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Folge 615 · 17. August 2026 · 1:03 Std.

Ein Denkmal für die Selbstreflexion

mit Nicola Balkenhol

Willkommen zu einer neuen Ausgabe von “Defaults matter”! Wieder einmal haben wir Beispiele, wieso es manchmal sinnvoll sein kann, sich die Einstellungen der Software anzuschauen, die man nutzt. Aber wir haben auch mehrere Beispiele für “Ach was, es geht ja doch?”: Denn Musk veröffentlicht den X-Algorithmus inklusive Gewichten, die EU hat einen schnellen Kommunikationskanal mit Meta und TikTok und Spotify kennzeichnet KI-Inhalte. Zumindest ein bisschen.

🗓️ Diese Episode wurde bereits am Freitag, 14. August, aufgezeichnet. Alles, was an diesem Wochenende passiert ist, hört ihr in der Episode am Mittwoch!

Kapitelmarken

KI-unterstützt

  1. Hallo Nicola
  2. Social Media und Ceuta
  3. Spotify und KI: Kennzeichnung und Monetarisierung
  4. Twitch's Opt-Out für KI-Training – "Defaults Matter"
  5. Apple verhandelt mit Verlagen über KI-Trainingsdaten
  6. Snapchat verbietet vollständig KI-generierte Inhalte in Spotlight
  7. Frankreichs Verfassungsrat kippt Social-Media-Verbot für Minderjährige
  8. Studie: Social-Media-Nutzung und schulische Leistung
  9. Datensammlung durch Apps: Rewe Pay und McDonald's
  10. X veröffentlicht Ranking-Algorithmus und "Under the Hood"
  11. Cards Against Humanity plant Elon Musk-Denkmal

Transkript

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00:01 Intro

Haken dran, das Social Media Update der CT.

00:06 Nicola Balkenhol

Hallo Nikola

00:07 Gavin Karlmeier

Hallo Gevin.

00:08 Nicola Balkenhol

Bei mir ist heute Nikola Balkenhol, die Leiterin Multimedia bei Deutschlandradio. Und ich freue mich, dass du hier bist. Wir haben uns das letzte Mal im Winter gesprochen, im Januar.

00:19 Gavin Karlmeier

Das stimmt, das war wirklich krass anders.

00:21 Nicola Balkenhol

Danke für die Einladung, Gavin. Da konnte man im Rhein noch schwimmen und nicht mit dem Auto durchfahren.

00:27 Gavin Karlmeier

Ja, und man musste die Capullover tragen.

00:30 Nicola Balkenhol

Das stimmt. Ja. Also zumindest was die was die klimatische Kälte angeht. Die soziale Kälte hatten wir da auch schon erreicht, fürchte ich.

00:39 Gavin Karlmeier

Ich erinnere mich an eine dystopische Folge. Jedenfalls ging ich da so raus mit dem Gefühl, ist die Welt da noch?

00:46 Nicola Balkenhol

Traurigerweise kann man das über jede Folge sagen. Wir haben ja inzwischen Doomscrolling für die Ohren, haben wir überall stehen. Ich muss kurz einen organisatorischen Hinweis geben zu dieser Episode. Denn wenn ihr das hört, ist Montagmorgen. Wir haben diese Folge aber ganz ungewöhnlich, nicht am Sonntag aufgenommen, sondern bereits am Freitag. Das hat so organisatorische Gründe, die so ein bisschen damit zusammenhängen, dass ich. . jetzt nicht jede Folge von zu Hause aufnehmen kann in der nächsten Zeit. Und deswegen können Dinge passieren an diesem Wochenende, die ihr bei uns dann erst, also die sind dann schon passiert, wenn ihr das hört, die ihr dann erst am Montag Im Podcast hört. War das Nachvollziehbar? Gut. Ich steige so ein bisschen mit Dystopie ein und mit Social Media und Weltpolitik alles in einem gleichzeitig. Und zwar müssen wir über Theuta sprechen. Die meisten Menschen haben sicherlich mitbekommen, was da passiert ist in Theuta, einem kleinen spanischen Ort. der aber auf der marokkanischen Seite des Meeres liegt, gab es den Vorfall, dass Menschen die Grenzen überwunden haben und zu einen großen Gruppen. Das Interessante aber ist, dass relativ schnell die Ursachenanalyse dazu führte, also die Frage, wie haben sich diese Menschen eigentlich alle miteinander abgewählt. Abgesprochen, woher kam der Impuls, in dieser großen Gruppe gemeinsam zu versuchen, die Grenze zu überwinden? Dass da ein Entschuldiger schnell gefunden wurde und es waren diesmal nicht Killerspiele, sondern Social Media. Wie ist deine Einschätzung zu dem?

02:21 Gavin Karlmeier

Ja, ich habe natürlich mich sofort gefragt, also die Bilder, die ich wahrgenommen habe, waren so über die. klassischen Tagesschau und so weiter Bilder und habe mich auch sofort gefragt, wie kann das sein, dass solche großen Gruppen von Menschen dasselbe tun. Die müssen ja irgendwie miteinander zusammenhängen. Auf der einen Seite hängen sie zusammen, wahrscheinlich nutzen sie Handys, was immer sie da mit den Handys machen. Messenger und so weiter. Ob es Social Media im Sinne von Plattformen ist, ist, finde ich, auch relativ egal, oder? Irgendwelche Kanäle jedenfalls. Darüber haben die sich bestimmt verabredet, weil es bestimmt irgendwelche Informationen gab. Und gleichzeitig sind sie bestimmt ziemlich. Verzweifelt im Sinne von, haben das Gefühl, nicht viel verlieren zu können. Und diese Kombination führt zu sowas. Und das würde ich 100% genauso einschätzen.

03:32 Nicola Balkenhol

Die Frage, die sich da halt aufdringt, ist, wer hat diese Information in die Welt gesetzt, die eben genau an diese Hoffnungen dieser Menschen appelliert hat? Anders kann man es ja nicht sagen. Da wird sozusagen mit dem Versprechen gespielt, es gibt ein besseres Leben für euch. Und jetzt gerade könnt ihr diese Hoffnung in die Wahrheit umsetzen, in die Tat umsetzen. Und so ist das nämlich passiert. Und das führt aber dann jetzt nicht dazu, dass man überlegt, Was können wir eigentlich in unserer reichen Welt damit tun, damit es anderen Menschen vielleicht so gut geht, dass es diese Notwendigkeit dieser Stürme nicht gibt? Oder was können wir tun, damit wir ihnen. mehr abgeben können von dem, wovon wir zu viel haben und auch Platz geben, von dem wir ehrlicherweise auch noch welchen übrig haben. Also alle diese Dinge fragt man sich gerade nicht so sehr, sondern man fragt sich Was können wir tun, um die Integrität des digitalen Raums zu wahren, insbesondere in solchen Krisensituationen? Das hat die EU-Digitalkommissarin Hanna Wiekünen gesagt und hat gesagt, da sind eigentlich nur die Social Media Unternehmen für verantwortlich, dass es passiert ist. so ein bisschen Choot the Messenger mäßig ist, weil der Postbote nichts dafür kann, welche Briefe er jetzt nun mal überbringt. Aber naja, das führt aber jetzt dazu. dass die EU einen direkten Kommunikationskanal mit Meta und TikTok eingeführt hat, um diesen Sachverhalt gemeinsam aufzuklären und ein Wiederholen auszuprobieren. Also es soll einen Kanal geben unter Einbeziehung von FaktencheckerInnen, um schnell Informationen auszutauschen, Postings, viral gehende Videos auszutauschen und zu sagen. . Hier geht gerade etwas viral, das müsst ihr bitte eindämmen. Und es gibt natürlich eine Ebene, wo ich sagen würde, das ist nachvollziehbar, weil wenn da gezielte Desinformation gestreut wird, um Menschen als Instrument zu verwenden. dann muss natürlich etwas gemacht werden, damit diese Inhalte nicht sofort viral gehen und diese Menschen mit den Hoffnungen dieser Menschen gespielt werden. Ich glaube, das kann man so sagen, oder?

05:23 Gavin Karlmeier

Klar, kann man das so sagen. Und es ist wirklich dieses Schutz im Messenger-Prinzip. Es verschwendet ja keinen Gedanken daran. Was könnte, also genau wie du gesagt hast, die EU tun, um die Situation zu ändern? Oder es verschwendet auch keinen Gedanken daran zu überlegen, Sozusagen das größere Bild aufzumachen. Welche Rolle haben die Plattformen? Als ich das las, was du gerade wiedergegeben hast, habe ich so gedacht, Also auf der einen Seite keine Ursachen, Analyse und Bekämpfung und auf der anderen Seite können die Plattformen auf einmal was, was wir die ganze Zeit wollen, dass sie können sollen.

06:05 Nicola Balkenhol

Hundert Prozent. Plötzlich geht das, plötzlich kann man sich so einen gemeinsamen Signal-Chat vorstellen, wo dann irgendwie Mark Zuckerberg und Chao Chu von TikTok gemeinsam sitzen und so sagen, okay, ja, das gucken wir uns mal an. Und dann kommen dann noch so ein paar FaktencheckerInnen dazu, die dann noch so ihren Daumen auf die Nachricht geben. Und hier geht's, aber in allen anderen Fällen nicht, in Fällen, wo in anderen EU-Ländern eine Wahl komplett manipuliert werden kann. Ist das nicht möglich gewesen? Ich finde das schon erstaunlich und man, ich will da keine, wie soll ich sagen, ich will da keine keinen politischen Willen in den Social Media Plattformen unterstellen. Es kann natürlich auch einfach nur Opportunismus sein und die Sorge davor, wenn man jetzt hier diese verhältnismäßig einfache Maßnahme nicht umsetzt, an anderen Stellen vor dem DSA wieder Strafen fürchten muss. Also es ist natürlich alles In dieser Gemengelage spielt das eine Rolle. Aber ich finde es trotzdem auch erstaunlich, dass diese direkten Wege hier möglich sind und in anderen Fällen brauchst du halt Dutzende Institutionen und Klagen und Prozesse. und Untersuchungsverfahren, um irgendwie an dieses Ziel zu kommen, dass die Plattformen reagieren.

