzentrum hatten, sondern wohl auch deswegen, weil die. das Team von SpaceX nicht so richtig in der Lage war, mit Colossus One, einem der Rechenzentren, umzugehen. Also sie sprechen von internen Problemen, sagen, es gibt unterschiedliche Chipsets in Colossus One und Die Rechenzentren seien zu weit entfernt, mit etwa zehn Meilen, also 16 Kilometern, um da mit der Netzwerkinfrastruktur tatsächlich irgendwelche Synergieeffekte herzustellen. Und deswegen war es sozusagen mehr oder weniger Unausweichlich, diese Rechenzentren an andere Unternehmen zu vermieten.

28:10 Pip Klöckner

Glauben wir das? Das muss nicht zwangsläufig unwahr sein. Und trotzdem ist der eigentliche Grund oder der wichtige Grund, dass Diese Rechenzentren leer gestanden hätten. Oder man sie nicht wirtschaftlich auslasten hätte können, weil dafür ist die Nachfrage nach der Chatbot-Lösung Grog oder dem LLM Grog von XAI nicht ausreichend groß. Das zeigen alle Zahlen. Das heißt irgendwie die Nutzung im Web, die man sich über gewisse Dienste nach, also über so Sensor Tower, App Ani oder Similar Web, kann man schauen, ob Privatanwender Grog nutzen. Man kann aber auch über Anbieter wie RAMP tracken, wie viele Unternehmen Grog bezahlen. Und das ist Der Marktanteil von Grock mag irgendwo zwischen 1 und 3 Prozent liegen. Und gemessen an den Ausgaben kann man relativ klar sagen, dass diese Datacenter größtenteils leer gestanden oder nicht ausgelastet. War Leergestand das falsche Wort, weil sie haben nicht gebrummt, sozusagen. Jetzt hätte man natürlich die Kapazität stattdessen für das Training von noch besseren Modellen nutzen können. Das wird aber dann die Kosten wiederum erhöhen und wenn man immer bessere Modelle baut, die dann aber dennoch nicht genutzt werden, dann hilft das langfristig eigentlich auch nicht. Deswegen ist es eigentlich ein wirtschaftlicher Zwang, glaube ich, schon. dass Entropic und Google jetzt eingezogen sind. Und man muss darauf vorbereitet sein, dass das die Ergebnisse von XCI wirklich deutlich verbessern muss. Es geht ja um zwei Milliarden US-Dollar im Monat, also 6 Milliarden im Quartal, 24 im Jahr. Und das wird das Ergebnis von XAI schon erheblich verbessern im Vergleich zu den Zahlen, die wir das letzte Mal besprochen haben. Ich kann mir ja schon, und ich habe ja gesagt, es kann trotzdem wahr sein, also dass man hier zu schnell das alles zusammengedängelt hat. Wir wissen ja, also es Ähm, Jensen Wagen, der Nvidia CEO, hat Elon Musk ja dafür gelobt, dass er das in wie vielen Tagen waren das, 100 Tagen oder dahin gerotzt hat. Was ja auch inzwischen klar geworden ist, dass The Secret Ingredients war Crime war. Also er hat sich zum Beispiel keine Building Permits geholt, sondern hat, wie es auch in Grünen Heide gemacht hat, erstmal gebaut und gehofft, dass es später zugelassen wird. Er betreibt bis heute ein unerlaubtes Gaskraftwerk quasi dort, um das Colossus Data Center zu betreiben. Und ja, vielleicht sind noch andere Späne gefallen beim Hobeln hier, dass einfach es nicht so effizient und gut nutzbar gebaut wurde, wie man gedacht hätte, sondern Die First Principle Logik hat ihn hier vielleicht nicht so weit gebracht, wie man gedacht hätte, indem man da zu viele verschiedene Chips miteinander kombiniert hat. die es dann weniger nutzbar, zumindest für seine Zwecke gemacht haben. Aber so oder so, der Grund, also niemand vermietet es, also es kann nicht so unnutzbar gewesen sein, dass es die schlaue Idee wäre, es wegzugeben. Das macht einfach keinen Sinn, weil dann würden die anderen es auch nicht wollen. Es ist ja nicht so, dass die anderen blöd sind. Und Jetzt was nutzen, womit er nichts hätte anfangen können, aber für sie ist es gut genug. Entropic ist ja der führende Player im Moment in vielen Bereichen, auch Google ist im Consumer-Bereich. Also Die Wahrheit ist, Elon Musk hat zu viel Kapazität aufgebaut und zu wenig Nachfrage erfahren. Google hat zu viel Nachfrage aus dem eigenen Consumer-Segment, aber auch Google Cloud-Plattform, ihrer Clausparte und ein Shopic, wissen wir auch, ist sehr nachgefragt in den letzten Monaten gewesen. Die haben den umgekehrten Fehler gemacht und Das entscheidet jetzt der Markt, dass der eine die Kapazität nachkauft und der andere muss sie verkaufen, weil er sie nicht nutzen kann. Und trotzdem kann es wahr sein, dass man das nicht Super schlau aufgebaut hat, aber selbst hätte man es perfekt aufgebaut, würde man es trotzdem heute vermieten. Das ist, was ich sagen will, kurz zu machen.

