Es zieht sich als roter Faden durch diese Episode: Wer tatsächlich etwas ändern muss, darf nicht locker lassen. Das Problem ist nur, dass vielen Unternehmen offenbar die Möglichkeit gelassen wird, die roten Linien selbst auf den Boden zu malen. Ein bisschen Frust zum Wochenstart. Aber auch insanes Aura Farming. Liebe Grüße von der Gen Z der Herzen!
Kapitelmarken
KI-unterstützt
- Hallo Mina!
- Metas Probleme mit expliziter Deepfake-Werbung
- Metas Umgang mit manipulierten Smart Glasses
- Operation Bluebird
- X vs. New York & Minnesota
- New York verbietet KI an Schulen für ein Jahr
- JENGA bei KI-Modellen
- OpenAIs AGI-Anspruch und Regierungsprüfung
- Die Hugging Face-Affäre
- OpenAI-Agenten bearbeiten DSEWiki
- Funktionen und Emotionen
Transkript
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00:00 Gavin Karlmeier
Hallo Mina.
00:02 Mina Benz
Hallo Gavin.
00:03 Gavin Karlmeier
Bei mir ist heute Mina Benz. Ihr kennt sie von Haken dran, weil du schon mal hier warst und die Leute alle ganz begeistert waren und wollten, dass du wiederkommst. Bitteschön. Zweitens, weil du den Podcast Never Content machst oder drittens von deinem Content, den du selber machst. Oder viertens, weil sie dich irgendwie schon als Beraterin in ihren Unternehmen gebucht oder erwogen haben, dich zu buchen. Entschuldigung, das wäre so meine Kurzpräsentation von dir. Bist du damit einverstanden?
00:27 Mina Benz
Ja, danke. Und vielleicht, weil ich Bücher schreibe.
00:33 Gavin Karlmeier
Oh, das ist auch gut.
00:34 Mina Benz
Genau.
00:35 Gavin Karlmeier
Kannst du ein Buch in die Kamera halten? Also in die virtuelle Kamera?
00:40 Mina Benz
Ähm, ich habe keins neben mich gelegt.
00:44 Gavin Karlmeier
Ich finde das immer so gut, diese Gesten, dieses Buch immer hochhalten zu können. Ich finde, dass also eigentlich müsste ich irgendwann nur deswegen noch ein Buch schreiben.
00:52 Mina Benz
Ich habe ja gerade auf meinem Schreibtisch geguckt, was ich habe. Ich kann mein Notizbuch hochhalten. Yay!
00:58 Gavin Karlmeier
Da habe ich auch schon mal was reingeschrieben. Ich wollte kurz adressieren. Wir nehmen diese Folge bereits am Sonntagvormittag auf. Das heißt, bevor wir die Wahlergebnisse der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt kennen, bedeutet, dass wir vermutlich noch eine andere Laune haben als ihr, wenn ihr diese Episode hört. Wäre meine Unterstellung. Das nur der Vollständigkeit halber. Ansonsten haben wir heute ganz, ganz viele verschiedene, bunte Themen und ich möchte mit einer Nachricht anfangen, die mir der Mike geschickt hat. Und zwar, Mike hatte mir, ist so durch Instagram gescrollt und hat da Werbung gesehen, auf der komplett. . . Ungepixelt explizit knallharte Pornografie zu sehen war, die, wie er dann aber herausgefunden hat, zwar mit Hilfe von KI generiert wurde, aber das war die Werbung für eine Deepfake-Porno-App. Und das Video, er hat mir das als Video netterweise mitgeschickt und ich habe das ungefähr eine Sekunde sehen müssen und dachte, okay, reicht genug Es ist so interessant, weil wir so häufig darüber sprechen, wie Meta darüber stürzt oder wie Leuten das Ometa stürzt nicht. Aber wie Leuten es auffällt, JournalistInnen, Staaten und so weiter, dass Meta das Problem mit der betrügerischen Werbung nicht in den Griff kriegt, wie Meta völlig uneingeschränkt Werbung für Deepfake-Apps. Tatsächlich schalten lässt. Und wir hatten aber immer so, also es war sehr selten, dass die Meldung A aus Deutschland kam und B, hatte man doch eigentlich irgendwann die Hoffnung, wenn der Guardian jetzt das neunte Mal darüber berichtet und Reuters Journalist vierte Mal einen Pulitzerpreis dafür abräumen, dann müsste doch irgendwann mal irgendetwas passieren, aber es ist überhaupt nichts passiert.
02:39 Mina Benz
Nee, also ich habe auch schon ein paar Mal in Never Content mich darüber ausgelassen, dass ich dauernd so KIs Matt-Werbung sehe für Romantasy-Bücher. Und die auch mega explizit ist. Es ist auch pornografisch. Und also egal wie oft man das meldet, du meldest eins, zehn neue kommen hoch.
03:03 Gavin Karlmeier
Es ist wirklich verrückt, weil das A vermutlich sehr einfach wäre, mithilfe von ihren KI-Mechanismen, die sie auf organischem Content ja sowieso schon anwenden. Dasselbe einmal mit der Werbung zu tun, nur dass sie da eben dann Geld verdienen. Und B, also frage ich mich auch, was so die Intention von Meta ist, das laufen zu lassen, außer Geld. Weil es ja am Ende doch dazu führt, dass man wirklich, also ich war wirklich so angewidert, ist glaube ich das richtige Wort. Und ich habe die Werbung nicht mehr ausgespielt bekommen. Meta hat auch keinen Grund mehr, diese Werbung auszuspielen, bei Mike aber offensichtlich auch nicht, weil Mike sagt, in meinen Accounts und meinem Nutzungsverhalten gibt es nichts. Nichts, was darauf schließen lässt, dass ich großer Porno-Fan bin irgendwie. Also er schreibt in meinem Account, in dem ihr diese Werbung angespielt wurde, es ist ein privater Account, aber der ist verknüpft in seinem beruflichen Account. Und in beiden Accounts geht es um Familie, Elternzeit und Gleichstellungspolitik. Komplett wild.
04:03 Mina Benz
Ja, also es fällt einem auch irgendwann nichts mehr dazu ein, außer dass wahrscheinlich das irgendeine strategische Entscheidung ist.
04:11 Gavin Karlmeier
Ja, vor allem. Also ich kann das ein bisschen ergänzen, weil Reuters berichtet, es ist wie bestellt, Reuters berichtet, dass Meta Werbungen für betrügerische Apps, die sich als Porno-Apps ausgegeben haben, entfernt haben, nachdem das Land Indien sich beschwert hat. Reuters hat aber danach trotzdem noch 39 solche Anzeigen gefunden. Sie schreiben, viele davon nutzten sexuell explizite Video-Thumbnails, um Klicks zu generieren. Meta entfernte diese Anzeigen, nachdem Reuters das Unternehmen darauf aufmerksam gemacht hat. Hey Mitta, wenn ihr das hört, meldet euch mal bei Mike bitte.
04:46 Mina Benz
Ich frage mich, ob das so ein Ding ist, dass die Views bei Anzeigen erst zählen nach einer bestimmten Dauer und die vielleicht darauf setzen, dass das dann catcht, dass die Leute da so, oh mein Gott, was ist das, länger dranbleiben.
05:03 Gavin Karlmeier
Also nach meinem Gefühl, also das ist jetzt ein bisschen gemutmaßt und das werden wir wahrscheinlich jetzt schon nachhaken können, während ihr das hört, in unserem Discord auf www. hakendrann. org oder bei Campfire, irgendwo hat das schon jemand geschrieben. Aber ich glaube, du bezahlst für Impressions und eine Impression wird so gezählt, dass sozusagen es muss nur Mikroklein kurz auf deinem Bildschirm zu sehen sein, dann zählt das.
05:25 Mina Benz
Ein Frame.
05:26 Gavin Karlmeier
Ja, okay.
05:26 Mina Benz
Verstehe.
05:27 Gavin Karlmeier
Und nicht mal vollständig. Also es reicht so die Hälfte. Naja.
05:33 Mina Benz
Beta, do better.
05:34 Gavin Karlmeier
Ja, ich hab's ehrlicherweise jetzt so nach 624 Ausgaben kann ich so sagen. Ich habe die Hoffnung ein bisschen aufgegeben.
05:43 Mina Benz
Es schockt mich total, Gavin. Total überrascht davon.
05:47 Gavin Karlmeier
Aber Meta does it a bit better in dieser Hinsicht. Und zwar haben sie jetzt angefangen, die Foto- und Videofunktion ihrer Brillen bei NutzerInnen zu deaktivieren, dauerhaft. wenn sie herausfinden, dass die LED-Anzeige abgedeckt oder zerstört wurde. Das heißt, du fängst jetzt zum Beispiel an, dein LED-Licht, das die Aufnahme zeigt, bei den Meta Smart Glasses, abzukleben. Und Meta sagt, nee, das finden wir nicht so geil, dann hast du jetzt einfach keine Kamera mehr. Und sie sagen aber selber, dass weniger als ein Zehntel Prozent aller verkauften Brillen manipuliert wurden, was natürlich wenigstens Klingt, aber das ist immer noch eine Anzahl im vierstelligen Bereich, weil allein im Jahr 2025 wurden sieben Millionen Brillen verkauft. Also ist jetzt wirklich nicht so ein Einzelfall, dass es so mal einen gibt, der irgendwie mit einem Bohrer sich diese LED da rausbohrt. Und ich habe das hier schon mal erzählt, also der Weg herauszufinden, wie man diese LEDs manipulieren könnte, war in meiner Recherche relativ kurz, weil ich einfach nur eingegeben habe. Smart Glasses LED Indicator Reddit und du findest Dutzende von Leuten, die irgendwie erklären, welchen Durchmesser dein Bohrer haben muss, damit er exakt nur Diode trifft. Oder welches Klebeband du nutzen kannst, damit es nicht auffällt und so weiter. Und hab ja auch erzählt, dass Menschen anfangen, dann die LED Auszubauen, aber verkabel zu lassen und nach hinten in den Bügel der Brille zu legen, sodass sie quasi weiterhin leuchtet, aber nicht mehr sichtbar ist. Also es Und Meta selber sagt, es ist ein Katz-und-Maus-Spiel und ich glaube nicht, dass wir jemals ganz fertig sein werden. Es wird immer neue Wege geben, bestehende Sicherheitsvorkehrungen zu umgehen. Deswegen werden wir die Situation weiter beobachten und unsere Maßnahmen stetig weiterentwickeln. So zitiert zumindest Semaphore Meta.