07:07 Gavin Karlmeier

Ja, es ist in vielfacher Hinsicht so oberflächlich, dass es wirklich bitter ist. Also oberflächlich im Sinne von nochmal keine Ursachenbekämpfung und Betrachtung von der EU und auch nicht den Schluss ziehen, ah, sie machen was. Und übrigens wollte ich ja die ganze Zeit schon, dass sie ihre Plattformen besser handeln. Und wenn sie jetzt was machen, dann könnte ich ja auch sagen, ja prima, danke, ihr macht das gerade und so machen wir es jetzt übrigens immer. Also da warte ich jetzt drauf.

07:37 Nicola Balkenhol

Ich finde, ja, voll, ganz genau so. Vor allem eben die Zusammenarbeit mit FaktencheckerInnen, die Meta ja eigentlich komplett einstellen wollte. Die aber hier in dem Fall zusammenarbeiten mit AfP, einer französischen Nachrichtenagentur, mit Neutral oder Neutral, einer spanischen Faktencheck-Organisation und MapExpress, einer Faktencheck-Organisation aus Marokko. Also Meta macht hier auch noch genau die Dinge, die man sich immer wünschen kann. Man holt sich Leute dazu, die sich auskennen. Ich finde, natürlich ist das schön, dass es hier in diesem Zusammenhang funktioniert und richtig. Aber man muss sich wünschen dürfen, dass das hier zu einer Blaupause wird für auch andere Situationen oder wie die US nennt, Krisen. Ja, das wäre schön. Wir drücken die darum, dass man dass die EU und die EU Kommission und vor allem hier die dass die Digitalkommissarin der EU-Kommission auf diesen Gedanken auch kommt und nicht einfach sagt, ja, das war ja eine Ausnahmesituation. Dann ist alles eine Ausnahmesituation.

08:37 Gavin Karlmeier

Ja, so schlau sind wir doch jetzt auch nicht. Oder andersrum, die sind ja auch nicht blöd. Die haben wahrscheinlich nur das Gefühl, in anderen zwängen zu sein. Ja, also wenn sie die Plattformen zwingen, nicht nur in solchen Aus- also von der EU als Ausnahmesituationen wahrgenommenen Fällen was zu machen, sondern sie insgesamt zwingen, dann haben wir wieder die Kette, ja, aber die USA, ja, aber Trump, ja, aber Zölle oder sonst irgendwelche Strafen

09:09 Nicola Balkenhol

Ja, auch wahr. Wir drücken die Daumen. Wir machen es heute optimistisch. Wir sind heute wieder im Sonntag. Wir sind in einem wohlwollenden Modus. Ich habe so zwei, drei kleine KI-Themen, die aber für uns auch interessant sind, weil sie so ganz viel von dem berühren, was wir uns sonst anschauen. Und ich habe nachher auch noch ein bisschen Elon Musk-Kram dabei. Also heute ist es so ein bisschen The bunte Haken Kiste some What's to Spotify with you. And so I had Spotify angled KI Künstler-Accounts zukünftig zu kennzeichnen. Und es ist wichtig, das genauso zu formulieren, denn was hier nicht gekennzeichnet werden soll, sind KI-generierte Songs. Oder Songs von KünstlerInnen, die eben sonst nicht mit KI arbeiten. Es gibt im Moment ein Album eines Künstler, wer war das denn nochmal, das gerade so viral geht? Ach, jetzt bin ich unvorbereitet. Jetzt wollte ich hier so eine Referenz aus meinem Spiel. Das ist mir auch nicht gemerkt. Äh, Tiger. Tiger hat ein Album, zumindest in Teilen, KI generiert, was dazu führte, dass zum Beispiel die Rapperin Doja Cat ihn massiv kritisiert hat. Das war eins der wenigen Alben, die auf einer Bewerb äh ähm Plattenbewertungsplattform, die Bewertung 0,0 Punkte bekommen hat. Also das Tiger-Album fällt gerade komplett durch. Das würde bei Spotify allerdings hier nicht gekennzeichnet werden, sondern eben nur reine KI-Artists. Das ist relativ interessant, warum Spotify das tut, weil das nicht zwangsläufig Teil des AI-Aktes Sein muss, wenn man es so interpretiert. Gleichzeitig gibt es aber in der Marktsituation gerade einige Streamingdienste, die das genau anders machen. Also dieser beispielsweise oder Tidl oder Kobus oder Grobut. Ich weiß nicht, Französisch weiß nicht, wie man sie ausspricht. Die haben schon damit angefangen, KI-Inhalte entweder komplett zu verbieten, sie nicht zu monetarisieren sie nicht mehr algorithmisch auszuspielen, auch das will Spotify hier tun, aber eben auch einzelne Songs und Alben entsprechend zu kennzeichnen. Das tut Spotify alles nicht. Sie sagen zwar, die werden nicht mehr Per Default in Playlists gespielt. Das kannst du aber sozusagen in den Einstellungen trotzdem einschalten. Und sie werden auch trotzdem monetarisiert. Das heißt, wenn diese Songs trotzdem eine 100 Millionen Plays bekommen. Bekommen die Menschen, die sie dort hochgeladen haben, dafür auch ihre 2 Euro?

11:25 Gavin Karlmeier

Bei Spotify habe ich gerade Gefühle. Bitte, ich muss das warnd vorausschicken. Deshalb Weil wir mit unseren Deutschlandfunkinheiten-Podcasts extrem oft auf irgendwelchen Urheberrechtsverletzungslisten von Spotify landeten landeten und auch noch landen. Und da ist natürlich auch eine KI am Werk, die dann irgendwie die Dinge durchsucht und behauptet, wir hätten da Urheberrechte verletzt. Und wenn jetzt ehrlich gesagt die öffentlich-rechtlichen am wenigsten Urheberrechte verletzen, dann ist das nicht so weit weg, weil erstens da ordentliche Verträge sind mit den Urheberrechtsfirmen und zweitens, die auch sehr aufs Geld achten, also nicht zu und Recht, nee, nicht zu Recht, Urheberrechte anklagen kriegen wollen, sondern vertragsvollkonform damit umgehen wollen. Und warum ich das erzähle KI ist da am Start, und dann kommen die klassischen Drittplattformen-Mechanismen, du musst in irgendwelchen schrecklichen Formularen versuchen, irgendwie zu erklären, Dass du sehr wohl die Rechte hast. Und das gelingt immer nur so mittelgut. Und wir, also, das war wirklich Arbeitsbeschaffungsmaßnahme. für viele Menschen im Deutschlandradio, die da diese blöden, auch wieder KI-getriebenen Formulare bespielt haben. Und das ist mein Punkt. Wenn das, was Spotify da jetzt ankündigt, genauso furchtbar funktioniert wie das, was ich gerade geschildert habe, dann ist das wirklich für nix. Und du hast es vorher auch schon gesagt, also was sich die anderen überlegen, also zum Beispiel dieser, nämlich dafür zu sorgen, dass sozusagen hohe Transparenz besteht darüber. Und auch dass nicht nochmal monetarisiert wird, zum Beispiel. Und Spotify überlegt sich das nicht. Also da kann man doch eigentlich nur davor stehen bleiben und sich fragen, was macht ihr da eigentlich? Also das ist ja auch wieder ein großes Thema. Auf der einen Seite darf man, finde ich, sehr wohl KI für die Herstellung von zu hörenden Dingen einsetzen. Wieso nicht? Ich benutze auch andere Tools für irgendwas, ähm, so aber damit ordentlich umzugehen Ich verstehe schon, dass das auch schwer ist, für Spotify das zu kontrollieren. Aber damit ordentlich umzugehen, wäre die Aufgabe. Und dann hätte sich Spotify mal gut überlegen müssen, Und vielleicht auch mal in einer Allianz mit anderen Streaming-Anbietern, um zu überlegen, Gehen wir auf ähnliche Art und Weise damit um und was wollen wir damit erreichen? Was soll das Ziel sein?

14:30 Nicola Balkenhol

Ja, stimmt. Das fehlt mir. Stimmt's zu 100 Prozent, vor allem, weil diese Allianz ja idealerweise eben nicht nur gemeinsam verabredet, wie man damit umgeht. Sondern sich vielleicht auch darüber austauscht, welche Songs und welche Titel und welche KünstlerInnen eben auf irgendwelchen Listen landen oder vorgeschlagen werden oder gelabelt werden. Also wenn es so eine Art, es gibt ja diverse Datenbanken, in denen alle Musik der Welt gesammelt ist. Wenn die und Spotify greift auf diese natürlich auch zu, wenn sie Plattencover brauchen oder KomponistInnen oder was auch immer Aber in dem Fall geht das dann halt offensichtlich nicht, frage ich mich. Das wird noch ein bisschen pikanter, weil die Entscheidung, welche KünstlerInnen KI-Artists sind, werden zunächst, äh, wird zunächst nicht von Spotify bestimmt, sondern durch Selbstanzeige. Also die KI-Artists können sich selber als KI-Artists kennzeichnen. Das werden vermutlich die meisten nicht tun. Und also sie haben so angekündigt, es soll irgendwann ein Review-Team geben, das selber diese Entscheidungen trifft. Da werden Sie aber vor allem auf den Prozenteil der Songs schauen, die Plays generieren. Das heißt, die meisten Sachen, die hochgeladen werden, die halt unter einer gewissen Schwelle liegen, die Sie nennen das Publikumsschwelle. Die werden halt gar nicht davon beachtet und landen dann möglicherweise doch auch wieder in algorithmischen Playlists.

