Alle Episoden

Folge 623 · 4. September 2026 · 58 Min.

Erzfeinde am Verhandlungstisch

mit Elisabeth L'Orange

Wie kann man optimistisch in die USA blicken? Wir fragen die Hausoptimistin Elisabeth L’Orange – und legen leider auch ein paar Meldungen dagegen. Von finanziellem Support für rechte Medien in Deutschland über Musks Wahleinfluss, für den er keine Konsequenzen fürchten muss bis zum Eingriff auf unsere Chats, ob via Chatkontrolle oder direktem Angriff.

Doomscrolling but make it optimistisch!

Kapitelmarken

KI-unterstützt

  1. Hallo Elisabeth!
  2. Musk gibt 120 Millionen Dollar für die Midterms
  3. SpaceX baut jetzt selbst Gasturbinen
  4. Wahlbestechung in Wisconsin bleibt ungesühnt
  5. US-Regierung will rechte Medien in Europa stärken
  6. Sachsens Innenminister will die Chatkontrolle ausweiten
  7. Wie Zoll und BKA in WhatsApp-Chats schauen
  8. DSA-Transparenzbericht: X verliert leicht in der EU
  9. Lake America jetzt auch bei Apple Maps – MapQuest auf Platz eins
  10. X zahlt nur noch über X Money
  11. RTLs "Strafgericht” aus der KI
  12. Die US-Regierung stellt sich hinter OpenAI
  13. Neinhorn, Sony und Warner
  14. Bilibili öffnet sich global

Transkript

Automatisch erstellt, kann Fehler enthalten. Zeitmarken springen im Player an die Stelle.

00:01 Intro

Haken dran, das Social Media Update der CT.

00:05 Gavin Karlmeier

Hallo Elisabeth Hello. Bei mir ist heute Elisabeth Lorange, Podcasterin Tech and Tails. Eigentlich eine der führenden KI-Stimmen in Deutschland, also nicht KI-Stimmen, sondern Stimmen zu KI. ihr wisst, was ich sagen möchte. Und du warst länger nicht mehr hier. Und immer wenn du hier bist. Und das finde ich eigentlich eine ganz schöne rote Linie. weiß ich immer, wenn du hier bist und wir haben immer so ein paar US-Themen, wo wir hier sonst so düster drauf schauen, kommst du immer mit so einem Optimismus um die Ecke. Ist der Optimismus noch da? Ja, ich bin immer noch genauso verstrahlt optimistisch. Ich war tatsächlich in den USA vor drei Wochen und da wurde mir mal wieder klar. dass ja nur verschwindend geringe, also dass nur sehr wenige Leute wirklich Trump gewählt haben. Wenn man überlegt, dass sie eine Wahlbeteiligung von ungefähr einer Hälfte haben und von der Hälfte hat nicht mal Die Majorität Trump gebet, dann weiß man, es ist eigentlich der Rest des Landes dagegen. Also, ja, mein Optimismus ist ungebrochen. Aber besteht nicht die Sorge bei dir vielleicht auch, dass er, bis er dann abgewählt wird, schon so viel kaputt gemacht hat, dass es ein Jahrzehnte dauern wird, das alles wieder aufzubauen? Auf jeden Fall. Also die zerstörerische Kraft, die er hat, vor allen Dingen mit dem Defunding von diesen ganzen Impfprogrammen in Afrika und übersonst, das ist katastrophal natürlich. Der Schaden glaube ich, wird auf, oder die WHO meines Erachtens, einer dieser Institutionen hat Research dazu gemacht und gesagt, dass bis 13. Millionen Menschen sterben werden bis 2030 aufgrund der mangelnden Impfungen. Natürlich, klar ist das katastrophal. Aber die Amerikaner sind auch sehr gut, sich immer wieder neu zu erfinden, immer wieder aufzubauen, aufzustehen. Das sind eigentlich die Stehauf-Männchen der Welt, meines Erachtens. Es gibt ja dieses Meme, weißt du, wenn ähm Da stehen zwei Plastikstühle draußen und einer is umgekippt und dann steht oben drüber we will rebuild we will rebuild. Also Das heißt, ich denke, die werden ganz gut dazu in der Lage sein und ich gehe auch stark davon aus, dass die nächste Regierung demokratisch wird, weil das ist, ich meine, das ist ja ein derartiges Affen Ein derartiger Affenzirkus in der Regierung. Und auch die ganzen hardcore republikanischen Wähler, die ich kenne in den USA, die haben ihre Meinung dazu geändert. Also meine Familie da kommt aus einem recht konservativen Umfeld und die waren wirkliche Verfechter von Bush, auch von Trump I tatsächlich. Aber jetzt haben die tatsächlich ihre Meinung dazu geändert und finden den einfach nur noch schrecklich. Weil der halt seine Versprechung eben nicht gehalten hat. Das ist die letzte Frage, dann steigen wir auch ein. Wer müsste denn dann GegenkandidatInnen werden, damit selbst die sagen, diese Person wählen wir jetzt? Also ich glaube, die wählen. Wenn sie Trump-1 -Fans waren, dann könnte ja jetzt nicht nochmal Hillary Clinton um die Ecke kommen, will ich damit sagen. Ja, ich glaube, die wählen jeden mit einem Puls. Also ich glaube, Mam Dani hat nicht so große Chancen tatsächlich, weil der der ist aus amerikanischer Perspektive tatsächlich zu sozialistisch. Also die finden das komplett Bild, was der da an Gedanken hat und er hat in New York zum Beispiel auch gerade Läden eröffnet, in denen es Lebensmittel zu 30 Prozent weniger gibt. Und das ist für die Amerikaner zu schockierend, wenn da die normale Gesetze des Marktes außen Aus den Angeln gehoben werden. Aber die ich denke, dass Gavin Newsom ganz gute Chancen hat. Okay. Also Das heißt, ich glaube, leider traurigerweise ist die USA noch nicht reif für eine weibliche Präsidentin. Das heißt, alle aus dem Lager werden es schwer haben. Ich glaube, Harris ist so ein bisschen verbrannt. Ihr wird vorgeworfen, dass sie beiden hat schalten und balten lassen, obwohl er längst kognitiv nicht mehr dazu in der Lage war. Und diesen Vorwurf, den, ich würde sagen, teile ich, aber Das steht natürlich im Raum. Warum hat sie den eigentlich noch supportet, wenn der nicht mehr in der Lage war? Das heißt, ich glaube, die USA brauchen leider einen weißen Mann. Und der Best Bet ist an der Stelle der Gouverneur aus Kalifornien, Gavin Newsome. Ich bin Gavin Newsom persönlich sehr böse, weil er mein Google Alert auf den Namen Gavin ruiniert hat. Weil seitdem er im Gespräch ist, kriege ich häufig Google News Alert-Mails, in denen es nicht um mich geht Und jahrelang ist mit dem Namen fast gar nichts passiert, außer dass sich Gavin Rosdale getrennt hat von der, wie heißt sie, Tomala. Und so. Und naja, das ist mein persönlicher Fight, aber ich bin bereit, ihn abzugeben Und wenn aber dieses Argument gilt, dass Harris Biden hat Dinge machen lassen, obwohl er dazu kognitiv nicht mehr in der Lage war, wäre das ja Vielleicht willder Stretch. Wäre das ja der perfekte Grund, warum wir niemals Sorge für JD Vance haben müssen, der ja gerade dasselbe macht. Ja, also ich finde JD Vance ist der, ich meine, die alle diese Gestalten in der US-Regierung sind sind so ein bisschen ähm, ich will sagen schizophren, aber dieses Wasser predigen und Bein trinken, das das machen die ja alle. Das machen die alle immer schon. Also die sind alle verheiratet mit Immigranten, wenn man so möchte, mit mit Menschen, die eben nicht uramerikanisch sind und verfolgen trotzdem diese wahnsinnige Eis -Politik und so weiter. Also Ich weiß nicht, er hat ja gerade vorgestern, glaube ich, ein Statement gebracht, dass dass seine Frau bitte aus den Diskussionen Rausbleiben solle, so ein ziemlich aggressives. Ich dachte, also, weißt du, anstatt dass er einfach drüber hinwegsieht, wir sind wieder im Kindergarten angekommen. Ich glaube, der ist tatsächlich aber gefährlicher als alle anderen, weil der im Vergleich zu den anderen sehr smart ist. Also wenn man sich seine Bücher anguckt, die er geschrieben hat. Und auch sein Hintergrund sich ansieht, der hat halt lange gekämpft. Und ich denke, dass der auf der republikanischen Seite durchaus eine Chance hat. Ja, leider ja Werbung.