31:51 Gavin Karlmeier

Enthropic ist genau das Stichwort, denn an diesem Wochenende gab es eben nicht nur diesen SpaceX-Börsengang, über den alle gesprochen haben, sondern auch über. . . eine Direktive der amerikanischen Regierung, dass Anthropic die Modelle Fable Five und Mythos nicht im Ausland anbieten darf. Das machen sie über eine Exportkontrolldirektive. Man muss das vielleicht kurz erklären. Mythos ist ein Modell von Enthropic mit dem es möglich war, in nahezu jeder Software, die auf dem Markt ist, Sicherheitsrisiken zu finden und Lücken zu finden. woraufhin sie sich zusammengetan haben mit etlichen amerikanischen unternehmen und gesagt haben, hier guckt euch doch das mal vorher an. Und so ungefähr vor anderthalb Wochen oder vor einer Woche haben sie mit Fable eigentlich eine Beschnittene Version von diesem Modell auch auf den Markt gebracht und den KundInnen international die Möglichkeit gegeben, zumindest die Leistung dieses Modells zu nutzen, ohne dabei direkt Software herauszufordern. Jetzt hat aber offensichtlich die amerikanische Regierung, wir werden gleich noch darüber sprechen, wo wie sie darauf gekommen sind, hat gesagt, nee, das möchten wir aber gerne so nicht und haben verboten, dass Menschen außerhalb der USA dieses Modell nutzen dürfen, woraufhin Enthropic dieses Modell Auch innerhalb der USA erstmal nicht mehr zur Verfügung stellen. Das heißt, es gibt im Moment keine Möglichkeit, dieses Modell zu nutzen. Und mein erster Impuls war natürlich, weil wir darüber letzte Woche hier im Podcast gesprochen haben Naja, du erntest, was du sähst, weil Anthropic ist gleichzeitig auch das Unternehmen, das seit einer Woche oder seit zwei Wochen oder seit Monaten eigentlich durch die Gegend tourt und sagt. . . Ey, wir haben was gebaut, das ist so gefährlich, eigentlich sollte das niemand benutzen dürfen. Und dann sagt offenbar die US-Regierung, und man muss auch dazu sagen, es gibt schon länger Knirschereien zwischen US-Regierung und Anthropic. Claude generell wurde oder Anthropic wurde als Lieferkettenrisiko eingestuft. Das heißt, Unternehmen, die Enthropic nutzen, dürfen keine Verträge mit Unternehmen machen, die wiederum Verträge mit dem Pentagon machen und so weiter und so weiter. Aber es ist schon so ein bisschen, naja, vielleicht hat man es hier ein bisschen zu doll gemacht mit diesem Risikomarketing, oder?