15:47 Gavin Karlmeier

Ja, man sollte sich mal, also ich finde naheliegend, sich zu fragen, was wollen wir als Nutzerinnen, als Publikum denn? So. Was stört uns denn an KI-generierten Inhalten? Uns stört doch, wenn das verschleiert wird. Uns stört, wenn wir sozusagen falsche Versprechen kriegen. Ja, wenn irgendwas behauptet, Menschen handgemacht, mundgemacht, sonst wie zu sein, und ist es aber dann nicht. Und uns stört, ähm, glaube ich, ja, letztlich Erwartungsmanagement. Also Erwartungen geweckt bekommen zu haben, die dann nicht erfüllt werden sollen. So, und wenn ich so als Drittplattform mir das gut überlege, dann muss ich mir doch sozusagen eine Vielzahl von Möglichkeiten überlegen, die dazu führen. Und das macht Spotify ja seit Ganz vielen Jahren schon nicht. Also, es gibt auch diese Playlists mit irgendwie welcher Fahrstuhl-Hintergrundmusik, die bestehen nur aus Slob im weiteren Sinne. Und da haben die noch nie was gegen gemacht. Also, das ist mir zu random.

17:05 Nicola Balkenhol

Ja, das heißt übrigens Perfect Fit Content, diese Musik. Genau. Aber weil du gerade sagst, hey, wen haben sie denn da eigentlich im Blick? Ja, halt nicht uns. Also, sie machen das nicht für die HörerInnen, sondern natürlich auch, um der Industrie irgendwie ein Signal zu schicken, um sich vielleicht irgendwie so ein bisschen ein Feigenblatt zu verleihen, muss man hier so rauslesen. Und weil du Allianzen angesprochen hast, Spotify hatten übrigens eine Allianz geschlossen, allerdings nicht mit anderen Streamingdiensten, sondern mit Sony Universal, Warner, Merlin und Belief, um gemeinsam KI-Produkte zu bauen. Das heißt, diese Entwicklung, diese Entscheidung hier. Ist wahrscheinlich nicht eine Entscheidung, um den Slop loszuwerden, sondern um den Slop loszuwerden, den sie nicht selber generiert haben.

17:47 Gavin Karlmeier

Ja, genau so wird es sein.

17:48 Nicola Balkenhol

Ja, und jetzt nehmen wir das sozusagen direkt als Brücke, um über Social Media zu sprechen, denn bei Twitch gibt es jetzt eine Einstellung, die wir uns alle anschauen sollten, die selber streamen oder selber die Plattform nutzen. Denn auch bei Twitch gibt es jetzt ein kleines Häkchen, das heißt Training für generative KI. Und das ist ein Opt-out-Feature. Also das ist eine Funktion, die man von Hand ausschalten muss, sonst wird erstmals standardmäßig Ich zitiere, gestattet, dass Kanalinhalte zum Trainieren generativer KI-Inhaltsmodelle bei Amazon verwendet werden. Wenn du diese Option deaktivierst, untersagst du Twitch und Amazon nicht, deine Kanalinhalte für andere Zwecke zu verwenden, die im Hinweis Zur Privatsphäre beschrieben sind, einschließlich der Nutzung von KI-unterstützten Twitch-Funktionen, die der Community zugutekommen. Also, du bist. Toll, ne? 615 Ausgaben haben mich quasi radiofähig gemacht. Tatsächlich. Aber ich finde, diese, diese, mich haben auch super viele Leute markiert und haben gesagt: Defaults matter, weil wir das hier so oft sagen. Und Heise hat die gute Schlagzeile gewählt. Liebe Grüße ans Mutterschiff. Wenn das Opt-in wäre, würde es niemand machen. Und genauso ist es eben. Dass sie quasi vorschreiben, ihr trainiert jetzt unsere KI oder die Amazon KI mit euren Inhalten, außer ihr wollt es nicht. Zeigt ihr, dass sie genau wissen, die Leute wollen es nicht.

19:10 Gavin Karlmeier

Ja, EU, tun Sie was, bitte.

19:12 Nicola Balkenhol

Ja. Wirklich, aber passiert nicht leider. Wir müssen erstmal, wir müssen das aushalten. Ich finde das seltsam, weil es gibt, glaube ich, wirklich keine EU-Richtlinie, die vorschreibt, wie man mit solchen Regelungen umgeht mit dem Umgang von Nutzerdaten zum Training von generativen KIs, außer eben die Möglichkeit, es deaktivieren zu können. Warum ist das opt-out?

19:35 Gavin Karlmeier

Das verstehe ich ehrlich gesagt auch nicht. Also, ich, das ist derartig nutzerunfreundlich. Und geht ja wirklich davon aus, ich meine, es geht ja in dieselbe Richtung wie die AGBs, die wir dauernd wegklicken. Du meldest dich irgendwo an und kriegst erstmal anderthalb Stunden Lektüre in einer fremden Sprache hingeworfen, wenn es schlecht läuft. Das ist ja dasselbe Prinzip. Also es geht ja einfach davon aus, dass wir die Kontrolle nicht haben sollen. So fühlt es sich an für mich als Nutzerin.

20:15 Nicola Balkenhol

Ja, entweder das, oder du hast zwar die Kontrolle, aber sie wissen genau, 99,97 Prozent der NutzerInnen wollen diese Kontrolle gar nicht. Sie wollen gar nicht sich in den Einstellungen verlieren und alles überprüfen, sie wollen halt streamen. dann gucken Sie sich ja nicht alle Einstellungsmöglichkeiten an. Und über diese Defaults-Meta-Regelung schaffen Sie es halt, uns irgendwie dann doch dazu zu bringen, dass mit unseren Daten trainiert wird.

20:38 Gavin Karlmeier

Wir sollten mal überlegen, welche unserer EU-Abgeordneten wir da ansprechen können und fragen, ob wir den offenen Haken drinbrief schreiben. Ja, bitte.

20:49 Nicola Balkenhol

Opt-out für alle. Das sollten wir fordern. So, und letzte reine KI-Meldung für heute und dann legen wir das auch wieder weg. Apple verhandelt offenbar mit Verlagen über Inhalte für ihre Siri. Heißt also, sie wollen direkt mit Medienhäusern Lizenzabkommen abschließen, damit diese die Möglichkeit, damit Apple die Möglichkeit bekommt, dass du in der Siri-KI direkt eben Informationen von ihnen bekommst, direkte Nachrichten, Live-Nachrichten bekommst und sie wahrscheinlich auch ihre KI stärker trainieren können, dadurch ihre eigene. Sie nutzen ja für viele Teile tatsächlich Gemini, da haben wir schon mal drüber gesprochen. Es gibt einen Teil der von der neuen Serie, die eben auf Google basiert oder auf Google Software basiert. Das wollen sie offenbar mittelfristig tatsächlich dann wirklich loswerden.

21:37 Gavin Karlmeier

Wobei es ja dasselbe Prinzip ist. Klar.

21:42 Nicola Balkenhol

Nur mit einem Unterschied: es gibt Geld.

21:49 Gavin Karlmeier

Ist das ein, also ich auch da gucke ich natürlich wieder mit so einer öffentlich-rechtlichen Brille deshalb drauf.

21:58 Nicola Balkenhol

Besser als mit einer Meta-Brille.

22:02 Gavin Karlmeier

Hier ist übrigens keine Kamera dran. Ist auch nicht Ray-Ban. Weil Wir Deutschlandradio darf ja nichts monetarisieren. Wir kriegen ja das Geld von den Beitragszahlerinnen und Zahlern. Und deshalb ähm müssen fallen wir aus solchen Sachen leicht raus Weil es aber ja sozusagen Plattformgebote gibt, also dass Inhalte sozusagen ähnliche Möglichkeiten haben müssen, eigentlich gleiche Möglichkeiten, aber in Wirklichkeit sind sie höchstens ähnlich. prominent ähm auffindbar zu sein, hat das immer zur Folge, dass wenn äh Wir uns melden, dass Interesse von so Plattformen, also öffentlich-rechtliche sich melden, nicht besonders groß ist. Und wir dann doch ziemlich hinten in der Schlange landen. Und das ist ja auch nicht damit gemeint. Also alle, die hier zuhören und Beitrag zahlen. Die haben das halt bezahlt, finden das dann aber nicht in solchen Zusammenstellungen. Jedenfalls nicht einfach, sondern auf der Seite, Unterseite irgendwo.