06:28 Elisabeth L'Orange

Sie suchen eine europäische Cloud, der Sie wirklich vertrauen können? Ionos Cloud ist die deutsche Cloud-Plattform. Entwickelt in Deutschland, betrieben in europäischen Rechenzentren. Alle zertifiziert nach den allerhöchsten europäischen Sicherheitsstandards. Ob KI Workloads, skalierbare Infrastruktur oder sichere Datenhaltung. Ionos Cloud liefert Leistung ohne Kompromisse. Seit über 15 Jahren vertrauen tausende Unternehmen auf unsere souveräne und sichere Infrastruktur. Informieren Sie sich jetzt auf www. cloud. ionos. de

07:01 Gavin Karlmeier

ab, wir bleiben dran und beobachten das. Wir sehen aber auch, und da sind wir jetzt schließt sich so ein bisschen der Kreis, weil wir das hier so sehr eng verfolgt haben, bis zur letzten Wahl von Donald Trump und dann mit dem Beginn der Amtszeit so ein bisschen mit einem Auge dann auch wieder auf andere Themen geschaut haben, aber es sind so Meldungen, an denen man nicht so richtig vorbeigehen kann. die hier aber schon ein paar Tage im Dokument liegt. Nämlich, dass Elon Musk zum Beispiel schon angekündigt hat, in den Midterms wieder die Republikaner zu unterstützen. Also nichts mit America Party, sondern er hat schon 120 Millionen Dollar freigegeben, meldet Axios. Um die konservative Basis zu mobilisieren. Ja, good fucking luck. Also der hat sich komplett verbrannt in den USA. Ich glaube, das sieht man auch relativ eindeutig an den Sales -Zahlen von Tesla. Und ich denke, dass die Menschen nicht vergessen werden, wie er High-the-Kite -Vorträge gehalten hat während während der Doge-Convention. Und ich meine auch die späteren Berichte zu Doge. Hast du, hast du mal diese Interviews geh gesehen von diesen mit zwanzigjährigen Beratern, die dazu da waren? die Mitarbeitenden der Bundesregierung oder der US-Regierung zu entlassen. Nur die, die da so durchgelaufen sind. Ja, da hatten wir, glaube ich, mal so einen Clip. Ja, es gab so zwei Dudes, die irgendwie Mitte 20 waren, keine Ahnung von irgendwas hatten, aber über sehr viele Leben und andere Dinge entschieden haben. Das war ja, also diese ganzen Aussen Blüten, die Doge getrieben hat, waren ja furchtbar. Und letztlich hat es nichts gebracht, es war entteuer. Und diese Unterfangen und ich glaube, dafür wird dann wird Trump, äh, sorry, dafür wird Elon Musk sicherlich zur Rechenschaft gezogen und der ist de facto nicht wählbar. Ich glaube, viele schätzen den als Visionären Unternehmer. Die glauben halt, dass wenn einer was auf die Kette bekommt, dann er. Das zeigt sich ja auch seine Fähigkeit zu fundraisen. Ich glaube, es gibt jetzt neue Pläne, Gasturbinen zu bauen, weil wahrscheinlich irgendwie sieben Energy nicht mehr liefern kann. Weil die sind auch irgendwann, die wachsen zwar wahnsinnig, aber sind auch an ihre Kapazitäten da gestoßen. Für solche Sachen, glaube ich, ist er gut, aber die Amerikaner verstehen schon, dass darüber nicht hinausgeht. Und, das sei auch gesagt, der große Support von Trump kommt ja Aus Texas und von den ganzen Ölzahnen in den USA. Und den hatte er damals mit America First versprochen: Dass die Ölpreise eben nicht steigen werden und dass amerikanisches Öl gekauft werden würde. Und das hat nie stattgefunden. Stattdessen ist er immer noch im Bett mit den Saudis, also mit den ganzen Arabischen Ländern, die das Öl verkaufen, und hat eben nicht dafür gesorgt, dass die Ölpumpen weiter oder dass mehr Öl gefördert wird in Texas und so. Und das haben die, das nehmen die sehr persönlich. Also die größten Spender tatsächlich in Texas und auch in den USA für Trump, das sind alles, die kommen alle aus diesem Ölbereich. Also, perfekt. Ich will ganz kurz die Meldung, die du gerade angesprochen hast, die können wir direkt hier mit abfrühstücken. Also, es gibt gerade die Berichte, dass SpaceX selber anfangen soll, Gasturbinen oder zumindest Komponenten für Gasturbinen zu bauen. Es gibt eine kleine Vorgeschichte, weil im Juli hatte SpaceX ja so unter dem Mantel der Verschwiegenheit. Man hat das nachher nur über Berichterstattung mitgebracht. bekommen, ein Unternehmen gekauft, das mobile Gasturbinen herstellt. Also sie haben sich damals schon gesagt, wir machen das jetzt zukünftig irgendwie selber. Jetzt werden sie auch noch anfangen, die Gasturbinen selber da dran zu stellen, die ja in den meisten Staaten oder vielleicht sogar in allen nach wie vor nicht genehmigt sind. Also sie laufen immer noch illegal, sie laufen off the grid, das heißt, sie stellen ihren eigenen Strom her, hängen gar nicht am Stromnetz. damit sie eben irgendwie die Rechenzentren betreiben können, die dann aber wiederum sie eigentlich selber gar nicht brauchen, sondern eigentlich nur nutzen, um damit Mieteinnahmen oder wie auch immer man das nennt, zu generieren, damit Enthropic und Google darüber ihre Kapazitäten auslagern können. Ganz wildes Geschäftsmodell, das SpaceX. Vor allem sind hier Erzfeinde. Stell dir mal die Vertragsverhandlung vor. Die, ich meine, das müssen ja relativ seniorige Leute von Anthropic sein, die da in einem Raum mit den relativ seniorigen Leuten von ex was auch immer, ja, X AI, ex wie auch immer sind, ähm und oder SpaceX und die müssen dann sich Die Hände schütteln und darüber reden, wie die Konditionen jetzt sind, und dass sie dann, keine Ahnung, eine Milliarde jeden Dollar jeden Monat an Compute sozusagen einkaufen. Auf der anderen Seite, ich meine Elon Musk bzw. seine Firmen sind hervorragend darin, ohne jegliche Konzession, ohne Genehmigung, ohne Baupläne einfach Dinge in die Welt zu setzen und dann Hinterher erst sich darum bemühen, sozusagen. Und er hat ja ganze Teams, die nur dafür verantwortlich sind, die Wogen wieder zu glätten, die er von den Dramen, die er auf der einen Seite schafft. Das heißt, sie bauen ganz, ganz häufig, komplett ohne jegliche Baugenehmigung, aber so eng ans Gesetz, wie es geht. Aber die Genehmigungen dafür haben sie nicht. Und dann werden sie verklagt. Aber bis es dazu dann kommt, in Deutschland würden sie dann wahrscheinlich einen Rückbau oder so, zum Rückbau gezwungen werden. Aber in Amerika hat er dann halt Teams, die auf der einen Seite die Lobbyarbeit betreiben, auf der anderen Seite mit den Regulatoren dann arbeiten und den Rechtsabteilungen, wie auch immer. Die dafür sorgen, dann, dass das Schlagens mit Geld tut. Und diese Strategie ist natürlich skrupellos, aber es funktioniert bei denen halt sehr gut, um Speed zu bekommen. Das ist ein rechtsfreier Raum am Ende. Ja, und das hatte Elon Musk sicher auch so ein bisschen von der Wahlkampffinanzierung bei der letzten Präsidentschaftswahl gedacht. Aber auch, und das ist eine Geschichte, an die sich manche Haken drin connoisseurInnen vielleicht noch erinnern, bei der Wahl zum obersten Richter von dem Bundesstaat Wisconsin. Elon Musk hatte nämlich damals, als in Wisconsin diese Wahl anstand, so gedacht, er möchte jetzt seinen Trump-Buddies nochmal so ein bisschen imponieren. Und hat damals ausgeschrieben, dass alle Leute, die ankündigen, seinen Kandidaten, den republikanischen Kandidaten zu unterstützen oder zu wählen, dass er unter denen jeweils zweimal eine Million Dollar verlost. Das wurde angeklagt in Wisconsin oder sollte angeklagt werden. Generalsstaatsanwälte haben sich das angeschaut, weil eben der Verdacht im Raum stand, das könnte eine sogenannte Wahl sein. Sein. Ach was, wer glaubt denn sowas? Naja, das Interessante ist, und da sind wir eben in den USA 2026, dass dieser Prozess jetzt nicht stattfinden wird. Es wird keine Anklage geben, hat jetzt eben der Staatsanwalt von Wisconsin entschieden. Und damit passiert einfach gar nichts und diese Strafe oder dieses Vergehen bleibt ungesühnt am Ende. Ja, Wahnsinn, oder? Also Gerade mit den, gerade sich, also diese Wahlbetrug, dieser ganze Tatbestand des Wahlbetrugs und so weiter, das müsste viel, viel mehr verfolgt werden. Weil ich meine, es gibt. An allen Stellen gibt es Probleme, wenn du wählen willst in den USA. Ich habe damals für Obama, glaube ich, acht Stunden in Miami