Früher waren es Ballerspiele und Slipknot, heute ist es Social Media, das für alles herhalten muss. Für PISA, für die Politik, für die sozialen Probleme und für das schlechte Wetter eh. Dabei haben wir doch alle eigentlich viel besseres zu tun, als Verbotsdebatten zu führen: Uns in 80er-Jahre-Ästhetik darzustellen, zum Beispiel. Oder so, wie Apple es vorschlägt: Mit unserer Uhr zu sprechen, statt mit den Menschen um uns herum.
Kapitelmarken
KI-unterstützt
- Hallo Wolfgang!
- 80er-Jahre-Ästhetik auf Social Media 00:05:03 – Metas neuer KI-Agent "Muse"
- Abgang von Metas höchstbezahltem KI-Entwickler Andrew Tulloch
- New Mexico wegen Cambridge Analytica
- Apples Audio Intelligence
- Apples "Reference Image"-Technologie
- EU-Diskussion über ein mögliches Social-Media-Verbot für junge Menschen
- EU-Kommission streamt "Lage der Union" auf W Social
- Alternative soziale Plattformen und ihre Nischen (Letterboxd, Parfumo)
- Jan Kus reaktiviert twttr
- Dokumentation "Musk"
- Elon Musks "votesafe.org"
- Donald Trump verspricht 5000 Dollar
- USA warnt Großbritannien vor Zensur
- PISA: Politiker schieben Schuld auf Social Media
Transkript
Automatisch erstellt, kann Fehler enthalten. Zeitmarken springen im Player an die Stelle.
00:00 Gavin Karlmeier
Hallo Wolfgang. Hallo Gavin. Bei mir ist heute Wolfgang M. Schmidt, der interessanterweise all diese Karrieren durchlaufen hat, die für unseren Podcast interessant sind, glaube ich, weil du warst oder bist es ja auch eigentlich immer noch. Klassischer Content Creator, du hast einen YouTube-Kanal, die Filmanalyse. Du bist ein Podcaster, der auf eigentlich all diese Entwicklungen von einer anderen Perspektive zwar schaut, aber die wir auch so häufig begleiten, nämlich. . die 29er und du bist gleichzeitig auch, würde ich sagen, eine der führenden Stimmen des kritischen Umgangs mit Medien im Moment. Das finde ich sehr angenehm und schön, dass du. Dass Hakendran auf der Liste steht der Produkte, zu denen du kommst.
00:41 Wolfgang M. Schmitt
Ja, unbedingt, denn ich höre ja Haken dran so regelmäßig, dass es mir jetzt eine große Freude ist, hier zu sein.
00:46 Gavin Karlmeier
Vielen Dank. Und wir haben viele Dinge gemeinsam. Zum Beispiel haben wir beide ein M. Ich habe das nie öffentlich gesagt, aber auch ich trage einen zweiten Vornamen mit einem M. Und wir beide haben noch keine 80er Jahre Ästhetik-Postings im Internet veröffentlicht, aber meine ganze Timeline ist voll davon.
01:04 Wolfgang M. Schmitt
Ja, bei mir ist das auch so, ich hatte keine Lust, das zu machen, weil ich eigentlich diese 80er Jahre Nostalgie hasse und da ja jetzt schon seit Jahren im Kino mitgequellt werde. Zugleich dachte ich aber dann heute, dann ich will nicht so negativ einsteigen. wenn wir über sowas reden. Ich habe dann dem doch was abgewinnen können, denn die Leute kreieren ja wirklich mal einen durchgängigen Look von sich. Und jetzt kommt ja wieder dieses schreckliche Zeitalter der Funktionsjacken. Also Herbst kommt und diese Jacken kommen zurück auf die Straße. Und dann dachte ich mir, vielleicht inspiriert es ja Leute dazu, jetzt nicht rumzulaufen, wie Thomas Anders und Dieter Bohlen, aber vielleicht doch mehr darauf zu achten, dass man einen. irgendwie interessanten, vielleicht auch bunten Look an den Tag legt und dass man sich nicht dem grauen Grau der Straßen angleicht und da die entsprechende Jacke zu.
01:53 Gavin Karlmeier
Ich finde das so toll, dass du das direkt nutzt, um die Stilkritik der Funktionsjacke hier mitzubringen. Weil ich ja auch über Dinge schimpfe wie Kagehosen, ganz leidenschaftlich, weil ich sage, die maximale Anzahl an Taschen an einer Hose ist drei. Ich dulde vier, aber dann ist gut. Und es macht mich wahnsinnig, dass Leute einfach ohne Probleme mit Engelbert Straußkleidung durch die Gegend laufen und niemand da irgendetwas gegen tut. Aber ich habe mich gegen diese 80er Jahre Ästhetik so ein bisschen gestellt, obwohl ich das so als Phänomen total interessant finde, weil wir hier so oft darüber sprechen. wie es ChatGPT mal wieder schafft, mit so einem Moment irgendwie einen Trend zu generieren. Wir wissen, dass damals dieser groß großflächiger Urheberrechtsverletzungsangriff auf Studio Ghibli stattgefunden hat, das japanische Animationsstudio. Dann hatten wir eine Zeit lang, wo Leute versucht haben, sich als Muppets oder Disney-Figuren oder was auch immer zu reproduzieren. Und seitdem ist es fast schon. . Mitleidserregend, was ChatGPT und OpenAI über ihre eigenen Social-Media-Kanäle veröffentlichen, weil sie immer mal wieder so Ideen geben, hey Leute, macht doch mal. Und jetzt gibt es gerade mal wieder so einen Trend, herzlichen Glückwunsch, OpenAI. Man muss aber auch dazu sagen, Vorsicht, weil man kann das nur generieren, indem ihr A Fotos von euch bei ChatGPT hochladet. B. damit einverstanden seid, dass mit diesem Foto, diese Fotos dann in den Trainingsdaten landen, private Fotos von euch, und C, ihr dann am Ende dafür Werbung macht, dass alle anderen das do bitte auch machen sollen. Und das ist dann vielleicht auch gar nicht so doll.
03:25 Wolfgang M. Schmitt
Nee, überhaupt nicht. Mich hat es auch gewundert, dass dieser Trend funktioniert, weil man ja schon so viel derart gesehen hat und dass das jetzt auch gerade die 80er nochmal sind, weil man auch wirklich glaubte, es sei auserzählt. Stranger Things, all die Filme, die dann kamen und die Revival-Shows, alles, was man kennt. Und dass das jetzt nochmal so einfach dann funktioniert, dass man so viele Leute damit froh machen kann. Hat mich auch überrascht, ja.
03:48 Gavin Karlmeier
Aber im November erscheint ja GTA 6 und das wird ja in einem abgewandelten Miami spielen. Und es stand jetzt in einem Trailern und so sieht es sehr zeitgemäß aus. Aber da wird es 100% irgendwelche 80er Jahre Anleihen geben und schätze, dass da jetzt gerade schon die Leute sich so ein bisschen drauf freuen. Weil meine These, weiß nicht, ob es stimmt, aber Miami ist für mich eine Stadt, die diese 80er-Jahre-Ästhetik irgendwie. . Bis ins neue Zeitalter gerettet hat.
04:13 Wolfgang M. Schmitt
Ja, und es ist in diesen Bildern, ich habe sie mir da ein bisschen genauer angesehen, oft so eine Perfektion drin, die einfach 2026 ist, wie man sich auf Instagram inszeniert, wie man aussieht, wenn man sich mit dem iPhone. Mit dem Besten fotografiert hat. Und wenn man sich wirklich die Bilder aus den 80er Jahren ansieht und nicht nur die Bilder der Verwandtschaft der eigenen, sondern auch der Stars, dann sieht man dort viel mehr Makel. In den Gesichtern auch, ja. Also wir haben diesen Glow heute, wie er in den 80er Jahren nicht so da war, vielleicht auch, wenn man noch zwei Schachteln Zigaretten rauchte und auch trank, aber es ist jedenfalls schon ein sehr aufgehübschtes 80er Jahr. Revival, was wir da erleben.
04:52 Gavin Karlmeier
Ja, und ich hoffe, ich gehe deine Einschätzung mit, dass es vielleicht ein bisschen in den Menschen auslöst, mal ein bisschen darüber nachzudenken wie man sich anzieht. Das nehmen wir heute schon mal mit. Tatsächlich bleiben wir ganz kurz in diesem Schwellenbereich zwischen Social Media und KI. Wir werden heute nicht so viel über KI sprechen. Wurde mir gesagt, hätten wir in letzter Zeit zu viel gemacht und ich stimme dem zu. Aber Meta hat einen neuen Agenten, eine Software vorgestellt mit dem Namen Muse. Das ist ein Tool, mit dem du auf deinem Computer, du installierst, es dir Und dann gibst du einfach so ohne Probleme vollen Zugriff auf deinen Kalender, deine E-Mails, deine Kontakte, deine Fotos, alles, was gespeichert ist und deinen Browserverlauf. Und dann unterstützt es dich dabei, deine E-Mails zum Beispiel zu schreiben oder Reisen für dich zu buchen oder online Sachen zu kaufen. Also von allen Unternehmen, die da draußen sind, ich persönlich würde das mit Meta am wenigsten machen, ehrlicherweise. Aber good luck, Meta an der Stelle.
05:48 Wolfgang M. Schmitt
Ich bin auch überrascht, dass es da offenbar ein Publikum gibt, dass das dann machen wird. Ich frage mich aber zugleich auch bei den Anwendungsfällen. Also wenn man jetzt nicht. . professionelles Booking macht für irgendwelche Stars oder so und man nur diesen einen Urlaub, den man im Jahr vielleicht nimmt, oder die zwei Urlaube selbst bucht, braucht man dafür einen Assistenten? Ist das dringend nötig? Bekommt man laufend E-Mails, die man, also ich rede jetzt nicht von geschäftlichen E-Mails, von Leuten, die mit 300 E-Mails bombardiert werden, aber die das jetzt. Sonst so die auf E-Mails antworten, also ich muss auf irgendwelche Anfragen antworten, ob ich da und dort einen Vortrag halten will oder so. Ich wüsste nicht, wie die KI mir dies abnehmen soll, weil sie weiß ja am Ende doch nicht. Ob ich am 11. November nach Karlsruhe fahren will oder ob ich sage, das war das letzte Mal schon so langweilig.
06:35 Gavin Karlmeier
Das stimmt. Ja, auf der anderen Seite, ich glaube, der Prozess ist dann. Du wirst dann von mir gefragt, möchtest du nach Karlsruhe? Und sagst du ja, und dann kommt mein Klient kommt gerne. Also vielleicht kann man es so geschickt einbauen mit so einem Agenten, nicht mit MetaMuse jetzt, aber so generell Dass du dir einfach sozusagen eine, du erschaffst eine Persona, die dein Management ist. Und das wiederum wird dann von dem Agentenmann, das würde vielleicht dann glaubwürdig gehen. Zumal ManagerInnen ja auch häufig dazu neigen, Entscheidungen über die KünstlerInnen hinwegzutreffen, die sie vielleicht anders getroffen hätten.
07:06 Wolfgang M. Schmitt
Ja, Managements haben ja auch die Funktion, also ich habe keins. Und das hat Vor- und Nachteile. Ich muss zumindest kein Geld abgeben an die. Aber der Vorteil ist ja wirklich, dass das Management ja das tun kann, was man selbst nicht machen will, weil man zu höflich ist.