07:32 Mina Benz
Ja, also das klingt so ein bisschen danach, als ob sie auch gesetzlichen Reglementierungen zuvorkommen wollen, klar. Weil du hörst natürlich immer nur von den Worst Cases und wenn du damit widerliche Sachen machen willst, dann findest du erstens einen Weg, aber dann kannst du natürlich auch extrem viel Schaden damit anrichten. Also Gerade in Bereichen, die eigentlich für Kinder gedacht sind oder die besonderen Schutz bedürfen. Ich bin mal gespannt, ob das irgendwann so in die Richtung geht. Was ist das Korea, wo die Camera-App, wenn du die aufmachst, so ein lautes Geräusch machst?
08:13 Gavin Karlmeier
In Korea bin ich mir nicht sicher, aber in China ist das der Fall, auf jeden Fall.
08:17 Mina Benz
Ja, also vielleicht geht da irgendwie. Die Reise hin, dass das irgendwann mal kommt, dass das Licht die ganze Zeit flasht oder so.
08:24 Gavin Karlmeier
Das erinnert mich an meinen Vorschlag, dass die Kamera einfach die ganze Zeit das laute Geräusch, Achtung, ich filme, Achtung, ich filme von sich gibt, damit klar ist, dass da jemand filmt.
08:33 Mina Benz
Das klingt so nach der niedersächsischen Variante, das zu lösen.
08:38 Gavin Karlmeier
Dieses Geräusch gibt an, dass alles in Ordnung ist. Ich finde das ganz schön eigentlich so als Signal. Aber nee, tatsächlich gibt es einen Vorschlag und also ich will mich jetzt hier nicht rühmen mit etwas. Aber ich habe es gesagt, vor Monaten schon und die australische Online-Sicherheitsbehörde e-Safety hat quasi meinen Vorschlag aufgenommen oder wie Koffe Hollick schreibt. . . Der E-Safety Commissioner ist Haki, was durchaus sein kann. Vielleicht hört ihr diesen Podcast. Denn die australische Online-Sicherheitsbehörde schlägt jetzt nun vor, es gibt ja eine sogenannte Branchenempfehlung. Das ist so ein Begriff in Australien, damit sagt man. Das machen wir besser mal, sonst haben wir ein Problem. Also es sind, ich will nicht sagen, mafiöse Methoden, aber eine sogenannte Branchenempfehlung. Dass automatisch alle gefilmten Gesichter verpixelt werden, die mit dieser Smartbrille aufgenommen werden. Und das habe ich ja auch schon hier immer gesagt. Im Meta kann mir nicht erzählen, dass sie nicht in der Lage sind, das zu tun. Natürlich bleibt das Problem, dass Menschen erstmal gegen ihren Willen gefilmt werden. Das ist aber in Deutschland Stand jetzt nicht zwangsläufig illegal. Illegal ist die Weiterverwendung und die Veröffentlichung. Und wenn alle Menschen darauf einfach unkenntlich gemacht werden, dann kannst du mit dem Material schon mal deutlich weniger anfangen als jetzt. Deswegen würde ich sagen, ich halte den Vorschlag für gut, weil das immerhin eine Kompromisslösung wäre. Mein Vorschlag geht ja noch einen Schritt weiter, dass du einfach einen Daumen hoch auf diese Brille richten kannst und in dem Moment wird dein Gesicht dann freigeschaltet, sodass klar ist, dass Leute, die gefilmt werden möchten, mit einer Geste sich aktivieren können. Aber soweit geht die australische Online-Sicherheitsbehörde erstmal nicht. Die sagen, Gesichter von Personen, die mit dem Gerät gefilmt werden, müssen automatisch verpixelt werden und es muss gekennzeichnet werden, wenn jemand filmt. Meta hat auf diese Anfrage hier zumindest noch nicht reagiert, fand aber offenbar, ist erstmal sprachlos, ob der des Innovationsgeistes von E-Safety.
10:35 Mina Benz
Vielleicht auch einfach Daumen runter, wenn man es nicht will. Und dann geht es automatisch aus oder so.
10:40 Gavin Karlmeier
Und dann laufen alle nur noch mit Daumen runter durch die Straßen, aus Sorge, dass irgendjemand filmen könnte.
10:49 Mina Benz
Auf jeden Fall für mehr Engagement im Alltag, ja, ist doch witzig. Interagiert man mehr.
10:54 Gavin Karlmeier
Proaktiv einfach, dass man, oder man kann sich ja vielleicht so kleiner, so, weiß auch nicht, so ein kleines Schild umhängen. Wieso, kennst du das in so Konferenzräumen, in so deutschen Behörden und Unternehmen, wo man so schieben kann zwischen Grün und Rot? Und dass man sich so ein Ding immer umhängt, dauerhaft, und dann kannst du immer zeigen, ob du gefilmt werden möchtest oder nicht.
11:14 Mina Benz
Ich bin, ist schon ein paar Monate her, aber ich bin ja in Berlin, fahre oft U8 und da war neulich jemand und der hatte komplett um seinen ganzen Körper in Plastik eingeschweißte, die in A4 Ausgedruckte Schilder, wo draufsteht, Achtung, ich filme. Ich finde, das sollte man einfach machen. Dass die Leute diese Brille tragen, müssen solche Schilder Am Körper tragen, dass sie filmen.
11:38 Gavin Karlmeier
Und ich mag auch die Vorstellung, dass du bei der Brille nicht nur die Größe der Brille entscheidest, sondern auch die Größe des Overalls, der mitgeliefert wird. dass du quasi dich direkt ausstatten musst. Ja, perfekt. Da haben wir doch unsere Lösung.
11:51 Mina Benz
So, Business-Ideen for free. Meta, you're welcome.
11:54 Gavin Karlmeier
Ja, kommt zu uns, wenn ihr Fragen habt. Wir stehen euch zur Verfügung und wir machen die Brille besser und damit auch die Welt. Wir springen in den Themen und wir kommen zu Twitter. Also dem Unternehmen, das Operation.
12:06 Mina Benz
Apropos Welt besser machen.
12:10 Gavin Karlmeier
Also ich muss ein bisschen ausholen, denn es gibt ja ein Unternehmen, das zumindest bis letzte Woche Twitter hieß und das gegründet wurde von einem, also das Unternehmen dahinter heißt Operation Bluebird, das ist ein Unternehmen in Illinois. Und die haben sich vorgenommen, naja, wenn Elon Musk die Marke Twitter nicht mehr verwendet, dann machen wir das jetzt. X fand das nicht ganz so cool und sind direkt gerichtlich dagegen vorgegangen. und dachten, dass durch den Beginn dieses Prozesses auch der Start dieses Startups erstmal herausgezugert werden könnte. Das war aber mitnichten so, denn Operation Bluebird hatte Twitter Now, wie es dann hieß, und nicht mehr Twitter New. gestartet, du konntest dir für 20 Dollar dort dein Handle reservieren, um dann ein paar Tage später festzustellen, dass das Netzwerk jetzt offline ist. Angeblich wegen Sicherheitsbedenken, weil Leute festgestellt haben, Moment hier, man ist ja komplett gewipecodet. Im Quelltext der HTML-Seite des Profils steht unverschlüsselt die E-Mail-Adresse der Account-InhaberInnen und so weiter und so weiter. Also es gab tatsächlich ein paar Probleme. Aber das Kernproblem war ganz offensichtlich, dass der Richter in diesem Prozess gesagt hat, wir müssen jetzt erstmal miteinander sprechen. Und hat eine Konferenz angesetzt zwischen X, Twitter und Oder Operation Bluebird und eben dem Gericht und hat versucht, einen Kompromiss zu finden, um eine Lösung herbeizuführen. Und diese Lösung sieht wie folgt aus: dass das Gericht in Delaware, dort wo X sitzt, Entschieden hat, dass der Name Twitter weiterhin Ex gehört. Und zwar nehmen sie als Hinweis dafür, und das finde ich wirklich interessant, weil sehr häufig, wie zum Beispiel im App Store, kommuniziert ist, Ex ehemals Twitter. Und das ist der Hinweis darauf, dass X weiterhin diese Marke Twitter verwendet. So, jetzt benutzen sie aber das Wort Tweet und den Twittervogel nicht mehr. Und deswegen hat das Gericht gesagt, bis zum Ende des Prozesses, der ja noch nicht mehr angefangen hat, dürfen das Twitter-Vogellogo und das Wort Tweet von Operation Bluebird genutzt werden. Weswegen das Unternehmen ihre App, die jetzt erst Twitter Now und davor Twitter New hieß, jetzt umbenannt hat in tweet. app. Und damit haben sie es auch wieder zurückgeholt. Also tweet. app ist jetzt wieder da und du kannst dir wieder für 20 Dollar dort dein Handle reservieren, wenn du das möchtest. Ganz interessant finde ich aber, dass TechCrunch sich mal angeschaut hat, wer eigentlich genau hinter Operation Bluebird sitzt, und zwar Michael Parroff und Stephen Coates. Stephen Coates hat früher bei Twitter gearbeitet, als, jetzt halte ich fest, Markenanwalt. Und Michael Perroff und Michael Perroff ist Anwalt. Und TechCrunch stellt die These auf, dass sie gar nicht vorhaben, wirklich ein soziales Netzwerk zu gründen, sondern dass ihr Ansatz war, sich irgendwie die Marke Twitter zu sichern, um daraus dann Profit schlagen zu können. Das ist eine These, die TechCrunch hat. Die ich aber irgendwie für schlüssig halte, ehrlicherweise.
15:02 Mina Benz
Ich hänge mal noch an dem Namen. Sorry. Also tweet. app klingt total dumm.
15:07 Gavin Karlmeier
Ja, das stimmt.