33:54 Pip Klöckner

Das könnte man auf jeden Fall so sagen. Ich glaube, es ist auch faire Kritik an den Narrativen von Uh Entropic. Also ja, man hat immer betont, wie gefährlich das ist und jetzt wird man dann zurückgefiffen. Das Weil das sozusagen, weil es ein Jailbreak gab oder ein Jailbreak möglich war. Und ich glaube trotzdem, dass es aber auch zu kurz greift. Also das gehört auf jeden Fall zum Kontext und man sollte es erwähnen. Aber mir fällt es insgesamt schwer, diese Maßnahme zu verstehen, ehrlich gesagt, oder zu erklären, weil ich glaube, es ist wirklich hirnrissig, was die USA da machen und höchst gefährlich. Es gehört zum Kontext, dass man sich vorher mit Enthropics schon so ein bisschen bekriegt hat, da ging es um den Pentagon-Vertrag. Ich glaube, die Berater um Trump sind auch tendenziell eher OpenAI zugeneigt. Allein wenn man überlegt, dass Peter Thiel ein wichtiger Faktor ist. Faktor ist, auch durch die Beziehung durch den ehemaligen EAIZar, David Sachs und so weiter. Peter Thiel ist einer der sehr frühen Investoren in OpenAI und hat viel Geld daran liegen. Peter Thiel hat übrigens auch mit dem SpaceX-Börsengang, ich glaube, 50 Milliarden oder so gemacht für den Founders Fund sein Investment Feakle. Und mein Gefühl ist schon, dass man Entropic hier auch künstlich Steine in den Weg legen will, ehrlich gesagt. Weil wenn man überzeugt ist, dass dieses Model zu gefährlich ist. Sollte man es dann, also sind US-Bürger irgendwie moralisch einwandfreier als der Rest der Welt? Also, wenn ich wirklich überzeugt bin, dass dieses Modell furchtbar gefährlich ist und damit Software gehackt werden kann und so Glaube ich wirklich, dass es möglich ist, das nur für ausländische Bösewichte zu sperren und dass keinerlei Gefahr aus dem Inland ausgeht? Das halte ich schon mal Das spricht dafür nicht, dass man von der wirklichen Gefährlichkeit überzeugt ist. Ehrlich gesagt, abgesehen davon ist diese Unterscheidung sowieso höchst problematisch, weil es die ganzen Souveränitätsprobleme natürlich auftut. die die wir damit haben, aber auch bei der bei der ursprünglichen Clinch zwischen Entropic und der US-Regierung, da ging es ja auch darum, ob man US-Bürger nicht ausspionieren dürfen. Da hat niemand darauf, dass es vollkommen okay ist, Europäer auszuspionieren. Darüber hat man gar nicht geredet, sonst geht nur darum, dürfen wir jetzt auch noch US-Bürger nicht Bürger ausspielen und allein das wollte Entropic nicht. Das heißt, der Rest der Welt ist nicht mal mehr Verhandlungsmasse gewesen in dem Fall. Und hier ist es eigentlich wieder ganz ähnlich. Ich bin gespannt, was wir da noch erfahren werden. Was auch zum Kontext gehört, ist, dass der Snitch hier soll wohl Amazon gewesen sein oder aus dem Österreich. Amazon-Umfeld kommen. Also es sollen Amazon Mitarbeiterinnen und Mitarbeiterinnen gewesen sein, die diese Sicherheitslücke entdeckt haben. Und Andrew Jesse soll sie dann gegenüber der US-Regierung. Sozusagen offenbart oder das ja zu bedenken gegeben haben. Das macht eigentlich auch keinen Sinn. Amazon ist einer größeren Investoren in Entropic, also die schneiden sich da selber ins Bein, ist auch nicht so schlau, glaube ich. Fairerweise, wenn man überlegt, wie, also wenn man sie nachliest, wie dieser Jailbreak passiert, dann ist das so ein bisschen fabriziert. Also wenn man Also einfach gesagt, sie finden heraus, dass unter vielen Umgehungen der Sicherheitsschranken, also dass man zum Beispiel so ASCII-Code nimmt statt normaler Sprache oder kyrilldische Buchstaben statt lateinischen Buchstaben. Dann kann man eben doch wieder gewisse machen. Aber es ist auch so ein bisschen: man hat Clauder die einzelnen Teile hingelegt und lässt sie dann ihnen dann noch connecten. Also man betreibt wirklich viel Mühe. Ich würde sagen, so weit, dass man sagen könnte. Dann müsstest du auch die es verbieten, dass Leute sich im Internet die Sachen selber zusammensuchen können, um jetzt eine Bombe zu bauen oder irgendwie einen Sprengstoff zu entwickeln oder eine Biowaffe. Das ist ja auch nicht ganz unmöglich, das ohne ein Modell zu bauen. Wie auch immer, auf mich wirkt es ein bisschen fabriziert, aber trotzdem die Kritik, dass Entropic Mayor unbedingt sagen wollte, wie gefährlich das ist und das auch zum Marketing genutzt hat sicherlich. Und jetzt wird es dann eben mal eingesperrt. Die gilt trotzdem. Ja, würde ich sagen. Ich bin gespannt, wie das weiter ausgeht. Also, was ja auch, also es wären ja unter anderem auch ausländische Mitarbeiter von Entropic. Ich weiß nicht, ob es ausländische Mitarbeiter anderer Unternehmen auch betreffe, aber dann hätten wir ein Riesenproblem, weil die Hälfte der KI-Forscher in den USA sind eigentlich ausländische Mitarbeiter. Nach meiner Schätzung, die Hälfte ist jetzt ein bisschen grob über einen Daumen, aber also große Bestandteile, wenn man sich da die Teams anschaut. Kommen entweder aus China oder aus Europa, ganz oft, also diesen Menschen jetzt zu verbieten, weiter an KI zu arbeiten oder diese Modelle zu nutzen. Ist auch verrückt. Und warum es wirklich höhenrissig ist, und damit möchte ich abschließen, das, was dir jetzt als, also stell mal vor, du bist jemand, der KI nutzen soll. Was du jetzt lernst, ist eigentlich, dass du komplett in der Willkür der US ausgesetzt bist, wenn du eins dieser Modelle nutzt und die nächstbessere Option. Ist dann ein chinesisches Open Source Modell auf deinem eigenen Server zu installieren, das ist eigentlich die souveränere Variante gerade. Und Deswegen muss man sagen, dass die Trump-Administration oder wer immer dafür verantwortlich ist, also Howard Ludnick, der Trade-Kommissar, da weiß man auch nicht, ob der, das ist der ehemalige Chef von Cantor Fitzgerald, also eine Investmentbank, ob der wieder irgendwelche Thails zu OpenAI noch hat. Könnte man, ähm, aber wie geht es? Man soll nicht Berufwürdigkeit unterstellen, wenn Dummheit eine ausreichende Erklärung ist. Aber auf jeden Fall ist es für die gesamte USA-AI-Industrie einfach hirnrissig, das hier zu machen und sagen, diese Uncertainty, man sagt immer so, dass Märkte, Börsen, Investoren können mit allem umgehen, aber Unsicherheit ist das, was niemand mag. Und jetzt diese Unsicherheit zu schaffen, wo ein Unternehmen eigentlich nicht mehr mit einer US-KI-Firma arbeiten kann, weil jederzeit könntest du davon ausgeschlossen werden durch die Trump-Regierung, zumindest wenn du im Ausland sitzt, eventuell aber auch Wenn du ein US-Klient wärst, das macht auf einmal chinesische Open-Source-Lösungen noch attraktiver, als sie sowieso schon sind, weil sie. 95% der Leistung für 10% des Preises verkaufen. Also auch jetzt ist es so, dass 80% der Startups irgendwie im Y-Combinator in den USA schon jetzt chinesische Modelle nutzen. Xiaomi hat gerade wieder einen sehr, sehr guten Cloud Code Konkurrenten rausgebracht als Beispiel. Und wenn das jetzt auch noch die zuverlässigere Lösung wird, weil da zumindest wenn es Open Weights Modelle sind, Open Source Modelle, sind Quasi weniger eingegriffen werden kann, dann ist das für die USA Industrie insgesamt wirklich ein Bärendienst, den man hier hier Erwiesen hat, ganz egal ob es Intrapic oder OpenAI ist. Weil mein erster Gedanke war so ein bisschen, hier will jemand das OpenAI IPO retten, weil Entropic gerade zu weit zu weit vorausläuft, da hängen wir denen mal eine Kugel ans Bein. Aber selbst OpenAI erleidet hier eigentlich Schaden, weil der eigentliche Gewinner von diesem Erlass ist China. Das muss man relativ klar sagen.

