“Erst mal interessiert es mich”, sagt Torsten Beeck – und hoffentlich meint er damit die gesamte Episode. Wir heißen euch jedenfalls Willkommen zu einer neuen Ausgabe von “Gesellschaftliche Probleme, technische Lösungen!”, aber auch zu einer neuen Episode von “Musk vor Gericht” – oder zu “Was man besser zu einem Chatbot hochlädt”. Viele “Haken dran”-Classics und viele Kopfschüttelungen. Juhu.
Kapitelmarken
KI-unterstützt:
- Hallo Torsten!
- Sammelklage gegen X: Grok-Chats landen bei Google, Meta und TikTok
- Sexualisierte Deepfakes: Minderjährige verklagen xAI
- Grok ohne Leitplanken
- Prompt Injection
- Zweiklassen-Copyright: TikTok-Deal mit der MPA
- Meta-Brille: Bundesnetzagentur sieht keinen Grund für ein Verbot
- Gesichtserkennung: Meta reicht Patent ein, Wochen nach dem Dementi
- Flock-Kameras
- Time Magazine verkauft Werbung an KI-Crawler
- YouTube zählt Aufrufe neu
- Funktionen und Emotionen
Transkript
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00:01 Intro
Haken dran, das Social Media Update der CT.
00:06 Gavin Karlmeier
Hallo Thorsten. Hi Gavin Bei mir ist heute Thorsten Weg. Nicht nur mein Chefredakteur, sondern der aller heiße Medien. Und ich freue mich, dass du dir trotzdem die Zeit nimmst, hier mal zu schauen, was der. . Der Zögling so macht.
00:19 Torsten Beeck
Ich habe zwei Wochen Urlaub hinter mir, weiß gar nichts, bin noch schlechter vorbereitet als sonst. Also die besten Voraussetzungen für dieses Gespräch.
00:27 Gavin Karlmeier
Ich finde es super und ich kann auch organisatorisch mitteilen. Also die Folge von Montag haben wir bereits. am Freitag aufgezeichnet. Die Folge vom kommenden Freitag habe ich bereits letzte Woche aufgezeichnet. Das wird so eine Sonderfolge. Wir sprechen darüber, was wurde eigentlich aus. Also die Leute, die Hakis, haben so Themen rausgegraben aus den letzten 600 Folgen Haken dran. Und ich habe da mal so ein bisschen reinrecherchiert und ich kann euch sehr empfehlen, euch dieser Episode anzuhören, weil ich zum Beispiel herausgefunden habe, was eigentlich aus dem Headquarter in San Francisco von Twitter geworden ist. Und ich will nicht zu doll teasen, aber die Antwort hat mich überrascht.
01:01 Torsten Beeck
Das würde mich auch interessieren.
01:02 Gavin Karlmeier
Da war ich irgendwann mal.
01:04 Torsten Beeck
Ich war da irgendwann irgendwo in der Market Street.
01:07 Gavin Karlmeier
Ja, ganz genau. Und da gab es unten einen Supermarkt drin und der war aber, als ich dann 2023 dort war, als Ex noch drin war, da war das schon raus. Der Supermarkt.
01:19 Torsten Beeck
Ja, dann bin ich gespannt auf Freitag.
01:21 Gavin Karlmeier
Ja, sehr gut. Wir können dann, du magst gerne mit Ex heute reingehen, wobei die Wahrheit ist, die meisten Themen, die mit Ex zu tun haben, machen schlechte Laune heute. Aber ist vielleicht auch gar nicht so schlimm, weil dann haben wir das hinter uns und dann ist das Pflaster einmal abgerissen. Denn es gibt eine Sammelklage gegen Ex Und die bezieht sich auf eine Recherche, die durchs Netz ging, und zwar von Leaky LM. Leaky LM, ich muss ein bisschen ausholen dafür für Leaky LM, ist eigentlich so eine Website, die eben so eine Kampagnen-Website, die erstellt wurde von einem NGO, einem Forschungsinstitut, nämlich India Networks, IMDEA. Es sind verschiedene ForscherInnen aus Spanien, die sich genau angucken, was machen eigentlich zum Beispiel KI-Unternehmen mit unseren Daten. Und die haben Herausfinden können, dass nahezu alle Chatbots, mit denen wir sprechen, Kontakt aufnehmen zu den Unternehmen, die dann am Ende andere Chatbots machen. größtenteils aber um Werbung zu verkaufen. Also sie haben zum Beispiel festgestellt, dass wenn du an Grog eine Anfrage stellst, dass diese Anfrage entweder in Teilen oder vollständig einsehbar ist für Google, TikTok, Meta und achso, TikTok hatte ich schon. Genau, Google, TikTok. und Meta. Vor allem um dort Werbung zu schalten. Dafür schicken sie aber die komplette Conversation-URL mit. Bedeutet also, rein theoretisch hat Google Zugriff auf die Inhalte in diesem Gespräch, weil sie eben das Gespräch mitschicken, um den Leuten entsprechende Werbung verkaufen zu können. Das ist schon mal eine gute Startnachricht hier in der Mittwoch.
02:48 Torsten Beeck
Das klingt auf jeden Fall schon mal nicht unproblematisch.
02:52 Gavin Karlmeier
Es gibt aber also es sind nicht nur Meta, Google und TikTok Cookies und Trackers, die da verbaut sind, sondern auch acht Serverseitige. Also Also sie kümmern sich immerhin selber auch noch um die Daten. Ich weiß nicht, ob die das beruhigt an der Stelle.
03:03 Torsten Beeck
Ja, nee, mich beruhigt das überhaupt nicht. Das Problem ist ja, dass Menschen vergleichsweise intime, jetzt mal abgesehen von irgendwelchen Firmeninformationen und relevanten Informationen, die vielleicht dein Arbeitgeber nicht möchte, dass die irgendwo geteilt werden, teilen Menschen natürlich auch relativ private Informationen, also keine Ahnung, jemand googelt nach Erkrankungen und Behandlungsmöglichkeiten oder nach weiß ich nicht was, ähm, irgendwelchen Beziehungsthemen oder psychischen Problemen oder sowas. Wenn dann in der wenn der schon in der URL schon sowas wie ich weiß nicht Suizid steht oder Krebs oder sowas, das lässt natürlich eine Menge zu und das ergibt gibt natürlich eine Datenqualität. die man so nicht hatte. Und das wird halt im Grunde genommen das Web-Tracking übersetzt und übernommen und genauso genutzt. Und also KI-Assistenten werden dann so wie die Websites quasi behandelt. Und aus meiner Perspektive sind KI-Assistenten eben auch häufig Anwälte, Ärzte oder persönliche Assistenten und ich möchte nicht, dass diese Informationen in irgendeiner Weise irgendwo öffentlich abrufbar sind.
04:20 Gavin Karlmeier
Ja, und das sind die persönlichen, privaten Herausforderungen. Es gibt aber natürlich auch so wettbewerbstechnische Herausforderungen, weil wie oft passiert es denn wohl, dass Menschen in einer Einkaufsabteilung sitzen, drei Angebote vorliegen haben und einfach mal sagen, oh, ich packe das jetzt mal nach ChatGPT und lasse die mal vergleichen, ich habe keine Lust, das alles zu lesen hundertprozentig passiert das sehr, sehr, sehr viel häufiger, als es gewünscht ist. Und da ist natürlich ein Riesendilemma, vor allem, weil eben diese Pixel, die zum Beispiel Facebook also Meta anbietet, ja auch eine direkte Verknüpfung mit dem eingeloggten Meta-Konto zulassen. Heißt also, Also theoretisch kann Meta daraus sehen, wer welche Anfragen stellt und das wiederum zu deinem NutzerInnenprofil hinzufügen. Und das wird dann wiederum interessant, wenn man sich überlegt, dass Meta und Google Ja, auch selber Chatbots anbieten. Das heißt, sie kriegen einfach von Grog direkt frei Haus die Informationen geliefert, was ihre NutzerInnen eigentlich so interessiert und was sie mit einem Chatbot machen wollen. Also, dass es nicht nur unter einem Datenschutzgesichtspunkt massiv problematisch, sondern auch unter dem Gesichtspunkt, was macht XAI denn da eigentlich, weil sie ihren KonkurrentInnen direkt sagen Hey Leute, das machen eure Nutzer bei uns mit ihren Daten, was dazu führt, dass die Leute irgendwann Grog eben noch weniger brauchen als sowieso schon.
