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Folge 597 · 3. Juli 2026 · 1:04 Std.

Eine Stichsäge für alle Fälle

mit Carsta Maria Müller

Was “gut” ist oder nicht, müsst ihr bitte selbst entscheiden – was ein Gut dagegen, entscheidet der Markt. Oder in diesem Fall der Mark – denn Meta möchte ins Rechenzentrenvermietungsbusiness einsteigen. Gleichzeitig aber paywallen sie ihre Brillen. Einfach ein gutes Händchen für Marketing!

Apropos gutes Händchen: Mehrere gute Händchen voll Strafe musste Google in den letzten Tagen zahlen – und wie sinnvoll wäre eigentlich ein verstaatlichter Konzern? Vor allem, wenn es OpenAI wäre?

Kapitelmarken

KI-unterstützt

  1. Hallo Carsta!
  2. Meta erwägt Einstieg ins Cloud-Geschäft
  3. Google begrenzt Metas KI-Zugang
  4. EU: Amazon und Microsoft als Gatekeeper
  5. Meta-Brillen und Abo-Modell
  6. Nachhak: WhatsApp Usernames
  7. Claude Fable 5 wieder verfügbar
  8. OpenAI schlägt Beteiligung der US-Regierung vor
  9. Geheimdienste warnen vor KI-Bedrohung
  10. Philip Morris nutzt KI für Lobbyarbeit gegen Tabakgesetze
  11. Bayern erlaubt KI in Hochschulprüfungen
  12. Googles Rekordstrafen in der EU und Schweden
  13. Google stellt Tenor API ein

Transkript

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00:01 Intro

Haken dran, das Social Media Update der CT.

00:06 Carsta Maria Müller

Hallo Caster Hallo! Bei mir ist heute Carsten Maria Müller, Managing Director bei Baby Guard Business und du warst jetzt lange raus und bist wieder hier. Und meine erste Frage ist Wie ist der Vibe?

00:20 Gavin Karlmeier

Geht so, also geht so, weil wenn man vier Wochen lang, ich sag mal, wenn man sich vier Wochen lang sich einfach nur von Nektar ernähren durfte und jetzt auf einmal wieder den grünen Salat essen muss, ist es halt nicht so geil. Ich war eine Zeit lang im Sabbatical und habe angefangen ein Buch zu schreiben und musste genau nichts machen, außer meine Gedanken zu sortieren und ins Laptop reingucken, um ein Buch zu schreiben. Und jetzt bin ich wieder im Hamsterrad der E-Mails und Vorträge und Consultings und Mentorings und was weiß ich nicht alles gelandet. Und das ist so ein bisschen, wie gesagt, Nektar gegen grünen Salat.

00:47 Carsta Maria Müller

Ja, auf der anderen Seite hast du jetzt den Luxus, keine Zeit für eigene Gedanken zu haben. Ist doch auch schön.

00:51 Gavin Karlmeier

Ja, kann für manche Menschen auch ein Luxus sein, das stimmt.

00:57 Carsta Maria Müller

Wir gehen heute rein, wir haben Freitag, also wir gehen mit großen Schritten aufs Wochenende zu und deswegen arbeiten wir uns hier noch einmal so den Stapel durch. Und wir gehen mit einer Meldung rein, bei der ich so ein bisschen das Gefühl habe, es ist so, es ist nicht überraschend, aber irgendwie dann auch doch interessant. Und zwar berichten mehrere Medien, dass Meta, übrigens auch bestätigt mittlerweile von Meta, Dass Meta den Einstieg in das Cloud-Geschäft erwägt. Also Meta möchte ein eigener Scaler, Hyperscaler werden und möchten gerne ihre Rechenkapazitäten auch für andere Unternehmen zur Verfügung stellen. und wollen sozusagen damit Konkurrenz für Amazon und Microsoft werden, was vielleicht noch interessant wird, da kommen wir gleich noch zu. Was aber vor allem unter dem Gesichtspunkt interessant ist, dass sie halt wirklich etliche Computezeiten übrig haben, offensichtlich, dass die Meta AI die Rechenzentren nicht auslastet und sie sich mal bei Elon Musk mal wieder abgeguckt haben, was man denn eigentlich jetzt mit diesen ganzen Computern, mit diesen teuren Chips so machen könnte.

01:58 Gavin Karlmeier

Ich finde es total skurril. Ich finde immer bei Meta, die kommen dann mit so einer Meldung um die Ecke und sagen, so, ich möchte jetzt auch noch in dieses Geschäftsfeld mit reingehen. Und man fragt sich immer. Wartet mal, also habt ihr nicht irgendwie so einen Jahresplan oder einen Fünfjahresplan? Und ist das jetzt einfach gerade eine Opportunity, wo ihr denkt, ach, da müssen wir jetzt auch mitspielen? Oder also ich zweifle immer an der wie durchdacht und fundiert das Ganze ist, weil das so wie Kai aus der Kiste kommt.

02:23 Carsta Maria Müller

Ja, und es ist aber wirklich so, es ist wirklich nicht das erste Mal. Dass sie sich angucken, was macht Elon Musk gerade und was können wir davon lernen? Und wir wissen, dass SpaceX AI, die Tochter von SpaceX, angefangen hat, die Rechenzentren, die sie nicht gebrauchen können, weil sie angeblich technisch nicht auf dem neuesten Stand sind, aber böse Zungen und wir sagen Naja, vielleicht liegt es auch daran, dass Grog nicht so viel Computerleistung braucht, wie ihr übrig habt. Angefangen haben, die halt an die Konkurrenz zu vermieten. Also an Google, an Anthropic, an noch ein drittes Unternehmen, das mir gerade nicht einfällt. Und das Meta da sagt, ach guck mal, da können wir noch ein bisschen Geld verdienen. Das ist ja eine tolle Idee. Ich finde das interessant.

03:00 Gavin Karlmeier

Was ich mich halt immer frage, ist. Ein bisschen Geld verdienen macht ja bei Meta nicht viel aus. Und wie viel ist denn ein bisschen Geld verdienen? Und wo ist denn da immer diese Fallhöhe, dass man sagt, okay, das macht businessseitig total Sinn? Ist es dann wirklich das. Die Wachstumsrechnung, dass man sagt, okay, das macht halt dann in zwei Jahren zahlt sich das aus, weil diese Peanuts von ein bisschen sind ja nicht so Aus, also so ergibe ich für die. Ich weiß natürlich, dass immer diese, dieses, wir müssen unsere Aktionäre glücklich machen. Das spielt natürlich immer mit ein. Und ich glaube, dass ganz viele von den Aktionären halt auch einfach sagen: Ja, okay, sobald irgendwie was Neues kommt und irgendwelche Wörter kommen, die vorher noch nicht mit dabei waren, dann sind alle happy. Also das Ich verstehe das Konstrukt dahinter halt nicht so ganz. Oder ich würde gerne mehr Insights haben wollen.

03:51 Carsta Maria Müller

Ja, wir wissen, dass SpaceX ungefähr 2 Milliarden im Monat damit macht. Was für SpaceX Dessing interessant ist, weil sie halt mit ihrem KI-Geschäft sonst nicht so viel Geld machen würden, aber an der Börse sind und die AktionärInnen. wahrscheinlich ein bisschen unruhig werden, wenn immer mehr Geld in KI gesteckt wird, da aber nichts bei rumkommt. Und sie können dann jetzt halt sagen, ja, wir haben halt jetzt ganz viele Häuser gebaut, aber wir können hier keine Partys veranstalten, also vermieten wir die. Und Meta scheint ein ähnliches Problem zu haben, weil auch die Meta-AI, die zwar sicherlich genutzt wird, um zum Beispiel so ein bisschen die Algorithmen mit Rechenleistung anzufüttern oder die. . Systeme, die sie eben generell eh nutzen in ihrer Software. Aber die Sprachmodelle, die zum Beispiel Meta betreibt, die werden, glaube ich, nicht so stark angenommen, wie Meta sich das offenbar erhofft hat, als sie diese Rechenleistung dahingestellt hat. Und das ist natürlich vielleicht eine Möglichkeit, wie gesagt, noch ein bisschen was mehr in den Pot zu schmeißen. Aber Meta macht halt einen Jahresumsatz von ungefähr 188 Milliarden Dollar. Also da sind zwei Milliarden im Monat, 24 dann im Jahr. Das ist schon ein bisschen was.

04:51 Gavin Karlmeier

Ja, okay, fair enough. Ich weiß übrigens, dass für MetaEI der größte Use Case tatsächlich über die Glas ist auch. Also das, weil du musst ja. Die KI in den Brillen, in den Meta-Frames. Das ist halt die, die du da verwenden musst. Und du musst ja immer sagen, Meta do this, Meta-Do that, Meta mach da, d-d. Und das ist somit da, wo es am meisten verwendet wird.

05:14 Carsta Maria Müller

Ja, kommen wir gleich auch nochmal zu, gibt es nämlich auch eine interessante Entwicklung zu den Brillen. In dem Zusammenhang kann man vielleicht noch dazu sagen, dass Meta jetzt einen neuen Chief Data Officer hat. Das wird sein Alex Schulz. Alex Schulz war zuvor im Marketing bei Meta, wird dort jetzt abgelöst von Denise Morino. Die wird jetzt die CMO, das war nämlich vorher Alex Schulz. Und seine Aufgabe ist, die Analytik direkt in die Führungsspitze einzubringen, berichtet zumindest Axios.

05:43 Gavin Karlmeier

Ja, das ist dieses, ähm, auf dieser Ebene tauschen die sich irgendwie alle immer mal so durch und dann kommt wieder mal jemand mit hoch und dann ist aber dann der eine geht dann auf einmal vom CMO zum Chief Data Officer und man denkt sich immer so, hm, sollte da nicht ein bisschen mehr Qualifikation dabei sein? Aber das ist so diese. böse Leute sagen immer so, diese Chefetagen-Possi. Die sich dann immer so die Hand durchreichen und der ist ja auch schon seit 100 Jahren da, also das ist jetzt keine Überraschung.