40:56 Gavin Karlmeier

Absolut, alles richtig. Übrigens, die treibende Kraft in der US-Regierung hinter diesem Direktive soll wohl Scott Bessent, der Finanzminister gewesen sein, schreibt zumindest das World Street Journal in dem Text, in dem es auch darum geht, dass eben Amazon dahinter stecken soll, hinter diesen Leaks. Anthropic der Vollständigkeit halber weist das komplett zurück, sagt, sie konnten diesen Jailbreak so in der Art nicht rekonstruieren und die Art, mit der sie das rekonstruieren konnten, hätten sie auch mit jedem anderen öffentlich zugänglichen Modell. genauso rekonstruieren können, heißt also viel Lärm um gar nichts am Ende, aber der wichtige Punkt und unser Takeaway hier in Europa ist nämlich genau dieser Da wird jetzt gerade eine Tür eingetreten, die man nicht so leicht wieder einbauen kann, nämlich die Tür, dass wir jetzt lernen müssen, dass die Abhängigkeit, die wir mit amerikanischen Unternehmen haben. . Die ganze Zeit auch davon abhängt, wie das, wie die Gesinnung des amerikanischen Präsidenten oder der Regierung uns gegenüber gerade ist Und da sind wir irgendwie dann doch ganz schnell in so einer Willkür, die uns allen so sehr Bauchschmerzen machen sollte, dass man vielleicht doch überlegt, kriegen wir es nicht doch irgendwann in Europa hin. Ja. Es gibt übrigens dazu einen Text, den packe ich euch in die Shownotes, der ist sehr lang, sehr umfangreich, aber sehr spannend, der heißt Europa 2031. Ich weiß nicht, ob du den schon komplett gelesen hast. Der wurde geschrieben von diversen KI-ForscherInnen in Europa, darunter Menschen aus den Niederlanden, aus Deutschland, aus Großbritannien, aus Griechenland. Also wirklich quer verteilt. Und dieser Text. . . wirklich, also wir können jetzt nur anschneiden, lest euch das gerne durch. Wie Sie selber sagen, nicht so, wie es wirklich ausgeht. Es ist kein Blick in die Glaskugel, sondern ein Szenario, wie es ausgehen könnte, weil Sie sagen, wir werden eigentlich bis 2031 weitgehend irrelevant sein als Europa, weil wir am Ende durch unseren Kurs im Bereich KI es eigentlich nicht schaffen, wirtschaftlich irgendwie noch etwas zu reißen in den nächsten fünf Jahren. Ich weiß nicht, hast du es schon komplett gelesen oder ist es lang?

42:52 Pip Klöckner

Ja, ich habe es nicht komplett gelesen, aber ich würde sagen, mit der Erzählung erstmal übereinstimmen. Die Frage ist. KI ist jetzt nicht alles, auch wenn es mit Sicherheit die wichtigste Technologie ist. Also dass wir 2031 komplett unwichtig wären, das würde ich so nicht unterschreiben. Bedrohung, den Anschluss zu verlieren, erheblich groß ist, das sehe ich 100 Prozent genauso. Und ich befürchte, dass wir in so eine Art Protektionismus verfallen würden. Also die Grenzen hochziehen und damit überhaupt KI-Wertschöpfung in Europa passiert, man sagt, das darf eben nicht mit den USA oder nicht mit China gemacht werden, sondern wir müssen selber unsere Open Source Modelle bauen oder nutzen und Ich will das gar nicht als Lösung befürworten. Ich finde es auch nicht gut. Ich wünsche mir, dass wir bessere Wege finden. Aber das ist, was sonst passieren würde. Glaub ich, und dass die Wertschöpfung schon jetzt und die Forschung hauptsächlich in chineeren USA passiert ist, einfach Ein Fakt. Ich würde gerne noch so ein bisschen verstehen, was, also ich verstehe quasi das Motiv dahinter. Also es soll ein Weckruf sein, offenbar. Und der ist gerechtfertigt. Trotzdem sind das hier, glaube ich, nicht nur Forscher, sondern auch alles, so ein bisschen Leute, die in Think Tanks arbeiten. Und wo zumindest mir jetzt nicht 100% transparent war, wer die wiederum finanziert. die Thinktanks oder wo es auch teilweise bewusst noch opak gehalten wird. Aber mit den Thesen kann man trotzdem übereinstimmen und diese Awareness zu schaffen ist Prinzipiell das Richtige, glaube ich.