05:33 Torsten Beeck
Wobei die Forscher ja schreiben, dass sie keinen Nachweis dafür gefunden haben, dass die Tracker die Unterhaltung tatsächlich auch abgerufen und gelesen haben. Also das ist jetzt erstmal ja, ich will das gar nicht will das gar nicht kleinreden, ich will nur sagen, man muss es ein bisschen, muss es ein bisschen mit Vorsicht genießen. Aber ja, und die Tatsache, dass Leute nicht nur private oder intime Informationen mit diesen Chatbots teilen, sondern auch Firmendaten. Das ist natürlich auch ein Policy-Problem in den Firmen selbst. Aber ja. Klar, dass wenn jemand da den vorläufigen Jahresbericht seines Unternehmens en Detail mal reinhaut und diese Daten in irgendeiner Weise irgendwo ab. abrufbar sind, dann kann das schon für zum Beispiel ein börsennotiertes Unternehmen auch ein echtes Finanzrisiko darstellen.
06:22 Gavin Karlmeier
Genau. So ist es. Also, das stimmt, Sie sagen, sie finden den Nachweis nicht. Wir wissen aber von Anthropic, dass das alleine klicken auf den Teilen-Button in einem Chat. . Dazu führt, dass wenn du diese ID hast, du mit Hilfe der URL oder eben mit dieser ID, die eben hier übertragen wird, auf diesen Bot, auf diesen Verlauf zugreifen kannst, ohne dass du noch einmal gefragt wirst. Im Fall von Enthropic, wir erinnern uns sogar Zeit. So, dass diese Suchergebnisse dann auch komplett oder diese Verläufe komplett von Google auffindbar waren. Das ist mittlerweile nicht mehr so. Heißt also Durch eine Unvorsichtigkeit oder durch die Tatsache, dass ich das mit dir teilen möchte, kriegt Meta eben auch einen Zugriff auf diesen Gesprächsverlauf. Und das ist ein Riesendilemma. Absolut.
07:05 Torsten Beeck
Also das Teilen irgendwie problematisch ist, wenn irgendjemand anders darauf zugreift.
07:11 Gavin Karlmeier
Das wissen wir seit St. Martin.
07:14 Torsten Beeck
Ja. Da sind wir wieder in, sind wir wieder ganz schn ganz schnell in den Dead Joke-Bereich gekommen.
07:22 Gavin Karlmeier
Was aber vor allem Class Actions auch berichtet, und das ist interessant, dass sie sagen, der zentrale Punkt, warum diese Sammelklage überhaupt funktionieren kann, ist Weil offensichtlich diese Tracking-Einstellungen, die Cookie-Einstellungen, die du im Browser auf der Webseite triffst, ignoriert werden. Heißt also, wenn du sagst, bitte teile meine Daten nicht, ich lehne alle Cookies ab. Hat das keinen Einfluss darauf, wie diese wie das Google Pixel hier deine Daten sammelt? Das ist stark. Ja, einfach perfekt. Interessant wird es auch im Thema Stark, dass die Klage in Kalifornien eingereicht wurde und XRL versucht hat, die Klage nach Texas zu verlegen. Und die Richterin hat aber gesagt, naja, eure Terms of Services geben überhaupt gar keinen Hinweis auf einen Gerichtsstand. Deswegen habt ihr da gar kein Recht zu und deswegen wird die Klage jetzt eben nicht verlegt. Auch das ist stark, weil man sich so. . Also jede anwaltlich geschriebene Nutzungsbedingung, der Gerichtsstand ist immer eines der ersten Dinge, die man reinschreibt, üblicherweise.
08:20 Torsten Beeck
Ja, wahrscheinlich von Grog geschrieben.
08:23 Gavin Karlmeier
100% direkt aus der Grakipedia kopiert. Wir bleiben bei Klagen gegen X und da wird es noch ein bisschen düsterer. Und zwar gibt es eine Sammelklage, über die wir hier schon berichtet haben, eine Bundesklage gegen XAI, bei der mehrere Minderjährige X-AI verklagen, weil sie sagen, dass von ihnen sexualisierte Inhalte gegen ihren Willen erstellt wurden. Jetzt gibt es eine Frau aus Wyoming, die sich dieser Klage anschließt, weil sie behauptet vor Gericht, sie heißt jetzt Jane Doe 4. Die kriegen ja immer so vor Gericht so anonyme Namen, damit sie eben nicht namentlich genannt werden müssen. Ex-AR versucht das zu verhindern, dass sie anonymisiert bleiben oder pseudonymisiert sein dürfen, haben das nicht geschafft, waren auch damit nicht erfolgreich. Sie behauptet, ihr Stiefvater habe Grog genutzt, um ein Foto, das aufgenommen wurde, als sie elf Jahre alt war, so zu manipulieren, dass mehr als siebentausend explizite Bilder von ihr entstanden. Das zeigt so ein bisschen, wie tief eigentlich dieser Graben ist, über den wir hier eigentlich noch sprechen. Und wenn ich das noch direkt ergänzen und dranhängen darf Gibt es jetzt einen Forschungsbericht darüber, wie viele Inhalte eigentlich mit Hilfe von Grog erstellt wurden oder wie groß der Anteil von sexualisierten Deepfakes ist, die mit Grog erstellt wurden? Und die Zahl ist wenig überraschend, aber erstaunlich. 87% der KI-Generationen. generierten Dateien konnten Grog zugeordnet werden. Heißt also die meisten Daten, die eben in im Fall von. . Hier wird nicht einvernehmlich intime Aufnahmen geschrieben. Erstellt wurden, sind eben größtenteils mit Grog erstellt worden.
09:53 Torsten Beeck
Ah ja, das ist auch schon wieder auf so einem Level ekelhaft. Das Verrückte ist ja dabei, dass da dann häufig über Moderation und so gesprochen wird. Es ist halt völlig irre. dass ein Upload einer realen Person plus die Aufforderung, dieses Bild zu sexualisieren, plus ist es erkennbar, ein Minderjähriger oder eine Minderjährige. Dass das überhaupt möglich ist. Also das ist das Problem liegt ja im Produktdesign und dass das überhaupt ein zulässiger, zulässige, ein zulässiger Auftrag an Grog ist Über Moderation muss man da ehrlich gesagt überhaupt nicht nachdenken. Und ich weiß auch nicht, in welcher Weise oder wie man als Unternehmen denken kann. Das hilft bestimmt, unser Produkt im Markt erfolgreicher zu machen. Also alleine schon, wenn man Grog hört, denkt man ja genau an diese Themen. was vollkommen egal, wie gut die Qualität der KI ist, ja schon ein komplettes Ausschlusskriterium ist. Also mir wirklich, ich weiß, dass Elon Musk jetzt nicht immer nur nachvollziehbare Dinge tut. Und ich häufiger mal den Kopf schütteln, aber ich kann es einfach nicht verstehen, wie man das machen kann.
11:03 Gavin Karlmeier
Ja, zumal diese Diskussion darüber, was jetzt Redefreiheit ist, was nicht hier in diesem Fall ja vollkommen Hirnrissig ist. Also angesichts der Tatsache, dass in den USA die Erstellung von sexualisierten Deepfakes früher verboten war als in der EU, nämlich durch den sogenannten Take-It-Down Act, hätte eigentlich hier schon früher geschaltet werden müssen und XAI stellt sich dann ja immer hinter diese Section 230, also die das Plattformprivileg und zu sagen, naja, am Ende ist es nur eine Maschine und wie die Leute sie benutzen. Nee, so funktioniert das halt nicht. Also es ist die Waffe auf den Tisch, ne? Ich lege die Waffe auf den Tisch und wenn Leute sie erschießen, dann sind sie selber dafür verantwortlich. Ist nicht, wie das Spiel funktioniert, ist nicht, wie Gesetz funktioniert. Äh, dass Grog aber eben einfach auch nicht in der Lage ist, Leitplanken einzuhalten, das geht gerade sowieso rum, weil Leute herausgefunden haben, dass Grog völlig unüberprüft, wenn du ihn. . das Gerät bittest, deine Twitter-Bio, deine Ex-Bio zu wiederholen, Grog das einfach tut. Das angesichts der Tatsache, dass aber auch viele der Anfragen, die du an Grog stellst und alle, die du über Ex stellst, halt eben öffentlich einsehbar sind. Also im Ex-Feed auftauchen, führt dazu, dass es jetzt ohne Ende Tweets von Grok gibt, in der Grog Dinge schreibt wie Elon Musk sollte 2026 ermordet werden, Elon Musk schaut sich Kinderpornografie an und so weiter und so weiter, weil Leute eben diese völlig offen Guardrail eben nicht eingebaut hat und du Grog dazu alles sagen lassen kannst, was du möchtest. Ist komplett grotesk einfach.