angestanden, um fehlen zu wählen. Acht Stunden. weil die Infrastruktur nicht da war. Das heißt, in Miami sind es waren es irgendwie 40 Grad und ich stand da mit so einem riesigen Regenschirm als Sonnenschirm Acht Stunden. Und das ist, ich meine, nicht nur das, ja. Es werden jetzt ja alle Leute gezwungen, dass sie das, also Briefwahl wird erschwert. Dann brauchst du gewisse IDs. Es gibt. verschiedene Prozesse, um irgendwie diese Wahlkarten sozusagen zu bekommen. Das heißt, für alle Leute, die in irgendeiner Form Die es nicht so einfach haben, und das ist in den USA, sind sehr viele, die auf dem Land wohnen, sehr weit entfernt und so weiter, wird das Vergleich, also ohne Vergleich, schwerer gemacht. Das ist echt tragisch, finde ich. Ja, aber weil man sich ja wahrscheinlich anschaut, ach Briefwahl, das sind größtenteils Demokraten, die da mit gewählt werden, also muss das irgendwie eingedämmt werden. Und Wahlmanipulation ist aber eben nicht nur in den USA ein Thema für die USA. Ich weiß nicht, ob man das so legal so unterstellen kann, aber ich lese mal die Nachricht vor und dann können wir uns da gemeinsam rausziehen, ob die Unterstellung richtig war. Denn die US-Regierung plant, vier Millionen Dollar für die Stärkung rechter Medien in Europa auszugeben. Das berichtet Reuters unter Berufung auf vier mit dem Anliegen vertraute Personen. Es gibt nämlich den Plan, solche Strömungen, die ideologisch näher an der Trump-Regierung sind als am europäischen Selbstverständnis, eben mit Geld zu unterstützen und dazu gehören eben auch Medienhäuser. Also es könnte durchaus sein, dass Frank Gotthard bald nicht mehr der einzige Mensch ist, der News finanziert, sondern vielleicht kommt da auch noch ein bisschen Geld von der amerikanischen Regierung dazu. Aber so viel ist es nicht, oder? So viel ist es nicht, das stimmt. Aber wie gehen wir damit um? Weil wie sind wir denn damit umgegangen mit Medien, die zum Beispiel aus Russland gekommen sind? Oder wie gehen wir heute auch noch damit um, dass es Medien aus Russland gibt? die möglicherweise hier auch Interesse daran hatten, Einfluss auf Wahlen vorzunehmen. Und das passiert ja hier am Ende auch. Wenn du gezielt ein politisches Lager finanziell unterstützen möchtest, Dann möchtest du damit Einfluss auf die Meinungsbildung in einem Land nehmen und damit am Ende auch Einfluss auf eine Wahl nehmen. Das halte ich schon für arg problematisch. Es ist auch so, und das Problem ist auch, dass in Deutschland die diese, ich will nicht, also die Wahlen zu kaufen oder Politiker zu kaufen, wenn du so möchtest, oder Einflussnahme grundsätzlich ist. halt sehr günstig im internationalen Vergleich. Ja, wenn du siehst, wie wenig letztlich bei uns Politiker verdienen im Vergleich auch zu den Amerikanern oder was In Amerika ja typisch ist, dass sie, dass sie einen sehr wohlhabenden Background haben. Also überwiegend nicht alle, wenn man sich Carter anguckt oder so, der nicht. Aber so momentan sind es eher die Millionäre oder Mejäre, die dann in die Politik gehen. Die zu kaufen, um mal plakativ das irgendwie so kaufen zu nennen, ist halt einfacher, äh, ist halt schwieriger als in Deutschland. Und in Deutschland kannst du mit sehr wenig Geld aus amerikanischer Perspektive schon viel ausrichten. Es sind hier Ads günstiger, es sind du kannst Events machen, die ganze Lobbyarbeit. Ist ja am Ende das ist eigentlich Also in Amerika ist es viel dominanter, viel stärker. Wenn die einmal zu uns rüberkommen, sozusagen auf unsere Seite des Ozeans, dann können die damit auf jeden Fall Schaden anrichten. Klar. Theoretisch gesehen kannst du aus amerikanischer Perspektive dasselbe, aber hier auch über die Wirtschaft sagen. Und das passiert ja auch, dass die europäischen Unternehmen, die irgendwie vielversprechend sind, dann schwuppdiwupp. plötzlich von Apple gekauft werden, wie das neulich der Fall war, oder von anderen amerikanischen Unternehmen und damit eben der Standortvorteil oder Nachteil oder die Möglichkeit, aus dem Nachteil einen Vorteil zu machen, ja halt verschwindet, bevor es irgendwie irgendwelche Chancen gegeben hätte. Ja, und das Traurige ist, wenn man mal ehrlich ist, dass wenn wir so wenig amerikanische Investoren wirklich eigentlich sehen, also gerade im Venturebereich, was heißt das dann, dass wir komplett uninteressant sind am Ende. Das ist auch immer dieses Thema, es wird sich ja häufig darüber beschwert und ich habe mich darüber auch schon beschwert, dass wir nicht genug, wenn Wagniskapital in Deutschland haben, dass nicht genug in Innovationen und in Startups grundsätzlich investiert wird und so. Aber Geld kennt ja keine Grenzen, also Geld kennt ja keine Geografie. Das heißt, wenn die Geschäftsmodelle wirklich interessant wären. Dann werden die Investoren auch hier aus der ganzen Welt und vor allen Dingen Amerika. Und das ist ja nicht der Fall. Es ist ja nicht so, dass es man global nicht mehr sehen könnte, wenn irgendwer erfolgreich ist. Also, ja, das heißt, ähm , das heißt egal, eigentlich, komm, wir lassen es. Es gibt viel zu tun. Also, es gibt wenn man das optimistisch sieht, dann könnte man sagen. Da ist sehr viel Opportunität. Chancen. Dornige Chancen. So, wir kommen mal aus den USA, wir gehen da gleich nochmal hin, natürlich, aber ich erbe eine Meldung aus Europa oder vielmehr aus Deutschland. Bei der man so ein bisschen sagen muss, ich will ja nicht sagen, ich habe es gesagt, aber ich habe es halt gesagt. Und zwar berichtet netzpolitik. org, dass der sächsische Innenminister Armin Schuster plant oder vorgeschlagen hat, dass die Chatkontrolle ausgeweitet wird und zwar eben nicht nur auf die Nutzung, also wir erinnern uns, die EU hat ja erstmal eine freiwillige Chatkontrolle eingeführt. Sie bietet den Unternehmen an, die Chats der NutzerInnen durchsuchen zu können, um auf die Suche nach Inhalten zu gehen, die sexuelle Gewalt an Kindern zeigt. Und diese ganze Diskussion um die Chatkontrolle im EU-Parlament, die war ja davon geprägt, dass man die ganze Zeit gesagt hat, wir brauchen eine Backdoor, wir müssen Sicherheitsmechanismen ausschalten, verschlüsselte Messenger. Sind ein Problem. Und immer wieder wurde damit das begründet, weil man gesagt hat, wir müssen die Kinder schützen. Und der Hauptvorwurf von DatenschützerInnen, aber auch von allen Menschen, die vielleicht gar nicht so aktivistisch sind, die aber sagen, ich hätte einfach gerne eine sichere Kommunikation. War halt, dass man gesagt hat, na, es wird aber ja nicht bei den Kindern bleiben. Wie so häufig ist es, denkt denn irgendjemand mal an die Kinder, das Einfallstor, um eine Technologie zu schaffen, die man dann anderweitig verwenden kann. Und genau das schlägt nämlich Armin Schuster hier vor, nämlich die Ausweitung auf weitere Straftaten. Zum Beispiel schwerste Straftaten wie Terrorabwehr, Bekämpfung extremistischer Strukturen und so weiter. Das ist der Vorschlag. Eine Grundlage für so ein Gesetz ist erstmal gar nicht ausgeschlossen. Aber es ist genau das eingetreten, bei dem ganz viele Leute gesagt haben, das darf halt nicht passieren. Ja, wie immer. Ich meine, ist es nicht sogar so, dass der Zoll, dass es, gab es nicht gerade heute eine Headline dazu, dass der Zoll ebenfalls Zugang zu deinen WhatsApps hat? Ja. Das machen sie aber noch anders, das kann ich gleich auch erzählen. Oh ja, erzähl mal. Ja, und zwar ist es da, das ist, also wir springen jetzt einfach in die nächste Geschichte, weil was sollen wir uns noch über den sächsischen Innenminister aufregen? Aber die Geschichte ist eine, bei der man wirklich, bei der einem schwindelig wird. Und zwar gibt es ein Leak über das verschiedene Medien, wie unter anderem Heise auch berichtet haben, unser Mutterschiff, liebe Grüße, dass Zoll und BKA die Möglichkeit haben, in deine WhatsApp-Chats zu schauen. Und zwar nicht, weil WhatsApp etwa unsicher wäre, sondern weil sie eine Technologie nutzen, die, naja, mindestens in der Grauzone liegt, wenn nicht sogar einfach klar illegal ist. Und zwar wird das