07:21 Gavin Karlmeier
Das stimmt. Es gibt Leute in der Medienbranche, ich kann keinen Namen nennen, die aber das, das so, die auch kein Management haben, die aber gleichzeitig the worst of both worlds kein Management haben, alles aber handschriftlich in Kalendern pflegen. Und auch zu höflich sind und dann einfach ghosten, wenn sie Nein sagen müssten. Sehr gut. Vielleicht ist das denn KI gespart, ja. So, warum ich dir das aber erzähle mit Muse, ist, weil ich ein Déjà-vu hatte. Und zwar gibt es ja leider nun schon mal jemanden, der das Handel bei Instagram Muse hatte. Nämlich die Band Muse. Und die hatten 2,7 Millionen FollowerInnen hatten, habe ich schon gesagt, weil sie dieses Handle nicht mehr haben. Jetzt heißt die Band Muse auf Instagram, auf Facebook und sogar auch auf X, haben sie sich auch umbenannt, Museband. Und das Déjà-vu war, dass damals, als Ex angekündigt hatte, einen Music-Hub zu gründen, sie dem Twitter-Account at Music, das Handle at Music weggenommen haben. Ohne dass der da irgendwas zu beitragen konnte. Und ich weiß nicht, ob es hier eine Einigung gab, ob Muse vielleicht sogar Geld bekommen hat oder so. Das kann ich nicht sagen. Vielleicht ist es aber auch einfach nur eine Erinnerung: nichts, was wir auf diesen Plattformen machen, gehört uns.
08:35 Wolfgang M. Schmitt
Ja, der Status ist immer ein prekärer und das ist vollkommen egal, ob man 100. 000, eine Million Reichweite oder wie viel auch immer hat. Man hat, wenn man eine große Reichweite hat, vielleicht nochmal mehr Druck, den man machen kann und auch Geld im Hintergrund. Aber generell ist dieser Status prekär. Jetzt würde mich aber interessieren, wenn Muse jetzt Muse Band heißt. Die haben aber schon ihre Follower behalten können.
08:56 Gavin Karlmeier
Ja, das ja. Aber der neue Account AdMuse, der jetzt eben dieser AI-Agent ist, der hat erst 100. 000 Follower aufgebaut. Und es steht natürlich in keiner Relation. Also das bekanntere Muse ist wahrscheinlich die Band.
09:13 Wolfgang M. Schmitt
Ja, und da denkt man natürlich sofort an Twilight. Denn die Autorin, Stephanie Meyer, war ja so wahnsinnig beeinflusst, inspiriert von Muse und hat deshalb diese herrlichen Romane geschrieben.
09:25 Gavin Karlmeier
Wirklich? Ich hatte keine Ahnung.
09:26 Wolfgang M. Schmitt
Ja. Es kommt ja auch im Film kommen ja mehrere, also in den drei, vier Filmen, die es gibt, kommen ja auch dann Songs von Muse vor. Was dann ja die, die wirkliche Fans sind, mitunter auch irritiert hat, weil die wollten nicht, dass das so kommerziell wird.
09:39 Gavin Karlmeier
Das ist schön. Museum übrigens auch einen Song der Algorithm heißt. Und da singen sie Burn Like a Slave. Ob das jetzt hier in einem Zusammenhang steht, weiß ich nicht.
09:49 Wolfgang M. Schmitt
Sehr gut.
09:51 Gavin Karlmeier
Und letztes Thema von der Meta-KI-Welt. Und zwar haben wir darüber berichtet bei Haken dran, dass es eine Person gibt, die Andrew Tullock heißt. Die wurde von Mark Zuckerberg persönlich eingestellt als AI-Entwickler. War im Thinking Machine Labs, also diesem KI-Labor von Meta, das so Marx Liebling war, wenn man so möchte. Und der ist deswegen so bekannt, weil er den höchsten Lohn von Meta von allen bekommen hat, nämlich 250 Millionen Dollar pro Jahr plus Aktienpakete. Also dem ging es offenbar ganz gut dort. Auch hier spreche ich wieder in der Vergangenheit, denn Andrew Tallock hat mit der Ankündigung, dass Muse veröffentlicht wird, das Unternehmen wieder verlassen, wie es C NBC berichtet.
10:35 Wolfgang M. Schmitt
Und wird jetzt Manager von Muse. Nein.
10:39 Gavin Karlmeier
Das wäre sehr gut. Das wäre der Deal. Ihr kriegt das Handle, aber wir kriegen den Typen. Aber das legt vielleicht die These nahe, dass Geld vielleicht doch gar nicht glücklich macht.
10:52 Wolfgang M. Schmitt
Möglicherweise. Und dass das auch kein Tool ist, auf das man so stolz ist, sondern verzieht man sich lieber.
10:58 Gavin Karlmeier
Ja, erfahrungsgemäß wird er wahrscheinlich jetzt mit sehr viel Geld und sehr viel Investments von anderen ein eigenes KI-Labor gründen, so wie alle das in der Vergangenheit getan haben. Oder er gründet vielleicht mit Nikita Bier, dem früheren Ex-Produktchef, irgendein verrücktes Startup. Mal sehen. Ich bin sehr gespannt. Und dann kommt eine Geschichte, auch die, da willst du dich gut dran erinnern, glaube ich, und viele der hierzuhörenden auch. Wir haben aber wenig in der Vergangenheit darüber gesprochen, nämlich geht es um Cambridge Analytica. Ein Skandal, der 2016 bereits passiert ist, oder 2015 sogar schon und damit vor der Zeit von Hagenbein stattgefunden hat. Für die, die sich nicht erinnern, es gab da die Vorwürfe, die weitgehend begründet sind. dass Facebook, wie das Unternehmen damals noch hieß, die Daten von 87 Millionen Facebook-Profilen entweder an Cambridge Analytica verkauft hat, Oder Cambridge Analytica einfach die Möglichkeit gegeben hat, diese abzugreifen über einen API-Umweg. Diese Daten wurden dann genutzt, um vermeintlich die Präsidentschaftswahlen auch zu manipulieren 2016. Und wir haben ja auch darüber gesprochen, dass Malzmeta diesen unsäglichen Vergleich mit den diversen Bundesstaaten erzielt hat, dass da auch so für ungefähr eine halbe Milliarde gesagt wurde, damit lassen wir jetzt auch mal den Cambridge Analytica fall. Einfach mal fallen. So, jetzt gab es aber einen Bundesstaat, der in diesem Vergleich nicht berücksichtigt wurde, weil der ja schon erfolgreich gegen Meta geklagt hatte. Und das ist New Mexico. Und deswegen hat sich New Mexico jetzt offenbar gedacht, na dann sind wir in der Cambridge Analytica-Abgeltung ja gar nicht betroffen und klagen jetzt gegen Meta. Wegen dem Cambridge Analytica Skandal, zehn Jahre später. Der Prozess hat jetzt schon angefangen, am vorgestrigen Mittwoch. Und ich glaube, da werden uns noch ein paar spannende Dinge ins Haus stehen, wenn ich mir so überlege, was wir sonst immer so aus diesen Prozessen mitnehmen.
12:45 Wolfgang M. Schmitt
Und auch höhere Summen. Also da ist ja durchaus die Rede von 1,5 Milliarden oder so, die man durchaus da geltend machen kann. Das wird ja dann so umgerechnet, also dass man Jeden einzelnen Verstoß quasi, der dann stattgefunden hat, also jede F von jeder Person, wo die Daten entwendet wurden, könnte man sagen, das kostet 5000 Strafe und das läppert sich dann.
13:05 Gavin Karlmeier
Ja, das Interessante ist, dass ja genau dieser Betrag, den du genannt hast, dass der ja eben wie so viele einfach so Fantasiebeträge sind, die dann aber irgendwann eine Höhe erreichen. Die tatsächlich Meta auch Schaden zufügen. Also 1,8 Milliarden Dollar, die würde Meta wohl gerne verhindern, zu zahlen, würde ich mal unterstellen. Vermutlich, ja. Bis zu 5000 Dollar pro Verstoß, wenn jetzt hier möglich. Würde ich sagen, kann man mal machen. Ich bin sehr gespannt auf jeden Fall. So, du hast jetzt die Wahl, wie es weitergeht. Oder hast du noch einen Gedanken? Nein, ich bin jetzt auf die Wahl gespannt. Toll. Also wir können über X und Elon Musk sprechen. Oder wir können über Apple sprechen.
13:48 Wolfgang M. Schmitt
Na, lieber Apple. Nicht gleich so ein Schmuddelthema.
13:52 Gavin Karlmeier
Warte mal ab, auch das wird ein Schmuddelthema doch.
13:55 Wolfgang M. Schmitt
Stimmt.
13:56 Gavin Karlmeier
Ist auch nicht so direkt. Ein Social Media Thema, aber ein Privacy-Thema und ein wichtiges Thema. Am Mittwochabend hat die Apple Keynote stattgefunden und neben einem zuklappbaren iPhone wurde auch die neue Version der Apple Watch vorgestellt. Da ist jetzt nichts dolles Neues dabei. Die sieht aus wie immer, die kann das gleiche wie immer, nur besser. Aber die hat ein paar neue Features, die in die Kategorie Audio Intelligence fallen, die für HörerInnen dieses Podcasts extrem interessant sein könnten. Und zwar gibt es in Audio Intelligence vier Features. Zwei davon interessieren uns, die anderen beiden sind nicht so wichtig. Und das erste trägt den Namen Live Rewind. In der Keynote haben sie es so vorgestellt, stell dir vor, du sitzt im Restaurant und der Kellner kommt oder die Kellnerin und erzählt dir so in einem Schwall runter, was heute die Tagesgerichte sind. Und du kannst es gar nicht alles erfassen. Wir kennen die Situation alle. Dann drückst du zweimal auf Unter.
14:48 Wolfgang M. Schmitt
Und was würde ein normaler Mensch? Sagen wir das zuerst. Was würde ein normaler Mensch sagen Können Sie das bitte nochmal wiederholen? Oder was war das nochmal mit dem Lachs? Dann würde ich das bestellen. Das würde der normale Mensch tun und ist bis dahin auch ganz gut durchs Leben gekommen und nicht verhungert.
15:03 Gavin Karlmeier
Genau, aber in der Apple-Welt hörst du dieser Person zu, nix Guckst auf deine Uhr, drückst auf den Knopf zweimal an der Seite und dann passiert folgendes: Dieses Feature Live Rewind kann dir immer darstellen, was in den letzten 15 Sekunden gesagt wurde. Dafür gibt es einen dauerlaufenden Stream, der das, was gesagt wird, zwar dauerhaft überschreibt, aber eben, wenn du den Knopf drückst, in den letzten 15 Sekunden als Transkript abrufbar macht, sodass du eben nicht diese Dieses unsägliche Zwischenmenschliche mit diesem Kellner aufbauen musst, sondern du kannst dann von deiner Uhr ablesen, ich hätte gerne eine Lasagne.
15:36 Wolfgang M. Schmitt
Ja. Und das wird auch als wunderbarer Tipp begriffen für Buchempfehlungen. Man sitzt einem Freund gegenüber und der empfiehlt ein Buch. Das wird ja auch noch gesagt in dieser Keynote. Und dann merkt man sich vielleicht den Titel nicht, und dann kann man einfach nochmal da draufklicken und sich dann dieses Transkript auch wohin schicken lassen, damit man ja nicht nochmal mit dem Freund in Interaktion ist. Treten muss. Wie war das nochmal? Welches Buch hattest du empfohlen? Und da sah ich jetzt schon bei diesen beiden Anwendungsbereichen, dass es ja offenbar um was anderes geht. Also es kann ja nun wirklich nicht sein, dass man sagte, ja, das sind aber ganz wichtige Dinge, die müssen unbedingt mal gelöst werden. Probleme, die alle Menschen haben, jetzt haben wir eine Lösung dafür, sondern es kann ja nur darum gehen, dass man also die Technik Immer weiter voranschreiten, dass die dafür sorgt, dass wir eine Dauerüberwachung haben, die eben alles mittranskribiert. Und zwar ist das jetzt noch alles, wie Apple das ja immer verkauft, besonders sicher, und so weiter. Aber naja, es sind ja wohl andere Hintergründe da, als uns einfach nur den Restaurantbesuch zu erleichtern.