06:10 Carsta Maria Müller

Aber damit ist jetzt, wie gesagt, NutzerInnenforschung, Wettbewerbsbeobachtung und Berichterstattung direkt unterm Vorstand, direkt unterm Bord. Das gab es bislang. Richtig aus, wenn ich ihn nächstes Mal sehe. Und warum Meta aber vielleicht diese Entscheidung getroffen hat, in dieses Cloud-Business reinzugehen, ist auch, weil sie festgestellt haben, dass andere offenbar ganz schön ausgelastet sind und da haben sie vielleicht ein bisschen Potenzial erkannt. Was nämlich passiert ist, Meta hat auch ein bisschen KI-Leistung eingekauft und zwar bei Google. Und Google hat offenbar gesagt, dass der Zugang, den Meta hat, jetzt beschnitten wird. Die Zugänge zur Gemini KI oder den Modellen, den Gemini Modellen, die können wohl nicht so umfassend abgerufen werden, wie Meta das gerne hätte. Es gibt da einen Lieferengpass würde man, glaube ich, in analoger Ware sagen. Und vielleicht hat Meta sich gedacht, warte mal, wenn die uns nicht bedienen können, dann vermieten wir ihnen einfach unsere Server. Also ist jetzt eine Mutmaßung, aber der Zusammenfall dieser beiden Meldungen ist zeitlich schon doch stark bemerkenswert, finde ich.

07:10 Gavin Karlmeier

Ich finde es so spannend, dass Dass das eine Handelsware geworden ist oder eine Währung, mit der jetzt quasi gehandelt wird. Und dass die großen Tech-Unternehmen sich da gegenseitig austauschen, Konkurrenz machen und so weiter. Und es, also, ne, das Klar, man hatte das auf dem Schirm und wir wissen alle, wie viele Bäume sterben, wenn man halt eine KI-Anfrage macht, statt einfach mal kurz das Gehirn zu verwenden. Aber dass es in dem Ausmaß quasi stattfindet, das hat schon noch mal eine andere Ausprägung.

07:38 Carsta Maria Müller

Also I statt KI ist eigentlich der Appell. Einfach mal wieder ein bisschen I zulassen. Oder so dieser Mensch, neulich, der bei Reddit schrieb, haben wir hier drüber gesprochen, der sagte: Ich habe das Gefühl, ich benutze ChatGPT in meinem Kopf. Womit er auch erklärt hat, denken.

07:54 Gavin Karlmeier

Das ist so abstrus, ne? Weil dieses, also wie schnell sich so Chat-GPT, Chatty, meine GPTs und so, wie schnell die sich in diesen Sprach gebracht werden. Reingewanzt haben. Und es ist, also so, nee, nee, ich habe sogar Chat-GPT gefragt und ich denke mir nur so, ja, okay, du hast dein Handy aufgemacht, eine Frage eingegeben. Das ist jetzt keine, das, also ist jetzt wirklich, das ist jetzt nicht viel Aufwand

08:16 Carsta Maria Müller

Weiß ich, ich hab da eine andere ganz spannende gesellschaftliche Beobachtung und ich bin mir sicher, alle, die in Unternehmen mit mehr als dreißig Mitarbeitenden sitzen Die haben diese Beobachtung auch schon mal gemacht. Es gibt immer Leute, meistens Männer, meistens Ü50, und das ist kein Altersschaming, sondern ich glaube, das ist einfach nur so eine statistische Beobachtung, die sich so selber zu KI-Experten berufen. Und die erkennt man dann daran, dass sie so, ich muss jetzt aufpassen, was ich sage, weil vielleicht hören so Leute zu, die fangen dann so an, so extrem viel Slop zu posten. Und zwar ob. Ob es jetzt irgendwie, keine Ahnung, sich selber in Selfies in irgendwelchen Situationen ist oder Dinge, die sie einfach generiert haben und die sich das so reinschmeißen in ihre AI Begeisterung, dass sie selber so ein bisschen verlieren, warum sie das eigentlich tun. Manche Leute nutzen das auch bei LinkedIn zum Beispiel, da gibt es das relativ viel. Aber damit meine ich jetzt gar nicht, die Menschen, die so wissen, was möchte ich jetzt bei LinkedIn posten, Reichweite aufbauen. sondern für sie ist das einfach nur so zeigen, was sie können. Und das sind dann eben auch die, die dann im Unternehmen anfangen, so ich male Anführungsstriche in die Luft zu automatisieren. die aber jetzt nicht so wirklich eine technische Begeisterung haben, sich da so reinschrauben, sondern die halt so eben all diese Consumer-Features nutzen. Und ich beobachte das gerade häufig, dass es diese Menschen, kennst du solche Leute?

09:39 Gavin Karlmeier

Sehr viele. Das ist also, man kommt auch nicht um diese Leute drumherum. Und das sind auch Also mit denen hat man die spannendsten Diskussionen, das ist halt wirklich Oberfläche, das ist so Oberfläche. Und dann auch so sagen, nee, das brauchen wir auch gar nicht im Unternehmen. Und ich denke nur so, ja, also, also das sind wirklich ganz, ja, kenne ich.

10:03 Carsta Maria Müller

Ja, weil das Problem ist, das Problem ist, ich versuche mal eine Analogie herzustellen. Das ist so der eine Typ, der sich eine Stichsäge gekauft hat. Und plötzlich wird jedes Brett zur Opportunity. Weißt du, also plötzlich sieht er überall Möglichkeiten, einen Tisch zu bauen. Aber er vergisst dann irgendwann, warum er sich diese Stichsäge eigentlich mal gekauft hat. Also dieses sich fragen, warum nutze ich das Tool jetzt eigentlich? Was ist eigentlich mein Ziel damit? Das ist, glaube ich, gerade gesellschaftlicher, da brauchen wir einen Namen für, so wie die Zuma sich irgendwie einen Namen gesucht haben.

10:35 Gavin Karlmeier

Ah, das stimmt, das braucht heute ja. Weil alte weiße Männer trifft es nicht, weil das ist es nicht. Das sind andere, das ist eine andere Spezie. Es sind auch viele Menschen, die gerade so in diesen ganzen Layoff-Wellen, die in allen Unternehmen stattfinden. So dieses höhere, mittlere Management, also die, die nicht in die ganz hochene Ebene reingekommen sind, aber so aber so seit zehn Jahren in dieser, in dieser, ich sag's immer, na oberes mittleres Management sind und die jetzt dann auf einmal Quasi mit einem sehr großen Paket rausgegangen sind, aber noch nicht in den Ruhestand gehen können und eigentlich noch so drei, vier Jahre arbeiten müssten, um den Lebensstandard dann auch im Rentenalter halten zu können. Das sind die Kandidaten. Ich habe da eine Lebensgeschichte zu. Ich kann dir die Persona aufmalen. Ich kann dir sogar sagen, wie viele Kinder die haben und so. Also ich komm mal hier.

11:26 Carsta Maria Müller

Ja, aber es klingt eher so, als hättest du nicht eine Persona im Kopf, sondern eine Person.

11:29 Gavin Karlmeier

Nee, nee, nee, vielleicht.

11:36 Carsta Maria Müller

Was interessant ist übrigens, ich will noch kurz bei dieser Meta geht ins Cloud-Geschäft-Geschichte bleiben. Was daran so interessant ist, dass genau just. jetzt gerade die Europäische Kommission eine vorläufige Entscheidung mitgeteilt hat, dass Amazon mit AWS und Microsoft mit Azure, also deren Cloud-Dienstleistungen, als Gatekeeper im Sinne des DMA einzustufen sind und damit gewisse Regularien erfüllen müssen, wie zum Beispiel einen einfacheren Markteintritt für Mitbewerber oder eine Interoperabilität. wie genau die im Cloud-Game dann aussehen. Das ist noch nicht ausgeschmückt, weil es sind bisher nur die beiden und wir wissen, es gab eben ja ähnliche Diskussionen dann bei Betriebssystemen oder bei Messaging-Diensten. Jetzt gibt es eben auch zwei Cloud-Computing-Dienste oder. Rechenleistung am Ende. Aber auch da wird sich dann eben früher oder später die Frage stellen, wie diese Gatekeeper verhindern können, anderen den Markteintritt zu erschweren. Und Meta wird natürlich von vornherein erstmal nicht als Gatekeeper eingestuft werden in diesem Cloud-Business, weil sie eben nicht diese kritische Masse erreichen. Das wird aber Metas Plan sein. Und ich finde so, so alles in allem Ist es mal wieder so eine Geschichte, dass Meta genau zum schlechtestmöglichen Zeitpunkt mit so einer Entscheidung um die Ecke kommt, weil A, der die Öffentlichkeit ein Verständnis dafür hat, wie schlimm Rechenzentren sind, wegen der Gasturbinen, wegen der Einschränkung von Lebensqualität in dessen Umgebung und so weiter und so weiter. Zweitens, die Politik jetzt darauf aufmerksam wird und dementsprechend Entscheidungen trifft. Und Meta sagt, ne, wir machen das jetzt hier. Finanziell wird sich das, wie gesagt, vermutlich schon lohnen für sie, weil sie A ein gutes Netzwerk und B halt wirklich bestehende Rechenzentren haben. Aber so von der Reputation her, ich weiß nicht, ob das bei Meta überhaupt noch ein Kriterium ist, in dem man denkt, aber ist das jetzt nicht so der beste Zeitpunkt?

13:24 Gavin Karlmeier

Ich glaube nicht, dass man soweit denkt. Und Meta vergisst ja dann auch, den lokalen Kontext mit reinzubeziehen. Weil was natürlich bei Rechenzentren auch mit einhergeht, ist das Thema Klima. Und jetzt haben wir natürlich auch nicht in Europa die größte Klimalobby, aber wir haben gerade den heißesten Sommer bisher jetzt schon und wir sind noch nicht mal im Sommer angekommen. Und ich glaube, dass wir Wenn jetzt so die Zahlen und Statistiken von der Hitzewellewoche kommen, also wie viele Menschen ihr Leben verloren haben und wir wissen, was auch die langfristigen Folgen von all dem sind, wir da auch nochmal eine ganz andere Aufmerksamkeit haben. Wir wissen ja auch alle, dass das persönliche Sparen, wenn es ums Klima geht, also dass ich jetzt auf meinen Vergaser im Auto und mein Auto stehen lasse, das wollen die Deutschen natürlich nicht machen, aber mit dem Finger auf Leute zeigen, die das machen, weil man das nicht versteht. Also Da ist schon, also ich finde, da prodelt vielleicht auch so kontextmäßig etwas eventuell. Da bin ich gespannt, wie das vielleicht auch von Klimaaktivistinnen aufgefangen wird in irgendeiner Form.