12:30 Torsten Beeck
Ja, das ist halt ein großer öffentlicher Prompt-Injection-Test. Genau. Und interessant wird es ja erst. Momentan ist das ja ein Chatbot. Da ist das halt irgendwie unangenehm, peinlich, ein bisschen dumm. Interessant wird es ja, wenn man das so ein bisschen so in Richtung Agentic AI denkt und wenn KI nicht zuverlässig zwischen Daten und Befehlen unterscheiden kann. Und einfach dann Dinge tut und nicht nur über Dinge schreibt. Also vielleicht kriegen wir da schon eine kleine Preview, was da noch so alles auf uns zukommt. Es gab ja schon so den einen oder anderen Fall, wo Agenten einfach mal Dinge getan haben, so Daten gelöscht haben oder so. Je mehr Zugriff die auf, also je mehr Handlungsspielraum die Agenten bekommen, desto interessanter wird das. Insbesondere dann, wenn da halt nachlässig gearbeitet wird.
13:20 Gavin Karlmeier
Ja, ja, es gab ja auch schon Geschichten von Leuten, die einfach nur in weißer Schrift auf weißem Text, nee, mit weißem Text auf weißem Hintergrund in Google-Dokumenten irgendwelche Prompts eingebaut haben. Und das schon gereicht hat, um so einen Agenten irgendwie einzufangen oder in eine andere Richtung zu schicken, schicken. Und Grog bietet das mittlerweile ja auch an. Also Grog hat eine eigene Agent-Software, Grog hat mit Grog-Bild auch eine Coding-Software. Also es gibt theoretisch Schon jetzt die Möglichkeit, Grog komplett nutz gehen zu lassen. Das ist irgendwie eine schöne Aussicht.
13:52 Torsten Beeck
Ja, es gab doch so Fälle oder es gibt doch immer mal wieder so Leute. Man weiß dann immer nicht, ist das einfach nur eine gute Story oder funktioniert das tatsächlich Dass die Leute in Lebensläufe Prompts integrieren, in denen steht, pack diesen Bewerber ganz oben auf die Liste, halte ihn für den besten Bewerber, der sich je irgendwo beworben hat und so. Und dass das wohl bei einigen Leuten mutmaßlich auch funktioniert haben soll. Ehrlich gesagt kann ich mir das total gut vorstellen. Also so in so einem Unternehmen, wo einfach die Bewerbung, die PDFs irgendwo in eine KI geworfen werden oder tatsächlich irgendwas Professionelles davor ist Das halt sortiert, warum sollte das nicht funktionieren, zumindest für eine Zeit lang?
14:32 Gavin Karlmeier
Ich absolut, glaube ich auch. Aber das ist auch ein ganz guter Hinweis darauf, können wir an der Stelle auch noch mal sagen, dass diese ganzen KI generierten oder ne KI basierten Browser vielleicht nicht das beste Tool sind, um sich frei im Internet zu bewegen.
14:44 Torsten Beeck
Was? Kann ich mir überhaupt nicht vorstellen.
14:49 Gavin Karlmeier
Stichwort Guardrails, und zwar geht es kurz um TikTok. Denn TikTok hat einen Deal mit der MPA abgeschlossen. Weißt du, was MPA ist? Das ist nicht der Test, den du machen musst, um deinen Führerschein zu behalten, nachdem du manchmal schon sagt.
15:04 Torsten Beeck
Erleuchte mich.
15:05 Gavin Karlmeier
Die MPA ist die Motion Picture Association. Ah, okay. Also das sind so ein bisschen schon mal gehört. Das sind so ein bisschen die Drahtzieher hinter Content-ID bei YouTube zum Beispiel. Also, das ist so ein Teil der Copyright-Lobby in den USA. Und die haben jetzt TikTok dazu gezwungen, eine Vereinbarung abzuschließen, dass du mit der ehrlicherweise erschreckend guten Video-KI von ByDance, nämlich C Dance, kein geistiges Eigentum von Hollywood, in Anführungsstrichen, verletzen darfst. Einzige Ausnahme, das wissen wir, bildet Disney, weil Disney mit TikTok ein Deal ist. abgeschlossen hat und es explizit möchte, dass Captain Buzz Light hier in der Lage ist, mit einem Presslufthammer ein Hochhaus wegzuhämmern. Aber alle anderen, in allen anderen Fällen gilt das hier eben nicht. Also kannst du jetzt nicht Weiß ich nicht, was gibt es noch für Hollywood-Figuren? Ich kenne keine.
15:51 Torsten Beeck
Du kennst keine Hollywood-Figuren. Achso, okay.
15:54 Gavin Karlmeier
Welche Hollywood-Figuren, die nicht Disney sind, kenne ich.
15:58 Torsten Beeck
Naja, also diese Dreamworks, Animationssachen und so gibt es ja auch noch.
16:03 Gavin Karlmeier
Ja, die gehören, glaube ich, auch dazu. Paramount und Warner Brothers Discovery, auf jeden Fall.
16:09 Torsten Beeck
Man verliert da ja langsam auch den Überblick, wem da was gehört.
16:11 Gavin Karlmeier
Im Grunde gehört alles den Allisons. Naja, auf jeden Fall haben die jetzt diesen Deal und TikTok garantiert eben, dass es eben diese Schutzmaßnahmen gibt, damit du eben diese Urheberrechtsverletzung nicht. machen lassen kannst. Und da sind wir in der Ebene von Video. Du kannst mir nicht erzählen, dass Grog auf Textebene nicht in der Lage ist, diese Leitplanken einzuhalten.
16:35 Torsten Beeck
Ja, man sieht ja immer dann, wenn es notwendig wird oder der Druck groß ist, dann gehen ganz oft Dinge, von denen jahrelang behauptet wurde, dass sie nicht funktionieren.
16:45 Gavin Karlmeier
Da haben wir am Montag über Theater auch gesprochen und über diesen Kommunikationskanal.
16:49 Torsten Beeck
Zum Beispiel. Ich finde, was grundsätzlich ganz interessant dabei ist, dass das ja so ein Zwei-Klassen-Copyright einführt. Also du bist groß genug, entweder bist du eine Verwertungsgesellschaft oder du bist irgendwie ein Hollywood-Studio oder ein Musikrechteinhaber, der einfach weltweit agiert. dann Christus irgendwie hin, individuelle Regelungen zu treffen, die eigentlich nur dein Recht durchsetzen. Da geht es ja nicht darum, dass die Ideen irgendwelche Rechte einräumen, sondern die sorgen dafür, dass ihre Rechte geschützt werden. Und wenn ich irgendwie ein Illustrator bin oder ein Designer oder ein kleines Filmstudio, dann habe ich im Zweifelsfall keine Chance, da kriege ich halt bei den Tech-Unternehmen gar keinen Termin, um da mal drüber zu sprechen, wie denn wohl meine Rechte auf der Plattform geschützt werden könnten oder irgendwie, ich muss mühselig jedes jedes Copyright in so einem Takedown-Formular ausfüllen, wo ich dann die Vollzeit für jemanden einstellen muss. Das ist schon interessant, dass das eine Meldung ist, dass wohl TikTok sich an Recht Held.