44:19 Gavin Karlmeier

Sie sagen, künstliche Intelligenz ist mehr als eine Technologie, sondern auch ein Rohstoff und sagen aber gleichzeitig nur fünf Prozent der aktuellen Rechenleistung, KI-Rechenleistung steht in Europa, zwei Drittel in den USA und diese Schere geht immer weiter auseinander. Und Fox, einer der Autoren, war beim Bayerischen Rundfunk im Interview bei Gregor Schmalzrig liebe Grüße und hat gesagt, Europa ist ein Kandidat, ein geopolitisches Prekariat zu werden, aus dem man nicht mehr herauskommen würde. So, das könnt ihr euch gerne mal durchlesen, es ist eine Empfehlung. Und ich habe noch ein KI-Thema und das schließt so ein bisschen an die letzte Episode an. Und zwar geht es in diesem KI-Thema oder in diesem Fall. Geht es, also wir haben ja über Mario Vogt gesprochen. Mario Vogt, Ministerpräsident, der eine nicht nur eine Geburtstagsrede geschrieben hat, mit Hilfe von KI, von Thüringen übrigens, sondern auch Text, Gastbeiträge mit Hilfe von KI geschrieben haben soll. Mit Hilfe ist fast falsch, weil es war nahezu ausschließlich KI generiert. Gedenkreden zum Holocaust- Gedenktag, soll er mit KI generiert haben. Und in den letzten drei Tagen haben sich die Ereignisse darum überschlagen. Es fing damit an, dass am Freitag Matthias Döpfner, der Vorstandsvorsitzende der Axel Springer SE, einen Gastbeitrag. geschrieben hat in der Welt. Und der letzte Satz oder der letzte Absatz in diesem Weltgastbeitrag lautete: dieser Text wurde zu 100% mit KI genauer von Gemini generiert, die Erzeugung dauerte ungefähr eine Sekunde. Der Prompt lautete, schreibe einen Kommentar, der den folgenden Text fulminant entkräftet. Er hat sich dabei dann auf einen Gastbeitrag von Mario Vogt. bezogen und Matthias Döpfner verbirgt sich dafür, am vorgeschlagenen Text von Gemini nichts geändert zu haben. Und da dachte ich schon so, also als Vorstandsvorsitzender eines Medienhauses Also klar, man kann sich dafür aussprechen, dass es so, haben wir in der letzten Episode ja auch besprochen, so Texte, die nur so schablonenhaft geschrieben werden. Also Fußballberichte Spielberichterstattung häufig, die eh immer dieselben Segmente und Sätze, Satzbauweisen übernehmen. Klar kann man sich dabei helfen lassen. Auch beim Brainstorming kannst du dir. Von einem Chatbot helfen lassen. Aber sich als Vorstandsvorsitzender hinzusetzen und zu sagen, mein Meinungsstück ist komplett KI generiert, macht doch die eigene Überflüssigkeit deutlicher als alles andere, oder?

46:36 Pip Klöckner

Ja, also weitergedacht heißt das, die Meinung von Matthias Döpfner hängt jetzt von KI ab, was in seinem Fall, glaube ich, ganz oft auch eine Verbesserung wäre, muss man ganz klar sagen. Wenn man überlegt, wer sich dann zuletzt geäußert hat. Von daher würde ich das erstmal begrüßen, wenn er seine Meinung mehr und mehr von Gemini beeinflussen ließe. Dafür erstmal Lob, also wenn man sich verbessern kann. Immer gern. Ansonsten sieht man natürlich auch so ein bisschen, dass der Text von Gemini geschrieben wird. Wenn man so Sätze wie: Das ist nicht progressiv, das ist digitale Hexenwand. Das sind ja genau die Floskeln, die man von KI kennt und die sie so erkennbar. Machen, also ich hätte diesen Text jetzt wahrscheinlich, wobei ich glaube, also wenn er sich hier verbirgt dafür, dass das ungeändert ist, ich glaube nicht, dass man mit dem Prompt, der hier zitiert wurde, in einer Sekunde das generieren kann, weil ich sehe, ich das klingt schon, als wäre es auf dem Duktus oder der Ausdrucksweise von einer Person so ein bisschen Basiert worden vorher und ich könnte mir vorstellen, dass entweder der Prompt oder der Kontext dann doch ein bisschen größer war, als man hier gesagt hat. Das ist natürlich aber auch so ein bisschen KI-Identitätspolitik hier, die Dagnada betreibt, weil er natürlich stolz vorangeht mit seinen Presseerzeugnissen, die dazu fast Sagen, verdammt sind, KI so viel zu nutzen, wie es geht, und wenn dann die FAZ die Gegenmeinung wagt, Oder was aus seiner Sicht eben Zensur und Hexenjagd ist und sagt, man sollte es quasi fast verbieten oder zumindest ächten, wenn Leute für wichtige Reden KI nutzen. Dann ist das aus seiner Sicht natürlich so ein bisschen der Belzebub, den er da auszutreiben versucht, weil es der Diametrale. Widerspruch zu allem ist, was er gerade in seinem Verlag versucht zu propagieren. Insofern ist der Kommentar jetzt nicht Überraschend und auch nicht, wie er geschrieben ist. Ob das jetzt so kreative Szenen von KI schreiben zu lassen. Ich

48:37 Gavin Karlmeier

Ich wollte nur sagen, es ist so ein bisschen wie diese Moderation im Fernsehen-Morgen-Magazin vor zwei Jahren, wo man dann nachher sagt, na, haben Sie etwas gemerkt? Das habe ich mit einem Chatbot geschrieben. Das ist so ein bisschen dieser Taschenspielertrick, ja.

48:48 Pip Klöckner

Ja, und wie gesagt, also jetzt ausgerechnet einen Meinungsartikel dann generieren zu lassen, ist dann, ich würde jetzt mal sagen, genauso unklug vielleicht wie KI-Texte. Unredigiert als Reden zu übernehmen. Also KI zu nutzen, um sich inspirieren zu lassen für eine Rede oder die einzelnen Punkte auch so ein bisschen vertessen zu lassen. Das ist was, was ich zum Beispiel machen würde. Ich würde versuchen die Narrative schon selber zu bestimmen, aber ich würde sie zum Beispiel versuchen, sagen, also wie sagt man nennt man das, Strawman zu lassen? Also mal zu sagen, wo ist eigentlich der schwache oder starke Punkt daran? Wie würdest du dagegen argumentieren? Dazu ist KI ein super Tool, was man auch nutzen sollte, glaube ich. Also wohl als jemand, der seine Meinung herausgibt oder vielleicht auch journalistische Arbeit macht. Aber was man natürlich nicht machen soll, ist das dann eins zu eins übernehmen, weil dann diese typischen Artefakte da, also wenn man es so schlampig macht, dass dann diese typischen Artefakte zurückbleiben. Dann finde ich es ehrlich gesagt zumindest keinen kompetenten Einsatz von KI.