23:15 Nicola Balkenhol

Das ist aber ein komplexes Thema, weil, wenn du nach der Logik gehst, müsste man eigentlich überlegen, warte mal, dann müssten ja Unternehmen eigentlich diesen bereits bezahlten Inhalt kostenfrei für ihre Trainingsdaten nutzen dürfen, weil zahlen dürfen sie es nicht. Aber die Daten stehen für alle Menschen zur Verfügung, also leider auch für die Unternehmen, die damit ihre KI trainieren will. Also vorausgesetzt, sie haben eine deutsche Dépendance so. Aber theoretisch wäre das so. Gleichzeitig könnte man aber auch sagen. Für super viele Medienhäuser ist das gerade die Lifeline. Das ist die Möglichkeit, überhaupt noch zu überleben und vielleicht sogar auch für Reddit, die ja irgendwie große Millionenbeträge von Google bekommen, um damit ihre KI zu trainieren, zumindest noch kann man sich überlegen, ob das nicht vielleicht ein Modell wäre, um die um ganz viele Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Wir sagen, okay, das kostet 200 Millionen Euro im Monat. Im Jahr wahrscheinlich, wenn ihr eure KI mit unseren Hörfunkinhalten trainieren wollt. Wir denken uns, naja, wir kommen eh alle umsonst an diese Daten, weil wir haben sie schon bezahlt, aber der Rundfunkbeitrag wäre plötzlich nur noch halb so hoch. Wilder Vorschlag, bitte, das ist nicht mein, das wünsche ich mir nicht. Ich sag nur, sowas kann man natürlich auch mal, da kann man auch drüber nachdenken, weil fairerweise auch ein Gedanken noch dazu. Vera Wal sind ganz, ganz viele öffentlich-rechtliche Inhalte längst in diesen Trainingsdaten. Ich weiß nicht, ob du mal aus Gag, ich habe das mal gemacht, Stille in eine KI-Transkript-Software hochgeladen hast. Weil was dann passiert, ist ganz häufig, dann wird natürlich auch halluziniert, weil aus diesem Rauschen in der Schule wird versucht, das zu verstehen, aber ganz häufig steht am Ende Copyright WDR 2006, Copyright WDR 2021. Weil eben sehr, sehr viele transkribierte Inhalte, die es gibt, durch den WDR transkribiert wurden, weil die eine große Redaktion eben für solche Inhalte haben und die offensichtlich einfach in diesen Trainingsdaten gelandet sind.

25:06 Gavin Karlmeier

Ja, du sagst es, es ist wirklich vielfach komplex und ich glaube, es lässt sich auch zumindest für in der Vergangenheit liegende Daten nicht gut auflösen. Man kann sich höchstens überlegen, wie wollen wir es denn. mit Daten und Inhalten für die Zukunft haben. Und da sind die Interessen sicher nicht dieselben. Sondern auch da müsste man eigentlich nutzerorientiert denken, wenn es um Medieninhalte geht Medieninhalte haben halt schon eine besondere, eine besondere Würde, insofern, als sie halt mit bestimmter Glaubwürdigkeit verbunden sind. Egal, ob es jetzt von Verlagen kommt, die damit Geld verdienen müssen, oder ob es vom öffentlich-rechtlichen kommt. Und in der Glaubwürdigkeit trifft es sich. Und dann müssten die sich natürlich auch zusammen überlegen, wie kriegen wir die Glaubwürdigkeit in die KI-getriebene. Plattformenökonomie, die wie die uns alle gleichzeitig zu Spielbellen macht.

26:15 Nicola Balkenhol

Ja, aber wie?

26:20 Gavin Karlmeier

Ich finde das auch nicht leicht, aber ich würde zum Beispiel Gerne mal Apple fragen, was ist denn das Ziel? Ja, also um Sie sollten noch mal ein bisschen sagen, welche Art von Inhalten wollen Sie wofür haben? Und dann könnte man ein bisschen genauer dran überlegen, welche Anteile davon geben wir wie frei. Ich meine, das sind da auch immer noch mal individuelle. Urheberrechte hinter. Du kannst auch nicht jede einzelne Journalistin, Creator, fragen, was mit ihren Inhalten passiert. Ich bin da ein bisschen auch nach längerem drüber nachdenken verloren. Ich bin zu keinem tollen Ergebnis gekommen. Mir fallen sofort immer zu meinen eigenen Gedanken gegen Argumente ein.

27:12 Nicola Balkenhol

Aber wie würdest du als jemand, der ja wirklich jetzt, du bekennst ja den Maschinenraum des öffentlich-rechtlichen Rundfunks? Was wäre, wenn da jetzt einer reinkommt und sagt, hier 100 Millionen Euro im Jahr für euer Material als Trainingsdaten?

27:26 Gavin Karlmeier

Da müsste so ein Deutschlandradio sagen, vielen Dank, können wir nicht nehmen. Wir kriegen nämlich Beiträge und weitere Einnahmequellen haben wir nicht.

27:36 Nicola Balkenhol

Ja, gut, klar. Aber was wäre, wenn jemand zum Rundfunkrat geht oder zum KEF? Die Kommission, die den Rundfunkbeitrag festlegt und sagt, pass mal auf, ihr könnt dort den Rundfunkbeitrag auf 3 Euro im Monat reduzieren pro Person, weil den Rest zahlen wir. Was wäre damit?

27:58 Gavin Karlmeier

Warum gibt es die CAF und dieses komplizierte Beitragswesen, um unabhängig zu sein, sowohl vom Staat als auch von Ökonomie? Und die Kev würde sowas auch antworten, da bin ich mir ziemlich sicher. Nee, lass mal.

28:13 Nicola Balkenhol

Ja, hoffentlich. Weil ich sehe das auch. Ich wollte diesen Gedanken noch einmal aussprechen, bevor es jemand anders tut, damit wir hier schon mal Argumente sammeln, weil Früher oder später wird das jemand nochmal diskutieren wollen, für ich dich.

28:24 Gavin Karlmeier

Ja, das glaube ich auch. Und also ich meine, du hast ja schon, jetzt zurück zu Apple, du hast ja schon zu Recht gesagt, ähm Apple versucht ja mit ein bisschen Fairness. Also schon ein bisschen Geld zurück. zu geben an diejenigen, von denen die Inhalte kommen. Das geht auch noch dürver.

28:47 Nicola Balkenhol

Klar.

28:47 Gavin Karlmeier

Ist aber auch nicht ideal.

28:49 Nicola Balkenhol

Wir schauen rüber zu Meta, die zum Beispiel extrem viele Kinofilme genutzt haben oder Anthropic, die Bücher aus dem Antiquariat gekauft haben und dann geschreddert, aber vorher einmal gescannt haben. Also immer, es geht auch anders, ja. So, let's, also ich habe gesagt, wir verlassen KI, es stimmt nur so halb, aber wir gehen wieder zurück in die Social Media Welt, denn Snapchat hat angekündigt. Ich weiß nicht, wann du das letzte Mal auf Snapchat warst, hat angekündigt, dass es keine KI-generierten Inhalte, vollständig KI-generierte Inhalte mehr bei Spotlight gibt. Spotlight ist so ein bisschen die For You-Page. Von Snapchat. Ja, ich weiß nicht, ob jemand, der das hier hört oder die das hier hört, in den letzten sechs bis zwölf Monaten mal Spotlight bei Snapchat geöffnet hat. Aber da ist halt wirklich nur Schrott. Und ich habe da gar nicht so viele KI-generierte Inhalte, weil eigentlich ist das vor allem eine Werbeplattform für Leute, die irgendwie mit Onlyfans Geld verdienen wollen. Es ist ganz schrecklich. Und offensichtlich gibt es da aber so ein bisschen das Slow-Problem und das wollen sie jetzt eben tatsächlich bekämpfen, indem sie sagen, wir sind eine Plattform für CreatorInnen, wir wollen originelle echte Inhalte haben und eben keine rein KI-generierten Inhalte.

29:58 Gavin Karlmeier

Viel Vergnügen beim Detektieren.

30:01 Nicola Balkenhol

Die Frage ist, warum machen Sie das? Weil erstmal können Sie nicht mitstinken gegen YouTube Shorts, TikTok und. und Instagram Reels, würde ich behaupten. Ich weiß gar nicht, ob sie das wollen, weil sie ja schon eine sehr spitze, klare Zielgruppe haben. Zweitens, werden sie gar nicht wahrgenommen als die Plattform, die eben so eine For You-Page hat. Drittens haben sie aber auch keine gute Video-KI, anders als TikTok zum Beispiel. Also vielleicht ist das auch so aus den Noten eine Tugend gemacht, dass man sagt, das werden wir nicht anbieten können. Also machen wir es anders.

30:30 Gavin Karlmeier

Du bist doch derjenige, der unter anderem mir, wahrscheinlich weiteren Menschen auch, immer wieder gesagt hast, hat Dass vor allen Dingen Schüler Snapchat viel verwenden.

30:45 Nicola Balkenhol

Absolut.

30:46 Gavin Karlmeier

Und das tun die ja nicht für so eine For You-Page, sondern für Ja, miteinander. Genau. Für das klassische Social Element in Social Media.

30:59 Nicola Balkenhol

Das stimmt. Vielleicht ist es aber auch der Versuch zu sagen: hey, wir werden dich als diese Kurzvideo-Plattform wahrgenommen. Dann bieten wir jetzt mal irgendein Gegenangebot an. Vielleicht klappt es ja nicht, wurscht.

31:11 Gavin Karlmeier

Ja. Wäre auch ein Gedanke, den ich durchaus Verstünde.