14:26 Carsta Maria Müller

Ja, ich schätze, das wird noch eine Rolle spielen. Übrigens zu deinem Punkt mit der Übersterblichkeit gibt es zumindest aus Köln die Zahl, dass allein am letzten Wochenende. . 120 Menschen gestorben sind und an einem regulären Wochenende etwa 30. Also das ist schon eine ziemlich krasse Zahl, ehrlicherweise.

14:45 Gavin Karlmeier

Ich habe das gehört, dass in Köln die Rettungsdienste überlastet waren, weil sie in der Stunde zwischen sieben und zwölf Ausfahrten hatten, nur weil Leute quasi wegen der Hitze kollabiert sind und potenziell wiederbelebt werden mussten. Und als ich das gehört habe, also das ist wirklich so, es gibt ja manchmal so Zahlen, die dir dann so krass vor Augen führen, was eigentlich los ist. Und wenn du halt sagst, in der Stunde zwischen sieben und zwölf Und das war noch vor dem Wochenende, dass sie da schon überlastet waren, wo ich mir gedacht habe: ja, okay, von wo sollen denn Leute noch anziehen? Also da gibt es ja nichts mehr, weil werden ja alle Städte haben, das Problem. Das ist mir schon sehr, sehr, sehr unangenehm geworden.

15:21 Carsta Maria Müller

Ist es. Rettungsdienste sind wie Content-Moderation, sie skalieren leider nicht.

15:25 Gavin Karlmeier

Ja. Also guter Satz, aber auch schwieriger Satz, ja.

15:30 Carsta Maria Müller

Es ist leider die Wahrheit. Wir bleiben noch kurz bei Meta und zwar möchte ich mit dir kurz über deren Brillen sprechen. Also die Meta-Glasses, zum Beispiel die Ray-Ban-Brillen, von denen es gibt ja bislang nur die. Die haben eine Funktion.

15:45 Gavin Karlmeier

Nee, nee, nee, nee, nee, es gibt doch, es gibt ja Ray-Ban, es gibt die Oaklay.

15:48 Carsta Maria Müller

Ah, stimmt.

15:49 Gavin Karlmeier

Genau, es gibt Oaklay.

15:50 Carsta Maria Müller

Aber die Meta-Brillen sind noch nicht veröffentlicht, glaube ich. Die sind noch nicht da, die kommen erst noch.

15:54 Gavin Karlmeier

Ja, es gibt jetzt diese neuen, die halt auch von Chris Jenner, nee, nicht von Chris, sondern von irgendeiner Kylie Jenner, genau, mit designt wurden, die halt so aussehen wie diese Hailey Bieber, diese schmalen Brillen. Mit Brillen kenne ich mich ja aus, ich habe ja 96 paar Brillen. Ich bin ja wirklich ein Brillen-Freak.

16:09 Carsta Maria Müller

Ja, ja, aber die sind noch nicht da, wollte ich sagen. In den USA schon.

16:12 Gavin Karlmeier

Es gibt auch schon die ersten in Deutschland. Ich habe schon eine dahand gehabt.

16:14 Carsta Maria Müller

Achso, du hast schon eine neue Meta-Brille angehabt.

16:17 Gavin Karlmeier

Also ich hatte sie in der Hand gehabt. Also ich habe ja mal bei Meta gearbeitet.

16:22 Carsta Maria Müller

Punkt. Okay. Gut, keine weiteren Fragen. Auch das ist wieder so eine Geschichte über kuriose, bemerkenswerte Zeitpunkte. Denn diese Brillen haben ja eine Funktion. wie du dann ja sicherlich weißt, mit dem Namen Conversation Focus. Du hast damit die Möglichkeit, über die eingebauten Lautsprecher und die eingebauten Mikrofone. . Gespräche, mit denen du dich unterhältst, in lauten Umgebungen zu verstärken. Eine Funktion, wo man sagen muss, okay, why not? Meta hat jetzt angekündigt, dass diese Funktion zukünftig nur noch auf drei Stunden im Monat begrenzt wird. Es sei denn, du zahlst für MetaOne Premium im Wert von 20 Dollar im Monat. Dann kannst du 15 Stunden im Monat diese Funktion nutzen, also sie ist dann immer noch nicht unbegrenzt. Es gibt also Rate Limits so oder so für diese Funktion. Und wie The Verge in einer, ich nenne es mal, investigativen Recherche herausgefunden hat, also sie haben das WLAN deaktiviert, in Flugmodus gegangen und so weiter, konnten die Funktion weiter nutzen, haben sie gesagt. . Da findet gar kein Cloud Computing statt. Es gibt gar keinen Grund für diese Rate Limits, außer Geld. Und da muss ich sagen, das ist mal also, wir bleiben bei dieser Frage, wie kann man so ein schlechtes Gespür für Zeitpunkte haben? Weil die Brille, die die Metabrille, also Solche hat, glaube ich, in den letzten zwei, drei Monaten die schwierigste Zeit seit Bestehen erlebt, weil es eben ein solches gesellschaftliches Verständnis dafür gibt, wie leicht man damit eben den Datenschutz, die Privatsphäre anderer Menschen. unterminieren kann. Und jetzt so eine Entscheidung zu bringen, dass man sagt, naja, und wenn du alle Funktionen nutzt willst, musst du auch noch ein Abo abschließen, ist nicht smart, finde ich.

18:01 Gavin Karlmeier

Überhaupt nicht. Und man muss ja auch sagen, es ist ja jetzt kein weit verbreitetes Nutzungsmodell. Also es ist jetzt nicht so, dass irgendwie jeder Dritte diese Brille aufhat und jetzt muss man aber irgendwie mal ein bisschen Geld damit verdienen, sondern also wir reden von wirklich Nerds, die diese Brille haben oder Creator, diese Brille geschenkt bekommen haben, weil sie Werbung dafür machen sollen. Und also, ich meine, es gibt genau einen Laden, glaube ich, in Deutschland, wo die kaufen kannst, und das ist KDW hier in Berlin. Ansonsten musst du die halt online bestellen. Und es ist jetzt, also es ist keine weit verbreitete. Und da dann direkt mit einer Limitation reinzugehen, das ist sauschwierig. Und als ich das gelesen habe, hatte ich so diesen. Ich weiß nicht, hörst du Hörbücher auf Spotify oder woanders?

18:41 Carsta Maria Müller

Nein.

18:41 Gavin Karlmeier

Du hast ja, je nachdem, was du für ein Modell hast bei Spotify, hast du halt auch Hörbücher mit dabei und Die kappen das auch ab einer bestimmten Stundenzahl. Und das Ding ist aber, wenn es halt mitten im Buch ist und du das halt weiterhören willst, logischerweise, und dann musst du dir. . Auf dem Desktop übrigens, kannst du nicht am Handy machen, musst du am Desktop machen, kannst du ja nochmal Extrastunden dazu kaufen. Und da läppert sich natürlich für so ein Bücherwurm wie mich einiges zusammen. Ich weiß, es gibt auch andere Sachen und so. Ich mache das nicht jeden Monat, dass ich neu was dazu kaufe, aber da denke ich mir so, okay, das passiert halt, weil ich ein Nutzer von Spotify bin und weil ich da schon drin bin. Produkt ja noch gar nicht da ist, dann gleich mit einer Limitation reinzugehen, das ist wirklich ein sehr, sehr, sehr, sehr ungünstiger Zeitpunkt.

19:23 Carsta Maria Müller

Ja, aber also Tyler Yi ist im Marketing von Meta, Metasprecher. Und der hat gegenüber The Verge dazu auch ein Statement abgegeben. Und das ist interessant. Ich zitiere mal. Ab Werk erhält man zentrale KI-Funktionen wie Sprachassistent, Live-Übersetzung, Look Ask und mehr. Das Abonnement schaltet lediglich mehr Zugriffsmöglichkeiten und leistungsfähigere Funktionen auf Ihrer KI-Brille frei. Ein Feature, das davor übrigens umsonst gewesen ist. Aber egal. Derzeit umfasst dies lediglich erweiterten Zugriff auf Conversation Focus und Premium-Geräteunterstützung. Derzeit ist ein absolutes Triggerboard, weil man exakt weiß, was als nächstes kommt. Irgendwann kannst du nur noch eine Minute damit filmen und wenn du mehr filmen willst, musst du bitte Meta Premium abschließen. Solche Dinge werden halt passieren.

20:12 Gavin Karlmeier

Ja, und damit ist es dann halt auch zum Scheitern verurteilt, weil müssen wir uns nichts vormachen. Es ist jetzt, also ja, die Metaglasses erfüllen Ein Zweck für eine ganz bestimmte Zielgruppe. Ich sitze auf dem Fahrrad, Rennrad und will filmen, wo ich den Berg runterdüse. Ist es sinnvoller, das mit dem Glas auszumachen, als das Handy in der Hand zu halten. Aber von wie viel Prozent der Bevölkerung sprechen wir denn da? Und es ist natürlich, also, und ja. Die dann noch zu verknappen, weil man 3 Euro verdienen will, I don't know.

20:40 Carsta Maria Müller

Exakt. Wirklich genau so. Ich habe ein kleines Nachhak noch zu Meta und zwar haben wir in der letzten Folge über die WhatsApp-Usernames gesprochen, dass man sie sich reservieren kann. Und es gibt so ein paar Dinge, die finde ich sehr interessant. Hast du es schon gemacht? Hast du schon ein WhatsApp-Username registriert?

20:56 Gavin Karlmeier

Nein.

20:57 Carsta Maria Müller

Du kannst es mal machen, wenn du in die WhatsApp-App gehst, sofern sie gerade komplett aktualisiert ist, weil du wirst dann gefragt, welchen Username möchtest du dir geben. Und du hast drei Auswahlmöglichkeiten. Entweder du gibst einen einen, du sagst, du nimmst deinen Facebook-Nutzernamen oder deinen Instagram-Nutzernamen. Wenn du jetzt dein Instagram Handle oder also ich habe überall at Gevin Carmai, ich heiße überall wie ich heiße, wenn ich das dort eingegeben hätte, hätte man mir gesagt, sorry, das geht leider nicht, das ist schon reserviert. Ich muss also eine Vernetzung mit Instagram oder Facebook herstellen, um meinen Nutzernamen bei WhatsApp zu nutzen. Auf der einen Seite ist es relativ smart, weil das dazu führt, niemand kann sich Ed Gavin Karlmeyer bei WhatsApp nennen, eine Sorge, die ich hier im letzten Podcast schon formuliert habe. Auf der anderen Seite bedeutet es aber, wenn ich meinen Nutzernamen nehmen möchte, den ich überall habe, muss ich diese Meta-Account Suite eingehen damit und meine Accounts miteinander vernetzen. Und vielleicht will ich das ja gar nicht.