15:09 Mina Benz
Das regt mich richtig auf. Also, Blue Bird was right there. Also, schon allein das deutet darauf hin, dass sie das nicht ernst nehmen, finde ich.
15:17 Gavin Karlmeier
Ja, verstehe ich. Auf der anderen Seite haben sie natürlich ein Dilemma, weil es durchaus Leute gab, die schon 20 Dollar für ihr Handel bezahlt haben und schon Beta-Zugriff hatten und dann festgestellt haben, nach ein paar Tagen, dass das Ding offline ist, weil das Ding nicht Twitter heißen darf. Das heißt, sie müssen natürlich auch irgendeine Lösung herbeiführen, damit diese Leute, die schon 20 Dollar ausgegeben haben, vielleicht zumindest für eine Zeit lang das Gefühl bekommen, hier wäre jetzt tatsächlich ein Netzwerk in Planung.
15:44 Mina Benz
Ja, ich bin sehr fasziniert davon. Ich habe ganz viele Fragen, weil auch, wie kommst du auf 20 Dollar? Das ist so viel. Also wer gibt 20 Dollar aus, um sich einen Handle zu reservieren? Das klingt eher so, als weil wenn du jetzt ganz viele Leute haben willst. Und irgendwie schon ein bisschen Vorabfinanzierung, dann setzt du das doch auf $4. 99 oder so, ja, oder auf vielleicht 10 Dollar, aber nicht 20.
16:10 Gavin Karlmeier
TechCrunch hat auch hier eine These. Anwaltskosten. Also dass Operation Grubert diesen Prozess ja erstmal finanzieren muss. Auch wenn sie selber Anwälte sind, kostet das offenbar erstmal alles. Vor allem, wenn sie verlieren, könnte das teuer werden. Und da wollen sie vielleicht ein bisschen die, wie sagt man, Kriegskasse auffüllen.
16:31 Mina Benz
Also, als du angefangen hast davon zu erzählen, war ich so, yay, Ex geht's schlecht. I'm rooting for you. Aber jetzt irgendwie, nach allem, was du jetzt noch an Sachen dazu erzählt hast, ähm Bin ich nicht so convinced. Also, ich weiß nicht. Es ist, ich glaube, es wird mich nicht so treffen. Würdest du dir da deinen Händel reservieren?
16:53 Gavin Karlmeier
Also, nee. Aber tatsächlich, das ist ganz spannend, wir haben einen Haki im Discord, nämlich Chrisomeles, einer der unserer, ich sag mal, Top 5. Kommentierenden bei diesem Podcast. Liebe Grüße Chrisumelis. Der hat das gemacht, um mal so zu gucken, was da eigentlich passiert und wie es aussieht, hat uns mitgenommen im Discord auf diese Reise und ganz viele Screenshots geschickt und so. Und ich bin sehr dankbar dafür. Und er hatte entdeckt, dass in der ersten Iteration der App eine, hatte ich jetzt schon mal erzählt, aber für die, die es nicht mitbekommen haben, ein automatischer Fact-Checking-Prozess passiert mit dem Namen Vera. Und er hat nicht verwandt oder verschwägert mit Vera am Mittag, aber Vera hat überprüft, ob das, was du postest, der Wahrheit entspricht, das dann bewertet und das dann in die algorithmische Bewertung mit einbezogen. Und bei Crisumulus war es so, er hat ein Foto einer Katze gepostet. Und die Vera hat gesagt, das ist unglaubwürdig, weil der Account sitzt in Deutschland. Also ob Vera jetzt so wahnsinnig gut funktioniert als Wahrheits-KI, unklar. Aber Vera ist in der neuen Version in tweet. app offline. Chrisomelus hat das getestet, indem er geschrieben hat, dass er ein bayerisches Caughl sei, basierend auf einem Schlager. Und da hat Vera sich gar nicht mehr zu geäußert. Das heißt, Vera ist jetzt erstmal weg.
18:07 Mina Benz
Okay. Aber das mit den Katzen fasziniert mich. Gibt es keine Katzen in Deutschland wahrscheinlich.
18:13 Gavin Karlmeier
Ich kann es ja absolut nicht sagen, aber wir wissen von EU, ich weiß nicht, ob sich irgendjemand. IO hatte eine Zeit lang so einen kurzen Bass. IO war das Netzwerk aus, oh jetzt komme ich ins Schlittern, Bulgarien, Kroatien, irgendwie so? Die ja so versucht haben, eine Mischung aus Facebook, Twitter und Instagram zu sein, aber auch mit einem Fact-Checking. Dass jeder Post quasi überprüft wurde, ob die darin sich bein die darin sich befindlichen Aussagen der Wahrheit entsprechen. Das ist ein wahnsinnig schlechter USP für ein Netzwerk, das Twitter beerben möchte. Ein Netzwerk, das vor allem davon gelebt hat, dass Leute Gags geschrieben haben.
18:54 Mina Benz
Also, ich Real-Time-News und Happenings kommentiert haben, was du überhaupt noch gar nicht fuck checken kannst.
19:02 Gavin Karlmeier
Richtig, vor allem nicht mit KI, die im Zweifel einen uralten Datenbestand hat. Cool, auch wir bleiben da auf jeden Fall dran und ich finde das alles sehr faszinierend, aber es riecht auch ein bisschen fishy.
19:15 Mina Benz
Ja, also ich meine, als Anwalt, es ist interessant. Es ist interessant als Markenanwalt.
19:23 Gavin Karlmeier
Für dich als Markenanwalt. Für dich als Markenanwältin hochinteressant, diesen Prozess zu holen.
19:29 Mina Benz
Für mich als Hobby-Markenanwältin. Und wenn ich sage Hobby-Markenanwältin, dann bedeutet das, dass ich mal das BGB lernen musste.
19:39 Gavin Karlmeier
Im Abi. Aber man kann da ja was raus lernen, tatsächlich, nämlich sollten die damit durchkommen und sollten sie sogar recht bekommen und sogar die Marke Twitter nutzen dürfen Dann können wir uns ja überlegen, welche möglicherweise ungenutzten Marken alter sozialer Netzwerke könnten wir wiederbeleben. Also wir wissen, dass die MySpace-Gründer an MySpace arbeiten, wir wissen, dass Friends da wieder da ist. Aber hey, wie wär's mit einem neuen Studie VZ?
20:03 Mina Benz
Aber du musst ja sowieso in dem amerikanischen Markenrecht, das war doch auch das ganze Ding mit Patagonia. Und Patty Gonia, die Drag Queen. Ja, also da lief oder läuft noch ein Prozess, weil Patty Gonia also sagt Patagonia, der Kleidungshersteller, gegen das Markenrecht verstößt. Und die wollten eigentlich mit ihr eine außergerichtliche Einigung finden. und haben aber so sagt, das Unternehmen mussten jetzt klagen auf ein Dollar Damages, damit sie quasi ihr ihren Anspruch auf die Marke nicht verlieren, auf das Logo und so. Und also Wie gesagt, Hobby-Markenanwältin hier. Und deswegen finde ich das interessant, dass ja mit Twitter oder X Dass sie den Vogel nicht mehr benutzt haben und dass das Gericht gesagt hat, ja, okay, ihr benutzt den eh nicht mehr, gehört euch nicht mehr.
20:59 Gavin Karlmeier
Ja, ne, das finde ich auch, weil im Urheberrecht zum Beispiel ist es ja völlig anders gelagert. Also im Urheberrecht hast du ja bis 70 Jahre nach deinem Tod weiterhin eine gewisse Rechtssicherheit als Urheberin oder Urheber. Und scheinbar, also wir sind hier in den USA und so und wissen, da muss es Präzedenzfälle geben, aber wir beobachten das mal. Welche Marke würdest du dir denn gerne dann sichern?
21:23 Mina Benz
Puh, muss das eine amerikanische sein oder?
21:26 Gavin Karlmeier
Du könntest auch Punika zurückholen, wenn du möchtest.
21:30 Mina Benz
Also vielleicht einfach mal Raider. Raider heißt jetzt Twix, also ganz alt, sorry, I'm showing my age. So in den 90ern.
21:41 Gavin Karlmeier
Ich glaube, es war sogar in den 80ern.
21:45 Mina Benz
Nein, das muss in den 90ern gewesen sein, weil ich kann mich daran erinnern. Und so alt bin ich noch nicht.
21:51 Gavin Karlmeier
Ich glaube, ich bin mir. Also, ich check das. Okay, 1991. Ich bin 89 geboren, für mich gehört 91 zu den 80er.
22:01 Mina Benz
Nee, da war ich sechs. Und ich bin ja große Süßigkeiten-Liebhaberin und dann einfach ein Ein Schokoriegel, der Raider heißt, den man beim Raiden essen kann. Pass auf, jetzt Live-Pitch. Beim Raiden, wenn du WoW spielst. Oder ein anderes Spiel und du raidest, dann isst du Raider, weil der gibt dir Energie und der macht deine Hände nicht dreckig.
22:32 Gavin Karlmeier
Ja, oder wenn du dieses Spiel mit Lara Croft spielst, dann kriegst du da auch nochmal ein paar Bonuspunkte für.
22:38 Mina Benz
Ja. Wieso?
22:40 Gavin Karlmeier
Wir bleiben kurz bei Marken und Veränderungen und Brand Awareness und so, denn Wahlbeobachter hat auf Threads etwas festgestellt und das zitiere ich gerne mal. Er hat nämlich sich einfach mal alle Webseiten der Deutschen Bundestagsabgeordneten angeschaut. Er hat festgestellt, dass auf 50% aller Webseiten immer noch das Twitter-Logo ist mit einem toten Link. Also du kannst es nicht öffnen, aber sie haben es einfach nie angepasst. Und die Geschichte eigentlich total egal und der Werklic schon auf einer Webseite eines Bundestagsabgeordneten auf die Social Media Links und so, klar Aber ich finde, daraus kann man so wahnsinnig gut lernen, warum dieses Rebranding auch einfach keine gute Idee war. Weil es eben A eine. . . den bestehenden USP ja gar nicht verändert hat. Also den Grund, warum Leute sich da anmelden, es war kein Reboot, sondern es wurde einfach nur umbenannt. B, Leute immer noch von Twittern und Tweet und Twitter sprechen und das nicht adaptiert haben für sich. Und C, da die neue Marke auch einfach gar nicht stark ist. Also wenn ich sage, folge mir auf X zu irgendwelchen Leuten auf der Straße, dann gucken die mich an, als hätte ich. . . Sie gerade beleidigt, was ich wahrscheinlich auch getan habe mit dieser Aussage. Aber ja, du weißt, was ich damit sagen möchte. Ich wollte zumindest einmal der Beobachtung halber anhängen.