31:15 Nicola Balkenhol

Ja, absolut. Man muss sich ja irgendwie noch positionieren. Jetzt hast du gerade junge Menschen angesprochen und wir haben jetzt, wir haben es, glaube ich, ich würde sagen, bestimmt zwei Wochen geschafft, nicht über Social Media Verbote für Minderjährige so richtig zu sprechen. Wir haben es, glaube ich, in der in der vorletzten Folge mit Ralf Heimann mal so kurz tangiert, aber jetzt gibt es tatsächlich eine Meldung und die knallt rein. Denn wir wissen, dass ab dem 1. September in Frankreich eigentlich das Social Media Verbot für Minderjährige in Kraft getreten wäre. Und zwar in relativ striktem Ausmaß. Es war noch nicht ganz klar, in welcher Form die Verifikation stattfindet, aber das Gesetz war verabschiedet und unterzeichnet. Bis Freitagabend, als Sie Einmeldung haben, dass der Französische Verfassungsrat dieses Gesetz gekippt hat. Dieses Gesetz verstoße gegen die Meinungs- und Kommunikationsfreiheit.

32:03 Gavin Karlmeier

Ich saß um und hab, glaube ich, hörbar ne, ne, ne, ne, ne, ne, gemacht.

32:12 Nicola Balkenhol

Schön. Also der Verfassungsrat sagt nämlich, die Kommunikationsfreiheit der Betroffenen wird dadurch eingeschränkt. Also, junge Menschen können sich nicht mehr frei miteinander verständigen, das ist in der französischen Verfassung aber vorgesehen. Gleichzeitig würde dadurch, dass man Minderjährigen den Zugang zu Online-Diensten verwehrt gleichzeitig die Kommunikationsfreiheit aller anderen eingeschränkt werden, weil sie sich ja vor der Nutzung identifizieren müssen. Und der Gesetzgeber habe nach wie vor nicht die Bedingungen fest, dass unter denen ein solcher Altersnachweis erbracht werden müsse, und deswegen sei kein Rahmen geschaffen, um die Einhaltung der Anforderungen sicherzustellen. Das ist schon eine ziemlich klare Klatsche für Macron, der damit Wahlkampf gemacht hat. Das Gesetz sollte, wie gesagt, in weniger als zwei Wochen in Kraft treten und jetzt ist halt Pustekuchen erstmal.

33:02 Gavin Karlmeier

Wobei ich diesen etwas komplizierteren Gedankengang mit, es trifft ja eigentlich alle, weil sich ja alle verifizieren müsste. Als ich das las, dachte ich, und jetzt kommt bestimmt noch der Gedankengang, nämlich dass das Gericht sagt, und übrigens gibt es für bessere Mittel, dafür zu sorgen. dass Jugendliche unter Plattformen nicht leiden, nämlich dass Plattformen Auflagen kriegen, wie den Algo anders steuern oder was auch immer. Und dieses Argument habe ich aber dann leider vermisst in dem, was ich darüber lasse.

33:38 Nicola Balkenhol

Das kann ich dir aber auch sagen, warum Weil das wiederum mit dem EU-Recht nicht vereinbar wäre, weil Plattformgesetze in der Hand der EU liegen. Also da müsste die EU-Kommission den DSA schärfen, was sie tun wollen, wie wir wissen. Wir wissen auch nicht in welcher Form. Aber das darf Frankreich in der EU nicht erlassen. Da hatten wir auch schon darüber gesprochen, dass das eine Herausforderung war beim Schreiben dieses Gesetzes.

34:02 Gavin Karlmeier

Ja, aber das ist ja, also sagen wir, es geraten ja immer wieder die großen obersten Gerichtshöfe mit EU-Recht sozusagen an die Grenze. Die sind ja voneinander abhängig. Und damit machen die ja auch sozusagen das EU-Recht besser. Weil diese Grenze ja definiert, wo sie was brauchen von der EU. Und vielleicht sind wir hier an so einer Stelle. Das wäre ja großartig.

34:31 Nicola Balkenhol

Das wäre großartig. Was ich auch sehr interessant finde, ist die Frage, ob das Verfassungsgericht in Deutschland eine ähnliche Entscheidung treffen würde und ob diese Überlegung, weil wir wissen, dass der, ah, wie heißt denn das, dieser Es gibt im Bundestag eine Gruppe, so eine Forschungsgruppe, die solche Untersuchungen durchführt, dass auch die schon ähnliche Probleme bei einem solchen Verbot in Deutschland gewittert haben. Und was Friedrich Merz eigentlich sich nicht leisten kann, wäre so eine Schlappe. Weil das wäre nach den letzten Wochen und Monaten für ihn, da würde er vielleicht ein weiteres Mal ins Staucheln geraten. Das kann er sich nicht erlauben. Vielleicht führt allein diese Entscheidung des Französischen Verfassungsrates erstmal dazu, dass auch in Deutschland diese Diskussionen um dieses Gesetz erstmal ein bisschen langsamer geführt werden.

35:21 Gavin Karlmeier

Ja, wobei die EU das ja auch führt, dieselbe Diskussion. Die wird ja auf der EU-Ebene genauso geführt. Und deshalb Umstellen, sozusagen, diese Diskussion, die aus meiner Sicht eigentliche Frage, nämlich wie kriegen wir gute Plattformsteuerung hin.

35:38 Speaker 3

Absolut.

35:39 Gavin Karlmeier

Und also da Das sind jetzt Bausteine dafür und ich glaube schon, die sind ja auch nicht alle dusselig, die sich Gedanken über sowas machen, dass das zu was führt. Wahrscheinlich nicht in der Geschwindigkeit, in der wir es brauchten. Aber es ist, passt zusammen, finde ich, mit dem sonst von mir gar nicht so oft hervorgehobenen Dobrind, nämlich zu sagen, also man hat ja wirklich mehrere Pack-Ans, um dieses Thema anzugehen. Du hast politische, rechtliche, haben wir gerade drüber geredet und du hast aber, aber gesellschaftliche bis hin zu familiären Eltern, die daran was tun können. Und je mehr und länger wir darüber diskutieren, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit Dass die vielen Aspekte auch viele Menschen erreichen. Das finde ich das eigentlich Gute daran.

36:36 Nicola Balkenhol

Ja, ich finde übrigens Dobrindt, ich muss mich kurz eine Lanze brechen für Dobrindt. Seine Brille steht ihm fantastisch, finde ich. Für mich ist das der Brillträger des Jahres.

36:47 Gavin Karlmeier

Das stimmt, der hat schon immer ein Faible. Der ist echt, finde ich, schon immer fast Vorwort in Sachenbrille.

36:52 Nicola Balkenhol

Ja, und der hat diese tolle 80er Jahre Retro-Helmut Kohlbrille, mit der Helmut Kohl, wann war das, 86 oder so Wahlkampf gemacht hat, die so halb so eine halbe Umrandung hat und unten freiliegt. Ganz toll. Aber du hast natürlich genau recht, das ist genau das Thema. das auch nicht neu ist. Also wir reden ja eigentlich schon seit Jahren darüber, wie kriegen wir diese Plattformen zu sicheren Orten. Und die Diskussion um Verbote nimmt uns eigentlich die Zeit, die wir brauchen, um die Plattformen tatsächlich sicher zu machen, weil wir auch wissen, die Verbote, die es schon gibt, Klammer auf Australien kam mal zu, Die funktionieren gar nicht so super. Es gibt immerhin die Meldung, dass Meta angekündigt hat, in Australien jetzt weitere Jugendlichen Accounts zu sperren. 750. 000 insgesamt. Davon sind 460. 000 Instagram-Konten, und jetzt halte ich fest. 290. 000 Facebook-Accounts von unter 16-Jährigen. Die haben die doch nur angelegt, um Facebook zu beschäftigen, oder?

37:56 Gavin Karlmeier

Wahrscheinlich. Um bei den Eltern mitzulesen.

37:59 Nicola Balkenhol

Auch möglich. Oder die Eltern haben für die Kinder schon mal einen Account nach der Geburt angelegt. Hier habe ich schon mal für dich. Damit der Name schon mal gesichert ist. Meta sagt aber übrigens, die Altersüberprüfung von Menschen unter 16 ist gar nicht so einfach. Ach was. Denn mit Hilfe künstlicher Intelligenz nutzen sie zwar Profile, Beiträge, Kommentare und Bildunterschriften nach Hinweisen auf das Alter eines Nutzers. Aber mehr haben sie nicht. Ja, ach was.

38:31 Gavin Karlmeier

Ja. Die Diskussion ist, glaube ich, wirklich lost. Ich las irgendwo und finde die Quelle aber nicht mehr, dass so ein erstes Recap des Erfolgs in Australien hieß 85, so viel Prozent der Jugendlichen hatten vor der gesetzlichen Entscheidung, sie, die Altersbegrenzung einzuführen, Accounts. Und jetzt sind es 81, so viel Prozent Und das ist der Erfolg dieses Gesetzes. Was für ein Quatsch.