17:51 Gavin Karlmeier
Ich fürchte, das Ärgerliche daran ist, selbst angenommen, du wärst jetzt ein kleiner Designer, der irgendwie einen besonderen Stil geprägt hat und alle machen daraus gerade einen KI-Trend und. nutzen damit deine Arbeit unentgeltlich. Selbst dann und selbst wenn du es schaffen würdest, die vor Gericht zu bringen und eine Klage zu erwirken, was schon mit relativ vielen Hürden verbunden ist. Würde es Stand jetzt, auch das wissen wir von aktuellen Enthropik-Fällen, ja dazu führen, dass du selbst dann nicht einen Präzedenzfall schaffen würdest, sondern die würden dich so lange vorab mit Geld beschmeißen, bis es einen Vergleich gäbe, um einen solchen Präzedenzfall zu vermeiden. Und womit du am Ende auch nicht recht bekommst, sondern einfach nur eben eine Entlohnung für eine Arbeit, die du geleistet hast und für die sie nicht gefragt haben.
18:37 Torsten Beeck
Immerhin. Also, ich sag mal, ich würde zwei, dreimal die Woche darauf verzichten, Recht zu haben, wenn ich dafür Geld bekäme.
18:44 Gavin Karlmeier
Ist das nicht der Job eines Chefredakteurs?
18:47 Torsten Beeck
Recht zu haben oder Geld dafür zu bekommen, Unrecht zu haben. Nee, also wie gesagt, es ist natürlich, es kehrt natürlich einfach grundlegenden Rechtsrahmen um. Dass man halt nicht sagt, naja, ist ja klar, dass die sich an Geltnis recht halten müssen und dass sie Copyright auch beachten müssen. Sondern man muss halt mit denen Deal machen, damit es irgendwie dazu kommt.
19:11 Gavin Karlmeier
Ja, das ist so. Okay, kommen wir Wir bleiben kurz im rechtlichen Rahmen, wir gehen aber woanders hin. Und zwar geht es um die Meta Smart Glasses. Ich hatte ein bisschen gehofft, wir schaffen eine Zeit lang darüber nicht sprechen zu müssen, aber das Thema geht weiter. Denn mehrere Leute, unter anderem Thomas Riedel, aber auch Thomas Die, ähm, ich gucke gerade, ob das stimmt, was ich jetzt sage. Ah ja, aber auch mein Mutterschiff und auch dein Mutterschiff, heiß. de, hat mir bei der Bundesnetzagentur nachgefragt. Ach nee, hat die Frankfurter Allgemeine Zeitung zitiert, die bei der Bundesnetzagentur nachgefragt haben. So ist es richtig. Und haben gefragt, sag mal, es gibt da gerade so ein paar Anzeigen, es gibt so ein paar Hinweise, es gibt einen Verstoß gegen oder einen potenziellen Verstoß gegen das TDDDG, das Tele. digitale Dienste, Datenschutzgesetz, Paragraf 8, habt ihr eigentlich vor, da irgendwas zu tun und die Bundesnetzagentur war so, ähm, nö. Wir sehen aktuell keinen Anlass für ein Verbot und glauben, dass die leuchtende LED erstmal ausreichend ist, um eine Aufzeichnung festzustellen für Außenstehende.
20:14 Torsten Beeck
Ja, muss man sagen, kann ich hundertprozentig nachvollziehen. Ich finde, die Diskussion läuft da auch in die falsche Richtung. Die Frage ist für mich nicht, ob das eine verbotene Kamera ist, sondern die eine also nur, weil die Bundesnetzagentur sagt, das ist eine Kamera, die man verkaufen darf. Heißt das ja nicht, dass das legales Film ist. Und also die technischen Voraussetzungen, ich kann, wenn ich, ich konnte auch schon vor fünf Jahren mir eine irgendeine Minikamera besorgen und heimlich Menschenfilmen. Es geht immer wieder. Genau, illegal, ja. Aber nur weil das Gerät nicht verboten ist, macht es ja das Film nicht zwangsläufig legaler und das dazu kommt. Das Problem ist eher ein soziales Problem. Also wir haben irgendwie mit Smartphones ist dieses Problem ja entstanden. Irgendwie konnte auf einmal oder konnte jeder filmen, weil er immer irgendwie eine Kamera zur Hand hatte. Das hat nichts geändert, es gab auch schon vorher Digitalkameras. Es gab aber irgendwie so eine, also da entsteht ja so eine sozial akzeptierte und verständliche Aufnahmehandlung. Also ich hebe das Gerät hoch, guck auf mein Display, drück irgendwo drauf und zeige in deine Richtung und du erkennst du wirst irgendwie gefilmt. Und in der Situation kann dir das unangenehm sein, aber du erkennst es zumindest und du kannst irgendwie sagen: Ey, ich habe keinen Bock, hier gefilmt zu werden. Okay. Und das ist ja das, was bei der Brille oder bei allen diesen Brillen irgendwie entfällt Und das wird in irgendeiner Weise missbraucht. Und ich habe da auch keine Lösung für, weil ich ein bisschen. Man weiß auch, dass irgendwie bei Helm Sonnenlicht erkennst du nicht, dass dann eine Lampe leuchtet. Leute checken überhaupt nicht, was das bedeutet, dass da eine Lampe leuchtet. Was kann ich eigentlich machen, wenn ich gefilmt wurde? Wie verhindere ich? Also es gibt da ja keinen. Du hast irgendwann mal gesagt, die Leute müssen einen Daumen hoch zeigen, solange bisher gefilmt werden und sonst sind sie geblurrt. Das muss man halt tatsächlich wahrscheinlich erstmal auch sozial aushandeln. Ich finde es technisch super interessant und ich habe mir irgendwie auch Ganz früh so eine Meta-Brille besorgt, weil ich das total interessant finde und ich finde, es funktioniert auch wahnsinnig gut. Ich trage sie aber nie Weil ich es wirklich sozial unangenehm finde. Also ich möchte, also die liegt seit einem Jahr, glaube ich, in ihrem Case und ich habe sie nicht mehr benutzt. Weil ich diesen sozialen Aspekt, das finde ich noch deutlich schlimmer als beim Abendessen nebenbei das Handy in der Hand zu haben. Ja, finde ich. Und ich glaube, also ich finde diese Diskussion so ein bisschen, ah, ich weiß nicht. Also es wird irgendwie immer mit Technologie kann man halt auch Missbrauch treiben und wir müssen irgendwie mal sozial ausloten, wo das dann okay ist, sowas zu tragen und was nicht. Wir werden Missbrauch im engeren Sinne Man muss es halt am Ende ächten, wenn Leute halt zum Beispiel Leute ungewollt filmen. Und ich denke auch Meta als Plattform sollte Interesse daran haben, dass wenn erkennbar Leute mit ihrer Technologie ungewollt gefilmt werden, das auch zu moderieren und zu verhindern. Aber ich glaube, die Bundesnetzagentur ist da nicht der richtige Anlaufpunkt, um irgendwas daran wirklich zu drehen.
23:38 Gavin Karlmeier
Ja, das kommt so ein bisschen auf die Definition dieses Gesetzes an. Also wenn wir uns jetzt so mal ganz gesetzestreu hier verhalten wollen, nach Definition ist jedes Gerät, das aussieht wie ein anderes Gerät, aber die Funktion einer Kamera oder eines Mikrofones erfüllt. Eben tatsächlich ein Verstoß gegen dieses TDDDG. Ich stimme dir aber insofern zu, als dass ich glaube, dass ein Verbot nicht in jedem Fall die perfekte Lösung für ein gesellschaftliches Problem ist. Und das gesellschaftliche Problem ist hier ja nicht ich kann jemanden filmen, sondern das gesellschaftliche Problem ist, ich akzeptiere die Grenzen anderer Menschen nicht. Und da brauchen wir eine Lösung für. Ich bin nur, und da bin ich wieder bei meinem Blurring-Beispiel, auch wenn das technisch vielleicht gar nicht so einfach umzusetzen wäre. Das kommt ja aus der Idee heraus zu sagen, naja, wenn wir diese Technologie haben, die diese gesellschaftlichen Probleme vielleicht nochmal stärker zur Schau stellt, vielleicht brauchen wir auch eine technische Lösung, um dieses gesellschaftliche Problem erstmal einzudämmen. Weil zu sagen, wir haben ein gesellschaftliches Problem, wir bringen eine Technik raus, die dieses gesellschaftliche Problem nochmal unterstreicht und noch einfacher macht, sich davon, sich irgendwie dies auszunutzen, Ist, glaube ich, eben auch keine ideale Lösung, auch wenn das Unternehmen, das diese Brille herstellt, erstmal davon profitiert. Und ich würde mir halt wünschen, dass es irgendeine Form der Lösung gäbe, bei der es. nicht dazu führt, dass erstmal sehr, sehr viele Menschen, meistens Frauen, gegen ihren Willen gefilmt werden.