23:50 Mina Benz
Darf ich eine Gegenmeinung sagen?
23:52 Gavin Karlmeier
Ja.
23:53 Mina Benz
Also, ich meine, klar, wir beide vermissen Twitter, glaube ich, ganz viel, wie viele. Aber ich finde das eigentlich jetzt mittlerweile tatsächlich gut, dass das Ex heißt, weil es ist einfach so eine andere Plattform. Twitter ist tot und der andere Name macht das einen wirklich nochmal deutlich.
24:09 Gavin Karlmeier
Und er macht, ja, ich stimme dir zu, das ist keine Gegenmeinung. Ich bin deiner, wir haben die gleiche Meinung. Nur weil das Rebranding aus Markenperspektive nicht der geschickteste Move war. würde ich dir deswegen trotzdem nicht widersprechen, weil ich glaube auch, dass das für uns als ehemalige NutzerInnen das alles leichter gemacht hat. Weil jetzt ist einfach, es gab Twitter mal und das war, wie es war. Und jetzt ist es eben weg. Und das, was übrig geblieben ist, ist dieser Trümmerhaufen, der da übrig geblieben ist.
24:36 Mina Benz
Naja.
24:36 Gavin Karlmeier
So, apropos dieser Trümmerhaufen Elon Musk hat ja ein paar, äh, ich sag mal, Kohlen im Feuer. Sagt man das so? Kastanien im Feuer? Was machen wir mit Kastanien?
24:47 Mina Benz
Kohlen im Feuer Jetzt bin ich sagen, von Wort Nick Kohl und vorher hätte ich jetzt gesagt.
24:51 Gavin Karlmeier
Das Problem ist, ich habe hier diesen Ruf, dass ich nicht in der Lage bin, im Podcast Redewendungen richtig zu verwenden, was mich total nervt, weil ich eigentlich sehr gut mit so Redewendungen bin. Aber wenn ich mich so in Rage rieche, dann bringe ich die immer alle durcheinander. Dann muss ich echt sagen, bin ich nicht in der Lage zu. Egal. Elon Musk hatte zum Beispiel. Versucht, in Minnesota eine einstweilige Verfügung zu erwirken. Was ist passiert? Minnesota geht ja gerichtlich gegen Deepfake-Generatoren vor. Also sie verbieten KI-generierte Nacktbilder. Und Elon Musk und XAI, SpaceX XAI, hatte angekündigt, dagegen gerichtlich vorzugehen, weil sie eine Einschränkung ihrer Redefreiheit darin sehen. Das ist ein relativ komplexer Prozess, den wir hier schon ein bisschen auseinandergenommen haben, weil wir gesagt haben, Auch wenn wir natürlich der Meinung sind, dass diese Apps so nicht existieren dürften, könnte zumindest im amerikanischen Recht XAI hier einen validen Punkt haben. Haben wir hier schon ein bisschen auseinandergenommen, muss ich jetzt nicht nochmal ganz machen. Interessant war aber, dass zum Beispiel das Justizministerium der USA sich hinter XAI gestellt hat in dem Prozess gegen den Staat Minnesota, weil sie gesagt haben, diese Einschränkung. . Würde die Bundesgesetzgebung zu stark einschränken und würde möglicherweise auch Innovation behindern. Und jetzt ist aber folgendes passiert: XAI hatte ja nicht nur Klage gegen dieses Gesetz angekündigt, Sondern auch versucht, eine einstweilige Verfügung zu erwirken, damit dieses Gesetz eben noch nicht gilt. Und damit sind sie zumindest gescheitert, denn der US-Bezirksrichter Donovan Frank berichtet Reuters. Der hat diesen Antrag einfach zurückgewiesen und hat gesagt, nö, nö, das werden wir jetzt erstmal gemeinsam klären. Die von den Parteien aufgeworfenen verfassungsrechtlichen Fragen sind komplex, insbesondere im Hinblick auf neue Technologie und die Risiken, die sie für die Öffentlichkeit birgt. Diese Fragen verdienen eine umfassende Prüfung, also nach dem Motto, hier gibt es nichts im All-Verfahren, tut mir leid. Ciao.
26:46 Mina Benz
Ja, ist doch gut. Also es ist manch, ich habe das Gefühl, Richter müssen auch viel, also wenn Richter zuhören, das würde mich sehr interessieren, ob das wirklich so ist, gerade auch in Deutschland, aber ich habe das Gefühl, RichterInnen müssen sehr viel so Kindergärtner spielen und ne, Schiedsrichter und so Leute, okay, jetzt mal, wir sind jetzt mal erwachsen, wir reden jetzt erstmal miteinander und gucken uns das an.
27:10 Gavin Karlmeier
Absolut, 100 Prozent. Vor allem, weil du ja, vor allem in den USA, aber mittlerweile ja auch hier, dadurch diese massive Anzahl an Slap-Klagen, also Klagen, die ja einfach nur andere Unternehmen einschüchtern sollen oder sie binden sollen, ihre Ressourcen binden sollen und dazu zwingen wollen, sich mit so Quatsch auseinandersetzen zu müssen, dass die ja alle auch über die Tische der Gerichte gehen. Also dass RichterInnen als sich dann wirklich auch mit so einem Dumpfsinn beschäftigen müssen, der nur verwendet wird, um sich gegenseitig irgendwie gegen einfach nur zu behindern. Das ist halt. das ist so dämlich.
27:47 Mina Benz
Ja, also ich finde es eigentlich gut, wenn man das wirklich mal prüft, habe ich aber jetzt Hoffnung, dass irgendein Richter, der vielleicht jetzt nicht der super Experte ist, dann ein Urteil trifft, das womöglich nationwide Relevanz hat.
28:09 Gavin Karlmeier
Also wir haben, ich finde, in den letzten Monaten waren wir sehr häufig überrascht, wie gut die Gerichte und RichterInnen informiert waren. Also ich hatte schon das Gefühl, da passiert viel, weil sie eben genau wissen, wie was. wie hoch die Stakes sind irgendwie. Aber du hast natürlich recht, weil eben diese Dimensionen, die dieses Gesetz in Minnesota auslöst und die Folgen, die das auslösen könnte, Dass das tatsächlich zu einem zu einem relativ langwierigen und komplizierten Verfahren werden könnte. Wohlwissen, und das ist das Ärgerlichste, dass eben die US Bundesregierung, dass die denen dabei ja auch noch in die, wie sagt man, in den Rücken fallen können. Ha, die Redewendung habe ich richtig gesagt.
28:51 Mina Benz
Und in die Karten guckt, ja.
28:54 Gavin Karlmeier
Nicht, dass sie ihnen in die Karten fallen.
28:56 Mina Benz
Aber das ist schon faszinierend, weil es muss auch wirklich einfach ein Druck sein, den du da hast. Du bist da hingekommen, als Richter, wahrscheinlich vor 10, 15 Jahren, nicht mal ansatzweise diese Themen und Probleme erwartet. Und jetzt musst du dich damit beschäftigen, musst total viel lernen, musst dich damit auskennen. Ja, das ist schon. Aber irgendwie auch, ich meine, man würde diese Art von Prüfung bei der Gesetzgebung erwarten. Und wenn man aber sagt, das ist in der Gesetzgebung schon erfolgt, warum muss das dann nochmal im Gericht geprüft werden? Weißt du, was ich meine?
29:33 Gavin Karlmeier
Ja, aber auf der anderen Seite, Checks and Balances funktionieren ja genau so, dass man ein Gesetz formuliert, das man natürlich nicht. einfach so mal irgendwie runterschreibt und dann winken alle das durch, sondern das auch gewisse Prüfungen erlebt hat. Aber es gibt halt so viele Interessensgruppen an solchen Gesetzen und zwar nicht nur in den USA, sondern in Deutschland haben wir ein ähnliches Prinzip, vor allem wenn du dir das Bildungssystem anschaust, das ja auch, oder Polizeigesetze auch ein gutes Beispiel, die sind eben föderal aufgebaut. Und in den USA ist es halt auch so, dass viele Gesetze einfach auf staatlicher Ebene. . nach den staatlichen Interessen gewertet werden oder entwickelt werden. Und dann gibt es noch die Bundesebene, die eigene Interessen haben, die möglicherweise dem auch gegenüberstehen. Und dann gibt es noch die wirtschaftlichen Interessen, dann gibt es noch die Interessen der NutzerInnen, dann gibt es noch Interessensgruppen, die irgendwie nochmal eine andere Perspektive haben. Und allen muss irgendwie gerecht geworden werden. Und das ist, glaube ich, nicht so einfach. Und bei uns gibt es sogar noch die EU, also die nur Rahmen meistens vorgibt und dann muss das Gesetz ja erstmal entsprechend übersetzt werden.
30:37 Mina Benz
Gibt es da irgendwie eine Schätzung, wie lange dieser Prozess jetzt dauert?