16:41 Gavin Karlmeier
Und genau darauf wollte ich mit dir hinaus. Ich stelle noch schnell die zweite Funktion vor, weil dann haben wir das ganze Bild. Und mit der kannst du, also Apple macht es ja immer das sogenannte Shir Locking, dass sie Apps, die eigentlich Drittanbieter schon entwickelt haben nativ in ihre Betriebssysteme aufnehmen, denen die Geschäftsgrundlage entziehen, aber damit das Feature als ihr eigenes verkaufen können. Und damit greifen sie so Tools an wie Granola zum Beispiel. Das sind Tools, die Transkripte erstellen, während du in einem Teamscall bist. oder hier jetzt auch in einer zwischenmenschlichen Situation und kannst dann am Ende des Tages das komplette Transkript dir zusammenfassen lassen oder auch in das Transkript schauen. Und auch sagen, ah, was haben wir da eigentlich gesagt? Oder in einem Streit sagen, wenn der Partner, die Partnerin sagt, das hast du aber gar nicht gesagt, kannst du sagen, doch, in Minute 8 habe ich das gesagt. So, wie man das sich eigentlich dann vorstellt, idealerweise.
17:27 Wolfgang M. Schmitt
Ja, und das löst natürlich jeden Beziehungskonflikt. Da kommt richtig Freude auf, wenn man da nochmal das Transkript vorlegen kann.
17:34 Gavin Karlmeier
Das ist so schlimm. Und das ist nämlich genau der Punkt, den du gesagt hast. Was Apple hier nämlich macht, ist, klar, sie halten ihre Versprechen, weil sie halten sich an Datenschutzrichtlinien. Alles wird on-Device verarbeitet. Es werden die Transkripte verschlüsselt, nur auf dem Gerät gespeichert, niemals in der Cloud hochgeladen. Also alle diese Dinge, die man eigentlich erwarten müsste, wenn man so eine Funktion hat, die kriegt man erwartungsgemäß von Apple eingelöst. Das Problem ist nur, Apple stößt dir eine Tür auf. So wie mit dem klappbaren Telefon, das ja Unternehmen wie Samsung seit Jahren oder Google seit Jahren schon anbieten, aber damit einen Marktanteil von einem Prozent haben. Wird Apple es schaffen, dieses Gerät breitenwirksam zu verkaufen? Und das mit der Funktion hier auch. Sie brechen sozusagen, und das ist eine Formulierung, die übernehme ich von meinen lieben Kollegen von Heise, weil ich finde die toll: Sie brechen einen sozialen Vertrag auf. Sie schaffen es, in einem Dialog schaffen sie, eine Veränderung herbeizuführen, die nicht zwischenmenschlich entsteht, sondern technologisch ist. Und dieses Lösen von gesellschaftlichen Problemen mit technologischen Mitteln Das haben wir öfter schon festgestellt, funktioniert nicht.
18:38 Wolfgang M. Schmitt
Ja, und das ist ein wirklich ganz, ganz brisanter Eingriff. Denn man kann sagen, naja, aber dieses Recap, das ist ja wirklich nur eine Zusammenfassung. Das ist ja nicht der gesamte Dialog und da werden ja auch nicht dann die Namen zugeordnet, also wer hat gesprochen, sondern es ist einfach nur die Zusammenfassung. Aber wie wird unser Sprechen aussehen, wenn wir die ganze Zeit im Hinterkopf haben, dass wir eigentlich gleich nochmal zusammengefasst werden? Exakt. Will ich da nicht falsch zusammengefasst werden? Also wir, die wir jetzt hier vor einer Kamera sprechen, Passen da ein bisschen auf, dass wir nicht, wir, wir, die, die, die schmutzigen Witze kommen, wenn die Sendung vorüber ist, ja. Aber wenn wir die ganze Zeit in diesem Modus sind, dass man nochmal was zusammenfassen kann. Und dann ja auch, da so eine Neutralität mitschwingt von, man kann das mal zusammenfassen. Naja, die Tonalität von einem Dialog ist ja Oftmals sehr, sehr wichtig. Ja, ich kann natürlich ein paar Fakten zusammenfassen und sagen, der hat aber 17 statt 15 gesagt. Aber da, wo es wirklich interessant wird, also wo die menschliche Kommunikation wahrhaft menschlich wird. Da kann man eigentlich mit so einer Zusammenfassung nicht so weit kommen. Mich erinnert das ein bisschen an eine ehemalige Mitschülerin, die ich mal irgendwo auf der Straße traf und die mich fragte, was ich denn jetzt so mache, und ich sagte, ja, so Filmkrist. Und dann sagte sie, ja, sie schaue sich keine Filme an, sie findet das auch eigentlich sinnlos, weil man ja die Zusammenfassung bei Wikipedia nachlesen kann.
20:00 Gavin Karlmeier
Oh Gott oh Gott.
20:02 Wolfgang M. Schmitt
Und ich hatte keine Antwort darauf.
20:04 Gavin Karlmeier
Das ist sachlich gesehen nicht falsch. Ja Aber das ist genau das Problem. Weil du ja auch, also man überzeugt sich ja in einem Gespräch gegenseitig nicht nur mit Worten, sondern auch mit Rhetorik, mit Dramaturgie. Und das bleibt alles auf der Strecke. Und man könnte jetzt so argumentieren, dass es auch den Leuten, die vielleicht rhetorisch nicht so stark sind, in Diskussionen möglicherweise einen besseren Diskussions- oder Standpunkt mitgibt. Weil sie am Ende, auch wenn sie es nicht gut präsentieren können, mit einem guten Argument trotzdem in der Zusammenfassung landen können. Aber die Mittel, mit denen das geschieht, sind ja grauenhaft.
20:37 Wolfgang M. Schmitt
Ja. Und wie ist denn das eigentlich auch dann so rechtlich irgendwann einmal, wenn man jetzt nochmal an das erste denkt, an dieses Live, wie heißt das, Live-Rewind?
20:48 Gavin Karlmeier
Genau.
20:49 Wolfgang M. Schmitt
Ja, wenn man daran denkt, dass da die letzten 15 Sekunden dann nicht aufgenommen werden, aber transkribiert werden können, sodass man sie auf der Smartwatch hat und kann sich das Transkript auch wohin schicken und dann da abspeichern. Was bedeutet das eigentlich zum Beispiel gerichtlich? Wenn da jemand was gesagt wird, ach, da drücke ich mal schnell drauf, das war ja vielleicht eine Beleidigung oder irgendwas, was nicht so ganz richtig ist. Und das speichere ich mal schon mal ab. Vielleicht wird man es irgendwann nochmal brauchen können. Also, das ist ja eine permanente Überwachung eigentlich des alltäglichen Dialoges. Vorhanden.
21:20 Gavin Karlmeier
Und so weit musst du gar nicht gehen. <unk> 201b des Strafgesetzbuches sagt, mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren wird oder Geldstrafe wird bestraft, wer unbefugt das nicht öffentlich gesprochene Wort eines anderen auf einen Tonträger aufnimmt. Und es wird auch bestraft, wer andere quasi mit abhört. Auch das könnte man ja hier im Zweifel unterstellen, dass du nachher das Transkript jemand anderem zeigst. Also ich würde behaupten, das ist nicht so trivial gesetzlich in Deutschland, den Kellner heimlich mit aufzuzeichnen, weil er einem zu schnell spricht.
21:51 Wolfgang M. Schmitt
Ja, also es ist sowieso die ganze Präsentation. Also es ist ein bisschen naheliegend, das zu sagen, aber es ist wirklich so, als ich jetzt. die Keynote mir angesehen habe. Ich hätte auch mir vorstellen können, dass die nach den 80 Minuten dauert das ja, also fast so lange wie ein Ingmar-Bergmann Film, dass die dann am Ende sagen, und übrigens, das hier, was sie gesehen haben, ist alles AI-generiert.
22:14 Gavin Karlmeier
Das fand ich, die Keynote fing ja an mit so einem cineastischen Intro. Und alles, was die Menschen dort gesagt haben, klang wie KI-Prompts. Und dann kam John Turnus, der neue CEO, und er sprach wie ein Chatbot. Er hatte keine Seele und das finde ich, also er muss sich natürlich erstmal noch finden und so, ne? Aber. Das ist schon ein anderer Stil, als ein Steve Jobs ihn an den Tag gelegt hat, würde ich sagen.
22:39 Wolfgang M. Schmitt
Ja. Wo du gerade AI sagst, muss ich an KI denken. Ich war bei den Barreuter Festspielen in diesem Jahr. Und hinter mir saß ein Herr aus Deutschland, der sich versuchte, mit einer Engländerin zu unterhalten. Und sie sprachen über eine Inszenierung, in der AI genutzt wird. Und er sagte die ganze Zeit KI und ich fragte mich, ob er auch Hörer ist oder warst du es.
23:01 Gavin Karlmeier
Ich weiß leider nicht, aber wir wollten tatsächlich, das waren doch die Bayreuther Festspiele, bei denen es eben diese regelmäßigen Inszenierungen mit KI gab. Das war das, ne? Ja, ja, ja, ja. Ja, ja, das wollte ich immer hier im Podcast mitbringen, habe ich nie reingekriegt. Weil da ja regelmäßig geboot wurde. Die Leute fanden das nicht so doll.
23:17 Wolfgang M. Schmitt
Ich habe die Inszenierung auch nicht gesehen, sie sprachen dann über das, was da noch zu sehen ist. Und der Mann war aber von KI auch nicht so beeindruckt.
23:26 Gavin Karlmeier
Die Frage ist ja, ob sie ihn verstanden hat. Ja. Auf jeden Fall, ich glaube, dass durch dieses Überwachen und so. Wie gesagt, Apple macht das hier wahrscheinlich auf the most Apple Way und am wenigsten eindringlich, aber es ist trotzdem ein Eingriff in unsere Privatsphäre. Und wenn Apple es einmal geschafft hat, dass wir uns daran gewöhnt haben. dann werden wir uns auch weniger über Metaglasses beschweren. Also dann wirst du, du reißt hier quasi ein Loch in eine Decke, die uns eigentlich gerade alle noch schützt.
23:57 Wolfgang M. Schmitt
Ja. Also ich meine, es ist ja sowieso schon so, dass wir in den sozialen Medien laufende Aufnahmen zu Gesicht bekommen. Von Leuten, die nicht wissen, dass sie gefilmt werden oder fotografiert worden sind. Also es ist ja fast usus bei Leuten, was ich wirklich furchtbar finde, irgendwas zu fotografieren in der Bahn.
24:16 Gavin Karlmeier
Ja.
24:17 Wolfgang M. Schmitt
Ja, irgendjemand isst da, drei Bratwürste auf einmal oder so, und man fotografiert diesen Menschen und stellt es einfach online. Und es gibt kaum noch dann, wenn man in die Kommentare blickt. eine Grundsatzkritik daran. Dass man sagt, nee, man fotografiert einfach nicht Leute, ohne sie zu fragen und stellt es dann noch ins Internet.
24:37 Gavin Karlmeier
100 Prozent. Und ich habe in meinem Leben schon so viele Situationen erlebt, bei denen ich das natürlich auch gerne gemacht hätte. Als ich saß im Café und neben mir saß eine Frau, die aus der Tasche sich eine Flasche Salatsoße rausholte und daraus trank. Und das hätte ich natürlich gerne festgehalten, weil jetzt glaubt es mir keiner. Aber das gehört sich einfach nicht. Punkt. So einfach ist das. Noch ein Thema zu Apple, weil es interessant ist. Apple hat jetzt auch eine Technologie entwickelt, die ist dann für eine gute Nachricht, die hast du Reference Image, mit der es möglich sein wird, nachzuweisen, mit welchem Telefon ein Foto aufgenommen wurde und ob es bearbeitet wurde, weil es eine Aufnahme, die leider per Opt-In aktiviert werden muss, Reference Mode eine Signatur erstellt und in ein Referenzbild umwandelt. Und dieses Referenzbild bleibt in der Cloud, sodass du nachher in der Lage bist zu sagen, hier, das ist nachweislich das originale Foto und da war Das krümmelmonster noch nicht drauf.
25:35 Wolfgang M. Schmitt
Ja, also das heißt, du kannst deine eigenen Fotos verifizieren oder am Ende sagen, dies war mal das Original gewesen, aber du kannst jetzt nicht damit losziehen zu anderen Fotos und damit überprüfen, ob sie AI bearbeitet sind.
25:49 Gavin Karlmeier
Nein, das nicht. Du müsstest den Urheber finden. Aber gerade, also die Apple selber sagt, sie richten sich damit an FotojournalistInnen, Fotografinnen und das allgemeine Publikum. Für die ist es natürlich interessant, bei Fotos von politischen Menschen und so weiter, weißt du?