Verfahren Account Cloning genannt. Was sie also machen, sie versuchen, deinen Account zu doubleln, indem sie dir zum Beispiel eine Bestätigungs-SMS zuschicken oder eine unverschlüsselte Bestätigungs-SMS sogar abfangen, um sich dann als du auszugeben und damit dein Backup herunterzuladen. Also sie haben dann die Möglichkeit, in deinen Account zu kommen, indem sie einfach dir deinen zweiten Faktor vorher abziehen. Wahnsinn. Ja. Das sind, Heise schreibt, das ist eine Methode, die sonst eher den Attacken ausländischer Akteuren ähnelt Aber meines Erachtens war da der Fokus auf den Zoll, richtig? Genau, das Zoll. Zoll und PKA. Ich habe mich nämlich über den Zoll gewundert. Was meinst du, sind denn das für Fälle? Also wen betrifft denn das? Das kann ich nicht sagen. Der Zoll ist ja am Ende die Polizei des Finanzministeriums. Das heißt, die haben möglicherweise Interesse an allen Formen der Steuerhinterziehung. Die haben möglicherweise Interesse an Formen der des Wie sagt er wie nennt man das Markenpiraterie? Also das ist ja am Ende so, dass bei dem der Zoll eingreift. Aber das BKA, das Bundeskriminalamt, die haben ja durchaus auch noch andere Interessen. Das ist, finde ich, ganz schön scary, ehrlich gesagt. Also, weil normalerweise, also ich finde gerade WhatsApp oder diese anderen Kommunikationskanäle, das ist ja das Privateste, was man hat. Und wenn ich ehrlich bin, habe ich auch meine gesamten, vielleicht sollte man das nicht sagen, aber ich habe trotzdem meine gesamten Passwörter in gewissen WhatsApp-Chats. Und ich habe meine, ich habe ganze Dokumente. In meinem WhatsApp ist quasi mein Leben drin. Also ich habe ganze Chats, wo nur meine Keynotes für Konferenzen drin sind und so. Also, das ist alles nicht so schlimm, aber die Passwörter sind ein Problem. Die solltest du aus deinem Deck ablöschen. Ach Gott, ja. Also, das ist, glaube ich, sollten alle, die das hier hören. Und man sollte das natürlich zum Anlass nehmen, weil eben ein Einfallstort diese sehr unsichere Form SMS ist und viele Leute immer noch einen zweiten Faktor über die SMS kriegen. sich vielleicht mal überlegen, wie man das verhindert. Also es gibt ja durchaus Möglichkeiten, sich lokal einen Code generieren zu lassen auf dem Telefon als zweiten Faktor. Bei einem Apple-Telefon ist das in deinem iCloud-Schlüsselbund, diese Technologie. Also es gibt Möglichkeiten, diese SMS eben nicht bekommen zu müssen, um den zweiten Faktor zu haben. Und wenn sie abgefangen werden kann, dann kann sie im Grunde von jedem abgefangen werden. Aber merkt man das dann unweigerlich? Wahrscheinlich nicht. Hm, okay. Das weiß ich aber nicht. Vielleicht. Aber theoretisch hätte, also vielleicht hat ja das BKA sogar die Möglichkeit, dann einfach diesen Code weiterzuschicken. Und dann kommt die halt von einer anderen Nummer, aber weißt du ja eh nicht, von wem der zweite Faktor kommt. Oh mein Gott, und meinst du, Meta wird das ändern? Also X hatte damals, Ex hat das glaube ich schon geändert. vor einiger Zeit schon, dass die SMS nicht mehr als zweiter Faktor funktioniert. Bei Meta weiß ich es nicht, bin ich mir nicht sicher, weil das Problem ist schon, dass die SMS eben sehr. . Convenient ist. Es ist sehr easy, eine SMS zu bekommen. Und das hat wahrscheinlich mehr Menschen innen überhaupt die Möglichkeit der Zwei-Faktor-Authentifizierung geführt, als es gar nicht erst anzubieten mit der SMS. Und eine SMS kriegen ist immer noch besser als gar kein zweiter Faktor. Aber gerade die Leute, die diesen Podcast hier hören, die sind auch Menschen, die schon mal in die Einstellungen ihrer Apps geschaut haben. Und die dann vielleicht sowas nutzen wie eben einen Authenticator auf ihrem Telefon. Ja Okay, auch Zeit, den Authenticator abzudaten, auf jeden Fall. Ja, und alle Dinge, bei denen man noch eine zweite Faktor-SMS kriegt, da eben rüber zu schieben. Das ist tatsächlich, ich finde es auch wirklich, wirklich krass. So, jetzt habe ich gerade Ex angesprochen. Und wir haben in der letzten Episode ja schon die ersten DSA -Transparenzberichte geschildert, hier nämlich die von TikTok und Meta. Wenn ihr die hören wollt, hört ihr das in der letzten Episode. Jetzt gibt es eben auch den DSA-Transparenzbericht von X. Nochmal zur Info, die Unternehmen, die im DSA als Very Large Online Platforms gelistet sind. Größe von über 45 Millionen monatlich aktiven NutzerInnen erreichen. Die müssen der EU im Quartal melden, was sie für Moderation tun und wie viele Menschen sie nutzen. Und das ist immer ganz schön, weil die kann man dann vergleichen mit dem Vorquartal oder vor Halbjahr und kann dann gucken, wie hat sich das eigentlich so entwickelt. Und bei X ist es so, dass sie EU-weit 0,1% der NutzerInnen verloren haben und sind jetzt bei 64,7 monatlich aktiven NutzerInnen Ja, und ich finde das Spannende tatsächlich sind die Zahlen, die man sich aus dem IPO-Prospekt von SpaceX sozusagen ziehen kann. Weil wenn man sich da nämlich genauer das anguckt und Also die Zahlen sind ja nicht wirklich transparent. Es gibt da verschiedene Schätzungen letztlich, wie viele Active Users, also Maus, also Monthly Active Users, das ist ja modern KPI. Wie viel die haben. Dann gibt es einmal Sibyller Web, die tendenziell meines Erachtens immer eher am unteren, also die sind nicht immer, treffen es nicht immer, aber Die sagen halt, dass X ungefähr 302 Millionen Monthly Active Users hatte jetzt im Mai. X hat in dem IPO -Prospekt angegeben, fünf hundertfünfzig Millionen zu haben. Das heißt, am Ende Glaube ich, wird es fast noch darunter liegen. Die Frage, also die Frage ist halt nur, wo das wohl hingeht. Also Wenn wir jetzt alle daran glauben, dass Ex stirbt irgendwann, dann wäre es doch vielleicht mal Zeit, irgendwie diese Plattform zu verlassen. Warum? Also darüber, dass das Ex-User verliert, gerade Europäer verliert und so weiter, ich meine, das passiert ja seit der Übernahme letztlich von X. Ja, jetzt habe ich eine Meldung. Bei der du Augen machen wirst, denn in Deutschland hat X tatsächlich 5 Prozent im letzten Halbjahr hinzugewonnen. Also 4,7 Prozent. Und ist damit bei 9,95 Millionen monatlich aktiven NutzerInnen. Wahnsinn. Woher kommen die denn? Was ist deine, woher meinst du, kommen die? Sind es die ganzen AfD-Wähler? Also ne, die Wähler nicht, aber das politische Vorfeld und deren Anhänger Innen hätte ich fast gesagt, ich würde vermuten, das sind größtenteils Männer. Diese Leute, die sind vermutlich schon viel auf Ex in Deutschland. Dann gibt es die ganze libertäre Bubble, die ist auf jeden Fall auf Ex in Deutschland, also Ulf Poschert und seine ganze Gefolgschaft. Und dann hast du aber eben auch noch all die Leute, die zum Beispiel mitkriegen wollen, was in der Tech-Welt passiert. Und das ist deswegen so interessant, weil wir ja auch beobachten, dass immer mehr Leute sich gerade wieder zurückorientieren und wieder auf X zurückkommen. Also wir haben über Mac Rumors war es, glaube ich, gesprochen, die wieder zurückgekommen sind zu X, einzelne Creator, die zurückgekommen sind auf X. Und wir hängen da jetzt noch hinten dran. Achso, und der Nvidia-Chef Jensen Wang auch. Auf Ex neu angefangen. First Post hatte er gerade. Weil er aber auch mit SpaceX rumkumpelt und Musk und Wang offenbar irgendwie eine Verbindung gerade haben. Aber auch Hacker News. hat sich jetzt gemeldet und hat geschrieben, Hello again, World. Es war pretty quiet on X, aber das müssen wir fixen. Und jetzt ist Hacker News wieder zurück auf X. Und auch John Turnes, der neue CEO von Apple, der seit Dienstag im Amt ist, hat Offensichtlich als eine seiner ersten Amtshandlungen sich einen X-Account angelegt und Hello getwittert, gext. Das heißt, irgendwie scheint die Techbubble nach wie vor eine Verbindung zu X zu haben, was vermutlich auch daran liegt. Dass sie eben dauert ist. Das sind die Netzwerkeffekte. Wenn all diese Leute jetzt langsam zu Blue Sky rüberwandern würden, würden diese Leute eben dann mitkommen und zu Blue Sky rüberwandern. Ja, aber warum ist das bisher noch nicht