30:41 Gavin Karlmeier
Nee, das kann man nie so genau absehen, vor allem, weil die meisten dieser Prozesse dann ja irgendwann vorläufig enden. Aber der hat halt noch nicht mehr begonnen. Das kann also noch ein bisschen dauern. Ein anderer Prozess, der gar nicht erst beginnen wird, ist folgender, denn in New York, im Staat New York. Gehe ich davon aus? In New York gibt es ein Gesetz gegen Hassrede mit dem Namen Stop Hiding Hate Act. Dieses Gesetz soll Unternehmen, also Plattformen dazu zwingen. Richtlinien zur Inhaltsmoderation offenzulegen und faktische und unumstrittene Informationen entsprechend in diesen Richtlinien Einzubauen. Und X hatte dagegen geklagt, natürlich, weil sie sagen, dass das eine Einschränkung des ersten Verfassungszusatzes wäre. Und der US-Bezirksrichter John Cronin, der hat jetzt gesagt, auch das berichtet Reuters. dass dieses Gesetz nicht im Widerspruch zum First Amendment steht. Und noch weiter Unternehmen nutzen stets ihr Messen, ihr Urteilzermögen und ihre Ansichten, wenn sie entscheiden, welche Waren sie anbieten. Burger King entscheidet sich zum Beispiel dafür, Kalorienreichere Produkte anzubieten als andere, aber die Angabe des Kaloriengehaltes bleibt rein faktisch, genauso verhält es sich hier Und die Abweisung dieser Klage erfolgt ohne Möglichkeit der Berufung. Das heißt, Ex kann da auch nicht mehr gegen Vorgehen, sondern muss sich da jetzt dran halten. Und wenn sie sich da nicht dran halten. . . Könnten die Geldbußen bis zu 15. 000 Dollar pro Verstoß und Tag betragen. Heißt also, sie sollten sich tatsächlich darum kümmern, dieses Problem in den Griff zu stellen. Zu kriegen, wie ihre Richtlinien zur Inhaltsmoderation aussehen. Was interessant ist, weil Ex hat keine im Moment.
32:21 Mina Benz
Also, was ich jetzt mitnehme, ist, dass der karrieresicherste Job aktuell wahrscheinlich Anwalt bei X ist.
32:31 Gavin Karlmeier
Ja, bei X muss du immer davon ausgehen, dass es Unternehmlich nicht bezahlt. Deswegen weiß ich nicht. Also vielleicht hast du da eine lange Perspektive, aber eben kein Geld.
32:41 Mina Benz
Aber dann kannst du ja auch klagen, deswegen sind die so viel vor Gericht. Nein, aber das ist jetzt zu dem Thema. Also es ist natürlich, also es wundert mich, das ist, sorry, das schreibt sich immer alles so von selber mit Ex. Eben was die klagen und dass die keine Inhaltsmoderation haben und also ich meine, es ist so einfach. Also du könntest wahrscheinlich an einem Tag eine Richtlinie zusammenschustern. Wenn du ein paar ExpertInnen noch hast, weiß ich nicht, ob die mittlerweile alle weg sind. Es sind ja viele gegangen. Aber. Das ist ja jetzt kein Geheimnis. Alle Richtlinien sind ja öffentlich und wie die dann angewendet werden, das kannst du ja dann noch ausjustieren.
33:27 Gavin Karlmeier
Ja, das Problem. Ja, natürlich.
33:31 Mina Benz
No excuse, aber gut.
33:33 Gavin Karlmeier
Oh excuse. Wir bleiben in New York, denn Zoran Mamdani, der Bürgermeister von New York, der übrigens kleines Nachhak. Gar nicht in der, der kann gar nicht US-Präsident werden, qua Geburtsort. Wir haben das in der letzten Episode irgendwie ist uns das so durchgerutscht. Der hat einen Stopp für KI an allen Schulen durchgesetzt. Also er hat gesagt, kids need to learn to think for themselves. Also sie sollten in der Lage sein, für sich selber zu denken. Kinder brauchen LehrerInnen und menschliche Beziehungen, um zu lernen und sich zu entwickeln. Und dementsprechend dürfen auch KI-gestützte Lernprogramme in. im Unterricht nicht mehr eingesetzt werden. Und das betrifft 600. 000 SchülerInnen bis zur 8. Klasse. Also tatsächlich relativ weitreichend und eine große Ankündigung oder auch interessant, dass ein Bürgermeister mal so ein. . So ein Machtwort über die Art und Weise, was in den Unterricht wandert und was nicht spricht.
34:26 Mina Benz
Habe ich das richtig im Kopf, dass das erstmal für ein Jahr gilt?
34:29 Gavin Karlmeier
Ja genau, das gilt jetzt erstmal für ein Jahr.
34:31 Mina Benz
Ich finde das gut. Also auch vor allen Dingen dieses, das gilt jetzt für ein Jahr. Wir gucken mal, wie sich das entwickelt. In einem Jahr gucken wir weiter, holen uns Feedback ein. Aber man hat ja schon in den letzten Monaten und Jahren sehr viel auch von LehrerInnen gehört und auch ProfessorInnen. Also an Unis ist es ja noch krasser, dass teilweise die Studis gar nicht mehr selber ihr Wissen anwenden können und dass es auch nicht hängen bleibt, wenn du das nur alles durch KI generieren lässt. Also ich finde das interessant Und bin gespannt, was die in einem Ja sagen, ob die das dann verlängern.
35:09 Gavin Karlmeier
Ja, das Dilemma ist natürlich, glaube ich, und das ist also mit den LehrerInnen, mit denen ich so spreche. dass die halt alle sagen, naja, solange, also sie brauchen keine Hausaufgaben aufgeben zum Beispiel, weil sie 25 KI generierte Hausaufgaben zurückkriegen am Ende. Das Dilemma ist halt, dass das hier erstmal nur den Unterricht betrifft. Ich finde das auch richtig, vor allem, weil dieses Jahr ja möglich, wir sehen ja, wie groß die Entwicklungsschritte in der KI-Entwicklung sind. Dass du in einem Jahr möglicherweise auch ganz andere Überprüfungen, Leitplanken und Tools haben könntest, die dann vielleicht einzeln wieder für den Unterricht zugelassen werden können. Das würde ich gar nicht ausschließen, dass das hier mitgedacht wurde. Ich würde aber auch zustimmen, dass es erstmal ein Schritt in die richtige Richtung ist, weil das auch, und da will ich jetzt niemandem zu nahe treten, aber es häufen sich ja Geschichten von ÄrztInnen, die ihren Job nicht mehr machen, weil sie alles nur noch in Chatbots eingeben und so weiter und so weiter. Und es nimmt zumindest die Möglichkeit, dass LehrerInnen sich darauf verlassen, auch nicht mehr selber denken zu müssen.
36:11 Mina Benz
Ja, das stimmt. Also, ich meine, idealerweise würdest du natürlich ein Unterrichtsmodell haben. Vielleicht nicht für jedes Fach, aber wo du das anwendest und in der Anwendung klar machst, wo die Grenzen sind von KI. Und das dann den Leuten auch den Kindern und Jugendlichen direkt zeigst. Mathe ist jetzt, also ich verstehe bei sowas dann nicht, aber vielleicht bin ich auch anders, weil ich in den 90ern in der Schule war. Aber wir haben auch Aufsätze und Mathe-Aufgaben auch im Unterricht geschrieben. Also, wir haben nicht nur alles als Hausaufgaben gemacht, wir haben auch in der Schule selber Sachen gemacht. Und das gut, aber ich bin auch keine Lehrerin, also von daher, ich sollte nicht so viel palavern über Sachen, von denen ich heute keine Ahnung habe. Aber ich finde es erstmal. gut und idealerweise kommt man dann irgendwann dahin, dass den Kindern und Jugendlichen das beigebracht wird. Das kannst du benutzen und das sind die Grenzen und so kannst du verlässliche Quellen finden.
37:14 Gavin Karlmeier
Vielleicht müssen wir jetzt tatsächlich nochmal demnächst Bob Blume einladen, der da mal ein bisschen aus dem Nähkästchen plaudert
37:20 Mina Benz
Ist der Lehrer?
37:21 Gavin Karlmeier
Der Wahllehrer. Also der ist und der kennt sich damit aus. Das ist sein Thema. Ja. Ich würde, ja, vielleicht machen wir das nächste Mal, weil da, ich glaube auch, das ist. Erstmal betrifft das nur New York. Und 600. 000 SchülerInnen ist nichts. Aber es sind auch längst nicht alle SchülerInnen dieser Welt. Und daraus zu lernen und abzuleiten, was man so richtig machen könnte, das halte ich eigentlich für eine sehr gute. Entwicklung.
37:49 Mina Benz
Und war das nicht irgendwo in Skandinavien auch?
37:53 Gavin Karlmeier
Da wurden die Smartphones und Tablets wieder aus dem Unterricht entfernt.
37:56 Mina Benz
Ah ja, danke.
37:58 Gavin Karlmeier
Ja. Aber das Interessante ist, dieses Gefühl, wie sich SchülerInnen in New York gefühlt haben, das konnte man hier am Donnerstag sehr gut simulieren. Denn während Elisabeth und ich hier die Episode für Freitag aufgenommen haben. Gab es die große Kernschmelze? ChatGPT, Grog, Claude und zeitweise Gemini waren alle down. Es waren alle nicht mehr erreichbar. Und ich hatte für einen kurzen Moment das Gefühl, wir haben es geschafft, wir haben sie besiegt. Das war's. Sie sind aber wieder da.
38:30 Mina Benz
Siehst du, und ich bin so. Eine so geringe KI-Nutzerin, ich habe das nicht mal mitbekommen, bis du mir die Vorbereitung für die Folge geschickt hast.
38:39 Gavin Karlmeier
Es war einfach Jenga. Also Anthropic sagt, bei Ihnen gab es ein Infrastrukturproblem. Bei Grob kam die Meinung, das Modell ist überlastet. Vielleicht haben sie einfach zu viel an Anthropic vermietet und ihre Rechenzentren waren einfach zu beschäftigt. Und bei OpenAI könnte das mit der Einführung des neuen Modells ChatGPT 6 zusammengehangen haben, von dem übrigens OpenAI selber sagt, dass sie damit in die AGI-Ära eintreten.
39:09 Mina Benz
Das ist aber interessant, weil das, ich will jetzt nicht spekulieren, aber es klingt ja so, als ob. . . bei ein oder zwei Systemen eine Überlastung war und dann ist es wie Dominus-Steine irgendwie umgefallen, weil das wahrscheinlich alles in den Data Centers miteinander zu tun hat. Und dann frage ich mich, wie resilient ist das denn für die Zukunft aufgestellt? Weil wenn du jetzt ein Unternehmen bist und du Verlässt dich wirklich, also du setzt da richtig drauf, wie die Firmen das ja auch wollen. Du hast keine Ahnung wie viele Hunderttausende oder Millionen Ausgaben für Agentic AI und das funktioniert auch so alles gut. Also, ich kenne es eigentlich aus dem Software-Bereich noch so, dass du teilweise eine Dreifach-, manchmal sogar Vierfach Absicherung hast. Und hier funktioniert gar nichts mehr. Das klingt ein bisschen anfällig für Störungen und Disruptionen.