49:53 Gavin Karlmeier

Und also die Frage ist ja tatsächlich auch An der Stelle, was will Matthias Döpfner hiermit für ein Zeichen setzen? Also möchte er ein Zeichen setzen dafür, dass unser Unternehmen so weit vorangeht, dann schaffst du es nicht mit einem Meinungsstück, der am Ende komplett reproduzierbar ist, weil dann ist es. Papierverschwendung. Er hättest du einfach den Prompt abdrucken können und sagen, hier macht's selber. Möchte er das Zeichen setzen, dass die Technologie so weit ist, dass. sein ganzes Unternehmen am Ende nur noch mit Hilfe von KI generierbar oder alle Texte, die aus seinem Unternehmen kommen, am Ende mit KI generierbar sind. Dann sagt er am Ende auch, Eigentlich braucht man uns generell nicht mehr. Das heißt, er stellt das komplette unternehmerische Ziel der Axel Springer SE infrage, wenn man sich überlegt, dass ja immer noch extrem viele Menschen eben arbeiten, die den ganzen Tag texte. produzieren oder generieren lassen, je nachdem. Also mir fehlt so ein bisschen die Wucht der Aussage, die er hier hinsetzt, außer eben am Ende zu sagen, eigentlich braucht es mich nicht. Oder ich stimme dir auch zu, nur mit dem Prompt allein hättest du diesen Text wahrscheinlich auch nicht bekommen. Also vielleicht ist sogar die Verbürgung am Ende eine Lüge.

50:55 Pip Klöckner

Ja, ich bin mir auch sicher, dass die Springer irgendwie seine Meinungsartikel zum Nahostkonflikt nicht Gemini überlassen würde, ehrlich gesagt und ihm dann die eigene Meinung doch wichtiger ist. Ja, ich würde es vor allen Dingen sehen, als vielleicht auch ein Stück, was so ein bisschen Einhalt gebieten soll für den Fall, dass ich jetzt eventuell im schlimmsten Fall durchsetzen würde. Dass so eine Art Ächtung gegen KI eintritt, weil dann würde Spring natürlich vergleichsweise schlecht aussehen. Wenn, wenn jetzt beim schlimmsten Fall sich da so etwas wie entwickelt wie Pressetexte, müssen gekennzeichnet werden, wenn sie mit KI generiert werden, das würde man im Haus Springer sicherlich nicht gerne. Sie man ja mehr und mehr darauf setzen möchte und einzelnen Publikationen vielleicht auch anders gar nicht mehr ginge inzwischen.

51:41 Gavin Karlmeier

Ja, das kann alles richtig sein. Wobei, dafür glaube ich kommt er ein bisschen spät, weil ich habe schon das Gefühl, dass es so eine gewisse Ächtung gegenüber künstlicher Intelligenz in manchen Teilen der Gesellschaft schon gibt. weil eben da ganz häufig alles in einen Topf geschmissen wird. Also dass du eben verwechselst, dass Teile dieser Technologien sehr wirksames und mächtiges Werkzeug sein können, aber das nicht automatisch bedeutet, dass du selber überhaupt gar keine Ideen mehr haben musst.

52:07 Pip Klöckner

Genau, das wäre auch meine differenzierte Meinung. Also ich bin für den Einsatz von KI in fast jeglichem Berufsbild und dann erwarte ich aber die Kompetenz beim Einsatz, die halt dafür sorgt, zum Beispiel, dass es. Nicht sofort als KI erkennbar is, dass immer noch der Stil und die Meinung des Verfassers oder Verfasserin nachvollziehbar is. KI wirklich die Meinungsarbeit oder das Reporting, das dahin auszulagern, ist, glaube ich, Unfug.

52:36 Gavin Karlmeier

Ja, absolut. Hat aber nicht nur Matthias Döpfner gemacht, sondern auch Stefan Andreas Kassorf, der war Editor at Large beim Tagesspiegel und hat auch Meinungstexte war früher übrigens Chefredakteur Meinungstexte, mit Hilfe von KI generieren lassen und musste deswegen seine publizistischen Aufgaben erstmal ruhen lassen. Also, falls nicht gekennzeichnet ist. Weiß nicht, ob das gereicht hätte ich an der Stelle Er sagt, ich habe einen Riesenfehler gemacht und habe dem Haus geschadet und mir dafür bitte ich von ganzem Herzen um Entschuldigung für die Texte habe ich KI genutzt, das hätte ich kenntlich machen müssen und sie deswegen nicht publizieren dürfen.