passiert? Ich habe selber einen Blue Sky-Account und es passiert wirklich wenig da. Auch Threads finde ich es auch eher langweilig. Es ist so ein bisschen, ich finde, aus meiner Perspektive wird es alles so ein bisschen alternativlos. Also bei LinkedIn ist. Ist über 40 Prozent des Contents KI generiert, das heißt, es wird seelenlos. Es ist letztlich nichts Relevantes mehr, immerhin, also aus meiner Perspektive. Instagram ist nicht mehr so richtig so ein Social Network, sondern eher so eine Art Shopping-Network oder so ein Interest Network. Das heißt, man den Content, den man konsumiert, der ist sicherlich nicht mehr der, wie es mal früher war. Das heißt, man sieht nicht mehr seine Freunde beim Baden, sondern eher 20 Jacken, die man kaufen soll. Also ich meine, irgendwie muss die AI ja finanziert werden, deswegen werden diese ganzen Ad-Algorithmen immer aggressiver, verstehe ich schon. Aber wo, ich meine, wohin sollen die alle migrieren? Es fehlt an Alternativen. Oder bist du aktiv bei Blue Sky? Ja, schon, tatsächlich. Aber ich glaube, es fehlt nicht an Alternativen, sondern das Netzwerkproblem oder das Netzwerkeffekt-Problem. Bleibt halt das Hauptargument. Weil wir haben mit dem Fediverse, mit Mastodon, hätten wir zum Beispiel eine Alternative seit Jahren. Die existiert, sie bietet all diese Dinge an, die wir uns damals bei Twitter irgendwie über die wir uns gefreut haben. Aber es gab eben diese große Abwanderung nicht. Bei Blue Sky dasselbe. Blue Sky bietet ganz, ganz viel von dem, was früher eben Twitter ausgemacht hat, außer eben den Leuten. Und bei X sind die Leute aber auch nicht mehr, weil sie festgestellt haben, die These habe ich in der letzten Folge schon aufgestellt, ich greife sie aber nochmal auf, dass es eigentlich gar keine Notwendigkeit mehr für eine textbetriebene Microblogging-Plattform gibt. Und es gibt so Leute wie uns, die so gerne so ein bisschen Content machen und auch mal so einen schnellen Gedanken raushauen. Aber wir sind halt die, die die Inhalte erstellen und wir wissen aus der 9010-1 -Regel, dass wir damit 1% der Leute sind, für die so Plattform eben gemacht ist und die 99%. . Die sind dann eben nicht so interessiert an Text, wenn sie auch Videos gucken könnten, weil ihre Zeit sie dann eher in TikTok investieren oder in Instagram investieren, anstatt irgendwie auf Ex durch irgendwelche Gags zu scrollen, die sie im Zweifel auch schon mal gelesen haben. Ja, das gleiche gilt auch für Substack, ne? Da fehlen auch noch diese Netzwerkeffekte. Also ich habe durchaus Zeit bei Substack verbracht, weil ich die verbrannte. Nee, weil ich fand die Qualität des Contents sehr ansprechend. Nur am Ende sticky enough war es nicht, weil selber dort zu veröffentlichen ist immer so ein Akt gewesen, fand ich. Es ist dieses Short Media Quote, also Format. Das war nicht, für mich war es immer irgendwie relativ kompliziert und wurde formatiert und dann, keine Ahnung, ich musste mehrere Accounts aufsetzen. Also die Experience war einfach nicht smooth genug. Aber ich weiß nicht, ich meine, siehst du, glaubst du, Subseck hat eine Zukunft in der Hinsicht? Ich glaube, dass diese Effekte, die du in den USA hast, dass diese Creator-Economy dazu führt, dass JournalistInnen sich komplett von ihrem Mutterschiff lösen? dass die auf Deutschland nur bedingt anwendbar ist, weil diejenigen, die das in Deutschland sozusagen so gemacht haben, und zwar jetzt nicht auf Newsletter-Ebene, sondern so ganz generell , Das waren Leute, die zuvor auch schon eine richtig große Sichtbarkeit hatten. Das ist ein Robin Alexander, das sind. Kottzattin Schreiber. Ja, wobei auch, ja stimmt, jetzt ist er ja sogar komplett unabhängig. Ulf Poschert, das sind auch alles Leute, die irgendwie Nicht das klassische Mainstream-Publikum, glaube ich, begeistern, sondern die ja irgendwie, Robin Alexander vielleicht, aber die anderen sind auch in ihren Nischen unterwegs Und diese großen Effekte, die erlebt man hier nicht, aber vielleicht auch, weil der Markt zu klein ist und die JournalistInnen keine Stars sind und es schwieriger ist. Deswegen kann ich das nicht so richtig einschätzen, ob das für Deutschland funktioniert. Ich glaube, das Newsletter als Geschäftsmodell total funktioniert im Kleinen, in der Spitznische. Aber ob das in so einer Wucht funktioniert wie in den USA, wo wirklich riesengroße Namen dann meinetwegen das Wall Street Journal verlassen, um sich selbstständig zu machen mit einem Newsletter, ich glaube, dass da haben wir hier nicht die Power für. Nee, und auch nicht die Bereitschaft für Content zu bezahlen. In Amerika hast du eine ganz andere Kultur für generell Dinge zu bezahlen. Also da ist die Da verlässt das Geld schneller das Portemonnaie und es kommt auch schneller wieder rein. Das heißt, die wirtschaftliche Dynamik ist viel hohe, viel höher. Ich denke, dass dort eben Leute viel eher die Kreditkarte zücken, wenn so ein Abo für ein Newsletter irgendwie ein paar hundert Dollar kostet. Aber hier werden die Subscriptions für die Information verschwindend gering sein. Glaube ich auch. Also aus deutscher Perspektive findest du es ja sogar absurd, wenn du irgendwie für Süddeutsche oder für die, für, keine Ahnung, die Zeit ein paar hundert Euro im Jahr zahlen musst, obwohl das natürlich sehr unterstützenswerter Content und Arbeit und so wahnsinnig wichtig für die Demokratie ist. Aber die meisten weigern sich, ja. Also ich habe selbst wenn ich mit C -Levels zusammengearbeitet habe und denen versucht habe zu erklären, wie wichtig ist es. Content-Subscriptions zu kaufen, um sich daraus zum Beispiel auch eigene Dinge zu generieren und so. Selbst da waren die Diskussionen groß. Und da, also, das heißt, es ist wahnsinnig schwer, in Deutschland dieses Verständnis zu erwecken. Dass es wichtig ist, den Zugang zu Informationen zu haben. Ja, und also es liegt vielleicht auch ein bisschen einfach an der Prägung, weil hier zum Beispiel das Fernsehen nie was gekostet hat, also gefühlt nichts gekostet hat, du hast zwar einen Rundfunkbeitrag bezahlt oder damals noch die GZ. Aber das Privatfernsehen hat nichts gekostet und in den USA musstest du ja selbst dir abonnieren, wenn du irgendwie was Besonderes sehen wolltest. Also ich glaube, dass diese in Deutschland hat PayTV ja auch nie so richtig gezündet, außer für die Möglichkeit, Fußball zu gucken. Tatsächlich, ja. Weißt du, also es gibt glaube ich nicht so die, ja, vielleicht ist es ein Problem in der Bereitschaft. Ich weiß es nicht, ich kann es nicht einschätzen Ja, The Pioneer, die haben es ja probiert oder probieren es nach wie vor mit den Booten da. Und ähm , Ich meine, ein Freund von mir hat das sehr respektlos, diese FOMO-Bote genannt. Das, also nur Zitat, Zitat, Ende, fand ich ganz witzig allerdings. Für die, die es nicht kennen. Gabor Steingart hat damals mit Springergeld unter anderem Bote, wir haben es ja glaube ich schon mal erzählt, ein Boot gekauft, das dauerhaft über die Spree schippert oder auch dauerhaft anliegt, auf dem er eine Redaktion eingerichtet hat. Von der aus er dann zum Beispiel sein Morningbriefing aufgenommen hat. Genau, aber das ist also das Interessante, also was ich daran interessant finde, dass es ein privatwirtschaftliches Mediennetzwerk ist. und man den Content nur konsumieren kann, indem man dafür bezahlt. Und das ist sehr guter Content, ne? Also ich finde die Redaktion nicht unbedingt politisch meine Fasson, aber das sind sehr gut recherchierte Artikel und zum Beispiel auch meine ehemalige Podcast-Host -Schwester oder Co-Gründerin, wie auch immer, Lena Weidle, die hat dort den Tech-Podcast gemacht tatsächlich. Auch sehr erfolgreich. Sie ist jetzt zur NZZ gegangen und macht dort einen Tech-Podcast namens Quantensprung, auch qualitativ sehr hochwertig. Aber es ist eben ein privates Netzwerk und man kann das nur mit Subscription hören. Und da gibt es halt verschwinden geringe, also ich meine, es zahlen halt wenige. Und ich glaube, das ist das Das ist die Grundlage für das Problem.