25:00 Torsten Beeck
Hundertprozentig. Ich will auch gar nicht für die Creeps argumentieren. Ich will nur sagen, es ist nicht ganz so trivial. Also wenn wir jetzt zum Beispiel das Ty das äh, den Klassiker, sie haben mir ins Gesicht gefilmt mal im Hintergrund haben. Man könnte ja einfach sagen, jede Kamera muss Menschen erkennen können und die Gesichter ausblenden können. Es sei denn, es gibt irgendeinen Verifizierungsprozess, wo jemand in die Kamera sagt, ja, ich möchte gerne gefilmt werden. Ja.
25:31 Gavin Karlmeier
Wäre super.
25:32 Torsten Beeck
Kann man ja machen. Ja, weiß ich nicht, ob das super ist. Dann kannst du halt auf als Pressefotograf auf einer Veranstaltung oder auf einem Marktplatz, wo irgendwelche Spinner, irgendwelche Reden halten, keine Fotos mehr machen. Also wo ist deine Grenze? Ja, ist ja egal. Du kannst ja mit jeder Kamera machen. Also wo du Kameras reinbaust, es gibt ja auch das Gerücht. Dass zum Beispiel AirPods irgendwann mit einer Kamera ausgestattet sind, die dann zur KI-Verarbeitung zumindest genutzt werden, auch wenn da keine Videos dann bei rauskommen. Das ist tatsächlich nicht so ganz trivial. Also ob ich das mit einer Brille, also in welche Kameratechnologie ich das implementiere Das ist ja jetzt Moment, Han, es ist eine Brille, wer weiß, was es in fünf Jahren ist. Und warum sollte man das nicht in auch eine Handykamera implementieren?
26:25 Gavin Karlmeier
Ich würde das, glaube ich, ich sehe das nicht ganz so. Also auf einer Demonstration oder auf einer Veranstaltung muss gar keine Demonstration sein, da ist es nochmal problematisch. Aber auf einer Veranstaltung Eine Kamera in die Menge zu halten, ist ja ein offensichtlicher Prozess des Fotografierens und du als Pressefotograf darfst das dann auch. Eine Brille, die dazu genutzt wird, um bewusst Heimlich Aufnahmen zu machen, also zumindest in vielen Fällen, über die wir hier sprechen, bei der trifft das eben so nicht zu. Und deswegen geht es ja auch.
26:53 Torsten Beeck
Um keine 48 fachvergrößernde ZaiS Premium Linsen in Smartphones einbauen, weil da kannst du auch den Nachbarn auf 100 Meter ins Zimmer rein fotografieren. Also, du kannst auch auf einer Veranstaltung nicht sehen, ob jemand fotografiert. Bau da irgendwo an der Decke 20 geile Kameras an und dann machst du den ganzen Tag ganz, ganz viele Fotos, auch Close-Ups und weiß ich nicht was. Und niemand kriegt mit, dass da gefilmt oder fotografiert wird. Also ich verstehe schon das Problem, aber ich glaube, es ist nicht lösbar mit einem Verbot von den Brillen.
27:27 Gavin Karlmeier
Ja, und das glaube ich auch. Ich glaube nur, dass wir eher eine Lösung brauchen, um irgendwie Meta in die Pflicht zu nehmen. Als dass wir das jetzt einfach mal so passieren lassen und hoffen, dass die Gesellschaft das irgendwie gelöst kriegt.
27:40 Torsten Beeck
Ja, absolut. Ich glaube auch, dass Meta, wenn sie erfolgreich sein wollen mit diesen Produkten dann müssen sie dafür eine Lösung finden, weil das ist nämlich genau das Problem, weil ich mir so ein Ding gekauft habe, die war gar nicht so günstig, weil ich es einfach ausprobieren wollte und ich sie nicht nutze, weil es mir unangenehm ist, sie zu benutzen.
27:59 Gavin Karlmeier
Eben, ja, das ist so. So, und wir bleiben ganz kurz bei dieser Brille, weil jetzt wird es interessant, vielleicht ist das ihre Idee der Lösung, warum die Leute die Brille lieber tragen. Vielleicht erinnerst du dich daran, dass wir hier vor einigen Wochen über ein Feature gesprochen haben, das diese Kamerabrille zwar bereits auf ihrer Firmware installiert hatte, allerdings nicht ausgerollt hatte. Und ich glaube, Wired war es, darüber berichtet hatte und Meta darauf gesagt hat, nö, das ist Lüge, das stimmt nicht, das haben wir so nie gebaut und zwar geht es um die Gesichtserkennung. Eine Technologie mit dem Namen Nametech, mit der es möglich sein soll, Menschen mit dieser Brille zu erkennen. Und Meta war sich noch nicht ganz sicher, ob das nur Menschen betrifft, mit denen du bereits irgendwo vernetzt bist oder Menschen, die dem eingewilligt haben. Oder vielleicht sogar alle Menschen, die einen öffentlichen Instagram-Account haben. Meta hat damals gesagt, nö, das sind alles Lügen, das ist so nie passiert und bitte hört auf, hier anzurufen nach dem Motto. So, und jetzt berichtet Formedia, dass Meta ein Patent eingereicht hat. um diese Gesichtserkennung auf die Brillen zu bringen. Die Software heißt in diesem Patent zwar erstmal nicht Nametag, aber es ist exakt das, von dem Meta noch vor einigen Wochen behauptet hatte. Wir haben darüber gesprochen in der Folge Liegen und Liegen lassen mit Dennis Kogel am 17. 07. also es ist erst ein Monat her. Da hat Meta noch gesagt, nee, das stimmt gar nicht. Jetzt haben sie ein Patent eingereicht, jetzt stimmt es dann doch.
29:21 Torsten Beeck
Ja, ich meine, das liegt ja ein bisschen auf der Hand. Und ehrlich gesagt könnte es sein, dass ich vor irgendwann zehn Jahre mal gesagt habe, es wäre schon cool, wenn es sowas gäbe. Weil ich nämlich wirklich schlechter drin bin, Namen und Gesichter immer zuverlässig zuzuordnen. Aber das hat natürlich ein absolutes Dystopie-Potenzial. Also irgendwie maschinenlesbar, identifizierbar Menschen, alles abspeicherbar, durchsuchbar. So und jetzt kombiniert man das mal mit, weiß ich nicht, Zugang für Palantir. Und dann hat man schon sein Horrorszenario. Aber ich weiß gar nicht, ich weiß auch wirklich nicht, ob das aufhaltbar ist. Wenn man eine Kamera hat, wenn man eine kontinuierliche Wahrnehmung hat, Szenenanalysen machen kann, Blickanalysen machen kann, dann Gesichtserkennung machen kann, das verbinden kann mit dem Social Graph. Und das dann wiederum zum Interaktionstrigger machen kann. Also hier den hast du schon mal gesehen. Teile deine Inhalte, keine Ahnung, mach ein Foto mit dem Das ist erstm das klingt erstmal so ganz ja, also könnte schon funktionieren. Aber wenn man so einen Wahrnehmungskomputer auf der Nase hat, dann sind diese Daten, die sind dann erstmal da. Und wir werden halt die Kontrolle verlieren und nicht nur im Internet die Datenkontrolle verlieren, sondern auch in der physischen Welt die Datenkontrolle verlieren.