39:04 Nicola Balkenhol

Ja, genau, aber man brüstet sich. Wobei man dazu sagen muss, und das kam letztens im Discord bei uns auf, wir haben ja auf www. hakenland. org über 2300 Leute, die alle sehr schlau sind und sehr lustig und sich mit all diesen Themen beschäftigen und die sehr häufig auch Perspektiven mit einbringen, die ich nicht so die mir nicht sofort kommen. Und deswegen freue ich mich, dass es diese Leute gibt. Wenn ihr dazukommen wollt und diese Perspektiven mitnehmen wollt, kommt dazu. So, da hat jemand den Gedanken aufgebracht, ich weiß gerade leider nicht mehr, wer das war. Vielleicht Thomas, bin mir unsicher, dass diese Gesetze auch eine Facette haben, die man leicht übersieht, nämlich die Langzeiteffekte. Und hat da als Beispiel auch die Zigarettengesetze genannt. Also wenn du jetzt sagst, Zigaretten werden für Menschen, die jetzt gerade jünger als 16 sind oder später geboren werden, niemals verkauft werden. Dann führt das nicht dazu, dass gerade weniger rauchen, aber es führt dazu, dass in 30 Jahren vielleicht niemand mehr raucht. Und wenn du es schaffst, sozusagen dadurch nach und nach in die Gesellschaft durchseckern zu lassen, welche Gefahren Social Media in der Gesellschaft birgt, dass das vielleicht langfristig dazu führt, dass weniger Leute es nutzen. Das Problem bei diesem Thema ist, übrigens bei Zigaretten glaube ich auch, aber da ist es immerhin eine Möglichkeit, weil das eine tatsächliche körperliche Abhängigkeit ist. Und weniger einfach zu verbannen, dass du dadurch natürlich jahrelange Gefahren in Kauf nimmst und auch die Unternehmen machen lässt, was sie wollen. Weil du eben nicht ihnen hinterherläufst, sondern den Leuten, die es benutzen. Und da ist eine Diskussion, die haben wir schon beim Kopierschutz auf Videokassetten diskutiert. Warum bestrafst du die NutzerInnen und bestrafst nicht diejenigen, die eben das Verbrechen begehen?

40:42 Gavin Karlmeier

Genau. Genau so.

40:44 Nicola Balkenhol

So, was aber Social Media tatsächlich macht, das ist eine Studie aus Italien und auch darüber müssen wir sprechen. Also, je jünger die Menschen waren, die das erste Mal Instagram, TikTok oder Snapchat genutzt haben, Umso schlechter werden ihre Ergebnisse in Mathe und der eigenen Muttersprache sein. Heißt also, dass offensichtlich dass viele Beschäftigten mit Social Media eine Auswirkung auf die tatsächlichen Schulerfolge der Menschen hat. Das sagt zumindest diese Studie, dafür wurden 527 SchülerInnen aus Norditalien über mehrere Jahre begleitet und sowohl zu ihrem Medienverhalten als auch in ihren Leistungen in der Schule bewertet. Die Differenz belief sich auf 0,27. Abweichung von den An den Schulnoten derer, die kein Social Media genutzt haben.

41:30 Gavin Karlmeier

Mich wundert das nicht. Ich finde gut, dass das so in wissenschaftlicher Form in Studien gegossen wird, aber mich persönlich beeindruckt viel mehr, wenn ich Kinder sehe, die das Henny von ihren Eltern in die Hand kriegen und wirklich wie gebannt da drauf starren und daran kleben und du ihnen beim Zugucken Ansehen kannst, dass es was mit ihnen macht, was sie nicht steuern können. Und Also ich wir wissen, ich glaube, selbst aus der Rückerinnerung Wie lange es gedauert hat, um Emotionen zu kontrollieren, um das zu lernen, ja, um überhaupt.

42:25 Nicola Balkenhol

Leute in unserem Alter, sag ich mal, über 30 können es bis heute nicht.

42:29 Gavin Karlmeier

Natürlich. Also, ne, ich tue da auch immer noch viel für, um darin besser zu werden. Aber Das ist so wie diese Nachricht, die mich in der in den letzten Tagen auch so verwundert hat, nämlich dass in der Hitze, die wir gerade haben. junge Menschen bis 14 keine gute Möglichkeit haben zu schwitzen, einfach weil der Körper bestimmte Dinge nicht bereitstellt. Und so ist das ja auch im Hirn. Also Ehrlich nochmal an dieselbe Stelle wie soeben. Eltern müssen so, so, so den Digitalkonsum gut steuern.

43:10 Nicola Balkenhol

Genau, und da wollte ich jetzt nämlich auch drauf hinaus, weil es wird Leute geben, die diese beiden Meldungen nebeneinander hören und sich fragen. Wie passt denn eure Haltung dazu zusammen, dass ihr einerseits sagt, die Verbote werden es nicht lösen und auf der anderen Seite sagt, ja, aber ich kann mir schon vorstellen, dass es schlecht für Kinder ist, wenn sie dafür zu jung sind. Und die Antwort liegt eben wie so oft dazwischen. Weil die Studie sagt, wenn das Gerät während der Aufarbeitung von Haussachevergaben direkt vor dem Einschlafen oder unmittelbar nach dem Aufwachen präsent ist, führt dies laut der Untersuchung zu ständiger kognitiver Überlastung und schädlichem Multitasking. Und so sind wir auch. Wenn du irgendwie versuchst, dich zu konzentrieren und dein Handy liegt vor dir, es musst ja gar nichts machen, Dann geh alle drei Sekunden mal kurz und ein Auge mal kurz drauf. Einfach nur, weil du weißt, es ist da. Die reine Präsenz des Gerätes reicht. Und die Lösung für dieses Problem wird nicht sein, wenn auf diesem Gerät kein TikTok mehr installiert ist oder kein Instagram mehr installiert ist oder kein Snapchat mehr installiert ist oder kein YouTube und so weiter und so weiter. Sondern die Lösung für dieses Problem wird sein, dass dieses Gerät eben nicht dauerhaft da liegt. Und das ist tatsächlich etwas, das in den Elternhäusern passieren muss. Und natürlich müssen wir auch darüber diskutieren, dass Plattformen wie TikTok daran arbeiten, dass die Nutzungszeit der Menschen höher wird. Und dass denen und das verboten werden muss, sozusagen uns die ganze Zeit ein, wie soll ich sagen, ein Stoff Sozusagen vor die Füße zu schmeißen. Ich sag ja immer, für mich ist das so gefühlt ein bisschen der Endlos-Feed, wie so ein Glücksspiel eigentlich. Auch wenn ich mich total dagegen wäre zu sagen, wir müssen es genauso behandeln wie Drogen, weil da gibt es schon noch einige Ebenen dazwischen. Aber wir müssen darüber sprechen, warum diese Plattformen eben diesen unglaublichen Sog auf uns haben und wie wir das verhindern können. Nicht, wie wir verhindern können, dass auch Menschen, die unter 16 sind, die das öffnen können.

45:00 Gavin Karlmeier

Genau so. Also ich empfehle immer zu den Selbsttests, ich machte ihn dieser Tage unfreiwillig, indem ich morgens beim Abmarsch ins Büro das Handy zu Hause liegen ließ. und im Büro merkte, das habe ich nicht mit. Und dann wirklich einen Moment darüber nachdachte, kann ich so überhaupt arbeiten? Und dann so merkte, wie aufgeregt ich war und mich gefragt hat, sag mal, hast du sie eigentlich noch alle? Natürlich kannst du, da ist ein Rechner im Büro. Das ist sowieso mein, sollte mein Hauptarbeitsmittel sein und so weiter und so fort. Also diese Geschichte erzählt und alles, was wir vorher erzählt haben, ist Deutlich, wir müssen uns als Gesellschaft, als Individuen, als Verantwortliche für andere wirklich hart damit auseinandersetzen, was gut für uns ist. Und das machen wir mit Handys genauso wie mit vielen anderen Dingen. Wenn ich die ganze Zeit Gummibärchen esse, dann ist das genauso ungesund und so weiter.

46:08 Nicola Balkenhol

Ich sage es ja ehrlich, egal, ich wohne ja von vielen Jobs, die ich habe, wohne ich ja doch schon relativ weit weg. Ich wäre in jedem nach Hause gefahren. Weil das Gerät aber auch, es ist mein Kalender, es ist meine Geldkarte, ich bezahle damit, es ist mein kurzer Weg nach Hause, ich kann kurz darüber springen, es ist in Teilen sogar mein Navigationsgerät.

46:32 Gavin Karlmeier

Ja, ist bei mir all dasselbe.

46:35 Nicola Balkenhol

Aber ich könnte das nicht. Ich wüsste gar nicht, wie ich könnte nicht in den Supermarkt gehen und mir da ein Wasser holen, weil ich häufiger das Telefon dabei habe als eine Geldkarte.

46:46 Gavin Karlmeier

Ja, und ehrlich gesagt, ich mache dann so Sachen, ich tracke Teile meiner Arbeit, so Projektsachen natürlich darüber und so weiter. Das war schon nicht schön, aber auf der anderen Seite Das Leben geht.

47:01 Nicola Balkenhol

Aber wenn ich dann jetzt bin, ich gebe da öffentlich-rechtliche Häuser, für die ich auch tätig bin. Wenn ich mich da dann an den Computer gesetzt hätte, wäre da der Arbeitstagsende gewesen, weil der zweite Faktor auf mein Handy kommt.

47:11 Speaker 3

Das ist so. Das stimmt.

47:15 Nicola Balkenhol

Es gibt übrigens da noch zwei Meldungen zu diesem Bezahlen mit dem Handy, eher also was Kundenbindungsboräume angeht. Das eine ist ein ganz interessanten Thread, den ich auf Pluske entdeckt habe. Darüber, es gibt ja die Rewe App. Und wir haben hier schon mal über die Rewe App gesprochen. Jemand hat die Daten der Rewe-App angefordert. Das haben wir hier vor gefühlt drei Jahren irgendwann mal auseinandergenommen. Es gibt in der Rewe App aber auch eine Funktion, die heißt Rewe Pay, mit der kannst du direkt mit der App bezahlen, indem du scannst. Das Interessante ist, wenn du die Rewe Pay-Funktion aktivierst. musst du den kompletten Zugriff auf dein Konto erlauben, inklusive Einsicht aller Umsätze. Heißt also, Rewe hat die Möglichkeit zu sehen, wie viel Gehalt du bekommst, wie häufig du Gehalt du bekommst, ob du im Minus bist. Ob du möglicherweise regelmäßige Zahlungsabgänge für Dienstleister wie Klana oder irgendwelche Kreditkartenanbieter hast und kann dadurch ein bisschen besser deine eigene Bonität einschätzen, ohne dass du das weißt, weil du wolltest ja eigentlich nur Ohne weiteren Knopfdruck die eine Cola bezahlen.