36:21 Speaker 4

Werbung Wie sieht dein Perfect Match im Job aus? Spannende IT-Themen, echte Entwicklungschancen und ein starkes Team? In den acht Unternehmen der DZ-Bankgruppe findest du vielfältige IT-Jobs rund um Banking und Finanzdienstleistungen, verbunden durch Zusammenhalt und genossenschaftliche Werte. Dazu kommen attraktive Benefits und viele Möglichkeiten, dich weiterzuentwickeln. Entdecke jetzt dein Perfect Match auf karriere. dz -bankkruppe. de

36:52 Gavin Karlmeier

Übrigens, um das jetzt so ein bisschen einzufangen wieder und in unsere Meldungen hier reinzuschmeißen, weil das ist gar nicht so weit weg. Ganz kurz der Vollständigkeit halber noch nachgeschoben, weil wir gerade Apple erwähnt haben und John Turners erwähnt haben und in der letzten Folge darüber gesprochen haben, dass Google Maps den Lake Ontario in den USA jetzt auch Lake America nennt. Apple Maps hat sich dem angeschlossen. Das heißt auch, bei Apple Maps in den USA heißt er jetzt Lake America, wie Donald Trump das gerne hätte. Und das Interessante ist, dass die unabhängige App MapQuest Deswegen die ganze Zeit auf Platz eins der App Store Charts ist, weil die Leute keine Lust haben, dass der See so heißt, wie er heißt. Ja, Wahnsinn. So, aber zurück zu, wir ballern hier mal noch den Ex-Kram durch und der passt so ein bisschen zu der Frage, wie CreatorInnen bezahlt werden, denn in den USA Kannst du jetzt als Creator bei X dein Geld nicht mehr über Stripe ausgezahlt bekommen? Stripe ist ein Zahlungsdienstleister, sondern nur noch ausschließlich über X-Money. Das heißt, du musst jetzt den eigenen Zahlungsdienst von X nutzen, ist natürlich ein Stück weit nachvollziehbar. Hat aber eine interessante Konsequenz. Denn seitdem X-Money gestartet ist, berichtet TechCrunch, scheint es einen absoluten Run auf X-Accounts zu geben und versuche diese zu hacken, was dazu führt, dass. Zahlreiche NutzerInnen darüber berichten, dass sie unaufgeforderte E-Mails zum Zurücksetzen ihres Passworts erhalten haben. Was so ein bisschen genau zeigt, warum eine Everything-App vielleicht einfach keine gute Idee ist. Aha, das ist ja so witzig. Ich hoffe, die haben auch eine gute Two-Factor Authentication, die dann nicht vom BKA eingelesen werden. Ex geht nicht mehr per SMS immerhin, das stimmt. Stimmt, hast du gesagt. Aber trotzdem, es ist so, es liegt es auf der Hand. Es war nur eine Frage der Zeit eigentlich, bis genau das passiert. Und es passiert. Aber die machen sich echt Arbeit, ne? Also, finde ich erstaunlich. Die haben ja eigentlich die Teams aus von X sind nicht sonderlich groß, also gerade in Deutschland, das sind sehr kleine Teams. Und sich damit jetzt auch noch zu bemühen, das heißt, die müssen wieder eine ganze Security-Abteilung und so einstellen. Herzlichen Glückwunsch, echt. Und Thema Security-Abteilung, damit kommen wir kurz in den Themenbereich. KI. Das ist eine Medienmeldung. Wir haben gerade schon Fernsehen angeschnitten. Es gibt sich heute alles die Klinke in die Hand. Aber es ist auch nicht mal eine Social Media Meldung. Ich bringe das eigentlich nur mit, weil ich da so tolle Emotionen zu habe, dass ich mir denke, da müssen wir kurz sprechen. Und zwar startet am kommenden Montag. Auf RTL das Strafgericht. Und das Strafgericht kennen wir schon, weil das ist irgendwann Anfang der Nullerjahre, lief das schon mal mit Ulrich Wetzel. Das war Scripted Reality. Da wurden so Gerichtsverhandlungen nachgespielt im Grunde. Und RTL hat sich jetzt überlegt, Ach toll, wir haben ja da ein etliches Archivmaterial, aus dem können wir ja quasi neues Material generieren. Und genau das ist passiert. Neue Charaktere, neue Storylines und neue Urteile, die mit Hilfe von KI komplett aus dem alten Material heraus produziert wurden, wird am Montag dann starten. Das heißt, es läuft AI-Slop zur besten Sendezeit tagsüber im Fernsehen. Oh mein Gott, ich frage mich, wer das entschieden hat. Echt? Das ist doch so doof. Kein Mensch wird es sich angucken. Wie kann man sich selber so verbrennen? Also, wie kann man auch die Sendezeit so verbrennen? Ich will gar nicht wissen, wer das entschieden hat, weil am Ende gibt es doch so viele Studien dazu, dass Menschen nicht gern KI-generierten Content konsumieren. Wirklich nicht. Und die ersten Brands, zum Beispiel Airmas, die haben ihre gesamte letzte Kampagne gemalt. Porsche zum Beispiel, die haben ihre gesamte letzte Kampagne. irgendwie per Hand designt. Das heißt, die, ich will nicht sagen, der Trend ist rückläufig, aber ich glaube, es fehlt einfach das Verständnis, was. Content für Menschen bedeutet, ja. Also Content für Menschen ist doch nicht einfach nur so ein Snack, den du konsumierst. Und dann irgendwann, weißt du, trinkst du nur einen Shake und nimmst ein paar Supplements. Ich meine, Menschen essen doch auch gutes Essen. Menschen setzen dich hin mit Bedacht, ja. Und konsumieren nicht nur die die Nährstoffe, die sie möchten. Also ich finde es der ich finde es derartig traurig, dass auch die dieses Learning machen müssen am Ende. Naja, aber wir werden sehen. Ja, aber es ist wirklich, wie du sagst, also wir erinnern uns daran, da haben wir im Podcast damals auch drüber gesprochen, dass beim Fernsehsender Welt eine komplett KI-generierte Nachrichtensendung lief. Und da haben wir damals gesagt, es fühlt sich eben extrem blutleer an. Also du hattest so einen Avatar, der einem echten Menschen nachempfunden wurde. Die ganzen Beiträge wurden mit einer KI-Stimme geovervoiced und so. Aber da ging es immerhin um KI und es war so ein bisschen ein technisches Experiment und ja, macht meinetwegen. Hier ist es aber halt so. Dass also laut dwdl. de Bildbearbeitung, Sprachsynthese und Lip-Sync-Anpassungen passieren, dass so weit geht, dass hier steht, in einer Folge wechselt ein kompletter Gender-Swap der Hauptfigur die Perspektive auf die gesamte Geschichte. In einem anderen Fall wird aus einem 38-jährigen Angeklagten ein 68 Jahre alter Mann. Und ich frage mich aber so ein bisschen, wo ist der Mehrwert? Also, ein Urteil verändert sich hier durch KI. Und man erschafft so, klar, streng genommen, neue Werke, die aber eigentlich nur die Coverversion anderer Werke sind, nur halt leicht verändert. Also hier in einem Fall wird aus einem Mutter-Sohn-Verhältnis ein Geschwisterverhältnis oder ein anderer Täter gesteht die Tat und verändert damit das Urteil. Als würde sich irgendjemand an die alten Folgen erinnern. Es hat doch keinen Mehrwert. Das hat zero Mehrwert. Also man sagt ja auch mal keine Relevanz ohne Resonanz. Also ich meine, das hat ja, vielleicht hätten die eher. Fälle, die es schon gab und das Leben schreibt er die besten Pferde eigentlich. Also, wenn man sich die Gerichtsakten mal anguckt, da sind teilweise so abstruse Fälle drin Die sind so absurd, dass man eigentlich darüber keine Shows machen könnte, ja, weil keiner würde es glauben. Warum nimmt man nicht diese absurdesten Fälle, die man finden kann, die auch in den Lehrbüchern überall sind? Mein Jurastudium lässt grüßen. Ich habe echt zum Teil Fälle gehabt, da haben sich Leute während der Klausuren übergeben. Also, das heißt, warum nimmt man nicht diese Fälle und lässt sie dann meinetwegen mit KI? bespielen, aber komplett alles zu generieren ist einfach insane. Ja, aber oder warum strahlst du dann nicht einfach die 20 Jahre alten Folgen aus? Also, du hast ja Strafgericht, das existiert ja alles. Wenn du es unbedingt zeigen willst, ich weiß es auch nicht. Aber jetzt bringen wir all diese Geschichten quasi zusammen und wir schmeißen alles wieder einen Topf. Denn es ging die Meldung rum, kurz vor Beginn dieser Episode hier habe ich sie entdeckt. der Aufzeichnung, dass die US-Regierung angekündigt hat, OpenAI im Urheberrechtsstreit gegen die New York Times zu unterstützen. In einem Statement of Interest hat nämlich Donald Trump dargelegt, dass das Training von künstlicher Intelligenz mit geschützten Inhalten kein Urheberrechtsverstoß sei. Sie rechtfertigen die Einmischung in diesen Prozess mit Sicherheitsinteressen. Sie sagen, KI sei wichtig für Geheimdienstanalysen, Waffensysteme und Zielempfehlungen. Und deswegen darf man sich keinen KI-Rückstand erlauben. Womit sie ähm stellenweise also ansatzweise recht haben, aber dieses gerade dieses Verfahren ist besonders bemerkenswert, weil seit, ich würde sagen, Mai letzten Jahres, Mai 2025, maybe I'm wrong, aber ungefähr dann, hat