26:05 Wolfgang M. Schmitt
Was sie ja ohnehin in dieser Kino sehr stark tun, also eigentlich auf die Profis sich auszurichten. was die mit der Kamera anfangen können und so weiter. Und wirst du dir denn dieses iPhone Duo zulegen, das Aufklapp-Handy, die er träumt hattest?
26:21 Gavin Karlmeier
Ich habe schon darüber, also ich habe mir das angeschaut und dachte, es ist schon eine faszinierende Technologie. Aber das ist nicht der Formfaktor, den ich brauche. Und die Tatsache, die Kosten, die man dafür zahlt, abgesehen von dem sehr hohen Preis, die schlechtere Kamera, den schlechteren Akku, das ist es mir nicht wert.
26:36 Wolfgang M. Schmitt
Mir ist es einfach auch zu schwer. Ich habe nachgeguckt, das sind über 250 Gramm und ich bin ja einer der wenigen, der ein iPhone R besitzt. Also ich hatte ja bis vor zwei Jahren überhaupt gar kein Smartphone. Ich habe ja mit einem alten Nokia operiert. und hatte dadurch sehr viel Zeit, zum Beispiel um Bücher zu lesen. Und irgendwann habe ich aber gemerkt, es geht nicht mehr ohne Smartphone. Man bekommt kein Taxi mehr, man muss auf U-Bahn umsteigen und so Sachen. Gerade wenn man viel unterwegs ist und dann habe ich mir das iPhone gekauft, das iPhone 16 war das, und dann habe ich aber gemerkt, das ist ja wie Blei in der Sakkotasche. Dadurch war einfach das Sakko immer verrutscht. Und jetzt habe ich das R, das ja wesentlich leichter und dünner ist und das ist ideal.
27:19 Gavin Karlmeier
Das ist ja faszinierend. Das heißt, du bist wirklich bis vor zwei Jahren gänzlich ohne mobiles Internet ausgekommen.
27:25 Wolfgang M. Schmitt
Genau, das Einzige, was ich hatte, war zu Hause hatte ich ohne Vertrag. Das habe ich auch immer noch, ein Smartphone, auf dem habe ich Instagram. Das ist so ein Huawei-Smartphone, weil ich ja für meine Posts bei Instagram, das geht ja nicht vom Desktop oder ging lange Zeit nicht vom Desktop. Und das habe ich aber nie mitgeführt, weil das auch gar keinen Vertrag hatte oder so. Sondern das war nur da, um im heimischen Internet dann den Instagram-Post zu machen.
27:50 Gavin Karlmeier
Wow. Ich habe ja auch großen Respekt, weil deine Bildschirmzeit wird dadurch wahrscheinlich deutlich geringer sein als meine. Aber Deswegen kannst du dir auch so unbeschwert 90 bis 120 Minuten lange Filme anschauen und ich bin nach zwei Minuten Real schon genervt.
28:05 Wolfgang M. Schmitt
Ach so. Naja, ich habe ja bis heute auch auf dem auf dem iPhone keinen Twitter und kein WhatsApp, kein Instagram. Das heißt, ich kann damit auf deine E-Mails antworten oder was kann ich noch machen? Ja, iMessages schicken und das war's.
28:20 Gavin Karlmeier
Ich finde es faszinierend. Jedenfalls wirst du ab der neuen iOS-Version auch in der Lage sein, direkt auf deinem Telefon per Synth-ID KI-generierte Bilder zu erkennen. Also das, was man bislang machen musste. Das Bild bei Gemini hochladen und fragen, hast du das gemacht, wenn fällt, weil das Telefon das direkt anzeigen kann. Was ich eine super Idee finde. So.
28:41 Wolfgang M. Schmitt
Findest, ja, wie oft wird man es nutzen, ne?
28:47 Gavin Karlmeier
Also, da das Wasserzeichen ja im sichtbaren Bereich des Bildes sich befindet, kannst du auch ein Bild aus Social Media screenshotten zum Beispiel und gucken, ob da dieses Wasserzeichen drin ist. Und das ist, finde ich, schon ganz gut. Ja. Ich merke, du bist ich habe dich überzeugt.
29:04 Wolfgang M. Schmitt
Ja, ich überlege gerade, was das bedeutet, wenn wir jetzt immer verifizieren, ob es ein KI-generiertes Bild ist. Ja, ja. Aber das ist ja auch interessant, dass wir eine ganz neue Blickweise auf die Welt einnehmen. Also man sollte ja generell skeptisch sein und kritisch prüfen und so etwas, ja klar. Aber dass wir quasi so ein So einen generellen Modus haben, ist es AI, ist es AI, das will, also das die ganze Zeit hier zum Mitdenken und dann nach dem Wasserzeichen suchen können, das ist schon interessant. Also, das verändert schon auch unseren Blick auf die Welt.
29:37 Gavin Karlmeier
Ja, aber ich glaube, das passiert auch ohne die Verifikationsmöglichkeit. Das bestimmt, ja. Ich glaube, wir gehen so schon durch die Welt. Also, wenn mir jemand ein lustiges Bild einer Katze zeigt, dann suche ich schon erstmal nach Artefakten. Ja. Und frage mich, ist das wirklich eine echte Katze?
29:55 Wolfgang M. Schmitt
Kann sie wirklich zwei Meter groß sein?
29:58 Gavin Karlmeier
Ist sie wirklich nachts in das Auto eingebrochen und damit über den Highway gefahren? Ist das möglich? So, wir packen Apple zur Seite und wir kommen kurz nach Europa, bevor wir dann zu Ex und Musk gehen und dann wird es alles nochmal richtig Eklig. Aber am nächsten Mittwoch wird Ursula von der Leyen ihre Lage der Union Rede halten, also State of the European Union, wird sie eine Rede halten und es wird, wie es heißt, wohl, da gibt es Hinweise drauf. Dort erste Ausrichtungen über das Social Media Verbot in der Europäischen Union geben. Und das finde ich vor allem unter einem Gesichtspunkt sehr interessant. Damit wäre die EU schneller als Deutschland.
30:43 Wolfgang M. Schmitt
Ah, erstaunlich, ja. Und gibt es denn schon da so ein paar Leaks? Weiß man schon was?
30:49 Gavin Karlmeier
Ich habe keine bislang. Aber man weiß ja, dass sie stark sich für ein solches Verbot ausspricht.
30:55 Wolfgang M. Schmitt
Ja, ich bin ja sehr dagegen. Denn für mich ist das ein Tool der Zensur. Und wir werden noch mehr Überwachung dadurch bekommen, werden noch mehr unsere Identität preisgeben müssen. Wir sehen ja die ganze Zeit schon, was mit Identitäten jetzt passiert, selbst da, wo man glaubt, es ist sicher. Irgendwo bei der Behörde und schon landet es alles im Internet. Und was das dann bedeutet, also diese Edge Verification, wenn wir auch sagen, den jungen Leuten müssen wir jetzt das Internet verbieten. Dann ist auch wirklich die Frage, sorgen sich diese Politiker wirklich um das Seelenheil der jungen Leute? Also da müssten wir auch schon ja große Interventionen erlebt haben bezüglich des Privatfernsehes oder so, das haben wir in der Vergangenheit auch nicht. Wenn wir sehen, wie sehr junge Leute vernachlässigt werden. Gerade die aus Familien kommen, die nicht besonders viel Geld haben, dann glaube ich das einfach nicht, sondern sehe eher, dass es da doch so eine Abdichtung der Macht gibt. Nämlich, dass man sieht, dass also durch die sozialen Medien zum Beispiel auch eine ganz andere Form von Aufklärung und Journalismus stattfinden kann, wo möglicherweise es zu Turbulenzen im Nahverkehr kommt, zumindest wenn man dann so allgemeine Narrative plötzlich mal kritisch beleuchten kann. Und ich, also ich bin ein großer Fan des freien Internets. Ich sehe auch all die Probleme, die damit zusammenhängen bei den großen Plattformen natürlich und auch dem Süchtigmachenden daran und so weiter. Ich sehe es allerdings als hochproblematisch an. wenn wir das über solche Verbote regeln, weil wir dann garantiert in eine Richtung gehen, wo plötzlich eigentlich ein harmloses Internet erwünscht wird. Das heißt, das, was wirklich an wichtigen Inhalten dann auch zu bieten wäre, plötzlich einfach nicht mehr stattfindet.
32:45 Gavin Karlmeier
Ich bin, wie du weißt, zu 100% deiner Meinung. Weil ich, also ein bisschen, wir haben ja hier schon von Chang-Jo-yun immer diese Formulierung, ich habe sie mir extra aufgeschrieben, weil ich mir sie einfach nicht merken kann. Diese Formulierung gehört, wann ein Gesetz eigentlich ein geeignetes Gesetz ist. Und zwar, wenn die Mittel geeignet, erforderlich und angemessen sind. Und ich glaube einfach nicht, dass das Verbieten. Habe ich hier auch schon sehr häufig und eigentlich steht es ja auf der Indexliste, dass die Diskussion nochmal aufkommt, aber wir können es nicht oft genug sagen, gerade wenn das Thema jetzt wieder aufkommt, dass das Verbieten des Zugangs für junge Menschen ein geeignetes und angemessenes Mittel ist. Ob es erforderlich ist, können andere entscheiden. Aber es ist, glaube ich, nicht das angemessenste und geeignetste. Und das Problem, was eben damit einhergeht, ist meines Erachtens, dass der Preis, den wir dafür zahlen, selbst wenn du dich darauf einlässt, Selbst wenn du sagen würdest, ja, wir kriegen die Plattform nicht reguliert, die USA sind diplomatisch gesehen zu mächtig mit ihren Zöllen. Wir kommen da nicht gegen an. Wir müssen sozusagen irgendwie den Kanal dicht machen. Selbst dann wäre ja der Preis, damit junge Menschen die Plattformen nicht mehr nutzen, dass eben alle Erwachsenen das auch nur noch tun können, wenn sie sich eben ausweisen. Und ja, dieser Preis, den bin ich nicht bereit zu zahlen.
34:02 Wolfgang M. Schmitt
Nein, der ist viel zu hoch und es muss wirklich darum gehen, Gegenwelten aufzutun, dass diese Plattformen gar nicht in dieser Weise so reizvoll sind. Also das heißt, ähm Ich hatte zum Beispiel mit sieben Jahren einen Fernseher zu Hause im Kinderzimmer stehen. Nur hatte ich auch noch einen Freundeskreis und hatte auch noch eine Familie und habe mich auch noch für andere Dinge interessieren können, weil das unterstützt wurde. Und so liefen nicht von morgens bis abends der Fernseher. Und genau so ist es auch mit den Smartphones und mit Instagram und so weiter. Ja, man kann das selbst ein bisschen wegsperren von sich, wie ich das eben beschrieben habe mit dem iPhone. Und das ist dann auch immer eine Frage, wie weit geht man da und wie streng ist man zu sich selbst oder auch zu anderen. Aber wenn wir solche grundsätzlichen Dinge einführen, dann geht es da immer darum, auch dass politische Macht ihre Interessen durchsetzt. Und ich finde es schon eigenartig, dass man gerade so auch von linker Seite plötzlich so eine Staatsverliebtheit mitunter spürt, weil man so gelernt hat, okay, Big Tech ist wirklich böse und wer würde das leugnen? Wir reden ja heute noch weiter über diese Galionsfiguren des Silicon Valley. Aber dass man dann gleich sagt, okay, dann dann Dann krabbel ich unter den Rock des Staates. Das leuchtet mir nicht so ein.
35:18 Gavin Karlmeier
Ja, weil ja auch nur, weil wir jetzt, also ich zum Beispiel. Ich habe, als ich damals im Presseklub zum Thema war, habe ich so off the record zu der Redaktionsleitung gesagt, es ist so lustig, weil es gibt nicht viele Themen, zu denen man mich einladen könnte. Bei denen ich denselben Standpunkt wie Markus Söder vertrete. Aber deswegen muss ich ja nicht gleich der CSU beitreten. Nein. Also, wir können ja auch einfach zufälligerweise einer Meinung sein.