53:12 Pip Klöckner

Ist es natürlich so insofern anders zum Fall Döpfner. Döpfner kokettiert ja hier ganz klar damit, dass er KI nutzt und deswegen kann er dann auch seine angebliche Meinung so kundgeben. Im Fall von einem Meinungsredakteur, der jetzt quasi dauerhaft den Eindruck erweckt hat, er würde seine Meinung publizieren und wenn das aber dann wirklich Überwiegend von KI geschrieben wurde, dann ist es ja eine Art von Täuschung über das, was er getan hat. Und dann hat er vielleicht sowohl den Arbeitgeber als aber vor allen Dingen auch die Konsumierenden des Presseerzeugniss, damit Zumindest getäuscht und da finde ich es dann auch richtig. Also ohne, dass man jetzt eine breitere Ächtung davon bräuchte, aber natürlich können Menschen zumindest derzeit noch erwarten. Dass Leute, die regelmäßig als Meinungsredakteur auftreten, auch wirklich ihre Meinung publizieren und nicht KI-Slob als ihre Meinung branden.

54:06 Gavin Karlmeier

Naja, weil Medien halt ein Geschäft mit Vertrauen ist. Die Leute kaufen, sollen ja den Tagesspiegel kaufen, weil sie wissen Da ist jemand, der trifft meine Meinung gut oder der ordnet das gut für mich ein. Es ist einfach mit Geschäft mit dem Vertrauen. Und das trittst du halt mit Füßen, wenn du halt am Ende das abdruckst, was alle Leute sich selber hätten generieren lassen können. Und da kommen wir zum dritten und letzten Ereignis aus dieser Reihe dieses Wochenendes, denn Carsten Wildberger, der Digitalminister. . Soll auch häufiger Reden mit Hilfe von KI generiert haben und auch Gastbeiträge, die zum Beispiel im Handelsblatt publiziert werden, Wurden oder in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Das berichtet die Zeit mit der großartigen Überschrift Das komfortable Gefühl einer in sich stimmigen Erzählung, mit dem Sie hier Wildberger zitieren. Und auch da gibt es Dutzende Diese Artefakte, die du eben schon angesprochen hast, sowas wie, das Problem liegt nicht im Mangel an Ideen, es liegt in den Mechanismen, die den Übergang von der Erfindung zur flächendeckenden Anwendung tragen sollen. Interessant ist, dass Wildberger aber offenbar auch Texte, in denen es um die Gefahren von KI gehen soll, komplett mit KI generiert haben lassen soll. Und da teilweise Passagen drin auftauchen, die vollkommen unverständlich sind, wenn man sie sich anschaut. Also er hat zum Beispiel gesagt, Sicherheit ist kein Bremsklotz. Sicherheit ist unser Burggraben. Was so ein Satz ist oder eine Konstruktion ist, die halt in sich erstmal gar keine Aussage hat. Es geht nicht um Serverheilen, es geht um digitale Souveränität. Und das ist natürlich super schade, wenn das so eine Person ist, die eigentlich natürlich als Digitalminister, ja einfach nach vorne gehen kann und sagen kann: hier, diese Elemente habe ich zusammen mit KI generiert, aber ich habe sie menschlich überprüft und das ist, wie wir hiermit arbeiten können. Das ist aber hier eben nicht passiert, sondern Er hat eben offenbar einfach outgesourced, leider nicht an sein Personal, sondern an Geräte. Vielleicht haben die das auch gemacht, das ist natürlich jetzt eine Unterstellung, das wissen wir nicht.

55:57 Pip Klöckner

Ja, das ist natürlich schon bedenklich, wenn zumindest die Äußerung eines Politikers, der zumindest mit etwas Macht ausgestattet ist, auch dann auch schon von KI, also nicht nur beeinflusst, sondern auf dem oder wie sagt man nicht offensichtlich scheinbar größtenteils von KI quasi generiert worden sind. Es ist natürlich gefährlich, wenn du dann vermutest, dass eventuell noch andere größere Denkprozesse ausgelagert werden an KI. Macht es das nicht besser. Ich bin immer wieder überrascht, wie Leute das überhaupt wiedergeben können, ehrlich gesagt. Mir fällt zum Beispiel, also warum das für mich zum Beispiel einfach gar nicht funktioniert ist. Ich kann unheimlich schlecht Texte vorlesen, die andere Leute geschrieben haben. Also ich wäre der schlechteste Tagesschausprecher der Welt, weil ich sofort merke, wenn was nicht So meine typische Ausdrucksweise ist, kann ich die Sätze nicht mal gerade lesen, ehrlich gesagt. Und ich würde dann über solche Worthülsen auch ehrlich gesagt stolpern und mich Zwei Sekunden später fragen, was habe ich da gerade gesagt? Kann ich Server hallen, sondern digitale Souveränität. Wer hat denn das geschrieben? Ja, ich finde es ein bisschen unglücklich. Wie gesagt, aber ich würde niemals die Nutzung von KI an sich auch für Reden schreiben verdammen. Sondern es geht eben darum. Selber am Ende nochmal drüber zu gucken oder jemanden zu haben, der drüber guckt. Natürlich haben Politiker auch früher nicht ihre Reden alle selber geschrieben. Das ist ja auch unmöglich, wenn man irgendwie auf drei Konferenzen an einem Tag teilweise auftritt oder so. Aber Da noch ein Mensch zu haben, der das mal abnickt oder redigiert nochmal oder gewisse Artefakte wegnimmt oder den Prompt von Anfang an so einstellt, dass es zu sowas gar nicht. Komm, also ich finde, es geht hier vor allen Dingen immer noch um Inkompetenz bei der Nutzung von KI, weil man, also alle diese Menschen, über die wir reden, ne. Ob Döpfner, Wildberger oder insbesondere auch der Tagesspiel war es. Tagesspiegel, Tagesspiel, Castor. Es gibt ja ausreichend Publikationen, wo man sich den typischen Schreibstil oder Redestil von denen hätte angewöhnen können. Und das einfach erstmal in die KI einladen und dann, und ich würde behaupten, in dem Beispiel aus der Welt, von Döpfner klingt es so, als würde es sich sehr stark an seinem typischen Argumentationsstil orientieren, weil Ich lese da schon so einen gewissen Döpfner-Stil drin und nicht den typischen Gemini-Stil.