21:55 Gavin Karlmeier

Aber warum würdest du es nicht wollen?

21:57 Carsta Maria Müller

Vielleicht möchte ich keine Profile erstellen lassen von mir.

22:02 Gavin Karlmeier

Aber du hast ja schon mal welche angelegt, weil sonst wären sie ja nicht reserviert. Du würdest sie ja nur verändern.

22:07 Carsta Maria Müller

Nein, ich meine ein NutzerInnenprofil. In dem Moment, wo klar ist, dass diese beiden Accounts zusammengehören, besteht halt daraus ein größeres Netzwerk. Und wenn ich jetzt bei Instagram zum Beispiel eine andere Mailadresse, eine andere Handynummer hinterlegt habe, einen anderen Namen habe, dann, ich sage ja nur, es gibt Argumente, warum das vielleicht auch problematisch sein könnte.

22:29 Gavin Karlmeier

Kann ich nachvollziehen, aber es ist für mich zu hypothetisch und zu krass gedacht. Also ich glaube, in dem Moment, wo man sich. Von bei einer der Apps angemeldet hat bei Meta.

22:50 Carsta Maria Müller

Aber in dem Moment, wo ich sie alle miteinander verknüpfe, darf Meta die Daten auch profilübergreifend nutzen. Also sie dürften mir dann bei WhatsApp in den Channels Werbung für Dinge anzeigen, die ich mir auf Instagram angesehen habe. In dem Moment, wo ich sie vernetzt habe, vorhin nicht.

23:03 Gavin Karlmeier

Genau, und das ist halt, also ich meine, so ja, würdest wärst du das Unternehmen, würdest du das auch so machen

23:11 Carsta Maria Müller

Vielleicht ja. Auf der anderen Seite würde ich den Leuten schon aber auch Wahlmöglichkeit bieten.

23:18 Gavin Karlmeier

Auf gar keinen Fall, weil du willst jetzt Geld verdienen.

23:21 Carsta Maria Müller

Ja, aber man muss ja nicht immer nur, also ich weiß nicht.

23:27 Gavin Karlmeier

War das nicht auch das Feedback nach der letzten Folge, dass Leute immer gerne wissen wollen würden, wie sie Geld verdienen wollen, wenn sie mit mir reden oder so? War das nicht irgendwie so ein Feedback? Hat es mir nicht sowas? Irgendwas war doch da. Und ich habe gerade in dem Moment, wo ich es gesagt habe, ich gehe schon wieder genau diese Watte rein.

23:46 Carsta Maria Müller

Naja, was soll ich sagen? Man kriegt dich vielleicht aus dem Dorf, aber das Dorf nicht aus dir. Ja, genau. Wir bleiben ein bisschen bei KI. Ich habe ein paar KI-Geschichten, da schlackern einem die Ohren, sag ich mal. Erstmal, der Vollständigkeit halber Claude Fable 5 ist wieder nutzbar. Es wurde jetzt wieder angeboten, offenbar Wurden die Sorgen der US-Regierung ausgeräumt? Anthropic selber sagt, sie wurden neu deployed, also neu bereitgestellt oder vielleicht sogar irgendwie neu. entwickelt. Man hat es irgendwie geschafft, eine höhere Sicherheitsstufe reinzubringen und damit das Risikoniveau gegenüber Regierungs- und Industriepartnern einheitlicher zu gestalten. Was auch immer das genau heißt. Also es ging ja vor allem darum, dass man Jailbreaks verhindern möchte. Ob das jetzt komplett ausgeschlossen ist oder ob man sich irgendwie anderweitig mit der US-Regierung geeinigt hat. Das kann ich dir leider nicht so beantworten.

24:45 Gavin Karlmeier

Ich finde es so faszinierend, also wirklich, ich sage das glaube ich jedes Mal, wenn ich hier bin, ich finde es so faszinierend. Ich würde so gerne immer wissen, was hinter diesen verschossenen Türen abkommt. was da wo, wie, mit wem abgesprochen und geklärt und gemacht wird. Weil das, also, ich meine, du liest ja sowieso alle Nachrichten dazu und trotzdem habe ich das Gefühl, die Info, die du hast, sind wahrscheinlich nur 40 Prozent von dem, was also und das das Ich finde es so spannend, spannend im Sinne von, man würde schon gerne mal dabei sein wollen, wenn man kommt halt.

25:17 Carsta Maria Müller

Ja, ich habe gleich so ein paar Geschichte hier in dieser KI-Welt, wo man so ein bisschen das Gefühl kriegt, eigentlich will ich auch nicht dabei sein.

25:25 Gavin Karlmeier

Ich würde gerade sagen, du kommst halt nicht rein, ohne dass du deine Seele verkaufst und das musst du halt wissen, ob du es willst.

25:30 Carsta Maria Müller

Ja, das ist so. Aber also Österreich zum Beispiel, die österreichische Regierung, die um hat sich gedacht, ach guck mal, Enthropic legt sich immer mit der Regierung an. Und die haben aber so ein tolles Modell. Und es gab jetzt diese Sperrung von Fable Five and Methods Five, diese Tools, diese krassen Modelle, mit denen man so viele Sicherheitslücken finden kann, bei denen Trump gesagt hat, wir können aus Europa nicht drauf zugreifen. Vielleicht können wir Enthropic helfen. Und hat deswegen jetzt die EU-Kommission aufgefordert, Schritte zu prüfen, in einem offenen Brief Schritte zu prüfen, wie man Enthropic davon begeistern kann, nach Europa zu ziehen.

26:12 Gavin Karlmeier

Ah, mehr kann ich dazu nicht sagen, außer zu lachen, weil.

26:17 Carsta Maria Müller

Also die Idee, die dahinter steckt, die ist natürlich nachvollziehbar. Natürlich wäre das toll, wenn ein solches Unternehmen ein europäisches wäre. Für uns.

26:30 Gavin Karlmeier

Also toll ist es per se für irgendjemanden, aber

26:36 Carsta Maria Müller

Ja, genau. Also erstmal erstmal blendet das so eine kulturelle Realität aus, dass Menschen also Es ist ja nicht so, dass jetzt 100 Millionen AmerikanerInnen das Land verlassen haben in den letzten Jahren, auch wenn sie einen guten Grund dafür gehabt hätten, sondern ich glaube so, dass. . Das Gros der Wahrnehmung der Identität der USA ist ja durchaus zu sagen, wir ziehen das hier durch und wir kriegen das hin. Das ist so erstmal so mein Verständnis. Gleichzeitig Wenn die Konsequenzen für die EU ein solches Abwerbeprinzip anzubieten für ein amerikanisches Unternehmen seitens der US-Regierung und Trump überhaupt nicht vorstellbar. Also ich sag mal so, Trump hat gedroht, mit hundertprozentigen Zöllen sollten wir Digitalsteuern erheben. Sollte das also passieren, wären alle Tore offen für alles. So, aber die Vision hat natürlich irgendwie was Charmantes. Trotzdem weiß ich jetzt nicht so, ob das irgendwie, und es kommt natürlich auch hinzu, dass der europäische Kapitalmarkt deutlich Kleiner ist als der amerikanische. Heißt also, Enthropic hätte hier gewisse Herausforderungen zu bestehen, weil die haben ja auch gewissen Kapitalbedarf.

27:47 Gavin Karlmeier

Hundertprozentig. Also es gibt ja Gründe, warum diese Firmen dort sind, wo sie sind. Die könnten ja theoretisch überall sein. Und dementsprechend Ja, warum sollten Sie freiwillig?

28:00 Carsta Maria Müller

Vielleicht weil der Wind schärfer wird. Denn OpenAI zum Beispiel hat jetzt etwas vorgeschlagen. Sie haben nämlich eine, Sie führen eine Diskussion mit der US-Regierung, ob die US-Regierung sich nämlich mit 5% an OpenAI beteiligen möchte. Der Hintergrund ist offenbar, dass man so einen Fonds bilden möchte und dass man damit möchte, dass der Staat selber irgendwie an den Gewinnen der KI-Industrie profitieren könnte und damit aber möglicherweise eben auch direkt mit drin hängt. Ähm, ob das jetzt so eine ob also ich nee, ich möchte dich erstmal hören, bevor ich jetzt hier meine Gedanken versuche zu sortieren.

28:40 Gavin Karlmeier

Ich finde das bei OpenAI so spannend, dass die immer wieder mit einem skurrilen Idee um Encke kommen, wie sie Geld machen können oder wieder an finanzielle Ressourcen rankommen. Also, sie haben ja ganz groß rumgetönt, damals auch wir machen keine Werbung, weil das ist irgendwie Last Resort und auf einmal war dann Werbung da. Und jetzt kommen sie auf einmal mit sowas um die Ecke. Und es ist so, man ist immer wieder überrascht, in wie schnell da sich eine Meinung ändert oder auf einmal Tore und Türen aufgemacht werden, wo man denkt Komisch, dass ihr die jetzt aufmacht, hätte man jetzt nicht vermutet. Und das sind meine Gedanken dazu, meine ersten Unformulierten Gedanken dazu.

29:21 Carsta Maria Müller

Okay, ich versuche mal meine zu sortieren dazu zu dieser Geschichte. Also erstmal vorneweg, wir wissen, dass es einen Streit zum Beispiel zwischen Intel und der US-Regierung gab, der damit geendet hat, dass die. Dass der Streit ausgelaufen ist und der Intel-Chef bleiben durfte, weil die US-Regierung 9,9 Prozent an Intel erwerben durfte. Bedeutet, Teile von Intel gehören dem amerikanischen Staat. Gleichzeitig kann ich natürlich als jemand, der so sozialisiert ist, wie ich nun mal bin, Verstehen, warum in der Idee, wir beteiligen sozusagen uns alle, also in der Uridee ist das ja eben die Gesellschaft, beteiligen wir an einer solchen fortschrittlichen Technologie, damit eben auch alle gemeinsam an diesem Gewinn profitieren, alle gemeinsam aber auch. Riskante Entscheidungen auf eine Art mittragen kann ich auf eine Art verstehen. Jetzt kommen wir bei ganz vielen Abs. Und das erste aber ist Das ist so unendlich kommunistisch am Ende gedacht, dass man sagt: Hier, KI gehört uns jetzt allen, gehört der Staat. Dass es gar nicht in dieses Weltbild von Sam Altman und allen Gründungsvätern von OpenAI passt, auch zu Donald Trump, eigentlich nicht, abgesehen davon, dass Donald Trump sich selber bereichern möchte, natürlich. Zweitens, ist das auch so wenig perspektivisch gedacht. Weil was passiert denn, wenn jetzt eben in drei Jahren eine demokratische Regierung an die Macht kommt? Hätte Sam Altman Dänen das auch vorgeschlagen? Also es gibt so viele seltsame Aspekte an dieser Geschichte, dass ich das Gefühl habe, da müssen wir nochmal in Ruhe drüber nachdenken. Aber du hast, du guck schon, als würdest du mir jetzt irgendwas um die Ohren hauen.