35:45 Wolfgang M. Schmitt
Ja.
35:47 Gavin Karlmeier
Jetzt haben wir gerade über Gegenplattformen gesprochen oder alternative Angebote und das, finde ich, ist eine sehr, sehr pikante Meldung, die glaube ich auch noch niemand berichtet hat vor uns. Diese Rede zur Lage der Europäischen Union wird live gestreamt auf W Social. W Social verschickt gerade im großen Stile Einladungen, Pressemitteilungen, dass man doch an diesem Event teilhaben soll. um diesem Livestream folgen zu können, ohne Bots, die auch dabei sind. Und ich, also ich weiß nicht, wie es dir geht, aber wenn ich mir einen Livestream anschaue, dann ist mir fast egal, wer die anderen Leute sind, die diesen Livestream gerade auch sind und ob sie existieren. Aber ich finde auch interessant, dass es eben diesen offensichtlich diesen Deal gibt, weil wir ja auch wissen, dass Ursula von der Leyen immer wieder für W Social geworben hat. Für die, die sich nicht erinnern, eine europäische Plattform, die auf dem Ad-Protokoll, das wir von Blue Sky und Eurosky kennen, basiert, bei dem man sich aber eben zum Anmelden mit einem Personalausweis verifizieren muss Übrigens nicht über die Infrastruktur der EU, sondern über eine proprietäre Infrastruktur vom Unternehmen W Identity.
36:54 Wolfgang M. Schmitt
Ja, das klingt so, dass ich das auf keinen Fall machen werde und mir diese Rede einfach bei YouTube, wie jeder andere, auch anhören werde, dann daraus Clips schneide und das dann im 29er-Podcast wahrscheinlich bespreche, so wird es aus. sehen. Also diesen Use Case endlich ohne Bots kenne ich jetzt auch nicht, weiß auch nicht, warum das sein muss. Finde aber auch hier. Ich finde ja sehr gut, wenn auch in Europa neue Plattformen entstehen. Und ich würde mir ja auch eigentlich viel mehr da wünschen und auch viel mehr. Hacker-Mentalität. Ich habe ja vom Programmieren oder so überhaupt gar keine Ahnung, bewundere das aber immer sehr, bewundere auch so, was vor 20 Jahren diskutiert und angedacht und auch umgesetzt wurde, zum Teil. Und sehe aber auch da, dass jetzt man irgendwie, wenn man was Neues macht, gleich so sagt, und das machen wir mit der EU zusammen und noch mit den und den Ministern dabei. Und dann, finde ich, hat das schon wieder so eine große Staatsnähe, dass mich das auch abschreckt. Ja, also dann frage ich mich, warum muss das sein? Warum muss ich mich da auf diese Weise verifizieren?
37:55 Gavin Karlmeier
Ich verstehe das Bedenken. Auf der anderen Seite denke ich mir, natürlich haben wir als EU und alle miteinander schon dieses Interesse. dass ihr auch hier entstehende Infrastrukturen unterstützen könnten, indem man zum Beispiel sagt, hier, ihr kriegt exklusiv unsere Rede, die könnt ihr exklusiv ausstrahlen, damit Leute einen Anreiz haben, zu euch zu kommen. Dass das aber eine Plattform sein muss, die auf eigenem Wege Personalausweisverifikation der NutzerInnen und damit der EU-Bürgerinnen und Bürger durchführt und nicht etwa eine tatsächlich freie Infrastruktur innerhalb der EU Ich glaube, da muss man drüber diskutieren. Weil dass man hier zum Beispiel auch eine Plattform auswählt, die wirtschaftliche Interessen hat und nicht als Verein zum Beispiel organisiert ist. Auch das kann man kritisieren. Also es gäbe viele Androck-Punkte, wo man sich fragen muss. Warum stützt sich die EU-Kommission und die EU hier ausgerechnet so stark auf W Social auch schon seit langem und nicht etwa auf all diese Angebote, die wir teilweise seit Jahren hier schon haben?
38:48 Wolfgang M. Schmitt
Ja, also du bewirbst es ja hier immer wieder, was es für Möglichkeiten gibt. Ich muss jetzt in meiner Stande gestehen, ich bin da ja nicht auf den anderen Plattformen. Ich bin ja noch bei den. . Bösen aus dem Silicon Valley, aber ich würde auch sagen, ich verstehe das gar nicht, oder auch mal anders gefragt, also Klar, wir sind gespannt auf diese Rede von Ursula von der Leyen und da sind noch zehntausend andere Leute in Deutschland, die sich das anhören werden. Aber es ist ja jetzt nicht so, als würde man den nächsten Mission Impossible Film da sehen können. Also es ist ja nicht so, dass die Leute, also wenn ich jetzt rausgehe, Auf die Straße, die Leute sind jetzt nicht schon ganz aus dem Häus hin, weil bald die Rede von Ursula kommt.
39:26 Gavin Karlmeier
Ja, du hast recht. Also es ist nicht wetten, das mit den Kaulitz Zwillingen, die jetzt das hier übertragen.
39:30 Wolfgang M. Schmitt
Genau, das kommt jetzt auf W Social.
39:34 Gavin Karlmeier
Das wäre eine Maßnahme, das wäre Marketing. Ja, das müssen Sie mal bringen. Kann ich dich dann einladen, dich einfach vielleicht mal im Fidiverse zu registrieren oder bei Eurosky oder so?
39:44 Wolfgang M. Schmitt
Und was muss ich ja machen? Dann spiegele ich einfach das, was ich in den anderen sozialen Medien tue, dort auch oder was gehe ich in Diskussionen?
39:51 Gavin Karlmeier
Das ist die Plus-Eins-Strategie, das kannst du erstmal tun. Einfach so, damit Leute, die dort sind, deine Inhalte auch sehen, die nicht mehr auf anderen Plattformen unterwegs sind.
39:59 Wolfgang M. Schmitt
Ja, ich denke drüber nach, ich bin jetzt erstmal wieder auf Letterbox mehr aktiv.
40:04 Gavin Karlmeier
Ist ja quasi auch eine alternative Plattform.
40:07 Wolfgang M. Schmitt
In gewisser Weise auch, da gibt es auch zumindest keine. keine Möglichkeiten, wie sie bei Twitter existieren, um Leute zu beschimpfen. Das ist ja auch schon mal gut.
40:17 Gavin Karlmeier
Das ist wirklich, in der Tat, ja. Und also ich bin ja, ich bin ja nicht so der Ich kenne ja nicht so viele Filme, wie du vielleicht weißt. Habe ich ja hier schon mal erzählt. Ich bin nicht so der, ich habe wirklich viel mehr Zeit im Internet verbracht als vor Online-Wänden. Aber ich habe eine große Faszination für Menschen, die auf Letterboxd Content erstellen, weil das wahnsinnig liebevoll ist. Also Menschen nehmen sich wirklich viel Zeit, eine Filmkritik zu schreiben, die in Formulierungen und Bildern dargestellt ist. die man halt selbst bei den klassischen Medien ja kaum noch so bekommt in dem Stil. Das ist wirklich toll. Übrigens, mein Secret Guilty Pleasure. Es gibt eine Plattform, auf der so etwas ähnliches passiert für Parfums. Und Menschen beschreiben Düfte in wirklich im großen Stil. Ich kann dir es sehr empfehlen, parfumo. de. Ich habe da auch einen Account, ich werde niemandem sagen, wie ich heiße. Ich habe da aber noch nichts geschrieben, aber es ist wirklich. Wenn Menschen, die sich für Sprache interessieren, kommen da auf ihre Kosten, würde ich sagen.
41:24 Wolfgang M. Schmitt
Und testest du dann auch viel? Also hast du deine Nase trainiert, damit du das auch wirklich so beschreiben kannst?
41:30 Gavin Karlmeier
Das habe ich noch nie erzählt, aber ja, ich habe eine große Schwäche für Düfte. Also ich bin auch am liebsten natürlich an Flughäfen. Und wenn ich jetzt in den Urlaub verreise oder so, dann bin ich schon deutlich früher am Flughafen, als ich müsste, um dann mich noch so durch die frischen Parfumo-Rezensionen durchzurechen.
41:48 Wolfgang M. Schmitt
Ja, und welche Marken präferierst du? Kannst du das sagen?
41:50 Gavin Karlmeier
Das sage ich natürlich. Das müssen Leute selber erriechen. Ja. Nee, es ist nicht so, dass ich gewisse Marken präferiere, aber es gibt so Düfte, die ich schon sehr gern mag. Das ist schon so.
42:01 Wolfgang M. Schmitt
Ja, ich habe das auch, aber nicht so spezialisiert dann.
42:05 Gavin Karlmeier
Das kommt, wenn du dich auf Parfumo anmeldest. Letterboxt für die Nase quasi. So, wir bleiben kurz bei Twitter. Und in Deutschland, denn wir erinnern uns ja, dass ein Kölner Entwickler, ein Kölner Start-up-Gründer, nämlich Jan Kues. . damals twitter. eu gegründet hat. Er hat das dann aus Sorge um Markenschutzprobleme, hatte das in Chirp umbenannt. Aber es hat sich so angefühlt wie Twitter 2008 oder so. Und ist auch immer noch online. Und jetzt hat er mitgekriegt, dass in den USA dieser Prozess um das Neue-Twitter, Twitter New, Twitter Now, Operation Bluebird, wir haben das hier im Podcast erzählt, stattfindet. Und hat deswegen jetzt auch twitter. eu als Landingpatch einfach wieder aktiviert. Einfach um zu gucken, was passiert. Und deswegen kannst du jetzt quasi Chip auch wieder auf twitter. eu aufrufen. Also TWTTR. ohne Vokale. Weil seiner Logik nach, so verstehe ich das. Wenn tweet. app nicht geschützt werden kann, weil nur Twitter registriert ist, dann müsste twitter. eu auch möglich sein. Finde ich irgendwie einen charmanten, äh ein charmanten Federhandschuh in Richtung Elon Musk.
43:15 Wolfgang M. Schmitt
Ja, und noch zwei, drei Schritte weiter, dann werden wir wieder im Jahr 2019 zurück sein. Oder? Ich glaube, das ist doch die Sehnsucht. Also, wenn ich so an Blue Sky zum Beispiel denke, wo ich nicht aktiv bin, also keinen Account habe. Aber Freunde und mir dann immer so Screenshots schickt und da habe ich zum Beispiel den Eindruck, und ich weiß, ich will jetzt hier niemanden auf die Füße treten, ich weiß, hier sind sehr viele Blue-Sky-User, aber da habe ich oft den Eindruck, ah ja, genau, das ist ja 2019.
43:44 Gavin Karlmeier
Ja, aber die Welt war 2019 ein bisschen angenehmer als heute, oder?
43:49 Wolfgang M. Schmitt
Im ganzen Jahr, zum Teil, habe ich auch jetzt da gesehen, dass bei Blue Sky Akteure sind, wo ich dann auch dachte, ach ja, die gibt es ja auch noch.
44:00 Gavin Karlmeier
Ja, die sind jetzt alle da. Ja. Ja, aber vielleicht kommst du ins Fiddiverse. sind viele Akteure auch nicht. So, auf jeden Fall bleiben wir kurz bei Ex und bei Alternativen, denn wir haben darüber gesprochen, dass Nitta und Ex-Cancil, kleines Nachhaken nur an der Stelle, Abgeschaltet wurden wegen Bedenken, rechtlicher Bedenken. Das sind Tools, mit denen du Twitter, also X-Threads, also nicht Threads, sondern Threads auf X Mein Gott, es ist kompliziert. Postings von Ex öffnen kannst und deren Antworten sehen kannst, ohne dass du Ex selber aufrufen musst. Die hatten sich abgeschaltet und sind jetzt nach zwei Wochen später einfach wieder online. Sie haben sich juristisch beraten lassen und probieren es einfach. Der juristische Rat ist. Was soll schief gehen? Sinngemäß.
44:44 Wolfgang M. Schmitt
Ja. Ist aber auch ein spezielles Problem für Leute, oder?
44:49 Gavin Karlmeier
Ja, ist jetzt nicht so relatable, wie wir junge Leute sagen.