48:14 Gavin Karlmeier

Warum machen Menschen das? Mir ist das schon klar. Also nicht nur die eine Cola bezahlen, sondern. im bonusprogramm für alle hundert kolas eine freie cola zu kriegen oder so

48:30 Nicola Balkenhol

Also, das Kundenprogramm zu nutzen, das kann jeder für sich selber entscheiden, wenn ihr sagt, meine Daten sind mir die 10 Euro im Jahr wert. Okay, aber diesen direkten Eingriff aufs Konto, da würde ich sagen, würde bei mir Bauchschmerzen bei mir Bauchschmerzen auslösen Interessant ist aber, und das führt uns direkt zu der nächsten Geschichte, Reese Rogers, der ist Journalist bei Wired. Und der hat, so wie wir damals hier darüber gesprochen, was passiert, wenn du deine Rewe-Daten exportieren lässt, hat er sich. von McDonalds, der Fast Food Kette McDonalds, ich glaube man muss nicht dazu sagen, was McDonalds ist. Der sich einfach mal seinen Report schicken lassen und auswerten lassen, was eigentlich in dem Dossier über sich steht und was da in den Daten drin steht. Und das Dossier ist 515 Seiten lang, das er bekommen hat.

49:15 Gavin Karlmeier

Das ist so irre. Wie viele Sachen hat er denn da gegessen?

49:20 Nicola Balkenhol

Ja, also vermutlich nicht so viel. Aber interessant ist, was da alles drin steht. Es gibt so Einschätzungen über sein Kaufverhalten, das kennen wir von der Rewe-App von damals. Da stand dann drin, dass du zum Beispiel ein regelmäßiger Käufer bist oder dass du ähnliche Produkte bist. Immer einkaufst und so. Diese Dinge werden da alle so ausgewertet. Bei McDonalds stand hier zum Beispiel, ich muss das Zitat raussuchen, weil das hat er auch so toll geschrieben. Bemerkenswert war, dass der Bericht meinen Abwanderungsscore Auf null eingeschätzt hat, was bedeuten könnte, dass Ronald McDonald mich als lebenslangen Kunden betrachtet, der sich auf dem Heimweg jeden Tag Pommes und einen Softdrink holen wird.

49:58 Gavin Karlmeier

Ich gebe mir in mehrfacher Hinsicht aber zu denken, also wie gesund ernährt sich dieser Mensch bis hin zu Wieso ist es immer genau bei dieser Fastpool-Kette? Vielleicht ist das einfach auf seinem Arbeitsweg oder sowas Lächerliches.

50:14 Nicola Balkenhol

Also sowas ganz einfaches. Auch das könnte die App ja, wenn sie dauerhaften Standortzugriff hat, möglicherweise einschätzen. Was sie aber auch machen, das ist eigentlich Das Interessante, dass du das auch bekommst, sind die Predictions, also die Vorhersagen über dein Nutzungsverhalten. Also zum Beispiel steht da die geschätzte Anzahl der Besuche innerhalb der nächsten sechs Wochen. Der geschätzte Gesamtbetrag der Bestellung in den nächsten sechs Wochen, 13,49 Dollar ist bei ihm. Die geschätzte Gesamtausgabe in den nächsten sechs Wochen. Die Wahrscheinlichkeit, dass du eben gehst, da haben wir gerade schon drüber gesprochen, die Bindung. Dann deine Customer Group, die wird aber nicht weiter erklärt, da steht nur CV2 bei ihm. Dann, was so dein Transacted Occasion Type ist, also der Grund, warum du da hingehst. Und bei ihm stand dann als Antwort on the go-lunch in a rush. Also unterwegs, das Mittagessen, unterwegs schnell holen. Oder Food Lad Afternoon Snack. Also der essensmotivierte Nachmittags-Snack. Dann, in welchen Laden er am häufigsten Gang ist das häufigste Produkt und eine Liste von den Produkten, die McDonalds für dich als am relevantesten einstufen. Und das ist deswegen interessant. weil McDonalds gleichzeitig ja inzwischen auf diese Self-Service-Terminals umgestellt hat. Also du kannst per Knöpfe bestellen. Und die Art und Weise, wie da die Produkte angeordnet sind. Können natürlich dann auch entsprechend angepasst werden, wenn du dich entsprechend einloggst. Das heißt, du logst dich ein. Das System geht davon aus, ach, du wirst dir jetzt sowieso dieses Produkt kaufen. Und wird dann entsprechend diese Dinge anordnen und dich damit noch mehr zum Funden machen. Und da sind wir auf einer ganz anderen Ebene von suchtfördernden Maßnahmen.

51:50 Gavin Karlmeier

Ja. Also sagen wir mal, aus McDonalds-Sicht ist das ja ziemlich schlau, das so zu machen Vor allen Dingen in Kombi mit den Terminals. Hältst deine Karte dran, oh was immer das ist, ne? Also deine Kundenkarte dran Begrüß dich dann Hallo Nikola. Aber heute willst du doch bestimmt was weiß ich, Pommes mit Mayo. Und außerdem noch einen Cheeseburger. So, das ist das eine. Da denke ich, also da denke ich, okay, selbst wenn ich das, was ich gerade da als Menü aufgemacht habe, total gerne esse. Würde ich mich immer noch fragen, wie ich das jetzt in diesem Moment? Ich weiß nicht, ob ich das so allein habe, aber das finde ich geht noch. Aber. Diese Liste von Daten und die Verbindung der Daten in ein Scoring, das finde ich schon unglaublich. Und möglicherweise. . . Passt da sowas zu, wie, da sind ja dann auch Standortdaten drin. Und die dann noch zu verknüpfen, gibt wieder, wenn ich regelmäßige McDonalds-Kundinnen wäre, Ein Bewegungsbild. Und das ist noch ein Bewegungsbild, ich glaube, zu vielen anderen Bewegungsbildern, die andere vergleichbare Apps ja von mir auch machen.

53:16 Nicola Balkenhol

Und das ist vor allem für ein Unternehmen wie McDonalds hochinteressant, das, ich will mich jetzt nicht zu weit aufs Platte wagen, aber das meines Wissens den meisten Umsatz durch Mieteinnahmen seiner Franchise-NehmerInnen generiert. also eigentlich vor allem ein Immobilienunternehmen ist, das dann nämlich ziemlich genau weiß, an welchen Orten auf der Karte noch McDonalds zu fehlen, weil sehr viele regelmäßige McDonalds-KundInnen sich an diesem Ort aufhalten. Also, das gibt es schon sehr viele, sehr viele Möglichkeiten, das irgendwie zu nutzen. Gut, aber wenn du dann noch die Gesundheitsdaten freigibst und du bist eine regelmäßige Kundin, gehst dreimal die Woche hin und kommst zwei Wochen später gar nicht mehr. Könnten sie direkt Notarzt für dich rufen, weil sie wissen, ah, vielleicht hat er das Cholesterin zugeschlagen.

53:59 Gavin Karlmeier

Ja. Ja, ich weiß, das wirklich, da sind wir wieder bei dem dystopischen Teil von Haken drauf.

54:05 Nicola Balkenhol

Aber ich will noch ein bisschen über Scoring sprechen, weil. X, eigentlich wollte ich mit dir heute auch noch Funktionen mit Mutzung machen, schaffen wir nicht, aber da müssen wir noch drüber sprechen. X hat seinen Ranking-Algorithmus veröffentlicht für die For You-Timeline, für den Algorithmus, mit der die Inhalte sortiert werden. Einerseits haben sie ihr GitHub-Repar- Das GitHub-Ding, ihr wisst schon, Rap. Repository. Dankeschön. Gerade noch gelobt worden, wie fehlerfrei ich das vorgelesen habe und jetzt stolper ich über Repository. Das haben Sie auf jeden Fall aktualisiert. Da habe ich noch nicht reingeschaut. Vielleicht macht das noch jemand, dann werden wir das nachreichen. Aber Sie haben auch eine Funktion ausgerollt, zumindest für eine kleine Testgruppe. Die heißt Under the Hood, unter der Haube. Und damit bekommst du die Möglichkeit, Daten über dich herunterzuladen, ganz wie bei McDonalds, nur halt kein 515-seitiges Exposé, sondern Ein Nachweis darüber, welche deine Inhalte warum ausgespielt wurden mit einem Punktesystem. Also du kannst dann so ein bisschen reingucken und kannst dann sagen. ich bin offenbar geschadowbaned oder kann sehen, welcher Inhalt hat eigentlich warum gut performt. Ah ja, der hatte viele Likes, deswegen wurde er vielen Leuten angezeigt. Was in sich eigentlich eine ganz gute Idee ist und vor allem ein Versprechen, dass Elon Musk erst vor dreieinhalb Jahre gegeben hat, dass es sofort kommen soll. Hier ist es.

55:20 Gavin Karlmeier

Ja, also der ich, das ist sowas, wo ich denke, ja, das hätte ich schon gerne. Jetzt nicht Unbedingt auf X, weil das ist mir jetzt egal. Ähm, ne? Aber als Grundgedanken, um rauszufinden wie auf der Social Media Plattform meiner ersten Wahl meine Inhalte warum wie performen.

55:46 Nicola Balkenhol

Ja, klar.

55:48 Gavin Karlmeier

Wer würde das nicht gerne wissen?