58:25 Gavin Karlmeier

Vielleicht war Döpfner aber auch immer eine KI.

58:28 Pip Klöckner

Ja, oder er nutzt sie schon so lange, dass sie Quasi aus dem Kontext schon gelernt hat. Ja, das kann auch sein. Aber dann überraschend auch, dass Gemini es geschrieben hat, weil bis vor kurzem war ja noch OpenBI der relativ exklusive Partner. Also man hat ja Vieles getan bei Springer, um einer der ersten Partner von Open AI in Europa zu sein, und dass man jetzt so schnell mit Gemini fremd geht,

58:52 Gavin Karlmeier

Fand ich auch überraschend zu lesen, ehrlich gesagt. Vielleicht hat Döpfner einfach die AI-Summary aus der Google-Suche benutzt. Man weiß es nicht. Um ganz kurz noch das zu Ende zu bringen, weil du hast natürlich. Vollkommen recht, andererseits bringst du sie dann natürlich mit auf die Idee, noch geschickter zu täuschen. Und das ist halt am Ende ja auch das, also das ist etwas, was ich zum Beispiel Ankreiden würde. Ich würde niemals sagen, nutzt dieses Tool nicht, um eure Arbeit zu erleichtern. Die Frage ist, ob man dieses Tool nutzen muss, um den Output damit zu generieren oder ob das nicht den kompletten Weg der Fleißarbeit Erleichtern könnte. Also es ist, ich halte das für legitim, sich Texte zusammenfassen zu lassen, solange du zum Beispiel bei den Zitaten sicher zitieren kannst, Aber ich halte es für problematisch, wenn der Output am Ende einer Rede dann eben nicht aus zumindest einmal durch menschliches Gehirn gelaufen ist, or sondern eben nur noch von der Maschine kommt und sich dann jemand dahin stellt und das dann vorträgt, ohne dass da jemand überlegt hat. Ist das überhaupt sinnvoll, dass wir das hier sagen? Ist eine Unterstellung, satirische Erhöhung, aber so wirkt es.

59:52 Pip Klöckner

Es ist wie bei allen KI-Anwendungen derzeit zumindest noch, dass am Ende der Human in the Loop nicht ganz unwichtig ist, der da drüber schaust. Und trotzdem möchte ich nochmal, also das Gleiche, was ich bei Döpfner unterstellt habe, es ist auch für ganz viele Leute schon eine Bereicherung, wenn sie statt ihrer eigenen Meinung. KI nutzen. Das trifft natürlich nicht exklusiv auf einen Döpfner zu, sondern der Output der meisten Menschen verbessert sich tendenziell erstmal wahrscheinlich. Aber er wird viel zu uniform natürlich. Also wenn alle die gleiche KI nutzen und sie alle ohne jegliche Feineinstellungen und Präferenzen prompten, dann würde es, und das ist die große Gefahr dahinter eigentlich, zu einer furchtbaren Homogenität in der Meinungsbildung. führen. Also wenn wir nicht mehr auf verschiedene Kommentare und Meinungen vertrauen können in Medien und sagen wir im schlimmsten Fall alle mit KI arbeiten und vielleicht noch alle mit der gleichen oder die größten KI, alle relativ konvergent. im Konsensbereich argumentieren, dann verlieren wir natürlich jegliche Differenzierung und jegliche Heterogenes Meinungsbild dabei und dann wird es schwer, sich eine eigene Meinung zu bilden, wenn wir alle quasi nur noch die Einheitsmeinung der KI konsumieren. Deswegen spätestens da wünsche ich mir dann eben schon die. Gern auch mal extremeren Sichtweisen von, also in einem gewößen Rahmen natürlich, von Menschen, die die Realität aus verschiedenen Perspektiven betrachtet. Ich halte es für sehr sinnvoll. Ich höre mir auch gern verschiedene politische Meinungen oder Progressive gegen Konservative, Linke gegen Rechte, wo immer es solche Pole gibt, glaube ich, tut man gut daran. In einem gewissen Bereich zumindest beide Seiten zu lesen, um sich deine eigene Meinung zu bilden. Und wenn die jetzt alle KI nutzen, Um sich selber zu optimieren, dann führt das erstmal auch dann doch eben im ganz großen Endeffekt vielleicht doch zum schlechten Ergebnis. Zum Abschleifen.

01:01:48 Gavin Karlmeier

Zwei Meinungen habt ihr auf jeden Fall bis hierhin gehört, lieber Pip. Danke, dass du hier warst heute. Das war ganz schön. Ich glaube, wir haben sehr viele Dinge gelernt. Also ich auf jeden Fall, und das reicht ja am Ende auf. Danke, dass du hier warst. Ich hoffe, du kommst nochmal wieder. Bis zum nächsten Mal. Ihr Lieben, ich wünsche euch einen ganz wundervollen, einen ganz wundervollen Wochenstart und guten Montag. Wir hören uns wieder am Mittwoch dann mit Janne Knödler, die noch nie hier war. Aber wir versuchen, das seit einem Jahr einen Termin zu finden und sie kommt jetzt. Das erste Mal freue ich mich drauf. Schönen Wochenstart und danke dir, Pip. Ich danke auch und bis bald.