44:53 Wolfgang M. Schmitt
Ja.
44:54 Gavin Karlmeier
Genau. Wir müssen aber dann tatsächlich leider auch über Elon Musk sprechen. Und ich habe es angekündigt, das sind so Nachrichten, da hat man schon keinen Bock drauf. Aber man muss. Also es geht dieser Tage, es findet ja gerade in Venedig, das ist ja eigentlich dein Thema, das Filmfestival von Venedig statt mit vielen Premieren, zum Beispiel. Eine Dokumentation über Oasis, die Band meiner Jugend, aber eben auch ein Film mit dem Namen Musk. Und dieser Film soll sehr brisant sein, denn Elon Musk soll, wie Leute aus seinem Umfeld, Medien berichtet haben. erzürrend gewesen sein, als er diesen Film gesehen hat und ist wohl nicht besonders zufrieden darüber, wie er dort dargestellt wird. Der Macher des Filmes hat gesagt, es war extrem schwierig, Menschen zu finden, die mit ihm sprechen, weil Menschen tatsächlich Angst hatten. existenzielle Angst, aber auch Angst um ihr Leben tatsächlich, weil sie gesagt haben, sie stellen sich damit nicht in die Öffentlichkeit, sowohl FreundInnen als auch frühere Weggefährten. Und eine Person hat er aber dazu bekommen, in diesem Film Interviews zu geben und das ist Ashley St. Clair. Ashley St. Clair kennt man vielleicht noch, Waffen. Früher eine Content Creatorin, Influencerin eher im rechten politischen Lager, hat dann aber irgendwann so ein bisschen umgedacht, hat aber in der Zwischenzeit auch ein Kind von Elon Musk bekommen. Wir wissen, Elon Musk hat ja den Anspruch, er glaubte, eine große Bedrohung der Menschheit sei die Unterbevölkerung, wir müssten alle viel mehr Kinder kriegen, meint damit in der Regel die Unterbevölkerung der weißen Menschen. Das ist so zumindest das, wie man das alles rauslesen kann. Und so ähnlich hat er es ja auch in der Biografie von Walter Isaacson tatsächlich gesagt. Und Ashley St. Clair hat jetzt ein bisschen Hintergründe gegeben, warum er so viele Kinder haben möchte. Und die Formulierung ist, Elon Musk möchte eine Legion von Kindern haben, bevor der Bürgerkrieg beginnt.
46:41 Wolfgang M. Schmitt
Ja, das ich habe das auch gelesen, es ist wirklich gruselig. Übrigens, der Regisseur hat sehr viele gute Dokos gemacht, zum Beispiel auch über den Computer Wurm Stuxnet. Die ich sehr empfehlen kann. Und hier, das ist ganz interessant, dass dieses Sprechen vom Bürgerkrieg. Ja, eines ist, dass wir so seit 30 Jahren eigentlich aus der neuen Rechten kennen. So eine Vorbereitung auf den Bürgerkrieg, was wird es sein, wenn der Bürgerkrieg da ist? Aber auch sollten wir diejenigen sein, die den Bürgerkrieg auslösen, damit wir uns das Land zurückholen oder unsere weiße Herrschaft oder was auch immer. Und dass er das wirklich auch nochmal so demografisch für sich durchspielt. Also dass er seine Armee braucht nach dem Motto, dann ist Blut dicker als Wasser, was ja Relativ unsinnig ist und sich auch jetzt ja immer wieder in seiner weit verzweigten Familie zeigt, das ist doch nicht ganz so, ja, ist schon an Irse nicht zu überbieten. Und das ist natürlich auch die große Tragödie, dass der Der reichste Mann auch irgendwie der bekloppteste ist gerade.
47:42 Gavin Karlmeier
Ja, das, was du ansprichst, das haben wir beobachtet, weil Peter Thiel sich irgendwie an mehreren Orten auf der Welt irgendwelche Inseln und Bunker gekauft hatte. Elon Musk mit Sicherheit auch. Das Interessante ist hier aber, weil du auch ansprichst, dass es nun mal der reichste Mann der Welt ist, dass Elon Musk ja den Frauen, die seine Kinder austragen. . Immer sehr viel Geld dafür anbietet. Also Elon Musk hat Ashley St. Clair 40 Millionen Dollar als Einmalzahlung sowie eine monatliche Zahlung von 100. 000 Dollar angeboten, vor allem aber auch für das Schweigen, damit sie nicht darüber spricht. Dieses Angebot hat sie abgelehnt. Also sie hat gesagt, sie möchte ihren Kindern vorleben, dass man materiellen Komfort niemals über die Wahrheit stellen sollte.
48:25 Wolfgang M. Schmitt
Ja, ja, ich bin sehr gespannt auf diesen Film und hoffe, dass er ihn richtig aufregen wird.
48:31 Gavin Karlmeier
Da kann man von ausgehen. Was aber dann uns leider aufregt, und ich weiß nicht, ob das schon in Richtung Bürgerkrieg geht, aber es geht auf jeden Fall in Richtung Wahl. Manipulation und wir haben eigentlich ja nur darauf gewartet, dass Elon Musk irgendetwas tut, um auf die Midterms einzuwirken. Wir haben schon darüber berichtet, dass er, ich glaube, 120 Millionen Dollar freigegeben hat für den America-Pack, damit die Midterms entsprechend In die eine oder in die andere Richtung ausgehen könnten. Und jetzt hat er eine Webseite gestartet und das muss ich ein bisschen erklären. Diese Website heißt votesafe. org und ist angeblich, wie er es darstellt, eine Information. Um dich zu informieren oder eine Website zur Information über den Prozess der Wahl. Die Wahl in den USA ist nicht so ganz easy. Man muss sich zuvor registrieren. Man sollte sich informieren. Wie kann ich wählen? Wo gehe ich wählen? Wie funktioniert das alles? Und dafür gibt es eine offizielle Website, nämlich vote. gov. Die wird von der Election Assistance Commission betrieben, also von einer staatlichen Behörde, die dabei einfach nur Informationen gibt, ohne persönliche Daten abzufragen oder Nutzeraktivitäten zu protokollieren. Votesave. org wird mit demselben Versprechen wie vote. gov im Grunde, also informieren, wie ist man schon registriert, wo kann ich das tun, wie funktioniert das. Man muss sich dafür allerdings dort registrieren mit Vorname, Nachname, Geburtsdatum, vollständiger Wohnadresse, E-Mail-Adresse, Mobilfunknummer. Weiterhin wird getrackt IP-Adresse und Standort. Es wird getrackt, dein Browser, dein Betriebssystem, die Bildschirmgröße, die Sprache, auf die dein Gerät eingestellt ist, die Website, die dich zu votesafe. org geführt hat, jeden Link, den du dort anklickst, jede Seite, die du dort aufrufst und dein Wählerregistrierungsstatus samt Wahlbezirk und Stimmzettel. Alles wird gemeinsam zusammengeführt. Und wenn man in die AGBs schaut, die die AGBs vom America-Pack sind, diesem Vehikel, mit dem Elon Musk die amerikanischen Wahlen eben ja. . mit vier oder die soll ich sagen die Wahlwerbung finanziell ausstatten möchte, dann wurden diese AGBs am 29. August klammheimlich verändert. Denn in der früheren Version Stand dort, dass man nicht vorhatte, personenbezogene Daten an einen Geschäftspartner weiterzugeben oder zu verkaufen. Das hat sich nun verändert. Dort taucht diese Passage schlicht nicht mehr auf. Und zu diesen geschäftlichen Partnern, also denen, wo America Pack zum Beispiel Werbung schaltet, gehören Facebook und Google. Also es wird offenbar das Werbematching-System von Meta genutzt, um die Daten, die Menschen über voteSave. org preisgeben, wiederum auszulegen gegen sie, um ihnen entsprechende Werbung anzuzeigen.
51:07 Wolfgang M. Schmitt
Es ist so der Wahnsinn, ich meine, wir haben eben über Cambridge Analytica gesprochen und jetzt hat das zehn Jahre gedauert, um das überhaupt jetzt mal So weit vor Gericht zu bringen, dass man sagen kann, okay, das könnte gefährlich werden für Meter, wenn man sieht, was das hier für eine Dimension angenommen hat und das läuft jetzt erstmal so. Und wir wissen gar nicht, ob man in zehn Jahren überhaupt noch mal sich damit wird beschäftigen können, ist dieser Umbau, der dort stattfindet, durch eben die technische Gewalt. Wir haben jetzt bei der zweiten Trump-Amtszeit immer so sehr viel darüber geredet, hebelt er die Demokratie aus. Und dann sieht man ja doch die Checks and Balances. funktionieren einigermaßen gut, ja. Also wir erleben Wahlen und wir werden noch Wahlen erleben in den nächsten Jahren. Aber wenn wir sehen was da eigentlich wirklich, da könnte man wirklich mal vom Deep State sprechen, ja. Also was da jetzt für eine Umprogrammierung stattfindet und das geht ja alles sehr viel weiter als das, was damals von Kuklik als Granularisierung der Gesellschaft oder so beschrieben wurde, also wo man auch schon Daten ausgewertet hat, um natürlich einen entsprechenden Wahlkampf zu machen. Aber was hier an Datensammlung stattfindet und dann natürlich auch für ein Targeting stattfinden kann, beziehungsweise wen wird man vielleicht gar nicht mehr versuchen zu adressieren oder ja zu muten, dass er gar nicht mehr auf die Idee kommt, auch noch wählen zu gehen. Das ist eine Dimension, die man sich kaum vorstellen kann.
52:30 Gavin Karlmeier
Und das ist wie in Cambridge Analytica passiert. Da wurden ja Menschen, die demokratisch wählen wollten, Werbung angezeigt nach dem Motto, wenn du Hillary wählen willst, bleib zu Hause. Sind genug nach dem Motto. Und AmericaPack hat schon in der vergangenen Woche, und VoteSafe ist ja gerade erst gestartet, in der vergangenen Woche schon 180. 000 US-Dollar für die Bewerbung von VoadSafe allein auf Metaplattformen ausgegeben. Dabei häufig harmlos wirkende Botschaften, die aufrufen, da zu wählen zu gehen, aber immer mit der Werbung votesave. org aufzurufen, aber auch mit Werbungen, die direkte Angriffe auf Sozialisten oder demokratische Senatskandidaten.
53:06 Speaker 3
Adressiert haben.
53:08 Gavin Karlmeier
Also es ist leider genauso fies und eklig, wie dir der letzte Wahlkampf aufgehört hat, weil du gerade sagtest, Checks and Balances funktionieren ja. Donald Trump hat jetzt angekündigt, sollten die Republikaner den Senat und den Kongress gewinnen, würden alle US-AmerikanerInnen 5000 Dollar pro Person bekommen.
53:25 Wolfgang M. Schmitt
Ja, das finde ich allerdings wirklich gut. Also ich sehe da natürlich die perfiden Absichten von Donald Trump, das will ich hier nicht leugnen. Aber das ist ja Helikoptergeld und das finde ich wirklich gut. Das macht nur der falsche.
53:39 Gavin Karlmeier
Ja, und gebunden an die falschen Voraussetzungen.
53:42 Wolfgang M. Schmitt
Klar, darüber können wir jetzt diskutieren. Also da brauchen wir nichts. darüber zu diskutieren, denn das ist ja vollkommen offensichtlich, worum es da geht. Aber eigentlich ist das die sinnvolle Maßnahme. Also jetzt jedem 5000 Euro, wenn man das durchrechnet. Dann ist das in etwa so viel wie der Militärhaushalt. Wäre also zu finanzieren. Wäre zu finanzieren, man rüstet wie verrückt auf, wir machen es ja in Deutschland auch, und kürzen am Sozialen, an der Bildung und sonst wieder, mutet man sich über PISA. Und da kann man es einfach so wunderbar sehen. Mit diesen 5000 Euro, die bekommt dann jeder und dann gibt es auch ein paar Leute, die brauchen die eigentlich nicht. Aber damit kann man wirklich das Leben von Menschen verbessern. Wenn man sieht, wie viele Leute Kreditkartenschulden haben, Klarner Schulden haben und was das für die bedeuten würde, wenn sie diese Einmalzahlung bekämen, 5000 Dollar, was das für eine wirkliche Freiheit wiederherstellen könnte, wäre das Es gibt, man kann es auch klüger machen mit Besteuerung und so weiter. Aber ich würde sagen, diese Form des Helikoptergelds wäre eigentlich eine wunderbare Maßnahme und es würde die Binnenwirtschaft ordentlich ankurbeln.