das New Yorker Gericht entschieden, dass OpenAI Alle Chats quasi archivieren muss. Das heißt, auch wenn wir immer auf Privacy, Don't Save, bla bla, kein Memory und so weiter geklickt haben, wurde de facto das doch in den Rechenzentren von OpenAI gespeichert. Also jede Konversation, was natürlich Milliarden, jetzt wahrscheinlich Trilliarden an Chats sind. Und das ist also insbesondere schwierig, weil es natürlich komplett gegen den Datenschutz auch in Deutschland Sich richtet, aber wie immer sind die amerikanischen, überschreiben die amerikanischen Gesetze die lokalen, weil die Strafen drakonischer sind in den USA als in Deutschland. Also, das heißt, das ist erstmal zum Verfahren. Ich finde, dass grundsätzlich KI höchst sicherheitspolitische Interessen beinhaltet. Das sehe ich auch so. Nur in diesem Kontext fällt es mir schwer, die zu sehen, wenn ich ganz ehrlich bin. Weil die ganzen, also die Trainingsdaten jetzt aus der New York Times. Haben wenig zu tun mit den Bomben, die man daraus potenziell bauen kann. Oder, und das ist das zweite, was ja immer angeführt wird: es ist nicht so, dass die Amerikaner dadurch wahnsinnig in Rückstand kommen, wenn sie die Urheberrechte der einzelnen einzelnen Publikationen und so weiter respektieren würden. Sie müssten nur einfach dafür bezahlen. Exakt. Und das ist das Problem. Das ist genau der Punkt, wo ich so denke, also vor allem aber was mich so am meisten eigentlich stört, ist, dass ja mal wieder die US-Regierung einfach komplett über Checks and Balances und Gewaltenteilungen hinwegzieht und sich in einen Rechtsstreit einmischt, in dem sie nichts zu suchen hat. Eine Demokratie schreibt eine klare Trennung von Staat und Gerichten voraus. Und das passiert ja aber nicht. Stattdessen schlagen sie sich auf die Seite des einen Unternehmens, das interessanterweise halt Verträge mit der Regierung hat. Im Kampf gegen das andere Unternehmen, das für freie Presse steht und seit Jahren ein Dorn im Auge von Donald Trump ist. Das heißt, es gibt hier auch noch eine total ideologische Ebene in diesem ganzen Prozess. Weil sich doch durchaus die Frage stellt, ob Sie im Prozess Newsmax gegen Open AI möglicherweise vielleicht einfach die Schnauze gehalten hätten. Ja, aber es geht hier nichts mehr. Ich meine, USA erinnert mich so ein bisschen an Russland nach der Wende. Da gab es auch diesen großen Landgrab. Da haben alle Politiker mit ihren eigenen privaten Ventures mehr verdient als sonst irgendwo. Das ist, ich meine, es sind die gleichen Mechanismen letztlich. Es wird die Demokratie völlig aus den Angeln gehoben. Es werden Politiker und Berater eingestellt, die absolut ungeeignet sind. Ich meine, hast du gesehen, Hexath hat zum Beispiel dieses, das nennt sich das Hark Twais Girl. Kennst du das noch? Das war ja die hat ja auch noch einen Coin gelauncht und so. Er hat jetzt gerade vorgeschlagen, sie als Pressevertret, als Spokesperson in der Regierung einzustellen. Aufgrund welcher Qualifikation, I don't know. Also für die, die sie nicht mehr kennen, ihre einzige Qualifikation war ein virales Video, in dem sie erklärt hat, wie man Oralverkehr betreibt. Du darfst erklären. Ja, das, oder? Indem man halt darauf spuckt. Oder macht man Haus. Ja, deswegen kann ich es aktuell. So ist es. Exakt. Und die hat sich auf jeden Fall laut Hexeth wahnsinnig gut dafür qualifiziert, jetzt Pressarbeit fürs weiße Haus zu machen. Good luck. Auf jeden Fall, natürlich, es werden halt alle Regeln außer Acht gesetzt. Das heißt, meines Erachtens kann man nur vertrauen, dass die Gerichte immer noch reasonable enough sind, um diese Entscheidung richtig zu treffen und dass einfach alle genug Durchhaltevermögen haben, die nächsten zwei Jahre noch zu überleben. 24 Monate so. Nicht ein bisschen mehr. Aber es geht eigentlich nur noch ums Aushalten, weil. Inhaltlich ist es keine Frage, die haben es ist ja nicht nur Open AI, ich meine, die gesamte KI-Welt hat sich einfach um komplett um die die Urheberrechte weltweit geschert, also gar nicht geschert. Die haben alles auf alles trainiert. Die haben mit Whisperette YouTube Libraries quasi transkribiert und dann darauf trainiert. Und keiner der Creator hat dafür jemals sein Einverständnis gegeben, zu der Zeit, weil es zu der Zeit noch gar keine KI-Modelle gab. Das heißt, das war noch nicht mal in irgendwelchen T C ist irgendwie inkludiert oder optional. Und das ist übrigens beim Strafgericht zum Beispiel anders. Da haben Sie mit Sicherheit sowohl die Produktionsfirma als auch die DarstellerInnen Unterschrieben, weil ich wurde das auch gefragt jetzt im Laufe des Tages, woher die Rechte kommen und weil das ist ja 20 Jahre alt, das Ursprungsmaterial. dass es in der Medienbranche zunächst Verträge gibt, in denen drinsteht, dass du alle Nutzungsrechte der aktuellen und aller in Zukunft existierenden Ausspielwege abgibst. Und ich habe solche Verträge auch schon vor mir gehabt, im Fall von Urheberrechtsverträgen oder Urheberverträgen. Das unterschreibt man dann, weil man denkt, naja gut, ich schreibe jetzt hier ein paar Gags. Aber in dem Moment, wo ich mein Gesicht in so eine Kamera halte, da sieht man jetzt plötzlich, was das dann am Ende auch bedeutet. Ja, aber du kannst es gar nicht abgeben. Also ich habe ja selber, ich habe ja selber Avatare jahrelang gemacht aus existierenden Modellen, also ausm das waren Fotomodelle, typischerweise die Fotomodik. der Kamera dann komische Bewegungen gemacht haben und daraus habe ich Avatar gemacht. Und rechtlich war das in der Tat schwer, dieses Buyout ging nur maximal fünf Jahre, weil du aufgrund von wirklich basic Menschenrechten nicht das Recht an deinem Gesicht abgeben kannst. Also die ersten Fälle dazu kamen aus Russland. Da haben tatsächlich russische Modelle an russische Computer Vision Firmen die Rechte ihrer Gesichter abgegeben. Dann gab es weitere, gab es einige Celebrities, die ihre Gesichter quasi lizenziert haben, aber nach deutschem Recht kannst du das nicht uneingeschränkt. Dazu gibt es ja immer die geografische, zeitliche und so weiter. Das kann man in verschiedene Bereiche einschränken, aber du kannst dein Gesicht auf jeden Fall nicht Bis in aller Ewigkeit weitergeben, wenn du so möchtest. Das heißt, die ganzen DarstellerInnen haben entweder jetzt eine Nachverhandlung mit RTL schon gehabt, bevor diese Produktion losging, oder da könnte eine Klagewelle kommen. Die versuchen erst, ich meine, die Darstellerinnen wollen erstmal ein bisschen Geld verdienen. Deswegen haben die es lizenziert. Und wenn die, also je nachdem, wie erfolgreich die Show ist, würde ich denen als, wenn ich Anwalt wäre oder Anwältin wäre, würde ich den raten, erstmal abzuwarten und gucken, wie erfolgreich die Show ist und dann Und dann einen Cut zu nehmen. Also das beste Beispiel, das beste Beispiel ist der zum Beispiel der Kameramann von dem Film Das Boot. Der hat nämlich genau so eine so ein der hat hat gewonnen, also der hat einen großen, eine große Gewinnbeteiligung bekommen, nachdem er geklagt hat. Und er hat gewonnen, weil er gesagt hat, er hat einen. massiven Teil des Künst also zum künstlerischen Erfolg einen großen Teil beigetragen. Obwohl er dafür halt am Anfang Der wurde ganz normal als Kameramann bezahlt und eben nicht als Darsteller, nicht als Regisseur oder irgendwas. Aber er hat an der Schöpfung des Werkes halt beigetragen. Und wenn das erfolgreich sein sollte, würde ich das genauso tun. Ich hoffe, die hören zu, diese Darstellen, die vor 20 Jahren mal so als Gag und für 50 Mark irgendwie beim Strafgericht mitgespielt haben und jetzt sich dann wiederfinden. Die kriegen bestimmt Lizenzgebühren. Also. Wenn nicht, dann. Bitte melden. Nein, auf keinen Fall, nicht bei mir. Wir vermitteln gerne. Naja, auf jeden Fall dieses Trainingsdatendilemma, das zieht sich ja so durch und tatsächlich habe ich so ein bisschen was gesammelt, weil sich das angehöffelt hat. Zum Beispiel der Karzen Verlag der Deutsche hat es geschafft mit Hilfe von ChatGPT. Das Kinderbuch Das Neinhorn von Marc Uwe Kling. Liebe Grüße. zu reproduzieren und zwar ohne großen Aufwand, sie konnten einfach ein anderes Nein-Horn-Buch generieren mit denselben Figuren, derselbe Schriftzug, nur mit einem anderen Titel. sogar mit selbst generierter ISBN-Nummer drauf und gehen deswegen jetzt gegen OpenAI vor Gericht, weil ganz offensichtlich die Originalbücher so in den Trainingsdaten