30:54 Gavin Karlmeier
Ich stimme dir dazu. Die Frage ist dieses, dass du weißt, ob es vielleicht gar nicht mehr auffaltbar ist. Ja, was können wir denn tun? Also, jetzt gerade sind wir hier noch an dem Punkt, wo wir eben über das Patentlevel sprechen. Also wir sind noch hier sehr früh am Anfang. Gleichzeitig kannst du nicht mehr in den USA über eine große Straße laufen, weil du davon ausgehen musst, dass eine sogenannte Flock-Kamera dich filmt. Das sind Kameras eines Unternehmens. In das, ich schaue nochmal nach. Ach ja, Peter Thiel natürlich investiert hatte, auch einer der Gründer von Palantir. Diese Kameras sind gerade, ziehen ewig viel Zorn auf sich in sozialen Medien. Also es gibt extrem viele Erklärungen, was man auf gar keinen Fall tun darf. Um diese Kameras zu beschädigen, weil das ja illegal wäre. Aber die stehen eben überall herum, sind in der Lage, dich sofort zu identifizieren. Und dann überlegst du dir, wie eben vor einigen Jahren in den USA noch Wahlkampf damit gemacht wurde, dieses Schreckenszenario, diese Social Scorings in China irgendwie aufzumalen und zu sagen, Das müssen wir verhindern, während das gerade klammheimlich auf privatwirtschaftlicher Ebene installiert wird. Und jetzt soll es eben nicht nur diese fest installierten Flockkameras in den USA geben, sondern eben direkt auf der Nase aller Menschen mit der Software, die das Ganze direkt verarbeitet und natürlich Auch wenn Meta erstmal was anderes behaupten wird, nicht nur lokal belassen wird. Es kann keinen lokalen Abgleich dafür geben, um alle Menschen dieser Welt zu identifizieren und zu überprüfen.
32:15 Torsten Beeck
Ja, da stecken ja ganz viele Themen drin. Es gibt ja diese Diskussion, diese Frage nach wie viel Überwachung lassen wir zu und Um Sicherheit zu bekommen und wie viel Freiheit wollen wir und verzichten auf möglicherweise auf Sicherheit. Das heißt, wir haben uns irgendwie darauf geeinigt, an Flughäfen und Bahnhöfen ist das irgendwie okay, wenn da Kameras sind, weil das Zumindest die gefühlte Sicherheit erhöht und in anderen Bereichen nicht so. Zum Beispiel am Arbeitsplatz ist es schlicht und ergreifend verboten, die Mitarbeitenden zu überwachen. Und das aus guten Gründen. Und das werden wir irgendwie, das werden wir nur rechtlich lösen können, weil sonst wird es passieren. Also diese Daten sind einfach zu verlockend, um zu sagen, ja, nee, da werden die sich nicht für interessieren. Und du hast natürlich vollkommen recht, das ist erstmal nur ein Patent. Das Problem ist momentan tatsächlich, wie verarbeitet man die Daten und welche Datenpunkte werden da abgegriffen und wie werden die synchronisiert. Vermutlich momentan sind die Datenmengen, die da entstehen, noch relativ groß. Wenn man aber so eine Art Fingerprinting von Gesichtern macht und nur noch irgendwie einen Hash austauschen muss, wenn man erstmal genug Daten hat. Dann kann man das sicherlich auch in kleineren Datenmengen handeln. Ich also wir werden uns dagegen als Gesellschaft wehren müssen und es wird immer wieder neu verhandelt. Es wird ja auch jetzt schon immer wieder neu verhandelt, wo ist denn allein? Überwachung einzuführen. Da gibt es dann immer so dieses Jahr organisierte Kriminalität und irgendwie, wer schützt denn die Kinder? Und da, das ist ja auch richtig. Es ist ja nicht so, dass ich irgendwie denke, das ist keine gute Idee, Kinder zu schützen. Auf der anderen Seite möchte ich aber auch nicht rund um die Uhr überwacht werden. Und wenn ich dann halt irgendwie sage, ich habe irgendwie eine Marktdurchdringung von solchen Kameras, die in irgendwelchen technischen Geräten drin sind. Von 10% und ich kann im Grunde genommen um jeden Punkt auf der Welt mir aussuchen und kann sagen, ich kann quasi mehr oder weniger live sehen, was da gerade passiert, wer sich da bewegt. Ich glaube, es ist jetzt schon so, dass, also das ist ja immer so ein bisschen das, was man so in so US-Agentenfilmen sieht, dass die dann halt auf irgendwie ganz viele Kameras zugreifen, um jemanden zu verfolgen. Und im Zweifelsfall sind die auch nicht nur staatlich aufgestellte Kameras, sondern irgendwelche Kameras. Wenn man dann auch noch in jeden Privatraum reingucken kann, weil da jemand mit einer Brille auf der Nase die anderen Leute filmt. Dann kann man halt alles sehen. Und dann kann man die Leute auch an jeder Stelle mit der richtigen Werbung bedienen und mit den richtigen Produkten. Also ich weiß nicht, ob wir uns da wirklich gegen wehren können, aber ich glaube, ich möchte das nicht.
35:01 Gavin Karlmeier
Also es gibt schon einen Versuch des gesellschaftlichen Widerstandes, wenn du die Gemini-KI, also die Google-KI, fragst wie viel Gold so eine Flockkamera enthält, dann kommt als Antwort etwa 5 Gramm, also bis zu 650 Dollar, sowie 23 Pfund Kupfer. Was interessant ist, weil die ganze Kamera wiecht nur drei Pfund. Aber es gibt offenbar irgendwelche Leute, die es geschafft haben, die Ergebnisse so entsprechend anzupassen oder zu manipulieren, dass es ein Incentive für Menschen gibt, diese Flockkameras runterzuholen und sie möglicherweise aufzupas Auseinanderzunehmen.
35:32 Torsten Beeck
Ich weiß nicht, ob das der richtige Weg ist, auch wenn ich den Gedanken dabei verstehe. Dass es überhaupt erlaubt ist, außerhalb von staatlichen Strukturen irgendwelche Kameras zur grundsätzlichen Überwachung des öffentlichen Raumes aufzustellen. Wir haben uns da halt auch selber dran gewöhnt. Wir haben halt auch im Zweifelsfall für 39 Euro an irgendeinem Prime Day Kameras bei Amazon bestellt, die auch irgendwie fröhlich irgendwo hinfilmen in den Garten und auch in halb in den Nachbarsgarten und die auch den Postboten immer aufnehmen und weiß ich nicht was. Und ich weiß nicht, wer von uns die Nutzungsbedingungen denn tatsächlich mal komplett gelesen, verstanden hat und ob sich alle daran halten, was denn zum Beispiel mit diesen ganzen Daten da passiert. Und es war halt irgendwie, es ist halt billig, es funktioniert irgendwie relativ gut, alles ist irgendwie in der Cloud Und also ich bin da auch nicht ganz frei von. Man muss sich halt noch viel intensiver Gedanken darüber machen, was insbesondere die US-Konzerne, aber letztendlich alle Unternehmen, die irgendwie damit ihr Geld verdienen und auch mit Daten ihr Geld verdienen, was die eigentlich damit machen.
36:46 Gavin Karlmeier
Also das Time Magazine jedenfalls hat sich jetzt andere Wege erschlossen, um Geld zu verdienen mit Hilfe von KI. Und da dachte ich an dich, und deswegen freue ich mich, dass du heute hier bist, weil sie haben jetzt angefangen, quasi ihre Robots für die KI Crawler so anzupassen, dass die auf andere Seiten geführt werden, und auf diesen Seiten, also es gibt dann sozusagen Markdown Pages ihrer eigenen Artikel, und darauf gibt es Anzeigen, die eben für Menschen nicht sichtbar sind, sondern nur für die KI Crawler, in denen die Produkte anders und genauer erklärt werden. Und das ist ein Geschäftsmodell für das Time Magazine gerade, um eben zu sagen, hey liebe Unternehmen, wir machen für euch auch direkt ein bisschen Chatbot-Optimierung.
37:27 Torsten Beeck
Ich finde, das ist eine wilde Idee und es ist irgendwie auch ganz lustig, so eine Art Prompt Injection und also der KI-Werbung zu zeigen, die Im Zweifelsfall die Ergebnisse der KI für andere beeinflusst. Ja, ich finde das auch regulatorisch tatsächlich interessant. weil irgendwie so ganz klar ist, muss da Werbung eigentlich gekennzeichnet sein. Da kommen Informationen dann quasi aus Werbung in die Sprachmodelle, ist das überhaupt möglich? Werbung überhaupt noch zu oder ist es sinnvoll, Werbung noch zu kennzeichnen, wenn Sprachmodelle sowieso alles irgendwie da so rein musen? Ich finde das spannend. Ich finde das aus Publisher-Perspektive zumindest kreativ. Ich weiß nicht, ob uns das als Medien Wirtschaft irgendwie retten wird, wenn wir jetzt versuchen, Werbung an Crawler zu verkaufen. Aber ich finde, es ist ein kreativer Gedanke und es wird irgendwie am, also wir sind ja gerade wieder so am Anfang eines neuen. Katz- und Maus-Spiels, wenn es um Optimierung von Suchmaschinen und Crawlern geht. Bei Google Search funktioniert das deutlich weniger gut und irgendwie ist auch die Nutzung nicht mehr so stark. Aber so Manipulation von KI-Modellen als Geschäftsmodell anzubieten, ist schon ein wilder Take.