55:50 Nicola Balkenhol

Das fände ich auch gut. Ich sehe übrigens gerade, ich habe ja doch einen Screenshot der Gewichte, wie die Inhalte ausgespielt werden. Weil, was glaubst du, hat das höchste Gewicht, damit dein Inhalt bei Ex viele Leute erreicht?

56:01 Gavin Karlmeier

Elon Musk taggen.

56:06 Nicola Balkenhol

Tatsächlich Share über den Copy-Link-Button. Also wenn Leute einen Tweet sehen und dann den Link rauskommen. Das kennen wir von Threads, da ist es auch so. Bei YouTube spielt es auch eine große Rolle, wenn du von außen drauf zugreifst. Also, das ist das wertvollste Signal hier für den Algorithmus. Direkt gefolgt, selbe Punktzahl, nämlich 20. Mit Antworten von Mutual Followers. Also Leute, die dir direkt, die dir geantwortet haben, denen du auch folgst. Die, ähm und die Tatsache, dass du einen Original-Post geschrieben hast. Dafür kriegst du nämlich einen Boost. Also dass du keinen geklauten Inhalt hast.

56:42 Gavin Karlmeier

Das ist ja nah an menschlichem So Sein, wenn ich dir was empfehle, Gevinn, kennst du schon? Ganz toll. Diese komische Zigarettencola zum Beispiel. Und du dann denkst: Oh, das hat die mir empfohlen, ja, wenn die mir das empfiehlt. So, so geht's ja.

57:03 Nicola Balkenhol

Ja, und Share über Copylink hat halt Gewicht 20, aber Share über DM nur 5. Genauso wie eine normale Antwort, wie ein Zitieren. Das hat das Gewicht 5, dann kommt dem Autor ein Folgen oder der Autorin, dann das normale Teilen, das Reposten hat nur Gewicht 1, ein Like hat nur Gewicht 0,5. fast genauso viel wie Post öffnen, das hat nämlich 0,4. Heißt also, liken hat fast die gleiche Auswirkung auf einen Tweet wie Leute, wenn die ihn anklicken. Finde ich sehr interessant.

57:35 Gavin Karlmeier

Ich wollte dich gerade fragen, wenn du diese dieses Ranking machen würdest, würdest du das auch so machen oder würdest du was anders machen?

57:47 Nicola Balkenhol

Ich würde andere Sachen messen. Ich würde die Ich würde wieder die Zeit auf einem Post messen, weil das bedeutet, wie viele Gedanken haben sich Menschen damit gemacht. Ich fand eine Metrik von Facebook damals ganz gut, nämlich die sogenannten Meaningful Interactions. Also was haben die Leute kommentiert? Und nicht nur wer hat kommentiert. Das macht Exe offensichtlich nicht. Ich finde Teilen auch ganz gut. Ich würde aber den Repost deutlich höher ansetzen und ihn auch in der Ex-Logik halten und nicht so in der, also das. Wenn ich was reposte, der Repost hat sich verändert. Also früher war der Retweet, alle Leute, die mir folgen, sehen diesen Post genauso, als wäre es ein Post von mir. Wir haben aber durch die Veränderung des Repostens durch Instagram vor ungefähr einem Jahr und auch durch die For You-Page of X gesehen, Repost ist nur ein weiteres Signal, ein zweiter Like sozusagen. Oder man gibt dem Post einen Stempel. Der aber nicht so wertvoll ist, wie wenn du selber was gepostet hättest. Das würde ich wieder rückgängig machen, weil ich glaube that the Wertigkeit an des Repostens dadurch größer wird, wohlwissend, dass dadurch weniger Leute reposten. Also ich würde nicht alles nur auf Quantität ermessen, sondern auf die Qualität der Inhalte. Da bin ich eng bei dir.

58:56 Gavin Karlmeier

Also gerade auch in Bezug auf das Repos, das sehe ich haggenaus. Wobei natürlich in solchen Auswertungen das Qualitative auch immer das Kompliziertere ist.

59:07 Nicola Balkenhol

Ja, natürlich. Aber gerade bei einer Timeline, die ja so doll von Grog komplett durchgescannt wird, kann das ja gar kein Problem sein. So, negative Faktoren, auch das ist interessant. Wenn du einen Post siehst und du blockierst den Urheber, hattest das Gewicht minus 31. Wenn du anklickst und bist nicht interessiert, hattest das Gewicht minus 43. Wenn du jemanden mutest, hat es das Gewicht minus 58,8. Also fast doppelt so böse wie ein wie blockieren ist muten. Muten ist viel. wuchtiger. Und wenn du den Post meldest, hättest du das Gewicht minus 234. Das heißt, das gemeinsame Absprechen, um Postings zu melden. Funktioniert auf X, weil nicht das Ergebnis des Reportings eine Rolle spielt, sondern einfach nur die Tatsache des Meldens.

59:54 Gavin Karlmeier

Ja, ehrlich gesagt, das ist ja. Also jetzt haben wir da lange nicht mehr mit zu tun gehabt, weil wir mit unseren Unternehmens-Accounts da, also Deutschlandfunk-Accounts lange weg sind, aber schon zu der Zeit, als wir da noch waren, war das messbar so.

01:00:09 Nicola Balkenhol

Ja, also Meldeabsprachen immer noch leider ein Problem, zumindest auf Ex. Ich würde aber prognostizieren, dass es auf anderen Plattformen ähnlich ist. Außer auf TikTok, da bringt Melden gar nichts, wir wissen. Ja, doch, manchmal schon, natürlich. Sage ich jetzt aus juristischen Gründen. So, und dann vielleicht noch so eine Kleinigkeit zum Schluss, weil dann sind wir auch durch für heute und den Rest wird es mal. Eine sehr schlechte, düstere Nachricht, hört ihr dann am Mittwoch, könnt ihr euch drauf freuen. Yay. Und zwar kennst du, erinnerst du dich noch an Cards Against Humanity? Kennst du das?

01:00:46 Gavin Karlmeier

Nee, nicht wirklich.

01:00:48 Nicola Balkenhol

Du bist doch so in der Spielebubble, so ein Kartenspiel. Und oh, jetzt habe ich ein privates Detail über dich hier ausgeplaudert. Cards against Humanity ist ein Kartenspiel, das zum Meme wurde, ich würde sagen, ist schon so 15 Jahre oder so her. Und die haben sich damals zum Beispiel mit SpaceX gestritten, weil ihnen ein Grundstück, weil sie ein Grundstück gekauft haben, als SpaceX in Texas sich größer gemacht hat und sich wie sagt man expandiert hat. Daraufhin hat SpaceX hier wegen Horstwindensbruch verklagt, wir haben das hier besprochen und so weiter. Cuts Against Humanity hat für dieses Grundstück allerdings nach wie vor keinen Verwendungszweck und bittet jetzt die Fans um Hilfe, was dort gebaut werden soll. Sie haben jetzt das offizielle Komitee für den Entwurf eines Denkmals für Elon Musk Gegründet, die Sad Little Bitch ohne Freunde. Das ist die Formulierung. Ich werde es, glaube ich, nicht so formuliert, ich finde es ein bisschen. Ist ein bisschen uncool die Formulierung, aber die Motivation kann man natürlich trotzdem irgendwie verstehen. Und sagen, für 10 Dollar können Sie sich einer Bewegung Gleichgesinnter anschließen, die gemeinsam das perfekte Denkmal entwerfen und bauen, um die reichste und so weiter. sehr viele Beleidigungen will ich gar nicht. zu einem Moment der Selbstreflexion zu zwingen. So, und das heißt, sie wollen jetzt auf diesem Grundstück da ein monumentales Denkmal für Elon Musk bauen. Und ich finde, das ist irgendwie eine Form der Kritik an der reichen Rassistischen Obrigkeit, Macht hier an der Stelle, mit der kann ich gut umgehen. Wir kaufen ein Stück Land und stellen einfach ein Schild hin, wo draufsteht Bist du dir sicher, dass du so glücklich bist in deinem Leben? Ich kann dem irgendwie was abgewinnen, auch wenn ich die Wortwahl ein bisschen doll finde, aber hey, you-do you.

01:02:24 Gavin Karlmeier

Aber so geht das Kartenspiel. Jetzt erinnere ich mich, während du das. Ja, das ist völlig overdone. Ja, es geht immer drüber. Und deshalb fand ich das auch nicht so toll. Es war nur zu viel.

01:02:38 Nicola Balkenhol

Also, ich habe das auch, ich fand das schon auch witzig, aber da war ich halt auch so 20. Ich glaube, wir werden viele Leute wegen dieser Aussage jetzt schreiben. Aber das ist okay. Bis diese Folge online ist, habe ich längst vergessen, dass ich das gesagt habe. Nicola, vielen Dank, dass du hier warst heute. Das war ganz, ganz, ganz toll und jetzt dauert es nicht wieder ein halbes Jahr, bis du wieder herkommst, sage ich jetzt. Ich hoffe, dass es auch so eintritt. Wir hören uns hier bei Haken dran wieder am Mittwoch. Dann mit Thorsten Weg und dann auch mit einer Folge, die ein bisschen näher am Veröffentlichungszeitpunkt aufgenommen wurde. Diese Folge haben wir schon Freitagabend aufgezeichnet. Danke dir, Nicola.

01:03:16 Gavin Karlmeier

Vielen Dank, Gevin, hat mir großen Spaß gemacht.

01:03:19 Nicola Balkenhol

Mir auch, bis dann.

01:03:20 Gavin Karlmeier

Tschüss. Tschüss.