auftauchen. Und ähnliche Geschichte hatten wir ja, hatten wir ja auch schon mal besprochen, ich weiß gar nicht mehr, welche Kinderfigur, das war in ein Hase Ach, das weiß ich nicht mehr. Naja, und Sony Music und Warnard Chappelle klagen jetzt gegen Anthropic, weil auch da offensichtlich urheberrechtlich geschützte Werke in die Trainingsdaten gelaufen sind. Wir hatten den GEMA-Prozess hier. Ähm und ich weiß nicht, ob die Anwältinnen so viel Zeit haben, mit allen Vergleichen auszuhandeln oder ob es nicht möglicherweise hier doch zu einem sogenannten Präzedenzfall kommt und dann tatsächlich mal klar wird, dass dieses Vorgehen eben nicht rechtens ist. Ja, Sammelklagen in den USA ist die Antwort meines Erachtens, weil in Deutschland ist es schwierig, langwierig und so weiter, aber wenig gewinnbringend, wenn man so möchte. Aber selbstverständlich haben alle KI-Firmen auf allem, was möglich war, trainiert. Ist doch, also ich finde es gar nicht überraschend. Es ist eben die Art, Unternehmen zu leiten, ist genauso wie Elon Musk. Ask for forgiveness later, ja. Das heißt, die, die werden erst, der das war ein absoluter , ein absolutes Wettrennen um die in ca. 2020 oder 2021, 2021 haben die Massiv trainiert. Das heißt, alles, was nicht nied und nagelfest war, hat Eingang in diese Modelle gefunden. Und diese Datensätze, ich meine, diese Trainingsdatensätze wurden ja auch verkauft, wie heißt sie Semmeln? Ich meine, die hatten dann Sechzehn, siebzehn Milliarden Parameter oder äh Einträge, das sind dann einfach große Datenbanken, die sehen aus wie große Excel-Sheets und Auf der linken Seite steht dann die Adresse meinetwegen des Bildes, wenn du auf Bildern trainieren willst. Und auf der rechten Seite steht dann wie so eine Tabelle, meinetwegen Pizza, irgendwie dann das Englische oder was weiß ich, ja, spanisches Wort daneben. Dann die Größe des Bildes und dann wird das noch irgendwie getaggt, irgendwie rote Salami und keine Ahnung, ja, grüne Peperoni. Und das ist dann ein Datenpunkt sozusagen. Und das natürlich hatte, ich meine, diese Scraper und so weiter, die sind in Lichtgeschwindigkeit über jede einzelne Seite. gegangen. Die sind überall Libraries, Bücherhallen, also ich meine alles. Inzwischen werden Bücher ja zerstört, die werden einfach zum Training genutzt und dann werden sie zerstört. Und sowohl von Anthropic als auch von Amazon. Also das ist leider wahr. Jetzt haben wir so ein bisschen darüber gesprochen, ich komme jetzt mal noch zum Schluss mit dem Social Media Thema, das ist aber ein interessantes. Und zwar haben wir darüber gesprochen, naja, vielleicht haben die USA gerade einfach nicht so eine gute Phase, vielleicht ist es schwierig. Deswegen gibt es in China Konkurrenz zu YouTube, nämlich Billy Billy. Billy Billy klingt nicht nur wie ein super, also ich finde es ein fantastischer Name, ich finde den Namen besser als YouTube, bin ich ganz ehrlich. Das ist jetzt schon innerhalb Chinas eine Plattform, auf der du Videos gucken kannst, aber im Moment kannst du sie, wenn du sie außerhalb Chinas öffnest, eben nichts lesen, weil alles eben auf Chinesisch ist. Sie starten jetzt die globale Expandierung, berichtet Semaphor. Und dafür verändern sie sogar etwas, weil bislang gibt es dort eine Identitätsprüfung, wenn du etwas hochladen möchtest. Also du musst dich mit einem Reisepass oder einem Ausweisdokument dort registrieren, um Beiträge zu veröffentlichen. Das wird sich jetzt ändern. Sie öffnen sich eben für alle und werden globale und chinesische Inhalte komplett mischen. Also es gibt keine Trennung zwischen dem China-Business und dem. West -Business, so wie es bei TikTok zum Beispiel der Fall ist, wo das eben eine eigene App wäre, sondern es gibt dann das eine große Billibilli für die ganze Welt und damit wollen sie eben gezielt YouTube angreifen. Das finde ich super interessant, weil die Chinesen ja eigentlich sehr sensitiv sind im Hinblick auf die Empfehlungsalgorithmen. Also das Pendant zu TikTok heißt noch wie? Dougine, genau. Dougine hat viel härter regulierte Empfehlungsalgorithmen als TikTok. Das heißt, die sehen TikTok als den letzten Trash, dem sie niemals ihre Kinder exponieren würden. Und um aber Dujin hat halt viel härter reguliert. Ich meine, letztlich werden diese von diesen großen Plattformen in China werden die ganzen Algorithmen müssen durch die CCP, also durch die Partei bzw. Durch die Regierung ratifiziert werden. Die dürfen gar nicht live gehen, bevor die nicht irgendwie einen Haken ran haben. No Porn intended. Und das heißt, ich finde das sehr bemerkenswert, das heißt, es ist für sie eine definitiv wirtschaftliche Entscheidung. Also das heißt, die sehen da ein Potenzial und greifen an. Vielleicht ist das tatsächlich der Beweis, dass YouTube der Gewinner ist. Das haben wir ja schon immer vermutet, dass YouTube sich eigentlich so an allen Plattformen so vorbeizieht und es irgendwie geschafft hat. Vielleicht ist das der Hinweis darauf. Haben sie ja auch. Also mit Abstand. Interessant wird es aber für mich, also für uns hier im Podcast vor allem. was das für das amerikanische Gesetz, das wegen TikTok erlassen wurde, machen wird. Weil es gibt in den USA ein Gesetz, das eben solchen Unternehmen innerhalb der USA das Agieren eigentlich gar nicht erlaubt. das möglicherweise eben dazu führen könnte, und dass auch die Ursache war, dass TikTok ja zum Beispiel das US-Geschäft an amerikanische InvestorInnen verkaufen musste, ob das da mit BiliBilly früher oder später auch passiert, also ob das jetzt einfach so eine Art Geldmaschine ist, dass du quasi baust irgendwelche Netzwerke in China auf, holst du dann 20 Milliarden für das US-Geschäft und dann kommt die nächste. Klar, ich meine, die werden es versuchen, genauso, ich meine, Sheein, da haben sie gerade beim IPO gesagt, es sei an American Company, weil da die Homebase ihrer Kunden ist. Das wird natürlich sicherlich ähnlich sein. Ich denke, selbst wenn Billy Billy nicht funktionieren wird, dann werden sie es noch 20 Mal mit anderen Variationen versuchen. Also ich glaube, wir müssen uns alle einfach warm anziehen, weil die Konkurrenz wird aus China kommen in allen Bereichen. Und wir haben es ja am Automobilmarkt gesehen, dass einfach so viele Unternehmen einfach auf den Markt fluten, um zu gucken, welcher denn irgendwie dann erfolgreich wird und wo es funktioniert. Ja, also ich denke der Xiaomi, wenn du den anguckst, sieht einfach aus wie so ein total geiler Porsche. Also der das ist definitiv die Zukunft. Hier, Alex Graf, der E-Commerce-God Deutschlands sozusagen, der sagt ja immer: Made in China ist das neue Made in Germany und ich bin mir gar nicht so unsicher, ob er nicht recht hat. Das kann ich nicht beurteilen, das müssen andere entscheiden. Zum Beispiel Alex Graf. Wir werden sehen. Grüße gerade. Also, bevor ich dich jetzt gehen lasse, habe ich eine Ankündigung zu machen. Und zwar werden wir jetzt im Anschluss eine Folge für deinen Podcast aufnehmen. Das heißt, man kann dann, wenn man diese Folge am Freitag gehört hat, kann man am Samstag deine Folge mit mir hören. Also wer von uns beiden nicht genug kriegt, kriegt jetzt das ganze Wochenende uns beide um die Ohren gehauen. Das ist geil, oder? Das ist sehr gut, finde ich auch. Und wir reden über Meta, also über die Urteile, die gegen Meta gefällt wurden und noch ein bisschen, was sich so an Social Media grundsätzlich tut. Ihr, deine Hörer sind natürlich alles mega Experten, weil ihr natürlich immer am Zahn der Zeit seid, aber meine Hörer, die Sind eher interessiert an KI, aber ich glaube, die Schnittstelle zwischen KI und Social Media ist sehr, sehr groß. Das heißt, ich finde es super interessant zu sehen. was sich quasi in beiden Welten tut und wer da wen befeuert, sozusagen. Also Leute, kommt mit. Wir hören uns morgen bei Tech Tails und haken dann heute wieder am Montag, dann mit Mina Benz. und so ein paar Themen, die wir heute nicht untergekriegt haben. Ich wünsche euch allen ein ganz wundervolles Wochenende, liebe Elisabeth. Danke, dass du hier warst. Ich hoffe, dass, vielleicht kriegen wir es jetzt zu den Midterms dann nochmal hin, 3. November.

59:12 Speaker 5

Auf jeden Fall.

59:12 Gavin Karlmeier

Finden wir bestimmt einen guten Termin. Ich freue mich drauf.

59:14 Speaker 5

Vielen, vielen Dank. Freue mich auch. Schönes Wochenende und bis gleich. Tschüss. Bis gleich. Danke. Ciao, ciao.