30:58 Gavin Karlmeier

Naja, und wir wissen ja auch alle, dieser kommunistische Gedanke oder der sozialistische Gedanke, den du jetzt gerade mit angesprochen hast, sobald das in Form einer Regierung ist, geht es schief. Also, sorry to say, aber es gibt kein Beispiel weltweit, jemals, wo das funktioniert hat. Und das liegt natürlich daran, weil. Die Menschen, die dann darüber entscheiden, halt genau diese Werte nicht vertreten, und dementsprechend ist es dieser Idealgedanke davon, aus meiner Sicht, warum sollte er auf einmal in diesem kapitalistischen Konstrukt dann funktionieren? Also, das geht in meinen Köpfen nicht zusammen.

31:35 Carsta Maria Müller

Ja, ich habe ein kleines Aber. Die Frage ist, was bedeutet funktionieren? Also, jetzt machen wir es ganz groß, aber was bedeutet funktionieren? Also es gibt, glaube ich, Leute, die würden sagen, die Deutsche Bahn hat deutlich besser funktioniert, bevor sie privatisiert wurde. Aber vielleicht eben nicht in wirtschaftlichen Definitionen, sondern in der Art und Weise, wie das Angebot funktioniert. Und so weiter. Ich persönlich hätte lieber gerne eine staatsfernes KI unternehmen als ein staatseigenes, aber it's just me.

32:08 Gavin Karlmeier

Ja, und weil der Punkt ist genau den, den du gesagt hast, weil wir wissen ja, dass ein Staat nicht für immer so ist, sondern halt die Regierung sich im Zweifelsfall irgendwann ändern könnte und dann hast du halt ein Problem.

32:21 Carsta Maria Müller

Ja, und das ist jetzt aus unserer Position herausgesprochen, die zum Glück noch keinen Donald Trump an der Regierung haben, der versucht, die Demokratie auszuhüllen, zumindest nicht in dem Umfang. Und gleichzeitig gesprochen. Sam Altman schlägt es halt jetzt gerade der Trump-Administration vor. Also er kommt sozusagen aus der anderen Richtung.

32:42 Gavin Karlmeier

Ich finde es so unfassbar, wie sehr die ganze Tech Branche die Nähe dahin sucht.

32:50 Carsta Maria Müller

Also gar nicht wissen, dass das ein Präsident ist, der den Daumen hebt oder senkt, der willkürlich entscheidet, der im Fall von Anthropic und auch bei OpenAI mit ChatGPT 5. 6 Entscheidungen darüber treffen möchte, ob dieses Mittel a generell zur Verfügung gestellt wird, b auch Menschen außerhalb der USA zur Verfügung gestellt wird. Also da wird gerade mit so einer autokratischen Verständnis darüber bestimmt, welche Exportgüter Unternehmen anbieten dürfen und welche nicht. Da sind wir auch wieder bei der Definition eines Gutes. Und wahrscheinlich ist es für Open AI genau die Entscheidung, irgendwie in der Gunst der Regierung zu steigen nochmal und sich noch mehr ranzuwanzen, obwohl sie in dieser Regierungsgunst schon relativ weit oben stehen.

33:35 Gavin Karlmeier

Ja. Ich habe immer noch dieses Bild, dieses Dinner vor Augen, wo die da so letztes Abendmahlmäßig alle zusammen da saßen. Das ist, das hat sich so eingebrannt, weil ich fand, das ist so ein exemplarisches Bild dafür. Und Wissend, wer dabei war und wer nicht dabei war.

33:52 Carsta Maria Müller

Ja. Ja, absolut. Und die Frage wäre ja auch, wenn das Staatseigen wäre, was das für Konsequenzen ja auch Inhaltlich hätte. Also es gibt ein Schreiben der Five-Eyes-Gruppe. Das ist nicht die Burgerkette, sondern das ist ein Zusammenschluss der Vereinigten Staaten, des Vereinigten Königreiches, Kanada, Australien und Neuseeland. Und zwar deren Geheimdienste. Und diese Geheimdienste warnen jetzt, dass es nur noch wenige Monate gäbe, bis. . KI die Abwehrmechanismen von Regierungen und Unternehmen schnell durchbrechen könnte und dass man deswegen schnell handeln müsste, um irgendwie um sich davor zu Wie sagt man fein? Man ist davor gefeit. Kann man sich vor etwas auch aktiv fein schützen? Ja, das. Danke. Schützen. Ich google jetzt dieses Wort während Gefeit. Sein kommt von. Es ist einfach nur ein Adjektiv. Man kann sich nicht fein. Okay, ich habe ein neues Wort entwickelt. Doch, here, Fein, Fine, Vic Victionary, Danke. Yeah. Ja, gibt es doch. Gut, dann habe ich das genauso gesagt.

35:11 Gavin Karlmeier

Du bist so schlau und wortgewandt.

35:16 Carsta Maria Müller

Ich habe eigentlich halluziniert, ehrlicherweise

35:20 Gavin Karlmeier

Ich gebe dir Trinkgeld.

35:22 Carsta Maria Müller

Ja, egal. Egal. Anyway, soviel zu einem Geheimdienst. Ich weiß nicht, ob du da noch Emotionen hast.

35:28 Gavin Karlmeier

Ich frage mich, wer da wen wovor was schützen will. Weil das ist so eine Meldung, wo es mir eiskalten Rücken runterläuft. ich aber auch ehrlicherweise gar nicht so genau weiß, warum. Weil das halt so, das ist für mich so abstrakt und ich frage mich dann, wer muss denn handeln, damit wer geschützt wird? Und Wer verhindert denn, dass gehandelt wird? Weißt du, was ich meine? Also für mich geht da gerade so eine Netflix-Krimiserie los und dementsprechend in meinem Kopf. Und ich bin, ich bin, I'm a little lost.

36:02 Carsta Maria Müller

Ich kann dir da nicht helfen. Ich habe keine Geheimdienstkontakte. Aber wenn uns jemand aus Geheimdiensten hört, hey, ich bin diskret.

36:14 Gavin Karlmeier

Ganz diskret sind wir hier. Aber du weißt, was ich meine, ne? Also, ich finde immer so, es ist so eine. Geheimdienste sind für mich ja eh, also. Das ist so eine Kinderfantasie von Detektivsein. Und das, aber halt, Geheimdienste sind halt heute nicht mehr Detektiv, wie man es früher als Kind in irgendeinem kleinen Buch hatte, sondern das ist halt heutzutage so eine harte Macht. Und ich finde das Faszinierend, beängstigend und schauderhaft, aber auch so schauderhaft, dass man nicht weggucken will.

36:46 Carsta Maria Müller

Ja, aber leider aber auch nicht genau hingucken kann.

36:51 Gavin Karlmeier

Genau, weil man weiß nicht, wo und wie. Und das ist natürlich so etwas wie KI und so weiter, das eine mega Waffe für die ist, in welcher Form auch immer, ob sie einem jetzt schützt oder schadet. Eine Waffe hat Beides, das ist glaube ich unbe äh wie sagt man, un wir haben eine Vorbildungsstürme.

37:11 Carsta Maria Müller

Unbenommen davon.

37:14 Gavin Karlmeier

Einfach alles nur noch gefeilt und nicht gefeilt.

37:17 Carsta Maria Müller

Wir sind heute ganz schön feist. Wollen wir übers Rauchen sprechen?

37:23 Gavin Karlmeier

Oh, du rauchst, ne?

37:26 Carsta Maria Müller

Das geht niemandem was an, ob ich rauche.

37:27 Gavin Karlmeier

Ah, okay, es geht niemandem was an, okay.

37:30 Carsta Maria Müller

Mama, ich rauche nicht. Hör nicht auf die Frage.

37:33 Gavin Karlmeier

Ach so. Nee, die hat Halluzinationen.

37:37 Carsta Maria Müller

Und zwar möchte ich mit dir über Philip Morris sprechen. Philip Morris ist einer der großen Tabakhersteller. Und Philip Morris hat so Plakate aufgehängt in Tabakgeschäften und da stand drauf, Your voice, your choice. Und your voice, your choice Mit einem kleinen gelben QR-Code versehen und du konntest da diesen QR-Code scannen und dann hast du Multiple-Choice-Fragen bekommen zu Tabakprodukten und Rauchpolitik generell in den Niederlanden. Konntest du sozusagen Dinge so, konntest du sagen, das sehe ich so und das sehe ich so und so hätte ich es gerne. Und dann wurde am Ende ein Text erstellt in Ich-Form mit Argumenten, warum man gegen strengere Gesetze ist. Und kann über Knopfdruck diesen KI generierten Text an die EU-Website senden. Das ist allein aus den Niederlanden mehr als siebenhundertmal passiert, berichtet. Ein Medium Dass ich mir nicht aufgeschrieben habe. Sorry, reiche gleich nach. Achso, Rechercheredaktion des NOS und der Journalismusplattform Pointer.

38:42 Gavin Karlmeier

Euch liebe alles daran. Wie smart ist es bitte?

38:46 Carsta Maria Müller

Ja. Also insgesamt wurden aus 15 EU-Ländern 65. 000 Stellungnahmen gelesen, die an die GesetzgeberInnen geschickt wurden. 30 Prozent davon wurden mit künstlicher Intelligenz, äh mit KI verfasst. Offenbar wurde mit Pangram herausgefunden. Und dass der Zeitpunkt dafür ist, in den Niederlanden übrigens 71 Prozent mit ziemlicher Sicherheit mit KI generiert worden. Also da, wo eben diese Plakate auch überall gehangen haben, aber sie hing auch anderswo. Der Zeitpunkt dafür ist aber so interessant, weil in Brüssel im Moment diskutiert wird über neue europäische Tabakgesetze, und zwar die umfangreichsten Verschärfungen seit 15 Jahren. Heißt also, dass man gerade sozusagen RaucherInnen dieser Welt, vereinigt euch, nutzt als Tabakindustrie, um die Leute mit Hilfe der eigenen Philip Morris-KI zu motivieren, direkt an die Regierung zu schreiben und zu sagen: Nee, das hätte ich aber gerne anders. Ist das nicht schäbig irgendwie?