40:05 Gavin Karlmeier
Also es ist natürlich total Mutmaßung, weil wir keine weiteren Infos haben. Aber es ist schon interessant, dass Claude und Rock gleichzeitig ausfallen, weil Claude oder Anthropic nutzt ja Rechenkapazitäten von SpaceX AI. Aber halt auch nicht nur. Sie nutzen ja jeden Computer, der ihnen irgendwie gerade unter die Finger kommt. Also ob da wirklich einen Zusammenhang bestellt, wie gesagt, ist Mutmaßung.
40:29 Mina Benz
Naja, oder eins ist ausgefallen und dann sind Leute zu was anderem gewechselt. Ach, keine Ahnung. Aber es ist schon, ist das alles in, also sind die alle zur gleichen Zeit ausgefallen, innerhalb von ein paar Minuten oder über mehrere Stunden?
40:42 Gavin Karlmeier
Also das kann ich dir so nicht rekonstruieren. Also ich kann dir, doch warte mal, vielleicht doch. Ich kann dir sagen. Also Grog hatte Ausfälle ab 9. 30 Uhr Eastern Time. ChatGPT hatte Ausfälle ab 11 Uhr Eastern Time. Und Claude, kann ich dir nicht sagen, ich weiß nur, dass bei Claude die Ausfälle um 12. 15 Uhr behoben waren. Also es war zumindest alles in derselben Zeitspanne.
41:07 Mina Benz
Hm. Interessant. Also vielleicht hört man ja noch ein bisschen was davon in den nächsten Tagen.
41:14 Gavin Karlmeier
Ich werde da gleich noch eine Geschichte erzählen, wo man tatsächlich noch mal was von gehört hat. Aber vorher noch eben zu GPT-6, ganz kurz, wir wollen es gar nicht so sehr vertiefen, da gibt es andere, die können das viel besser und genauer, aber was dieses Marketinggerede, von wegen, wir sind jetzt in der AGI-Ära, Weil also dass die General Intelligence da ist und Computer jetzt eben in der Singularität sind und dass es eben jetzt möglich ist, eine kritische Schwelle für Cybersicherheitsfähigkeiten zu überschreiten, wie OpenAI das selber kommuniziert. die aber gleichzeitig versprechen. Aber es wird nicht zu einer Wiederholung von Vorfällen kommen, bei denen das System in interne Systeme von Konkurrenten eindringt. Es ist schon so, man versucht jetzt vielleicht anders zu vermarkten nach dem Hugging-Face-Vorfall.
41:58 Mina Benz
Also Hugging Face einfach auch der beste Name, sorry.
42:03 Gavin Karlmeier
Er bezieht sich auf das Emoji übrigens.
42:07 Mina Benz
Sure. Ja, ich muss an das an Alien denken.
42:15 Gavin Karlmeier
Hab ich nicht gesehen.
42:16 Mina Benz
Aber ja, egal. Also ja, AGI, das ist lustigerweise, sorry für den Plug, aber das ist so die allererste Folge Never Content. Da haben wir über Jensen Wang und in WDA und sein Interview und AGI und wie nah das wirklich ist gesprochen und sind dann irgendwie zu dem Schluss gekommen, dass das noch relativ weit entfernt ist. Und ich, also das macht gerade auch da so viel PR-Spreche und Marketingspreche ist, ist das wirklich fast unmöglich unabhängige Einschätzungen mit Insiderwissen zu bekommen. Das ist ja das Frustrierende bei KI.
42:54 Gavin Karlmeier
Ich würde sogar noch einen Schritt weiter gehen. Ich glaube, es ist sogar fast gar nicht mehr möglich, diese Linie zu ziehen, ab wann denn etwas als Als AGI zu verstehen ist. Weil die Definition ist ja, dass die Denkprozesse in einer Geschwindigkeit zunehmen, in der sie das der Menschen deutlich überschreiten und sozusagen mit jedem Schritt einmal einen Menschen sozusagen überholen können. Ungefähr so, ist keine wissenschaftliche Definition, aber so. Und wie willst du, dass bei solchen multimodalen Modellen tatsächlich irgendwie. festhalten können. Das ist ja, es ist sehr schwammig. Und deswegen hast du halt eine rote Linie, die du einfach selber in den Raum legst, und dann sagst du, wir sind jetzt hier mal drüber getreten und jetzt ist es soweit. Für mich funktioniert das so nicht als wissenschaftliche, wissenschaftlicher Meilenstein.
43:47 Mina Benz
Nee, das stimmt. Also Ich hab auch das Gefühl, AGI, ja, die Definition, die du jetzt genannt hast, aber die wird auch wieder von allen Leuten unterschiedlich interpretiert. So, weil du könntest auch sagen, ChatGPT vor zwei Jahren konnte das schon, weil du hast eine Frage gestellt und hat dir so schnell eine Antwort gegeben. Dass du das selber nicht so abbilden kannst oder ist damit gemeint, dass du dich an etwas selber erinnerst, dann natürlich erinnerst du dich genauso schnell wie eine KI. Ja, oder du analysierst vielleicht etwas in deinem Kopf, also misst man dann die Neuronen, wie sie durch dein Gehirn feuern. Neuronen weiß ich nicht, Nervenzellen, keine Ahnung.
44:28 Gavin Karlmeier
Es ist so ein bisschen wie damals, wie das iPhone 4 damals vermarktet wurde mit dem Retina-Display, weil es eine höhere Auflösung als das menschliche Auge hätte. Was bringt mir das?
44:41 Mina Benz
Ja, also ich bin da ein bisschen skeptisch, aber auch trotzdem. Man merkt natürlich, dass die Modelle besser werden. Man merkt die Fortschritte schon. Das finde ich interessant. Und deswegen ist es auch so wichtig, dass unabhängige Forschung da gestattet wird und auch Mittel bekommt, gerade auch in Deutschland. Und weil das passiert einfach so viel, so schnell. Du kommst ja fast gar nicht hinterher.
45:11 Gavin Karlmeier
Ja, absolut. Und interessant ist aber, dass sie hier in diesem Verfahren der Veröffentlichung von ChatGPT 6 Astra, so heißt es nämlich das Modell, Tatsächlich, bevor es veröffentlicht wurde, einmal an die Regierung gegeben wurde zum Drückucken. Und wir haben schon öfter gesagt, dass Das ein möglicherweise problematischer Prozess sein könnte, obwohl wir im Kern verstehen, warum man das macht. Lass mich das ausführen. Also, die US-Regierung hat. diesen Anspruch erhoben, dass sie solche Modelle vorher sicherheitsprüfen wollen, damit eben sowas wie mit Fable, wir erinnern an uns, Claude Fable wurde, war eine Zeit lang offline, weil es angeblich zu unsicher sei und zu krass. offline genommen und zwar auf Anweisung der US-Regierung. Und seitdem gibt es eben so eine Prüfschleife, bei der es ein Testverfahren gibt, das mit der Regierung gemeinsam durchgeführt wird. Und erstmal versteht man das ja sogar. Also erstmal versteht man, wenn man ein Produkt an den Staat bringt, das theoretisch in der Lage ist, die eigene digitale Infrastruktur zu beschädigen, vor allem von ausländischen Kräften. Dass man dann möglicherweise sagt, ja, lass mal vorher einmal drüber gucken und überlegen, können wir das so anwenden. Aber bei der US-Regierung hat man ja überhaupt gar kein Vertrauen und gar keinen Sicherheitsgrad. Gefühl mehr. Also dieser Reflex, den ich gerade geschildert habe, den habe ich nicht, wenn das einmal bei Pete Hexeth auf dem Tisch liegt oder bei wem auch immer.
46:36 Mina Benz
Ja, es wäre natürlich jetzt cool, wenn sowas wie die EU auch über sowas guckt. Aber was ich gerade gedacht habe, meinst du, wir kommen dahin irgendwann, dass es so einen Genehmigungsprozess gibt wie bei Medikamentenzulassungen?
46:51 Gavin Karlmeier
Ja, ja, aber die Frage ist ja halt, wer prüft und aus welchen Beweggründen.
46:57 Mina Benz
Genau, ja, das also es sollte natürlich kein Teil einer Regierung sein, die ja austauschbar ist und politischen Schwingungen unterliegt, sondern eine unabhängige Behörde mit ExpertInnen. Am besten sogar noch nicht nur national geprägt, sondern international zusammengesetzt. One can dream.