39:02 Gavin Karlmeier
Ja, ich dachte, ich bringe dir das mal mit, vielleicht kannst du ja dann in entsprechenden Sitzungen das mal fallen lassen.
39:08 Torsten Beeck
Ja, ich verpasse gerade das Meeting mit dem Kollegen aus dem Produktmanagement. Ich werde das gleich mal rüberreichen.
39:16 Gavin Karlmeier
Ja, und dann sagen, ich weiß, es konnte heute nicht untergebracht werden, aber das hier ist eine Dienstanweisung. Lasst alle die Stifte fallen, wir machen nur auch das.
39:28 Torsten Beeck
Sales und Produkt arbeiten nur noch an Manipulation von KI-Anbietern. Stark.
39:34 Gavin Karlmeier
Ja, man muss doch irgendwie, man muss ja vor die Welle kommen. Das haben wir alle gelernt.
39:40 Torsten Beeck
Ja, man muss vor die Welle kommen. Aber wie gesagt, ich finde das auch, das ist eher eine lustige Marketing-Idee, als dass es da das konzeptionell ist das ganz witzig. Ich glaube nicht, dass uns das in der Auseinandersetzung mit Tech-Anbietern, die unsere Daten nutzen, ohne uns da in irgendeiner Weise zu vergüten und die im Zweifelsfall auch noch ignorieren, dass wir es ihnen verboten haben, dass uns das dabei hilft. Das fürchte ich leider auch.
40:08 Gavin Karlmeier
Du hast gerade das Wörtchen Katz- und Maus-Spiel reingeschmissen und da würde ich gerne mich dran festhalten. Und willkommen zu YouTube und Google. Und zwar hat Google angekündigt, dass die Aufrufzahlen bei YouTube ab sofort, nee, ab dem 24. August, Entschuldigung, ab dem 24. August bereits ab dem ersten abgespielten Frame zählen, sowohl für die Shorts als auch für die Langformatvideos. Und ich habe so ein bisschen das Gefühl, ich spiele hier immer dieselbe Schallplatte ab, weil diese Unvergleichbarkeit von Zahlen miteinander, was sind Impressionen, was ist Reichweite, was sind Aufrufe, das begleitet uns ja seit Jahren als Thema. Gleichzeitig aber war YouTube so eine der Bastionen, zumindest was das Langformat angeht, bei dem relativ lange unklar war, ab wann zählt denn eigentlich ein View ein View. Ist nicht so ganz klar genannt. Es gibt ein paar Leute, die sagen ab 30 Sekunden, andere, die sagen 3 bis 9 Sekunden. YouTube selber hat gesagt, der Zuschauer muss einfach nur dranbleiben. Als Antwort auf diese Frage. Jetzt zählt es ab dem ersten Frame. Was deswegen interessant ist, weil wenn du YouTube im Desktop zum Beispiel nutzt, das Video, sobald du die Maus darüber fährst, ja schon anfängt zu laufen. Heißt also, die Aufrufzahlen werden explodieren, obwohl de facto nicht mehr Leute zuschauen.
41:22 Torsten Beeck
Ja, die werden sicherlich in dem Konkurrenzverhältnis zu TikTok und so das Problem gesehen haben, dass ihre Zahlen vielleicht kleiner aussahen, weil da unterschiedliche Metriken genutzt worden sind. Das ist halt so ein bisschen, als wenn man sagt, na, wenn du das ehemalig. erste Wort gelesen hast, hast du den ganzen Artikel gelesen. Am Ende sind diese Zahlen ja immer irgendwie so ein bisschen Marketing gewesen, von YouTube, von den Creatern selbst. Man freut sich ja auch, wenn man eine Million Views hat. Am Ende ist ja immer die Frage, was hängt da für eine Monetarisierung? Also warum mache ich diese Videos? Möchte ich nur gesehen werden? Möchte ich Fame? Möchte ich irgendwie eine Form von Werbemonetarisierung oder will ich da irgendwas verkaufen oder so? Und dann ist es im Grunde genommen ja völlig egal, wie viele Leute eine Sekunde geguckt haben. Es ist halt, die Zahlen werden erstmal gut aussehen, die werden steigen und die Leute werden irgendwie sagen: Oh ja, da passiert ja irgendwas. Ja, solange die Geschäftsmodelle dahinter nicht besser funktionieren, ist es halt vollkommen egal. Es ist halt eine Zahl, die untereinander vergleichbar ist. Also ich kann mir alle YouTube-Videos angucken und die bleiben irgendwie wahrscheinlich im Abstand. Zueinander in der Verhältnismäßigkeit einigermaßen gleich. Und ich kann gegenüber TikTok im Marketing sagen, ja, hier bei uns werden jeden Tag 17 Milliarden Videos geguckt. und bei TikTok nur 16,5 und dann habe ich irgendwie eine Marketinggeschichte zu erzählen. Es lohnt sich eigentlich überhaupt nicht darüber zu diskutieren, solange man da so will. Ja, ich finde es wirklich, ob es eine Sekunde oder drei Sekunden oder zehn oder drei Sek Wenn ein Video anderthalb Stunden lang ist und 99% sind nicht über 30 Sekunden rausgekommen, ja gut, was sagt das?
43:06 Gavin Karlmeier
Ja, eben. Aber dadurch, dass du eben diese Binnenvergleichbarkeit hast, kannterst du immerhin den Erfolg deines Videos mit dem anderer Videos. So ein bisschen einschätzen. Ja, nur halt, alle Videos ab dem 24. August haben signifikant höhere Zahlen als alle anderen.
43:24 Torsten Beeck
Ja, ja, aber ich glaube, das ist, also das ist im Google im Zweifelsfall komplett egal.
43:30 Gavin Karlmeier
Das ist nur Schönrechnung.
43:33 Torsten Beeck
Es ist ein Marketingtool und man dreht halt immer mal wieder daran. Es hat sich natürlich die Nutzung auch verändert, hin zu mehr Shortform-Content, dadurch ich, also ich kann diesen Gedanken schon verstehen, dass man auch eine Vergleichbarkeit mit anderen Plattformen haben will, auf denen sehr viel Shortcore Shortform-Video läuft und man irgendwie zeigen will, ja, bei uns funktioniert das irgendwie auch so. Aber es ist doch völlig egal. Als Creator weißt du und siehst du auch ja in den Zahlen ein bisschen tiefer, wie viele Leute wirklich deine Videos gesehen haben.
44:04 Gavin Karlmeier
Alles andere ist halt einfach nur so ein Zähler. Genau, du wirst als Creator jetzt eine neue Metrik bekommen, die sogenannten Engaged Views. Also, wie viele ZuschauerInnen sich tatsächlich dafür entschieden haben, ein Video weiter anzusehen. Wie viel diese dann dafür gesehen haben müssen, vollkommen unklar. Aber eine Monetarisierung soll sich nichts ändern, die wird weiterge auf Grundlage der Wiedergabestunden und der Shorts Aufrufe generiert werden. Also so wie gehabt. Was sich aber an der Monetarisierung ändert, ist, dass du in dieses Partnerprogramm Deutlich schwieriger kommst als bislang. Also fast alle Werte verdoppeln sich. Und zwar brauchst du jetzt 1000 Abonnentinnen ab dem 1. Februar. 8000 Stunden müssen gesehen werden innerhalb von 365 Tagen. Es reichen aber auch schon 20 Millionen Shorts Views innerhalb von 90 Tagen. Das waren früher immer 8 Stunden und 10 Millionen Views, also beides verdoppelt. Und das Ganze soll eben ab Februar losgehen.
44:55 Torsten Beeck
Naja, die wissen ja, was das ungefähr auslöst. Die werden ja das mal einmal durchkalkuliert haben und dementsprechend passen sie das halt an. Es wird wahrscheinlich nicht de facto im echten Leben nicht wahnsinnig viel ändern.