39:44 Gavin Karlmeier

Also erst mal, wenn man es rein fachlich betrachtet. Eins mit Sternchen. Ich finde es großartig, wirklich. Also, Problem erkannt, Zielgruppe definiert Also wirklich, das ist, und dann auch noch mit einem Gamification-Bings dahinter. Also, ich finde es total smart. Auch noch dort aufzubauen. Es ist wirklich, also nach Bilderbuch würde man sagen, die perfekte Kampagne. No joke. Moralisch durchaus verwerflich. Aber also, ich meine, wenn der Absender nur halt mal dieser Konzern ist, what do you expect? Deswegen ist jetzt nicht surprising, aber. Also, ich würde gerne wissen, wer die Agentur ist dahinter, die das gemacht hat.

40:26 Carsta Maria Müller

Das kann ich dir nicht sagen. Aber du weißt, was ich sage.

40:29 Gavin Karlmeier

Das ist wirklich nach Lehrbuch perfekt aufgearbeitet. Problem verstanden, das Ziel komplett definiert, das Ziel war nicht, dass die Leute rausgehen und sagen, oh, es könnte was passieren und Informationen, sondern das Ziel war. dass halt diese Briefe geschickt werden. Und das so einfach zu machen, großartig. I love. Also wirklich, ich liebe alles daran, wenn es halt nicht moralisch verwerfbar wäre.

40:50 Carsta Maria Müller

Das Interessante ist aber, dass du in diesem Prozess, ich kann gleich nochmal ein bisschen mein Gefühl dazu formulieren, im Laufe dieses Prozesses, du kannst quasi nicht für schärfere Gesetze sein. Weil durch die Art und Weise, wie du da durchgeführt wirst, sagst du entweder, ich will lockerere Gesetze, dann kriegst du einen Text generiert, kannst du ihn abschicken, wenn du aber eine andere Meinung vertrittst, gibt es kein Ergebnis. Dann wird einfach gesagt, danke für deine Meinung.

41:12 Gavin Karlmeier

Ja, gut, aber das ist ja auch vom Absender genauso gewollt. Also es ist jetzt keine Überraschung.

41:16 Carsta Maria Müller

Ja, aber in dem Moment ist es halt wirklich, es ist keine Partizipation an Demokratie, sondern es ist eigentlich sogar ein Angriff auf Demokratie. Es ist Crowdsourcing von Lobbyarbeit.

41:27 Gavin Karlmeier

Genau.

41:28 Carsta Maria Müller

Ja.

41:28 Gavin Karlmeier

Aber wie gesagt, ist ja bei dem Absender auch keine Überraschung. Ich habe jetzt nicht davon gehört, dass Philip Morris eine große Kampagne für die Demokratie gestartet hat.

41:39 Carsta Maria Müller

Ja, klar. Also du stellst halt ein Produkt her, das nachweislich Leute süchtig macht, nachweislich Leute krank macht, das eigentlich keine Funktion erfüllt. Und so, das stimmt alles. Aber trotzdem ist das so ein Beispiel dafür, wie wir halt auch am Ende ausgetrickst werden. Und zwar jetzt mit Hilfe von KI eben auch hochautomatisiert. Philip Morris hat übrigens dazu eine Stellungnahme abgegeben und hat gesagt, wir benutzen unsere KI-Standardeinstellungen, um Texte lesbar, kohärent und relevant zu gestalten. Das Unternehmen betrachtet die Kampagne als legitimen Beitrag zum demokratischen Prozess. und bestreitet, dass die Stellungnahme in eine bestimmte Richtung gelenkt werden.

42:19 Gavin Karlmeier

Oh, da hat jemand so viel Spaß gehabt, das zu formulieren, Skydi. Also wirklich die Person hatte. The time of his life or her life. Was ich halt so spannend finde, ist, weißt du, ich sitze halt jetzt hier und sage ganz kokett irgendwie, na das sieht man doch und es ist doch super und es ist auch eine geile Kampagne und irgendwie nach Muster perfekt gemacht und so. müsste man es machen. Aber das kommt natürlich daher, weil da eine Medien- und Werbekompetenz da ist. Was wir halt nicht vergessen dürfen, ist, dass dadurch, dass wir uns den ganzen Tag damit beschäftigen, haben wir auch einen ganz anderen Sensor. Und das ist ja irgendwie, ne, ich finde das aus fachlicher Sicht total spannend. Inhaltlich müssen wir gar nicht drüber reden. Logischerweise nutzen aber Unternehmen wie Philip Morris an der Stelle genau diese Unwissenheit und ich sag mal auch die Naivität dahinter, um die eigenen Ziele zu verfolgen. Und da wird es halt kritisch, weil im Endeffekt So natürlich, also jede Werbung für Zigaretten ist ja letztendlich schädlich, bliblablub und tralala und so. Aber da wird es natürlich in einer. Perfidität ausgespielt, dass du, wie gesagt wirst, wie du gesagt hast, aus Eutzern wird halt einmal eine Armee von Lobbyisten gemacht. Und das ist natürlich Absolut, aus meiner Sicht, demokratiepferdend, wie du gesagt hast. Aus fachlicher Sicht muss ich trotzdem sagen.

43:44 Carsta Maria Müller

Ich verstehe, was du sagst.

43:46 Gavin Karlmeier

Ruf mal bei solche Den Löwen oder dem Wer Moma da an und damit die da irgendwie in Kann eine Bronzestatue da in die Hand gedrückt bekommen. Aber logischerweise aus moralischen Aspekten hast du hundertprozentig recht.

44:00 Carsta Maria Müller

In der Gruppe Niederländischer Ärzte hat jetzt Beschwerde eingereicht. Ich kann heute auch nicht mehr sprechen. Bei der Werbekruppe. Ehrlich. Kleiner Freitag. Sie haben Beschwerde eingereicht bei der Werbekodex-Kommission, um herauszufinden, ob das möglicherweise gegen das Werbeverbot für Tabak verstoßen könnte. Einer der Ärzte hat in dem Test das Tool genutzt und deutlich angegeben, dass er für ein komplettes Verbot sei. Am Ende entstand ein Text, der auf die Alternativen zu traditionellen. . Tabakprodukten hinweist, die weniger schädlich sein. Also wurde gesagt, hier hol dir doch einfach eine unserer coolen Vapes oder so. Und die Europäische Kommission hat auch schon reagiert und die haben gesagt. Wir verurteilen die mutmaßlichen Versuche der Tabakindustrie. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass die Standpunkte der Bürger nicht manipuliert oder falsch dargestellt werden.

44:50 Gavin Karlmeier

Auch das ist ein wichtiger Punkt.

44:53 Carsta Maria Müller

Übrigens nicht das erste Mal. 2024 hat The Mirror schon mal darüber berichtet, dass British American Tobacco so etwas ähnliches gemacht hat und drei Viertel der insgesamt 120. 000 Stellungnahmen von BürgerInnen zu E-Zigaretten automatisch generieren ließ. Ich frage mich doch immer so ein bisschen. Ähm, ne, frage ich mich ehrlich nicht. Tabakindustrie ist einfach, also, warum haben die eigentlich noch keine Rechenzentren aufgebaut? Ich habe noch eine letzte KI-Meldung und dann ist aber auch gut mit KI. Und zwar geht's nach Bayern. Denn in Bayern, da gibt es einen Digitalminister, kann man, glaube ich, sagen. Das ist der Herr Blume. Und Herr Blume hat eine Ansage gemacht. Er hat gesagt, wir verbieten das Verbot von künstlicher Intelligenz. Und zwar geht es hier darum, dass im sogenannten Hochschulinnovationsgesetz festgelegt werden soll, dass auch für Abschlussprüfungen an Universitäten mit künstlicher Intelligenz gearbeitet werden kann Hast du ja

46:05 Gavin Karlmeier

wenig Emotionen ehrlicherweise.

46:08 Carsta Maria Müller

Wirklich? Weil ich habe das gelesen und dachte, das ist ja crazy. Das führt jetzt dazu, dass BildungsexpertInnen schon ich zitiere den BR Entsetzt sind, weil hier gesagt wird: Also für Prüfungen sollte man möglicherweise vielleicht dann doch wieder I benutzen statt KI. Klaus Zierer ist, das Augsburger Bildungsforscher, der hat gesagt, diese Gesetzesänderung sei eine Bankrotterklärung. In jeder Prüfung möchte ich als Hochschullehrer feststellen, was der Student leisten kann. Mich interessiert nicht, wozu eine KI in der Lage ist. Und ich finde, dass aber so einen grundsätzlichen Das ist eine grundsätzliche Frage, wie geht unser Bildungssystem damit um? Weil auf der einen Seite kann ich verstehen, dass man das doof findet, auf der anderen Seite sieht die Realität aber ja aus, dass junge Menschen. Studierende wahrscheinlich auch, ich kann jetzt nur von SchülerInnen berichten, die benutzen das den ganzen Tag und die benutzen es wahnsinnig selbstverständlich. Und es irgendwie zu schaffen, dass sie möglicherweise auch mit Hilfe dieser Tools sich helfen lassen, ohne Dass es gar keine Möglichkeit mehr gibt, Lernerfolge oder Prüfungserfolge festzustellen, halte ich jetzt auch nicht für ganz verkehrt, ehrlicherweise.