54:45 Gavin Karlmeier
Und das sollte man sich hier gleich mit abgucken. Also eine bessere Kampagne fürs iPhone Duo kannst du wirklich nicht anstellen, als sie hier mit 5000 Euro zu überweisen.
54:54 Wolfgang M. Schmitt
Ja. Nein, aber das ist, also wir können das ja mal, wir haben jetzt ja Zahlen bekommen in den letzten Monaten, wir haben jetzt wieder den Realllohn auf dem Niveau von 2019. Der Ökonom Tom Krebs hat das mal für Haushalte durchgerechnet. Eigentlich sind jetzt seit Corona-Krise, Krieg und so weiter den Haushalten insgesamt 12. 000 Euro verloren gegangen. Ja, die fehlen jetzt pro Jahr eigentlich, wenn man ansieht, wie sich die Löhne entwickelt hätten. Also wie die Erwartung war 2019 und was dann passiert ist. Und das waren politische Entscheidungen. Es waren ja nicht so, dass man versagt, naja, es war halt Krise, sondern andere haben ja weiterhin sehr gut gewirtschaftet und davon und sind reich geworden. Und wenn man einfach sieht, wie, wie irrsinnig diese Politik ist, die alles Sozialdemokratische hinter sich gelassen hat, muss man eigentlich sagen, jetzt müsste man vermutlich mit einem Helikoptergeld erstmal die größten Wunden schließen, um dann wieder zu sehen, dass man einigermaßen weitermacht. Das heißt, ich halte das wirklich mal für einen sehr sinnvollen Vorschlag von Donald Trump, geknüpft an einige, sagen wir, nicht so ganz astraine Motive, aber. Sicherlich das Richtige.
56:11 Gavin Karlmeier
Müsste er übrigens genehmigen lassen vom Parlament, Senat oder Kongress, würde er wahrscheinlich nicht schaffen. Also, dieses Versprechen des Wahlbetruges könnte er wahrscheinlich nicht einmal einhalten und die anderen wären wieder schuld.
56:24 Wolfgang M. Schmitt
Natürlich. Also machen wir keine Illusionen über Donald Trump. Ich wollte nur sagen, an sich wäre das eine viel vernünftigere Entscheidung. Weil wir haben wir hier eine Presseberichterstattung, ich höre das ja alles, diese ganzen Podcasts. Die uns die ganze Zeit sagen, naja, jetzt brauchen wir eigentlich mal eine Blut, Schweiß- und Tränenrede, jetzt müssen wir aber mal wirklich sparen und man muss halt die Bevölkerung darauf einstellen und es geht nun mal nicht so weiter und wir können nicht alles haben. Und das meint aber immer, die, die ohnehin nicht viel haben, sollen bitte noch ein bisschen weniger akzeptieren. Und wenn was in der Schule nicht richtig klappt, dann werden wir mal die Eltern heranziehen. Warum haben die Eltern sich eigentlich nicht um die Bildung der Schule der Der Kinder gekümmert, siehe Aussagen von Karin Prien und Friedrich Merz und so weiter. Und da ist es eigentlich jetzt sehr sinnvoll zu sagen: Nee, wir fordern jetzt einfach für jeden mal 5000 Euro vom Bundeskanzler.
57:11 Gavin Karlmeier
Friedrich Merz sagt, wir verstehen ihn einfach nur nicht.
57:14 Wolfgang M. Schmitt
Jaja, das ist ja wirklich das Allerstimmste. Aber das sagen ja Journalisten auch. Die sagen ja dann wirklich, Friedrich Merz. Muss besser kommunizieren lernen. Ich finde, dass dieser Kanzler wie keiner seiner Vorgänger in aller Deutlichkeit kommuniziert, was er von uns will. Also es ist doch vollkommen klar. Er sagt genau das, was er macht. Es wird gespart. Es ist, ihr seid faul und kümmert euch mal um eure Kinder, da können wir uns nicht auch noch drum kümmern. Er sagt, dass ja alles ganz offenbar bei Merkel Also ich kenne, ich habe ja Germanistik studiert, dann waren wir manchmal auf Solinguistikkonferenzen, da hat man Professoren erlebt, wie die Merkelreden analysieren. Das war so fast wie, was wollte Hölderlin uns damit sagen? Also man hat irgendwie gesucht, wen meint sie eigentlich, wenn sie gerade Menschen sagt? Scholz hat einfach so gut wie gar nicht gesprochen. Aber Friedrich Merz sagt es einfach ganz frei heraus Was er macht und Lars Klingbach im Übrigen auch. Also seine Bertelsmann Rede ist unmissverständlich. Er sagt hundertmal hinter was alles die normale Bevölkerung jetzt nicht mehr haben wird und was man ihr nimmt. Und dann kommt er kurz auf die Unternehmer und die Reichen zu sprechen und sagt: Und an Sie würde ich auch gerne die Bitte richten, dass Sie vielleicht einmal bei Gelegenheit darüber nachdenken, dass Mit anderen Worten, machen Sie, was Sie wollen, immer so weiter.
58:38 Gavin Karlmeier
Eigentlich sagt er den Unternehmen ja, wir gehen jetzt richtig tief rein, aber es ist okay. Er sagt den Unternehmen ja, hey, ihr müsst einfach nur mehr in Talkshows gehen. Also, und das hat Merz ja schon mehrfach wiederholt. Also, er hat vor Monaten schon mal gesagt, ich sehe euch mehr auf Golfplätzen als in Talkshows. Und jetzt war er doch zuletzt wieder auf so einem Podium, wo eben ein ähnlicher Satz gefallen ist, wo er gesagt hat: Ja, bei den Familienunternehmen.
58:59 Wolfgang M. Schmitt
Ja, genau. Das ist ja wirklich so der reaktionäre Arm des Kapitals in Deutschland, ja. Ja, und deswegen, ich will keinen Journalisten mehr hören, der irgendwo sagt, die müssen besser kommunizieren. Nein, die Kommunikation ist ganz klar, die Politik ist die falsche.
59:15 Gavin Karlmeier
Und um das jetzt, also ich kann das Karin-Prin-Thema noch kurz mit einbringen, weil das ist.
59:19 Wolfgang M. Schmitt
Und deswegen darf ich das noch gerade dazu einwerfen, weil das habe ich auch gesehen, dass das ist ja jetzt schon, ihr habt ja schon mehrmals darüber berichtet, dass man in Großbritannien ja in den sozialen Medien. . Die großen Medienhäuser und das öffentlich-rechtliche stärker pushen will, dass das in den Feeds angezeigt wird. Und jetzt hat ja die US-Regierung sich dagegen gestellt und gesagt, das ist Zensur und so weiter. Klar, dass Donald Trump da seine eigene Agenda verfolgt, das wissen wir, und das wissen wir auch von J. D. Vance bei der Münchner Sicherheitskonferenz und so weiter. Aber ich würde trotzdem sagen, genau das ist ja der Punkt, dass man so tut, als gäbe es einfach ein eine Qualität, die ist grundsätzlich da, wenn es von einem großen Medienhaus kommt oder von den öffentlich-rechtlichen. Und das andere, was in den sozialen Medien so stattfindet, das sind vielleicht Aktivisten oder so, aber das sind das sind nicht die richtigen Infos, die wir brauchen. Und da bin ich sehr dagegen. Also bei bei also man muss über Algorithmen reden, aber jetzt einfach zu sagen Lass uns versuchen, das Gatekeeper System einfach nochmal ins Social Media zu überführen, was die Labour Party da macht, finde ich. katastrophal und es ist wirklich eine Einschränkung der Meinungsfreiheit.
01:00:30 Gavin Karlmeier
Hundertprozentig. Also wir haben da auch drüber gesprochen, wir haben gesagt, das ist das Wahrheitsministerium und um die Meldung zu Ende zu bringen, genau die USA klagen das jetzt öffentlich an und warnen, Großbritannien würde Zensur veröffentlichen oder Zensur als Gesetz einbringen. Und hat das sozusagen damit verurteilt. Und die US-Botschaft hat gesagt, wenn das Vereinigte Königreich Plattform dazu zwingt, von der Regierung bevorzugte Medien zu fördern. unterscheidet sich die Auswirkung auf die Reichweite eines von der Regierung missliebigen Akteurs nicht wesentlich von einer vollständigen Entfernung. Und dass sie das eben als Zensur bezeichnen würden. Und ich habe genau zu diesem Punkt, ich war am vergangenen Samstag, wird heute ein bisschen länger, Leute, ich hoffe, es ist okay. Ich war am vergangenen Samstag, war ich auf einer Podiumsdiskussion, wo es nämlich genau um diese Frage ging. Es war eine Veranstaltung des DJV, des Deutschen Journalistenverbandes. Und dort wurde genau diese Frage aufgemacht, wie gehen wir mit unseren CreatorInnen um? Und wir waren uns auf dem Podium tatsächlich alle einig. Wir waren zu dritt. Dabei war Nadja Sabura, Kulturwissenschaftlerin. Dabei war Robert Caro, Creator und ich. Und wir drei waren uns einig, dass die Linie nicht verläuft zwischen hat volontiert oder hat nicht volontiert oder ist Mitglied im oder unterwirft sich im Presserat sozusagen und tut es nicht. Sondern die Linie verläuft einfach zwischen gutem und schlechtem Content. Und der kann sowohl von Medienhäusern kommen, wie eben auch von Leuten, die einfach so drauf los ein Video hochladen. Und das kannst du nicht über irgendwelche Linien einfach so bestimmen. Natürlich müssen wir darüber reden, dass wenn du. Ben ungescriptet Bernd bist und eine riesengroße Reichweite hast und diese Reichweite uneingeschränkt nutzt, um den russischen Botschafter alles erzählen zu lassen, was er erzählt, oder wen auch immer. Dass man dann zumindest einfordern kann, dass das in Deutschland redaktionellen Richtlinien anliegt. Der Vorwurf ist ja nicht, das muss runtergenommen werden. Sondern das muss eingeordnet werden. Und das ist etwas, das kann man mitgehen. Aber die Einschränkung zu sagen, das gibt keine Reichweite mehr, das kann kein Mensch, der bei klarem Verstand ist, wirklich fordern.
01:02:31 Wolfgang M. Schmitt
Ja, zumal man doch auch immer an die Wirkungskräfte der Selbstentlarvung ja auch dabei glauben muss, oder? Also, ich meine, ich habe zum Beispiel dieses Botschafter-Interview gesehen. viel schlechter hätte man sich auch nicht verkaufen können, oder?
01:02:47 Gavin Karlmeier
Ja, aber das sind wir, die da drin.
01:02:48 Wolfgang M. Schmitt
Also ich war ein bisschen überrascht.
01:02:51 Gavin Karlmeier
Also ja, wir gucken aber auch anders drauf, glaube ich, als Leute, die da das hören, was sie sowieso gerne hören würden.
01:02:58 Wolfgang M. Schmitt
Ja, das ist mir jetzt auch aufgefallen, dass ja in, also ich war ja auch schon bei Ben mal zu Gast, damit mal jemand anders da sitzt, also nicht immer nur jemand, der sagt, zu viele Flüchtlinge.
01:03:10 Gavin Karlmeier
Und du warst noch vor Peter Fox da.
01:03:13 Wolfgang M. Schmitt
Wirklich? Glaube ich. Ja, toll. Und vor Ulf Poschert. Jedenfalls ist es ja so, dass das interessante ist, dass die Rezeption von diesen Gesprächen, egal wer da sitzt, eigentlich immer ist. Toll, dass ihr euch so gut miteinander ausgetauscht habt, dass ihr so höflich miteinander wart. Das ist wirklich so ein. Also es gibt bei in dem im Publikum von Ben und auch von anderen diesen Formaten so ein unglaubliches Harmoniebedürfnis. Bei gleichzeitiger Polarisierung gegen alles, was nicht auf der eigenen Seite steht. Es ist ganz, ganz interessant. Also, diese Harmoniebedürftigkeit, die dazu gleich zutage tritt. Man kriegt sie noch nicht ganz zusammen.