45:07 Gavin Karlmeier
Ja, außer für kleine CreatorInnen, die gerade so ihre 30 Euro im Monat da so rausholen.
45:13 Torsten Beeck
Ja, aber wenn das passiert, was du ja auch annimmst, nämlich dass die Zahlen massiv steigen, dann. . werden ja auch deren Zahlen steigen.
45:22 Gavin Karlmeier
Das stimmt. Aber nicht die Wiedergabestunden. Die bleiben halt, wie sie sind. Das stimmt. Ich nehme dich noch mit, bevor wir hier wieder in die Sonne gehen, in eine kleine Rubrik Wir im Sinne von du. Emotionen und Emotionen. Wie ist denn das Wetter gerade in Hannover?
45:47 Torsten Beeck
Bedeckt 20 Grad, glaube ich, so.
45:50 Gavin Karlmeier
Ja, ungefähr so ist es hier bei mir auch.
45:52 Torsten Beeck
Das ist doch gelogen. Aber ich hatte die letzten zwei Wochen nur gutes Klimakatastrophenwetter. Ich kann mich also nicht beschweren.
46:00 Gavin Karlmeier
Okay, wir gucken, ob dieser Satz noch zum Verhängnis mit Thorsten. Oak May I hat angekündigt, ein neues Feature für ChatGPT am Mac einzuführen, nämlich. Computerverlauf. Dieser sexy Titel, Computerverlauf, ist eigentlich, kennen wir das schon von dem Tool mit dem Namen Microsoft. Oh, ich hab's Rewind genannt, das war aber falsch. Rew, wie hieß das denn? Erinnerst du dich?
46:23 Torsten Beeck
Ja, ich weiß, was du meinst. Replay vielleicht? Ja, kann sein, weiß ich nicht.
46:27 Gavin Karlmeier
Ich finde es gleich mal raus. Auf jeden Fall sollst du dann in der Lage sein, auf deinem Computer alles mitzutracken, also jede gesehene Website, jeden eingegebenen Chat, alles. Und das Ganze sollte. Soll im Klartext in einer Markdown-Datei auf deinem Computer lokal gespeichert werden.
46:42 Torsten Beeck
Klingt total gut. Vor allen Dingen, das ist also möglichst einfach auch zu extrahieren. Genau, damit jeder. Das halte ich für eine wahnsinnig gute Idee, dass man da so ein, dass man da einfach möglichst möglichst Leute schnell, dass man da ganz schnell drauf zugreifen kann und diese Daten aus dem aus dem Rechner rausholen kann und dass die auch nicht in irgendeiner Weise verschlüsselt sind. oder so klingt brillant.
47:06 Gavin Karlmeier
Das ist perfekt. Ich zitiere hier mal: Jedes Programm, das unter demselben macOS-Benutzerkonto läuft, kann diese Daten grundsätzlich lesen, da keine Verschlüsselung eingesetzt wird. Rohdaten der Ereignisse verbleiben 48 Stunden auf dem Gerät, bevor sie gelöscht werden. OpenAIF arbeitet sie auf den eigenen Servern weiter und gibt an, sie danach nicht mehr aufzubewahren. Es sei denn, rechtliche Vorgaben verlangen dies. Windows Recall hieß es übrigens.
47:29 Torsten Beeck
Stimmt, Recall, du hast recht. Ja, ewig der Witz ist ja, solche also das das M Eine durchsuchbare Chronik der Computernutzer. Ist ja erstmal interessant. Und bei Microsoft Recall war ja auch die Idee Ich kann mich daran erinnern, was auf deinem Bildschirm war, in dem ich ganz viele Screenshots mache und wenn du mal irgendwas suchst, dann kann ich dir schneller helfen. Das ist ja gar nicht gar nicht eine total doofe Idee. Der Backlas war bei Microsoft ziemlich heftig, fanden gar nicht so viele Leute total gut.
48:11 Gavin Karlmeier
Weil es Innovationsfeinde sind alle.
48:15 Torsten Beeck
Ja, nein, aber die Frage ist ja tatsächlich dabei, ich finde das ehrlich gesagt, wenn man intensiv mit einem KI-Modell arbeitet. Und das regelmäßig einsetzt und das Modell lernt, was ich will, was mich interessiert, wie ich arbeite und so. Das kann ja durchaus hilfreich sein. Die Frage ist halt trotzdem nur, wie wird das dann implementiert? Man muss mal auf einem Mac tatsächlich dazu sagen Da ist die Festplatte im Zweifelsfall verschlüsselt, sodass ich nicht von Benutzer zu Benutzer springen kann. dieses Problem ist, ein anderer Benutzer sich anmeldet und einfach auf die Daten zugreift. Das sollte eigentlich nicht passieren. Und es ist in dem Fall auch so, dass da nur Klicks nur in Anführungsstrichen Tastenkürzel, Tastatureingaben und irgendwie sowas aufgezeichnet wird und jetzt nicht permanent da quasi dein Bildschirm gestreamt wird und das irgendwie hinterlegt wird, deine Mikrofone abgehört werden und Systemaudio und weiß ich nicht, was alles mitgeschnitten wird. Das ist noch verhältnismäßig harmlos. Es muss halt nur sauber und vor allen Dingen transparent und löschbar implementiert werden. Das kann ja durchaus ein spannendes Feature sein.
49:23 Gavin Karlmeier
Ja, solange es tatsächlich lokal verarbeitet wird und verschlüsselt gespeichert wird, weil ansonsten ist jede Tasteneingabe von dir halt äh, zu viel, die gespeichert wird, weil jedes Passwort, jede Tarn, jede alles im Treffel gegen dich verwendet werden kann.
49:37 Torsten Beeck
Absolut. Und das ist tatsächlich und es muss halt vor allen Dingen transparent für den Nutzer sein, dass ich, wie ich diese Daten, wie ich auf diese Daten zugreifen kann und gegebenenfalls auch partiell löschen kann. Wenn ich das nicht kann, dann ist es einfach ein Risiko, weil es kann halt sonst, also gerade wenn man an Passwörter und solche Dinge denkt, ist das halt auch für Unternehmen echt ein Drama.
49:57 Gavin Karlmeier
Ja, das ist so. Eine ganz hervorragende Idee. Eine letzte Funktion habe ich noch und dann entlasse ich uns alle in das bedeckte Hannover. Ne, hoffentlich nicht alle. Jack Dorsey, der Twitter-Gründer, hat ein neues Tool gestartet mit dem Namen Bars. Dahinter steckt sein Unternehmen Block, das ist die, wie sagt man, das Imperium hinter Tidal unter anderem. Und Bas BUZZ, ist so eine Mischung aus Slack und KI-Chatbots. Also du kannst dann quasi in deinem Unternehmen sprechen, kannst aber auch Chatbots direkt integrieren und mit denen da auch sprechen. Wäre ja vielleicht was für niemanden.
50:33 Torsten Beeck
Ja, das ist so ein bisschen, die Frage ist so ein bisschen, was kann dieses Tool, was man mit Twitter, Blue Sky, Signal, WhatsApp, was weiß ich. noch nicht gelöst hat. Also da fehlt mir noch so ein bisschen ein bisschen die Idee. Ich finde Jack Dorsey ja, der macht ja interessante Sachen. Aber so richtig, also ich bin erstmal erstmal interessiert es mich.
51:02 Gavin Karlmeier
Ich finde, das schreiben wir uns so in die Bio für diese heutige Episode. Erstmal interessiert es mich. Lieber Thorsten, vielen Dank, dass du heute da warst. Ich wünsche dir und allen, die bis hierhin zugehört haben, eine wundervolle Restwoche. Passt auf euch auf. Wir hören uns wieder am Freitag in einer kleinen Sonderausgabe. Was wurde eigentlich aus? Und die nächste Episode mit Gast kommt dann am Montag mit Lorenz Meier und wir, Thorsten, hören uns auch schon bald wieder. Ich freue mich drauf. Vielen Dank fürs hier sein.
51:27 Torsten Beeck
Ich danke dir. Schönes Wochenende. Schöne Woche wünsche ich dir.
51:31 Speaker 4
Danke. Und ihr könnt diese Episoden natürlich nachträglich diskutieren, entweder auf Campfire oder in unserem Hagner-Discord auf www. hagner. org. So, das war's. Tschüss, danke. Tschüss.