47:16 Gavin Karlmeier

Naja, aber das liegt halt daran, dass wir unsere ganzen Prüfungssysteme, die mit Abschlüssen zusammenhängen, halt noch nicht. der KI angepasst haben. Und damit kommen wir halt in Teufels Küche und damit wird diese ganze Diskussion immer nicht zielführend sein. Und ich hatte letztens Mit einer Person, eine sehr lange, also eine Person, die auch sehr viele Menschen hat, die sie führt in einem Fintech-Unternehmen. Und ähm Die Person meinte zu mir, dass gerade die jüngeren Leute in dem Team sehr viel konkretere Anweisungen brauchen als senjürigere Leute. Und dass sich das irgendwie auch über die letzten Jahre so krass geändert hat, weil irgendwie die neuen jungen Leute oder die jetzige Generation junger Leute weniger selbst denken können. Ich muss gestehen, ich kann das auch bestätigen, dass ich immer mehr sehe, dass gerade eine junge Generation sehr konkretere Angaben und Aussagen und auch so Ansagen braucht, weil dieses Selbstdenken gefühlt verlernt wurde. Und auch dieses, wenn A nicht funktioniert, mir zu überlegen, dass B und C vielleicht ein Lösungsweg wäre, das ist nicht da. Und unser beider Theorie war, dass letztendlich die jetzige Generation, die gerade mit der Schule fertig geworden ist, erste Jobs hat, auf einmal überfordert ist, weil ChatGPT nicht mehr alle Fragen beantworten kann. Ich mir nicht ein Tutorial für alles auf YouTube angucken kann. Also dass mir eine Generation herangezogen hat, die komplett weiß, dass bei jeder Frage kann ich nachfragen und kriege eine Lösung, aber dass dieses Lösungsorientierte Denken von, okay, wenn A nicht funktioniert, dann muss ich mir halt fünf andere Möglichkeiten überlegen und ausprobieren, dass das nicht mehr da ist. Und ich finde, das ist total spannend, weil. Ich sehe das ehrlicherweise sehr häufig. Nach dem Motto, ja, es hat nicht funktioniert, da wusste ich jetzt auch nicht, was ich machen sollte.

49:20 Carsta Maria Müller

Aber ja, ich verstehe den Punkt und ich glaube auch, dass dieses eigene Problemlösen ein wahnsinnig wichtiger Skill ist. Auf der anderen Seite.

49:32 Gavin Karlmeier

Es ist halt noch dieses, die trauen sich auch nicht, dann was auszuprobieren, weil es gibt ja nicht die Validierung, dass es sein könnte. Also Ich habe mit einer Elfjährigen versucht, diese Sushi-Dinger zu basteln, die da in so einem Dreieck sind. Also ich weiß nicht, wie die heißen.

49:48 Carsta Maria Müller

Ja, ja, ich weiß.

49:49 Gavin Karlmeier

Und dann war ich so, ja lass doch einfach ausprobieren. Wir haben ja irgendwie zehn davon rumliegen gehabt, sondern gehen halt zwei kaputt.

49:55 Carsta Maria Müller

Onigiri.

49:56 Gavin Karlmeier

So. Und für sie war das aber super wichtig, dass wir es genauso machen, wie wir es auf TikTok sehen. Also es gab keinen Weg daran vorbei, dass man es selber ausprobiert. Und ich fand das so exemplarisch dafür. Weil für sie war klar, ich kann das nur so machen, wie dieses Video zeigt. Dann hat sie mir doch irgendwie drei andere Videos gezeigt, weil das der Beweis dafür war, dass. Und ich war so, lass doch einfach ausprobieren. Also weißt du, das war so Ja, aber vielleicht überbewerte ich das auch. Aber du weißt, was ich sage.

50:27 Carsta Maria Müller

Ich weiß nicht, ob das nicht zwei unterschiedliche Punkte sind. Ich mache es jetzt ganz groß. Zum Wochenende können wir auch mal philosophisch werden. Denn Punkt 1, es ist ja erwiesen, wir haben ja auch schon mit Studien rumgeworfen und ich kann die jetzt keine nennen, wenn die letzten 597 Folgen stecken sie irgendwo drin. dass das Nutzen von KI ja auch unser Denken verändert, unsere Art, wie unser Gedächtnis, die Art, wie unser Gedächtnis funktioniert. So ein bisschen so wie früher, als wir Telefonnummern ausführlich gelernt haben, dann kam das Handy und plötzlich konnten wir keine Telefonnummern mehr, weil wir wussten, sie sind alle gespeichert. Wir wissen, da ist eine Maschine, die kann mir diesen Prozess abnehmen. Also muss ich da kein Gedankengut dran verschwenden. Oder wie wir in der Schule immer gesagt haben, na, aber im Supermarkt hast du auch keinen Taschenrechner dabei. Und jetzt sind wir so, kam an. Ich habe heute im Supermarkt ein Gerät dabei, das sagt mir sogar, welche Äpfel ich kaufen muss. Das ist natürlich doof, weil ich glaube, dass das eine gewisse eigene Initiative erfordert, sich ganz konsequent manchen in Denkprozesse reinzustürzen oder diese Bequemlichkeit zu verweigern. Zu sagen, nee, ich mach das jetzt selber, ich nutze dafür jetzt mal kein Gerät. Und da meine ich jetzt gar nicht nur explizit KI, sondern alles, was irgendwie solche Dinge abnimmt. Das andere ist aber, dass ich mich manchmal nach einer schmaleren Vielfalt an Optionen sehne. Also ich habe ein Blatt. Seetang vor mir liegen und weiß, okay, es gibt Dutzende Möglichkeiten, daraus ein Dreieck zu machen. Ich weiß aber, es gibt diese eine Methode und ich will, dass es so aussieht. Ich muss mir morgen schon aussuchen, welche meiner 96 Brillen ich mir aufsetze. Und meine Anzahl an Entscheidungen am Tag ist limitiert, meine Willenskraft ist nicht endlos. Ich mache das jetzt so. Weißt du, der Grund, warum viele Leute Apple-Produkte gekauft haben früher, war ja, es gab halt vier Stück. Und dann nimmst du dir eins davon und das war's. Es gibt nicht 96. 000 Variationen.

52:26 Gavin Karlmeier

Ja, aber dann weißt du halt auch, dass es richtig ist und du wirst halt gar nicht den Prozess dahinter lernen. Und was halt so, also bei diesem, bei diesem Falten, das war so Das war dieses, ich will es gar nicht ausprobieren, weil wenn ich es nicht hinkriege, weiß ich ja gar nicht, wie ich eine Lösung dafür finden sollte. Und mich hat dieses so. Ich will das gar nicht selber herausfinden. Also diese Angst, das quasi falsch zu machen und dann nochmal von vorne anfangen zu müssen, die war so viel größer und gar nicht die. Die Freude daran, weißt du, es ist doch, manchmal gehen ja auch Dinge schief und dann lernst du es halt neu und so. Und die hatte auch so einem, nicht Panik, aber so dieses Aber ich muss doch gar keinen Fehler machen, weil ich kann es ja genauso machen, wie es mir gezeigt wird. Weißt du, das war so eine. Ja, ich, also vielleicht auch jetzt überphilosophiert, aber.

53:14 Carsta Maria Müller

Ich weiß nicht, was du meinst. Aber ich glaube, dass dieses sich bewusst in Prozesse reinlegen und selber Probleme lösen, führt mich direkt zum anderen Gedanken, dass ich mich, dass ich so das Gefühl habe, uns fehlt manchmal auch die Möglichkeit, sich zu langweilen. Ich habe. Oh, jetzt ist es Freitag, ne? Ich kann mal ausholen. Ich habe heute noch darüber nachgedacht. Ich habe früher mal Musik gemacht. In meinem früheren Leben habe ich mal Musik gemacht. Und habe mir das so angehört und dachte, wie ist denn das eigentlich entstanden und so? Und das ist aus Langeweile. Das war ein Prozess von Optionsmangel. Ich hatte null Optionen, also da schaffe ich mir selber eine Option. ist das entstanden, dass ich da irgendwann angefangen habe, Gitarre zu spielen. Und natürlich aus Liebeskummer und weil man irgendwie cool sein wollte und so. Aber der primäre Grund war ja, ich konnte nicht, ich habe mich ja nicht abends hingesetzt und habe gesagt, ich. . Scroll vier Stunden durch TikTok, weil A gab es keinen TikTok und B war meine Internetzeit schon aufgebraucht. Also musste ich ja irgendwas anderes machen. Weißt du, was ich meine? Und uns fehlt, glaube ich. Mir fehlen manchmal Momente, in denen mir langweilig ist

54:21 Gavin Karlmeier

Hundertprozentig. Also ich habe ja vorhin gesagt, ich habe dieses Sebatical gemacht und ich habe mir selber die Aufgabe gegeben, da dieses Buch zu schreiben und so. Aber ich war dann auch relativ entspannt mit mir, was für mich sehr unüblich ist, weil ich war so ein bisschen, okay, wie oft hast du jetzt wirklich so eine Zeit frei und. . . musste jetzt nicht irgendwas abliefern. Und tatsächlich, ich bin darauf getrimmt, in meiner Freizeit dann irgendwie zu konsumieren, also einkaufen zu gehen, irgendwas Geiles zu essen, ein Buch zu konsumieren. Und dann habe ich mal so einen Tag gemacht, wo ich mich mich quasi gezwungen habe, nicht konsumieren zu dürfen. Also so jetzt auch nicht zu lesen, sondern halt einfach mal nur so zu sein. Und es war am Anfang so ungewohnt, weil natürlich die Langeweile aufgekommen ist, weil was machst du halt, wenn du nichts mehr konsumierst? Also wenn du auch nicht auf Instagram, TikTok oder was auch immer unterwegs bist. Und ich habe an dem Tag so schöne Sachen auch gesehen. Und mittlerweile, also wirklich, also dieses Langeweile haben zuzulassen und auch diese Stille des Nichtstuns auszuhalten. Das war so, so schwer, aber ich habe es dann irgendwann auch genossen und ich wünsche mir das so sehr zurück. Wirklich. Und das passiert natürlich nicht, wenn du einen Alltag mit Verpflichtungen hast, vielleicht auch noch Menschen hast, um die du dich kümmern musst und so, dann passiert das halt ehrlicherweise nicht.

55:43 Carsta Maria Müller

Absolut, das ist so. Jetzt sind wir so vom Thema abgekommen, weil ich habe eigentlich noch zwei relativ große Meldungen. Aber die bringen wir noch schnell unter. Wir haben die Zeit, er ist Freitag, Leute. Beschwert euch nicht. Und zwar, es gibt übrigens, ich muss kurz noch was einräumen. Dennis Horn hat überall rum erzählt, dass wir am Dienstag Folge 600 aufnehmen. Und mir ist heute aufgefallen, dass in meiner Datenbank keine Folge 599 gibt. Bedeutet also, dass wir gar nicht am Dienstag Folge 600 aufnehmen, sondern erst Folge 599.

56:19 Gavin Karlmeier

Oh nein! Und jetzt?