01:03:57 Gavin Karlmeier
Ja, ich glaube, das hängt auch so ein bisschen mit dem generellen Frust dem Journalismus gegenüber zusammen, weil wenn du. . . In allem, was du siehst, egal ob es der Spiegel ist oder das Fernsehen ist oder das Radio ist oder ein Podcast ist, in allem immer nur in deinem eigenen Weltbild kritisiert wirst und dich deswegen dagegen stellst. dann kannst du irgendwann auch journalistische Mittel nicht mehr als solche erkennen und dann sagst du auch, dass das, was Ben ungeskriptet dort macht. Dass das so ein ausgewogenes Gespräch ist. Weil, wenn man sich die Gespräche anschaut, und ich habe auch das mit dir gesehen, der Redeanteil war jetzt nicht 50-50 zwischen euch, sondern es waren 90-10, würde ich sagen. Und die Fragen, die da zurückkamen. Die haben jetzt nicht davor gestrotzt, dass Ben sich massiv vorbereitet hätte.
01:04:44 Wolfgang M. Schmitt
Nee, und bei mir waren ja wirklich noch kritische Fragen, weil er doch ganz irritiert war. Dass die Flüchtlinge doch nicht an allem schuld sein sollen. Das hat ihn, glaube ich, auch nachhaltig verstört. Und dadurch hat er dann mir auch kritische Fragen gestellt, während er ja ganz andere Kaliber sitzen, wo immer nur so kommt, hm.
01:05:03 Gavin Karlmeier
interessant aus dich gar nicht wenn man dann die Rassentheorie erzählt zum Beispiel Wie sind wir da hingekommen? Ach so, Zensur. Und so. Ich wollte eigentlich noch über Karin komen.
01:05:14 Wolfgang M. Schmitt
Und Bildung.
01:05:15 Gavin Karlmeier
Bildung. Genau, ich wollte nämlich gerade zu Karin Prien kommen. Weil Karin Prien hat das, also Deutschland hat bei der PISA-Studie so schlecht abgeschnitten wie noch nie. Und sie sagt, es ist besorgniserregend, aber nicht überraschend. Was sie als Bildungsministerin, sie hat das alles kommen sehen und hat gesagt, wir sind eh alle, wir sind es eh nicht mehr wert. Nach Motto, hat sie so nicht gesagt. Aber sie hat gesagt, es ist nicht überraschend und ihr ist jemand zur Seite gesprungen, nämlich Hendrik Streck. Das ist der Drogenbeauftragte der Bundesregierung. Und der sagt: Na woran liegt es denn wohl? Na klar, Social Media. Wir müssen Social Media einschränken. Dann werden wir alle wieder schlauer.
01:05:49 Wolfgang M. Schmitt
Ja, völlig klar. Also das ist so skandalös. Ja, also das ist aber genau diese Politik. Man müsste ja für alles andere Geld in die Hand nehmen. Nun haben wir ja gesehen. dass die Regierung jetzt für die nächsten Jahre bei der Bildung kürzen will. Also das muss man sich ja wirklich vor Augen führen. Da haben wir ja jetzt schon massive Probleme. So, und wir haben sehr viele Lehrer auch geschrieben, dann, weil ich mich schon bei Social Media ein bisschen dazu geäußert hatte, und sagten: Ja, dann kommt jetzt als nächste Runde, dass wir da einfach dran schuld sind. Die Lehrer sind nicht mehr so gut, weil die auch wahrscheinlich alle nur im Internet waren und mit dem Smartphone rumgespielt haben. Und dass man jetzt einfach wieder sagt, ah ja, Social Media ist eigentlich toll. Wir können damit ja alles lösen. Also die Arbeitslosigkeit liegt daran, weil die Leute zu viel bei Social Media sind und gar nicht mehr bereit sind zu arbeiten, sie sind zu faul geworden. Die jungen Leute können sich nicht mehr konzentrieren wegen sozialen Medien und haben kein soziales Umfeld mehr, alles wegen der sozialen Medien. Und jetzt hat man auch hier diese Aussage von Strägg, bei der man einfach merkt, okay, das ist eine Politik. die überhaupt nicht mehr in etwas investieren will, sondern das einzige Mittel, was sie noch hat, ist irgendetwas zu verbieten und um damit Handlungen zu simulieren. Und natürlich wird sich daran überhaupt nichts ändern. Denn wenn ich jetzt an meine Schulzeit denke, wie wurden die Nachmittage verbracht. von den meisten Leuten damals, naja, sie kamen früher nach Hause, ja sehr viel früher als heute, und haben Bärbel Schäfer, Andreas Türk, Vera Entween und so weiter geguckt. Das heißt, sie haben diese Halligalli-Talkshows geguckt, in denen irgendwie Leute sich angebrüllt haben den ganzen Nachmittag über. Und das war jetzt dann wirklich kein Bildungsfernsehen gewesen. Ja, und und da Da hätte man auch sagen können, daran lag es wohl.
01:07:45 Gavin Karlmeier
Ja, oder daran, vielleicht kann man auch das Treffen von Jugendlichen generell auch wieder verbieten. Also dass Menschen sich ja einfach nicht treffen dürfen zwischen 14 und 20 Uhr.
01:07:54 Wolfgang M. Schmitt
Es ist auch so eine absurde Vorstellung, muss ich sagen, dass als würden junge Leute bei Social Media wirklich die ganze Zeit nur Videos swipen. Ich habe nicht den Eindruck um den. Also erstmal, was mir auffällt, ist, dass ja sehr viele Leute gar nicht mehr ein öffentliches Profil haben. Auch junge Leute gerade nicht, sondern sie nutzen das, um miteinander in Kontakt zu treten, aber sie sind gar nicht in dem Modus, sich dauernd präsentieren zu müssen. Und dann habe ich schon den Eindruck, dass man dadurch eine enorme Politisierung erlebt, sodass ja auch bei Vorträgen oder so, also zumindest wenn ich sie halte, erlebe ich das, ein unglaublich junges Publikum da ist, 17-, 18-Jährige. die auch eine ganz andere Bildung schon durch die sozialen Medien mitbekommen haben, weil sie auf andere Dinge stoßen. Und das, das ist überhaupt nicht vergleichbar. Also welche, welche Möglichkeit hatte man gehabt? Früher, naja, dann hat man vielleicht mal bei CNN was geguckt, wenn das noch Kabelfernsehen erreicht hatte. Und das war es aber dann. Und das ist heute völlig anders geworden. Und ich finde, dass So falsch, das jetzt darauf zu beziehen. Und zugleich sehe ich, ich bin heute wieder mit der Bahn von Berlin nach Hause gefahren. Ich sitze ja dann nur neben Erwachsenen, die die ganze Zeit Dusseligste Handyspiele spielen, fünf Stunden durch und dann steigen sie in Frankfurt völlig orientierungslos aus.
01:09:17 Gavin Karlmeier
Oder über Lautsprecher TikTok-Videos gucken. Oder das. Da habe ich schon mal gesagt, wenn man was verbieten sollte, dann Handylautsprecher. Und zwar pauschal. Es gibt keine Notwendigkeit dafür. Steck da Kopfhörer rein, Problem gelöst.
01:09:30 Wolfgang M. Schmitt
Ja, ja. Also es ist eine Katastrophe.
01:09:34 Gavin Karlmeier
Ja, ich stimme dir sogar insoweit zu. Ich habe ja ganz viel somit jetzt direkt für alle Hakis ganz viele Bingo-Marks gesetzt, aber Ich habe ja viel mit jungen Menschen zu tun, 15-, 16-Jährige und spreche mit denen über ihr Nutzungsverhalten. Und die haben dann auch Bildschirmzeiten nun 7, 8, 9 Stunden. Die wir dann aber halt fairerweise früher damit verbracht haben, dass wir im Telefon waren, dass wir Musik gehört haben, dass wir Fernsehen geguckt haben. Also alle diese Dinge, die sie eben mit diesem Gerät heute machen, haben wir halt auf verschiedenen Geräten erlebt. Und die spielen dann halt Schach. Und das wird ihnen dann verboten vom Lehrer, weil gesagt wird, nee, ihr dürft jetzt nicht ans Handy, obwohl sie in der Pause miteinander Schach spielen. Und da fehlt halt jedes Gefühl seitens der Lehrkräfte zum Beispiel. darüber oder dafür, was die Menschen da tatsächlich tun. Ein anderes Beispiel, als ich mit 15 Jahren Liebeskummer hatte und angefangen habe, mir Gitarre spielen beizubringen. Habe ich das getan mit Webseiten, in denen sogenannte Tabulatoren waren. Das ist menschenfeindlich. Das war in wirklich Schreibmaschinenschrift, einfach nur Zahlen in Tabellen. Aber damit habe ich das gelernt. Heute kannst du mit YouTube lernen und lernst das, wofür ich zwei Jahre gebraucht habe, wahrscheinlich in deiner ersten Stunde. Weil du einfach einen absoluten Leistungsvorsprung hast. Also du hast halt durch die Verfügbarkeit der Medien auch ganz andere Möglichkeiten, dich mit Dingen auseinanderzusetzen. Und das wird eben alles gemeinsam als Social Media begriffen und gemeinsam abgeschafft. Oder als schuldig erklärt. Und da wünsche ich mir doch unsere Zeit zurück, als die Schuldigen noch Ballastspieler und Slipknot waren.
01:11:02 Wolfgang M. Schmitt
Ja, genau. Und wir haben ja auch so Entwicklungen wie zum Beispiel den Kulturpass. der eingeführt wurde von der Ampelkoalition, von Claudia Roth damals, in meinen Augen damals schon ein zu geringes Budget, aber immerhin. Und dann hat man ihn gekürzt und jetzt hat man ihn ganz abgeschafft. Also das heißt, der Pass, mit dem man ermöglicht, dass junge Menschen kulturelle Räume besuchen. möglicherweise mit anderen Menschen und genau dabei nicht mit dem Smartphone bei Instagram sind, sondern plötzlich sich einen Film ansehen oder ein Theaterstück oder Musik hören. Das würde abgeschafft, das wird alles rückabgewickelt und wenn man sich ansieht, wie mit dem Musikunterricht an Schulen umgegangen wird und so weiter, könnten wir alles jetzt aufzählen. Und da macht man alles kaputt. Und dann sagt man, naja, es muss wohl am Smartphone liegen. Und interessanterweise gibt es ja sehr viele Länder, die sehr gut abschneiden bei diesem PISA-Test.
01:11:55 Gavin Karlmeier
Und da ist es ja auch nicht so, dass da seit zehn Jahren Social Media Verbote vorherrschen. Das ist exakt so. Aber Wolfram Weimar braucht das Geld, er will TikTok kaufen.
01:12:07 Wolfgang M. Schmitt
Da können wir uns ja auch schon sehr drauf freuen, ja.
01:12:09 Gavin Karlmeier
Da können wir uns alle sehr drauf freuen. Und worauf wir uns darauf freuen, Wolfgang, ist, wenn du nochmal wiederkommst. Das war nämlich ganz fantastisch heute mit dir. Sehr gern. Vielen lieben Dank. Vielen Dank. Es war mir eine Freude. Ich wünsche allen, die bis hierhin zugehört haben, ein ganz wundervolles Wochenende. Wir hören uns wieder am Montag mit Dennis Horn. Und dann wissen wir vielleicht auch schon mehr, was Ursula von der Leyen vorhat. Wenn irgendjemand, der hier zuhört, Informationen hat, ihr könnt sie mir gerne anonym zuspielen.
01:12:33 Speaker 3
Ich bin sehr, sehr neugierig und interessiert. Wolfgang, danke dir. Bis zum nächsten Mal. Liebe Hakis, bis zum nächsten Mal. Wir sehen uns im Discord auf Campfire im Internet. Macht's gut. Tschüss.