47:20 Gavin Karlmeier
Also vielleicht das Meta-Over Sideboard. Das hat sich da ja schon mal in entsprechende Position gebracht, was das angeht. So, ich habe es gerade schon mal angekündigt: den Hugging Face-File. Also, wir erinnern uns daran, dass damals bekannt geworden ist, dass. Ein neues Modell von OpenAI, gemeinsam mit bestehenden Modellen von OpenAI, einen Angriff von sich aus auf Hugging Face geplant und durchgeführt haben soll. Hugging Face ist eine Hosting-Plattform, die übrigens mittlerweile von Nvidia gekauft wurde oder sind gerade im Verfahren, das an Nvidia zu verkaufen. Und jetzt gibt es aber eine ganz spannende Recherche darüber, was da eigentlich so alles passiert ist auf diesem Weg. Also wir wussten zum Beispiel, dass auf der Hugging-Face-Seite aus Bibliotheken Informationen genutzt wurden. die sich der Agent oder das Modell selber nicht beschaffen konnte. Wir haben das damals so, ich glaube, ich habe damit Pip Klöckner zitiert vom Doppelgänger Podcast, der gesagt hat, Es ist so ein bisschen so, du musst zur Klassenarbeit und bevor du aber zur Klassenarbeit gehst, klaust du dem Lehrer die Lösung aus der Tasche. So, das war so ein bisschen das Bild, das aufgemacht wurde. Jetzt gibt es Untersuchung der unabhängigen Forschungs Organisation Mieter, METR, und Redwood Research. Und die sagen, so berichtet es zumindest die Süddeutsche Zeitung und auch Reuters. Heute der hat an die Reuters Show. Was soll ich machen? Shoutout Reuters. Shout out Reuters, gute Arbeit. dass die Prozesse, die da abgegangen sind, deutlich weitergegangen wurden als seien als bisher angenommen. Zum Beispiel, und das finde ich super interessant, Die verschiedenen Agenten haben angefangen, miteinander zu kommunizieren, obwohl sie eigentlich gar keine Möglichkeit dafür hatten. Also haben sie angefangen, also sie haben in so einer Sandbox gearbeitet, in einer isolierten Umgebung, hatten keinen Zugang zum Internet. und keinen Zugang untereinander, hatten aber Zugang auf ein Programm mit dem Namen Artefactory. Das ist eine Art Zwischenlager, bei der du Softwarepakete ablegen kannst. Und Agenten haben quasi alle gemeinsam darauf Zugriff gehabt. Also haben die Agenten angefangen, Ordner dort anzulegen und zu benennen. Und dieser Name der Ordner soll die Kommunikation zwischen den Agenten gewesen sein. Was irgendwie so ein bisschen, also ich will jetzt nicht sagen, das ist never seen intelligent, weil hätte ich mir als Achtjähriger auch ausdenken können, aber es ist doch irgendwie eine interessante Art und Weise, So einen Weg zu umgehen. Und es gab eben auch keinen Internetzugang, aber Artefactory hat die Lage, äh hat die Fähigkeit gehabt, Softwarepakete herunterzuladen, und sie haben es offenbar geschafft, über diesen Weg den Internetzugang auszunutzen. Also sie haben Diese Paketschnittstelle ausgenutzt, um überhaupt den Zugang zu bekommen, den sie dafür gebraucht haben.
50:02 Mina Benz
Also gab es doch Zugang zum Internet.
50:05 Gavin Karlmeier
Ja, genau, aber eben über eine kleine, eigentlich dafür nicht vorgesehene Schnittstelle. Und die Frage aber, die hier eben gestellt wird, ist, warum verhielten sich die KI-Agenten überhaupt so? Und das haben wir hier ja auch schon mal gesagt. Die Süddeutsche Zeitung schreibt, dafür gab es mehrere Gründe. Manche Aufgaben waren kaum lösbar, was dazu führte, dass die Agenten immer ausgefallenere Wege gesucht haben. Und gleichzeitig wurden die Sicherheitsmaßnahmen, die diesen Agenten eigentlich eingebaut waren, runtergefahren, damit sie mehr Möglichkeiten haben, ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen. In Anführungsstrichen Kreativität. Das heißt Es war jetzt nicht so, dass diese Modelle von sich aus angefangen haben, durchzudrehen, sondern man hat gesagt, es ist ein bisschen so, als würde ich dir sagen. Hier liegt jetzt eine Waffe, du musst dir jetzt einen Weg suchen, aus dieser Wohnung rauszukommen und du wirst dann irgendwann anfangen, auf die Tür zu schießen und alle sagen, sie hat die Waffe benutzt, das gibt es ja gar nicht. Ungefähr so.
51:00 Mina Benz
Naja, wussten die Programme, dass da mehrere Agenten sind?
51:06 Gavin Karlmeier
Ich weiß nicht, ob sie das voll gewusst haben oder ob sie das vielleicht dadurch festgestellt haben, dass in dieser Softwarepaket-Schnittstelle andere Kräfte, als sie selber Ordner angelegt haben, ob das sozusagen schon als Hinweis ausgereicht hat.
51:18 Mina Benz
Aber warum würdest du einen Ordner anlegen, wenn du das nicht wusstest?
51:22 Gavin Karlmeier
Um deine Pakete zu sichern, die du brauchst.
51:25 Mina Benz
Ach ja, weil du ins Internet willst, ja klar. Ja Okay, ich bin nicht so geschockt, ehrlich gesagt.
51:33 Gavin Karlmeier
Nö, ist noch nicht schlimm. Interessant ist aber auch, dass laut Mieter und Redwood eben nicht nur Hugging Face gehackt wurden, sondern oder angegriffen wurde. Sondern auch OpenAIs eigene Systeme, weil sie es geschafft haben, diese Agenten über irgendwelche Wege hier selber volle Administratorrechte zu bekommen und damit ein ganzes Forschungscluster sozusagen steuern zu können. Sie sagen aber auch, dieser Teil des Vorfalls wurde bisher nicht unabhängig untersucht.
52:00 Mina Benz
Okay. Ja, dann warten wir doch erstmal ab. Wenn es unabhängig untersucht wurde.
52:06 Gavin Karlmeier
Es ist die Frage, ob das noch passiert, ob OpenAI sich da jemand einlädt und sagt: Ja, guck mal, wie wir nicht sicher sind. Das ist, glaube ich, auch ein Problem.
52:14 Mina Benz
Ja, das müsste dann das Meta-Bord verlangen.
52:22 Gavin Karlmeier
Hey, Oversight Board. Hier gibt es was zu tun. Übrigens haben sie nicht nur Hunging Face angegriffen, sondern OpenAI hat jetzt auch noch zugegeben, dass sie die deutsche Website DSEWiki bearbeitet haben. Und zwar 18. 000 Beiträge haben sie dort angelegt, Agenten, ohne dass sie sozusagen, ohne dass irgendjemand weiß, warum.
52:43 Mina Benz
Cool. Hat irgendjemand geguckt, was da angelegt wurde?
52:51 Gavin Karlmeier
Augenblick. Also die Autoren hätten eine Bitte des Unternehmens auf Untersuchung abgelehnt, die Autoren der Wiki. Und also es ist so eine Art Programmierwissensdatenbank und vermutlich wurde da einfach inhaltlich entsprechend ergänzt. Also, Sie haben Antworten auf Testfragen und Tipps zum Umgehen digitaler Sicherheitsbarrieren angelegt.
53:17 Mina Benz
Hm, na, wenn Sie miteinander geredet haben und der Platz in den Ordnern nicht ausgereicht, vielleicht haben Sie das deswegen gemacht. Warum das denn da? Ach, also ich finde das interessant, aber es, also ich Es ist einfach immer, es ist ein bisschen langweilig, dass ich das jetzt auf alles, was du mir erzählst, sage. Aber diese ganzen Marketing- und PR-Sachen, man kann nichts einschätzen, unabhängig. Es ist extrem schwierig. wirklich zu sagen, was bedeutet das denn jetzt?
53:50 Gavin Karlmeier
Ja, das ist so. Aber vor allem, weil man immer dazu sagen muss, den Unternehmen nutzt diese Art der Kommunikation ja am Ende auch.
54:00 Mina Benz
Ja, und man muss auch sagen, Unternehmen lügen halt teilweise auch.
54:04 Gavin Karlmeier
Was?
54:04 Mina Benz
Nicht, dass ich denen jetzt, hier, hallo, ich möchte lieber deine Lüge unterstellen, aber sie stretchen die Wahrheit ein bisschen.
54:12 Gavin Karlmeier
Das kann ich mir nicht vorstellen. Also Unternehmen sind mir noch nie negativ aufgefallen. Mich hat noch nie ein Unternehmen angelogen.
54:21 Mina Benz
Okay.
54:22 Gavin Karlmeier
Ich komm, ich nehme jetzt hier mal kurz, muss mal kurz hier die Emotionen runterkochen. Funktionen und Emotionen. So. Geil, wie du hast gewiped. Ganz kurz, und bevor wir hier in die Rubrik kommen, alle berichten gerade über diese Aura Farming Battles. Hast du das schon da gemacht? Ja, habe ich gesehen. Was ist dein Gefühl dazu?
54:46 Mina Benz
Amazing. Ich finde, also ich habe das Gefühl, das passiert in Berlin schon seit zehn Jahren, ohne dass es jemand so genannt hätte.
54:54 Gavin Karlmeier
Ja, genau. Also für die, die es nicht mitbekommen haben, es gibt jetzt, es sieht aus wie so eine Rap-Cipher oder so ein Dance-Battle. Und da ist dann so ein Kreis von Leuten und in der Mitte stehen sich zwei gegenüber und sie machen eigentlich nur so ein bisschen so Fortnite-Siegestänze sich gegenüber, um zu gucken, wer jetzt gerade mehr Swag hat, wer krasser vibe, höheren Aura-Wert hat. Und so, Slay. Und ich finde das irgendwie süß als Battle, aber du hast genau recht. Also jede U-Bahn-Fahrt in Berlin ist ja immer genau so abgelaufen. Oder jedes Mal, wenn du an der roten Ampel stehst und neben dir ist so ein sehr getunter Wagen. Und in den drei Sekunden, in denen du die Augen des Fahrers sehen kannst, weil nicht gerade alles zugequalmt ist mit Way-Rauch, diese Momente, das war eigentlich genau das Gleiche.
55:40 Mina Benz
Aber das ist doch das Leben. Also es, weißt du, an was mich das so ein bisschen erinnert? Wie hieß dann noch dieser Trend, wo alle eingefroren sind und dann sind sie ausgerastet dann auf allem? Ja, das haben auch, ach, das hat die Welt zusammengebracht. Harlem Shake, Pokémon Go und jetzt vielleicht Aura Farm. Waterbucket Challenge.
56:10 Gavin Karlmeier
Ja, das waren noch Zeiten. Ich habe viel davon mitgemacht.
56:15 Mina Benz
Ja, hast du dir auch ein Eisbucket über den Kopf geschossen?
56:17 Gavin Karlmeier
Das habe ich gemacht.
56:18 Mina Benz
Oh wow.
56:19 Gavin Karlmeier
Wir haben die Mannequard Challenge damals gemacht. Harlem Shake habe ich nicht mitgemacht, leider.
56:25 Mina Benz
Ich auch nicht.