56:21 Carsta Maria Müller

Lasst euch überraschen, Leute. Wir kriegen das schon hin. Also, Google. Folgendes mit Google. Der Europäische Gerichtshof hat eine Strafe gegenüber Google bestätigt. Und zwar muss Google jetzt eine Strafe An die EU-Kommission in Höhe von 4,1 Milliarden Euro bezahlen. Und zwar geht es hier darum, dass Google als Betreiber von Android-Smartphones und Hersteller von Android-Smartphones offenbar anderen Herstellern von Android-Smartphones und Mobilfunkanbetern illegale Beschränkungen auferlegt hat, wie zum Beispiel Dass Google standardmäßig genutzt werden muss als Zoommaschine. Google hat damit gleich gegen mehrere Wettbewerbsregeln verstoßen und muss deswegen dieses relativ heftige Bußgeld zahlen, das ist die höchste Wettbewerbsstrafe, die die EU-Kommission jemals verhängt hat. Klar, 4,1 Milliarden Euro ist schon eine ganz schöne Menge. Das ursprüngliche Urteil stammt übrigens aus dem Jahr 2022 und damit aus der Zeit vor DMA und DSA. Seitdem könnte die EU-Kommission Höhere Strafen verlangen, haben sie aber noch nicht gemacht. Auch das muss man der Vollständigkeit halber nochmal dazu sagen. Trotzdem, 4,1 Milliarden, das ist schon nicht ganz ohne.

57:33 Gavin Karlmeier

Stell dir mal vor, man könnte das Geld einsetzen, um wirklich was Gutes zu tun.

57:40 Carsta Maria Müller

Das sind 4. 100 Millionen. Das ist schon relativ viel Geld. Und das ist auch nicht alles, weil gleichzeitig Hat die Wettbewerbsaufsichtsbehörde und das Patent- und Marktgericht in Stockholm, Schweden, Google zu einer Strafzahlung verurteilt, und zwar im Kampf gegen das Unternehmen Pricerunner? PrizeRunner ist eine Tochter von Klana. Klaner kennen wir, weil ihr kennt jemanden, der Klana-Schulden hat, wahrscheinlich euch selbst. Es ist leider so. Es ist leider so. Und Klana hat ein Tochterunternehmen, das heißt PriceRunner. Und PriceRunner ist ein Preisvergleichsportal. Und in Stockholm ist Price Runner deswegen vor Gericht gegangen, weil sie gesagt haben, dass Google den eigenen Produktvergleich Gegenüber Pricerunner bevorzugen würde und damit ihre Marktposition ausnutzen würde. Und dem hat das Gericht jetzt zugestimmt. Und deswegen Googelt zu einer Strafzahlung in Höhe von 1,3 Milliarden Euro. Plus 419 Euro Zinsen verurteilt, also 1,7 Milliarden Euro oder etwa 14,3 Milliarden Kronen. Das heißt, Google hat einfach mal innerhalb von drei Tagen knapp 6 Milliarden Euro verloren. Das ist schon. Es waren teure Tage, würde ich mal sagen.

59:00 Gavin Karlmeier

Die Frage ist halt, auch da wieder, ich möchte gerne mit den Bilanzmenschen da draußen sprechen und die, die die ganzen Businesspläne machen. Plant man das mit ein? Weil man weiß ja, was das, also logischerweise, und wahrscheinlich ist der Der Preisvorteil oder der Gewinnvorteil in dem Fall sogar größer als das, was man als Strafe potenziell zahlen muss oder so. Also ich glaube, das ist Das klingen nach total großen Summen, aber wenn man sich mal diese ganzen Menschen anguckt, die dann halt diese Bilanztabellen führen. Da gibt es immer irgendwelche Hintertürchen, die dann halt das Ganze gar nicht mehr so schlecht im Gesamtbild dastehen lassen. Oder es ist mit Kellen kalkuliert für die. Für die Jahresbudgets.

59:47 Carsta Maria Müller

Ja, ich also mal so, das, was ich so, was man so hört, ist, dass es durchaus solche Krisenkassen gibt. Ich glaube, wir haben auch jetzt im Fall des SpaceX-Börsengangs darüber gesprochen, dass es Rücklagen bei SpaceX für mögliche Strafzahlungen gibt. Ich bin auch kein Bilanzier und auch kein Botaniker, aber ich möchte sagen. Ich glaube nicht, dass diese Krisenkasse sechs Milliarden Euro groß ist. Das ist schon ganz schön viel.

01:00:13 Gavin Karlmeier

Ich glaube, das wird relativ. statisch festgelegt an prozentual an dem, was das Unternehmen für Umsätze macht.

01:00:22 Carsta Maria Müller

Weil man weiß, was in Frage kommt. Vielleicht auch doch.

01:00:26 Gavin Karlmeier

Man darf da gar nicht. Also losgelöst ist das eine relativ große Zahl, aber ja.

01:00:33 Carsta Maria Müller

Auf der anderen Seite. Mir doch egal, ob die damit gerechnet haben, dass sie es zahlen müssen. Am Ende müssen sie 6 Milliarden Euro zahlen. Das ist trotzdem eine Menge.

01:00:41 Gavin Karlmeier

Genau. Wir sprechen ja über unsere Denkprozesse, die solche Meldungen bei uns machen.

01:00:46 Carsta Maria Müller

Und das sind doch meine Denkprozesse.

01:00:48 Gavin Karlmeier

Und es ist also, man muss auf fairerweise sagen, ich habe mich heute sehr viel mit solchen Tabellen auseinandergesetzt. Ich habe nämlich Meinen ersten Aufsichtsratsposten. Es ist auch nicht offiziell unterschrieben, dementsprechend kann ich noch nicht sagen, wo.

01:01:04 Carsta Maria Müller

Podcast aus.

01:01:04 Gavin Karlmeier

Nee, gar nicht, überhaupt gar nicht. Und also wirklich Gnada. Und aber genau das machst du ja auch als Aufsichtsrat, dass du dir genau solche Sachen anguckst. Und dann habe ich quasi von einem Unternehmen einmal diese Bilanzrechnung mir so angucken müssen. Und ich habe so unfassbar viel da heute gelernt, weil das einfach so spannend ist. Und Auch da wieder saß ich da, ja klar, es ergibt Sinn, ergibt Sinn, ergibt Sinn, aber wenn man halt nicht da drin steckt, denkt man soweit halt auch nicht voraus. Und deswegen war da gerade meine Gedankengänge in der Fall.

01:01:33 Carsta Maria Müller

Ich kann das 100% verstehen. Und dann habe ich noch eine letzte Google-Geschichte, und zwar. Macht Google Google Sachen. Und zwar stellt Google die. Wir wissen, Google macht zwei Sachen sehr gerne, neue Produkte auf den Markt schmeißen und sie wieder einstellen. Und letzteres passiert jetzt, und zwar stellt Google die Tanner. API ein. Da ist man jetzt erstmal so, was ist das? Kann ich dir erklären. Und zwar ist Tenna der größte Konkurrent von Giphy. Es ist eine Giftsuche. T-E-N-O-R. Und die API, die am 30. Juni, also schon vorgestern, eingestellt wurde, die wird genutzt von Unternehmen wie zum Beispiel X, von Discord, von Blue Sky von WhatsApp. Also alle diese Tools haben als Giftsuche die Tanner-Suche benutzt. Ich bin ganz irritiert, dass WhatsApp Tanner genutzt hat, weil Giffy gehörte doch mal zum Meta, oder?

01:02:25 Gavin Karlmeier

Ja, ja.

01:02:26 Carsta Maria Müller

Das ist aber irritierend. Ja, auf jeden Fall hat Google nicht Tenor selber eingestellt, aber die Möglichkeit, eben diese API zu nutzen, damit sie in anderen Apps auftaucht. Und man Muss ich hier so ein bisschen fragen, warum. Weil also an mangelnde NutzerInnen kannst du ja hier nicht gelegen haben.

01:02:44 Gavin Karlmeier

Ich bin halt schockiert und frag mich, kann ich die jetzt nicht mehr nutzen? Ich habe ganze Chatverläufe bei WhatsApp damit. Ich habe da schon Lebensprobleme mitgelöst.

01:02:54 Carsta Maria Müller

Absolut. Also ich kann dir sagen, dass zum Beispiel Nikita Bier von Ex angekündigt hat, dass Ex selber schon auf eine andere Lösung umgestiegen ist. Wie das die anderen angesprochenen Apps machen, kann ich dir gerade nicht sagen, aber meines Erachtens kann ich auch bei Discord noch Gifts schicken, aber eben dann nicht mehr über Tanner. Könnte natürlich dazu führen. In der Realität, dass du andere Gips findest, weil die Suchengine anders funktioniert oder die Datenbank eine andere ist. Das muss nicht gut sein. Ich sag nur, es sind anders.

01:03:19 Gavin Karlmeier

Stimmt.

01:03:20 Carsta Maria Müller

Jetzt bin ich so intrigued.

01:03:21 Gavin Karlmeier

Wir müssen diesen Podcast so schnell wie möglich beenden, damit ich gleich wieder mein Handy habe, was auf Flugmodus ist, damit ich jetzt gleich das nachgucken kann. Das ist gerade wirklich die schockierendste Meldung.

01:03:33 Carsta Maria Müller

Liebe Casta, danke, dass du hier warst. Ich hoffe, du kommst bald wieder.

01:03:37 Gavin Karlmeier

Wenn ich mal die ganzen Giffs verschickt habe, ja genau.

01:03:40 Carsta Maria Müller

Bitte schickt uns alle GIFs in den Discord auf www. hakendran. org oder kommentiert, welches GIF euch am meisten fehlt bei Campfire oder sonst irgendwo im Internet. Ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende. Wir hören uns wieder am Montag. Und dann mit Folge 598. Wirklich.

01:03:55 Gavin Karlmeier

Und danach die 99 und danach die 600. Herzlichen Glückwunsch schon mal voraus.

01:04:01 Carsta Maria Müller

Das wäre ein Unglück am Ende. Das darf man nicht vorab gratulieren.

01:04:06 Gavin Karlmeier

Wirklich?

01:04:07 Carsta Maria Müller

Ja.

01:04:07 Gavin Karlmeier

Das ist doch nur bei Geburtstagen so.

01:04:09 Carsta Maria Müller

Ja, ist doch eine Art Geburtstag.

01:04:11 Gavin Karlmeier

Das ist ein Jubiläum. Anyway, also. Vollster Liebe und wünsche dir ein schönes Wochenende dann stattdessen.

01:04:20 Carsta Maria Müller

Das wünsche ich euch auch allen. Passt auf euch auf, macht's gut und bis Montag.

01:04:23 Gavin Karlmeier

Tschüss. Tschüss.