56:26 Gavin Karlmeier
Aber übrigens, kleiner Content-Tipp an der Stelle: Der Mensch, der den Harlem Shake-Song damals produziert hat, das ist Bauer mit 2a. B-A-A-U-E-R. Und sein Instagram-Account ist wirklich der Wahnsinn. Weil er sitzt da, du siehst ihn in so einem Streaming-Setup. Ich glaube aber nicht, dass er live streamt, weiß ich nicht. Aber er sitzt in so einem Livestreaming-Setup und er geht halt immer Songs durch und sucht die Samples in diesen Songs und spielt die Originalsongs. Und das ist ein Premium-Conto. Es ist ganz toll. Also der hat die Hallem Shake Cola gut genutzt, um sich hier zu Hause hinzusetzen und eine Kamera zu kaufen. Egal. Wir sind bei Funktion und Emotionen. Und da möchte ich mit BlueSky reingehen, denn bei BlueSky gibt es jetzt die Möglichkeit, Reposts aus den Feeds zu verstecken. Also du kannst sozusagen Leuten folgen, aber nicht dem, was sie reposten.
57:19 Mina Benz
Wow, das ist meine Reaktion. Aber warum würde man das wollen?
57:25 Gavin Karlmeier
Ich checkte das zu 100% Also, ja. Es gibt so Accounts, die sehr, sehr, sehr viel reposten. Also Repost ist ihre Art und Weise zu sagen, ich habe etwas gelesen. Und wenn dann die ganze Timeline so vollgeballert wird mit Sachen, die dich eigentlich nicht interessieren, du willst aber dieser Person folgen, weil sie zwischendurch auch mal einen eigenen Gedanken hat, dann ist das ein tolles Feature.
57:47 Mina Benz
Stimmt, ja, oder wo ich gerade dran denken musste, ich habe so ein paar Leute, die sind dann, weiß ich nicht, in so krassen Fandoms versackt, die ich nicht kenne. No shade, aber wenn du dann deine ganze Timeline voll mit irgendwelchen K-Pop-Stands und Analysen hast, muss man vielleicht nicht sehen.
58:07 Gavin Karlmeier
Ich würde auch nochmal gerne erinnern, dass wenn ihr so einen super krassen, so ein super krasses Rabbit-Hole habt, über das ihr sehr viel Content teilt, aber euer eigentlicher Inhalt ein ganz anderer ist. Niemand hält euch davon ab, einen zweiten Account anzulegen. Ansonsten hat Brusca jetzt damit angefangen, Threads zu nummerieren. Also wenn du einen Post unter einen Post setzt, dann steht er automatisch hinter 1 von 2, 2 von 2. Cool. Das finde ich wirklich cool, weil es spart, drei bis vier Zeichen, das nicht selber schreiben zu müssen.
58:36 Mina Benz
Ja, und das ist bei Threads, macht das ja auch schon länger.
58:40 Gavin Karlmeier
Ja. Und das mag ich auch sehr. Ja, so bei Instagram Instance gibt es jetzt neue Effekte. Nutzt du Instagram Instance? Nein. Entschuldigung, ich finde Instagram Instance. Ich kann, weiß nicht, wo ich da anfangen soll, zu erklären, dass ich das nicht verstehe. Also für die, die es nicht kennen, in den Instagram-DMs. Oder in der eigenen App kannst du Fotos posten, die nach 24 Stunden weg sind, die aber keine Story sind und man kann keine Screenshots machen und du kannst auch sonst nichts machen. Du kannst ein bisschen Text drüber schreiben oder jetzt eben auch. . Deine Chromatic Aberration draufsetzen. Du kannst es verpixeln, Kaleidoscope oder Fisheye-Effekt.
59:20 Mina Benz
Wow, klingt ein bisschen wie Instagram 2009.
59:24 Gavin Karlmeier
Ja, nur dass Instagram in den Storys ja jetzt diese KI-supported Filter hat, die ja auch total abgehen. Also dieser Retro-Kamera-Look zum Beispiel, das machen ja auch super viele Leute. Die sind aber noch nicht in den Instants. Also in den nächsten Monaten werden wir wahrscheinlich auch KI-gestützte Kamerafilter für Instagram Instance sehen. Ich kann das kaum erwarten.
59:44 Mina Benz
Ich verstehe, also Instance klingt so ein bisschen wie ein Versuch, Snapchat Konkurrenz zu machen. Das ist doch das Hauptfeature von Snapchat. Dass wenn du einen Screenshot machst, dann kriegst du Bescheid.
01:00:00 Gavin Karlmeier
Das stimmt. Ja. Ja, ich würde zustimmen. Okay.
01:00:06 Mina Benz
Vielleicht spricht uns das deswegen nicht an.
01:00:08 Gavin Karlmeier
Wir sind zu alt, meinst du?
01:00:10 Mina Benz
Ja. So wollte ich zwischen den Zeilen sagen.
01:00:14 Gavin Karlmeier
Ist okay. Also dann gibt es jetzt einen Relaunch des Creator Studios mit dem Untertitel AI-Powered Daily Companion for Creators.
01:00:26 Mina Benz
EO
01:00:27 Gavin Karlmeier
Ja, danke. Dann, es reicht mir als Emotionen. Dann fällt mir das gerade ganz arg auf und das hatten wir schon mal so im kleinen, aber jetzt ist es im richtig großen Stil, dass wenn jemand eine Story postet und du mit einer Emotion. . mit dem Emoji darauf reagieren möchtest, dass dann nicht mehr dieses Set der sechs ausgewählten Emojis ist, sondern die Emojis offenbar aus der Mischung, aus was andere Leute schicken und was man auf dem Bild sieht, ausgewertet nach irgendwelchen Features, entsprechend was anderes anzeigen. Ich habe einen Freund, der neulich ein Bierglas in der Story gepostet hat. Und die mir vorgeschlagenen Emojis waren zwei Biergläser, ein Bierglas, Klatschen, Lachen, Herz und Flamme.
01:01:04 Mina Benz
Ah, nee. Warum kann man nicht selber einfach aussuchen oder voreinstellen, mit was für Emojis man reagieren möchte? Also diese KI-Analysen, das finde ich wieder. Also warum schicke ich jemanden ein Bierglas, wenn der ein Bier trinkt?
01:01:22 Gavin Karlmeier
Das ist eine sehr gute Frage.
01:01:25 Mina Benz
Also, das ist so nichts sagend, weißt du, das ist, es hat ja nichts an Emotionen.
01:01:31 Gavin Karlmeier
Aber vielleicht hat etwas eine Emotion für dich, das nächste Feature. Und zwar Threads. Threads bietet jetzt eine Transkriptionsfunktion für Podcasts. Also wenn du einen Audio-Clip hochlädst. . wird das Transkript automatisch mit angezeigt, wenn der Ton ausgeschaltet ist zum Beispiel. Und es bietet eben die Möglichkeit, dass Leute darin mitlesen können. Was sagst du als eine Person, die einen Podcast macht, dazu?
01:01:55 Mina Benz
Finde ich erstmal gut, weil es klingt nach Barrierefreiheit. Und etwas, was, und vor allen Dingen, ich meine, diese ganzen Apps sind ja auch Apps, die du viel auch ohne Ton benutzt, gerade Threads. Insofern, du lädst was hoch und kannst trotzdem vielleicht im Feed was sehen und kannst erstmal mitlesen. Klingt interessant, natürlich. Okay, wie genau ist das? Und welche Sprachen gibt es? Aber es klingt erstmal gut, finde ich.
01:02:23 Gavin Karlmeier
Ja, verstehe, aber ich als jemand, der einen Podcast macht. damit Leute ihn sich anhören oder damit ich mir selber aussuche, was ich daraus rausklippe und so, habe ich so ein bisschen das Gefühl, dass Meta hier etwas macht, das wir von anderen Plattformen auch schon kennen, nämlich. . Es nimmt deinen Content und macht daraus etwas eigenes. Weil Leute werden deinen Podcast nicht mehr hören, wenn dieser Clip als Transkript hier automatisiert hochgeladen werden kann, glaube ich. Also so ein bisschen, also ich finde die Barrierefreiheit ein sehr gutes Argument und würde sogar sagen, naja, vielleicht schlägt das auch jedes andere Argument, aber als Urheber, als Creator. . der ursprünglich mal diesen Podcast aufgenommen hat, habe ich auch so ein bisschen das Gefühl, dass einem da mal wieder die Möglichkeit genommen wird, selber von zu profitieren, dass man diesen Podcast macht.
01:03:12 Mina Benz
Das ist fair. Ich glaube, es hängt so ein bisschen davon ab, wie wirklich das Nutzerverhalten ist. Ich könnte mir sowas halt gut für Clips vorstellen. Ich glaube, niemand setzt sich 40 Minuten auf Threads und liest ein Transkript mit.
01:03:28 Gavin Karlmeier
Ja, niemand macht das, war für Meta noch nie ein Argument, eine Funktion nicht auszurollen.
01:03:33 Mina Benz
Das stimmt. Es wäre cool, wenn du das freiwillig anklicken könntest.
01:03:38 Gavin Karlmeier
Ja, vielleicht ist das auch so, das wissen wir noch nicht. Also die Funktion ist noch nicht ausgerollt. Wir bleiben dran. Wir bleiben dran. Und wir sind durch für heute.
01:03:48 Mina Benz
Oh mein Gott, schon.
01:03:50 Gavin Karlmeier
Ja, tatsächlich. Liebe Mina, das war ganz, ganz toll. Vielen Dank, dass du wieder hier warst. Ich hoffe, du kommst bald wieder.
01:03:56 Mina Benz
Ja, vielen Dank, dass du da warst. Das hat viel Spaß gemacht.
01:03:59 Gavin Karlmeier
Ja, klar. Also ich werde dich immer wieder fragen. Wir werden uns wiederhören, hier bei Hakendran am Mittwoch, dann mit Thorsten Beek und in einer kleinen Eine kleine Sonderausgabe, lasst euch überraschen, wir haben ein bisschen was vor. Und ich wünsche euch eine ganz wundervolle Woche. Ich hoffe, ich will mich nicht. Nee, egal. Ich hoffe, ihr habt eine tolle Woche, passt auf euch auf und bis Mittwoch.
01:04:22 Mina Benz
Tschüss! Tease